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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Baumaterial, welches
bei der Errichtung von Gebäuden
verwendet werden kann. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung
große
Schaumglasplatten hoher Dichte, welche sowohl auf Innenals auch
auf Außenfassaden
von Gebäuden
verwendet werden können.
Noch spezieller betrifft die vorliegende Erfindung große Schaumglasplatten
hoher Dichte, welche auf Innen- und Außenfassaden von Gebäuden verwendet
werden können
und ermöglichen,
dass solche Gebäude
eine größere Widerstandsfähigkeit
gegen Explosionen aufweisen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Verbundstoff aus Elementen,
die aus solchen Platten hergestellt sind, und insbesondere ein Baulaminat,
welches die Explosionsenergie absorbiert, und ein Verfahren zur
Herstellung desselben durch Verbinden von Schichten geschäumten Glases
oder geschäumter
siliciumdioxidhaltiger Materialien mit anorganischen zementartigen
Baumaterialien, Polymermaterialien, Metallen und Fasern, welche
in Laminaten wahlweise verwendet werden können.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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In
den letzten Jahrzehnten hat es eine beträchtliche Anzahl terroristischer,
Angriffe auf Regierurugsgebäude
der Vereinigten Staaten und anderer Staaten sowohl außerhalb
als auch innerhalb der Vereinigten Staaten gegeben. 1993 brachten
zum Beispiel Terroristen eine Autobombe in der Garage des World
Trade Centers in New York City zur Explosion, was Menschenleben
kostete und zu einem beträchtlichen
Sachschaden führte.
Danach brachten 1995 andere Extremisten einen Lastkraftwagen außerhalb
des Federal Building in Oklahoma City zur Explosion, was ebenfalls
einer beträchtlichen
Anzahl von Menschen das Leben kostete und zu einem beträchtlichen
Sachschaden führte.
1998 waren die Botschaften der Vereinigten Staaten in Nairobi und
Dar Es Salaam ebenfalls Ziele terroristischer Angriffe mit Autobomben,
auch dies kostete jeweils einer beträchtlichen Anzahl von Menschen
das Leben und führte
zu einem beträchtlichen
Sachschaden. Vor kurzem haben die tragischen Ereignisse am World
Trade Center in New York City, am Pentagon in Virginia weiter die sich
schon lange abzeichnende Notwendigkeit unterstrichen, Baumaterialien
zu entwickeln und herzustellen, welche der Druckwelle aus Explosionen
von Autobomben und anderen ähnlichen
terroristischen Angriffen standhalten können.
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Obwohl
das Konzept der Verwendung von Schaumglas als Baumaterial im Stand
der Technik wohlbekannt ist, ist solches Schaumglas im Allgemeinen
als Hochtemperaturisolator verwendet worden, und es wird daher darauf
abgezielt, seine Dichte und sein Gewicht auf ein Mindestmaß zu beschränken, und
es ist nicht dafür
geeignet, eine ausreichende Menge an Energie aus einer Druckwelle
aus unerwarteten Explosionen zu absorbieren oder einem Erdbeben
standzuhalten. Die Nachteile eines solchen herkömmlichen Schaumglases im Hinblick
auf dieses alte Problem werden unten beschrieben.
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Die
Pittsburgh Corning Corporation („PCC") in Pittsburgh, Pennsylvania, hat zum
Beispiel ein Produkt entwickelt und vertrieben, welches als Foam
Glas
® Insulation
Systems bekannt ist und in den
US-Patentschriften
3,959,541 ;
4,119,422 ;
4,198,224 ;
4,571,321 und
4,623,585 beschrieben ist. Da diese
Entwicklungen im Schwerpunkt darauf gerichtet waren, ein isolierendes
Schaummaterial herzustellen, ist die Foam-Glas
®-Insulation-Systems-Platte,
welche von PCC kommerziell verkauft wird, relativ leicht und wiegt
4,32 kg. Da es ferner der Zweck dieser Platte ist, als Wärmeisolierung
verwendet zu werden, fehlt es ihr an Oberflächenfestigkeit, und sie kann
sehr einfach eingedrückt
werden. Da die Foam-Glas
®-Insulation-Systems-Platte eine
relativ geringe Dichte aufweist, z. B. 152 kg/m
3,
zerbrechen solche Platten leicht, wenn auf sie Kräfte einwirken,
die typischerweise auf den Außenwänden auf
ein Gebäude
oder eine andere Struktur einwirken. Daher sind solche Platten nicht
dafür geeignet,
als Belag für
eine Außenwand
verwendet zu werden. Aus ähnlichen
Gründen
absorbiert dieser Schaum, wenn er einer Druckwelle aus einer Explosion
ausgesetzt wird, nur sehr wenig der Energie der Druckwellen, wenn
er implodiert. Eine Druckwelle ist ein Maß im Zusammenhang mit Explosionen, welches
der Fachmann leicht als eine Druckfront versteht, die durch eine
Explosion entsteht.
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Auch
andere haben versucht, Schaumglasplatten als Außenhautfläche von Gebäuden zu verwenden. Die
US-Patentschrift 5,069,960 offenbart
zum Beispiel eine wärmeisolierende
Schaumglasplatte, welche mit einer Außenoberfläche beschichtet ist, um eine
harte Haut herzustellen, um die Außenseite eines Gebäudes zu
schützen.
Die offenbarten Platten werden in äußerst kleinen Größen hergestellt,
d. h. 18 cm × 18
cm × 6 cm,
und das innere Schaummaterial, welches die Masse des Materials ausmacht,
weist im Allgemeinen eine geringe Dichte auf. Bezeichnenderweise
gibt es keinen Hinweis dafür,
dass die Festigkeit des offenbarten Materials eine ausreichende
Menge an Energie aus einer Explosion absorbieren kann, und in der
Tat wäre
die Größe der offenbarten
Platten nicht ideal dafür,
eine solche Energie zu absorbieren.
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In ähnlicher
Weise offenbart die
US-Patentschrift
4,833,015 einen mehrschichtigen Schaumglasblock mit einer
dichten Glasoberfläche,
welche über
eine dünne
poröse
Glas-Zwischenschicht
mit einer Grund-Schaumglasschicht verbunden ist. Die
US-Patentschrift 4,798,758 offenbart
ein Schaumglas, welches eine Schaumschicht und eine Krustenschicht
aufweist, welche mindestens eine Hauptfläche der Schaumschicht bedeckt.
Die
US-Patentschrift 4,024,309 offenbart
eine Schaumglasplatte mit Metallplattierungen. Keine dieser Patentschriften
offenbart jedoch eine Schaumglasplatte, welche eine ausreichend
hohe Dichte, ein ausreichend großes Gewicht und/oder eine ausreichende
Größe aufweist,
um als Gebäudeaußenwand
oder Fassade geeignet zu sein, die eine ausreichende Menge an Energie
aus einer Explosion oder Ähnlichem
absorbieren kann.
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In
Vorarbeiten durch die Erfinder und andere sind Verfahren zur Herstellung
von Schaumglasplatten einer breiten Vielfalt von Dichten entwickelt
worden, wie in der
US-Patentschrift 4,430,108 beschrieben,
die für Baumaterialien
verwendet werden können.
Während
die offenbarten Techniken und Verfahren von Nutzen waren, um Platten
der damaligen Standardgröße von 108
mm × 108
mm × 6
mm herzustellen, lehrt diese Patentschrift nicht, wie Platten einer
größeren Größe, zum
Beispiel einer Größe von 0,61
m × 0,61
m × 76
mm, herzustellen sind. Außerdem
waren die über
diese Verfahren hergestellten Platten relativ leicht, z. B. leichter
als 4,55 kg, und wurden nicht dafür hergestellt, den Auswirkungen
einer Explosion standzuhalten. Im Gegenteil zielten diese Verfahren
darauf ab, die Wärmeisolierungseigenschaften
des Materials zu optimieren, und daher wurden kleinere, leichtere
und schwächere
Platten hergestellt.
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Obwohl
wiederum andere daran gearbeitet haben zu versuchen, gewisse große poröse Formkörper herzustellen,
waren diese in kritischen Abmessungen kleiner und wiesen eine geringere
Dichte auf als die der vorliegenden Erfindung und waren nicht dafür geeignet,
ein wesentliches Maß einer
Druckwelle zu absorbieren, welche im Zusammenhang mit einer Explosion
oder einem Erdbeben auf die Formkörper auftrifft. Die
US-Patentschrift 5,151,228 beschreibt
zum Beispiel ein Verfahren zur Herstellung großer poröser Formkörper geringer Dichte durch
Aufquellen, um große
poröse
keramische Bauelemente herzustellen, z. B. mehrere Stockwerke hohe
Wandelemente mit geringem Gewicht. In dem Beispiel offenbart sie
eine Platte der Abmessungen 2,5 m × 0,5 m × 51 mm mit einer Dichte von
420 kg/m
3 und einer Masse von 27,27 kg.
Sie lehrt auch, eine geringe Dichte zu erhalten, um die Wärmeisolierung
zu optimieren. Daher absorbiert dieser Schaum, wenn er einer Druckwelle
aus einer Explosion oder einem Erdbeben ausgesetzt wird, sehr wenig
von der Druckwellenenergie, wenn er implodiert.
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Anders
als im oben erörterten
Stand der Technik sind die Platten der vorliegenden Erfindung aus
verschiedenen Materialien entworfen und konstruiert, so dass diese
Platten Eigenschaften aufweisen, welche ideal dafür sind,
der Druckwelle bei großen
Explosionen standzuhalten, oder ein Gebäude oder eine andere Struktur
widerstandsfähig
gegen Erdbeben machen.
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Obwohl
der Stand der Technik von Interesse ist, weisen somit die bekannten
Verfahren und Vorrichtungen des Standes der Technik verschiedene
Einschränkungen
auf, welche die vorliegende Erfindung zu überwinden versucht.
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Insbesondere
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine große Schaumglasplatte
höher Dichte
bereitzustellen, welche sowohl an äußeren als auch an inneren Gebäudewänden als
Fassade verwendet werden kann.
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Es
ist eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Dichte gegenüber der
kommerziell empfohlenen Dichte von 152 kg/m3 zu
erhöhen,
um zu einer höheren
Dichte von 481 bis 1.603 kg/m3, insbesondere 641
bis 962 kg/m3, zu kommen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Gewicht
der Schaumglasplatte derart zu erhöhen, dass es mehr als 13,64
kg, insbesondere mehr als 29,55 kg, noch spezieller mehr als 45,45
kg, beträgt.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine große Schaumglasplatte
hoher Dichte bereitzustellen, welche auf den kritischen Flächen von
Gebäuden
mit hohem Risiko für
terroristische Angriffe in Kombination mit Zement, Stahl oder anderen
Baumaterialien hoher Festigkeit verwendet werden kann.
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Es
ist auch eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Glasschaumplatte
bereitzustellen, welche in Flächen
typischer Gebäude
verwendet werden kann und den Vorteil hat, eine starre Struktur
aufzuweisen, welche, wenn sie Druckwellen mit Explosionsenergie
ausgesetzt wird, einen wesentlichen Teil dieser Explosionsenergie
absorbieren kann. Sie weist auch den Vorteil auf, Erdbeben besser
standzuhalten.
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Diese
und andere Aufgaben werden aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich.
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist nun herausgefunden worden, dass die obigen und darauf bezogene
Aufgaben der vorliegenden Erfindung in Form einer großen Schaumglasplatte
hoher Dichte erfüllt
werden, welche sowohl auf äußeren als auch
auf inneren Gebäudewänden als
Fassade verwendet werden kann. Die Schaumglasplatte kann auch zusammen
mit einem anderen Material verwendet werden, um ein Element oder
einen Verbundstoff zu bilden. Die vorliegende Erfindung kann auf
den kritischen Flächen
von Gebäuden
mit hohem Risiko für
terroristische Angriffe in Kombination mit Zement, Stahl oder anderen
Baumaterialien hoher Festigkeit angewendet werden. Die vorliegende
Erfindung kann auch in Flächen
typischer Gebäude
angewendet werden. Die vorliegende Erfindung weist den Vorteil auf,
einen wesentlichen Teil einer durch eine Explosion verursachten
Druckwelle zu absorbieren. Die vorliegende Erfindung weist auch
den Vorteil auf, Erdbeben besser standzuhalten. Es muss angemerkt
werden, dass die Begriffe Glasschaum, Schaumglas, Keramikschaum
und Schaumkeramik in der vorliegenden Erfindung gegeneinander austauschbar
sind.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist eine größere Schaumglasplatte höherer Dichte mit
einer Außenhaut
mit geschlossener Pore, welche eine erhöhte Festigkeit aufweist. Diese
schweren Schaumglasplatten absorbieren mehr Energie aus einer Explosion
widerstehen einer höheren
Windlast und anderen mechanischen Kräften. Die Außenhaut
mit geschlossener Pore kann entweder natürlich oder mechanisch durch
Verbinden mit einer sekundären
Glasfläche
gebildet werden. Die Außenhaut
mit geschlossener Pore kann verschiedene Farb- und Strukturvariationen
aufweisen, welche die Platte für
die Verwendung als Außen-
oder Innenfassade eines Gebäudes
oder einer anderen Struktur geeignet machen. Die Dichte der Schaumglasplatte
der vorliegenden Erfindung ist gegenüber der kommerziell empfohlenen
Dichte von 152 kg/m3 erhöht, um zu einer höheren Dichte
von 481 bis 1.608 kg/m3, insbesondere 641
bis 962 kg/m3, zu kommen. Das Gewicht der
Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung beträgt mehr als 18,64 kg, insbesondere mehr
als 29,55 kg und noch spezieller mehr als 45,45 kg. Und insbesondere
weist die Platte eine geschlossene Porenstruktur auf.
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Die
große
Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung, welche als Baumaterial
für innere
und äußere Gebäudeflächen verwendet
werden kann und weniger Nahtstellen als kleinere Platten aufweisen
kann, und welche einen Oberflächenbereich
von 0,61 m × 0,61
m oder mehr, insbesondere 1,22 m × 1,22 m oder mehr, aufweist.
Speziell kann eine solche Platte eine Dicke von mindestens 51 mm,
insbesondere mindestens 76 mm, noch spezieller mindestens 102 mm,
aufweisen.
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Eine
andere Ausführungsform
der Schaumglasplatte hoher Dichte der vorliegenden Erfindung kann
einen wesentlichen Teil einer Explosionsdruckwelle absorbieren,
wenn sie dieser ausgesetzt wird. Insbesondere weist eine solche
Schaumglasplatte hoher Dichte eine Dichte von 481 bis 1.603 kg/m3 auf. Diese Schaumglasplatten hoher Dichte
können,
um ein zusammengesetztes Baumaterial zu bilden, mit einer starren
Struktur, z. B. einer äußeren Betonwand,
mit Gebäudesäulen, Strukturen,
die sich in oder in Nachbarschaft zu Garagen befinden, oder mit
anderen Gebäudestrukturen
hinterbaut sein, die sich im Inneren oder außerhalb eines Gebäudes befinden,
welche dem Risiko unterliegen, möglichen
Explosionsdruckwellen ausgesetzt zu sein. Insbesondere kann eine
solche Platte mit zementartigen Materialien, welche eine Puzzolanbindung
mit der Schaumglasplatte aufweisen, oder mit Polymermaterialien
hinterbaut sein. Eine solche Platte kann ein Teil eines größeren Elements
sein, und ein solches Element kann auch darin bereitgestellte hängende Hartteile
aufweisen und kann in einem tragenden Rahmen befestigt sein.
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Eine
weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Keramik-Glas-Schaumverbundstoff, welcher
aus einer Oberflächenschicht,
mindestens einer Schicht eines starren Schaumglases und mindestens einer
Hinterbauungsschicht hergestellt ist. Die Oberflächenschicht kann aus Materialien
hergestellt sein, die dafür
geeignet sind, Explosionsenergie zu absorbieren, und insbesondere
dafür geeignet
sind, den Verbundstoff vor dem Auseinanderfallen zu schützen, z.
B. Fasermaterialien wie Graphit oder Kevlar oder Polymermaterialien.
Bei der Oberflächenschicht
kann es sich auch um eine glasierte Außenhaut des starren Schaumglases
handeln. Insbesondere weist eine solche Platte eine Dichte von 321
bis 1.603 kg/m3, insbesondere von 481 bis
1.282 kg/m3, auf. Eine solche Platte weist
eine geschlossene Porenstruktur auf. Die Oberflächenfinish-Schicht kann entweder
während
des Erwärmungsprozesses
natürlich
auf der Platte oder mechanisch durch Verbinden mit einer sekundären Oberfläche gebildet
werden. Die Außenhaut
mit geschlossener Pore kann verschiedene Farb- und Strukturvariationen
aufweisen, welche die Platte für
die Verwendung als Außen- oder
Innenfassade eines Gebäudes
oder einer anderen Struktur geeignet machen. Insbesondere kann es
sich bei der Oberflächenfinish-Schicht
um eine Nicht-Schaumschicht
handeln, wodurch die für
das architektonische Design verfügbaren
Farb- und Strukturvariationen erweitert werden. Die Hinterbauungs-Schutzschicht
kann aus einem oder mehreren Materialien bestehen, z. B., ohne darauf
beschränkt
zu sein, aus einem Faserverbundstoff, wobei solche Fasern aus Materialien
mit hoher Zugfestigkeit hergestellt sind, z. B. aus Graphit, Kevlar
und/oder Glasfaserstoff, oder aus zementartigen Materialien, welche
Portlandzement, verstärkten
Portlandzement, Kalk, Tonerdeschmelzzement, Putz, Polymermaterial,
z. B. kommerzielle vernetzte Kunststoffe und thermoplastische Kunststoffe,
Beton oder verstärkten
Beton umfassen können.
Eine solche Hinterbauungsschicht kann auch durch Metall, Kevlar
oder andere Stützmaterialien
verstärkt
sein. Zwischen mindestens einer Schaumglasschicht und der Hinterbauungsschicht
kann ein Bindungsbeschleuniger oder ein Klebstoff aufgebracht sein.
Der Verbundstoff kann auch darin bereitgestellte hängende Hartteile
aufweisen und kann in einem tragenden Rahmen befestigt sein und
kann somit eine wesentliche Menge der Druckwellen- und Schwingungsenergie
absorbieren.
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Eine
andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Keramik-Glas-Schaumverbundstoff, welcher
eine Schaumglasplatte und eine anorganische zementartige Hinterbauung
auf der Schaumglasplatte umfasst, wodurch der Verbundstoff einen
wesentlichen Teil der Explosionsenergie aus einer möglichen
Explosion absorbieren kann, welcher er ausgesetzt sein kann. Eine
solche Schaumglasplatte kann eine Außenhaut mit geschlossener Pore
aufweisen, welche entweder natürlich
oder mechanisch durch Verbinden mit einer sekundären Glasfläche gebildet werden kann. Die
Außenhaut
mit geschlossener Pore kann verschiedene Farben und Strukturen aufweisen,
welche die Platte für
die Verwendung als Außen- oder Innenfassade
eines Gebäudes
oder einer anderen Struktur geeignet machen. Speziell weist eine
solche Platte eine Dichte von 321 bis 1.603 kg/m3,
insbesondere von 481 bis 1.282 kg/m3, auf.
Eine solche Platte kann eine geschlossene Porenstruktur aufweisen,
welche entweder natürlich
oder mechanisch durch Verbinden mit einer sekundären Glasfläche gebildet erden kann. Solche
anorganischen zementartigen Materialien können Portlandzement, verstärkten Portlandzement,
Kalk, Tonerdeschmelzzement, Putz, Polymermaterial, Beton oder verstärkten Beton umfassen.
Die zementartige Hinterbauung kann eine Puzzolanbindung mit der
Schaumglasplatte bilden. Alternativ kann das zementartige Material
entweder durch direktes Aufbringen des zementartigen Materials oder durch
Aufbringen einer Schicht eines Bindungsbeschleunigers, z. B. des
Klebstoffbeschleunigers Elmer's
ProBond Concrete Sonder, an das Schaumglas gebunden sein. Insbesondere
können
in dem zementartigen Material hängende
Hartteile installiert werden, entweder bevor das zementartige Material
vollständig
ausgehärtet ist,
oder nachdem das zementartige Material ausgehärtet ist. Die vorliegende Erfindung
weist den Vorteil auf, dass ein wesentlicher Teil einer von einer
Explosion verursachten Druckwelle absorbiert wird, insbesondere wenn
die Platte in die Richtung der möglichen
Explosion zeigt.
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Noch
eine weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Schaumglaselement, welches aus
einer oder mehreren großen
Schaumglasplatten hoher Dichte besteht, welche zu einer Leichtgewicht-Gebäudefassade
zusammengesetzt werden können.
Insbesondere ist die geschlossene Porenstruktur für das architektonische
Design strukturiert, weist die Platte einen Innenbereich auf und
umfasst die Außenhaut
der Platte ein Additiv, damit die Oberfläche in einer anderen Farbe
als der Innenbereich der Platte erscheinen zu lassen. Insbesondere
können
solche Platten verwendet werden, um ein Gebäude gegen eine Beschädigung durch
Erdbeben widerstandsfähiger
zu machen als Gebäude,
die aus herkömmlichen
Betonelementen hergestellt sind.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft große Schaumglasplatten hoher
Dichte, welche sowohl auf äußeren als
auch auf inneren Gebäudewänden als
Fassade verwendet, werden können.
Die Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung kann auch zusammen
mit anderen Materialien verwendet werden, um ein Element oder, einen
Verbundstoff zu bilden. Die vorliegende Erfindung kann auf den kritischen
Flächen
von Gebäuden
mit einem hohen Risiko für
terroristische Angriffe in Kombination mit Zement, Stahl oder anderen
Baumaterialien hoher Festigkeit verwendet werden. Die vorliegende
Erfindung kann auch in Flächen
typischer Gebäude
verwendet werden. Die vorliegende Erfindung weist die Vorteile auf,
widerstandsfähiger
gegen Erdbeben und/oder Windlast zu sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
die großen
Schaumglasplatten hoher Dichte mehr Energie aus einer Explosion
absorbieren als heutige Zementbaumaterialien und können ebenso
höheren
Windlasten und anderen mechanischen Obergriffen standhalten. Solche
großen Schaumglasplatten
hoher Dichte können
in einer Vielfalt von Formen hergestellt werden, z. B., ohne darauf beschränkt zu sein,
ebene und/oder gekrümmte
Formen. Ferner werden die großen
Schaumglasplatten hoher Dichte der vorliegenden Erfindung aus siliciumdioxidhaltigen
Materialien und gasbildenden Schäumungsmitteln
hergestellt, z. B., ohne darauf beschränkt zu sein, aus kohlenstoffhaltigen
organischen Stoffen (z. B. Zucker und Stärke), Kohlenstoffschwarz, Siliciumcarbid,
Carbonaten und Sulfaten. Es gibt viele mögliche Verfahren, um keramische
Schaumelemente verschiedener Dichten, Größen und Oberflächenfinishs
herzustellen.
US-Patentschrift 4,430,108 beschreibt
verschiedene Schaumglasprodukte, welche aus Flugasche und anderen
Additiven hergestellt werden und verschiedene Dichten und Oberflächenfinishs
aufweisen. Schaumglasplatten verschiedener Dichten können hergestellt
werden, indem die Zusammensetzung und der Typ und die Konzentration
der Schäumungsmittel
variiert wird. Die Viskosität
von Glas ist während
des Schäumungsverfahrens
der dominierende Parameter. Außerdem
hängen
die Porenstruktur und die Einheitlichkeit von der Verteilung und
der Teilchengröße des Schäumungsmittels
ab.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
für die
Verwendung zum Standhalten von Explosionen ist die Schaumglasplatte
der vorliegenden Erfindung größer und
weist eine höhere
Dichte auf als die hierin erörterten herkömmlichen
Schaumglasplatten. Speziell weisen die bevorzugten Schaumglasplatten
einen Oberflächenbereich
der Abmessungen von mindestens 0,61 m × 0,61 m, insbesondere mindestens
1,22 m × 1,22
m, und eine Tiefe von mindestens 51 mm, insbesondere mindestens
76 mm, noch besser mindestens 102 mm, auf.
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Solche
großen
Platten sind vorteilhaft gegenüber
herkömmlichen
kleineren Platten, weil die größere Größe ermöglicht,
dass der Plattenverbund weniger Nahtstellen aufweist als die herkömmlich verwendeten Verbünde kleinerer
Platten. Solche Nahtstellen können
für die
strukturelle Integrität
nachteilig sein, weil Nahtstellen in einer Plattertoberfläche aufgrund
der thermischen Ausdehnung und Kontraktion schwach werden und daher
dazu neigen zu brechen. Diese Nahtstellen sind auch ein Mittel, über welches
Wasser hinter die Platten dringen kann, was über eine Vielfalt von Prozessen
zu einem Schaden führt,
z. B. durch Hohlräume, Insekten
und den Gefrier-Auftau-Zyklus. Beim Gefrier-Auftau-Zyklus dehnt sich
das Wasser aus, wenn es in eine Platte einsickert und gefriert.
Wenn das Wasser auftaut, zieht es sich zusammen und bewirkt dadurch, dass
das Material bricht. Wenn sie einer durch eine Explosion verursachten
Druckwelle ausgesetzt wird, ermöglicht
eine nicht ausreichend versiegelte Nahtstelle der Welle, hinter
die Platten zu dringen, was bewirkt, dass diese nach außen explodieren,
anstatt die gewünschte
Energie zu absorbieren. Daher wird durch Verringern der Anzahl der
Nahtstellen das Risiko verringert, nicht ausreichend versiegelte
Nahtstellen zu haben. Die größere Plattenfläche weist
auch, den weiteren Vorteil auf, dadurch die Arbeit am Montageort
zu verringern, dass weniger Teile zusammengesetzt werden müssen, was
wiederum die Lohnkosten verringert.
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Ferner
sind diese Schaumglasplatten der vorliegenden Erfindung auch dichter
und schwerer als herkömmliche
Schaumglasmaterialien, die im Bau verwendet werden. Vorzugsweise
ist die Dichte der Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung gegenüber der
kommerziell empfohlenen Dichte von 152 kg/m3 erhöht, so dass
sie eine höhere
Dichte von 321 bis 1.603 kg/m3, insbesondere
481 bis 1.282 kg/m3, aufweist. Das Gewicht
der Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung beträgt mehr
als 13,64 kg, insbesondere mehr als 24,55 kg und noch spezieller
mehr als 45,45 kg. Obwohl diese Dichten und Gewichte höher sind
als bei herkömmlichem
Schaumglas, bieten sie immer noch den Vorteil, im Verhältnis weniger
dicht und daher leichter zu sein als herkömmliche Zementprodukte, die
im Bau verwendet werden.
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Die
Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung weist vorzugsweise eine
Außenhaut
mit geschlossener Pore auf, wodurch die Platte mit einer höheren Festigkeit
versehen wird und gegen Wasser und den Gefrier-Auftau-Zyklus geschützt wird.
Die Außenhaut
mit geschlossener Pore kann entweder natürlich gebildet werden, wie
in der
US-Patentschrift 4,430,108 gelehrt,
oder mechanisch durch Verbinden mit einer sekundären Glasfläche, wie in der
US-Patentschrift 5,069,960 gelehrt.
Die natürliche
Bildung ist von Vorteil, weil sie keine zusätzliche Arbeit und Qualitätskontrolle
erforderlich macht und somit kosteneffektiver und weniger aufwändig ist.
Die Verwendung einer sekundären
Glasfläche
kann ebenfalls von Vorteil sein, weil solche Techniken ermöglichen,
dass die Außenhaut
mit geschlossener Pore verschiedene Farb- und Strukturvariationen
aufweist, was die Platte für
die Verwendung als Außen-
oder Innenfassade eines Gebäudes
oder einer anderen Struktur architektonisch attraktiv macht. Ein
Weg, verschiedenfarbige Flächen
herzustellen, ist die Verwendung verschiedenfarbiger Additive, wie
es dem Fachmann im Allgemeinen wohlbekannt ist.
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Ein
weiterer Vorteil der Schaumglasplatte hoher Dichte der vorliegenden
Erfindung ist es, dass sie, wenn sie einer Explosionsdruckwelle
ausgesetzt wird, einen wesentlichen Teil der Druckwelle absorbieren kann.
Da diese Platten einen wesentlichen Teil einer Explosionsdruckwelle
absorbieren können,
sind sie besonders vorteilhaft als Gebäudebaumaterialien für innere
und äußere Flächen von
Gebäuden,
welche dem Risiko unterliegen, Explosionen ausgesetzt zu werden,
wie z. B. Regierungsgebäude,
Botschaften und gut sichtbare/berühmte Gebäude.
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Diese
Schaumglasplatten hoher Dichte können
mit einer starren Struktur, z. B. einer äußeren Betonwand, mit Gebäudesäulen, Strukturen,
die sich in oder in Nachbarschaft zu Garagen befinden, oder mit
anderen Gebäudestrukturen
hinterbaut sein, die sich im Inneren oder außerhalb eines Gebäudes befinden,
welche dem Risiko unterliegen, möglichen
Explosionsdruckwellen ausgesetzt zu sein. Um für eine zusätzliche Verstärkung für Außenwände zu sorgen,
können
solche Platten mit zementartigen Materialien oder Polymermaterialien
hinterbaut sein. Beispiele für
zementartige Materialien sind, ohne darauf beschränkt zu sein,
Beton, verstärkter
Beton, Portlandzement, verstärkter
Portlandzement, Kalk, Tonerdeschmelzzement, Putz. Beispiele für Polymermaterialien
sind, ohne darauf beschränkt
zu sein, kommerzielle vernetzte Kunststoffe wie Polyester, Epoxide,
Polyurethan und Silicone, und kommerzielle thermoplastische Kunststoffe
wie PVC, Polyethylen, Polystyrol, Nylons und Polyester, und Fasern
verschiedener Arten, z. B. Keramik-, Kohlenstoff-, Glas-, Cellulose-, Graphit-,
Kevlar- und Polymerfasern. Die Zusammensetzung der vorstehenden
Materialien weist Eigenschaften auf, welche die Absorption großer Kräfte erleichtern
und verbessern. Eine solche Platte kann auch ein Teil eines größeren Elements
sein, und ein solches Element kann auch darin bereitgestellte hängende Hartteile aufweisen
und kann in einem tragenden Rahmen befestigt sein.
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Die
Schaumglasplatten der vorliegenden Erfindung sind auch dicker als
herkömmliche
Schaumglasplatten. Insbesondere sind die Schaumglasplatten der vorliegenden
Erfindung mindestens 51 mm, vorzugsweise mindestens 76 mm, noch
besser mindestens 102 mm, dick. Die erhöhte Dicke der Platte erhöht das Volumen
und deswegen das Gewicht der Platte. Die erhöhte Dicke erhöht die Steifheit
der Platte, wodurch versehentliche Brüche während der Bearbeitung, entweder
bei der Herstellung, beim Transport oder beim Einbau, verringert
werden. Die erhöhte
Dicke ermöglicht
auch, dass die Platten mehr Energie aus Explosionen, Erdbeben oder
anderen Druckwellen absorbieren.
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Die
Auswahl der speziellen Größe, Dicke
und Dichte hängt
von der Verwendung ab, für
welche die Platte hergestellt werden soll. Wenn die Platte zum Beispiel
dafür verwendet
werden soll, Erdbeben standzuhalten, dann sollten die Platten auf
das geringste Gewicht optimiert werden, welches dem Winddruck standhalten
kann. Wenn die Platte im Gegensatz dazu ein Gebäude oder eine Struktur vor
Druckwellen schützen soll,
die zu einer Explosion gehören,
dann sollte die Platte so optimiert werden, dass ihre Dichte derart
erhöht wird,
dass sie stark genug ist, um eine solche Druckwelle zu absorbieren.
Die gewünschte
Dicke wird von der Nähe
der Platte zu dem Ort der möglichen
Explosion abhängen.
An der Außenseite
eines Gebäudes
müsste bei
der Dicke zum Beispiel die Entfernung der Platte zu dem nächsten Ort,
wo ein Automobil oder ein Lastkraftwagen mit Sprengstoff geparkt
werden kann, in Betracht gezogen werden. Im Inneren eines Gebäudes andererseits,
z. B. bei einer tragenden Säule,
könnte
die angenommene Nähe
die Position unmittelbar neben einer solchen Säule sein, obwohl die als wahrscheinlich
angenommene Sprenglast wesentlich geringer wäre.
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Für den Zweck,
Druckwellen zu widerstehen, die zu einer Explosion gehören, kann
die Platte der vorliegenden Erfindung mit einer starren Hinterbauung
kombiniert werden, um ein zusammengesetztes Element zu bilden. Wenn
das zusammengesetzte Element der Druckwelle ausgesetzt wird, fällt die
ausgesetzte Schaumglasplatte der vorliegenden Erfindung zusammen
oder implodiert und absorbiert dadurch eine wesentliche Menge der
Druckwellenenergie, welcher sie ausgesetzt ist, wodurch die starre
Hintermauerung geschützt wird,
welche wiederum das Gebäude
oder die andere Struktur schützt.
Die starre Hinterbauung kann aus irgendeinem der oben bezüglich der
starren Struktur erörterten
Materialien bestehen.
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In
dem Fall, dass eine Platte verwendet wird, um eine Struktur widerstandsfähig gegen
Erdbeben zu machen, kann eine geringfügig leichtere Platte mit einer
starren Hinterbauung verwendet werden. Die durch den Winddruck verursachte
Last, welcher diese Platten widerstehen müssen, ist auf die Fläche zwischen
tragenden Säulen
bezogen. Je größer daher
die Fläche
zwischen tragenden Säulen,
desto mehr Widerstandsfähigkeit
und größere Festigkeit
wird von der zusammengesetzten Platte mit starrer Hinterbauung benötigt. Die Dicke/Dichte
der zu verwendenden Platten ist dementsprechend durch diese Parameter
definiert. Daher sollte die Auswahl dieser Eigenschaften so optimiert
werden, dass das leichteste System bereitgestellt wird, welches dem
größten angenommenen
Winddruck standhalten kann, dem standzuhalten ist, wobei ein angemessener Sicherheitsfaktor
eingebaut wird, wie es typischerweise in der Bauindustrie üblich ist.
Die Platten sollten von einem Metallrahmen getragen werden, welcher
wiederum von strukturellen Metallträgern des Gebäudes oder der
anderen Struktur getragen wird.
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Für ästhetische
Zwecke können
die Platten mit einer Finish-Schicht auf jeder Fläche verwendet
werden, die öffentlich
eingesehen werden kann. Wenn daher nur eine Fläche öffentlich einzusehen ist, dann
muss nur diese Fläche
die Platten mit der Finish-Schicht aufweisen. Wenn andererseits beide
Seiten einer Wand, die durch die vorliegende Erfindung geschützt werden
sollöffentlich
eingesehen werden können,
dann kann auf der zweiten freiliegenden Seite, z. B. im Inneren
des Gebäudes,
eine zweite Platte mit einer Schicht mit einem geeignetem Finish
verwendet werden. Alternativ können
auch andere Innenflächen
verwendet werden.
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Ein
weiterer Vorteil der Platten der vorliegenden Erfindung ist es,
dass solche Platten auch wärmeisolierend
ebenso wie feuerfest sind. Daher weisen diese Platten den zusätzlichen
Vorteil auf, dafür
verwendet werden zu können,
eine tragende Säule
vor einem terroristischen Feuerangriff, z. B. durch einen Molotowcocktail,
oder vor anderen Feuerquellen zu schützen. Durch Verwendung der
Platten der vorliegenden Erfindung kann dadurch die Zerstörung solcher
tragender Säulen
entweder verhindert und/oder verzögert werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit
erhöht
wird, dass Menschen, die sich in einem angegriffenen Gebäude aufhalten, genug
Zeit haben, um das Gebäude
zu verlassen.
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Eine
andere Ausführungsform
der Platten der vorliegenden Erfindung kann verwendet werden, um vorhandene
Gebäude
oder andere Strukturen nachzurüsten.
Insbesondere können
die Platten auf den möglicherweise
ungeschützten
Wänden
befestigt werden. Wenn solche Wände
bereits starr genug sind, dann können
die Platten direkt darauf befestigt werden. Wenn nicht, dann können die
Platten auf einer geeigneten starren Struktur oder Hinterbauungs-Schutzschicht
befestigt werden, um ein Element zu bilden, welches wiederum auf
der ungeschützten
Wand befestigt werden kann. Eine geeignete Hinterbauungs-Schutzschicht kann
ein Faserverbundstoff sein, wobei solche Fasern aus Materialien
hoher Zugfestigkeit hergestellt sind, z. B. aus Graphit, Kevlar
und/oder Glasfaserstoff, oder aus zementartigen Materialien, welche
Portlandzement, verstärkten
Portlandzement, Kalk, Tonerdeschmelzzement, Putz, Polymermaterial,
verstärkten
Beton umfassen können.
Eine solche Hinterbauungsschicht kann durch Metall, Kevlar oder
andere Stützmaterialien
verstärkt sein.
Ein Bindungsbeschleuniger oder Klebstoff, wie z. B. der Klebstoffbeschleuniger
Elmer's ProBond
Concrete Sonder, kann zwischen der mindestens einen Schaumglasschicht
und der Hinterbauungsschicht aufgebracht sein. Der Verbundstoff
kann auch darin bereitgestellte hängende Hartteile aufweisen
und kann in einem tragenden Rahmen befestigt sein und kann somit
eine wesentliche Menge der Druckwellen- und Schwingungsenergie absorbieren.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
kann die Platte der vorliegenden Erfindung unter Verwendung von
Rohmaterialien hergestellt werden, welche (ohne notwendigerweise
darauf beschränkt
zu sein) Siliciumdioxid, Flugasche, vulkanische Asche, Kieselgur,
siliciumdioxidhaltige Mineralien, Alkalicarbonate, Calcium- und
Magnesiummineralien wie Dolomit und Gips, Natriumsilicat, Borax,
Glaspulver (z. B. Bruchglas) und Schäumungsmittel umfassen. Das
Schäumungsmittel
kann aus kohlenstoffhaltigen organischen Stoffen wie Zucker und
Stärke,
Kohlenstoffschwarz, Siliciumcarbid, Carbonaten, Sulfaten und anderen ähnlichen
Materialien ausgewählt
werden.
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Um
die Platte der vorliegenden Erfindung herzustellen, können verschiedene
Verfahren angewendet werden. In einer Ausführungsform werden die Ausgangsmaterialien
für die
Herstellung der Platte zusammen mit Wasser vermischt, um eine homogene
Schlämme
zu bilden. Es muss angemerkt werden, dass, obwohl das bevorzugte
Mischverfahren ein Nassmischverfahren ist, in Abhängigkeit
von der Art der verwendeten Rohmaterialien für die Zubereitung des Schaumglases
dennoch auch ein Trockenmischverfahren gewählt werden kann. Wenn zum Beispiel
als ein Haupt-Rohmaterial ein Glaspulver (Natronkalk-Bruchglas) verwendet
wird, kann der Gasbildner in einer herkömmlichen Mischvorrichtung,
z. B. einer Kugelmühle,
trocken eingemischt werden. Wenn ein Nassmischverfahren angewendet
wird, beträgt
der Feststoffgehalt der Schlämme
vorzugsweise von 30 bis 80 Gew.-%, insbesondere von 50 bis 70 Gew.-%.
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Die
Schlämme
wird dann in einer herkömmlichen
Trocknungsvorrichtung, z. B. einem Sprühtrockner, getrocknet, um trockene
Pulver herzustellen. Wenn eine statische Trocknungsvorrichtung verwendet
wird, dann werden die getrockneten Aggregate gemahlen, um getrocknete
Pulver zu bilden. Das resultierende pulverförmige Produkt wird dann auf
eine Temperatur geglüht,
bei welcher die Viskosität
des resultierenden Schaumglases vorzugsweise von 107 bis
102 Poise, insbesondere von 105 bis
103 Poise, beträgt. Die Glühbehandlung kann in einer reduzierenden
Umgebung durchgeführt
werden, um organische Gasbildner wirksam zu mikroskopischen kohlenstoffhaltigen
Verbindungen zu pyrolisieren. In dem Fall von Siliciumcarbid als Schäumungsmittel
kann die Glühbehandlung
in einer neutralen Luftatmosphäre
durchgeführt
werden. Wenn Glaspulver als Hauptbestandteile in den Schaumglaszubereitungen
verwendet werden, ist der Glühschritt
derselbe wie der Schäumungsschritt.
Die Glühbehandlung
kann in einem Drehofen, in stationären Formen in einem Ofen oder
in einem Wirbelschichtreaktor durchgeführt werden, welcher hauptsächlich durch
ein heißes Gas
erhitzt wird.
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Das
geglühte
Produkt kann eine Pulverisierung erforderlich machen, wenn die Glühbehandlung
zum Beispiel in stationären
Formen durchgeführt
wird. Es kann sein, dass die Glühbehandlung
durch Fluidisierung keine Pulverisierung erforderlich macht, wenn
die Teilchen in der Wirbelschicht nicht agglomerieren. Die geglühten Pulver
werden vorzugsweise durch ein Sieb der Maschenzahl 20, noch besser
durch ein Sieb der Maschenzahl 40, gesiebt, um die groben Teilchen
zu entfernen.
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Die
Pulver werden dann in einer Metallform zu gewünschten Formen geformt. Die
bevorzugten Metalle sind Edelstahl und chromhaltige Legierungen
wie InconelTM Inco Alloys. Legierungen des
InconelTM-Typs werden bevorzugt, weil sie
Thermozyklen und der Oxidation besser standhalten können als
Edelstahle. Vorzugsweise werden Formtrennmittel verwendet, um das
Formlösungsverfahren
zu erleichtern und auch die Haftung des Schaumglases an dem Metall
auf ein Mindestmaß zu
beschränken,
welche zu einer unerwünschten
Rissbildung in dem fertigen Schaumglasprodukt führen kann. Die Formtrennmittel
sollten der Spitzen-Brenntemperatur standhalten, als Ergebnis können dann
preiswerte feuerfeste Oxide, wie z. B. siliciumdioxidreiche Mineralien,
aluminiumoxidreiche Mineralpulver wie Kieselgur, Siliciumdioxid
und verschiedene Tone, verwendet werden. Es kann eine sekundäre Oxidglasur
oder eine Oberflächenbeschichtung über die
geformte Schaumglaspulver-Vorstufe aufgebracht werden, um einen
zusätzlichen
Oberflächeneffekt
in dem fertigen Schaumprodukt zu erzeugen.
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Die
Formen werden dann entweder in elektrische oder in gasbetriebene Öfen überführt, welche
die Formen mit einer besseren Temperatureinheitlichkeit als 50°C, insbesondere
einer besseren als 20°C, über jede
Dimension der Form aufnehmen können.
Die Heizgeschwindigkeit wird basierend auf der Dicke des Schaumglases
und der Produktbefüllung
in dem Ofen ausgewählt.
Normalerweise kann die Heizgeschwindigkeit von 2 bis 10°C/min, vorzugsweise
von 3 bis 5°C/min,
betragen. Bei der Spitzen-Schäumungstemperatur beträgt die Viskosität des Schaumglases
von 105 bis 103 Poise.
Die Durchwärmungszeit
bei der Spitzen-Brenntemperatur hängt von den Abmessungen des
Schaumglases ab. Die Durchwärmungszeit
beeinflusst auch die Dicke der Oberflächenglasur. Eine längere Durchwärmungszeit
führt zur
Bildung einer dickeren Oberflächenglasur
oder Haut. Die größeren Schäume können längere Durchwärmungszeiten
erforderlich machen, um über den
Schaumkörper
hinweg ein Temperaturgleichgewicht sicherzustellen.
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Während der
Abkühlperiode
auf Raumtemperatur müssen
thermische Spannungen über
das Schaumglas hinweg auf ein Mindestmaß beschränkt werden, um ein starkes
Produkt sicherzustellen, welches frei von restlichen thermischen
Spannungen ist. Als ein Ergebnis ist die Abkühlgeschwindigkeit im Bereich
der oberen und unteren Kühltemperatur,
was einem ungefähren
Viskositätsbereich
von 1012 bis 1016 entspricht,
relativ langsam, von 1 bis 5°C/min,
vorzugsweise von 1 bis 3°C/min.
Oberhalb und unterhalb dieses Temperaturbereichs beträgt die mittlere
Abkühlgeschwindigkeit
in Abhängigkeit
von den Abmessungen des Schaums 2 bis 10°C/min, vorzugsweise 3 bis 5°C/min.
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Das
entspannte Schaumglas wird aus der Form gelöst und an seinen. Seiten getrimmt,
falls erforderlich. Die Trimmbehandlung kann durch verschiedene
Mittel durchgeführt
werden, z. B. durch Beschleifen und Zuschneiden. Das Zuschneiden
mit einer abriebfesten Klinge, z. B. einer Carbidklinge, wird bevorzugt,
weil hierbei weniger Staub erzeugt wird als beim Beschleifen. Es
sollte angemerkt werden, dass der Schaumglasstaub hauptsächlich aus
nichtkristallinem Siliciumdioxid besteht, welches viel ungefährlicher
ist als kristalliner Siliciumdioxidstaub wie z. B. Betonstaub.
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Die
hergestellte Schaumglasplatte kann als selbständige Platte oder für die Herstellung
von Schaumglas-Verbundelementen verwendet werden. Das gesamte Verschnitt
und der Staub, welche während
des letzten Schritts gesammelt wurden, werden zerrieben und den
Ausgangsmaterialien hinzugefügt.
Außerdem
wird jeglicher Produktausschuss, z. B. zerbrochene Platten oder
Elemente, zerrieben und in den Ausgangsmaterialien wiederverwendet.
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Der
Fachmann wird verstehen, dass das vorstehende Verfahren zur Herstellung
der Platten der vorliegenden Erfindung modifiziert werden könnte oder
andere Herstellungsverfahren angewendet werden könnten, ohne den Umfang der
Erfindung zu verlassen.
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Wie
oben erörtert,
ist eine Erscheinungsform der vorliegenden Erfindung der Einbau
von Hinterbauungsmaterialien in die Schaumglasplatte. Die unten
folgenden Beispiele 1 und 2 veranschaulichen die Anwendung von Portlandzement
als Hinterbauungsmaterial. Diese Beispiele zeigen, dass eine Puzzolanbindung
an der Grenzfläche
zwischen der Schaumglasplatte und der zementartigen Hinterbauungsschicht
natürlich
auftritt.
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Alternativ
können
andere anorganische zementartige Hinterbauungsmaterialien bis zu
einer gewünschten
Dicke über
die Schaumglasplatte aufgebracht werden, vorzugsweise zunächst als
eine Paste, welche zu einer soliden Hinterbauung aushärtet. Die
Hinterbauung kann als mehrschichtige Struktur ausgebildet werden,
wobei Kalk oder Portlandzement die dem Schaum benachbarte Schicht
darstellen, um Puzzolanbindungen zu entwickeln, gefolgt von darüber liegenden
anderen zementartigen Schichten. Die Zement-Hinterbauungsmaterialien
können
durch die Zugabe von Fasern aus Glas, Graphit, Keramik, Polymeren
wie Cellulose, Metallen, Kevlar oder Ähnlichem verstärkt sein.
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Es
ist auch möglich,
die Schaumglasplatte über
eine zusammenfügende
Verbindung mit anderen festen Schichten zu verbinden. Es können zum
Beispiel geeignete Kontaktklebstoffe zwischen einer Metallfolie und
dem Schaumglas aufgebracht werden. Ein solcher Klebstoff, welcher
für Aluminiumfolien
verwendet werden kann, ist ein Klebstoff auf Siliconbasis. Andere
Beispiele sind das Aufbringen eines Polymerschaums zwischen dem
Schaumglas und einem anderen Hinterbauungs material, um den Polymerschaum
zu schützen.
Polyurethanschaum und Zementplatten sind Beispiele für diese
Art der mehrschichtigen Hinterbauung. Der Vorteil des Polyurethanschaums
ist es, dass er an Ort und Stelle in einen Spalt zwischen einer
zuvor positionierten Schaumglasplatte und einer Verschalungsrückschicht
aufgebracht werden kann. Polymerhinterbauungen sind besonders nützlich,
um das Auseinanderfallen der spröden
Schichten, wie z. B. des Schaumglases und vor allem der zementartigen
Schichten, zu verringern. Die Hinterbauungsschicht kann mehrere
Schichten Schaumglas enthalten, welche mit Zement, Polymerschäumen oder
anderen Kontaktklebstoffen miteinander verbunden sind.
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Die
Schaumglashinterbauung kann für
eine maximale Absorption der Druckwellenenergie so gewählt werden,
dass sie eine andere Dichte aufweist als das Haupt-Schaumglaselement.
Die Vorderseite der Schaumglasschicht ist normalerweise glasiert,
wie zuvor erörtert.
Es kann jedoch gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Oberflächenfinish
aufgebracht werden, um der Schaumglas-Verbundstruktur einen weiteren Schutz
und eine ästhetische
Erscheinung zu verleihen. Das Oberflächenfinish kann aufgebracht
werden, bevor oder nachdem die Hinterbauungsschichten installiert
sind. Bei dem Finish kann es sich um eine strukturierte zementartige
und/oder polymere Überschicht
handeln, welche zum Beispiel eine Ziegelfront oder ein marmorartiges
Aussehen zeigt. Diese Finishs können
an Ort und Stelle über
der Schaumschicht geformt werden oder über einen Kontaktklebstoff
oder eine Zementschicht mit Puzzolanaktivität als separate Verschalung
an den Schaum geklebt werden. Diese Finishs verleihen der Schaumglas-Verbundstruktur
ein zusätzliches
architektonisches Design. Außerdem
können
in Oberflächenfinishs
Farbstoffe verwendet werden, um der Struktur die gewünschten
Farben zu geben. Den Oberflächenfinishs
können
Fasermaterialien hinzugegeben werden, um für eine zusätzliche Verstärkung zu sorgen
und um das Auseinanderfallen nach der Aufnahme einer Druckwelle
zu verringern. Falls erwünscht,
können
den Oberflächenfinishs
verschiedene UV-Schutzverbindungen hinzugegeben werden.
-
Die
Dicke sowohl der Hinterbauungsschichten als auch der Oberflächenfinishs
kann in Abhängigkeit von
Gestaltungskennwerten, erforderlicher Energieabsorption und Festigkeit
variieren. Das Aufbringen eines Oberflächenfinishs kann unnötig sein,
weil die natürliche
Glasur des Schaumglaselements nach dem Brennen ästhetisch ausreichend sein
kann.
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BEISPIEL 1
-
Es
wurde eine Schaumglasplatte hergestellt, indem die unten in Tabelle
1 angegebenen Ausgangsmaterialien vermischt wurden: TABELLE 1
| Flugasche
(geglüht,
Typ F) | 2000 g |
| Siliciumdioxid-Mehl | 2000 g |
| Natriumcarbonat | 600 g |
| Natriummetasilicat-Pentahydrat | 1600 g |
| Kaliumcarbonat | 0 |
| Borax | 0 |
| Zucker | 120 g |
| Wasser | 1415 g |
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Die
resultierende Schlämme
wurde getrocknet, und das Pulvergemisch wurde etwa 45 Minuten lang bei
950°C geglüht, um die
Ausgangsmaterialien zur Reaktion zu bringen und den Zucker zu einer
fein und gleichmäßig verteilten
kohlenstoffhaltigen Phase zu zersetzen. Das geglühte Produkt wurde zu feinen
Pulvern gemahlen, in einer InconelTM-Form
angeordnet und durch Erhitzen auf etwa 850°C aufgeschäumt und bei dieser Temperatur
ungefähr
30 Minuten lang durchwärmt.
Das resultierende Schaumglas wurde auf Raumtemperatur entspannt
und aus der Form gelöst.
Das resultierende Schaumglas wies eine Dichte von etwa 401 kg/m3, eine dunkle grünliche Farbe und eine vollständig glasierte
Oberfläche
auf. Die Porenstruktur war einheitlich, mit einer mittleren Porengröße von etwa
2 mm. Nach dem Trimmen der Ränder
wies die Platte Abmessungen von ungefähr 406 mm × 305 mm × 76 mm auf.
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Die
Schaumglas-Beton-Verbundplatte gemäß der vorliegenden Erfindung
wurde durch das folgende Verfahren hergestellt. Der Schaum wurde
um seine Seiten herum getrimmt und wurde um seinen Umfang herum
mit Sperrholzstreifen gerahmt, wobei die glasierte Fläche nach
unten zeigte und über
der Platte ein Spalt von etwa 25 mm gelassen wurde, um Zement aufzunehmen.
Ein Portlandzement-Sandgemisch (Quickrete-Sandgemisch) wurde gemäß der Anleitung
des Herstellers zubereitet. Die resultierende Paste wurde über die
freiliegende Fläche
des Schaums gegeben, welche während
des Brennens in Kontakt mit der Form stand und nicht getrimmt wurde,
um die Zellstruktur frei liegen zu lassen, bevor die Verbundplatte
hergestellt wurde. Der Beton konnte 28 Stunden lang aushärten, bevor
er aus der Form entnommen wurde. Die Grenzfläche zwischen dem Schaum und
den Betonschichten war vollständig
versiegelt, was ein Zeichen für
die Bildung einer starken Zement-Puzzolanbindung ist.
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BEISPIEL 2
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Es
wurde eine Schaumglasplatte hergestellt, indem die unten in Tabelle
2 angegebenen Ausgangsmaterialien vermischt wurden: TABELLE 2
| Flugasche
(geglüht,
Typ F) | 2000
g |
| Siliciumdioxid-Mehl | 2000
g |
| Natriumcarbonat | 320
g |
| Natriummetasilicat-Pentahydrat | 800
g |
| Kaliumcarbonat | 320 |
| Borax | 400 |
| Zucker | 120
g |
| Wasser | 1370
g |
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Die
resultierende Schlämme
wurde getrocknet, und das Pulvergemisch wurde etwa 30 Minuten lang bei
900°C geglüht, um die
Ausgangsmaterialien zur Reaktion zu bringen und den Zucker zu einer
fein und gleichmäßig verteilten
kohlenstoffhaltigen Phase zu zersetzen. Das geglühte Produkt wurde zu feinen
Pulvern gemahlen, in einer InconelTM-Form
angeordnet und durch Erhitzen auf etwa 860°C mit einer Aufheizgeschwindigkeit
von etwa 3,5°C/min
aufgeschäumt.
Der resultierende Schaum wurde auf Raumtemperatur entspannt und
aus der Form gelöst.
Das Schaumglas wies eine Dichte von etwa 833 kg/m3,
eine grünliche
Farbe und eine vollständig
glasierte Oberfläche
auf. Die Porenstruktur war einheitlich, mit einer mittleren Porengröße von etwa
1 bis 2 mm. Nach dem Trimmen der Ränder wies die Platte Abmessungen
von ungefähr
432 mm × 305 mm × 36 mm
auf.
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Die
Schaumglas-Beton-Verbundplatte gemäß der vorliegenden Erfindung
wurde durch das folgende Verfahren hergestellt. Der Schaum wurde
um seine Seiten herum getrimmt und wurde um seinen Umfang herum
mit Sperrholzstreifen gerahmt, wobei die glasierte Fläche nach
unten zeigte und über
der Platte ein Spalt von etwa 25 mm gelassen wurde, um Zement aufzunehmen.
Auf den Schaum wurde eine dünne
Schicht des Klebstoffbeschleunigers Elmer's ProBond Concrete Sonder aufgebracht.
Ein Portlandzement-Mörtelgemisch (Sakrete-Mörtelgemisch) wurde gemäß der Anleitung
des Herstellers zubereitet. Die resultierende Paste wurde über die
freiliegende Fläche
der gerahmten Schaumglasplatte gegeben und geglättet. Hierbei handelte es sich
um die mit der Brennform in Kontakt stehende Seite, diese wurde
nicht getrimmt, um die Zellstruktur frei liegen zu lassen, bevor
die Verbundplatte hergestellt wurde. Der Beton konnte 28 Stunden
lang aushärten,
bevor er aus der Form entnommen wurde. Die Grenzfläche zwischen
dem Schaum und den Betonschichten war vollständig versiegelt, was ein Zeichen
für die
Bildung einer starken Zement-Puzzolanbindung ist.
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Nun,
da die bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung detailliert dargestellt und beschrieben
worden sind, werden dem Fachmann leicht verschiedene Modifikationen
und Verbesserungen daran ersichtlich. Dementsprechend muss der Umfang
der vorliegenden Erfindung weit ausgelegt werden und darf nur durch
die folgenden Patentansprüche
und nicht durch die vorstehende Beschreibung beschränkt werden.