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DE6109C - Kohlensturz-Vorrichtung - Google Patents

Kohlensturz-Vorrichtung

Info

Publication number
DE6109C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
platform
cylinder
accumulator
load
essentially
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT6109D
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English (en)
Original Assignee
J. WEIDTMAN, General-Direktor, in Dortmund
Publication of DE6109C publication Critical patent/DE6109C/de
Active legal-status Critical Current

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Description

1878.
Klasse 81.
J. WEIDTMANN in DORTMUND, Kohlensturz-Vorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1878 ab.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Plattform zum Umkippen der Kohlenwagen, am äufseren Ende drehbar, mit hydraulischer Hebevorrichtung, Schüttvorrichtung und Zubehör, einer Zwillings - Dampfmaschine mit Druckpumpen und zum Betrieb einer Seiltrommel zum Rangiren etc. und aus einem Accumulator.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 Längendurchschnitt; Fig. 2 Querdurchschnitt durch die Grube; Fig. 3 Grundrifs des Ganzen, Fig. 4 Längendurchschnitt mit der Federeinrichtung; Fig. 5 Grundrifs mit der Federeinrichtung; Fig. 6 Längendurchschnitt mit dem zweiten Cylinder; Fig. 7 Grundrifs mit dem zweiten Cylinder; Fig. 8 senkrechter, Fig. 9 waagerechter Durchschnitt einer anderen Dichtung des Accumulator-Cylinders.
In Fig. i, 2 und 3 ist α die den Kohlenwagen tragende, starke schmiedeeiserne Plattform, welche an ihrem äufseren Ende drehbar ist und durch den hydraulischen Hebecylinder b bis in einen Winkel von 45 ° gehoben werden kann.
c ist die Dampfmaschine mit dem Pumpwerk. Die" !Pumpen drücken die aus einem Behälter gesaugte Flüssigkeit zunächst in das mit Sicherheitsventil versehene Druckrohr, welches nach dem: Accumulator und Hebecylinder weiter fuhrt.
Der Accumulator hat eine constante Belastung d und eine, in und aufser Thätigkeit zu setzende Belastung e. Erstere genügt für die normalen Zehntonnenwagen. Kommen Fünfzehntonnenwagen vor, so wird im tiefsten Stande des 'Accumulators die bis dahin unten aufruhende Belastung e durch eine ringsum laufende Riegelvorrichtung mit d verbunden, und; es kommt dann die ganze Belastung d + e zur Wirkung.
Vor dem Heben der Plattform ist der Accumulator in seinem höchsten Stande angekommen und: hat die Saugventile der fortwährend arbeitenden Pumpen selbstthätig ausgerückt, somit diese aufser Wirkung gesetzt. Sofort nach Herstellung der Verbindung zwischen Accumulator und Hebecylinder sinkt der erstere, die Pumpen wirken wieder und unterstützen den Accumulator.
Ist die Plattform in ihrem höchsten Stande angekommen, so schliefst dieselbe selbstthätig die vorerwähnte Verbindung, und der Accumulator steigt während der übrigen Vorgänge wieder bis zu seinem höchsten Stande.
Zur Befestigung der Wagen auf der Plattform sind, aufser losen Haken zur Befestigung der Hinteraxe, oder Mittelaxe bei sechsrädrigen Wagen, zwei Haken/ zum Greifen der Vorderaxe angebracht. Diese Haken sitzen auf einer an der Plattform elastisch befestigten Welle, welche aufserhalb den Gewichthebel g trägt. Dieser Hebel sitzt lose auf der Welle und hat einen gebogenen Schlitz zur Erzielung eines grofsen todten Ganges, damit das Gewicht nach beiden Seiten weit genug überschlagen kann und sicher wirkt. So lange Wagen kommen, welche keine hindernden Querstangen der Bremse u. s. w. haben, bleiben die Haken in gehobener Stellung; die Vorderaxe drückt dieselben nieder, soweit als nöthig, und legt sich sicher in dieselben. Kommen Wagen mit hindernden Querstangen, so wird der Gewichthebel umgelegt und die Haken legen sich auf die Plattform.
Die Plattform, deren Hub nach oben und nach unten elastisch begrenzt ist, trägt am äufseren Ende behufs Schonung der Kohlen eine aus zwei Theilen bestehende Schüttvor-, richtung.
Die Veränderung i läfst sich, sobald geringere Auslage wünschenswerth ist, auf den ersten Theil h durch Schneckenrad mit Schnecke zurückklappen.
Der erste Theil h ist mit Ausnahme des Bohlenbelages ganz aus Eisen, hat unten Drehpunkte an den Hauptträgern der Plattform und wird durch zwei nach den Plattformträgern gehende Schrauben in seiner Lage erhalten.
Ein starker eiserner Querbalken, welcher beim gewöhnlichen Gebrauche einen angemessenen Zwischenraum vor den Rädern bezw. den Bremsklötzen läfst, dient als Sicherheit für etwa durch Ungeschicklichkeit beim Auffahren zu weit gehende Wagen.
Soll die ganze Vorrichtung aufser Thätigkeit gesetzt werden, so wird mittelst der genannten Schrauben die ganze Schüttvorrichtung so weit zurückgeklappt, dafs dieselbe das Schifffahrtsprofil frei macht. Es sind zu diesem Zweck die beiden Muttern der Schrauben behufs gleichmäfsiger Bewegung durch Räderwerk verbunden.
Die Schüttvorrichtung balancirt einen nicht unerheblichen Theil der nach Entleerung des
Wagens niedergehenden Last und hilft entsprechend bei der Hebung der vollen Wagen.
Fig. 4 und S zeigen in Seitenansicht und Grundrifs eine Federeinrichtung. Zu beiden Seiten des Hebecylinders wird der Tragbalken der Plattform, unter welchen der Kolben greift, mit der grofsen eisernen Platte, auf welcher der Hebecylinder ruht, durch ein in sich verschiebbares Gestänge verbunden. Beim Aufgange der Plattform ist im höchsten Punkte eine Feder zusammengedrückt, deren Eindrückung begrenzt ist, und beim Niedergange werden, sobald die Plattform an entsprechender Stelle angekommen ist, drei starke Federn nach und nach eingedrückt, so dafs dieselben einen beliebig zu bestimmenden Theil der niedergehenden Last aufnehmen.
Sowohl beim Aufgange als beim Niedergange ist, abgesehen von der Federeinrichtung, am Anfange der Bewegung das Verhältnifs zwischen Kraft und Last am ungünstigsten, abgesehen von dem Antriebe, welcher zur Ingangbringung der ruhenden Massen gegeben werden rnufs. Die Federn werden daher in beiden Richtungen " durch Unterstützung des Anfanges der Bewegung von wesentlichem Nutzen sein und sowohl Kraft als Zeit ersparen.
Bei Mangel an Höhe können die nach unten und die nach oben wirkenden Federn auch an getrennten Gestängen angebracht werden.
Fig. 6 und 7 zeigen die Anbringung eines zweiten kleineren Hebecylinders zur Aufnahme der niedergehenden Last. Beim Niedergehen der Plattform wird der Abflufs des grofsen Cylinders geöffnet; der kleine Cylinder drückt seinen Inhalt in den Accumulator, und bei dem darauf folgenden Heben wirken beide Cylinder. Durch die Nutzbarmachung des Niederganges wird entsprechend an Kraft gespart.
In der Zeichnung sind die beiden Cylinder mit einander verbunden, die Kolben derselben stehen fest, und die senkrechte Bewegung der Cylinder wird durch Gufsstahldruckstangen auf
die Plattform übertragen. Die Cylinder können aber auch getrennt sein, und es können auch anstatt der sich senkrecht bewegenden Cylinder schwingende Cylinder mit beweglichen Kolben angewendet werden.
Zur Nutzbarmachung der niedergehenden Last nach Entleerung des Wagens dienen demnach: die von der Plattform getragene Schüttvorrichtung, die Federeinrichtung und der zweite Cylinder; diese drei Vorrichtungen können einzeln oder in beliebigen Zusammenstellungen angebracht werden.
Fig. 8 und 9 zeigen im senkrechten und waagerechten Durchschnitt eine neue Stopfbüchse der Manschettendichtung für feststehende Accumulatorkolben. Die Dichtung ist am oberen Ende des Kolbens im Innern des Cylinders angebracht und durch Abnehmen des Cylinderdeckels zugänglich.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Die getheilte Belastung des Accumulators und die Verbindung der beiden Theile durch Drehen eines Handrades oder einer Kurbel. . '
2. Die Vorrichtung zum Niederlegen des Hakens/, bestehend aus Hebel und Gegengewicht, mit beliebig herzustellender Selbstthätigkeit.
3. Mechanismus zur Bewegung der Schüttrinne, im wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet:.
4. Federeinrichtung zur Nutzbarmachung eines Theiles der niedergehenden Last nach Entleerung des Wagens und zur Unterstützung des Beginnes der Bewegung in beiden Richtungen.
5. Zweiter Cylinder zur Nutzbarmachung der niedergehenden Last, im wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet.
6. Stopfbüchse' bezw. Manschettendichtung am ' oberen Ende des feststehenden Accumulatorkolbens im Innern des Cylinders.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT6109D Kohlensturz-Vorrichtung Active DE6109C (de)

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