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Die
Erfindung betrifft ein kosmetisches Verfahren zur Verhinderung und/oder
Glättung
von Ausdrucksfalten und/oder zur Entspannung der Gesichtskonturen,
umfassend die topische Aufbringung einer kosmetischen Zusammensetzung,
enthaltend eine wohlriechende Zusammensetzung von vorgegebener Konstitution in
einem physiologisch verträglichen
Medium auf die Gesichtshaut, wobei diese wohlriechende Zusammensetzung
beim Aufbringen in einem Verhältnis
von 0,5 Gew.-% in 2 ml einer topischen Zubereitung auf den zwischen
der Nase und der Oberlippe eines Stress ausgesetzten Menschen befindlichen
Teil der Haut dazu führt, dass
sie laut Messung durch Elektromyographie im Vergleich zu einer unter
den gleichen Bedingungen getesteten topischen Zubereitung ohne diesen
wohlriechenden Duft zu einer Verringerung der Muskelaktivität des Trapezmuskels
führt.
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Bei
Frauen und sogar Männern
besteht derzeit die Tendenz, dass sie so lange wie möglich jugendlich aussehen
wollen. Daher suchen sie nach Wegen, die Zeichen der Hautalterung
unsichtbar zu machen, die sich insbesondere durch Fältchen und
feine Linien zeigt. In dieser Hinsicht wird in den Medien und der
Modewelt über
Produkte berichtet, die die Haut so lange wie möglich strahlend und faltenfrei
erhalten sollen, weil das Anzeichen der jugendlichen Haut sind.
Dies gilt vor allem auch, weil das Äußere sich auf die Psyche und/oder die
Stimmung auswirkt.
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Bisher
wurden Falten und feine Linien unter Verwendung von kosmetischen
Produkten behandelt, die auf die Haut wirkende Wirkstoffe enthielten,
z. B. durch Zufuhr von Feuchtigkeit oder durch Verbesserung der Zellerneuerung.
Alternativ wurde auch die Synthese von Kollagen beschleunigt, aus
dem sich das Hautgewebe zusammensetzt.
WO 02/34228 schlägt vor, Veränderungen durch die topische
Wirkung muskelentspannender Mittel zu behandeln.
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Obwohl
diese Behandlungen es ermöglichen,
auf die Fältchen
und feinen Linien einzuwirken, die durch chronologische oder vererbte
Alterung, aber auch durch Einwirkung von Licht verursacht werden,
wirken sie nicht bei Ausdrucksfältchen
und feinen Linen, die eine Beeinflussung der zusammenziehbaren Muskelkomponente
der in der Haut vorhandenen Fältchen
erfordern.
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Bisher
war das einzige Mittel, das verbreitet zur Einwirkung auf Ausdrucksfältchen verwendet
wurde, Botulinum toxin, das speziell in die Falten der Glabella,
d. h. die Falten zwischen den Augenbrauchen injiziert wurde (siehe
J. D. Carruters et al., J. Dermatol. Surg. Oncol., 1992, 18, S.
17–21).
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Die
Anmelderin hat ebenfalls verschiedene Verbindungen vorgeschlagen,
die bei topischer Anwendung auf der Haut eine muskelentspannende
Wirkung entwickeln, so dass die Einwirkung auf Ausdruckfalten auf
einem anderen Weg ermöglicht
wurde. Erwähnenswert
unter diesen Verbindungen sind vor allem Antagonisten der mit den
Calciumkanälen
assoziierten Rezeptoren (
FR-2
793 681 ) sowie insbesondere Mangan und seine Salze (
FR-2 809 005 ) und Alverin
(
FR 2 798 590 ) sowie
die Agonisten der mit den Chlorkanälen assoziierten Rezeptoren,
darunter Glycin (
EP 0 704 210 )
und bestimmte Extrakte von Iris pallida (
FR 2 746 641 ).
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Allerdings
lassen sich diese natürlichen
Verbindungen und Extrakte nicht immer leicht zu Anti-Ageing-Zubereitungen
formulieren.
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Die
Anmelderin hat jetzt überraschend
herausgefunden, dass bestimmte wohlriechende Zusammensetzungen auf
bestimmte gestreifte Muskeln entspannend wirken, so dass man ihre
Verwendung zur Entspannung der Gesichtsmuskeln und daher ihre Einarbeitung
in kosmetische Zusammensetzungen zur Bekämpfung von Ausdrucksfalten
in Erwägung
ziehen kann.
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Soweit
der Anmelderin bekannt ist, wurde trotz der Entwicklung der Aromatherapie
bisher noch nie vorgeschlagen, Duftstoffe zu diesem Zweck einzusetzen.
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Ein
Gegenstand der Erfindung ist daher ein kosmetisches Verfahren durch
Inhalation einer wohlriechenden Zusammensetzung zur Verhinderung
und/oder Glättung
von Ausdrucksfalten und/oder zur Entspannung der Gesichtskonturen,
umfassend die topische Aufbringung einer kosmetischen Zusammensetzung,
enthaltend die wohlriechende Zusammensetzung in einem physiologisch
verträglichen
Medium, auf die Gesichtshaut, wobei die wohlriechende Zusammensetzung
5 Gew.-% bis 10 Gew.-% ätherische Öle und 90
Gew.-% bis 95 Gew.-% eines Gemisches, umfassend:
- (a)
10 Gew.-% bis 15 Gew.-% Alkohole,
- (b) 10 Gew.-% bis 15 Gew.-% Aldehyde,
- (c) 25 Gew.-% bis 30 Gew.-% Ester,
- (d) 20 Gew.-% bis 30 Gew.-% mindestens einer Verbindung, welche
aus Moschus und Ketonen ausgewählt ist,
und
- (e) 5 Gew.-% bis 10 Gew.-% Lösungsmittel,
enthält, wobei
die ätherischen Öle unter
den ätherischen Ölen von
Zitrone, Orange, Anis, Bergamotte, Rose, Geranie, Ingwer, Pomeranze,
Basilikum, Rosmarin, Kardamom, Kampfer, Zeder, Kamille, Sandelholz
und Salbei und Gemischen davon und einem Gemisch von Bergamotte,
Mandarine und Ylang-Ylang ausgewählt
sind,
wobei die Verbindungen (a) bis (d) unter Geraniol, Geranylacetat,
Farnesol, Borneol, Bornylacetat, Linalool, Linalylacetat, Linalylpropionat,
Linalylbutyrat, Tetrahydrolinalool, Citronellol, Citronellylacetat,
Citronellylformiat, Citronellylpropionat, Dihydromyrcenol, Dihydromyrcenylacetat,
Tetrahydromyrcenol, Terpineol, Terpinylacetat, Nopol, Nopylacetat,
Nerol, Nerylacetat, 2-Phenylethanol, 2-Phenylethylacetat, Benzylalkohol,
Benzylacetat, Benzylsalicylat, Styrallylacetat, Benzylbenzoat, Amylsalicylat,
Dimethylbenzylcarbinol, Trichlormethylphenylcarbinylacetat, p-tert-Butylcyclohexylacetat,
Isononylacetat, Vetiverylacetat, Vetiverol, α-Hexylcinnamaldehyd, 2-Methyl-3-(p-tert-butylphenyl)-propanal,
2-Methyl-3-(p-isopropylphenyl)propanal,
3-(p-tert-Butylphenyl)propanal, 2,4-Dimethylcyclohex-3-enylcarboxaldehyd,
Tricyclodecenylacetat, Tricyclodecenylpropionat, 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd,
4-(4-Methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd,
4-Acetoxy-3-pentyltetrahydropyran, 3-Carboxymethyl-2-pentylcyclopentan,
2-n-Heptylcyclopentanon, 3-Methyl-2-pentyl-2-cyclopentenon, Menthon,
Carvon, Tageton, Geranylaceton, n-Decanal, n-Dodecanal, 9-Decen-1-ol,
Phenoxyethylisobutyrat, Phenylacetaldehyddimethylacetal, Phenylacetaldehyddiethylacetal, Geranonitril,
Citronellonitril, Cedrylacetat, 3-Isocamphylcyclohexanol, Cedrylmethylether,
Isolongifolanon, Aubepinonitril, Aubepin, Heliotropin, Coumarin,
Eugenol, Vanillin, Diphenylether, Citral, Citronellal, Hydroxycitronellal,
Damascon, Iononen, Methyliononen, Isomethyliononen, Solanon, Eisen,
cis-3-Hexenol und seinen Estern, Indanmoschus, Tetralinmoschus,
Isochromanmoschus, makrocyclischen Ketonen, Makrolactonmoschus und
Ethylenbrassylat ausgewählt
werden,
und wobei die Lösungsmittel
unter Ethanol, Isopropanol, Diethylenglycolmonoethylether, Dipropylenglycol, Diethylphthalat,
Triethylcitrat und Isopropylmyristat ausgewählt werden,
wobei diese
wohlriechende Zusammensetzung dann, wenn sie in einem Anteil von
0,5 Gew.-% in 2
ml einer topischen Zubereitung eingebracht wird, welche auf den
Teil der Haut aufgebracht wird, welcher sich zwischen der Nase und
der Oberlippe eines Stress ausgesetzten Menschen befindet, in einer
Verringerung der Muskelaktivität
des Trapezmuskels resultiert, gemessen durch Elektromyographie,
im Vergleich mit der topischen Zubereitung, welche nicht wohlriechend
gemacht wurde, wobei unter den gleichen Bedingungen getestet wurde.
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Der
Elektromyographietest, der die Wahl der wohlriechenden Zusammensetzungen,
die erfindungsgemäß verwendet
werden können,
ermöglicht,
ist in Beispiel 1 genauer beschrieben. Um diesen Test durchzuführen, wird
die wohlriechende Zusammensetzung zu einer topischen Zubereitung
formuliert, die von beliebiger chemischer Zusammensetzung sein kann,
vorausgesetzt, diese Zubereitung wird in diesem Test auch als Kontrolle
verwendet. Die gleiche topische Bezugszubereitung kann dazu verwendet
werden, unterschiedliche wohlriechende Zusammensetzungen zu testen.
Im Gegensatz zu der erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzung
erfüllt
die topische Zubereitung nicht unbedingt alle Anforderungen an eine
handelsübliche kosmetische
Zusammensetzung, insbesondere bezüglich ihrer Struktur und ihrer
Stabilität
im Laufe der Zeit.
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Die
erfindungsgemäß eingesetzte
kosmetische Zusammensetzung eignet sich für die topische Anwendung auf
der Haut und enthält
daher ein physiologisch verträgliches
Medium, d. h. ein Medium, das mit der Haut und ggfs. deren Integumenten
(Wimpern, Nageln und Haaren) und/oder Schleimhäuten kompatibel ist. Es kann
sich um eine Hautpflege-, Reinigungs- oder Make-up-Zubereitung handeln.
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Sie
enthält
eine Menge der wohlriechenden Zusammensetzung, die ausreicht, um
die gewünschte Wirkung
zu erzielen, und vorzugsweise 0,1 bis 25 Gew.-% bezogen auf das
Gesamtgewicht der kosmetischen Zusammensetzung.
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Diese
Zusammensetzung wird vorteilhafterweise bei Personen mit Ausdrucksfalten
und feinen Linien eingesetzt. Diese Falten und feinen Linien befinden
sich hauptsächlich
radial um den Mund und/oder die Augen und/oder horizontal auf der
Stirn und/oder in dem Zwischenraum zwischen den Augenbrauen. Da
ihre vorteilhafte Wirkung auf die Haut durch Inhalation der enthaltenen
wohlriechenden Zusammensetzung entfaltet wird, wird die erfindungsgemäße kosmetische
Zusammensetzung außerdem
vorzugsweise auf den zwischen Nase und Mund befindlichen Teil der
Haut der betreffenden Person aufgebracht.
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Der
hier verwendete Begriff "wohlriechende
Zusammensetzung" bezeichnet
ein Gemisch aus Duftstoffen, deren Dampfdruck geringer ist als der
atmosphärische
Druck bei 25°C
und die bei 25°C
im allgemeinen flüssig
sind.
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Die
Bestandteile der erfindungsgemäß verwendeten
wohlriechenden Zusammensetzung sind Verbindungen, die üblicherweise
von Parfumeuren verwendet werden. Sie sind insbesondere in S. Arctander, "Perfume and Flavor
Chemicals" (Montclair,
N. J., 1969), in S. Arctander "Perfume
and Flavor Materials of Natural Origin (Elizabeth, N. J., 1960)
und in "Flavor and
Fragrance Materials – 1991", Allured Publishing
Co., Wheating, Ill., U.S.A., beschrieben.
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Es
kann sich dabei um natürliche
Produkte (ätherische Öle, absolute
Substanzen, Resinoide, Harze oder Essences concrètes) und/oder synthetische
Produkte (Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Ether,
Säuren,
Ester, Acetale, Ketale, Nitrile, die gesättigt oder ungesättigt sowie
aliphatisch oder cyclisch sein können)
handeln.
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Die
erfindungsgemäße wohlriechende
Zusammensetzung umfasst auch Lösungsmittel,
die für
Duftstoffe Standard sind und die insbesondere aus Ethanol, Isopropanol,
Diethylenglycolmonoethylether, Dipropylenglycol, Diethylphthalat,
Triethylcitrat und Isopropylmyristat ausgewählt werden können.
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Die
die erfindungsgemäße wohlriechende
Zusammensetzung enthaltende kosmetische Zusammensetzung kann in
jeder Darreichungsform, die herkömmlich
für die
topische Anwendung verwendet wird, und insbesondere in Form wässeriger
Gels und wässeriger
oder wässeriger-alkoholischer
Lösungen
vorliegen. Durch Zugabe einer Fett- oder Ölphase kann sie auch in Form
von Dispersionen des Typs Lotion oder Serum, Emulsionen von flüssiger oder
halbflüssiger
Konsistenz des Milchtyps, die durch Dispergieren einer Fettphase in
einer wässerigen
Phase (O/W) oder umgekehrt (W/O) erhalten wird, oder Suspensionen
oder Emulsionen von weicher, halbfester oder fester Konsistenz des
Creme- oder Geltyps, oder multiplen Emulsionen (W/O/W- oder O/W/O-Emulsionen),
Mikroemulsionen, bläschenförmigen Dispersionen
des ionischen oder nichtionischen Typs oder Dispersionen aus Wachs
und einer wässerigen
Phase vorliegen. Diese Zusammensetzungen werden nach den üblichen
Verfahren hergestellt.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung liegt die kosmetische Zusammensetzung in Form einer
Emulsion vor.
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In
diesem Fall kann der Anteil der öligen
Phase der Emulsion bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung
beispielsweise im Bereich von 5 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis
50 Gew.-% liegen. Die in der Zusammensetzung in Emulsionsform verwendeten
Fettsubstanzen, Emulgatoren und Co-Emulgatoren werden aus denjenigen
ausgewählt,
die herkömmlich
in der Kosmetik oder Dermatologie verwendet werden. Der Emulgator
und der Co-Emulgator
liegen in der Zusammensetzung bezogen auf ihr Gesamtgewicht üblicherweise
in einem Anteil im Bereich von 0,3 bis 30 Gew.-% und vorzugsweise
0,5 bis 20 Gew.-% vor. Die Emulsion kann auch Lipidbläschen enthalten.
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Fettsubstanzen,
die verwendet werden können,
umfassen Öle
und insbesondere Mineralöle
(flüssige Rohvaseline), Öle pflanzlichen
Ursprungs (Avocadoöl,
Reiskleieöl,
Weizenkeimöl,
Aprikosenkernöl,
Sojabohnenöl,
Kokosnussöl,
Palmöl
und Rapssaatöl), Öle tierischen
Ursprungs (Lanolin), synthetische Öle (Perhydrosqualen und hydriertes
Polyisobuten), Silikonöle
(Cyclomethicon) und Fluoröle
(Perfluorpolyether). Fettsubstanzen, die ebenfalls verwendet werden
können,
umfassen Fettalkohole wie Cetylalkohol, Stearylalkohol und Octyldodecanol,
Fettsäuren,
Fettsäureester
wie Pentaerythrittetraethylhexanoat, Wachse und Gummi sowie insbesondere
Silikonkautschuk.
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Beispiele
von Emulgatoren und Co-Emulgatoren, die erwähnenswert sind, umfassen Fettsäureester von
Polyethylenglycol wie PEG-100 Stearat, PEG-40 Stearat und PEG-20
Stearat, Fettsäureester
von Polyolen wie Glycerylstearat, Sorbitantristearat und die oxyethylierten
Sorbitanstearate, die beispielsweise unter den Handelsnamen Tween® 20
oder Tween® 60
verkauft werden, und deren Gemische.
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Bekannterweise
kann die erfindungsgemäß verwendete
kosmetische Zusammensetzung auch Hilfsmittel enthalten, die in Kosmetika
bekannt sind, wie z. B. hydrophile oder lipophile Geliermittel,
hydrophile oder lipophile Wirkstoffe, Konservierungsmittel, Duftstoffe,
Füllstoffe,
Lichtschutzmittel, Pigmente, Geruchsabsorptionsmittel und Färbemittel.
Die Mengen dieser verschiedenen Hilfsmittel sind diejenigen, die
auf dem betreffenden Gebiet herkömmlich
verwendet werden, z. B. in Mengen von 0,01 bis 20% des Gesamtgewichts
der Zusammensetzung. Je nach ihrer Beschaffenheit können diese
Hilfsmittel in die Fettphase, in die wässerige Phase oder in die Lipidbläschen eingebracht
werden. In jedem Fall werden diese Hilfsmittel und ihre Anteile so
gewählt,
dass sie die gewünschten
Eigenschaften der erfindungsgemäßen wohlriechenden
Zusammensetzung nicht beeinträchtigen.
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Hydrophile
Geliermittel, die erwähnt
werden sollten, umfassen insbesondere Carboxymethylpolymere (Carbomer),
Acrylcopolymere wie Acrylat/Alkyacrylat-Copolymere, Polyacrylamide
und insbesondere Acrylamid/Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer
und das Ammoniumsalz von Polyacryloyldimethyltaurat, Polysaccharide
und natürliche
Kautschuk- und Tonsorten. Erwähnenswerte
lipophile Geliermittel umfassen modifizierten Ton, z. B. Bentone,
Metallsalze von Fettsäuren
und hydrophobes Siliciumdioxid.
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Erwähnenswerte
Füllstoffe
umfassen insbesondere Talkum und Siliciumdioxid sowie Polyamidfasern.
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Als
Wirkstoffe enthält
die erfindungsgemäße kosmetische
Zubereitung vorteilhafterweise auch mindestens eine Verbindung,
die insbesondere aus abschuppenden Mitteln, Feuchtigkeitsspendern,
depigmentierend oder propigmentierend wirkenden Mitteln, Antiglycierungsmitteln;
Hemmern der NO-Synthase, Mitteln zur Stimulierung der Synthese von
dermalen oder epidermalen Makromolekülen und/oder zur Verhinderung
von deren Zersetzung; Mitteln zur Anregung der Vermehrung von Fibroblasten
und/oder Keratinocyten oder zur Anregung der Keratinocytdifferenzierung;
Muskelentspannungsmitteln, Straffungsmitteln, Mitteln gegen Verschmutzung
und/oder Radikalfängern;
Mitteln die auf den kapillaren Kreislauf wirken, Mitteln, die auf
den Energiestoffwechsel von Zellen wirken, sowie Gemischen davon
ausgewählt
werden.
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Wirkstoffe,
die für
die erfindungsgemäße Verwendung
bevorzugt werden, umfassen eine oder mehrere Verbindungen, die ausgewählt sind
aus: Mangangluconat, einem Extrakt von wilder Yamswurzel, der Diosgenin
enthält,
einem Ceramid, einem aus Retinylpalmitat, Retinylcaprylat und Retinol
ausgewähltem
Retinoid, sowie Acetyltrifluormethylphenylvalylglycin.
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Beispiele
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Beispiel 1: Nachweis der entspannenden
Wirkung auf gestreifte Muskeln
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Experimentelles Protokoll
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Untersucht
wurde die Wirkung einer wohlriechenden Zusammensetzung, die zu einer
topischen Zubereitung in Cremeform formuliert wurde, auf den Trapezmuskel.
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Die
getestete Zusammensetzung bestand aus einem Gemisch von
- – natürlichen
Produkten 7%, einschließlich ätherischem Öl von Bergamotte,
Mandarine und Ylang-Ylang
- – synthetischen
Produkten 93%, einschließlich
• aliphatischen
und aromatischen Alkoholen 13%
• aliphatischen und aromatischen
Aldehyden 13,50%
• aliphatischen
und aromatischen Estern 28,50%
• synthetischen Ketonen und
Moschusarten 25%
• Lösungsmitteln
9%
• verschiedenen
Substanzen (Monoterpenen, gesättigten
Produkten) 4%
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Die
Studie wurde an 40 Personen im Alter zwischen 21 und 50 Jahren durchgeführt. Die
Personen wurden in zwei Gruppen von je 20 Personen geteilt. Eine
Gruppe testete die wohlriechende Creme und die andere Gruppe die
duftfreie Basis. Der vorgestellte Duftstoff war von guter Intensität, d. h.
weder zu stark noch zu schwach.
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Mit
leitfähigem
Gel beschichtete Sensoren wurden nach dem in der beigefügten 1 gezeigtem Schema
an den Personen befestigt. Darin zeigen die gepunktete Linie die
Wirbelsäule
der Person und die Plättchen
die Positionen der Sensoren, wobei die Person von hinten zu sehen
ist. Die Zielbereiche auf der Haut wurden vor dem Aufbringen mit
Alkohol abgewischt, um das Verhältnis
Signal-zu-Geräusch
zu verbessern.
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Nachdem
man die Sensoren an den Personen befestigt hatte, wurden die Personen
einer ersten Testreihe mit einer Länge von 30 Minuten unterzogen,
um sie mit dem Verfahren vertraut zu machen. Jede Person trug dann
mit dem Finger 2 ml Creme auf den Hautbereich zwischen der Oberlippe
und der Nase auf.
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Die
Aktivität
des Trapezmuskels jeder Person wurde während jeder der nachstehend
aufgeführten Phasen
von 3 Minuten mittels Elektromyographie unter Verwendung der zuvor
installierten Sensoren gemessen. Dazu verwendete man ein Physiolab
I-330 C-2 Gerät
von J & J Engineering.
| Erste
Phase (Ruhe): | Die
Person wurde mit offenen Augen vor eine erfreuliche Szene |
| | gesetzt. |
| Zweite
Phase (Training): | Die
Person musste farbige Quadrate zählen,
die alle 10 Sekunden aufeinander folgten. |
| Dritte
Phase (Stress): | Die
Person musste die Farben einer Reihe von Worten benennen, die mit
einer Geschwindigkeit von einem pro Sekunde vor ihr vorbei zogen, wobei
die Worte Farben entsprachen, die sich von denen, in denen sie geschrieben
waren, unterschieden. In der Mitte des Tests kam noch die zusätzliche
Komplikation dazu, dass man das Wort auf dem Schirm bewegte und
störende
Geräusche
wie splitterndes Glas, Reifenquietschen usw. einspielte. |
| Vierte
Phase (Erholung): | Wie
in Phase 2. |
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Die
Daten wurden mit einem 100 bis 400 Hz-Filter gefiltert und dann
integriert. Anschließend
wurde ihr Mittelwert berechnet, um einen Mittelwert in Mikrovolt
zu erhalten, der jeder der vorstehenden vier Phasen entsprach.
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Der
der ersten Phase entsprechende Wert, der sich von einer Gruppe zur
anderen nicht signifikant unterscheidet, wurde als Kovarianz verwendet,
um die Unterschiede zwischen den Gruppen und den Personen zu eliminieren.
Dies ermöglichte
es, die statistische Analyse genauer zu machen und die Auswirkungen
besser zu analysieren. Die EMG-Daten wurden mittels wiederholter
Kovarianzmessungen (ANCOVA) unter drei Bedingungen analysiert (einfache
Aufgaben, Stress, Rückkehr
zur Normalität).
Die Signifikanz wurde bei 0,1% für
die Unterschiede zwischen den Gruppen und den einzelnen Personen
festgesetzt.
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Ergebnisse
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Wie
man in 2 sieht, zeigten sich während der Stressphase bei den
Personen, die die wohlriechende Creme aufgetragen hatten, wesentlich
geringere Muskelspannungswerte als bei den Personen, die die duftfreie
Basiscreme aufgetragen hatten.
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Die
Differenz ist auf 0,1% signifikant.
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Auf
diese Weise wurde der muskelentspannende Effekt der erfindungsgemäß verwendeten
wohlriechenden Zusammensetzung nachgewiesen.
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Beispiel 2: Nachweis des faltenhemmenden
Effekts in vivo
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Die
Studie wurde in zwei gepaarten Gruppen von je 53 Personen durchgeführt. Aufgetragen
wurden über
zwei Wochen: für
die erste Gruppe (A) eine kosmetische Zusammensetzung (A), die den
dem Test von Beispiel 1 unterzogenen Duft enthielt, und für die zweite
Gruppe (B) eine identische kosmetische Zusammensetzung (B), die
jedoch einen angenehm riechenden Standardduft enthielt.
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Am
Ende der Behandlung wurde den Personen ein versiegelter Fragebogen
gegeben, damit sie die Leistungseigenschaften des Produkts selbst
beurteilen konnten. Er enthielt mehrere Behauptungen, bei denen die
Personen angeben mussten, ob sie absolut, relativ, eher nicht oder
gar nicht zustimmten.
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Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Tabelle 1 Wahrnehmung der wohlriechenden Zusammensetzungen
| | Gesamt-%
der Angaben "absolut
richtig" und "relativ richtig" | |
| | Zusammensetzung
A | Zusammensetzung
B | Signifikanz |
| Macht
die Haut glatt | 92 | 70 | p < 0,05 |
| Macht
die Haut fest | 86 | 68 | p < 0,05 |
| Gibt
der Haut Spannkraft | 91 | 77 | p < 0,05 |
| | % "absolut richtig" | |
| Beugt
der Alterung vor | 34 | 17 | p < 0,05 |
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass eine Wirkung auf die Anzeichen des Alterns
wahrgenommen wurde, die für
die Zusammensetzung A mit einer erfindungsgemäßen wohlriechenden Zusammensetzung
größer ist als
für die
einen Standardduft enthaltende Zusammensetzung B.
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Darüber hinaus
bewerteten zwischen 70% und 80% der Personen aus den Gruppen A und
B den in den Zusammensetzungen A und B enthaltenen Duft als angenehm,
von guter Intensität
und geeignet für
die Antifaltenpflege (kein signifikanter Unterschied zwischen den
Gruppen).
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Beispiel 3: Kosmetische Zusammensetzungen
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Die
folgenden Zusammensetzungen wurde auf eine für Fachleute geläufige Weise
hergestellt. Alle Prozentsätze
sind nach Gewicht angegeben. Der Duft hat die in Beispiel 1 angegebene
Zusammensetzung. A. Anti-Falten-Creme
| FETTPHASE | |
| Polyethylenglycolstearat | 1% |
| Glycerylstearat | 2% |
| Cetylalkohol | 1% |
| Stearinsäure | 2% |
| Aprikosenöl | 5% |
| Myristylmyristat | 5% |
| Cyclopentadimethylsiloxan | 5% |
| Duft | 0,5% |
| WÄSSERIGE
PHASE | |
| Wasser | qs
auf 100% |
| Konservierungsmittel | qs |
| Triethanolamin | qs
auf pH 6,5 |
| Glycerol | 5 |
| Pflanzenextrakte
(Wirkstoffe) | 5 |
B. Milch zur Entfernung von Make-up
| FETTPHASE | |
| Isopropylpalmitat | 8% |
| Mineralöl | 17% |
| Duftstoff | 0,3% |
| WÄSSERIGE
PHASE | |
| Carbomer | 1% |
| Wasser | qs
auf 100% |
| Glycerol | 5% |
| Natriumhydroxid | qs
auf pH 6,5 |
C. Tonikumlotion
| Wasser | qs
auf 100% |
| Glycerol | 5% |
| Konservierungsmittel | qs |
| Pflanzenextrakt | 3% |
| Duftstoff | 0,01% |
D. Schäumende
Zusammensetzung
| A)
Wasser | qs
auf 100% |
| Glycerol | 3% |
| Konservierungsmittel | qs |
| | |
| B)
Natriumlaurylethersulfat | 15% |
| Alkylpolyglucosid | 6% |
| | |
| C)
Acrylat/Steareth/Methacrylat-Copolymer | 5% |
| | |
| D)
Wasser | 1,2% |
| Natriumhydroxid | 0,21% |
E. Wohlriechende Creme
| Flüssiges Paraffin | 43% |
| Polydimethylsiloxan | 0,3% |
| Paraffin | 6% |
| Ozokerit | 7% |
| | |
| Flüssiges Paraffin | 1% |
| | |
| Nylonpulver | 20% |
| | |
| Duftstoff | 20% |
| Polytrap | 3% |
| Nylonpulver | 0,5% |