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Die
Erfindung betrifft ein AV-Bündel
für ein Service-Gateway-Framework,
ein Service-Gateway-Framework und im Speziellen ein Service-Gateway-Framework nach dem
OSGi (Open Services Gateway Initiative) Standard sowie ein Verfahren zum
Steuern von Geräten
eines lokalen Gerätenetzes,
wobei das lokale Gerätenetz
mit einem Service-Gateway-Framework verbunden ist.
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Die
gegenwärtige
Vision eines Heimnetzes ist ein Netz bestehend aus AV-Geräten wie
Fernseher, Tuner, Videorekorder und IT Geräten wie PCs, PDAs und Mobiltelefonen.
(In der folgenden Beschreibung steht der Ausdruck „AV" für „Audio/Video"). Zum Aufbau eines
Netzes können
all diese Geräte
miteinander über
verschiedene Medien wie i.LINK, Ethernet, Wireless, u.s.w. verbunden
werden.
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Bisher
wurden große
Anstrengungen unternommen Heimnetz-Middlewares zu entwickeln, die elementare
Funktionen der Heimnetzgerätesteuerung
und Verarbeitung implementieren. Beispiele hierfür sind AV/C (Audio/Video-Control), Jini, HAVi (Home
Audio/Video Interoperability) oder UPnP (Unified Plug'n Play) wobei UPnP,
AV/C und HAVi eine gerätespezifische
Steuerung angeben.
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AV/C
(Audio/Video-Control) ist ein bekannter Middlewarestandard für AV Geräte. Die
Nachrichten und Instruktionen des AV/C Protokolls sind maschinenorientiert.
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UPnP
(Unified Plug'n
Play) ist ein Middlewarestandard zum Bereitstellen von Netzfunktionalität für AV-Geräte. Schnittstellen
von AV-Geräten
werden definiert und darüber
hinaus ist eine AV-Gerätehandhabung
auf niedrigem Level möglich.
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HAVi
(Home Audio/Video Interoperability) ist ein weiterer Middlewarestandard
für den
Zugang zu AV-Geräten
und zum Bereitstellen von Netzfunktionalität. Verschiedene Typen von AV-Geräten, die Schnittstellendefinition
der AV-Geräte
und Verfahren zur Handhabung der AV-Geräte werden spezifiziert.
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Middleware
ermöglicht
APIs den Zugang zu Funktionalität
von Heimnetzgeräten
und die Steuerung des Austauschs von inhaltsbezogenen Daten (z.
B. Inhaltsströmen).
Wie oben erwähnt
sind diese APIs feinkörnig
und auf Geräte
bezogen.
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Steuerung
von AV-Geräten
innerhalb eines Heimnetzes und Programmieren dieser Geräte ist somit
eine sehr aufwändige
Aufgabe, da sehr viele verschiedene Middlewarestandards vorhanden
sind. Um einen Datenstrom zwischen AV Geräten aufzubauen, der verschiedene
Middlewarestandards erfüllt,
müssen
zwei verschiedene Reihen von Instruktionen eingesetzt werden.
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In
der
EP 01 128 163 „Method
for serving User Requests with respect to a Network of Devices", eingereicht vom
Anmelder dieser Anmeldung, wird beschrieben wie eine Sequenz von
Aktionen hinsichtlich eines bestimmten definierten Service erzeugt
werden kann.
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Ein
zweiter Zugang wird in der EP-A-02 007 765.7 „Management and control of
networked audio-video devices" beschrieben,
die ebenso vom Anmelder der Erfindung eingereicht wurde. Gemäß diesem
Verfahren wird die Aufgabe des Übertragens
einer Nutzereingabe in eine Sequenz von Middlewareinstruktionen
durch einen Vorgang eines funktionellen Moduls erfüllt, der
lediglich für
diese Aufgabe erzeugt wird. Der Vorgang dieses funktionellen Moduls schließt die Realisierung
von bestimmten definierten Services ein und realisiert diesen Service
autonom. Die Lebensdauer des Vorgangs ist stark an die Aufgabe angelehnt:
sobald die Aufgabe erfüllt
ist ist die Lebensdauer des entsprechenden Vorgangs beendet.
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Die
Internationale Anmeldung WO-A-02/05118 „Method and System for Controlling and
Coordinating Devices and Appliances, such as from a Central Portal
and via a Wide Area Communication Network" beschreibt ein zentrales Portal zur Koordination
und Steuerung von Geräten
an Client-Standorten
basierend etwa auf bestimmten Zeitvorgaben oder Anforderungen von
Nutzern oder Serviceanbietern. Das zentrale Portal enthält einen
oder mehrere Serverrechner, die ein mit einem Client-Standort verbundenes
Ereignis erhalten. Das zentrale Portal identifiziert den Client-Standort
aus dem empfangenen Ereignis und stellt eine Aufzeichnung oder weitere
mit einem Client-Standort verbundene Daten her. Das zentrale Portal
stellt eine Kommandosequenz basierend auf dem empfangenen Ereignis
und der abgeleiteten Aufzeichnung her und stellt über ein
Netz eine ausführbare
Kommandosequenz an ein Gerät
am Client-Standort zur Steuerung des Geräts am Client-Standort bereit.
Das zentrale Portal löst
jegliche Konflikte und führt
jegliche notwendige Datentransformationen durch.
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In
dem Artikel „From
proven office technologies to intelligent multimedia home" von C. Gran et al.,
Multimedia and EXPO, 2000, ICME 2000, 2000 IEEE International Conference
on New York, NY, USA 30. Juli bis 02. August 2000, Piscataway, NJ, USA,
IEEE, USA, 30 Juli 2000, Seiten 1225 bis 1228 werden Internetservices
und Netztechnologien diskutiert, die eine hohe Bandbreite für Audio/Visuelle
Services in zukünftigen
Heimumgebungen bereitstellen. Im Besonderen werden die Standards
HAVi, Jini und Home API eingeführt
und verglichen um herauszufinden, ob diese als Basis für eine bekannte
Heimnetzarchitektur dienen können.
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Entsprechend
der Internationalen Anmeldung WO-A-01/91434 „Service Management in Home
Environment" wird
ein intelligentes Informations-gateway zum Einrichten der Kommunikation
mit dem Heimnetz angeordnet um die Dienste zu und von als auch innerhalb
des Heimnetzes zu übertragen
und eine Plattform für,
zu und von als auch innerhalb der Heimnetz-Kommunikationsservices zu erzeugen.
Um in einem derartigen Kommunikationssystem Services zu handhaben
und zu verwenden, die über
ein öffentliches
Netz in einem Heimnetz mit wenigstens einem Nutzeranschluss zugängig sind wird
ein Service-Broker oder Serviceanbieter von dem Nutzer über das
Informationsgateway kontaktiert.
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In
US 2001/0032273 A1, „Architecture
of a Bridge between Non-IP Network and the Web" werden dünne Klebschichten beschrieben,
wobei die dünnen
Klebschichten ein Nicht-IP Netz und das Internet-Web überbrücken. In
beiden Netzen vorhandene Services werden unmittelbar genutzt falls
praktikabel um dadurch Einfachheit und Effizienz zu erzielen. Eine
Nicht-IP-spezifische
Anwendung kann eine Nicht-IP API zum Zugang von Internetservices nutzen
und ein IP-basierter Internetbrowser kann in HTTP, XML, Java codierte
Kommandos oder geschützte
Formate zum Zugang von Nicht-IP Ser vices und zur Steuerung von Nicht-IP
Geräten
nutzen. Die Klebschichten übersetzen
zwischen dem IP Protokoll und Nicht-IP API, ermöglichen jedoch ebenso Kommandos
und Anworten um zwischen Endanwendungen im Internet und dem Nicht-IP
Netz zu tunneln.
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Der
Artikel „Java
in the Home: OSGI Residential Gateways" von D. Jordon, Java Report SIGS Publications,
New York, NY, US, Vol. 5, No. 9 September 2000, Seiten 38–42 enthält eine
Beschreibung des OSGi Service Frameworks und im Speziellen des Aufgabenmodells
des OSGi Framework. In 2 des Artikels wird der Lebenszyklus
eines OSGi Bündels
beschrieben.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung eine Reihe von AV Services und ein
Verfahren zum Steuern von Geräten
in einem lokalen Gerätenetz
anzugeben, wobei die Steuerung der AV Geräte vereinfacht ist und wobei
eine Fern-Steuerung
der AV Geräte
unterstützt
wird.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird durch ein Gateway nach Anspruch 1 sowie
ein Verfahren zur Steuerung von Geräten in einem lokalen Gerätenetz nach
Anspruch 16 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den entsprechenden nachfolgenden Unteransprüchen definiert.
Ein erfindungsgemäßes Computerprogrammprodukt
ist in Anspruch 20 und ein erfindungsgemäßes computerlesbares Aufzeichnungsmedium
ist in Anspruch 21 definiert.
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Erfindungsgemäß weist
das AV-Bündel
für ein
Service-Gateway-Framework und im Speziellen für ein Service-Gateway-Framework
nach dem OSGi Standard eine Reihe von AV-Services auf, die an lokalen
Zugangspunkten oder über
Breitbandnetze an fernen Zugangspunkten bereitgestellt werden. Die AV-Services
steuern Geräte
eines lokalen Gerätenetzes.
Ausgehend von geräteunabhängigen AV-Kommandos
erzeugen die AV-Services Instruktionen eines Middlewareprotokolls,
das zur Steuerung der Geräte
entsprechend den geräteunabhängigen AV-Kommandos
erforderlich ist.
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Service-Gateway-Frameworks
wie OSGi (Open Services Gateway Initiative) stellen eine Plattform
zum Herunterladen von Serviceanwendungen bereit, die den durch OSGi
definierten Standards genügen.
Die Services weisen Anwendungen für Heimnetze auf, jedoch weisen
diese bisher keine Services zur Handhabung von AV-Geräten auf.
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Erfindungsgemäß ist ein
AV-Bündel
mit verschiedenen AV-Services in ein Service-Gateway-Framework wie
ein OSGi integriert. Hierdurch ist es möglich AV-Geräte eines
Heimnetzes über
das Internet oder über
weitere Breitbandnetze zu erreichen und zu programmieren. Eine Fernsteuerung
der AV-Geräte wird
ebenso möglich.
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Ein
weiterer Vorteil liegt darin, dass eine einheitliche Plattform,
insbesondere OSGi zum Zugang einer Mehrzahl von verschiedenen Services
genutzt werden kann, wobei die AV-Services lediglich ein Serviceangebot
unter weiteren Serviceangeboten darstellen. Eine bekannte einheitliche
Serviceplattform ermöglicht
es, verschiedene Serviceangebote miteinander zu kombinieren und
zu verbinden und der Nutzen für
den Client wird verbessert. Beispielsweise ist es möglich sowohl
AV-Geräte
und die Nicht-AV-Geräte
eines Heimnetzes über
OSGi anzusteuern. Eine vereinheitlichte Fernsteuerung der elektrischen
und elektronischen Geräte
in einem Heimnetz wird dadurch ermöglicht. Audio- und Video-Geräte wie Fernseher
(TV), Tuner, Videorekorder lassen sich über das Internet und die OSGi
Plattform von einem beliebigen Zugangspunkt, z. B. aus einem Hotelzimmer
programmieren.
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Wird
das erfindungsgemäße AV-Bündel verwendet,
ist es nicht notwendig die AV-Geräte eines Heimnetzes mit komplizierten
Middleware-Instruktionen anzusteuern. Die erfindungsgemäßen AV-Services
lassen sich mit geräteunabhängigen,
einfachen Kommandos ansteuern und dadurch wird der Zugang zu den
AV-Geräten
sowohl für
die Nutzer und für
die Anwendungsprogrammierer vereinfacht.
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Middleware-Protokolle
wie AV/C, HAVi, die eher feinkörnig
und beschwerlich sind, werden sowohl vor dem Nutzer und dem Anwendungsprogrammierer
verborgen. Instruktionen auf einem sehr grundlegenden Niveau werden
durch geräteunabhängige Kommandos
auf höherem
Niveau ersetzt. Somit wird ein angemesseneres Niveau der Abstraktion
bereitgestellt.
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Aufgrund
der Mehrzahl existierender Middleware-Standards ist es wahrscheinlich,
dass innerhalb eines Heimnetzes verschiedene Middlewarestandards
verwendet werden müssen.
Soll ein Audio/Video-Datenstrom von einem AV-Gerät mit einem ersten Middleware-Standard
zu einem AV-Gerät
mit einem zweiten Middleware-Standard gerichtet werden, wird die
Programmierung erschwert. Erfindungsgemäß sind die AV-Kommandos, die
den AV-Services bereitgestellt
werden immer dieselben und der entsprechende AV- Service verantwortet die Abbildung der
AV-Kommandos auf das richtige Middleware-Protokoll.
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Somit
ermöglicht
die Einführung
eines AV-Bündels
mit einer Reihe von AV-Services
das Einstellen der Wechselwirkung zwischen verschiedenen AV-Geräten auf
vereinfachte und unmittelbare Weise.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung erzeugen die AV-Services
Vorgänge eines
oder mehrerer funktioneller Module, wobei die funktionellen Module
die Realisierung von bestimmten definierten Aufgaben entsprechend
der geräteunabhängigen AV-Kommandos
einschließen
und wobei die Vorgänge
die Instruktionen des Middleware-Protokolls zur Steuerung der AV-Geräte entsprechend der
geräteunabhängigen AV-Kommandos
erzeugen. Nachdem eine bestimmte Aufgabe erfüllt ist und eine Abfolge von
Middleware-Instruktionen erzeugt wurde wird der Vorgang entfernt.
Somit sind weniger Objekte zur selben Zeit aktiv. Darüber hinaus
lässt sich durch
Anwenden dieses flexiblen Ansatzes zum Erzeugen der Vorgänge der
funktionellen Module auf Anforderung eine effiziente Arbeitslastausgewogenheit
implementieren. Darüber
hinaus kann die Art des zu erzeugenden Vorgangs in Abhängigkeit
von dem vom AV-Gerät,
auf das sich der Zugriff bezieht, geforderten AV-Middleware-Protokoll
ausgewählt
werden.
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In
vorteilhafter Weise durchlaufen die Vorgänge eines funktionellen Moduls
einen Lebenszyklus, wobei der Lebenszyklus die Erzeugung des Vorgangs,
einen Servicebetrieb und das Beenden des Vorgangs einschließt. Der
Vorgang existiert lediglich so lange wie dieser benötigt wird.
Darüber
hinaus ist ein Eins-zu-Eins Austausch zwischen einem geräteunabhängigen AV-Kommando und einem
Vorgang eines funktionellen Moduls einrichtbar.
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Bevorzugt
weisen die AV-Services Schnittstellen zur Definition der Routinen
und Parameter des entsprechenden AV-Services auf. Weiterhin bevorzugt
werden die AV-Services als JAVA Klassen implementiert. JAVA ermöglicht den
Einschluss von Merkmalen, die zur Implementierung der Erfindung notwendig
sind.
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Vorteilhaft
steuern die AV-Services den Austausch von Datenströmen zwischen
den Geräten oder
zwischen den Geräten
und den Breitbandnetzen.
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Entsprechend
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist das AV-Bündel
einen AV-Service auf, der die AV-Titel bereitstellt, die in einem
beliebigen Gerät
des lokalen Gerätenetzes
gespeichert sind. Dies ermöglicht
das Einrichten einer Archivfunktionalität bei der alle AV-Titel innerhalb
eines Heimnetzes registriert sind und durchsucht werden können.
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Vorzugsweise
weist das AV-Bündel
einen AV-Service auf, der diejenigen AV-Geräte
versorgt, die an das lokale Gerätenetz
angeschlossen sind.
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In
vorteilhafter Weise weist das AV-Bündel einen AV-Service auf,
der diejenigen Übertragungsservices
bereitstellt, die innerhalb des lokalen Gerätenetzes verfügbar sind.
Der Übertragungsservice kann
ein beliebiger empfangener AV-Datenstrom wie TV-Kanäle, Radiostationen,
AV-Datenströme
eines Breitbandnetzes, usw. sein.
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Zudem
weist das AV-Bündel
bevorzugt einen AV-Service auf, der diejenigen Übertragungsservice-Ereignisse
bereitstellt, die innerhalb des lokalen Gerätenetzes verfügbar sind
oder verfügbar
werden. Anhand dieses AV-Service lässt sich ein elektronischer
Programmleitfaden (EPG) realisieren, der die Nutzer über verschiedene Übertragungen
informiert. Darüber
hinaus kann der Nutzer fortschrittliche Abfragehilfsmittel zur Identifizierung
der Übertragungen nutzen,
welche den Nutzer interessieren. Darüber hinaus wird das Programmieren
der Aufzeichnungsgeräte
vereinfacht.
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Entsprechend
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist das AV-Bündel
einen Übertragungsservice
auf, der zum Aufzeichnen eines bestimmten Übertragungsservice-Ereignisses
programmiert werden kann. Anstelle des Programmierens einer Startzeit
und einer Endzeit eines Übertragungsservice-Ereignisses
wird inhaltsbezogene Information zum Programmieren der Aufzeichnungsgeräte verwendet.
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In
vorteilhafter Weise erzeugt das Aufzeichnungsgerät einen neuen AV-Titel durch
Aufzeichnen eines planmäßigen Übertragungsservice-Ereignisses.
Der neue AV-Titel wird entsprechend dem Übertragungsservice-Ereignis
bezeichnet und in das Archiv gestellt.
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Vorzugsweise
weisen die Middleware-Protokolle wenigstens eines der Protokolle
HAVi, AV/C, UPnP auf.
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Weiterhin
bevorzugt weisen die Middleware-Protokolle wenigstens eines der
Protokolle Bluetooth, CAL, CEBus, Convergence, HomePNA, HomePlug,
HomeRF, Jini, LonWorks, 802.11B und VESA auf. AV-Inhalte werden
nicht ausschließlich durch
AV-Geräte
verarbeitet. Personalcomputer, Organizer, Mobiltelefone und weitere
IT-Geräte
können AV-Inhalte
ebenso speichern und verarbeiten.
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Erfindungsgemäß weist
ein Service-Gateway-Framework insbesondere ein Service-Gateway-Framework
entsprechend dem OSGi Standard eine Reihe von Services auf, die
an lokalen Zugangspunkten oder über
Breitbandnetze an fernen Zugangspunkten bereitgestellt werden. Das
Service-Gateway-Gerät
zeichnet sich durch ein AV-Bündel
entsprechend einer der oben beschriebenen Ausführungsformen aus. Das Konzept
eines Service-Gateway-Frameworks,
das Serviceanbieter und Clienten zusammenbringt wird durch Einschluss
von AV-Services verstärkt.
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Vorzugsweise
handhabt, d.h. bewerkstelligt das Service-Gateway-Framework wenigstens
ein Element der Gruppe aus Installation, Versionierung, Konfiguration,
Deinstallation der AV-Services. Treten neue Arten von AV-Geräten auf,
lassen sich entsprechende AV-Services über die Service-Gateway-Architektur herunterladen.
Das Service-Gateway-Framework hält
die verschiedenen Versionen im Auge.
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Vorzugsweise
sind die AV-Services über
lokale Anwendungen oder über
Breitbandnetze durch Fern-Anwendungen zugängig, wobei die lokalen oder
Fern-Anwendungen geräteunabhängige AV-Kommandos
an die entsprechenden AV-Services weiterleiten können. Der Client muss sich
somit nicht über
die detaillierte Spezifikation seines Heimnetzes beim Erteilen der
entsprechenden Kommandos im Klaren sein.
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Des
Weiteren weisen die Breitbandnetze wenigstens ein Element der Gruppe
aus DSL, Kabel, drahtlose Netze oder Satellit auf. Die Service-Gateway-Architektur kooperiert
mit allen Arten von Breitbandnetzen.
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Entsprechend
dem erfindungsgemäßen Verfahren
werden Geräte
eines lokalen Gerätenetzes gesteuert,
wobei das lokale Gerätenetz
an ein Service-Gateway-Framework
angeschlossen ist, insbesondere an ein Service-Gateway-Framework entsprechend dem OSGi
Standard. Das Service-Gateway-Framework
stellt eine Reihe von Services bereit. Das erfindungsge mäße Verfahren
zeichnet sich durch den Schritt des Weiterleitens geräteunabhängiger AV-Kommandos
an ein AV-Bündel
mit einer Reihe von AV-Services
aus, wobei das AV-Bündel
ein Teil des Service-Gateway-Frameworks ist. Sodann werden seitens
der AV-Services Instruktionen eines Middleware-Protokolls erzeugt, die zum Steuern
der AV-Geräte
entsprechend der geräteunabhängigen AV-Kommandos
erforderlich sind.
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Weitere
Ziele, Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen AV-Bündels werden aus der nachfolgenden
Beschreibung einer beispielhaften Ausführungsform in Verbindung mit
den begleitenden Abbildungen ersichtlich:
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1 zeigt
einen Überblick über ein
Service-Gateway-Framework entsprechend des OSGi Standard;
-
2 zeigt
verschiedene Protokolle, die innerhalb des lokalen Netzes und innerhalb
des Fernnetzes verwendet werden;
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3 zeigt
wie das OSGi Framework, die AV-Services und das Middleware kooperieren;
und
-
4 zeigt
eine Benutzerschnittstelle einer Heimnetzanwendung mit einem elektronischen
Programmleitfaden (EPG) und einer Aufzeichnungstaste.
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In 1 ist
dargestellt wie ein Service-Gateway 1 entsprechend dem
OSGi eine Vielfalt an verschiedenen Services einem Client bereitstellt.
Einige dieser Services betreffen ein lokales Netz 2, das
an das Service-Gateway 1 angeschlossen ist. Innerhalb des
lokalen Netzes 2, das typischerweise eine Art Heimnetz
ist, tauschen verschiedene Geräte 3 Kommandos
und Nachrichten aus. Zu diesem Zweck wird ein lokales Protokoll
innerhalb des lokalen Netzes 2 genutzt.
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Der
Client 4 kann auf die Services des Service-Gateway 1 über ein
Fernnetz 5 zugreifen, welches das Internet oder eine Telekommunikationsinfrastruktur
sein kann. Die über
den Client 4 zugegriffenen Services können z. B. Services zur Fernsteuerung
z. B. über
das Internet, von Beleuchtungs-, Wärme- und Ventilatorgeräten sein,
die an das Heimnetz angeschlossen sind. Von einem beliebigen Internetzugangspunkt
aus kann der Client 4 sich einloggen, auf die Homepage
des Service-Gateway zugreifen und die Geräte 3 des lokalen Netzes 2 steuern.
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Der
Client 4 kann lediglich diejenigen Services nutzen, für die er
oder sie registriert sind. Hat sich der Client 4 für einen
bestimmten Service bei einem Serviceanbieter 6 registrieren
lassen, können die
Softwaremodule zur Implementierung eines bestimmten Services vom
Serviceanbieter 6 zum Service-Gateway 1 heruntergeladen
werden. Ebenso können
neue Versionen und Updates des entsprechenden Servicemoduls über den
Serviceanbieter 6 erhalten werden. Der Gateway-Operator 7 ermöglicht einen
Service-Gateway-Zugang über eine
beliebige Breitband-Netztechnologie. Beispielsweise kann der Gateway-Operator
ein Internetanbieter sein, der Webseiten für Service-Gateway-Zugriff anbietet.
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Im
unteren Teil der 1 ist eine vergrößerte Darstellung 8 des
Service Gateway 1 gezeigt. Es sei angenommen, dass ein
Client 9 ein Gerät 10 des
entsprechenden Heimnetzes steuern möchte, beispielsweise zur Abstimmung
der Zieltemperatur eines Heizers. Der Client 9 greift zunächst auf
einen ersten Service 11 zu. Die OSGi Spezifikationen entwerfen Anwendungsprogrammschnittstellen
(API) Standards für
eine Ausführungsumgebung
einer Gateway-Plattform. Service-Gateways müssen diese API Standards unterstützen um
mit der OSGi Spezifikation übereinzustimmen.
Im Falle, dass der erste Service 11 mit einem zweiten Gerät 12 Nachrichten
auszutauschen hat, findet der Austausch von Nachrichten über ein
standardisiertes OSGi API 13 statt. Ebenso findet der Austausch
von Nachrichten und Kommandos zwischen dem zweiten Service 12 und dem
Gerät 10 über ein
standardisiertes OSGi API 14 statt.
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Die
Services 11, 12 bilden Teile eines OSGi Frameworks 15,
welches eine Vielfalt weiterer Services beinhaltet. Zwischen dem
ersten Service 11, dem zweiten Service 12 und
dem OSGi Framework 15 werden Nachrichten über standardisierte
APIs 16, 17 ausgetauscht. Das OSGi Framework 15 ist
an ein Service-Management-System 18 angeschlossen. Das
Service-Management-System 18 ist
für die
Installation, Konfiguration, Updates und Deinstallation der OSGi
Framework-Services verantwortlich. Kommunikation zwischen dem Service-Management-System 18 und
dem OSGi Framework 15 findet über eine OSGi API 19 statt.
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2 gibt
eine Übersicht über verschiedene Netztechnologien,
welche zusammen mit einer OSGi Service-Gateway-Architektur verwendet
werden können.
Die OSGi Spezifikation ist so gestaltet, dass diese mit allen gedachten
Netzstandards und Initiativen einhergeht und diese unterstützt. Seitens des
entsprechenden lokalen Netzes können
Netzstandards wie HomePNA (20), HomePlug (21),
HAVi (22), LonWorks (23), Bluetooth (24),
802.11 (25), CEBus (26), HomeRF (27),
UPnP (28), JINI Technology (29) und weitere (30)
wie CAL, Convergence emNET und VESA mit dem OSGi Framework 31 kooperieren.
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Die über das
OSGi Framework zugängigen Services
werden von entsprechenden Serviceanbieter 32 und von Inhaltanbieter 33 angeboten.
Services und Inhalte werden über
eine Breitbandnetztechnologie an das OSGi Framework 31 übertragen.
In 2 sind mehrere Beispiele von Breitbandnetztechnologien
wie Kabel (34), DSL (35), drahtlose Netze (36), Satellit
(37) und Weitere (38) festgehalten. Über diese
Netztechnologien können
verwaltete Breitbandservices in lokale Netze wie Heime, Autos und
weitere Umgebungen geliefert werden.
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Erfindungsgemäß ist ein
AV-Bündel
mit einer Reihe von AV-Services in ein Service-Gateway-Framework
integriert und im Speziellen in ein Service-Gateway-Framework nach dem OSGi Standard. Bisher
war keine AV-Funktionalität in dem
OSGi Framework enthalten. In 3 ist gezeigt
wie das AV-Bündel 39,
welches eine Vielfalt von AV-Services 40 enthält, in das
OSGi Service-Framework 41 integriert werden kann. Wann
immer lokale oder Fern-Anwendungen 42 ein AV-Kommando an
das AV-Bündel 39 richten,
wird das AV-Kommando von einem entsprechenden AV-Service 40 ausgeführt. Die
AV-Services 40 sind zum Abbilden der geräteunabhängigen AV-Kommandos in eine
entsprechende Sequenz von Instruktionen eines entsprechenden Middlewares 43 verantwortlich.
Middleware stellt APIs zum Zugriff auf die Funktionalitäten eines
Netzgerätes
bereit und steuert den Austausch von inhaltsbezogenen Daten (z.
B. Inhaltsströmen).
Diese Middleware APIs sind eher feinkörnig und auf das entsprechende
AV-Gerät
gerichtet. Jedes der bekannten Middleware-Protokolle für AV-Anwendungen
erfordert verschiedene Sequenzen von Instruktionen. Durch Bereitstellen
eines „Bündels" von vielfach angeforderten
AV-Services auf einem abstrakteren, geräteunabhängigen Niveau wird es weitaus
einfacher für
Fern- und lokale Anwendungen 42 auf die AV-Geräte zuzugreifen.
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Die
Aufgabe des Erzeugens komplizierterer Instruktionssequenzen des
sogenannten Middleware 43 wird auf die AV-Services 40 verschoben.
Seitens der AV-Services 40 ist die Struktur des Heimnetzes und
der entsprechenden Typen von AV-Geräten bekannt. Zusätzlich sind
die abstrakteren AV- Kommandos
von den lokalen und Fern-Anwendungen 42 seitens der AV-Services 40 bekannt.
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Grundlegend
gibt es zwei mögliche
Lösungen
wie die Middlewareinstruktionen erzeugt werden können. Die erste Lösung ist
in der europäischen
Patentanmeldung 01 128 163 „Method
for serving User Requests with respect to a Network of Devices" beschrieben, die
von dem Anmelder dieser Anmeldung eingereicht wurde. In dieser Anmeldung
wird beschrieben wie eine Sequenz von Aktionen erzeugt wird, die
einem bestimmten definierten Service entsprechen.
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Ein
zweiter Zugang wird in der EP-A-02 007 765.7 „Mangagement and control of
networked audio-video devices" beschrieben,
welche ebenso vom Anmelder dieser Erfindung eingereicht wurde. Entsprechend
diesem Verfahren wird die Aufgabe des Abbildens einer Benutzereingabe
in eine Sequenz von Middelwareinstruktionen durch einen Vorgang
eines funktionellen Moduls erfüllt,
der lediglich für
diese Aufgabe erzeugt wird. Der Vorgang des funktionellen Moduls
schließt
die Realisierung eines bestimmten definierten Service ein und realisiert
diesen Service autonom. Die Lebensdauer des Vorgangs ist eng an die
Aufgabe angelehnt: sobald die Aufgabe erfüllt ist wird der Lebenszyklus
des entsprechenden Vorgangs abgeschlossen.
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Im
Folgenden werden einige der AV-Services des erfindungsgemäßen AV-Bündels detaillierter beschrieben.
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Archiveservice
ist ein AV-Service der eine Liste aller gespeicherten AV-Titel zusammen
mit dem Status des entsprechenden AV-Titels bereitstellt. Archiveservice
durchsucht alle AV-Geräte
die Inhalte (Band-basierte Rekorder, Platten-basierte Geräte) speichern
können
und fragt nach deren Inhalten. Im Falle des Löschens eines Titels, etwa beim
Entfernen eines Gerätes
vom Netz oder beim Aufzeichnen eines neuen Titels wird Archiveservice
hiervon in Kenntnis gesetzt und ändert
die Liste der gespeicherten Titelbezeichnungen entsprechend. Im
Falle, dass der Status eines Titels sich ändert erhält der Service Archiveservice
eine Benachrichtigung und ändert
die Titelliste entsprechend. Wann immer eine Modifikation der Titelliste
durchgeführt
wurde sendet Archiveservice ein Ereignis an alle registrierten Zuhörer um diese über die Änderung
zu informieren.
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Das
Verfahren trackList gibt das Archiv zurück, das eine Liste der gespeicherten
Titelbezeichnungen und deren Status darstellt. Das Verfahren eraseTrack
löscht
ein Titel aus dem Archiv.
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AV-Geräte innerhalb
des lokalen Netzes können
als ArchiveServiceListener (Zuhörer
eines Archiv-Service) registriert werden. Sobald ein bestimmtes
Gerät als
ArchiveServiceListener registriert wird, wird dieses benachrichtigt
sobald der Status eines Titels sich ändert oder sobald ein Titel
gelöscht
wird oder ein neuer Titel aufgezeichnet wird. Zur Registrierung
kann das Verfahren registerArchiveServiceListener aufgerufen werden.
Entsprechend existiert ein Verfahren unregisterArchiveServiceListener.
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Zusätzlich zum
Service ArchiveService wird ein entsprechender Service ArchiveServiceListener definiert.
Innerhalb ArchiveServiceListener existieren die Verfahren archiveChanged
und stateChanged. Das Verfahren archiveChanged wird aufgerufen sobald
ein Titel gelöscht
wird oder ein neuer Titel aufgezeichnet wird. Das Verfahren stateChanged
wird aufgerufen sobald sich ein Zustand eines Titels ändert.
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Ein
weiterer AV-Service ist DeviceListService, welcher eine Liste der
Geräte
sowie deren Zustand aufrechterhält,
die an das lokale Netz angeschlossen sind. Falls ein Gerät vom Netz
entfernt wird oder falls ein Gerät
seinen Status ändert
erhält DeviceListService
eine Benachrichtigung. Sobald die Liste der Geräte sich ändert sendet DeviceListService
ein Ereignis an alle registrierten DeviceListServiceListeners.
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DeviceListService
weist ein Verfahren deviceList auf, das die Liste der angeschlossenen
Geräte zurückgibt oder
eine Null falls ein Fehler auftritt. Darüber hinaus ist ein Verfahren
registerDeviceListServiceListener zum Registrieren eines Zuhörers definiert. Entsprechend
existiert ein Verfahren namens unregisterDeviceListServiceListener.
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Zusätzlich zum
AV-Service DeviceListService wird ein entsprechender AV-Service DeviceListServiceListener
definiert. Dieser Service stellt das Verfahren deviceListChanged
bereit, das immer dann aufgerufen wird falls die Geräteliste
sich ändert. Sobald
ein neues Gerät
an das lokale Netz angeschlossen wird, wird das Verfahren deviceListChanged
aufgerufen.
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ServiceListService
ist ein AV-Service, der eine Liste verfügbarer Übertragungsservices aufrechterhält, welche über deren
Bezeichnungen und den Status jedes Übertragungsservice gekennzeichnet
werden. Ein „Übertragungsservice" kann beispielsweise
eine Radio oder TV-Station, z. B. „NBC" sein. Der Ausdruck „Übertragungsservice" umfasst ebenso AV-Datenströme, welche über das
Internet oder über
weitere Breitbandnetze empfangen werden. Die vollständige Liste
von verfügbaren Übertragungsservices
innerhalb des Heimnetzes wird durch Aufrufen des Verfahrens serviceList
erhalten. Im Falle, dass das Heimnetz verschiedene Tuner aufweist, die
dasselbe Programm empfangen enthält
die Liste der Übertragungsservices,
welche von dem Verfahren serviceList zurückgegeben wird, die Bezeichnung
des Programms lediglich einmal, da Duplikate automatisch entfernt
werden.
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Sobald
die Liste von Übertragungsservices sich ändert sendet
ServiceListService ein Ereignis an alle registrierten ServiceListServiceListeners.
ServiceListService weist ein Verfahren registerServiceListServiceListener
auf, das es ermöglicht
einen neuen Zuhörer
zu registrieren. Der Zuhörer
wird benachrichtigt sobald die Liste von Übertragungsservices sich ändert. Darüber hinaus
weist ServiceListService ein Verfahren unregisterServiceListServiceListener auf.
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ServiceListServiceListener
ist ein AV-Service entsprechend ServiceListService seitens des Zuhörers. ServiceListServiceListener
weist ein Verfahren ServiceListChanged auf und das Verfahren wird
aufgerufen sobald die Liste von Übertragungsservices sich ändert.
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Für jeden Übertragungsservice
werden sogenannte „Serviceereignisse" definiert, welche
eine bestimmte Übertragung,
z. B. eine Spielshow, einen bestimmten Spielfilm, usw. kennzeichnen.
Die Serviceereignisse werden von dem AV-Service ServiceEventListService
verfolgt. Seitens ServiceEventListService ist es bekannt, ob ein
Service ausgewählt wird
und ob eine Aufzeichnung andauert.
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ServiceEventListService
weist ein Verfahren currentEvent auf, welches das gegenwärtige Ereignis eines
bestimmten Übertragungsservices
zurückgibt oder
eine Null falls ein Fehler auftritt. Entsprechend gibt das Verfahren
nextEvent das nächste
Ereignis eines bestimmten Übertragungsservice
zurück. Über das
Verfahren ServiceEvenList sind das gegenwärtige und weitere Ereignisse
aller zugängiger Übertragungsservices
erhältlich.
Das Verfahren todayServiceEventList gibt die Ereignisse des heutigen
Tages für
einen gegebenen Übertragungsservice
zurück oder
eine Null falls ein Fehler auftritt.
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ServiceEventListService
erlaubt es registrierte Zuhörer
zu erkennen wann immer der Inhalt der Liste von Übertragungsserviceereignissen
sich ändert.
Für diesen
Zweck weist ServiceEventListService das Verfahren registerServiceEventListServiceListener
auf und das entsprechende Verfahren unregisterServiceEventListServiceListener
auf. Darüber
hinaus existiert ein korrespondierender AV-Service namens ServiceEventListServiceListener,
innerhalb dessen das Verfahren ServiceEventListChanged definiert
ist.
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Der
wichtigste AV-Service des AV-Bündels gemäß der Erfindung
ist RecordingService. Anhand des AV-Services RecordingService ist
es möglich
einen bestimmten Übertragungsservice
von dessen Startzeit bis zu dessen Endzeit aufzuzeichnen, wobei Details
hinsichtlich der Steuerung der entsprechenden eingebundenen AV-Geräte dem Nutzer
verborgen bleiben. Der Nutzer muss lediglich das Verfahren schedule
aufrufen und den Übertragungsservice
bestimmen sowie das Übertragungsserviceereignis
das er aufzeichnen möchte,
z. B. einen bestimmten Spielfilm. Nach dem Aufrufen von schedule
beginnt RecordingService dessen Bestimmung und durchläuft entsprechende
Betriebssequenzen. Zunächst
wartet der Aufzeichnungsservice bis die Startzeit erreicht ist.
Ist diese schon erreicht oder sogar abgelaufen so wird die Aufzeichnung
unmittelbar gestartet. Danach sucht RecordingService nach einem
Tuner, der den bestimmten Übertragungsservice
bereitstellt. Sodann sucht dieser nach einem geeigneten Aufzeichnungsgerät, das eine
Festplatte, ein Bandaufzeichnungsgerät oder ein weiteres Aufzeichnungsmedium sein
kann. Die Datenströme
zwischen den eingebundenen AV-Geräten werden
eingestellt und seitens des Tuners wird der Übertragungsservice ausgewählt. Dann
wird mit der Aufzeichnung auf dem Aufzeichnungsgerät begonnen
und der neue Titel der erzeugt wurde wird als event_name bezeichnet.
Bis die Endzeit erreicht ist beobachtet RecordingService die eingebundenen
Geräte.
Dann wird das Aufzeichnungsgerät
angehalten und letztendlich die Verbindung der Geräte getrennt.
Der neue Titel, welcher während
der Aufzeichnung erzeugt wurde, wird dann an ArchiveService weitergeleitet.
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Zudem
weist RecordingService einen Verfahrenszustand auf, welcher den
gegenwärtigen
Status eines bestimmten Ablaufplans zurückgibt. Jeder Ablaufplan lässt sich
anhand einer einzigartigen ID identifizieren. Durch Auf rufen des
Verfahrens cancel ist es möglich
eine Aufzeichnung zu beenden bevor die Endzeit erreicht ist. Der
Titel, der während
der Aufzeichnung aufgezeichnet wurde wird gelöscht. Durch Aufrufen des Verfahrens
Stop vor Erreichen der Endzeit kann der Benutzer den AV Titel beibehalten,
der bislang während
der Aufzeichnung aufgezeichnet wurde.
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Wieder
ist es möglich
einen Zuhörer
zu registrieren und die Registrierung aufzuheben. Im Falle der Änderung
im Ablaufplan benachrichtigt RecordingService alle registrierten
Zuhörer.
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Die
Wechselwirkung zwischen dem AV Service RecordingService und dem
AV Service ServiceEventListService ist ein wichtiger Aspekt des
erfindungsgemäßen AV-Bündels. Möchte der
Nutzer ein Übertragungsserviceereignis
aufzeichnen, so muss er oder sie lediglich die Bezeichnung des Übertragungsserviceereignisses
festlegen. ServiceEventListService stellt die entsprechende Startzeit
und Endzeit des Übertragungsserviceereignisses
an RecordingService bereit. Ebenso ist es möglich einen elektronischen
Programmleitfaden (EPG) wie in 4 gezeigt
zu implementieren. Durch Drücken
der Aufzeichnungstaste ist es möglich
ein ausgewähltes Übertragungsserviceereignis
aufzuzeichnen. Speziell für
eine Fernsteuerung von AV-Geräten, z.
B. über das
Internet, ist es von Vorteil einen elektronischen Programmleitfaden
zu nutzen.