DE601976C - Fuer Luft- und Wasserfahrzeuge bestimmte Rudermaschine - Google Patents
Fuer Luft- und Wasserfahrzeuge bestimmte RudermaschineInfo
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- DE601976C DE601976C DES107194D DES0107194D DE601976C DE 601976 C DE601976 C DE 601976C DE S107194 D DES107194 D DE S107194D DE S0107194 D DES0107194 D DE S0107194D DE 601976 C DE601976 C DE 601976C
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D1/00—Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots
- G05D1/0055—Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots with safety arrangements
- G05D1/0061—Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots with safety arrangements for transition from automatic pilot to manual pilot and vice versa
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C13/00—Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers
- B64C13/02—Initiating means
- B64C13/16—Initiating means actuated automatically, e.g. responsive to gust detectors
- B64C13/18—Initiating means actuated automatically, e.g. responsive to gust detectors using automatic pilot
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Description
Bei hydraulisch oder pneumatisch betriebenen Ruderlegvorrichtungen sind im allgemeinen
Maßnahmen erforderlich, die gestatten, die Einwirkung des Rudermotors aufzuheben
und zur Verstellung des Ruders von Hand überzugehen. Insbesondere gilt das für selbsttätig
wirkende Steuereinrichtungen, z. B. bei Flugzeugen. Hier muß dem Flugzeugführer die Möglichkeit gegeben sein, jederzeit in die
Steuerung einzugreifen.
Es ist bekannt, zu diesem Zweck die beiden durch den Kolben, getrennten Räume des
Arbeitszylinders des Rudermotors durch einen Umlauf kanal zu verbinden, der ein von Hand
verstellbares Ventil enthält. Zum Übergang auf Handsteuerung wird das Ventil von Hand
geöffnet, woraufhin der über ein Gestänge o. dgl. mit dem Ruder gekuppelte Kolben des
Rudermotors der Verstellung des Ruders von Hand keinen nennenswerten Widerstand ent-■
gegensetzt. Der Flugzeugführer ist also bei dieser Ausführung, wenn er das Ruder von
Hand legen will oder infolge Ausfallens der Druckölerzeugungsanlage verstellen muß, gezwungen,
zunächst einmal das Ventil des Umlaufkanals von Hand zu öffnen, um die freie Verstellmöglichkeit des Arbeitskolbens
zu erhalten. Diese Bedienung des genannten Ventils stellt eine besondere Inanspruchnähme
des Flugzeugführers dar, die ihn, insbesondere in Fällen der Gefahr, zu sehr von
der eigentlichen Aufgabe des Steuerns ablenkt.
Gegenüber der bekannten Ausführung ist .ein wesentlicher Fortschritt dadurch erreicht,
daß erfindungsgemäß an dem Rudermotor ein Schaltorgan vorgesehen ist, das bei Aufhebung
der Druckmittelzufuhr zu dem Motor selbsttätig einen Ablauf- oder Umlaufkanal für das in dem Arbeitsraum der Maschine
befindliche Druckmittel öffnet, diesen Kanal jedoch unter Einwirkung des Druckmittels
selbsttätig schließt, sobald die Druckmittelzufuhr zu dem Motor wieder einsetzt.
Falls ein hydraulischer Zylindermotor als Rudermotor zur Anwendung gelangt, wird
dieser mit zwei Arbeitsräumen ausgestattet sein. Das Schaltorgan, das beispielsweise
aus einem betriebsmäßig durch das Druckmittel geschlossenen Rückschlagventil o. dgl.
besteht, kann dann in einen diese beiden Arbeitsräume des Motors verbindenden Kanal
eingebaut sein. Bei Steueranlagen für Luftfahrzeuge, bei denen bekanntlich die Einstellung
der Höhen-, Seiten- und Querruder jeweils durch besondere Steuermotoren erfolgt,
kann erfindungsgemäß die Ein- und Ausschaltung der Anlage von einer Zentralstelle
aus erfolgen, indem die Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Rudermaschinen und
somit zu den daran angeordneten Schaltorganen durch ein gemeinsames, z. B. vom Führersitz
aus gesteuertes oder zu betätigendes Ventil geregelt wird. Dieses Ventil wird zweckmäßig
in eine Leitung eingebaut, welche den Teil des Kreislaufes für das Druckmittel, in
welchem die Rudermaschinen liegen, kurzschließt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind im folgenden an einer in der Zeichnung beispielsweise
dargestellten Flugzeugsteuerung näher beschrieben.
Die Fig. ι zeigt schematisch die Gesamtanordnung
der Steueranlage, während in Fig. 2 ein beispielsweise zur Verwendung gelangender
Rudermotor im Schnitt dargestellt ist.
Gemäß Fig. ι sind drei Rudermaschinen H, Q und 5" zur Einstellung des Höhen-, Ouer-
und Seitenruders des Flugzeuges vorgesehen, deren Kolbenstangen unmittelbar an dem das
jeweilige Ruder R einstellenden Gestänge g angreifen. In der Zeichnung ist lediglich das
Höhenruder gezeichnet; die Verbindung des Querruders sowie des Seitenruders mit den
Rudermaschinen Q und 6" kann entsprechend ausgeführt sein. D'ie Rudermaschinen werden
selbsttätig in bekannter Weise durch Geschwindigkeitsmesser, Höhenmesser, Lagenpendel,
Kreisel oder andere Geräte z. B. so gesteuert, daß die von ihnen eingestellten Steuerflächen die Lage und die Bewegung des
Flugzeuges um die drei Hauptachsen stabilisieren.
Außer der selbsttätigen Einstellung ist für jedes Ruder noch die Verstellmöglichkeit
durch den Flugzeugführer vorgesehen, indem z. B. an dem Rudergestänge g vermittels eines '
Winkelhebels w noch eine durch den am Führersitz angeordneten Steuerknüppel h zu
betätigende Steuerstange g' angreift.
Der Rudermotor besitzt in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise zwei Druckkammern k±
und k2, die jeweils durch Kanäle Ct1 und a2 an
den Steuerschieber st angeschlossen sind und außerdem durch den Umlaufkanal b miteinander
in Verbindung stehen. Dieser Umlaufkanal b ist z. B. durch ein Rückschlagventil
o. dgl. verschließbar, das aus einem in der Wandung des Zylinders verschiebbar geführten
zylindrischen Ventilkörper ν besteht, der nach oben hin geschlossen ist. Unter den
Ventilkörper drückt die Schraubenfeder /, während der Raum oberhalb des Ventilkörpers
mittels der Leitung I1 an die Druckmittelzuführungsleitung
lH' angeschlossen ist. Die Druckmittelzuführung zu den Steuerschiebern
st der einzelnen Arbeitszylinder erfolgt gemäß Fig. 1 durch drei Parallelleitungen
I11', Iq und Z5', welche von dem Verteiler
V ausgehen, der seinerseits mittels der Leitungen dx und d2 an die von dem Motor M
angetriebene Druckölpumpe P angeschlossen ist. Die Ableitung des Druckmittels erfolgt
durch die drei Leitungen lH", Iq" und I3"
über den Sammler W und die Leitung S1 zu
dem Ölbehälter B, aus welchem die Pumpe P das Öl ansaugt. Die Punkte C und D der beschriebenen
Ringleitung sind nun durch die Leitung Z2 verbunden, in welche ein z. B.
elektromagnetisch oder mechanisch vom Führersitz aus ein- und ausschaltbares Ventil K
eingebaut ist. I ist ein den jeweiligen Öldruck der Pumpe anzeigendes Manometer,
und mit Z3 ist eine Umlaufleitung für das Drucköl bezeichnet, welche durch das sich
beim Überschreiten eines unzulässig hohen Öldruckes öffnende Überlastventil etwas geöffnet
wird, so daß das Öl von der Druckleitung d2 zum Teil unmittelbar durch die Leitung
Z3 in den ölbehälter B zurückfließen
kann.
Solange das Kupplungsventil K geschlossen ist, herrscht am Verteiler V und somit in
den Druckzuführungsleitungen Ih', Iq' und Is'
der Förderdruck der Pumpe P, während in dem Sammler W der Saugdruck des Ölbehälters
B vorhanden ist. Unter dem Förderdruck der Pumpe wird das Rückschlagventil ν bei
jedem Rudermotor geschlossen gehalten, so daß die Bewegung der Steuerschieber die
Stellung der zugehörigen Arbeitskolben bestimmt. Die Steuerung ist damit eingeschaltet.
Will nun der Flugzeugführer die selbsttätige Steuerung ausschalten, so öffnet er das
Kupplungsventil K. Damit ist der Förderkreislauf der Pumpe über die Leitung Z2 kurzgeschlossen, so daß der Druck im Verteiler V
ungefähr auf den Saugdruck im Ölbehälter B fällt. Infolgedessen Öffnen sich die Rückschlagventile
ν der einzelnen Arbeitszylinder unter der Kraft der Federn f. Dann kann das
in dem Arbeitszylinder befindliche Öl von der einen Kolbenseite zur anderen durch den Umläufkanal
b übertreten, so daß der Führer die mit den Kolbenstangen der Zylinder verbundenen
Steuerflächen frei bewegen kann.
Um ein leichtes Verstellen der Ruder durch den Flugzeugführer zu ermöglichen, würde
es auch genügen, wenn das Öl oder das sonst verwendete Druckmittel, z. B. Luft oder
Wasser, aus dem Arbeitsraum des Rudermotors entfernt würde, beispielsweise durch
einen durch das Rückschlagventil gesteuerten Ablaufkanal. Selbstverständlich kann an
Stelle der Kolbenmaschinen auch eine Turbine Verwendung finden, wobei dann ebenfalls
ein Ablaufkanal für das Druckmittel der Turbine durch ein durch das Druckmittel betätigtes Rückschlagventil gesteuert wird.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι . Für Luft- oder Wasserfahrzeuge bestimmte Rudermaschine mit flüssigem oder gasförmigem Arbeitsmittel, gekennzeichnet durch ein Schaltorgan, das bei Aufhebung der Druckmittelzufuhr zu derMaschine selbsttätig einen Ablauf- oder Umlaufkanal für das in dem Arbeitsraum der Maschine befindliche Druckmittel öffnet und diesen Kanal unter Einwirkung des Druckmittels selbsttätig wieder schließt, wenn die Druckmittelzufuhr wieder einsetzt.
- 2. Rudermaschine nach Anspruch i, bei der die beiden Arbeitsräume des Zylinders der Maschine durch einen Überströmkanal mit darin eingebautem Abschließventil in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper durch das Druckmittel entgegen der Kraft einer Feder in eine den Umlaufkanal zwischen den Arbeitsräumen der Rudermaschine abschließende Stellung gebracht werden kann.
- 3. Eine aus mehreren Rudermaschinen gemäß Ansprüchen 1 oder 2 bestehende selbsttätige Steueranlage für Luftfahrzeuge, bei der die Rudermaschinen an eine gemeinsame Druckpumpe angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Rudermaschinen und somit zu den Schaltorganen durch ein gemeinsames, z. B. vom Flugzeugführersitz elektromagnetisch oder mechanisch zu betätigendes Ventil gesteuert oder geregelt wird.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenErgänzungsblatt zur Patentschrift 501 976 Klasse 62b Gruppe 16/02.Das Patent 601 976 ist durch, rechtskräftige Entscheidung des Reichspatentamts vom 2.November 1939 dadurch teilweise für nichtig erklärt, daß die Patentansprüche 1 und 2 gestrichen worden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES107194D DE601976C (de) | 1932-11-25 | 1932-11-25 | Fuer Luft- und Wasserfahrzeuge bestimmte Rudermaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES107194D DE601976C (de) | 1932-11-25 | 1932-11-25 | Fuer Luft- und Wasserfahrzeuge bestimmte Rudermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE601976C true DE601976C (de) | 1934-08-30 |
Family
ID=7527942
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES107194D Expired DE601976C (de) | 1932-11-25 | 1932-11-25 | Fuer Luft- und Wasserfahrzeuge bestimmte Rudermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE601976C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901501C (de) * | 1935-11-27 | 1954-01-11 | Jean Mercier | Durch Fluessigkeits- oder Luftdruck betriebene Steueranlage fuer Flugmaschinen |
-
1932
- 1932-11-25 DE DES107194D patent/DE601976C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901501C (de) * | 1935-11-27 | 1954-01-11 | Jean Mercier | Durch Fluessigkeits- oder Luftdruck betriebene Steueranlage fuer Flugmaschinen |
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