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[TECHNISCHES GEBIET]
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Polyarylensulfids (nachstehend manchmal als „PAS" abgekürzt) und insbesondere ein Verfahren
für die
effektive Produktion von qualitativ hochwertigem PAS.
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[STAND DER TECHNIK]
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PAS,
repräsentiert
durch Polyphenylensulfid (nachstehend manchmal als „PPS" abgekürzt), ist
ein Konstruktionskunststoff, der ausgezeichnete Eigenschaften beispielsweise
hinsichtlich der Hitzebeständigkeit, der
Beständigkeit
gegenüber
Chemikalien, der Flammverzögerung,
der mechanischen Festigkeit, der elektrischen Eigenschaften und
der Größenstabilität aufweist.
Das PAS kann zu verschiedenen Formprodukten, Filmen, Folien, Fasern
etc. durch übliche
Schmelzverformungsverfahren, wie Extrudieren, Spritzgießen und Druckverformen,
verformt werden. Es wird daher in weitem Umfang auf verschiedenen
Gebieten mit Einschluss der Elektroindustrie und der elektronischen
Industrie sowie der Fahrzeugindustrie eingesetzt. Weiterhin kann
auch pulverförmiges
PAS auf Gebieten von beispielsweise Beschichtungen von Metallen
und anderen Materialien zum Einsatz kommen.
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Ein
typisches Verfahren zur Herstellung von PAS kann eine Stufe der
Umsetzung einer aromatischen Dihalogenidverbindung mit einer Alkalimetallverbindung
in einem polaren organischen Lösungsmittel,
wie einem organischen Amid, unter Erhitzen zur Polymerisation (und
Kondensation) (nachstehend als „Reaktionsstufe" oder „Polymerisationsstufe" bezeichnet) und
Stufen vor und nach der Reaktionsstufe einschließen. Die Hauptstufen, die nach
der Reaktionsstufe durchgeführt
werden, können
eine Stufe des Abkühlens
des Reaktionsgemisches, das das produzierte PAS einschließt, auf
eine Temperatur, bei der das Reaktionsgemisch einen Dampfdruck unterhalb
des atmosphärischen
Drucks zeigt, oder eine Temperatur darunter (nachstehend als „Abkühlungsstufe" bezeichnet) und
eine Stufe der Isolierung des PAS aus dem abgekühlten Gemisch, das das PAS
enthält
(nachstehend als „Wasch-Filtrations-Trocknungsstufe" bezeichnet), einschließen.
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In
manchen Fällen
wird eine Entwässerungsstufe
zur Einstellung des Feuchtigkeitsgehalts des Systems vor der (Polymerisations-)Reaktionsstufe,
die durch Zugabe der aromatischen Dihalogenidverbindung durchgeführt wird,
vorgenommen. Genauer gesagt wird in diesem Fall das PAS durch eine
Kombination der jeweiligen Stufen hergestellt, die die Entwässerungsstufe,
die Polymerisationsstufe, die Abkühlungsstufe, die Wasch-Filtrations-Trocknungsstufe,
eine Stufe der Wiedergewinnung von nicht-umgesetzten Ausgangsmaterialien
und eine Stufe der Wiedergewinnung des polaren organischen Lösungsmittels
einschließen.
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Was
die Abkühlungsstufe
betrifft, so beschreibt die offengelegte japanische Patentanmeldung
(
JP-A) 59-49232 ein
Verfahren zur Herstellung von Polyarylensulfid, bei dem das System
nach der Polymerisation allmählich
mit einer geringeren Geschwindigkeit als 50°C/min von der Polymerisationstemperatur
auf eine Temperatur von 240°C
oder darunter abgekühlt
wird, wodurch die Polymerteilchen ausgefällt werden, und feine Polymerkristalle
erhalten werden, die Größen von
mindestens 60 A haben. Diese japanische Druckschrift enthält jedoch
verschiedene Hinweise bezüglich
der Temperatur des allmählichen
Abkühlen
und der Geschwindigkeit des allmählichen
Abkühlens,
wie beispielsweise auf eine Temperatur von 240°C oder darunter, vorzugsweise auf
eine Temperatur von mindestens 200°C oder darunter, für den Temperaturbereich
des allmählichen
Abkühlens
und einer Geschwindigkeit, die kleiner als 50°C/min ist, vorzugsweise eine
Geschwindigkeit, die kleiner als 10°C/min ist, für die Geschwindigkeit der allmählichen
Abkühlung.
Insbesondere wird in den Ausführungsbeispielen
eine Art und Weise der allmählichen
Abkühlung
mit einer Geschwindigkeit von 1°C/min
von 260°C auf
150°C herunter
(Beispiel 1) und eine Art und Weise der allmählichen Abkühlung mit einer Geschwindigkeit von
0,5°C/min
von einer Temperatur von 260°C
auf eine Temperatur von 100°C
herunter (Beispiel 2) beschrieben. Die Verfahren dieser Beispiele
benötigen
daher Abkühlungszeiten
von 110 min bzw. 220 min für
die Abkühlung
von 260°C
auf 150°C
herunter.
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Die
JP-A 2001-89569 beschreibt
ein Verfahren zur Herstellung von PAS-Teilchen mit hoher Reinheit durch
ein Verfahren mit kurzer Polymerisationszeit durch Kontrolle der
Abkühlungsgeschwindigkeit
auf einen Wert im Bereich von 0,2–1,3°C/min in einem Temperaturbereich
von 245°C
oder darunter, aufbauend auf der Erkenntnis, dass die Bildung der
Polymerteilchen und die Menge der Nebenprodukte in den resultierenden
Polymerteilchen von dem Molverhältnis
der aromatischen Polyhalogenidverbindung zu dem polaren organischen Lösungsmittel
und der Abkühlungsgeschwindigkeit
nach der Polymerisationsreaktion beeinflusst werden. Diese japanische
Druckschrift beschreibt lediglich die Verringerung der Menge der
resultierenden Nebenprodukte, die als Gase erzeugt werden, wenn
das PAS-Produkt erhitzt wird, sowie den Effekt des allmählichen
Abkühlens und
sie beinhaltet keinerlei Hinweise auf irgendwelche anderen Eigenschaften
des PAS. Was weiterhin den Bereich der Abkühlungstemperatur betrifft,
so bezieht sich das Beispiel 1 auf eine Temperatur von 245°C bis 218°C; das Beispiel
2 bezieht sich auf eine Temperatur von 245°C bis 212°C; und das Beispiel 3 bezieht
sich auf eine Temperatur von 245°C
bis 210°C.
Dies bedeutet, dass dann, wenn eine allmähliche Abkühlung in einem Temperaturbereich
von 245°C
bis 218°C
mit der oberen Grenzabkühlungsgeschwindigkeit
von 1,3°C/min vorgenommen
wird, dann das allmähliche
Abkühlen
einen Zeitraum von mindestens 20 min erfordert und dass keine Verkürzung des
Polymerisationszyklus mit Einschluss der Abkühlungsstufe in einem zufrieden
stellenden Ausmaß erhalten
werden kann.
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[OFFENBARUNG DER ERFINDUNG]
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Im
Hinblick auf die oben erwähnten
Umstände
des Stands der Technik ist es eine Hauptaufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung, durch einen relativ kurzen
Zeitraum des Polymerisationszyklus, solcher PAS-Teilchen zur Verfügung zu
stellen, die eine hohe und stabile Schüttdichte aufweisen, so dass
sie eine gute Prozessfähigkeit
beim Transport und bei der Lagerung haben, sowie eine ausgezeichnete
Transportfähigkeit
in einem Fülltrichter
oder einer Schnecke eines Extruders oder in einer Formmaschine haben.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das oben genannte
Verfahren für
ein Herstellungsverfahren für
PAS anzuwenden, das ein Phasen-Trenn-Polymerisationssystem einschließt, das
dazu imstande ist, PAS-Teilchen mit hohem Molekulargewicht zu erzeugen.
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Als
Ergebnis entsprechender Untersuchungen hinsichtlich der oben genannten
Aufgaben ist nun gefunden worden, dass ein extrem eingeschränkter Temperaturbereich
im Verlauf der Abkühlung
nach der Polymerisation unter Erhitzen, d. h. ein Temperaturbereich
der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C selektiv
und wesentlich die Teilcheneigenschaften, wie durch die Schüttdichte
der PAS-Produktteilchen repräsentiert,
bestimmt. Hierin bedeutet der Begriff „maximale System-Viskositäts-Temperatur" eine Temperatur,
bei der das Reaktionssystem (d. h. der Inhalt des Reaktionsgefäßes) eine
maximale Viskosität
im Verlauf der Abkühlung
annimmt. Genauer gesagt, es ist bereits bekannt, dass in einem Reaktionsgefäß nach der
Beendigung einer Polymerisation, umfassend ein Phasen-Abtrennungs-Polymerisationssystem,
das dazu imstande ist, ein PAS mit hohem Molekulargewicht zu erzeugen,
das PAS im geschmolzenen Zustand vorliegt und zu einer dicken Phase
und zu einer verdünnten
Phase phasengetrennt wird. Wenn dann das System unter Rühren abgekühlt wird,
wird das PAS dann aus dem geschmolzenen Zustand verfestigt und es
wird bewirkt, dass es als pulverförmiger, teilchenförmiger oder
kornförmiger
Feststoff in einem suspendierten Zustand vorliegt. Während dieser
Stufe erfolgt eine Veränderung
der Systemviskosität.
Genauer gesagt ist es so, dass, wenn das Dispersionssystem, das
das geschmolzene PAS einschließt,
unter Rühren
abgekühlt
wird, dann die scheinbare Viskosität des gesamten Systems allmählich zunimmt,
was auf eine Viskositätserhöhung des
PAS, hervorgerufen durch das Abkühlen,
zurückzuführen ist
und dass unterhalb einer bestimmten Temperatur (d. h. der maximalen System-Viskositäts-Temperatur)
die scheinbare Viskosität
bei dem gesamten Systems niedriger wird. Die maximale System-Viskositäts-Temperatur
kann dadurch ermittelt werden, dass das Rührmoment oder die Energiezuführung zu
dem Rührer
bei konstanter Rührgeschwindigkeit
beobachtet wird. Weiterhin ist entsprechend von Untersuchungen der
benannten Erfinder gefunden worden, dass die Abkühlungsgeschwindigkeit in einem extrem
eingeschränkten
Temperaturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C die Teilcheneigenschaften,
wie sie durch die Schüttdichte
der PAS-Produktteilchen repräsentiert
werden, bestimmt (d. h. eine niedrigere Abkühlungsgeschwindigkeit innerhalb
des Bereichs von 0,2–1,0°C/min tendiert
dahingehend, dass eine höhere
Schüttdichte
der PAS-Produktteilchen
resultiert) und dass die Abkühlungsgeschwindigkeit bei
Temperaturen außerhalb
des Temperaturbereiches die Teilcheneigenschaften der PAS-Produktteilchen nicht
wesentlich beeinflusst. Es ist daher möglich, PAS-Teilchen herzustellen,
die gute Teilcheneigenschaften haben, während der gesamte Polymerisationszyklus
durch eine Verkürzung
der gesamten Abkühlungszeit
verkürzt
wird, wenn das System einem allmählichen
Abkühlen
innerhalb des oben genannten Temperaturbereichs der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C un terworfen
wird, und in Temperaturbereichen außerhalb dieses Temperaturbereichs
das System einer Abkühlung
mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit,
die so hoch wie möglich
ist, unterworfen wird vorzugsweise durch Anwendung von Abkühlungseinrichtungen
bzw. -mitteln, die ein rasches Abkühlen gestatten.
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Durch
die vorliegende Erfindung wird daher ein Verfahren zur Herstellung
von Polyarylensulfid, umfassend: Umsetzung einer aromatischen Dihalogenidverbindung
und einer Alkalimetallverbindung in einem polaren organischen Lösungsmittel
für die
Polymerisation unter Erhitzen, und Abkühlen eines Systems, das das Reaktionsgemisch
einschließt,
zur Gewinnung von teilchenförmigem
Polyarylensulfid, wobei das System nach der Reaktion allmählich mit
einer mittleren Abkühlungsgeschwindigkeit
von 0,2 bis 1,0°C/min
selektiv in einem Temperaturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C abgekühlt wird,
zur Verfügung
gestellt.
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[BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN]
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Nachstehend
wird die vorliegende Erfindung genauer anhand von bevorzugten Ausführungsformen beschrieben.
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(Alkalimetallverbindung)
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Beispiele
für die
erfindungsgemäß verwendeten
Alkalimetallverbindungen können
Alkalimetallsulfide, wie Lithiumsulfid, Natriumsulfid, Kaliumsulfid,
Rubidiumsulfid, Caesiumsulfid, und Gemische von zwei oder mehreren
Arten der oben genannten Stoffe einschließen. Diese Alkalimetallsulfide
werden im Allgemeinen in der Form von Hydraten vertrieben und sie
können
auch als solche zum Einsatz kommen. Beispiele für die Hydrate können Natriumsulfidnonahydrat
(Na2S·9H2O) und Natriumsulfidpentahydrat (Na2S·5H2O) einschließen. Die Alkalimetallsulfide
können
auch als ein wässriges
Gemisch eingesetzt werden. Weiterhin können die Alkalimetallsulfide
auch in situ in einem organischen Amidlösungsmittel aus Alkalimetallhydrogensulfid
und Alkalimetallhydroxid hergestellt werden. Es ist auch möglich, ein
Alkalimetallhydroxid zusammen mit einem Alkalimetallsulfid einzusetzen,
so dass sich das Alkalimetallhydroxid mit einer geringen Menge an
Alkalimetallhydrogensulfid oder an Alkalimetallthiosulfat, die möglicherweise
in dem Alkalimetallsulfid enthalten ist, umsetzen kann, wodurch
die in kleinerer Menge vorhandene Komponente entfernt wird oder
in ein Alkalimetallsulfid umgewandelt wird. Unter den Alkalimetallsulfiden
werden Natriumsulfid und Natriumhydrogensulfid im Hinblick auf ihre
Billigkeit besonders bevorzugt.
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Das
in der Entwässerungsstufe
bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
zu entfernende Wasser kann Folgendes einschließen: Hydratwasser des oben
genannten Hydrats, wässriges
Medium des wässrigen
Gemisches, Wasser als Nebenprodukt erzeugt durch Umsetzung zwischen
dem Alkalimetallhydrogensulfid und dem Alkalimetallhydroxid etc.
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(Aromatische Dihalogenidverbindung)
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Die
erfindungsgemäß verwendete
aromatische Dihalogenidverbindung ist eine aromatische Verbindung,
die zwei Halogenatome besitzt, die direkt an den aromatischen Ring
gebunden sind. Spezielle Beispiele der aromatischen Dihalogenidverbindung
können
o-Dihalogenbenzol, m-Dihalogenbenzol, p-Dihalogenbenzol, Dihalogentoluol,
Dihalogennaphthalin, Methoxydihalogenbenzol, Dihalogentoluol, Dihalogennaphthalin, Methoxydihalogenbenzol,
Dihalogenbiphenyl, Dihalogenbenzoesäure, Dihalogendiphenylether,
Dihalogendiphenylsulfon, Dihalogendiphenylsulfoxid und Dihalogendiphenylketon
einschließen.
Hierin sollen unter den Halogenatomen jeweils Atome von Fluor, Chlor,
Brom oder Iod verstanden werden, wobei die zwei Halogenatome, die
in einer aromatischen Dihalogenidverbindung enthalten sind, entweder
gleich oder verschieden sein können.
Die aromatische Dihalogenidverbindung kann einen oder mehreren Substituenten
besitzen, wie eine Carboxylgruppe, eine Hydroxygruppe, eine Nitrogruppe,
eine Aminogruppe und eine Sulfonsäuregruppe. Im Falle, dass die
Verbindung mehrere Substituentengruppen besitzt, können die
Arten der Substituentengruppen gleich sein oder es kann sich um
eine Kombination von verschiedenen Arten handeln. Diese aromatischen
Dihalogenidverbindungen können
jeweils einzeln oder in Kombination von zwei oder mehreren Arten
in einer Menge von 0,9 bis 1,20 mol, bezogen auf 1 mol des zugegebenen
Alkalimetallsulfids, eingesetzt werden.
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(Mittel zur Einstellung des Molekulargewichts,
Verzweigungs- oder Vernetzungsmittel)
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Eine
Monohalogenidverbindung (die gewünschtenfalls
eine nicht-aromatische Verbindung sein kann) kann zusätzlich zu
der aromatischen Dihalogenidverbindung eingesetzt werden, um eine
Endgruppe („terminal") des PAS-Produkts
zu bilden, um die Polymerisationsreaktion zu regulieren oder das
Molekulargewicht des PAS-Produkts einzustellen. Es ist auch möglich eine
Polyhalogenidverbindung (die gewünschtenfalls
eine nicht-aromatische Verbindung sein kann), die drei oder mehrere
Halogenatome besitzt, eine aktiven Wasserstoff-enthaltende aromatische
Halogenidverbindung, eine halogenierte aromatische Nitroverbindung
etc. gemeinsam anzuwenden, um ein verzweigtes oder vernetztes Polymeres
zu bilden. Ein bevorzugtes Beispiel der Polyhalogenidverbindung
als ein Verzweigungs- oder Vernetzungsmittel kann ein Trihalogenbenzol
sein.
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(Polares organisches Lösungsmittel)
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Erfindungsgemäß wird es
bevorzugt, ein organisches Amidlösungsmittel,
das ein nicht-protonisches polares
organisches Lösungsmittel
ist, als Lösungsmittel
für die
Polymerisationsreaktion und für
die Gewinnung des PAS-Produkts einzusetzen. Das organische Amidlösungsmittel
kann vorzugsweise ein solches sein, das bei hohen Temperaturen gegenüber dem
Alkali stabil ist. Spezielle Beispiele für das organische Amidlösungsmittel
können
Amidverbindungen, wie N,N-Dimethylformamid und N,N-Dimethylacetamid;
N-Alkylpyrrolidonverbindungen oder N-Cycloalkylpyrrolidonverbindungen, wie
N-Methyl-ε-caprolactam,
N-Methyl-2-pyrrolidon (hierin nachstehend manchmal als „NMP" bezeichnet) und
N-Cyclohexyl-2-pyrrolidon; N,N-Dialkylimidazolidinonverbindungen,
wie 1,3-Dialkyl-2-imidazolidinon; Tetralkylharnstoffverbindungen,
wie Tetramethylharnstoff; und Hexaalkylphosphorsäuretriamidverbindungen, wie
Hexamethylphosphorsäuretriamid,
einschließen. Diese
organischen Amidlösungsmittel
können
je weils entweder einzeln oder in Kombination von zwei oder mehreren
Arten eingesetzt werden. Unter diesen organischen Amidverbindungen
werden N-Alkylpyrrolidonverbindungen, N-Cycloalkylpyrrolidonverbindungen und
N,N-Dialkylimidazolidinonverbindungen bevorzugt, wobei NMP, N-Methyl-ε-caprolactam
und 1,3-Dialkyl-2-imidazolidinon besonders bevorzugt werden. Das
organische Amidlösungsmittel,
das bei der Polymerisationsreaktion eingesetzt wird, kann üblicherweise
in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 10 kg pro mol Alkalimetallsulfidverbindung
eingesetzt werden.
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(Phasenabtrennungsmittel)
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Erfindungsgemäß wird es
bevorzugt, ein Phasenabtrennungsmittel einzusetzen, um zwei Phasen
zu erhalten, d. h. eine dicke Polymerphase und eine verdünnte Polymerphase,
um die Polymerisation zu beschleunigen, damit innerhalb einer kurzen
Zeitspanne ein PAS mit hohem Polymerisationsgrad erhalten wird. Spezielle
Beispiele für
das Phasenabtrennungsmittel können
Metallsalze von organischen Sulfonsäuren, Lithiumhalogenide, Metallsalze
von organischen Carbonsäuren,
Alkalimetallsalze von Phosphorsäure
und Wasser, die üblicherweise
als Polymerisationshilfsmittel für
das PAS bekannt sind, einschließen.
Die Phasenabtrennungsmittel können
entweder einzeln oder in Kombination von zwei oder mehreren Arten
eingesetzt werden. Die Menge des Phasenabtrennungsmittels kann in
Abhängigkeit
von dessen chemischer Art Variieren, jedoch kann sie üblicherweise
aus dem Bereich von 0,01 bis 10 mol pro mol des eingesetzten Alkalimetallsulfids
ausgewählt
werden. Das Phasenabtrennungsmittel kann von der Stufe der Einbringung
der Polymerisationsausgangsmaterialien an gemeinsam vorhanden sein
oder es kann im Verlauf der Polymerisation zugesetzt werden, um
eine genügende
Menge zu erhalten, so dass die Phasenabtrennung bewirkt wird.
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(Reaktion unter Erhitzen)
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Erfindungsgemäß kann das
PAS dadurch hergestellt werden, dass ein Alkalimetallsulfid mit
einer aromatischen Dihalogenidverbindung einer Polymerisationsreaktion
unter Erhitzen in einem organischen Amidlösungsmittel unterworfen wird.
Die Stufe der Reaktion unter Erhitzen kann in eine Entwässerungsstufe
und eine Polymerisationsstufe aufgeteilt werden. Genauer gesagt,
vor der Polymerisationsstufe wird ein Gemisch, enthaltend ein organisches
Amidlösungsmittel
und Alkalimetallsulfid, das auch Wasser enthält, einer Entwässerung
unter Erhitzen so unterworfen, dass der Wassergehalt in dem Polymerisationssystem
eingestellt wird. (Entwässerungsstufe).
Nach der Entwässerungsstufe
wird das in der Entwässerungsstufe
erhaltene Gemisch mit einer aromatischen Dihalogenidverbindung vermischt
und das Alkalimetallsulfid und die aromatische Dihalogenidverbindung
werden in einem organischen Amidlösungsmittel zur Polymerisationsreaktion
erhitzt.
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(Polymerisationsstufe)
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(Entwässerungsstufe)
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Die
Entwässerungsstufe
wird dadurch bewirkt, dass ein Alkalimetallsulfid in einem organischen Amidlösungsmittel,
gewünschtenfalls
unter einer inerten Gasatmosphäre,
erhitzt wird, um das Wasser aus dem Reaktionssystem abzudestillieren.
Das Alkalimetallsulfid wird üblicherweise
in Form eines Hydrats oder eines wässrigen Gemisches eingesetzt
und es enthält
daher Wasser in einer größeren Menge
als erforderlich. Weiterhin wird im Falle, dass ein Alkalimetallhydrogensulfid
als Sulfidquelle eingesetzt wird, eine nahezu gleiche, in mol ausgedrückte Menge,
eines Alkalimetallhydroxids zugesetzt und die zwei Alkalimetallverbindungen werden
in situ in dem organischen Amidlösungsmittel
umgesetzt, um in ein Alkalimetallsulfid umgewandelt zu werden. Wasser
wird als Nebenprodukt in der Umwandlungsstufe erzeugt. In der Entwässerungsstufe
wird die Menge des Wassers mit Einschluss eines solchen Hydratwassers
(Kristallwassers) des wässrigen
Mediums und des als Nebenprodukt erzeugten Wassers so verringert,
dass die Menge auf ein notwendiges Niveau verringert wird. Genauer
gesagt, die Entwässerungsstufe
wird üblicherweise
so lange durchgeführt,
bis der Wassergehalt, der in dem Polymerisationssystem gemeinsam
vorhanden ist, auf etwa 0,3 bis 5 mol pro mol des Alkalimetallsulfids
verringert wird. Im Falle, dass der Wassergehalt in der Entwässerungsstufe
zu stark verringert wird, kann Wasser vor der Polymerisationsstufe
zugegeben werden, um das gewünschte
Niveau des Wassergehalts zu erhalten.
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Das
Einbringen der oben genannten Ausgangsmaterialien kann üblicherweise
in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 300°C, vorzugsweise
in einem Bereich von Raumtemperatur bis 200°C, durchgeführt werden. Die Ausgangsmaterialien
können
in das Reaktionsgefäß in beliebiger
Reihenfolge eingegeben werden und die jeweiligen Materialien können zusätzlich im
Verlauf des Entwässerungsvorgangs
zugesetzt werden. Wie oben bereits zum Ausdruck gebracht wurde,
wird ein organisches Amidlösungsmittel
als Lösungsmittel
für die
Entwässerungsstufe
verwendet und das Lösungsmittel
kann vorzugsweise von der gleichen Art sein wie das organische Amidlösungsmittel,
das in der Polymerisationsstufe verwendet wird, ganz besonders bevorzugt
NMP. Das Lösungsmittel
kann üblicherweise
in einer Menge von 0,1 bis 10 kg pro mol des zugesetzten Alkalimetallsulfids
eingesetzt werden.
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Die
Entwässerung
kann dadurch erreicht werden, dass das zugesetzte Materialgemisch
auf eine Temperatur im Bereich von üblicherweise höchstens
300°C, vorzugsweise
60°C bis
280°C, über einen
Zeitraum von üblicherweise
15 Minuten bis 24 Stunden, vorzugsweise 30 Minuten bis 10 Stunden
erhitzt wird. Das Erhitzen kann mit konstanter Temperatur, mit Temperaturen,
die stufenweise oder kontinuierlich erhöht werden oder durch Kombination
dieser Maßnahmen
durchgeführt
werden. Der Entwässerungsvorgang
kann entweder absatzweise, kontinuierlich oder als Kombination davon
durchgeführt
werden. Die Entwässerung
kann in einer Vorrichtung durchgeführt werden, die mit dem Reaktionsgefäß, das in
der nachfolgenden Polymerisationsstufe zum Einsatz kommt, identisch
ist oder davon verschieden ist. In der Entwässerungsstufe wird ein Teil
des organischen Amidlösungsmittels
zusammen mit dem Wasser durch Destillation abdestilliert und das
Wasser kann von dem organischen Amidlösungsmittel durch nachfolgende
Destillation abgetrennt werden. Weiterhin wird Schwefelwasserstoff
zusammen mit dem Wasser oder dem organischen Amidlösungsmittel
ausgetragen. Der ausgetragene Schwe felwasserstoff kann für die Wiederverwendung
durch ein geeignetes Verfahren, beispielsweise durch Absorption
mit einer wässrigen
Alkalilösung,
wiedergewonnen werden.
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(Polymerisationsstufe)
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Die
Polymerisationsstufe wird in der Weise durchgeführt, dass das Material nach
Beendigung der Entwässerungsstufe
mit einer aromatischen Dihalogenidverbindung vermischt wird und
dass das resultierende Gemisch vermischt wird. Zum Zeitpunkt der
Herstellung des Gemisches ist es möglich, die Mengen des organischen
Amidlösungsmittels
und des Wassers, welche Stoffe miteinander vorhanden sind, einzustellen
und es ist auch möglich,
andere Materialien, wie ein Polymerisationshilfsmittel, zuzusetzen.
Das Vermischen des Materials nach der Entwässerungsstufe mit der aromatischen
Dihalogenidverbindung kann in einem Temperaturbereich von üblicherweise
100 bis 350°C,
vorzugsweise 120 bis 350°C,
durchgeführt
werden. Die Reihenfolge des Vermischens ist keinen besonderen Beschränkungen
unterworfen und die zwei Komponenten können portionsweise zugesetzt
werden oder sie können
alle auf einmal zugegeben werden. Weiterhin kann auch das Vermischen
der Absorptionsflüssigkeit
für den
Schwefelwasserstoff zur Wiedergewinnung des Schwefelwasserstoffs,
ausgetragen in der Entwässerungsstufe,
in geeigneter Reihenfolge durchgeführt werden.
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Die
Polymerisationsreaktion kann in einem Temperaturbereich von im Allgemeinen
100 bis 350°C,
vorzugsweise 150 bis 330°C,
durchgeführt
werden. Das Erhitzen für
die Reaktion kann bei konstanter Temperatur, bei Temperaturen, die
stufenweise oder kontinuierlich erhöht werden, oder durch Kombination
dieser Maßnahmen
durchgeführt
werden. Die Zeit für
die Polymerisationsreaktion wird aus einem Bereich von im Allgemeinen 10
Minuten bis 72 Stunden, vorzugsweise 30 Minuten bis 48 Stunden,
ausgewählt.
Die Menge des in der Polymerisationsstufe verwendeten Amidlösungsmittels
ist gewöhnlich
0,1 bis 10 kg, vorzugsweise 0,15 bis 1 kg, pro mol des in der Polymerisationsstufe
verwendeten Schwefels. Die Menge des Lösungsmittels kann während der
Polymerisation innerhalb des oben genannten Bereichs abgeändert werden.
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Erfindungsgemäß wird es
bevorzugt, eine Phasenabtrennungs-Polymerisationsweise anzuwenden, die
dazu fähig
ist, ein PAS-Produkt mit relativ hohem Molekulargewicht zu erhalten,
wobei ein Phasenabtrennungsmittel zu dem Polymerisationssystem zu
einem beliebigen Zeitpunkt von Beginn bis zur Beendigung der Polymerisation
zugesetzt wird. Als Phasenabtrennungsmittel wird es im Hinblick
auf die Kosten, die leichte Entfernbarkeit aus dem Polymeren etc.
bevorzugt, Wasser zu verwenden. Im Falle, dass die Phasenabtrennung dadurch
bewirkt wird, dass die Menge des Wassers, das in dem Polymerisationssystem
gemeinsam vorhanden ist, erhöht
wird, kann das Wasser zu einem beliebigen Zeitpunkt vom Start bis
zum Ende der Polymerisation zugesetzt werden. Als ein Beispiel für ein Polymerisationsverfahren,
bei dem der Wassergehalt im Verlauf der Polymerisation erhöht wird,
ist schon ein Verfahren bekannt, bei dem die Reaktion in Gegenwart
von Wasser in einer Menge von 0,5 bis 2,4 mol pro mol Alkalimetallsulfid
bis zu einer Umwandlung von 50 bis 98 Mol-% der aromatischen Dihalogenidverbindung
ablaufen gelassen wird und sodann Wasser zugesetzt wird, um einen
Wassergehalt von 2,5 bis 7,0 mol pro mol Alkalimetallsulfid zu erhalten,
und wobei die Temperatur auf 245 bis 290°C erhöht wird, um die Reaktion weiterzuführen (japanische
Patentpublikation (
JP-B)
63-33775 ).
Dieses Verfahren wird erfindungsgemäß besonders bevorzugt angewendet.
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(Abkühlung)
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Sodann
wird das Reaktionsystem (d. h. der Inhalt des Polymerisationsreaktionsgefäßes) unter
Rühren abgekühlt. Das
Abkühlen
kann entsprechend einem sogenannten indirekten Wärmetransferschema, bei dem ein
Wärmeaustausch
mit einem Heizmedium auf dem Wege über eine Wärmetransferoberfläche bewirkt
wird und wobei Abkühlungseinrichtungen,
wie ein Seitenwandmantel des Reaktionsgefäßes, der die flüssige Phase des
Reaktionsgemisches kontaktiert, Wärmetransferrohre, die in der
flüssigen
Phase angeordnet sind, ein Nebenwandmantel und Wärmetransferrohre, die so angeordnet
sind, dass die Gasphase in dem Reaktionsgefäß kontaktiert wird, und ein
Wärmeaustauscher
mit begleitender Kondensation unter Verwendung von beispielsweise
einem Rückflusskondensator
verwendet werden. Diese Abkühlungseinrichtungen
bzw. Abkühlungsmaßnahmen
können
entweder einzeln oder gewünschtenfalls
in Kombination verwendet werden.
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Es
ist jedoch von den Erfindern entdeckt worden, dass eine allmähliche Abkühlung selektiv
in einem Bereich der extremen Nähe
zu der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
im Verlauf der Abkühlung
bewirkt werden sollte, damit die Eigenschaften der PAS-Produktteilchen verbessert
werden. Es wird daher bevorzugt, eine Abkühlungsgeschwindigkeit, die
so hoch wie möglich
ist, in Temperaturbereichen außerhalb
des oben genannten Bereichs zu realisieren, wodurch die gesamte
Abkühlungszeit
und daher die gesamte Polymerisations-Zykluszeit verkürzt wird, um eine gute Produktionsleistung
zu erzielen. Zu diesem Zweck wird es bevorzugt, eine wirksame Abkühlung dadurch
zu bewirken, dass unter den oben genannten Abkühlungseinrichtungen eine Schnellabkühlungseinrichtung
mit einer besseren Kühlleistung,
z. B. ein Rückflusskondensator,
angeordnet in einem oberen Teil des Reaktionsgefäßes (in dem Sinne, dass eine
Kühlschlange
enthalten ist, die der Gasphase in dem Reaktionsgefäß ausgesetzt
ist) zur Kondensation von kondensierbaren Komponenten mit Einschluss
von Wasser in der gasförmigen
Phase und ein Vermischen der kondensierten Flüssigkeit mit der flüssigen Polymerisationsphase
unter Rühren
einzusetzen, verwendet wird. In diesem Falle wird es bevorzugt,
die Kondensationswärme-Transferleistung
des Rückflusskondensators
dadurch zu verbessern, dass mindestens ein Teil der nicht-kondensierbaren
gasförmigen
Komponenten aus der Gasphase an der Oberseite des Rückflusskondensators
entfernt wird (wie in der
japanischen
Patentanmeldung 2001-296545 beschrieben). Die Entfernung
der nicht-kondensierbaren gasförmigen
Komponenten aus der gasförmigen Phase
kann beispielsweise durch ein Herausspülen aus dem System bewirkt
werden.
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Nach
der Polymerisationsreaktion wird das System mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit,
die so hoch wie möglich
ist, auf eine Temperatur in der Nähe der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
abgekühlt
und dann allmählich
selektiv im Temperaturbereich der ma ximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C abgekühlt und
dann wiederum mit erhöhter
Abkühlungsgeschwindigkeit
auf eine Temperatur heruntergekühlt,
bei der das Reaktionsgemisch einen Dampfdruck unterhalb von atmosphärischem
Druck zeigt. Die maximale System-Viskositäts-Temperatur
kann leicht als eine Temperatur ermittelt werden, die ein Maximum
der Energie oder des Stroms, die bzw. der dem Rührer zugeführt wird, oder als Ablesung
eines Drehmoment-Messgeräts,
das an die Rührwelle
angeheftet ist, ermittelt werden.
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Der
oben beschriebene Betriebszyklus ist ein idealer Zyklus, basierend
auf der erfindungsgemäßen Entdeckung,
dass die PAS-Produktteilchen mit guten Teilcheneigenschaften, repräsentiert
durch eine hohe Schüttdichte,
durch einen Abkühlungszyklus
erhalten werden können,
der so kurz wie möglich
ist. In einem üblichen
Polymerisationsreaktionssystem ist es jedoch unmöglich, die thermische Trägheit mit
Einschluss der Wärmekapazität des Reaktionsgefäßes zu ignorieren.
Demgemäß wird es
bei einem üblichen
Abkühlungsvorgang
bevorzugt, einen Voraustest für
ein angestrebtes Polymerisationsreaktionssystem durchzuführen, um Systemparameter
zu erhalten, die die maximale System-Viskositäts-Temperatur und den Temperaturzyklus einschließen, um
eine selektive allmähliche
Abkühlung
in der Nähe
der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
zu realisieren, wodurch ein Modell eines realisierbaren Abkühlungstemperaturzyklus
realisiert wird und wobei der Kontrollbetrieb mit Einschluss des
Starts, des Abbrechens und des Austauschens der Abkühlungsmittel
bewirkt wird und wobei die Zuführungsgeschwindigkeit
des Abkühlungsmediums
entsprechend dem Modell für
den Abkühlungstemperaturzyklus
erhöht
oder verringert wird.
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Genauer
gesagt wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das System allmählich mit
einer durchschnittlichen Abkühlungsgeschwindigkeit
von 0,2 bis 1,0°C/min
selektiv in einem Temperaturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C im Verlauf
des Abkühlens
des Systems abgekühlt.
Im Hinblick auf die thermische Trägheit des Systems ist es jedoch
praktisch unmöglich,
den oben angegebenen Bedingungen zu genügen und auch eine Abkühlungsgeschwindigkeit
von mehr als 1,0°C/min über die
gesamten Bereiche außerhalb
des Bereichs der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C bei Einschluss
der Nachbarschaft des Bereiches zu realisieren: Demgemäß ist unter
der Bedingung „das
System nach der Reaktion wird allmählich mit einer mittleren Abkühlungsgeschwindigkeit
von 0,2 bis 1,0°C/min
selektiv in einem Temperaturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C" erfindungsgemäß zu verstehen,
dass das System mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit
(nicht einer mittleren Abkühlungsgeschwindigkeit)
von größer als 1,0°C/min, vorzugsweise
von mindestens 2,0°C/min,
noch mehr bevorzugt von mindestens 3,0°C/min, in Temperaturbereichen
außerhalb
eines Bereichs der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 3°C, vorzugsweise
außerhalb
eines Bereichs der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 2°C abgekühlt wird.
Zum Zwecke der stabilen Verbesserung der Teilcheneigenschaften der
PAS-Produktteilchen, ohne dass eine erhebliche Erhöhung der
Abkühlungszykluszeit
auftritt, wird es auch bevorzugt, eine mittlere Abkühlungsgeschwindigkeit im
Bereich von 0,2 bis 1,0°C/min über einen
Tempe raturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 2,0°C aufrechtzuerhalten.
Eine allmähliche
Abkühlungsgeschwindigkeit
von unterhalb 0,2°C/min
in dem ausgewählten
Temperaturbereich in Nähe
der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
beinhaltet eine erhöhte
Abkühlungszeit
in einem Temperaturbereich, die nicht ignoriert werden kann und
die daher nicht zu bevorzugen ist.
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(Nachbehandlung)
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Die
Aufschlämmung,
enthaltend die PAS-Produktteilchen, erhalten in der oben genannten
Abkühlungsstufe,
kann in üblicher
Art und Weise nachbehandelt werden. So kann beispielsweise die abgekühlte Produktaufschlämmung einer
Filtration so wie sie ist oder nach Verdünnung mit Wasser etc. unterworfen
werden und die gewonnenen PAS-Teilchen können einer Wiederholung der
Vorgänge – Waschen
mit Wasser und Filtration – unterworfen
werden, gefolgt von Trocknen, wodurch ein PAS-Produkt erhalten wird.
Nach der oben genannten Filtration oder dem oben genannten Sieben
kann das PAS mit einem organischen Lösungsmittel, wie einem organischen
Amidlösungsmittel,
das mit dem Polymerisationslösungsmittel
identisch ist, einem Keton oder einem Alkohol oder mit Wasser mit
hoher Temperatur gewaschen werden. Es ist auch möglich, das PAS-Produkt mit
einer Säure
oder einem Salz, wie Ammoniumchlorid, zu behandeln.
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(Polymerprodukt)
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Das
durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhaltene PAS-Produkt kann zu verschiedenen spritzgegossenen Produkten
und extrudierten Produkten, wie Folien, Filmen, Fasern und Rohren,
entweder als solches oder zusammen mit verschiedenen anorganischen
Füllstoffen,
faserartigen Füllstoffen
oder verschiedenen Kunstharzen, die damit vermischt sind, verformt
werden.
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[Beispiele]
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Nachstehend
wird die vorliegende Erfindung genauer anhand der Beispiele und
der Vergleichsbeispiele beschrieben. Es wird jedoch darauf hingewiesen,
dass die vorliegende Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
Die hierin beschriebenen physikalischen Eigenschaften sind auf der
Basis der Werte angegeben, die nach den folgenden Methoden gemessen
worden sind.
- (1) Die Schmelzviskosität des Polymeren
wurde bei 310°C
und bei einer Schergeschwindigkeit von 1200/s gemessen.
- (2) Jedes Produkt wurde nach der Polymerisationsreaktion durch
ein Sieb mit einem Öffnungsdurchmesser von
150 μm (100
mesh) gesiebt, um darauf das teilchenförmige Polymere zu gewinnen.
Die Ausbeute des teilchenförmigen
Polymeren wurde als die prozentuale Gewichtsmenge davon, bezogen
auf die Gewichtsmenge (theoretisch) des PAS errechnet, welche aufgrund
der Annahme errechnet wurde, dass das in dem Autoklaven (Reaktionsgefäß) nach
der Entwässerungsstufe
vorhandene Natriumsulfid vollständig
in PAS umgewandelt worden war.
- (3) Die Schüttdichte
des Polymeren wurde unter Verwendung eines Messgeräts für die spezifische
Schüttdichte
(hergestellt von der Firma Tokyo Kuramochi Kagaku Kiki Seisakusho
K. K.) und gemäß der JIS-Norm K-6721
gemessen.
- (4) Die maximale System-Viskositäts-Temperatur wurde auf der
Basis eines maximalen Werts der verbrauchten Energie ermittelt,
welche unter Verwendung eines Klemmen-Leistungsmessgeräts (Gerät mit der Bezeichnung „CW140", hergestellt von
der Firma Yokogawa Denki K. K.) gemessen worden war. Das Gerät war auf
einem Rührmotor
für den
Autoklaven angeordnet.
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(Beispiel 1)
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Die
Polymerisation und die Abkühlung
wurden mittels einer Vorrichtung durchgeführt, die einen 20 Liter-Autoklaven
(Reaktionsgefäß) und einen
zylindrischen Kondensator mit einem Innendurchmesser von 40 mm und
einer Höhe
von 250 mm, der vertikal an der Spitze des Autoklaven installiert
war, einschloss. Der Autoklav war weiterhin mit einer elektrischen
Heizeinrichtung, die dazu fähig
war, die Wärme
von der Oberfläche der
Seitenwand zu leiten, einem Thermometer und einem Druckmessgerät für die Bestimmung
der Innentemperatur und des Drucks sowie einem Rührer ausgerüstet. Der Kondensator war mit
einem Thermometer für
die Messung der Temperatur der oberen Gasphase ausgestattet.
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Genauer
gesagt wurden 6000 g NMP und 3500 g Natriumsulfidpentahydrat, enthaltend
45,9 Gew.-% Natriumsulfid (Na2S) in das
Reaktionsgefäß eingegeben
und nach der Belüftung
mit Stickstoffgas wurde das System unter Rühren allmählich auf 200°C erhitzt,
wobei 1449 g Wasser und 1015 g NMP abdestillierten. In diesem Fall
wurden 0,43 mol H2S durch Verdampfen ausgetragen.
Demgemäß wurde
die effektive Menge an Na2S in dem Reaktionsgefäß nach der
Entwässerungsstufe
auf 20,14 mol verringert. Der verdampfte H2S
entsprach 2,10 Mol-% des eingebrachten Na2S.
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Dann
wurde das Reaktionsgefäß, enthaltend
20,14 mol effektives Na2S auf 180°C abgekühlt und
es wurden weiterhin 3004 g p-Dichlorbenzol (pDCB)[pDCB/Na2S = 1,015 (auf das mol bezogen], 3073 g
NMP, 114 g Wasser (Gesamtwassergehalt/Na2S
= 1,50 (auf das mol bezogen)] und 35 g NaOH (Reinheit: 97%) so zugegeben,
dass 6,00 Mol-% NaOH, bezogen auf das effektive Na2S
in dem Gefäß erhalten
wurden. Das Gefäß enthielt
bereits 0,86 mol NaOH, das durch Verdampfung von H2S
erzeugt worden war.
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Das
System wurde auf 220°C
erhitzt, um eine 4,5-stündige
Reaktion unter Inbetriebnahme des Rührers mit 250 UpM zu bewirken.
Dann wurden 472 g Wasser als Phasenabtrennungsmittel unter Druck
eingespritzt (wobei ein Molverhältnis
von Gesamtwasser/Na2S = 2,8 in dem Gefäß erhalten
wurde) und das System wurde 5,0 Stunden lang zur Reaktion auf 260°C erhitzt,
um die Polymerisation zu vervollständigen.
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Nach
der Beendigung der Polymerisation wurde das System in der unten
stehend beschriebenen Weise abgekühlt. (Die in diesem Beispiel
verwendete Vorrichtung hatte eine relativ kleine Größe, so dass
die Abkühlungsgeschwindigkeit
dadurch kontrolliert wurde, dass die Be triebsbedingungen der oben
genannten Heizeinrichtung und des Kondensators in Kombination mit
einer Luftventilationskühlung
von der Außenseite
des Polymerisationsgefäßes kontrolliert
wurde. Bei einer Vorrichtung mit größerer Dimension wird jedoch
die Luftventilationskühlung
(und die Erhitzungseinrichtung) durch einen indirekten Wärmeaustausch
durch einen Seitenwandmantel oder eine im Inneren des Gefäßes angeordnete
Kühlschlange,
versorgt mit einem thermischen Medium zur Kontrolle der Abkühlungsgeschwindigkeit,
ersetzt werden.) Genauer gesagt wurde nach Beendigung der Polymerisation
die Energiezuführung
zu der Seitenwanderhitzungseinrichtung bei einer Temperatur von
260°C im
Inneren des Gefäßes abgeschaltet
und Kühlwasser
wurde dem Kondensator zugeführt,
um die Abkühlung
zu beginnen. Danach wurde die Zuführungsgeschwindigkeit des Wassers
in den Kondensator und die Zuführungsgeschwindigkeit
der Luft zu der Außenwand
des Polymerisationsgefäßes kontrolliert
und ein Ventil an der Spitze des Kondensators wurde wie erforderlich
geöffnet,
um nicht-kondensierbares
Gas aus dem Polymerisationsgefäß herauszuspülen, wodurch
die Abkühlung
gemäß dem in
Tabelle 1 gezeigten Temperaturprofil bewirkt wurde. Im Verlauf der
Abkühlung
wurde zu einem Zeitpunkt von 7,5 Minuten vom Beginn der Abkühlung an
ein Maximum der Rührleistung
(162W) bei einer Temperatur von 229,7°C (im Inneren des Gefäßes) festgestellt,
wodurch die maximale Systemviskosität ermittelt wurde. Die Temperatur
erreichte 2 Minuten danach 228,7°C.
Die Tabelle 1 zeigt die Temperaturen entsprechend der maximalen
System-Viskositäts-Temperatur
+5°C, +3°C, +2°C, +1°C, ±0°C (maximale
System-Viskositäts-Temperatur), –1°C, –2°C, –3°C und –5°C, die Zeit
nach dem Beginn der Abkühlung
bei den jeweiligen Temperaturen, die mittlere Abkühlungsgeschwindigkeit
im Temperaturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C und die
mittleren Abkühlungsgeschwindigkeiten
in Temperaturbereichen außerhalb
des Temperaturbereichs.
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Die
Zeitspanne vom Beginn des Abkühlens
bis auf 150°C
betrug 31 Minuten. Danach wurde die Reaktionsflüssigkeit aus dem Reaktionsgefäß herausgenommen.
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(Wasch-Trocknung)
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Das
so erhaltene Reaktionsgemisch wurde 3 Zyklen einer Waschfiltration
durch Zugabe von Aceton, gefolgt von einem 4-maligen Waschen durch
Zugabe von Wasser mit Raumtemperatur, unterworfen. Die resultierende
Aufschlämmung
wurde Waschen mit einer wässrigen
Essigsäurelösung, die
zugegeben worden war, und einer Filtration unterworfen, gefolgt
von einem weiteren 4-maligen Waschen mit Wasser und Sieben, um festes
nasses Harz zu gewinnen. Das nasse Harz wurde 13 Stunden lang in
einem Plattentrockner bei 105°C
getrocknet. Als Ergebnis wurde das getrocknete Harz (PPS) in einer
Menge von 1922 g (Ausbeute: 88%) gewonnen. Es zeigte eine Schmelzviskosität von 194
Pa·s
und eine Schüttdichte
von 0,37 g/cm3.
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Die
Daten des Temperaturprofils und die Daten der Schüttdichte
des Produkts sind in den nachfolgenden Tabellen 1 und 2 zusammen
mit den entsprechenden Daten der Beispiele und Vergleichsbeispiele
zusammengestellt.
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(Beispiel 2)
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Die
Polymerisation, die Abkühlung
und die Wasch-Trocknung wurden in der gleichen Art und Weise wie
in Beispiel 1 mit der Ausnahme durchgeführt, dass das Profil der Abkühlungstemperatur
gemäß Tabelle
1 dadurch verändert
wurde, dass die Bedingungen für
die Wasserzuführung
für den
Kondensator und die Luftzuführung
für die
Außenwand
des Polymerisationsgefäßes nach
der Polymerisation und des Abschaltens der Seitenwand-Erhitzungseinrichtung
bei einer Temperatur im Inneren des Gefäßes von 260°C abgeändert wurden. Als Ergebnis
wurde teilchenförmiges
PPS mit einer Schmelzviskosität
von 226 Pa·s
und einer Schüttdichte
von 0,37 g/cm3 mit einer Ausbeute von 87%
erhalten. Die Zeitspanne vom Beginn des Abkühlens bis auf 150°C betrug
50 Minuten.
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(Vergleichsbeispiel 1)
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Die
Polymerisation, die Abkühlung
und die Wasch-Trocknung wurden in der gleichen Art und Weise wie
in Beispiel 1 mit der Ausnahme durchgeführt, dass das Profil der Abkühlungstemperatur
gemäß Tabelle
2 dadurch verändert
wurde, dass die Bedingungen für
die Wasserzuführung
für den
Kondensator und die Luftzuführung
für die
Außenwand
des Polymerisationsgefäßes nach
der Polymerisation und des Abschaltens der Seitenwand-Erhitzungseinrichtung
bei einer Temperatur im Inneren des Gefäßes von 260°C abgeändert wurden. Genauer gesagt
wurde nach dem Abschalten der Energiezuführung für die Heizeinrichtung das System dadurch
abgekühlt,
dass es ohne Wasserzuführung
zu dem Kondensator oder Luftzuführung
zu der Außenwand
der Polymerisationseinrichtung stehengelassen wurde. Zu einem Zeitpunkt
von 77 Minuten nach dem Beginn des durch Stehenlassen erfolgenden
Abkühlens
wurde eine maximale System-Viskositäts-Temperatur von 234,3°C gemessen.
3,6 Minuten danach erreichte die Temperatur 233,3°C. Zu diesem
Zeitpunkt wurde die Luftzuführung
zu der Außenwand
des Polymerisationsgefäßes gestartet,
um das Abkühlen
zu beschleunigen. Die Zeitspanne vom Beginn des Abkühlens bis
auf 150°C
betrug 150 Minuten.
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Als
Ergebnis wurden teilchenförmiges
PPS mit einer Schmelzviskosität
von 150 Pa·s
und einer Schüttdichte
von 0,36 g/cm3 in einer Ausbeute von 90%
erhalten.
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Die
Schüttdichte
der PAS-Produktteilchen war ähnlich
zu denen der Beispiele 1 und 2 und daher wird es verstanden, dass
die allmähliche
Abkühlung über den
gesamten Verlauf der Abkühlung
nicht zu einer weiteren Verbesserung der Teilcheneigenschaften des
PAS-Produktes führte.
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(Vergleichsbeispiel 2)
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Die
Polymerisation, die Abkühlung
und die Wasch-Trocknung wurden in der gleichen Art und Weise wie
in Beispiel 1 mit der Ausnahme durchgeführt, dass das Profil der Abkühlungstemperatur
gemäß Tabelle
2 dadurch verändert
wurde, dass die Bedingungen für
die Wasserzuführung
für den
Kondensator und die Luftzuführung
für die
Außenwand
des Polymerisationsgefäßes nach
der Polymerisation und dem Abschalten der Seitenwand-Erhitzungseinrichtung
bei einer Temperatur im Inneren des Gefäßes von 260°C abgeändert wurden. Es wurde kein
Ab brechen der Wasserzuführung
zu dem Kondensator zum Erhalt einer niedrigeren Abkühlungsgeschwindigkeit
in Nähe
der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
(wie in den vorhergehenden Beispielen durchgeführt) durchgeführt. Als
Ergebnis wurde teilchenförmiges
PPS mit einer Schmelzviskosität von
145 Pa·s
und einer Schüttdichte
von 0,28 g/cm3 mit einer Ausbeute von 90%
erhalten. Die Zeitspanne vom Beginn des Abkühlens bis auf 150°C betrug
59 Minuten.
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Daher
war trotz der Tatsache, dass eine gleichförmige Abkühlungsgeschwindigkeit von 1,7°C/min über einen
Temperaturbereich von etwa 236–226°C, einschließend die
maximale System-Viskositäts-Temperatur, angewendet
wurde und eine längere
Abkühlungszeit
vom Beginn des Abkühlens
bis auf 150°C
als in Beispiel 1 und in Beispiel 2 angewendet wurde, die Schüttdichte
der PAS-Produktteilchen erheblich auf 0,28 g/cm3 verringert,
weil die mittlere Abkühlungsgeschwindigkeit
von 1,7°C/min
im Temperaturbereich der maximalen System-Viskositäts-Temperatur ± 1°C (und ± 2°C) zu hoch
war.
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(Vergleichsbeispiel 3)
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Die
Polymerisation, die Abkühlung
und die Wasch-Trocknung wurden in der gleichen Art und Weise wie
in Beispiel 1 mit der Ausnahme durchgeführt, dass das Profil der Abkühlungstemperatur
gemäß Tabelle
2 dadurch verändert
wurde, dass die Bedingungen für
die Wasserzuführung
für den
Kondensator und die Luftzuführung
für die
Außenwand
des Polymerisationsgefäßes nach
der Polymerisation und dem Abschalten der Seitenwand-Erhitzungseinrichtung
bei einer Temperatur im Inneren des Gefäßes von 260°C abgeändert wurden. Es wurde kein
Abbrechen der Wasserzuführung
zu dem Kondensator zum Erhalt einer niedrigeren Abkühlungsgeschwindigkeit
in Nähe
der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
durchgeführt.
Als Ergebnis wurde teilchenförmiges
PPS mit einer Schmelzviskosität
von 145 Pa·s
und einer Schüttdichte
von 0,24 g/cm3 mit einer Ausbeute von 90%
erhalten. Die Zeitspanne vom Beginn der Abkühlung bis zu 150°C betrug
29 Minuten.
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Die
PAS-Produktteilchen zeigten weiterhin eine erniedrigte Schüttdichte
von 0,24 g/cm3, was vermutlich darauf zurückzuführen ist,
dass die Abkühlungsgeschwindigkeit
in Nähe
der maximalen System-Viskositäts-Temperatur
erheblich höher
war als im Falle des Vergleichsbeispiels 2, so dass davon ausgegangen
werden konnte, dass die Teilchen die Teilcheneigenschaften verloren
hatten, die für
den Transport, die Lagerung etc. geeignet sind.
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Die
Bedingungen der Abkühlung
sowie die Schüttdichten
der Produkte der obigen Beispiele und Vergleichsbeispiele sind in
den folgenden Tabellen 1 und 2 zusammengestellt.
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[TECHNISCHE VERWENDBARKEIT]
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Wie
oben beschrieben, wird gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von solchen PAS-Teilchen,
die eine relativ hohe und stabile Schüttdichte aufweisen durch eine
relativ kurze Zeit des Polymerisationszyklus erhalten, so dass gute
Eigenschaften hinsichtlich der Verarbeitbarkeit beim Transport und
der Lagerung sowie ausgezeichnete Transporteigenschaften in einen
Fülltrichter
oder einer Schnecke eines Extruders oder einer Formmaschine erhalten
werden.