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Vorrichtung zum Auswählen von abzudruckenden Druckplatten mittels
einer Vorlagekarte bei Adressendruckmaschinen Es ist bereits vorgeschlagen worden,
eine Vorrichtung zum Wählen von abzudruckenden Druckplatten bei Adressendruckmaschinen
so auszubilden, daß nicht mehr die Adreßdruckplatten selbst mittels der an ihnen
vorgesehenen Merkmale die Einstellung der Adressendruckmaschine auf Druck oder Nichtdruck
beeinflussen, sondern die Auswahl der abzudruckenden Druckplatten., die selbst keinerlei
Merkmale mehr besitzen, in Abhängigkeit von der Reihenfolge ihres Durchganges durch
die Adressendruckmaschine erfolgt, und zwar mittels einer eine Anzahl aufeinanderfolgender
Steuerlöcher aufweisenden Vorlagekarte und eines die Abdruckeinrichtung der Adressendruckmaschine
steuernden Abtastorganes, wobei die Vorlagekarte eine in der Aufeinanderfolgerichtung
der Steuerstellen verlaufende schrittweise Bewegung ausführt.
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Von dieser bekannten Einrichtung unterscheidet sich eine Auswählvorrichtung
nach der Erfindung dadurch, daß entweder die Vorlagekarte gegenüber dein Abtastorgan
oder dieses gegenüber der Vorlagekarte außer der Bewegung in der einen Richtung
noch eine Bewegung in der Querrichtung zu der ersten Bewegung ausführen, oder daß
die Vorlagekarte in der einen Richtung und das Abtastorgan in der Querrichtung hierzu
bewegt werden. Durch diese Ausbildung der Auswählvorrichtung entsprechend der Erfindung
wird die ganze Oberfläche der Vorlagekarte zur Anbringung von Steuerlöchern ausnutzbar,
so daß die Anzahl der Abtaststellen erheblich vergrößert werden kann, was zur Folge
hat, daß das Auswechseln der Vorlagekarte viel seltener zu erfolgen braucht und
die Maschine ohne Unterbrechung längere Zeit arbeiten kann.
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Die Auswahl der abzudruckenden Druckplatten mittels der Vorlagekarte,
des Vorlagebändes o. dgl. kann entweder auf mechanischem oder elektromagnetischem
Wege erfolgen, indem die Auswählvorrichtung für die abzudruckenden Druckplatten
in Abhängigkeit von ihrer Reihenfolge bei einer Maschine mit mechanisch oder mit
elektromagnetisch gesteuerter Abdruckeinrichtung angewendet wird.
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Eine Auswählvorrichtung nach der Erfindung kann im einzelnen so ausgebildet
sein, daß z. B. die Vorlagelochkarte auf einer ortsfesten Unterlage liegt und der
Kontakt der Abtastvorrichtung in einem bestimmten schlangenförmigen Wege von dem
Getriebe der Adressendruckmaschine aus über die Vorlagekarte hinweggeführt wird.
Der Abtastkontakt kann aber auch stillstehen und die ebene Vorlagekarte mit ihrer
Unterlage zeilenweise unter dem Gegenkontakt zunächst in der einen Richtung und
dann in einer senkrecht zu der ersten Bewegung stehenden Richtung hinweggeführt
werden.
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Die leitende Unterlage für die mit nebeneinander liegenden Lochreihen
versehene Vorlagekarte kann auch von einer drehbaren Trommel gebildet werden, die
von dem. Ge- .
triebe der Adressendruckmaschine aus schrittweise
gedreht wird und mit einem Schleifkontakt zusammenarbeitet, der nach jeder vollen
Umdrehung der Trommel um einen Lochreihenabstand in Achsenrichtung der Trommel verschoben
wird.
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Der von dem Elektromagneten der Auswahlvorrichtung gesteuerte Schalter
wird zweckmäßig als Doppelschalter ausgebildet, der sowohl als Ruhestrornschalter
wie als Schließungsstromschalter arbeitet. Je nachdem, mit welchem Kontakt dieses
Doppelschalters der Steuermagnet der Überspringvorrichtung der Adressendruckmaschine
verbunden wird, erfolgt dann ein Abdruck der an die Abdruckstelle gelangenden Druckplatte,
wenn bei der Bewegung der Vorlagekarte gegenüber ihrem Schleifkontakt ein oder kein
Stromschluß stattfindet.
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Eine entsprechend der Erfindung ausgebildete Auswahlvorrichtung mit
schrittweise vorwärts bewegter Vorlagekarte :o. dgl. läßt sich auch bei Adressendruckmaschinen
mit einer durch Merkzeichen an den Druckplatten selbst gesteuerten Auswahlvorrichtung
anbringen, und die beiden Auswahleinrichtungen lassen sich hierbei derart kombinieren,
daß sie entwedei# unabhängig voneinander oder in Abhängigkeit voneinander die Abdruckeinrichtung
steuern.
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Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform einer Adressendruckmaschine
mit der neuen Auswählvorrichtung für die abzudruckenden Druckplatten veranschaulicht;
es stellen dar: Fig. i schaubildlich eine Ansicht der Adressendruckmaschine mit
der Auswählvorrichtung, Fig.2 eine Vorderansicht der Auswählvorrichtung, Fig. 3
eine Seitenansicht der Auswählvorrichtung in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2,
Fig. q. eine Draufsicht auf die Auswählvorrichtung, Fig.5 eine Teilansicht entsprechend
der Fig. 3 bei einer anderen Stellung der Teile der Auswählvorrichtung, Fig. 6 einen
Teilschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 2, Fig. 7, 8 und g Einzelheiten der Verbindungsvorrichtung
zwischen der Auswählv orrichtung und dem Getriebe der Adressendruckmaschine, Fig.
io bis 13 verschiedene Schaltschemas und Fig. 1q. eine Ansicht eines Teiles einer
Vorlagekarte, Auf einem Gestell i ist eine Tischplatte 2 befestigt, auf der die
Druckplatten aus einem Vorratsbehälter 3 in ihrer Längsrichtung hintereinander durch
eine Gleitbahn 4 mittels eines Gleitschiebers 5 hindurchgeschoben werden, dessen
Antrieb durch ein Antriebsgestänge 6, 7 erfolgt. - Die Druckplatten 8 gelangen schrittweise
an die Abdruckstelle g, an der ihr Abdruck mittels eines von einem Druckarm io getragenen
Druckkissens ii erfolgt. Der Druckarm io ist auf- und abwärts schwenkbar in dem
Gestell der; Maschine gelagert und ist in bekannter Weise mit einer Einrichtung
zum Einstellen des Druckkissens i i in die Abdrucklage oder in die Nichtabdrucklage
versehen; bei der Abdrucklage des Druckkissens i i gegenüber dem Druckarmkopf
13 erfolgt dann der Abdruck der an derAbdruckstelleg befindlichenDruckplatte8.
Das Einstellen des Druckkissens i i beim Abwärtsgange des Druckarmes io in die aus
dem Druckarmkopf 13 herausgeschobene Lage erfolgt in bekannter Weise mittels eines
Elektromagneten 1q., der, wenn er erregt wird, eine Klappe 15 anzieht und
diese in den Weg eines Steuerhebels i6 bringt.
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Die Erregung des Steuermagneten 14 der Überspringeinrichtung erfolgt
jeweils dann, wenn die abzudruckende Druckplatte 8 aus der Lage g' vor der Abdruckstelle
g in die Abdruckstellung vorgeht.. In dem Stromkreis des Steuerelektromagneten 1q.
liegt noch ein Schalter 17, der, wenn der Druckarm io seine obere Lage (Fig.7) einnimmt,
geöffnet ist und auch dann geöffnet ist, wenn der Druckarm i o seine tiefste Stellung
@einuiZnmt (Fig. 8).
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Die dargestellte Adressendruckmaschine kann noch in bekannter Weise
mit einer Mehrfachabdruckeinrichtung für die an die Abdruckstelle gelangenden Adreßdruckplatten
versehen sein. Eine Klappe 18 ist, wenn ein mehrfacher Abdruck der an die Abdruckstelle
g gelangten Druckplatte erfolgen soll, in den Weg des Armes 7 des Antriebsgestänges-
für den Gleitschieber 5 hineingeschwenkt und verhindert eine Rückwärtsbewegung des
Gleitschiebers 5 in Richtung des Pfeiles ig beim Aufwärtsgange des Druckarmes io.
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Die zur Auswahl der abzudruckenden Druckplatten in Abhängigkeit von
der Reihenfolge ihres Durchganges durch die Adressendruckmaschine dienende Vorrichtung
ist mit A bezeichnet (Fig. i) und besteht aus einer in einem Gestell 2o drehbar
gelagerten Trommel 2- 1. Die Vorrichtung A wird auf den Tische der Adressendruckmaschine
aufgesetzt und wird abnehmbar an diesem befestigt. Die aus leitfähigem Metall bestehende
Umfangsfläche 2i' der Trommel 2 1 steht mittels der Ringfläche 23 an ihrer einen*
Stirnseite in leitender Verbindung mit einem bei der Drehung der Trommel über diese
Ringfläche 23 gleitenden Schleifkontakt 22, an den das Stromzuführungskabel 24 angeschlossen
ist.
Auf ihrer anderen Stirnseite ist die Trommel 2i mit einem Sperrzahnkranz
25 versehen, in den die beiden Klinken 26 und 27 eingreifen, die an einem um einen
Zapfen 28 in dem Gestell 2,o drehbaren Hebel 29 gelenkig befestigt sind. Eine zwischen
dem einen Ende des Hebels 29 und einem Teil 2o' des festen Gestells gespannte Feder
30 sucht, wenn die Feder 30 gespannt ist (Fig. 3), den Hebel 29 aus
der ausgezogen gezeichneten Lage in die strichpunktiert eingezeichnete Lage zu verschwenken,
bei der durch die Klinken 26, 27 ein Verdrehen der Trommel 21 in Richtung des Pfeiles
31 um ein bestimmtes Maß erfolgt.
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Aus der Oberfläche 2i' der Trommel 2i steht eine Anzahl kleiner Stifte
32 hervor, die in einer im wesentlichen parallel zur Drehachse der Trommel 21 liegenden
Linie angeordnet sind. Die Stifte 32 dienen zum Befestigen einer um die Trommeloberfläche
herumzulegenden Vorlagekarte 33 (Fig. 14). Diese Vorlagekarte ist mit einer Anzahl
von in ihrer Längsrichtung sich erstreckenden Reihen von Steuerstellen versehen,
die durch Löcher 34 gebildet werden. Es ist angenommen, daß die Vorlagekarte 33
in jeder sich in ihrer Längsrichtung erstreckenden Lochreihe mit ioo Löchern 34
versehen sein kann, so daß jede Lochreihe die Steuerstellen für ioo Druckplatten
enthält. Jede Vorlagekarte enthält zweckmäßig 2o bis 3o Lochreihen nebeneinander,
also insgesamt 2ooo bis 3000 Steuerstellen. Die Oberfläche der Vorlagekarte kann
entweder mit Linien (Fig. 14) versehen oder auch vollkommen unbedruckt sein.
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Die beiden Enden 33' der Vorlagekarte 33 sind mit je einer Reihe Befestigungslöcher
32' versehen, die nach dem Übereinanderlegen der beiden Kartenenden 33' einander
decken und den Stiften 32 der Trommeloberfläche entsprechen, so daß durch Hinüberstecken
der beiden Enden 33' der Vorlagekarte 33 über die Stifte 3a die Vorlagekarte 33
um die Trommeloberfläche 2i' gespannt wird. Zum Festlegen der Vorlagekarte an der
Oberfläche der Trommel dient eine Leiste 35 von dreieckförmigem Querschnitt (Fig.
5 und 6), die mit den Stiften 32 entsprechenden Löchern versehen ist; zum Festlegen
der Leiste 35 an der Trommel dienen zwei an den Stirnwänden der Trommel angelenkte
Befestigungsfinger 36-, die die Leiste 35 gegen die Trommeloberfläche andrücken.
Nach einem Umklappen der Klemmfinger 36 in Richtung des Pfeiles 37 kann die Leiste
35 von der Trommeloberfläche abgenommen und die um die Trommeloberfläche gespannte
Vorlagekarte 33 gegen eine neue Vorlagekarte ausgetauscht werden.
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Längs der Oberfläche der Vorlagekarte 33 gleitet ein Schleifkontakt
38, der an einem Arm 38' aus Isoliermaterial befestigt ist. Der Arm 38' ist an einer
Gabel oder einem Schaltschloß 39 befestigt, die mit zwei Lagern 4o auf einer Stange
41 sitzt, die sich vor der Trommel zwischen den beiden Seitenwangen des Gestells
2o erstreckt. Die Gabel 39 ist in Richtung der Stange 41 verschiebbar und trägt
mit zwei abwärts reichenden -Ansätzen 39' (Fig. 2 und 3) eine Achse 42 für eine
Platte 43, die um diese Achse 42 drehbar und in ihrem oberen Teile ausgespart ist
(Fig. 2).
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An einer abwärts reichenden Verlängerung 44 dieser Platte 43 greift
mittels eines Bolzens 45 der untere Arm 46 eines Doppelhebels 46, 47 an, der um
einen Zapfen 48 in dem Isolierstück 38 drehbar gelagert ist, und dessen oberes Ende
49 fingerartig ausgebildet ist und in der Nähe des Endes des Schleifkontaktes 38
liegt. An der Platte 43 sind zwei Sperrklinken 50 und 51 befestigt (Fig.
2), die wie bei einem Schreibmaschinenschloß mit einer Sperrzahnscheibe 52 zusammenarbeiten,
die auf einer quer zur Stange 41 stehenden Achse 53 sitzt, die an der Gabel 39 befestigt
ist. Auf derselben Achse 53 sitzt hinter dem Sperrzahnrad 52 ein Zahnrad 54, das
mit einer Zahnstange 56 kämmt, die sich ebenfalls zwischen den Seitenwangen des
Gestells 2o vor der Trommel 21 erstreckt. An der Unterseite der Zahnstange 56 ist
auf einer Isolierschicht 57 eine Schiene 58 aus leitfähigem Material befestigt.
Längs der Schiene 58 gleitet bei der Verschiebung der Gabel 39 auf der Stange 41
das untere federnde Ende 37' des Schleifkontaktes 38 entlang, so daß der Strom von
dem Schleifkontakt 38 zu dieser Schiene 58 weitergeleitet wird. An der Gabel 39
ist eine Schnur oder ein Band 59 befestigt, das zu einer unter Federwirkung stehenden
Trommel 6o führt, die dauernd das Bestreben hat, die Schnur oder das Band 59 aufzuwickeln
und die Gabel 39 mit allen von ihr getragenen Teilen in Richtung des Pfeiles
61 zu verschieben. Ein Verschieben wird so lange gehindert, als der Zahn 5 i (Fig.
2) in das Sperrzahnrad 52 eingreift, d. h. solange der Umschalthebel 47 mit seinem
fingerförmigen Ende 49 längs der Oberfläche der Vorlagekarte 33 entlang gleitet.
Sobald jedoch bei der Drehung der Trommelei der Hebel 47 gegen die vorspringende
Leiste 35 trifft (Fig. 5), wird er bei der Weiterdrehung der Trommel verschwenkt,
so daß der Zahn 51 aus dem Sperrzahnrad 52 hinausgeschwenkt wird, während gleichzeitig
der Zahn 5o (Fig. 2 und 3) in das Sperrzahnrad 52 eingeschwenkt wird, so daß dieses
sich unter dem durch das Band 59 auf die gesamte Vorrichtung ausgeübten Zug zunächst
nur um einen halben Zahn drehen kann, worauf nach dem Hinübergange des Hebels
47
über die Leiste 35 dieser in die Stellung nach Fig. 3 zurückfällt und hierbei der
Zahn So ausgeschwenkt und der Zahn 51 in das Sperrzahnrad 52 wieder eingeschwenkt
wird. Dies hat zur Folge, daß sich das Sperrzahnrad nunmehr insgesamt um einen ganzen
Zahn «=eitergedreht hat, was einerVerschiebung der gesamten Schaltvorrichtung längs
der Zahnstange 56 in Richtung des Pfeiles 61 um eine gewisse Größe entspricht.
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Das Maß dieser Verschiebung ist so eingestellt, daß es dem Abstand
zweier Lochreihen 34 auf der Vorlagekarte 33 entspricht. Es findet demnach bei jedem
Auftreffen des Hebels 47 auf die Leiste 35 ein Verschieben der Schaltvorrichtung
mit dem Schleifkontakt 38 um einen Lochreihenabstand statt.
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Die Schiene 58 aus leitfähigem Material steht z. B. mittels eines
Kabels 62 in leitender Verbindung mit dem einen Pol eines Elektromagneten 63, dessen
anderer Pol durch eine Leitung 64 mit dem einen Kontakt des Schalters 17 verbunden
ist (Fig. to). Bei einem Schließen des Stromkreises, in dem der Elektromagnet 63
liegt, durch den Schalter 17 und durch eine Berührung der leitenden Oberfläche 2i'
der Trommel 21 durch den Schleifkontakt 38 durch ein Loch der Vorlagekarte 33 hindurch
wird der Elektromagnet 63 erregt und zieht eine Klappe 65 an, die einen Doppelschalter
.steuert. Dieser Doppelschalter besteht aus einer Kontaktfeder 66, die bei nicht
angezogener Klappe 65 in Berührung mit einer Kontaktfeder 67 liegt, während auf
der anderen Seite der Kontaktfeder 66 eine zweite Kontaktfeder 68 liegt, mit der
die Kontaktfeder 66 in Berührung kommt, sobald sie bei Erregung des Elektromagneten
63 durch die Klappe 65 von der Kontaktfeder 67 fortgedrückt und auf die Kontaktfeder
68 zu gedrückt wird. Die Kontaktfeder 66 ist an den einen Pol der Stromquelle angeschlossen,
während die Kontaktfedern 67 und 68 mit den Hülsen zweier Stöpselkontakte 69,
70 in Verbindung stehen, von denen jeweils ein Kontakt, also entweder der
Kontakt 69 oder der Kontakt -o, durch eine Leitung 71 an einen Stromkreis anzuschließen
ist, in dem der Steuermagnet 14 der f_Tberspringvorrichtung liegt (Fig. to).
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Zur Spannung der Feder 30 in die in Fig. 3 gezeichnete Strecklage
dient ein Bowdenzug 72, der an den einen Arm des Doppelhebels 29 angreift (Fig.3).
Das andere Ende des Bowdenzuges ist zu einem Handhebel 73 geführt, der um einten
Zäpfen 74 in einem auf dem Tisch der Adressendruckmaschine befestigten Kons0175
drehbar gelagert ist. An diesen Handhebel 73 greift eine aus zwei gegeneinander
einstellbaren Teilen 76', 76" bestehende Stange 76 an, die einen Längsschlitz besitzt,
mit dem sie über einen am Druckarm to befestigten Zapfen 77 hinübergreift. Eine
an der Stange 76 artgelenkte hakenförmige Klinke 78 kann aus der in Fig. 9 gezeichneten
Freigabelage, bei der bei einer Verschwenkung des Druckarmes to keine Mitnahme der
Stange 76 erfolgt, in die in Fig. 7 und 8 gezeichnete Verriegelungslage um den Zapfen
77 herumgelegt werden, so daß der Druckarm i o mit dem Handhebel 73 und somit
auch mit dem Bowdenzug 72 verbunden ist.
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Bei jedem Aufwärtsbewegen des Druckarmes to erfolgt dann ein Anziehen
des Bowdenzuges 72 und somit ein Spannen der Feder 30, während bei jedem Abwärtsgange
des Druckarmes to der Bowdenzug wieder freigegeben wird, so daß die Feder 30 -die
Möglichkeit erhält, die Trommel 21 um ein bestimmtes Maß in Richtung des Pfeiles
31 weiterzudrehen.
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Nach Lösen der Verbindung zwischen dein Druckarm to und der Verbindungsstange
76 kann die Trommel 2i auch noch zwecks Einstellung ihrer Anfangslage mittels des
Hebels 73 von Hand schrittweise weitergedreht werden, indem sich hierbei die Stange
76 längs des Zapfens 77 am Druckarm to hin und her verschiebt. Andererseits läßt
sich die Trommel 21 auch ohne Betätigung des Bowdenzuges 72 unmittelbar von Hand
in jede gewünschte Anfangsdrehlage verdrehen.
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Anstatt die schrittweise Drehung der Trommel 21 in Richtung des Pfeiles
31 von dem Druckarm abzuleiten, kann diese Bewegung, wie dies in Fig. i strichpunktiert
eingezeichnet ist, auch von dem Druckplattengleitschieber bzw. dem Gestänge des
Gleitschiebers abgeleitet werden. Dies ist zweckmäßig, wenn es sich um eine Adressendruckmaschine
finit Mehrfachabdrucker handelt; in diesem Falle muß die Trommel stets nur dann
um einen Schritt weitergedreht werden, wenn eine neue Druckplatte an die Abdruckstelle
g gelangt.
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Bei der in Fig. i strichpunktiert angedeuteten derartigen Ausführungsform
ist das Kabel 72 zu dem Hebel 7 des Antriebsgestänges für den Gleitschieber 5 geführt,
so daß also bei jedem Vorgange des Gleitschiebers 5, der stets mit einem Aufwärtsgange
des Druckarmes to zusammenfällt, eine Anspannung der Feder 3o durch den Bowdenzug
7a erfolgt.
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Das einfachste Schaltschema für eine Einrichtung nach der Erfindung
zeigt Fig. to. Die Arbeits- und Wirkungsweise einer Wählvorrichtung entsprechend
der Erfindung ist folgende, wobei zunächst angenommen sei, daß der Stöpselkontakt
69 an das Kabel 71 angeschlossen ist (Fig. to). Dies ist gleichbedeutend damit,
daß bei jedem Stromschluß
durch die Trommel a1, 21' und den Schleifkontakt
38 die Kontaktfedern 66 und 68 des Doppelschalters miteinander in Berührung kommen
und hierdurch der Stromkreis, in dem der Steuerelektromagnet i4 liegt, Strom erhält,
sobald der Schalter 17 ebenfalls geschlossen wird. Es werden demnach alle die Platten
abgedruckt, die einem Loch in der Vorlagekarte 33 entsprechen.
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Bei Beginn der Arbeit wird, wenn die in Fig. 2 mit i bezeichnete Stelle
der Karte 33 die erste Steuerstelle sein soll und die Adressendruckmaschine eine
solche ist, bei der zwecks Erzielung eines Abdruckes der in die'Abdruckstellung
gelangenden Druckplatte der Steuerelektromagnet 14 erregt werden muß, und wenn die
betreffende Druckplatte aus der Stellung g' vor der Abdruckstelle sich in die Abdruckstelle
9 bewegt, das Schaltschloß 39 möglichst weit nach links verschoben, und die Trommel
2 1 wird meine derartige Drehlage eingestellt, daß der Schleifkontakt 38 auf der
mit x in Fig.2 bezeichneten Stelle auf der Leiste 35 zu liegen kommt. Bei dem ersten
Abwärtsgange des Druckarmes aus seiner oberen Anfangslage erfolgt dann kein Vorgang
der Druckplatte 8 aus der Stellung g' in die Stellung 9, dagegen eine Bewegung der
Trommel 2i in Richtung des Pfeiles 31 um einen Schritt. Dies hat zur Folge, daß
der Hilfshebel 47 über die Leiste 35 hinweggeht und infolgedessen sich das Schaltschloß
um einen Lochreihenabstand nach rechts, also so weit bewegt, daß die Kontaktfeder
38 oberhalb der ersten Lochreihe 34 zu stehen kommt. Die Bewegung der Steuertrommel
21 ist beendet, wenn die Kontaktfeder 38 genau auf der Steuerstelle i liegt. Wenn
diese Steuerstelle gelocht ist, wie in Fig.2 angenommen, so wird der Stromkreis,
in dem der Elektromagnet 63 liegt, geschlossen, die Klappe 65 angezogen und der
Schalter 66, 68 geschlossen.
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Die Trommel bleibt in der erreichten Lage bis zum nächsten Abwärtsgange
des Druckarmes liegen, so daß, wenn nunmehr beim nächsten Aufwärtsgange des Druckarmes
io der Schalter 17 geschlossen wird, der Steuerelektromagnet 14 Strom erhält, indem
die beiden Schalter 17 und 66, 68 geschlossen sind, und dies hat in bekannter, oben
angegebener Weise zur Folge, daß die an die Abdruckstelle 9 vorgehende Druckplatte
8 entsprechend dem Loch an der Stelle i der Lochkarte abgedruckt wird.
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Bei Beendigung der Abwärtsbewegung des Druckarmes io ist der Schalter
17 (Fig.8) bereits wieder geöffnet und hierdurch der Steuerelektromagnet 14 -stromlos
geworden, was jedoch ohne Einfiuß auf die Einstellung der Abdruckeinrichtung ist.
Bei Beendigung der zweiten Abwärtsbewegung des Druckarmes hat sich auch die Trommel
21 wieder um einen Schritt weitergedreht, so daß nunmehr ihre Steuerstelle 2 gegenüber
dem Schleifkontakt 37 zu liegen kommt. Wenn nun, wie in Fig.2 angenommen, die Vorlagekarte
33 an der Stelle 2 kein Loch besitzt, so bleibt der Schalter 66, 68 geöffnet, und
der Stromkreis des Steuermagneten 14 bleibt auch beim nächsten Aufwärtsgange des
Druckarmes io unterbrochen, obwohl bei diesem Aufwärtsgange des Druckarmes io der
Schalter 17 zeitweise geschlossen wird. Es findet demnach kein Abdruck der an die
Abdruckstelle 9 gelangenden zweiten Druckplatte statt, wie dies dem Nichtvorhandensein
eines Loches an der Steuerstelle 2 der Vorlagekarte entspricht.
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Dieses Spiel wiederholt sich dauernd, so daß also stets nur dieDruckplatten
abgedruckt werden, an deren Steuerstellen auf der Vorlagekarte Löcher eingestanzt
sind.
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Um den Gleichlauf der Steuertrommel 2i mit dem Durchgange der Druckplatten
durch die Adressendruckmaschine von Zeit zu Zeit kontrollieren zu können, ist es
zweckmäßig, wie folgt zu verfahren: Nachdem die Steuertrommel so weit gedreht ist,
daß der Schleifkontakt 38 oberhalb der letzten Steuerstelle in der ersten Lochreihe
liegt, also bei beispielsweise hundert Steuerstellen in einer Lochreihe, oberhalb
der Steuerstelle ioo, und je nachdem, ob an dieser Stelle ein Loch oder keines vorhanden
ist, ein Abdruck der Druckplatte ioo stattgefunden hat oder nicht, hat die nunmehr
erfolgende Weiterdrehung der Trommel um einen Schritt zur Folge, daß der Schleifkontakt
38 wieder oberhalb der Schiene 35 aus isolierendem Material zu stehen kommt. Um
diese Lagen der Steuertrommel zu kontrollieren, fügt man zwischen die Druckplatten
nach jeder hundertsten Druckplatte eine sog. Gruppenausschaltplatte ein, die keine
Prägung besitzt, und bei deren Vorgang in die Abdruckstelle die Maschine in bekannter
Weise selbsttätig stillgesetzt wird. Infolgedessen geht bei der gekennzeichneten
Lage der Trommel die Gruppenausschaltplatte in die Abdrucklage vor, und die Adressendruckmaschine
wird stillgesetzt.
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Die Bedienungsperson kann sich dann überzeugen, daß tatsächlich, die
nach der hundertsten Druckplatte eingefügte Gruppenausschaltplatte mit der Stellung
des Schleifkontaktes 38 auf der Leerschiene 35 zusammentrifft und daß, wenn nunmehr
die roi. Druckplatte an die Abdruckstelle gelangt, die Trommel so stehen wird, daß
die Steuerstelle ioi in Wirksamkeit gelangt.
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Nachdem der Antrieb der Adressendruckmaschxne
wieder
eingeschaltet ist, wird bei der Weiterdrehung der Trommel 21 das Schaltschloß
39 wieder um einen Schritt nach rechts verschoben, und es kommt der Schleifkontakt
38 auf die Anfangssteuerstelle toi der zweiten Lochreihe zu stehen, worauf der Durchgang
der Druckplatten toi bis Zoo durch die Maschine erfolgt und hierauf die Adressendruckmaschine
wieder stillgesetzt wird. Dieses Spiel wiederholt sich so lange, wie auf der Vorlagekarte
Steuerstellen vorhanden sind, und so lange, bis die der letzten Steuerstelle entsprechende
Druckplatte an der Abdruckstelle vorbeigegangen ist, worauf in bekannter Weise die
Adressendruckmaschine stillgesetzt wird und ein neuer Druckplattenstapel mit einer
neuen Vorlagekarte verarbeitet werden kann.
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Die Arbeits- und Wirkungsweise ist genau die gleiche, wenn die Bewegung
der Steuertrommel 21 von dem Antriebsgestänge 6, 7 des Gleitschiebers 5 aus abgeleitet
wird, nur erfolgt hier eine Weiterschaltung der Trommel 21 stets nur dann, wenn
eine neue Druckplatte an die Abdruckstelle vorgeht, wie dies notwendig ist, wenn
die Druckplatten zwecks mehrfachen Abdruckes während mehrerer Abwärtsbewegungen
des Druckarmes io an der Abdruckstelle liegenbleiben.
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Es sei bemerkt, daß die Arbeit mit der Steuertrommel auch so begonnen
werden kann, daß der Schleifkontakt 38 bei Beginn der Arbeit auf die erste Steuerstelle
der Vorlagekarte eingestellt wird, welche Steuerstelle dann keiner Druckplatte entspricht.
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Das beschriebene Arbeiten der Einrichtung mit Schließungsstrom ist
z. B. dann angebracht, wenn irgendwelches Propagandamaterial an denjenigen Teil
des durch die Druckplatten repräsentierten Kundenkreises geschickt werden soll,
der während einer bestimmten Zeit oder an einem bestimmten Lager durch Lochungen
auf der Vorlagekarte vermerkte Käufe ausgeführt hat.
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An Stelle mit Schließungsstrom kann mit der beschriebenen Anlage auch
mit Ruhestrom gearbeitet werden, in diesem Falle es nur notwendig ist, den Stöpselkontakt
70, wie dies in Fig. io gestrichelt angedeutet ist, an die Leitung 71 anzuschließen.
Die ganze Wirkungsweise der Einrichtung bleibt dieselbe, nur erfolgt in diesem Falle,
sobald der Schleifkontakt 38 gegenüber einem Loch in der Vorlagekarte 33 zu stehen
kommt, eine Öffnung des Stromkreises, in dem der Steuermagnet 14 liegt, d. h. also,
es werden alle die Druckplatten abgedruckt, deren Steuerstellen auf der Vorlagekarte
nicht durchlocht sind, während- alle die Druckplatten, deren Steuerstellen auf der
Vorlagekarte durchlocht sind, nicht abgedruckt werden. Das öffnen des Stromkreises
des Steuermagneten 14 erfolgt in diesem Falle dadurch, daß bei jeder Erregung des
Elektromagneten 63 durch die Klappe 65 der sonst geschlossene Schalter 67, 66 geöffnet
wird.
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Das Arbeiten mit Ruhestrom ist z. B. dann angebracht, wenn an denjenigen
Teil eines bestimmten durch die Druckplatten repräsentierten Personenkreises, der
bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine fällige Zahlung nicht geleistet hat, Mahnungen
herausgehen sollen, indem alle erfolgten Zahlungen auf der Vorlagekarte durch Lochungen
vermerkt werden. Um in diesem zuletzt beschriebenen Falle des Arbeitens mit Ruhestrom
zu vermeiden, daß die nach jedem Plattenhundert eingefügte Gruppenplatte mit zum
Abdruck kommt, wird zweckmäßig statt der Leerschiene 35 aus isolierendem Material
eine gleiche aus leitendem Material, also aus Metall, eingesetzt.
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Die beschriebene Einrichtung zur Auswahl der abzudruckenden Druckplatten
in Abhängigkeit von ihrer Reihenfolge des Durchganges durch die Adressendruckmaschine
mittels der Vorlagekarte 33 o. dgl. kann noch mit der bei Adressendruckmaschinen
an sich bekannten Einrichtung zur Auswahl der abzudruckenden Druckplatten in Abhängigkeit
von an den Druckplatten angebrachten Merkzeichen, wie z. B. Vorsprüngen, kombiniert
werden. Diese Kombination kann z. B. entsprechend den Schaltschemas nach den Fig.
i i bzw. 13 in verschiedenen Arten erfolgen.
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Bei dem Schaltschema nach Fig. i i liegt die bekannte elektromagnetische
Auswähleinrichtung der Adressendruckmaschine in Parallelschaltung zu der oben beschriebenen
Auswählvorrichtung, und sie besteht aus einer Anzahl paralleler Stromkreise, in
denen bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel je ein in bekannter Weise von den
an verschiedenen Stellen der Druckplatten anzubringenden Vorsprüngen gesteuerter
Wahlschalter a, b, c, d,
e, f und ein Druckknopfschalter a1, b1, cl,
dl, e1, f1 liegt. Werden bei einer derartigen Ausbildung des Schaltungsschemas z.
B. Druckknopfschalter b1 und dl geschlossen, so erfolgt bei dem Durchgange der Druckplatten
durch die Adressendruckmaschine stets ein Abdruck derjenigen Druckplatten, die die
den Wahlschaltern b, d entsprechenden Merkzeichen besitzen, indem bei dem
Durchgange dieser Druckplatten dieWahlschalter b, d geschlossen werden und
hierdurch der Steuermagnet 14 erregt wird, und zwar auch dann, wenn durch die Steuertrommel
21 kein Abdruck der betreffenden Druckplatten veranlaßt werden würde.
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Eine derartige Einstellung der Einrichtung ist zweckmäßig, wenn z.
B. außer den Personen, deren Druckplatten durch Lochungen
auf der
Vorlagekarte vermerkt sind, noch bestimmte andere Personengruppen ebenfalls eine
bestimmte Sendung erhalten sollen. Bei einer Schaltung nach Fig. i i ordnet man
zweckmäßig noch die Handschalter 8o, 81 an, die geöffnet werden, wenn man die gesamte
Auswähleinrichtung durch die Steuertrommel 21 ausschalten will, also die Adressendruckmaschine
allein in bekannter Weise mit der elektromagnetisch durch die Druckplatten selbst
gesteuerten. Abdruckeinrichtung betreiben will.
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In dein Schaltungsschema entsprechend Fig. i2 liegen die parallel
zueinander geschalteten Stromkreise mit den Wahlschaltern a bis f und den Druckknopfschaltern
oder anderen Handschaltern a1 bis f 1 zwischen dem in Betrieb befindlichen Stöpselkontakt
69 oder 70 und dem Steuermagneten 14. Bei einer derartigen Schaltung ist
es zu einer Erregung des Steuerelektromagneten 14 erforderlich, daß nicht nur entweder
der Schalter 66, 67 oder der Schalter 66, 68, je nachdem welcher Stöpselkontakt
benutzt wird, durch die Steuertrommel geschlossen wird, sondern auch mindestens
einer der Auswahlstromkreise mit je einem Wahlschalter und einem Handschalter. Eine
Schaltung der Teile entsprechend Fig. 12 ermöglicht es also z. B., daß von den zu
einer bestimmten, durch ein Merkzeichen gekennzeichneten Gruppe gehörenden Druckplatten
nur die Druckplatten abgedruckt werden, bei denen auch die schrittweise vorwärts
bewegte Trommelauswahlvorrichtung einen Abdruck zuläßt.
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In dem Schaltungsschema entsprechend Fig. 13 liegen die parallel zueinander
geschalteten Stromkreise mit den Wahlschaltern a bis f und den Druckknopfschaltern
oder anderen Schaltern a1 bis f 1 parallel zu dem durch die Trommel 21 und dem Schleifkontakt
38 gehenden Stromkreise, so daß eine Erregung des Elektromagneten 63 außer durch
einen Stromschluß mittels der Vorlagekarte auf der Trommel 21 auch noch dann bewirkt
wird, wenn einer der parallelen Auswahlstromkreise mit den Wahlschaltern a bis
f und den Handschaltern a1 bis f 1 geschlossen wird. Bei einer derartigen
Schaltung kann also z. B. erreicht werden, daß die Druckplatten> einer bestimmten
Gruppe von Druckplatten von einem Abdruck ausgeschlossen werden, obwohl die Trommelauswahlvorrichtung
an sich einen Abdruck dieser Druckplatten veranlassen würde.