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DE615979C - Auslassventilsteuerung fuer Dampfmaschinenzylinder - Google Patents

Auslassventilsteuerung fuer Dampfmaschinenzylinder

Info

Publication number
DE615979C
DE615979C DEB158132D DEB0158132D DE615979C DE 615979 C DE615979 C DE 615979C DE B158132 D DEB158132 D DE B158132D DE B0158132 D DEB0158132 D DE B0158132D DE 615979 C DE615979 C DE 615979C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
exhaust valve
steam
valve
valve control
steam engine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB158132D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEB158132D priority Critical patent/DE615979C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE615979C publication Critical patent/DE615979C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L25/00Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means
    • F01L25/02Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means by fluid means
    • F01L25/04Drive, or adjustment during the operation, or distribution or expansion valves by non-mechanical means by fluid means by working-fluid of machine or engine, e.g. free-piston machine

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Auslaßventilsteuerung für Dampfmaschinenzylinder Die Erfindung betrifft eine Auslaßeentilsteuerung für die Zylinder von Dampfmaschinen, insbesondere von Lokomotiven. Es sind Auslaßventilsteuerungen bekannt,- bei denen das Öffnen und Schließen der Ventile -unter den Einfiuß der im Arbeitszylinder der unter den herrschenden Drücke gestellt ist. Hierbei hat man die Anordnung derart getroffen, daß der Arbeitskolben vermöge -besonderer Ausbildung als Steuerschieber für das Ventilverstellmittel (z. B. einen Differentialkolben) dient. Dies hat zur Folge, daß das Schließen des Ventils stets im gleichen Punkt des Kolbenhubes erfolgt, gleichgültig mit welcher Füllung die Maschine arbeitet. Eine solche Einrichtung mag den Anforderungengenügen, welche man bei einfachen Maschinen geringer Größe stellen wird. Bei größeren Maschinen jedoch, z. B. Lokomotivmaschinen, bei denen ein wirtschaftlicher Betrieb wichtig ist, ist damit nicht auszukommen. Denn die Anpassung der Steuerpunkte an den jeweiligen Füllungsgrad ist ein wesentliches Erfordernis biefriedigender Steuerung.
  • Die Erfindung will jenen Mangel beseitigen, indem sie die Arbeitsbiewegung des Aus -la.ßventils von der starren Abhängigkeit vom Kolbenweg befreit und statt dessen eine geschmeidige Abhängigkeit der Ventilbewegung vom Füllungsgrad schafft, und zwar in dem für ein richtiges Indikatordiagranun zweckmäßigen Sinn. Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß das in an sich bekannter Weise bei einem bestimmten Unterschied zwischen es beaufschlagenden Drücken- in Bewegung kommende Ventilstellmittel, z. B. ein Differentialkolben, einerseits durch den Frischdampfdruck, anderseits durch denjenigen des Dampfes in der dem betreffenden Auslaßventil jeweils gegenüberliegenden Zylinderseite dauernd beaufschlagt ist, so daß es das Auslaßventil bewegt, sobald jener bestimmte Unterschied durchlaufen wird.
  • Mit dieser Anordnung ist ein Mittel geschaffen, welches die außerordentliche Vereinfachung der Gesamtsteuerung, wie sie durch die Unabhängigkeit des Auslaßventils von jeder äußeren Beeinflussung geschaffen ist, möglich macht, ohne daß dabei auf die Anpassung der Steuerpunkte an den Füllungsgrad, verzichtet zu werden braucht.
  • Die Vereinfachung macht sich sowohl in baulicher als auch in betrieblicher Hinsicht in hohem Maße geltend, was beispielsweise bei Lokomotiven von ungewöhnlicher Bedeutung ist. Daneben bietet sich die Möglichkeit, die kühlenden Flächen des schädlichen Raums zu vermindern. Die Auslaßventile lassen sich unterhalb der Zylinder anbringen, und man kann eine vollständige Trennung von Frischdampf- und Abdampfwegen erzielen, wie es sonst nur bei der Stumplschen Gleichstromdampfmaschine möglich war. Man kann. ferner rasch eine große Eröffnung der Ausströmkanäle erreichen und damit eine zuverlässige Ausströmung auch bei kurzer Ausströmzeit.
  • Die Erfindung eröffnet weitere Möglichkeiten der Anpassung, indem man zum Zwecke günstiger Lage des Ventilschlusses (Beginn der Verdichtung) statt des vollen Frischdampfdruckes den niedrigeren Druck einer abgesperrten, in regelbarer Weise @entspannten Frischdampfmenge heranzieht. Diese Ausführungsform bildet jedoch nicht den Gegenstand der Erfindung.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; @es sind: Fig. i bis 3 Längsansicht und zwei Querschnitte eines Lokomotivzylinders, der mit einer Auslaßventilsteuerung gemäß der Erfindung ausgerüstet ist, Fig. 4 Schnitt durch ein Auslaßventil mit dem Differentialkolben und den Steuerdampfanschlüssen in größerem Maßstabe.
  • Das Auslaßventil29 (Fig. 4) ist mit einem Differentialkolben 3i verseben, der im Delkkel i des Ventilgehäuses gleitet. Der Kolben weist einen Mittelkanal35 mit Querbohrungen oben und unten auf, während der Zylinder durch eine obere Bohrung und eine anschließende Leitung 3o mit der gegenüberliegenden Seite des Maschinenzylinders, durch eine untere Bohrung 33 mit der Außenluft in Verbindung steht. Der untere Hals 32 des Differentialkolbens gleitet in einem Einsatz 28. der eine Kammer 3 bildet, die durch eine Leitung 34 mit der Frischdampfzuleitung in dauernder Verbindung steht. Ein oberer Hals des Differentialkolbens gleitet in einem @entsprechend ,engeren Oberteil des Deckels i.
  • Die Differenzflächen sind derart bemessen, daß der durch die untere Leitung 34 zutretende Frischdampfdruck, der auf die kleine untere Stirnfläche des Differentialkolbens wirkt, fähig ist, das Ausla.ßventil 29 nach oben auf seinen Sitz zu drücken, sobald die Dampfentspannung auf der gegenüberliegenden Maschinenzylinderseiteeine bestimmte Drucksenkung gezeitigt hat, die sich durch die Leitung 30 auf die obere Ringfläche des Differentialkolbens fortpflanzt. Das Schließen erfolgt, sobald die Produkte Druck mal Fläche an der unteren Ringfläche des Differentialkolbens (Außenluftdruck) sowieanderunteren Stirnfläche des Differentialkolbens (Frischdampfdruck) zusammen größer werden als an der oberen Ringfläche des Differentialkolbens (Maschinenzylinderdruck).
  • Man hat es also in der Hand, durch passende Wahl :des Verhältnisses der Flächen des Differentialkolbens die gewünschte Beziehung zwischen dem Schließpunkt des Auslaßventils 29 einerseits und der jeweils eingestellten Füllung anderseits, von der ja der Entspannungsdruck abhängt, herzustellen.
  • Ist die Einlaßsteuerung auf Voreinstnömung eingestellt, so verknüpft sich damit eine ent-Sprechende Vorausströmung, weil in diesem Falle voller Frischdampfdruck in die Leitung 3o gelangt, bevor die Entspannung auf der, Seite des Auslaßventils ganz beendet ist, so daß schon jetzt der Frischdampfdruck aus Leitung 34 überwunden und das Auslaßventil aufgerissen wird.
  • Der enge Kana135 mit seinen Quen6ffnungen obern. und unten verhindert ein. allzu plötzliches, schlagartiges Aufreißen des Auslaßventils. Die Queröffnungen liegen zwar in solcher Höhenstellung, daß die obere Queröffnung Verbindung mit der Leitung 3o bekommt, sobald beim Niedergehen des Differentialkolbens die Freiluftöffihung 33 zugesperrt ist und daher das in demunteren Ringraum abgefangene Dampf-Luft-Gemisch durch den Kanal 3 5 in den oberen Ringraum und in die Leitung 3o zu entweichen sucht; dies kann aber wegen der Enge des Kanals 3 5 nur so langsam geschehen, daß eine Polsterwirkung entsteht.
  • Die vollständige Anordnung für einen 1Vfaschinenzylinder zeigen die Abb. i bis 3.. Man erkennt das von der Frischdampfzuführung des Maschinenzylinders ausgehende Rohr 34, das sich unten nasch den beiden Steuerzylindern verzweigt. Ebenso sieht man die nach der jeweils entgegengesetzten Alaschinenzylinderseite führenden Leitungen 3o, die derart einmünden, daß auch noch im Kolbentotpunkt freie Verbindung mit dem Zylinderinneren besteht.
  • Mit der beschriebenen Einrichtung ist es möglich, die Auslaßventile betriebsgerecht derart zu steuern, daß mit kleinen Füllungen, wie es sein soll, große Verdichtungswege zusammenfallen; denn je kleiner die Füllung, desto früher auf dem Wege des Maschinenkolbens wird derjenige aus der Entspannung entstehende Druckabfall erreicht, bei welchem sich das gegenüberliegende Auslaßventil schließt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Auslaßventilsteuerung für Dampfmaschinenzylinder, insbesondere von Lokomotiven, bei der das Öffnen und Schließen des Auslaßventils unter den Einfluß der im Arbeitszylinder herrschenden Drücke gestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das in an sich bekannter Weise beieinem bestimmten Unterschied zwischen esbeaufschlagenden Drücken in Bewegung kommende Ventilstellmitbel, z. B. ein Differentialkolben, einerseits durch den Frischdampfdruck, anderseits durch denjenigen des Dampfes in,der dem betreffenden Aüslaßventil jeweils gegenüberliegenden. Zylinderseite dauernd beaufschlagt ist, so daß es das Auslaßventil bewegt, sobald jener hestimmte Unterschied durchlaufen wird.
DEB158132D 1931-05-10 1931-05-10 Auslassventilsteuerung fuer Dampfmaschinenzylinder Expired DE615979C (de)

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