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DE10209693B4 - Absaughaube zum Reinigen von abgesaugter Abluft - Google Patents

Absaughaube zum Reinigen von abgesaugter Abluft Download PDF

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Abstract

Absaughaube für Dunst und andere Luftinhaltsstoffe zum Reinigen abgesaugter Abluft mit einem einen Lufteinlass aufweisenden Gehäuse, einem Lufteinlasskanal, der an der Front- und Rückseite von im wesentlichen bogenförmig zumindest abschnittsweise gekrümmten Flächen begrenzt ist, bei dem die Querschnittsfläche in einem Bereich hinter der Lufteinlassöffnung größer als die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals ist und der eine unten angeordnete Sammelrinne mit einem Abfluss für Reinigungsflüssigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt der bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Frontfläche (9) des Lufteinlasskanals (8) als unten angeordnete Sammelrinne (11) ausgeführt ist und dass die Sammelrinne abklappbar ausgeführt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Absaughaube für Dunst und andere Luftinhaltsstoffe zum Reinigen abgesaugter Abluft mit einem einen Lufteinlass aufweisenden Gehäuse einem Lufteinlasskanal, der an der Front- und Rückseite von im Wesentlichen bogenförmig zumindest abschnittsweise gekrümmten Flächen begrenzt ist, bei dem die Querschnittsfläche in einem Bereich hinter der Lufteinlassöffnung größer als die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals ist und der eine unten angeordnete Sammelrinne mit einem Abfluss für Reinigungsflüssigkeit aufweist.
  • Sobald größere Mengen an Abluft beispielsweise mittels Dunstabzugshauben vom Entstehungsort abgeführt werden, stellt sich das Problem einer möglichst raschen und effektiven Reinigung der abgeführten Abluft. Insbesondere bei Großküchen oder der industriellen Verarbeitung von Nahrungsmitteln fallen große Mengen von Abluft an, die neben einem erheblichen Anteil an Wasserdampf auch große Mengen von Kondensat und Schwebeteilchen mit sich führt. Die Kondensattröpfchen und Schwebeteilchen schlagen sich während des Abtransports der Abluft an allen zugänglichen Oberflächen nieder und führen zu einer erheblichen Verschmutzung sowohl der Dunstabzugshaube als auch der dahinter liegenden Abluftkanäle.
  • Vor allem über Kochstellen, bei denen offenes Feuer oder zumindest eine große Hitzeentwicklung auftreten können, besteht die bedrohliche Gefahr, dass sich beim Abtransport der Abluft niederschlagende fetthaltige Ablagerungen entzünden und zu einem nur schwer löschbaren Brand führen. Übliche Absaughauben sind deshalb mit besonderen konstruktiven Merkmalen oder zusätzlichen Vorrichtungen versehen, die eine Brandgefahr reduzieren sollen.
  • Für die Reinigung der abgesaugten Abluft sind üblicherweise spezielle Filtersysteme wie beispielsweise Prallabscheider vorgesehen. Durch die mehrfache Umlenkung der hindurch strömenden Abluft wird oftmals eine ausreichende Reinigungswirkung erzielt. Prallabscheider bewirken jedoch regelmäßig einen hohen Strömungswiderstand und infolgedessen eine verminderte Absaugleistung sowie einen erhöhten Geräuschpegel. Wird die Absaugleistung durch ein stärkeres Gebläse erhöht, so erhöht sich der durch das Gebläse sowie durch die Luftströmung verursachte Lärm zusätzlich.
  • Es sind Dunstabzugshauben bekannt ( US 3 616 744 A ) bei denen die Ablauft durch einen dichten Sprühregen von Reinigungsflüssigkeit, meistens Wasser, hindurch geführt wird. Dabei wird ein erheblicher Anteil der von der Abluft mitgeführten Kondensattröpfchen und Schwebeteilchen ausgewaschen und zusammen mit der versprühten Reinigungsflüssigkeit abgeführt. Einderartiges Reinigungsverfahren funktioniert jedoch nur dann zufriedenstellend, wenn die Strömungsgeschwindigkeit der abtransportierten Abluft ausreichend gering ist, so dass die mitgeführten Kondensattröpfchen von dem Sprühregen der Reinigungsflüssigkeit ausgewaschen werden und nicht etwa eine zu schnell strömende Abluft einen Großteil des mitgeführten Kondensats behält und zusätzlich einen Teil des Sprühregens der Reinigungsflüssigkeit mit sich reißt.
  • Oftmals wird eine Kombination der beiden Reinigungsverfahren vorgesehen, so dass die Abluft zunächst durch einen Prallabscheider geführt wird, der die Strömungsgeschwindigkeit erheblich reduziert und anschließend noch in der Abluft enthaltene Kondensattröpfchen durch einen Sprühregen aus Reinigungsflüssigkeit ausgewaschen werden. Der Prallabscheider führt jedoch zu einer reduzierten Absaugleistung und muss in Abständen gereinigt werden.
  • Wegen der sich unvermeidbar niederschlagenden Ablagerungen muss eine Absaughaube und gegebenenfalls die dahinter liegenden Abluftkanäle zumindest in Abständen gereinigt werden. Durch spezielle Filtersysteme, die eingangsseitig in der Absaughaube angeordnet sind, wird deshalb ein möglichst großer Anteil der in der Abluft enthaltenen Verunreinigungen herausgefiltert. Dabei sind die überwiegend eingesetzten Prallabscheider, an denen sich große Mengen an Kondensat und fetthaltigen Ablagerungen niederschlagen, auch wegen der oftmals komplexen Konstruktion und Oberflächenstruktur nur schwer zu reinigen. Bei den meisten handelsüblichen Absaughauben ist deshalb vorgesehen, dass zumindest die Prallabscheider einfach entnommen und separat manuell gereinigt werden können.
  • Es sind Dunstabzugshauben bekannt ( US 5 662 097 A ), bei denen hinter dem Prallabscheider angeordnete Sprühvorrichtungen eine kontinuierliche Reinigung des Prallabscheiders auch während des Betriebs ermöglichen. Bei der in der Patentschrift US 4 231 769 A beschriebenen Dunstabzugshaube erstrecken sich Sprühlanzen parallel zu dem Prallabscheider und auch in den von der Dunstabzugshaube wegführenden Abluftkanal und ermöglichen eine kontinuierliche Reinigung der vom Sprühbereich der Sprühlanzen erfassten Flächen.
  • Eine andere Ausgestaltung solcher Dunstabzugshauben ist aus der US 3 628 311 A bekannt. Dort wird eine Abzugshaube für Dunst mit einer Sprüheinrichtung für Reinigungsflüssigkeit, bei der ein Lufteinlasskanal an der Front- und Rückseite von bogenförmigen Flächen begrenzt ist und seine Querschnittsfläche in einem Bereich hinter der Lufteinlassöffnung größer ist als diese und bei der der Lufteinlasskanal eine Sammelrinne für Reinigungsflüssigkeit aufweist, vorgestellt. Bei dieser Dunstabzugshaube wird die Abluft entlang einer Prallplatte umgelenkt und anschließend die Strömungsgeschwindigkeit verringert. Auf Grund der Zentrifugalkräfte schlagen sich mitgeführte Kondensattröpfchen in der Abluft im Bereich der Umlenkung an der Prallfläche, üblicherweise die Außenseite des Strömungskanals nieder. Da die Abluft nicht durch einen Prallabscheider hindurchgeführt wird, kann eine vergleichsweise hohe Strömungsgeschwindigkeit mit einfachen Mitteln und geringem Aufwand erreicht und aufrecht erhalten werden. Dadurch wird einerseits auf Grund der entsprechend höheren Zentrifugalkräfte im Bereich der Umlenkung die Abscheidung von Kondensattröpfchen verstärkt, andererseits wird die Abluft schneller und effektiver von dem Entstehungsort abtransportiert. Durch die verstärkte Abscheidung von Kondensat im Bereich der Umlenkung verschmutzt dieser Bereich besonders schnell. Durch die Sprühvorrichtung wird das Gehäuse kontinuierlich gereinigt. In der Praxis hat es sich aber gezeigt, dass insbesondere der Bereich der Umlenkung und die Sammelrinne regelmäßig von Hand gereinigt werden müssen, da das Kondensat durch die Reinigungsflüssigkeit nicht vollständig gebunden und abtransportiert wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es demzufolge, Absaughauben so auszugestalten, dass mit geringem konstruktiven Aufwand eine Reinigung der Absaughaube mit einfachen Mitteln durchführbar ist und eine Brandgefahr vermieden wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Absaughaube der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass ein Abschnitt der bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Frontfläche des Lufteinlasskanals als unten angeordnete Sammelrinne ausgeführt ist und dass die Sammelrinne abklappbar ausgeführt ist.
  • Die durch den Lufteinlasskanal eintretende Abluft wird durch die bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Flächen umgelenkt, kann aber mit im Wesentlichen unverminderter Geschwindigkeit durch den Lufteinlasskanal hindurch abgesaugt werden. Die in der Abluft mitgeführten Kondensattröpfchen und Schwebeteilen werden im Bereich der Luftumlenkung auf Grund der Zentrifugalkräfte nach außen transportiert und an den Innenflächen des Lufteinlasskanals abgelagert.
  • Da kein Prallabscheider verwendet wird und die abtransportierte Abluft nahezu ungehindert durch den Lufteinlass hindurch strömen kann, ist die dadurch bedingte Geräuschentwicklung weitgehend reduziert. Im Inneren der Absaughaube beispielsweise durch das Gebläse oder eine Sprühvorrichtung erzeugte Geräusche werden beim Austritt durch den Lufteinlasskanal im Umlenkungsbereich weitgehend reduziert und können nur mit wesentlich verringerter Schallintensität austreten.
  • Da die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals in Strömungsrichtung nach der Lufteinlassöffnung mindestens innerhalb eines Abschnitts erheblich vergrößert ist, wird ohne merklichen Strömungswiderstand die Strömungsgeschwindigkeit der abtransportierten Abluft deutlich verringert. Während eine hohe Strömungsgeschwindigkeit im Bereich der Umlenkung im Lufteinlasskanal zu einer hohen Reinigungswirkung führt, ist für das anschließende Ausfallen schwererer Partikel, beispielsweise Staubteilchen, eine möglichst geringe Strömungsgeschwindigkeit vorteilhaft. Diese wird bei einem zumindest abschnittsweise vergrößerten Kanalquerschnitt jedoch nicht durch einen erhöhten Strömungswiderstand mit den damit verbundenen Nachteilen bewirkt. Bei geeigneter Gestaltung der Absaughaube kann der gesamte Innenraum als Filter- und Niederschlagsfläche verwendet werden.
  • Durch die abschnittsweise Ausführung der bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Frontfläche als unten angeordnete Sammelrinne entfallen zusätzliche Material- und Herstellungskosten für eine gesondert ausgeführte Sammelrinne.
  • Dadurch, dass die Sammelrinne abklappbar ausgeführt ist, kann mit einfachen Mitteln und kostengünstig herstellbar ein Zugang in den Innenraum des Lufteinlasskanals und der gesamten Absaughaube ermöglicht werden. Durch diesen Zugang können beispielsweise Wartungsarbeiten an den im Innenraum der Absaughaube angeordneten Reinigungs- und Gebläsevorrichtungen vorgenommen werden. Auch wird eine manuelle Reinigung der Absaughaube und des Lufteinlasskanals ermöglicht, falls eine außergewöhnliche Verschmutzung auftritt oder größere Gegenstände wie beispielsweise Tücher oder dergleichen in das Innere der Absaughaube gesaugt werden.
  • Erfindungsgemäß ist weiter vorgesehen, dass im Gehäuseinneren eine Sprühvorrichtung für Reinigungsflüssigkeit angeordnet ist. Mittels eines Sprühkopfes oder mit mehreren gegebenenfalls rotierenden Düsen kann der Innenraum vollständig gereinigt werden. Der Lufteinlasskanal wird ausgehend von solchen Sprühvorrichtungen zur Lufteinlassöffnung hin immer enger, so dass über den gesamten Lufteinlasskanal eine ausreichende Reinigungswirkung beibehalten wird.
  • Insbesondere in dem Bereich in dem die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals in Strömungsrichtung nach der Lufteinlassöffnung mindestens innerhalb eines Abschnitts erheblich vergrößert ist, können zusätzliche Reinigungsvorrichtungen wie beispielsweise ein kontinuierlicher Sprühregen aus Reinigungsflüssigkeit mit einfachen Mitteln angeordnet werden, die auf Grund der geringen Strömungsgeschwindigkeit sehr effektiv und wirkungsvoll verbleibende Verunreinigungen auswaschen und abscheiden können.
  • Besonders vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die die Lufteinlassöffnung begrenzenden Endkanten des Lufteinlasskanals abgerundet verdickt sind. Bei Abluftanlagen entstehen sowohl durch strömende Abluft als auch Gebläse und Reinigungsvorrichtungen unvermeidbar Geräusche, die oftmals als störend empfunden werden. Durch die verdickten Endkanten werden die häufig überwiegenden Geräusche der strömenden Abluft deutlich reduziert. Dabei hat sich eine Ausgestaltung der abgerundet verdickten Endkanten in näherungsweise Tropfenform als besonders wirkungsvoll und geräuscharm erwiesen.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals in Strömungsrichtung kontinuierlich zunimmt. In der Praxis hat sich ein schneckenförmig gestalteter Lufteinlasskanal mit einer im Wesentlichen kontinuierlich zunehmenden Querschnittsfläche als besonders vorteilhaft erwiesen. Die sich bei einem derartigen Kanalverlauf einstellenden Strömungsverhältnisse führen sowohl zu einer effektiven Abscheidung im Umlenkungsbereich als auch zu einer ausreichenden Herabsetzung der Strömungsgeschwindigkeit, um in diesem Bereich ein zu Boden sinken der schwereren Partikel zu ermöglichen.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Flächen einen im Wesentlichen S-förmig verlaufenden Lufteinlasskanal bilden. Die durch einen S-förmig verlaufenden Lufteinlasskanal bewirkte zweifache Umlenkung der hindurch strömenden Abluft hat sich in der Praxis als vorteilhafter Kompromiss zwischen einerseits einer effektiven Reinigung der hindurch strömenden Abluft und andererseits einem möglichst geringen Strömungswiderstand und infolgedessen guter Absaugleistung und geringer Geräuschentwicklung herausgestellt und bewährt. Bei geeigneter Anordnung des S-förmig verlaufenden Lufteinlasskanals und daran angepasster Formgebung der Absaughaube im Bereich der Lufteintrittsöffnung bilden sich zyklonartige Strömungswirbel im Bereich der von der Absaughaube erfassten Abluft aus und fördern so zusätzlich eine schnelle und effektive Wegführung und Reinigung der Abluft. Gerade bei einem S-förmig verlaufenden Lufteinlasskanal ist es ohne weiteres möglich, den unteren Bereich des Lufteinlasskanals als Sammelrinne zu gestalten, in welche im oberen Bereich des Lufteinlasskanals versprühte Reinigungsflüssigkeit abfließt und die an den Innenflächen des Lufteinlasskanals abgelagerten Kondensattröpfchen und Schwebeteilchen mit sich führt. Bei einer derartigen Ausführung entfallen zusätzliche Material- und Herstellungskosten für eine gesondert ausgeführte Sammelrinne. Die durch den Lufteinlasskanal hindurch abgeführte Abluft strömt direkt an der in der Sammelrinne gesammelten Reinigungsflüssigkeit vorbei, wodurch die Reinigungswirkung erhöht werden kann.
  • Einer vorteilhaften Ausführung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass mittels einer Sprühvorrichtung Reinigungsflüssigkeit auch zumindest auf den oberen Bereich der bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Flächen sprühbar ist. Durch die zumindest den oberen Bereich des Lufteinlasskanals erfassende Sprühvorrichtung wird ein kontinuierlich oder in Intervallen herabfließender Wasserfilm an den Innenflächen des Lufteinlasskanals erzeugt, der eine dauerhafte Ablagerung der sich aus der Abluft niederschlagenden flüssigen oder festen Bestandteile verhindert. Die Kondensatablagerungen, beispielsweise Fetttröpfchen, fließen zusammen mit dem Reinigungsflüssigkeitsfilm entlang der Innenflächen des Lufteinlasskanals nach unten und werden dort über eine Sammelrinne und deren Abfluss abgeführt. Es ist denkbar, die versprühte Menge an Reinigungsflüssigkeit oder die Häufigkeit und Dauer der Sprühintervalle den Anforderungen entsprechend vorzugeben oder zu regeln.
  • Für eine solche Sprühvorrichtung können einzelne Sprühdüsen oder beweglich angeordnete Sprühköpfe mit mehreren Sprühdüsen verwendet werden. Die einzelnen Sprühdüsen können dabei vorteilhafter Weise so angeordnet sein, dass der Innenraum der Absaughaube nahezu vollständig mit Reinigungsflüssigkeit besprüht wird und dadurch eine Reinigung auch des gesamten Innenraums erfolgt. Dabei kann die Reinigungsflüssigkeit, im einfachsten Fall Wasser, druckbeaufschlagt versprüht werden, so dass eine zusätzliche Reinigungswirkung durch die mechanische Räumkraft der Reinigungsflüssigkeit erreicht wird.
  • Der vom Innenraum in Richtung der Lufteinlassöffnung abnehmende Querschnitt des Lufteinlasskanals bewirkt, dass die Wasserräumkraft der in Richtung des Lufteinlasskanals versprühten Reinigungsflüssigkeit über weite Strecken erhalten bleibt. Der Impact genannte, durch nachfolgend versprühtes Wasser aufrechterhaltene Wasserfluss mit hoher Geschwindigkeit wird vor allem bei der schneckenförmigen Gestaltung des Lufteinlasskanals bis in den Bereich der Lufteinlassöffnung aufrechterhalten, wobei dies durch das gleichbleibende Volumen der durch einen immer enger werdenden Lufteinlasskanal strömenden Reinigungsflüssigkeit begünstigt wird. Die auch mechanische Räumkraft der Reinigungsflüssigkeit führt zu einer erhöhten Reinigungswirkung auch bei an den Innenflächen anhaftenden Verunreinigungen.
  • Da die Innenflächen des Lufteinlasskanals von einem kontinuierlich oder in Intervallen herabfließenden Film aus Reinigungsflüssigkeit bedeckt sind und brennbare Ablagerungen, insbesondere Fettreste, sofort nach ihrer Ablagerung weggespült und abgeführt werden, ist eine Brandgefahr für die Absaughaube weitgehend ausgeschlossen. Durch einen geeigneten Strömungsverlauf im Lufteinlasskanal kann auch ein Durchschlagen offener Flammen durch den Umlenkungsbereich hindurch in dahinter liegende Bereiche der Absaughaube vermieden werden. Auch ohne dass Reinigungsflüssigkeit versprüht wird, beispielsweise auch im nicht benutzten Zustand der Absaughaube, ist auf diese Weise ein effektiver Flammenschutz gewährleistet.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass mittels der Sprühvorrichtung Reinigungsflüssigkeit zumindest in einem Bereich des Lufteinlasskanals über dessen gesamte Querschnittsfläche versprühbar ist. Während die Abluft durch einen Sprühregen von Reinigungsflüssigkeit hindurch strömt, werden mitgeführte Kondensattröpfchen oder Schwebeteilchen von dem Sprühregen aus Reinigungsflüssigkeit mitgerissen und aus der Abluft ausgewaschen. Dadurch werden auch beispielsweise sehr kleine oder leichte Schmutzpartikel oder Tröpfchen aus der Abluftströmung abgeschieden und ausgewaschen. In Kombination mit der Strömungsumlenkung im Lufteinlasskanal wird die Reinigungswirkung der Absaughaube erhöht. Da die Sprühvorrichtung sowohl zur Erzeugung des Sprühregens als auch für den an den Innenflächen des Lufteinlasskanals herabfließenden Reinigungsflüssigkeitsfilm genutzt werden kann, ist nur ein geringer zusätzlicher Konstruktions- und Materialaufwand notwendig.
  • Eine weitere Ausführung des Erfindungsgedankens ist Gegenstand eines weiteren Unteranspruchs.
  • Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens näher erläutert, welche in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt
  • 1 ein Ausführungsbeispiel einer Absaughaube mit einem oben angeordneten Lufteinlasskanal,
  • 2 ein anderes Ausführungsbeispiel einer Absaughaube mit zwei gegenüber liegend angeordneten Lufteinlasskanälen und
  • 3 ein wieder anderes Ausführungsbeispiel einer Absaughaube mit einem unten angeordneten Lufteinlasskanal.
  • In der 1 ist eine Seitenansicht einer Absaughaube 1 in geschnittener Darstellung gezeigt. Die Absaughaube 1 weist ein Gehäuse 2 auf, welches mit einem Abluftkanal 3 verbunden ist. Im Inneren des Abluftkanals 3 ist ein Gebläse 4 schematisch dargestellt, welches zur Erzeugung und Aufrechterhaltung einer die Abluft wegtransportierenden Luftströmung dient.
  • Im Inneren des Gehäuses 2 ist eine Sprühvorrichtung 5 angeordnet. Die Sprühvorrichtung 5 weist einen Sprühkopf 6 mit daran angeordneten, in mehrere Richtungen ausgerichteten Sprühdüsen 7 auf. Die Sprühvorrichtung 5 kann je nach Anwendung fest oder drehbar beweglich gelagert sein. Auch ist es denkbar und insbesondere bei größeren Absaughauben vorteilhaft, statt eines oder mehreren Sprühköpfen eine Sprühlanze zu verwenden.
  • Der Lufteinlasskanal 8 wird von jeweils einer bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Frontfläche 9 und Rückfläche 10 gebildet. Die Endkanten der Frontfläche 9 und Rückfläche 10 sind verdickt und abgerundet ausgeführt, wodurch die Strömungsverhältnisse und Reinigungsmöglichkeiten begünstigt werden. So wird durch die näherungsweise tropfenförmige Endkante der Frontfläche 9 und Rückfläche 10 die Geräuschentwicklung während des Betriebs der Absaughaube 1 erheblich reduziert. Die Querschnittsfläche der Lufteinlassöffnung des Lufteinlasskanals 8 ist wesentlich geringer als die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals 8 in nachfolgenden Bereichen. Dadurch wird einerseits ein hohe Ansauggeschwindigkeit im Bereich der Lufteinlassöffnung erreicht, andererseits eine erhebliche Reduktion der Strömungsgeschwindigkeit im weiteren Verlauf des Lufteinlasskanals 8 bewirkt, so dass zunächst von der Abluftströmung mitgerissene Schwebeteilchen in diesem Bereich ausfallen und sich am Boden gesammelt niederschlagen.
  • Die Sprühvorrichtung 5 ist so in der Absaughaube 1 angeordnet, das jeweils der obere Bereich der Frontfläche 9 und der Rückfläche 10 kontinuierlich oder in Intervallen mit Reinigungsflüssigkeit besprüht werden können. An den Innenflächen der Frontfläche 9 und Rückfläche 10 des Lufteinlasskanals 8 bildet sich dann ein herabfließender Film aus Reinigungsflüssigkeit aus, der entlang der Innenflächen des Lufteinlasskanals 8 herabfließt. Dabei kann die Sprühvorrichtung 5 entweder kontinuierlich oder in Abhängigkeit der Verschmutzung der zu reinigenden Frontfläche 9 und Rückfläche 10 in festen oder wählbaren Intervallen betrieben werden.
  • Die herabfließende Reinigungsflüssigkeit wird in einem als Sammelrinne 11 gestalteten eingangsseitigen Bereich des Lufteinlasskanals 8 aufgefangen und von dort aus über einen nicht dargestellten Abfluss abgeführt. Die Sammelrinne 11 ist an den Klappvorrichtungen 11a aufklappbar, so dass gegebenenfalls ein Zugriff auf den Innenraum des Lufteinlasskanals 8 und der gesamten Absaughaube 1 ermöglicht wird. Die im Inneren der Absaughaube 1 versprühte Reinigungsflüssigkeit, die innerhalb des Lufteinlasskanals 8 abläuft und von der dortigen Sammelrinne 11 aufgefangen wird, fließt im Inneren des Gehäuses 2 herab und über einen an der Unterseite angeordneten Abfluss 12 ab.
  • Bei einer in 2 dargestellten Absaughaube 13 sind zwei Lufteinlasskanäle 8 einander gegenüber liegend angeordnet. Auf diese Weise kann auch bei von der Decke herab montierten, allseitig zugänglichen Absaughauben eine effektive Abführung und Reinigung der Abluft erfolgen. Je nach Ausführungsform und Abstand der Lufteinlasskanäle 8 kann es zweckmäßig sein, statt der einen dargestellten Sprühdüse 5 mehrere im Abstand zueinander angeordnete Sprühdüsen im Inneren der Absaughaube 13 anzubringen.
  • In 3 ist eine andere Ausführungsform einer Absaughaube 14 schematisch dargestellt, bei welcher die Öffnung 15 des Lufteinlasskanals 8 unten angeordnet ist. Die Umlenkung der Strömungsrichtung der Abluft vor Eintritt und innerhalb der Absaughaube 14 kann dadurch effektiver gestaltet werden. Auch legt die Abluft einen größeren Weg innerhalb der Absaughaube 14 zurück, so dass mehr Zeit und Einrichtungsmöglichkeiten für eine wirksame Reinigung der Abluft zur Verfügung stehen.
  • Aus diesen Ausführungsbeispielen ergibt sich, dass die Anordnung des Lufteinlasses 8 frei wählbar ist. So kann der Lufteinlass 8 je nach Anforderung unten oder oben angeordnet sein, es sind auch mehrere Lufteinlässe 8 in einer einzigen Absaughaube 13 kombiniert möglich.

Claims (8)

  1. Absaughaube für Dunst und andere Luftinhaltsstoffe zum Reinigen abgesaugter Abluft mit einem einen Lufteinlass aufweisenden Gehäuse, einem Lufteinlasskanal, der an der Front- und Rückseite von im wesentlichen bogenförmig zumindest abschnittsweise gekrümmten Flächen begrenzt ist, bei dem die Querschnittsfläche in einem Bereich hinter der Lufteinlassöffnung größer als die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals ist und der eine unten angeordnete Sammelrinne mit einem Abfluss für Reinigungsflüssigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt der bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Frontfläche (9) des Lufteinlasskanals (8) als unten angeordnete Sammelrinne (11) ausgeführt ist und dass die Sammelrinne abklappbar ausgeführt ist.
  2. Absaughaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuseinneren eine Sprühvorrichtung für Reinigungsflüssigkeit angeordnet ist.
  3. Absaughaube nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lufteinlassöffnung begrenzenden Endkanten des Lufteinlasskanals (8) abgerundet verdickt sind.
  4. Absaughaube nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Lufteinlasskanals (8) in Strömungsrichtung kontinuierlich zunimmt.
  5. Absaughaube nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Flächen (9, 10) einen im wesentlichen S-förmig verlaufenden Lufteinlasskanal (8) bilden.
  6. Absaughaube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Sprühvorrichtung (5) Reinigungsflüssigkeit auch zumindest auf den oberen Bereich der bogenförmig abschnittsweise gekrümmten Flächen (9, 10) sprühbar ist.
  7. Absaughaube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Sprühvorrichtung (5) Reinigungsflüssigkeit zumindest in einem Bereich des Lufteinlasskanals (8) über dessen gesamte Querschnittsfläche versprühbar ist.
  8. Absaughaube nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Lufteinlasskanäle (8) einander gegenüber liegend angeordnet sind.
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