DE612196C - Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in einem Netz mit stark schwankender Spannung - Google Patents
Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in einem Netz mit stark schwankender SpannungInfo
- Publication number
- DE612196C DE612196C DES99684D DES0099684D DE612196C DE 612196 C DE612196 C DE 612196C DE S99684 D DES99684 D DE S99684D DE S0099684 D DES0099684 D DE S0099684D DE 612196 C DE612196 C DE 612196C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage
- speed
- control device
- network
- resistor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 19
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 14
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000035939 shock Effects 0.000 claims 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 3
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P7/00—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
- H02P7/06—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Relay Circuits (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
15. APRIL 1935
REICHSPATENTAMT'
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 5942
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juli 1931 ab
Zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren, die an Netze mit stark
schwankender Spannung angeschlossen sind, werden meist Fliehkraftregler verwendet,
welche die Drehzahl der Motoren durch Feldregelung beeinflussen. Es hat sich gezeigt,
daß derartige Fliehkraftregler nicht unter allen Umständen eine genügende Konstanthaltung
der Drehzahl ermöglichen, insbesondere haben sie bei Maschinen mit vertikalen
Wellen versagt. Abgesehen davon sind diese Regler auch verhältnismäßig kompliziert und
teuer, ebenso die bekannten Tirillregler, welche für die vorliegenden Verhältnisse zu
empfindlich sind.
Gemäß der Erfindung wird eine genügend genaue Drehzahlregelung mittels eines gegen
Stöße und Schwingungen wenig empfindlichen ausbalancierten Spannungsrelais erzielt, durch
das zwei Widerstände in dem Erregerstromkreis eines Gleichstrommotors zwecks Feldschwächung
oder Feldverstärkung wirksam gemacht werden. Die Belastung des Motors bleibt im wesentlichen unverändert.
In dem Schaltbild 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zum Konstanthalten
der Drehzahl dargestellt. 1 ist ein Gleichstrommotor, der an ein Gleichstromnetz
2 mit stark schwankender Spannung angeschlossen ist. Die Maschine hat zwei Erregerwicklungen
3 und 4, von denen die_ Wicklung 3 ein Grund feld erzeugt, während das durch die Spule 4 erzeugte Nebenfeld mit
Hilfe von zwei Widerständen 5 und 6 geregelt wird. Der Widerstand 5 kann zur Wicklung 4 parallel geschaltet werden, wodurch
das Feld der Erregerwicklung 4 geschwächt wird. Der Widerstand 6 ist mit der Erregerwicklung 4 in Reihe geschaltet. Durch
Kurzschließen des Widerstandes 6 wird das Nebenfeld verstärkt und die Drehzahl verringert.
Das Einschalten der Widerstände 5 oder 6 erfolgt durch die Kontakte 7°, yb und 8a, 8*
des Spannungsrelais 9; die Kontakte 7° und 8a
smd an lesmem beweglichen Waagebalken 11 angeordnet,
der durch einen Elektromagneten 10 bewegt wird. Die Erregerwicklung dieses
Elektromagneten ist an das Gleichstromnetz 2, von dem der Motor 1 gespeist wird, angeschlossen.
Die Kontakte Jb und 8δ stehen fest.
Mit 13 ist ein in den Erregerstromkreis des
Spannungsrelais eingeschalteter Regelwiderstand bezeichnet, durch den die Erregung des
Spannungsrelais nach Bedarf eingestellt wird· 12 bedeutet einen Justierwiderstand, der im
Erregerstromkreis der Feldwicklung 4 liegt.
Der Abstand der Kontakte des Spannungsrelais 9 ist einstellbar, so daß die Kontakte 7
und 8 für verschiedene Spannungsabweichungen gegenüber der Normalspannung eingestellt
werden können.
Es soll von dem einfachsten Fall, daß bei der Normalspannung der die Kontakte tragende
Waagebalken 11 des Relais 9 sich in der mittleren Stellung befindet und daß die
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Georg Braun in Berlin-Wilmersdorf.
Abstände der Kontakte Ja, yb bzw. 8a, 8b de;
Relais gleich sind, ausgegangen werden.
Sobald die Spannung E sich gegenüber der Normalspannung etwas erhöht, wird durch
den Magneten io des Spannungsrelais der Waagebalken 11 angehoben; gleichzeitig ändert
sich entsprechend der Spa'nnungsänderung die Drehzahl des Antriebsmotors ι etwa
nach der in Fig. 2 der Zeichnung punktiert dargestellten Regelkurve. Sobald die Netzspannung
und damit die Drehzahl um einen gewissen Wert angestiegen ist, werden die Kontakte ya und jb geschlossen (Punkt B' der
Regelkurve). Infolgedessen wird der Vorschaltwiderstand 6 in dem Erregerstromkreis
der Spule 4 kurzgeschlossen, so daß sich der Strom in der Erregerwicklung 4 erhöht und
das Magnetfeld der Maschine 1 verstärkt wird. Nunmehr sinkt die Drehzahl des
Motors ι bis auf einen unteren Grenzwert (Punkt C) ab, wie aus der Regelkurve der
Fig. 2 ersichtlich ist. Die beiden Grenzwerte können durch Bemessung der Widerstände 5
und 6 sowie eine geeignete Einstellung des Justierwiderstandes 12 im Erregerstromkreis
der Wicklung 4 erzwungen werden. Nach dem Kurzschließen des Widerstandes 6 steigt
bei weiterer Erhöhung der Netzspannung die Drehzahl wieder entsprechend dem angedeuteten
Kurvenzug an.
Tritt statt einer Spannungserhöhung eine Spannungserniedrigung in dem Netz 2 ein, so
sinkt der Anker des Magneten 10, und die Drehzahl des Motors nimmt ab. Der Waagebalken
11 schwingt nach der anderen Richtung aus. Sobald bei Erreichung eines unteren
Grenzwertes (Punkt E) die Kontakte 8β, 8δ des Spannungsrelais 9 geschlossen sind,
ist der Widerstand 5 zur Erregerspule 4 der Maschine 1 parallel geschaltet; infolgedessen
tritt eine Feldschwächung ein, die eine Erhöhung der Drehzahl zur Folge hat (Punkt F).
Sinkt die Netzspannung nach dem Parallelschalten des Widerstandes 5 weiter ab, so
muß auch die Drehzahl des Antriebsmotors 1 wieder sinken (bis Punkt G) der Fig. 2.
Durch Einstellung der Erregung des Magneten 10 des Spannungsrelais kann das
Relais derartig beeinflußt werden, daß der Waagebalken seine Gleichgewichtslage annimmt,
auch wenn im Netz 2 nicht die Normalspannung herrscht. Hierdurch sowie durch geeignete Einstellung des Abstandes
der Kontakte 7 und 8 kann die Regelcharakteristik auch so beeinflußt werden, daß bei
ungleichmäßigen Schwankungen der Netzspannung nach oben und unten, wenn zum Beispiel die Spannungserniedrigungen größer
sind als die Spannungserhöhungen, die Regeleinrichtung besonders günstig arbeitet.
Die ausgezogene Regelkurve in Fig. 2 ist für den Fall aufgezeichnet, daß die Regeleinrichtung
bei Spannungserhöhungen von 10 °/0 und Spannungserniedrigungen von 20 °/0 arbeiten
soll. Zu diesem Zweck werden die Abstände der Kontakte des Relais 9 voneinander
ungleich gemacht, und zwar schließen die Kontakte beim Sinken der Spannung schon
bei einem erheblich geringeren Wert als dem beim Ansteigen über den der Gleichgewichtslage
des Waagebalkens 11 auftretenden Spannungswert.
Dabei ist der Regel widerstand 13 im Erregerstromkreis des Spannungsrelais 9
so eingestellt, daß sich der Waagebalken 11 bei einer Spannung, die kleiner ist als die
normale Spannung des Netzes, in seiner Gleichgewichtslage befindet (Punkt A der
Regelkurve). Wie ohne weiteres aus der Figur hervorgeht, können die Drehzahlschwankungen
bei Erhöhung der Spannung erheblich geringer gehalten werden als die Drehzahlschwankungen bei Erniedrigung der
Netzspannung.
Die neue Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl zeichnet sich durch besondere
Einfachheit aus. Es sind lediglich das Spannungsrelais und zwei Widerstände für den Erregerstromkreis der Erregerwick- lung
4 erforderlich. Durch Einstellung des Erregerstromes der Wicklung 4 sowie durch Regelung des Widerstandes in dem Erregerstromkreis
des Magneten 10 des Spannungsrelais 9 und Änderung der Abstände der Kontakte
γ", yb und 8°, 8b kann die Einrichtung
beliebig leicht den Bedürfnissen des Betriebes angepaßt werden.
Claims (2)
1. Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in
einem Netz mit stark schwankender Spannung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehzahlregelung eines Elektromotors ein
gegen Stöße und Schwingungen unempfindliches, ausbalanciertes Spannungsrelais verwendet wird, das mittels einstellbarer
Kontaktpaare einen Reihenwiderstand (6) zur Feldverstärkung des Motors kurzschließt
oder einen Widerstand (5) zur Feldwicklung zwecks Feldschwächung parallel schaltet,
2. Regeleinrichtung nach Anspruch τ für Motoren mit unterteilter Feldwicklung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände (5, 6) den Erregerstrom der Nebenfeldwicklung (4) beeinflussen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99684D DE612196C (de) | 1931-07-09 | 1931-07-09 | Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in einem Netz mit stark schwankender Spannung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99684D DE612196C (de) | 1931-07-09 | 1931-07-09 | Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in einem Netz mit stark schwankender Spannung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE612196C true DE612196C (de) | 1935-04-15 |
Family
ID=7522464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES99684D Expired DE612196C (de) | 1931-07-09 | 1931-07-09 | Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in einem Netz mit stark schwankender Spannung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE612196C (de) |
-
1931
- 1931-07-09 DE DES99684D patent/DE612196C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE612196C (de) | Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren in einem Netz mit stark schwankender Spannung | |
| DE1225282B (de) | Anordnung zur Strom- oder Spannungsregelung von Wechselstromanlagen | |
| DE638658C (de) | Regeleinrichtung zum Konstanthalten der Drehzahl von Gleichstrommotoren mittels Spannungsrelais | |
| DE604911C (de) | Anordnung zum Abschalten eines induktiven Widerstandes in einem Gleichstromkreis | |
| DE676360C (de) | Selbsttaetige Einrichtung zum Ausgleich von Spannungsschwankungen in Netzen mittels Zusatztransformatoren | |
| DE578637C (de) | Einrichtung an selbsterregten Gleichstrom-Nebenschlusserregermaschinen | |
| AT160737B (de) | Steuersystem zur Regelung einer elektrischen Größe. | |
| DE737075C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Scharfabstimmung eines Hochfrequenzgeraetes mittels eines Motors | |
| DE462852C (de) | Einrichtung zum Rueckfuehren der Kontakte von Kontaktrelais elektrischer Regler | |
| DE204598C (de) | ||
| DE507336C (de) | Selbsttaetig wirkender Schnellregler fuer elektrische Maschinen | |
| DE272563C (de) | ||
| DE569124C (de) | Einrichtung zur spannungsabhaengigen Strombegrenzung | |
| AT92240B (de) | Einrichtung an Spannungsschnellreglern. | |
| DE645119C (de) | Elektrisches Kipprelais zum Unwirksammachen der UEberstromausloeseeinrichtung von Motoren mit grossem Anlaufstrom waehrend des Anlaufens des Motors | |
| DE707010C (de) | Elektrische Regeleinrichtung fuer technisch-physikalische Betriebsgroessen | |
| DE550869C (de) | Wechselstromelektromagnet, bei dem im Stromkreis seiner Magnetwicklung eine Drossel eingeschaltet ist | |
| DE767889C (de) | Als Relais wirkende, gleichstromerregte Induktanz, die eine von dem durchfliessenden Wechselstrom bzw. von einem diesem proportionalen Strom ueber Gleichrichter eigenerregte Wicklung und mindestens eine unabhaengige gleichstromerregende Komponente hat | |
| DE600809C (de) | Selbsttaetige elektrische Steuervorrichtung | |
| DE366731C (de) | Einrichtung an Spannungsreglern | |
| DE689178C (de) | Einrichtung an elektrischen Schnellreglern zur Erhoehung der Regelgeschwindigkeit | |
| DE630398C (de) | Selbsttaetige schnell wirkende Einrichtung zum Konstanthalten der Spannung oder des Listungsfaktors in Wechselstromnetzen | |
| DE546838C (de) | Verfahren zur selbsttaetigen Energieregelung fuer radiotelegraphische Empfangsanlagen | |
| AT145451B (de) | Selbsttätige Regeleinrichtung für mehrere parallel arbeitende, spannungsregelnde Lichtmaschinen auf Fahrzeugen. | |
| DE389635C (de) | Elektrischer Vibrationsschnellregler |