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Diese
Erfindung betrifft die Entfernung von Verunreinigungen aus einem
verunreinigten Gas- oder Dampfstrom. Insbesondere betrifft die Erfindung ein
Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Entfernen von Verunreinigungen
aus einem verunreinigten Gas- oder Dampfstrom, sowie einer Kochinstallation.
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Die
DE-A-4330912 offenbart
eine Dampfextraktions- und Dampfseparationsvorrichtung, die einen
sich drehenden Körper
in der Form einer Scheibe umfasst, durch die zu reinigende Luft
in axialer Richtung hindurchgeführt
wird. Die den Dampf ausbildenden Partikel werden durch einen den
sich drehenden Körper
füllenden
Filter verlangsamt und durch den Effekt der Zentrifugalkraft in
radialer Richtung abgelenkt und durch den sich drehenden Körper in
radialer Richtung ausgegeben.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Entfernen von
Verunreinigungen aus einem verunreinigten Gas- oder Dampfstrom zur
Verfügung
gestellt, welches das Hindurchführen eines
verunreinigten Gas- oder Dampfstroms durch ein Bett gewellter Separationsmedien
in einer Richtung nach oben beinhaltet; das Ermöglichen, dass eine Verunreinigung
im verunreinigten Gas- oder Dampfstrom sich auf dem Separationsmedium
ansammelt, wenn der Gas- oder Dampfstrom durch das Bett von Separationsmedien
hindurchtritt, wodurch die Verunreinigungen aus dem Gas- oder Dampfstrom
entfernt werden und somit der Gas- oder Dampfstrom gereinigt wird;
das Ermöglichen,
dass die Verunreinigungen, die sich an den Separationsmedien angesammelt
haben, von den Separationsmedien in eine Sammelzone hindurchtreten;
das Entfernen der Verunreinigungen aus der Sammelzone; und das Abziehen
eines gereinigten Gas- oder Dampfstroms aus dem Bett von Separationsmedien, dadurch
gekennzeichnet, dass (i) einige oder sämtliche gewellten Separationsmedien
eine längliche Form
aufweisen und eine Vielzahl von vollständigen Spiralen umfassen, so
dass sie dann jeweils spiralförmige
Separationsmedien sind; (ii) die Verunreinigungen sich auf den Separationsmedien
durch Tröpfchen
ansammeln, die gegen die gekrümmten
Oberflächen
der Separationsmedien auftreffen; und (iii) die Verunreinigungen
von den Separationsmedien in die Sammelzone dadurch hindurchtreten,
dass sie die gekrümmten
Medienoberflächen
herablaufen und von den Medien in die Sammelzone abtropfen.
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Während das
Verfahren gemäß der Erfindung
zumindest prinzipiell dazu verwendet werden kann, die Verunreinigungen
aus einem breiten Bereich verunreinigter Gas- oder Dampfströme zu entfernen,
wird es insbesondere dafür
vorgesehen, eine Anwendung in der Lebensmittelindustrie zu haben, um
Verunreinigungen wie etwa Fette und Öle aus verunreinigten Luftströmen zu entfernen,
die von Kochinstallationen emporsteigen.
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Die
Dicke des Separationsmedienbetts, d. h. die Dicke in der Richtung,
in der der Gas- oder Dampfstrom durch dieses hindurchtritt, kann
zwischen 3 cm und 15 cm, d. h. typischerweise zwischen 5 cm und
12 cm betragen.
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Mit
dem Begriff „gekrümmte Separationsmedien" werden Separationsmedien
bezeichnet, die Streifen umfassen, die so geformt sind, dass sie
die Form zumindest einer Teil-Ringellocke oder Spirale aufweisen.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung können
die gekrümmten
Separationsmedien jeweils eine Dimension oder Länge zwischen 3 mm und 30 mm, beispielsweise
von 15 mm bis 20 mm aufweisen. Typischerweise können die gekrümmten Separationsmedien
dann in der Form metallischer Späne,
beispielsweise von Aluminium- oder Stahlspänen vorliegen. Die Dicke der
Späne kann
kleiner als 1 mm und sogar kleiner als 0,5 mm, beispielsweise etwa
0,1 mm betragen, während
die Breite der Späne
zwischen 1 mm und 10 mm, beispielsweise etwa 5 mm betragen kann.
Der Radius der Krümmung
der Späne kann
zwischen 2 mm und 15 mm, beispielsweise etwa 8 mm betragen. Die
Länge der
metallischen Bänder,
die durch Begradigung der Späne
erhalten werden können,
kann zwischen 30 mm und 100 mm, beispielsweise zwischen 50 mm und
60 mm betragen. Die Späne
können
somit in der Form von Spiralen oder Ringellocken vorliegen. Die
Separationsmedien werden dann in unregelmäßiger Weise in dem Bett angeordnet.
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Einige
oder sämtliche
der gewellten Separationsmedien liegen in länglicher Form vor und umfassen
eine Vielzahl von vollständigen
Spiralen, so dass sie dann jeweils ein spiralförmiges Separationsmedium darstellen.
Jedes spiralförmige
Separationsmedium kann dann einen konstanten Durchmesser über seine
Länge aufweisen.
Die spiralförmigen
Separationsmedien können
dann in regulärer
Weise oder in einem Muster innerhalb des Betts angeordnet sein. Somit
können
sich die spiralförmigen
Separationsmedien parallel zueinander in dem Bett erstrecken und
die Richtung der Bewegung oder des Durchgangs des Gas- oder Dampfstroms
durch das Bett hindurch kann orthogonal zu den Längsachsen der spiralförmigen Separationsmedien
stehen. Somit kann das Bett eine Vielzahl von Schichten spiralförmiger Separationsmedien
umfassen, wobei jede Schicht eine Vielzahl von benachbart zueinander platzierten,
d. h. in einander anstoßender
Beziehung zueinander stehender, Separationsmedien umfasst.
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Jede
Schicht aus Separationsmedien kann somit auf der darunter angeordneten
Schicht aus Separationsmedien ruhen. Benachbarte Separationsmedien
in einer Schicht können
gegenläufig
sein, d. h., dass deren Spiralen sich in entgegengesetzten Richtungen
drehen oder erstrecken. Sämtliche
spiralförmigen
Separationsmedien einer speziellen Schicht können den gleichen Durchmesser
und die gleiche Länge
aufweisen. In einer Ausführungsform können sämtliche
spiralförmigen
Separationsmedien sämtlicher
Schichten den gleichen Durchmesser und die gleiche Länge aufweisen.
Medien mit kleinerem Durchmesser können dann, wenn erwünscht, an
den Seiten einiger der Reihen vorgesehen sein, um Leerstellen auf
den Seiten der Reihen auszufüllen.
In einer anderen Ausführungsform
jedoch können
die Separationsmedien abwechselnder Schichten den gleichen Durchmesser
D1 aufweisen, während die Separationsmedien
von den Zwischenschichten den gleichen Durchmesser D2 aufweisen
können,
wobei D1 sich von D2 unterscheidet.
Andere Kombinationen von Separationsmedien unterschiedlicher Durchmesser
können
falls gewünscht
verwendet werden.
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Der
Gas- oder Dampfstrom kann bei einer erhöhten Temperatur vorliegen,
wobei die Verunreinigung in kondensierter Dampfform und/oder in
der Form feiner Tröpfchen,
die im Gas- oder Dampfstrom enthalten oder verteilt sind, vorliegen.
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Wenn
der verunreinigte Gas- oder Dampfstrom ein verunreinigter Luftstrom
ist, der von einer Kochinstallation emporsteigt, wird der Luftstrom
somit heiß sein
und typischerweise eine Temperatur von etwa 170°C aufweisen. Die Verunreinigungen
im heißen
Luftstrom werden dann Fette und/oder Öle sein, die in dem verunreinigten
Luftstrom in der Form feiner Tröpfchen
und/oder in Dampfform vorliegen. Wenn der heiße verunreinigte Luftstrom
durch das Bett gewellter Separationsmedien hindurchtritt, treffen
die Tröpfchen
auf die gekrümmten
Oberflächen der Medien
auf, verlaufen dann entlang der Medienoberflächen nach unten und tropfen
von den Medien in die Sammelzone hinein. Jede dampfförmige Verunreinigung
kann auf den Separationsmedien kondensieren, entlang der Medienoberflächen herablaufen
und von den Medien in die Sammelzone hinein abtropfen.
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Der
verunreinigte Gas- oder Dampfstrom kann dann ein Abgas-Dampf sein,
der von einem Haushaltkocher, kommerziellen oder industriellen Kocher
emporsteigt.
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Insbesondere
kann das Verfahren jedoch vor dem Hindurchtreten der heißen, verunreinigten
Luft, die von dem Kocher emporsteigt, durch das Bett gewellter Separationsmedien
die Hinzumischung von kalter Luft zu der heißen verunreinigten Luft beinhalten.
Die kalte Luft wird dazu dienen, alle dampfförmigen Fette und Öle in der
verunreinigten Luft zu kondensieren, so dass sie in mitfliegende
Flüssigkeitströpfchen umgewandelt
werden, bevor sie in das Bett von Separationsmedien eintreten.
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Das
Verfahren kann ebenso das Hindurchtreten eines gereinigten Gas- oder Dampfstroms durch
einen Wäscher
zum Entfernen einer unerwünschten
Substanz wie etwa Ammoniak und/oder das Hindurchtreten durch einen
biologischen Filter zur Entfernung einer Substanz wie etwa Schwefel
vor dem Ausgeben des behandelten Gas- oder Dampfstroms in die Atmosphäre beinhalten.
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Insbesondere
kann der verunreinigte Gas- oder Dampfstrom linear in einer Richtung
nach oben durch das Bett aus Separationsmedien hindurchtreten. Die
lineare Geschwindigkeit des Gas- oder Dampfstroms durch das Bett
kann bis zu 6 m/s betragen und liegt vorzugsweise bei etwa 3,2 m/s.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Entfernen
von Verunreinigungen aus einem verunreinigten Gas- oder Dampfstrom
zur Verfügung
gestellt, welche eine Gas-/Dampfkammer, einen Gas-/Dampfeinlass,
der in die Kammer hineinführt,
einen Gas-/Dampfauslass,
der von der Kammer herausführt,
Separationsmittel, die in Nähe
des Gas-/Dampfeinlasses platziert sind, beinhaltet, wobei die Separationsmittel
ein Bett gewellter Separationsmedien umfasst, wobei die Separationsmittel
so angepasst sind, dass ein verunreinigter Gas- oder Dampfstrom,
der in die Kammer hineintritt, durch das Bett gekrümmter Separationsmedien
in eine Richtung nach oben hindurchtritt, wobei die gewellten Separationsmedien
so agieren, dass sie die Verunreinigungen aus dem Gas oder Dampf entfernen,
wenn der Gas- oder Dampfstrom durch das Bett hindurchtritt, sowie
Sammelmittel zum Sammeln der Verunreinigungen, die auf den Separationsmedien
sich angesammelt haben, dadurch gekennzeichnet, dass (i) einige
oder sämtliche
der gewellten Separationsmedien eine längliche Form aufweisen und
eine Vielzahl von vollständigen
Spiralen umfassen, so dass sie dann jeweils spiralförmige Separationsmedien
sind, so dass sich die Verunreinigungen auf den Separationsmedien
durch Tröpfchen
ansammeln, die gegen die gekrümmten
Oberflächen
der Separationsmedien auftreffen; und die Verunreinigungen von den
Separationsmedien in die Sammelzone hinein dadurch verlaufen, dass
sie die gekrümmten
Medienoberflächen
hinablaufen und von den Medien in die Sammelzone hinein abtropfen.
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Die
Kammer kann durch eine Vielzahl von Wänden definiert sein. Somit
kann eine vordere Wand, eine rückwärtige Wand,
die von der vorderen Wand beabstandet ist, obere und untere Wände sowie
ein Paar von zueinander beabstandeten Seitenwänden, die zwischen den vorderen,
unteren, rückwärtigen und
oberen Wänden
platziert sind, vorgesehen sein. Der Gas-/Dampfeinlass kann in der
vorderen Wand vorgesehen sein, während
der Gas-/Dampfauslass dann in einer der anderen Wände vorgesehen
sein wird. Die vordere Wand kann von der oberen Wand zur unteren
Wand nach unten und innen geneigt sein, so dass sie dann unter einem Winkel
zur Vertikalen geneigt ist. Die vordere Wand kann eben sein.
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Das
Separationsmittel kann eine Halterung umfassen, die das Separationsmedienbett
hält. Die Halterung
kann eine Basis, ein von der Basis beabstandetes Dach sowie ein
Paar zueinander beabstandeter Seiten zwischen dem Dach und der Basis umfassen.
Die Basis, das Dach und die Seiten können in der Form von Platten
vorliegen. An der Vorderseite der Halterung kann die Basis, das
Dach und die Seitenplatten eine Gas-/Dampfeinlassöffnung definieren, während ein
Gas-/Dampfauslassöffnung durch
die Basis, das Dach und die Seitenplatten an der Rückseite
der Halterung definiert sein kann. Die Einlass- und Auslass-Öffnungen
können
durch offene Abdeckungen, beispielsweise Stücken eines Netzes oder Gitters,
die das Separationsmedienbett an Ort und Stelle halten, abgedeckt
sein.
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Die
gewellten Separationsmedien sowie das Bett gewellter Separationsmedien
kann wie oben beschrieben ausgestaltet sein.
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Die
Halterung kann wieder entfernbar innerhalb der Kammer befestigt
sein. Insbesondere kann sie wieder entfernbar im Gas-/Dampfeinlass
der Kammer befestigt sein, so dass dessen Platten sich transversal,
vorzugsweise orthogonal in Bezug auf die Kammer-Vorderwand erstrecken.
Sie werden somit unter einem Winkel zur Horizontale so platziert sein,
dass ein verunreinigter Gas-/Dampfstrom, der in die Gas-/Dampfeinlassöffnung der
Halterung eintritt, nach oben und vorzugsweise linear durch das Separationselement
vor dem Austritt durch die Gas-/Dampfauslassöffnung der Halterung hindurchtritt.
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Die
Vorrichtung kann somit Befestigungselemente beinhalten, die die
Halterung wieder entfernbar an der Wand der Kammer befestigen. Die
Halterung kann in Nähe
zu ihrer Gas-/Dampfeinlassöffnung
mit einem nach außen
hervorstehenden Flansch versehen sein, der die Wand der Kammer um
den Gas-Dampfeinlass in der Kammerwand ergreift. Das Befestigungselement
kann dann Rückhaltemittel
zum Rückhalten
der Halterungs-Flansche an Ort und Stelle gegen die Kammerwand beinhalten. Vorzugsweise
kann das Rückhalteelement
ein Kanalelement an der Kammerwand zum Aufnehmen eines Bodenflanschs
der Halterung und einen federbeaufschlagten Clip, der so angepasst
ist, dass er einen oberen Flansch der Halterung wieder freigebbar
ergreift, umfassen.
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Das
Sammelelement kann eine Vertiefung umfassen, die unterhalb des Gas-/Dampfeinlasses der
Halterung des Separationsmittels platziert ist. Die Vertiefung kann
eine Basisplatte, ein Paar zueinander beabstandeter Seitenplatten
und eine vordere Platte umfassen, die die vorderen Kanten der Basis und
der Seitenplatten abschließt.
Die Basisplatte der Vertiefung kann somit fest, beispielsweise integral damit
ausgebildet, an der Basisplatte der Halterung stehen. In ähnlicher
Weise können
die Seitenplatten jeweils fest, beispielsweise durch eine integrale
Ausformung hiermit, an einer Seitenplatte der Halterung stehen.
Somit können
die Halterung und die Vertiefung in der Form einer Halterungs-/Vertiefungskombination
vorliegen.
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Die
Kammer kann einen Teil einer Luftsammelhaube ausbilden, die oberhalb
einer Kochvorrichtung, wie etwa eines Ofens, eines Grills, eines
Herds oder dergleichen platziert ist.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der Erfindung wird eine Kochinstallation zur Verfügung gestellt,
die eine Kochvorrichtung beinhaltet, auf der Lebensmittel gekocht
werden können;
eine Vorrichtung zum Entfernen der Verunreinigungen aus einem verunreinigten
Luftstrom oberhalb der Kochvorrichtung; sowie eine Luft-Extraktionsleitung,
die von einer Luftsammelhaube der Vorrichtung so wegführt, dass
der Einlass zu der Leitung in Wirkverbindung mit dem Gas-/Dampfauslass
in einer der Wände
der Luftsammelhaube steht; sowie ein Luft-Extraktionsmittel, das innerhalb
der Extraktionsleitung vorliegt oder mit dieser verbunden ist, gekennzeichnet
dadurch, dass (i) die Vorrichtung zum Entfernen der Verunreinigungen aus
dem verunreinigten Luftstrom in Übereinstimmung
mit der oben definierten Vorrichtung steht.
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Die
Kochvorrichtung kann insbesondere so angepasst sein, dass die Lebensmittel
darauf gegrillt werden können,
beispielsweise mittels einer Gasflamme. Beispielsweise kann die
Vorrichtung ein Gaskocher sein.
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Die
Leitung kann in der Form einer Führung vorliegen.
Das Extraktionsmittel kann ein Sauggebläse sein, das in der Führung befestigt
ist.
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Neben
heißem
Fett und einer Öllast
der Luft, die in die Separationsvorrichtung eingetreten ist, wird bei
der Verwendung ebenso kalte Luft von unterhalb der Haube eingesogen,
wobei die kalte Luft dazu dient, die Fette und Öle aus einer gasförmigen Form bei
hoher Temperatur, typischerweise etwa 170°C direkt oberhalb der Kochvorrichtung,
in eine flüssige Form
bei einer niedrigeren Temperatur, typischerweise zwischen der Umgebungstemperatur
und 100°C, beispielsweise
20°C bis
70°C, zu
kondensieren, wobei bei dieser Temperatur sämtliche Öle und Fette in flüssiger Form
vorliegen und wobei bei dieser Temperatur eine effiziente Separierung
der Öle
und Fette in dem Bett gewellter Separationsmedien ausgeführt werden
kann.
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Die
Erfindung wird nunmehr detaillierter unter Bezugnahme auf die beiliegenden
diagrammartigen Zeichnungen beschrieben.
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In
den Zeichnungen zeigt
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1 eine
Querschnittsansicht einer Kochinstallation gemäß der Erfindung;
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2 eine
vergrößerte dreidimensionale
Ansicht des Separationsmittels und der Vertiefung aus 1.
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In
den Zeichnungen kennzeichnet das Bezugszeichen 10 generell
eine Kochinstallation gemäß der Erfindung.
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Die
Kochinstallation 10 beinhaltet eine Luftsammelhaube, die
generell mit dem Bezugszeichen 12 versehen ist. Die Haube 12 beinhaltet eine
Luftsammelkammer, die generell mit dem Bezugszeichen 14 gekennzeichnet
ist. Die Kammer 14 wird von einer rückwärtigen ebenen Wand 16,
die typischerweise gegen eine vertikale Wand (nicht gezeigt) befestigt
ist, eine ebene obere Wand 18, die sich orthogonal zu der
rückwärtigen Wand 16 erstreckt,
einer Bodenwand 20, die sich parallel zur oberen Wand 18 erstreckt
und einer vorderen ebenen Wand 22, die von der oberen Wand 18 zur
Bodenwand 20 hin nach unten und innen geneigt ist, definiert.
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Eine
Luft-Auslassöffnung 24 ist
in der oberen Wand 18 mit einer Luftextraktionsleitung 26 versehen,
die von der oberen Wand 18 herausführt und in Wirkverbindung mit
der Luft-Auslassöffnung 24 steht. Eine
Platte 26, die mit der oberen Wand 18 der Luftkammer 14 integriert
ist, steht über
die vordere Wand 22 hervor und ist mit einem nach unten
geneigten Endabschnitt 28 versehen. Eine Luftsammelzone,
die generell mit dem Bezugszeichen 30 gekennzeichnet ist,
wird somit zwischen der vorderen Wand 22, der Platten 26 und
dem Endabschnitt 28 der Platte 26, mit der oberhalb
eines Kochers 32 platzierten Luftsammelzone 30 definiert.
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Ein
rechteckiger Lufteinlass, der generell mit dem Bezugszeichen 34 gekennzeichnet
ist, ist in der vorderen Wand 22 vorgesehen.
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Die
Installation 10 beinhaltet Separationsmittel, die generell
mit dem Bezugszeichen 40 versehen sind. Das Separationsmittel 40 umfasst
eine Halterung, die generell mit dem Bezugszeichen 42 versehen
ist. Die Halterung 42 umfasst eine Basisplatte 44, eine
Dachplatte 46, die von der Basisplatte 44 beabstandet
ist, sowie Seitenplatten 48, die die Basis- und Dachplatten
miteinander verbindet. An der Vorderseite der Halterung definieren
die Basis, die Dach- und Seitenplatten eine rechteckige Lufteinlassöffnung, die
generell mit dem Bezugszeichen 50 versehen ist, während eine
rechteckige Luftauslassöffnung,
die generell mit dem Bezugszeichen 52 versehen ist, von der
Basis, den Dach- und Seitenplatten der Rückseite der Halterung definiert
sind.
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Flansche 54 stehen
umfänglich
und nach außen
an der Lufteinlassöffnung 50 der
Halterung 42 hervor. In anderen Worten stehen die Flansche 54 von
den vorderen Kanten der Platten 44, 46 und 48 nach
außen
hervor.
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Die
Halterung 42 weist somit einen rechteckigen Querschnitt
auf und ist so bemessen, dass sie sanft in den Lufteinlass 34 in
der vorderen Wand 22 der Luftkammer 14 einpasst.
Deren Flansch 54 stößt somit
gegen die vordere Wand 22 um den Lufteinlass 34 herum
so an, dass die Platten 44, 46 und 48 sich orthogonal
zur vorderen Wand 22 erstrecken. Somit verläuft die
in den Lufteinlass 50 der Halterung 42 eintretende
Luft durch die Halterung 42 in einer Richtung nach oben,
um durch den Luftauslass 52 auszutreten.
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Das
Separationsmittel 40 beinhaltet ein Bett spiralförmiger Separationsmedien 56,
die sämtlich den
gleichen Durchmesser von typischerweise 20 mm aufweisen. Die Medien 56 bestehen
aus Metall, beispielsweise Stahl. Die spiralförmigen Separationsmedien 56 sind
somit in Schichten oder Reihen 57 innerhalb der Halterung 42 angeordnet.
Die Separationsmedien 56 sind so angeordnet, dass die Spiralen
der benachbarten Medien 56 in entgegengesetzter Richtung
sich drehen, d. h. gegenläufig
sind. An den Enden einiger der Reihen 27 dort, wo Spalten vorliegen,
sind spiralförmige
Separationsmedien 58 mit kleinerem Durchmesser platziert.
Typischerweise liegen die Durchmesser der spiralförmigen Separationsmedien 58 bei
etwa 6 mm. Die Separationsmedien 58 dienen dazu, die Separationsmedien 56 an
Ort und Stelle zu halten und dienen ebenso dazu, zu gewährleisten,
dass die durch das Bett hindurchtretende Luft nicht um das Bett
herum entlang der Spalten am Ende der Reihen 57 und gegen
die Halteplatten 44, 46 austreten kann.
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Das
Bett aus Separationsmedien 56, 58 wird an Ort
und Stelle mittels eines Gitters 60 gehalten, welches die
Einlassöffnung 50 der
Halterung 42 überspannt,
sowie mittels eines Gitters 62, welches die Luftauslassöffnung 52 der
Halterung 42 überspannt.
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Die
Installation 10 beinhaltet ebenso eine Vertiefung (Rinne),
die generell mit dem Bezugszeichen 70 versehen ist. Die
Vertiefung 70 beinhaltet eine Basisplatte 72,
eine vordere Platte 74 sowie Seitenplatten 76.
Die Basisplatte 72 ist integral mit der Basisplatte 44 der
Halterung 42 ausgestaltet, d. h. sie ist eine Verlängerung
der Basisplatte 44. Ähnlich
stehen die Seitenplatten 76 integral mit den Seitenplatten 48 der
Halter 42, so dass sie tatsächlich Verlängerungen der Seitenplatten 48 darstellen.
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Ein
Flansch 78 steht umfänglich
um die Halterung 42 an dessen Lufteinlassöffnung 50 hervor,
d. h. entlang der Linien dort, wo die Basisplatten 42, 72 und
die Seitenplatten 48, 76 aufeinandertreffen. Der Flansch 78 wird
typischerweise in seiner Position verschweißt.
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Die
Kombination aus Halterung 42 und Vertiefung 70 wird
an Ort und Stelle und gegen die vordere Platte 22 wie folgt
gehalten: Der Bodenflansch 78 wird in einer Nut- und Feder-Art
in einem Paar voneinander beabstandeter Kanalelemente 84 aufgenommen,
die an dem vorderen Paneel 22 befestigt sind. Der obere
Flansch 78 wird in Kontakt mit der vorderen Platte 22 vorgespannt
und wieder freigebbar an Ort und Stelle mittels eines Paars federbelasteter
drehbarer Clips 86 abgesichert, die von einer Betriebsposition,
in der sie von der vorderen Platte 22 hervorstehen und
den oberen Flansch 78 ergreifen, in einer Nichtbetriebsposition
(nicht gezeigt) verschwenkt werden können, in der sie von dem oberen Flansch 78 losgelöst sind.
Die Kombination aus Halterung 42 und Vertiefung 70 kann
dann entfernt werden, beispielsweise zum Leeren der Vertiefung.
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Bei
der Verwendung werden Lebensmittel auf dem Herd 32 gekocht.
Die Lebensmittel geben heiße
Fette und Öle
frei, die in der Form flüssiger Tröpfchen oder
dampfförmig
vorliegen, in den Luftraum 30 oberhalb des Kochfelds. Diese
Fette und Öle
werden zusammen mit heißer
Luft emporsteigen oder nach oben abgesogen, wobei das Ansaugen mittels
eines Lüfters
oder Gebläses 34 in
die Haube 12 hinein erfolgt. Die Luft wird mit kalter Luft
vermischt, die ebenso in den Raum 30 hineingesogen wurde.
Die verunreinigte Luft, d. h. die mit Fetten und Ölen belastete
Luft, verläuft
durch die Einlassöffnung 50 des
Separationsmittels 40 und trifft auf die spiralförmigen Separationsmedien 56, 58.
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Es
wird so bevorzugt, dass die in das Separationsmittel 40 eintretende
verunreinigte Luft eine Mischung aus heißer und kalter Luft umfasst,
die von unterhalb der Haube 12 eingesogen wurde, wobei
die kalte Luft dazu dient, die Fette und Öle aus einer gasförmigen Form
bei hoher Temperatur von typischerweise etwa 170°C direkt oberhalb des Kochfelds 32 in
eine flüssige
Form einer niedrigeren Temperatur von typischerweise zwischen Umgebungstemperatur und
100°C, beispielsweise
20°C bis
70°C, bei
der sämtliche Öle und Fette
in flüssiger
Form vorliegen und bei der deren Separation im Bett aus spiralförmigen Separationsmedien
ausgeführt
werden kann, überführt wird.
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Wenn
die verunreinigte Luft auf die spiralförmigen Separationsmedien 56, 58 auftrifft,
treffen die Tröpfchen
aus Fetten und Ölen,
die in der Luft enthalten sind, gegen die Oberflächen der Separationsmedien
auf, sammeln sich auf den gekrümmten
Oberflächen
der Separationsmedien an und verlaufen entlang dieser Oberflächen der
Separationsmedien nach unten und tropfen ab, um in der Vertiefung 70 gesammelt
zu werden. Von Zeit zu Zeit, beispielsweise einmal pro Tag, kann
die Kombination aus Separationsmitteln/Vertiefung durch Entfernen
der Clips, die diese an dem vorderen Paneel 22 befestigen,
entfernt werden, um die Fette und Öle, die sich in der Vertiefung 70 angesammelt
haben, zu entsorgen.
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Gereinigte
Luft, d. h. die im Wesentlichen frei von darin enthaltenen Ölen und
Fetten ist, tritt aus dem Separationsmittel 40 durch den
Auslass 52 aus, wird durch die Öffnung 24 in das Dach 18 der
Haube 12 hineingesogen und entlang der Führungen 26 abgezogen.
Sie kann dann durch einen Wäscher
dort hindurchtreten, wo sie mit Wasser gewaschen wird, um Ammoniak
zu entfernen. Sie kann ebenso in einen (nicht gezeigten) biologischen
Filter verlaufen, wo Schwefelmischungen wie etwa Mercaptane entfernt
werden kann. Danach kann sie in die Luft abgegeben werden.
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Es
wird bevorzugt, dass die Luft in einer Richtung nach oben und im
Wesentlichen linear, wie dies beim Bezugszeichen 80 gekennzeichnet
ist, durch das Bett aus Separationsmedien 56, 58 verläuft.
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Es
wird vermutet, dass dann, wenn die verunreinigte Luft in das Separationsmittel 40 durch
den Einlass 50 eintritt, eine Primärseparation der verflüssigten
Fette und Öle
in Tröpfchenform
innerhalb der ersten wenigen Reihen 57 der Separationsmedien 56, 58 eintritt,
wie dies in 1 angedeutet ist. Die Reihen 57 erstrecken
sich somit orthogonal zur Richtung des Luftwegs 80 durch
das Bett aus Separationsmedien. Typischerweise wird vermutet, dass
diese Primärseparation
in den ersten 2 bis 3 Reihen 57 der Separationsmedien 56, 58 auftreten
kann. Somit wird vermutet, dass das Gitter 60, das die Öffnung 50 abdeckt,
und die Separationsmedien in diesen ersten wenigen Reihen 57 aufgrund
der in diesen Separationsmedien auftretenden Kondensation sowie
aufgrund der Tatsache, dass die Tröpfchen, die sich auf den Medien
angesammelt haben und von einem Separationsmedium 56, 58 zum
Separationsmedium unterhalb diesem nach unten hindurchtreten, nass bleiben.
Dies gewährleistet,
dass die kondensierten Flüssigkeiten,
d. h. die verflüssigten
Fette und Öle, die
sich auf den Separationsmedien angesammelt haben, auf den Oberflächen zurückgehalten
werden und langsam entlang ihres Wegs nach unten durch die Reihen 57 der
Separationsmedien verlaufen. Am untersten Separationsmedium 56 an
der Vorderseite der Halterung 42 wird vermutet, dass ein
Strudel erzeugt wird, der den Durchgang der Fette und Öle in die
Vertiefung 74 hinein erhöht. Vorteile hierbei sind die,
dass die Separationsmedien 56, 58 auf die Rückseite
der Halterung 42 mehr oder weniger trocken bleiben, was
eine effektive Sekundärseparation
der verbleibenden Fette und Öle,
die immer noch in der Luft vorliegen, nachdem diese durch die Anfangsschichten 82 der
Separationsmedien hindurchgetreten sind, gewährleistet. Zusätzlich wird
die nasse „Filterfläche", die durch die ersten
wenigen feuchten Reihen 57 der Separationsmedien 56, 58 bereitgestellt
werden, bei dem Einfangen von Kohlenstoff und anderen Feststoffpartikeln
helfen, die in der Luft vorliegen, was bewirkt, dass diese am vorderen
Gitter 60 und an den Separationsmedien 56, 58 in
den Reihen 57 anhaften und mit den kondensierten Flüssigkeiten (Fette
und Öle)
nach unten abgewaschen werden, was gewährleistet, dass die Separationsmedien 40 insgesamt
sauberer bleiben.
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Typischerweise
liegt die lineare Geschwindigkeit der Luft durch das Separationsmittel 40 in
der Größenordnung
von 3,2 m/s. Auf die die Auslassöffnung 52 in
der Halterung 42 austretende Luft wird jedoch eine drastische
Reduzierung der Geschwindigkeit aufgrund der Größe der Luftkammer 14 ausgeübt. Dies
wird, so wird vermutet, zur Verhinderung beitragen, dass Fett- und Öltröpfchen vom
Separationsmittel 40 in die Kammer 14 übertragen
werden.
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Es
wird ebenso vermutet, dass die Kombination aus Separationsmittel 40/Vertiefung 74 die
Instandhaltung erleichtern wird. Beispielsweise kann die Kombination
nicht unkorrekt aufgrund der Clips, die diese in Position halten,
angesetzt werden. Zweitens ist es leicht, diese zu entfernen, zu
reinigen und wieder zu installieren. Zusätzlich ist eine dichte Abdichtung
durch die Flansche 54, 78 gegen das vordere Paneel 22 vorgesehen.
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Es
wird ebenso vermutet, dass der Druckabfall durch das Bett der spiralförmigen Separationsmedien 56, 58 hindurch
aufgrund der geraden Richtung des Stroms der Luft durch das Bett
hindurch nach oben sehr gering wird. Dies wird, so wird vermutet, die
Separation erhöhen.
Zusätzlich
kann aufgrund dieses vergleichsweise geringen Druckabfalls ein vergleichsweise
billiger Lüfter
oder ein billiges Gebläse
verwendet werden. Die Luftgeschwindigkeit durch das Separationsmittel 40 hindurch
kann vergleichsweise niedrig sein.
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Es
wird weiterhin vermutet, dass die verwendete niedrige Luftgeschwindigkeit
sowie die Tatsache, dass die Separationsmedien in den Reihen 82 kontinuierlich
mit Flüssigkeit
beschichtet sind, zu niedrigen Geräuschniveaus führen wird,
so dass die Installation 10 während des Betriebs vergleichsweise ruhig
sein wird. Somit liegt die Luftstromrate durch das Bett hindurch
typischerweise bei 3,2 m/s, wobei ein oberer Grenzwert 6 m/s ist,
um ein exzessives Geräusch
und einen exzessiven Druckabfall zu verhindern.
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Das
Bett aus Separationsmedien 56, 58 bildet ebenso
eine Flammbarriere in dem Fall aus, dass die gekochten Lebensmittel
sich auf dem Kochfeld 32 entzünden. Die Vertiefung 70,
die entflammbare Fette und Öle
enthält,
ist somit stromaufwärts
des Separationsmedienbetts platziert, so dass im Wesentlichen keine
brennbaren Fette und Öle
stromabwärts des
Separationsmedienbetts auffindbar sind, was einen zusätzlichen
Sicherheitsfaktor darstellt.