-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Phenylcyclohexylpropanolaminderivate,
ihre Herstellung und ihre Verwendung bei der Therapie.
-
In
der
WO 02/44139 werden
Verbindungen der Formel:
worin
insbesondere
A eine Gruppe der Formel (a)
sein kann, worin
R für ein Wasserstoff-
oder Halogenatom, eine -S(O)
2(C
1-C
4)Alkylgruppe, eine -NHSO
2-(C
1-C
4)Alkylgruppe, eine -SO
2NH-(C
1-C
4)-Alkylgruppe
oder eine -NHSO
2-Phenylgruppe stehen kann,
wobei das Phenyl durch ein Halogenatom, eine (C
1-C
4)-Alkylgruppe
oder eine (C
1-C
4)-Alkoxygruppe
substituiert sein kann;
R
1 für ein Wasserstoffatom
oder eine (C
1-C
4)-Alkylgruppe, eine
-CO-(C
1-C
4)-Alkylgruppe,
eine Phenyl-(C
1-C
4)Alkylgruppe
oder eine CO-Phenylgruppe stehen kann, wobei das Phenyl durch ein
Halogenatom oder eine (C
1-C
4)-Alkoxygruppe substituiert
sein kann;
n und m gleich 0 sein können; z 0, 1 oder 2 ist und
R3 für
eine (C
1-C
6)-Alkylgruppe
stehen kann, als Antagonisten von beta-3-adrenergen Rezeptoren beschrieben.
-
In
der
WO99/65895 werden
Verbindungen der Formel:
als Antagonisten von beta-3-adrenergen
Rezeptoren beschrieben.
-
In
der
US 4,004,028 werden
Phenoxypropanolaminderivate der Formel
als Stimulantien von beta-adrenergen
Rezeptoren beschrieben.
-
Die
EP 0345056 lehrt Propanolaminderivate
der Formel Ar-O-CH
2CH(OH)CH
2NHZ
mit selektiver Wirkung auf 5-HT1 und minimalem Effekt gegenüber beta-Rezeptoren.
-
Gegenstand
der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen der Formel (I)
worin:
R
1 für ein Wasserstoffatom
oder eine (C
1-C
4)-Alkylgruppe,
eine -CO-(C
1-C
4)-Alkylgruppe,
eine (C
1-C
4)-Alkylphenylgruppe oder eine -CO-Phenylgruppe
steht, wobei das Phenyl gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander
unter Halogenatomen, (C
1-C
4)-Alkylgruppen
und (C
1-C
4)-Alkoxygruppen ausgewählte Gruppen
substituiert ist;
R
2 unter den folgenden
Gruppen ausgewählt
ist:
- • ein
Wasserstoffatom,
- • ein
Halogenatom,
- • eine
-S(O)z-(C1-C4)-Alkylgruppe, wobei z gleich 0, 1 oder
2 ist,
- • eine
-NHSO2-(C1-C4)-Alkylgruppe,
- • eine
-NHSO2-Phenylgruppe oder
- • eine
-NHSO2-(C1-C4)-Alkylphenylgruppe,
wobei das
Phenyl gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander unter Halogenatomen, (C1-C4)-Alkylgruppen
und (C1-C4)-Alkoxygruppen
ausgewählte
Gruppen substituiert ist; und
R3 unter
den folgenden Gruppen ausgewählt
ist: - • eine
-X-R4-Gruppe, worin X für eine Bindung, ein Sauerstoffatom
oder eine -CH2-Gruppe steht und R4 für ein
Wasserstoffatom oder eine Gruppe der Formel -CR5R6-COOR7, wobei R5, R6 und R7 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe bedeuten, steht, wobei R4 jedoch nicht für ein Wasserstoffatom steht,
wenn X für
eine Bindung steht,
- • eine
Phenylgruppe, die gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander
unter Halogenatomen, (C1-C4)-Alkylgruppen
und (C1-C4)-Alkoxygruppen ausgewählte Gruppen
substituiert oder mit einer Dioxolangruppe anelliert ist,
- • eine
-CO-NR8R9-Gruppe,
worin R8 für ein Wasserstoffatom, eine
(C1-C4)-Alkylgruppe
oder eine (C1-C4)-Alkoxy-(C1-C4)-alkylgruppe
steht und R9 unter den folgenden Gruppen
ausgewählt
ist:
- – eine
(C1-C4)-Alkoxy-(C1-C4)-alkylgruppe,
- – eine
Gruppe der Formel -(CH2)n-A,
wobei n gleich 0, 1, 2, 3 oder 4 ist und A für eine Indolyl-, Fluoren- oder Phenylgruppe
steht, wobei die Phenylgruppe durch eine bis drei unabhängig voneinander
unter Halogenatomen und Hydroxy- oder
(C1-C4)-Alkylgruppen
ausgewählte
Gruppen substituiert ist,
- – eine
-NH-Phenylgruppe, wobei die Phenylgruppe gegebenenfalls durch eine
bis drei unabhängig
voneinander unter Halogenatomen und Hydroxy- oder (C1-C4)-Alkylgruppen ausgewählte Gruppen substituiert ist, oder
- – eine
Gruppe der Formel -CH(R10)-(CH2)n-COOR11, wobei n
gleich 0, 1, 2 oder 3 ist, R11 für ein Wasserstoffatom
oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe
steht und R10 für:
- • ein
Wasserstoffatom,
- • eine
(C1-C4)-Alkylgruppe,
- • eine
-COOR12-Gruppe, wobei R12 ein
Wasserstoffatom oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe
bedeutet, oder
- • eine
-CH2-Phenylgruppe, wobei die Phenylgruppe
gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander unter Halogenatomen
und Hydroxy- oder
(C1-C4)-Alkylgruppen
ausgewählte
Gruppen substituiert ist,
steht.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten. Des weiteren
weist die Cyclohexylgruppe dieser Verbindungen eine geometrische
Asymmetrie auf. Die *-Symbole in der obigen Formel (I) bezeichnen
die Kohlenstoffatome, die zu verschiedenen geometrischen Konfigurationen
führen
können.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
daher in Form von Enantiomeren und Diastereoisomeren existieren.
Diese Enantiomere, Diastereoisomere sowie ihre Gemische einschließlich racemischer
Gemische sind Teile der Erfindung.
-
Bevorzugt
sind insbesondere die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel
(I) mit der folgenden Konfiguration:
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
in Form von Basen oder Säureadditionssalzen
existieren. Derartige Additionssalze sind Teil der Erfindung.
-
Diese
Salze werden vorzugsweise mit pharmazeutisch unbedenklichen Säuren hergestellt,
aber die Salze anderer Säuren,
die beispielsweise zur Reinigung oder Isolierung der Verbindungen
der Formel (I) geeignet sind, sind ebenfalls Teil der Erfindung.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
auch in Form von Hydraten oder Solvaten existieren, nämlich in
Form von Assoziationen oder Kombinationen mit einem oder mehreren
Wassermolekülen
oder einem Lösungsmittel.
Derartige Hydrate und Solvate sind ebenfalls Teil der Erfindung.
-
Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung versteht man unter:
- – einem
Halogenatom: Fluor, Chlor, Brom oder Iod;
- – einer
(C1-C4)-Alkylgruppe:
eine lineare oder verzeigte gesättigte
aliphatische Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen (wobei sich versteht,
daß eine
derartige Gruppe nur linear sein kann, wenn sie mindestens 3 Kohlenstoffatome
enthält,
und eine derartige Gruppe linear oder verzweigt sein kann, wenn
sie 3 oder 4 Kohlenstoffatome enthält). Als Beispiele seien Methyl-,
Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl- und Isobutylgruppen usw. genannt;
- – einer
(C1-C4)-Alkoxygruppe:
einen -O-(C1-C4)Alkylrest,
wobei die (C1-C4)-Alkylgruppe
die oben angegebene Bedeutung besitzt;
- – einer
(C1-C4)-Alkyl-(C1-C4)-alkoxygruppe:
einen Rest der Formel (C1-C4)-Alkyl-O-(C1-C4)-alkyl, wobei
die (C1-C4)-Alkylgruppe
die oben angegebene Bedeutung besitzt;
- – eine
(C1-C4)-Alkylphenylgruppe:
eine Gruppe der Formel -(CH2)x-Phenyl,
wobei x zwischen 1 und 4 liegt.
-
Unter
den Verbindungen der Formel (I), die Gegenstand der Erfindung sind,
seien die bevorzugten Verbindungen genannt, in denen R1 für ein Wasserstoffatom
steht und/oder R2 für eine -SO2-(C1-C4)-Alkylgruppe
(wie eine -SO2CH3-Gruppe)
oder -NHSO2-(C1-C4)-Alkylgruppe (wie eine NHSO2CH3-Gruppe) steht.
-
Bevorzugt
sind unter den Verbindungen der Formel (I), die Gegenstand der Erfindung
sind, auch diejenigen, in denen R1 für ein Wasserstoffatom
steht;
und/oder R2 für eine -SO2(C1-C4)-Alkylgruppe
(wie eine -SO2CH3-Gruppe)
oder -NHSOz-(C1-C4)-Alkylgruppe (wie eine -NHSO2CH3-Gruppe) steht;
und/oder R3 unter
den folgenden Gruppen ausgewählt
ist:
- • eine
-X-R4-Gruppe, worin X für eine Bindung, ein Sauerstoffatom
oder eine -CH2-Gruppe steht und R4 für ein
Wasserstoffatom oder eine Gruppe der Formel -CR5R6-COOR7 steht, wobei
R5, R6 und R7 die oben angegebene Bedeutung besitzen,
wobei R4 jedoch nicht für ein Wasserstoffatom steht,
wenn X für
eine Bindung oder eine -CH2-Gruppe steht,
- • eine
Phenylgruppe, die gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander
unter Halogenatomen, (C1-C4)-Alkylgruppen
und (C1-C4)-Alkoxygruppen ausgewählte Gruppen
substituiert oder mit einer Dioxolangruppe anelliert ist, oder
- • eine
-CO-NR8R9-Gruppe,
worin R8 die oben angegebene Bedeutung besitzt
und R9 unter den folgenden Gruppen ausgewählt ist:
- – eine
(C1-C4)-Alkyl-(C1-C4)-alkoxygruppe,
- – eine
Gruppe der Formel -(CH2)n-A,
wobei n gleich 0, 1, 2, 3 oder 4 ist und A für eine Indolylgruppe, eine Fluorengruppe
oder eine Phenylgruppe steht, die durch eine bis drei unabhängig voneinander
unter Halogenatomen und Hydroxy- oder (C1-C4)-Alkylgruppen ausgewählte Gruppen substituiert ist,
- – eine
-NH-Phenylgruppe, wobei die Phenylgruppe gegebenenfalls durch eine
bis drei unabhängig
voneinander unter Halogenatomen und Hydroxy- oder (C1-C4)-Alkylgruppen ausgewählte Gruppen substituiert ist, oder
- – eine
Gruppe der Formel -CH(R10)-(CH2)n-COOR11, wobei n
gleich 0, 1, 2 oder 3 ist, R11 für ein Wasserstoffatom
oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe
steht und R10 für:
- • ein
Wasserstoffatom,
- • eine
(C1-C4)-Alkylgruppe,
- • eine
-COOR12-Gruppe, wobei R12 ein
Wasserstoffatom oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe
bedeutet, oder
- • eine
-CH2-Phenylgruppe, wobei die Phenylgruppe
gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander unter Halogenatomen
und Hydroxy- oder
(C1-C4)-Alkylgruppen
ausgewählte
Gruppen substituiert ist,
steht.
-
Genannt
seien auch die bevorzugten Verbindungen der Formel (I), worin:
R1 für
ein Wasserstoffatom steht;
und/oder R2 für eine -S(O)2-(C1-C4)-Alkylgruppe
(wie eine -SO2CH3-Gruppe)
oder -NHSO2-(C1-C4)-Alkylgruppe (wie eine -NHSO2CH3-Gruppe) steht;
und/oder R3 für eine Gruppe
-CO-NHR9 steht, wobei R9 unter
den folgenden Gruppen ausgewählt
ist:
- – eine
Gruppe der Formel -(CH2)n-A,
wobei n gleich 0, 1, 2, 3 oder 4 ist und A für eine Indolyl-, Fluoren- oder Phenylgruppe
steht, wobei die Phenylgruppe durch eine bis drei unabhängig voneinander
unter Halogenatomen und Hydroxy- oder (C1-C4)-Alkylgruppen ausgewählte Gruppen substituiert ist,
- – eine
-NH-Phenylgruppe, wobei die Phenylgruppe gegebenenfalls durch eine
bis drei unabhängig
voneinander unter Halogenatomen und Hydroxy- oder (C1-C4)-Alkylgruppen ausgewählte Gruppen substituiert ist, oder
- – eine
Gruppe der Formel -CH(R10)-(CH2)n-COOR11, wobei n
gleich 0, 1, 2 oder 3 ist, R11 für ein Wasserstoffatom
oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe
steht und R10 für:
- • ein
Wasserstoffatom,
- • eine
(C1-C4)-Alkylgruppe,
- • eine
-COOR12-Gruppe, wobei R12 ein
Wasserstoffatom oder eine (C1-C4)-Alkylgruppe
bedeutet, oder
- • eine
-CH2-Phenylgruppe, wobei die Phenylgruppe
gegebenenfalls durch eine bis drei unabhängig voneinander unter Halogenatomen
und Hydroxy- oder
(C1-C4)-Alkylgruppen
ausgewählte
Gruppen substituiert ist,
steht.
-
Im
folgenden versteht man unter Schutzgruppe Pg eine Gruppe, die einerseits
die Schätzung
einer reaktiven Funktion, wie Hydroxy oder Amin, während einer
Synthese und andererseits die Wiederherstellung der intakten reaktiven
Funktion am Ende der Synthese ermöglicht. Beispiele für Schutzgruppen
und Schützungs- und
Entschützungsmethoden
sind in "Protective
groups in Organic Synthesis",
Green et al., 2. Auflage (John Wiley & Sons, Inc., New York) angegeben.
-
Erfindungsgemäß können die
Verbindungen der allgemeinen Formel (I), worin R
3 von
einer -CO-NR
8R
9-Gruppe
verschieden ist (d. h. worin R
3 für eine -X-R
4-Gruppe oder eine gegebenenfalls mit einer oder
mehreren anderen Gruppen substituierte oder anellierte Phenylgruppe
steht, wie oben definiert), gemäß dem in
Schema 1 beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Schema
1:
-
Gemäß Schema
1 setzt man in einem Schritt (i), die Verbindung der Formel (II),
wobei Pg für
eine Schutzgruppe steht und R für
eine elektrophile Gruppe steht, mit dem Epoxid der Formel (III),
wobei R1 und R2 die
oben angegebene Bedeutung besitzen, um.
-
Die
Verbindungen der Formel (III) sind in der Literatur bekannt (beispielsweise
in der unter der Nummer
WO 02/44139 veröffentlichten
Patentanmeldung) oder in Anlehnung an dort beschriebene Verfahren
zugänglich.
In dem Fall, daß R
2 im Lauf dieses Schritts (i) oder der nachfolgenden
Schritte reagieren kann, wird es vorher mit Hilfe von dem Fachmann
gut bekannten Schutzgruppen geschützt. Des weiteren wird dann, wenn
R1 für
ein Wasserstoffatom steht, die hydroxyfunktionelle Gruppe vorzugsweise
durch eine Schutzgruppe geschützt,
um die Ausbeute der Umsetzung zu erhöhen. Hierzu kann man übliche Schutzgruppen
für Phenolgruppen
verwenden, wie Methoxyethoxymethyl (MEM), Trimethylsilylethoxymethyl
(SEM), gegebenenfalls substituiertes Benzyl oder Benzoyl.
-
Was
das Amin der Verbindung (II) angeht, so wird es mit Hilfe einer
Schutzgruppe Pg, wie einer gegebenenfalls substituierten Benzylgruppe
(beispielsweise einer Paramethoxybenzylgruppe) oder einer Methoxyethoxymethylgruppe
(MEM), teilweise geschützt.
Hier werden vorzugsweise Schutzgruppen verwendet, die die Reaktivität der Aminfunktion
nur teilweise schützen,
d. h. die ihren nukleophilen Charakter nicht verändern. In Schritt (i) kann
das teilweise geschützte
primäre
Amin in der Verbindung (II) nur mit einem einzigen Molekül des Epoxids
(III) und nicht mit 2 Molekülen
reagieren, wodurch die Bildung von Reaktionsnebenprodukten verhindert
wird. Der Schritt (i) führt
zu einem Aminoalkohol der Formel (IV). Dieser Schritt wird beispielsweise
in einem organischen Lösungsmittel,
wie einem niederen Alkohol wie Methanol, Ethanol, Isopropanol oder tert.-Butanol
oder auch in Dimethylsulfoxid, in einem linearen oder cyclischen
Ether in einem Amid wie Dimethylformamid oder Dimethylacetamid oder
auch in einem Gemisch dieser Lösungsmittel
durchgeführt,
vorzugsweise unter Verwendung von mindestens äquimolaren Mengen der Reaktanten.
Die Reaktionstemperatur liegt vorzugsweise zwischen Umgebungstemperatur
und der Rückflußtemperatur
des gewählten
Lösungsmittels.
-
In
einem Schritt (ii), wird die Gruppe OR in eine R3-Funktion umgewandelt,
wobei R3 die oben angegebene Bedeutung besitzt,
aber von einer -CO-NR8R9-Gruppe verschieden
ist. Beispielsweise kann man in dem Fall, daß die OR-Gruppe für eine Triflatfunktion
steht, eine Kupplung mit einem Arylboron- oder Arylzinnderivat unter
Katalyse durch ein Übergangsmetall
wie Palladium in Gegenwart eines Phosphins in einem Lösungsmittel
wie Toluol, Tetrahydrofuran, DME oder Dimethylformamid und gegebenenfalls
in Gegenwart einer Base (beispielsweise Natriumcarbonat) und Wasser
durchführen;
dann erhält
man eine Verbindung der Formel (V), worin R3 für eine Arylgruppe,
beispielsweise eine gegebenenfalls mit einer oder mehreren anderen
Gruppen substituierte oder anellierte Phenylgruppe steht, wie oben
in der Formel (I) der erfindungsgemäßen Verbindungen definiert.
-
In
dem Fall, daß OR
für eine
-O-CR5R6-COOR7-Gruppe steht, wobei R5 und
R6 die in der Formel (I) angegebene Bedeutung
besitzen und R7 für eine (C1-C4)-Alkylgruppe steht, kann man in Schritt
(ii) die Hydrolyse der Esterfunktion zur Säure zwecks Erhalt einer Verbindung
der Formel (V), worin R3 gleich -O-CR5R6-COOH, durch Behandlung
mit einer Base, beispielsweise Natriumhydroxid, in einem Lösungsmittel
oder Lösungsmittelgemisch,
wie einem Ethanol/Wasser-Gemisch, durchführen.
-
Es
versteht sich, daß dann,
wenn die OR-Gruppe in der Ausgangsverbindung (II) bereits die gewünschte R3-Gruppe enthält, der Schritt (ii) entfallen
kann. So wird beispielsweise dann, wenn OR für eine Hydroxylgruppe steht,
durch Umsetzung der Verbindungen (II) und (III) direkt die gewünschte Verbindung
(V), worin R3 = OH, erhalten.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) werden schließlich in einem Schritt (iii)
nach Abspaltung der Schutzgruppen mit Hilfe von dem Fachmann bekannten
Techniken erhalten. Insbesondere wenn es sich bei den Schutzgruppen
um Benzylgruppen handelt, wird die Entschützung mit Hilfe von Wasserstoff
in Gegenwart von Palladium auf Kohle in einem Lösungsmittel wie Ethanol durchgeführt. In
dem Fall, daß R2 für
eine -S(O)-(C1-C4)-Alkylgruppe
steht, wird jedoch dieser Schritt der Abspaltung der Schutzgruppen
vorzugsweise vermieden und vorzugsweise als Ausgangsprodukt eine
Verbindung (II) mit einem primären
Amin (Pg = H für die
Verbindungen (II), (IV) und (V) in Schema 1) verwendet.
-
Die
als Ausgangsprodukte bei dem Verfahren gemäß Schema 1 verwendeten Verbindungen
der Formel (II) können
gemäß dem in
Schema 2 dargestellten Verfahren hergestellt werden. Schema
2:
-
In
Schema 2 wird die Ketonfunktion der Verbindung der Formel (VI) in
einem Schritt (iv) nach dem Fachmann gut bekannten Methoden in eine
Aminfunktion umgewandelt (beispielsweise durch reduktive Aminierung).
Dieses Amin ist mit zwei Schutzgruppen Pg und Pg' geschützt. Pg und Pg' sind chemisch verschieden,
insbesondere hinsichtlich ihres Entschützungsmodus (was danach eine
selektive Entschützung
der einen oder anderen der Schutzgruppen ermöglicht). Beispielsweise kann
Pg eine Benzylgruppe und Pg' eine
Carbamatfunktion sein. Pg und Pg' werden
nach dem Fachmann bekannten Methoden (beispielsweise durch Addition
eines Säureanhydrids
oder Säurechlorids
zur Einführung
einer Carbamateinheit) und im allgemeinen nach der Umwandlung der
Ketonfunktion der Verbindung (VI) in eine Aminfunktion eingeführt.
-
In
Schritt (v) erhält
man durch Umsetzung der Phenolfunktion der Verbindung (VII) mit
einem Elektrophil (Gruppe R), bei dem es sich um ein Säureanhydrid,
ein Säurehalogenid
oder ein halogeniertes Alkylderivat handeln kann, die Verbindung
(VIII). Bei Umsetzung eines Säurehalogenids
oder Säureanhydrids
(beispielsweise Trifluormethansulfonsäureanhydrid) wird die Umsetzung
in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran, einem linearen Ether, Dichlormethan oder Toluol
und in Gegenwart einer Base wie Triethylamin, Pyridin oder Diisopropylethylamin
durchgeführt.
Bei Umsetzung eines halogenierten Alkylderivats (beispielsweise
Bromessigsäureethylesther)
wird die Umsetzung in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran, Aceton oder Dimethylformamid und in Gegenwart
einer Base wie Natriumhydrid, Kaliumhydrogencarbonat oder Natriumhydroxid durchgeführt.
-
Die
Verbindung (II) wird im letzten Schritt (vi) durch selektive Entschützung der
Schutzgruppe Pg' des Cyclohexylamins
(VIII) nach dem Fachmann gut bekannten Methoden erhalten. Beispielsweise
wird in dem Fall, daß Pg
für ein
Benzylgruppe steht und Pg' für eine tert.-Butoxycarbonylgruppe
steht, die Entschützung mit
einer Lösung
von Trifluoressigsäure
in Dichlormethan durchgeführt.
-
Des
weiteren können
Verbindungen der allgemeinen Formel (I), worin R
3 für eine -CO-NR
8R
9-Gruppe steht
(wobei R
8 und R
9 die
oben in Verbindung mit der Formel I und den erfindungsgemäßen Verbindungen angegebene
Bedeutung besitzen), gemäß dem in
Schema 3 beschriebenen Verfahren herstellt werden. Schema
3:
-
Gemäß Schema
3 wird die Ketonfunktion der Verbindung der Formel (IX) in einem
Schritt (vii) nach dem Fachmann gut bekannten Methoden in eine Amingruppe
umgewandelt. (beispielsweise durch reduktive Aminierung). Das Amin
(X) ist mit Hilfe einer Schutzgruppe Pg, wie einer gegebenenfalls
substituierten Benzylgruppe (beispielsweise eine para-Methoxybenzylgruppe)
oder einer Methoxyethoxymethylgruppe (MEM) teilweise geschützt. Hier
verwendet man vorzugsweise Schutzgruppen, die die Reaktivität der Aminfunktion nur
teilweise schützen,
d. h. ihren nukleophilen Charakter nicht verändern. In dem Fall, daß R2 für
eine -S(O)-(C1-C4)-Alkylgruppe
steht, verwendet man jedoch vorzugsweise eine Verbindung (X) mit
einem primären Amin
(Pg = H für
die Verbindung (X) in Schema 3).
-
In
einem Schritt (viii) setzt man die Verbindung (X) mit dem bereits
in obigem Schema 1 definierten Epoxid der Formel (III) um. In dem
Fall, daß R2 für
eine -S(O)-(C1-C4)-Alkylgruppe
steht, wird der Stickstoff der Verbindung (XI) nach dem Fachmann
bekannten Verfahren dann mit einer Aminoschutzgruppe, wie t-Butyloxy carbonyl
(BOC) (Pg = BOC in Schema 3 für
die Verbindungen (XI), (XII) und (XIII)) geschützt. In dem Fall, daß R2 im Lauf dieses Schritts (viii) oder nachfolgender
Schritte reagieren kann, wird es vorher mit Hilfe von dem Fachmann
gut bekannten Schutzgruppen geschützt. Des weiteren wird dann,
wenn R1 für ein Wasserstoffatom steht,
die hydroxyfunktionelle Gruppe vorzugsweise durch eine Schutzgruppe
geschützt,
um die Ausbeute der Umsetzung zu erhöhen, wie oben in Verbindung
mit Schema 1 ausgeführt.
-
In
Schritt (viii) kann das teilweise geschützte primäre Amin in der Verbindung der
Formel (X) nur mit einem einzigen Molekül des Epoxids (III) und nicht
mit zwei Molekülen
reagieren, wodurch die Bildung von Reaktionsnebenprodukten vermieden
wird.
-
Der
Schritt (viii) führt
zu einem Aminoalkohol der Formel (XI). Dieser Schritt wird beispielsweise
in einem organischen Lösungsmittel,
wie einem niederen Alkohol wie Methanol, Ethanol, Isopropanol oder
tert.-Butanol oder
auch in Dimethylsulfoxid, in einem linearen oder cyclischen Ether,
in einem Amid wie Dimethylformamid oder Dimethylacetamid oder auch
in einem Gemisch dieser Lösungsmittel
durchgeführt,
vorzugsweise unter Verwendung von mindestens äquimolaren Mengen der Reaktanten.
Die Reaktionstemperatur liegt vorteilhafterweise zwischen Umgebungstemperatur
und der Rückflußtemperatur
des gewählten
Lösungsmittels.
-
In
einem Schritt (ix) wird der Ethylester der Verbindung (XI) durch
Behandlung mit einer Base, beispielsweise Natriumhydrid in einem
Lösungsmittel
oder Lösungsmittelgemisch,
wie einem Ethanol/Wasser-Gemisch,
zur Säure
(XII) hydrolysiert.
-
Das
Amid der Formel (XIII) wird ein einem Schritt (x) erhalten, indem
man die Säure
(XII) in Gegenwart eines Kupplungsmittels, beispielsweise 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid
(EDC), Benzotriazol-1-yloxy-tris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorophosphat
(BOP) oder Benzotriazol-1-yloxy-N,N'-tetramethyluroniumtetrafluoroborat
(TBTU) und in Gegenwart einer Base wie Triethylamin oder Pyridin
in einem Lösungsmittel
wie Dichlormethan, Acetonitril oder Chloroform mit einem Amin der
Formel HNR8R9, worin
R8 und R9 die oben
in Verbindung mit der Formel (I) angegebene Bedeutung besitzen,
umsetzt. Es ist auch möglich, die
Säurefunktion
der Verbindung (XII) gemäß dem Fachmann
bekannten Techniken in Form eines Säurechlorids oder Kohlensäureanhydrids
zu aktivieren.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) werden schließlich in einem Schritt (xi)
nach Abspaltung der Schutzgruppen mit Hilfe von dem Fachmann bekannten
Techniken oder gegebenenfalls nach Umwandlung einer Estergruppe
in eine Säurefunktion
und nachfolgende Eliminierung der Schutzgruppen erhalten. Insbesondere wenn
es sich bei den Schutzgruppen um Benzylgruppen handelt, wird die
Entschützung
mit Hilfe von Wasserstoff in Gegenwart von Palladium auf Kohle in
einem Lösungsmittel
wie Ethanol durchgeführt.
-
In
dem Fall, daß die
Verbindung (XIII) als Gruppe R9 eine Estergruppe
der Formel -CH(R10)-(CH2)n-COOR11, wobei R11 für
eine (C1-C4)-Alkylgruppe
steht und R10 die in Verbindung mit den
erfindungsgemäßen Verbindungen
der Formel (I) oben angegebene Bedeutung besitzt, enthält, wird
der Schritt der Abspaltung der Schutzgruppen nach Umwandlung der
Estergruppe in eine Säurefunktion
durchgeführt.
-
Es
versteht sich, daß man
in Schema 3 als Ausgangsprodukt (IX) einen anderen Ester als einen
Ethylester, beispielsweise einen Methyl- oder Propylester oder einen
beliebigen anderen Niederalkylester, verwenden kann.
-
Die
Herstellung der Verbindungen der Formel (X), die zur Durchführung des
in Schema 3 dargestellten Verfahrens geeignet sind, kann gemäß Schema
4 erfolgen, beispielhaft illustriert für die Herstellung eines Ethylesters
als Verbindung (IX). Schema
4:
-
Gemäß Schema
4 wird in einem Schritt (xii) die Verbindung der Formel (XIV) mit
der Verbindung der Formel (XV), worin Hal für ein Halogenatom, vorzugsweise
Brom steht, kondensiert, beispielsweise nach der Methode gemäß MEYERS
et al., J. Org. Chem., 1974, 39, 2787. Das so erhaltene Alkohol-Zwischenprodukt der
Formel (XVI) wird in einem Schritt (xiii) in die ungesättigte Verbindung
(XVII) umgewandelt, beispielsweise mit SOCl2 in
Pyridin nach der Methode gemäß GONZALES-CAMENO
et al., Tetrahedron, 1994, 50, 10971, oder mit POCl3,
wie beispielsweise in Org. Prep. Proced. Int., 1995, 27, 122 beschrieben.
-
Die
ungesättigte
Verbindung (XVII) wird dann in einem Schritt (xiv) nach herkömmlichen
Methoden beispielsweise mit Wasserstoff in Gegenwart von Palladium
auf Kohle in einem Lösungsmittel
wie Ethanol, in die Verbindung (XVIII) umgewandelt.
-
Die
Hydrolyse der Acetalgruppe der Verbindung (XVIII) erfolgt in einem
Schritt (xv) in Analogie zu der von SZANTAY et al. in Tetrahedron,
1996, 52(33), 11053, beschriebenen Reaktion, nämlich mit Salzsäure in Aceton,
und führt
zur Verbindung (XIX), die dann in einem Schritt (xvi), nach der
Methode gemäß SEEBACH et
al. Synthesis Communications, 1982, 138, oder NELSON et al., J.
Org. Chem., 1994, 95(9), 2577, zur Verbindung (IX) hydrolysiert
wird. Alternativ dazu kann man die Verbindung (XVIII) durch Erhitzen
zum Rückfluß in Ethanol
und Zugabe von Schwefelsäure
nach der Methode gemäß DEGRAW
et al., J. Med. Chem., 1992, 35(2), 320, oder TAYLOR et al. Heterocycles,
1996, 43(2), 323, direkt in die Verbindung (IX) umwandeln.
-
Es
versteht sich, daß ein
Verfahren, das mit dem in Schema 4 dargestellten identisch ist,
zur Herstellung von Verbindungen (IX) in Form von anderen Estern
als dem Ethylester durch Hydrolyse der Verbindung (XVIII) mit Alkoholen,
die andere Alkylgruppen als eine Ethylgruppen tragen, angewandt
werden könnte.
-
In
den Schemata 1, 2, 3 und 4 sind die Ausgangsverbindungen und die
Reagentien, wenn ihr Herstellungsmodus nicht angegeben ist, im Handel
erhältlich,
in der Literatur beschrieben oder nach darin beschriebenen oder
dem Fachmann bekannten Methoden zugänglich.
-
Die
folgenden Bespiele beschreiben die Herstellung einiger erfindungsgemäßer Verbindungen.
Diese Beispiele sollen die vorliegende Erfindung nicht einschränken und
lediglich erläutern.
Die Zahlen der in den Beispielen angegebenen Verbindungen beziehen
sich auf die in der nachstehenden Tabelle, in der die chemischen
Strukturen und die physikalischen Eigenschaften einiger erfindungsgemäßer Verbindungen
illustriert sind, angegebenen Zahlen.
-
Herstellung 1: trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethylsulfonat
-
(Zwischenprodukt
der Formel (IV), worin R1 = Pg = Benzyl,
R2 = -NH-SO2-CH3 und R= -SO2CF3)
-
1.1: trans-4-[4-(Benzylamino]cyclohexyl]phenolhydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 12,2 ml Benzylamin (111 mmol) und 5,3 g 4-(4'-Hydroxypheny)cyclohexanon (27 mmol)
in Orthoameisensäuretrimethylester
(100 ml) wird 3 h auf 50°C
erhitzt. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden 100 ml Isopropanol und dann 1,16
g Natriumborhydrid zugegeben. Die Reaktionsmischung wird 16 h rühren gelassen.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird 1 M wäßrige Salzsäurelösung zugegeben, bis der pH-Wert
1 beträgt.
Der Niederschlag wird abfiltriert und heiß mit Acetonitril gewaschen.
Das trans-4-[4-(Benzylamino]cyclohexyl]phenol-hydrochlorid wird
in Form eines Feststoffs (4 g, 48%) erhalten. [M + H+]
= 282,5.
-
1.2: trans-Benzyl[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]carbamidsäure-tert.-butylester
-
Eine
Lösung
von 13,7 g trans-4-[4-(benzylamino]cyclohexyl]phenol (48,7 mmol)
und 11,69 g Di-tert.-butyldicarbonat
(53,5 mmol) in Essigsäureethylester
(295 ml) wird 4 h zum Rückfluß erhitzt.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird der Benzyl[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]carbamidsäure-tert.-butylester
nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol
98/2) in Form von Kristallen (12,68 g, 68,2%) erhalten. [M + H+] = 382,4.
-
1.3: trans-4-{4-[Benzyl(tert.-butoxycarbonyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
-
Eine
Lösung
von 12,6 g trans-Benzyl[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]carbamidsäure-tert.-butylester (33
mmol) und 11,5 ml 2,6-Lutidin (99 mmol) in Dichlormethan (125 ml)
wird bei 0°C
gerührt.
Nach Zugabe von 6,1 ml Trifluormethansulfonsäureanhydrid wird der Ansatz
1 h 30 rühren
gelassen. Nach Zugabe von Wasser wird die wäßrige Phase einmal mit Dichlormethan
extrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt und über Natriumsulfat
getrocknet. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter verminderten Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel:
Dichlormethan) wird trans-4-{4-[Benzyl(tert.-butoxycarbonyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
in Form von Kristallen (16,43 g, 97%) erhalten. [M + H+]
= 514,4.
-
1.4: trans-4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenyltrifluormethansulfonat
-
Eine
Lösung
von 16,4 g trans-4-{4-[Benzyl(tert.-butoxycarbonyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
(32 mmol) in einer Mischung aus Trifluoressigsäure (150 ml) und Dichlormethan
(900 ml) wird 1 h 30 gerührt.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter verminderten Druck werden Wasser, Essigsäureethylester und wäßrige Ammoniaklösung zugegeben.
Die organische Phase wird einmal mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird das trans-4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenyltrifluormethansulfonat
in Form von Kristallen (12,96 g, 98%) erhalten. [M + H+]
= 414,2.
-
1.5: trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(tert.-butoxycarbonyl)(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl)phenyltrifluormethansulfonat
-
Eine
Mischung aus 5,52 g trans-4-[4-(Benzylaminocyclohexyl)phenyltrifluormethansulfonat
(13,3 mmol) und 5 g 4-Benzyloxy-3-(N-tert.-butoxycarbonyl-N-methylsulfonylamino)-1-((2S)-2,3-epoxypropoxy)benzol
(11,2 mmol) in Ethanol (72 ml) wird 5 h zum Rückfluß gebracht. Nach Abdampfen
des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel:
Dichlormethan/Methanol 98/2) wird das trans-4-(4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(tert.-butoxycarbonyl)(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
in Form eines Öls
(6,94 g, 72%) erhalten. [M + H+] = 863,4.
-
1.6: trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
-
Eine
Lösung
von 1,4 g trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(tert.-butoxycarbonyl)(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
(1,62 mmol) in einer Mischung aus Trifluoressigsäure (5 ml) und Dichlormethan
(45 ml) wird 3 h 20 gerührt.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Wasser, Essigsäureethylester und wäßrige Ammoniaklösung zugegeben.
Die organische Phase wird einmal mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet. Nach Abdampfen der Lösungsmittel unter
vermindertem Druck wird das trans-4-{(4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
in Form eines Öls
(1,27 g, 98%) erhalten. [M + H+] = 763,5.
-
Herstellung 2: trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxy propyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
-
- (Zwischenprodukt der Formel (IV), worin R1 =
Pg = Benzyl, R2 = -NH-SO2-CH3 und R= -CH2COOEt)
-
2.1: trans-(4-{4-[Benzyl(tert.-butoxycarbonyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
-
Eine
Suspension von 3,82 g (10 mmol) trans-Benzyl[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]carbamidsäure-tert.-butylester
(siehe Herstellung 1.2) und 0,48 g 60%igem Natriumhydrid (12 mmol)
in Dimethylformamid (38 ml) wird 25 minuten gerührt und dann mit 1,44 ml Bromessigsäureethylester
(13 mmol) versetzt. Der Ansatz wird 4 h rühren gelassen. Dann wird das
Reaktionsmedium durch Zugabe von gesättigter wäßriger Ammoniumchloridlösung neutralisiert.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Wasser und Dichlormethan zugegeben.
Die organische Phase wird 5 mal mit Wasser gewaschen und dann über Magnesiumsulfat
getrocknet. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird der trans-(4-{4-[Benzyl(tert.-butoxycarbonyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
in Form eines weißen
Feststoffs (4,68 g, 100%) erhalten.
-
2.2: trans-{4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenoxy}essigsäureethylester
-
Eine
Lösung
von 4,5 g trans-(4-(4-[Benzyl(tert.-butoxycarbonyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
(9,6 mmol) in einer Mischung aus Trifluoressigsäure (30 ml) und Dichlormethan
(90 ml) wird 2 h gerührt.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Wasser, Essigsäureethylester und gesättigte wäßrige Natriumcarbonatlösung zugegeben.
Die organische Phase wird einmal mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird der trans- {4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenoxy}essigsäureethylester
in Form eines Öls
(3,22 g, 88%) erhalten. [M + H+] = 368,3.
-
2.3: trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
-
Eine
Mischung aus 3,22 g trans-{4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenoxy)essigsäureethylester
(8,7 mmol) und 5 g 4-Benzyloxy-3-(N-tert.-butoxycarbonyl-N-methylsulfonylamino)-1-((2S)-2,3-epoxypropoxy)-benzol
(11,2 mmol) in Ethanol (72 ml) wird 40 h zum Rückfluß gebracht. Nach Zugabe von
3N ethanolischer Salzsäurelösung wird
das Reaktionsmedium 19 h auf 50°C
erhitzt. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Wasser, Dichlormethan und gesättigte wäßrige Natriumcarbonatlösung zugegeben.
Die wäßrige Phase
wird 1 mal mit Dichlormethan extrahiert. Die organischen Phasen
werden vereinigt, mit Wasser gewaschen und dann über Magnesiumsulfat getrocknet.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel:
Essigsäureethylester/Heptan-Gradient
von 30/70 bis 50/50 in 40 min) wird der trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
in Form eines Öls
(2,7 g, 43%) erhalten. [M + H+] = 717,6.
-
Herstellung 3: trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino]cyclohexyl]benzoesäure
-
- (Zwischenprodukt der Formel (XII), worin R1 =
Pg = Benzyl, R2 = -NH-SO2-CH3)
-
3.1: trans-4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]benzoesäureethylester
-
Eine
Lösung
von 8,51 ml Benzylamin (77,95 mmol) und 16 g 4-(Cyclohexanon)benzoesäureethylester (64,96
mmol) in Orthoameisensäuretrimethylester
(192 ml) wird 18 h auf 50°C
erhitzt. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden 267 ml Ethanol und dann 2,457 g
Natriumborhydrid zugegeben. Die Reaktionsmischung wird 2 h rühren gelassen.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Dichlormethan und Wasser zugegeben.
Die wäßrige Phase
wird 3 mal mit Dichlormethan extrahiert. Die organischen Phasen
werden über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck aufkonzentriert.
Nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Essigsäureethylester/Ethanol
90/10) wird der trans-4-[4-(Benzylamino]cyclohexyl]benzoesäureethylester
in Form eines Öls
(14,69 g, 67%) erhalten. [M + H+] = 282,2.
-
3.2: trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]benzoesäureethylester
-
Eine
Mischung aus 818 mg (1,82 mmol) 4-Benzyloxy-3-(N-tert.-butoxycarbonyl-N-methylsulfonylamino)-1-((2S)-2,3-epoxypropoxy)benzol
und 450 mg (1,82 mmol) von trans-4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]benzoesäureethylester
in Basenform in 15 ml absolutem Ethanol wird 16 h zum Rückfluß erhitzt.
Dann wird die Mischung abgekühlt,
mit 3 ml gesättigter
ethanolischer Salzsäurelösung versetzt
und 6 h auf 50°C
erhitzt. Nach Abdampfen des Lösungsmittels
wird der Rückstand
mit einer Mischung aus 50 ml gesättigter
Natriumhydrogencarbonatlösung
und 50 ml Essigsäureethylester
aufgenommen. Die organische Phase wird mit gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen.
Die organische Phase wird getrocknet, filtriert und durch Abdampfen
unter vermindertem Druck vom Lösungsmittel
befreit. Das Rohprodukt wird durch Säulenchromatographie an Kieselgel
unter Verwendung einer Mischung aus Methylenchlorid, Methanol und
NH4OH (95/5/0,5) als Elutionsmittel gereinigt.
Dies ergibt die Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs.
[M + H+] = 687.
-
3.3: trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]benzoesäure
-
Eine
Mischung aus 4,48 g (5,71 mmol) 4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoesäureethylester
und 38 ml 1 N Natronlauge in 114 ml Ethanol wird über Nacht
auf 50°C
erhitzt. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
wird der Rückstand
in Wasser aufgenommen und vorsichtig mit 1N Salzsäurelösung versetzt,
bis der pH-Wert 1 beträgt.
Nach Abfiltrieren und Trocknen unter Vakuum wird die Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs (4,05 g, 94%) erhalten. Schmelzpunkt = 160°C
-
Herstellung 4: trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl)amino)cyclohexyl]benzoesäure
-
- (Zwischenprodukt der Formel (XII), worin R1 =
Pg = Benzyl und R2 = -SO2-CH3)
-
4.1: trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]benzoesäureethylester
-
Dieses
Produkt wird in Analogie zu obiger Herstellung 3.2 unter Verwendung
von trans-4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]benzoesäureethylester und 4-Benzyloxy-3-methylsulfonyl-1-((2S)-2,3-epoxypropoxy)benzol,
das in der Patentanmeldung
WO
99/65895 beschrieben wird, und ohne Zugabe von ethanolischer
Salzsäurelösung erhalten.
[M + H
+] = 672.
-
4.2: trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]benzoesäure
-
Es
wird in Analogie zu obiger Herstellung 3.3 verfahren, aber unter
Verwendung von trans-4-(4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-(methylsulfonyl)phenoxy]2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]benzoesäureethylester.
Dies ergibt 8,13 g (95%) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
(Schmelzpunkt = 128–130°C).
-
Beispiel 1: trans-N-{5-[((2S)-3-{[4-(1,1'-Biphenyl-4-yl)cyclohexyl]amino}-2-hydroxypropyl)oxy]-2-hydroxyphenyl}methansulfonamid
(Verbindung Nr. 4)
-
1.1: trans-N-{5-[((2S)-3-{benzyl[4-(1,1'-biphenyl-4-yl)cyclohexyl]amino}-2-hydroxypropyl)oxy]-2-(benzyloxy)phenyl]methansulfonamid
-
Eine
Mischung aus 0,3 g (0,39 mmol) trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenyltrifluormethansulfonat
(Herstellung 1), 0,143 g Phenylboronsäure (1,76 mmol, 0,091 g Tetrakis(triphenylphosphin)palladium
(0,078 mmol) und 0,198 g Natriumhydrogencarbonat (3,52 mmol) in
Ethanol (5 ml) und Wasser (2,5 ml) wird 1 Stunde zum Rückfluß gebracht.
Nach Zugabe von Wasser und Dichlormethan wird die Reaktionsmischung
filtriert. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel:
Heptan/Essigsäureethylester-Gradient
von 95/5 bis 50/50 in 20 minuten und 50/50 über einen Zeitraum von 15 minuten)
wird das trans-N-[5-[((2S)-3-{Benzyl[4-(1,1'-biphenyl-4-yl)cyclohexyl]amino)-2-hydroxypropyl)oxy]-2-(benzyloxy)phenyl]methansulfonamid
in Form eines weißen
Feststoffs (0,16 g, 60%) erhalten. [M + H+]
= 691,5.
-
1.2: trans-N-{5-[((2S)-3-{(4-(1,1'-Biphenyl-4-yl)cyclohexyl]amino}-2-hydroxypropyl)oxy]-2-hydroxyphenyl}methansulfonamid
-
Eine
Mischung aus 0,16 g trans-N-[5-[((2S)-3-{Benzyl[4-(1,1'-biphenyl-4-yl)cyclohexyl]amino)-2-hydroxypropyl)oxy]-2-(benzyloxy)phenyl]methansulfonamid
(0,23 mmol) und 0,1 g 10% Palladium auf Kohle (50%ig in Wasser)
in Ethanol (6 ml) wird unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt und 4 h gerührt. Dann
wird die Reaktionsmischung über
Celite filtriert. Nach Abdampfen der Lösungsmittel unter vermindertem
Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol-Gradient
von 99/1 bis 85/15 in 30 minuten) wird das N-{5-[((2S)-3-{[4-(1,1'-Biphenyl-4-yl)cyclohexyl]amino}-2-hydroxypropyl)oxy]-2-hydroxyphenyl}methansulfonamid
in Form eines weißen
Feststoffs (0,08 g, 68%) erhalten.
Schmelzpunkt = 100–110°C [M + H+] = 511,4; 1H-NMR
(DMSO-D6 + D2O, 200 MHz): 1,05-1,35 (m,
2H), 1,4-1,6 (m, 2H), 1,7-2 (m, 5H), 2,4-2,8 (m, 3H), 2,85 (s, 3H),
3,7-3,85 (m, 3H), 6,52 (dd, 1H), 6,7-6,82 (m, 2H), 7,2-7,65 (m,
9H).
-
Beispiel 2: trans-N-{2-hydroxy-5-[((2S)-2-hydroxy-3-{[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]amino}propyl)oxy]phenyl}methansulfonamid
(Verbindung Nr. 1)
-
2.1: trans-N-{5-[((2S)-3-{benzyl[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]amino}-2-hydroxypropyl)oxy]-2-(benzyloxy)phenyl]methansulfonamid
-
Eine
Mischung aus 1,52 g (3,38 mmol) 4-Benzyloxy-3-(N-tert.-butoxycarbonyl-N-methylsulfonylamino)-1-((2S)-2,3-epoxypropoxy)benzol
und 1 g (3,55 mmol) trans-4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenol
in Basenform in 20 ml absolutem Ethanol wird 16 h zum Rückfluß erhitzt.
Dann wird das Gemisch abgekühlt,
mit 20 ml gesättigter ethanolischer
Salzsäurelösung versetzt
und 1 h auf 50°C
erhitzt. Nach Abdampfen des Lösungsmittels
wird der Rückstand
mit einer Mischung aus 100 ml gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung und 100
ml Essigsäureethylester
aufgenommen. Die organische Phase wird mit gesättigter wäßriger NaCl-Lösung gewaschen.
Die organische Phase wird getrocknet, filtriert und unter vermindertem
Druck vom Lösungsmittel befreit.
Das Rohprodukt wird durch Säulenchromatographie
an Kieselgel unter Verwendung einer Mischung aus Heptan und Essigsäureethylester
(55/45) als Elutionsmittel gereinigt. Dies ergibt die Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs (1,8 g, 84%). [M + H+] = 631,5.
-
2.2: trans-N-{2-Hydroxy-5-[((2S)-2-hydroxy-3-{[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]amino}propyl)oxy]phenyl}methansulfonamid
-
Eine
Mischung aus 0,8 g (1,26 mmol) trans-N-[5-[((2S)-3-{Benzyl[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl]amino}-2-hydroxypropyl)oxy]-2-(benzyloxy)phenyl]methansulfonamid
und 0,2 g 10% Palladium auf Kohle (50%ig in Wasser) in Ethanol (40
ml) wird unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt und 2 h gerührt. Dann
wird die Reaktionsmischung über
Celite filtriert. Nach Abdampfen der Lösungsmittel unter vermindertem
Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol-Gradient von 95/5
bis 80/20 in 15 minuten) wird das trans-N-{2-Hydroxy-5-[((2S)-2-hydroxy-3-{[4-(4-hydroxyphenyl)cyclohexyl}amino}propyl)oxy]phenyl}methansulfonamid
in Form eines weißen
Feststoffs (0,24 g, 67%) erhalten.
Schmelzpunkt = 85–90°C [M + H+] = 451,4; 1H-NMR
(DMSO-D6, 300 MHz): 1,15 (dd, 2H), 1,38 (dd, 2H), 1,68-1,8 (m, 2H),
1,85-2 (m, 2H), 2,25-2,52 (m, 3H), 2,61 (dd, 1H), 2,75 (dd, 1H),
2,91 (s, 3H), 3,7-3,9 (m, 3H), 6,55 (dd, 1H), 6,65 (d, 2H), 6,75-6,8
(m, 2H), 6,95 (d, 2H).
-
Beispiel 3: trans-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
(Verbindung Nr. 2)
-
Eine
Mischung aus 0,2 g trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
(0,26 mmol) und 0,25 g 10% Palladium auf Kohle (50%ig in Wasser)
in Ethanol (16 ml) wird unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt und 7 h gerührt. Dann
wird die Reaktionsmischung über Celite
filtriert. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck und Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel:
Dichlormethan/Methanol-Gradient von 99/1 bis 85/15 in 30 minuten)
wird der trans-(4-{4-[((2S)-2-hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
in Form eines weißen
Feststoffs (0,08 g, 54%) erhalten.
Schmelzpunkt = 60–70°C [M + H+] = 537,6; 1H-NMR
(DMSO-D6 + D2O, 200 MHz): 1,1-1,5 (m, 4H),
1,2 (t, 3H), 1,65-1,8 (m, 2H), 1,85-2 (m, 2H), 2,3-2,85 (m, 4H),
2,93 (s, 3H), 3,7-3,9 (m, 3H), 4,18 (q, 2H), 4,18 (q, 2H), 4,7 (s,
2H), 6,55 (dd, 1H), 6,7-6,85 (m, 4H), 7,08 (d, 2H).
-
Beispiel 4: trans-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäure (Verbindung
Nr. 3)
-
4.1: trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäure
-
Eine
Mischung aus 0,36 g trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäureethylester
(0,49 mmol) und 6 ml 1M wäßrige Natronlauge
in Ethanol (10 ml) wird 22 h auf 45°C erhitzt. Nach Abziehen der
Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird Wasser zugegeben. Dann wird 1M wäßrige Salzsäurelösung zugegeben,
bis der pH-Wert 1 beträgt.
Nach Filtrieren und Trocknen unter Vakuum wird das Titelprodukt
in Form eines weißen
Feststoffs (0,3 g, 89%) erhalten. [M + H+]
= 689,7.
-
4.2: trans-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäure
-
Eine
Mischung aus 0,3 g trans-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäure (0,44
mmol) und 0,2 g 10% Palladium auf Kohle (50%ig in Wasser) in einer
Mischung aus Tetrahydrofuran (5 ml) und Ethanol (5 ml) wird unter
Wasserstoffatmosphäre
gesetzt und 4 h gerührt.
Dann wird die Reaktionsmischung über
Celite filtriert. Nach Abdampfen der Lösungsmittel unter vermindertem
Druck und Reinigung an C18-gepfropftem Siliziumdioxid (Elutionsmittel: Wasser/Acetonitril-Gradient
von 95/5 bis 5/95 in 15 min) wird die (4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}phenoxy)essigsäure in Form
eines weißen
Feststoffs (0,07 g, 32%) erhalten.
Schmelzpunkt = 160–170°C [M + H+] = 509,6; 1H-NMR
(DMSO-D6, D2O, 200 MHz): 1,1-1,45 (m, 4H), 1,6-2 (m, 4H),
2,1-2,25 (m, 1H),
2,6-3,1 (m, 4H), 2,95 (s, 3H), 3,75-3,9 (m, 2H), 4-4,15 (m, 1H),
4,28 (s, 2H), 6,55-6,82 (m, 5H), 7,05 (d, 2H).
-
Beispiel 5: trans-N-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-([4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-valinethylester
-
-
5.1: trans-(2S)-2-[(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)amino]-3-methylbutansäureethylester
-
Eine
Lösung
von 0,3 g (0,45 mmol) trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoesäure (Herstellung
3), 0,78 g (0,91 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol,
0,175 g (0,91 mmol) 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid-hydrochlorid,
0,19 ml Triethylamin und 0,165 g (0,91 mmol)-Valinethylesterhydrochlorid
in 5 ml Dichlormethan wird 24 h gerührt. Dann werden die Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abgedampft. Nach Zugabe von Dichlormethan
und Wasser wird die organische Phase dreimal mit Wasser gewaschen.
Die organischen Phasen werden über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck aufkonzentriert.
Dies ergibt den trans-(2S)-2-[(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]
phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl)benzoyl)amino]-3-methylbutansureethylester
in Form eines gelben Öls
(0,35 g, 98%). [M + H+] = 786
-
5.2: trans-N-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-valinethylester
-
Eine
Suspension von 1,35 g (0,35 mmol) trans-(2S)-2-[(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)amino]-3-methylbutansäureethylester
und 0,177 g Palladium auf Kohle (10% Pd; 50%ig in Wasser) und 15
ml Ethanol wird unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt und 3 h gerührt. Dann
wird der Katalysator abfiltriert, und die Lösungsmittel werden unter vermindertem
Druck abgedampft. Nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol/Ammoniakwasser-Gradient
von 99/1/0,1 bis 85/15/1,5 in 30 Minuten) wird die Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs (0,138 g, 44%) erhalten.
Schmelzpunkt = 65–75°C; 1H-NMR (DMSO-D6 + D2O,
200 MHz): 0,92 (t, 3H), 1,1-1,35 (m, 8H), 1,35-1,6 (m, 2H), 1,7-2,25
(m, 5H), 2,4-2,8 (m, 4H), 2,92 (s, 3H), 3,6-3,9 (m, 3H), 4-4,2 (m, 2H), 4,25 (t,
1H), 6,6 (dd, 1H), 6,68-6,8 (m, 2H), 7,32 (d, 2H), 7,78 (d, 2H).
-
Beispiel 6: trans-N-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalanin
(Verbindung Nr. 19)
-
6.1: trans-N-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalaninethylester
-
Eine
Lösung
von 0,3 g (0,45 mmol) trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoesäure (Herstellung
3), 0,78 g (0,91 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol, 0,175 g (0,91 mmol)
1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid-hydrochlorid,
0,19 ml Triethylamin und 0,165 g (0,91 mmol) L-Phenylalaninethylester-hydrochlorid
in 5 ml Dichlormethan wird 24 h gerührt. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Dichlormethan und Wasser zugegeben,
wonach die organische Phase dreimal mit Wasser gewaschen wird. Die
organischen Phasen werden über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck aufkonzentriert.
Nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol-Gradient
von 100/00 bis 90/10 in 35 min) wird das Produkt in Form eines weißen Feststoffs
(0,350, 92%) erhalten. [M + H+] = 835
-
6.2: trans-N-(4-{4[Benzyl((2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalanin
-
Eine
Mischung aus 0,35 g trans-N-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-(4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalanin ethylester
(0,42 mmol) und 1,7 ml 1 M wäßrige Natronlauge
in Ethanol (9,3 ml) wird 3 h auf 45°C erhitzt. Nach Abdampfen der
Lösungsmittel
unter vermindertem Druck wird Wasser zugegeben. Dann wird 1 M wäßrige Salzsäurelösung zugegeben,
bis der pH-Wert 1 beträgt.
Nach Filtrieren und Trocknen unter Vakuum wird das Titelprodukt
in Form eines weißen
Feststoffs (0,2 g, 59%) erhalten. [M + H+]
= 807
-
6.3: trans-N-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalanin
-
Eine
Mischung aus 0,2 g trans-N-(4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalanin
(0,248 mmol) und 0,1 g 10% Palladium auf Kohle (50%ig in Wasser)
und Ethanol (15 ml) wird unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt
und 3 h gerührt.
Dann wird die Reaktionsmischung über Celite
filtriert. Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck und Reinigung an C18-gepfropftem Siliziumdioxid
(Elutionsmittel: Wasser/Acetonitril-Gradient von 95/5 bis 5/95 in
15 min) wird das trans-N-(4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}benzoyl)-L-phenylalanin
in Form eines weißen
Feststoffs (0,049 g, 31%) erhalten.
Schmelzpunkt > 230°C [M + H+] = 626,4; 1H-NMR
(DMSO-D6 + D2O, 200 MHz): 1,1-1,65 (m, 6H),
1,9-2,1 (m, 2H), 2,2,2,38 (m, 1H), 2,7-3,3 (m, 4H), 2,92 (s, 3H),
3,75-3,9 (m, 3H),
4-4,2 (m, 1H), 4,25-4,4 (m, 1H), 6,65 (dd, 1H), 6,75-6,9 (m, 2H),
7-7,3 (m, 7H), 7,68 (d, 2H).
-
Beispiel 7: trans-4-[4-({(2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-(methylsulfonyl)phenoxy]propyl}amino)cyclohexyl]N-phenylbenzohydrazid
(Verbindung Nr. 26)
-
7.1: trans-4-[4-[Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]-N- phenylbenzohydrazid
-
Eine
Lösung
von 0,3 g (0,441 mmol) trans-4-[4-[Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl)amino)cyclohexyl]benzoesäure (Herstellung
4), 0,78 g (0,91 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol,
0,169 g (0,88 mmol) 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid-hydrochlorid,
0,184 ml Triethylamin und 0,095 g (0,88 mmol) Phenylhydrazin in
einer Mischung aus 4 ml Dichlormethan und 0,8 ml Acetonitril wird 48
Stunden gerührt.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Dichlormethan und Wasser zugegeben,
wonach die organische Phase dreimal mit Wasser gewaschen wird. Die
organischen Phasen werden über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck aufkonzentriert.
Nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Heptan/Essigsäureethylester-Gradient
60/40 über
einen Zeitraum von 10 min, 60/40 bis 40/60 in 10 minuten, dann 40/60 über einen
Zeitraum von 20 min) wird das Produkt in Form eines weißen Feststoffs
(0,166 g, 50%) erhalten. [M + H+] = 734,7
-
7.2: trans-4-[4-({(2S)-2-Hydroxy-3-[4-hydroxy-3-(methylsulfonyl)phenoxy]propyl}amino)cyclohexyl]Nphenylbenzohydrazid
-
Eine
Mischung aus 0,166 g trans-4-[4-[Benzyl{(2S)-3-(4-(benzyloxy)-3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl}-N-phenylbenzohydrazid
(0,226 mmol) und 0,1 g 10% Palladium auf Kohle (50%igem Wasser)
in einer Mischung (3,9 ml) in Tetrahydrofuran (2,93 ml) wird unter
Wasserstoffatmosphäre gesetzt
und 48 g gerührt.
Dann wird der Katalysator abfiltriert, wonach die Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abgedampft werden. Nach Reinigung an Kieselgel
(Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol/Ammoniakwasser-Gradient von 99/1/0,1
bis 85/15/1,5 in 30 min) wird die Titelverbindung in Form eines
weißen
Feststoffs (0,02 g, 16%) erhalten.
Schmelzpunkt = 125°C [M + H+] = 554; 1H-NMR
(DMSO-D6, 200 MHz): 1,0-1,6 (m, 4H), 1,7-2,1 (m, 4H), 2,35-2,8 (m,
4H), 2,7-3,3 (m, 4H), 3,2 (s, 3H), 3,7-3,95 (m, 3H), 4-4,2 (m, 1H), 4,25-4,4
(m 1H), 6,65 (dd, 1H), 6,6-7,4 (m, 9H), 7,75-7,9 (m, 3H).
-
Beispiel 8: trans-N-(4-Fluorbenzyl)-4-[4-({(2S)-2-hydroxy-3-[4-hydroxy-3-(methylsulfonyl)phenoxy]propyl}amino)cyclohexyl]benzamid
(Verbindung Nr. 25)
-
8.1: trans-4-[4-[Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]-N-(4-fluorbenzyl)benzamid
-
Eine
Lösung
von 0,3 g (0,441 mmol) trans-4-[4-(Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-(methyl-sulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]benzoesäure (Herstellung
4), 0,78 g (0,91 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol,
0,169 g (0,88 mmol) 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid-hydrochlorid,
0,184 ml Triethylamin und 0,11 g (0,88 mmol) 4-Fluorbenzylamin in
einer Mischung aus 4 ml Dichlormethan und 0,8 ml Acetonitril wird
48 Stunden gerührt.
Nach Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Dichlormethan und Wasser zugegeben,
wonach die organische Phase dreimal mit Wasser gewaschen wird. Die organischen
Phasen werden über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck aufkonzentriert. Nach
Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Heptan/Essigsäureethylether-Gradient
60/40 über
einen Zeitraum von 10 min, 60/40 bis 40/60 in 10 minuten, dann 40/60 über einen
Zeitraum von 20 min) wird das Produkt in Form eines weißen Feststoffs
(0,232 g, 70%) erhalten. [M + H+] = 751,5
-
8.2: trans-N-(4-Fluorbenzyl)-4-[4-({(2S)-2-hydroxy-3-[4-hydroxy-3-(methylsulfonyl)phenoxy]propyl}amino)cyclohexyl]benzamid
-
Eine
Mischung aus 0,166 g trans-4-[4-[Benzyl{(2S)-3-[4-(benzyloxy)-3-(methylsulfonyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]-N-(4-fluorbenzyl)benzamid
(0,226 mmol) und 0,117 g 10% Palladium auf Kohle (50%ig in Wasser)
in einer Mischung aus Ethanol (5,3 ml) in Tetrahydrofuran (4,02
ml) wird unter Wasserstoffatmosphäre gesetzt und 48 Stunden gerührt. Dann
wird der Katalysator abfiltriert, wonach die Lösungsmittel unter vermindertem
Druck abgedampft werden. Nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel:
Dichlormethan/Methanol/Ammoniakwasser-Gradient von 99/1/0,1 bis
85/15/1,5 in 35 min) wird die Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
(0,92 g, 52%) erhalten.
Schmelzpunkt = 110°C [M + H+]
= 571; 1H-NMR (DMSO-D6, 500 MHz): 1,12-1,2
(m, 2H), 1,4-1,5 (m, 2H), 1,7-1,8 (m, 2H), 1,9-2 (m, 2H), 2,45-2,55
(m, 2H), 2,6-2,68 (m, 1H), 2,7-2,8 (m, 1H), 3,22 (s 3H), 3,75-3,95
(m, 3H), 4,4 (s, 2H), 6,88 (dd, 1H), 7,08-7,2 (m, 4H), 7,28-7,3
(m, 3H), 7,74 (d, 2H).
-
Beispiel 9: trans-4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}propyl)amino]cyclohexyl}
N-[2-1H-indol-3-yl)ethyl]benzamid
-
-
9.1: trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}-N-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]benzamid
-
Eine
Lösung
von 0,3 g (0,45 mmol) trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}-2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}benzoesäure (Herstellung
3), 0,78 g (0,91 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol,
0,175 g (0,91 mmol) 1-Ethyl-3-(3-Dimethylaminopropyl)carbodiimidhydrochlorid,
0,19 ml Triethylamin und 0,138 g (0,86 mmol) Tryptamin in einer Mischung
aus 4 ml Dichlormethan und 0,8 ml Acetonitril wird 24 h gerührt. Nach
Abdampfen der Lösungsmittel
unter vermindertem Druck werden Dichlormethan und Wasser zugegeben,
wonach die organische Phase dreimal mit Wasser gewaschen wird. Die
organischen Phasen werden über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck aufkonzentriert.
Nach Reinigung an Kieselgel (Elutionsmittel: Heptan/Essigsäureethylester-Gradient, 60/40 über einen
Zeitraum von 10 min, 60/40 bis 40/60 in 10 min, dann 40/60 über einen
Zeitraum von 20 min) wird die Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
(0,246 g, 58%) erhalten. [M + H+] = 801,6
-
9.2: trans-4-{4-[((2S)-2-Hydroxy-3-{4-hydroxy-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy)propyl)amino]cyclohexyl) N-[2-1H-indol-3-yl)ethyl]benzamid
-
Eine
Suspension von 0,246 g (0,3 mmol) trans-4-{4-[Benzyl((2S)-3-{4-(benzyloxy)-3-[(methylsulfonyl)amino]phenoxy}2-hydroxypropyl)amino]cyclohexyl}N-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]benzamid
und 0,332 g Palladium auf Kohle (10% Pd; 50%ig in Wasser) in einer
Mischung aus 5,4 ml Ethanol und 4 ml Tetrahydrofuran wird unter
Wasserstoffatmosphäre
gesetzt und 3 h gerührt.
Dann wird der Katalysator abfiltriert, wonach die Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abgedampft werden. Nach Reinigung an Kieselgel
(Elutionsmittel: Dichlormethan/Methanol/Ammoniakwasser-Gradient von
99/1/0,1 bis 85/15/1,5 in 30 minuten) wird die Titelverbindung in
Form eines weißen
Feststoffs (0,076 g, 40%) erhalten.
Schmelzpunkt = 125°C; [M + H+] = 621, 1H-NMR
(DMSO-D6, 200 MHz): 1-1,2 (m, 2H), 1,3-1,55 (m, 2H), 1,7-2 (m, 4H),
2,4-3 (m, 6H), 2,9 (s, 3H), 3,4-3,6 (m, 2H), 3,8-3,95 (m, 3H), 6,6
(dd, 1H), 6,7-6,85 (m, 2H), 6,9-7,2 (m, 3H), 7,25-7,4 (m, 3H), 7,55
(d, 1H), 7,75 (d, 2H), 8,4-8,5
(m, 1H).
-
Beispiel 10: trans-2-{4-[4-({(2S)-3-(3-Butylsulfinyl]-4-hydroxyphenoxy]-2-hydroxypropyl)amino)cyclohexyl]phenoxy)-2,2-dimethylessigsäureethylester
(Verbindung Nr. 34)
-
10.1: trans-2-[4-(4-Aminocyclohexyl)phenoxy]-2,2-dimethylessigsäureethylester-hydrochlorid
-
Eine
Mischung aus 1,9 g trans-2-{4-[4-(Benzylamino)cyclohexyl]phenoxy}-2,2-dimethylessigsäureethylester
in Basenform (4,8 mmol) und 0,1 g 10% Palladium auf Kohle in Ethanol
(75 ml) wird bei 40°C
unter Wasserstoffatmosphäre
gesetzt und 7 h gerührt.
Dann wird die Reaktionsmischung über
Celite filtriert. Nach Abdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem
Druck wird der trans-2-[4-(4-Aminocyclohexyl)phenoxy]-2,2-dimethylessigsäureethylester
(0,660 g) in Form eines gelben Öls
erhalten, das in Ethanol (5 ml) gelöst wird. Nach Ansäuern mit
ethanolischer HCl-Lösung
(9N) wird der so erhaltene Feststoff abfiltriert (0,530 g, 72%).
Schmelzpunkt:
240–242.
-
10:2: trans-2-{4-[4-({(2S)-3-[4-((Benzyloxy)-3-butylsulfinyl)phenoxy-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]phenoxy}-2,2-dimethylessigsäureethylester
-
Eine
Mischung aus 0,742 g (2S)-2-{[4-(Benzyloxy)-3-(butylsulfinyl)phenoxy]methyl)oxiran
(erhalten in Analogie zu der Methode gemäß
WO 99/65895 , aber ausgehend von Butylsulfoxid
anstelle von Methylsulfoxid und unter Verwendung von (S)-(+)-Glycidylnosilat;
[α]
D + 1,9 (C = 1%, MeOH)) (2,06 mmol) und 0,666
g 2-[4-(4-Aminocyclohexyl)phenoxy]-2,2-dimethylessigsäureethylester
(2,18 mmol) in Ethanol (25 ml) wurde über Nacht zum Rückfluß erhitzt.
Nach Abdampfen des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck wird das erhaltene Produkt durch Flashchromatographie
unter Verwendung einer Mischung aus Methylenchlorid, Methanol und
Ammoniakwasser (95:5:0,5) als Elutionsmittel gereinigt. Dies ergibt
das Titelprodukt in Form eines gelben Öls (0,730 g, 53%).
-
10.3: trans-2-{4-[4-({(2S)-3-(3-Butylsulfinyl]-4-hydroxyphenxoy]-2-hydroxypropyl)amino)cyclohexyl]phenoxy)-2,2-dimethylessigsäureethylester
-
Eine
Lösung
von 0,720 g trans-2-{4[4-({(2S)-3-[4-(Benzyloxy)-3-(butylsulfinyl)phenoxy]-2-hydroxypropyl}amino)cyclohexyl]phenoxy}-2,2-dimethylessigsäureethylester
(1,08 mmol) in Trifluoressigsäure
(12 ml) wird 3 Stunden aus 60°C
erhitzt. Nach Abdampfen des Lösungsmittels
wird der Rückstand
mit Natriumhydrogencarbonatlösung
und Essigsäureethylester
behandelt. Die organische Phase wird abgetrennt, getrocknet, filtriert
und unter vermindertem Druck eingedampft. Das so erhaltene Produkt
wird durch Flashchromatographie unter Verwendung einer Mischung
aus Methylenchlorid, Methanol und Ammoniakwasser (9:1:0,1) als Elutionsmittel
gereinigt. Dies ergibt das Titelprodukt in Form eines Feststoffs
(0,31 g, 50%).
Schmelzpunkt = 58–60°C; [M + H+]
= 576, 1H-NMR (DMSO-D6, 313K): 0,86 (3H;
t; J 7 Hz) , 1,17 (3H; t; J 7 Hz) , 1,05-1,24 (2H; m), 1,27-1,46 (2H; m), 1,49
(6H; s), 1,60-1,72
(1H; m), 1,77 (2H; bd; J 13 Hz), 1,96 (2H; bd; J 13 Hz); 2,30-2,47
(2H; m); 2,58-2,83 (3H, m); 2,93-3,09 (1H; m); 3,74-3,89 (2H, m);
3,89-3,98 (1H, m); 4,16 (2H; q, J 7 Hz); 6,71 (2H; m); 6,81 (1H;
d; J 9 Hz); 6,92 (1H; dd; Ja 9 Hz; Jb 3 Hz); 7,07 (1H; d; J 3 Hz);
7,10 (2H; m).
-
Die
folgende Tabelle illustriert die chemischen Strukturen und die physikalischen
Eigenschaften einiger erfindungsgemäßer Verbindungen. In dieser
Tabelle:
- – steht "–" in der Spalte "Salz" für eine Verbindung
in Form der freien Base,
- – stehen
Me, Et, iPr, nBu, iBu, Ph und Bn für Methyl-, Ethyl-, Isopropyl-,
Butyl-, Isobutyl-, Phenyl- bzw. Benzylgruppen.
-
Mit
den erfindungsgemäßen Verbindungen
wurden pharmakologische Versuche durchgeführt, mit denen ihre Wirksamkeit
als Agonist für
beta-3-Rezeptoren festgestellt werden konnte.
-
Diese
Wirkung als Agonist für
beta-3-Rezeptoren (die sich aus der durch die Prüfverbindung induzierten Produktion
von cAMP ergibt) wurde mit Hilfe von Membranpräparaten von SKNMC-Zellen (Human-Neuroblastom-Zellen) in Gegenwart
von selektiven beta-1- und beta-2-Antagonisten (CGP20712 bzw. ICI118551, beide
in einer Konzentration von 10–6 M) untersucht. Die
Aktivität
von erfindungsgemäßen Verbindungen
(pKa) beträgt
6,0 oder mehr (sie liegt im allgemeinen zwischen 6,0 und 7,6). Ihre
Wirksamkeit beträgt
60% oder mehr und liegt im allgemeinen im Bereich von 60 bis 90%.
-
Die
Aktivitäten
von erfindungsgemäßen Verbindungen
gegenüber
den beta-1- und beta-2-Rezeptoren wurden am Herzvorhof bzw. an der
Luftröhre
von Meerschweinchen untersucht. Es wurden die Agonisten- und Antagonistenaktivitäten gemessen.
Auf diese Weise wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen
selektiv gegenüber
den beta-3-Rezeptoren sind: sie sind nämlich gegenüber den beta-3-Rezeptoren 50 mal
aktiver als gegenüber
den beta-1- oder beta-2-Rezeptoren.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
daher für
die Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden, die insbesondere
für die
Behandlung von Krankheiten bestimmt sind, an denen die beta-3-Rezeptoren beteiligt
sind. Genauer gesagt können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
als Arzneimittel mit beta-3-Agonistenwirkung
verwendet werden.
-
Gemäß einem
anderen ihrer Aspekte betrifft die Erfindung also ein Arzneimittel,
das eine Verbindung der Formel (I) oder ein Additionssalz dieser
Verbindung mit einer pharmazeutisch unbedenklichen Säure oder ein
Hydrat oder Solvat der Verbindung der Formel (I) enthält.
-
Beispiele
für Krankheiten,
an denen die beta-3-Rezeptoren
beteiligt sind, sind ausreichend in der Literatur beschrieben. Die
Verbindungen der Formel (I) sowie ihre pharmazeutisch unbedenklichen
Salze oder die Hydrate oder Solvate dieser Verbindungen können daher
für die
Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen wie entzündlichen Darmerkrankungen,
zum Beispiel Reizdarm (IBS) oder chronisch-entzündliche Darmerkrankung (IBD),
als Modulatoren der Darmmotorik, als Lipolytika, als Antiadiposita,
als Antidiabetika, Antiglaukomata, Vernarbungsmittel, als Uteruskontraktionshemmer,
als Tocolytika zur Prävention
oder Verlangsamung von vorzeitigen Wehen, zur Behandlung und/oder
Prophylaxe von Dysmenorrhoe indiziert sein. Weiterhin können die
Verbindungen der Formel (I) sowie ihre pharmazeutisch unbedenklichen
Salze oder die Hydrate oder Solvate dieser Verbindungen in der Behandlung
von gewissen Erkrankungen des zentralen Nervensystems verwendet
werden, zum Beispiel als Psychotropika oder Antidepressiva, sowie
für bestimmte
Beschwerden des Harnapparats, wie Harninkontinenz.
-
Außerdem betrifft
die vorliegende Erfindung gemäß einem
anderen ihrer Aspekte ein Verfahren zur Behandlung der oben angegebenen
Pathologien, bei dem einem Patienten eine wirksame Dosis einer erfindungsgemäßen Verbindung
oder eines ihrer pharmazeutisch unbedenklichen Salze oder ein Hydrat
oder Solvat dieser Verbindung verabreicht wird.
-
Außerdem betrifft
die vorliegende Erfindung pharmazeutische Zusammensetzungen, die
als Wirkstoff mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung enthalten. Diese
pharmazeutischen Zusammensetzungen enthalten eine wirksame Dosis
einer erfindungsgemäßen Verbindung
oder eines pharmazeutisch unbedenklichen Salzes oder eines Hydrats
oder Solvats dieser Verbindung, sowie mindestens einen pharmazeutisch
unbedenklichen Grundstoff.
-
Diese
Grundstoffe stammen je nach der Darreichungsform und dem gewünschten
Verabreichungsweg aus der Reihe der üblichen Grundstoffe, mit denen
der Fachmann vertraut ist.
-
In
den pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
für die
orale, sublinguale, subkutane, intramuskuläre, intravenöse, topische,
lokale, intratracheale, intranasale, transdermale oder rektale Verabreichung
kann der Wirkstoff der Formel (I) oben oder sein gegebenenfalls
vorliegendes Salz, Solvat oder Hydrat in Einzeldosisform in Abmischung
mit traditionellen pharmazeutischen Grundstoffen den Tieren und
Menschen für
die Prophylaxe oder die Behandlung der oben genannten Beschwerden
oder Krankheiten verabreicht werden.
-
Zu
den entsprechenden Einzeldosisformen zählen die Formen für die orale
Verabreichung, wie Tabletten, Weich- oder Hartgelatinekapseln, Pulver,
Granulate und Lösungen
oder Suspensionen zur oralen Verabreichung, die Formen für die sublinguale,
bukkale, intratracheale, intraokuläre, intranasale Verabreichung, die
Formen für
die Verabreichung auf dem Inhalationsweg, die Formen für die topische,
transdermale, subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Verabreichung,
die Formen für
die rektale Verabreichung und Implantate. Für die topische Verabreichung
kann man die erfindungsgemäßen Verbindungen
in Cremes, Gelen, Salben oder Lotionen verwenden.
-
Die
Dosis an verabreichtem Wirkstoff als solchem liegt zwischen 0,01
und 20 mg pro kg Körpergewicht des
zu behandelnden Säugetiers,
vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 mg/kg. Beim Menschen kann die Dosis von
0,5 mg bis 1500 mg pro Tag schwanken, zum Beispiel von 2,5 bis 500
mg, und zwar je nach dem Alter des zu behandelnden Patienten, der
Art der Behandlung (prophylaktisch oder kurativ) und der Schwere
der Krankheit. Im allgemeinen werden die Verbindungen der Formel
(I) in Einzeldosisform von 0,1 bis 500 mg, vorzugsweise 0,5 bis
100 mg Wirkstoff, verabreicht, und zwar zwischen ein- und fünfmal pro
Tag.
-
Es
kann bestimmte Fälle
geben, die höhere
oder niedrigere Dosierungen erfordern; solche Dosierungen liegen
im Rahmen der Erfindung. Gemäß üblicher
Praxis wird die für
jeden Patienten erforderliche Dosierung je nach Verabreichungsweg
sowie Gewicht und Ansprechen des Patienten vom Arzt bestimmt.