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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Polyvinylether und deren Synthese,
die Verwendung solcher Polymere für die Synthese (z. B. organische
Synthese, Peptidsynthese, Oligonukleotid-Synthese, Oligosaccharid-Synthese oder
irgendeine andere synthetische Prozedur), sowie die Verwendung solcher
Polymere für chromatographische
Anwendungen (wie etwa Affinitätschromatographie)
und die Immobilisierung von Enzymen, Reagenzien oder Katalysatoren.
Die Verwendung ist bevorzugt für
synthetische Verfahren und Trennverfahren sowie für die Katalyse
gedacht.
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Hintergrund der Erfindung
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Festphasensynthese
(auch bekannt als "SPS") ist ein gut etabliertes
Verfahren, das die Synthese natürlicher
Oligomere und kleiner Moleküle
revolutioniert hat und die Entwicklung von kombinatorischen Techniken
sowie von Hochdurchsatz-Arzneimittelauffindung ermöglicht hat.
Derzeit werden immer mehr Artikel auf diesem Gebiet veröffentlicht
(z. B. R. E. Dolle, J. Comb. Chem., 2000, 2, 383.; S. E. Hall, Mol.
Diversity, 1999, 4, 131.).
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Die
den schöpferischen
Grundstein auf diesem Gebiet legende Arbeit ist die berühmte Merrifield-Peptidsynthese
an vernetztem Polystyrol (R. B. Merrifield, J. Am. Chem. Soc., 1963,
85, 2149.), auch wenn das Konzept schon einige Jahre zuvor wahrgenommen
wurde (R. L. Letsinger und S. B. Hamilton, J. Am. Chem. Soc., 1959,
81, 3009.; R. L. Letsinger und M. J. Kornet, J. Am. Chem. Soc.,
1963, 85, 3045.).
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Die
Verwendung chemisch inerter, unlöslicher,
vernetzter Polymere zur Unterstützung
synthetischer Umwandlungen hat zahlreiche Vorteile: dabei ist es
am wichtigsten, dass das System die Verwendung von im Überschuss
vorliegenden Reagenzien erlaubt, um Reaktionen bzw. Umsetzungen
zur Vollständigkeit
zu treiben, was dann leicht mittels einfacher Filtration und nachfolgenden
Waschschritten abgetrennt werden kann. Aus diesem Grund hat es die
Automatisierung im Bezug auf eine vollständige synthetische Sequenz
in einem einzigen Gefäß möglich gemacht,
die synthetische Ertragsleistung selbst auf ein industrielles Niveau
anzuheben.
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In
Folge dessen ist die Entwicklung polymerer Träger von überragender Wichtigkeit für die Festphasensynthese.
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Nach
der Merrifield-Peptidsynthese ist eine breite Vielfalt von Trägern entwickelt
worden (z. B. I. Sucholeiki, Mol. Diversity, 1999, 4, 25; P. H.
Toy, T. S. Reger, und K. D. Janda, Aldrichimica Acta, 2000, 33,
87; B. Yan, Comb. Chem. High Throughput Screening, 1998, 1, 215;
D. Hudson, J. Comb. Chem., 1999, 1, 333; D. Hudson, J. Comb. Chem.,
1999, 1, 403; M. Meldal, Methods in Enzymology, 1997, 289, 83.).
Polystyrol-Träger
(vernetzt mit Divinylbenzol, für
gewöhnlich < 5%) sind recht
widerstandsfähig
(sowohl chemisch als auch mechanisch) und können hohe Beladungsniveaus
bereitstellen, da jedes Monomer eine funktionelle Gruppe tragen
kann. Polystyrolpolymere sind verwendet worden als:
- • Niedrig-vernetzte
Geltyp-Harze (z. B. R. B. Merrifield, J. Am. Chem. Soc., 1963, 85,
2149.; R. L. Letsinger und M. J. Kornet, J. Am. Chem. Soc., 1963,
85, 3045.; R. L. Letsinger und V. Mahadevan, J. Am. Chem. Soc., 1965,
87, 3526;. R. L. Letsinger, M. J. Kornet, V. Mahadevan, und D. M.
Jerina, J. Am. Chem. Soc., 1964, 86, 5163.; R. Arshady, Makromol.
Chem., 1988, 189, 1295.; J. H. Adams, R. M. Cook, D. Hudson, V.
Jammalamadaka, M. H. Lyttle, und M. F. Songster, J. Org. Chem.,
1998, 63, 3706.),
- • Makroporöse Träger (z.
B. C. McCollum und A. Andrus, Tetrahedron Lett., 1991, 32, 4069;
A. Mercier, H. Deleuze, und O. Mondain-Monval, React. Funct. Polym.,
2000, 46, 67; A. Barbetta, N. R. Cameron, und S. J. Cooper, Chem.
Commun. (Cambridge), 2000, 221; Y. H. Chang und W. T. Ford, Journal
of Organic Chemistry, 1981, 46, 5364; M. Hori, D. J. Gravert, P.
Wentworth, Jr., und K. D. Janda, Bioorg. Med. Chem. Lett., 1998,
8, 2363.),
- • und
sogar in einem linearen, löslichen
Format (z. B. P. H. Toy und K. D. Janda, Acc. Chem. Res., 2000,
33, 546; D. J. Gravert und K. D. Janda, Chem. Rev., 1997, 97, 489).
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Sie
sind in unterschiedlichen physikalischen Formaten verwendet worden,
wie etwa als Perlchen (Beads), Monolithen (z. B. A. Mercier, H.
Deleuze, und O. Mondain-Monval, React. Funct. Polym., 2000, 46,
67.) und Scheiben (z. B. N. Hird, I. Hughes, D. Hunter, M. G. J.
T. Morrison, D. C. Sherrington, und L. Stevenson, Tetrahedron, 1999,
55, 9575).
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Nichtsdestoweniger
ist die Lösungsmittel-Kompatibilität von Polystyrol
aufgrund der hydrophoben Natur des Polymers gering. Dies ist besonders
relevant für
Geltyp-Harze, die im Reaktionslösungsmittel
oder im Lösungsmittelgemisch
gut quellen müssen,
um eine Diffusion von Reagenzien/Substraten zu den Polymer-gebundenen
Substraten/Reagenzien zu erlauben.
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Um
diese Merkmale zu verbessern, sind mehrere chemisch verschiedene
Typen von Polymeren entwickelt worden. Dabei sind die erfolgreichsten
Alternativen für
Merrifield-Harze die folgenden:
- • Polyethylenglykol-(PEG)-enthaltende
Polystyrol (PS)-Träger,
wie etwa:
Tentagel (z. B. E. Bayer und W. Rapp, US-Patent 4 908 405 ; A. W. Czarnik,
Biotechnol. Bioeng., 1998, 61, 77; Y. Feng und K. Burgess, Biotechnol.
Bioeng., 2000, 71, 3; W. B. Li und B. Yan, J. Org. Chem., 1998,
63, 4092),
Argogel (z. B. J. W. Labadie, J. A. Porco und O.
W. Gooding, WO 97 27226 ;
O. W. Gooding, S. Baudart, T. L. Deegan, K. Heisler, J. W. Labadie,
W. S. Newcomb, J. A. Porco, und P. van Eikeren, J. Combi. Chem.,
1999, 1, 113; A. W. Czarnik, Biotechnol. Bioeng., 1998, 61, 77;
Y. Feng und K. Burgess, Biotechnol. Bioeng., 2000, 71, 3; Argonaut
Technologies Internet-Seite: http://www.argotech.com),
Novagel
(z. B. Y. Feng und K. Burgess, Biotechnol. Bioeng., 2000, 71, 3;
Novabiochem Internet-Seite: http://www.novabiochem.com),
- • Nicht-Divinylbenzol-(DVB)-vernetzte
PS-Polymere, wie etwa:
POEPS (z. B. M. Meldal, J. Buchardt
und J. Rademann, WO 00 18823 ;
J. Buchardt und M. Meldal, Tetrahedron Lett., 1998, 39, 8695; M.
Grotli, C. H. Gotfredsen, J. Rademann, J. Buchardt, A. J. Clark,
J. O. Duus, und M. Meldal, J. Combi. Chem., 2000, 2, 108; M. Renil
und M. Meldal, Tetrahedron Lett., 1996, 37, 6185);
und JandaJel-Träger (z.
B. P. H. Toy und K. D. Janda, Tetrahedron Lett., 1999, 40, 6329;
P. H. Toy, T. S. Reger, und K. D. Janda, Aldrichimica Acta, 2000,
33, 87)
- • Acrylamid-Polymere,
z. B. E. Atherton, D. L. J. Clive, und R. C. Sheppard, J. Am. Chem.
Soc., 1975, 97, 6584.; R. Arshady, E. Atherton, D. L. J. Olive,
und R. C. Sheppard, J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1, 1981, 529; J.
T. Sparrow, P. Kanda und R. C. Kennedy, US 4 973 638 ), wie etwa Polydimethylacrylamid-(PDMA)-Gele,
- • PEG-enthaltende
Acrylamid-Träger,
wie etwa:
PEGA-Harze (z. B. M. Meldal, US 5 352 756 ; M. Meldal, Tetrahedron
Lett., 1992, 33, 3077; M. Meldal, F.-I. Auzanneau, O. Hindsgaul,
und M. M. Palcic, J. Chem. Soc., Chem. Commun., 1994, 1849; M. Meldal
und I. Svendsen, J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1, 1995, 1591; M.
Renil und M. Meldal, Tetrahedron Lett., 1995, 36, 4647)
- • und
reine PEG("all-PEG")-Träger, wie
etwa:
SPOCC (z. B. M. Meldal, J. Buchardt und J. Rademann, WO 00 18823 ; J. Rademann,
M. Grotli, M. Meldal, und K. Bock, J. Am. Chem. Soc., 1999, 121,
5459; M. Grotli, J. Rademan, T. Groth, W. D. Lubell, L. P. Miranda, und
M. Meldal, J. Comb. Chem., 2001, 3, 28; M. Grotli, C. H. Gotfredsen,
J. Rademann, J. Buchardt, A. J. Clark, J. O. Duus, und M. Meldal,
J. Combi. Chem., 2000, 2, 108)
und POEPOP (z. B. M. Renil und
M. Meldal, Tetrahedron Lett., 1996, 37, 6185; M. Grotli, C. H. Gotfredsen,
J. Rademann, J. Buchardt, A. J. Clark, J. O. Duus, und M. Meldal,
J. Combi. Chem., 2000, 2, 108; M. Grotli, J. Rademan, T. Groth,
W. D. Lubell, L. P. Miranda, und M. Meldal, J. Comb. Chem., 2001,
3, 28).
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Tentagel
und verwandte PEG-PS-Träger
(Argogel und Novagel) sind PEG-gepfropfte PS-Polymere. Die Unterschiede zwischen
diesen Arten von Polymeren liegen in der Struktur der Pfropf-Bindungen,
der Menge an PEG-Ketten pro Styrol-Monomer und in der Position der
funktionellen Stelle (am Ende der PEG-Kette oder benachbart zum
aromatischen Ring). Die amphiphile bis hydrophile und flexible Natur
der PEG-Ketten bietet ein gutes Umfeld für das Stattfinden von Reaktionen,
und das PEG-gepfropfte PS kann sowohl in polaren als auch in nicht-polaren Lösungsmitteln
(von CH2Cl2 bis
Wasser) gut quellen. Als ein Nachteil fallen die Beladungsniveaus
der PS-Träger
dramatisch ab; diese können
für Merrifield-Harze
bis zu 6,5 mmol/g Harz betragen, während sie hier maximal 1 mmol/g
Harz, jedoch normalerweise viel geringere Beladungsniveaus erreichen.
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Durch
das Aufpfropfen von PEG-Ketten ist das Quellverhalten von PS-Harzen
verbessert worden, jedoch auf Kosten dramatisch sich verringernder
Beladungsniveaus: ein Merkmal, das in der Trägerentwicklung wiederholt wurde.
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Ein
weiterer Weg zur Verbesserung der Quelleigenschaften von PS-Trägern besteht
darin, einen Vernetzer zu benutzen, der flexibler und hydrophiler
ist als DVB. Zwei Beispiele sind POEPS-Harze und JandaJel. POEPS
sind PEG-vernetzte PS-Polymere. Ihre Eigenschaften sind ähnlich zu
PEG-gepfropften PS-Trägern, allerdings
erlauben sie in der Theorie geringfügig höhere Beladungsniveaus.
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JandaJel
baut einen oligomeren Polytetrahydrofuran-Vernetzer ein, der das
Harz in DMF und anderen polaren aprotischen Lösungsmitteln besser quellbar
macht. Während
dieser Vernetzer es dem Träger
erlaubt, hohe Ladungsmengen beizubehalten, erreicht er keine signifikante
Veränderung
der Quelleigenschaften, da das Quellen in niederen Alkoholen und
Wasser vernachlässigbar
ist.
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Alternativ
war es durch vollständigen
Austausch des Monomers durch ein Monomer, das eine funktionale polare
Seitenkette präsentieren
kann, befähigend
zur Produktion eines Polymers mit exzellenten Quelleigenschaften
und hohen Beladungsniveaus, möglich,
einen besseren Träger
zu erzeugen. Beispielsweise besitzen Polyacrylamid-Harze gute Quellfähigkeit
in polaren Lösungsmitteln
und erlauben hohe Beladungsniveaus, sodass sie die besten Träger in der
Festphasen-Peptidsynthese (SPPS) darstellen, insbesondere für Fmoc-Chemie.
Nichtsdestoweniger ist ihre Anwendung begrenzt, da Amidbindungen
in einer breiten Vielfalt üblicher
organischer Reaktionen chemisch reaktiv sind und daher nicht für die organische
Festphasensynthese (SPOS) verwendet werden können.
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PEGA-Harze
sind Acrylamid-Harze, die einen PEG-enthaltenden Vernetzer beinhalten.
Ihre Eigenschaften sind ähnlich
denen der Polyacrylamid-Harze.
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Bislang
haben sich Polyether als die beste Option zur Herstellung von Trägern mit
der für
SPOS-Anwendungen nötigen
chemischen Stabilität
und guten Quelleigenschaften erwiesen. Dies ist der Fall für die rein PEG-basierten(„All-PEG")-Träger (wie
etwa SPOCC und POEPOP). Sie bestehen aus funktionalisiertem vernetztem
PEG. Diese Polymere quellen über
einen weiten Bereich von Lösungsmittelpolaritäten sehr
gut und sind chemisch widerstandsfähig, sodass sie bei der SPOS
verwendet werden können.
Nichtsdestoweniger sind die Beladungsniveaus, die mit diesen Trägern erreicht
werden, gering (typischerweise weit unter 1 mmol/g Harz), und das
Verfahren ihrer Synthese erlaubt keine große Kontrolle im Hinblick auf
das Maß der
Funktionalität
oder das Vernetzungsniveau, da es durch die Polymerisation eines
nicht-gereinigten Gemischs von Makromonomeren und Makrovernetzern
durchgeführt
wird.
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Die Überprüfung der
Merkmale verfügbarer
polymerer Träger
für synthetische
Anwendungen zeigt, dass immer noch eine Notwendigkeit hinsichtlich
der Entwicklung eines neuen Harzes besteht, das zu einer raschen
Quell-Kinetik und hohen Ausmaßen
des Quellens in polaren und apolaren Lösungsmitteln befähigt ist, das
chemische Stabilität
bei einer breiten Vielzahl von Reaktionsbedingungen besitzt, um
mit SPPS, Oligonukleotid-Synthese und SPOS kompatibel zu sein, ebenso
wie mit der Möglichkeit
hoher Niveaus der Kontrolle über
das Beladungsniveau. Idealerweise sollte dieser Träger auch
dazu befähigt
sein, über
die Co-Polymerisation verschiedener Co-Monomere in einer kontrollierten
und leichten Weise produziert zu werden, die die An wesenheit verschiedener
funktioneller Gruppen im gewünschten
Verhältnis
erlauben wird, um für
orthogonale Verfahren verwendet zu werden.
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Chemisch
stabile, serienmäßig produzierte
Träger,
die gut mit einer breiten Vielfalt an Lösungsmitteln interagieren,
besitzen niedrige Beladungsniveaus (für gewöhnlich unter 1 mmol/g), wogegen
Träger
mit hohen Beladungsniveaus auf ein enges Spektrum geeigneter Lösungsmittelsysteme
beschränkt
sind (I. Sucholeiki, Mol. Diversity, 1999, 4, 25; P. H. Toy, T.
S. Reger, und K. D. Janda, Aldrichimica Acta, 2000, 33, 87; B. Yan, Comb.
Chem. High Throughput Screening, 1998, 1, 215; D. Hudson, J. Comb.
Chem., 1999, 1, 333; D. Hudson, J. Comb. Chem., 1999, 1, 403; M.
Meldal, Methods in Enzymology, 1997, 289, 83.). Die Trägerentwicklung hat
gezeigt, dass Polyether-Träger
(für gewöhnlich,
jedoch nicht notwendigerweise von PEG abgeleitet) gute Quelleigenschaften
in Kombination mit guter chemischer Stabilität zeigen. Auf der anderen Seite
können
Vinylmonomere funktionelle Stellen an den Seitenketten bereitstellen,
die hohe Beladungsniveaus sowie ein hohes Maß an Kontrolle dieser Beladungsniveaus
erlauben. Zusätzlich
erlaubt die Co-Polymerisation verschiedener Vinylmonomere die Einbeziehung
eines vielgestaltigen Spektrums funktioneller Stellen in den endgültigen Träger. Alle
diese Eigenschaften sind einem einzigen Typ von Monomer gemeinsam:
Vinylether.
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Die
EP 0312160 offenbart Polymere,
die dadurch erzeugt werden, dass man einen Vinylether der folgenden
Formel:
R-(O-CH
2-CH
2)
n-O-CH=CH
2 wobei
n = 1–16,
und R = Methyl oder Ethyl;
umsetzt mit Divinylethern der Formel:
CH
2=CH-(O-CH
2-CH
2)
m-O-CH=CH
2 wobei m = 1–16.
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Die
GB 1306472 offenbart Polymere,
die durch die Umsetzung von Maleinsäureanhydrid mit einem Monovinylether
und einem Divinylether gebildet werden.
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Die
JP 0458153 offenbart Polymere,
die durch Umsetzen eines Vinylesters oder -Ethers eines aliphatischen
Alkohols mit 6–24
Kohlenstoffatomen mit einem Vernetzungsmittel, das eine Hydroxygruppe
besitzt, gebildet werden. Sie offenbart außerdem die Verwendung solcher
Polymere als ein Säulen-Packungsmaterial bei
der Flüssigchromatographie.
Die vorliegende Erfindung versucht, einen Träger bereitzustellen, der diese Eigenschaften
besitzt und dadurch die Probleme überwindet, die mit den bekannten
polymeren Trägern
verbunden sind.
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Breite Zusammenfassung der
Erfindung
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In
einem breiten Aspekt betrifft die vorliegende Verbindung ein Polymer,
das hinreichend stabil und Lösungsmittel-kompatibel
für die
organische Festphasensynthese (SPOS) ist und die Fähigkeit
besitzt, das gewünschte
Beladungsniveau zu kontrollieren, bevorzugt mit bis zu 8,5 mmol
Funktionalität/g
Harz.
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Spezifische Aspekte:
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In
einem spezifischen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Polymer
bereit, das erhältlich
ist durch ein Polymerisationsverfahren, welches das Polymerisieren
eines Polymerisationsgemischs umfasst, wobei das Polymerisationsgemisch
ein oder mehrere Monomere der Formel (I) umfasst
wobei
R
1 eine Hydrocarbylgruppe ist,
R
2 Wasserstoff oder eine Hydrocarbylgruppe
ist und
R
3 Wasserstoff oder eine Hydrocarbylgruppe
ist,
wobei die Monomere ausgewählt sind unter 1,4-Butandiolvinylether
und jeglichen Derivaten davon, die Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, substituierte
Alkyl-, substituierte Aryl- oder substituierte Arylalkylgruppen
enthalten, wobei diese Gruppen mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Amino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl substituiert sind, und wobei diese Gruppen
für Zwecke
der Polymerisationsreaktion optional geschützt sind.
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Bei
einem weiteren spezifischen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung
ein Verfahren bereit, um ein Polymer gemäß der vorliegenden Erfindung
zu erzeugen, wobei es das Verfahren umfasst, geeignetes/geeignete
Monomer(e) mit dem gewünschten
Zuführungsverhältnis in
geeignetem/geeigneten Lösungsmittel(n)
zu lösen
und das/die Monomer(e) zu polymerisieren.
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Bei
einem anderen spezifischen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung
ein Verfahren bereit, um ein Polymer gemäß der der vorliegenden Erfindung
zu erzeugen, wobei es das Verfahren umfasst, geeignetes/geeignete
Monomer(e) mit dem gewünschten
Zuführungsverhältnis in
geeignetem/geeigneten Lösungsmittel(n) für die kationische
Polymerisation von Vinylethern zu lösen und das/die Monomer(e)
unter Verwendung von Starter(n) für die kationische Polymerisation
von Vinylethern zu polymerisieren.
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Vorteile der Erfindung:
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Die
Polymere der vorliegenden Erfindung (z. B. die Polymerträger der
vorliegenden Erfindung) besitzen schnelle Quell-Kinetiken und zeigen
hohe Ausmaße
des Quellens in polaren und apolaren Lösungsmitteln.
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Die
Polymere der vorliegenden Erfindung (z. B. die Polymerträger der
vorliegenden Erfindung) besitzen chemische Stabilität unter
einer breiten Vielfalt von Reaktionsbedingungen, um mit SPPS, Oligonukleotid-Synthese
und SPOS kompatibel zu sein.
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Die
Polymere der vorliegenden Erfindung (z. B. die Polymerträger der
vorliegenden Erfindung) besitzen hohe Niveaus der Kontrolle gegenüber den
Beladungsniveaus.
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Das
Quellverhalten der Polymere der vorliegenden Erfindung ist bisher
unbekannt gewesen.
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Die
Polymere der vorliegenden Erfindung sind stabil genug für die organische
Festphasensynthese (SPOS).
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Die
Polymere der vorliegenden Erfindung besitzen außerdem die Fähigkeit,
das gewünschte
Beladungsniveau zu kontrollieren, wobei dieses bevorzugt bis zu
8,5 mmol Funktionalität/g
Harz beträgt.
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Angesichts
ihrer Quelleigenschaften können
die Polymere der vorliegenden Erfindung als "SLURPS" (Superior Liquid-Uptake Resins for
Polymer-supported Synthesis; Harze mit überlegener Flüssigkeitsaufnahme
für die
Polymer-gestützte
Synthese) bezeichnet werden.
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Diese
und weitere Vorteile sind in der folgenden Beschreibung genannt
bzw. werden aus dieser ersichtlich.
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Bevorzugte Aspekte:
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist R1 bevorzugt
ein Ether, wobei der Ether monomer oder oligomer sein kann und/oder
wobei der Ether verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch
oder linear sein kann.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung sind R2 und
R3 bevorzugt unabhängig voneinander ausgewählt unter
Wasserstoff und einem Ether, wobei der Ether monomer oder oli gomer
sein kann und/oder wobei der Ether verzweigt, hochverzweigt, gepfropft,
dendritisch oder linear sein kann.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymerisationsgemisch einen oder mehrere Vernetzer mit
der Formel (II) umfasst:
wobei
R
1 eine Hydrocarbylgruppe ist und
R
2, R
3, R
4 und
R
5 unabhängig
voneinander unter Wasserstoff und einer Hydrocarbylgruppe ausgewählt sind.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer eine oder mehrere Einheiten der allgemeinen Formel
(VII) umfasst:
wobei
R
1 eine
Hydrocarbylgruppe ist und
R
2 und R
3 unabhängig
voneinander unter Wasserstoff und einer Hydrocarbylgruppe ausgewählt sind.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das eine oder die mehreren Monomere der Formel (I) die Formel
(IV) haben
wobei
R
3 Wasserstoff ist,
R
1 und
R
2 wie in Anspruch 1 definiert sind,
m,
n, o, p, q und r ganze Zahlen sind,
wobei:
0 ≤ m ≤ 3
0 ≤ n ≤ 10
0 ≤ o ≤ 8
1 ≤ p ≤ 10
0 ≤ q ≤ 10
0 ≤ r ≤ 10.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Monomer der Formel (IV) unter Verwendung des entsprechenden
Vernetzers der Formel (II), wie in Anspruch 3 oder irgendeinem davon
abhängigen
Anspruch definiert, hergestellt wird.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymerisationsgemisch ein oder mehrere elektronenarme
Olefine der Formel (V) umfasst:
wobei
R
6 eine elektronenziehende Gruppe ist,
R
7 Wasserstoff oder eine elektronenziehende
Gruppe ist und
R
8 Wasserstoff oder
eine elektronenziehende Gruppe ist.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer durch Massepolymerisation hergestellt wird.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer ein perlschnurartiges, vernetztes Copolymer, hergestellt
durch umgekehrte Suspensions- oder Sprühpolymerisation, ist.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer ein perlschnurartiges, vernetztes Polymer, hergestellt
durch Polymerisation von Tröpfchen
in Siliciumöl,
ist.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer ein kontrolliertes und geeignetes Beladungsniveau
von bevorzugt bis zu 8,5 mmol/g hat.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder eine
oder mehrere Spacergruppen für
die Anheftung wenigstens einer C/MOI umfasst.
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Bei
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt so,
dass das Polymer angeheftet daran eine oder mehrere C/MOI besitzt.
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Polymer:
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Das
Polymer der vorliegenden Erfindung kann durch das Polymerisieren
polymerisierbarer Monomere erhalten werden, die eine oder mehrere
Gruppen umfassen, die aus Wasserstoff und einer Hydrocarbylgruppe ausgewählt sind.
Die Monomere können
gleich oder verschiedenartig sein.
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Polymerisationsverfahren:
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Das
Polymerisationsverfahren zur Herstellung des Polymers kann jedwedes
geeignete Polymerisationsverfahren sein. Beispiele geeigneter Polymerisationsverfahren
beinhalten radikalische Polymerisation, kationische Polymerisation,
Massepolymerisation, umgekehrte Suspensionspolymerisation, Sprühpolymerisation und
Kombinationen hiervon.
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Für das Polymerisationsverfahren
werden Monomere, wie oben beschrieben, in dem gewünschten
Zuführungsverhältnis typischerweise
in einem geeigneten Lösungsmittel
für die
katio nische Polymerisation von Vinylethern gelöst, wie etwa Dichlormethan,
1,2-Dichlorethan, Toluol, Acetonitril, Xylen, Chlorbenzol, Anisol, überkritisches
CO2 oder ionische Flüssigkeiten.
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Die
Polymerisationstemperaturen können
beliebige Temperaturen sein, von unterhalb der Raumtemperatur (wie
etwa 0°C
oder darunter) bis etwa 120°C
oder sogar über
etwa 120°C,
in Abhängigkeit
von den verwendeten Monomeren, Startern und Lösungsmitteln, wie es Fachleuten
auf dem Gebiet bekannt ist.
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Bei
einigen Ausführungsformen
liegen die Polymerisationstemperaturen normalerweise, jedoch nicht limitierender
Weise, unterhalb der Raumtemperatur, dies in Abhängigkeit von den Monomeren,
Startern und Lösungsmitteln,
die auf dem Gebiet der kationischen und „lebenden" kationischen Polymerisation verwendet werden
(siehe obige Bezugsstellen).
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Bei
anderen Ausführungsformen
liegen die Polymerisationstemperaturen zwischen Raumtemperatur und
120°C in
Abhängigkeit
von den verwendeten Monomeren, Startern und Lösungsmitteln, wie dies Fachleuten
bekannt ist.
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Wenn
nötig,
kann das Polymerisationsverfahren den Ausschluss von Wasser oder
jedweder anderer Nukleophile erfordern, wie es gebräuchlicher
Weise für
die kationische Polymerisation von Vinylethern bekannt ist, und
wie es Fachleuten auf dem Gebiet der kationischen und lebenden kationischen
Polymerisation bekannt ist.
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Wenn
nötig,
kann das Polymerisationsverfahren den Ausschluss von Sauerstoff
oder jedwedem anderen Radikal-Quencher erfordern, wie es gebräuchlicherweise
auf dem Gebiet der freien radikalischen oder lebenden freien radikalischen
Polymerisation bekannt ist.
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Polymerisations-Bestandteile:
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Die
Bestandteile für
das Polymerisationsverfahren beinhalten wenigstens ein oder mehrere
polymerisierbare Monomere, die eine oder mehrere Gruppen umfassen,
die ausgewählt
sind aus Wasserstoff und einer Hydrocarbylgruppe. Zusätzlich können die
Inhaltsstoffe für
das Polymerisationsverfahren auch eine oder mehrere Komponenten
beinhalten, die für
das Polymerisationsverfahren geeignet sind. Beispiele der Komponenten
beinhalten einen oder mehrere Starter, einen oder mehrere Katalysatoren,
einen oder mehrere Stabilisatoren, ein oder mehrere Lösungsmittel,
etc.
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Die
Starter können
jedweden gebräuchlich
verwendeten Starter für
die kationische Polymerisation von Vinylethern darstellen (z. B.
J. E. Puskas und G. Kaszas, Prog. Polym. Sci., 2000, 25, 403; M.
Sawamoto und T. Higashimura, Makromol. Chem., Macromol. Symp., 1986,
3, 83; C. Decker, C. Bianchi, D. Decker, und F. Morel, Prog. Org.
Coat., 2001, 42, 253; M. Sawamoto und T. Higashimura, Makromol.
Chem., Macromol. Symp., 1991, 47, 67; M. Sawamoto und T. Higashimura,
Makromol. Chem., Macromol Symp., 1990, 32, 131; J. V. Crivello,
J. L. Lee, und D. A. Conlon, Makromol. Chem., Macromol. Symp., 1988,
13–4,
145; T. Higashimura, S. Aoshima, und M. Sawamoto, Makromol. Chem.,
Macromol. Symp., 1988, 13–4,
457), wie etwa, ohne hierauf beschränkt zu sein, Trifluormethansulfonsäure („Triflic
acid"), TiCl4, BF3-OEt2, BF3, BCl3, SnCl4, H2SO4, HI/I2, AlCl3, ZnBr2 oder irgendeine andere Lewissäure, mit
oder ohne die Verwendung anderer Co-Reagenzien, wie etwa tertiärer Amine,
wie es Fachleuten auf dem Gebiet der kationischen und lebenden kationischen
Polymerisation bekannt ist.
-
Die
Starter können
jedweder gebräuchlich
verwendeter Starter für
die radikalische Polymerisation sein, wie etwa, ohne hierauf beschränkt zu sein,
AIBN (Azoisobutyronitril), BPO (Benzoylperoxid), Kaliumpersulfat
und UV-Bestrahlung, oder irgendein anderes gebräuchlich verwendetes Verfahren,
wie es Fachleuten auf dem Gebiet der freien radikalischen Polymerisation
und lebenden freien radikalischen Polymerisation bekannt ist.
-
Post-Polymerisations-Verfahren:
-
Nach
der Polymerisation wird das Polymer typischerweise gewaschen und
gereinigt. Optional kann das Polymer weiteren Behandlungsschritten
unterworfen werden, wie etwa der Zerlegung in Stücke und/oder der Exposition
gegenüber
einer C/MOI oder Komponenten davon oder Komponenten für die Synthese
hiervon.
-
Wenn
gewünscht,
können
die vernetzten Polymere zerkleinert (d. h. gebrochen) und nach der
Polymerisation auf die gewünschte
Partikelgröße gesiebt
werden. Perlenstrukturen (Beads) können durch Suspensions- oder
Emulsionspolymerisation unter Verwendung von Inversphasen-Suspensions-Polymerisationstechniken
erhalten werden (z. B. D. C. Sherrington, Chem. Commun.; 1998, 2275;
M. Grotli, J. Rademan, T. Groth, W. D. Lubell, L. P. Miranda, und
M. Meldal, J. Comb. Chem., 2001, 3, 28; P. J. Dowding und B. Vincent,
Coll. Surf. A-Physicochem. Eng. Asp., 2000, 161, 259; E. Vivaldo
Lima, P. E. Wood, A. E. Hamielec, und A. Penlidis, Ind. Eng. Chem.
Res., 1997, 36, 939; R. Arshady, J. Chrom., 1991, 586, 181; R. Arshady,
J. Chrom., 1991, 586, 199; H. G. Yuan, G. Kalfas, und W. H. Ray,
J. Macromol. Sci. Rev. Macromol. Chem. Phys., 1991, C31, 215.),
z. B. unter Verwendung eines Mineralöls als Suspensionsphase mit
oder ohne organisches Co-Lösungsmittel
und mit oder ohne einen Tröpfchen-Stabilisator,
wie etwa lineare Polymere, Tenside oder Detergentien.
-
Polymere mit Perlenstruktur (Beaded Polymers):
-
Die
Polymere gemäß der vorliegenden
Erfindung können
z. B. perlschnurartige, vernetzte Polymere sein, die durch umgekehrte
Suspensions- oder Sprühpolymerisation
hergestellt werden.
-
Die
Polymere gemäß der vorliegenden
Erfindung können
z. B. perlschnurartige, vernetzte Polymere sein, die durch Polymerisation
von Tröpfchen
in Siliciumöl
hergestellt werden.
-
Die
Polymere gemäß der vorliegenden
Erfindung können
z. B. perlschnurartige, vernetzte Polymere sein, die durch Sprühpolymerisation
in einem heißen
inerten Gas hergestellt werden.
-
Hydrocarbylgruppe:
-
Jede
Hydrocarbylgruppe kann eine substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppe
sein.
-
Jede
Hydrocarbylgruppe kann eine lineare, verzweigte oder zyklische Struktur
oder Kombinationen hiervon besitzen.
-
Jede
Hydrocarbylgruppe kann Heteroatome oder Heterogruppen in der linearen,
verzweigten oder zyklischen Struktur enthalten.
-
Typischerweise
ist jede Hydrocarbylgruppe eine oder mehrere der folgenden: eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterozyklische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterozyklische oder substituierte
Arylalkylgruppe, wobei die Substituentengruppen substituiert sind
mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen,
Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder jeglichen Derivaten davon und wobei
die Gruppen für
Zwecke des Polymerisationsverfahrens optional geschützt sind.
-
Die
Gruppe kann optional eine monomere oder oligomere Struktur sein
(verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear).
-
Die
Gruppe kann optional ein Spacermolekül umfassen, das befähigt ist,
funktionelle Gruppen für
die Anheftung von Verbindungen/Molekülen von Interesse zu tragen – insbesondere
bio logische Verbindungen/Moleküle
von Interesse – wie
etwa Peptide, Proteine, Nukleotide, Saccharide, kleine organische
Verbindungen und Liganden.
-
Bevorzugt
sind die Hydrocarbylgruppen unabhängig voneinander ausgewählt aus
einer oder mehreren der folgenden: einer Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-,
alicyclischen, Heteroaryl-, heterozyklischen, substituierten Alkyl-,
substituierten Aryl-, substituierten alicyclischen, substituierten
Heteroaryl-, substituierten heterozyklischen oder substituierten
Arylalkylgruppe, wobei diese Gruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder jeglichen Derivaten davon.
-
Die
oder jede Hydrocarbylgruppe kann optional zum Zweck des Polymerisationsverfahrens
geschützt sein.
-
Die
Hydrocarbylgruppen können
unabhängig
voneinander bis zu 100 Kohlenstoffatome umfassen. Typischerweise
können
die Hydrocarbylgruppen unabhängig
voneinander bis zu 50 Kohlenstoffatome umfassen. Typischerer Weise
können
die Hydrocarbylgruppen unabhängig
voneinander bis zu 25 Kohlenstoffatome umfassen. Typischerer Weise
können
die Hydrocarbylgruppen unabhängig
voneinander bis zu 20 Kohlenstoffatome umfassen. Typischerer Weise
können
die Hydrocarbylgruppen unabhängig
voneinander bis zu 12 Kohlenstoffatome umfassen.
-
Die
Hydrocarbylgruppen werden unabhängig
voneinander aus einer monomeren oder oligomeren Struktur ausgewählt, die
verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear sein
kann.
-
Die
oder jede Hydrocarbylgruppe kann ein Spacermolekül umfassen, das befähigt ist,
funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen.
-
Vernetzer:
-
Die
bei der vorliegenden Erfindung verwendeten Vernetzer können jedweder
geeignete Vernetzer sein.
-
Der/die
Vernetzer können
z. B. ausgewählt
werden aus 1,4-Butandioldivinylether oder beliebigen Derivativen
hiervon, enthaltend Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl, substituierte Aryl, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppen oder jedwede andere Gruppe,
die leicht durch Reaktionen weiter funktionalisiert werden kann,
die gebräuchlicherweise
bei der organischen Synthese verwendet werden, und wobei diese Gruppen
optional in passender Weise für
den Zweck der Polymerisationsreaktion geschützt werden.
-
Der/die
Vernetzer können
z. B. ausgewählt
werden aus Ethylenglykol-Divinylether, 1,3-Propandiol-Divinylether, 1,5-Pentandiol-Divinylether,
1,6-Hexandiol-Divinylether, 1,7-Heptandiol-Divinylether, 1,8-Octandiol-Divinylether,
Diethylenglykol-Divinylether, Triethylenglykol-Divinylether, Tetraethylenglykol-Divinylether
oder beliebigen Derivaten hiervon, enthaltend Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-,
alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl-,
substituierte Aryl-, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-,
substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppen
oder jedwede andere Gruppe, die leicht durch Reaktionen weiter funktionalisiert
werden kann, die gebräuchlicherweise
bei der organischen Synthese verwendet werden, und wobei diese Gruppen
optional in passender Weise für
den Zweck der Polymerisationsreaktion geschützt werden.
-
Bevorzugt
werden die Niveaus der Vernetzung zwischen 0,5% und 10% des Vernetzers
(z. B. Vernetzer (II)) variieren, jedoch sind andere Niveaus der
Vernetzung und sogar ganz fehlende Vernetzung ebenfalls vom Schutzumfang
dieser Erfindung abgedeckt.
-
Verbindungen/Moleküle von Interesse:
-
Das
Polymer der vorliegenden Erfindung kann Gruppen enthalten, an die
die Verbindungen/Moleküle von
Interesse angeheftet werden können,
bzw. an die Verbindungen/Moleküle
von Interesse anheftbar sind.
-
Insbesondere
beinhalten die Verbindungen/Moleküle von Interesse Verbindungen
oder Moleküle
wie etwa Peptide, Proteine, Nukleotide, Saccharide, kleine organische
Verbindungen und Liganden.
-
Bei
einem bevorzugten Aspekt sind die Verbindungen/Moleküle von Interesse
biologische Verbindungen oder Moleküle von Interesse – wie etwa
Peptide, Proteine, Nukleotide, Saccharide, kleine organische biologische
Verbindungen und biologische Liganden.
-
Die
Verbindungen/Moleküle
von Interesse können
eines oder mehrere der folgenden sein: natürliche Verbindungen oder natürliche Moleküle, modifizierte
natürliche
Verbindungen oder modifizierte natürliche Moleküle, Derivate
natürlicher
Verbindungen oder Derivate natürlicher
Moleküle,
Fragmente natürlicher
Verbindungen oder Fragmente natürlicher
Moleküle,
synthetische Verbindungen oder synthetische Moleküle, Derivate
synthetischer Verbindungen oder Derivate synthetischer Moleküle, Fragmente
synthetischer Verbindungen oder Fragmente synthetischer Moleküle, Verbindungen
oder Moleküle,
die unter Verwendung rekombinanter DNA-Techniken hergestellt werden, oder Kombinationen
beliebiger hiervon.
-
Beispiele
für Verbindungen/Moleküle von Interesse
beinhalten Enzyme, Reagenzien oder Katalysatoren.
-
Die
angehefteten Verbindungen/Moleküle
von Interesse können
gleich oder verschieden sein.
-
Zur
Erleichterung der hier vorliegenden Bezugnahme, kann der Ausdruck „Verbindung/Molekül von Interesse" als „C/MOI" bezeichnet werden.
-
Funktionelle Gruppen/Spacergruppen:
-
Wenn
das Polymer der vorliegenden Erfindung als ein fester Träger für die Synthese
einer C/MOI – z. B.
von Peptiden, Oligonukleotiden, Oligosacchariden, kleinen organischen
Verbindungen oder Liganden – verwendet
werden soll, oder als ein Substrat für die Immobilisierung einer
C/MOI – z.
B. von Proteinen, Liganden oder Katalysatoren – so wird das Polymer typischerweise
eine funktionelle Gruppe oder einen Spacer für die Anheftung der C/MOI beinhalten.
-
Typischerweise
kann die funktionelle Gruppe oder der Spacer eine oder mehrere der
folgenden Gruppen umfassen: Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-,
Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder
beliebige Derivate hiervon.
-
Die
funktionelle Gruppe oder der Spacer kann monomer oder oligomer sein
(verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear).
-
Diese
Polymere können
wiederum in konventioneller Weise mit einem geeigneten Linker funktionalisiert
werden, wie etwa denjenigen, die für die Synthese einer C/MOI – z. B.
von Peptiden, Oligonukleotiden, Oligosacchariden, kleinen organischen
Verbindungen oder Liganden – verwendet
werden.
-
Typische,
jedoch nicht limitierende, Beispiele für Linker beinhalten einen oder
mehrere der folgenden: Wang, Trityl, Oxime, Rink, HMPA und andere
Linker, wie sie in der Literatur beschrieben sind (z. B. A. C. Comely
und S. E. Gibson, Angew. Chem., Int. Ed., 2001, 40, 1012; S. Aimoto,
Curr. Org. Chem., 2001, 5, 45; F. Guillier, D. Orain, und M. Bradley,
Chem. Rev., 2000, 100, 2091; K. Gordon und S. Balasubramanian, J.
Chem. Technol. Biotechnol., 1999, 74, 835; I. W. James, Tetrahedron,
1999, 55, 4855; H. M. Eggenweiler, Drug Discovery Today, 1998, 3,
552; M. Meisenbach, H. Echner, und W. Voelter, Chimica Oggi-Chemistry
Today, 1998, 16, 67; B. Merrifield, Methods in Enzymology, 1997,
289, 3; J. M. Stewart, Methods in Enzymology, 1997, 289, 29; D.
A. Wellings und E. Atherton, Methods in Enzymology, 1997, 289, 44;
M. F. Songster und G. Barany, Methods in Enzymology, 1997, 289,
126.).
-
Für den Einbau
funktioneller Stellen kann das Polymer durch Co-Polymerisation von
keinem, einem oder mehreren strukturellen Monomeren, einem oder
mehreren funktionellen Monomeren und keinem, einem oder mehreren
Vernetzern synthetisiert werden. Ein strukturelles Monomer versteht
sich als jedwedes Monomer der Struktur (I) oder (IV), wobei R1 eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische,
Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl, substituierte
Aryl-, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte
heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe ist, wobei diese
Gruppen substituiert sind mit Alkyl oder irgendeinem Derivativ hiervon,
das durch gebräuchlich
verwendete Reaktionen der organischen Synthese nicht leicht weiter
funktionalisiert werden kann, und wobei R2 und
R3 unabhängig
voneinander Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische,
Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte
Aryl-, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte
heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei diese
Gruppen substituiert sind mit Alkyl oder beliebigen Derivaten hiervon,
die durch gebräuchlich verwendete
Reaktionen der organischen Synthese nicht leicht werter funktionalisiert
werden können.
-
Ein
funktionelles Monomer ist ein beliebiges Monomer der Struktur (I)
oder (IV), wobei R1 folgendes beinhaltet:
Hydroxy, Mercapto, Amino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl und beliebige
Derivate hiervon, oder jedwede andere Gruppe, die durch gebräuchlich
verwendete Reaktionen der organischen Synthese leicht weiter funktionalisiert
werden kann, wobei diese Gruppen, wenn nötig, in passender Weise für den Zweck
der Polymerisationsreaktion geschützt werden, und wobei R2 und R3 unabhängig voneinander
Wasserstoff sind oder Hydroxy, Mercapto, Amino, Halogen, Carboxyl,
Carbonyl oder ein beliebiges Derivat hiervon oder eine beliebige
andere Gruppe enthalten, die durch gebräuchlich verwendete Reaktionen
der organischen Synthese leicht weiter funktionalisiert werden kann,
und wobei diese Gruppen, wenn nötig,
in passender Weise für
den Zweck der Polymerisationsreaktion geschützt werden. Im Verlauf dieses
Copolymerisationsverfahrens können die
Beladungsniveaus in passender Weise über das Zuführungsverhältnis im Polymerisationsprozess
angepasst werden, und sie werden bevorzugt höher sein als 1 mmol funktionelle
Stelle/g fertigem Harz, was besser ist, als es bislang für polare
Harze für
die SPOS möglich
war.
-
Verwendungen:
-
Die
Polymere gemäß der vorliegenden
Erfindung können
z. B. wie folgt verwendet werden:
- a) als ein
Träger
für die
Synthese von Peptiden, Oligonukleotiden, Oligosacchariden, kleinen
organischen Verbindungen, Katalysatoren oder Liganden oder als ein
Substrat für
die Immobilisierung von Proteinen, Liganden oder Katalysatoren;
- b) als ein Träger
für Trennverfahren,
wie etwa Affinitätschromatographie;
- c) als ein Träger
für Festphasen-Enzymreaktionen,
beispielsweise solchen, bei denen das Enzym mit einem Substrat oder
einem Inhibitor interagiert, der mit dem Träger verbunden ist; oder
- d) als ein Träger
für die
Peptid-, Protein-, DNA- oder RNA-Ligation durch eine kovalente Bindung,
ionische Bindung, Wasserstoffbindung oder irgendeine andere chemische
oder physikalische Interaktion, wobei die andere chemische oder
physikalische Interaktion beispielsweise molekulare Erkennung, supramolekulare Interaktionen
oder physikalisches Einfangen sein können.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft außerdem die Verwendung von Polymeren
gemäß der Erfindung, wobei
die Verwendung die Freisetzung eines an den Träger gebundenen Arzneimittels,
z. B. eine Verwendung, bei der die Freisetzung durch ein Enzym vermittelt
wird, beinhaltet.
-
Die
Polymere gemäß der vorliegenden
Erfindung können
z. B. auch für
die kombinatorische Chemie verwendet werden.
-
Detaillierte Beschreibung der Erfindung:
-
Die
Trägerentwicklung
hat gezeigt, dass Polyetherträger
gutes Quellen und gute chemische Stabilitätseigenschaften zeigen, während Vinylmonomere
die funktionellen Stellen der Seitenkette bereitstellen können, was
ein hohes Maß an
Kontrolle im Bezug auf das Beladungsniveau sowie Co-Polymerisationsverfahren
erlaubt.
-
Beide
Eigenschaften sind einem einzigen Typ von Monomer gemeinsam: Vinylether.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft die Synthese von Vinylether-enthaltenden
Polymeren und deren Anwendung bei synthetischen Verfahren, der Immobilisierung
von Proteinen, Liganden, kleinen Molekülen, Reagenzien und Katalysatoren,
chromatographischen Anwendungen, diagnostischen und biotechnologischen Verfahren.
Das Polymer wurde konstruiert, um: chemisch stabil zu sein, um so
zur Verwendung für
die SPOS und andere synthetische Verfahren befähigt zu sein; um ein gutes
Quellverhalten über
ein breites Spektrum von Lösungsmittelpolaritäten bereit zustellen,
und um dabei gleichzeitig hohe Beladungsniveaus, sowie eine Kontrolle
hinsichtlich Beladungsniveau und Funktionalität bereitzustellen. Die Atomökonomie
im Polymerrückgrat
erreicht nicht nur höhere
chemische Stabilität,
sondern auch spektroskopische Transparenz (UV, IR) zur Überwachung
während
synthetischer Verfahren, wobei außerdem einfache Monomere benötigt werden.
-
Durch
die Herstellung eines Materials, das die Haupterfordernisse von
festen Trägern
vereint, gibt es die Möglichkeit
nicht nur der Produkt-Rationalisierung, da diese einzigartigen Träger die
Eigenschaften in sich vereinen, die multiple Verwendungen und Anwendungen
erlauben, sondern es lässt
sich auch eine Produkterweiterung ins Auge fassen, da diese Träger die
Merkmale überwinden,
die bislang das Spektrum möglicher Anwendungen
für Polymerträger eingeschränkt haben.
-
Bei
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Polymer bereitgestellt,
das durch ein Verfahren erhalten werden kann, das die Polymerisation
eines oder mehrerer Monomere der Formel (I) umfasst
wobei R
1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe
ist, wobei die Substituentengruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon,
und wobei die Gruppen optional zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens
geschützt
sind; und wobei R
1 optional eine monomere
oder oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch
oder linear) ist und R
1 optional ein Spacermolekül umfasst,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei die Substituentengruppen
substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-,
Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder
beliebigen Deriva ten hiervon, und wobei die Gruppen optional zum
Zwecke des Polymerisationsverfahrens geschützt sind; und wobei R
2 und R
3 optional
und unabhängig
voneinander eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt,
gepfropft, dendritisch oder linear) sind und R
2 und
R
3 optional und unabhängig voneinander ein Spacermolekül umfassen,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und wobei
dies dann Einheiten der allgemeinen Formel (VII) umfasst:
-
In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Polymer
bereit, das durch die kationische Co-Polymerisation geeignet substituierter
Vinylether der Formel (I) erzeugt wird:
wobei R
1 eine
Hydrocarbylgruppe ist (z. B. eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische,
Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte
Aryl-, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe, wobei diese Gruppen substituiert
sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder
Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten
hiervon, und wobei die Gruppen optional in geeigneter Weise zum
Zwecke des Polymerisationsverfahrens geschützt sind); und wobei R
1 eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) ist und R
1 ein Spacermolekül umfassen kann, das befähigt ist,
funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Hydrocarbylgruppe sind (z. B. eine Alkyl-, Aryl-,
Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte
Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte alicyclische, substituierte
Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe,
wobei diese Gruppen substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto,
Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl,
Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die
Gruppen optional zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens in geeigneter
Weise geschützt
sind);
und wobei R
2 und R
3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) sind und R
2 und R
3 unabhängig voneinander
ein Spacermolekül
umfassen können,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
mit Vernetzern,
z. B. Vernetzern der Formel (II):
wobei R
1 eine
Hydrocarbylgruppe ist (z. B. eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische,
Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte
Aryl, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte
heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe, wobei diese
Gruppen substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino,
Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy
oder beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional
zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens in geeigneter Weise geschützt sind),
und
wobei R
1 eine monomere oder oligomere Struktur
ist (verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear)
und R
1 ein Spacermolekül umfassen kann, das befähigt ist,
funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2, R
3, R
4 und R
5 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Hydrocarbylgruppe sind (z. B. eine Alkyl-,
Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte
Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte alicyclische, substituierte
Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe, wobei
diese Gruppen substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro,
Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl,
Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen
optional zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens in geeigneter
Weise geschützt
sind),
und wobei R
2 und R
3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) sind und R
2, R
3, R
4 und
R
5 unabhängig
voneinander ein Spacermolekül
umfassen können,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen.
-
Ohne
sich hierdurch theoretisch festlegen zu wollen, wird eine veranschaulichende
Zeichnung des Netzwerks, das typischerweise durch die Co-Polymerisation
von Monomeren der Formeln (I) und (II) ausgebildet wird, in Formel
(III) dargestellt:
-
Bevorzugte
Strukturen für
die R1-Gruppen in Formel (I) sind, ohne
hierauf beschränkt
zu sein, entweder monomere oder oligomere Ether (verzweigt, hochverzweigt,
gepfropft, dendritisch oder linear), und bevorzugt sind R2 und R3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder entweder monomere oder oligomere Ether (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear).
-
Bevorzugte
Strukturen für
Monomere sind außerdem
diejenigen, die Monomere der Formel (IV) ergeben, mit ihren entsprechenden
Vernetzern (II):
wobei R
3 Wasserstoff
ist, R
1 und R
2 so
sind, wie zuvor beschrieben, m, n, o, p, q und r ganze Zahlen sind,
wobei: 0 ≤ m ≤ 3; 0 ≤ n ≤ 10; 0 ≤ o ≤ 8; 1 ≤ p ≤ 10; 0 ≤ q ≤ 10; und 0 ≤ r ≤ 10.
-
Das/die
Monomer(e) kann/können
beispielsweise ausgewählt
werden aus 1,4-Butandiol-Vinylether, Butylvinylether
oder beliebigen Derivaten hiervon, enthaltend Gruppen, wie etwa
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-
oder substituierte Arylalkylgruppen, wobei diese Gruppen substituiert
sind mit Alkyl oder beliebigen Derivaten, Hydroxy, Mercapto, Amino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl und beliebigen Derivaten hiervon oder
einer beliebigen anderen Gruppe, die leicht durch in der organischen
Synthese gebräuchlich
verwendete Reaktionen weiter funktionalisiert werden kann, und wobei
diese Gruppen optional in geeigneter Weise für die Zwecke der Polymerisationsreaktion
geschützt
werden.
-
Das/die
Monomer(e) kann/können
z. B. ausgewählt
werden aus Ethylenglykol-Vinylether, Ethylvinylether oder beliebigen
Derivaten hiervon, enthaltend Alkyl-, Aryl-, Arylalky-, alicyclische,
Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte
Aryl-, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppen oder eine beliebige andere Gruppe,
die leicht durch in der organischen Synthese gebräuchlich
verwendete Reaktionen weiter funktionalisiert werden kann, und wobei diese
Gruppen optional in geeigneter Weise für die Zwecke der Polymerisationsreaktion
geschützt
werden.
-
Daher
beinhaltet dieser Aspekt auch ein Polymer, das durch ein Verfahren
hergestellt wird, das das Polymerisieren eines oder mehrerer Monomere
der Formel (I) umfasst:
wobei R
1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe
ist, wobei die Substituentengruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon,
und wobei die Gruppen optional zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens
in geeigneter Weise geschützt
sind; und wobei R
1 optional eine monomere
oder oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch
oder linear) ist und R
1 optional ein Spacermolekül umfasst,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei die Substituentengruppen
substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-,
Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder
beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional zum
Zwecke des Polymerisationsverfahrens in geeigneter Weise geschützt sind;
und wobei R
2 und R
3 optional
und unabhängig
voneinander eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt,
gepfropft, dendritisch oder linear) sind und R
2 und
R
3 optional und unabhängig voneinander ein Spacermolekül umfassen,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
wobei dies
dann Einheiten der allgemeinen Formel (VII) umfasst:
und wobei das Polymer bevorzugt
die allgemeine Formel (VII) besitzt. Das/die Monomer(e) kann/können z.
B. die Formel (IV), wie oben definiert, haben.
-
Bevorzugt
sind die Vernetzer so, wie zuvor definiert, jedoch liegen andere
Vernetzer ebenfalls im Schutzumfang dieser Erfindung. Das Format
des endgültigen
Trägers
wird daher löslichen
Polymeren, Makrogelen, Mikrogelen oder makroporösen Trägern entsprechen.
-
Unterschiedliche
Mengenniveaus von Co-Monomeren unterschiedlicher Struktur gemäß den Formeln (I)
und (IV), die anderes als Vernetzer sind, sind ebenfalls in einem
weiten Bereich des molaren Verhältnisses von
0% bis 100% möglich.
Somit können
verschiedene funktionelle Stellen vorhanden sein, um orthogonale Verfahren
zu ermöglichen.
-
Im
Verlauf dieses Copolymerisationsverfahrens können die Beladungsniveaus in
geeigneter Weise über
das Zuführungsverhältnis im
Polymerisationsverfahren angepasst werden, und sie werden bevorzugt
höher als
1 mmol an funktioneller Stelle/g fertigem Harz sein, was besser
ist, als es bislang für
polare Harze für die
SPOS möglich
war.
-
In
einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Polymer
bereitgestellt, das durch ein Verfahren hergestellt wird, das die
radikalische Polymerisation von folgendem umfasst:
- (i) einem oder mehreren Monomeren der Formel (I): wobei R1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte
Arylalkylgruppe ist, wobei die substituierten Gruppen substituiert
sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder
Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen
Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional zum Zwecke des
Polymerisationsverfahrens in geeigneter Weise geschützt sind;
und wobei R1 optional eine monomere oder
oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch
oder linear) ist und R1 optional ein Spacermolekül umfasst,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R2 und R3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei die substituierten
Gruppen substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino,
Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy
oder beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional
zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens geschützt sind; und wobei R2 und R3 optional
und unabhängig
voneinander Wasserstoff oder eine monomere oder oligomere Struktur
(verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) sind
und R2 und R3 optional
und unabhängig
voneinander ein Spacermolekül
umfassen, das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und/oder
einem
oder mehreren Monomeren der Formel (IV) wobei R3 Wasserstoff
ist, R1 und R2 so
sind, wie zuvor beschrieben, m, n, o, p, q und r ganze Zahlen sind, wobei:
0 ≤ m ≤ 3; 0 ≤ n ≤ 10; 0 ≤ o ≤ 8; 1 ≤ p ≤ 10; 0 ≤ q ≤ 10; und 0 ≤ r ≤ 10, wobei
das Monomer der Formel (IV) optional unter Verwendung eines Vernetzers
der Formel (II) hergestellt wird;
- (ii) optional einem oder mehreren Vernetzern, z. B. einem oder
mehreren Vernetzern der Formel (II): wobei R1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte
Arylalkylgruppe ist, wobei diese Gruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon,
und wobei die Gruppen optional zum Zwecke des Polymerisationsverfahrens
in geeigneter Weise geschützt sind;
und wobei R1 eine monomere oder oligomere
Struktur (verzweigt, hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder
linear) ist und R1 ein Spacermolekül umfassen
kann, das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für die
Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R2, R3, R4 und R5 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei diese Gruppen substituiert
sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder
Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen
Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional zum Zwecke des
Polymerisationsverfahrens in geeigneter Weise geschützt sind;
und wobei R2 und R3 unabhängig voneinander Wasserstoff
oder eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt,
gepfropft, dendritisch oder linear) sind und R2,
R3, R4 und R5 unabhängig
voneinander ein Spacermolekül
umfassen können,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen, und
- (iii) einem oder mehreren elektronenarmen Olefinen der Formel
(V): wobei R6 eine
elektronenziehende Gruppe, wie etwa Carbonyl, Carboxyl, Carbamoyl,
Nitro, Cyano, Imino, Imido oder eine beliebige andere, ähnliche
Gruppe ist oder Derivate hiervon darstellt,
und
wobei
R7 und R8 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder elektronenziehende Gruppen, wie etwa Carbonyl,
Carboxyl, Carbamoyl, Nitro, Cyano, Imino, Imido oder eine beliebige
andere, ähnliche
Gruppe sind oder Derivate hiervon darstellen.
-
Bei
diesem Aspekt werden Vinylether wie oben beschrieben (Strukturen
gemäß den Formeln
I, II und IV und mit den genannten strukturellen Erfordernissen
und Variationen) für
die genannten Anwendungen durch die radikalische Co-Polymerisation
solcher Vinylether (d. h. der Monomere der Formel (I) und/oder der
Formel (IV)), in Polymere eingebaut, optional zusammen mit den entsprechenden
Vernetzern (z. B. Vernetzern der Formel (II)) und elektronenarmen
Olefinen gemäß Formel
(V):
wobei R
6 eine
elektronenziehende Gruppe, wie etwa Carbonyl, Carboxyl, Carbamoyl,
Nitro, Cyano, Imino, Imido oder eine beliebige andere, ähnliche
Gruppe ist oder Derivate hiervon darstellt,
und
wobei
R
7 und R
8 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder elektronenziehende Gruppen, wie etwa Carbonyl, Carboxyl,
Carbamoyl, Nitro, Cyano, Imino, Imido oder eine beliebige andere, ähnliche
Gruppe sind oder Derivate hiervon darstellen.
-
Beispiele
von zu verwendenden Comonomeren gemäß Formel (V) beinhalten, ohne
hierauf beschränkt
zu sein, Maleinsäureanhydrid,
Maleinsäure
und Ester, die von Maleinsäure
abgeleitet sind, Maleimid, N-substituierte Maleimide, Maleinsäure-bisamide,
N-substituierte Maleinsäure-bisamide, Acrylnitril,
Acrolein, Methylvinylketon, Cyclohex-2-enon, Acrylsäure, Acrylamid
und N- substituierte
Acrylamide, Methacrylsäure und
Ester, die von Methacrylsäure
abgeleitet sind, Cyanoacrylate und Nitroethen und beliebige Derivate
hiervon.
-
Ohne
sich hier theoretisch festlegen zu wollen, wird eine veranschaulichende
Zeichnung des Netzwerks, das typischerweise durch eine Co-Polymerisation
solcher Monomere erzeugt wird, in Formel (VI) gezeigt:
-
Bevorzugte
Strukturen für
die R1-Gruppen in Formel (I) sind, ohne
hierauf beschränkt
zu sein, entweder monomere oder oligomere Ether (verzweigt, hochverzweigt,
gepfropft, dendritisch oder linear), und bevorzugt sind R2 und R3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder entweder monomere oder oligomere Ether (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear).
-
Funktionelle
Stellen, wie zuvor definiert, können über das
Vinylether-Monomer eingebaut werden, wie zuvor diskutiert, oder über das
Comonomer gemäß Formel
(V) oder über
beide. Im letztgenannten Fall können verschiedene
funktionelle Stellen vorliegen, um orthogonale Verfahren zu erlauben.
-
Bei
diesem zweiten Aspekt kann/können
das/die Monomer(e) z. B. ausgewählt
werden aus 1,4-Butandiol-Vinylether, Butylvinylether oder beliebigen
Derivaten hiervon, enthaltend Gruppen, wie etwa Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl- oder substituierte Arylalkylgruppen,
wobei diese Gruppen substituiert sind mit Alkyl oder beliebigen
Derivaten, Hydroxy, Mercapto, Amino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl
und beliebigen Derivaten hiervon oder einer beliebigen anderen Gruppe,
die leicht durch in der organischen Synthese gebräuchlich
verwendete Reaktionen weiter funktionalisiert werden kann, und wobei
diese Gruppen optional in geeigneter Weise für die Zwecke der Polymerisationsreaktion
geschützt
werden.
-
Bei
diesem zweiten Aspekt kann/können
das/die Monomer(e) z. B. ausgewählt
werden aus Ethylenglykol-Vinylether, Ethylvinylether oder beliebigen
Derivaten hiervon, enthaltend Alkyl-, Aryl-, Arylalky-, alicyclische,
Heteroaryl-, heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte
Aryl-, substituierte alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte
heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppen oder eine beliebige
andere Gruppe, die leicht durch in der organischen Synthe se gebräuchlich
verwendete Reaktionen weiter funktionalisiert werden kann, und wobei
diese Gruppen optional in geeigneter Weise für die Zwecke der Polymerisationsreaktion
geschützt
werden.
-
Bei
diesem zweiten Aspekt kann/können
der/die Vernetzer z. B. ausgewählt
werden aus 1,4-Butandiol-Divinylether oder beliebigen Derivaten
hiervon, enthaltend Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte
Arylalkylgruppen, oder aus einer beliebigen anderen Gruppe, die leicht
durch in der organischen Synthese gebräuchlich verwendete Reaktionen
weiter funktionalisiert werden kann, und wobei diese Gruppen optional
in geeigneter Weise für
die Zwecke der Polymerisationsreaktion geschützt werden.
-
Bei
diesem zweiten Aspekt kann/können
der/die Vernetzer z. B. ausgewählt
werden aus Ethylenglykol-Divinylether, 1,3-Propandiol-Divinylether,
1,5-Pentandiol-Divinylether, 1,6-Hexandiol-Divinylether, 1,7-Heptandiol-Divinylether,
1,8-Octandiol-Divinylether, Diethylenglykol-Divinylether, Triethylenglykol-Divinylether,
Tetraethylenglykol-Divinylether oder beliebigen Derivaten hiervon,
enthaltend Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppen, oder eine beliebige andere
Gruppe, die leicht durch in der organischen Synthese gebräuchlich
verwendete Reaktionen weiter funktionalisiert werden kann, und wobei
diese Gruppen optional in geeigneter Weise für die Zwecke der Polymerisationsreaktion
geschützt
werden.
-
Im
Verlauf des Copolymerisationsverfahrens dieses zweiten Aspekts können die
Beladungsniveaus über
das Zuführungsverhältnis im
Polymerisationsverfahren in geeigneter Weise angepasst werden, und
diese werden bevorzugt höher
sein als 1 mmol an funktioneller Stelle/g fertigem Harz, was besser
ist als das, was bislang für
polare Harze für
die SPOS möglich
war.
-
Bevorzugt
werden die Niveaus der Vernetzung bei diesem zweiten Aspekt zwischen
0,5% und 10% an Vernetzer (II) variieren, jedoch sind andere Niveaus
der Vernetzung und sogar ganz fehlende Vernetzung ebenfalls vom
Schutzumfang dieser Erfindung abgedeckt. Bevorzugt sind die Vernetzer
so, wie zuvor definiert, jedoch liegen andere Vernetzer, wie etwa,
ohne hierauf beschränkt
zu sein, Divinylbenzol oder beliebige andere, von Styrol abgeleitete
Vernetzer ebenfalls im Schutzumfang dieser Erfindung. Bei einer
Ausführungsform wird
der Vernetzer ausgewählt
unter Divinylbenzol, Bisacrylaten und Bisacrylamiden.
-
Für das Polymerisationsverfahren
dieses zweiten Aspekts werden Monomere, wie oben beschrieben, im
gewünschten
Zuführungsverhältnis typischerweise
in einem geeigneten Lö sungsmittel
für die
radikalische Polymerisation gelöst,
wie etwa, ohne hierauf beschränkt
zu sein, Dichlormethan, Toluol, Acetonitril, Xylen, Chlorbenzol,
Anisol, Tetrahydrofuran, Diethylether, DMSO, DMF, Ethanol, Methanol,
Dioxan, Diglykolether, Wasser, Silikone, überkritisches CO2 oder
ionische Flüssigkeiten.
-
Die
Starter können
jedweder gebräuchlich
verwendete Starter für
die radikalische Polymerisation sein, wie etwa, ohne hierauf beschränkt zu sein,
AIBN (Azoisobutyronitril), BPO (Benzoylperoxid), Kaliumpersulfat und
UV-Bestrahlung oder jedwedes andere gebräuchlich verwendete Verfahren,
wie es Fachleuten auf dem Gebiet der freien radikalischen und lebenden
freien radikalischen Polymerisation bekannt ist.
-
Bei
diesem zweiten Aspekt liegen die Polymerisationstemperaturen normalerweise
zwischen 0°C
und 120°C,
in Abhängigkeit
von den verwendeten Monomeren, Startern und Lösungsmitteln, wie es Fachleuten
auf dem Gebiet bekannt ist.
-
Bei
diesem zweiten Aspekt erfordern alle Polymerisationsverfahren den
Ausschluss von Sauerstoff oder jedwedem anderen Radikal-Quencher,
wie es gebräuchlicherweise
auf dem Gebiet der freien radikalischen oder lebenden freien radikalischen
Polymerisation bekannt ist.
-
Die
gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellten Polymere können gebildet werden durch
die Copolymerisation eines oder mehrerer Monomere der Formel (I)
oder (IV) im gewünschten
Verhältnis,
um kontrollierte und geeignete Beladungsniveaus zu erzeugen, bevorzugt
von bis zu 8,5 mmol/g.
-
Die
Polymere gemäß der vorliegenden
Erfindung können
z. B. durch Massepolymerisation hergestellt werden.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Polymer bereit, das ein
Netzwerk umfasst, das durch die Formel (III) dargestellt wird:
wobei R
1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe
ist, wobei die substituierten Gruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon,
und wobei die Gruppen optional geschützt sind; und wobei R
1 optional eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) ist und R
1 optional ein Spacermolekül umfasst, das
befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2, R
3, R
4 und R
5 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei die substituierten
Gruppen substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino,
Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy
oder beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional
geschützt
sind, und wobei R
2 und R
3 optional
und unabhängig
voneinander eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt, hochverzweigt,
gepfropft, dendritisch oder linear) sind und R
2,
R
3, R
4 und R
5 optional und unabhängig voneinander ein Spacermolekül umfassen
können,
um funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Polymer bereit, das Einheiten
umfasst, die durch die Formel (VII) dargestellt sind:
wobei R
1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe
ist, wobei die Substituentengruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon,
und wobei die Gruppen optional geschützt sind; und wobei R
1 optional eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) ist und R
1 optional ein Spacermolekül umfasst, das
befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei die Substituentengruppen
substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-,
Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder
beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional geschützt sind,
und wobei R
2 und R
3 optional
und unabhängig
voneinander eine monomere oder oligomere Struktur sind (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) und R
2 und R
3 optional
und unabhängig
voneinander ein Spacermolekül
umfassen, das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Polymer bereit, das ein
Netzwerk umfasst, das durch die Formel (VI) dargestellt ist:
wobei R
1 eine
Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-, heterocyclische,
substituierte Alkyl-, substituierte Aryl-, substituierte alicyclische,
substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische oder substituierte Arylalkylgruppe
ist, wobei die substituierten Gruppen substituiert sind mit Alkyl,
Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino, Mono-, Di- oder Trialkylamino,
Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy oder beliebigen Derivaten hiervon,
und wobei die Gruppen optional geschützt sind; und wobei R
1 optional eine monomere oder oligomere Struktur (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) ist und R
1 optional ein Spacermolekül umfasst, das
befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
und
wobei
R
2, R
3, R
4 und R
5 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine Alkyl-, Aryl-, Arylalkyl-, alicyclische, Heteroaryl-,
heterocyclische, substituierte Alkyl-, substituierte Aryl, substituierte
alicyclische, substituierte Heteroaryl-, substituierte heterocyclische
oder substituierte Arylalkylgruppe sind, wobei die substituierten
Gruppen substituiert sind mit Alkyl, Hydroxy, Mercapto, Nitro, Amino,
Mono-, Di- oder Trialkylamino, Halogen, Carboxyl, Carbonyl, Alkoxy
oder beliebigen Derivaten hiervon, und wobei die Gruppen optional
geschützt
sind, und wobei R
2 und R
3 optional
und unabhängig
voneinander eine monomere oder oligomere Struktur sind (verzweigt,
hochverzweigt, gepfropft, dendritisch oder linear) und R
2, R
3, R
4 und
R
5 optional und unabhängig voneinander ein Spacermolekül umfassen,
das befähigt
ist, funktionelle Gruppen für
die Anheftung einer oder mehrerer C/MOI zu tragen,
wobei R
6 eine elektronenziehende Gruppe, wie etwa
Carbonyl, Carboxyl, Carbamoyl, Nitro, Cyano, Imino, Imido oder eine
beliebige andere, ähnliche
Gruppe ist oder ein Derivat hiervon darstellt, und
wobei R
7 und R
8 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder eine elektronenziehende Gruppe, wie etwa Carbonyl,
Carboxyl, Carbamoyl, Nitro, Cyano, Imino, Imido oder eine beliebige
andere, ähnliche
Gruppe sind oder ein Derivat hiervon darstellen.
-
Beispiele:
-
Die
vorliegende Erfindung wird nun rein beispielhaft beschrieben, wobei
Bezug auf die folgenden Figuren genommen wird:
-
1 – welche
die Reaktionsabfolge 1 darstellt;
-
2 – welche
die Reaktionsabfolge 2 darstellt;
-
3 – welche
die Reaktionsabfolge 3 darstellt;
-
4 – welche
die Reaktionsabfolge 4 darstellt;
-
5 – welche
die Reaktionsabfolge 5 darstellt; und
-
6 – welche
die Reaktionsabfolge 6 darstellt.
-
Hier
ist es so, dass:
- Reaktionsabfolge 1 die Beispiele 1 bis
3 darstellt.
- Reaktionsabfolge 2 Beispiel 4 darstellt.
- Reaktionsabfolge 3 Beispiel 7 darstellt.
- Reaktionsabfolge 4 die Beispiele 8 und 9 darstellt.
- Reaktionsabfolge 5 die Beispiele 10 bis 17 darstellt.
- Reaktionsabfolge 6 die Beispiele 18 bis 21 darstellt.
-
In größerem Detail:
-
Die
Beispiele 1 bis 6 und Beispiel 22 betreffen die Herstellung vernetzter
Polymere (Formel III) gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung, der kationischen Polymerisation von Vinylethern.
Die Synthese solcher Polymere, chemische Stabilitätsstudien
und ihr Quellen in verschiedenen Lösungsmitteln werden beschrieben.
-
Die
Beispiele 7 bis 17 betreffen die Herstellung funktioneller, vernetzter
Polymere (Formel III) gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung, der kationischen Polymerisation von Vinylethern.
Ihre nach der Polymerisation erfolgende Funktionalisierung mit verschiedenen
funktionellen Gruppen, die Bestimmung ihres Beladungsniveaus und
ihre Verwendung bei der Festphasensynthese werden beschrieben.
-
Die
Beispiele 18 bis 21 betreffen die Herstellung vernetzter Polymere
(Formel V) gemäß dem zweiten Aspekt
der Erfindung, der radikalischen Copolymerisation von Vinylethern
mit elektronenarmen Olefinen.
-
In
den Beispielen werden die folgenden Abkürzungen verwendet:
- 4HAP
- 4-Hydroxyacetophenon
- AcBDVE
- (4-Acetoxy)butylvinylether
- AIBN
- Azoisobutyronitril
- BDDVE
- 1,4-Butandiol-Divinylether
- BuVE
- Butylvinylether
- DCM
- Dichlormethan
- DIBAL-H
- Diisopropyl-Aluminiumhydrid
- DIPCDI
- Diisopropylcarbodiimid
- DIPEA
- N,N-Diisopropylethylamin
- DMA
- Poly-Dimethyl-Acrylamidharz
(Sheppard's Harz)
- DMF
- N,N-Dimethylformamid
- DMSO
- Dimethylsulfoxid
- GC
- Gaschromatographie
- HMPA
- 4-(Hydroxymethyl)phenoxyessigsäure
- HOBt
- N-Hydroxybenzotriazol
- HPLC
- Hochleistungsflüssigchromatographie
- IR
- Infrarotspektroskopie
- m-CPBA
- 3-Chlorperoxybenzoesäure
- MeBDVE
- (4-Methoxy)butylvinylether
- MS
- Massenspektrometrie
- NMR
- Kernmagnetische Resonanz
- SLURPS
- Harze mit überlegener
Flüssigkeitsaufnahme
für die
Poly mer-gestützte
Synthese
- SPOS
- Organische Festphasensynthese
- TBTU
- 2-(1H-Benzotriazol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluronium-tetrafluorborat
- TFA
- Trifluoressigsäure
- THF
- Tetrahydrofuran
- TNBS
- 2,4,6-Trinitrobenzolsulphonsäure
- VBA
- 4-Vinylbenzoesäure
-
Beispiel 1:
-
Kationische Polymerisation von Butylvinylether
(BuVE) und 1,4-Butandiol-Divinylether (BDDVE):
-
In
einen getrockneten 50 ml-Rundbodenkolben unter Stickstoff bei –78°C wurden
getrocknetes Dichlormethan (10 ml), Butylvinylether (BuVE) (6,871
g, 68,60 mmol) und 1,4-Butandiol-Divinylether
(BDDVE) (200 mg, 1,40 mmol, 2% Vernetzer) gegeben. Es wurde TiCl4 (76 mg, 0,40 mmol) hinzugegeben, und man
ließ das
Gemisch für
2 Stunden unter Stickstoff stehen, nachdem die Gelbildung erfolgt
war. Danach wurde gekühltes
NH3 (35% in H2O,
0,88 g/ml; 0,5 ml) in MeOH (4 ml) hinzugegeben. Man ließ das Gemisch
sich auf Raumtemperatur erwärmen,
filtrierte und wusch mehrere Male mit Dichlormethan, Tetrahydrofuran,
Ethanol, Aceton, Ethylacetat und Diethylether. Das endgültige Gel
wurde unter Vakuum getrocknet. Der schließliche Feststoff ist ein gebrochen
weißer,
klebriger Feststoff, der an Glas und Kunststoffen, nicht jedoch
an Metallen anhaftet. Im gequollenen Zustand ist das Gel sehr leicht
zu handhaben und zu filtrieren. Die unter den gleichen Bedingungen
erfolgende Polymerisation mit Et2O:BF3 (57 mg, 0,40 mmol) erbrachte ein reineres
Produkt mit den gleichen Eigenschaften. Umsetzung: 100% des Ausgangsmaterials
wurden in polymere Strukturen umgesetzt, wie mittels NMR und GC-Analyse
des Rohfiltrats überwacht.
Ausbeute an Gel: > =
70% Makrogel (der Rest sind Mikrogele, die von dem Makrogel abgetrennt
wurden. Diese Materialien sind auch nützlich als ein abweichendes
Format des gleichen Trägers,
und ihre Synthese kann optimiert werden, wie es Fachleuten bekannt ist).
Das Produkt kann durch die Behandlung mit m-CPBA-Lösung in
Dichlormethan entfärbt
werden, ohne dass es – wie
durch NMR überwacht – zu Veränderungen
der Struktur oder zu Veränderungen
der Quelleigenschaften kommt.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm): 3,54
(breites s, 0,4H, CH-O); 1,56 (breites s, CH2),
1,02 (breites s, CH3).
13C-NMR
(67,5 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm): 73,8
(scharf, CH2-O); 69,1 (Rückgrat, CH-O), 40,8 (breit,
Rückgrat,
CH2); 32,7 (scharf, CH2CH2-O); 19,8 (scharf, CH2CH2CH2-O); 14,2 (scharf,
CH3).
-
Beispiel 2:
-
Kanonische Polymerisation von (4-Methoxy)butylvinylether
(MeBDVE) und 1,4-Butandiol-Divinylether
(BDDVE):
-
In
einen getrockneten 50 ml-Rundbodenkolben unter Stickstoff bei –78°C wurden
getrocknetes Dichlormethan (10 ml), MeBDVE (8,930 g, 68,60 mmol)
und BDDVE (200 mg, 1,40 mmol, 2% Vernetzer) gegeben. TiCl4 (76 mg, 0,40 mmol) wurde hinzugegeben,
und man ließ das
Gemisch für
2 Stunden unter Stickstoff stehen, nachdem die Gelbildung erfolgt
war. Danach wurde gekühltes
NH3 (35% in H2O,
0,88 g/ml; 0,5 ml) in MeOH (4 ml) hinzugegeben. Man ließ das Gemisch
sich auf Raumtemperatur erwärmen,
filtrierte und wusch mehrere Male mit Dichlormethan, Tetrahydrofuran,
Ethanol, Aceton, Ethylacetat und Diethylether. Das endgültige Gel
wurde unter Vakuum getrocknet. Der schließliche Feststoff ist ein gebrochen
weißer,
klebriger Feststoff, der an Glas und Kunststoffen, nicht jedoch
an Metallen anhaftet. Im gequollenen Zustand ist das Gel sehr leicht
zu handhaben und zu filtrieren. Die unter den gleichen Bedingungen
erfolgende Polymerisation mit Et2O:BF3 (57 mg, 0,40 mmol) erbrachte ein reineres
Produkt mit den gleichen Eigenschaften. Umsetzung: 100% des Ausgangsmaterials
wurden in polymere Strukturen umgesetzt, wie mittels NMR und GC-Analyse des
Rohfiltrats überwacht.
Ausbeute an Gel: > =
70% Makrogele (der Rest sind Mikrogele, die von dem Makrogel abgetrennt
wurden. Diese Materialien sind auch nützlich als ein abweichendes
Format des gleichen Trägers,
und ihre Synthese kann optimiert werden, wie es Fachleuten bekannt
ist). Das Produkt kann durch die Behandlung mit m-CPBA-Lösung in
Dichlormethan entfärbt
werden, ohne dass es – wie
durch NMR überwacht – zu Veränderungen
der Struktur oder zu Veränderungen
der Quelleigenschaften kommt.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm): 3,46
(breites s, 1,13H, CH-O); 1,77 (breites s, 0,96H, CH2).
13C-NMR (67,5 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm):
73,9 (CH2-O); 68,8 (breit, Rückgrat,
CHO), 58,7 (scharf, O-CH3); 40,7 (breit,
Rückgrat,
CH2); 27,2 (scharf, CH2CH2-O).
-
Beispiel 3:
-
Kationische Polymerisation von (4-Acetoxy)butylvinylether
(AcBDVE) und 1,4-Butandiol-Divinylether
(BDDVE):
-
In
einen getrockneten 50 ml-Rundbodenkolben unter Stickstoff bei –78°C wurden
getrocknetes Dichlormethan (10 ml), AcBDVE (10,852 g, 68,600 mmol)
und BDDVE (200 mg, 1,40 mmol, 2% Vernetzer) gegeben. TiCl4 (76 mg, 0,40 mmol) wurde hinzugegeben,
und man ließ das
Gemisch für
2 Stunden unter Stickstoff stehen, nachdem die Gelbildung erfolgt
war. Danach wurde gekühltes
NH3 (35% in H2O,
0,88 g/ml; 0,5 ml) in MeOH (4 ml) hinzugegeben. Man ließ das Gemisch
sich auf Raumtemperatur erwärmen,
filtrierte und wusch mehrere Male mit Dichlormethan, Tetrahydrofuran,
Ethanol, Aceton, Ethylacetat und Diethylether. Das endgültige Gel
wurde unter Vakuum getrocknet. Der schließliche Feststoff ist ein gebrochen
weißer,
klebriger Feststoff, der an Glas und Kunststoffen, nicht jedoch
an Metallen anhaftet. Im gequollenen Zustand ist das Gel sehr leicht
zu handhaben und zu filtrieren. Die unter den gleichen Bedingungen
erfolgende Polymerisation mit Et2O:BF3 (57 mg, 0,40 mmol) erbrachte ein reineres
Produkt mit den gleichen Eigenschaften. Umsetzung: 100% des Ausgangsmaterials
wurden in polymere Strukturen umgesetzt, wie mittels NMR und GC-Analyse des
Rohfiltrats überwacht.
Ausbeute an Gel: > =
70% Makrogele (der Rest sind Mikrogele, die von dem Makrogel abgetrennt
wurden. Diese Materialien sind auch nützlich als ein abweichendes
Format des gleichen Trägers,
und ihre Synthese kann optimiert werden, wie es Fachleuten bekannt
ist). Das Produkt kann durch die Behandlung mit m-CPBA-Lösung in
Dichlormethan entfärbt
werden, ohne dass es – wie
durch NMR überwacht – zu Veränderungen
der Struktur oder zu Veränderungen
der Quelleigenschaften kommt.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm): 4,07
(breites s, CH2OAc); 3,51 (breites s, CHO);
2,04 (breites s, COCH3); 1,67 (breites s,
CH2).
13C-NMR
(67,5 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm): 171,1
(scharf, C=O); 73,8 (CH2-O); 68,3 (breit,
Rückgrat,
CH-O), 64,3 (scharf, AcO-CH2); 40,4 (breit,
Rückgrat,
CH2); 26,9 (scharf, CH2CH2-OAc); 25,8 (scharf, CH2CH2-O); 21,0 (scharf, COCH3).
-
Beispiel 4:
-
Synthese von 1,4-Butandiol-Vinylether-(BDVE)-Gel über die
Hydrolyse des in Beispiel 3 erzeugten Gels:
-
AcBDVE-Gel
(siehe Beispiel 3, 6,0 g, etwa 37 Mol-Äquivalent an -OAc) wurde in
einem Gemisch aus Methanol/Wasser (150 ml, 3/1 Vol.), enthaltend
KOH (12,0 g, 215 mmol), suspendiert. Das Gemisch wurde unter Rückfluss
für 24
h sanft gerührt.
Nach dieser Zeitspanne wurde das Gemisch auf Raumtemperatur abgekühlt und
filtriert. Das Gel wurde mit Methanol gewaschen, bis das Filtrat
neutral war. Dann wurde das Gel mehrere Male mit THF und Et2O gewaschen und unter Vakuum getrocknet.
Der schließliche
Feststoff ist klebrig und haftet an Glas und Kunststoffen, nicht
jedoch an Metallen an. Im gequollenen Zustand ist das Gel sehr leicht
zu handhaben und zu filtrieren. Umsetzung: 100% Hydrolyse, wie mittels
NMR und IR überwacht.
1H-NMR (270 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm):
4,61 (Schulter, CH2O); 3,52 (breites s,
CH-O und OH); 1,55 (breites s, CH2).
13C-NMR (67,5 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm):
78,2 (breit, CH2-O); 70,0 (breit, C-O);
61,9 (Rückgrat,
CH-O), 40,0 (breit, schwaches
Signal, Rückgrat,
CH2); 29,2 (breit, CH2CH2-O); 26,5 (breit, CH2CH2-O).
-
Beispiel 5:
-
Chemische Stabilitätsstudien:
-
Bei
den ersten Anwendungen dieser Polymere für die Festphasensynthese wäre das Polymer
der Wahl dasjenige, das durch die Polymerisation von (4-Methoxy)butylvinylether
(MeBDVE) hergestellt wird, wie in Beispiel 2 beschrieben. Dieses
Monomer würde
die strukturellen Merkmale des endgültigen Trägers bereitstellen, wobei einige
andere für
die funktionellen Stellen verwendet würden. Aus diesem Grund wurden
die chemischen Stabilitätsstudien
unter Verwendung des in Beispiel 2 erzeugten Polymers durchgeführt. Zu
diesem Zweck wurde das besagte Polymer bei Raumtemperatur für 4 h mit
einer Reihe chemisch gebräuchlicher Reagenzien
(> 20 mmol Reagens/g
Harz) behandelt. Das Harz zeigte, dass es gegenüber m-CPBA (gesättigte Lösung in
CH2Cl2), wässriger
NaOH (2,5 M), wässriger
HCl (10%), DIBAL-H (1M in CH2Cl2),
CH3I, Ac2O, TFA (50
Vol-% in CH2Cl2),
TFA und n-BuLi (2,5 M in Hexan) stabil war.
-
Beispiel 6:
-
Quell-Studien:
-
Um
die Tatsache zu beweisen, dass diese Polymere aufgrund der Tatsache,
dass ihr Quellverhalten in allen Arten von Lösungsmitteln optimal ist, gute
Träger
für die
Festphasensynthese bereitstellen werden, wurden die in den Beispielen
1–4 hergestellten
Polymere im Hinblick auf ihr Quellverhalten untersucht. Es erfolgten
Vergleiche mit einem Polystyrolharz (2% Vernetzung mit Divinylbenzol),
das auf dieselbe Weise hergestellt wurde, wie es in den Beispielen
1 bis 3 beschrieben ist.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt: Tabelle 1. Quell-Studien
| Quell-Verhältnisse
(ml/g)a |
| Lösungsmittel | Gele |
| | PS | (4-Methoxy)-Butylvinylether-Gel | (4-Acetoxy)-Butylvinylether-Gel | Butylvinylether-Gel | 1,4-Butandiol-Vinylether-Gel (hydrolysiertes Gel) |
| Hexan | 0,3 | 1,7 | 0,4 | 4,2 | 0,2 |
| Toluol | 6,3 | 11,4 | 11,1 | 7,4 | 0,4 |
| Ether | 1,4 | 6,8 | 1,6 | 6,3 | 0,2 |
| Chloroform | 6,0 | 12,7 | 21,3 | 8,1 | 1,0 |
| Ethylacetat | 2,9 | 7,8 | 12,5 | 5,5 | 0,6 |
| THF | 5,6 | 10,8 | 15,1 | 8,2 | 1,3 |
| Dichlormethan | 5,3 | 11,3 | 18,8 | 7,8 | 0,7 |
| Aceton | 1,3 | 7,9 | 12,7 | 2,4 | 0,8 |
| Acetonitril | 0,4 | 4,2 | 11,6 | 0,5 | 0,5 |
| DMF | 3,2 | 6,0 | 12,4 | 0,8 | 5,6 |
| DMSO | 0,1 | 0,6 | 5,8 | 0,7 | 6,5 |
| Ethanol | 0,5 | 7,4 | 1,7 | 2,1 | 5,1 |
| Methanol | 0,4 | 7,1 | 3,2 | 1,2 | 5,3 |
| Wasser | 0,4 | 1,5 | 1,7 | 0,7 | 3,4 |
- a Vorab gewogene,
gebrochene, trockene Harze ließ man
für eine
Woche im entsprechenden Lösungsmittel äquilibrieren.
Nach der Filtration wurde das Gewicht des eingebauten Lösungsmittels
gemessen, und die Quell-Verhältnisse
(Sw) wurden berechnet als Sw = (Ws – Wd)/(D × Wd), wobei Ws: Gewicht des
gequollenen Harzes; Wd: Gewicht des trockenen Harzes; D: Dichte
des entsprechenden Lösungsmittels.
-
Wie
in Tabelle 1 gezeigt, quellen die meisten Gele in den meisten Lösungsmitteln
besser als das Polystyrol (PS)-Gel, insbesondere bei polaren Lösungsmitteln.
Das beste Quellverhalten über
das gesamte Polaritätsspektrum
entspricht dem MeBDVE-Gel (hergestellt in Beispiel 2), das als das
Polymer der Wahl für
die erste Anwendung bei der SPOS eingeschätzt wurde. Dieses Quellverhalten
war bislang unbekannt für
ein Polymer, das für
die SPOS stabil genug ist, und das die Fähigkeit besitzt, das gewünschte Beladungsniveau
mit bis zu 8,5 mmol an Funktionalität/g Harz zu kontrollieren.
Es sollte angemerkt werden, dass bei allen Vinyletherträgern das
Quellen extrem schnell erfolgt, sobald das getrocknete Gel mit dem
entsprechenden Lösungsmittel
in Kontakt kommt. Dieses bemerkenswerte Quellverhalten (sowohl kinetisch
als auch thermodynamisch), zusammen mit der Fähigkeit, Träger mit hohem Beladungsniveau
in einer kontrollierten Weise zu erzeugen, sind die Haupteigenschaften
dieser Polymere, was sie von zuvor entwickelten Trägern abgrenzt.
Angesichts der Quelleigenschaften dieser Materialien benennen wir
diese hiermit als SLURPS (Superior Liquid-Uptake Resins for Polymer-Supported
Synthesis; Harze mit überlegener
Flüssigkeitsaufnahme
für die
Polymer-gestützte
Synthese).
-
Beispiel 7:
-
Synthese eines funktionellen Harzes, SLURPS-Ac
(Acetat-geschütztes
SLURPS):
-
Um
ein funktionelles Harz zu synthetisieren, wurden MeBDVE (7,108 g,
55,00 mmol) und AcBDVE (2,215 g 14,00 mmol) mit BDDVE (2 Mol-% an
Vernetzer, 200 mg, 1,40 mmol) in trockenem Dichlormethan unter Stickstoff
bei –78°C und unter
Zugabe von TiCl4 (76 mg, 0,4 mmol) kationisch
copolymerisiert. Nachdem die Gelbildung erfolgt war, ließ man das
Gemisch für
2 Stunden unter Stickstoff stehen. Danach wurde gekühltes NH3 (35% in H2O, 0,88
g/ml; 0,5 ml) in MeOH (4 ml) hinzugegeben. Man ließ das Gemisch
sich auf Raumtemperatur erwärmen,
filtrierte und wusch mehrere Male mit Dichlormethan, Tetrahydrofuran,
Ethanol, Aceton, Ethylacetat und Diethylether. Das endgültige Gel
wurde unter Vakuum getrocknet. Der schließliche Feststoff ist ein gebrochen
weißer,
klebriger Feststoff, der an Glas und Kunststoffen, nicht jedoch
an Metallen anhaftet. Im gequollenen Zustand ist das Gel sehr leicht
zu handhaben und zu filtrieren. Die unter den gleichen Bedingungen
erfolgende Polymerisation mit Et2O:BF3 (57 mg, 0,40 mmol) erbrachte ein reineres
Produkt mit den gleichen Eigenschaften. Umsetzung: 100% des Ausgangsmaterials
wurden in polymere Strukturen umgesetzt, wie mittels NMR und GC-Analyse
des Rohfiltrats überwacht.
Ausbeute an Gel: > =
70% Makrogele (der Rest sind Mikrogele, die von dem Makrogel abgetrennt
wurden. Diese Materialien sind auch nützlich als ein abweichendes
Format des gleichen Trägers,
und ihre Synthese kann optimiert werden, wie es Fachleuten bekannt ist).
Das Produkt kann durch die Behandlung mit m-CPBA-Lösung in
Dichlormethan entfärbt
werden, ohne dass es – wie
durch NMR überwacht – zu Veränderungen
der Struktur oder zu Veränderungen
der Quelleigenschaften kommt. Das gewählte Zuführungsverhältnis war so, dass bei weiterer
Funktionalisierung ein Harz von 1,5 mmol/g bereitgestellt wurde.
-
Daher
wurde das funktionelle Harz als SLURPS-Ac (1.5) bezeichnet. (Anmerkung:
Bei den nachfolgenden Beispielen zeigen die Zahlen in Klammern die
Beladungsniveaus des Ausgangsharzes, weniger das faktische Beladungsniveau
des entsprechenden Harzes). Die NMR zeigte den Einbau beider Monomere.
-
Beispiel 8:
-
Synthese von SLURPS-OH (1.5) durch Hydrolyse
von SLURPS-Ac (1.5):
-
SLURPS-Ac(1.5)-Gel
(5,5 g, etwa 8,0 mmol -OAc) wurde mit einem Gemisch aus EtOH/H2O (120 ml, 5/1 Vol.) gequollen, es wurde
KOH (3,0 g, 53 mmol) hinzugegeben, und das Gemisch wurde für 24 h unter sanftem
Rühren
am Rückfluss
erhitzt. Danach wurde das Gemisch auf Raumtemperatur abgekühlt, und
das Gel wurde mit EtOH/H2O (150 ml, 2/1)
filtriert und gewaschen, bis der pH-Wert der Filtrate neutral war.
Dann wurde das Gel mit EtOH (3 × 100
ml), THF (3 × 100
ml) und Et2O (3 × 100 ml) gewaschen. Das Gel
wurde unter Vakuum getrocknet. Umsetzung zum Alkohol: 100%. Ausbeute:
70–100%
(wobei der Rest Mikrogelmaterial ist).
-
Beispiel 9:
-
Synthese von SLURPS-Br:
-
Beispiel 9a: Synthese von SLURPS-Br (1.5)
-
SLURPS-OH
(1.5) (2,0 g, etwa 3,0 mmol) wurde in DCM (60 ml) suspendiert und
mit Triphenylphosphin (4,0 g, 15 mmol) und Imidazol (1,0 g, 15 mmol)
behandelt. Nachdem die Reagenzien gelöst waren, wurde die Suspension
in einem Wasserbad auf 10°C
abgekühlt
und tropfenweise mit Br2 (0,80 ml, 2,4 g,
15 mmol) behandelt. Man ließ den
Reaktionsansatz über
Nacht bei Raumtemperatur rühren.
Das Harz wurde filtriert und mit DMF, H2O,
DMF, Aceton, THF und DCM (jeweils 3 × 60 ml) gewaschen und dann
unter Vakuum getrocknet. Die NMR und IR zeigten die Umsetzung zu
Bromid. Die Elementar-Mikroanalyse zeigte, dass das Harz 1,5 mmol
Br/g enthält,
genau wie in Beispiel 7 geplant.
-
Beispiel 9b: Synthese von SLURPS-Br (8.5)
-
SLURPS-OH
(8.5), wie in Beispiel 4 produziert, (10 g, etwa 85 mmol -OH) wurde
in DCM (350 ml) suspendiert und mit Triphenylphosphin (111,5 g,
425,0 mmol) und Imidazol (29,0 g, 425 mmol) behandelt. Nachdem die
Reagenzien gelöst
waren, wurde die Suspension in einem Wasserbad auf 10°C abgekühlt und
tropfenweise mit Br2 (22,0 ml, 68,0 g, 425
mmol) behandelt. Man ließ den
Reaktionsansatz über
Nacht bei Raumtemperatur rühren.
Das Harz wurde filtriert und mit DMF, H2O,
DMF, Aceton, THF und DCM (jeweils 4 × 200 ml) gewaschen und dann
unter Vakuum getrocknet. Die NMR und IR zeigten die Umsetzung zu
Bromid.
-
Beispiel 10:
-
Synthese von SLURPS-VBA (1.5) durch Anheftung
von 4-Vinylbenzoesäure
an SLURPS-Br (1.5):
-
Trockenes
SLURPS-Br (1.5) (500 mg, etwa 0,750 mmol), 4-Vinylbenzoesäure (VBA)
(300 mg, 2,00 mmol) und Cs2CO3 (500
mg, 1,50 mmol) wurden mit trockenem DMF (10 ml) unter N2 gemischt,
und das Gemisch wurde auf 70°C
erwärmt.
Man ließ den
Reaktionsansatz über
Nacht bei dieser Temperatur sanft rühren. Nach dieser Zeitspanne
wurde das Reaktionsgemisch auf RT abgekühlt, und das Harz wurde filtriert.
Das Harz wurde mit Wasser (3 × 30
ml), DMF (3 × 30
ml), Wasser (3 × 30
ml), EtOH (3 × 30
ml), MeOH (3 × 30
ml), THF (3 × 30
ml), DCM (3 × 30
ml) und Et2O (3 × 30 ml) gewaschen und dann
unter Vakuum getrocknet.
-
Der
Einbau wurde durch IR und durch Spaltung mittels sanften Erhitzens
in K2CO3/MeOH, gefolgt
von Filtration, überprüft. Das
Filtrat wurde eingedampft, und der Rückstand wurde mit verdünnter HCl-Lösung neutralisiert.
Der neutralisierte Rückstand
wurde mit EtOAc extrahiert und mit MgSO4 getrocknet.
Danach wurde das Lösungsmittel
verdampft, und der Rückstand
wurde unter Vakuum getrocknet und entsprach der erwarteten Menge
an 4-Vinylbenzoesäure,
wie durch NMR überwacht.
-
Beispiel 11:
-
Synthese von SLURPS-Wang-OH (1.5) durch
Anheftung von Wang-Linker an SLURPS-Br (1.5):
-
SLURPS-Br
(1.5) (1,0 g, 1,5 mmol -Br) wurde in DMF (10 ml) suspendiert, und
es wurde 4-Hydroxybenzylalkohol
(430 mg, 3,50 mmol) hinzugegeben, gefolgt von Natriummethoxid (200
mg, 3,50 mmol). Die Suspension wurde unter sanftem Rühren auf
80°C erhitzt
und für
24 h unter Stickstoff auf dieser Temperatur belassen. Nach dieser
Zeitspanne wurde das Harz filtriert und mit DMF, Dichlormethan,
Methanol, wiederum mit Dichlormethan und schließlich mit Et2O
(jeweils 3 × 50
ml) gewaschen. Danach wurde das Harz unter Vakuum getrocknet. Der
Einbau des Linkers wurde durch IR überwacht (siehe auch Beispiel
12).
-
Beispiel 12:
-
Synthese von SLURPS-Wang-4HAP durch Anheftung
von 4-Hydroxyacetophenon an SLURPS-Wang-OH (1.5):
-
SLURPS-Wang-OH
(1.5) (0,5 g, etwa 0,7 mmol -OH) wurde mit einer Lösung von
Triphenylphosphin (0,90 g, 3,4 mmol) in THF (20 ml) bei 0°C unter Stickstoff
gemischt. DEAD (0,40 ml, 0,40 g, 2,5 mmol) wurde tropfenweise bei
derselben Temperatur hinzugegeben, und das Gemisch wurde für 15 Minuten
sanft gerührt. Eine
Lösung
von 4-Hydroxyacetophenon (4-HAP) (310 mg, 2,25 mmol) in THF (5 ml)
wurde tropfenweise hinzugegeben, und das Gemisch wurde für 24 h sanft
gerührt,
was es ihm ermöglichte,
Raumtemperatur zu erreichen. Nach dieser Zeitspanne wurde das Harz
filtriert und mit THF, Methanol, wiederum mit THF, Dichlormethan,
THF und schließlich
mit Et2O (jeweils 3 × 60 ml) gewaschen. Danach
wurde das Harz unter Vakuum getrocknet. Der Einbau des Ketons wurde
durch IR überwacht.
-
Eine
kleine Fraktion des Harzes (50 mg) wurde in TFA (10 ml) suspendiert
und für
2 h 30 min unter sanftem Rühren
auf Raumtemperatur belassen. Das Harz wurde filtriert und mit Dichlormethan
gewaschen (kombinierte Waschschritte: 100 ml). Die vereinten Filtrate
wurden eingedampft und unter Vakuum getrocknet. Die NMR- und MS-Analyse
des Rückstands
zeigte die erwartete Menge an 4-Hydroxyacetophenon.
-
Beispiel 13:
-
Synthese von SLURPS-Phthalimid aus SLURPS-Br:
-
Beispiel 13a: Synthese von SLURPS-Phthalimid
(1.5) aus SLURPS-Br (1.5):
-
SLURPS-Br
(1.5) (10 g, 15 mmol) wurde in einer Lösung von Kalium-Phthalimid
(8,4 g, 45 mmol) und KI (400 mg, 2,40 mmol) in trockenem DMF (200
ml) suspendiert. Das Gemisch wurde über Nacht unter Stickstoff
auf 80°C
erhitzt. Nach dieser Zeitspanne wurde das Gemisch auf Raumtemperatur
abgekühlt,
und das Harz wurde filtriert und mit DMF, Ethanol/Wasser (1/1 Vol.),
Ethanol, THF, Et2O (jeweils 4 × 100 ml)
gewaschen und dann unter Vakuum getrocknet. Die IR zeigte den Einbau
von Imido-Bindungen an.
-
Beispiel 13b: Synthese von SLURPS-Phthalimid
(8.5) aus SLURPS-Br (8.5):
-
SLURPS-Br
(8.5) (10 g, 85 mmol) wurde in einer Lösung von Kalium-Phthalimid
(47,6 g, 255 mmol) und KI (2,30 g, 13,6 mmol) in trockenem DMF (300
ml) suspendiert. Das Gemisch wurde über Nacht unter Stickstoff
auf 80°C
erhitzt. Nach dieser Zeitspanne wurde das Gemisch auf Raumtemperatur
abgekühlt,
und das Harz wurde filtriert und mit DMF, Ethanol/Wasser (1/1 Vol.),
Ethanol, THF, Et2O (jeweils 8 × 100 ml)
gewaschen und dann unter Vakuum getrocknet. Die IR zeigte den Einbau
von Imido-Bindungen an.
-
Beispiel 14:
-
Synthese von SLURPS-NH2 (1.5)
aus SLURPS-Phthalimid (1.5):
-
SLURPS-Phthalimid
(1.5) (10 g, etwa 15 mmol) wurde in Ethanol (200 ml) suspendiert.
Hydrazin-Monohydrat (2,2 ml, 2,3 g, 45 mmol) wurde hinzugegeben,
und das Gemisch wurde über
Nacht unter sanftem Rühren
am Rückfluss
erhitzt. Nach dieser Zeitspanne wurde das Gemisch auf Raumtemperatur
abgekühlt,
und das Harz wurde filtriert. Das Harz wurde abfiltriert und mit
Ethanol, Methanol, wiederum mit Ethanol, THF und Et2O
(jeweils 5 × 80
ml) gewaschen und schließlich
unter Vakuum getrocknet. Die Reaktion wurde mittels IR überwacht.
-
Beispiel 15:
-
Synthese von SLURPS-NH2 (8.5)
aus SLURPS-Phthalimid (8.5):
-
SLURPS-Phthalimid
(8.5) (2,0 g, etwa 8,1 mmol) wurde für 3 Tage bei Raumtemperatur
in Gegenwart von NaBH4 (1,53 g, 40,5 mmol),
2-Propanol (73 ml) und Wasser (13 ml) gerührt. Dann wurde vorsichtig
Essigsäure
(8,5 ml) hinzugegeben (es wurde die Bildung von Gas beobachtet),
und nach Beendigung der Schaumbildung wurde das Gemisch für 2 Stunden
auf 80°C
erhitzt. Danach wurde das Harz mit Ethanol (3 × 40 ml), Ethanol-Ammoniak
(3 × 40
ml), Ethanol (3 × 40
ml), THF (3 × 40
ml) und Et2O (3 × 40 ml) gewaschen. Das Harz
wurde dann über
Nacht unter Vakuum bei 40°C
getrocknet. Die Reaktion wurde mittels IR überwacht.
-
Beispiel 16:
-
Synthese von SLURPS-HMPA-OH aus SLURPS-NH2:
-
Beispiel 16a: Synthese von SLUPRS-HMPA-OH
(1.5) aus SLURPS-NH2 (1.5):
-
Die
Reaktion wurde in der gleichen Apparatur durchgeführt wie
die Peptidsynthese (siehe folgende Beispiele) und entspricht dem,
was in der Literatur beschrieben ist (D. A. Wellings und E. Atherton,
Methods in Enzymology, 1997, 289, 44.). Diese Apparatur besteht
aus einem gesinterten Trichter geeigneter Größe, die über eine PTFE-Rohrleitung mit
einem Dreiwege-Hahn verbunden ist. Der Hahn erlaubt das Einsprudeln
von N2 (dient zum Rühren und ebenso dazu, zu verhindern,
dass das Reaktionsgemisch durch den Trichter sickert) oder er erlaubt
ein Vakuum (Filtration), das alternativ so angelegt werden kann,
wie es als passend betrachtet wird. Er ist außerdem mit einem Kolben verbunden,
in dem der Flüssigabfall
durch Filtration unter Vakuum gesammelt wird. Die „Quickfit"-Verbindungen und
Adaptoren werden zusammengebaut, wie es passend ist (der Dreiwege-Hahn
besitzt solche angefügten
Verbindungen).
-
Für die Reaktion
wurde SLURPS-NH2 (1.5) (5,0 g, etwa 8,3
mmol NH2) in einen 200 ml großen, gesinterten
Trichter gefüllt.
Das Harz wurde dreimal mit DMF gewaschen (das Volumen an DMF war
derart, dass das Endvolumen das Zweifache des Volumens des gequollenen
Harzbetts betrug), was es dem Harz ermöglichte, zu quellen. Ein Gemisch
aus HMPA (3,80 g, 24,9 mmol), HOBt (3,20 g, 23,3 mmol) und DIPCDI
(2,7 g, 3,4 ml, 21 mmol) wurde hergestellt, indem man in einer Minimalmenge
an DMF löste,
dies für
3–5 Minuten
stehen ließ und
es zu dem gefilterten Harz hinzugab. Die Minimalmenge an DMF wurde
hinzugegeben, um die Mobilität
von N2 zu erlauben (genug DMF, um eine flexible
Aufschlämmung
zu erzeugen). Das Gemisch wurde für 1 Stunde stehen gelassen.
Danach wurde eine Probe des Harzes durch das Kaiser-Verfahren getestet,
das auf dieser Stufe negativ war. Das Harz wurde mit DMF (10 Mal
wie zuvor beschrieben) und dann mit Et2O
(10 Mal) gewaschen. Das Harz wurde über Nacht bei 40°C unter Vakuum
getrocknet. Die IR zeigte die Bildung von Amidgruppen an.
-
Beispiel 16b: Synthese von SLURPS-HMPA-OH
(8.5) aus SLURPS-NH2 (8.5)
-
Die
Reaktion wurde in der gleichen Apparatur durchgeführt wie
die Peptidsynthese (siehe folgende Beispiele) und entspricht dem,
was in der Literatur beschrieben ist. Diese Apparatur besteht aus
einem gesinterten Trichter geeigneter Größe, die über eine PTFE-Rohrleitung mit
einem Dreiwege-Hahn verbunden ist. Der Hahn erlaubt das Einsprudeln
von N2 (dient zum Rühren und ebenso dazu, zu verhindern,
dass das Reaktionsgemisch durch den Trichter sickert) oder er erlaubt
ein Vakuum (Filtration), das alternativ so angelegt werden kann,
wie es als passend betrachtet wird. Er ist außerdem mit einem Kolben verbunden,
in dem der Flüssigabfall
durch Filtration unter Vakuum gesammelt wird. Die „Quickfit"-Verbindungen und
Adaptoren werden zusammengebaut, wie es passend ist (der Dreiwege-Hahn
besitzt solche angefügten
Verbindungen).
-
Für die Reaktion
wurde SLURPS-NH2 (8.5) (1,0 g, etwa 8,5
mmol NH2) in einen 200 ml großen, gesinterten
Trichter gefüllt.
Das Harz wurde dreimal mit DMF gewaschen (das Volumen an DMF war
derart, dass das Endvolumen das Zweifache des Volumens des gequollenen
Harzbetts betrug), was es dem Harz ermöglichte, zu quellen. Ein Gemisch
aus HMPA (3,80 g, 24,9 mmol), HOBt (3,20 g, 23,3 mmol) und DIPCDI
(2,7 g, 3,4 ml, 21 mmol) wurde hergestellt, indem man in einer Minimalmenge
an DMF löste,
dies für
3–5 Minuten
stehen ließ und
es zu dem gefilterten Harz hinzugab. Die Minimalmenge an DMF wurde
hinzugegeben, um die Mobilität
von N2 zu erlauben (genug DMF, um eine flexible
Aufschlämmung
zu erzeugen). Das Gemisch wurde für 1 Stunde stehen gelassen.
Danach wurde eine Probe des Harzes durch das Kaiser-Verfahren getestet,
das auf dieser Stufe negativ war. Das Harz wurde mit DMF (10 Mal
wie zuvor beschrieben) und dann mit Et2O
(10 Mal) gewaschen. Das Harz wurde über Nacht bei 40°C unter Vakuum
getrocknet. Die IR zeigte die Bildung von Amidgruppen an.
-
Beispiel 17:
-
Festphasen-Synthese von Peptiden unter
Verwendung von SLURPS-Harzen:
-
Allgemeines Verfahren:
-
Die
oben beschriebene Apparatur für
die Anheftung des HMPA-Linkers (Beispiel 16) wurde auch für die Peptidsynthese
verwendet (D. A. Wellings und E. Atherton, Methods in Enzymology,
1997, 289, 44). Für die
Kopplungsreaktionen war die Gesamtmenge an verwendetem Lösungsmittel
ein Minimum, um genug N2-Mobilität bereitzustellen.
Bei den Waschschritten oder Entschützungsreaktionen war die Gesamtmenge
an verwendetem Lösungsmittel
jedes Mal doppelt so groß wie
das Volumen des gequollenen Harzbetts.
-
Die
Peptidsynthese auf SLURPS-Harzen wurde mit der Peptidsynthese auf
einem DMA-Harz (Sheppard's Harz) (DMA-HMPA-OH
(0,75 mmol/g)) verglichen.
-
In
allen Fällen
wurde das folgende Verfahren angewendet (siehe unten für die exakten
Mengen):
Eine geeignete Menge an Harz wurde dreimal mit DMF
gewaschen, um dieses zum Quellen zu bringen.
-
Für die erste
Aminosäure-Kopplung
wurden die Fmoc-geschützte
Aminosäure
und eine katalytische Menge an DMAP in DMF gelöst. Es wurde DIPCDI hinzugegeben,
und das Gemisch wurde auf das Harz gegossen. Man beließ das Gemisch
für 1 Stunde
unter gelegentlichem Rühren
(und "N2-Rühren") auf Raumtemperatur.
Danach wurde das Harz mit DMF gewaschen (3 Mal). Die Prozedur wurde
wiederholt, und das Harz wurde mit DMF gewaschen (10 Mal).
-
Das
Harz wurde für
3 Minuten mit Piperidin (20% v/v in DMF) behandelt, dann abfiltriert
und dann wiederum für
7 Minuten behandelt. Danach wurde das Harz mit DMF gewaschen (10
Mal), und es wurde ein qualitativer Test auf -NH2-Gruppen
an einer kleinen Harzprobe durchgeführt, um auf ein positives Ergebnis
hin zu testen (für
gewöhnlich
Kaiser-Test, aber auch TNBS, siehe unten).
-
Für die nachfolgenden
Aminosäuren
wurde das Harz für
20 Minuten mit einem vorab hergestellten Gemisch aus Fmoc-geschützter Aminosäure, TBTU
und DIPEA behandelt. Nach dieser Zeitspanne wurde der Kaiser-Test
(oder TNBS) an einer kleinen Harzprobe durchgeführt, um auf ein negatives Ergebnis
hin zu testen. In dem Fall wurde das Harz mit DMF gewaschen (10
Mal) und für
3 Minuten und dann wiederum für
7 Minuten mit Piperidin (20% in DMF) behandelt. Danach wurde das
Harz mit DMF gewaschen (10 Mal), und es wurde der Kaiser-Test durchgeführt, um
auf ein positives Ergebnis hin zu testen.
-
Danach
wurde das Harz mit Et2O (> 5 Mal) gewaschen,
und man ließ es über Nacht
unter Vakuum bei 40°C
trocknen.
-
Um
das Peptid zu spalten, wurde das Harz für 90 Minuten mit einer Lösung aus
TFA und Phenol (97,5/2,5% v/w), mit 25 ml pro g Harz, behandelt.
Nach dieser Zeitspanne wurde das Harz abfiltriert und mit TFA gewaschen
(3 Mal). Die TFA-Filtrate wurden eingedampft, um ein farbiges Öl zu erhalten,
das durch die Behandlung mit Et2O verfestigt
wurde, um jeweils einen gebrochen weißen Feststoff zu ergeben. Die
Feststoffe wurden weiterhin mit Et2O gewaschen
und über
Nacht unter Vakuum getrocknet. Die Rohproben wurden mittels HPLC
analysiert und durch die Coelution mit Standards charakterisiert.
-
Für die HPLC-Analyse
wurden trockene Peptide in MeCN/H2O (50/50%
v/v) (1 mg/ml) gelöst.
Die analytische HPLC (AKTA Explorer, Pharmacia Biotech) wurde bei
230 nm überwacht,
wofür Vydac
218TP54, C18-Säule
(250 × 4,6
mm, 5 Mikron, 300 Angstrom) verwendet wurde. Gradient = 10–90% B in
A, Gradient über
30 Minuten bei 1,5 ml/min, wobei A = 0,1% TFA/Wasser und B = 0,1%
TFA/Acetonitril. Injektion = 20 Mikroliter.
Verwendete Software
= Unicorn v 3.00.10 (APBiotech).
-
Kaisertest:
-
Es
wurden die drei folgenden Lösungen
hergestellt: a) Ninhydrin (5 g) in Ethanol (100 ml); b) verflüssigtes
Phenol (80 g) in Ethanol (20 ml) und c) wässrige Kaliumcyanid-Lösung mit
0,001 M (2 ml) in Pyridin (98 ml). Vorab gewaschene Harzperlen werden
mit Et2O eingeschrumpft, dreimal abfiltriert,
und dann mit 2–3
Tropfen jeder der vorstehend genannten Lösungen behandelt. Das Gemisch
wird gut durchmischt und für
3–5 Minuten
auf 100°C
erhitzt. Ein positiver Test wird durch tiefblaue Harzperlen angezeigt
(der Überstand
ist ebenfalls tiefblau).
-
TNBS-Test:
-
Vorab
gewaschene (DMF) Harzperlen werden in ein kleines Probenröhrchen eingebracht,
und es wird DMF (2 ml) hinzugegeben. Es wird ein Tröpfchen DIPEA
hinzugegeben, und ebenso ein Tröpfchen
von 2,4,6-Trinitrobenzolsulphonsäure
(TNBS). Die Suspension wird für
10 Minuten auf Raumtemperatur belassen. Bei der Zugabe der Reagenzien
wird der Überstand
orange. Ein positiver Test wird durch rote Perlen angezeigt.
-
Beispiel 17a: Synthese von Leu-Enkephalin
an SLURPS-HMPA-OH (1.5):
-
Für die Synthese
an SLURPS-HMPA-OH (1.5) wurden die folgenden Mengen verwendet: SLURPS-HMPA-OH
(1.5) (1,36 mmol/g) (1,2 g, 1,6 mmol).
- 1. Aminosäureanheftung:
Fmoc-Leu-OH (1,73 g), DIPCDI (1,02 ml) und DMAP (eine sehr kleine
Menge, ~20 mg) (zweimal durchgeführt).
Nachfolgende
Aminosäuren:
Fmoc-Phe-OH (1,58 g), Fmoc-Gly-OH (1,21 g), Fmoc-Gly-OH (1,21 g)
und Fmoc-Tyr(tBut)-OH (1,88 g). TBTU (jeweils
1,23 g) und DIPEA (jeweils 0.84 ml).
-
Rohes
Leu-Enkephalin, das auf diese Weise erhalten wurde, wurde mittels
HPLC analysiert und als zu 95% rein befunden. Die gleiche Reinheit
wurde für
eine Probe ermittelt, die an DMA-HMPA-OH
(0.75) Harz synthetisiert wurde. Tabelle 2 zeigt die HPLC-Daten für SLURPS-HMPA-OH
(1.5):
| Tabelle
2. HPLC-Daten für
Leu-Enkephalin, synthetisiert an SLURPS-HMPA-OH (1.5) Harz |
| Peak | Ret.-Zeit
(min) | Breite
(min) | Fläche (mAU·min) | Fläche/Peakfläche (Zeit)
% | Höhe (mAU) |
| 1 | 4,52 | 0,14 | 0,0342 | 0,06 | 0,421 |
| 2 | 5,66 | 0,15 | 0,0356 | 0,07 | 0,406 |
| 3 | 6,43 | 0,21 | 0,343 | 0,60 | 2,578 |
| 4 | 7,11 | 0,15 | 0,0422 | 0,08 | 0,49 |
| 5 | 9,65 | 0:11 | 0,2244 | 0,42 | 3,245 |
| 6 | 9,8 | 0,46 | 50,7759 | 94,51 | 504,058 |
| 7 | 10,41 | 0,19 | 0,2712 | 0,50 | 3,003 |
| 8 | 11,36 | 0,15 | 0,292 | 0,54 | 3,791 |
| 9 | 11,92 | 0,17 | 0,2464 | 0,46 | 2,917 |
| 10 | 12,72 | 0,12 | 0,0409 | 0,08 | 0,601 |
| 11 | 14,52 | 0,13 | 0,0375 | 0,07 | 0,532 |
| 12 | 14,87 | 0,17 | 0,4443 | 0,83 | 5,743 |
| 13 | 15,57 | 0,18 | 0,2401 | 0,45 | 2,889 |
| 14 | 19,21 | 0,27 | 0,1606 | 0,30 | 1,227 |
| 15 | 19,62 | 0,12 | 0,0393 | 0,07 | 0,588 |
| 16 | 19,98 | 0,21 | 0,1568 | 0,29 | 1,453 |
| 17 | 20,27 | 0,28 | 0,303 | 0,56 | 2,269 |
| 18 | 22,64 | 0,11 | 0,0362 | 0,07 | 0,505 |
-
Beispiel 17b: Synthese von Leu-Enkephalin
an SLURPS-HMPA-OH (8.5):
-
Für die Synthese
an SLURPS-HMPA-OH (8.5) wurden die folgenden Mengen verwendet: SLURPS-HMPA-OH
(8.5) (4,0 mmol/g) (0,5 g, 2,0 mmol).
- 1. Aminosäureanheftung:
Fmoc-Leu-OH (2,12 g), DIPCDI (1,25 ml) und DMAP (eine sehr kleine
Menge, ~25 mg) (zweimal durchgeführt).
Nachfolgende
Aminosäuren:
Fmoc-Phe-OH (1,94 g), Fmoc-Gly-OH (1,49 g), Fmoc-Gly-OH (1,49 g)
und Fmoc-Tyr(tBut)-OH (2,30 g). TBTU (jeweils
1,51 g) und DIPEA (jeweils 1,03 ml).
-
Rohes
Leu-Enkephalin, das auf diese Weise erhalten wurde, wurde mittels
HPLC analysiert und als zu 79% rein befunden. Für eine Probe, die an DMA-HMPA-OH
(0.75) Harz synthetisiert wurde, wurde eine Reinheit von 95% ermittelt. Tabelle 3 zeigt die HPLC-Daten für SLURPS-HMPA-OH
(8.5):
| Tabelle
3. HPLC-Daten für
Leu-Enkephalin synthetisiert an SLURPS-HMPA-OH (8.5) Harz |
| Peak | Ret.-Zeit
(min) | Breite
(min) | Fläche (mAU·min) | Fläche/Peakfläche (Zeit)
% | Höhe (mAU) |
| 1 | 6,24 | 0,2 | 0,3381 | 0,39 | 2,87 |
| 2 | 6,9 | 0,18 | 0,2149 | 0,25 | 2,349 |
| 3 | 8,61 | 0,2 | 0,7611 | 0,87 | 8,424 |
| 4 | 9,31 | 0,13 | 0,522 | 0,6 | 6,315 |
| 5 | 9,47 | 0,55 | 69,2412 | 78,98 | 542,055 |
| 6 | 10,11 | 0,21 | 0,914 | 1,04 | 9,528 |
| 7 | 10,39 | 0,16 | 0,2111 | 0,24 | 2,098 |
| 8 | 10,68 | 0,16 | 0,2097 | 0,24 | 2,069 |
| 9 | 10,85 | 0,16 | 0,2523 | 0,29 | 2,833 |
| 10 | 11,14 | 0,21 | 1,4424 | 1,65 | 16,133 |
| 11 | 11,71 | 0,22 | 1,106 | 1,26 | 11,871 |
| 12 | 12,56 | 0,24 | 0,4116 | 0,47 | 4,133 |
| 13 | 14,73 | 0,43 | 4,969 | 5,67 | 25,053 |
| 14 | 15,26 | 0,26 | 3,1848 | 3,63 | 32,408 |
| 15 | 15,76 | 0,17 | 0,4763 | 0,54 | 4,633 |
| 16 | 15,92 | 0,14 | 0,7438 | 0,85 | 8,208 |
| 17 | 16,1 | 0,26 | 1,6975 | 1,94 | 12,109 |
| 18 | 16,45 | 0,26 | 0,4437 | 0,51 | 3,689 |
| 19 | 17,16 | 0,18 | 0,2017 | 0,23 | 2,129 |
| 20 | 23,32 | 0,18 | 0,333 | 0,38 | 3,431 |
-
Beispiel 18:
-
Synthese von Poly[(Maleinsäureanhydrid)-co-(2,3-dihydrofuran)]:
-
THF
(40 ml) wurde durch Einsprudeln von N2 für 30 Minuten
bei Raumtemperatur durch die Lösung von
Sauerstoff befreit. Maleinsäureanhydrid
(1,0 g, 10 mmol), 2,3-Dihydrofuran (0,70 g, 10 mmol) und AIBN (25
mg) wurden zu der von Sauerstoff befreiten Lösung hinzugegeben. Die Lösung wurde
gerührt
und für
24 Stunden unter N2-Atmosphäre auf 60°C erhitzt.
Die Lösung
wurde im Vakuum auf 7 ml konzentriert und langsam zu Hexan (200
ml) hinzugegeben. Der präzipitierte
Feststoff wurde mittels Absaugen filtriert und wiederum in THF (7
ml) gelöst
(diese Prozedur wurde zweimal wiederholt). Dieser Präzipitationsprozess
wurde unter Verwendung von Wasser (100 ml) anstelle von Hexan wiederholt.
Der abfiltrierte Feststoff wurde schließlich im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 30% an endgültigem
getrocknetem Polymer. Die NMR zeigte 40% Einbau von Maleinsäureanhydrid
und 60% Einbau von 2,3-Dihydrofuran.
1H-NMR
(270 MHz, CD3COCD3), ⌈ (ppm):
4,9-4,1 (m, 0,49H); 4,1-3,6 (breites s, 0,98H); 3,4-2,6 (m, 0,68H); 2,5-2,1
(breites s, 0,41H); 2,1-1,8 (breites s, 0,8H).
-
Beispiel 19:
-
Synthese von Poly[(N-maleimido-glycin-methylester)-co-(1,4-butandiol-vinylether)]:
-
THF
(40 ml) wurde durch Einsprudeln von N2 für 30 Minuten
bei Raumtemperatur durch die Lösung von
Sauerstoff befreit. N-Maleimido-glycinmethylester (1,7 g, 10 mmol),
1,4-Butandiolvinylether (1,2 g, 10 mmol) und AIBN (25 mg) wurden
zu der von Sauerstoff befreiten Lösung hinzugegeben. Die Lösung wurde
für 24
Stunden bei 60°C
unter N2-Atmosphäre gerührt. Die Lösung wurde im Vakuum auf 7
ml konzentriert und langsam zu Hexan (200 ml) hinzugegeben. Der
präzipitierte
Feststoff wurde mittels Absaugen filtriert und wiederum in THF (7
ml) gelöst
(diese Prozedur wurde zweimal wiederholt). Dieser Präzipitationsprozess
wurde unter Verwendung von Wasser (100 ml) anstelle von Hexan wiederholt.
Der abfiltrierte Feststoff wurde schließlich im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 45% an endgültigem
getrocknetem Polymer. Die NMR zeigte 66% Einbau von N-Maleimido-glycinmethylester
und 33% Einbau von 1,4-Butandiolvinylether.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3), ⌈ (ppm): 4,20
(breites s, 0,75H); 3,71 (breites s, 0,9H), 3,54 (breites s, 0,8H); 3,2-2,4
(m, 0,6H); 2,3-1,4 (m, 1H).
-
Beispiel 20:
-
Synthese von Poly-net-[(Maleinsäureanhydrid)-co-(butylvinylether)-co-(1,4-butandiol-divinylether)]:
-
In
einem versiegelten Gefäß wurden
Maleinsäureanhydrid
(3,5 g, 35 mmol), Butylvinylether (3,5 g, 35 mmol) und 1,4-Butandiol-Divinylether
(2 Mol-% Vernetzer, 200 mg, 1,40 mmol) in THF (16 ml) gelöst. Das
Reaktionsgemisch wurde durch Einsprudeln von Stickstoff für 15 Minuten
von Sauerstoff befreit. Danach wurde AIBN (150 mg), gelöst in THF
(2 ml), zu dem Gefäß hinzu
gegeben, und die Entfernung von Sauerstoff wurde für weitere
5 Minuten fortgesetzt. Schließlich
wurde das versiegelte Gefäß bei 60°C in ein
Wasserbad gestellt und dort belassen, bis die Gelbildung erfolgte,
sowie zwei weitere Stunden, um den Abschluss der Reaktion sicherzustellen.
Das gebildete Polymer wurde abfiltriert und mehrere Male gewaschen
(DCM, Aceton, THF, Ethylacetat, Hexan) und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute des endgültigen
getrockneten Gels: 66% an Makrogel.
1H-NMR
(270 MHz, CD3COCD3), ⌈ (ppm):
4,05 (Schulter, CH-O); 3,54 (breites s, 0,50H, CH-O); 1,95 (Schulter, CHCO);
1,30 (Schulter, CH2C-O), 0,92 (breit, 1,6H,
CH2C-O)
13C-NMR
(67,5 MHz, CD3COCD3), ⌈ (ppm):
171,0 (breit, C=O); 75,4 (CH-O); 69,9 (CH-O); 49,4 (breit, CH-CO); 40,2
(CH2); 37,3 (CH2);
34,6 (CH2); 19,1 (CH2);
13,4 (CH3)
-
Beispiel 21:
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Synthese von Poly-net-[(Maleinsäureanhydrid)-co-(4-acetoxybutylvinylether)-co-(1,4-butandiol-divinylether)]:
-
In
einem versiegelten Gefäß wurden
Maleinsäureanhydrid
(3,5 g, 35 mmol), AcBDVE (5,5 g, 35 mmol) und 1,4-Butandiol-Divinylether
(2 Mol-% Vernetzer, 200 mg, 1,40 mmol) in THF (16 ml) gelöst. Das
Reaktionsgemisch wurde durch Einsprudeln von Stickstoff für 15 Minuten
von Sauerstoff befreit. Danach wurde AIBN (150 mg), gelöst in THF
(2 ml), zu dem Gefäß hinzu
gegeben, und die Entfernung von Sauerstoff wurde für weitere
5 Minuten fortgesetzt. Schließlich
wurde das versiegelte Gefäß bei 60°C in ein
Wasserbad gestellt und dort belassen, bis die Gelbildung erfolgte,
sowie zwei weitere Stunden, um den Abschluss der Reaktion sicherzustellen.
Das gebildete Polymer wurde abfiltriert und mehrere Male gewaschen
(DCM, Aceton, THF, Ethylacetat, Hexan) und im Vakuum getrocknet.
-
Beispiel 22:
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Kationische Polymerisation von Butylvinylether
(BuVE) und 1,4-Butandiol-Divinylether (BDDVE):
-
In
einen getrockneten 50 ml-Rundbodenkolben unter Stickstoff bei Raumtemperatur
wurden getrocknetes Toluol (10 ml), Butylvinylether (BuVE) (6,871
g, 68,60 mmol) und 1,4-Butandiol-Divinylether
(BDDVE) (200 mg, 1,40 mmol, 2% Vernetzer) gegeben. Es wurde HI (0,1
mmol) in Hexan (0,2 ml) hinzugegeben, gefolgt von I2 (50
mg, 0,20 mmol), und man ließ das
Gemisch für
2 Stunden unter Stickstoff stehen, nachdem die Gelbildung erfolgt
war. Danach wurde gekühltes
NH3 (35% in H2O,
0,88 g/ml; 0,5 ml) in MeOH (4 ml) hinzugegeben. Man ließ das Gemisch
sich auf Raumtemperatur erwärmen,
filtrierte und wusch mehrere Male mit Dichlormethan, Tetrahydrofuran,
Ethanol, Aceton, Ethylacetat und Diethylether. Das endgültige Gel
wurde unter Vakuum getrocknet. Der schließliche Feststoff ist ein gebrochen
weißer,
klebriger Feststoff, der an Glas und Kunststoffen, nicht jedoch
an Metallen anhaftet. Umsetzung: 100% des Ausgangsmaterials wurden
in polymere Strukturen umgesetzt, wie mittels NMR und GC-Analyse
des Rohfiltrats überwacht.
Ausbeute an Gel: > = 70%
Makrogel (der Rest sind Mikrogele, die von dem Makrogel abgetrennt
wurden). Diese Materialien sind auch nützlich als ein abweichendes
Format des gleichen Trägers,
und ihre Synthese kann optimiert werden, wie es Fachleuten bekannt
ist.
-
Zusammenfassende Aspekte:
-
Einige
zusammenfassende Aspekte der vorliegenden Erfindung werden nun durch
die Ansprüche
1 bis 21 definiert.