Einrichtungen zum unmittelbaren Einwikkeln von Leiterdrähten in die Nuten von Läufern
sind bekannt. Sie besitzen im allgemeinen Führungen, die mit dem senkrecht zu seiner
Längsachse kreisenden Läufer starr verbunden sind und die dafür sorgen, daß der Wickeldraht
zwangsläufig in die Nuten wandert und an den Stirnseiten des Läufers den vorstehenden
Wellenenden ausweichen kann. Für zweipolige Läufer arbeitet diese Einrichtung befriedigend,
weil je zwei der zu bewickelnden Nuten mehr oder weniger diametral zueinander
stehen. Bei vier- oder mehrpoligen Läufern entstehen erhebliche Schwierigkeiten;
vor allem dadurch, daß erstens die Drähte nur sehr schwer in die Nuten einzubringen sind,
zweitens die Nuten nicht voll bewickelt und drittens die an der Läuferstirnseite gewünschten
Wickelformen nur selten erhalten werden können. Dies ist dadurch bedingt, daß ζ. Β.
bei vierpoligen Läufern die zusammengehörigen Nutenpaare in einem Winkel von etwa 90° zueinander
liegen.
Die Erfindung betrifft eine zum Bewickeln von Läufern mehrpoliger elektrischer Maschinen
dienende Einrichtung, welche die Läuferwicklung mittels zwangsläufig gesteuerter Mittel
derart verlegt, daß die Nuten von innen nach außen allmählich und gleichmäßig satt mit den
Wickeldrähten angefüllt werden. Zu diesem Zweck wird entsprechend der Erfindung der
Draht durch zwei parallel zu den Nuten angeordnete Führungsflächen und durch zwei den
Stirnseiten des Läuferblechpaketes gegenüber angebrachte Führungsstücke in die zu bewickelnden
Nuten geleitet und auf den Grund der Nuten gezogen, wobei er infolge des beim Wickeln herrschenden Drahtzuges über die
Führungsflächen und Führungsstücke hinabgleitet. Die Führungsstücke sind mit mechanisch
gesteuerten Drahtgreifern versehen, die den Draht so lange fangen, bis er sich über die
ganze Nutenlänge in den Nutengrund gelegt hat und ihn im geeigneten Zeitpunkt wieder loslassen,
worauf er infolge des Zuges nachgezogen und auch außerhalb der Nuten am Wickelkopf angelegt wird. Durch die mehr
oder weniger gegen das Läuferzentrum vorgeschobene Lage der stirnseitig angeordneten
Führungsstücke wird auch die Lage der Drähte außerhalb der Nuten beeinflußt.Devices for directly wrapping conductor wires in the grooves of runners are known. They generally have guides that are rigidly connected to the rotor rotating perpendicular to its longitudinal axis and that ensure that the winding wire inevitably migrates into the grooves and can avoid the protruding shaft ends on the front sides of the rotor. This device works satisfactorily for two-pole rotors because two of the grooves to be wound are more or less diametrically opposed to one another. With four-pole or multi-pole rotors, considerable difficulties arise; mainly because, firstly, the wires are very difficult to insert into the grooves, secondly, the grooves are not fully wound and, thirdly, the winding shapes desired on the rotor end face can only rarely be obtained. This is due to the fact that ζ. Β. in the case of four-pole rotors, the associated pairs of slots are at an angle of approximately 90 ° to one another.
The invention relates to a device used for winding rotors of multi-pole electrical machines, which moves the rotor winding by means of positively controlled means in such a way that the grooves are gradually and evenly filled with the winding wires from the inside to the outside. For this purpose, according to the invention, the wire is guided into the grooves to be wound through two guide surfaces arranged parallel to the grooves and through two guide pieces attached opposite the end faces of the rotor core and pulled to the bottom of the grooves, whereby it overruns as a result of the wire tension prevailing during winding the guide surfaces and guide pieces slides down. The guide pieces are provided with mechanically controlled wire grippers that catch the wire until it has settled into the groove base over the entire length of the groove and then release it again at the appropriate time, whereupon it is pulled as a result of the pull and also placed outside the grooves on the winding head will. The position of the guide pieces arranged on the face side, which is more or less advanced towards the rotor center, also influences the position of the wires outside the grooves.
Die mit der neuen Einrichtung versehene Maschine hat gegenüber bekannten ähnlichen
Maschinen u. a. den Vorzug, daß sie vier- und mehrpolige Läufer genau so leicht und schnell
wie entsprechend dimensionierte zweipolige Läufer bewickelt. Weitere Vorteile der neuen
Maschine bestehen darin, daß die Drahtführungen nicht ständig dem sich gleichmäßig
vergrößernden Wickelkopf entsprechend verstellt werden müssen und daß nicht etwa für
jede Ankergröße besondere Werkzeuge hergestellt zu werden brauchen.The machine provided with the new device has similar features to known ones
Machines and others the advantage that they four-pole and multi-pole rotors just as easily and quickly
how appropriately dimensioned two-pole rotors are wound. Other advantages of the new
Machine consist in that the wire guides are not constantly moving evenly
enlarging winding head must be adjusted accordingly and that not for about
need special tools to be made for each anchor size.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt
einzelne Teile einer Maschine zum BewickelnAn embodiment of the invention is illustrated in the drawing. Fig. 1 shows
individual parts of a machine for winding
der Nuten eines Läufers im Aufriß und Fig. die gleichen Teile um 90 ° gedreht, soweit sie
nicht ruhend sind.the grooves of a runner in elevation and Fig. The same parts rotated by 90 °, as far as they
are not dormant.
In Fig. ι bedeutet 1 die Planscheibe der
Wickelmaschine, die in bekannter Weise gebaut und mit einer selbsttätigen Abstellvorrichtung
zum Stillsetzen der Maschine nach beendetem Wickelvorgang versehen sein kann. Auf der
Planscheibe 1 ist der Läufer 2 ebenfalls in bekannter Weise zwischen den Spitzen 3 senkrecht
zur Wickelmaschinenwelle 4 aufgespannt. Mit 5 sind zwei Führungsflächen bezeichnet,
über welche der auflaufende Wickeldraht 6 so lange gleitet, bis er die Öffnungen der zu bewickelnden
Nuten 7 erreicht hat, um dann in diese Nuten zu fallen. Diese leitschaufelartigen
Führungsfiächen 5 können derart verstellbar sein, daß sie zum Bewickeln von Läufern sowohl
mit geraden als auch mit schrägen Nuten passen. Das Festhalten des Läufers 2 während
des Wickelvorganges besorgt eine längliche Einstellschiene 8, die mit dem Leitkopf 9 und
dessen Spindel 10 drehfest gekuppelt ist, wobei das keilförmige Ende (Fig. 2, links) in die benachbarte
Läufernut 11 hineingreift. Die während des Wickelvorganges kreisende Planscheibe
ι dreht deshalb nicht nur den Läufer 2, sondern auch den Leitkopf 9 samt dessen
Spindel 10, die achszentrisch zur Wickelspindel 4 der Wickelmaschine liegt und reitstockartig
ausgebildet sein kann.In Fig. Ι 1 means the faceplate of the
Winding machine built in a known manner and with an automatic parking device
can be provided to stop the machine after the wrapping process has ended. On the
Faceplate 1, the rotor 2 is also perpendicular in a known manner between the tips 3
clamped to the winding machine shaft 4. With 5 two guide surfaces are designated,
over which the accumulating winding wire 6 slides until it reaches the openings of the to be wound
Grooves 7 has reached to then fall into these grooves. This vane-like
Guide surfaces 5 can be adjustable so that they can be used for winding runners
fit with straight and inclined grooves. Holding the runner 2 during
of the winding process worried an elongated adjustment rail 8, which with the guide head 9 and
whose spindle 10 is rotatably coupled, the wedge-shaped end (Fig. 2, left) in the adjacent
Runner groove 11 engages. The faceplate rotating during the winding process
ι therefore not only rotates the rotor 2, but also the guide head 9 together with it
Spindle 10, which is axially centered to the winding spindle 4 of the winding machine and like a tailstock
can be formed.
An den seitlichen Armen 12 des Leitkopfes 9 sitzen, den Stirnseiten des Läuferblechpaketes
gegenüber angeordnet, zwei zum Greifen des Wickeldrahtes 6 dienende Stücke 13, die erstens
um Achsen 14 um 90° drehbar, zweitens radial längs der in Haltern 15 vorgesehenen
Schlitze 16 verschiebbar und drittens achsparallel verschiebbar zur Läuferachse längs
der in den Armen 12 eingefrästen Schlitze 17 angeordnet sind. Die Drehung dieser Greifer 13
um die Achsen 14 wird durch Steuerstangen 18 so lange verhindert, bis letztere beim Gleiten
über die stillstehende Steuerscheibe 19 abwechslungsweise in eine nutenförmige Vertiefung
20 z. B. infolge Federkraft nach rechts • ausweichen können. Dadurch wird die Verriegelung
der Greifer 13 aufgehoben. Die Zeitdauer der Verriegelung und der Augenblick
g0 des Loslassens der Greifer 13 kann entsprechend
den jeweiligen Verhältnissen verschieden gewählt werden. Das Loslassen des Greifers 13
erfolgt dann, wenn der Draht 6 den richtigen Platz in der Läufernut 7 eingenommen hat.
Um dies zu erzielen, sind noch zwei weitere Drahtführungsstücke 21 vorgesehen, die mit
den Haltern 15 ein einziges Stück bilden und die den Draht 6 in die Nuten 7 drücken, sobald
er die Nutenöffnung erreicht hat. Auf diese Weise ist zugleich eine vollständige Füllung der
Nuten sichergestellt, und außerdem können diese Führungsstücke 21 dazu benutzt werden,
dem Wickelkopf eine gewünschte Form zu verleihen. Durch eine am nicht gezeichneten
Drahtabroller angebrachte Schwinge kann ferner erreicht werden, daß der Draht jeweils
nach dem Abspringen nachgezogen wird.Sitting on the side arms 12 of the guide head 9, arranged opposite the end faces of the laminated rotor core, are two pieces 13 serving to grip the winding wire 6, which are firstly rotatable about axes 14 by 90 °, secondly radially along the slots 16 provided in holders 15, and thirdly are arranged axially parallel to the rotor axis along the slots 17 milled into the arms 12. The rotation of this gripper 13 about the axes 14 is prevented by control rods 18 until the latter, when sliding over the stationary control disc 19 alternately in a groove-shaped recess 20 z. B. due to spring force to the right • can evade. As a result, the locking of the gripper 13 is released. The duration of the locking and the moment g 0 of releasing the gripper 13 can be selected differently according to the respective conditions. The gripper 13 is released when the wire 6 has taken the correct place in the runner groove 7. To achieve this, two further wire guide pieces 21 are provided which form a single piece with the holders 15 and which press the wire 6 into the grooves 7 as soon as it has reached the groove opening. In this way, complete filling of the grooves is ensured at the same time, and these guide pieces 21 can also be used to give the winding head a desired shape. A rocker attached to the wire dispenser (not shown) can also ensure that the wire is pulled back after it has jumped off.
Der Arbeitsvorgang ist kurz zusammengefaßt wie folgt: Angenommen, die Planscheibe 1
drehe sich in Richtung des Pfeiles 22, so wird auch der Läufer 2, das Kuppelstück 8, der
Leitkopf 9 und die Spindel 10 in der gleichen Richtung mitgedreht. Ebenso die am Leitkopf
9 befestigten Einzelteile, z. B. die Greiferstücke 13 und die Führungsstücke 21 für den
Wickeldraht 6. Letzterer gleitet zunächst an den beiden Leitschaufeln 5 abwärts bis zur
Öffnung der zu bewickelnden Nut 7, um anschließend von den Führungsstücken 21 auf
den Nutengrund gezogen bzw. gedrückt zu werden, und zwar fällt der Wickeldraht 6 gegen
die Stirnseite des Läufereisenpakets, sobald das nasenförmige Greiferstüek 13 um die Achse
14 um 90 ° umkippt. Dies ist dann der Fall, wenn die betreffende Steuerstange 18 in die
Führungsnut 20 der ruhenden Steuerscheibe 19 hineingleitet und somit das zugehörige Greiferstüek
13 freigibt. Sind dann die beiden Nuten 7 vollgewickelt, so setzt die nicht gezeichnete
Abstellvorrichtung die gesamte Wickelmaschine go
selbsttätig still. Der Keil 8 wird dann gelöst und der Läufer 2 für sich gedreht, um zwei
weitere Nuten in der beschriebenen Weise bewickeln zu können. Dieses Arbeitsspiel wiederholt
sich so lange, bis sämtliche Nuten vollgewickelt sind.The operation is briefly summarized as follows: Assuming that the face plate 1 rotates in the direction of arrow 22, the rotor 2, the coupling piece 8, the guide head 9 and the spindle 10 are also rotated in the same direction. Likewise, the items attached to the guide head 9, z. B. the gripper pieces 13 and the guide pieces 21 for the winding wire 6. The latter first slides on the two guide vanes 5 down to the opening of the groove 7 to be wound, in order to then be pulled or pressed by the guide pieces 21 onto the groove base, namely the winding wire 6 falls against the end face of the rotor core as soon as the nose-shaped gripper piece 13 tips over about the axis 14 by 90 °. This is the case when the relevant control rod 18 slides into the guide groove 20 of the stationary control disk 19 and thus releases the associated gripper piece 13. If the two grooves 7 are then fully wound, the storage device (not shown) automatically stops the entire winding machine go . The wedge 8 is then loosened and the rotor 2 rotated for itself in order to be able to wind two further grooves in the manner described. This work cycle is repeated until all the grooves are fully wound.