DE600809C - Selbsttaetige elektrische Steuervorrichtung - Google Patents
Selbsttaetige elektrische SteuervorrichtungInfo
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- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
!.AUGUST 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 46so
ST4i56VIIIb(2ic
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 12. Juli
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Selbsttätige elektrische Steuervorrichtung
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. April 1926 ab
Die Erfindung bezieht sich auf für technische Betriebe aller Art brauchbare selbsttätige
elektrische Steuervorrichtungen zur periodischen Verstellung von Regelorganen vermittels eines Elektromotors als Regelmotor
in Abhängigkeit von dem Ausschlag eines Zeigermeßgerätes, welches Einrichtungen besitzt, die periodisch den Ausschlag des
sonst die Steuervorrichtung nicht beeinfiussenden Zeigers auf diese zur Wirkung bringen.
Diese Steuervorrichtungen arbeiten normalerweise in verhältnismäßig langsamem Takt, was sowohl durch das Gewicht der bewegten
Teile als auch durch das Bestreben, unnütze Beanspruchungen von Kontaktteilen zu vermeiden, bedingt sein kann. Als Beispiel
sei eine auf elektrischem Wege selbsttätig wirkende Kessel regelung erwähnt, bei
der Luft- und Brennstoffzufuhr nach dem Wechsel der entnommenen Dampf menge sowie
des Dampfdruckes geregelt werden. Eine solche Regelung wird für ihre Tätigkeit entsprechend
der Wärmeträgheit des Kessels eine gewisse Zeit beanspruchen, besonders dann, wenn die Regelung in einem nicht stetigen,
sondern stufenweisen Fortschreiten der Bewegung besteht. Beim Auftreten von Störungen,
wie beispielsweise Rohrbruch oder einer plötzlichen Sperrung der Dampfentnähme,
ist eine langsam arbeitende Regelvorrichtung der Forderung des Augenblickes nicht gewachsen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die erwähnte, an sich bekannte, periodisch
arbeitende selbsttätige elektrische Steuervorrichtung derart auszugestalten, daß
sie gleichzeitig die Störschutzeinrichtung bildet, die bei Rohrbrüchen und Betriebszuständen,
die derartigen Störungen gleichkommen, die Anlage sichert, vorzugsweise die Anlage stillsetzt. Es liegt in der Natur
einer Störschutzeinrichtung, daß sie ein erheblich größeres Arbeitstempo als eine Regeleinrichtung
der sonst in Betracht kommenden Art besitzen muß. Um beide Bedingungen mit der gleichen Einrichtung erfüllen zu können,
sind erfindungsgemäß dem Meßgerät der Steuervorrichtung Mittel zugeordnet, die bei
anormalen, durch Störungen a. dgl. der zu regelnden Anlage veranlaßten, außerhalb des
normalen Zeigerausschlages liegenden Ausschlägen des Meßgerätes eine sprunghafte
Vergrößerung des in einer Regelperiode zurückgelegten Weges gegenüber den normalen
Verstellwegen des Regelmotors herbeiführen.
Es sind zwar Steuervorrichtungen zur normalen Regelung von Anlagen bekannt, bei
welchen die Dauer der periodisch erfolgenden Einschaltung des Regelmotors mit zunehmendem
Ausschlag des Zeigermeßgerätes zu-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Manfred Schleicher in Berlin-Charlottenburg.
nimmt. Jedoch ist diese Zunahme 'eine stetige
und kann in ihrem Maße notwendigerweise nur den Bedürfnissen der normalen Regelung
entsprechen. Das selbst bei starken Ausschlagen sich ergebende Arbeitstempo ist
daher nicht ausreichend, um Störungen der zu regelnden Anlage durch Verstellung des
Regelorgans schnell genug unschädlich zu machen. Die bekannte Steuereinrichtung ίο kann somit nicht gleichzeitig als Störschutzeinrichtung
dienen. Dies ist hingegen be: dem Gegenstand der Erfindung erreicht, und zwar durch die für ihn charakteristische
selbsttätige sprunghafte Steigerung der Größe t5 der Verstellwege des Regelmotors bei Überschreiten
des normalen Ausschlagbereiches des steuernden Meßgerätes.
Die sprunghafte Vergrößerung der Verstellwege des Regelmotors bei Überschreiten
des normalen Regelbereiches kann in verschiedener Weise geschehen. Bei einer stufenweisen
Regelung z. B., bei der das gesteuerte Organ bis zur Erreichung der richtigen Stellung
schrittweise durch Kontaktgabe in der Schaltung eines . Elektromotors vorwärts bewegt wird, kann die Geschwindigkeit der
Arbeit des Motors zunächst dadurch geändert werden, daß der Takt, in dem die einzelnen
Schritte zurückgelegt werden, beim Auftreten anormaler Betriebszustände erheblich
beschleunigt wird. Der vom Motor innerhalb eines Zeitabschnittes zurückgelegte Weg
kann ferner dadurch vergrößert werden, daß für jede einzelne Einschaltung des Motors,
für jeden einzelnen Schritt die Kontaktdauer verlängert wird. Die volle Durchführung des
Gedankens, die Kontaktdauer zu verlängern, führt dazu, aus einer periodischen intermittierenden
Kontaktgabe und Tätigkeit des Motors eine kontinuierliche bewegliche zu machen, d. h. die sonst schrittweise arbeitende
Regelung im Störungsfalle in einem einzigen Schritt in die entsprechende Stellung,
also im Beispiel die Abschaltung der Heizung, gehen zu lassen. Diese Einrichtung
kann so getroffen werden, daß bei Rückkehr eines normalen Betriebszustandes die stetige
Regelung in die gewöhnliche periodische sich zurückverwandelt. Ein weiteres Mittel zur
Beschleunigung der Regelung oder Steuerung besteht darin, daß die Tourenzahl des Steuermotors
erhöht wird, was z. B. durch einen Nebenschlußmotor in bekannter Weise durch Einschalten von Widerstand in den Stromkreis
der Erregung geschieht. Alle diese Mittel können durch die Stellung eines einzigen
Organs, z. B, des Zeigers eines Meßgerätes oder Relais, in Tätigkeit gesetzt werden.
Es ist indessen auch nicht ausgeschlos-So sen, die Tätigkeit ein und desselben Motors
oder verschiedener Motore, z. B. eines zur Regelung der Brennstoffzufuhr und eines zur
Regelung der Luftzufuhr, von verschiedenen Stellen der gesamten Regelvorrichtung aus zu
bewirken. Beispielsweise kann in einer Schaltung, bei der die Bewegungsrichtung des
Steuermotors durch die Stellung eines Relais bestimmt wird, die selbst wieder von den Stellungen
von Meßorganen der die Regelung bestimmenden Größen, z. B. Dampfmenge und Dampfdruck, abhängig ist, für den anormalen
Betrieb die Steuerung des Motors direkt von den bestimmenden Meßgeräten, also dem
Dampfmesser oder Druckmesser aus erfolgen.
Die Abb. 1 zeigt eine Schaltung, bei der das den Motor steuernde Gerät periodisch eingeschaltet
wird. Dieses Gerät ist dabei gemäß der Erfindung einmal mit einer Einrichtung versehen, um bei gewissen Betriebszuständen
mit einer schnelleren Periode zu arbeiten, andererseits aber auch in diesem Falle gleichzeitig
die Drehgeschwindigkeit des Motors zu erhöhen.
Abb. 2 zeigt, dieselbe Schaltung mit einer derartigen Abänderung des die Motortätigkeit
beeinflussenden Meßgerätes, daß bei einem bestimmten Ausschlag die Bewegung des Motors statt sprungweise kontinuierlich
erfolgt.
Die Abb. 3 bis 5 zeigen in schematischer Darstellung eine Einrichtung zu dem gleichen
Zweck, aber mit einer Vorrichtung zur Rückwandlung der kontinuierlichen in eine periodische
Regelbewegung beim Aufhören der Betriebsstörung.
Abb. 6 zeigt das die Motortätigkeit bestimmende Gerät im Diagonalzweig einer
Biückenschaltung, bei der sein Ausschlag durch die Größe der Widerstände in zwei
Brückenseiten bestimmt wird, die ihrerseits von den die Regelung bestimmenden Größen,
z. B. Dampfdruck und Dampfmenge, abhängig sind.
Abb. 7 zeigt die gleiche Schaltung mit der Abänderung, daß an den das Ganze beherrsehenden
Meßgeräten, Dampfmengenmesser und Dampfdruckmesser, Vorrichtungen angebracht sind, die die Motortätigkeit im Falle
anormaler Betriebszustände beeinflussen.
Die Kontaktgabe durch den Zeiger ist der Einfachheit halber so dargestellt, daß der
Zeiger selbst Träger des einen Kontaktes ist. Vorrichtungen zur Steuerung von Hand,
die bei allen Anordnungen neben den selbsttätigen verwendet werden können, sind in den
Abbildungen nicht berücksichtigt.
Die Stellung des Zeigers 1 sei von dem zu regelnden Betriebszustand für eine Dampfkesselregelung,
also z. B. von Menge und Druck des Dampfes, abhängig. Der Zeiger 1
wird durch einen Fallbügel 2 in bekannter Weise periodisch niedergedrückt. Im nor-
malen Betriebe trifft er dabei den Kontakt 3 oder den Kontakt 4. Dadurch wird der
Stromkreis der Relaisspulen 5 oder 6 geschlossen, die von einer Hilfsstromquelle 17
gespeist werden. Diese Spulen wirken in entgegengesetztem Sinne und steuern einen Umschalter
7 für die Erregerwicklung 8 des Motors, der die zu regelnde Größe, in diesem Falle die Zufuhr von Brennstoff und Luft, beeinflußt.
Der Anker 9 des Motors läuft je nach dem Sinne der Felderregung, also je nachdem, ob der Zeiger 1 auf den Kontakt 3
oder 4 tritt, im einen oder anderen Sinne, so daß die Brennstoff- und Luftzufuhr je nach
der Stellung des Zeigers erhöht oder erniedrigt wird. Bei außergewöhnlichen Betriebsverhältnissen,
z. B. bei Rohrbruch oder plötzlicher Sperrung der Dampfentnahme, nimmt der Zeiger 1 eine extreme Stellung
ein, am Anfang oder am Ende der Skala, wie dies punktiert angedeutet ist. In diesen Stellungen
wird der Zeiger von einem zweiten
Fallbügel 10 getroffen und macht Kontakt an den Platten 11 und 12. Während der FaIlbügel
2 in verhältnismäßig langsamem Tempo arbeitet, arbeitet der Fallbügel 10 in schnellem
Tempo, damit der Motor auf eine Betriebsstörung so schnell wie möglich anspricht.
Die Drehrichtung des Motors bei den extremen Zeigerstellungen ist in dem gezeichneten
Ausführungsbeispiel dieselbe wie bei Kontaktgabe an der Platte 3. Die Verbindung
der Kontaktplatten 11 und 12 mit der Relaisspule 5 wird dadurch hergestellt,
daß der Anker eines Relais 13 angezogen wird. Normalerweise sind die Kontaktplatten
11 und 12 mit der Spule 5 aus folgendem Grunde nicht verbunden: durch den Kontakt
an diesen Platten wird noch der Stromkreis einer Relaisspule 14 geschlossen, die ihren
Anker anzieht und dadurch bei 15 einen Kurzschluß für einen Widerstand 16 vor der
Erregerwicklung 8 des Motors aufhebt. Durch die Erregung der Spule 14 wird somit
das Feld des Motors geschwächt und sein Tempo beschleunigt. Würden die Platten 11
und 12 ebenso wie die Platten 3 fest an der Relaisspule 5 liegen, so würde bei jeder Kontaktgabe
an 3 gleichzeitig auch die Spule 14 erregt werden und die Beschleunigung des
Motors stattfinden. Die Wirkung des Fallbügels 10 kann noch dadurch vergrößert werden,
daß man die Kontaktdauer möglichst lang wählt, so lang, daß zwischen zwei Kontaktgaben
nur die zu einer etwaigen Neueinstellung des Zeigers nötige Zeit bleibt.
Die konsequente Durchführung des Gedankens, die Kontaktdauer möglichst zu vergrößern,
führt dazu, aus der unstetigen periodischen Kontaktgabe eine stetige zu machen.
Damit verzichtet man freilich zunächst auf die Möglichkeit, daß bei einer nur vorübergehenden
Störung die anormale Regelung wieder aufhört. Abb. 2 zeigt eine Schaltung, bei der beim Auftreten einer Störung, d. h.
beim Überschreiten oder Unterschreiten eines gewissen Ausschlagbereiches, der Motor die
anormale Regelung bis zu Ende durchführt. Trifft der Zeiger 1 die Kontaktplatte 1 r oder
12 am Anfang oder Ende der Skala, so wird der Stromkreis der Spule 18 eines Relais geschlossen,
das mit einer Haltewicklung 19 versehen ist. Durch das Anheben des Ankers
20 des Relais wird die Wicklung 19 eingeschaltet und hält nun den Anker fest; damit
bleibt der Stromkreis der Spule 5 dauernd geschlossen, und der Motor arbeitet in demselben
Sinne bis zur Endstellung der Regelung weiter. Die Abschaltung des Motors in der Endstellung ist nicht mitgezeichnet.
Natürlich kann auch bei dieser Schaltung eine Beschleunigung des Motors vorgesehen werden.
Durch Öffnen des Schalters 21 kann der normale Zustand der Schältung wiederhergestellt
werden.
Die Öffnung des Schalters 21 in Abb. 2 könnte auch durch Kontaktgabe des Zeigers 1
an den Kontakten 3 und 4 erfolgen. Die Abb. 3 und 4 zeigen eine andere Einrichtung,
bei der in dem Augenblick, wo die Betriebsstörung aufhört, die stetige Regelung sich in
die normale periodische zurückverwandelt. Das Fallbügelgerät besitzt zwei Zeiger, von
denen der eine fest auf der Achse des beweglichen Systems sitzt, während der andere Zeiger
durch eine schwache Feder mit dieser Achse so verbunden ist, daß er bei spannungsloser
Feder denselben Ausschlag hat wie der starr verbundene Zeiger.
Abb. 3 zeigt die Anordnung in schematischer Darstellung in einem Schnitt · durch
die Achse. Das bewegliche System ist durch einen Rahmen 40 dargestellt. Auf der Achse
41 sitzt einerseits starr ein Zeiger 42, der einen Kontakt 43 trägt, andererseits sitzt,
durch eine Feder mit der Achse verbunden, an dieser ein Zeiger 44, auf den ein Fallbügel
45 wirkt. Unter dem elastisch verbundenen Zeiger sind zwei Kontaktplatten 3 und 4 angeordnet. Die Abb. 4 zeigt die An-Ordnung
in Richtung der Zeigerachse gesehen. Die Kontaktplatten 3 und 4 sind derartig ausgebildet, daß der elastisch verbundene
Zeiger 44 über ihre äußeren Kanten nicht hinausschwingen kann, weil sie mit Endanschlägen 46, 47 für diesen Zeiger versehen
sind. Beim Auftreten anormaler Betriebszustände wird der elastisch verbundene Zeiger an einem der Anschläge, z. B. 46, sich
anlegen, während der starr mit der Achse verbundene Zeiger 42 weitergeht und mit
seiner Kontaktplatte 43 auf einen fest ange-
brachten Gegenkontakt 48 trifft. Durch diese Kontaktgebung, die in gleicher Weise beim
Ausschlag nach der anderen Seite an einem Kontakt 49 erfolgen kann, wird ein Stromkreis
geschlossen, der den Fallbügel 45 dauernd niederhält, beispielsweise durch Erregung
einer den als Anker wirkenden Fallbügel anziehenden Magnetspule 50, die einerseits mit der Stromquelle 57, anderer-
>° seits mit den beiden Kontakten 48 und 49 verbunden ist. Sobald die Störung aufhört,
kehrt der Zeiger 42 in den mittleren Ausschlagbereich zurück, der Schluß zwischen
den Kontakten 43 und 48 hört auf, und der Fallbügel arbeitet wieder wie gewöhnlich.
Derselbe Erfolg läßt sich auch ohne Zuhilfenahme eines elektrischen Stromkreises
erzielen, indem man durch den Zeiger 42 bei Überschreitung des den Kontaktplatten zugehörigen
Ausschlages die Bewegung des Fallbügels hemmen läßt. Beispielsweise kann der Fallbügel die in Abb. 5 in Vorderansicht
schematisch dargestellte Form haben. Er ist an beiden Seiten außerhalb des Bereiches der
Kontaktplatten 3, 4 mit Erhöhungen 52 versehen, die beim Anheben des Fallbügels 45
sich festen Anschlägen 53 nähern. Der Zeiger 42 ist in dieser Anordnung der obere Zeiger,
Er bewegt sich in der Höhe unmittelbar unterhalb der Anschläge 53. Befindet er sich nun in der punktiert gezeichneten Grenzstellung
54 außerhalb des Bereiches der Kontaktplatte 3, 4, so hemmt er das Anheben des Fallbügels. Damit bei der geringen Bewegung,
die der Fallbügel in seinem Bestreben, aufwärts zu gehen, macht, der bei 3 oder 4
entstandene Kontakt zwischen dem Zeiger 44 und der einen Kontaktplatte nicht unterbrochen
wird, müssen die Kontaktplatten in geringen Grenzen federnd angeordnet sein, so daß sie dieser kleinen Bewegung des Fallbügels
nachfolgen. Befindet sich der Zeiger 44 in dem Bereich der Kontaktplatten, so kann sich der Fallbügel 45 weiter heben, als
ihm die Platten 3, 4 folgen, und der Kontakt zwischen dem Zeiger 44 und der Kontaktplatte
wird unterbrochen. Hat der Zeiger 42 das Bestreben, die punktiert gezeichnete Stellung
54 zu verlassen und in eine normale mittlere Stellung zurückzukehren, so wird er
diesem Bestreben beim ersten Niedergang des Fallbügels Folge leisten können, da hierbei ein kleiner Spielraum zwischen dem
Zeiger und dem Fallbügelansatz 52 einerseits sowie dem Anschlag 53 andererseits geschaffen
wird, wenn derselbe wegen der beschränkten Beweglichkeit des Fallbügels auch gering ist.
Abb. 6 zeigt ein Beispiel einer Gesamtschaltung, in der die Schaltung nach Abb. 2
verwendet ist. Zwischen die Pole einer Hilfsstromquelle, die durch die Leitungen 17', 17"
gebildet werden, ist, wie bereits vorgeschlagen, eine Wheatstonesche Brücke gelegt, von
der zwei Seiten 22 und 23 durch Kontakte 24 und 25 geregelt werden, deren Stellung von
den für die Regelung maßgebenden Größen, z. B. bei einer Feuerungsregelung 'Dampfmenge
und Dampfdruck, abhängig sind. Die anderen beiden Brückenseiten bilden einen fortlaufenden Widerstand 26, an dem ein
Kontakt 27 schleift. Dieser wird durch Drehung einer Schraubenspindel 28, die von dem
Anker 9 des Steuermotors angetrieben wird, bewegt. In den Diagonalzweig 29 der Brücke
ist ein Fallbügelgerät 30 eingeschaltet, das über eine Kontaktvorrichtung, wie in Abb. 2
dargestellt, den Lauf des Ankers des Steuermotors beeinflußt.
In Abb. 7 ist dieselbe Brückenschaltung verwendet wie in Abb. 6, doch ist der anormale
Antrieb des Steuermotors in diesem Falle nicht mittels eines dritten und vierten
Kontaktes 11, 12 bewirkt. Das Fallbügelgerät
31 besitzt in dieser Schaltung nur die beiden Kontakte 3 und 4 für die Steuerung im
normalen Betriebe, die periodisch arbeiten. Eine dauernde Einschaltung des Steuermotors,
wie sie in Abb. 2 durch die Kontakte 11 und 12 bewirkt wurde, geschieht in der
Schaltung nach Abb. 7 durch Kontakte 32, 33, 34, die durch die Zeiger 24 oder 25 geschlossen
werden, sobald Dampfmenge oder Dampfdruck anormale Werte annehmen. Die Schließung
eines dieser Kontakte bewirkt die dauernde Einschaltung der Relaisspule 5 oder 6.
Es können auch sowohl Kontakte 11, 12 für
normale Steuerung vorgesehen sein als auch noch weitere Kontakte 32 usw. für einen
anderen Teil der Schaltung. Beispielsweise könnte auch der Empfängerkontakt 27, sobald
er sich der einen Endstellung nähert, selbsttätig die Geschwindigkeit des Steuermotors
beeinflussen.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige elektrische Steuervor- · richtung zur periodischen Verstellung von Regelorganen vermittels eines Elektromotors als Regelmotor in Abhängigkeit von dem. Ausschlag eines Zeigermeßgerätes, welches Einrichtungen besitzt, die periodisch den Ausschlag des sonst die Steuervorrichtung nicht beeinflussenden Zeigers auf diese zur Wirkung bringen, gekennzeichnet durch von dem Ausschlag des Meßgerätes abhängige Mittel, die bei anormalen, durch Störungen u. dgl. der zu regelnden Anlage veranlaßten, außerhalb des normalen Zeigerausschlages liegenden Ausschlägen des Meßgerätes eine sprunghafte Vergrößerung des in einerRegelperiode zurückgelegten Weges gegenüber den normalen Verstellwegen des Regelmotors herbeiführen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Häufigkeit der periodischen Bewegungen des Regelorgans von der' Stellung des Meßgerätes abhängig ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer der Bewegung des Regelorgans während einer Periode von der Stellung des Meßgerätes abhängig ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbereich des Meßgerätes in Teile unterteilt ist, die der Ruhelage näher liegen, und in solche, die weiter von ihr entfernt sind, und daß das Meßgerät eine periodische Bewegung der Regelorgane veranlaßt, wenn sein Zeiger über dem ersteren Teile steht, dagegen eine stetige Bewegung veranlaßt, wenn der Zeiger über dem letzteren Teile steht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät die stetige Bewegung der Regelorgane in eine periodische zurückverwandelt, wenn sein Zeiger in diejenigen Teile des Meßbereiches zurückkehrt, die der Ruhelage näher liegen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät bei größeren Ausschlägen den die periodische Einschaltung der Hilfskraft bewirkenden Teil festhält und bei Rückgang zu kleineren Ausschlägen wieder losläßt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Geschwindigkeit der Regelbewegung beeinflussende Meßgerät als Galvanometer ausgebildet ist und im Diagonalzweig einer Wheatstoneschen Brücke liegt, deren Widerstandszweige von einem oder mehreren Meßgeräten (24, 25) beeinflußt werden (Abb. 6).
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das im Diagonalzweig liegende Galvanometer (31) die Bewegungen geringerer Geschwindigkeit einschaltet, während die Meßgeräte (24, 25), welche auf die Brückenzweige einwirken, die Bewegungen größerer Geschwindigkeiten veranlassen (Abb. 7).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES74156D DE600809C (de) | 1926-04-15 | 1926-04-15 | Selbsttaetige elektrische Steuervorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES74156D DE600809C (de) | 1926-04-15 | 1926-04-15 | Selbsttaetige elektrische Steuervorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600809C true DE600809C (de) | 1934-08-01 |
Family
ID=7504455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES74156D Expired DE600809C (de) | 1926-04-15 | 1926-04-15 | Selbsttaetige elektrische Steuervorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600809C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1205719B (de) * | 1960-11-04 | 1965-11-25 | Hesser Ag Maschf | Verfahren und Einrichtung zum selbsttaetigen Nachstellen der Abmessvorrichtungen vonAbmessmaschinen fuer fliessfaehige Schuettgueter |
-
1926
- 1926-04-15 DE DES74156D patent/DE600809C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1205719B (de) * | 1960-11-04 | 1965-11-25 | Hesser Ag Maschf | Verfahren und Einrichtung zum selbsttaetigen Nachstellen der Abmessvorrichtungen vonAbmessmaschinen fuer fliessfaehige Schuettgueter |
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