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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Cannabinoidrezeptoragonisten, die
an Cannabinoid-(CB2)-Rezeptoren binden.
Erfindungsgemäße Verbindungen
zeigen im Allgemeinen antientzündliche
und immunmodulierende Aktivität
und sind zur Behandlung von Zuständen
brauchbar, die durch Entzündung
und immunmodulierende Unregelmäßigkeiten
gekennzeichnet sind. Zu Beispielen für Bedingungen, die behandelt
werden können, gehören, ohne
darauf begrenzt zu sein, rheumatoide Arthritis, Asthma, Allergie,
Psoriasis, Morbus Crohn, systemischer Lupus erythrematosus, multiple
Sklerose, Diabetes, Krebs, Glaukom, Osteoporose, renale Ischämie, Schlaganfall,
zerebrale Ischämie
und Nephritis. Die Erfindung betrifft auch pharmazeutische Zusammensetzungen,
die diese Verbindungen enthalten.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Cannabinoidrezeptoren
gehören
zu der Superfamilie der G-Protein-gekoppelten
Rezeptoren. Sie werden in die vorwiegend neuronalen CB1-Rezeptoren
und die vorwiegend peripheren CB2-Rezeptoren unterteilt. Diese
Rezeptoren bewirken ihre biologischen Aktionen, indem sie Adenylatcyclase
und Ca+2 und K+-Ströme modulieren.
Obwohl die Effekte von CB1-Rezeptoren vorwiegend
mit dem zentralen Nervensystem zusammenhängen, haben CB2-Rezeptoren
vermutlich periphere Wirkungen, die mit Bronchialkonstriktion, Immunomodulation
und Entzündung
zusammenhängen.
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US 5,747,524 beschreibt
die Verwendung bestimmter Arylbenzo[b]thiophen- und Benzo[b]furanverbindungen
als Antagonisten des CB
1-Rezeptors.
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Es
ist berichtet worden, dass verschiedene Verbindungen entwickelt
worden sind, die mit CB
2-Rezeptoren in Wechselwirkung
treten oder unter anderem antientzündliche Aktivität haben,
die mit Cannabinoidrezeptoren zusammenhängt. Siehe z. B.
US 5,338,753 ,
US 5,462,960 ,
US 5,532,237 ,
US 5,925,768 ,
US 5,948,777 ,
US 5,990,170 ,
US 6,013,648 und
US 6,017,919 sowie
WO 02/06750 .
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verbindungen mit der Formel I:
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz oder Solvat davon, worin
R
1 ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, substituiertem oder unsubstituiertem
Alkyl, substituiertem oder unsubstituiertem Alkenyl, Halogenalkyl,
-N(R
7)
2, substituiertem
oder unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem
Cycloheteroalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem Aryl und
substituiertem oder unsubstituiertem Heteroaryl, wobei der Begriff "substituiert" mit (X)
p substituiert
bedeutet;
R
2 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Wasserstoff, substituiertem oder unsubstituiertem Alkyl, substitu iertem
oder unsubstituiertem Alkenyl, Halogenalkyl, -N(R
7)2,
substituiertem oder unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem
oder unsubstituiertem Cycloheteroalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem
Aryl und substituiertem oder unsubstituiertem Heteroaryl, wobei
der Begriff "substituiert" mit (X)
p substituiert
bedeutet;
R
3 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Alkyl, Heteroalkyl, Aryl, Heteroaryl, Br, Cl, F, CF
3,
OCF
2H, OCF
3 und
Alkoxy, wobei R
3 gleich oder verschieden
sein kann und unabhängig
ausgewählt
ist, wenn n > 1
R
4 ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus H, substituiertem oder unsubstituiertem
Alkyl, substituiertem oder unsubstituiertem Alkenyl, substituiertem
oder unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem
Cycloheteroalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem Aryl und
substituiertem oder unsubstituiertem Heteroaryl, wobei der Begriff "substituiert" mit (X)
p substituiert
bedeutet;
R
5 und R
6,
die gleich oder verschieden sind, unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend
aus H, substituiertem oder unsubstituiertem Alkyl, substituiertem
oder unsubstituiertem Alkenyl, substituiertem oder unsubstituiertem
Cycloalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem Cycloheteroalkyl,
substituiertem oder unsubstituiertem Aryl und substituiertem oder
unsubstituiertem Heteroaryl, wobei der Begriff "substituiert" mit (X)
p substituiert
bedeutet;
R
7 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Wasserstoff, substituiertem oder unsubstituiertem Alkyl, substituiertem
oder unsubstituiertem Alkenyl, Halogenalkyl, substituiertem oder
unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem
Cycloheteroalkyl, substituiertem oder unsubstituiertem Aryl und
substituiertem oder unsubstituiertem Heteroaryl, oder zwei R
7-Gruppen einen Ring aus 4 bis 7 Kohlen stoffatomen
bilden können,
wobei der Begriff "substituiert" mit (X) substituiert
bedeutet;
L
1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus -C(R
2)
2, -(CH(OR
2))-, -S(O
2)-, -S(O)-,
-S-, -O-, -N(R
2)-, -C(O)N(H)-, -CF
2- und -CH(NHOR
2)-;
L
2 ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus einer kovalenten Bindung, -CH
2-, -CH(CH
3), -C(CH
3)
2-, -C(=N-O-R
2)-, -S(O
2)-, -S(O)-,
-S-, -C(O)-, -O-, -N(R
2)-, -C(O)N(H)- und
-N(H)C(O)-;
M eine Heteroaryleinheit oder eine Dihydrobenzofuranylgruppe
ist,
n 0 bis 4 ist,
p 0 bis 5 ist;
X gleich oder
verschieden sein kann und ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus Br, Cl, F, CF
3,
OH, OCF
2H, OCF
3,
Alkoxy, Alkyl, Cycloalkyl, -O-Cycloalkyl, Heteroalkyl, -C(O)N(R
7)
2, -S(O
2)R
2 und -OS(O
2)R
2, wobei X unabhängig gewählt ist,
wenn p > 1;
Y
ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus einer kovalenten Bindung, -CH
2-, -S(O
2)- und -C(O)-,
und
Z ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus einer kovalenten Bindung, -CH
2-, -S(O
2)- und -C(O)-;
mit den folgenden Maßgaben:
wenn
L
2 eine kovalente Bindung ist, ist M direkt
an R
4 gebunden;
wenn Y eine kovalente
Bindung ist, ist R
1 direkt an das in Formel
I gezeigte Stickstoffatom gebunden, und
wenn Z eine kovalente
Bindung ist, ist R
2 direkt an das in Formel
I gezeigte Stickstoffatom gebunden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die eine oder mehrere Verbindungen der Formel I vorzugsweise mit
einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
einer pharmazeutischen Zusammensetzung, die eine oder mehrere Verbindungen
der Formel I enthält,
bei dem eine oder mehrere Verbindungen der Formel I mit einem oder
mehreren pharmazeutisch annehmbaren Trägern in Kontakt gebracht werden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung von einer
oder mehreren Verbindungen der Formel I zur Herstellung eines Medikaments
zum Stimulieren von Cannabinoid-CB2-Rezeptoren bei einem
Patienten, der dieser Stimulation bedarf.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung von einer
oder mehreren Verbindungen der Formel I zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung von Krebs, entzündlichen
Erkrankungen, immunmodulierenden Erkrankungen oder Erkrankungen
der Atemwege.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung von einer
oder mehreren Verbindungen der Formel I zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung von multipler Sklerose, wobei das Medikament ferner
ein oder mehrere weitere Mittel enthält, die gleich oder verschieden
sein können
und unabhängig
ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Interferon B1a, Interferon B1b
und Glatirameracetat, oder wobei das Medikament zur gemeinsamen
Verabreichung mit einem oder mehreren der weiteren Mittel ist.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Kit zur Behandlung
von Krebs, entzündlichen
Erkrankungen, immunmodulierenden Erkrankungen und Erkrankungen der
Atemwege, der in einem oder mehreren Behältern eine aktive Verbindung
zum Stimulieren der Cannabinoid CB2-Rezeptoren
bei einem Patienten enthält,
der in einem oder mehreren Behältern
eine oder mehrere Verbindungen gemäß Anspruch 1 in einem oder mehreren
pharmazeutisch annehmbaren Trägern
enthält.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Die
vorliegende Erfindung betriff Cannabinoidrezeptorantagonistverbindungen
mit der Formel I:
oder ein pharmazeutisch annehmbares
Salz oder Solvat davon,
wobei R
1, R
2, R
3, R
4,
R
5, R
6, L
1, L
2, M, n, p, X,
Y und Z wie bereits definiert sind;
L
1 vorzugsweise
für -(SO
2)-, -CH
2- oder -CH(OH)-
steht;
L
2 vorzugsweise für -(SO
2)- steht;
n vorzugsweise 0 ist,
R
1 vorzugsweise für CH
3 oder
CF
3 steht;
R
2 vorzugsweise
für H steht;
R
4 vorzugsweise für Furanyl, Pyridyl, Thienyl,
Chinolyl oder Fluorphenyl steht;
R
5 und
R
6, die gleich oder verschieden sein können, vorzugsweise
für H oder
CH
3 stehen;
X vorzugsweise für Cl oder
F steht,
M vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Indolyl, Benzofuranyl, Dihydrobenzofuranyl, Furanyl, Thienyl,
Pyridinyl, Aryl und Pyridinyl-N-oxid. M ist in einer anderen Ausführungsform
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Pyridinyl, Pyridinyl-N-oxid, Furanyl
und Thienyl.
Y steht vorzugsweise für -S(O
2)-
oder -C(O)-.
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Beispielhafte
Verbindungen der Formel I sind in der folgenden Tabelle I beschrieben,
bei der Z eine kovalente Bindung ist, n 0 ist, R2 H
ist und R1, R4,
R5, R6, M, L1, L2, p, Y und X
in der folgenden Tabelle I definiert sind: Die Verbindungen, die
in der ersten Spalte mit einem Stern (*) markiert sind, fallen nicht
unter die Formel I oder die angefügten Ansprüche, werden jedoch als Vergleichsbeispiele
offenbart.
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer bevorzugten Ausführungsform
durch die folgende Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergeeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
-
Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
durch die folgende Formel wiedergegebene Verbindung fällt nicht
unter die folgenden Ansprüche, wird
jedoch als Vergleichsbeispiel offenbart.
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
durch die folgende Formel wiedergegebene Verbindung fällt nicht
unter die folgenden Ansprüche, wird
jedoch als Vergleichsbeispiel offenbart.
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
wird in einer anderen bevorzugten Ausführungsform durch die folgende
Formel wiedergegeben:
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Erfindungsgemäße Cannabinoidrezeptoragonisten
können
antientzündliche
Aktivität
und/oder immunmodulierende Aktivität haben und sind zur Behandlung
verschiedener medizinischer Zustände
brauchbar, einschließlich
beispielsweise rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematosus,
multipler Sklerose, Glaukom, Diabetes, Osteoporose, renaler Ischämie, Hirnschlag,
zerebraler Ischämie,
Nephritis, Psoriasis, Allergie, entzündlichen Erkrankungen der Lungen
und des Gastrointestinaltrakts, wie Morbus Crohn, und Erkrankungen
der Atemwege, wie reversibler Obstruktion der Luftwege, Asthma und
Bronchitis.
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Wenn
nicht anders gesagt, gelten die folgenden Definitionen in der vorliegenden
Beschreibung und den Ansprüchen.
Diese Definitionen gelten unabhängig
davon, ob ein Begriff als solcher oder in Kombination mit anderen
Begriffen verwendet wird. Die Definition von "Alkyl" gilt somit für "Alkyl" sowie die "Alkyl"-Anteile von "Alkoxy", "Halogenalkyl" usw.
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"Alkyl" bedeutet eine aliphatische
Kohlenwasserstoffgruppe, die geradkettig oder verzweigt sein kann und
1 bis etwa 20 Kohlenstoffatome in der Kette enthält. Bevorzugte Alkylgruppen
enthalten 1 bis etwa 12 Kohlenstoffatome in der Kette. Besonders
bevorzugte Alkylgruppen enthalten 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatome
in der Kette. Verzweigtes Alkyl bedeutet, dass eine oder mehrere
niedere Alkylgruppen, wie Methyl, Ethyl oder Propyl, an eine lineare
Alkylkette gebunden sind. "Niederes
Alkyl" bedeutet
eine Gruppe mit etwa 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen in der Kette,
die geradkettig oder verzweigt sein kann. Bevorzugte Alkylgruppen
in der vorliegenden Erfindung sind niedere Alkylgruppen. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Alkylgruppen schließen
Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, t-Butyl, n-Pentyl,
Heptyl, Nonyl, Decyl, Trifluormethyl und Cyclopropylmethyl ein.
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"Alkenyl" bedeutet eine aliphatische
Kohlenwasserstoffgruppe, die mindestens eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
enthält
und geradkettig oder verzweigt sein kann und 2 bis 15 Kohlenstoffatome
in der Kette enthält.
Bevorzugte Alkenylgruppen haben etwa 2 bis etwa 2 Kohlenstoffatome
in der Kette und insbesondere 2 bis 6 Kohlenstoffatome in der Kette.
Verzweigtes Alkenyl bedeutet, dass eine oder mehrere niedere Alkylgruppen,
wie Methyl, Ethyl oder Propyl, an eine lineare Alkenylkette gebunden
sind. "Niederes
Alkenyl" bedeutet
2 bis 6 Kohlenstoffatome in der Kette, die geradkettig oder verzweigt
sein kann. Nicht-einschränkende
Beispiele für
geeignete Alkenylgruppen schließen
Ethenyl, Propenyl, n-Butenyl, 3-Methylbut-2-enyl und n-Pentenyl
ein.
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"Halo" steht für Fluor-,
Chlor-, Brom- oder Iodgruppen. Bevorzugt sind Fluor, Chlor oder
Brom, und besonders bevorzugt sind Fluor und Chlor.
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"Halogen" bedeutet Fluor,
Chlor, Brom oder Iod. Bevorzugt sind Fluor, Chlor oder Brom, und
besonders bevorzugt sind Fluor und Chlor.
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"Halogenalkyl" oder "halogeniertes Alkyl" bedeutet Alkyl mit
einem oder mehreren Halogenatomsubstituenten. Zu nichteinschränkenden
Beispielen gehören
-CH2Cl, -CHCl2,
-CCl3, -CH2F, -CHF2, -CF3, -CH2-CH2Cl, -CH2CHCl2, und -CHCl-CH2Cl.
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"Heteroalkyl" bedeutet geradkettige
oder verzweigte Alkylkette wie oben definiert, die 1 oder mehrere Heteroatome
enthält,
die gleich oder verschieden sein können und unabhängig ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus N, O und S.
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"Aralkyl" oder "Arylalkyl" bedeutet eine Arylalkylgruppe,
in der das Aryl und Alkyl wie zuvor beschrieben sind. Bevorzugte
Aralkyle enthalten eine niedere Alkylgruppe. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Aralkylgruppen schließen
Benzyl, Phenethyl und Naphthalenylmethyl ein. Das Aralkyl ist über das
Alkyl an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Alkylaryl" bedeutet eine Alkylarylgruppe,
in der das Alkyl und Aryl wie zuvor beschrieben sind. Bevorzugte
Alkylaryle enthalten eine niedere Alkylgruppe. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Alkylarylgruppen schließen
Tolyl und Xylyl ein. Das Alkylaryl ist über das Aryl an eine benachbarte
Einheit gebunden.
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"Aralkenyl" bedeutet eine Arylalkenylgruppe,
in der die Aryl- und Alkenylgruppen wie zuvor beschrieben sind.
Bevorzugte Aralkenyle enthalten eine niedere Alkenylgruppe. Nichteinschränkende Beispiele
für geeignete
Aralkenylgruppen schließen
Phenylethenyl und Naphthylethenyl ein. Das Aralkenyl ist über das
Alkenyl an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Alkoxy" bedeutet eine Alkyl-O-Gruppe,
in der die Alkylgruppe wie zuvor beschrieben ist. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Alkoxygruppen sind Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy und Isopropoxy. Die Alkylgruppe
ist über
den Ethersauerstoff an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Aryloxy" bedeutet eine Aryl-O-Gruppe,
in der die Arylgruppe wie zuvor beschrieben ist. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Aryloxygruppen schließen
Phenoxy und Naphthoxy ein. Die Arylgruppe ist über den Ethersauerstoff an
eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Aralkyloxy" bedeutet eine Aralkyl-O-Gruppe,
in der die Aralkylgruppe wie zuvor beschrieben ist. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Aralkyloxygruppen schließen
Benzyloxy und Naphthalenylmethoxy ein. Die Aralkylgruppe ist über den
Ethersauerstoff an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Alkylamino" bedeutet eine -NH2 oder -NH3 + Gruppe, worin ein oder mehrere der Wasserstoffatome
am Stickstoff durch eine Alkylgruppe wie oben definiert ersetzt
worden ist bzw. sind.
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"Arylamino" bedeutet eine -NH2 oder -NH3+ Gruppe,
worin ein oder mehrere der Wasserstoffatome am Stickstoff durch
eine Arylgruppe wie oben definiert ersetzt worden ist bzw. sind.
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"Alkylthio" bedeutet eine Alkyl-S-Gruppe,
in der die Alkylgruppe wie zuvor beschrieben ist. Zu nicht-einschränkenden
Beispielen für
geeignete Alkylthiogruppen gehören
Methylthio, Ethylthio und Isopropylthio. Das Alkyl ist über den
Schwefel an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Arylthio" bedeutet eine Aryl-S-Gruppe,
in der die Arylgruppe wie zuvor beschrieben ist. Nicht-einschränkende Beispiele
für geeignete
Arylthiogruppen schließen
Phenylthio und Naphthylthio ein. Das Aryl ist über den Schwefel an eine benachbarte
Einheit gebunden.
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"Aralkylthio" bedeutet eine Aralkyl-S-Gruppe,
in der die Aralkylgruppe wie zuvor beschrieben ist. Ein nicht-einschränkendes
Beispiel für
eine geeignete Aralkylthiogruppe ist Benzylthio. Das Aralkyl ist über den Schwefel
an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Alkoxycarbonyl" bedeutet eine Alkyl-O-C(O)-
Gruppe. Nicht-einschränkende
Beispiele für
geeignete Alkoxycarbonylgruppen schließen Methoxycarbonyl und Ethoxycarbonyl
ein. Das Alkoxy ist über
das Carbonyl an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Aryloxycarbonyl" bedeutet eine Aryl-O-C(O)-
Gruppe. Nicht-einschränkende
Beispiele für
geeignete Aryloxycarbonylgruppen schließen Phenoxycarbonyl und Naphthoxycarbonyl
ein. Das Aryloxy ist über
das Carbonyl an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Aralkoxycarbonyl" bedeutet eine Aralkyl-O-C(O)-
Gruppe Ein nicht-einschränkendes
Beispiel für
eine geeignete Aralkoxycarbonylgruppe ist Benzyloxycarbonyl. Das
Aralkoxy ist über
das Carbonyl an eine benachbarte Einheit gebunden.
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"Alkylsulfonyl" bedeutet eine Alkyl-S(O2)- Gruppe. Das Alkyl ist über das
Sulfonyl an eine benachbarte Einheit gebunden. Der Alkylanteil des "Alkylsulfonyls" ist vorzugsweise
niederes Alkyl.
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"Alkylsulfinyl" bedeutet eine Alkyl-S(O)-
Gruppe. Das Alkyl ist über
das Sulfinyl an eine benachbarte Einheit gebunden. Der Alkylanteil
des "Alkylsulfinyls" ist vorzugsweise
niederes Alkyl.
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"Arylsulfonyl" bedeutet eine Aryl-S(O2)- Gruppe. Das Aryl ist über das Sulfonyl an eine benachbarte Einheit
gebunden.
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"Aryl" bedeutet ein aromatisches
monocyclisches oder multicyclisches Ringsystem, das 6 bis 14 Kohlenstoffatome,
vorzugsweise 6 bis 10 Kohlenstoffatome enthält. Die Arylgruppe kann gegebenenfalls
mit einem oder mehreren "Ringsystemsubstituenten" substituiert sein,
die gleich oder verschieden sein können und wie oben definiert
sind. Nicht-einschränkende
Beispiele für
geeignete Arylgruppen schließen
Phenyl und Naphthyl ein.
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"Heteroaryl" bedeutet cyclische
aromatische Gruppen mit 5 oder 6 Ringatomen oder bicyclische Gruppen
mit 11 bis 12 Rin gatomen mit einem oder zwei Heteroatomen, die unabhängig ausgewählt sind
aus O, S oder N, wobei das Heteroatom/die Heteroatome eine carbocyclische
Ringstruktur unterbricht/unterbrechen und eine ausreichende Anzahl
delokalisierter n-Elektronen
hat/haben, um aromatischen Charakter zu liefern, mit der Maßgabe, dass
die Ringe keine benachbarten Sauerstoffund/oder Schwefelatome enthalten.
Bevorzugte Heteroaryle enthalten 5 bis 6 Ringatome. Das "Heteroaryl" kann gegebenenfalls
mit einem oder mehreren "Ringsystemsubstituenten" substituiert sein,
die gleich oder verschieden sein können und wie oben definiert
sind. Der Präfix
Aza, Oxa oder Thia vor der Heteroarylstammbezeichnung bedeutet,
dass mindestens ein Stickstoff-, Sauerstoff- beziehungsweise Schwefelatom
als Ringatom vorhanden ist. Stickstoffatome können ein N-Oxid bilden. Es
kommen alle Regioisomere in Frage, z. B. 2-Pyridyl, 3-Pyridyl und
4-Pyridyl. Brauchbare 6-gliedrige Heteroarylgruppen sind Pyridyl,
Pyrimidinyl, Pyrazinyl, Pyridazinyl und dergleichen sowie deren N-Oxide.
Brauchbare fünfgliedrige
Heteroarylringe sind Furyl, Thienyl, Pyrrolyl, Thiazolyl, Isothiazolyl,
Imidazolyl, Pyrazolyl, Isoxazolyl und dergleichen. "Heteroaryl" schließt auch
die folgenden benzokondensierten Ringsysteme ein, die sich von den
oben benannten Heteroarylgruppen ableiten: Chinonyl, Phthalazinyl,
Chinazolinyl, Benzofuranyl, Benzothienyl und Indolyl.
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"Ringsystemsubstituent" bedeutet einen an
ein aromatisches oder nicht-aromatisches Ringsystem gebundenen Substituenten,
der beispielsweise einen verfügbaren
Wasserstoff an dem Ringsystem ersetzt. Ringsystemsubstituenten können gleich
oder verschieden sein, wobei jeder unabhängig ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Aryl, Heteroaryl, Aralkyl, Alkylamino, Arylamino, Alkylaryl,
Aralkenyl, Heteroaralkyl, Alkylheteroaryl, Heteroaralkenyl, Hydroxy,
Hydroxyalkyl, Alkoxy, Ary loxy, Aralkoxy, Aralkyloxy, Acyl, Aroyl,
Halo, Nitro, Cyano, Carboxy, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, Aralkoxycarbonyl,
Alkylsulfonyl, Arylsulfonyl, Heteroarylsulfonyl, Alkylsulfinyl,
Arylsulfinyl, Heteroarylsulfinyl, Alkylthio, Arylthio, Heteroarylthio,
Aralkylthio, Heteroaralkylthio, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Y1Y2N-, Y1Y2N-Alkyl-, Y1Y2NC(O)- und Y1Y2NSO2-, wobei Y1 und Y2 gleich oder
verschieden sein können
und unabhängig
ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Alkyl, Aryl und Aralkyl.
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"Cycloalkyl" bedeutet ein nicht-aromatisches
mono- oder multicyclisches kondensiertes Ringsystem, das 3 bis 10
Ringkohlenstoffatome, vorzugsweise 3 bis 7 Ringkohlenstoffatome,
insbesondere 3 bis 6 Ringkohlenstoffatome enthält. Das Cycloalkyl kann gegebenenfalls
mit einem oder mehreren "Ringsystemsubstituenten" substituiert sein,
die gleich oder verschieden sein können und wie oben definiert
sind. Nichteinschränkende
Beispiele für
geeignete monocyclische Cycloalkyle schließen Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl, Cyclohexyl und dergleichen ein. Zu nicht-einschränkenden
Beispielen für
geeignete multicyclische Cycloalkyle gehören 1-Decalinyl, Norbornenyl,
Adamantyl und dergleichen.
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"Cycloheteroalkyl" bedeutet ein nicht-aromatisches,
mono- oder multicyclisches,
kondensiertes Ringsystem, das 3 bis 10 Ringkohlenstoffatome, vorzugsweise
3 bis 7 Ringkohlenstoffatome, insbesondere 3 bis 6 Ringkohlenstoffatome
enthält,
wobei das Cycloheteroalkyl 1 oder 2 Heteroatome unabhängig ausgewählt aus O,
S oder N aufweist, wobei das Heteroatom/die Heteroatome eine carbocyclische
Ringstruktur unterbricht bzw. unterbrechen, mit der Maßgabe, dass
die Ringe keine benachbarten Sauerstoff- und/oder Schwefelatome enthalten.
Das Cycloheteroalkyl kann gegebenenfalls mit einer oder mehreren "Ringsystemsubstituenten" substituiert sein,
die gleich oder ver schieden sein können, und wie oben definiert
sind. Nichteinschränkende
Beispiele für
Cycloheteroarylgruppen schließen
Piperidyl, Pyrrolidinyl, Piperazinyl, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Thiazolidinyl,
1,3-Dioxolanyl, 1,4-Dioxanyl, Tetrahydrofuranyl, Tetrahydrothiophenyl,
Tetrahydrothiopyranyl und dergleichen ein.
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"Oxim" bedeutet eine -CH(=NOR2)- Rest enthaltende Einheit, wobei R2 bereits definiert wurde.
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Der
Begriff "gegebenenfalls
substituiert" bedeutet
gegebenenfalls mit den angegebenen Gruppen, Resten oder Einheiten
substituiert.
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Der
Begriff "Solvat" bedeutet hier ein
Aggregat, das aus einem gelösten
Ion oder Molekül
mit einem oder mehreren Lösungsmittelmolekülen besteht,
beispielsweise ein Hydrat, das derartige Ionen enthält.
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Die
Begriffe "Zusammensetzung" und "Formulierung" sollen hier ein
Produkt umfassen, das die angegebenen Bestandteile sowie jegliches
direkt oder indirekt aus der Kombination der angegebenen Bestandteile resultierende
Produkt enthält.
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"Patient" beinhaltet Säuger und
andere Tiere.
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"Säuger" bedeutet Menschen und andere Säugetiere.
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Der
Begriff "pharmazeutisch
wirksame Menge" oder "therapeutisch wirksame
Menge" soll eine
Menge eines therapeutischen Mittels der Verbindung der Formel I
bedeuten, die eine Wirkung auf ein Gewebe, System, ein Tier oder
Patienten haben wird, die von dem Verantwortlichen (wie einem Forscher,
Arzt oder Tierarzt) angestrebt wird, wozu Linderung der Symptome
des Zustands oder der Erkrankung, die behandelt wird, und die Prävention,
das Verlangsamen oder Aufhalten der Progression der Erkrankung oder
des Zustands gehört, beispielsweise
der hier erörterten
entzündlichen,
immunmodulierenden oder Atemwegerkrankungen.
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Prodrugs
und Solvate der erfindungsgemäßen Verbindungen
liegen auch innerhalb des Umfangs dieser Erfindung. Der Begriff "Prodrug" bezeichnet hier
eine Verbindung, die ein Wirkstoffvorläufer ist, der bei Verabreichung
an ein Subjekt durch metabolische oder chemische Prozesse chemisch
verändert
wird, um eine Verbindung der Formel I oder ein Salz und/oder Solvat
davon zu ergeben. Eine Erörterung
von Prodrugs findet sich in T. Higuchi und V. Stella, Pro-drugs
as Novel Delivery Systems (1987), Band 14 der A. C. S. Symposium-Reihe,
und in Bioreversible Carriers in Drug Design, (1987) Edward B. Roche,
Herausgeber, American Pharmaceutical Association and Pergamon Press,
wobei hier auf beide Bezug genommen wird.
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Die
Verbindungen der Formel I können
Salze, Solvate und Prodrugs bilden, die auch innerhalb des Umfangs
dieser Erfindung liegen. Die Bezugnahme auf eine Verbindung der
Formel I soll hier die Bezugnahme auf deren Salze, Solvate und Prodrugs
einschließen,
wenn nicht anders angegeben.
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Der
Begriff "Salz(e)" bezeichnet hier
saure Salze, die mit anorganischen und/oder organischen Säuren gebildet
sind, sowie basische Salze, die mit anorganischen und/oder organischen
Basen gebildet sind. Wenn eine Verbindung der Formel I zudem sowohl
eine basische Einheit wie, jedoch nicht begrenzt auf, ein Pyridin oder
Imidazol, und eine saure Einheit enthält, wie eine Carbonsäure, jedoch
nicht darauf begrenzt, können Zwitterionen
("innere Salze") gebildet werden
und sind hier in den Begriff "Salz(e)" eingeschlossen.
Pharmazeutisch annehmbare (d. h. nicht-toxische, physiologisch annehmbare)
Salze sind bevorzugt, obwohl auch andere Salze brauchbar sind. Salze
der Verbindungen der Formel I können
beispielsweise gebildet werden, indem eine Verbindung der Formel
I mit einer Menge an Säure
oder Base, wie einer äquivalenten
Menge, in einem Medium umgesetzt werden, wie einem, in dem das Salz
ausfällt,
oder in einem wässrigen
Medium, gefolgt von Lyophilisierung.
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Zu
beispielhaften Säureadditionssalzen
gehören
Acetate, Adipate, Alginate, Ascorbate, Aspartate, Benzoate, Benzolsulfonate,
Eisulfate, Borate, Butyrate, Citrate, Camphorate, Camphersulfonate,
Cyclopentanpropionate, Digluconate, Dodecylsulfate, Ethansulfonate,
Fumarate, Glucoheptanoate, Glycerophosphate, Hemisulfate, Heptanoate,
Hexanoate, Hydrochloride, Hydrobromide, Hydroiodide, 2-Hydroxyethansulfonate, Lactate,
Maleate, Methansulfonate, 2-Naphthalinsulfonate, Nicotinate, Nitrate,
Oxalate, Pectinate, Persulfate, 3-Phenylpropionate, Phosphate, Pikrate,
Pivalate, Propionate, Salicylate, Succinate, Sulfate, Sulfonate
(wie jene, die hier genannt wurden), Tartrate, Thiocyanate, Toluolsulfonate
(auch als Tosylate bekannt), Undecanoate und dergleichen. Säuren, die
allgemein für
die Bildung pharmazeutisch brauchbarer Salze aus basischen pharmazeutischen
Verbindungen als geeignet angesehen werden, sind zudem beispielsweise
in S. Berge et al., Journal of Pharmaceutical Sciences (1977) 66(1)
1–19;
P. Gould, International J. of Pharmaceutics (1986) 33 201–217, und
Anderson et al., The Practice of Medicinal Chemistry (1996), Academic
Press, New York, erörtert.
Auf diese Offenbarungen wird hier Bezug genommen.
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Beispielhafte
basische Salze schließen
Ammoniumsalze, Alkalimetallsalze wie Natrium-, Lithium- und Kaliumsalze,
Erdalkalimetallsalze wie Calcium- und Magnesiumsalze, Salze mit
organischen Basen (beispielsweise organischen Aminen) ein, wie Benzathinen,
Dicyclohexylaminen, Hydrabaminen (mit N,N-Bis(dehydroabietyl)ethylendiamin
gebildet), N-Methyl-D-glucaminen, N-Methyl-D-glucamiden, t-Butylaminen
und Salzen mit Aminosäuren
wie Arginin, Lysin und dergleichen. Basische stickstoff haltige Gruppen
können
mit Mitteln wie niederen Alkylhalogeniden (z. B. Methyl-, Ethyl-,
Propyl- und Butylchloriden, -bromiden und -iodiden), Dialkylsulfaten
(z. B. Dimethyl-, Diethyl-, Dibutyl- und Diamylsulfaten), langkettigen
Halogeniden (z. B. Decyl-, Lauryl-, Myristyl- und Stearylchloriden,
-bromiden und -iodiden), Aralkylhalogeniden (z. B. Benzyl- und Phenethylbromiden)
und anderen quaternisiert werden.
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Alle
derartigen Säuresalze
und Basesalze sollen pharmazeutisch annehmbare Salze innerhalb des Umfangs
der Erfindung sein, und alle Säure-
oder Basensalze werden für
erfindungsgemäße Zwecke
als zu den freien Formen der entsprechenden Verbindungen äquivalent
angesehen.
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Verbindungen
der Formel I und Salze und Solvate und Prodrugs davon können in
ihrer tautomeren Form vorliegen (beispielsweise als Amid oder Iminoether).
Alle derartigen tautomeren Formen werden hier als Teil der vorliegenden
Erfindung angesehen.
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Alle
Stereoisomere (beispielsweise geometrische Isomere, optische Isomere
und dergleichen) der vorliegenden Verbindungen (einschließlich jenen
der Salze, Solvate und Prodrugs der Verbindungen sowie der Salze
und Solvate der Prodrugs), wie jene, die aufgrund von asymmetrischen
Kohlenstoffatomen an verschiedenen Substituenten vorliegen können, einschließlich enantiomeren
Formen (die sogar in Abwesenheit asymmetrischer Kohlenstoffatome
vorliegen können),
rotameren Formen, Atropisomeren und diastereomeren Formen, sind
hier in den Umfang dieser Erfindung eingeschlossen. Individuelle
Stereoisomere der erfindungsgemäßen Verbindungen
können
beispielsweise im Wesentlichen frei von anderen Isomeren sein, oder
können beispielsweise
als Racemate oder mit allen anderen oder anderen ausgewählten Stereoisomeren
gemischt sein. Die chiralen Zentren der vorliegenden Erfindung können die
S- oder R-Kon figuration haben, wie durch die Empfehlungen der IUPAC
von 1974 definiert. Die Verwendung der Betriffe "Salz", "Solvat", "Prodrug" und dergleichen
soll gleichermaßen
für das
Salz, Solvat und Prodrug von Enantiomeren, Stereoisomeren, Rotameren,
Tautomeren, Racematen oder Prodrugs der erfindungsgemäßen Verbindungen
gelten.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die eine oder mehrere erfindungsgemäße Verbindungen der Formel
I enthält.
Die pharmazeutische Zusammensetzung enthält vorzugsweise einen oder
mehrere pharmazeutisch annehmbare Träger. Zur Herstellung pharmazeutischer
Zusammensetzungen aus den in dieser Erfindung beschriebene Verbindungen
können
inerte, pharmazeutisch annehmbare Träger verwendet werden. Diese
Träger
können
fest oder flüssig
sein. Zubereitungen in fester Form schließen Pulver, Tabletten, dispergierbare
Körner,
Kapseln, Oblatenkapseln und Zäpfchen
ein. Die Pulver und Tabletten können
aus etwa 5 bis etwa 95 aktivem Bestandteil zusammensetzt sein. Geeignete
feste Träger
sind in der Technik bekannt, z. B. Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat,
Talkum, Zucker oder Lactose. Tabletten, Pulver, Kapseln und Oblatenkapseln
können
als feste Dosierungsformen verwendet werden, die für die orale
Verabreichung geeignet sind. Beispiele für pharmazeutisch annehmbare
Träger
und Fertigungsverfahren für
verschiedene Zusammensetzungen finden sich in A. Gennaro (Herausgeber),
Remington's Pharmaceutical
Sciences, 18. Auflage, (1990), Mack Publishing Co., Easton, Pennsylvania,
USA.
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Zur
Herstellung von Zäpfchen
wird ein niedrig schmelzendes Wachs, wie eine Mischung von Fettsäureglyceriden
oder Kakaobutter, zuerst geschmolzen und der aktive Bestandteil
darin homogen dispergiert, wie durch Rühren. Die geschmolzene homo gene
Mischung wird dann in zweckmäßig bemessene
Formen gegossen, abkühlen
gelassen und dadurch verfestigt.
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Zubereitungen
in flüssiger
Form schließen
Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen ein. Ein Beispiel hierfür ist Wasser
oder Wasser/Propylenglykol-Lösungen
für die
parenterale Injektion.
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Zubereitungen
in flüssiger
Form können
auch Lösungen
für intranasale
Verabreichung einschließen.
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Aerosolzubereitungen,
die zur Inhalation geeignet sind, können Lösungen und Feststoffe in Pulverform
einschließen,
die in Kombination mit einem pharmazeutisch annehmbaren Träger wie
inertem komprimiertem Gas vorliegen können.
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Ebenfalls
eingeschlossen sind Zubereitungen in fester Form, die kurz vor Gebrauch
in Zubereitungen in flüssiger
Form für
orale oder parenterale Verabreichung überführt werden sollen. Solche flüssigen Formen schließen Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen ein.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
auch transdermal verabreichbar sein. Die transdermalen Zusammensetzungen
können
die Form von Cremes, Lotionen, Aerosolen und/oder Emulsionen annehmen,
und können
in ein Transdermalpflaster vom Matrix- oder Reservoirtyp eingeschlossen werden,
wie in der Technik zu diesem Zweck konventionell ist.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
in einem Verfahren zum Stimulieren der Cannabinoid CB2-Rezeptoren
bei einem Patienten verwendet werden, bei dem einem Patienten eine
CB2-Rezeptor
stimulierende Menge von einer oder mehreren Verbindungen der Formel
I verabreicht wird. Die tägliche
Dosis einer Verbindung der Formel I zum Stimulieren der Cannabinoid
CB2-Rezeptoren
bei einem Patienten kann im Bereich von etwa 0,001 mg/kg bis etwa
100 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, vorzugsweise etwa 0,001 mg/kg bis etwa 50 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, insbesondere etwa 0,001 mg/kg bis etwa 10 mg/kg Körpergewicht
pro Tag liegen.
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Die
Verbindungen dieses Verfahrens können
in einem Verfahren zur Behandlung von Krebs, entzündlichen
Erkrankungen, immunmodulierenden Erkrankungen oder Erkrankungen
der Atemwege verwendet werden, bei dem einem Patienten, der dieser
Behandlung bedarf, eine oder mehrere Verbindungen der Formel I verabreicht
wird. Die nach diesem Verfahren verabreichte Menge der Verbindung
I ist vorzugsweise eine therapeutisch wirksame Menge. Die tägliche Dosis
einer Verbindung der Formel I zum Behandeln einer Erkrankung oder
eines Zustands kann im Bereich von etwa 0,001 mg/kg bis etwa 100
mg/kg Körpergewicht
pro Tag, vorzugsweise etwa 0,001 mg/kg bis etwa 50 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, insbesondere etwa 0,001 mg/kg bis etwa 10 mg/kg Körpergewicht
pro Tag liegen. Bei einem durchschnittlichen Körpergewicht von 70 kg kann der
Dosierbereich daher etwa 0,1 bis etwa 700 mg Arzneimittel pro Tag
betragen, das in einer Einzeldosis oder 2 bis 4 unterteilten Dosen
gegeben wird. Die genaue Dosis wird jedoch durch den behandelnden
Arzt festgelegt und hängt
von der Potenz der verabreichten Verbindung, dem Alter, Gewicht,
Zustand und der Reaktion des Patienten ab.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
antientzündliche
und/oder immunmodulierende Aktivität zeigen und sind zur Behandlung
verschiedener nachfolgend aufgeführter
medizinischer Zustände
brauchbar. Diese Nützlichkeit
ist offenkundig, wie durch Aktivität in dem folgenden Assay gezeigt
wird.
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Potentielle
Cannabinoidrezeptorliganden wurden einem Screening auf die Fähigkeit
unterzogen, mit [3H] CP-55,940 um die Bindung
an rekombinante Cannabinoidrezeptoren zu konkurrieren. Testverbindungen wurden
seriell in Verdünnungspuffer
(50 mM Tris pH 7,1, 1 mM EDTA, 3 mM MgCl2,
0,1% BSA, 10 DMSO, 0,36% Methylcellulose (Sigma M-6385)) aus Vorratsmaterial
verdünnt,
das in 100% DMSO hergestellt war. Aliquote (10 μl) wurden in 96 Mulden-Mikrotiterplatten überführt. Membranpräparationen
von rekombinantem humanem Cannabinoid CB2-Rezeptor (Receptor
Biology #RB-HCB2) oder rekombinantem humanem Cannabinoid CB1-Rezeptor (Receptor Biology #RB-HCB1) wurden
in Bindungspuffer (50 mM Tris pH 7,2, 1 mM EDTA, 3 mM MgCl2, 0,1% BSA) auf 0,3 mg/ml verdünnt. Jeder
Mulde der Mikrotiterplatte wurden Aliquote (50 μl) zugegeben. Die Bindungsreaktionen
wurden durch Zugabe von [3H] CP-55,940 (New
England Nuclear # NET 1051; spezifische Aktivität = 180 Ci/mmol, erhältlich von
New England Nuclear) zu jeder Mulde der Mikrotiterpatte initiiert.
Jede 100 μl
Reaktionsmischung enthielt 0,48 nM [3H] CP 55,940, 8 μg Membranprotein
in Bindungspuffer, der 1% DMSO und 0,036% Methylcellulose enthielt.
Nachdem 2 Stunden bei Raumtemperatur inkubiert worden war, wurden
die Reaktionsmischungen mit einem TomTec Mark 3U Harvester (Hamden,
CT, USA) durch mit 0,5% Polythylenimin beschichtete GF/C Filterplatten
(UniFilter-96, Packard) filtriert. Die Filterplatte wurde 5 Mal
mit Bindungspuffer gewaschen, um 180° gedreht und danach erneut 5
Mal mit Bindungspuffer gewaschen. Die gebundene Radioaktivität wurde
nach der Zugabe von 30 μl
Packard Microscint 20 Szintillationsmittel in einem Packard TopCount
NXT Mikroplattenszintillationszähler
quantifiziert. Die resultierenden Daten wurden analysiert und Ki-Werte für
die Verbindungen unter Verwendung von nichtlinearer Regressionsanalyse
bestimmt, die unter Verwendung von Prism 2.0b (von GraphPad, San
Diego, CA, USA) durchgeführt
wurde. Die Daten wurden analysiert und die Cannabinoidrezeptorbindungsaktivität (Ki-Werte) der Verbindungen unter Verwendung
von GraphPad Prim bestimmt.
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Für erfindungsgemäße Verbindungen
wurde ein Bereich von Ki-Werten von etwa
0,1 nM bis etwa 1 μM beobachtet.
Die bevor zugten Verbindungen 1 bis 67 haben Ki-Werte
im Bereich von etwa 0,1 nM bis etwa 250 nM, vorzugsweise etwa 0,1
bis etwa 100 nM, insbesondere etwa 0,1 bis etwa 10 nM.
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Es
ist möglich,
dass eine erfindungsgemäße Verbindung
zur Behandlung von einer oder mehreren dieser aufgeführten Erkrankungen
brauchbar sein kann.
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Nicht-einschränkende Beispiele
für den
Krebs, die entzündlichen
Erkrankungen, immunmodulierenden Erkrankungen oder Erkrankungen
der Atemwege schließen
eine oder mehrere Erkrankungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus T-Zelllymphom der Haut, rheumatoider Arthritis, systemischem
Lupus erythematosus, multipler Sklerose, Glaukom, Diabetes, Osteoporose,
renaler Ischämie,
Herzinfarkt, Hirnschlag, zerebraler Ischämie, Nephritis, Hepatitis,
Glomerulonephritis, kryptogener fibrosierender Aveolitis, Psoriasis,
atopischer Dermatitis, Vaskulitis, Allergie, saisonaler allergischer
Rhinitis, Morbus Crohn, entzündlicher
Darmerkrankung, reversibler Obstruktion der Luftwege, Schocklunge,
Asthma, chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und Bronchitis
ein. Die erfindungsgemäße Verbindung
I kann als Monotherapie verabreicht werden. Die erfindungsgemäße Verbindung
I kann außerdem
mit einer oder mehreren erkrankungsmodifizierenden antirheumatischen
Wirkstoffe (DMARDS), wie Methotrexat, Azathioptrin, Leflunomid,
Penicillamin, Goldsalzen, Mycophenolat, Mofetil, Cyclophosphamid
und anderen ähnlichen
Wirkstoffen gemeinsam verabreicht oder in Kombination damit verwendet
werden. Sie können
auch gemeinsam mit oder in Kombination mit einem oder mehreren nicht-steroidalen
antientzündlichen
Wirkstoffen (NSAIDS), wie Piroxicam, Naproxen, Indomethacin, Ibuprofen
und dergleichen; COX-2-selektiven Inhibitoren, wie Rofecoxib, das
in Vioxx® (von
Merck & Company,
Whitehouse Station, NJ, USA) enthalten ist, und Celecoxib, das in
Celebrex® enthalten
ist (von Pfizer Inc., New York, New York, USA); COX-1-Inhibitoren,
wie Piroxicam, das in Feldene® (von Pfizer Inc., New
York, New York, USA) enthalten ist; Immunosuppressiva, wie Steroiden,
Cyclosporin, Tacrolimus, Rapamycin und dergleichen; biologischen
Reaktionsmodifizierungsmitteln (BRMs), wie Etanercept, das in Enbrel® (von
Wyeth-Ayerst, Philadelphia, PA, USA) enthalten ist, Infliximab,
das Remicade® (von
Centocor, Inc., Malvern, PA, USA) enthalten ist, IL-1 Antagonisten,
Anti-CD40, Anti-CD28,
IL-10, Antiadhesionsmolekülen
und dergleichen, und anderen antientzündlichen Mitteln, wie p38 Kinase-Inhibitoren,
PDE4-Inhibitoren, TACE-Inhibitoren, Chemokin-Rezeptorantagonisten,
Thalidomid, das in Thalomid® (Celgene Corporation,
Warren, NJ, USA) enthalten ist, und anderen kleinmolekularen Inhibitoren
der proinflammatorischen Zytokinproduktion verabreicht oder verwendet
werden. Andere Wirkstoffe, mit denen die erfindungsgemäßen Verbindungen
gemeinsam verabreicht oder in Kombination verwendet werden können, schließen Anaprox,
Arava, Arthrotec, Azulfidin, Aspirin, Cataflam, Celeston, Soluspan,
Clinoril, Corton-Acetat, Cuprimin, Daypro, Decadron, Depen, Depo-Medrol,
Disalcid, Dolobid, Naprosyn, Gengraf, Hydrocorton, Imuran, Indocin,
Lodin, Motrin, Myochrysin, Nalfon, Naprelan, Neoral, Orudis, Oruvail,
Pediapred, Plaquenil, Prelon, Relafen, Solu-Medrol, Tolectin, Trilisat und
Voltaren ein. Hierzu gehört
jede Formulierung der oben genannten Wirkstoffe.
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Zur
Behandlung der multiplen Sklerose können die erfindungsgemäßen Verbindungen
gemeinsam oder in Kombination mit einem oder mehreren weiteren Mitteln
verabreicht oder verwendet werden, die gleich oder verschieden sein
können
und unabhängig
ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Avonex® (Interferon
B-1a von Biogen), Betaseron® (Interferon B-1b von
BerJex) und Copaxone® (Glatirameracetat von Teva
Neuroscience incorporated).
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Zur
Kombinationsbehandlung mit mehr als einem Wirkstoff, wobei die Wirkstoffe
in separaten Dosisformulierungen vorliegen, können die Wirkstoffe getrennt
oder zusammen verabreicht werden. Außerdem kann die Verabreichung
eines Elements vor, gleichzeitig mit oder nach der Verabreichung
des anderen Mittels oder der anderen Mittel erfolgen. Die Wirkstoffe
sollten idealerweise zur gleichen Zeit gegeben werden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Kit zur Behandlung
von Krebs, entzündlichen
Erkrankungen, immunmodulierenden Erkrankungen und Erkrankungen der
Atemwege, der in einem oder mehreren Behältern eine aktive Verbindung
zum Stimulieren der Cannabinoid CB2-Rezeptoren
bei einem Patienten enthält,
der in einem oder mehreren Behältern
eine oder mehrere Verbindungen gemäß Anspruch 1 in einem oder mehreren
pharmazeutisch annehmbaren Trägern
enthält.
Die Menge der Verbindung I in dem Kit ist vorzugsweise eine therapeutisch
wirksame Menge. Die tägliche
Dosis einer Verbindung der Formel I zum Behandeln einer Erkrankung
oder eines Zustands kann im Bereich von etwa 0,001 mg/kg bis etwa
100 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, vorzugsweise etwa 0,001 mg/kg bis etwa 50 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, insbesondere etwa 0,001 mg/kg bis etwa 10 mg/kg Körpergewicht
pro Tag liegen.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
und die hier als Vergleichsbeispiele offenbarten Verbindungen werden
allgemein nach Verfahren hergestellt, die in der Technik bekannt
sind, beispielsweise nach den nachfolgend beschriebenen Verfahren.
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In
der Beschreibung und den Schemata werden die folgenden Abkürzungen
verwendet:
wässrig
(aq), wasserfrei (anhyd), n-Butyllithium (n-BuLi), Dibromdimethylhydantoin (DBDMH),
Diisopropylethylamin (DIPEA), Diethylether (Et2O),
Dimethylacetamid (DMA), Dimethylsulfoxid (DMSO), Ethanol (EtOH), Ethylacetat
(EtOAC), Abgangs gruppe (LG), meta-Chlorperoxybenzoesäure (MCPBA),
Methansulfonsäure (MsOH),
Methansulfonylchlorid (MsCl), präparative
Dünnschichtchromatographie
an Merck-Silikaplatten (PTLC), Phenyl (Ph), Pyridiumchlorchromat
(PCC), Pyridin (Py), Trifluoressigsäureanhydrid (TFAA), Trifluormethansulfonsäureanhydrid
(Tf2O), Tetrahydrofuran (THF), Silikagelchromatographie
(sgc), Dünnschichtchromatographie
(DC), Raumtemperatur (rt), Stunde (h), Minuten (min), Mol (M), pounds
per square inch (psi) und gesättigte
wässrige
Kochsalzlösung
(Salzlösung).
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Die
Substituenten L
1, L
2,
M, X, Y, Z, R
1, R
2,
R
3, R
4, R
5 und R
6 und die
Symbole n und p in den folgenden allgemeinen Schemata wurden bereits
definiert. PG steht für
eine N-Schutzgruppe. Beispiele für
N-Schutzgruppen, die zur Durchführung
der Erfindung geeignet sind, schließen Allyl, Methoxymethyl, Benzyloxymethyl, CG
3CO (wobei G ein Halogen ist), Benzyloxycarbonyl,
Trityl, Pivaloyloxymethyl, Tetrahydranyl, Benzyl, Di(p-methoxyphenyl)methyl,
Triphenylmethyl, (p-Methoxyphenyl)diphenylmethyl, Diphenylphosphinyl,
Benzolsulfenyl, Methylcarbamat, 2-Trimethylsilylethylcarbamat, 1-Methyl-1-phenylethylcarbamat,
t-Butylcarbamat ("t-Boc"), Cyclobutylcarbamat,
1-Methylcyclobutylcarbamat, Adamantylcarbamat, Vinylcarbamat, Allylcarbamat,
Cinnamylcarbamat, 8-Chinolylcarbamat, 4,5-Diphenyl-3-oxazolin-2-on, Benzylcarbamat,
9-Anthrylmethylcarbamat, Diphenylmethylcarbamat, S-Benzylcarbamat
und die folgende Einheit ein:
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Allgemeines
Schema I Herstellung
von Indolsulfonylgebundenen Verbindungen
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In
Stufe 1 wurde Trifluoressigsäureanhydrid
in einem geeigneten inerten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, Chloroform, Acetonitril, Dichlorethan und dergleichen
gelöst
und mit Verbindung A, vorzugsweise bei Raumtemperatur, 1 bis 5 Stunden
umgesetzt, um Verbindung B zu bilden.
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Verbindung
B wurde in Stufe 2 in ClSO3H zwischen 0°C und Raumtemperatur
gelöst,
etwa 72 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und danach in Eis-H2O gegossen. Es bildete sich ein Niederschlag,
der Verbindung C enthielt, der durch im Stand der Technik bekannte
Filtrationsmittel aufgefangen werden konnte.
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Alternative Stufe 2:
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In
der alternativen Stufe 2 wurde Verbindung B-1 in wasserfreiem THF
gelöst
und auf etwa –78°C abgekühlt und
mit nBu-Li behandelt.
Die resultierende lithiierte Spezies wurde durch Hindurchblasen
von SO2-Gas gequencht. Die resultierende
Mischung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und das ausgefällte Lithiumsulfonatsalz
durch Filtration aufgefangen. Das Salz wurde erneut in einer 1:1
Mischung Wasser und Methylenchlorid gelöst und mit Chlorierungsmittel,
wie NCS, behandelt. Nach der Aufarbeitung wurde Verbindung C erhalten.
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In
Stufe 3 wurde Verbindung C in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst, wie
Aceton und H2O. Es wurde KF zugegeben und
bei Raumtemperatur gerührt.
Nach der Aufarbeitung kann das Produkt (Verbindung D) nach im Stand
der Technik bekannten Verfahren gereinigt werden, wie sgc oder Kristallisation.
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In
Stufe 4(a) wurde ein geschütztes
Indol (Verbindung J) beispielsweise N-Boc-Indol, das in Stufe 4 verwendet
wurde, hergestellt, indem die Schutzgruppe (PG) wie oben definiert
in einem geeigneten inerten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, Dichlorethan, THF und DMF, gelöst wurde
und mit einem Indolderivat (Verbindung I) in Gegenwart von Dimethylaminopyridin,
Trimethylamin und (iPr)2NEt umgesetzt wurde.
Das Produkt (Verbindung J) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 4 wurde das geschützte
Indol (Verbindung J) in einem geeigneten Lösungsmittel, wie EtOAc oder
Ether, gelöst,
in einem Trockeneis/IPA-Bad gekühlt
und mit n-BuLi behandelt. Das resultierende Anion wurde mit Verbindung
D eingefangen.
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Das
Produkt, Verbindung E, kann mittels sgc oder Kristallisation gereinigt
werden.
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In
Stufe 5 wurde Verbindung E in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Dioxan, Ethanol,
Methanol oder THF, gelöst,
und ein Alkalimetallhydroxid oder -carbonat, wie Lithiumhydroxid
oder Kaliumcarbonat, wurde als wässrige
Lösung
oder Feststoff zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
0,5 bis 24 Stunden gerührt.
Das Produkt, Verbindung F, kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 6 wurde eine Kombination aus Verbindung F und einer tertiären Aminbase
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Dioxan, bei Raumtemperatur gelöst, gekühlt und
ein geeignetes Elektrophil, repräsentiert
durch R1-Y-LG, zugegeben, wobei LG vorzugsweise
Cl oder F ist. Die Reaktionsmischung wurde etwa 0,5 bis etwa 48
Stunden zwischen –78°C und Raumtemperatur
gerührt.
Das Produkt (Verbindung G) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 7 wurde Verbindung G in einem geeigneten inerten Lösungsmittel
gelöst,
wie THF, Methylenchlorid, Dichlorethan oder Ether. Als Base wurde
wässrige
NaOH verwendet. Ein Elektrophil, repräsentiert durch R4-L2-LG, wobei LG vorzugsweise Cl ist, wurde
zugegeben und die Reaktionsmischung in Gegenwart eines Phasentransferkatalysators
(wie Tetrabutylammoniumhydrogensulfat, Methyl-n-butylammoniumchlorid oder
Benzyltriethylammoniumhydroxid) zwischen 0°C und 100°C etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden
gerührt.
Das Produkt (Verbindung H) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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Beschreibung der Reaktionen – Allgemeines
Schema II
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In
Stufe 1 wurde Trifluoressigsäureanhydrid
in einem geeigneten inerten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Dichlorethan, gelöst und mit einem Benzylamin
(Verbindung G) bei Raumtemperatur 1 bis 5 Stunden umgesetzt. Es
wurde MsOH (2 Äq.)
zugegeben, gefolgt von DBDMH, und die Reaktionsmischung wurde gerührt, vorzugsweise über Nacht
bei Raumtemperatur, und wässriger
Aufarbeitung unterzogen. Das Benzylamidprodukt (Verbindung H) wurde
umkristallisiert, vorzugsweise aus einer Mischung von Et2O und Hexanen.
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In
Stufe 2 wurde Verbindung H in einem geeigneten Lösungsmittel, wie THF oder Ether,
gelöst,
in einem Trockeneis/IPA-Bad
(–78°C) gekühlt und
mit n-BuLi behandelt. Das Dianion wurde danach mit einer THF-Lösung behandelt,
die Verbindung F enthielt. Die resultierende Mischung wurde auf
etwa RT erwärmt
und etwa 10 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung I) kann durch Chromatographie gereinigt
werden.
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Verbindung
I wurde in Stufe 3 einem geeigneten inerten Lösungsmittel, wie THF, Methylenchlorid
oder Dichlorethan, gelöst
und zwischen 0°C
und 100°C
etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden mit Et3SiH
und TFA umgesetzt. Das Produkt (Verbindung J) kann nach Aufarbeitung über Chromatographie
gereinigt werden.
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In
Stufe 4 wurde Verbindung J in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Dioxan, Ethanol,
Methanol oder THF, gelöst,
und ein Alkalimetallhydroxid oder -carbonat, wie Lithiumhydroxid
oder Kaliumcarbonat, wurde als wässrige
Lösung
oder Feststoff zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
0,5 bis 24 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung K) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 5 wurde eine Kombination von Verbindung K und einer tertiären Aminbase
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, THF, Dichlorethan oder Dioxan, vorzugsweise
bei Raumtemperatur gelöst.
Die Reaktionsmischung wurde abgekühlt und ein geeignetes Elektrophil
zugegeben, das durch die Formel R1-Y-LG
repräsentiert
wird, wobei LG vorzugsweise Cl oder F ist. Die Reaktionsmischung
wurde vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden auf einer Temperatur
zwischen –78°C und Raumtemperatur
gerührt.
Das Produkt (Verbindung L) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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Der
in Stufe 2 verwendete Aldehyd (Verbindung F) wurde nach einem der
folgenden zwei Verfahren hergestellt:
- 1) Behandlung
eines Indolderivats (Verbindung A) mit einer geeigneten Base, wie
NaOH, KOH, NaH, (iPr)2NEt oder nBuLi, in
Gegenwart eines Elektrophils, das durch die Formel R4-L2-LG repräsentiert
wird, wobei LG vorzugsweise Cl ist, gefolgt von regioselektiver
ortho-Lithiierung des Produkts (Verbindung B) und Einfangen mit
DMF, um Verbindung F zu ergeben.
- 2) Indolcarboxylat (Verbindung C) wurde in einem geeigneten
inerten Lösungsmittel,
wie THF oder Ether, gelöst
und mit LAH vorzugsweise zwischen 0°C und 100°C etwa 0,5 h bis etwa 48 h reduziert.
Der entsprechende Alkohol (Verbindung D) wurde in einem geeigneten
inerten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Dichlorethan, gelöst und zwischen 0°C und 100°C etwa 0,5
bis etwa 48 Stunden mit MnO2 oxidiert. Das Produkt
(Verbindung E) wurde in einem geeigneten inerten Lösungsmittel
gelöst,
wie THF, Dichlorethan, DMF oder Methylenchlorid, und es wurde eine
wässrige
Base zugesetzt, wie NaOH, KOH oder (iPr)2NEt. Ein
Elektrophil, repräsentiert
durch R4-L2-LG,
wobei LG vorzugsweise Cl ist, wurde zugegeben und die Reaktionsmischung
in Gegenwart eines Phasentransferkatalysators (wie Tetrabutylammoniumhydrogensulfat,
Methyl-n-butylammoniumchlorid oder Benzyltriethylammoniumhydroxid)
zwischen 0°C
und 100°C
etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung F) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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Allgemeines
Schema III Herstellung
von Indolcarbonylgebundenen Verbindungen
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Beschreibung der Reaktionen – Allgemeines
Schema III:
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In
Stufe 1 wurde Verbindung A (das Produkt von Stufe 2 von Schema II)
mit PCC in einem geeigneten inerten Lösungsmittel, wie Methylenchlorid,
Dichlorethan oder THF, zu der Carbonylverbindung (B) oxidiert, indem
vorzugsweise bei RT etwa 18 Stunden gerührt wurde.
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In
Stufe 2 wurde Verbindung B in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Dioxan, Ethanol,
Methanol oder THF, gelöst,
und ein Alkalimetallhydroxid oder -carbonat, wie Lithiumhydroxid
oder Kaliumcarbonat, wurde als wässrige
Lösung
oder Feststoff zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
0,5 bis 24 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung C) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 3 wurde eine Kombination aus Verbindung C und einer tertiären Aminbase
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Dioxan, bei Raumtemperatur gelöst, gekühlt und
ein geeignetes Elektrophil, repräsentiert
durch R1-Y-LG, zugegeben, wobei LG vorzugsweise
Cl ist. Die Reaktionsmi schung wurde vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa
48 Stunden auf einer Temperatur zwischen –78°C und Raumtemperatur gerührt. Das
Produkt (Verbindung D) kann mittels sgc oder Kristallisation gereinigt
werden.
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Allgemeines
Schema IV Herstellung
von Furanylverbindungen
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Beschreibung der Reaktionen – Allgemeines
Schema IV:
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In
Stufe 1 wurde das Bromfuran (Verbindung A) (erhalten von Aldrich
Chemical Company, Inc. Milwaukee, WI, USA) in THF oder Ether gelöst, in einem
Trockeneis/IPA-Bad gekühlt
und mit t-BuLi behandelt. Das resultierende Anion wurde mit der
Sulfonylfluoridverbindung (Verbindung i) eingefangen, die in Stufe
3 von Schema I hergestellt wurde. Das Produkt (Verbindung B) kann
mittels sgc oder Kristallisation gereinigt werden.
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In
Stufe 2 wurde Verbindung B in THF oder Ether gelöst und mit einer Base, wie
t-BuLi, bei –78°C behandelt,
um ein Dianion zu bilden, das mit einem geeigneten Elektrophil eingefangen
wurde, das durch R4-L2-LG
repräsentiert
wird, wobei LG vorzugsweise Cl oder F ist. Die Reaktionsmischung
wurde mit einer geeigneten Protonenquelle, wie wässriger NH4Cl
oder Phosphatpuffer, gequencht, danach mit einem geeigneten Lösungsmittel,
wie EtOAc, Ether oder Methylaceton, extrahiert. Das Produkt (Verbindung
C) kann mittels sgc oder Kristallisation gereinigt werden.
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In
Stufe 3 wurde Verbindung C in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst, wie
Dioxan, Ethanol, Methanol oder THF. Ein Alkalimetallhydroxid oder
-carbonat, wie Lithiumhydroxid, Kaliumcarbonat, NaOH, KOH oder Natriumcarbonat,
wurde entweder als wässrige
Lösung
oder als Feststoff zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
0,5 bis 24 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung D) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 4 wurde eine Kombination aus Verbindung D und einer tertiären Aminbase
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, THF, Dichlorethan oder Dioxan, bei Raumtemperatur
gelöst,
gekühlt und
ein geeignetes Elektrophil, repräsentiert
durch R1-Y-LG, zugegeben, wobei LG vorzugsweise
Cl ist.
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Die
Reaktionsmischung wurde vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden
auf einer Temperatur zwischen –78°C und Raumtemperatur
gerührt.
Das Produkt (Verbindung E) kann mittels sgc oder Kristallisation gereinigt
werden.
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Allgemeines
Schema V Herstellung
von Pyridylcarbonyl- und Methylengebundenen Verbindungen
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In
Stufe 1 wurden das Acylchlorid (Verbindung A) und N-Methoxyl-N-methylamin·HCl (Verbindung
B), die im Handel erhältlich
ist, in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie THF, Dioxan oder CH2C2,
gelöst
und mit einer Base, wie Triethylamin, (iPr)2NEt
und/oder DMAP, vorzugsweise bei Raumtemperatur für 0,5 bis 24 Stunden behandelt.
Das Produkt (Verbindung C) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 2 wurde Verbindung i, die in Stufe 1 von Schema II hergestellt
wurde, in THF gelöst,
in einem Trockeneis/IPA-Bad
abgekühlt
und mit n-BuLi behandelt. Das resultierende Anion wurde mit Verbindung
C eingefangen. Das Produkt (Verbindung D) kann mittels Chromatographie
oder Kristallisation gereinigt werden.
-
In
Stufe 3 wurde Verbindung D in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Dioxan, Ethanol,
Methanol oder THF, gelöst,
und ein Alkalimetallhydroxid oder -carbonat, wie Lithiumhydroxid
oder Kaliumcarbonat, wurde als wässrige
Lösung
oder Feststoff zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
0,5 bis 24 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung E) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
-
In
Stufe 4 wurde eine Kombination aus Verbindung E und einer tertiären Aminbase
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Dioxan, bei Raumtemperatur gelöst, gekühlt und
ein geeignetes Elektrophil, repräsentiert
durch R1-Y-LG, zugegeben, wobei LG vorzugsweise
Cl ist. Die Reaktionsmischung wurde etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden
zwischen –78°C und Raumtemperatur
gerührt.
Das Produkt (Verbindung F) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 5 wurde Verbindung F in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst, wie
Methanol. Bei 0°C
wurde NaBH4 zugegeben. Die Reaktionsmischung
wurde dann etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden zwischen –78°C und Raumtemperatur
gerührt.
Das Produkt (Verbindung G) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 6 wurde Verbindung G in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Methylenchlorid,
gelöst
und 0,5 bis 120 Stunden mit Et3SiH und TFA
bei Raumtemperatur behandelt. Das Produkt (Verbindung H) kann mittels
sgc oder Kristallisation gereinigt werden.
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Allgemeines
Schema VI Herstellung
von Dihydrofuranverbindungen
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Beschreibung der Reaktionen – Allgemeines
Schema VI:
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In
Stufe 1 wurden 2,4-Dibromphenol (Verbindung A) (erhalten von Aldrich
Chemical Company, Inc., Milwaukee, WI, USA) und Dibromethan in einem
geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, Benzol, Dichlorethan oder Toluol, gelöst und eine
wässrige
Base, wie NaOH, KOH oder LiOH, zugegeben. Die Reaktionsmischung
wurde in Gegenwart eines Phasentransferkatalysators (wie Tetrabutylammoniumhydrogensulfat, Methyl-n-butylammoniumchlorid
oder Benzyltriethylammoniumhydroxid) etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden
zwischen 0°C
und 100°C
gerührt.
Das Produkt (Verbindung B) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 2 wurde Verbindung B in THF oder Ether gelöst, vorzugsweise zwischen –78°C und –100°C. Die Reaktionsmischung
wurde nach dem Rühren
vorzugsweise zwischen –78°C und –100°C mit einer
weiteren Portion Base behandelt. Das resultierende Anion wurde mit
Verbindung (i) eingefangen, die in Stufe 3 von Schema I hergestellt
wurde. Das Produkt (Verbindung C) kann mittels Chromatographie oder
Kristallisation gereinigt werden.
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In
Stufe 3 wurde das Produkt von Stufe 2 (Verbindung C) in THF oder
Ether gelöst
und mit einer Base, wie n-BuLi, vorzugsweise zwischen –78°C und –100°C behandelt,
um ein Dianion zu bilden, das mit einem geeigneten Elektrophil eingefangen
wurde, das durch R4-L2-LG
repräsentiert
wird. Die Reaktionsmischung wurde mit einer geeigneten Protonenquelle,
wie wässriger
NH4Cl oder Phosphatpuffer, gequencht, danach
mit EtOAc oder Ether extrahiert. Das Produkt (Verbindung D) kann
mittels sgc oder Kristallisation gereinigt werden.
-
In
Stufe 4 wurde das Produkt aus Stufe 3 (Verbindung D) in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie Dioxan, Ethanol, Methanol oder THF, gelöst, und ein Alkalimetallhydroxid
oder -carbonat, wie Lithiumhydroxid oder Kaliumcarbonat, wurde als
wässrige
Lösung
oder Feststoff zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
0,5 bis 24 Stunden gerührt.
Das Produkt (Verbindung E) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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In
Stufe 5 wurde eine Kombination des Produkts aus Stufe 4 (Verbindung
E) und einer tertiären
Aminbase, wie Triethylamin oder (iPr)2NEt,
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, Dichlorethan oder Dioxan, bei Raumtemperatur
gelöst,
gekühlt
und ein geeignetes Elektrophil, repräsentiert durch R1-Y-LG, zugegeben,
wobei LG vorzugsweise Cl ist. Die Reaktionsmischung wurde vorzugsweise
etwa 0,5 bis etwa 48 Stunden auf einer Temperatur zwischen –78°C und Raumtemperatur
gerührt.
Das Produkt (Verbindung F) kann mittels sgc oder Kristallisation
gereinigt werden.
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Fachleute
werden erkennen, dass ähnliche
Reaktionen wie jene, die in den obigen Schemata beschrieben sind,
an anderen Verbindungen der Formel I durchgeführt werden können, solange vorhandene Substituenten
nicht durch die beschriebenen Reaktionsbedingungen angegriffen werden
können.
Die Ausgangsmaterialien für
die obigen Verfahren sind entweder im Handel erhältlich, in der Technik bekannt
oder werden nach in der Technik wohl bekannten Verfahren hergestellt.
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Die
hier offenbarte Erfindung wird durch die folgenden Zubereitungen
und Beispiele veranschaulicht, die nicht als den Schutzumfang der
Offenbarung einschränkend
angesehen werden. Alternative mechanistische Wege und analoge Strukturen
ergeben sich Fachleuten von selbst.
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BEISPIELE
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Beispiel I
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Stufe
1. Trifluoressigsäureanhydrid
(33,5 ml; 0,24 mmol) wurde in CH2Cl2 (200 ml) gelöst und in einem Eisbad gekühlt. Eine
Lösung
von (S)-α-Methylbenzylamin
(28,28 ml, 0,232 Mol) (erhalten von Aldrich Chemical Company, Inc.,
Milwaukee, WI, USA), gelöst
in CH2Cl2 (50 ml),
wurde zugegeben und 10 Stunden gerührt. Die Reaktion wurde mit
4 × 100
ml Wasser, 2 × 100
ml wässriger
NaHCO3 und 1 × 100 ml Salzlösung gewaschen. Die
organischen Materialien wurden getrocknet und konzentriert. Das
Rohprodukt (Verbindung B) wurde ohne weitere Reinigung in Stufe
2 weiterverarbeitet.
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Stufe
2: Verbindung B aus Stufe 1 wurde bei 0°C in 100 ml Chlorsulfonsäure gelöst und 72
Stunden gerührt,
wobei die Temperatur auf etwa Raumtemperatur steigen gelassen wurde.
Die Reaktionsmischung wurde in 500 ml Eis-H2O-Mischung
gegossen und 2 Stunden kräftig
gerührt.
Das Produkt (Verbindung C) wurde durch Filtration aufgefangen, aus
Ether umkristallisiert und unter reduziertem Druck getrocknet, um
52 g reines C zu ergeben.
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Alternative Stufe 2:
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Ein
einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung B-1 (10 g, 33,8
mmol) (Verbindung E aus Beispiel 4) unter einer N2-Bedeckung in trockenem
THF (100 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (2,0 M in Hexanen, 34 ml, 68,0 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 20 Minuten lang gerührt. Es wurde eine Lösung von
SO2 in Et2O (300
ml) zugefügt,
und die Reaktion wurde eine Stunde gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde langsam auf Raumtemperatur erwärmt und über Nacht gerührt. Der
Feststoff wurde durch Saugfiltration aufgefangen und danach mit
Et2O gewaschen. Dieser Feststoff wurde in
einer Mischung von H2O (50 ml) und CH2Cl2 (60 ml) gelöst. NCS
(4,5 g, 33,7 mmol) und Essigsäure (1,8
g) wurden zu gegeben und die Reaktion 2 Stunden bei RT gerührt. Die
Phasen wurden getrennt und die organische Phase mit NaHCO3 (100 ml) und Salzlösung (100 ml × 2) gewaschen.
Die organische Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet
und danach zur Trockne konzentriert, um die entsprechende Sulfonylchloridverindung C,
4,35 g (41%), zu ergeben.
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Stufe
3: In einen Rundkolben wurden Verbindung C (4,0 g, 13 mmol) und
KF (2,2 g, 38 mmol) gegeben, gefolgt von der Zugabe von Aceton (40
ml) und Wasser (40 ml). Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Dann wurde das Lösungsmittel
entfernt. Es wurde Methylenchlorid (40 ml) zugegeben und mit wässriger
NaCl-Lösung
(40 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und danach zur Trockne konzentriert,
um 3,75 g (99%) von Verbindung D (99%) zu ergeben.
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Stufe
4: Indol (10 g, 85 mmol) (Verbindung E) und Boc2O
(18,79 g, 85 mmol) wurden in Methylenchlorid (200 ml) gelöst. DMAP
(Katalysator) wurde zugefügt
und die Reaktion über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde mit wässriger
NaCl-Lösung
(100 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und zur Trockne konzentriert.
Das Rohprodukt wurde mittels sgc (25 EtOAc/Hexanen) gereinigt, um
18,6 g (100%) Verbindung F zu ergeben.
-
Stufe
5: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung F (2,0 g,
9,2 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (20 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (1,7 M in Hexanen, 5,9 ml, 10,0 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 45 Minuten lang gerührt. Verbindung D (0,5 g, 1,7
mmol) wurde in THF (1,5 ml) zugegeben und die Reaktionsmischung
eine Stunde bei –78°C gerührt. Es
wurde eine weitere Portion von Verbindung F (0,5 g, 1,7 mmol) in
THF (1,5 ml) zugegeben und die Reaktionsmischung mehrere Stunden
bei –78°C gerührt, bevor
die Reaktionsmischung langsam auf Raumtemperatur erwärmt wurde.
Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur 1 Stunde gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde dann mit gesättigter wässriger NH4Cl
(20 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat (30 ml) zugefügt und die
Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über Na2SO4 getrocknet und
zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (25 EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 570 mg (43%) Verbindung G zu ergeben.
-
Stufe
6: Verbindung G (90 mg, 0,23 mmol) wurde bei Raumtemperatur in Methanol
(1,5 ml) gelöst.
Es wurde LiOH (1,0 M, 0,90 ml, 0,90 mmol) zugegeben und die Mischung über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde entfernt und CH2Cl2 (15
ml) und Salzlösung
(15 ml) zugegeben und die Phasen getrennt. Die wässrige Phase wurde mit zusätzlichem
CH2Cl2 (15 ml) extrahiert,
und die kombinierten organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet und zur Trockne konzentriert,
um Verbindung H zu ergeben. Dieses Material wurde ohne weitere Reinigung
verwendet.
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Stufe
7: Verbindung H aus Stufe 6 wurde in CH2Cl2 (10 ml) gelöst und auf 0°C abgekühlt. Es
wurde Methansulfonylchlorid (26 mg, 0,23 mmol) zugegeben, gefolgt
von der Zugabe von Triethylamin (25 mg, 0,25 mmol). Die Reaktionsmischung
wurde langsam auf Raumtemperatur erwärmt und über Nacht gerührt. Es
wurde Salzlösung
(15 ml) zugegeben und mit 2 × 25
ml CH2Cl2 extrahiert.
Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und
zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC (50%
EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 65 mg Verbindung I zu ergeben.
-
Stufe
8: Verbindung I (64 mg, 0,17 mmol) wurden in 5 ml CH2Cl2 gelöst.
Es wurde NaOH (1,0 M, 1,5 ml) zugegeben, gefolgt von der Zugabe
von 2-Fluorphenylsulfonylchlorid (33 mg, 0,17 mmol) und Tetrabutylammoniumhydrogensulfat
(Kat.). Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt. Während dieser
Zeit wurde eine weitere Portion von 2-Fluorphenylsulfonylchlorid
(33 mg, 0,17 mmol) zugegeben. Dann wurde die wässrige Phase entfernt und die
organische Phase über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(50% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 29 mg (32%) Verbindung J zu ergeben.
-
Stufe
2: Eine Alternative zu Stufe 2 in Beispiel I beinhaltet die folgende
Reaktion:
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Beispiel II
-
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Stufe
1: Verbindung A (hergestellt aus Stufe 5 von Beispiel 1) wurde in
THF (10 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. NaH
(10 mg, 0,25 mmol) wurde zugegeben, die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur erwärmt und
eine Stunde gerührt.
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Der
Reaktionsmischung wurde pCl-Benzoebromid (31 mg, 0,15 mmol) zugegeben,
und die Reaktionsmischung wurde 2 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Es
wurde Methylenchlorid (30 ml) zugegeben und mit wässriger
NaCl (30 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und
danach zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(25% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 7,0 mg (33%) Verbindung B zu ergeben.
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Stufe
2: Verbindung B (7,0 mg, 17 mmol) wurde in CH2Cl2 (10 ml) gelöst und auf 0°C abgekühlt. Es wurde
Methansulfonylchlorid (2,0 mg, 17 mmol) zugegeben, gefolgt von der
Zugabe von Triethylamin (2,0 mg, 20 mmol). Die Reaktionsmischung
wurde langsam auf Raumtemperatur erwärmt und über Nacht gerührt. Das Lösungsmittel
wurde entfernt und das Rohprodukt mittels PTLC (50% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 3,0 mg (36%) Verbindung C zu ergeben.
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Beispiel III
-
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Stufe
1: Verbindung A (46 mg, 0,11 mmol) wurden in 10 ml CH2Cl2 gelöst.
2-Fluorbenzoylchlorid (22 mg, 0,14 mmol) wurde zugegeben, gefolgt
von der Zugabe von Triethylamin (15 mg, 0,15 mmol) und DMAP (Kat.).
Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden gerührt. Es
wurde eine weitere Portion 2-Fluorbenzoylchlorid (22 mg, 0,14 mmol)
zu der Reaktionsmischung gegeben, die danach weitere 4 Stunden gerührt wurde.
Die Reaktionsmischung wurde mit wässriger NaCl gewaschen. Die
organische Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet
und danach zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels
PTLC (50 EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 7,0 mg (12%) Verbindung B
zu ergeben.
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Beispiel IV
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Stufe
1: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Indol (5,0 g, 43 mmol)
(erhalten von Aldrich Chemical Company, Inc., Milwaukee, WI, USA)
unter N2-Bedeckung in trockenem THF (40
ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (2,5 M in Hexanen, 18 ml, 45 mmol) zugegeben und
die Reaktionsmischung eine Stunde lang gerührt, während auf 0°C erwärmt wurde. Die Reaktionssuspension
wurde auf –78°C abgekühlt und
eine Lösung
von p-Methoxyphenylsulfonylchlorid (9,7 g, 44 mmol) in THF (20 ml)
tropfenweise zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde langsam auf
Raumtemperatur erwärmt
und 2 Tage gerührt.
Die Mischung wurde in NaHCO3-Lösung (2%
wässrig,
120 ml) gegossen und mit Diethylether (4 × 50 ml) extrahiert. Die kombinierten
organischen Phasen wurden mit NaHCO3 (2%
wässrig,
50 ml), H2O (4 × 75 ml) und Salzlösung (2 × 50 ml)
gewaschen. Sie wurde über
Na2SO4 getrocknet
und konzentriert, um 12,4 g Rohmaterial zu ergeben. Dieses Material
wurde weiter mit Hexanen gewaschen, um 11,8 g (96%) reine Verbindung
B zu ergeben.
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Stufe
2: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Diisopropylamin (0,4
g, 3,9 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (8 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (2,5 M in Hexanen, 1,46 ml, 3,65 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 0,5 Minuten lang gerührt, um LDA zu bilden. Dieser
Lösung
wurde tropfenweise eine Lösung
von Verbindung B (1,0 g, 3,48 mmol) in THF (10 ml) zugegeben.
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Die
Mischung wurde 1,5 Stunden unter –70°C gerührt und danach im Verlauf von
1,5 Stunden langsam auf 5°C
erwärmen
gelassen. Die Reaktionsmischung wurde auf –78°C abgekühlt, und DMF (0,50 g, 6,8 mmol) wurde
zugefügt.
Die Reaktionsmischung wurde langsam auf Raumtemperatur erwärmt. Die
Reaktionsmischung wurde in HCl-Lösung
(10 wässrig,
150 ml) gegossen und mit CH2Cl2 (3 × 100 ml)
extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (10%
EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 367 mg (33%) Verbindung C zu ergeben.
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Stufe
3: TFAA (67 ml, 0,474 Mol) wurde in CH2Cl2 (300 ml) gelöst und in einem Eis-Wasser-Bad
gekühlt.
Es wurde eine Lösung
von (S)-α-Methylbenzylamin
(56,4 g, 0,465 Mol), gelöst
in CH2Cl2 (100 ml)
(erhalten von Aldrich Chemical Company, Inc., Milwaukee, WI, USA)
zugegeben, und das Eisbad wurde entfernt. Die Reaktionsmischung
wurde 3 Stunden lang bei RT gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in einem Eisbad gekühlt, und MsOH (80 ml, 1,23
Mol) wurde zugegeben, gefolgt von DBDMH (65 g, 0,227 Mol). Die Reaktionsmischung
wurde über
Nacht bei RT rühren
gelassen, danach mit 1 M wässriger
NaHSO3 gequencht. Die organische Phase wurde
mit Wasser und Salzlösung
gewaschen, mit MgSO4 getrocknet und konzentriert,
um 130 g Rohprodukt zu ergeben, das aus Diethylether und Hexanen
umkristallisiert wurde, um 46 g (32%) Verbindung E zu ergeben.
-
Stufe
4: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung E (0,28
g, 0,94 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (20 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Methyllithium (1,4 M in Hexanen, 0,74 ml, 1,04 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 15 Minuten lang gerührt. Es wurde eine Lösung von
n-Butyllithium (2,5 M in Hexanen, 0,41 ml, 1,03 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 30 Minuten lang gerührt. Verbindung C (0,36 g,
1,13 mmol) wurde in THF (3 ml) zu der Reaktionsmischung von –78°C gegeben
und langsam auf –10°C erwärmt. Die
Reaktionsmischung wurde dann mit gesättigter wässriger NH4Cl
(20 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat (30 ml) zugefügt und die
Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(33% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 330 mg (66%) Verbindung F zu ergeben.
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Stufe
5: Verbindung F (50 mg, 95 mmol) wurden in 10 ml CH2Cl2 gelöst.
Es wurde Triethylsilan (440 mg, 3,825 mmol) zugegeben, gefolgt von
der Zugabe von TFA (47 mg, 0,42 mmol). Die Reaktionsmischung wurde
danach über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt
und danach 2–3
Stunden unter Rückfluss
gehalten. Die Reaktion wurde durch eine Zugabe von NaHCO3 (gesättigt
wässrig)
gequencht. Sie wurde mit CH2Cl2 (2 × 20 ml)
extrahiert.
-
Die
kombinierten organischen Phasen wurden mit Salzlösung gewaschen und über Na2SO4 getrocknet.
Das Lösungsmittel
wurde entfernt und das Rohprodukt mittels PTLC (40% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 33 mg (67%) Verbindung G zu ergeben.
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Stufe
6. Verbindung F (277 mg, 0,52 mmol) wurde bei Raumtemperatur in
20 ml CH2Cl2 gelöst. Es wurde
Celite (320 mg) zugegeben, gefolgt von der Zugabe von PCC (414 mg,
1,9 mmol). Die Mischung wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Der Feststoff wurde abfiltriert und die organische Phase mit NaHCO3 und Salzlösung gewaschen. Die organische
Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(30% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 71,4 mg (26%) Verbindung H zu
ergeben.
-
Stufe
7: Verbindung H (36,5 mg, 69 mmol) wurde bei Raumtemperatur in 10
ml Methanol gelöst.
Es wurde NaOH (2,0 M, 0,52 ml, 1,04 mmol) zugegeben und die Mischung
3 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Das
Lösungsmittel
wurde entfernt und CH2Cl2 (15
ml) und Salzlösung
(15 ml) zugegeben und die Phasen getrennt. Die wässrige Phase wurde mit zusätzlichem
CH2Cl2 (15 ml) extrahiert,
und die kombinierten organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet und konzentriert, um 21,6 mg
(72%) Verbindung I zu ergeben.
-
Stufe
8: Verbindung I (21,6 mg, 50 mmol) wurde in CH2Cl2 (10 ml) gelöst und auf 0°C abgekühlt. Es wurde
Methansulfonylchlorid (23 mg, 0,2 mmol) zugegeben, gefolgt von der
Zugabe von Pyridin (39 mg, 0,5 mmol). Die Reaktionsmischung wurde
langsam auf Raumtemperatur erwärmt
und über
Nacht gerührt.
Es wurde Salzlösung
(15 ml) zugegeben und extrahiert. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und zur
Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC (4% Me-OH/CH2Cl2) gereinigt, um 4,8 mg (19%) Verbindung
J zu ergeben.
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Beispiel V
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Stufe
1: In einem flammengetrockneten Kolben wurde 3-Bromfuran (1,3 g,
9,0 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (50 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (1,6 M in Hexanen, 5,6 ml, 9,0 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 15 Minuten lang gerührt. Die Sulfonylfluoridverbindung
i (hergestellt in Stufe 3 von Beispiel I) (0,90 g, 3,0 mmol) in
THF (3 ml) wurde bei –78°C zu der
Reaktionsmischung gegeben und 3 Stunden gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde langsam auf Raumtemperatur erwärmt und mit gesättigter
wässriger
NH4Cl (20 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat
(100 ml) zugefügt
und die Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über Na2SO4 getrocknet und
zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC (50%
EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 440 mg (42%) Verbindung B zu ergeben.
-
Stufe
2: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung B (440 mg,
1,3 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (20 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (1,5 M in Hexanen, 1,7 ml, 2,5 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 15 Minuten lang gerührt. Es wurde 2-Fluorphenyldisulfid
(0,32 g, 1,3 mmol) in THF (5 ml) zugegeben, und die Reaktionsmischung
wurde eine Stunde bei –78°C gerührt, bevor
langsam auf 0°C
erwärmt
wurde. Die Reaktionsmischung wurde dann mit gesättigter wässriger NH4Cl
(50 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat (100 ml) zugefügt und die
Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt von Verbindung C wurde
ohne weitere Reinigung verwendet.
-
Stufe
3: Verbindung C (270 mg, 0,57 mmol) wurden in 15 ml CH2Cl2 gelöst.
mCPBA (210 mg, 57–86%, 0,69
mmol) wurde zugegeen und die Lösung
bei Raumtemperatur 1 Stunde gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit CH2Cl2 (50 ml) verdünnt, mit NaHSO3 (40
ml) und NaHCO3 (50 ml) gewaschen. Die organischen Phasen
wurden kombiniert und über
Na2SO4 getrocknet,
und konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (50% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 120 mg (43%) Verbindung D zu ergeben.
-
Stufe
4: Verbindung D (70 mg, 0,14 mmol) wurden in 10 ml CH2Cl2 gelöst.
mCPBA (30 mg, 57–86%, 0,10
mmol) wurde zugegeben und die Lösung
bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit CH2Cl2 (50 ml) verdünnt, mit NaHSO3 (40
ml) und NaHCO3 (50 ml) gewaschen. Die organischen
Phasen wurden kombiniert und über
Na2SO4 getrocknet,
und konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (50% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 59 mg (82%) Verbindung E zu ergeben.
-
Stufe
5: Verbindung E (53 mg, 0,10 mmol) wurden in 5 ml Dioxan gelöst. Es wurde
LiOH (1,0 M, 1 ml, 1 mmol) zugegeben und die Mischung 3 Stunden
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde entfernt und CH2Cl2 (15
ml) und Salzlösung (15
ml) zugegeben und die Phasen getrennt. Die wässrige Phase wurde mit zusätzlichem
CH2Cl2 (15 ml) extrahiert,
und die kombinierten organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet und zur Trockne konzentriert,
um Verbindung F zu ergeben.
-
Stufe
6: Das Rohprodukt von Verbindung F wurde in CH2Cl2 (5 ml) gelöst und auf –78°C abgekühlt. Es wurde Et3N
(15 mg, 0,15 mmol) zugegeben, gefolgt von der Zugabe von Trifluormethansulfonsäureanhydrid (34
mg, 0,12 mmol). Die Reaktionsmischung wurde 2 Stunden gerührt, bevor
auf 0°C
erwärmt
wurde. Es wurde Salzlösung
(15 ml) zugegeben und das Produkt mit CH2Cl2 (50 ml) extrahiert. Die organische Phase
wurde über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(50 EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 35 mg Verbindung G zu ergeben.
-
Beispiel VI
-
-
Stufe
1: Zu einer Suspension von N,O-Dimethylhydroxylamin (Verbindung
B) und Chlorwasserstoff (0,80 g, 8,2 mmol) in Methylenchlorid (35
ml) wurde Et3N (1,0 g, 9,8 mmol) gegeben.
Sie wurde 10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Der resultieren den Lösung wurde
tropfenweise eine Lösung
von 2-(4-Chlorphenoxy)pyridin (Verbindung A) (2,0 g, 7,5 mmol) (erhalten
von Maybridge Ltd., UK) in Methylenchlorid (40 ml) gegeben. Die
Reaktionsmischung wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt,
und es wurde H2O (40 ml) zugegeben. Die
organische Phase wurde abgetrennt und mit Salzlösung gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und
konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (25 EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 2,2 g (88%) Verbindung C zu ergeben.
-
Stufe
2: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung i (hergestellt
in Stufe 3 von Beispiel IV) (0,1 g, 3 mmol) unter N2-Bedeckung
in trockenem THF (20 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von Methyllithium (1,4 M in Hexanen, 0,27 ml, 0,37 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 15 Minuten lang gerührt. Es wurde eine Lösung von
n-Butyllithium (1,6 M in Hexanen, 0,23 ml, 0,37 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 30 Minuten lang gerührt. Verbindung C (0,12 g,
0,41 mmol) wurde in THF (3 ml) zu der Reaktionsmischung von –78°C gegeben
und langsam auf –10°C erwärmt. Die
Reaktionsmischung wurde dann mit gesättigter wässriger NH4Cl
(20 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat (30 ml) zugefügt und die
Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(40% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 44 mg (29%) Verbindung D zu ergeben.
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Stufe
3: Verbindung D (39 mg, 0,09 mmol) wurde bei Raumtemperatur in 3
ml Dioxan gelöst.
Es wurde LiOH (1,0 M, 0,52 ml, 0,52 mmol) zugegeben und die Mischung über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde entfernt und CH2Cl2 (15
ml) und Salzlösung
(15 ml) zugegeben und die Phasen getrennt. Die wässrige Phase wurde mit zusätzlichem
CH2Cl2 (15 ml) extrahiert,
und die kombinierten organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet und zur Trockne konzentriert,
um Verbindung E zu ergeben. Dieses Material wurde ohne weitere Reinigung
verwendet.
-
Stufe
4: Das Rohprodukt von Verbindung E wurde in CH2Cl2 (10 ml) gelöst und auf 0°C abgekühlt. Es wurde
Methansulfonylchlorid (33 mg, 0,28 mmol) zugegeben, gefolgt von
der Zugabe von Pyridin (56 mg, 0,7 mmol). Die Reaktionsmischung
wurde langsam auf Raumtemperatur erwärmt und über Nacht gerührt. Es
wurde Salzlösung
(15 ml) zugegeben und das Produkt mit CH2Cl2 (50 ml) extrahiert. Die organische Phase
wurde über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(50% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 24 mg Verbindung F als farbloses Öl zu ergeben.
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Stufe
5: Eine Lösung
von Verbindung F (0,28 g, 0,64 mmol) in EtOH (34 ml) und H2O (7 ml) wurde mit NaOAc (1,05 g, 13 mmol),
anschließend
mit H2NOH·HCl (0,89 g, 13 mmol) behandelt.
Die Reaktion wurde 17 Tage auf 65°C
erwärmt.
EtOH wurde im Vakuum entfernt. Das Rohmaterial wurde in EtOAc gelöst und zwei Mal
mit H2O und ein Mal mit Salzlösung gewaschen.
Die organische Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(50% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 60 mg (21%) Verbindung G zu ergeben.
-
Stufe
6: Zu einer Lösung
von Verbindung F (0,28 g, 0,65 mmol) in MeOH (20 ml) wurde bei 0°C NaBH4 (0,2 g, 5,2 mmol) gegeben und eine halbe
Stunde gerührt.
Es wurde H2O zugegeben, um die Reaktion
zu quenchen. MeOH wurde im Vakuum entfernt. Die Mischung wurde mit
Methylenchlorid (3 × 25
ml) extrahiert und die kombinierten organischen Phasen mit Salzlösung gewaschen
und über
Na2SO4 getrocknet.
Verbindung H wurde erhalten, indem das organische Lösungsmittel
entfernt wurde. Es wurden 0,28 mg Verbindung H erhalten.
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Stufe
7: Zu einer Lösung
von Verbindung H (0,28 g, 0,64 mmol) in Methylenchlorid (25 ml)
wurden Et3SiH (1,5 g, 13 mmol) und TFA (0,28
g, 5,1 mmol) gegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur
5 Tage gerührt.
Es wurde NaHCO3 aq. zugegeben, um die Reaktion
zu quenchen. Das Produkt wurde drei Mal mit Methylenchlorid extrahiert.
Die kombinierten Extrakte wurden mit Salzlösung gewaschen. Die organische
Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(50% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 30 mg (11%) Verbindung I zu ergeben.
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Beispiel VII
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Stufe
1: Zu einer Suspension von N,O-Dimethylhydroxylamin·Hydrogenchlorid
(Verbindung B) (0,75 g, 7,7 mmol) in Methylenchlorid (35 ml) wurde
Et3N (0,94 g, 9,2 mmol) gegeben. Sie wurde
10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Der resultierenden Lösung wurde
tropfenweise eine Lösung
von 2-(4-Chlorphenylthio)pyridin (Verbindung A) (2,0 g, 7,0 mmol)
(erhalten von Maybridge Ltd., UK) in Methylenchlorid (40 ml) zugegeben. Die
Reaktionsmischung wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt,
und es wurde Wasser (40 ml) zugegeben. Die organische Phase wurde
abgetrennt und mit Salzlösung
gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und konzentriert.
Das Rohprodukt wurde mittels sgc (25% EtOAc/Hexanen) gereinigt,
um 2,14 g (99%) Verbindung C zu ergeben.
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Stufe
2: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung i (hergestellt
in Stufe 3 von Beispiel IV) (0,1 g, 0,34 mmol) unter N2-Bedeckung
in trockenem THF (20 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von Methyllithium (1,4 M in Hexanen, 0,27 ml, 0,37 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 15 Minuten lang gerührt. Es wurde eine Lösung von
n-Butyllithium (1,6 M in Hexanen, 0,23 ml, 0,37 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 30 Minuten lang gerührt. Verbindung C (0,12 g,
0,41 mmol) wurde in THF (3 ml) bei –78°C zu der Reaktionsmischung gegeben.
Die Reaktionsmischung wurde langsam auf –10°C erwärmt und mit gesättigter
wässriger
NH4Cl (20 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat
(30 ml) zugefügt
und die Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über
Na2SO4 getrocknet und
zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC (40%
EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 96 mg (61%) Verbindung D zu ergeben.
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Stufe
3: Verbindung D (93 mg, 0,2 mmol) wurde bei Raumtemperatur in 3
ml Dioxan gelöst.
Es wurde LiOH (1,0 M, 1,2 ml, 1,2 mmol) zugegeben und die Mischung über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde entfernt und CH2Cl2 (15
ml) und Salzlösung
(15 ml) zugegeben und die Phasen getrennt. Die wässrige Phase wurde mit zusätzlichem
CH2Cl2 (15 ml) extrahiert,
und die kombinierten organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet und zur Trockne konzentriert,
um Verbindung E zu ergeben.
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Stufe
4: Das Rohprodukt von Verbindung E wurde in CH2Cl2 (10 ml) gelöst und auf 0°C abgekühlt. Es wurde
Methansulfonylchlorid (94 mg, 0,8 mmol) zugegeben, gefolgt von der
Zu gabe von Pyridin (162 mg, 2,0 mmol). Die Reaktionsmischung wurde
langsam auf Raumtemperatur erwärmt
und über
Nacht gerührt.
Es wurde Salzlösung
(15 ml) zugegeben und extrahiert. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und zur
Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC (50% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 54 mg Verbindung F zu ergeben.
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Stufe
5: Verbindung F (30 mg, 0,067 mmol) wurden in 10 ml CH2Cl2 gelöst.
mCPBA (33,2 mg, 57–86%, 0,13
mmol) wurde zugegeben und die Lösung
bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit CH2Cl2 (50 ml) verdünnt, mit NaHSO3 (30
ml) und NaHCO3 (30 ml) gewaschen. Die organischen
Phasen wurden kombiniert und über
Na2SO4 getrocknet,
und konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (50% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 28 mg (86%) Verbindung G zu ergeben.
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Beispiel VIII
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Stufe
1: Eine Mischung aus 2,4-Dibromphenol (Verbindung A) (5 g, 0,02
Mol), 1,2-Dibromethan (37 ml, 0,4 Mol) (erhalten von Aldrich Chemical
Company, Inc. Milwaukee, WI, USA) und aq. NaOH (14 ml, 3N) Bu4N+HSO4 – (0,34
g, 1 mmol) wurde 10 Stunden lang bei 70°C kräftig gerührt. Die Mischung wurde auf
Raumtem peratur abgekühlt.
Es wurde CH2Cl2 (100
ml) zugegeben. Die organische Phase wurde mit NaOH (1 N), HCl (1
N), Wasser beziehungsweise Salzlösung
gewaschen. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet und zur Trockne konzentriert.
Das Rohprodukt wurde durch Umkristallisation aus Ether:Hexan gereinigt,
um 3,2 g (45%) reine Verbindung B zu ergeben.
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Stufe
2: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung B (2,6 g,
7,2 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (40 ml) gelöst
und auf –100°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (2,5 M in Hexanen, 3,17 ml, 7,9 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 30 Minuten lang gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde auf –78°C erwärmt. Es
wurde ein weiteres Äquivalent
n-BuLi (2,5 M in Hexanen, 3,17 ml, 7,9 mmol) zugegeben und 30 Minuten
gerührt,
gefolgt von der Zugabe von MeLi (1,4 M, 5,6 ml, 7,8 mmol). Der resultierenden
Mischung wurde Verbindung i (hergestellt in Stufe 3 von Beispiel
I (2,2 g, 7,2 mmol) in THF (5 ml) zugegeben, und die Reaktionsmischung
wurde 2 Stunden gerührt,
bevor mit wässriger
NH4Cl gequencht wurde. Die Reaktion wurde
mit EtOAc verdünnt
und mit Wasser (100 ml) beziehungsweise Salzlösung (50 ml) extrahiert. Die
organische Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels PTLC
(40% EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 1,2 g (42%) Verbindung C zu ergeben.
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Stufe
3: In einem flammengetrockneten Kolben wurde Verbindung C (1,1 g,
2,8 mmol) unter N2-Bedeckung in trockenem
THF (20 ml) gelöst
und auf –78°C abgekühlt. Es
wurde eine Lösung
von n-Butyllithium (1,7 M in Hexanen, 3,6 ml, 6,0 mmol) zugegeben
und die Reaktionsmischung 45 Minuten lang gerührt. Es wurde Pyridindisulfid
(0,6 g, 3,0 mmol) in THF (5 ml) zugegeben, und die Reaktionsmischung
wurde zwei Stunden bei –78°C gerührt, bevor
langsam auf Raumtemperatur erwärmt
wurde. Die Reaktionsmischung wurde dann mit gesättigter wässriger NH4Cl
(50 ml) gequencht. Es wurde Ethylacetat (100 ml) zugefügt und die
Phasen getrennt. Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen,
danach über
Na2SO4 getrocknet
und zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (25%
EtOAc/Hexanen) gereinigt, um 670 mg Verbindung D zu ergeben.
-
Stufe
4: Verbindung D (670 mg, 1,3 mmol) wurden in 50 ml CH2Cl2 mit 0,2 ml THF gelöst. mCPBA (740 mg, 57–86%, 2,9
mmol) wurde zugegeben und die Lösung
bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit CH2Cl2 aufgenommen und mit NaHSO3 (40
ml) und NaHCO3 (50 ml) gewaschen. Die organischen
Phasen wurden kombiniert und über
Na2SO4 getrocknet,
und konzentriert. Das Rohprodukt wurde mittels sgc (50% EtOAc/Hexanen)
gereinigt, um 300 mg (42%) Verbindung E zu ergeben.
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Beispiel IX
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Stufe
1: Im Handel erhältliches
Sulfonylchlorid (Verbindung A) (1 g, 3 mmol) (erhalten von Lancaster Synthesis
Ltd., UK) in 20 ml Aceton wurde mit Kaliumfluorid im Überschuss
(1,4 g, 24 mmol) in 20 ml wässriger Lösung behandelt.
Die Reaktion wurde 3 Stunden gerührt
und dann mit 100 ml Ethylacetat verdünnt. Die organischen Materialien
wurden mit 2 × 50
ml Wasser gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um reines
festes Sulfonylfluorid (Verbindung B) (0,8 g) zu ergeben.
-
Stufe
2: Bromphenethylamintrifluoracetamid (Verbindung i, hergestellt
in Stufe 3 von Beispiel IV) (5 g, 18 mmol) wurde in 25 ml wasserfreiem
THF bei –78°C mit Methyllithium
(2 mmol) behandelt. Nachdem die Mischung 15 Minuten lang gerührt worden
war, wurde n-BuLi (2 mmol) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde
0,5 Stunden gerührt,
und danach wurde Sulfonylfluorid (Verbindung B) (0,5 g) in Lösung in
10 ml THF zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 3 Stunden gerührt und
gleichzeitig die Temperatur auf 0°C
steigen gelassen. Dann wurde die Reaktionsmischung mit wässrigem
Ammoniumchlorid gequencht. Die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat
(100 ml) verdünnt
und mit Wasser (2 × 50
ml) und Salzlösung
(1 × 25
ml) gewaschen. Die organischen Materialien wurden getrocknet und
unter vermindertem Druck konzentriert. Das Rohprodukt wurde durch
präparative
Plattenchromatographie unter Verwendung von 30% Ethylacetat/Hexan
als Entwicklungslösungsmittel
gereinigt, um Verbindung C (0,06 g) zu erhalten.
-
Unter
Verwendung geeigneter Ausgangsmaterialien in den oben beschriebenen
Verfahren oder mit Modifizierungen dieser Verfahren, die Fachleuten
wohl bekannt sind, wurden die Verbindungen hergestellt werden, die
in den folgenden Tabellen gezeigt sind. Die Verbindungsnummern in
der folgenden TABELLE DER VERBINDUNGEN entspricht den Verbindungsnummern
in Tabelle 1. Die Verbindungen, die mit einem Stern (*) markiert
sind, fallen wiederum nicht unter die angefügten Ansprüche, sondern werden als Vergleichsbeispiele
offenbart. Tabelle
der Verbindungen
-
Es
sei darauf hingewiesen, dass an den hier offenbarten Ausführungsformen
und Beispielen verschiedene Modifikationen vorgenommen werden können. Die
vorhergehende Beschreibung sollte somit nicht als einschränkend, sondern
lediglich als Beispiele für
bevorzugte Ausführungsformen
angesehen werden.