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DE617556C - Verfahren und Einrichtungen zum Einbau eines neuen Durchlassrohres in ein beschaedigtes altes fuer Unterfuehrungen von Wasserlaeufen bei hochliegenden Verkehrswegen - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen zum Einbau eines neuen Durchlassrohres in ein beschaedigtes altes fuer Unterfuehrungen von Wasserlaeufen bei hochliegenden Verkehrswegen

Info

Publication number
DE617556C
DE617556C DEH136721D DEH0136721D DE617556C DE 617556 C DE617556 C DE 617556C DE H136721 D DEH136721 D DE H136721D DE H0136721 D DEH0136721 D DE H0136721D DE 617556 C DE617556 C DE 617556C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipe
old
passage pipe
new passage
new
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH136721D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILHELM HIRDES
Original Assignee
WILHELM HIRDES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WILHELM HIRDES filed Critical WILHELM HIRDES
Priority to DEH136721D priority Critical patent/DE617556C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE617556C publication Critical patent/DE617556C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D29/00Independent underground or underwater structures; Retaining walls
    • E02D29/063Tunnels submerged into, or built in, open water
    • E02D29/07Tunnels or shuttering therefor preconstructed as a whole or continuously made, and moved into place on the water-bed, e.g. into a preformed trench

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtungen zum Einbau eines neuen Durchlaßrohres in ein beschädigtes altes für Unterführungen von Wasserläufen bei hochliegenden Verkehrswegen Für den Durchlaß von Wasserläufen unter künstlichen Wasserstraßen oder sonstigen Verkehrswegen werden eiserne Durchlässe in Form von Rohren und Dükern eingebaut, deren Lebensdauer naturgemäß nicht nur durch chemische Einflüsse, sondern auch durch die Drucklast, die auf dem Rohr aufruht und in erster Linie den Scheitel der Rohrleitung belastet, begrenzt ist. Es entstehen Einsenkungen, die den Querschnitt des Rohres erheblich verändern.
  • Die schadhaft gewordenen Rohre lassen sich nicht entfernen, und so ist man dazu übergegangen, in die alten Rohre neue einzubringen, wobei man die Querschnittsverminderung des Durchlasses inKauf nehmen muß. Diese Querschnittsverminderung muß aber auf das äußerste beschränkt werden. Schwierig ist es auch, das neue Rohr aus einzelnen Stücken an Ort und Stelle zusammenzufügen. Mit Schweißmuffen kann die Verbindung nicht geschehen, weil @es an der Zugänglichkeit von außen fehlt, auch würden derartige Muffen den Querschnitt des :neuen Rohres wegen ihres Raumbedarfs erheblich verengen; man ist deshalb auf die Stumpfschweißung von innen angewiesen. Hierbei aber entsteht die Schwierigkeit, die Rohrenden in die passende Lage zueinander zu bringen, denn jedes Rohrstück, das dem Querschnitt des alten Rohres möglichst angepaßt, also möglichst groß gehalten ist, wird in seiner Lage nach der Einbringung mehr oder minder durch die Unebenheiten im alten Rohr aus der Achse gedrängt, so daß es zur Schiefstellung der Rohrstücke gegeneinander kommt. Dazu kommt, daß man keine Hebe-oder Fahrzeuge für die Einbringung der Rohrstücke in Anwendung bringen kann. Das notwendige Zusammenpassen der einzelnen Rohrstücke zu einem gleichmäßigen Verlauf des ganzen Rohres wird besonders schwierig, weil man sich dabei keiner Unterstützungen und Verkeilungen an der Rohraußenfläche bedienen kann.
  • Demgegenüber besteht dieErfindung darin, daß , das neue Rohr bereits vor der Einbringung in den alten Durchlaß ganz oder doch auf lange Stücke fertiggestellt wird. Das fertige Stück wird alsdann an beiden Enden mit abnehmbarenDeckeln geschlossen und als Schwimmkörper hergerichtet. Es wird sodann in den im Zuge des Durchlasses liegenden Wasserlauf eingebracht und seine Schwimmtiefe durch Einlassen von Ballast geregelt. Nunmehr wird das neue Rohr eingeführt und ausgerichtet und der Zwischenraum zwischen dem. alten und neuen Rohr mit Beton ausgefüllt.
  • Ist genügender Arbeitsraum vor dem Durchlaß vorhanden, so wird das Rohr auf standsicheremBoden als geschlossenes ganzes Rohr in seiner ganzen Länge hergestellt. Genügt der Arbeitsraum nicht oder ist nicht genügend standsicherer Boden da, so muß die Baugrube durch Spundwände gesichert werden, und das Rohr wird längenweise vorgestückt, nachdem das Rohr - soweit es fertig war - bereits eingezogen wurde. Dabei ist das angesetzte Stück vor dem weiteren Einführen des Rohres abzudeckeln, damit es als Schwimmkörper wirken kann.
  • In der Zeichnung ist eine Darstellung der Mittel zur Durchführung des Verfahrens wiedergegeben.
  • Fig. i zeigt den Querschnitt durch ein Kanalbett an der Stelle eines Wasserlaufdurchlasses, Fig. z einen Grundriß Merzu.
  • Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt vor vollendetem Einziehen, Fig.4 den Zustand eines Rohrendes nach beendetem Einziehen, Fig.5 den Querschnitt hierzu.
  • Das Kanalbett-a, das durch die Böschungen b seitlich eingefaßt ist, führt über den Bachdurchlaß c hinweg. Dieser ist mit einem Rohr ausgekleidet, das erneuert werden muß. Da es aus seiner Lage nicht entfernt werden kann, geschieht die Erneuerung dadurch, daß ein neues Rohr minderen Querschnitts eingezogen wird. Zuvor wird das alte Rohr, soweit es möglich ist, von Schmutz und einspringenden Teilen gereinigt.
  • Ist genügender Arbeitsraum vorhanden, so wird das neue Rohr vor dein alten auf dem hellingartigen Unterbau f, der horizontal ausnivelliert ist, in seiner ganzen Länge fertig zusammengeschweißt, wobei die Länge diejenige des alten Rohres um etwas überschreitet. Auf die Rohrenden werden gewölbte eiserne Böden e aufgeschweißt, die durch Deckel verschließbare Mannlöcher h besitzen. Diese Böden e tragen je einen äußeren Zughaken und sind zur besserenAbstützung noch durch das Seil k gegeneinander verspannt.
  • Die Einbringung des neuen . Rohres geschieht unter Benutzung des Auftriebes eingelassenen Wassers als Hebe- und Transportmittel wie folgt: Man läßt das fertige Rohr über den geneigten Teil der Helling hinweg in den vorher in Richtung der Durchlaßachse ausgehobenen Wassergraben g ein, in dem mit Hilfe eines provisorischenWehres, das unterhalb des Durchlaßlaufes in den Wasserlauf eingebaut ist, Wasser angestaut wurde. Nach Öffnung der Deckel k wird alsdann fester oder flüssiger Balast in das Rohr eingebracht, der auf dem Boden des Rohres zu liegen kommt und in seiner Menge :so biemessen wird, wie es der erforderliche Auftrieb nötig macht. Fester Ballast hat die Wirkung, das Rohr gegen selbsttätiges Verdrehen zu schützen. Nunmehr wird das Rohr mit Hilfe der Kabelwinden in den Durchlaß eingezogen, wobei die obere Winde zur Führung des Rohres hilft. Die eigentliche Führung erfolgt durch die Wandungen .des alten Rohres. Durch entsprechendes Heben oderSenken des Stauwassers ist man in der- Lage, die Reibungswiderstände, die das neue Rohr im alten findet, zu mindern oder auszugleichen, auch der Ballast kann dabei durch geeignete Bemessung herangezogen werden.
  • Ist das Einziehen beendet, so wird das neue Rohr vorübergehend durch Keile gesichert. Die weitere Ausrichtung des Rohres geschieht dadurch, daß durch das Mannloch Wasser in solcher Menge eingefüllt wird, wie notwendig ist, die Sohle des Rohres auf der ganzen Länge zu bedecken. Der Spiegel des Wassers zeigt alsdann die Lage des Rohres an. Der Auftrieb des Rohres im Grabenwasser ist durch dessen Mengenbemessung und durch den Ballast so zu regeln, daß die justierschrauben m ohne übergroßeBelastung die richtige Lage des Rohres herbeizuführen vermögen.
  • Nachdem so das Rohr in seiner Endlage gesichert ist, werden die Deckel h abgeschnitten und die Enden des Rohres mittels Winkelflanschen 1 mit dem alten Rohr verschweißt.
  • Die Ausbetonierung des zwischen beiden Rohren bestehenden Zwischenraumes erfolgt nach Ablassen des Wassers durch die im Scheitel des neuen Rohres befindlichen, durch die Stöpsel i verschließbaren Löcher mittels Zementmörtel nach ,dem bekannten Torkretverfa.hren. Die Justierschrauben na tragen dabei zunächst das Rohr, werden aber dann dtirch den Betonmantel nach seiner Enthärtung entlastet.
  • Der Betonmantel schützt außerdem das neue Rohr vor Angriff an seiner Außenfläche. Wird das Rohr in bezug auf seine Länge unfertig eingebracht, so ist beim Einziehen des Rohrteiles sinngemäß zu verfahren, d. h. das obere Ende des vorge.stückten Rohres ist provisorisch abzudeckeln, damit die Ausrichtung im beschriebenen Schwimmverfahren geschehen kann. Alsdann ist nach Entfernung des Deckels das neue Rohrstück anzuschweißen und das Rohr um den verlängerten Teil vorzuziehen.

Claims (1)

  1. PATENT4NSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einbau eines neuen Durchlaßrohres in ein beschädigtes altes für Unterführungen von Wasserläufen bei hochliegenden Verkehrswegen, insbesondere Schiffahrtskanälen, dadurch gekennzeichnet, daß das außerhalb des alten Durchlasses ganz oder teilweise fertiggestellte und mit abnehmbaren Deckeln versehene neue Durchlaßrohr in den im Zuge des Durchlasses liegenden Wasserlauf gebracht und die Schwimmtiefe durch Einlassen von Ballast geregelt wird, worauf dieses neue Durchlaßrohr in das alte Durchlaßrohr eingeführt und ausgerichtet und schließlich der Zwischenraum zwischen dem alten und neuen Durchlaßrohr mit Beton ausgefüllt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Ballast für das neue Durchlaßrohr Wasser zur Verwendung kommt. 3. Deckel zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie Anschlußringe zum Befestigen der Seile zum Einziehen des Rohres und zum Verbinden der beiden Deckel miteinander aufweisen. q.. Rohr zur Durchführung des Verfahrens nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in seiner Seitenwandung durch Stopfen verschließbare öffnungen zum Durchbringen der Betonausfüllung vorgesehen sind. 5. Rohr zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch in die Bodenwandung einzulassende Abstützschrauben.
DEH136721D 1933-07-04 1933-07-04 Verfahren und Einrichtungen zum Einbau eines neuen Durchlassrohres in ein beschaedigtes altes fuer Unterfuehrungen von Wasserlaeufen bei hochliegenden Verkehrswegen Expired DE617556C (de)

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Publications (1)

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DE (1) DE617556C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271471B (de) * 1956-01-03 1968-06-27 Eth Gerard Francis Wittgenstei Verfahren zum Einbringen eines Innenrohres in ein Mantelrohr durch Einschwimmen
US3774403A (en) * 1971-09-08 1973-11-27 Northern Natural Gas Co System for roadbed traversing by pipeline

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271471B (de) * 1956-01-03 1968-06-27 Eth Gerard Francis Wittgenstei Verfahren zum Einbringen eines Innenrohres in ein Mantelrohr durch Einschwimmen
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