DE603164C - Verfahren zur Herstellung von Mantel- (Jackett-) Kronen aus Porzellan oder anderen keramischen Massen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Mantel- (Jackett-) Kronen aus Porzellan oder anderen keramischen MassenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Mantel- (Jackett-) Kronen aus Porzellan oder anderen keramischen Massen Das bisher übliche Verfahren, Jackettkronen herzustellen, =ist folgendes: a) Von dem entsprechend vorbereiteten Zahnstumpf wird im Munde des Patienten mit plastischem, zweckmäßig von einer Metallhülse umschlossenem Material ein Abdruck genommen.
- b) Dieser Abdruck wird mit Amalgam oder Zement gefüllt. Nach dem Erhärten und Herausnehmen bildet das Amalgam oder das Zement ein genaues Modell des Zahnstumpfes. Die Erhärtung des Amalgams erfordert 24 Stunden, die des Zementes 2 bis 3 Stunden.
- c) Auf das Amalgam- oder Zementmodell wird eine Platin- bzw. Platimridiumfolie von 0,02 mm Stärke aufgebracht, poliert und geglättet, wobei darauf zu achten ist, daß der Abschlußrand der Metallfolie sich möglichst glatt an die Stufe (den Übergang vom Stumpf zur Wurzel) anschließt.
- d) Die so gewonnene Abbildung des Modells in Platinfolie wird vorsichtig, um Umformungen zu vermeiden, vom-Modellstumpf abgezogen.
- e) Mit Wasser oder Alkohol angerührte Porzellanmasse an sich bekannter Art wird jetzt in dünner Schicht auf den Mantel der metallenem Modellhülse aufgetragen und im Ofen bei einer Temperatur von 12oo° bis 135o° gebrannt. Das Auftragen und Brennen von :Porzellanmasse wiederholt sich so oft, bis die gewünschte Stärke und Form der Mantelkrone erreicht ist. f) Nun wird die Metallfolie aus der gebrannten Ersatzkrone .entfernt und diese mit dem Zahnstumpf im Munde des Patienten verbunden.
- Dieses bekannte Verfahren weist erstens in Hinsicht auf die erforderliche Zeit, dann in Hinsicht auf die bei der Ausführung erforderliche Vorsicht, insbesondere bezüglich des Auftragens der Rohporzellanmasse auf die Metailfolienform Nachteile auf undschließlich auch insofern, als die dem Stumpf .entsprechende Höhlung der Mantelkrone nicht genau diesem Zahnstumpf entspricht, sondern sich mindestens um die Dicke der Metallfolienform, die ja rund o,o2 mm beträgt, unterscheidet. Das hat zur Folge, daß zur Verbindung der so hergestellten Mantelkrone mit dem Zahnstumpf ein nicht unerhebliches Quantum von Verbindungszement' verwendet werden muß. Wenn im Laufe der Zeit dieses Verbindungszement Lücken .erhält oder sich unter der Einwirkung des Mundspeichels teilweise löst, d2:--.n liegt kein ,dichter Sitz der Mantelkrone auf dem Zahnstumpf mehr vor. Es können Fäulnisprozesse am hierdurch bloßgelegten Zahmstumpf eintreten; außerdem kann aber auch die empfindliche Porzellankrone, die dann nicht mehr allseitig dicht am Zahnstumpf anliegt, unter den Kaubeanspruchungen brechen.
- Das den Gegenstand er Erfindung bildende Verfahren vermeidet diese Übelstände. Es kürzt i. die Herstellung einer Mantelkrone aus Porzellan oder keramischer Masse dermaßen ab, daß in einer Sitzung einem Patienten eine solche Mantelkrone angefertigt werden kann.
- 2. Die Mantelkrone, die nach dem Verfahren. der Erfindung hergestellt wird, weist .eine genaue, dem abgeschliffenen Zahnstumpf entsprechende Aussparung auf, so daß sie mit wenig Zement dicht auf dem Zahnstumpf festgelegt werden kann und nachträgliche Bloßl,qgungen des Zahnstumpfes durch Auflösen des Verbindwngszementes ausgeschlossen sind.
- Das Verfahren ist folgendes: a) Der Vorganga bleibt unverändert.
- b) Dünn angerührte, volumbeständige Einbettungsmasse, eine Mischung von Tonerde, Kieselsäure und Kalk mit einem Zusatzeines Metallsalzes in kolloidaler Form, z. B. von Platinchlorid, wird in die nach a aus plastischer Masse gebildete Negativform des Zahnstumpfes eingebracht. Vor dem in kurzer Zeit, nämlich in rund i o bis 15 Minuten, @erfolgenden Erhärten dieser Masse wird ein Kern aus einer hochtemperaturbeständigen, z. B. Korund, bestehenden Masse mit einer als Handhabe für das spätere Modell dienenden Verlängerung, in die in der Form befindliche Einbettungsmasse eingedrückt. Nach dem Erhärten der Einbettungsmasse wird sie mit dem Kern aus der Form herausgenommen, und zwar nachdem man die plastische Masse der Negativform durch Wärme genügend erweicht hat. Man hat demnach in kurzen Arbeitsgängen eine genaue Nachbildung des vorbereiteten Zahnstumpfes aus einer harten, hochtemperaturbeständigen und bei hohen Temperaturen volumbeständigen Masse mit tingesetzteni, die Handhabung erleichterndem Kern gewonnen.
- Die Stufen c und d des alten Verfahrens fallen fort.
- e) Der weitere Fortgang des Verfahrens entspricht der Stufe e des alten Verfahrens, nämlich der Aufbringung von Rohporzellanmassen auf dem nach b erzeugten Modellstumpf des Zahnes und dem hierauf folgenden Brennen; jedoch, und das ist wiederum wesentlich für den Fortschritt des Verfahrens nach der Erfindung, sind nicht so viel Rohporzellanscbichten und nachfolgende Brände derselben erforderlich wie bei dem alten Verfahren, weil die Schrumpfung der auf dem Modellstumpf nach der Erfindung aufgetragenen Rohprozellan- oder anderen keramischen Massen beim Brande geringer ist als die Schrumpfung auf dem Metallpositiv des Stumpfes. Auch hierdurch wird also wiederum bei der Herstellung der Mantelkrone aus Porzellan. oder keramischer Masse wesentlich an Zeit gewonnen.
- Abgesehen von der wesentlichen Verringerungder Zeit für die Herstellung einer Man! telkrone nach dem Verfahren der Erfindung und dem bereits geschilderten Vorteil, daß die Höhlung in der Mantelkrone genau .dem vorbereiteten Zahnstumpf im Munde entspricht, tritt der weitere, für die Handhabung wichtige Vorteil ein, . daß die Färbung des aus der volumbeständigen Einbettungsmasse gebildeten genauen Modelles des Zahnstumpfes sich von dem in dieses eingesetzten Kern ans Korund o. dgl. scharf unterscheidet (als Folge des Zusatzes des Metallsalzkolloides zu der Einbettungsmasse). Das erleichtert das genaue Auftragen der Porzellan- oder keramischen Masse, aus der die Mantelkrone hergestellt werden soll, bis zum scharfen Heranreichen an den Wurzelrand.
- Eine weitere Bedeutung eines Zusatzes von Metallsalz in kolloidaler Form zur Einbettungsmasse besteht darin, daß hierdurch die Oberfläche (Abformungsfläche) derselben eine äußerst glatte und dichte wird, was für die genaue Herstellung der Mantelkrone mit einer dem Zahnstumpf im Munde genau entsprechenden Höhlung von :großer Wichtigkeit ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Manbel-(Jackett-) Kronen aus Porzellan oder anderen keramischen Massen, bei welchem von einem Zahnstumpf mittels Abdrucks ein Positiv' hergestellt wird, das als Auftragskern für die Rohporzellanmasse dient, aus dem die Mantelkrone durch mehrfaches Auftragen und Brennen zu erzeugen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in eine aus plastischem Material hergestellte Negativform des Zahnstumpfes eine bei. einer Temperatur von i2oo° bis 135o° volumbeständige Masse aus Tonerde, Kieselsäure und Kalk mit einem Zusatz eines Metallsalzes in kolloidaler Form, z. B. Platinchlorid, eingebracht, hierauf in diese noch nicht erhärtete Masse ein Kern aus hochtemperaturbeständigem Material, z. B. Korund, eingesetzt wird, worauf dann mittels dieses Zahnstumpfmodelles durch Auftragen und Brennen von Porzellan oder anderen keramischen Massen die Mantelkrone hergestellt wird.
Priority Applications (1)
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| DEB160049D DE603164C (de) | 1933-03-11 | 1933-03-11 | Verfahren zur Herstellung von Mantel- (Jackett-) Kronen aus Porzellan oder anderen keramischen Massen |
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| DE603164C true DE603164C (de) | 1934-09-24 |
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| DEB160049D Expired DE603164C (de) | 1933-03-11 | 1933-03-11 | Verfahren zur Herstellung von Mantel- (Jackett-) Kronen aus Porzellan oder anderen keramischen Massen |
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| DE (1) | DE603164C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0030850A1 (de) * | 1979-12-14 | 1981-06-24 | Coors Porcelain Company | Zahnersatz und Herstellungsverfahren |
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1933
- 1933-03-11 DE DEB160049D patent/DE603164C/de not_active Expired
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