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Die
Erfindung betrifft ein Heimnetzwerk und die Herstellung von Verbindungen
zwischen Einrichtungen in diesem Netzwerk. Insbesondere betrifft
die Erfindung ein Netzwerk von mehreren Elektronikeinrichtungen
wie beispielsweise mit Digitaldatenbussen zusammengeschaltete Unterhaltungselektronik-Videoquellen-
und Videoanzeigeeinrichtungen.
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Hintergrund der Erfindung
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In
einem Heimnetzwerk können
Elektronikeinrichtungen wie beispielsweise Fernsehempfänger, Anzeigeeinrichtungen,
Videokassettenrecorder (VCR), Rundfunksatellitenempfänger (DBS – Direct
Broadcast Satellite) und Heimsteuerungseinrichtungen (z. B. ein
Sicherheitssystem oder eine Temperaturregeleinrichtung) über einen
Datenbus zusammengeschaltet sein. Kommunikation mit einem Datenbus
findet entsprechend einem Busprotokoll statt. Beispiele von Busprotokollen
umfassen den CEBus (Consumer Electronics Bus – Unterhaltungselektronikbus)
und den seriellen Hochleistungsbus IEEE 1394.
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Ein
Busprotokoll ermöglicht
typischerweise die Übermittlung
von sowohl Steuerinformationen als auch Daten.
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Ungleich
Analogverbindungen zwischen zwei Einrichtungen, bei denen die Verbindungsstrecke
selbst die Anfangs- und Endpunkte für eine Kommunikation zwischen
den Einrichtungen definiert, wird durch eine Digitalbusverbindung
zwischen Einrichtungen möglicherweise
nicht deutlich definiert, wie die Einrichtungen miteinander kommunizieren
sollen. Es ist daher notwendig, ausdrücklich einzustellen, welche
Einrichtungen miteinander kommunizieren sollen.
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Die
unter der Bezugsnummer
WO99/14946 veröffentlichte
internationale Patentanmeldung betrifft über einen Digitalbus, d. h.
den seriellen Bus IEEE 1394, verbundene Unterhaltungselektronikeinrichtungen. Durch
einen Benutzer über
eine Anzeigevorrichtung erteilte Fernsteuerungsbefehle werden der
gesteuerten Einrichtung über
den seriellen Bus weitergeleitet. Die Anzeigevorrichtung kann isochrone
Verbindungen aufbauen.
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Die
unter Bezugsnummer
EP1056021
A2 veröffentlichte
europäische
Patentanmeldung betrifft eine Elektronikeinrichtung zur Verwendung
mit einem durch einen Kommunikationsbus wie einen IEEE 1394-Bus verbundenen
Kommunikationssystem. Die jeweilige mit einem IEEE 1394-Bus verbundene
Einrichtung kann ein in einem RAM bereitgestelltes Register enthalten,
um damit einen Übertragungs-
oder Empfangs-Vorgabekanal einzustellen. Wenn bei der Übertragung
und dem Empfang benutzte Kanäle
nicht zu Beginn der Übertragung
eingestellt sind, dann kann der Vorgabekanal benutzt werden.
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Im
Stand der Technik ist der technische Artikel „Networking Home Entertainment
Devices with HAVi" (Lea
et al., IEEE Computer Society, 1. September 2000) bekannt. Mit HAVi
wird herstellerübergreifende
Interoperabilität
zwischen Unterhaltungselektronikeinrichtungen und Recheneinrichtungen
erleichtert und die Entwicklung verteilter Anwendungen auf Heimnetzwerke
vereinfacht. Die in diesem Artikel besprochene und erläuterte HAVi-Architektur
erleichtert auch die Innovation und Einführung neuer Merkmale oder Verfeinerungen. Von
LEA et al. wird nicht eine Senkenvorrichtung mit Mitteln zur automatischen
Herstellung bei Auswahl einer Funktion einer Quelleneinrichtung
durch den Benutzer über
eine Benutzeroberfläche
einer Verbindung zwischen der Datenquellenvorrichtung und der Datensenkenvorrichtung
gelehrt oder vorgeschlagen, wobei diese Datensenkeneinrichtung die
Vorgabe-Zieleinrichtung zur Kommunikation mit der Datenquelleneinrichtung wird.
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Die
US-Patentanmeldung Nr. US 2002/078259 offenbart ein Kommunikationssystem
mit einem HAVi-basierenden Heimnetzwerk und eine Ferneinrichtung
zum Kommunizieren mit einer Zwischeneinrichtung des Heimnetzwerks über das
Internet. Von dieser US-Patentanmeldung wird nicht eine Senkeneinrichtung
mit Mitteln zum automatischen Herstellen bei Auswahl einer Funktion
einer Quelleneinrichtung durch den Benutzer über eine Benutzeroberfläche einer
Verbindung zwischen der Datenquelleneinrichtung und der Datensenkeneinrichtung
gelehrt oder vorgeschlagen, wobei die Datensenkeneinrichtung die
Vorgabe-Zieleinrichtung zur Kommunikation mit der Daten-Quelleneinrichtung
wird.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft eine Senkeneinrichtung zur Verbindung mit einem
digitalen Netzwerk, umfassend:
Mittel zum Anzeigen einer Benutzeroberfläche zum
Steuern einer mit dem Netzwerk verbundenen Datenquelleneinrichtung;
gekennzeichnet
durch
Mittel zum Steuern der Netzwerkbetriebsmittelzuteilung
und zum automatischen Herstellen einer Verbindung zwischen der Datenquelleneinrichtung
und der Datensenkeneinrichtung als Vorgabe-Zieleinrichtung der Verbindung
bei Auswahl einer Funktion der Quelleneinrichtung durch den Benutzer über die
Benutzeroberfläche, wobei
die Senkeneinrichtung Wiedergabefähigkeit der Daten der Quelleneinrichtung
aufweist.
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Die
Senkeneinrichtung wird zum Vorgabeziel der Daten der Quelleneinrichtung
sobald wie die Quelleneinrichtung über die Benutzeroberfläche der
Senkeneinrichtung ausgewählt
wird. Damit muß der
Benutzer nicht ausdrücklich
die von ihm betrachtete Anzeigevorrichtung als die Senkeneinrichtung
für die
zu übertragenden
Daten auswählen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist die Verbindung eine isochrone Übertragungsverbindung, die
Zuteilung eines Kanals und von Bandbreite umfaßt.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung wird von den Steuermitteln der Senkeneinrichtung eine Prüfung auf
eine bestehende Verbindung von der Quelleneinrichtung zu einer anderen
Senkeneinrichtung ausgeführt
und im affirmativen Fall nicht automatisch die Verbindung zwischen
der Quelleneinrichtung und der Senkeneinrichtung hergestellt.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung ist die ausgewählte
Funktion eine Wiedergabefunktion.
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Dies
ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Quelleneinrichtung eine
Speichereinrichtung ist, die Wiedergabesteuerung durch Start-/Stopp-Regler
erfordert. In der Tat ist es in einem solchen Fall nicht notwendig, eine Verbindung
vor Beginn der eigentlichen Wiedergabe aufzubauen (anstatt die Verbindung
früher
aufzubauen, beispielsweise wenn die Quelleneinrichtung über die
Benutzeroberfläche
ausgewählt
wird).
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Nach
einer Ausführungsform
ist die Funktion eine Auswahlfunktion der Quelleneinrichtung. Dieser
Fall ist mehr für
Einrichtungen geeignet, die der fortlaufenden Ausgabe von Daten
fähig sind,
wie beispielsweise ein Tuner.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
die Senkeneinrichtung weiterhin Speicher zum Speichern von aus der
Quelleneinrichtung heruntergeladener Software, wobei die Software
dafür ausgelegt ist,
die automatische Herstellung der Verbindung zwischen der Quelleneinrichtung
und der Senkeneinrichtung zu steuern, und wobei die Benutzeroberfläche aus
der Software abgeleitet wird.
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Infolgedessen
wird es leicht, den Verbindungsaufbauvorgang an die Einrichtungsart
anzupassen, da unterschiedliche Einrichtungen unterschiedliche Software
enthalten können.
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Auch
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufbauen einer Datenstromverbindung
in einem digitalen Netzwerk mit einer Quelleneinrichtung und einer
Senkeneinrichtung, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:
- – Ausführen einer
Benutzeroberfläche
auf der Senkeneinrichtung;
- – Auswählen einer
Funktion der Quelleneinrichtung durch die Benutzeroberfläche;
gekennzeichnet
durch den folgenden Schritt:
automatisches Herstellen einer
Verbindung für
eine Datenübertragung
von der Datenquelleneinrichtung zu der Datensenkeneinrichtung als
Vorgabe-Zieleinrichtung der Verbindung, wobei die Senkeneinrichtung
Wiedergabefähigkeit
der Daten der Quelleneinrichtung aufweist.
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Auch
betrifft die Erfindung eine Datenquelleneinrichtung zur Verbindung
mit einem Kommunikationsnetzwerk mit mindestens einer Senkeneinrichtung,
wobei die Quelleneinrichtung Software zum Herunterladen durch eine
Senkeneinrichtung umfaßt,
wobei die Software Steuerfunktionen der Datenquelleneinrichtung
zum Zugriff durch einen Benutzer über die Senkeneinrichtung bereitstellt,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Software an die Steuerung zur automatischen Herstellung bei Auswahl
einer Datenwiedergabefunktion durch einen Benutzer einer Verbindung
zur Übertragung
von Daten von der Datenquelleneinrichtung zur Senkeneinrichtung
geeignet ist, auf der die Wiedergabefunktion ausgewählt wurde.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Es
wird nunmehr eine nicht beschränkende
Ausführungsform
der Erfindung ausführlicher
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in
denen
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1 eine
schematische Darstellung eines digitalen Heimnetzwerks gemäß der Ausführungsform
enthält;
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2 ein
Flußdiagramm
eines Vorgangs zum Einstellen einer Datenflußverbindung gemäß der Ausführungsform
enthält.
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Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
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Ein
Beispiel eines Heimnetzwerks, in dem die Einrichtungen über einen
digitalen IEEE 1394-Bus verbunden sind, ist in der digitalen AV-Vernetzungsinitiative
HAVi beschrieben. HAVi ist ein Industriestandard, der eine Heimvernetzungssoftwarespezifikation
für nahtlose
Interoperabilität
unter Heimelektronik-Unterhaltungseinrichtungen,
hauptsächlich
digitalen Audio- und
Videoeinrichtungen bereitstellt. HAVi definiert eine betriebssystemneutrale
Middleware, die mehrdirektionale AV-Ströme,
Ereignisaufstellungen und Registrierdatenbänke verwaltet. Weiterhin bietet
HAVi Anwendungsprogrammierschnittstellen (API – Application Programming Interfaces)
zur Erstellung von Softwareanwendungen.
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Bei
Zufügung
jeder Einrichtung und ihrer Verbindung mit einem HAVi-Netzwerksystem
wird sie automatisch vom System registriert, so daß andere
Einrichtungen Kenntnis über
ihre Fähigkeiten
besitzen. Eine neu verbundene Einrichtung kann eine graphische Benutzeroberfläche (GUI – Graphical
User Interface) mittels eines Havlet bereitstellen, d. h. eines
Codemoduls, das von der neu verbundenen Einrichtung durch bereits am
Netzwerk angeschlossene Einrichtungen heruntergeladen wird. Genauer
gesagt kann eine neu verbundene Einrichtung durch jede andere angeschlossene
Einrichtung gesteuert werden, die das Havlet ausführt und möglicherweise
eine entsprechende GUI anzeigt.
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Als
Beispiel kann ein neu verbundener DVCR ein Havlet auf einem Netzwerk
bereitstellen, das einen DTV umfaßt. Nach automatischer Registrierung
des DVCR im HAVi-Netzwerksystem kann der DVCR auf dem Bildschirm
des DTV ausgewählt
werden. Danach wird das Havlet des DVCR zum DTV heruntergeladen.
Die Ausführung
des Havlet bewirkt die Anzeige der entsprechenden GUI auf dem Bildschirm
des DTV. Die GUI bietet Möglichkeiten
zur Steuerung der Funktionsweise des DVCR. Der Benutzer kann beispielsweise über die GUI
auswählen,
durch den DVCR verfügbare
Videoinformationen wiederzugeben.
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Vom
Havlet auf dem DTV wird zuerst auf das Bestehen einer isochronen
Verbindung zwischen dem DVCR und einer anderen Ziel-/Senkeneinrichtung
als dem DTV geprüft.
Wenn eine solche Verbindung besteht, dann wird keine weitere isochrone
Verbindung automatisch aufgebaut. Übertragung über den bestehenden Kanal und
Wiedergabe auf der Senkeneinrichtung kann beginnen.
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Zur
Wiedergabe von Videoinformationen vom DVCR überprüft das Havlet auf dem DTV,
ob zwischen dem DVCR und dem DTV ein isochroner Datenfluß besteht.
Wenn dies der Fall ist, beginnt die Wiedergabe.
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Sollte
kein isochroner Datenfluß zwischen
den beiden Einrichtungen aufgebaut sein, benutzt das Havlet einen
Strommanager des DTV, der Steuerinformationen zum DVCR sendet, um
eine isochrone Datenflußverbindung
zwischen ihnen herzustellen. Vom Strommanager wird Zuteilung eines
isochronen Kanals und entsprechender Bandbreite angefordert und
dann das betroffene Ausgangsstecker-Steuerregister des DVCR durch
asynchrone Transaktionen auf dem seriellen IEEE 1394-Bus abgeändert. Vom
Strommanager wird dadurch ein oPCR des DVCR zum Übertragen über einen bestimmten Kanal
und ein iPCR des DTV zum Empfangen über dem bestimmten Kanal gesetzt.
Auch werden vom Strommanager jeweilige DCM des DVCR und des DTV
angewiesen, die internen Verbindungen in diesen Einrichtungen aufzubauen,
zwischen den obenerwähnten
Steckern und den FCM der Einrichtungen. Sobald die isochrone Verbindung
besteht, beginnt die Wiedergabe.
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Es
ist beschrieben worden, wie ein isochroner Datenfluß zwischen
einer zu steuernden Einrichtung automatisch herzustellen ist, und
zwischen einer Einrichtung, die heruntergeladen hat und das Havlet
von der zu steuernden Einrichtung aus ausführt. Durch den beschriebenen
Vorgang wird sichergestellt, daß die
das Havlet ausführende
Einrichtung als Vorgabeeinrichtung zur Kommunikation mit der das
Havlet ausgebenden Einrichtung betrachtet wird, in Abwesenheit jeder
gegenteiligen Anzeige. Man beachte, daß die Vorgabe-Wiedergabeeinrichtung
im Havlet nicht vordefiniert ist; sie ist die das Havlet ausführende Einrichtung.
Durch den Vorgang erübrigt
sich die Notwendigkeit, einen isochronen Datenfluß zwischen
Einrichtungen von Hand aufzubauen. Auch kann der Vorgang eine anfängliche
Vorgabeeinstellung der Einrichtungen zum Benutzen eines Vorgabe-Kommunikationskanals übersteuern,
wobei die anfänglichen
Vorgabeeinstellungen vor Verbindung der betroffenen Einrichtung
mit dem Netzwerk bestehen.
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Weiterhin
ist die Verwendung eines Havlets zum Erzeugen einer GUI beschrieben
worden, die Möglichkeiten
zum Steuern der Funktionsweise des DVCR bietet.
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Als
Alternative könnte
eine im DTV enthaltene proprietäre
GUI ähnliche
Möglichkeiten
zum Steuern der Funktionsweise des DVCR bieten. In diesem Fall wird
kein Havlet zum DTV heruntergeladen. Die Havlet-Lösung ist
jedoch bevorzugt: da das Havlet selbst die Kontrolle über die
Herstellung der Verbindung zwischen der Quelleneinrichtung und der
Anzeigeeinrichtung besitzt, ist es möglich, das Verhalten für jede einzelne
Quelleneinrichtung anzupassen. D. h. ein DVCR kann ein Havlet umfassen,
das die Verbindung automatisch erstellt, während ein zweiter DVCR ein
Havlet umfassen kann, das die Verbindung nicht erstellt.
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Weiterhin
ist die Erfindung auf andere Umgebungen als HAVi anwendbar: andere
herunterladbare ausführbare
Programme als ein Havlet können ähnliche
Funktionen in diesen Umgebungen ausführen.
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Bezugnehmend
auf 1 umfaßt
eine schematische Darstellung eines digitalen Heimnetzwerks 100 einen
Digitalbus 101, mit dem eine Unterhaltungselektronikeinrichtung
A (CED-A – Consumer
Electronic Device) verbunden ist. Die CED-A kann Audio- und Video-Informationen
wie beispielsweise Filme oder Tonaufzeichnungen wiedergeben. Sie
umfaßt
eine Anzeige 102 und einen Speicher 103 unter
der Steuerung eines Mikroprozessors 104. Auf dem Mikroprozessor 104 laufen
im Speicher 103 gespeicherte Programme ab. CED-A ist beispielsweise
ein digitaler Fernseher (DTV). CED-B ist eine Speichereinrichtung
mit Wiedergabefähigkeiten
wie beispielsweise ein digitaler Videokassettenrekorder (DVCR).
Er umfaßt
ein Havlet 105 in einem (nicht dargestellten) Speicher,
der für
andere Einrichtungen des Netzwerks zugänglich ist.
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Bezug
nehmend auf 2 zeigt ein Flußdiagramm
die Herstellung einer Vorgabe-Verbindung zwischen CED-A und CED-B.
Nach Anschließen
von CED-B an den digitalen Datenbus werden Ereignisnachrichten zur
Ankündigung
der neuen Softwareelemente (z. B. Funktionskomponentenmodulen) der
neuen Einrichtung erzeugt. CED-A besitzt nunmehr die Kenntnis, daß die Einrichtung
CED-B an das Netzwerk angeschlossen ist und macht dem Benutzer seine
Verfügbarkeit
durch Anzeigen von CED-B in einer Liste auf dem TV-Bildschirm bekannt
(Box 202). Ein CED-B anwählender Benutzer (Box 203)
veranlaßt,
daß CED-A
ein Havlet 205 von CED-B herunterladet. Genauer gesagt
sendet CED-A eine Anforderung (Box 206 und 207)
zu CED-B, das als Antwort das Havlet 205 zurücksendet
(Box 208). Das Havlet 205 wird von CED-A empfangen
und verarbeitet (Box 209). Die Verarbeitung von Havlet 205 ergibt
die Anzeige einer graphischen Benutzeroberfläche für CED-B durch CED-A (Box 210 und 211).
Die GUI ermöglicht
Zugang zu durch CED-B angebotenen Diensten durch Herstellung einer
Anzeige von dem Benutzer an CED-A verfügbaren Steuerfunktionen. Der
Benutzer kann daher Steuersignale von CED-A zu CED-B zum Steuern
beispielsweise des Abspielens von AV-Daten senden.
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Auf
der GUI 211 wird eine Benutzeranweisung 212 zum
Abspielen von AV-Daten von CED-B ausgewählt. Die Anweisung wird von
CED-A verarbeitet (Box 213), und es wird die notwendige
Handlung zur Herstellung einer Datenflußverbindung mit CED-B durch
Senden von Steuerdaten 215 zu CED-B unternommen (Box 214).
In CED-A und CED-B werden zweckentsprechend Verbindungsparameter
zur Herstellung der erforderlichen Verbindung durch CED-A gesetzt
(Box 216). Sobald die Datenflußverbindung hergestellt ist,
wird die Benutzeranweisung als Abspielanweisung 218, die
in einem von CED-B benutzbarem Format ist (d. h. einem zutreffenden
API-Verfahrensaufruf), zum CED-B weitergeleitet (Box 217).
Die Abspielanweisung 218 wird von CED-B empfangen und verarbeitet
(Box 219), das wiederum angeforderte AV-Daten 221 ausgibt
(Box 220). Vom CED-A werden die AV-Daten zur Wiedergabe
verarbeitet (Box 222) und AV-Ausgabe 223 erzeugt.
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Wenn
daher CED-B an das digitale Heimnetzwerk angeschlossen ist und über eine
von CED-A angezeigte GUI eine Datenwiedergabefunktion vom CED-B
ausgewählt
wird, wird jede AV-Ausgabe von CED-B automatisch zur Wiedergabe
zu CED-A geleitet.
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Es
ist die automatische Herstellung einer Datenflußverbindung nach erteilter
Anweisung zum Abspielen von AV-Daten von CED-B beschrieben worden.
Als alternative Ausführungsform
der Erfindung kann der Datenfluß durchaus
vor Abgabe einer Anweisung zum Abspielen von AV-Daten hergestellt
werden. In diesem Fall wird die Verbindung automatisch als Ergebnis
der Verarbeitung des Havlets von CED-B in CED-A hergestellt. Man
beachte, daß diese
alternative Ausführungsform
mehr für
Funktionskomponentenmoduln geeignet ist, die kein Merkmalwiedergabe-Beginn/-Stopp
aufweisen, wie beispielsweise einen Tuner. Für ein Funktionskomponentenmodul
mit dem Merkmal Start-/Stopp sollte Reservierung nur bei Erfordernis
geschehen (z. B. wenn Wiedergabe eines AV-Programms angefordert
wird), um die unnötige
Bindung der begrenzten isochronen Betriebsmittel zu vermeiden. Ein
reservierter Kanal und seine zugehörige Bandbreite kann nicht
neu zugeteilt werden, bis sie freigegeben sind, selbst wenn die
Bandbreite überhaupt
nicht oder nicht vollständig
benutzt wird. Bei einem Tuner genügt die Auswahl der entsprechenden Einrichtung
(bzw. das Starten des entsprechenden Havlets) zum Auslösen des
automatischen Kanalaufbaus, da vom Benutzer kein weiterer Befehl zum
Starten der Datenübertragung
zu erteilen ist.
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Die
Tatsache, daß die
Auslösung
der automatischen Verbindung durch das Havlet gesteuert wird, ist wiederum
ein vorteilhaftes Merkmal in einem solchen Fall.
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Das
Verhalten bezüglich
einer Tunereinrichtung im Vergleich zu einer DVCR-Einrichtung ist
dann folgendes:
- (a) es besteht keine Verbindung
mit der Anzeigevorrichtung (z. B. dem DTV)
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Wenn
der Benutzer den Tuner anwählt,
wird eine Verbindung vom Tuner zur Anzeigevorrichtung erstellt.
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Wenn
der Benutzer Wiedergabe des DVCR aktiviert, wird eine Verbindung
vom DVCR zur Anzeigevorrichtung erstellt.
- (b)
Es besteht eine Verbindung zwischen der Tunereinrichtung und der
Anzeigeeinrichtung
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Wenn
der Benutzer den Tuner anwählt,
braucht keine weitere Verbindung erstellt zu werden.
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Wenn
der Benutzer Wiedergabe des DVCR aktiviert, zeigt die Anzeigevorrichtung
das Bestehen der Verbindung mit dem Tuner an und fragt den Benutzer,
ob er die bestehende Verbindung löschen möchte. Wenn der Benutzer zustimmt,
wird die bestehende Verbindung gelöscht und eine neue Verbindung vom
DVCR zur Anzeigevorrichtung hergestellt (und Wiedergabe begonnen).
- (c) Es besteht eine Verbindung zwischen der
DVCR-Einrichtung
und der Anzeigeeinrichtung
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Wenn
der Benutzer den Tuner wählt,
zeigt die Anzeigeeinrichtung das Bestehen der Verbindung mit dem
DVCR an und fragt den Benutzer, ob er die bestehende Verbindung
zu löschen
wünscht.
Wenn der Benutzer zustimmt, wird die bestehende Verbindung gelöscht und
es wird eine neue Verbindung vom Tuner zur Anzeigeeinrichtung hergestellt.
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Wenn
der Benutzer Wiedergabe des DVCR aktiviert, braucht keine weitere
Verbindung erstellt zu werden.
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Wenn
der Benutzer die Stoppfunktion des DVCR aktiviert, wird der DVCR
vom DTV abgetrennt.
- (d) Es besteht eine Verbindung
zwischen einer weiteren Einrichtung und der Anzeigeeinrichtung
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Wenn
der Benutzer den Tuner wählt,
zeigt die Anzeigeeinrichtung das Bestehen der Verbindung mit der
weiteren Einrichtung an und fragt den Benutzer, ob die weitere Einrichtung
abgetrennt werden soll. Wenn der Benutzer zustimmt, dann wird die
bestehende Verbindung gelöscht
und eine neue Verbindung zwischen dem Tuner und der Anzeigeeinrichtung
hergestellt.
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Wenn
der Benutzer die Wiedergabefunktion der DVCR-Einrichtung aktiviert, zeigt die Anzeigeeinrichtung
das Bestehen der Verbindung mit der weiteren Einrichtung an und fragt
den Benutzer, ob die weitere Einrichtung abgetrennt werden soll.
Wenn der Benutzer zustimmt, dann wird die bestehende Verbindung
gelöscht und
eine neue Verbindung zwischen dem DVCR und der Anzeigeeinrichtung
hergestellt.
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Die
einzigen vom Benutzer durchgeführten
Aufgaben sind die Wahl einer Funktion (Tunerauswahl, Wiedergabe
...) und, wenn nötig,
die Bestätigung
der Löschung
eines Stroms.
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Das
in bezug auf 2 beschriebene Beispiel bedient
sich spezifisch eines vom CED-B heruntergeladenen Havlets zum Anzeigen
einer GUI an CED-A. Als Alternative kann durchaus eine GUI durch
Ausführen von
spezifischer Software im CED-A anstatt des Havlets erstellt werden.
Die spezifische Software kann beispielsweise von einem Hersteller
von CED-A geliefert werden und dafür ausgelegt sein, Funktionen
von mit dem digitalen Netzwerk verbundenen Einrichtungen zur Verfügung zu
stellen. Von der spezifischen Software werden die Funktionen von
CED-B zur Verfügung
gestellt, sobald CED-B bei CED-A registriert ist. Im Fall der Ausführung der
spezifischen Software anstatt des Havlets bleibt das Verfahren zum
Herstellen einer Vorgabe-Datenflußverbindung dem in bezug auf 2 beschriebenen
Verfahren ähnlich.
Es ist möglich,
das Verhalten der Software gemäß der Quellenart
anzupassen.
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Wieder
auf 1 Bezug nehmend ist eine weitere Einrichtung CED-C
mit dem digitalen Heimnetzwerk verbunden. CED-C ist auf die Wiedergabe
von Audiodaten spezialisiert. Es kann ein ähnlicher Vorgang wie zu vor
für CED-B
beschrieben zur Herstellung einer Vorgabe-Datenflußverbindung zwischen CED-C
und CED-A angewandt werden, um CED-A zur Wiedergabe von Audio-Daten
zu benutzen, wenn die Wiedergabefunktion von CED-C aktiviert ist.
In diesem Fall registriert sich CED-C bei CED-A und ein Benutzer
kann CED-C auf der Anzeige von CED-A anwählen. Es wird ein Havlet von
CED-C zu CED-A heruntergeladen und eine GUI angezeigt. Über diese
GUI kann der Benutzer Funktionen von CED-C anwählen. Jede Ausgabe von CED-C
wird automatisch über
die Vorgabe-Datenflußverbindung
zur Audiowiedergabe in CED-A geleitet, da die Benutzerauswahl durch
CED-A getroffen wurde, die auch die Wiedergabe- oder Anzeigefähigkeit
aufweist. Im gegenwärtigen
Fall können
die gleichen Prüfungen
auf vorbestehende Verbindungen zutreffen.
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Zur
Erweiterung des digitalen Heimnetzwerks kann eine wahlfreie Einrichtung
CED-D mit dem digitalen Datenbus 101 verbunden sein. Die
CED-D ist auf HI-FI-Tonwiedergabe spezialisiert.
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Wenn
CED-C angeschlossen ist, kann eine Vorgabe-Datenflußverbindung
zwischen CED-C und CED-D zur Wiedergabe von Audiodaten hergestellt
werden. Die Datenflußverbindung
wird für
den Fall hergestellt, daß der
Benutzer eine Funktion von CED-D über eine zutreffende Benutzeroberfläche an CED-D
auswählt.
Die Benutzeroberfläche
kann das Ergebnis des Herunterladens und Verarbeitens eines Havlets
von CED-C auf dem CED-D sein. Als Alternative kann CED-D eine weitere
Benutzeroberfläche
ausführen,
beispielsweise eine standardisierte Benutzeroberfläche des
CED-D-Herstellers, die Funktionen von CED-C ohne Herunterladen eines
Havlets zur Verfügung
stellt.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung wird offenbart, wenn eine zweite
AV-Wiedergabeeinrichtung CED-AA mit dem digitalen Heimnetzwerk verbunden
wird (in 1 nicht gezeigt) und sich CED-AA
in einem anderen Raum des Heims als CED-A befindet. In diesem Fall
ist CED-B ebenfalls CED-AA
bekannt und kann daher von einem Benutzer von CED-AA ausgewählt werden.
Bei Auswahl wird das CED-B-Havlet zu CED-AA heruntergeladen, um
eine GUI zu erzeugen. Vom Benutzer wird über die GUI eine Spielanweisung
gesendet, und es wird eine Vorgabe-Datenflußverbindung zwischen CED-B
und CED-AA hergestellt.
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Es
wird daher stets eine Vorgabe-Datenverbindung zwischen der vom Benutzer
benutzten Wiedergabeeinrichtung und der CED-B-Einrichtung automatisch
hergestellt. Vom Benutzer können
Funktionen von CED-B auf jeder Wiedergabeeinrichtung ausgewählt werden,
beispielsweise auf einer beliebigen einer Mehrzahl von Einrichtungen
in verschiedenen Räumen
eines Heims ohne ausdrücklichen
Aufbau einer Datenverbindung. Das letztere wird wie beschrieben
automatisch von der Erfindung gelöst. Die Ausgabe von CED-B wird
auf der gegenwärtig
vom Benutzer benutzten Einrichtung wiedergegeben.
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Während die
hier beschriebenen Beispiele über
den IEEE 1394-Bus verbundene Elektronikeinrichtungen betreffen,
ist die Erfindung auf ähnliche
Weise auf Elektronikeinrichtungen anwendbar, die in einem über eine
andere Art von Kommunikationsbus verbundenen System benutzt werden.
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Während in
der Ausführungsform
hauptsächlich
Wiedergabefunktionen beschrieben worden sind, ist die Erfindung
nicht auf solche Funktionen begrenzt. Sollte ein Benutzer wünschen,
einen Strom auf einer Aufzeichnungseinrichtung aufzuzeichnen (wie
beispielsweise dem obenerwähnten
DVCR), kann er automatische Verbindung der Stromquelle mit der Anzeigevorrichtung
erreichen, um überprüfen zu können, was
aufgezeichnet wird. Ähnliche
Bedingungen betreffs einer vorbestehenden Verbindung sind anwendbar.
Die Verbindung zwischen der Quelleneinrichtung und der Aufzeichnungseinrichtung
kann über
andere Mittel hergestellt werden (z. B. durch Auswählen des
DVCR als Ziel über
die Benutzeroberfläche).
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Schlüssel
zu den Figuren
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2
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- User → Benutzer
- 200 → Register
zu Netzwerk
- 201 → Registrierungs-Info
- 202 → Verfügbarkeit
von CED-B anzeigen
- 203 → CED-B
auswählen
- 206 → CED-B-Havlet
herunterladen
- 207 → anfordern
- 208 → Havlet übergeben
- 209 → Havlet
empfangen und verarbeiten
- 210 → GUI
anzeigen
- 212 → Abspielen
von CED-B wählen
- 213 → Abspielanweisung
des Benutzers verarbeiten
- 214 → Flußverbindung
mit CED-B herstellen
- 215 → Steuerdaten
- 216 → Vorgabeverbindung
zu CED-A setzen
- 217 → CED-B
abspielen
- 218 → Abspielanweisung
- 219 → Abspielen
empfangen und verarbeiten
- 220 → AV
zu CED-A ausgeben
- 222 → AV-Daten
wiedergeben
- 223 → Audio/Video-Anzeige