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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Spiegelbaugruppe gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
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Eine
Spiegelbaugruppe dieses Typs ist allgemein aus dem Stand der Technik
bekannt, z.B.
US-A-3,788,734 .
Spiegelbaugruppen dieses Typs werden verwendet, wenn geschleppte
Fahrzeuge breiter sind als das schleppende Fahrzeug. Dies betrifft
insbesondere Autos, die verwendet werden, um Wohnwagen, Bootsanhänger und ähnliches
zu schleppen. Bei diesen Baugruppen werden sogenannte oberflächenmontierte
Spiegel verwendet, die mit Hilfe von Befestigungsmitteln an vorhandenen Spiegeln
oder Kotflügeln/Kotflügel-Spiegelkonstruktionen
oder ähnlichem
des schleppenden Fahrzeugs angebracht werden.
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Das
US-Patent 5,724,199 zeigt
einen nachträglich
angebrachten, abnehmbaren Spiegel mit Schnell-Befestigungsmitteln.
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Da
Spiegel dieses Typs prinzipiell einen beträchtlichen Abstand zur Seite
des Fahrzeugs haben, ist deren Einstellung schwierig. Selbst wenn
der Fahrer in der Lage sein sollte, Einstellungen über die Frontscheibe
oder die geöffnete
Seitenscheibe durchzuführen,
muss er immer noch seine Position merklich von der normalen Fahrposition
verändern, so
dass es auf keinen Fall möglich
ist, und zwar bei Spiegelbaugruppen gemäß Stand der Technik, den Spiegel
vom Sitz des Fahrers einzustellen.
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Die
US 3,788,734 offenbart einen
Rückblickspiegel,
der am Kotflügel
eines Fahrzeugs angebracht werden kann und vom Fahrer mit einer
relativ großen
Distanz beabstandet ist. Ein elektrischer Antrieb für den eigentlichen
Spiegel ist in dem Spiegelgehäuse
vorgesehen, wobei der Antrieb mit einer Steuerkonsole verbunden
ist, und zwar mit Hilfe eines Kabels, das durch den Kotflügel in die
Kabine des Fahrers verläuft.
Diese Steuerkonsole ist mit der Batterie des Fahrzeugs verbunden.
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Die
DE 42 24 306 A1 offenbart
einen Spiegel, der an einem Fahrzeug an einer zusätzlichen
Position mit Hilfe eines Magneten befestigt werden kann. In der
Figur kann gesehen werden, dass der elektrische Einstellmotor, der
darin vorgesehen ist, über
ein elektrisches Kabel und einen Schalter gesteuert werden kann.
Die Stromquelle ist die Fahrzeugbatterie.
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All
diese Systeme haben den Nachteil, dass eine separate Verdrahtung
zwischen dem Spiegel und dem Fahrzeuginnenraum installiert werden muss,
in dem sich der Schalter zur Steuerung des entfernt gelegenen Spiegels
befindet.
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Die
US 5,056,905 A offenbart
eine Spiegelbaugruppe, die über
einen Transmitter betätigt
wird, der am hinteren Ende des Anhängers eines Fahrzeugs befestigt
ist. Bei Betätigung
einer Biegung wird das von dem Transmitter abgegebene Signal empfangen,
das zu einem Verdrehen des Spiegels um eine vertikale Achse führt.
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Die
WO 01/362333 A1 offenbart
eine Kommunikationsvorrichtung mit einer Steuereinheit und einer
Kommunikationseinheit, die mit Seitenspiegeln gekoppelt sind.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorstehend angeführten Nachteile
zu vermeiden. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird dies durch die Merkmale von Anspruch 1 realisiert.
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Um
die Verdrahtung so weit wie möglich
zu reduzieren, haben die Steuereinrichtungen gemäß der Erfindung eine Drahtlos-Konstruktion.
Das heißt, es
gibt eine drahtlose Fernsteuerung, mit Hilfe derer die Spiegelfläche ohne
eine Verdrahtung von der Passagierkabine durch einen Fahrer oder
eine andere Person bewegt werden kann. Dazu kann das Spiegelgehäuse vorzugsweise
mit einem Sensor versehen sein, um ein Signal zu empfangen, das
von der Steuereinrichtung ausgegeben wird. Dieser Sensor ist vorzugsweise
in Richtung auf die Passagierkabine gerichtet, wenn die Spiegelbaugruppe
angebracht ist. Dieser Sensor und die Fernsteuerung können durch
Infrarot oder durch Radiografie gesteuert werden. Gemäß einem
speziellen Ausführungsbeispiel der
Erfindung befindet sich der Sensor hinter dem Spiegelglas des Spiegels.
Daher ist es möglich,
dass ein Teil des Spiegels nicht mit der reflektierenden Beschichtung
versehen ist.
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Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung beträgt
die Distanz zwischen den Motoreinrichtungen und den Steuereinrichtungen mindestens
etwa 15 cm. Noch bevorzugter beträgt diese Distanz mindestens
etwa 30 cm. Abhängig
von dem Sitz des Fahrers bezüglich
des Spiegels an der linken/rechten Seite kann diese Distanz im Extremfall 2
bis 3 m betragen.
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Der
Elektromotor, der zum Einstellen der Spiegelfläche bezüglich des Spiegelgehäuses verwendet
wird, kann sich an irgendeiner Position befinden und bewirkt die
Bewegung der Spiegelfläche
bezüglich
des Spiegelgehäuses
mit Hilfe von Kabeln, Stangen und ähnlichem. Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist ein solcher Motor jedoch in dem Spiegelgehäuse angebracht.
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Gemäß der Erfindung
ist die Konstruktion unabhängig
von der vorhandenen Stromversorgung des Fahrzeugs. Das heißt, die
Spiegelbaugruppe hat ihre eigene Stromversorgung für die Motoreinrichtungen
in Form einer Batterie, die sich in dem Spiegelgehäuse befindet,
und die elektrische Schaltung zur Steuerung des Spiegels ist so
konstruiert, dass sie sich normalerweise in einem Energiesparmodus
befindet, in welchem der Stromverbrauch besonders gering ist. Als
Folge kann eine einzige Batterie ein oder mehrere Jahre verwendet
werden. Das Spiegelgehäuse
ist vorzugsweise mit einer Abdeckung versehen, die auf einfache
Weise entfernt werden kann, um auf das Batteriefach zugreifen zu
können.
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Vorzugsweise
ist die Fernsteuerung so konstruiert, dass sie für zwei Spiegel (links und rechts) verwendet
werden kann. Auf diese Weise ist man in der Lage, identische Konstruktionen
für zumindest die
Steuerung der Spiegeleinstellung für beiden Spiegel zu verwenden,
wobei gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
Vorkehrungen getroffen sind, dass entweder die Fernsteuerung oder
die Spiegelsteuerung so konstruiert sind, dass links/rechts und
rauf/runter erst nach Anbringung gespeichert werden. Nach Montage
an der linken oder der rechten Seite können sie umgekehrt werden,
so dass rauf und runter sowie rechts und links betroffen sind. Als
Ergebnis des einmaligen Speicherns, entweder in der Fernsteuerung
oder in der Schaltung des Spiegels, kann eine anschließende Steuerung mit
Hilfe der Fernsteuerung in einer logischen Weise durchgeführt werden.
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Um
eine Interferenz mit anderen Fahrzeugen zu vermeiden, ist die Reichweite
der Fernsteuerung begrenzt. Sie beträgt vorzugsweise weniger als
3 m. Als Folge einer solchen Konstruktion gibt es keinen Unterschied
zwischen dem Montieren der Spiegelbaugruppe gemäß der Erfindung und einem herkömmlichen
Zusatzspiegel, der von Fahrern verwendet wird, wenn eine spezielle
Breite des geschleppten Fahrzeugs überschritten wird.
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Das
Anbringen der Spiegelbaugruppe gemäß der Erfindung an dem Fahrzeug
kann in irgendeiner bekannten Weise erfolgen, wie in der Technik
bekannt ist. Auf ähnliche
Weise können
zusätzliche
Features, die im Stand der Technik bekannt sind, vorhanden sein,
wie zum Beispiel Einstellbarkeit, Enteisen, Heizen und ähnliches.
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Obwohl
die Erfindung vorzugsweise als ein Wohnwagenspiegel verwendet wird,
soll verstanden werden, dass andere Anwendungsgebiete denkbar sind.
Eine spezielle Anwendung ist die Verwendung des Spiegels nahe dem
Heck eines Fahrzeugs. Wenn ein Fahrer ein schleppendes Fahrzeug
mit einem zu schleppenden Fahrzeug ohne weitere Unterstützung koppeln
möchte,
dann muss das schleppende Fahrzeug bezüglich des geschleppten Fahrzeugs genau
positioniert werden, insbesondere im Fall von einem besonders schweren
geschleppten Fahrzeug. Durch Verwendung eines Spiegels am Heck des schleppenden
Fahrzeugs können
die gegenseitigen Positionen von beispielsweise dem Schlepphaken und
der Anhängerkupplung
genau bestimmt werden. Da ein solcher Spiegel ferngesteuert werden
kann, ist der Fahrer auf einfache Weise in der Lage, einen solchen
Spiegel einzustellen.
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Die
Erfindung betrifft ferner eine Spiegelbaugruppe zur anschließenden Anbringung
an einem Fahrzeug, wobei die Spiegelbaugruppe mit Befestigungseinrichtungen
zur direkten Befestigung an einer Tür oder ähnlichem eines Fahrzeugs sowie
einem Spiegelgehäuse
versehen ist, das mit einer Spiegelfläche versehen ist. Solche Spiegelbaugruppen
können
vorhandene Spiegelbaugruppen im Fall von Beschädigung ersetzen oder, wenn
keine Spiegelbaugruppen vorhanden sind, können die Spiegel noch mit Spiegelbaugruppen
ausgestattet werden. Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Elektromotoreinrichtungen vorgesehen, die zwischen
den Befestigungseinrichtungen und der Spiegelfläche wirken, wobei Steuereinrichtungen
vorgesehen sind, um die Motoreinrichtungen zu steuern, und wobei
die Steuereinrichtungen drahtlose Steuereinrichtungen beinhalten.
Das heißt,
wenn eine solche Spiegelbaugruppe angebracht ist, die eine universelle
Konstruktion haben kann, ist es nicht erforderlich, eine Verdrahtung
zu installieren, da die Motoreinrichtungen über eine Fernsteuerung aus
der Fahrerkabine gesteuert werden können.
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Die
Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf ein darstellendes Ausführungsbeispiel
in größerem Detail
beschrieben, das in den Zeichnungen dargestellt ist. In den Zeichnungen
zeigt:
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1 eine
perspektivische Ansicht von einer Kombination aus einem schleppenden
Fahrzeug und einem geschleppten Fahrzeug, die mit einem Spiegel gemäß der Erfindung
ausgestattet ist;
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2 eine
perspektivische Ansicht der Spiegelbaugruppe gemäß der vorliegenden Erfindung; und
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3 ein
Detail des Spiegelgehäuses
gemäß der Erfindung
in einer teilweise freigelegten Ansicht.
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In 1 ist
ein schleppendes Fahrzeug mit 10 bezeichnet, und ein Wohnwagen
dahinter ist mit 11 bezeichnet. 12 bezeichnet
den vorhandenen Spiegel, an dem eine Spiegelbaugruppe 1 gemäß der vorliegenden
Erfindung befestigt ist. In dem gezeigten Fall ist lediglich das
Befestigen an dem vorhandenen Spiegel betroffen. Es ist natürlich möglich, die
Spiegelbaugruppe auf andere Weise an dem Fahrzeug zu befestigen,
wie zum Beispiel an dem Kotflügel
oder an der Tür.
Das gemeinsame Merkmal solcher Spiegelbaugruppen besteht darin,
dass sie auf einfache Weise an dem Fahrzeug angebracht und von diesem abgenommen
werden können.
Vorzugsweise sind keine oder kaum Spezialwerkzeuge für diesen
Zweck erforderlich. Dies steht im Gegensatz zu den am Fahrzeug befestigten
Spiegeln, bei denen die Aufgabe darin besteht, diese permanent an
dem Fahrzeug zu befestigen, und bei denen diese Spiegel nicht wesentlich
von dem Fahrzeug vorstehen. Die Spiegelbaugruppe gemäß der vorliegenden
Erfindung steht wesentlich von dem Fahrzeug ab. Anhand eines Beispiels
sei ein Wert von etwa 10-30 cm für
den Abstand von dem innersten Teil der Spiegelfläche zum Seitenfenster oder
zur Seitenscheibe des Fahrzeugs genannt. Bänder können verwendet werden, um den Arm
am Fahrzeug zu befestigen.
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Details
der Spiegelbaugruppe sind in 2 gezeigt.
Die Baugruppe beinhaltet einen Arm 4, an dem ein Spiegelgehäuse 2 über eine
Schwenkverbindung 14 befestigt ist. Am anderen Ende ist
der Arm 4 mit Klemmen 5 versehen, die mit Hilfe
von Arretierschrauben 8 in eine spezielle Position eingestellt
werden können.
Diese Klemmen sind mit Haken 6 verbunden, die beispielsweise
ausgestaltet sind, um den vorhandenen Spiegel herum in Eingriff
zu kommen. Die gegenseitige Höheneinstellung
kann mit Hilfe der Arretierschrauben 8 eingestellt werden. Saugnäpfe, die
einen gewissen Griff bewirken, können
optional vorgesehen sein. Es soll verstanden werden, dass auch andere
Befestigungsverfahren möglich
sind.
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Die
Spiegelfläche 3 befindet
sich in einem Spiegelgehäuse 2.
Es ist möglich,
dass das Spiegelgehäuse
mit der Spiegelfläche
bezüglich
der Schwenkverbindung 14 an dem Arm 4 einstellbar
ist. Es ist jedoch ebenfalls möglich,
dass das Spiegelgehäuse
fest an dem Arm 4 angebracht ist und dass die Spiegelfläche 3 innerhalb
des Gehäuses 2 bewegt werden
kann. Eine Kombination dieser Varianten oder anderer Ausführungsbeispiele,
zum Beispiel mit einem Teleskoparm oder Armen, sind ebenfalls möglich. In
allen Fällen
wirkt ein Elektromotor 17 zwischen der Spiegelfläche 3 und
dem Arm 4, und zwar mit oder ohne Einwirkung des Gehäuses 2,
wobei der Elektromotor 17 einen Einstellmechanismus aufweist,
der nicht im Detail gezeigt ist, mit Hilfe dessen die Position der
Spiegelfläche 3 bezüglich des
Arms 4 verändert
werden kann. Diese Konstruktion ist so ausgestaltet, dass dann,
wenn der Motor nicht betrieben wird, die verschiedenen Features
extern mit der Hand eingestellt werden können. Neben einem Motor 17 ist
in dem Spiegelgehäuse 2 ein
Fach 15 für
eine Batterie vorgesehen. Außerdem
ist eine Steuerung 16 vorgesehen, die von der Batterie
gespeist wird, die sich in dem Fach 15 befindet, und mit
dem Einstellmotor 17 und einem Sensor 18 verbunden
ist. Wie in 2 zu sehen, ist eine Fernsteuerung 19 vorgesehen,
mit Hilfe derer der Sensor 18 durch radiografische Einrichtungen
oder andere Drahtlos- Einrichtungen
aktiviert werden kann, und als Folge kann die Spiegelfläche 3 bezüglich des
Arms 4 vom Sitz des Fahrers aus eingestellt werden. Anstelle
eines einzelnen Motors 17 ist es ebenfalls möglich, mehrere
Einstellmotoren zu verwenden, beispielsweise einen Motor zur Verlagerung
in horizontaler Richtung und einen Motor zur Verlagerung in vertikaler
Richtung.
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Vorzugsweise
ist die Spiegelbaugruppe gemäß der Erfindung
so konstruiert, dass sie ohne Modifikationen sowohl an der linken
wie auch an rechten Seite verwendet werden kann. Darüber hinaus
kann auf einfache Weise ein Zugriff auf die Batterie erreicht werden,
so dass diese auf einfache Weise ausgetauscht werden kann. Die Wirkung
der Fernsteuerung ist aber beschränkt. Das heißt, es besteht
kein Risiko, dass Spiegel von anderen Fahrzeugen gesteuert werden.
Außerdem
sind die verschiedenen Merkmale vorzugsweise richtungsempfindlich
ausgeführt,
so dass es nicht möglich
ist, gleichzeitig einen linken und einen rechten Spiegel an einem
Fahrzeug zu steuern. Die verschiedenen Features können mit Hilfe
eines Auswahlschalters für
links/rechts implementiert werden. Die Einstellung der Spiegelfläche 3 bezüglich des
Arms 4 kann alle Konstruktionen umfassen, die im Stand
der Technik für
elektrisch einstellbare Spiegel bekannt sind, die an einem Motorfahrzeug
befestigt werden.
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Die
hier beschriebene Konstruktion kann viele Ausführungsformen beinhalten. Beispielsweise
ist es prinzipiell möglich,
die Position des Arms bezüglich
der Befestigung an dem Fahrzeug unveränderbar auszugestalten. Das
heißt,
wenn der Spiegel einmal eingestellt ist und wenn dieser von dem
Fahrzeug abgenommen und wieder daran angebracht wird, dann ist er
prinzipiell in der gleichen Weise positioniert, und es findet keine
Drehung des Arms 4 um dessen Längsachse statt. Zu diesem Zweck
können in
dem Arm 4 Nuten oder ähnliches
vorgesehen sein.