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DE60317105T2 - Ventilvorrichtung mit zwei membranen für einen trinkbehälter - Google Patents

Ventilvorrichtung mit zwei membranen für einen trinkbehälter Download PDF

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DE60317105T2
DE60317105T2 DE60317105T DE60317105T DE60317105T2 DE 60317105 T2 DE60317105 T2 DE 60317105T2 DE 60317105 T DE60317105 T DE 60317105T DE 60317105 T DE60317105 T DE 60317105T DE 60317105 T2 DE60317105 T2 DE 60317105T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve device
membrane
pressure
line
flow line
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60317105T
Other languages
English (en)
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DE60317105D1 (de
Inventor
Kjetil Nasje
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SmartSeal AS
Original Assignee
SmartSeal AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by SmartSeal AS filed Critical SmartSeal AS
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Publication of DE60317105D1 publication Critical patent/DE60317105D1/de
Publication of DE60317105T2 publication Critical patent/DE60317105T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D47/00Closures with filling and discharging, or with discharging, devices
    • B65D47/04Closures with discharging devices other than pumps
    • B65D47/20Closures with discharging devices other than pumps comprising hand-operated members for controlling discharge
    • B65D47/2018Closures with discharging devices other than pumps comprising hand-operated members for controlling discharge comprising a valve or like element which is opened or closed by deformation of the container or closure
    • B65D47/2056Closures with discharging devices other than pumps comprising hand-operated members for controlling discharge comprising a valve or like element which is opened or closed by deformation of the container or closure lift valve type
    • B65D47/2081Closures with discharging devices other than pumps comprising hand-operated members for controlling discharge comprising a valve or like element which is opened or closed by deformation of the container or closure lift valve type in which the deformation raises or lowers the valve port
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y10T137/00Fluid handling
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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft eine Ventilvorrichtung für einen Getränkebehälter, wobei diese Ventilvorrichtung auf der Verwendung zweier zusammenwirkender Ventilmembranen beruht, und wobei die Vorrichtung, u. a., ein unbeabsichtigtes Ausströmen eines Fluids, typischerweise einer Flüssigkeit, aus dem Getränkebehälter verhindert. Auch wird die Vorrichtung automatisch entlüftet, und zwar entweder während des Herausströmens des Fluids oder unmittelbar danach. Beispielsweise kann der Getränkebehälter ein Getränkebeutel, ein Getränkekarton, eine Tasse oder eine Flasche sein. Beispielsweise kann die Vorrichtung innerhalb einer Kappe oder einer Trinkschnauze angeordnet, als solche geformt oder mit einer solchen verbunden sein, was es ermöglicht, leicht eine normale Kappe oder eine normale Trinkschnauze für einen Getränkebehälter zu ersetzen. Die vorliegende Vorrichtung ermöglicht ein verschüttungsfreies Konsumieren des Fluids aus dem Getränkebehälter, was u. a. zu großen hygienischen Vorteilen führt.
  • Das Ausströmen von Fluid aus dem Getränkebehälter wird dadurch gestartet und kontrolliert, dass ein Ventilaktivierungsunterdruck an die Ventilvorrichtung geliefert wird, vorzugsweise dadurch, dass ein Benutzer seine Lippen um die Vorrichtung platziert und durch Saugen einen Unterdruck aufbaut, der eine Ventilöffnungs-Saugkraft erzeugt. Das Ausströmen stoppt dann, wenn die Saugkraft nachlässt, woraufhin die Ventilvorrichtung dafür sorgt, dass die Ausströmungsöffnung des Getränkebehälters dicht verschlossen wird, selbst wenn im Behälter ein Überdruck vorliegt. Die Vorrichtung kann auch so aufgebaut sein, dass sie während des Konsumierens für ein kontinuierliches Belüften des Getränkebehälters sorgt. Sie kann auch so aufgebaut sein, dass sie für ein Durchstoßen eines Gebiets des Getränkebehälters sorgt, wenn ein erstmaliges Öffnen erfolgt.
  • Stand der Technik und Nachteile desselben
  • Die Patentliteratur beschreibt verschiedene Vorrichtungen zum Verhindern eines Herausströmens von Flüssigkeit aus einem Getränkebehälter. Derartige Vorrichtungen sind u. a. in US 5.975.369 und US 5.465.876 beschrieben. Jedoch beinhalten diese Vorrichtungen keinen automatischen, durch Unterdruck kontrollierten Schließmechanismus, und daher muss der Benutzer eine mechanische Bewegung ausüben, um sie zu öffnen und zu schließen. Zum Stand der Technik gehören auch Vorrichtungen mit automatischen Schließfunktionen, jedoch leiden diese unter anderen Nachteilen, einschließlich denen, dass sie auf Druckdifferenzen empfindlich sind, relativ kompliziert sind und speziell konzipierte Behälter benötigen. US 5.607.073 offenbart ein Beispiel einer derartigen Vorrichtung. Darüber hinaus beschreibt das norwegische Patent Nr. 137258 eine Vorrichtung, die ein Herauslecken von Flüssigkeit selbst dann verhindert, wenn die Flüssigkeit im Behälter unter Druck steht. Jedoch ist dieser Typ einer Vorrichtung so aufgebaut, dass es möglich ist, dass ein beliebiger Flüssigkeitsüberdruck im Behälter die Ventilschließkraft so erhöht, dass sie ausreicht, dass ein Benutzer Schwierigkeiten hat, das Ventil zu öffnen. Alle diese bekannten Ventilvorrichtungen sind technisch kompliziert. Demgemäß sind sie relativ teuer herzustellen, was sie für den Wegwerfgebrauch ungeeignet macht.
  • Aufgaben der Erfindung
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die genannten Nachteile im Stand der Technik zu lindern.
  • Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Ventilvorrichtung zu schaffen, die ein verschüttungsfreies Konsumieren eines Fluids aus einem Getränkebehälter ermöglicht, um dabei zu gewährleisten, dass keine Fluidreste in der Ventilvorrichtung verbleiben, was zu unhygienischen Bedingungen führen würde.
  • Eine andere Aufgabe ist es, eine Ventilvorrichtung zu schaffen, die, soweit wie möglich, aus denselben Materialien und einer minimalen Anzahl von Komponenten besteht, was für technische Vorteile bei ihrer Herstellung sorgt.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Ventilvorrichtung zu schaffen, die in Verbindung mit relativ großen druckempfindlichen Flächen kleine Druckdifferenzen nutzt, um relativ große Ventilaktivierungskräfte zu erzeugen.
  • Maßnahmen zum Lösen der Aufgaben
  • Diese Aufgaben werden durch Merkmale gelöst, wie sie in der folgenden Beschreibung und den anschließenden Ansprüchen offenbart sind.
  • Vorzugsweise ist die Ventilvorrichtung innerhalb einer Kappe, einer Trinkschnauze oder eines Teils der Kappe oder der Trinkschnauze ausgebildet, sie ist als solche ausgebildet, oder sie ist in Verbindung mit einer solchen ausgebildet. Die Ventilvorrichtung verfügt über zwei zusammenwirkende, flexible, druckempfindliche Ventilmembranen, die eine Außenmembran und eine Innenmembran bilden. Die Bezeichnungen "Außen-" und "Innen-" kennzeichnet ihre Position relativ zu einer Ausströmungsöffnung in einem zugehörigen Getränkebehälter. Vorzugsweise ist die Membran im Inneren einer Kappe oder einer Trinkschnauze, oder in Verbindung damit, möglicherweise als Teil davon, ausgebildet.
  • Die Membranen sind mit einem axialen Abstand zueinander angeordnet, und ihre Umfangsbefestigungsgebiete sind druckdicht miteinander verbunden. Diese Konstellation bildet eine Referenzdruckkammer zwischen den Membranen und dem Inneren ihrer Befestigungsgebiete. Die Referenzdruckkammer ist an den Befestigungsgebieten der Membranen und außerhalb der Aktivierungsflächen derselben mit mindestens einer Belüftung versehen, und diese mindestens eine Belüftung verbindet die Referenzdruckkammer mit dem Umgebungsdruck P1, normalerweise dem Atmosphärendruck, des Getränkebehälters. In der Gebrauchsstellung sind die Befestigungsgebiete mit der Ausströmöffnung des Getränkebehälters verbunden, was dafür sorgt, dass das Ausströmen von Fluid aus dem Getränkebehälter und ein Belüften desselben über die Ventilvorrichtung erfolgen.
  • Eine der zwei Membranen ist fest mit einer Durchsatzströmungsleitung verbunden, durch die ein Fluid im Getränkebehälter herausströmen kann, wenn die Ventilvorrichtung geöffnet ist. Die andere der zwei Membranen ist mit einer Membrandurchgangsöffnung versehen, in der die Strömungsleitung normalerweise angeordnet ist, wenn die Gebrauchsstellung vorliegt. Der Membranöffnung ist ein Primärdichtungskörper, der so angeordnet ist, dass er für eine Abdichtung gegen eine Fluidströmung über die Strömungsleitung sorgt, und ein Sekundärdichtungskörper zugeordnet, der so angebracht ist, dass er für eine Abdichtung zwischen der Referenzdruckkammer und dem Innendruck P3 im Getränkebehälter sorgt. Wenn sich die Ventilvorrichtung in einer inaktiven Ruhestellung befindet, sind beide Dichtungskörper in druckdichtem Kontakt zur Strömungsleitung platziert.
  • Durch Ausüben eines Unterdrucks P2 auf die Außenseite der Außenmembran wird die Ventilvorrichtung aktiviert. Dies erfolgt durch Ausüben des Unterdrucks P2 auf die Außenseite der Außenmembran, was dafür sorgt, dass sie sich relativ zur Innenmembran bewegt. Vorzugsweise erzeugt der Benutzer durch Saugen einen Unterdruck an der Außenseite der Außenmembran. Diese Relativbewegung trennt den Primärdichtungskörper von der Strömungsleitung und öffnet für ein Ausströmen von Fluid.
  • Darüber hinaus ist die Ventilvorrichtung auf solche Weise ausgebaut, dass es möglich ist, dass ihr Sekundärdichtungskörper in druckabdichtendem und beweglichem Kontakt mit der Strömungsleitung steht, und zwar zumindest während des anfänglichen Öffnens der Ventilvorrichtung sowie dann, wenn der Primärdichtungskörper in einer offenen Stellung platziert ist. Im Ergebnis kann der Sekundärdichtungskörper in einem dauerhaften, druckabdichtenden und beweglichen Kontakt mit der Strömungsleitung platziert werden, und zwar dann, wenn sich die Ventilvorrichtung sowohl in der aktiven als auch inaktiven Stellung befindet. Die Ventilvorrichtung kann auch auf solche Weise aufgebaut sein, dass es möglich ist, dass der Sekundärdichtungskörper öffnet, um von der Referenzdruckkammer her zu belüften, was durch weiteres Öffnen der Ventilvorrichtung erfolgt. Dies kann dadurch bewerkstelligt werden, dass die Strömungsleitung mit verringertem Durchmesser, zumindest in ihrem freien Endabschnitt, versehen wird. Beispielsweise kann dies dadurch erfolgen, dass dieser Endabschnitt der Strömungsleitung mit einem eingezogenen Gebiet mit gleichmäßig verringerten Außendurchmesser versehen wird, oder dass die Außenseite der Leitung mit einer Kegelform versehen wird, die über einen zum freien Endabschnitt hin fortschreitende abnehmenden Außendurchmesser verfügt. Abhängig vom speziellen Design der Ventilvorrichtung kann das Belüften des Getränkebehälters auf verschiedene Arten erfolgen. Das Belüften kann ausgeführt werden, nachdem der Konsum von Fluid beendet wurde, oder bevor die Ventilvorrichtung ihre Ruhe stellung einnimmt, oder das Belüften kann gleichzeitig mit dem Konsumieren von Fluid erfolgen.
  • Die Wechselwirkung der Membranen sowie verschiedene Belüftungsarten werden in den folgenden Beispielen von Ausführungsformen detaillierter beschrieben. Der prinzipielle Betriebsmodus für die Ventilvorrichtung wird beim ersten Ausführungsbeispiel, und unter Bezugnahme auf die 15, gründlich beschrieben.
  • Ferner kann die Ventilvorrichtung mit einer Schutzabdeckung versehen sein, um zu verhindern, dass sich Staub und Bakterien auf der Außenmembran absetzen. Eine Schutzabdeckung kann auch dazu verwendet werden, ein voriges Öffnen und Verwenden der Ventilvorrichtung anzuzeigen. Auch kann die Schutzabdeckung mit einer internen Befestigungsvorrichtung, beispielsweise einem Vorsprung versehen sein, die in körperlichem, möglicherweise abdichtendem, Kontakt mit der Außenmembran steht und die Abdeckung am Ort hält. So wird zusätzliche Sicherheit gegen Auslecken während der Lagerung und des Transports des Getränkebehälters und der Ventilvorrichtung erzielt. Gleichzeitig wird die Ventilvorrichtung gegen jeglichen körperlichen Kontakt geschützt, der zu einer mechanischen Fehlfunktion führen könnte.
  • Die Innenmembran hat mehrere Aufgaben. Bei einem Überdruck im Getränkebehälter muss sie zumindest zwischen dem Getränkebehälter und der Umgebung während des Transports und der Lagerung für eine druckdichte Sperre sorgen. Bei einem Unterdruck im Getränkebehälter muss die Innenmembran auch dazu in der Lage sein, sich nach innen zum Getränkebehälter hin zu bewegen, um ein Belüften zu erleichtern und den Druck in ihm auszugleichen. Die Innenmembran kann auch mit einem Punkt oder einem Stift ausreichender Stabilität versehen sein, um den Getränkebehälter zu durchstoßen oder durch ein Durchstoßgebiet an ihm zu brechen.
  • Nachfolgend werden fünf nicht beschränkende Beispiele bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Ausführungsformen werden durch die folgenden Zeichnungen veranschaulicht.
  • 1 ist eine Vorderansicht, die einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, wobei die Vorrichtung in einer inaktiven Ruhestellung mit geschlossenem Ventil dargestellt ist, und wobei sie mit einer Ausströmöffnung in einem nicht unter Druck stehenden Behälter (nicht dargestellt) verbunden ist, und wobei die Vorrichtung für kontinuierliche Belüftung konzipiert ist;
  • 2 zeigt ebenfalls die Ventilvorrichtung gemäß der 1, jedoch ist hier die Vorrichtung in einer aktiven Ventilöffnungsstellung dargestellt, wenn ein Benutzer einen Unterdruck P2 auf die Vorrichtung ausübt und Flüssigkeit aus dem Getränkebehälter konsumiert;
  • 3 zeigt ebenfalls die Ventilvorrichtung gemäß der 1, jedoch hier ist die Vorrichtung in einer aktiven Ventilöffnungsstellung während des Belüftens des Getränkebehälters unmittelbar nach Abschluss des Konsumierens von Flüssigkeit dargestellt;
  • 4 zeigt ebenfalls die Ventilvorrichtung gemäß der 1, jedoch ist die Vorrichtung in einer aktiven Ventilöffnungsstellung dargestellt, während ein Konsumieren und Belüften gleichzeitig erfolgen;
  • 5 zeigt ebenfalls die Ventilvorrichtung gemäß der 1, wobei diese Vorrichtung in einer inaktiven Ventilschließstellung in Ruhe dargestellt ist, jedoch ist hier die Vorrichtung mit einer Ausströmöffnung in einem unter Druck stehenden Getränkebehälter (nicht dargestellt) dargestellt, weswegen flexible Membranen der Ventilvorrichtung relativ zum Behälter nach außen aufgewölbt sind;
  • 6 ist eine Vorderansicht, die einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, wobei die Vorrichtung in einer aktiven Ventilschließstellung in Ruhe dargestellt ist, und wobei sie mit einer Ausströmöffnung in einem nicht unter Druck stehenden Behälter (nicht dargestellt) verbunden ist, wobei die Vorrichtung jedoch nicht für kontinuierliches Belüften des Getränkebehälters während des Konsumierens von Flüssigkeit konzipiert ist;
  • 7 zeigt die Ventilvorrichtung gemäß der 6, wobei es jedoch dargestellt ist, dass die Vorrichtung auch mit einer Trinkschnauze und einer externen Schutzabdeckung verbunden ist;
  • 8 ist eine Vorderansicht, die einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, wobei die Vorrichtung in einer inaktiven Ventilschließstellung in Ruhe dargestellt ist, und wobei sie mit einem nicht durchstoßenen Durchstoßgebiet eines Getränkebehälters verbunden ist, und wobei die Vorrichtung mit einem Durchstoßstift versehen ist, um das Durchstoßgebiet zu durchstoßen, um dadurch eine Ausströmöffnung im Getränkebehälter zu schaffen;
  • 9 zeigt die Ventilvorrichtung gemäß der 8 während des Durchstoßens des zum Durchstoßen ausgebildeten Wandgebiets des Getränkebehälters;
  • 10 ist eine Vorderansicht, die einen Schnitt durch eine vierte Ausführungsform einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, wobei die Vorrichtung der Ventilvorrichtung gemäß der 8 ähnelt und wobei diese Vorrichtung in einer inaktiven Ventilschließstellung in Ruhe dargestellt ist, wobei sie mit einem Flaschenhals mit Gewinde einer nicht unter Druck stehenden Flasche verbunden ist;
  • 11 ist eine Vorderansicht, die einen Schnitt durch eine fünfte Ausführungsform einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt, wobei die Vorrichtung in einer inaktiven Ventilschließstellung in Ruhe dargestellt ist, und wobei sie mit einem nicht unter Druck stehenden Getränkebehälter (nicht dargestellt) verbunden ist; und
  • 12 zeigt die Ventilvorrichtung gemäß der 11, wobei jedoch diese Vorrichtung in einer vom Benutzer aktivierten Ventilöffnungsstellung dargestellt ist.
  • Die Figuren sind schematisch und können daher betreffend die Größe von Einzelheiten, Relativabmessungen, die Form und ihre Relativpositionen zueinander etwas verzerrt sein. Nachfolgend werden ähnliche Einzelheiten der Figuren im Wesentlichen mit denselben Bezugszahlen gekennzeichnet.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung
  • Die in den folgenden Ausführungsbeispielen dargestellten Komponenten können auch bei noch weiteren Kombinationen als den hier offenbarten verwendet werden.
  • Die 1-5 zeigen nicht nur ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Ventilvorrichtung, sondern sie veranschaulichen den prinzipiellen Funktionsmodus der Ventilvorrichtung vor, während und nach dem Ausüben eines Ventil aktivierenden Unterdrucks P2 durch einen Benutzer auf die Vorrichtung.
  • Die 1 zeigt die aktuelle Ventilvorrichtung, die als Kappe 1 (teilweise dargestellt) für eine Ausströmöffnung in einem nicht unter Druck stehenden Getränkebehälter (nicht dargestellt) ausgebildet ist. Die Ventilvorrichtung verfügt u. a. über zwei zusammenwirkende Membranen, die eine Außenmembran 2 und eine Innenmembran 4 bilden. Die beiden Membranen 2, 4 sind in die Wand der Kappe 1 eingebaut und direkt mit ihr verbunden, und sie sind mit einem axialen Abstand voneinander angeordnet. Bei diesem Beispiel bestehen die Körper 2, 4 aus flexiblen Kreisflächen, die im Wesentlichen parallel und eben sind. Die beiden Membranen 2, 4 sind mit konzentrischen, ringförmigen Wellen 5 versehen, die sich radial erstrecken und gerade gedehnt werden, wenn die Körper 2, 4 aktiviert werden und sich axial bewegen. Die axiale und radiale Bewegung bezieht sich auf eine gedachte Mittellinie durch die Kappe 1, und die Membranen 2, 4 dieses Beispiels sind konzentrisch um diese Mittellinie angeordnet. Die Außenmembran 2 ist in einem äußeren Kappenteil 1a ausgebildet, während die Innenmembran 4 in einem inneren Kappenteil 1b ausgebildet ist. Der äußere Kappenteil 1a ist druckabdichtend mit der Außenseite des inneren Kappenteils 1b verbunden. So existiert zwischen den Membranen 2, 4 und innerhalb der Kappe 1 eine Referenzdruckkammer 6. Diese Referenzdruckkammer 6 steht mit dem Umgebungsdruck P1 des Getränkebehälters, normalerweise dem Atmosphärendruck, über mindestens eine Belüftung 8 in der Wand der Kappe 1 in Verbindung. Der Innendruck P3 des Getränkebehälters kann größer oder kleiner als der Umgebungsdruck P1 sein. In den Figuren kennzeichnet P2 einen vom Benutzer ausgeübten Unterdruck, der dazu verwendet wird, die Ventilvorrichtung zu aktivieren. Mit der Außenmembran 2 ist auch eine durchgehend offene Strömungsleitung 10 fest verbunden, und sie ist in deren Zentrum platziert, wobei diese Leitung 10 rechtwinklig aus der Membran 2 nach außen vorsteht, während sie nach innen durch eine entsprechende, durchgehende Membranöffnung 12 in der Innenmembran 4 nach innen steht. An ihrem nach innen vorstehenden, freien Endabschnitt ist die Strömungsleitung 10 mit einem eingezogenen Gebiet 14 versehen, in dem diese Leitung 10 einen gleichmäßig verringerten Außendurchmesser aufweist. Die Strömungsleitung 10 ist auch axial beweglich in Bezug auf die Membranöffnung 12, und sie liegt druckabdichtend an einem der Innenmembran 4 zugeordneten Sekundärdichtungskörper 16 an. Der Sekundärdichtungskörper 16 liegt in Form einer flexiblen, ringförmigen Dichtlippe vor, die die Membranöffnung 12 bildet. Ferner ist die Innenmembran 4 mit einem Primärdichtungskörper 18 in Form einer ringförmigen Platte versehen. Bei diesem Beispiel ist die Dichtungsplatte 18 an der Innenseite der Innenmembran 4 platziert. Die Dichtungsplatte 18 ist mit mehreren axialen Streben 20 versehen, die entlang ihrem Umfang verteilt sind und sie mit der Innenmembran 4 verbinden. Dies ermöglicht es, dass Flüssigkeit zwischen den Streben 20 und durch die Strömungsleitung 10 strömt, wenn sich die Ventilvorrichtung in einer offenen Stellung befindet. In der 1 ist jedoch die Ventilvorrichtung in einer Ruhestellung dargestellt, in der der nach innen vorstehende, frei Endabschnitt der Leitung 10 druckabdichtend an der Dichtungsplatte 18 platziert ist und jedes Ausströmen von Flüssigkeit durch die Leitung 10 sperrt.
  • Die 2 zeigt die Ventilvorrichtung in der offenen Stellung während des Konsumierens von Flüssigkeit aus dem Getränkebehälter. Jedoch zeigt diese Figur die Ventilvorrichtung während der anfänglichen Aktivierung und/oder einer Aktivierung mit mäßigem Unterdruck. Der Benutzer übt einen Unterdruck P2 auf die Außenseite der Außenmembran 2 aus, während gleichzeitig Atmosphärenluft mit dem Druck P1 durch die Belüftung 8 in die Referenzdruckkammer 6 eingelassen wird. Die dazwischen herrschende Druckdifferenz P1 – P2 wirkt über die Außenmembran 2 und bewegt sie und ihre Strömungsleitung 10 axial nach außen. Gleichzeitig werden die Wellen 5 der Membran 2 radial gedehnt, was bewirkt, dass die Membran 2 nach außen aufwölbt. Dadurch wird der freie Endabschnitt der Strömungsleitung 10 von der Dichtungsplatte 18 abgehoben, wodurch Flüssigkeit aus der Leitung 10 ausströmen kann. Die Strömungsrichtung der Flüssigkeit ist durch die stromabwärts gerichtete Pfeile gekennzeichnet. Die 2 zeigt die Strömungsleitung 10 während der anfänglichen axialen Bewegung, bei der die Dichtlippe 16 nur am größten Durchmesser der Strömungsleitung 10 mit dieser in Kontakt steht, wobei sich dieser größte Durchmesser außerhalb des eingezogenen Gebiets 14 befindet, und wobei während einer Aktivierung der Ventilvorrichtung mit mäßigem Unterdruck eine Relativbewegung entlang dem Gebiet mit größtem Durchmesser erfolgt.
  • Die 3 zeigt die Ventilvorrichtung unmittelbar vor Abschluss des Konsumierens von Flüssigkeit gemäß der 2, jedoch bevor die Vorrichtung ihre Ausströmöffnung schließt. In diesem Stadium des Ventilbetriebs ist der Druck P3 im Getränkebehälter niedriger als der Umgebungsdruck P1, da Flüssigkeit aus dem Behälter entnommen wurde. Jedoch sind die Referenzdruckkammer 6 und das äußere der Außenmembran 2 dem Umgebungsdruck P1 ausgesetzt. Diese Druckkonstellation erzeugt die Druckdifferenz P1 – P3, die Luft und jegliche Flüssigkeitsreste durch die Strömungsleitung 10 in den Getränkebehälter hineintreibt, und sie drückt auch die Innenmembran 4 in den Getränkebehälter und sorgt dafür, dass sie sich aufwölbt. In der Figur ist die Strömungsrichtung der Luft durch stromabwärts gerichtete Pfeile dargestellt. Allmählich sorgt dieser Druckausgleich dafür, dass sich die Membran 4 in ihre Ruhestellung zurückbewegt, und dies sorgt dafür, dass die Dichtungsplatte 18 erneut in Druckabdichtungskontakt mit der Strömungsleitung 10 gebracht wird und die Ventilvorrichtung schließt.
  • Die 4 zeigt die Ventilvorrichtung in der offenen Stellung während des gleichzeitigen Konsumierens von Flüssigkeit und eines Belüftens (kontinuierliches Belüften), wobei jedoch hier die Ventilvorrichtung einer starken und/oder kontinuierlichen Aktivierung durch einen Unterdruck unterliegt. Wie es in der 2 dargestellt ist, wirkt ein Unterdruck P2 auf die Außenseite der Außenmembran 2, während gleichzeitig Luft mit dem Druck P1 durch die Belüftung 8 in die Referenzdruckkammer 6 eingelassen wird. In diesem Fall ist jedoch, als Folge des kontinuierlichen Flüssigkeitsverbrauchs, der Behälterdruck P3 niedriger als der Druck P1 in der Referenzdruckkammer 6. Diese Druckkonstellation erzeugt eine nach außen gerichtete Druckdifferenz P1, P2 an der Außenmembran 2 sowie eine nach innen gerichtete Druckdifferenz P1 – P3 an der Innenmembran 4, was dafür sorgt, dass beide Membranen 2, 4 aktiviert werden und sich voneinander weg nach außen aufwölben. Wenn sie in diesen aktivierten Stellungen platziert sind, ist das eingezogene Gebiet 14 der Leitung direkt der Dichtungslippe 16 gegenüberstehend positioniert. Dadurch existiert zwischen der Strömungsleitung 10 und der Dichtungslippe 16 ein Belüftungsspalt 22. Dadurch kann Luft aus der Referenzdruckkammer 6 durch den Spalte 22 in den Getränkebehälter strömen, um den Unterdruck in ihm auszugleichen. Luft strömt so lange durch den Spalt 22, wie ein Konsumieren erfolgt, und solange ein ausreichender Unterdruck im Getränkebehälter vorliegt.
  • Pfeile in der Figur kennzeichnen die stromabwärtigen Strömungsrichtungen der Luft und der Flüssigkeit.
  • Die 5 zeigt die Ventilvorrichtung, die mit einem unter Druck stehenden Getränkebehälter (nicht dargestellt) verbunden ist, in dem der Behälterdruck P3 größer als der Umgebungsdruck P1 ist. Diese Druckkonstellation erzeugt eine nach außen gerichtete Druckdifferenz P3 – P1, die direkt auf die Innenmembran 4 und indirekt (über die Strömungsleitung 10) auf die Außenmembran 2 wirkt. So wölben sich die beiden Membranen 2, 4 nach außen auf, und die Dichtungsplatte 16 wird mit größerer Kraft als dann, wenn der Getränkebehälter nicht unter Druck steht, gegen die Strömungsleitung 10 gedrückt. So nimmt die Ventilschließkraft mit zunehmendem Druck P3 im Getränkebehälter zu.
  • Die 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung. Diese Ventilvorrichtung ist der Vorrichtung gemäß der 1 sehr ähnlich, und sie ist als Kappe 1 aufgebaut. Jedoch ist die Strömungsleitung 10 dieser Vorrichtung an ihrem nach innen vorstehenden, freien Endabschnitt nicht mit einem äußeren, eingezogenen Gebiet versehen. Die Strömungsleitung 10 gemäß der 6 verfügt über einen gleichmäßigen Außendurchmesser, und so ist sie nicht für kontinuierliches Belüften des Getränkebehälters während des Konsumierens von Flüssigkeit ausgebildet. In einigen Fällen, beispielsweise in Verbindung mit Trinkbeuteln, kann es wünschenswert sein, zu verhindern, dass verschmutzte Flüssigkeit nach Abschluss des Konsumierens in den Getränkebehälter gesaugt wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel liegt die Dichtlippe 16 druckabdichtend an der Strömungsleitung 10 an, wenn eine Relativbewegung entlang der gesamten Länge derselben vorliegt, was dauernd eine intakte Druckabdichtung gewährleistet.
  • Die 7 zeigt die Ventilvorrichtung gemäß der 6, wobei es jedoch hier dargestellt ist, dass der äußere Kappenteil 1a mit einer Trinkschnauze 24 verbunden ist, die an einer Ausströmöffnung 26 vorhanden ist, wobei auch eine Verbindung mit einer äußeren Schutzabdeckung 28 besteht. Die Abdeckung 28 ist mit einer zentrischen, inneren Abdeckungsleitung 29 versehen, die zur Ventilvorrichtung nach innen vorsteht. Die Abdeckungsleitung 29 kann für den Transport und die Lagerung mit der Außenmembran 2 in Kontakt gebracht werden, um dafür zu sorgen, dass die Membranen 2, 4 zeitweilige zusammengequetscht werden, um so zu einem sicheren Schließen der Ventilvorrichtung beizutragen.
  • Die Abdeckungsleitung 28 ist mit einem äußeren Bund 30 versehen, der sie an ihrem Ort in der Ausströmöffnung 26 hält.
  • Die 8 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung. Jedoch ist es dargestellt, dass diese Ventilvorrichtung direkt mit der Außenseite der Wand eines Getränkebehälters 32, beispielsweise eines Trinkkartons oder eines Trinkbeutels verbunden ist. Die Ventilvorrichtung ist druckabdichtend um eine ringförmige Perforationsbegrenzungslinie 34 in der Wand herum angebracht, wobei diese Begrenzungslinie 34 ein nicht durchstoßenes Durchstoßgebiet 36 der Wand definiert. Auch bestehen bei diesem Beispiel die Membranen 2, 4 aus flexiblen Kreisflächen, die im Wesentlichen parallel und eben sind und mit einem axialen Abstand zueinander zusammengebaut sind, um dadurch eine dazwischen liegende Referenzdruckkammer 6 zu bilden. Die Außenmembran 2 ist in einer äußeren Abstandshalterhülse 28 eingezogen angeordnet und mit ihr verbunden, während die Innenmembran 4 in einer inneren Abstandshalterhülse 40 eingezogen vorliegt und mit dieser verbunden ist. Die innere Abstandshalterhülse 40 ist mit einem radialen Abstand im Inneren der äußeren Abstandshalterhülse 38 platziert, um so für einen Luftströmungskanal 42 zwischen den Hülsen 38, 40 zu sorgen. Die Basis der inneren Abstandshalterhülse 40 ist zu einem Befestigungsbund 44 aufgeweitet, der in einer entsprechenden Innensitznut 46 in einem Außenbund 48 der äußeren Abstandshalterhülse 38 platziert ist. Die Basis des Außenbunds 48 ist mit einem Außenflansch 50 für Verbindung mit dem Getränkebehälter 32 versehen. Der Bund 48 ist auch mit Belüftungen 8 versehen, die ein Belüften der Referenzdruckkammer 6 über den Luftströmungskanal 42 erlauben. Ähnlich wie bei der Ventilvorrichtung gemäß der 1 ist diejenige der 8 mit einer Außenmembran 2 mit einer durchgehenden, offenen Strömungsleitung 10 versehen. Die Innenmembran 4 ist mit einer zentralen Membranöffnung 12 und auch einem Primärdichtungskörper 18 und Verbindungsstreben 20, die im Inneren der Membran 4 platziert sind, versehen. Bei diesem Beispiel verfügt die Strömungsleitung 10 über Kegelform, die zu ihrem freien Ende hin verjüngt ist, und sie ist so platziert, dass sie abdichtend an der Dichtlippe 16 anliegt, wenn sich die Ventilvorrichtung in einer Ruhestellung befindet. Beim Aktivieren und Öffnen der Ventilvorrichtung bewegt sich die kegelförmige Strömungsleitung 10 axial nach außen in Bezug auf die Dichtlippe 16, wodurch zwischen den beiden ein Belüftungsspalt 22 (nicht dargestellt) gebildet wird (siehe die 4). Wenn sich die kegelförmige Strömungsleitung 10 axial nach außen bewegt, öffnet der Belüftungsspalt 22 weiter, um mehr Luft in den Getränkebehälter 32 einzulassen. Luft kann so wäh rend des Konsumierens von Flüssigkeit durch den Spalt 22 strömen. Bei diesem Beispiel ist die Dichtungsfläche des Primärdichtungskörpers 18 mit einem Zentrierpunkt 52 versehen. Das andere Ende des Dichtungskörpers 18 ist als Durchstoßstift 54 ausgebildet, der in unmittelbarer Nähe des Durchstoßgebiets 36 des Getränkebehälters 32 platziert ist.
  • Die 9 zeigt den Durchstoßstift 34 unmittelbar nach dem Eindrücken des Durchstoßgebiets 36 in den Getränkebehälter 32 durch einen Finger 36, der auf die Außenseite der Außenmembran 2 drückt und die erforderliche Durchstoßkraft über die Strömungsleitung 10 überträgt. Dadurch wird der Getränkebehälter 32 für Zugang zur Flüssigkeit in ihm geöffnet.
  • Die 10 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung, wobei diese Ventilvorrichtung einer Kappe 38 mit Innengewinde zugeordnet ist, die mit einem Flaschenhals 60 verbunden ist. Bei diesem Beispiel bildet die Außenmembran 2 eine Verlängerung der Kappe 58, während die Innenmembran 4 mit einem Außenflansch 62 versehen ist, der zwischen dem Flaschenhals 60 und der Endwand 64 der Kappe 58 befestigt ist. In diesem Gebiet ist das Innere der Endwand 64 mit einem am Umfang verlaufenden Belüftungsschlitz 66 versehen. Das Belüften der Referenzdruckkammer 6 der Ventilvorrichtung erfolgt über den Belüftungsschlitz 66 und über Öffnungen zwischen den Gewinden der Kappe 58 und dem Flaschenhals 60. So wird das Belüften nicht durch die Lippen des Benutzers behindert, die die Außenmembran 2 während der Ventilaktivierung und des Konsumierens von Flüssigkeit im Getränkebehälter umschließen. Ansonsten sind die Membranen 2, 4 und die Strömungsleitung 10 im Wesentlichen den entsprechenden Komponenten in der 8 ähnlich, und sie arbeiten im Wesentlichen auf dieselbe Weise. Jedoch ist der Primärdichtungskörper 18 gemäß der 10 nicht mit einem Durchstoßstift 54 versehen.
  • Die 11 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung, bei der Einzelheiten der Umfänge der Membranen 2, 4 identisch mit entsprechenden Einzelheiten bei der Ventilvorrichtung gemäß der 8 sind, und wobei die Ventilvorrichtung in einer inaktiven Ventilschließstellung in Ruhe dargestellt ist, und wobei sie mit einem nicht unter Druck stehenden Getränkebehälter verbunden ist. Diese Ventilvorrichtung unterscheidet sich von den anderen Ausführungsformen dahingehend, dass ein Strömungsleitung 10 mit gleichmäßigem Außendurchmesser nun fest im Zentrum der Innenmembran 4 angebracht ist und sie rechtwinklig von dieser absteht, und dass die Außenmembran 2 nun mit der Membranöffnung 12 für die Strömungsleitung 10, den Primärdichtungskörper 18 und den Sekundärdichtungskörper 16 versehen ist. Bei diesem Beispiel ist das innere Ende der Strömungsleitung 10 durchgehend offen, während eine gekrümmte Dichtplatte 68 ihr äußeres Ende verschließt. An ihrem freien äußeren Ende, und unmittelbar innerhalb der Dichtplatte 68, ist die Wand der Leitung 10 mit Strömungsöffnungen 70 versehen. Die Membranöffnung 12 in der Außenmembran 2 ist in einem zentrierten Dichtungsgehäuse 72 der Außenmembran 2 ausgebildet und erstreckt sich durch dieses. An der Innenseite der Membranöffnung 12, und um diese herum, ist das Dichtungsgehäuse 72 mit zwei flexiblen, ringförmigen Dichtlippen versehen, bei denen es sich um eine innere Dichtlippe, die den Sekundärdichtungskörper 16 der Vorrichtung bildet, und eine äußere Dichtlippe handelt, die den Primärdichtungskörper 18 der Vorrichtung bildet. In ihrer Ruhestellung ist die äußere Dichtlippe 18 druckabdichtend an der Außenseite der gekrümmten Dichtplatte 68 platziert, während die innere Dichtlippe 16 druckabdichtend an der Basis der Strömungsleitung 10 platziert ist.
  • Die 12 zeigt die Ventilvorrichtung gemäß der 11 in einer aktiven Ventilöffnungsstellung, in der sich die Außenmembran 2 unter dem Einfluss eines vom Benutzer ausgeübten Unterdrucks P2, der auf ihre Außenseite wirkt, nach außen bewegt und aufgewölbt hat. In dieser Stellung ist die äußere Dichtlippe 18 von der Dichtplatte 68 getrennt, was es ermöglicht, das Flüssigkeit zwischen diesen durch die Strömungsöffnungen 70 in der Leitung 10 nach außen fließt. Stromabwärts gerichtete Pfeile kennzeichnen die Ausströmungsrichtung der Flüssigkeit. In der Stellung mit aktiviertem Ventil ist die innere Dichtlippe 16 in einem Gebiet unmittelbar innerhalb der Strömungsöffnungen 70 immer noch druckabdichtend in der Strömungsleitung 10 platziert, wobei ein Belüften der Referenzdruckkammer 6 über den Luftströmungskanal 82 und Belüftungen 8 im Bund 48 erfolgt.

Claims (14)

  1. Ventilvorrichtung zum Verhindern eines unbeabsichtigten Herausströmens von Flüssigkeit aus einem Getränkebehälter (32), die durch Unterdruck betätigt wird und dann, wenn sie sich in der Gebrauchsposition befindet, mit einer Auslauföffnung (32) im Behälter verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus zwei flexiblen, druckempfindlichen Membranen (2, 4) besteht, die eine Außenmembran (2) und eine Innenmembran (4) bilden, die mit einem axialen Abstand gegeneinander angeordnet sind, wobei ihre Umfangsbefestigungsgebiete druckdicht miteinander verbunden sind, wobei ihre Konstellation eine Referenzdruck-Zwischenkammer (6) bildet, die mit mindestens einer Belüftung (8) versehen ist, die außerhalb der Aktivierungsflächen der Membranen (2, 4) und in Verbindung mit dem Umgebungsdruck P1 platziert ist, und dass eine der zwei Membranen (2, 4) fest mit einer Durchsatzströmungsleitung (10) für die Flüssigkeit verbunden ist, und dass die andere der zwei Membranen (2, 4) mit einer hindurchgehenden Membranöffnung (12) ersehen ist, in der die Leitung (10) beweglich angeordnet ist und der ein Primärdichtungskörper (18), der so angeordnet ist, dass er gegen die Flüssigkeitsströmung durch die Leitung (10) abdichtet, und ein Sekundärdichtungskörper (16), der so angeordnet ist, dass er für eine Abdichtung zwischen der Kammer (6) und dem Innendruck P3 im Behälter (32) sorgt, zugeordnet sind, und dass beide Dichtungskörper (16, 18) in druckdichtem Kontakt zur Leitung (10) platziert sind, wenn sich die Ventilvorrichtung in einer inaktiven Ruheposition befindet, während zumindest der Primärdichtungskörper (18) in einer offenen Stellung platziert ist, wenn sich die Ventilvorrichtung in einer aktiven Position befindet, wobei sie dadurch aktiviert wird, dass ein Unterdruck P2 auf das Äußere der Außenmembran (2) einwirkt und sie relativ zur Innenmembran (4) bewegt wird.
  2. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsleitung (10) fest mit der Außenmembran (2) verbunden ist, während die Innenmembran (4) mit der Membranöffnung (12) für die Leitung (10) versehen ist und ihr auch der Primärdichtungskörper (18) und der Sekundärdichtungskörper (16) zugeordnet sind.
  3. Ventilvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Primärdichtungskörper (18) aus einer Dichtungsplatte besteht, die an der Innenseite der Innenmembran (4) platziert ist und mit dieser durch mindestens eine durch die Strömung umgehbare Stütze (20) verbunden ist, wobei sie über eine Form verfügt, die für Druckabdichtung sorgt, wenn sie am nach innen vorstehenden, freien Endabschnitt der Strömungsleitung (10) anliegt.
  4. Ventilvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärdichtungskörper (18) eine flexible, ringförmige Dichtungslippe ist, die um die Membranöffnung (12) herum angeordnet ist.
  5. Ventilvorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Primärdichtungskörper (18) mit einem Perforationsstift oder einer Perforationsspitze (54) versehen ist, um eine Wand des Getränkebehälters (32) zu durchstoßen.
  6. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 2–5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leitungslängsabschnitt der Strömungsleitung (10) über einen gleichmäßigen Außendurchmesser verfügt, der Sekundärdichtungskörper (16) während der Aktivierung der Ventilvorrichtung druckdicht an diesem Leitungslängsabschnitt platziert ist und sich diesem entlang bewegt, wodurch zwischen der Referenzdruckkammer (6) und dem Getränkebehälter (32) eine andauernde Druckabdichtung existiert.
  7. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 2–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsleitung (10) zumindest in ihrem freien Endabschnitt über einen verringerten Außendurchmesser verfügt, wobei zwischen ihr und dem Sekundärdichtungskörper (16) ein Belüftungsspalt (22) gebildet ist, wenn der Dichtungskörper (16) beim Aktivieren der Ventilvorrichtung direkt einem Leitungslängsabschnitt gegenüber platziert wird, der über einen verringerten Außendurchmesser verfügt, wodurch eine Belüftung von der Referenzdruckkammer (6) zum Getränkebehälter ermöglicht ist.
  8. Ventilvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der nach innen vorstehende, freie Endabschnitt der Strömungsleitung (10) mit einem vertieften Gebiet (14) mit gleichmäßig verringertem Außendurchmesser versehen ist.
  9. Ventilvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsleitung (10) über Kegelform verfügt, bei der ihr Außendurchmesser fortschreitend zum nach innen vorstehenden, freien Endabschnitt der Strömungsleitung (10) abnimmt.
  10. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsleitung (10) fest mit der Innenmembran (4) verbunden ist, während die Außenmembran (2) mit der Membranöffnung (12) für die Leitung (10) versehen ist und ihr auch der Primärdichtungskörper (18) und der Sekundärdichtungskörper (16) zugeordnet sind.
  11. Ventilvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungswand der Strömungsleitung (10) an ihrem freien, äußeren Ende mit mindestens einer Strömungsöffnung (70) versehen ist, während die Strömungsleitung (10) selbst am selben Ende abgedichtet ist, und dass die Außenmembran (2) mit einem Dichtungsgehäuse (72) versehen ist, in dem die Membranöffnung (12) für die Leitung (10) platziert ist, um welche Membranöffnung (12) das Dichtungsgehäuse (72) mit einer äußeren, ringförmigen Primärdichtungslippe (18) versehen ist, die, in der Ruhestellung, auf flexible, druckdichte Weise an der Leitungswandaußenseite der mindestens einen Strömungsöffnung (70) platziert ist, wobei das Dichtungsgehäuse (72) auch mit einer inneren, ringförmigen Sekundärdichtungslippe (16) versehen ist, die dauernd druckdicht an einem Leitungswandgebiet mit gleichmäßigem Außendurchmesser innerhalb der mindestens einen Strömungsöffnung (70) platziert ist, wobei die äußere Primärdichtungslippe (18) von der Strömungsleitung (10) weg bewegt wird und die Flüssigkeitsströmung über die mindestens eine Strömungsöffnung (70) öffnet, wenn die Ventilvorrichtung aktiviert wird.
  12. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung innerhalb einer Kappe (1, 58), einer Trinkschnauze (24) oder einem Teil der Kappe (1, 58) oder der Trinkschnauze (24) ausgebildet ist, als Kappe, Trinkschnauze, Teil der Kappe oder Teil der Trinkschnauze ausgebildet ist, oder mit der Kappe, der Trinkschnauze, dem Teil der Kappe oder dem Teil der Trinkschnauze verbunden ist, wobei die Kappe (1, 58) oder die Trinkschnauze (24) in der Gebrauchsstellung mit dem Getränkebehälter verbunden ist.
  13. Ventilvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einer Schutzabdeckung (24) versehen ist.
  14. Ventilvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (28) mit einer internen Abdeckungsleitung (29) versehen ist, die nach innen zur Ventilvorrichtung vorsteht und mit der Außenmembran (2) in Kontakt steht und sie für sicheres Verschließen der Ventilvorrichtung während des Transports und der Lagerung an ihrem Ort hält.
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