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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft neuartige Aminobenzothiazolverbindungen mit hemmender
Wirkung gegen Stickoxidsynthase (NOS), pharmazeutische und diagnostische
Zusammensetzungen, die sie enthalten, und ihre medizinische Verwendung,
besonders als Neuroprotektoren.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Stickoxid
(NO) hat verschiedene Funktionen sowohl in normalen als auch in
pathologischen Prozessen, zu denen die Regelung des Blutdrucks gehört, in der
Neurotransmission und in den Makrophagen-Abwehrsystemen (Snyder,
S. H., et al., Scientific American, Mai 1992, 68). NO wird durch
drei Iso-Formen der Stickoxidsynthase (NOS) synthetisiert, von denen
zwei, eine in Endothelzellen (eNOS) und eine in Neuronenzellen (nNOS),
konstitutiv sind, und eine, in Makrophagenzellen, induzierbar ist
(iNOS). Diese Enzyme sind homodimere Proteine, die eine Fünf-Elektronen-Oxidation
von L-Arginin katalysieren, die NO und Citrullin liefert. Die Rolle
des durch jede der NOS-Iso-Formen produzierten NO ist völlig einzigartig. Überstimulation
oder Überproduktion
einzelner NOS-Isoformen spielt eine Rolle bei verschiedenen Erkrankungen,
zu denen septischer Schock, Arthritis, Diabetes, Ischämie-Reperfusionsverletzung,
Schmerz und verschiedene neurodegenerative Erkrankungen gehören (Kerwin,
J. F., Jr. et al., J. Med. Chem. 1995, 38, 4343). Zum Beispiel kann
die Rolle von NO bei der zerebralen Ischämie protektiv oder destruktiv
sein, in Abhängigkeit
vom Entwicklungsstadium des ischämischen
Prozesses und von dem Zellkompartiment, das NO produziert (Dalkara,
T., et al., Brain Pathology, 1994, 4, 49). Während das durch eNOS produzierte
NO wahrscheinlich nützlich
ist, indem es als Vasodilator bzw. Blutgefäßerweiterer wirkt, um den Blutfluß zu dem
betroffenen Bereich zu verbessern (Huang, Z., et al., J. Cereb.
Blond Flow Metab. 1996, 16, 981), kann durch nNOS produziertes NO
zu der initialen Stoffwechselverschlechterung der ischämischen
Penumbra beitragen, die zu größeren Infarkten
führt (Hara, H.,
et al., J. Cereb. Blond Flow Metab. 1996, 16, 605). Die während der
Ischämie
und der anschließenden
Reperfusion auftretende Stoffwechselstörung führt zur Expression und Freisetzung
verschiedener Cytokine, die iNOS in verschiedenen Zelltypen, einschließlich bestimmter
Zelltypen des Zentralnervensystems, aktivieren. NO kann durch iNOS
in zytotoxischen Konzentrationen produziert werden, und erhöhte iNOS-Spiegel tragen zu
fortschreitender Gewebeschädigung
in der Penumbra bei, die zu größeren Infarkten
führt (Parmentier,
S., et al., Br. J. Pharmacol., 1999, 127, 546). Es ist gezeigt worden,
daß die
Hemmung von iNOS die Schädigung durch
zerebrale Ischämie
bei Ratten bessert (Am. J. Physiol., 268, R286, 1995).
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Es
wird auch vermutet, daß durch
iNOS produziertes NO eine Rolle bei Erkrankungen spielt, die mit systemischer
Hypotonie verbunden sind, wie z. B. toxischer Schock und die Therapie
mit bestimmten Cytokinen. Es ist gezeigt worden, daß Karzinompatienten,
die mit Cytokinen behandelt werden, wie z. B. Interleukin 1 (IL-1),
Interleukin 2 (IL-2), oder Tumornekrosefaktor (TNF), an cytokinininduziertem
Schock und Hypotonie leiden, die auf durch Makrophagen, d. h. durch
induzierbare NOS (iNOS), produziertes NO zurückzuführen sind (Chemical&Engineering News,
20. Dez. 1993, S. 33). iNOS-Inhibitoren können dies umkehren. Über die Suppression
von adjuvans-induzierter Arthritis durch selektive Hemmung von iNOS
wird in Eur. J. Pharmacol., 273, S. 15–24 (1995) berichtet.
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Gleichfalls
ist gezeigt worden, daß die
Hemmung von iNOS bei der Antinozizeption bzw. Schmerzabwehr wirksam
ist, wie durch die Wirksamkeit in der Spätphase des formalininduzierten
Hinterpfotenleckens und durch Tests der essigsäureinduzierten Abdominalkonstriktion
nachgewiesen (Br. J. Pharmacol., 110, 219–224, 1993). Schließlich ist über eine
Verkürzung
des Opioid-Entzugs bei Nagetieren durch nNOS-Hemmung berichtet worden
(siehe Neuropsychopharmacol., 13, 269–293, 1995).
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Die
Verwendung von NOS-Inhibitoren bei der Behandlung von Krankheiten
ist zum Beispiel in den Internationalen Patentanmeldungen Nr.
WO 94/12183 ,
WO 93/13066 ,
WO 94/12165 ,
WO 95/00505 ,
WO 95/09619 ,
WO 95/09621 ,
WO 95/10266 ,
WO 95/11231 ,
WO 95/11014 ,
WO 96/01817 und
WO 98/50382 sowie in den Europäischen Patentanmeldungen
Nr.
EP 446699 ,
EP 547558 und
EP 558468 beschrieben worden.
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NOS-Inhibitoren
können
bei vielen Erkrankungen therapeutisch wirksam sein, aber die Erhaltung
der physiologisch wichtigen Stickoxidsynthasefunktion erfordert
die Entwicklung von iso-form-selektiven Inhibitoren.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist festgestellt worden, daß bestimmte
Aminobenzothiazolverbindungen hemmende Wirkung gegen Stickoxidsynthase
(NOS) aufweisen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt daher Verbindungen der Formel I und
pharmazeutisch akzeptierbare Salze, Hydrate und Solvate davon bereit;
wobei
R
1 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die aus
besteht; R
2 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die aus H,
besteht;
R
3 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus C
1-6-Alkyl,
SC
1-6-Alkyl, Thienyl und Furanyl besteht;
R
4 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus H, C
1-6-Alkyl, Ph, C(O)Ph und -C(O)C
1-6-Alkyl
besteht;
R
5 und R
6 unabhängig voneinander
aus der Gruppe ausgewählt
sind, die aus H und C
1-6-Alkyl besteht,
oder R
5 und R
6 und
der Stickstoff, an den sie gebunden sind, zusammen einen 3- bis
7-gliedrigen aza-carbocyclischen Ring bilden, wobei eines der Kohlenstoffatome
in dem Ring wahlweise durch O, S oder NR
7 ausgetauscht
werden kann;
R
7 aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus H, C
1-6-Alkyl, Ph, Heteroaryl, CH
2Ph und CH
2-Heteroaryl besteht, wobei
Ph und Heteroaryl wahlweise durch 1–3 Gruppen substituiert sind,
die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C
1-4-Alkyl, Halo, OH, OC
1-4-Alkyl,
NH
2, NH(C
1-4-Alkyl)N(C
1-4-Alkyl)(C
1-4-Alkyl), Nitro
und Cyano besteht;
R
8 aus der Gruppe
ausgewählt
ist, die aus H, OH, Ph, Naphthyl und Heteroaryl besteht, wobei Ph,
Naphthyl und Heteroaryl wahlweise durch 1–3 Gruppen substituiert sind,
die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C
1-4-Alkyl, Halo, NH
2,
NH(C
1-4-Alkyl)N(C
1-4-Alkyl)(C
1-4-Alkyl), Nitro, Cyano, OH und OC
1-4-Alkyl besteht;
R
9 ein
C
3-7-Cycloalkyl ist, das wahlweise mit 1–3 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C
1-4-Alkyl, Halogen, NH
2,
NH(C
1-4-Alkyl), N(C
1-4Alkyl)(C
1-4-Alkyl), Nitro-, Cyano-, OH-Gruppen und
OC
1-4-Alkyl besteht, wobei ein oder zwei
Kohlenstoffatome in dem C
3-7-Cycloalkyl
wahlweise durch O oder S ausgetauscht werden können;
n gleich 1–6 ist:
m
gleich 0–6
ist;
o gleich 0–2
ist;
p gleich 1–2
ist;
wobei das Heteroaryl ein mono- oder bicyclischer aromatischer
Ring ist, der 5 bis 10 Atome enthält, von denen 1–3 ein Heteroatom
oder substituiertes Heteroatom sein können, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus O, S, NH und N C
1-4-Alkyl besteht;
und
die Gruppe R
1NH- an die 5- oder
6-Position des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, unter der Bedingung, daß, wenn
R
4 ein C
1-6-Alkyl
ist, die Gruppe R
1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, und wobei die Verbindung
2-Amino-5-N-methylthioureidobenzothioazol
ausgenommen ist.
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Nach
einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine pharmazeutische
Zusammensetzung bereitgestellt, die eine Verbindung mit der Formel
I und einen pharmazeutisch akzeptierbaren Träger oder ein Verdünnungsmittel
aufweist.
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Verbindungen
der Formel I, einschließlich
derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, weisen eine brauchbare
NOS-hemmende Wirkung
auf und sind daher bei der Behandlung oder Risikominderung von Erkrankungen
oder Zuständen
einsetzbar, die aus einer Hemmung der NOS-Aktivität Nutzen
ziehen. Derartige Erkrankungen oder Zustände sind unter anderem diejenigen,
bei denen die Synthese oder Übersynthese
von Stickoxid eine beitragende Rolle spielt. Insbesondere weisen
die Verbindungen der Formel I, einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, eine selektive Hemmung der
neuronalen Iso-Form von NOS auf.
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Dementsprechend
betrifft die vorliegende Erfindung eine In-vitro-Methode zur Hemmung
der NOS-Aktivität,
die das Verabreichen einer wirksamen Menge einer Verbindung der
Formel I, einschließlich
derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, an eine Zelle aufweist.
Die Erfindung beinhaltet außerdem
eine Verbindung der Formel I, einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, für den Einsatz zur Behandlung
oder Risikominderung einer Erkrankung oder eines Zustands, die aus
einer Hemmung der NOS-Aktivität
Nutzen ziehen. Ferner beinhaltet die Erfindung die Verwendung einer
Verbindung der Formel I, einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung oder Risikominderung einer Erkrankung oder eines
Zustands, die aus einer Hemmung der NOS-Aktivität Nutzen ziehen.
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Beispiele
von Erkrankungen und anderen Zuständen, die aus einer Hemmung
der NOS-Aktivität
Nutzen ziehen können,
sind unter anderem Migräne,
entzündliche
Erkrankungen einschließlich
reversibler obstruktiver Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma und
posttraumatische Lungeninsuffizienz (ARDS), Schlaganfall, koronare
Bypass-Operation (CABG), akuter und chronischer Schmerz, traumatischer
Schock, Reperfusionsverletzung, Multiple Sklerose, AIDS-assoziierte
Demenz, neurodegenerative Erkrankungen, Neuronentoxizität, Alzheimersche
Krankheit, Chemikalienabhängigkeiten
und -süchte
(z. B. Abhängigkeiten
von Drogen, Alkohol und Nikotin), Epilepsie, Angst, Schädeltrauma,
morphininduzierte Toleranz- und Entzugssymptome, akute Rückenmarkverletzung,
Huntingtonsche Chorea, Parkinson-Krankheit,
grüner
Star, Makuladegeneration, diabetische Nephropathie.
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Vorzugsweise
sind die Zustände
Schlaganfall, Reperfusionsverletzung, Neurodegeneration, Schädeltrauma,
koronare Bypass-Operation (CABG), Migräne, neuropathischer Schmerz
und chronischer Schmerz.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der
nachstehenden ausführlichen
Beschreibung ersichtlich werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung wird nachstehend in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben.
Dabei zeigen:
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1 ein
Balkendiagramm, das die während
einer NMDA-Erregung beobachtete Neuroprotektion darstellt, wenn
Kortexzellen von Ratten 60 Minuten mit N-{2-[2-(3H-Imidazol-4-yl)-ethylamino]benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin
präinkubiert
werden;
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2 ein
Balkendiagramm, das die während
einer NMDA-Erregung beobachtete Neuroprotektion darstellt, wenn
Kortexzellen von Ratten 60 Minuten mit N-[2-(2-Morpholin-4-yl)-ethylamino]benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin
präinkubiert
werden.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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1. DEFINITIONEN
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Der
Begriff "C1-4-Alkyl",
wie er hierin gebraucht wird, bedeutet geradkettige und/oder verzweigtkettige Alkylradikale,
die ein bis vier Kohlenstoffatome enthalten, und schließt Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, t-Butyl und dergleichen ein.
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Der
Begriff "C1-6-Alkyl",
wie er hierin gebraucht wird, bedeutet geradkettige und/oder verzweigtkettige Alkylradikale,
die ein bis sechs Kohlenstoffatome enthalten, und schließt Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, t-Butyl, Pentyl und dergleichen ein.
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Der
Begriff "Halo", wie er hierin gebraucht
wird, bedeutet Halogen und schließt Chlor, Brom, Iod, Fluor und
dergleichen ein.
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Der
Begriff "Ph", wie er hierin gebraucht
wird, bedeutet Phenyl.
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Der
Begriff "3- bis
7-gliedriger aza-carbocyclischer Ring", wie er hierin gebraucht wird, bezieht
sich auf einen gesättigten
Carbocyclus, der ein Stickstoffatom enthält, und schließt Pyrrolidin,
Piperazin, Homopiperazin und dergleichen ein. Eines der Kohlenstoffatome
in dem aza-carbocyclischen Ring kann wahlweise durch ein Sauerstoffatom,
ein Schwefelatom oder die Gruppe NR' substituiert werden, wobei R7 der Definition in Formel I entspricht.
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Der
Begriff "Heteroaryl", wie er hierin gebraucht
wird, entspricht mono- oder bicyclischen aromatischen Ringen, die
5 bis 10 Atome enthalten, von denen 1–3 ein Heteroatom oder substituiertes
Heteroatom sein können,
das aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus O, S, NH und einem NC1-4-Alkyl
besteht. Die übrigen
Atome in dem Ring sind Kohlenstoffatome. Beispiele von Heteroarylgruppen
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt auf
Pyridinyl, Imidazolyl, Thienyl, Furanyl, Indolyl, Isochinolyl, Chinolyl,
Benzothienyl, Benzofuranyl und dergleichen.
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Der
Begriff "C3-7-Cycloalkyl", wie er hierin gebraucht wird, bezieht
sich auf gesättigte
carbocyclische Ringe, die 3 bis 7 Kohlenstoffatome enthalten, und
schließt
Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl
ein. Ein oder zwei von den Kohlenstoffatomen in den erfindungsgemäßen C3-7-Cycloalkylgruppen können wahlweise durch ein O-
oder S-Atom ausgetauscht werden.
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Der
Begriff "pharmazeutisch
akzeptierbar" bedeutet
geeignet für
oder verträglich
mit der Behandlung von Tieren und insbesondere von Menschen.
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Der
Begriff "pharmazeutisch
akzeptierbares Säureadditionssalz", wie er hierin gebraucht
wird, bedeutet irgendein nichttoxisches organisches oder anorganisches
Salz irgendeiner erfindungsgemäßen Grundverbindung
oder einer ihrer Zwischenprodukte. Typische anorganische Säuren, die
geeignete Salze bilden können,
sind unter anderem Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure und
Phosphorsäure, sowie
Metallsalze, wie z. B. Natriummonohydrogenorthophosphat und Kaliumhydrogensulfat.
Typische organische Säuren,
die geeignete Salze bilden können,
sind unter anderem Mono-, Di- oder Tricarbonsäuren, wie z. B. Glycol-, Milch-,
Pyruvin-, Malon-, Succin-, Glutar-, Fumar-, Apfel-, Wein-, Zitronen-,
Ascorbin-, Malein-, Benzoe-, Phenylessig-, Zimt- und Salicylsäure, sowie
Sulfonsäuren,
wie z. B. p-Toluolsulfonsäure
und Methansulfonsäure.
Es können
entweder die Salze der Mono- oder der Disäuren gebildet werden, und derartige
Salze können
in hydratisierter, solvatisierter oder weitgehend wasserfreier Form
vorliegen. Im allgemeinen sind die Säureadditionssalze der erfindungsgemäßen Verbindung
in Wasser und verschiedenen hydrophilen organischen Lösungsmitteln
leichter löslich
und weisen im allgemeinen im Vergleich zu ihren freien Basen-Formen höhere Schmelzpunkte
auf. Die Auswahl des geeigneten Salzes wird dem Fachmann bekannt
sein. Andere, nicht pharmazeutisch akzeptierbare Salze, z. B. Oxalate,
können
beispielsweise bei der Isolierung der erfindungsgemäßen Verbindungen
für den
Laborgebrauch oder für
die anschließende
Umwandlung in ein pharmazeutisch akzeptierbares Säureadditionssalz
verwendet werden.
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Der
Begriff "Solvat", wie er hierin gebraucht
wird, bedeutet eine erfindungsgemäße Verbindung, in der Moleküle eines
geeigneten Lösungsmittels
in das Kristallgitter eingebaut sind. Ein geeignetes Lösungsmittel ist
in der verabreichten Dosis physiologisch tolerierbar. Beispiele
geeigneter Lösungsmittel
sind Ethanol, Wasser und dergleichen. Wenn Wasser das Lösungsmittel
ist, wird das Molekül
als "Hydrat" bezeichnet.
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Der
Begriff "erfindungsgemäße Verbindung(en)", wie er hierin gebraucht
wird, bedeutet eine oder mehrere Verbindungen mit der Formel I,
einschließlich
derjenigen, in denen R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, und Salze, Solvate und
Propharmaka davon.
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Der
Begriff einer "wirksamen
Menge" oder einer "ausreichenden Menge" eines Mittels, wie
er hier gebraucht wird, ist diejenige Menge, die ausreicht, um nützliche
oder erwünschte
Ergebnisse zu erzielen, einschließlich klinischer Ergebnisse,
und als solche ist eine "wirksame
Menge" von dem Zusammenhang
abhängig,
in dem sie angewandt wird. Zum Beispiel ist im Zusammenhang mit
der Verabreichung eines Mittels, das ein NOS-Inhibitor bzw. Hemmstoff
ist, eine wirksame Menge eines Mittels beispielsweise eine Menge,
die ausreicht, um eine derartige Reduktion der NOS-Aktivität im Vergleich
zu der ohne Verabreichung des Mittels erhaltenen Reaktion zu erzielen.
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Der
Begriff "Behandlung", wie er hierin gebraucht
wird und dem Fachmann verständlich
ist, bedeutet ein Verfahren zur Erzielung nützlicher oder erwünschter
Ergebnisse, einschließlich
klinischer Ergebnisse. Nützliche
oder erwünschte
klinische Ergebnisse können
einschließen,
sind aber nicht beschränkt
auf die Linderung oder Besserung eines oder mehrere Symptome oder
Zustände,
die Verminderung des Ausmaßes
der Erkrankung, einen stabilisierten (d. h. sich nicht verschlechternden)
Krankheitszustand, Verhinderung des Ausbreiten der Erkrankung, Besserung
oder Linderung des Krankheitszustands und (teilweise oder völlige) Remission,
entweder nachweisbar oder nicht nachweisbar. "Behandlung" kann außerdem die Verlängerung
der Überlebenszeit
im Vergleich zur erwarteten Überlebenszeit
bei nicht erhaltener Behandlung bedeuten.
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"Linderung" einer Krankheit
oder Erkrankung bedeutet, daß das
Ausmaß und/oder
unerwünschte
klinische Manifestationen einer Erkrankung oder eines Krankheitszustands
vermindert und/oder der zeitliche Verlauf der Krankheitsfortschritts
im Vergleich zur Nichtbehandlung der Erkrankung verlangsamt oder
verlängert
wird.
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Eine
Funktion oder Aktivität,
wie z. B. eine NOS-Aktivität,
zu "hemmen" oder zu "unterdrücken" oder zu "reduzieren" bedeutet, die Funktion
oder Aktivität
im Vergleich zu sonst gleichen Bedingungen mit Ausnahme eines interessierenden
Zustands oder Parameters oder alternativ im Vergleich zu einem anderen
Zustand zu reduzieren.
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Der
Begriff "Tier", wie er hierin gebraucht
wird, schließt
alle Angehörigen
des Tierreichs ein, einschließlich
des Menschen. Das Tier ist vorzugsweise ein Mensch.
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Der
Begriff "eine Zelle", wie er hierin gebraucht
wird, schließt
mehrere Zellen ein. Das Verabreichen einer Verbindung an eine Zelle
schließt
die Behandlung in vivo, ex vivo und in vitro ein.
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II. ERFINDUNGSGEMÄßE VERBINDUNGEN
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Es
werden neuartige Verbindungen bereitgestellt, die eine NOS-Hemmung
aufweisen. Als solche sind diese Verbindungen verwendbar für die Behandlung
oder Risikominderung von Krankheiten oder Erkrankungen, die aus
einer NOS-Hemmung Nutzen ziehen. Zum Beispiel sind die erfindungsgemäßen Verbindungen als
Neuroprotektoren zur Behandlung von Zuständen wie z. B. Schlaganfall
verwendbar.
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Die
vorliegende Erfindung stellt daher Verbindungen der Formel I und
pharmazeutisch akzeptierbare Salze, Hydrate und Solvate davon bereit:
wobei
R
1 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die aus:
besteht; R
2 aus
der Gruppe ausgewählt
ist die aus H,
besteht;
R
3 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus C
1-6-Alkyl,
SC
1-6-Alkyl, Thienyl und Furanyl besteht;
R
4 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus H, C
1-6-Alkyl, Ph, C(O)Ph und -C(O)C
1-6-Alkyl
besteht;
R
5 und R
6 unabhängig voneinander
aus der Gruppe ausgewählt
sind, die aus H und C
1-6-Alkyl besteht;
oder R
5 und R
6 und
der Stickstoff, an den sie gebunden sind, zusammen einen 3- bis
7-gliedrigen aza-carbocyclischen Ring bilden, wobei eines der Kohlenstoffatome
in dem Ring wahlweise durch O, S oder NR
7 ausgetauscht
werden kann;
R
7 aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus H, C
1-6-Alkyl, Ph, Heteroaryl, CH
2Ph und CH
2-Heteroaryl besteht, wobei
Ph und Heteroaryl wahlweise durch 1–3 Gruppen substituiert sind,
die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C
1-4-Alkyl, Halo, OH, OC
1-4-Alkyl,
NH
2, NH(C
1-4-Alkyl)N(C
1-4-Alkyl)(C
1-4-Alkyl), Nitro
und Cyano besteht;
R
8 aus der Gruppe
ausgewählt
ist, die aus H, OH, Ph, Naphthyl und Heteroaryl besteht, wobei Ph,
Naphthyl und Heteroaryl wahlweise durch 1–3 Gruppen substituiert sind,
die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C
1-4-Alkyl, Halo, NH
2,
NH(C
1-4-Alkyl)N(C
1-4-Alkyl)(C
1-4-Alkyl), Nitro, Cyano, OH und OC
1-4-Alkyl besteht;
R
9 für C
3-7-Cycloalkyl steht, das wahlweise mit 1–3 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C
1-4-Alkyl, Halo, NH
2,
NH(C
1-4-Alkyl), N(C
1-4Alkyl)(C
1-4-Alkyl), Nitro, Cyano, OH und OC
1-4-Alkyl) besteht, und ein oder zwei Kohlenstoffatome
in C
3-7-Cycloalkyl wahlweise durch O oder
S ausgetauscht werden können;
n
gleich 1–6
ist:
m gleich 0–6
ist;
o gleich 0–2
ist;
p gleich 1–2
ist;
wobei das Heteroaryl ein mono- oder bicyclischer aromatischer
Ring ist, der 5 bis 10 Atome enthält, von denen 1–3 ein Heteroatom
oder substituiertes Heteroatom sein können, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus O, S, NH und N C
1-4-Alkyl besteht;
und
die Gruppe R
1NH- an die 5- oder
6-Stellung des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, unter der Bedingung, daß, wenn
R
4 für
C
1-6-Alkyl steht, die Gruppe R
1NH-
an die 5-Position des Aminobenzothiazolrings angeknüpft ist,
und ausschließlich
der Verbindung 2-Amino-5-N-methylthioureidobenzothioazol.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
Verbindungen der Formel I ein, wobei R
1 am
der Gruppe ausgewählt
ist, die aus
besteht. Wenn R
1 für
steht, dann ist ferner R
3 aus der Gruppe ausgewählt, die aus C
1-6-Alkyl,
SC
1-6-Alkyl, Thienyl und Furanyl besteht.
In Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist R
3 aus der
Gruppe ausgewählt,
die aus C
1-2-Alkyl, SC
1-4-Alkyl
und Thienyl besteht. In weiteren Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung ist R
3 aus der Gruppe ausgewählt, die
aus SC
1-2-Alkyl und Thienyl besteht.
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Alternativ
ist, wenn R
1 für
steht, R
4 aus
der Gruppe ausgewählt,
die aus H, C
1-6-Alkyl, Ph, C(O)Ph und -C(O)C
1-6-Alkyl besteht. In Ausführungsformen
der Erfindung ist R
4 aus der Gruppe ausgewählt, die
aus H, C
1-4-Alkyl, Ph, C(O)Ph und -C(O)C
1-4-Alkyl besteht. In weiteren Ausführungsformen
der Erfindung ist R
4 aus der Gruppe ausgewählt, die aus
H und C(O)Ph besteht.
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In
der vorliegenden Erfindung schließen die Verbindungen der Formel
I diejenigen ein, in denen R
2 aus der Gruppe
ausgewählt
ist, die aus H,
besteht.
In Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind, wenn R
2 in
den Verbindungen der Formel I für
steht, R
5 und
R
6 unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt, die aus H und C
1-6-Alkyl besteht, oder R
5 und
R
6 bilden zusammen mit dem Stickstoff, an
den sie gebunden sind, einen 3- bis 7-gliedrigen aza-carbocyclischen
Ring, wobei eines der Kohlenstoffatome in dem Ring wahlweise durch
O, S oder NR
7 ausgetauscht werden kann.
In Ausführungsformen
der Erfindung sind R
5 und R
6 unabhängig voneinander
aus einer Gruppe ausgewählt,
die aus H und C
1-4-Alkyl besteht, oder R
5 und R
6 bilden zusammen
mit dem Stickstoff, an den sie gebunden sind, einen 4- bis 6-gliedrigen
aza-carbocyclischen
Ring, wobei eines der Kohlenstoffatome in dem Ring wahlweise durch
O, S oder NR
7 ausgetauscht werden kann.
In weiteren Ausführungsformen
sind R
5 und R
6 unabhängig voneinander
aus einer Gruppe ausgewählt,
die aus H und CH
3 besteht, oder R
5 und R
6 bilden zusammen
mit dem Stickstoff, an den sie gebunden sind, einen 5- bis 6-gliedrigen
aza-carbocyclischen Ring, wobei eines der Kohlenstoffatome in dem
Ring wahlweise durch O, S oder NR
7 ausgetauscht
werden kann.
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Die
Verbindungen der Formel I schließen diejenigen ein, in denen
R7 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus H, C1-6-Alkyl, Ph, Heteroaryl, CH2Ph
und CH2-Heteroaryl besteht, wobei Ph und
Heteroaryl wahlweise durch 1–3
Gruppen substituiert sind, die unabhängig voneinander aus der Gruppe
ausgewählt
sind, die aus C1-4-Alkyl, Halo, OH, OC1-4-Alkyl, NH2, NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl), Nitro und Cyano besteht. In Ausführungsformen
der Erfindung wird R7 unter H, C1-4-Alkyl, Ph, Heteroaryl, CH2Ph
und CH2-Heteroaryl ausgewählt, wobei
Ph und Heteroaryl wahlweise durch 1–2 Gruppen substituiert sind,
die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C1-4-Alkyl, Halo, OH, OC1-4-Alkyl,
NH2, NH(C1-4-Alkyl),
N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro und Cyano besteht. In weiteren Ausführungsformen wird R7 unter H, C1-4-Alkyl,
Ph, Heteroaryl, CH2Ph und CH2-Heteroaryl
ausgewählt,
wobei Ph und Heteroaryl wahlweise durch eine Gruppe substituiert
sind, die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus C1-4-Alkyl,
Halo, OH, OC1-4-Alkyl, NH2,
NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl), Nitro und Cyano besteht. In weiteren
Ausführungsformen
wird R7 unter H, C1-4-Alkyl,
Ph, Heteroaryl und CH2Ph ausgewählt, wobei
Ph wahlweise durch eine Gruppe substituiert ist, die unabhängig voneinander
aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus C1-4-Alkyl, Halo, OH, OC1-4-Alkyl, NH2, NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro und Cyano besteht. In weiteren Ausführungsformen der Erfindung
wird R7 unter Methyl und CH2Ph
ausgewählt.
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Wenn
R2 für
-(CH2)nR8 steht, dann ist R8 aus
der Gruppe ausgewählt,
die aus H, OH, Ph, Naphthyl und Heteroaryl besteht, wobei Ph, Naphthyl
und Heteroaryl wahlweise mit 1–3
Gruppen substituiert sind, die unabhängig voneinander aus der Gruppe
ausgewählt
sind, die aus C1-4-Alkyl, Halo, NH2, NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro, Cyano, OH und OC1-4-Alkyl besteht.
In Ausführungsformen
der Erfindung ist R8 aus der Gruppe ausgewählt, die
aus H, OH, Ph und Heteroaryl besteht, wobei Ph und Heteroaryl wahlweise
durch 1–2 Gruppen
substituiert sind, die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus C1-4-Alkyl, Halo, NH2,
NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl), Nitro, Cyano, OH und OC1-4-Alkyl besteht. In weiteren Ausführungsformen
ist R8 aus der Gruppe ausgewählt, die
aus H, OH, Ph und Heteroaryl besteht, wobei Ph und Heteroaryl wahlweise
durch 1–2
Gruppen substituiert sind, die unabhängig voneinander aus der Gruppe
ausgewählt
sind, die aus C1-4-Alkyl, Halo, NH2, NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro, Cyano, OH und OC1-4-Alkyl besteht.
In noch weiteren Ausführungsformen
ist Heteroaryl ein 5- bis 6-gliedriger aromatischer Ring. In weiteren
Ausführungsformen
ist Heteroaryl unter Pyridyl, Imidazolyl, Thienyl und Furanyl ausgewählt.
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Wenn
R2 für
-(CH2)mR9 steht, dann ist R9 ein
C3-7-Cycloalkyl, das wahlweise durch 1–3 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus der Gruppe ausgewählt sind, die am C1-4-Alkyl,
Halo, NH2, NH(C1-4-Alkyl),
N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro, Cyano, OH und OC1-4-Alkyl besteht,
und ein oder zwei von den Kohlenstoffatomen in den C3-7-Cycloalkyl
können
wahlweise durch O oder S ausgetauscht werden. In Ausführungsformen
der Erfindung ist R9 ein C3-7-Cycloalkyl,
das wahlweise mit 1–2
Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander aus der Gruppe
ausgewählt
sind, die aus C1-4-Alkyl, Halo, NH2, NH(C1-4-Alkyl), N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro, Cyano, OH und OC1-4-Alkyl besteht,
und ein oder zwei von den Kohlenstoffatomen in dem C3-7-Cycloalkyl
können
wahlweise durch O oder S ausgetauscht werden. In weiteren Ausführungsformen
ist R9 ein C5-7-Cycloalkyl,
das wahlweise mit 1 Gruppe substituiert ist, die unabhängig voneinander
aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus C1-4-Alkyl, Halo, NH2, NH(C1-4-Alkyl),
N(C1-4-Alkyl)(C1-4-Alkyl),
Nitro, Cyano, OH und OC1-4-Alkyl besteht,
und eines der Kohlenstoffatome in dem C3-7-Cycloalkyl
kann wahlweise durch O oder S ausgetauscht werden. In weiteren Ausführungsformen
ist R9 ein C3-7-Cycloalkyl,
wobei eines der Kohlenstoffatome in dem C3-7-Cycloalkyl
wahlweise durch O ausgetauscht werden kann. In noch weiteren Ausführungsformen
wird R9 unter Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl,
Cyclohexyl und Cycloheptyl, Tetrahydropyranyl oder Tetrahydrofuran
ausgewählt.
-
Die
vorliegende Erfindung schließt
Verbindungen der Formel I ein, in denen n = 1 – 6 ist. In Ausführungsformen
der Erfindung ist n = 1 – 4,
in weiteren Ausführungsformen
ist n = 2 – 3.
In noch weiteren Ausführungsformen
ist n = 2.
-
Die
vorliegende Erfindung schließt
außerdem
Verbindungen der Formel I ein, in denen m = 0 – 6 ist. In Ausführungsformen
ist m = 0 – 4.
In weiteren Ausführungsformen
ist m = 0 – 2.
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Verbindungen
der Formel I schließen
ferner diejenigen ein, in denen o = 1 – 2 ist. In Ausführungsformen
ist o = 1. Verbindungen der Formel I schließen ferner diejenigen ein,
in denen p = 1 – 2
ist. In Ausführungsformen
der Erfindung sind sowohl o als auch p = 1 (um einen Pyrrolidinylring
bereitzustellen). In noch weiteren Ausführungsformen sind sowohl o
als auch p = 2 (um einen Piperidinylring bereitzustellen).
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung schließen, wenn R
1 für
steht, die Verbindungen der
Formel I diejenigen ein, in denen R
3 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die aus SC
1-4-Alkyl und Thienyl besteht,
die an die 5- oder 6-Position des Aminobenzothiazolrings gebunden
sind.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist, wenn R
1 für
steht, R
4 aus
der Gruppe ausgewählt,
die aus H und C(O)Ph besteht, die an die 5- oder 6-Position des
Aminobenzothiazolrings gebunden sind.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung steht R
1 für
das an die 5- oder 6-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind die Verbindungen der Formel I unter
anderem:
N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-methylthiocarboximidamid;
N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-ethylthiocarboximidamid;
N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-propylthiocarboximidamid;
N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-isopropylthiocarboximidamid;
N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-methylcarboximidamid;
N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-thiophencarboximidamid;
N-[2-(2-Pyrrolidin-1-ylethylamino)-benzothiazol-6-yl]-2-thiophencarboximidamid;
1-(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-3-benzoylthioharnstoff;
1-(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-3-ethylthioharnstoff;
N-(2-Aminobenzothiazol-5
-yl)-thiophen-2-carboxamidin;
N5-Thiazol-2-yl-benzothiazol-2,5-diamin;
(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-thioharnstoff;
N-[2-(Tetrahydropyran-4-ylamino)-benzothiazo1-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-{2-[2-(4-Bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-[2-(2-Pyridin-2-ylethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-[2-(1-Benzylpiperidin-4-ylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-{2-[2-(3H-Imidazol-4-yl)ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin;
N-[2-(2-Morpholin-4-yl-ethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-[2-(2-Dimethylaminoethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-{2-[2-(1-Methylpyrrolidin-2-yl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin;
N-{2-[2-(3-Chlorphenyl)ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin;
N-[2-(4-Hydroxybutylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N-[2-(3-Imidazol-1-ylpropylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin;
N2-(1-Bentylpiperidin-4-yl)-N6-thiazol-2-ylbenzothiazol-2,6-diamin;
1-Benzoyl-3-{2-[2-(4-bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thioharnstoff;
{2-[2-(4-Bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thioharnstoff;
und
1-{2-[2-(4-Bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl} -2-ethylisothioharnstoff.
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Falls
die erfindungsgemäßen Verbindungen
ein asymmetrisches Zentrum aufweisen, zum Beispiel wenn R
2 für
steht, und o ungleich 2 ist,
dann können
sie als Enantiomere existieren. Es versteht sich, daß alle derartigen Enantiomere
und Gemische davon in jedem Verhältnis
im Umfang der vorliegenden Erfindung enthalten sind. Ferner erstreckt
sich die Erfindung auf alle Tautomere der erfindungsgemäßen Verbindungen.
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Was
jede der obigen Gruppen betrifft, die einen oder mehrere Substituenten
enthalten, so versteht sich natürlich,
daß derartige
Gruppen keine Substitution oder Substitutionsstrukturen enthalten,
die sterisch unzweckmäßig und/oder
synthetisch nicht möglich
sind.
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III. METHODEN ZUR HERSTELLUNG ERFINDUNGSGEMÄßER VERBINDUNGEN
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Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung können die erfindungsgemäßen Verbindungen
durch Verfahren hergestellt werden, die den in der Technik üblichen
Verfahren analog sind. Daher können
erfindungsgemäße Verbindungen
zum Beispiel durch die in den Schemata 1–7 dargestellten Reaktionsabläufe hergestellt
werden.
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Erfindungsgemäße Verbindungen,
in denen R
1 für
steht und R
3 ein
SC
1-6-Alkyl ist, können beispielsweise hergestellt
werden, indem erfindungsgemäße Verbindungen,
in denen R
1 für
steht, R
4 für H steht
und R
2 der Definition in Formel I entspricht,
mit einem Reagens der Formel B, wobei LG eine geeignete austretende
Gruppe ist, vorzugsweise eine Iodgruppe, unter normalen Alkylierungsbedingungen
zur Reaktion gebracht werden, wie in Schema 1 dargestellt. SCHEMA
1
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Erfindungsgemäße Verbindungen
in denen R
1 für
steht und R
3 für Thienyl,
Furanyl oder ein C
1-6-Alkyl steht, können beispielsweise
hergestellt werden, wie in Schema 2 dargestellt. Daher können Reagenzien
gemäß Formel
C, wobei R
2 der Definition in Formel I entspricht,
mit Reagenzien gemäß Formel
D oder E, wobei Q zum Beispiel Phenyl oder Naphthylmethyl sein kann und
X für O
oder S steht, in einem Alkohol-Lösungsmittel,
wie z. B. Ethanol, zur Reaktion gebracht werden, um erfindungsgemäße Verbindungen
zu liefern, in denen R
1 für
steht und R
3 für Thienyl,
Furanyl oder ein C
1-6-Alkyl steht. SCHEMA
2
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Erfindungsgemäße Verbindungen,
in denen R
1 für
steht, wobei R
4 für C
1-6-Alkyl, Ph, C(O)Ph und -C(O)C
1-6-Alkyl
steht und R
2 der Definition in Formel I
entspricht, können
aus einem Reagens gemäß Formel
C hergestellt werden, wobei R
2 der Definition
in Formel I entspricht, wie z. B. in Schema 3 dargestellt. Daher
werden Reagenzien gemäß Formel
C mit Reagens gemäß Formel
F, in dem R
4 für C
1-6-Alkyl,
Ph, C(O)Ph und -C(O)C
1-6-Alkyl steht, in
einem inerten Lösungsmittel,
wie z. B. Tetrahydrofuran, zur Reaktion gebracht, geeigneterweise
bei Umgebungstemperatur oder unter Erwärmung.
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Erfindungsgemäße Verbindungen,
in denen R
1 für
steht, R
4 für H steht
und R
2 der Definition in Formel I entspricht,
können
durch Hydrolyse einer erfindungsgemäßen Verbindung, in der R
1 für
steht und R
4 für C(O)Ph
steht, unter Anwendung normaler Bedingungen zur Reaktion gebracht
werden (z. B. wäßrige Natriumhydroxidlösung in
Tetrahydrofuran), wie in Schema 3 dargestellt. SCHEMA
3
-
Erfindungsgemäße Verbindungen,
in denen R
1 für
steht, und R
2 der
Definition in Formal I entspricht, können z. B. hergestellt werden,
indem eine erfindungsgemäße Verbindung,
in der R
1 für
steht, R
4 für H steht
und R
2 der Definition in Formel I entspricht,
in einem polaren Lösungsmittel,
wie z. B. Ethanol, geeigneterweise unter Rückflußbedingungen, mit Chloracetaldehyd
zur Reaktion gebracht wird, wie in Schema 4 dargestellt. SCHEMA
4
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Reagenzien
gemäß Formel
C, wobei R
2 der Definition in Formel I entspricht,
können
z. B. hergestellt werden, indem die Nitrogruppe eines Reagens gemäß Formel
G, wobei R
2 der Definition in Formel I entspricht, unter
normalen Bedingungen reduziert wird, wie in Schema 5 dargestellt.
Normale Reduktionsbedingungen können
beispielsweise SnCl
2 in einem polaren Lösungsmittel,
wie z. B. Ethanol, bei Rückflußtemperaturen sein. SCHEMA
5
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Reagenzien
gemäß Formal
G, wobei R
2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus
-(CH
2)
nR
8 und -(CH
2)
mR
9 besteht,
und R
5–R
9 sowie n, m, o und p den Definitionen in
Formel I entsprechen, können
beispielsweise hergestellt werden, indem ein Reagens gemäß Formel
H mit einem Reagens gemäß Formel
J, wobei R
2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus
-(CH
2)
nR
8 und -(CH
2)
mR
9 besteht,
und R
5 – R
9 sowie n, m, o und p den Definitionen in
Formel I entsprechen, unter normalen Alkylierungsbedingungen behandelt
wird, wie in Schema 6 dargestellt. Bedingungen zur Ausführung der
Alkylierung der Reagenzien J mit Reagenzien H können z. B. das gemeinsame Erhitzen
der Reagenzien J und H mit oder ohne ein Lösungsmittel, wahlweise in Gegenwart
einer geeigneten Base, einschließen. SCHEMA
6
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Reagenzien
gemäß Formal
G, wobei R
2 für H steht, Reagenzien gemäß Formel
H und Reagenzien gemäß Formel
J, wobei R
2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus
-(CH
2)
nR
8 und -(CH
2)
mR
9 besteht
und R
5–R
9 sowie n, m, o und p den Definitionen in
Formel I entsprechen, sind im Handel erhältlich oder können unter
Anwendung von dem Fachmann bekannten Standardverfahren hergestellt
werden (siehe etwa die Beispiele 14–16 weiter unten).
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Ein
alternativer Weg zu Reagenzien gemäß Formel C, wobei R
2 am der Gruppe ausgewählt ist, die aus
-(CH
2)-R
8 und -(CH
2)
mR
9 besteht, und
wobei R
5–R
9 sowie
n, m, o und p den Definitionen in Formel I entsprechen, erfordert
die Reaktion eines Reagens gemäß Formel
K mit einem Reagens gemäß Formel
L, wobei R
2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus
-(CH
2)
nR
8 und -(CH
2)
mR
9 besteht,
und wobei R
5–R
9 und
n, m, o und p den Definitionen in Formel I entsprechen und LG eine
geeignete austretende Gruppe ist, wie z. B. ein Halogen, geeigneterweise
eine Chlorgruppe, unter normalen Alkylierungsbedingungen, wie im
Schema 7 dargestellt. Die entstehende Nitroverbindung kann zu der
entsprechenden Aminoverbindung C reduziert werden, wie oben beschrieben.
Reagenzien gemäß Formel K
sind entweder im Handel erhältlich
oder können
unter Anwendung von Standardmethoden hergestellt werden. SCHEMA
7
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Reagenzien
gemäß Formel
D und E sind entweder im Handel erhältlich oder können hergestellt
werden, indem die entsprechenden Cyanoverbindungen mit einem Thiol,
Q-SH, zur Reaktion gebracht werden, wobei Q z. B. Phenyl oder Naphthylmethyl
sein kann, und anschließend
mit HBr abgeschreckt werden, wie in Schema 8 dargestellt. SCHEMA
8
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In
bestimmten Fällen
müssen
die oben zitierten chemischen Zusammensetzungen unter Umständen modifiziert
werden, z. B. durch Verwendung von Schutzgruppen, um Nebenreaktionen
zu verhindern, die auf reaktive Gruppen zurückzuführen sind, wie z. B. reaktive
Gruppen, die als Substituenten gebunden sind. Dies kann mit Hilfe
herkömmlicher
Schutzgruppen erreicht werden, wie z. B. in "Protective Groups in Organic Chemistry" (Schutzgruppen in
der organischen Chemie), McOmie, J. F. W. Hrsg., Plenum Press, 1973,
und in Greene, T. W. und Wuts, P. G. M., "Protective Groups in Organic Synthesis" (Schutzgruppen in
der organischen Synthese), John Wiley&Sons, 1991, beschrieben.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
und Zwischenprodukte bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen
können
unter Anwendung herkömmlicher
Verfahren, zu denen beispielsweise Extraktion, Chromatographie,
Destillation und Rekristallisation gehören, aus ihren Reaktionsgemischen
isoliert und (nötigenfalls)
gereinigt werden.
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Die
Bildung eines gewünschten
Salzes einer Verbindung wird unter Anwendung von Standardverfahren
erreicht. Zum Beispiel wird die neutrale Verbindung mit einer Säure oder
Base in einem geeigneten Lösungsmittel
behandelt, und das gebildete Salz durch Filtration, Extraktion oder
irgendein anderes geeignetes Verfahren isoliert.
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Die
Bildung von Solvaten der erfindungsgemäßen Verbindungen variiert in
Abhängigkeit
von der Verbindung und dem Solvat. Im allgemeinen werden Solvate
gebildet, indem die Verbindung in dem geeigneten Lösungsmittel
aufgelöst
und das Solvat durch Abkühlen
oder durch Verwendung eines Antilösungsmittels isoliert wird.
Das Solvat wird typischerweise unter Umgebungsbedingungen getrocknet
oder azeotropisiert.
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Die
Herstellung eines optischen Isomers einer erfindungsgemäßen Verbindung
kann durch Reaktion der geeigneten, optischen aktiven Ausgangsmaterialien
unter Reaktionsbedingungen, die keine Racemisierung verursachen,
durchgeführt
werden. Alternativ können
die einzelnen Enantiomere durch Trennung eines racemischen Gemischs
unter Anwendung von Standardverfahren isoliert werden, z. B. durch
fraktionierte Kristallisation oder Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie (HPLC).
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Propharmaka
der erfindungsgemäßen Verbindungen
können
herkömmliche
Ester sein, die mit einer verfügbaren
Aminogruppe gebildet werden. Wenn z. B. in einer erfindungsgemäßen Verbindung
R2 für
H steht, kann diese mit einer aktivierten Säure in Gegenwart einer Base,
und wahlweise in einem inerten Lösungsmittel (z.
B. einem Säurechlorid
in Pyridin), acyliert werden. Einige gebräuchliche Ester, die als Propharmaka
verwendet worden sind, sind Phenylester, aliphatische (C8-C24-)Ester, Acyloxymethylester,
Carbamate und Aminosäureester.
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Eine
radioaktiv markierte erfindungsgemäße Verbindung kann unter Anwendung
von Standardverfahren hergestellt werden, die dem Fachmann bekannt
sind Zum Beispiel kann unter Anwendung von Standardverfahren, beispielsweise
durch Hydrieren eines geeigneten Vorläufen einer erfindungsgemäßen Verbindung mit
Tritiumgas und einem Katalysator, Tritium in eine erfindungsgemäße Verbindung
eingebaut werden. Alternativ kann eine erfindungsgemäße Verbindung,
die eine radioaktive Iodgruppe enthält, unter Anwendung normaler
Iodierungsbedingungen, wie z. B. [125I-]Natriumiodid
in Gegenwart von Chloramin-T in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z. B. Dimethylformamid, aus dem entsprechenden Trialkylzinn-(geeigneterweise
Trimethylzinn-)Derivat hergestellt werden. Die Trialkylzinnverbindung
kann unter Anwendung normaler Bedingungen der palladiumkatalysierten
Stannylierung, zum Beispiel Hexamethyldizinn in Gegenwart von Tetrakis(triphenylphosphin)palladium
(0) in einem inerten Lösungsmittel,
wie z. B. Dioxan, und bei erhöhten
Temperaturen, geeigneterweise 50–100°C, aus der entsprechenden nichtradioaktiven
Halogenverbindung, geeigneterweise Iodverbindung, hergestellt werden.
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IV. ANWENDUNGEN
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Wie
vorstehend erwähnt,
sind neuartige Verbindungen mit der allgemeinen Formel I hergestellt
worden. Dementsprechend schließt
die vorliegende Erfindung alle Anwendungen der Verbindungen mit
der Formel I ein, einschließlich
ihrer Anwendung bei therapeutischen Methoden und Zusammensetzungen
für die Hemmung
der NOS-Aktivität,
ihres Gebrauchs bei diagnostischen Tests und ihrer Verwendung als
Forschungshilfsmittel.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen,
d. h. Verbindungen mit der Formel I einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, weisen eine verwendbare
NOS-hemmende Wirkung auf und sind daher bei der Behandlung oder
Risikominderung von Krankheiten oder Zuständen, die aus einer Hemmung
der NOS-Aktivität
Nutzen ziehen, verwendbar. Derartige Krankheiten oder Zustände sind
unter anderem diejenigen, in denen die Synthese oder Übersynthese von
Stickoxid eine beitragende Rolle spielt.
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Folglich
betrifft die vorliegende Erfindung ein In-vitro-Verfahren, das die
Verabreichung einer wirksamen Menge einer Verbindung der Formel
I, einschließlich
derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, an eine Zelle aufweist.
Die Erfindung schließt
außerdem
eine Verbindung mit der Formel I ein, einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl ist und die
Gruppe R1NH- an die 5-Position des Aminobenzothiazolrings
gebunden ist, zur Verwendung bei der Behandlung oder Risikominderung
einer Krankheit oder eines Zustands, die aus einer Hemmung der NOS-Aktivität Nutzen
ziehen. Ferner schließt
die Erfindung die Anwendung einer Verbindung der Formel I ein, einschließlich derjenigen,
wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, um ein Medikament zur Behandlung
oder Risikominderung einer Krankheit oder eines Zustands herzustellen,
die aus einer Hemmung der NOS-Aktivität Nutzen
ziehen.
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Beispiele
von Krankheiten und anderen Zuständen,
die aus einer Hemmung der NOS-Aktivität Nutzen ziehen können, sind
Migräne,
entzündliche
Erkrankungen einschließlich
reversibler obstruktiver Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma und
posttraumatische Lungeninsuffizienz (ARDS)), koronare Bypass-Operation (CABG),
akuter und chronischer Schmerz, traumatischer Schock, Reperfusionsverletzung,
Multiple Sklerose, AIDS-assoziierte Demenz, neurodegenerative Erkrankungen,
Neuronentoxizität,
Alzheimersche Krankheit, Chemikalienabhängigkeiten und -süchte (z.
B. Abhängigkeiten
von Drogen, Alkohol und Nikotin), Epilepsie, Angst, Schädeltrauma,
morphininduzierte Toleranz- und Entzugssymptome, akute Rückenmarkverletzung, Huntingtonsche
Chorea, Parkinson-Krankheit,
grüner
Star, Makuladegeneration, diabetische Nephropathie.
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Vorzugsweise
sind die Zustände
Schlaganfall, Reperfusionsverletzung, Neurodegeneration, Schädeltrauma,
CABG, Migräne,
neuropathischer Schmerz und chronischer Schmerz.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen,
d. h. Verbindungen mit der Formel I einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, weisen insbesondere eine
selektive Hemmung der neuronalen Iso-Form von NOS auf. Wie weiter
oben erwähnt, kann
das NO, das während
der zerebralen Ischämie
von der Iso-Form nNOS erzeugt wird, zu der initialen Stoffwechselverschlechterung
der ischämischen
Penumbra beitragen, die zu größeren Infarkten
führt.
Ferner wird eine Verwendung einer Verbindung mit der Formel I, einschließlich derjenigen,
wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, zur Anwendung bei der Behandlung
von Schlaganfall bereitgestellt, und ebenso wird die Verwendung
einer Verbindung der Formel I, einschließlich derjenigen, wo R4 ein C1-6-Alkyl
ist und die Gruppe R1NH- an die 5-Position
des Aminobenzothiazolrings gebunden ist, zur Herstellung eines Medikaments
für die
Behandlung von Schlaganfall bereitgestellt.
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Verbindungen
können
durch einen Fachmann unter Anwendung der weiter unten in Beispiel
22 beschriebenen Methoden auf ihre Wirksamkeit bei der bevorzugten
Hemmung von nNOS und/oder iNOS und/oder eNOS geprüft werden.
Ferner können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
in Standardtests für Neuroprotektoren,
besonders für
Schlaganfall, geprüft
werden (siehe z. B. Am. J. Physiol., R268, R286 1995).
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
werden vorzugsweise zu pharmazeutischen Zusammensetzungen für die Verabreichung
an Menschen in einer biologisch kompatiblen Form formuliert, die
sich für
die Verabreichung in vivo eignet. Dementsprechend bietet die vorliegende
Erfindung nach einem anderen Aspekt eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die eine erfindungsgemäße Verbindung
in Beimischung mit einem geeigneten Verdünnungsmittel oder Träger aufweist.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
in Form der freien Base, in Form von Salzen und Solvaten verwendet
werden. Alle Formen liegen innerhalb des Umfangs der Erfindung.
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In Übereinstimmung
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
können
die beschriebenen Verbindungen oder Salze, Solvate oder Propharmaka
davon einem Patienten in verschiedenen Formen verabreicht werden, die
von dem gewählten
Verabreichungsweg abhängen,
wie der Fachmann verstehen wird. Die erfindungsgemäßen Verbindungen
können
beispielsweise durch orale, parenterale, bukkale, sublinguale, nasale,
rektale, Pflaster-, Pumpen- oder transdermale Verabreichung zugeführt werden,
und die pharmazeutischen Zusammensetzungen können entsprechend formuliert
werden. Die parenterale Verabreichung schließt intravenöse, intraperitoneale, subkutane,
intramuskuläre,
transepitheliale, nasale, intrapulmonäre, intrathekale, rektale und topische
Verabreichungsarten ein. Die parenterale Verabreichung kann durch
kontinuierliche Infusion über eine
gewählte
Zeitspanne erfolgen.
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Eine
erfindungsgemäße Verbindung
kann beispielsweise mit einem inerten Verdünnungsmittel oder mit einem
assimilierbaren eßbaren
Träger
oral verabreicht werden, oder sie kann in hart- oder weichschalige Gelatinekapseln
eingeschlossen werden oder sie kann zu Tabletten gepreßt werden,
oder sie kann direkt mit dem Nahrungsmittel der Diät inkorporiert
werden. Für
orale therapeutische Verabreichung kann die erfindungsgemäße Verbindung
mit einem Trägerstoff
einverleibt werden und in Form von einnehmbaren Tabletten, Bukkaltabletten,
Pastillen, Kapseln, Elixieren, Suspensionen, Sirupen, Oblaten und
dergleichen verwendet werden.
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Eine
erfindungsgemäße Verbindung
kann auch parenteral verabreicht werden. Lösungen einer erfindungsgemäßen Verbindung
können
in Wasser hergestellt werden, das auf geeignete Weise mit einem
Tensid vermischt wird, wie z. B. Hydroxypropylcellulose. Dispersionen
können
auch in Glycerin, flüssigen
Polyethylenglycolen, DMSO und Gemischen davon mit oder ohne Alkohol
sowie in Ölen
hergestellt werden. Unter gewöhnlichen
Lagerungs- und Einsatzbedingungen enthalten diese Präparate ein
Konservierungsmittel, um das Wachstum von Mikroorganismen zu verhindern.
Ein Fachmann weiß,
wie geeignete Formulierungen herzustellen sind. Herkömmliche
Verfahren und Zutaten für
die Auswahl und Herstellung geeigneter Formulierungen werden z.
B. in Remington's
Pharmaceutical Sciences (1990 – 18.
Auflage) und in The United States Pharmacopeia: The National Formulary
(USP 24 NF 19), veröffentlicht
1999, beschrieben.
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Die
für den
injizierbaren Gebrauch geeigneten pharmazeutischen Formen sind unter
anderem sterile wäßrige Lösungen oder
Dispersionen und sterile Pulver für die unvorbereitete Herstellung
von sterilen injizierbaren Lösungen
oder Dispersionen. In allen Fällen
muß die
Form steril sein und muß soweit
flüssig
sein, daß sie
sich leicht spritzen läßt.
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Zusammensetzungen
für die
Verabreichung durch die Nase können
zweckmäßigerweise
als Aerosole, Tropfen, Gele und Pulver formuliert werden. Aerosolformulierungen
weisen typischerweise eine Lösung
oder Feinsuspension des Wirkstoffs in einem physiologisch akzeptierbaren
wäßrigen oder
nichtwäßrigen Lösungsmittel
auf und werden gewöhnlich
in Ein- oder Mehrfachdosismengen in steriler Form in einem abgedichteten Behälter präsentiert,
der die Form einer Patrone oder Nachfüllpackung zur Verwendung mit
einer Zerstäubervorrichtung
annehmen kann. Alternativ kann der abgedichtete Behälter eine
Einheitsdosiervorrichtung sein, wie z. B. ein Einzeldosis-Naseninhaliergerät oder ein
Aerosolspender, der mit einem Dosierventil ausgestattet ist, das
für die
Entsorgung nach dem Gebrauch vorgesehen ist. Falls die Dosierungsform
einen Aerosolspender aufweist, enthält sie ein Treibmittel, das
ein Druckgas sein kann, wie z. B. Druckluft, oder ein organisches Treibmittel,
wie z. B. Fluorchlorkohlenwasserstoff. Die Aerosol-Dosierungsformen
können
auch die Form eines Pumpzerstäubers
annehmen.
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Zusammensetzungen,
die sich für
bukkale oder sublinguale Verabreichung eignen, sind unter anderem
Tabletten, Pillen und Pastillen, wobei der Wirkstoff mit einem Träger formuliert
wird, wie z. B. Zucker, Akaziengummi, Tragantgummi oder Gelatine
und Glycerin. Zusammensetzungen für rektale Verabreichung haben zweckmäßigerweise
die Form von Zäpfchen,
die eine herkömmliche
Zäpfchenbasis
wie z. B. Kakaobutter enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
einem Tier allein oder in Kombination mit pharmazeutisch akzeptierbaren
Trägem
verabreicht werden, wie oben festgestellt, deren Verhältnis durch
die Löslichkeit und
die chemische Natur der Verbindung, den gewählten Verabreichungsweg und
die pharmazeutische Standardpraxis festgelegt wird.
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Die
Dosierung der erfindungsgemäßen Verbindungen
und/oder Zusammensetzungen, die eine erfindungsgemäße Verbindung
aufweisen, kann in Abhängigkeit
von vielen Faktoren variieren, wie z. B. von den pharmakodynamischen
Eigenschaften der Verbindung, der Verabreichungsart, Alter, Gesundheit
und Gewicht des Empfängers,
Natur und Grad der Symptome, Häufigkeit
der Behandlung und Art der Parallelbehandlung, falls vorhanden,
und der Clearance- bzw. Ausscheidungsgeschwindigkeit in dem zu behandelnden
Tier. Ein Fachmann kann die geeignete Dosierung auf der Basis der
obigen Faktoren bestimmen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können anfangs
in einer geeigneten Dosierung verabreicht werden, die nach Bedarf
in Abhängigkeit
von der klinischen Reaktion reguliert werden kann. Im allgemeinen
lassen sich befriedigende Ergebnisse erzielen, wenn die erfindungsgemäßen Verbindungen
einem Menschen in einer Tagesdosis zwischen 1 mg und 2000 mg (gemessen
in Feststoffform) verabreicht werden.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
allein oder in Kombination mit anderen Mitteln eingesetzt werden,
die NOS-Aktivität
aufweisen, oder in Kombination mit anderen Behandlungsarten (die
NOS hemmen können
oder nicht) zur Behandlung, Verhütung
und/oder Risikominderung eines Schlaganfalls oder anderer Erkrankungen,
die aus der NOS-Hemmung Nutzen ziehen.
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Zusätzlich zu
den oben erwähnten
therapeutischen Anwendungen sind die erfindungsgemäßen Verbindungen
auch in diagnostischen Tests, Screening-Tests und als Forschungshilfsmittel
verwendbar.
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In
diagnostischen Tests können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
bei der Erkennung oder beim Nachweis der NOS-Aktivität brauchbar
sein. In einer derartigen Ausführungsform
können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
radioaktiv markiert (wie weiter oben beschrieben) und mit einer
Zellpopulation in Kontakt gebracht werden. Die Anwesenheit der radioaktiven
Markierung auf den Zellen kann NOS-Aktivität anzeigen.
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In
Screening-Tests können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
verwendet werden, um andere Verbindungen zu identifizieren, die
NOS hemmen. Als Forschungshilfsmittel können die erfindungsgemäßen Verbindungen
in Enzymtests und Tests zur Untersuchung der Lokalisierung der NOS-Aktivität eingesetzt
werden. Derartige Informationen können z. B. zur Diagnose oder Überwachung
von Krankheitszuständen
oder des Krankheitsfortschritts benutzt werden. In derartigen Tests
können
die erfindungsgemäßen Verbindungen gleichfalls
radioaktiv markiert werden.
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Die
nachstehenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung:
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BEISPIELE
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Beispiel 1: Benzothiazol-2,6-diamin
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Ein
Gemisch von 6-Nitrobenzothiazol-2-ylamin (1,0 g, 5,12 mmol) und
SnCl2 (4,86 g, 25,6 mmol) in 15 ml Ethanol
(denaturiert) wurde 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt. Das Gemisch wurde
eingeengt und zwischen 100 ml CH2Cl2 und 50 ml 1,0 N NaOH verteilt. Die organische
Schicht wurde abgetrennt, und die wäßrige Schicht wurde mit 2 × 100 ml
CH2Cl2 extrahiert.
Die vereinigten organischen Fraktionen wurden über MgSO4 getrocknet,
filtriert und zu einem gelben Feststoff eingedampft. Dieser wurde
mit einem 1:1-Gemisch
aus Et2O und Hexanen gewaschen. Ausbeute:
50%; 1H NMR (Aceton-d6): δ 7,14 (d,
1H, J = 8,8 Hz); 6,92 (d, 1H, J = 1,9 Hz); 6,62 (dd, 1H, J = 1,9,
8,5 Hz).
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Beispiel 2: 1-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-3-benzoylthioharnstoff
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Benzoylisothiocyanat
(0,12 ml, 0,91 mmol) wurde tropfenweise einer Lösung von Benzothiazol-2,6-diamin (Beispiel
1, 150 mg, 0,91 mmol) in 10 ml THF bei Raumtemperatur zugesetzt.
Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur 7 Stunden gerührt und
dann eingeengt. Der Rückstand
wurde mit einem 1:1-Gemisch
von Et2O und Hexanen gewaschen. Ausbeute:
97,3%, 1H NMR (DMSO-D6): δ 12,65 (s,
1H); 11,55 (s, 1H); 8,00 (m, 3H); 7,60 (m, 5H); 7,38 (m, 2H).
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Beispiel 3: 1-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)thioharnstoff
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Eine
Suspension von 1-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-3-benzoylthioharnstoff
(Beispiel 2, 0,2 g, 0,61 mmol) und 2,0 N NaOH (0,67 ml, 1,3 mmol)
in 10 ml THF wurde unter Rückfluß 4 Stunden
erhitzt. Beim Abkühlen
fiel ein gelber Feststoff aus, der gefiltert wurde. Ausbeute: 66,5%, 1H NMR (DMSO-d6): δ 9,55 (s,
1H); 7,64 (d, 1H, J = 1,8 Hz); 7,44 (s, 2H); 7,27 (m, 2H); 7,03
(dd, 1H, J = 8,0, 2,0 Hz).
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Beispiel 4: N-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)-2-methylthiocarboximidamid
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Methyliodid
(19,4 μl,
0,312 mmol) wurde einer Lösung
von 1-(2-Aminobenzothiazol-6-yl)thioharnstoff (Beispiel
3, 50 mg, 0,312 mmol) in 2 ml DMF zugesetzt. Dieser Lösung wurde
K2CO3 (129 mg, 0,936
mmol) zugesetzt. Die Suspension wurde 22 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde dann mit 20 ml CH2Cl2 verdünnt
und mit 5 ml H2O behandelt. Die organische
Schicht wurde abgetrennt und konzentriert und ergab einen gelben
Feststoff, der einer Silicagel-Säulenchromatographie
(10% MeOH:90% CH2Cl2)
unterworfen wurde. Dieses Produkt wurde dann in 2 ml MeOH aufgelöst und mit
0,5 ml einer wäßrigen 2
M HCl-Lösung
behandelt. Nach 30 Minuten bei Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel
verdampft und ergab einen cremefarbenen Feststoff. Ausbeute: 35%, 1H NMR (D2O): δ 7,80 (d,
1H, J = 2,0 Hz); 7,62 (d, 1H, J = 8,7 Hz); 7,48 (dd, 1H, J = 7,0,
2,2 Hz); 3,35 (s, 3H).
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Beispiel 5: N-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)-2-ethylthiocarboximidamid
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Ethyliodid
(25 μl,
0,312 mmol) wurde einer Lösung
von 1-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)thioharnstoff
(Beispiel 3, 50 mg, 0,312 mmol) in 2,5 ml DMF zugesetzt. Dieser
Lösung
wurde K2CO3 (129
mg, 0,936 mmol) zugesetzt. Die Suspension wurde 22 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde mit 20 ml CH2Cl2 verdünnt
und mit 5 ml H2O behandelt. Die organische
Schicht wurde abgetrennt und konzentriert und ergab einen gelben
Feststoff, der einer Silicagel-Säulenchromatographie
(10% MeOH:90% CH2Cl2)
unterworfen wurde. Dieses Produkt wurde dann in 2 ml MeOH aufgelöst und mit
0,5 ml einer wäßrigen 2
M HCl-Lösung
behandelt. Nach 30 Minuten bei Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel
verdampft und ergab einen weißen
Feststoff. Ausbeute: 22%, 1H NMR (D2O): δ 7,86
(d, 1H, J = 1,7 Hz); 7,78 (d, 1H, J = 8,8 Hz); 7,54 (dd, 1H, J =
7,0, 1,9 Hz); 3,32 (q, 2H, J = 7,32 Hz): 1,50 (t, 3H, J = 7,3 Hz).
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Beispiel 6: N-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)-2-propylthiocarboximidamid
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Ein
Gemisch aus 1-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)thioharnstoff (Beispiel 3,
50 mg, 0,312 mmol), Propyliodid (30,4 μl, 0,312 mmol) und K2CO3 (129 mg, 0,936
mmol) in 2,5 ml DMF wurde 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das
Gemisch wurde mit 20 ml CH2Cl2 verdünnt und
gefiltert. Das Lösungsmittel
wurde entfernt und ergab eine gelbe Flüssigkeit. Toluol wurde zugesetzt,
und es bildete sich ein Niederschlag. Der Niederschlag wurde gefiltert
und unter Vakuum getrocknet. Ausbeute: 40%, 1H
NMR (CD3OD): δ 7,56 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 7,39
(d, 1H, J = 8,8 Hz); 7,11 (dd, 1H, J = 6,0, 2,9 Hz); 3,32 (T, 2H,
J = 7,4 Hz); 1,85 (q, 2H, J = 7,3 Hz): 1,10 (t, 3H, J = 7,3 Hz).
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Beispiel 7: N-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)-2-isopropylthiocarboximidamid
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Ein
Gemisch aus 1-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)thioharnstoff (Beispiel 3,
50 mg, 0,312 mmol), Isopropyliodid (31 μl, 0,312 mmol) und K2CO3 (129 mg, 0,936
mmol) in 2,5 ml DMF wurde 75 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das
Gemisch wurde mit 20 ml CH2Cl2 verdünnt und
gefiltert. Das Lösungsmittel
wurde entfernt und ergab einen gelben Feststoff, der einer Silicagel-Säulenchromatographie
(5% MeOH:95% CH2Cl2)
unterworfen wurde. Dieses Produkt wurde dann in 2 ml MeOH aufgelöst und mit
0,5 ml einer wäßrigen 2
M HCl-Lösung
behandelt. Die Lösung
wurde dann zwischen 10 ml Et2O und 5 ml H2O verteilt. Die wäßrige Schicht wurde abgetrennt
und konzentriert und ergab die Titelverbindung. Ausbeute: 37%, 1H NMR (D2O): δ 7,57 (d,
1H, J = 2,0 Hz); 7,47 (d, 1H, J = 8,8 Hz); 7,33 (dd, 1H, J = 7,0,
2,4 Hz); 4,13 (q, 1H, J = 6,8 Hz); 1,39 (d, 6H, J = 6,3 Hz).
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Beispiel 8: N-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)-2-methylcarboximidamid
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Ein
Gemisch aus Benzodiazol-2,6-diamin (Beispiel 1, 100 mg, 0,61 mmol),
und Thioacetimidsäurenaphthalin-2-yl-methylesterhydrobromid
(179 mg, 0,61 P mmol) in 8 ml wasserfreiem Ethanol wurde 16 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert und zwischen 5 ml H2O und 20 ml Et2O
verteilt. Die wäßrige Schicht
wurde abgetrennt und mit 20 ml Et2O gewaschen.
Die wäßrige Schicht
wurde konzentriert und ergab die Titelverbindung als weißen Feststoff.
Ausbeute: 80%, 1H NMR (D2O): δ 7,61 (br
s, 1H); 7,48 (d, 1H, J = 8,3 Hz); 7,23 (d, 1H, J = 6,8 Hz); 2,43
(s, 3H).
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Beispiel 9: N-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)-2-thiophencarboximidamid
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Ein
Gemisch aus Benzodiazol-2,6-diamin (Beispiel 1, 50 mg, 0,3 mmol),
und Thiophen-2-carboximidothiosäurephenylesterhydrobromid
(91 mg, 0,3 mmol) wurde 17 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dieser
Zeit bildete sich ein Niederschlag. Das Gemisch wurde mit 4 ml Et2O verdünnt
und gefiltert und ergab die Titelverbindung. Ausbeute: 94%, 1H NMR (DMSO-D6): δ 11,30 (br
s, 1H); 9,71 (s, 1H); 8,80 (s, 1H); 8,18 (m, 2H); 7,74 (m, 3H);
7,29 (m, 3H).
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Beispiel 10: N-(2,3-Dihydro-N-ethyl-2-iminobenzodiazol-6-yl)-2-ethylthiocarboximidamid
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Eine
Suspension von 1-(2-Aminobenzodiazol-6-yl)thioharnstoff (Beispiel
3, 30 mg, 0,187 mmol), Ethyliodid (15 μl, 0,18 mmol) und K2CO3 in 1 ml DMF wurde in einer abgedichteten
Röhre 24
Stunden auf 85°C erhitzt.
Etwa 20 Äquivalente
Ethyliodid wurden über
den Zeitraum von 24 Stunden zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 20 ml H2O verdünnt und mit 2 × 20 ml
CH2Cl2 extrahiert.
Die organische Schicht wurde über Na2SO4 getrocknet und
eingedampft und ergab einen gelben Rückstand, der einer Silicagel-Säulenchromatographie
(7,5% MeOH:92,5% CH2Cl2)
unterworfen wurde. Ausbeute: 57,2%, 1H NMR (DMSO-d6): δ 8,69 (s, 1H);
8,08 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 7,93 (d, 1H, J = 9,0 Hz); 7,44 (dd, 1H,
J = 7,0, 2,4 Hz); 4,47 (q, 2H, J = 7,1 Hz); 3,77 (q, 2H, 3 = 7,3
Hz); 1,31 (m, 6H).
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Beispiel 11: 6-Nitro-2-(2-pyrrolidin-1-ylethylamino)benzothiazol
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Ein
Gemisch aus 2-Chlor-6-nitrobenzodiazo (250 mg, 1,16 mmol) und 2-Pyrrolidin-1-ylethylamin
(0,59 ml, 4,66 mmol) wurde 4 Stunden auf 100°C und dann 16 Stunden auf 60°C erhitzt.
Nach dieser Zeit wurde das Reaktionsgemisch gefiltert, und der Niederschlag
wurde mit 2 × 5
ml H2O gewaschen. Der Feststoff wurde einer
Silicagel-Säulenchromatographie
(7,5% MeOH:92,5% CH2Cl2)
ausgesetzt und ergab die Titelverbindung als gelben Rückstand.
Ausbeute: 20,6%, 1H NMR (DMSO-d6): δ 8,80 (br
s, 1H); 8,70 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 8,11 (dd, 1H, J = 6,8, 2,4 Hz);
7,47 (d, 1H, J = 8,8 Hz); 3,58 (m, 2H); 2,60 (m, 6H); 1,73 (m, 2H).
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Beispiel 12: 6-Amin-2-(2-pyrrolidin-1-ylethylamino)benzothiazol
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Eine
Suspension von 6-Nitro-2-(2-pyrrolidin-1-ylethylamino)benzothiazol
(Beispiel 11, 50 mg, 0,17 mmol) und SnCl2 (1,61
mg; 0,85 mmol) in 20 ml Ethanol (denaturiert) wurde 4 Stunden unter
Rückfluß erhitzt. Nach
dem Abkühlen
wurde das Gemisch zwischen 50 ml Ethylacetat und 20 ml wäßriger 1,0
N NaOH verteilt. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat getrocknet
und eingedampft und ergab einen gelben Rückstand, der einer Silicagel-Säulenchromatographie
(5% 2 M NH3/MeOH:95% CH2Cl2) unterworfen wurde. Ausbeute: 65%, 1H NMR (CD3OD): δ 8,70 (d,
1H, J = 8,3 Hz); 8,47 (d, 1H, J = 2,0 Hz); 8,21 (dd, 1H, J = 6,3,
1,9 Hz); 5,05 (t, 2H, J = 6,3 Hz); 4,28 (t, 2H, J = 6,8 Hz); 4,14
(m, 4H); 3,33 (m, 4H).
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Beispiel 13: N-[2-(2-Pyrrolidin-1-ylethylamino)-benzothiazol-6-yl)-2-thiophencarboximidamid
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6-Amin-2-(2-pyrrolidin-1-ylethylamino)benzothiazol
(Beispiel 12, 28 mg, 0,11 mmol) und Thiophen-2-carboximidothiosäurephenylesterhydrobromid
(32 mg, 0,11 mmol) in 3 ml Ethanol (denaturiert) wurden 20 Stunden
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde entfernt, und der Rückstand
wurde zwischen 5 ml H2O und 10 ml Et2O verteilt Die wäßrige Schicht wurde konzentriert
und ergab die Titelverbindung. 1H NMR (CD3OD): δ 8,08
(m, 2H); 7,72 (d, 1H, J = 2,0 Hz); 7,64 (d, 1H, J = 8,0 Hz); 7,30
(m, 2H); 3,86 (t, 2H, J = 5,9 Hz); 3,50 (m, 6H); 2,10 (m, 4H).
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Beispiel 14 : 1-Benzoyl-3-(2-fluor-5-nitrophenyl)-thioharnstoff
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Zu
10 ml THF wurde 4-Fluor-3-nitroanilin (0,5 g, 3,2 mmol) zusammen
mit Benzoylisothiocyanat (0,43 ml, 3,2 mmol) zugesetzt. Die entstehende
Lösung
wurde 17 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, wonach dem Reaktionsgemisch
Hexane zugesetzt wurden. Der entstehende Niederschlag wurde durch
Filtration gesammelt und ergab einen beigefarbenen Feststoff (0,752
g, 74%). 1H NMR (DMSO-d6) δ: 12,8 (br
s, 1H); 12,0 (br s, 1H); 9,18 (d, 1H, J = 3,9 Hz); 8,25 (m, 1H),
8,01 (d, 2H, J = 7,7 Hz); 7,71-7,66 (m, 2H); 7,58-7,54 (m, 2H)(m,
2H); MS (ESI) 320,2 (M+1, 45%), 299,8 (100%).
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Beispiel 15: 5-Nitrobenzothiazol-2-ylamin
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Einer
Lösung
von Methanol (1,6 1) wurde Natriummethoxid (8,64 g) zugesetzt. Unter
Rühren
wurde 1-Benzoyl-3-(2-fluor-5-nitrophenyl)thioharnstoff (16 g) als
Feststoff zugesetzt, und das Gemisch wurde 17 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach dieser Zeit wurde das Reaktionsgemisch in einem Eisbad abgekühlt und
dann filtriert. Der Niederschlag wurde mit Wasser gewaschen (7,10
g, 86%). 1H NMR δ:
8,05 (d, 1H, J = 2,2 Hz); 7,97 (br s, 2H); 7,93 (s, 1H); 7,90 (d,
1H, J = 2,2 Hz); MS (ESI) 195,8 (M+1, 100%).
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Beispiel 16: 5-Aminobenzothiazol-2-ylamin
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Einer
Lösung
von Ethanol (36 ml) wurden 5-Nitrobenzothiazol-2-ylamin (Beispiel
15, 78 mg, 0,35 mmol) und Zinndichloriddihydrat (449 mg, 2 mmol)
zugesetzt. Das entstehende Gemisch wurde 4 Stunden auf 80°C erhitzt.
Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt,
und das Lösungsmittel
wurde entfernt. Der Rückstand
wurde in Ethylacetat aufgelöst
und auf 50 ml 1,5 N NaOH-Lösung
gegossen und mit Ethylacetat extrahiert (3 × 30 ml). Die vereinigten organischen
Schichten wurden über
MgSO4 getrocknet, gefiltert und zu einem
Feststoff eingedampft (43 mg, 66%). 1H NMR
(DMSO-d) δ:
7,23-7,19 (m, 3H); 6,59 (d, 1H, J = 1,96 Hz); 6,32 (dd, 1H, J =
2,18, 8,28 Hz); 4,88 (br s, 2H); MS (ESI 166 (M+1, 100%).
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Beispiel 17: 1-(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-3-benzoylthioharnstoff
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Einer
Lösung
von wasserfreiem THF (6,7 ml) wurden 5-Aminobenzothiazol-2-ylamin
(Beispiel 16, 100 mg, 0,61 mmol) und Benzoylisothiocyanat (0,08
ml, 1 Val) zugesetzt. Das entstehende Gemisch wurde 2 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt,
wonach das Lösungsmittel
verdampft wurde und der Rückstand
mit einem 1:1-Gemisch aus Ether/Hexanen (0,164 g, 83%) gewaschen
wurde. 1H NMR (DMSO-d6) δ: 12,61 (s,
1H); 11,53 (s, 1H); 7,99 (d, 1H, J = 3,9 Hz); 7,76 (s, 1H); 7,69-7,65
(m, 2H); 7,59-7,53 (m, 4H); 7,25-7,23 (d, 1H, J = 3,9 Hz); MS (ESI)
328,8 (M+1, 100%).
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Beispiel 18: 2-Aminobenzothiazol-5-yl)-thioharnstoff
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Einer
Lösung
von wasserfreiem Methanol (213 ml) wurden Natriummethoxid (1,15
g) und 1-(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-3-benzoylthioharnstoff
(Beispiel 17, 3,5 g), zugesetzt. Das entstehende Gemisch wurde 3 Stunden
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wurde eingedampft, und der Rückstand wurde in Wasser (300
ml) gewaschen. Das Gemisch wurde mit Ethylacetat (3 × 200 ml)
extrahiert Die vereinigten organischen Fraktionen wurden über Magnesiumsulfat
getrocknet, gefiltert und eingedampft (1,61 g, 67%). 1H
NMR (DMSO-d6) δ: 9,64 (s, 1H); 7,60-7,37 (m,
6H); 6,96 (d, 1H, J = 8,3 Hz); MS (ESI) 224,8 (M+1, 100%).
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Beispiel 19: 1-(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-3-ethylthioharnstoff
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Einer
Lösung
des Harnstoffs von Beispiel 18 (50 mg) in wasserfreiem DMF (2,5
ml) wurden Ethyliodid (18 μl)
und K2CO3 (138 mg)
zugesetzt. Das entstehende Gemisch wurde 22 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Gemisch wurde in Wasser gegossen (25 ml) und mit Dichlormethan
(3 × 25
ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden über Magnesiumsulfat
getrocknet, gefiltert und eingedampft. Der Rückstand wurde unter Verwendung
einer Lösung
in 10% Methanol und 90% Dichlormethan auf Silicagel chromatographiert
(18,8 mg, 45%). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,48 (d,
1H, J = 8,3 Hz); 6,97 (d, 1H, J = 1,9 Hz); 6,67 (dd, 1H, J = 8,3,
1,9 Hz) 2,97 (q, 2H, J = 7,3 Hz); MS (ESI) 252,8 (M+1, 100%).
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Beispiel 20: N-(2-Aminobenzothiazol-5-yl)-thiophen-2-carboxamidinhydrobromid
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Einer
Lösung
der Aminoharnstoffverbindung (Beispiel 18, 35 mg, 0,21 mmol) in
Ethanol (1,4 ml) wurde Thiophen-2-carboximidothiosäurephenylesterhydrobromid
(63,7 mg, 0,21 mmol) zugesetzt. Das Gemisch wurde 17 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt
und dann mit Diethylether verdünnt.
Der hellgelbe Niederschlag wurde durch Filtration aufgefangen (64,8
mg, 93%). 1H NMR (DMSO-d6) δ: 11,36 (br
s, 1H); 9,72 (br s, 1H); 8,83 (br s, 1H); 8,17 (d, 1H, J = 4,68
Hz).
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Beispiel 21: N5-Thiazol-2-ylbenzothiazol-2,5-diamin
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Einer
Lösung
von Ethanol (12 ml) wurde die Harnstoffverbindung (Beispiel 18,
50 mg, 0,22 mmol) zusammen mit Chloracetylaldehyd (0,12 ml, 0,94
mmol) zugesetzt. Das entstehende Gemisch wurde 24 Stunden unter
Rückfluß erhitzt.
Das Gemisch wurde dann auf Raumtemperatur abgekühlt und das Lösungsmittel
wurde verdampft. Dem Rückstand
wurde Wasser (25 ml) zugesetzt, und der pH-Wert wurde mit einer
Natriumcarbonatlösung
auf 9 eingestellt. Das Gemisch wurde mit Ethylacetat extrahiert
(3 × 15
ml). Die vereinigten organischen Schichten wurden über MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft (18,8
mg, 33%). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,66 (d,
1H, J = 2,2 Hz); 7,47 (d, 1H, J = 8,54 Hz); 7,21-7,18 (m, 2H); 6,73
(d, 1H, J = 3,9 Hz); MS (ESI) 248,8 (M+1, 100%).
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Beispiel 22(a): [2-(4-Bromphenyl)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
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2-Chlor-6-nitrobenzothiazol
(200 mg, 0,93 mmol) wurde in ein 15 ml-Glasfläschchen eingebracht das mit
einem Rührstab
und einem Septum ausgestattet war. Das Fläschchen wurde mit Argon gespült und mit DMF
(1,0 ml) gefüllt.
Es wurde Diisopropylethylamin zugesetzt (0,37 ml, 2 Val), wodurch
eine rötliche
Lösung entstand.
Mittels einer Injektionsspritze wurde 2-(4-Bromphenyl)-ethylamin
(186 mg, 1 Val) in DMF (1,0 ml) zugesetzt. Die dunkle Lösung wurde
dann 30 Minuten in einem Aluminiumblock auf 110°C erhitzt. Das Gemisch wurde
in einem Eisbad abgekühlt
und mit Wasser (10 ml) unter kräftigem
Rühren
verdünnt.
Es bildete sich ein dunkler Niederschlag. Nach 10 Minuten Rühren wurden
weitere 5 ml Wasser zugesetzt, und das Produkt wurde dann durch
Vakuumfiltration aufgefangen. Das Produkt wurde mit destilliertem
Wasser gewaschen (2 × 10 ml)
und bei Unterdruck getrocknet. Die Probe wurde unter Hochvakuum
getrocknet (0,8 torr, 110°C,
20 Stunden) und ergab einen Feststoff (198 mg, 61%). 1H
NMR (CDCl3) δ: 8,5 (s, 1H); 8,21 (br d, 1H,
J = 7,7 Hz); 7,48 (m, 3H); 7,10 (d, 2H, J = 7,7 Hz); 5,68 (br s,
1H); 3,75 (br t, 3H); 2,99 (br t, 3H).
-
Auf ähnliche
Weise wurden die folgenden weiteren Verbindungen herstellt:
-
(b) (6-Nitrobenzothiazol-2-yl)-(tetrahydropyran-4-yl)-amin
-
-
- Ausbeute: Gelber Feststoff (179 mg, 69%). 1H
NMR (CDCl3) δ: 7,38 (d, 1H, J = 8,9 Hz);
6,96 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 6,70 (dd, 1H, J = 8,9, 2,4 Hz); 3,83 (m,
5H); 3,55 (m, 4H); 2,93 (m, 1H).
-
(c) (6-Nitronenzothiazol-2-yl)-(2-pyridin-2-ylethyl)-amin
-
-
- Ausbeute: Gelber Feststoff (145 mg, 52%). 1H
NMR (CDCl3) δ: 8,6-8,49 (m, 2H); 8,22-8,18
(m, 1H); 7,64 (m, 1H); 7,50 (d, 1H, J = 8,9 Hz); 7,22v (m, 3H);
3,91 (br t, 2H); 3,20 (t, 2H, J = 5,6 Hz).
-
Beispiel 23(a): 4-(6-Nitrobenzothiazol-2-ylamino)-butan-1-ol
-
-
In
ein ofengetrocknetes Fläschchen,
das mit 4-Amino-1-butanol (172 μl,
2 Val), 2-Chlor-6-nitrobenzothiazol
(200 mg, 0,93 mmol) und Diisopropylethylamin (1 ml) gefüllt war,
wurde DMF (5 ml) gegeben. Das dunkelbraune Gemisch wurde 2 Stunden
auf 100°C
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde das Gemisch mit 20 ml Wasser verdünnt und mit Ethylacetat (50
ml) extrahiert. Die Ethylacetatschicht wurde mit Salzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und dann zu einem dunklen Rückstand
eingedampft. Der Rückstand
wurde einer Silicagel-Chromatographie ausgesetzt (7% 2 M Ammoniak/Methanol
in CH2Cl2), um das
gewünschte
Produkt zu ergeben (45 mg, 18%): 1H NMR
(CD3OD) δ:
8,55 (d, 1H, J = 2,3 Hz); 8,17 (dd, 1H, J = 2,3, 8,9 Hz); 7,47 (d,
1H, J = 8,9 Hz); 3,63 (m, 3H); 3,53 (t, 2H, J = 6,8 Hz); 1,80-1,75 (m, 2H); 1,70-1,65
(m, 2H); MS (M+1, 268).
-
Auf ähnliche
Weise wurden die folgenden weiteren Verbindungen hergestellt:
-
(b) [2-(3H-Imidazol-4-yl)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
-
-
- Ausbeute: 80 mg (30%) eines Feststoffs. 1H
NMR (CD3OD) δ: 8,50 (d, 1H, J = 2,5 Hz);
8,14 (dd, 1H, J = 2,5, 8,9 Hz); 7,64 (s, 1H); 7,44 (d, 1H, J = 8,9
Hz); 6,92 (s, 1H); 3,75 (t, 2H, J = 7,0 Hz); 2,98 (t, 2H, J = 7,0
Hz); MS (M+1, 290).
-
(c) (3-Imidazol-1-ylpropyl)-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
-
-
- Ausbeute: 70 mg (25%). 1H NMR (CD3OD) δ:
8,52 (d, 1H, J = 2,0 Hz); 8,15 (dd, 1H, J = 2,0, 8,9 Hz); 7,71 (s, 1H);
4,18 (t, 2H, J = 6,9 Hz); 3,50 (t, 2H, J = 6,9 Hz); 2,20 (m, 2H);
MS (M+1, 304).
-
(d) [2-(3-Chlorpheny)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
-
-
-
Beispiel 24: (1-Benzylpiperidin-4-yl)-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
-
-
2-Chlor-6-nitrobenzothiazol
(200 mg, 0,93 mmol) wurde in ein 15 ml-Fläschchen eingebracht, das mit einem
Rührstab
und einem Septum ausgestattet war. Das Fläschchen wurde mit Argon gespült und mit
DMF (1,0 ml) gefüllt.
Diisopropylethylamin (0,37 ml, 2 Val) wurde zugesetzt und ergab
eine rötliche
Lösung. Amin-4-benzylpiperidin
(177 mg, 1 Val) in DMF (1,0 ml) wurde mittels einer Injektionsspritze
zugesetzt. Die dunkle Lösung
wurde dann in einem Aluminiumblock 30 Minuten auf 110°C erhitzt.
Das Gemisch wurde im Eisbad abgekühlt und unter kräftigem Rühren mit
Wasser verdünnt
(10 ml). Es erfolgte ein Ausölen
der Verbindung. Es wurden Ethylacetat (25 ml) und anschließend 2 M
NaOH (5 ml) zugesetzt, und die Schichten wurden geschüttelt und
getrennt. Die wäßrige Phase
wurde mit Ethylacetat (26 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen
Fraktionen wurden mit Salzlösung
(2 × 24
ml) gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, filtriert und zu einem braunen Öl eingedampft.
Das Öl
wurde durch Chromatographie auf Silicagel gereinigt (2% 2 M Ammoniak/Methanol
in CH2Cl2) und ergab
einen gelben Schaum (166 mg, 47%). 1H NMR
(CDCl3) δ:
8,50 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 8,20 (dd, 1H, J = 2,4, 8,9 Hz); 7,51 (d,
1H, J = 8,9 Hz); 7,32 (m, 5H); 5,63 (d, 1H, J = 6 Hz); 3,70 (br
s, 1H); 3,55 (s, 2H); 2,89 (in, 2H); 2,28-2,11 (m, 4H); 1,73-1,56 (m, 2H).
-
Beispiel 25(a): [2-(1-Methylpyrrolidin-2-yl)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
-
-
In
eine Druckflasche, die mit 2-Amino-6-nitrobenzothiazol (0,50 g,
2,56 mmol), 2-(2-Chlorethyl)-1-methylpyrrolidinhydrochlorid
(0,57 g, 1,2 Val) und K2CO3 (1,06
g, 3 Val) gefüllt
war, wurde trockenes DMF (5 ml) gegeben. Das Gemisch wurde 24 Stunden
auf 130°C
erhitzt. Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch in Wasser gegossen
(100 ml) und mit Ethylacetat (3 × 100 ml) extrahiert. Die vereinigten
organischen Fraktionen wurden über
MgSO4 getrocknet, filtriert und eingedampft.
Der Rückstand
wurde auf Silicagel chromatographiert (10% Ammoniak/Methanol in
CH2Cl2) (177 mg,
23%). 1H NMR (CDCl3) δ: 8,25 (d,
1H, 3 = 1,8 Hz); 7,87 (dd, 1H, J = 1,8, 8,7 Hz); 7,59 (d, 1H, 3 =
8,7 Hz); 3,54 (m, 2H); 3,43 (m, 2H); 2,40 (m, 1H); 2,33 (s, 4H);
2,17 (dd, 1H, J = 8,9, 17,7 Hz); 1,93-1,66 (m, 6H).
-
Auf ähnliche
Weise wurde die folgende weitere Verbindung hergestellt:
-
(b) N,N-Dimethyl-N'-(6-nitro-1H-inden-2-yl)-ethan-1,2-diamin
-
-
Aus
2-Amino-6-nitrobenzothiazol und 2-Chlorethylaminhydrochlorid wurde
die Titelverbindung auf ähnliche
Weise nach Chromatographie auf Silicagel gewonnen (215 mg, 32%). 1H NMR (CD3OD) δ: 8,17 (d, 1H,
J = 1,65 Hz); 7,91 (dd, 1H, J = 1,7, 8,4 Hz); 7,76 (d, 1H, J = 8,4
Hz); 3,64 (t, 2H, J = 6,7 Hz); 2,70 (t, 2H, J = 6,7 Hz); 2,37 (s,
6H):
-
Beispiel 26: 2-Morpholin-4-ylethyl)-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
-
-
Einem
Gemisch von 2-Chlor-6-nitrobenzothiazol (1,00 g, 4,66 mmol) in Wasser
(9,0 ml) wurde 2-Morpholin-4-ylethylamin
zugesetzt (2,45 ml, 18,6 mmol). Das dunkle Reaktionsgemisch wurde
unter Argon gerührt und
4,5 Stunden unter Rückfluß erhitzt,
bis zu welchem Zeitpunkt das Reaktionsgemisch eine rotbraune Farbe annahm.
Das Gemisch wurde dann auf 65°C
abgekühlt
und weitere 17,75 Stunden gerührt.
Der Niederschlag wurde dann nach Abkühlung auf Raumtemperatur durch
Saugfiltration aufgefangen und ergab einen gelben Feststoff (377
mg, 26%). 1H NMR (DMSO-d6) δ: 8,69 (d,
1H, J = 2,1 Hz); 8,10 (dd, 1H, J = 2,1, 8,9 Hz); 7,46 (d, 1H, J
= 8,9 Hz); 3,59 (m, 6H); 2,55 (t, 2H, J = 6,2 Hz); 2,51 (m, 4H);
2,43 (m, 4H):
-
Beispiel 27(a): N2-(2-Pyridin-2-ylethyl)-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
(6-Nitrobenzothiazol-2-yl)-(2-pyridin-2-ylethyl)-amin
(Beispiel 22(c), 46,6 mg, 0,155 mmol) und Zinn(II)chloriddihydrat
(175 mg, 5 Val) und Ethanol (analysenrein, 5 ml) wurden in einem
abgedichteten Fläschchen
4 Stunden auf 88–90°C erhitzt.
Die Lösung
wurde mit 3 N NaOH (3 ml) und Ethylacetat (5 ml) verdünnt. Die
Schichten wurden getrennt, und die wäßrige Schicht wurde mit Ethylacetat
(2 × 5
ml) extrahiert. Die vereinigten Ethylacetatextrakte wurden über MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft.
Der Feststoff wurde einer Chromatographie auf Silicagel ausgesetzt
(5% 2 M Ammoniak/Methanol CH2C12)
und ergab einen grünen Schaum.
Ausbeute (37,3 mg, 89%). 1H NMR (CDCl3) δ:
8,53 (m, 1H); 7,58 (dd, 1H, J = 7,7, 9,6 Hz); 7,35-7,26 (m, 2H);
7,18-7,10 (m, 2H); 6,90 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 6,65 (dd, 1H, J = 2,4,
8,9 Hz); 6,16 (br s, 1H); 3,81 (t, 2H, J = 6,1 Hz); 3,2 (br s, NH2); 3,13 (t, 2H, J = 6,1 Hz).
-
Auf ähnliche
Weise wurde die folgende weitere Verbindung hergestellt:
-
(b) N2-(1-Benzylpiperidin-4-yl)-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
Aus
(1-Benzylpiperidin-4-yl)-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin (Beispiel
24) wurde auf ähnliche
Weise nach der Reinigung mittels Chromatographie (5% 2 M Ammoniak/Methanol
in CH2Cl2) ein gelbes Öl gewonnen (42,3
mg, 81%). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,4-7,2
(m, 6H); 6,91 (d, 1H, J = 2,0 Hz); 6,66 (dd, 1H, J = 2,0, 8,5 Hz); 5,20
(br s, 1H); 3,59 (br s, 2H); 3,51 (s, 2H); 2,85-2,70 (m, 2H); 2,25-2,05
(m, 4H); 1,7-1,5 (m, 2H).
-
Beispiel 28: N2-[2-(1-Methylpyrrolidin-2-yl)-ethyl]-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
[2-(1-Methylpyrrolidin-2-yl)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
(Beispiel 25(a)), 177,4 mg, 0,577 mmol) und Zinn(II)chloriddihydrat
(948 mg, 5 Val) wurden in 5 ml Ethanol gegeben. Die entstandene
Lösung wurde
4 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Nach Abkühlung
auf Raumtemperatur wurde das Gemisch auf 100 ml einer 1,5 M NaOH-Lösung gegossen.
Das Gemisch wurde mit Ethylacetat (3 × 100 ml) extrahiert. Die vereinigten
organischen Fraktionen wurden über
MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft.
Der Rückstand
wurde mit 10% 2 M Ammoniak/Methanol in Dichlormethan auf Silicagel
chromatographiert (98,4 mg, 62%). 1H NMR
(CDCl3) δ:
7,32 (d, 1H, J = 8,5 Hz); 6,91 (d, 1H, J = 1,9 Hz); 6,49 (dd, 1H,
J = 1,9, 8,5 Hz); 3,67 (br s, NH2); 3,51
(m, 2H); 3,13-3,09 (m, 1H); 2,36 (s, 4H); 2,19 (m, 1H); 1,93-1,68
(in, 6H).
-
Beispiel 29: N2-(2-Dimethylaminoethyl)-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
Einer
Lesung von N,N-Dimethyl-N'-(6-nitro-1H-inden-2-yl)-ethan-1,2-diamin
(Beispiel 25(b), 200 mg, 0,75 mmol), das in Ethanol (6,7 ml) aufgelöst war,
wurde Zinn(II)chloriddihydrat zugesetzt (1,23 g, 5 Val). Das entstandene
Gemisch wurde 4,5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach Abkühlung auf
Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel
verdampft. Der Rückstand
wurde zwischen 1,5 N NaOH (100 ml) und Ethylacetat (100 ml) verteilt.
Die wäßrige Phase
wurde mit Ethylacetat extrahiert (2 × 100 ml). Die vereinigten
organischen Fraktionen wurden über
MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft.
Der Rückstand
wurde auf einer Silicagel-Säule chromatographiert
(10% 2 M Ammoniak/Methanol in CH2Cl2) und ergab Anilin (98,2 mg, 56%).
-
Beispiel 30: 4-(6-Aminobenzothiazol-2-ylamino)-butan-1-ol
-
-
Einer
Lösung
der Nitroverbindung (Beispiel 23(a), 83 mg, 0,31 mmol) in Ethanol
(6 ml) wurde Zinn(II)chloriddihydrat zugesetzt (350 mg, 1,55 mmol).
Das Reaktionsgemisch wurde unter Argon 2,5 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit Ethylacetat (50 ml) verdünnt. Die
organische Schicht wurde mit 3 N NaOH (3 × 30 ml) extrahiert. Die organischen
Extrakte wurden über MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft.
Das entstandene Öl
wurde durch Silicagel-Chromatographie
gereinigt (5% 2 M Ammoniak(Methanol in CH2Cl2) und ergab einen dunkelgelben Feststoff
(72 mg, 98%). 1H NMR (CD3OD) δ: 7,22 (d,
1H, J =); 7,01 (s, 1H); 6,74 (d, 1H, J = 6,9 Hz); 3,61 (s, 2H);
3,41 (s, 2H); 3,33 (s, 1H, OH); 1,73 (b s, 2H); 1,66 (b s, 2H).
-
Beispiel 31: N2-(3-Imidazol-1-ylpropyl)-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
Einer
Lösung
der Nitroverbindung (Beispiel 23(c), 50 mg, 0,16 mmol) in Ethanol
(3 ml) und THF (2 ml) wurde Zinn(II)chloriddihydrat (190 mg, 0,84
mmol) zugesetzt. Die Lösung
wurde unter Argon 3,5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die Lösung wurde
auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit Ethylacetat (50 ml) verdünnt.
Die Lösung
wurde dann mit 3 N NaOH (3 × 30
ml) extrahiert. Die organische Schicht wurde über MgSO4 getrocknet,
gefiltert und eingedampft. Das entstandene Öl wurde durch Chromatographie
auf Silicagel (10% 2 M Ammoniak/Methanol in CH2Cl2) gereinigt und lieferte das gewünschte Produkt
(32,4 mg, 74%).
-
Beispiel 32: N2-[2-(3-Chlorphenyl)-ethyl]-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
Einer
Lösung
der Nitroverbindung (Beispiel 23(d), 432 mg, 1,29 mmol) in Ethanol
(5 ml) und THF (3 ml) wurde Zinn(II)chloriddihydrat (1,46 g, 6,47
mmol) zugesetzt. Die Lösung
wurde 3,5 Stunden unter Rückfluß erhitzt
und gerührt.
Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit 3 N NaOH (3 × 30
ml) extrahiert. Die organischen Extrakte wurden mit MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft.
Das entstandene Öl
wurde durch Silicagel-Chromatographie gereinigt (2,5% 2 M Ammoniak/Methanol
in CH2Cl2) und ergab
einen dunkelgelben Feststoff (168 mg, 43%).
-
Beispiel 33(a): N2-[2-(4-Bromphenyl)-ethyl]-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
[2-(4-Bromphenyl)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
(Beispiel 22(a), 108,5 mg, 0,364 mmol) und Zinn(II)chloriddihydrat
(411 mg, 5 Val) wurden in einen Kolben eingebracht, der mit einem
Septum und einem Rührstab
ausgestattet war. Der Kolben wurde mit Argon gespült, und
Ethanol (analysenrein, 10 ml) wurde zugesetzt. Die gelbe Lösung wurde
dann 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt,
und das Lösungsmittel
wurde verdampft. Das dicke gelbe Öl wurde in Ethylacetat (20
ml) gelöst
und mit 3 N Natriumhydroxidlösung
(3 × 5
ml) extrahiert. Die wäßrige Phase
wurde mit Ethylacetat (10 ml) extrahiert, und die vereinigten Extrakte
wurden über
MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft.
Das rötliche Öl wurde
durch Chromatographie auf Silicagel gereinigt (1:1 Hexane/Ethylacetat).
Ausbeute: 71,2 mg. 1H NMR (CDCl3 ) δ: 7,43 (d,
2H, J = 8,5 Hz); 7,35 (d, 1H, J = 8,5 Hz); 7,08 (d, 2H, J = 8,5
Hz); 6,92 (d, 1H, J = 2,4 Hz); 6,87 (dd, 1H, J = 2,4, 8,5 Hz); 5,35
(br s, 1H); 3,62 (t, 2H, J = 6,9 Hz); 3,5 (br s, 2H); 2,92 (t, 2H,
J = 6,9 Hz).
-
Auf ähnliche
Weise wurde die folgende weitere Verbindung hergestellt:
-
(b) N2-(Tetrahydropyran-4-yl)-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
Aus
Beispiel 22(b). Gelber Feststoff (34,1 mg, 64%). 1H
NMR (CDCl3) δ: 7,36 (m, 1H); 6,95 (m, 1H); 6,7
(m, 1H); 5,1 (br s, 1H); 3,85 (m, 4H); 3,6 (br s, 2H); 2,93 (m,
4H).
-
Beispiel 34: N2-[2-(3H-Imidazol-4-yl)-ethyllbenzothiazol-2,6-diamin
-
-
Einer
Lösung
von [2-(3H-Imidazol-4-yl)-ethyl]-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
(Beispiel 23(b), 80 mg, 0,28 mmol) in Ethanol (5 ml) und THF (1,5
ml) wurde Zinn(II)chloriddihydrat zugesetzt (312 mg, 5 Val). Das Gemisch
wurde 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, mit
Ethylacetat (50 ml) verdünnt,
dann mit 2 M wäßriger NaOH
(20 ml) behandelt. Die organische Schicht wurde abgetrennt, über MgSO4 getrocknet und eingedampft und ergab einen
gelben Rückstand.
Der Rückstand
wurde einer Silicagel-Saulenchromatographie ausgesetzt (10–15% 2 M
Ammoniak/Methanol in CH2Cl2) und
ergab das Endprodukt (41 mg, 56%). 1H NMR
(CD3OD) δ:
7,65 (s, 1H); 7,23 (d, 1H, J = 8,5 Hz); 6,98 (d, 1H, J = 1,8 Hz);
6,91 (s, 1H); 6,72 (dd, 1H, J = 1,8, 8,5 Hz); 3,64 (t, 2H, J = 7,3
Hz); 2,95 (t, 2H, J = 7,3 Hz).
-
Beispiel 35: N2-(2-Morpholin-4-ylethyl)-benzothiazol-2,6-diamin
-
-
Ein
Gemisch von (2-Morpholin-4-ylethyl)-(6-nitrobenzothiazol-2-yl)-amin
(Beispiel 26, 250 mg, 0,81 mmol) und Zinn(II)chloriddihydrat (914
mg, 5 Val) in Ethanol (30 ml) wurde 6 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Das
Reaktionsgemisch wurde eingedampft, mit 1,0 N NaOH-Lösung (50
ml) behandelt und mit Ethylacetat (2 × 100 ml) extrahiert. Die organische
Schicht wurde über
MgSO4 getrocknet, eingedampft und einer
Silicagel-Chromatographie ausgesetzt (10% 2 M Ammoniak/Methanol
in CH2Cl2) und ergab
das gewünschte
Amin (175 mg, 77%). Die LC-MS-Analyse (Flüssigkeitschromatographie/Massenspektrometrie)(Acetonitril,
Wasser, C18-Silica) ergibt eine Reinheit von 99,9%. MS (M+1, 279).
-
Beispiel 36: Herstellung von Amidinen
-
Unter
Anwendung des in Beispiel 13 beschriebenen Verfahrens wurden die
folgenden Verbindungen hergestellt:
-
(a) N-T2-(Tetrahydropyran-4-ylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 33(b). Ausbeute: 22 mg gelbes Öl. 1H
NMR (CDCl3) δ: 7,55-7,38 (m, 3H); 7,31-7,24
(m, 1H); 7,11-7,08 (m, 1H); 6,99-6,93 (m, 1H); 4,91 (br s, 1H);
3,86-3,81 (in, 4H); 3,5 (t, 1H); 2,99-2,97 (m, 4H). MS (360, M+).
-
(b) N-{2-[2-(4-Bromphenyl)ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 33(a). Ausbeute: 30,4 mg beigefarbener Feststoff (HBr-Salz).
Eine Analysenprobe wurde mittels Reinigung durch Silicagel-Chromatographie
hergestellt (2,5% 2 M Ammoniak/Methanol in Dichlormethan). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,55 d,
J = 8,6 Hz); 7,48-7,43 (in, 4H); 7,48-7,43 (m, 3H); 7,28 (s, 2H); 7,15-7,10
(m, 3H); 7,0-6,97 (m, 1H); 5,32 (br s, 1H); 4,88 (br s, 2H); 3,71
(t, 2H, J = 6,8 Hz); 2,99 (t, 2H, J = 6,8 Hz). MS (M+1, 457, 459).
-
(c) N-[2-(2-Pyridin-2-ylethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 27(a). Ausbeute: 42,5 mg gelber Feststoff (HBr-Salz). Eine
Analysenprobe wurde durch Reinigung mittels Silicagel-Chromatographie
gewonnen (5% 2 M Ammoniak/Methanol-Lösung
in Dichlormethan) und ergab ein gelbes Öl. 1H
NMR (CDCl3) δ: 8,57 (d, 1H, J = 4,2 Hz);
7,63 (m, 1H); 7,51 (d, 1H, J = 8,4 Hz); 7,45-7,42 (m, 2H); 7,23-7,19
(m, 3H); 7,10-7,09 (m, 1H); 6,96-6,94 (dd, 1H, J = 1,65, 8,7 Hz);
6,28 (br s, 1H); 4,91 (br s, 2H); 3,88 (t, 2H, J = 6,9 Hz); 3,18
(t, 2H, J = 6,4 Hz). MS (M+1, 380).
-
(d) N-[2-(1-Benzylpiperidin-4-ylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 27(b). Ausbeute: 52,4 mg, 0,09 mmol eines Feststoffs, 79%
(HBr-Salz). Die freie Base wurde durch Auflösen in Methanol (1 ml) und
Verdünnen
mit Ethylacetat (10 ml) und Waschen mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung (5
ml) hergestellt. Die wäßrige Phase
wurde mit Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen
Schichten wurden über
MgSO4 getrocknet, gefiltert und eingedampft
und ergaben ein gelbes Öl
(41,1 mg, 0,09 mmol). 1H NMR (CDCl3) δ:
7,51 (d, 1H, J = 8,5 Hz); 7,45-7,42 (m, 2H); 7,35-7,34 (m, 4H);
7,29-7,28 (m, 1H); 7,24 (d, J = 1,8 Hz); 7,10 (m, 1H); 6,96 (dd,
1H, J = 1,8, 8,5 Hz); 5,18 (br s, 1H); 4,85 (br s, 2H); 3,68 (bs,
1H); 3,56 (s, 2H); 2,87 (br d, 2H); 2,24 (t, 2H); 2,15 (br d, 2H);
1,67 (q, 2H). MS (M+1, 448).
-
(e) N-{2-1.2-(3H-Imidazol-4-yl)-ethylaminol-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 34. Ausbeute: 27 mg (49%) gelber Feststoff. 1H
NMR (CD3OD) δ: 7,66 (d, 1H, J = 3 Hz); 7,61
(s, 1H); 7,59 (d, 1H, J = 4,8 Hz); 7,45 (d, 1H, J = 8,2 Hz); 7,25
(d, 1H, J = 1,8 Hz); 7,14 (t, 1H, J = 4,4 Hz); 6,95 (dd, 1H, J =
1,8, 8,0 Hz); 6,90 (s, 1H); 3,69 (t, 2H, J = 7 Hz); 3,37 (s, 2H);
3,33 (d, 1H, J = 1,8 Hz); 2,97 (t, 2H, J = 7 Hz). MS (M+1, 369).
-
(f) N-[2-(2-Morpholin-4-yl-ethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 35. Ausbeute: 115 mg (82%) eines gelben Feststoffs. 1H NMR (DMSO-d6) δ: 7,74-7,70 (m, 2H); 7,60
(d, 1H, J = 4,9 Hz); 7,31 (d, 1H, J = 8,5 Hz); 7,15 (s, 1H); 7,10
(1, J = 4,4 Hz); 6,73 (d, 1H, J = 7,4 Hz); 6,70 (br s, 2 H); 3,61-3,58
(m, 4H); 3,50-3,45 (m, 2H); 2,53 (m, 2H); 2,44 (m, 4H). MS (M+1,
388).
-
(g) N-[2-(2-Dimethylaminoethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 29. Ausbeute: 76 mg (77%) eines Öls. 1H
NMR (CDCl3) δ: 7,49 (d, 1H, J = 8,2 Hz);
7,42 (m, 2H); 7,17 (s, 1H); 7,06 (t, 1H, J = 4,2 Hz); 6,74 (dd,
1H, J = 1,4, 8,1 Hz); 6,15 (br s, 1H); 4,95 (br s, 2H); 3,48 (t,
2H, J = 5,73 Hz); 2,57 (t, 2H, J = 5,7 Hz); 2,27 (s, 6H). MS (M+1,
346).
-
(h) N-{2-T2-(1-Methylpyrrolidin-2-yl)-ethylaminol-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 28. Ausbeute: 132 mg (93%). 1H
NMR (CDCl3) δ: 7,47 (d, 1H, J = 8,3 Hz);
7,42 (m, 2H); 7,21 (br s, 1H); 7,14 (d, 1H, J = 1,7 Hz); 7,04 (m,
1H); 6,71 (d, 1H, J = 7,4 Hz); 5,01 (br s, 2H); 3,46 (m, 2H); 3,06
(m, 1H); 2,31 (s, 4H); 2,14 (dd, 1H); 1,9-1,6 (m, 6H). MS (M+1,
386).
-
(i) N-{2-[2-(3-Chlorphenyl)-ethylaminol-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin
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-
Aus
Beispiel 32. Ausbeute: 130 mg (48%) eines glänzenden goldfarbenen Feststoffs. 1H NMR (CDCl3) δ: 7,51 (d,
1H, J = 8,3 Hz); 7,44 (m, 2H); 7,26 (m, 4H); 7,14-7,10 (m, 2H);
6,96 (dd, 1H, J = 1,2, 7,9 Hz); 5,49 (b s, 1H); 4,92 (b s, 2H);
3,70 (t, 2H, J = 6,9 Hz); 2,99 (t, 2H, J = 6,9 Hz).
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(j) N-[2-(4-Hydroxybutylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
-
-
Aus
Beispiel 30. Ausbeute: 44,9 mg eines dunklen gelbbraunen Öls (35%). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,53 (d,
1H, J = 8,2 Hz); 7,45 (m, 2H); 7,24 (s, 1H); 7,12 (d, J = 3,5 Hz);
6,97 (d, 1H, J = 8,4 Hz); 3,76 (t, 2H); 3,51 (m, 3H); 1,83 (m, 2H);
1,74 (m, 2H).
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(k) N-[2-(3-Imidazol-1-ylpropylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
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Aus
Beispiel 31. Ausbeute: 38 mg eines dicken gelben Öls (87%). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,55 (m,
2H); 7,45 (m, 2H); 7,28 (m, 1H); 7,11 (s, 2H); 6,98 (s, 2H); 5,33
(b s, 1H); 4,90 (b s, 2H); 4,13 (m, 2H); (m, 2H); 3,50 (m, 2H);
2,23 (m, 2H).
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Beispiel 37: 1-Benzoyl-3-[2-(1-Benzylpiperidin-4-ylamino)-benzothiazol-6-yl]-thioharnstoff
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N2-(1-Benzylpiperidin-4-yl)-benzothiazol-2,6-diamin
(Beispiel 27(b), 39 mg, 0,12 mmol) wurde zusammen mit Benzoylisothiocyanat
(17 μl,
1,1 Val) in trockenem THF bei Raumtemperatur unter Argon 24 Stunden gerührt. Das
Lösungsmittel
wurde verdampft, und man erhielt ein gelbes Öl. Das Öl wurde durch Chromatographie
auf Silicagel gereinigt (30% Ethylacetat/Hexane) und ergab ein gelbes Öl(60,7 mg,
100%).
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Beispiel 38: [2-(1-Benzylpiperidin-4-ylamino)-benzothiazo1-6-yl]-thioharnstoff
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1-Benzoyl-3-[2-(1-benzylpiperidin-4-ylamino)-benzothiazol-6-yl]-thioharnstoff
(Beispiel 37, 29 mg, 0,058 mmol) wurde in einen mit Argon gespülten Kolben
eingebracht. THF (3 ml) wurde zugesetzt, gefolgt von 2 M NaOH (0,13
ml, 4,4 Val). Das Gemisch wurde 44 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Das Lösungsmittel
wurde verdampft. Das Gemisch wurde mit Wasser (2 ml) und Ethylacetat
(10 ml) verdünnt.
Die Schichten wurden getrennt, und die wäßrige Phase (gesättigt mit
NaCl) wurde mit Ethylacetat extrahiert (2 × 10 ml). Die vereinigten organischen
Fraktionen wurden über
MgSO4 getrocknet gefiltert und zu einem gelben Öl eingedampft,
das über
Nacht unter Hochvakuum getrocknet wurde. (Rohausbeute: 25,2 mg).
Das Produkt wurde direkt in dem nachfolgenden Schritt (Beispiel
39) verwendet.
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Beispiel 39: N2-(1-Benrylpiperidin-4-yl)-N6-thiazol-2-ylbenzothiazo1-2,6-diamin
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Ein
Gemisch von N2-(1-Benzylpiperidin-4-yl)-benzothiazol-2,6-diamin
(Beispiel 27(b), 25,2 mg, 0,063 mmol) und 50% wäßrigem Chloracetaldehyd (20 μl) wurde
5 Stunden in Ethanol unter Rückfluß erhitzt.
Weitere 70 μl
wurden zugesetzt, und das Erhitzen unter Rückfluß wurde 24 Stunden und dann
bei Raumtemperatur 3 Tage fortgeführt. Das Lösungsmittel wurde entfernt,
und das Produkt wurde einer Chromatographie auf Silicagel ausgesetzt
(2,5–10%
2 M Ammoniak(Methanol in CH2Cl2)
und ergab ein gelbes Öl(10,3
mg, 39%). 1H NMR (CDCl3) δ: 7,76 (d,
1H, J = 2,1 Hz); 7,48 (d, 1H, J = 8,6 Hz); 7,35 (m, 5H); 7,32-7,26
(m, 3H); 7,20 (dd, 1H, J = 2,2, 8,4 Hz); 6,60 (d, 1H, J = 3,6 Hz);
5,40 (br s, 1H); 3,67 (m, 1H); 3,57 (s, 2H); 2,9-2,87 (m, 2H); 2,25
(t, 2H); 2,17-2,13 (m, 2H); 1,71-1,62 (m, 2H). MS (M+1, 422).
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Beispiel 40: 1-Benzoyl-3-{2-T2-(4-Bromphenyl)-ethylaminol-benzothiazol-6-yl}-thioharnstoff
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N2-[2-(4-Bromphenyl)-ethyl]-benzothiazol-2,6-diamin
(Beispiel 33(a), 71 mg, 0,205 mmol) wurde in Tetrahydrofuran (3
ml) aufgelöst.
Benzoylisothiocyanat (20 μl,
1,1 Val) wurde zugesetzt, und das Gemisch wurde 24 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde verdampft, und man erhielt einen gelben Feststoff. Der Feststoff
wurde in CH2Cl2 (5
ml) aufgelöst
und auf Silicagel absorbiert. Die absorbierte Verbindung wurde in
eine Silicasäule
geladen und mit einem Gemisch aus Ethylacetat/Hexanen (1:1) eluiert
und ergab einen gelben Feststoff (99 mg, 95%). 1H
NMR (CDCl3) δ: 12,61 (s, 1H); 9,10 (s, 1H);
8,19 (s, 1H); 7,90 (d, 2H, J = 8,5 Hz); 7,67-7,43 (m, 8H), 7,12
(d, 2H, J = 8,5 Hz); 3,69 (t, 2H, J = 6,9 Hz); 2,97 (d, 2H, J =
6,9 Hz).
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Beispiel 41: {2-[2-(4-Bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thioharnstoff
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1-Benzoyl-3-{2[2-(4-Bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thioharnstoff
(Beispiel 38, 71,1 mg, 0,138 mmol) wurde in Tetrahydrofuran (3 ml)
aufgelöst.
Wäßrige NaOH
(2 M, 0,3 ml) wurde zugesetzt, und das Gemisch wurde unter Argon
44 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, und das Lösungsmittel
wurde verdampft. Wasser (2 ml) und Ethylacetat (10 ml) wurden zugesetzt,
und die Schichten wurden getrennt. Die wäßrige Phase war vor der Extraktion
mit NaCl gesättigt.
Es wurden weitere 10 ml Ethylacetat zugesetzt, und die Schichten
wurden getrennt. Die vereinigten Extrakte wurden über MgSO4 getrocknet, gefiltert und zu einem gelben
Feststoff eingedampft (51,3 mg, 91%).
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Beispiel 42: 1-{2-12-(4-Bromphenyl)-ethylaminol-benzothiazol-6-yl}-2-ethylisothioharnstoff
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{2-[2-(4-Bromphenyl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thioharnstoff
(Beispiel 39, 51,3 mg, 0,126 mmol) wurde in trockenem DMF (0,5 ml)
aufgelöst.
Ethyliodid (11 μl,
1,1 Val) wurde zugesetzt, und die gelbe Lösung wurde 23 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Die Lösung
wurde mit Ethylacetat (10 ml) verdünnt und mit Eiswasser (2 ml)
und anschließend
mit eiskalter Salzlösung
(3 × 2
ml) extrahiert. Das Produkt wurde über MgSO4 getrocknet,
gefiltert und zu einem gelben Öl
eingedampft. Das Produkt wurde durch Chromatographie auf Silicagel
gereinigt (5% 2 M Ammoniak/Methanol in CH2Cl2) und ergab den Isothioharnstoff (12,5 mg,
23%). Das Produkt wurde in Methanol (1,0 ml) aufgelöst und mit
1,0 M HCl in Ether (4 ml) angesäuert.
Der orangefarbene Niederschlag wurde durch Filtration aufgefangen
und mit Hexanen gewaschen (6,0 mg, 10%). MS (M+1, 435, 437).
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Beispiel 43: nNOS- und iNOS-Enzymbestimmung
-
Die
Erzeugung von Stickoxid durch NOS wurde durch den Hämoglobineinfangtest
gemessen (Proc. Natl. Acad. Sci., USA 1990, 87, 714). Das Testgemisch
für nNOS
enthielt 10 mM L-Arginin, 1,2 mM CaCl2,
11,6 mg/ml Calmodulin, 100 mM NADPH und 3 mM Oxyhämoglobin
in 100 mM HEPES (pH 7,5). Das Reaktionsgemisch für iNOS enthielt 10 mM L-Arginin,
100 mM NADPH, 6,5 mM BH4 und 3 mM Oxyhämoglobin
in 100 mM HEPES (pH 7,5). Alle Assays waren in einem Endvolumen
von 600 ml enthalten und wurden mit Enzym initiiert. Stickoxid reagiert
mit Oxyhämoglobin
zu Methämoglobin,
das in einem Perkin-Elmer Lambda 10 U/vis-Spektrophotometer bei
401 nm (e = 19700 M–1 cm–1)
nachgewiesen wird.
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IC50 und die prozentuale Hemmung von NOS durch
die erfindungsgemäßen Verbindungen
wurden Anfangsgeschwindigkeits-Meßbedingungen mit dem oben beschriebenen
Hämoglobineinfangtest
unter Verwendung verschiedener Konzentrationen der erfindungsgemäßen Verbindungen
bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
-
Beispiel 44: Neuroprotektion von Rattenkortexzellen
gegen NMDA-Erregung
-
Rattenkortex-Neuronenkulturen
wurden in einem Puffer mit oder ohne die Testverbindungen gemäß früher beschriebenen
Verfahren (J. Neurosci. 2000, 1. Okt.; 20(19): 7183–92) 30
Minuten lang 25 μM
NMDA ausgesetzt. Die Testverbindungen wurden während einer Vorinkubationszeit
von 60 Minuten zugesetzt, um die Chance zur Erkennung von Neuroprotektion
zu maximieren. Nach 24 h wurden die Kulturen mit Propidiumiodid behandelt,
und der Zelltod in Prozent wurde bestimmt.
-
1 zeigt
die Neuroprotektion, die während
der NMDA-Erregung beobachtet wird, wenn Rattenkortexzellen 60 Minuten
mit N-{2-[2-(3H-Imidazol-4-yl)-ethylamino]-benzothiazol-6-yl}-thiophen-2-carboxamidin behandelt
werden.
2 zeigt die beobachtete Neuroprotektion
während
einer NMDA-Erregung,
wenn Rattenkortexzellen 60 Minuten mit N-[2-(2-Morpholin-4-yl-ethylamino)-benzothiazol-6-yl]-thiophen-2-carboxamidin
vorinkubiert werden. Die vorliegende Erfindung ist zwar unter Bezugnahme
auf Beispiele beschrieben worden, die gegenwärtig als bevorzugt angesehen
werden, aber es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die offenbarten
Beispiele beschränkt
ist. Tabelle 1: IC
50 (μM) von NOS
durch die erfindungsgemäßen Verbindungen
| Beispiel
Nr. | nNOS | iNOS | eNOS |
| 4 | 4,2 | 327 | 83,3 |
| 5 | 1,7 | 26,7 | 17,7 |
| 7 | 250 | - | 238 |
| 9 | 41,4 | - | 119 |
| 13 | 11,9 | 125 | 100 |
| 17 | 32,1 | 275 | 94 |
| 18 | 57,8 | 123 | 145 |
| 20 | 89 | 73 | 169 |
| 36f | 4,8 | > 300 | > 300 |
| 36b | 1,46 | 91 | 110 |
| 36d | 1,6 | 163 | 210 |