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PRIORITÄTSANSPRUCH
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Diese
Anmeldung beansprucht die Priorität der am 11. November 2002
eingereichten US Provisional Patent Application mit der lfd. Nummer 60/425,449
für COMBINATION
LADDERS, LADDER COMPONENTS AND METHODS OF MANUFACTURING SAME (Kombileitern,
Leiterbauteile und Herstellungsverfahren dafür).
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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Leitern, Leitersysteme
und Leiterbauteile und insbesondere Kombileiterholmkonfigurationen,
Leiterstützstrukturen,
Leiterscharnierkonfigurationen und Herstellungsverfahren dafür.
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HINTERGRUND
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Leitern
werden herkömmlicherweise
dazu verwendet, einem Benutzer davon einen verbesserten Zugang zu
Stellen zu verschaffen, die möglicherweise
ansonsten nicht zugänglich
wären.
Leitern kommen in vielen Formen und Größen, wie zum Beispiel gerade
Leitern, gerade Ausziehleitern, Stufenleitern und Kombistufen- und -ausziehleitern.
So genannte Kombileitern sind besonders nützlich, da sie viele der Vorzüge anderer
Leiterausführungen
in einer einzigen Leiter vereinen.
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Die
erhöhte
Anzahl von Merkmalen, die von einer Kombileiter geboten wird, führt jedoch
auch zu mehr Komplexität
und Herstellungsschwierigkeiten bei der Herstellung solch einer
Leiter. Darüber
hinaus führt
die Aufnahme zusätzlicher
Merkmale in einer Leiter oftmals zu einer Gewichtszunahme einer
gegebenen Leiter oder eines gegebenen Leitersystems. Da Leitern
als tragbare Werkzeuge verwendet werden, ist im Allgemeinen zusätzliches
Gewicht oftmals eine unerwünschte
Eigenschaft in Leitern. Da eine Kombileiter in verschiedenen Konfigurationen verwendet
werden kann und somit unterschiedliche Lastbedingungen erfährt, können des
Weiteren die Bauteile der Leiter Materialien mit höherer Festigkeit erfordern
oder könnten
im Vergleich zu einer herkömmlichen
Nicht-Kombileiter vergrößerte Abmessungen
erfordern, um solchen Lastanforderungen Rechnung zu tragen. Somit
können
Kombileitern oder Leitersysteme letztendlich mehr kosten und/oder
mehr wiegen als herkömmliche
Leitern oder Leitersysteme.
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Zum
Abstützen
einer Kombileiter werden zum Beispiel die unteren Teile der äußeren Seitenholme
herkömmlicherweise
durch Nachaußenbiegen eines
unteren Teils der äußeren Seitenholme
aufgeweitet, um den lateralen Abstand dazwischen zu vergrößern. Obgleich
solch eine Konfiguration dazu dient, die Stabilität der Leiter
zu verstärken,
ist das erfolgreiche Bilden der aufgeweiteten äußeren Seitenholme mit verschiedenen
Herstellungskomplexitäten
verbunden. Wenn die äußeren Holme
zum Beispiel mit einem herkömmlichen
Glasfaserverbundmaterial hergestellt werden, kann das Biegen solcher Glieder
zu einer Schwächung
oder einem möglichen Brechen
einzelner Glasfaserstränge
und letztendlich zu einem vorzeitigen Versagen des äußeren Holms führen, in
dem die Biegung durchgeführt
wird.
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Zur
Herstellung eines gebogenen Seitenholms, der aus herkömmlichen
Glasfaserverbundmaterialien hergestellt ist und Qualitäts- und
Strukturdesignanforderungen erfüllt,
muss der Seitenholm möglicherweise
unter einzelner Platzierung von Fasern im Formwerkzeug geformt werden.
Solch ein Prozess ist sowohl arbeits- als auch zeitaufwendig. Zur Bereitstellung
einer ausreichenden Festigkeit in solchen äußeren Seitenholmen, wird zum
Beispiel in der
US-PS 4 371 055 von
Ashton et al. ein Herstellungsverfahren offenbart, bei dem Fasern
winkelförmig
bezüglich
einer Längsachse
des sich ergebenden Seitenholms ausgerichtet werden. Wie oben erwähnt, erfordert
solch ein Verfahren jedoch einen zeit- und arbeitsaufwendigen Formprozess
und darüber
hinaus die Verwendung von maßgeschneiderten
Formwerkzeugen. Selbst beim Formen einer Biegung in den Metallseitenholmen
ist zusätzliche
Ausrüstung erforderlich,
um solch eine Biegung ordnungsgemäß zu bilden, ohne die konstruktive
Stabilität
der Bauteile zu beeinträchtigen.
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Ein
anderes Problem bei der Herstellung einer Kombileiter oder irgendeiner
Leiter besteht darin, der Leiter eine ausreichende Steifigkeit zu
verleihen. Mit anderen Worten, die Seitenholme und anderen Leiterbauteile
sollte keine übermäßige Durchbiegung,
entweder hinsichtlich Biegung oder Torsion, aufweisen, während sie
unter Lastbedingungen stehen. Ein Lösungsansatz nach dem Stand
der Technik zur Verbesserung der Steifigkeit einer Leiter umfasst die
Bereitstellung einer Stützstrebe,
die sich zum Beispiel zwischen den unteren Seitenholmen erstreckt und
an einer Rückseite
von jedem befestigt ist. Wenn eine Leiter belastet wird, kann somit
ein Teil der Belastung auf solch eine Strebe übertragen werden, was dazu
beiträgt,
die beiden Seitenholme daran zu hindern, nach außen voneinander verschoben
zu werden. Bei einem anderen Lösungsansatz
nach dem Stand der Technik ist ein Paar Streben vorgesehen worden,
von denen sich jede zwischen einer unteren Sprosse der Leiter und
einer Vorderwand oder einer Rückwand
an einem äußeren Holm
der Leiter erstreckt.
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Stützstreben
nach dem Stand der Technik, wie die oben beschriebenen, enthalten
herkömmlicherweise
relativ lange, dünne
Materialstreifen. Solch eine Verstrebung ist oftmals anfällig für Biegen, Verdrehen
und Knicken aufgrund eines Freiliegens und einer übermäßigen Beanspruchung
der Verstrebung, die mit der allgemeinen Handhabung, Lagerung und
dem Transport der Leiter einhergeht. Darüber hinaus kann solch eine
Verstrebung hinderlich sein und somit für den Benutzer der Leiter unter
gewissen Umständen
ein Sicherheitsrisiko darstellen.
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Noch
eine weitere Schwierigkeit bei der Ausführung und Herstellung einer
Kombileiter betrifft die Scharniere solch einer Leiter. Bei Lösungsansätzen nach
dem Stand der Technik hinsichtlich der Vereinfachung von Leiterscharnieren
sind mehrere Platten verwendet worden, um die Hauptstrukturelemente des
Scharniers zu bilden. Die mehreren Platten können im hohlen Teil eines Seitenholms
positioniert und dann zum Beispiel durch Niete oder ähnliche
Befestigungselemente darin befestigt werden. Wenn der Benutzer der
Leiter jedoch auf den Seitenholm eine Kraft ausübt, wie zum Beispiel beim Ändern der
Konfiguration der Leiter von einer Stufenleiter zu einer Ausziehleiter,
wird die Kraft größtenteils
durch die Befestigungselemente (zum Beispiel die Niete) auf das
Scharnierglied übertragen.
Somit werden die Befestigungselemente zu einem kritischen Strukturelement
der Leiter und sind aufgrund der daran angelegten zyklischen Lasten
für Ermüdung und
Verschleiß anfällig.
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Angesichts
des Wunsches, die Kosten, das Gewicht und die Komplexität von Kombileitersystemen
zu bewahren oder zu vermindern, während gleichzeitig die Strukturintegrität solcher
Leitersysteme bewahrt oder sogar noch verbessert wird, wäre es von
Vorteil, ein Leitersystem bereitzustellen, das zum Beispiel verbesserte
Scharniermechanismen, Stützstrukturen
und Ausziehholmkonfigurationen aufweist.
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NL-C-1002235 offenbart
eine Holmanordnung für
eine Leiter nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Holmanordnung für eine Leiter nach Anspruch
1 bereitgestellt, auf den Bezug genommen werden sollte. Ausführungsformen
der Erfindung werden in den abhängigen
Ansprüchen
2 bis 8 definiert, auf die auch Bezug genommen werden sollte.
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Die
Hülsenkonfiguration
der Holmanordnung kann des Weiteren gestatten, dass die inneren
Holme bezüglich
der äußeren Holme
so angeordnet werden, dass die Leiterhöhe vergrößert oder verkleinert werden
kann, und somit das Ausziehvermögen
einer Kombileiter erleichtern. Deshalb kann die Hülsenkonfiguration
gestatten, dass ein Eingriffsmechanismus gezielt und reversibel
die inneren Holme an den äußeren Holmen
befestigt, so dass die Leiter unter mehreren verschiedenen Bedingungen
verwendet werden kann. Zum Beispiel kann ein Eingriff eines inneren
und eines benachbarten äußeren Seitenholms miteinander
mittels eines entfernbaren Stifts erreicht werden, der sich durch
den äußeren Seitenholm
und die daran befestigte Hülse
und in eine Öffnung
im inneren Holm erstreckt, so dass der innere Holm mit der Hülse und
dem benachbarten äußeren Seitenholm
in Eingriff gebracht werden kann.
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Es
kann eine Struktur angeordnet werden, um den unteren Teil eines äußeren Holms
zu stützen. Die
Stützstruktur
kann zur Befestigung der unteren Sprosse der Leiter am Holm an zwei
oder mehr voneinander entfernten beabstandeten Stellen konfiguriert
sein. Zum Beispiel kann ein Stützelement
die unterste Sprosse an einer Seite oder Fläche gegenüber der Sprossenbefestigungsseite
oder -fläche
des Holms in einer ersten Längsposition
entlang des Holms und des Weiteren an der gegenüberliegenden Seite oder Fläche des
Holms in einer zweiten Längsposition
entlang des Holms am äußeren Holm
befestigen. Eine solche Konfiguration kann eine größere Festigkeit,
Steifigkeit und Abstützung
für die äußeren Holme
bei erhöhtem
Biegewiderstand und Verdrehen davon bereitstellen.
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Ein
Paar Scharnierbauteile kann das Hauptstrukturfundament für eine Leiterscharnieranordnung
bilden. Insbesondere kann ein erstes Scharnierbauteil mit einer
Scharnierzunge an einem Holm einer Leiter befestigt werden, und
ein zweites Scharnierbauteil mit einer Scharniernut zur Aufnahme
der Scharnierzunge kann an einem anderen Holm der Leiter befestigt
werden. Des Weiteren kann jedes Scharnierbauteil einen Holmhalterungsabschnitt
mit einem Außenumfang
aufweisen, der dem Innenumfang des Holms, in dem das Scharnierbauteil
angeordnet ist, im Wesentlichen entspricht.
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Darüber hinaus
kann das erste Scharnierbauteil mit einer Scharnierzunge als Hauptlastübertragungsglied
zwischen dem daran befestigten inneren Holm und dem wählbaren
Drehpositioniermechanismus dienen. Ebenso kann das zweite Scharnierbauteil
mit einer Scharniernut als das Hauptlastübertragungsglied zwischen dem
daran befestigten inneren Holm und dem wählbaren Drehpositioniermechanismus
dienen. Solch eine Konfiguration kann für eine leichte Herstellung
und Montage vorteilhaft sein.
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Des
Weiteren können
Scharnierrohlinge zur Herstellung der oben erwähnten Scharnierbauteile eingesetzt
werden. Zum Beispiel kann die Herstellung von Scharnierrohlingen
durch Extrudieren und dann Entfernen von unerwünschtem Material zur Bildung
der Scharnierbauteile Designflexibilität ermöglichen sowie die Herstellungskosten
reduzieren. Weiterhin kann jeder Scharnierrohling eine unterschiedliche
Querschnittsgeometrie aufweisen, einschließlich zum Beispiel eines ersten
Verstärkungssegments,
eines zweiten Verstärkungssegments
und eines sich dazwischen erstreckenden Stegsegments, wobei das
erste und das zweite Verstärkungssegment
(jedes Scharnierbauteils) beide eine größere Querschnittsdicke aufweisen
als das Stegsegment.
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Es
wird eine Leiter bereitgestellt, die ein Scharnier mit einem Einklemmschutzmechanismus enthält. Dieser
kann ein mit einem ersten Holm verbundenes erstes Scharnierbauteil
und ein mit einem zweiten Holm verbundenes zweites Scharnierbauteil enthalten.
Das zweite Scharnierbauteil kann drehbar mit dem ersten Scharnierbauteil
verbunden sein, so dass das erste und das zweite Scharnierbauteil
zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position gedreht
werden können.
Mindestens ein vorragendes Glied ist von dem ersten Scharnierbauteil nach
außen
vorbelastet, wenn sich das erste Scharnierbauteil und das zweite
Scharnierbauteil in der ersten Position befinden. Das vorragende
Glied ist so angeordnet und konfiguriert, dass es bezüglich des ersten
Scharnierbauteils verschoben werden kann, wenn sich das erste Scharnierbauteil
und das zweite Scharnierbauteil in der zweiten Position befinden.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung liegen für den Durchschnittsfachmann
bei Betrachtung der nachfolgenden Beschreibung, der beigefügten Zeichnungen
und der angehängten
Ansprüche
auf der Hand.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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In
den Zeichnungen, die darstellen, was derzeit als die beste Durchführungsweise
der Erfindung betrachtet wird zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Kombileiter nach dem Stand der Technik;
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2 eine
Vorderansicht einer inneren und äußeren Holmanordnung
der vorliegenden Erfindung;
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3A eine
perspektivische Vorderansicht einer Hülse und einer äußeren Holmanordnung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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3B eine
perspektivische Rückansicht der
in 3A gezeigten Hülse
und äußeren Holmanordnung;
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3C eine
perspektivische Ansicht der in den 3A und 3B gezeigten
Hülse;
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4A eine
Vorderansicht einer äußeren Holmanordnung;
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4B eine
vergrößerte Vorderansicht
der in 4A gezeigten Stützstruktur;
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4C eine
perspektivische Ansicht der in den 4A und 4B gezeigten
Stützstruktur;
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4D eine
perspektivische Ansicht einer alternativen Stützstruktur;
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5A und 5B perspektivische
Ansichten eines Scharnierrohlings;
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6A und 6B perspektivische
Ansichten eines anderen Scharnierrohlings;
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7A eine
perspektivische Ansicht einer Scharnier-Holm-Anordnung;
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7B einer
Querschnittsansicht des Außenumfangs
eines Holmhalterungsabschnitts und des Innenumfangs seines entsprechenden
Holms der Scharnier-Holm-Anordnung, wie in 7A gezeigt;
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7C einen
Teilquerschnitt, wie in 7A gezeigt;
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7D eine
perspektivische Ansicht einer Scharnieranordnung; und
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7E eine
umgekehrte Perspektive der Scharnieranordnung von 7D in
einer geschlossenen Drehposition.
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BESTE DURCHFÜHRUNGSWEISE(N) DER ERFINDUNG
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Auf 1 Bezug
nehmend, wird eine Kombileiter 10 gezeigt, die eine erste
und eine zweite Holmanordnung 11A bzw. 11B enthält. Der Übersicht halber
enthält
bei Betrachtung der ersten Holmanordnung 11A diese ein
Paar äußerer Holme 12 und
ein Paar innerer Holme 14. Die äußeren Holme 12 enthalten
einen oberen Teil 13, der dazu konfiguriert ist, mit den
inneren Holmen 14 zusammenwirkend zusammengefügt zu werden,
so dass die inneren Holme 14 bezüglich der äußeren Holme 12 entlang
einer durch die inneren Holme 14 definierten Längsachse verschiebbar
sind. Somit können
die inneren Holme 14 bezüglich der äußeren Holme 12 in
einer allgemein vertikalen Richtung positioniert und durch einen lösbaren Eingriffsmechanismus 16 gezielt
dort gehalten werden. Solch eine Anordnung ermöglicht es, die Gesamthöhe der Leiter 10 wie
erforderlich oder gewünscht
einzustellen.
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Äußere Sprossen 18 erstrecken
sich zwischen den äußeren Holmen 12 und
sind an ihnen befestigt. Ebenso erstrecken sich innere Sprossen 20 zwischen
den inneren Holmen 14 und sind an ihnen befestigt. Die äußeren Holme 12 enthalten
einen gebogenen Teil 22, der bewirkt, dass sich der untere
Teil 24 jedes äußeren Holms 12 nach
außen
aufweitet, wodurch der Basisabstand 26 der äußeren Holme 12 vergrößert und
die Gesamtstabilität
der Leiter 10 erhöht
wird. Die Scharniere 28 sind mit der ersten und zweiten
Holmanordnung 11A und 11B verbunden, wodurch eine
relative Drehpositionierung der Holmanordnungen 11A und 11B gestattet
wird. Die relative Drehpositionierung der Holmanordnungen 11A und 11B ermöglicht eine
Konfiguration der Leiter 10 als eine gerade Leiter oder
als eine Stufenleiter in Abhängigkeit
von den Anforderungen des Benutzers und der durchzuführenden
Aufgabe. Wie oben angeführt,
werden durch die Herstellung der Krümmung oder des gekrümmten Teils 22 in
den äußeren Holmen 12 oftmals
verschiedene Schwierigkeiten bei der Herstellung der äußeren Holme 12 erzeugt.
Aus Sicherheitsgründen,
und um gewisse Industrienormen zu erfüllen, könnte es in einigen Fällen nötig sein,
die unteren Teile 24 der äußeren Holme 12 aufzuweiten,
um einen ausreichenden Basisabstand 26 in Abhängigkeit
von der bestimmten Verwendung der Leiter 10 zu schaffen.
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Nunmehr
auf 2 Bezug nehmend, wird eine Holmanordnung 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die Holmanordnung 100 enthält ein Paar
lateral beabstandete äußere Holme 102 und
ein Paar lateral beabstandete innere Holme 104. Die äußeren Holme 102 und
die inneren Holme 14 sind mittels getrennter Schiebeglieder 106,
die auch als Hülsen
bezeichnet werden, funktionell und verschiebbar miteinander verbunden. Die
Hülsen 106 sind
fest mit den zugehörigen äußeren Holmen 102 und
verschiebbar mit den zugehörigen
inneren Holmen 104 verbunden. Somit ermöglichen die Hülsenglieder
den äußeren Holmen 102 bezüglich der
inneren Holme 104 entlang einer im Wesentlichen parallel
zu den inneren Holmen 104 verlaufenden Längsachse 107 verschoben
zu werden. Ein Paar lösbarer
Eingriffsmechanismen 108 ist jeweils einem äußeren Holm 102,
einem inneren Holm 104 und einer Hülse 106 zugeordnet,
um eine gezielte Verriegelung der inneren Holme 104 in
gewünschten
Längspositionen
bezüglich
der äußeren Holme 102 und
den Hülsen 106 zu
ermöglichen.
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Innere
Sprossen
110 erstrecken sich zwischen den inneren Holmen
104 und
sind mit diesen verbunden. Zum Beispiel kann bei einer Ausführungsform
eine innere Sprosse
100 ein im Wesentlichen röhrenförmiges Glied
enthalten, das sich zumindest teilweise durch eine durch einen inneren Holm
104 definierte Öffnung erstreckt,
wobei ein Ende der innere Sprosse
100 verstemmt ist, um
es am inneren Holm
104 zu befestigen. Bei anderen Ausführungsformen
können
die inneren Sprossen
110 durch Niete, Klebverbindung, Schweißen, mechanische
Befestigungselemente oder eine Kombination daraus in Abhängigkeit
von zum Beispiel der zur Herstellung der inneren Sprossen
110 und
der innere Holme
104 verwendeten Materialart an den inneren
Holmen
104 befestigt werden. Des Weiteren erstrecken sich
die in
2 der Übersicht
halber gestrichelt gezeigten äußeren Sprossen
112 zwischen den äußeren Holmen
102 und
sind mit diesen verbunden. Die äußeren Sprossen
112 können durch
ein geeignetes Verfahren, darunter eines oder mehrere der oben angeführten, mit
den äußeren Holmen
102 verbunden
werden. Bei einer Ausführungsform
können
die äußeren Sprossen
112 so
konfiguriert sein, dass sie Befestigungslaschen enthalten, durch
die sich Niete oder andere geeignete mechanische Befestigungselemente
zur Verbindung der äußeren Sprossen
112 mit
den äußeren Holmen
erstrecken können.
Bei einer bestimmten Aussührungsform
können
die Befestigungslaschen mit der Sprosse integral ausgebildet sein,
so dass sie als ein eine Einheit bildendes oder monolithisches Glied
gebildet sind. Solche Sprossen und beispielhaften Verfahren zur
Befestigung solcher Sprossen werden in der am 5. April 2002 eingereichten
eigenen US-Anmeldung mit der Veröffentlichungs-Nummer.
US20030188923A1 mit dem
Titel LIGHT WEIGHT LADDER SYSTEMS AND METHODS (Leichte Leitersysteme
und Verfahren) offenbart, auf die hiermit in ihrer Gesamtheit ausdrücklich Bezug
genommen wird.
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Die äußeren Holme 102 können jeweils
ein im Wesentlichen gerades oder lineares Glied enthalten, wie in 2 gezeigt,
das in einem spitzen Winkel θ zur
Längsachse 107 fest
an seiner zugehörigen Hülse 106 angebracht
ist. Wenn die äußeren Holme 102 in
einem spitzen Winkel θ fest
angebracht sind, kann ein gewünschter
Basisabstand 114 zwischen den äußeren Holmen 102 aufrechterhalten
werden, ohne dass in solchen äußeren Holmen
eine Krümmung
ausgebildet werden muss, wie bei Leitern des Stands der Technik
durchgeführt.
Solch eine Konfiguration stellt eine konstruktiv stabile Leiter
bei wesentlich verringerten Herstellungskosten bereit.
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Darüber hinaus
wird durch Ausbilden der äußeren Holme 102 als
im Wesentlichen gerade oder lineare Glieder eine größere Flexibilität bei der
Querschnittsform der äußeren Holme 102 erhalten.
Solch eine größere Flexibilität ermöglicht es,
die äußeren Holme 102 zur
Gewichtsverringerung, Festigkeitserhöhung usw. auszuführen, ohne
die potentiellen strukturellen Auswirkungen einer in solchen äußeren Holmen 102 ausgebildeten
Krümmung
berücksichtigen
zu müssen.
Beispielsweise können
die äußeren Holme 102 (sowie
die innere Holme 104) so konfiguriert werden, dass sie
hohle, C-förmige
oder I-förmige Querschnittsformen
aufweisen. Darüber
hinaus können
die äußeren und
die inneren Holme 102 und 104 aus verschiedenen
Materialien hergestellt werden, darunter Verbundmaterialien wie
Glasfaser, Metalle, wie Aluminium, oder Metalllegierungen.
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Bezüglich der
Verwendung von Verbundmaterialien können die äußeren und die inneren Holme
102 und
104 aus
Glasfaserverbundmaterial hergestellt werden, die zum Beispiel ein
thermoplastisches Harz wie Polyurethan enthalten können, obgleich auch
andere duroplastische Polymerharze eingesetzt werden können. Die
Verwendung beispielsweise eines Polyurethanharzes gewährleistet
beständigere äußere und
innere Holme
102 und
104, insbesondere bezüglich Bruch-
und Schlagfestigkeit. Des Weiteren gestattet die Verwendung zum
Beispiel eines Polyurethanharzes lasttragende Elemente mit dünneren Wänden (zum
Beispiel äußere und
inneren Holme
102 und
104), wodurch die Herstellung
einer Leiter mit wesentlicher Gewichtsverringerung gegenüber Leitern
nach dem Stand der Technik ermöglicht wird.
Darüber
hinaus können
die äußeren und
die innere Holme
102 und
104 durch ein Pultrusionsverfahren
hergestellt werden, wie zum Beispiel in der US-Patentveröffentlichung
mit der Nr.
US20030188923A1 angeführt. Insbesondere
können Stränge aus
Verstärkungsmaterial
durch ein Bad von zum Beispiel Polyurethanharz und dann durch ein
erhitztes Gesenk, das die gewünschte
Querschnittsform des äußeren oder
inneren Holms
102 oder
104 aufweist, gezogen werden.
Wenn das Verbundmaterial durch das erhitzte Gesenk gezogen wird,
kann eine Teilvernetzung im duroplastischen Harz bewirkt werden,
so dass das Material bei Herausnahme aus dem Gesenk dessen Form
behält.
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Wie
oben erwähnt,
ermöglicht
die vorliegende Erfindung, dass sowohl die inneren Holme 104 als auch
die äußeren Holme 102 als
im Wesentlichen gerade Glieder hergestellt werden, falls dies erwünscht ist.
Jedoch sei darauf hingewiesen, dass der äußere Holm 104 nicht
in allen Fällen
als ein im Wesentlichen gerades Glied hergestellt werden muss. Obgleich
die äußeren Holme 102 in 2 als
ein einziges Glied konfiguriert gezeigt werden, können die äußeren Holme 102 darüber hinaus
aus mehreren Gliedern, die, falls gewünscht, aneinander befestigt
sind, hergestellt werden. Für
eine einfache Herstellung und konstruktive Stabilität kann es
jedoch wünschenswert sein,
die äußeren Holme 104 als
ein einziges Glied herzustellen, wie gezeigt.
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Des
Weiteren sei darauf hingewiesen, dass der Ausdruck gerade, wie er
hier bezüglich
der äußeren und
inneren Holme 102 und 104 verwendet wird, eine Änderung
der Querschnittsfläche
oder Querschnittsdicke der äußeren und
inneren Holme 102 und 104 entlang ihrer jeweiligen
Längen
gestattet. Darüber
hinaus gestattet der Ausdruck linear oder gerade, wie er hier bezüglich der äußeren und
inneren Holme 102 und 104 verwendet wird, annehmbare Herstellungstoleranzen,
wie für
einen Durchschnittsfachmann offensichtlich.
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Nunmehr
auf die 3A bis 3C Bezug nehmend,
werden perspektivische Ansichten der äußeren Holme 102 und
der Hülsen 106 gezeigt,
wobei die 3A und 3B eine
vordere bzw. hintere Perspektive der mit den äußeren Holmen 102 verbundenen
Hülsen 106 zeigen
(wobei die innere Holme 104 der Übersicht halber in den 3A und 3B nicht
gezeigt werden). Die äußeren Sprossen 112 erstrecken
sich zwischen den äußeren Holmen 102 und
sind in Längsrichtung
voneinander beabstandet. Jede äußere Sprosse 112 ist über Verbindungselemente 130 an
den äußeren Holmen 102 befestigt.
Die Verbindungselemente können
zum Beispiel Niete, Schrauben, Bolzen, Stifte, Schweißungen,
Klebstoffe oder andere Befestigungselemente umfassen, wie in der
Technik bekannt ist. Bei der in den 3A und 3B gezeigten
Ausführungsform sind
die äußeren Holme 102 so
konfiguriert, dass sie in einer im Wesentlichen senkrecht zu ihren
jeweiligen Längen
verlaufenden Richtung einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt aufweisen.
Die Hülsen 106 können dazu
konfiguriert sein, in den durch die äußeren Holme 102 definierten
C-förmigen
Längskanal
zusammenwirkend einzugreifen.
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Ein
Stützglied 132 kann
sich zwischen jedem der äußeren Holme 102 sowie
den Hülsen 106 erstrecken
und durch die Verbindungselemente 130 daran befestigt sein.
Wie in den 3A und 3B gezeigt,
kann sich das Stützglied
an der Rückseite 134 der äußeren Holme 102 allgemein
gegenüber der
Stelle, an der eine äußere Sprosse 112 befestigt ist,
befinden, so dass das Stützglied
einen Benutzer der Leiter nicht behindert oder ihn auf andere Weise stört. Es kann
um den äußeren Holm
herum an der allgemeinen Stelle des lösbaren Eingriffsmechanismus 108 (in
den 3A-3C der Übersicht halber nicht gezeigt,
siehe 2) eine Verschleißplatte 140 ausgebildet
sein, um die äußeren Holme 102 vor
mit wiederholtem Zusammenwirken des Eingriffsmechanismus mit den äußeren Holmen 102 verbundenem Verschleiß zu schützen. Die Öffnungen 150 in
den Hülsen 106 können auf
die Öffnungen 152 in
den äußeren Holmen 102 und
die Öffnungen 154 in
der Verschleißplatte 140 ausgerichtet
sein, um zum Beispiel einem Einführen
und Zurückziehen
eines dem Eingriffsmechanismus 108 (2) zugeordneten
vorbelasteten Stifts Rechnung zu tragen. Solche Öffnungen 150, 152 und 154 können dann
gezielt auf ähnliche
in den inneren Holmen 104 (2) ausgebildete Öffnungen
ausgerichtet werden, um die inneren Holme 104 bezüglich der äußeren Holme 102 und
der zugehörigen
Hülsen 106 gezielt
zu positionieren und zu verriegeln.
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In
den Hülsen
können
für Werkzeugausrüstungs-
und/oder Montagezwecke an verschiedenen Stellen zusätzliche Öffnungen 156 und 158 ausgebildet
sein. Zum Beispiel können
solche Öffnungen 156 und 158 bei
der Montage der Leiter Zugang zu den Verbindungselementen 130 bereitstellen.
Auf die Öffnungen 156 Bezug
nehmend, können
bei einer anderen Ausführungsform
solche Öffnungen 156 so
bemessen und konfiguriert sein, dass sie physisch und mechanisch
mit den Verbindungselementen 130 zusammenwirken, anstatt
einfach Zugang zu ihnen zu gestatten.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die verschiedenen beschriebenen Merkmale
der Hülsen 106 in
den 3A-3C zur besseren Veranschaulichung
und Beschreibung mit den gleichen Bezugszahlen versehen sind. Weiterhin
sei jedoch darauf hingewiesen, dass solche Hülsen 106 tatsächlich als „linke" und „rechte" Konfigurationen
dargestellt werden, die im Wesentlichen Spiegelbilder voneinander
sind. Die Ausführung
der Hülsen 106 kann
jedoch identisch sein, so dass, falls gewünscht, nur eine einzige Konfiguration
(das heißt
die Hülsen 106 sind nicht
speziell „rechte" oder „linke") bereitgestellt
wird. Dadurch kann der Lagerbestand verringert werden und des Weiteren
können
zugehörige
Herstellungsprozesse vereinfacht werden, wie zum Beispiel durch Eliminieren
des Bedarfs an verschiedenen Formwerkzeugen oder Bearbeitungsmustern,
die zur Herstellung der Hülsen 106 verwendet
werden.
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Nunmehr
auf die 4A-4C Bezug nehmend,
wird eine äußere Holmanordnung 160 gezeigt,
die äußere Holme 102,
Hülsen 106 und äußere Sprossen 112 zwischen
den äußeren Holmen 102, die
an der Vorderseite 133 jedes äußeren Holms befestigt sind,
enthalten kann. Es können
Stützstrukturen 162 verwendet
werden, um die Biege- und/oder Torsionsfestigkeit der äußeren Holme 102 durch strukturelles
Verbinden der untersten äußeren Sprosse 112A an
einer lateral von dem äußeren Holm 102 beabstandeten
Stelle mit mehreren Stellen entlang dem äußeren Holm 102 zu
verbessern.
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Nunmehr
insbesondere auf die 4B und 4C Bezug
nehmend, kann der äußere Holm 102 eine
allgemein C-förmige
Querschnittskonfiguration mit einer ersten Wand 164 auf
der Sprossenseite und einer gegenüberliegenden Wand 166 lateral
von der ersten Wand 164 verschoben aufweisen. Die erste Wand 164 und
die gegenüberliegende
Wand 166 sind durch eine gemeinsame Seitenwand 168 miteinander
verbunden. Ein erstes Stützelement
oder eine erste Strebe 170 ist an der ersten Wand 164 an
der Stelle 172 und an der zweiten, gegenüberliegenden Wand
an der Stelle 174 befestigt. Darüber hinaus ist die erste Strebe 170 an
der untersten Sprosse 112A an einer Stelle 176 befestigt,
die sich von dem äußeren Holm 102 lateral
nach innen beabstandet befindet. Die erste Strebe 170 kann
durch Verbindungselemente 133, wie jene, die oben beschrieben
werden, an den bestimmten Stellen befestigt sein.
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Des
Weiteren kann ein zweites Stützelement oder
eine zweite Strebe 180 beispielsweise durch Verbindungselemente 133 an
der ersten Wand 164 an der Stelle 182 und an der
zweiten, gegenüberliegenden
Wand 166 an der Stelle 184 befestigt sein. Die
zweite Strebe 180 ist des Weiteren an der untersten äußeren Sprosse 112A an
einer Stelle, die von dem äußeren Holm 102 lateral
nach innen versetzt ist, wie zum Beispiel an der Stelle 176,
befestigt. Solch eine Konfiguration ist insofern vorteilhaft, als sie
sowohl Biegelasten als auch Torsionslasten aufnimmt, die durch Verteilung
einer angelegten Belastung an verschiedene in Längsrichtung beabstandete Stellen
entlang dem äußeren Holm 102,
einschließlich
beider Seiten des äußeren Holms 102 (das
heißt die
erste Wand 164 und die zweite, gegenüberliegende Wand 166)
sowie an eine entlang der untersten Sprosse 112A lateral
nach innen beabstandeten Stelle an die äußeren Holme 102 angelegt
werden. Beispielsweise wird durch Verwendung von Biegeversuchen
mit Auskragungslasten, wie im American National Standards Institute
(ANSI) A14.2 (Metallleiter), A14.5 (aus faserverstärkten Kunststoffmaterialien
hergestellte Leitern) und A14.10 (Leitern des Typs IAA mit erhöhten Lastwerten)
angeführt,
das von den zugehörigen
Leiterholmen erfahrene Biege- und Torsionsausmaß im Vergleich zu bestehenden
Stützstrukturen
verringert.
-
Die
Stützstruktur 162 verteilt
des Weiteren die angelegten Lasten ohne Verlängern eines zusätzlichen
lasttragenden Elements zwischen den beiden äußeren Holmen 102,
was wahrscheinlich zu einem Missbrauch führen oder in einigen Fällen einen
Klettervorgang eines Benutzers behindern würde.
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Kurz
auf 4D Bezug nehmend, wird eine Stützstruktur 162' gezeigt. Die
Stützstruktur 162' kann als ein
in etwa teilweise C-förmiges
als eine Einheit ausgebildetes Glied gebildet werden, das in den durch
den äußeren Holm 102 definierten,
sich in Längsrichtung
erstreckenden Kanal passt. Die Stützstruktur 162' kann an den
Stellen 172, 174, 182 und 184,
beispielsweise durch die Verbindungselemente 133 und wie
oben beschrieben, an dem äußeren Holm 102 befestigt
werden. Die Stützstruktur 162' kann des Weiteren
durch ein Verbindungselement 133 an der Stelle 176 an
der untersten Sprosse 112A befestigt werden. Somit stellt
die Stützstruktur 162' eine ähnliche
strukturelle Abstützung
wie die unter Bezugnahme auf die 4A-4C beschriebene bereit,
jedoch durch Verwendung eines als eine Einheit ausgebildeten Glieds,
das einfacher und wirtschaftlicher in der Herstellung sein kann.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die unter Bezugnahme auf die 4A-4D gezeigten
und beschriebenen äußeren Holme 102 zwar
allgemein C-förmige
Querschnittsflächen
aufweisen, aber eine große
Palette an Geometrien für
Leiterholme in Betracht kommt. Zum Beispiel können die äußeren Holme 102 entweder
im Wesentlichen massiv oder hohl, rechteckig, kreisförmig oder
teilweise kreisförmig sein,
oder die Holme können
die Querschnittsfläche eines
I-Trägers
aufweisen. In solchen Fällen
kann die strukturelle Abstützung 162, 162' komplementär geformt
oder auf andere Weise zur Befestigung an den äußeren Holmen 102 konfiguriert
sein, während
sie immer noch mehrere voneinander beabstandet angeordnete Befestigungspunkte
dazwischen bereitstellt.
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Die 5A und 5B zeigen
einen Scharnierrohling 200 bzw. ein daraus hergestelltes
Scharnierbauteil 220. 5A zeigt
einen Scharnierrohling 200, der bei der Herstellung eines
Scharnierbauteils mit einer Scharnierzunge verwendet wird. Wie in 5A gezeigt,
kann der Scharnierrohling 200 ein Zungensegment 202,
ein erstes Verstärkungssegment 204,
ein Stegsegment 206 und ein zweites Verstärkungssegment 208 aufweisen.
Das erste und das zweite Verstärkungssegment 204 und 208 können wünschenswerterweise
jeweils eine Querschnittsdicke "T" aufweisen, die sich
von der Querschnittsdicke "t" des sich dazwischen
erstreckenden Stegsegments 206 unterscheidet, in diesem
Fall größer ist
als diese. Der Scharnierrohling 200 kann durch ein Verfahren
wie zum Beispiel Extrudieren zum Beispiel aus Aluminium hergestellt
werden.
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Nunmehr
auf 5B Bezug nehmend, wird ein Scharnierbauteil 220 mit
einer Scharnierzunge 222 gezeigt. Das Scharnierbauteil 220 kann
beispielsweise durch Entfernen von geeigneten Teilen des Scharnierrohlings 200 (5A),
einschließlich Formen
von Verriegelungsöffnungen 224,
einer Drehzapfenöffnung 226,
von Befestigungsöffnungen 228 und
von Widerlagerschultern 229, wie unten genauer beschrieben
werden soll, aus dem Scharnierrohling 200 hergestellt werden.
Solch eine Materialabnahme und solch ein Formen des Scharnierbauteils 220 können zum
Beispiel durch maschinelle Bearbeitung, Fräsen, Sägen, Flüssigkeitsstrahlschneiden oder
wie sonst in der Technik bekannt bewerkstelligt werden.
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Der
untere Abschnitt 230 des Scharnierbauteils, der hier auch
als der Holmhalterungsabschnitt bezeichnet wird, ist dazu konfiguriert,
in einem Holmbauteil einer Leiter angeordnet zu werden (siehe zum Beispiel
den inneren Holm 104 der 2, 7A und 7B).
Das Scharnierbauteil 220 kann durch geeignete Verbindungselemente,
wie zum Beispiel in den Befestigungsöffnungen 228 angeordnete
Niete, Bolzen oder Schrauben in Längsrichtung im Holmbauteil
befestigt werden. Wie unten ausführlicher
beschrieben wird, ist der Holmhalterungsabschnitt 230 des
Scharnierbauteils 220 dazu konfiguriert, in ein Holmbauteil
(zum Beispiel einen inneren Holm 104, 7A)
einer Leiter zusammenwirkend und komplementär eingepasst zu werden, so
dass der Außenumfang
des Holmhalterungsabschnitts 230 dem Innenumfang solch
eines Holms im Wesentlichen entspricht und damit verriegelt wird.
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Die 6A und 6B zeigen
einen anderen Scharnierrohling 240 bzw. ein daraus hergestelltes
Scharnierbauteil 242. Zuerst auf 6A Bezug nehmend,
kann der Scharnierrohling 240 ein genutetes Segment 244 enthalten,
das aus einem ersten Plattensegment 246 und einem von dem
ersten Plattensegment 244 beabstandeten und sich im Wesentlichen
parallel zu ihm erstreckenden zweiten Plattensegment 248 besteht.
Der Scharnierrohling 240 enthält weiterhin ein erstes Verstärkungssegment 250, ein
Stegsegment 252 und ein zweites Verstärkungssegment 254.
Das erste und das zweite Verstärkungssegment 250 und 254 weisen
jeweils eine Querschnittsdicke "T" auf, die sich von
der Querschnittsdicke "t" des sich dazwischen
erstreckenden Stegsegments 252 unterscheidet und in diesem
Fall größer ist
als diese. Der Scharnierrohling 240 kann zum Beispiel durch
ein Verfahren wie beispielsweise Extrudieren aus zum Beispiel Aluminium
hergestellt werden.
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Auf 6B Berg
nehmend, kann das Scharnierbauteil 242 durch Entfernen
von geeigneten Teilen des Scharnierrohlings 240 (6A),
einschließlich
Bilden der Scharniernut 260, der Verriegelungsöffnungen 224,
der Drehzapfenöffnungen 226 und der
Befestigungsöffnungen 228,
hergestellt werden, wie unten ausführlicher beschrieben wird.
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Der
untere Abschnitt 262 des Scharnierbauteils, der hier auch
als der Holmhalterungsabschnitt bezeichnet wird, ist dazu konfiguriert,
in einem Holmbauteil einer Leiter angeordnet zu werden (siehe zum Beispiel
den inneren Holm 104 der 2, 7A und 7B).
Das Scharnierbauteil 242 kann durch geeignete Verbindungselemente,
wie zum Beispiel in den Befestigungsöffnungen 228 angeordnete
Niete, Bolzen oder Schrauben in Längsrichtung im Holmbauteil
befestigt werden. Wie unten ausführlicher
beschrieben wird, ist der Holmhalterungsabschnitt 230 des
Scharnierbauteils 220 dazu konfiguriert, in ein Holmbauteil
(zum Beispiel einen inneren Holm 104, 7A)
einer Leiter zusammenwirkend und komplementär eingepasst zu werden, so
dass der Außenumfang
des Holmhalterungsabschnitts 262 dem Innenumfang solch
eines Holms im Wesentlichen entspricht und damit verriegelt wird.
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Wie
zuvor angemerkt, kann die Konfiguration des Scharnierbauteils 242 und
insbesondere der Querschnittsgeometrie des Holmhalterungsabschnitts 262 zur
Erhöhung
der Festigkeit des sich ergebenden Scharniers vorteilhaft sein,
während
sie gleichzeitig das Gesamtgewicht der Leiter verringert. Zum Beispiel
können
das erste und das zweite Verstärkungssegment 250 und 254 ein
zusätzliches
Widerstandsmoment für
erhöhte
Steifigkeit und Festigkeit im Scharnierbauteil 242 bereitstellen.
Wie unten weiter beschrieben, gewährleistet die zusammenwirkende
Verriegelungsbeschaffenheit des Scharnierbauteils 242 mit
einem Holm, an dem er befestigt ist, eine größere Strukturintegrität der sich
ergebenden Leiter.
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Nunmehr
auf 7A Bezug nehmend, wird eine Scharnieranordnung 300 gezeigt.
Die Scharnieranordnung 300 enthält ein in einem ersten inneren
Holm 104 angeordnetes und daran befestigtes erstes Scharnierbauteil 220 und
ein auch in einem inneren Holm 104 angeordnetes und daran
befestigtes zweites Scharnierbauteil 242. Wie oben besprochen, entspricht
der Außenumfang 302 des
Holmhalterungsabschnitts 230 des ersten Scharnierbauteils
im Wesentlichen dem Innenumfang 304 des inneren Holms 104 und
wird zusammenwirkend damit zusammengefügt. Ebenso entspricht der Außenumfang 306 des
Holmhalterungsabschnitts 262 des zweiten Scharnierbauteils
im Wesentlichen dem Innenumfang 308 des inneren Holms 104,
an dem er befestigt ist. Die Scharnierzunge 222 des ersten
Scharnierbauteils 220 passt in die Scharniernut 244 des
zweiten Scharnierbauteils 242 und nimmt diese in Passeingriff.
Ein wählbarer
Scharnierpositionier- und -verriegelungsmechanismus (in 7A nicht
gezeigt) kann in den Drehzapfenöffnungen 226 angeordnet
werden und ermöglicht
eine relative Drehung des ersten Scharnierbauteils 220 und
des zweiten Scharnierbauteils 242 um eine definierte Achse 310, wie
für den
Durchschnittsfachmann offensichtlich ist. Darüber hinaus kann der Scharnierpositionier-
und -verriegelungsmechanismus dazu verwendet werden, die Verriegelungsöffnungen 224 des
ersten und des zweiten Scharnierbauteils 220 und 242 gezielt
in Eingriff zu nehmen und dadurch die Scharnieranordnung 300 in
einer gewünschten
Drehposition gezielt zu verriegeln.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die Konfiguration der Scharnieranordnung 300 mit
den Scharnierbauteilen 220 und 242, die Querschnittsgeometrien
verschiedener Form und Dicke aufweist, die einem inneren Pass-Holm 102 im
Wesentlichen entsprechen, eine effizientere Kraftübertragung
von den inneren Holmen 104 auf die Scharnierbauteile 220 und 242 ermöglicht,
wenn solche Bauteile bezüglich einander
gedreht werden. Ohne die zwischen den Scharnierbauteilen 220 und 242 und
ihren zugehörigen
inneren Holmen 104 erzielte Verriegelungswirkung würde zum
Beispiel eine an eine oder beide der inneren Holme 104 angelegte
Kraft in einem Versuch, eine relative Drehung der Scharnierbauteile 220 und 242 um
die definierte Achse 310 zu bewirken, erfordern, dass die
Kraft durch die Verbindungselemente 130 übertragen
wird. Wenn solche Verbindungselemente 130 wiederholt den
zwischen den inneren Holmen 104 und ihren zugehörigen Holmbauteilen 220 und 242 übertragenen
Kräften
ausgesetzt werden, führt
dies letztendlich zu Ermüdung
und Versagen der Verbindungselemente. Durch direkte Übertragung
der Kraft von den inneren Holmen 104 auf die Scharnierbauteile 220 und 242 aufgrund
ihrer zusammenwirkenden Beziehung wird somit die von den zugehörigen Verbindungselementen 130 erfahrene Belastung
verringert.
-
Kurz
auf 7B Bezug nehmend, wird eine Querschnittsansicht
des in seinem zugehörigen
inneren Holm angebrachten Scharnierbauteils 242 gezeigt.
Der Außenumfang 306 des
Holmhalterungsabschnitts 262 des Scharnierbauteils 242 ist
somit dem Innenumfang 308 des Holms 104 auf verriegelnde Weise
angepasst. Es sei darauf hingewiesen, dass auch andere Querschnittsgeometrien
für Scharnierbauteile
verwendet werden können.
Kurz auf die 5A und 5B zusammen
mit 7B Bezug nehmend brauchen zum Beispiel die Verstärkungsabschnitte 250 und 254 des
zweiten Scharnierbauteils 242 keine im Wesentlichen kreisförmige Querschnittsgeometrie
aufzuweisen. Darüber
hinaus braucht der erste Verstärkungsabschnitt 250 nicht
die gleiche Querschnittsgeometrie wie der zweite Verstärkungsabschnitt 254 aufzuweisen.
Des Weiteren braucht der Stegabschnitt 252 keine Fläche aufzuweisen,
die im Wesentlichen tangential zu einer Fläche jedes Verstärkungsabschnitts 250 und 254 verläuft. Bei
einer beispielhaften Ausführungsform
kann der Stegabschnitt 252 stattdessen so konfiguriert sein,
dass er sich von jedem Verstärkungsabschnitt 250 und 254 in
einer im Wesentlichen radialen Beziehung dazu erstreckt und somit
eine hantelartige Geometrie bildet. In jedem Fall kann die innere
Querschnittsgeometrie des Holms 104 so bemessen und konfiguriert
sein, dass sie der Querschnittsgeometrie des Holmhalterungsabschnitts 262 des
Scharnierbauteils im Wesentlichen entspricht und zusammenwirkend
damit zusammenpasst.
-
Kurz
auf 2 Bezug nehmend, besteht ein anderer Vorteil solcher
Querschnittsgeometrien mit einem im Verhältnis dünneren Stegsegment 206, 252 in
dem Vermögen,
eine innere Sprosse 110 durch Verstemmen an einem inneren
Holm 104 zu befestigen, wie in der US-Anmeldung Nr. 10/117,767
offenbart, während
zwischen der Verstemmung und den Hülsen 106 und/oder
den äußeren Holmen 102,
die sich relativ dazu verschieben, ein ausreichender Abstand aufrechterhalten
wird. Ohne einen solchen Abstand muss die Querschnittsgeometrie
der Hülsen und/oder
der äußeren Holme 102 möglicherweise
so modifiziert werden, dass sie die Verbindung zwischen der inneren
Sprosse 110 und dem inneren Holm 104 nicht störend beeinflusst.
-
Wieder
auf 7A Bezug nehmend, kann die Scharnieranordnung 300 weiterhin
einen Einklemmschutzmechanismus enthalten. Bei der in 7A gezeigten
Ausführungsform
kann der Einklemmschutzmechanismus ein vorbelastetes vorragendes
Glied 350 enthalten, das in einem oder mehreren der strukturellen
Verstärkungsglieder
(zum Beispiel 208, 250, 254 der 5A und 5B)
der Scharnierbauteile 220 und 242 funktionell
angeordnet ist. Wie in 7C gezeigt, kann der Einklemmschutzmechanismus
ein Vorbelastungsglied 352, wie zum Beispiel eine Schraubenfeder,
aufweisen, die in einem Verstärkungsglied 208 eines
Scharnierbauteils 220 angeordnet ist, wobei das Vorbelastungsglied 352 ein
unteres Ende aufweist, das an einem ersten Anschlagglied 354 befestigt
ist oder daran anstößt. Das
Anschlagglied 354 kann zum Beispiel eine Stellschraube,
einen eingekerbten Teil des Verstärkungsglieds 208,
eine maschinell bearbeitete Schulter im Verstärkungsglied oder eine andere ähnliche Struktur
enthalten, wie für
den Durchschnittsfachmann auf der Hand liegt. Das vorragende Glied 350 kann
im Verstärkungsglied 208 so
angeordnet und vorbelastet sein, dass es aus dem oberen Ende 356 des
Verstärkungsglieds 208 ragt.
Ein anderes Anschlagglied 358 kann dazu verwendet werden,
den Längshub
des vorragenden Glieds 350 zu begrenzen, so dass mindestens
ein Teil davon im Verstärkungsglied 208 bleibt.
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Nunmehr
auf 7D Bezug nehmend, wird die Scharnieranordnung 300 in
einer gedrehten Position gezeigt, die sich zwischen einer ersten
Verriegelungsposition (wie zum Beispiel für eine verstaute oder eine
Stufenleiter-Konfiguration) und einer zweiten Verriegelungsposition,
die hier auch als die geschlossene Position bezeichnet wird (wie
zum Beispiel für
eine Konfiguration einer geraden Leiter oder einer Ausziehleiter)
befindet. Wie oben besprochen, kann ein wählbarer Scharnierpositionier-
und -verriegelungsmechanismus 360 dazu verwendet werden, eine
relative Drehung des ersten Scharnierbauteils 220 und des
zweiten Scharnierbauteils 242 um eine gemeinsame Achse
sowie zum Verriegeln der Scharnierbauteile 220 und 242 in
einer gewünschten
Position bezüglich
einander zu ermöglichen.
-
Wenn
das erste und das zweite Scharnierbauteil 220 und 242 in
Anlage aneinander gedreht werden (das heißt siehe 7E),
treten die vorbelasteten vorragenden Glieder 350 zuerst
miteinander in Kontakt. Der Kontakt oder der bevorstehende Kontakt
der beiden vorbelasteten vorragenden Glieder 350 stellt
für den
Benutzer der Leiter eine Warnung dar. Zum Beispiel können die
beiden vorbelasteten vorragenden Glieder 350 die Hand oder
die Finger eines Benutzers berühren
und darauf eine geringe Kraft ausüben, die durch die Vorbelastungsglieder 352 (7C)
bewirkt werden, um den Benutzer davor zu warnen, dass sich die Scharnieranordnung 300 in
eine geschlossene Position dreht. Solch eine Warnung gestattet es
dem Benutzer, seine Hand oder seine Finger wegzuziehen, bevor die
Scharnieranordnung ihre Drehung in die geschlossene Position beendet.
In Abhängigkeit
von der durch die Vorbelastungsglieder 352 zur Verfügung gestellten
Kraft (siehe 7C) kann darüber hinaus, sobald die beiden
vorbelasteten vorragenden Glieder 350 erstmals aneinander
anstoßen,
eine zusätzliche
Kraft erforderlich sein, um die Drehung der Scharnierbauteile 220 und 242 in
die geschlossene Position zu bewirken.
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Obgleich
die in den 7A und 7D gezeigte
Ausführungsform
unter Bezugnahme auf zwei einander gegenüberliegende vorragende Glieder 350 beschrieben
worden ist, die sich in und aus Anlagekontakt miteinander drehen,
sei darauf hingewiesen, dass auch ein einzelnes vorbelastetes vorragendes Glied 350 für eine gegebene
Scharnieranordnung 300 verwendet werden kann. Das vorbelastete
vorragende Glied 350 kann dazu angeordnet und konfiguriert
sein, sich in und aus Anlage mit einer definierten Fläche oder
einem lasttragenden Element des gegenüberliegenden Scharnierbauteils
zu drehen, wie für
einen Durchschnittsfachmann offensichtlich ist.
-
Nunmehr
auf 7E Bezug nehmend, wird die Scharnieranordnung 300 in
einer geschlossenen Position und in einer umgekehrten Ansicht bezüglich der
in 7D gezeigten Ansicht gezeigt. Es sei darauf hingewiesen,
dass die in 7E dargestellte Ansicht eine
umgekehrte Ansicht der Scharnierbauteile 220 und 242 bezüglich dem
in 7D gezeigten ist und somit der Drehzapfen 360 und
die Verriegelungsstifte 362 des wählbaren Scharnierpositionier-
und -verriegelungsmechanismus zu sehen sind. Bei Drehung der Scharnieranordnung 300 in
die geschlossene Position werden die vorbelasteten vorragenden Glieder 350 (siehe 7D)
in den Verstärkungsgliedern 208 und 254 ihrer
jeweiligen Scharnierbauteile 220 und 242 in Längsrichtung
verschoben. Bei Drehung der Scharnieranordnung 300 aus
der geschlossenen Position erstrecken sich die vorbelasteten vorragenden
Glieder 350 wieder aus ihren jeweiligen Scharnierbauteilen 220 und 242,
wie in den 7A und 7D gezeigt.
-
Kurz
auf die 7A, 7D und 7E Bezug
nehmend, wird ein anderes Merkmal der vorliegenden Erfindung gezeigt.
Die Anlageschultern 229 des ersten Scharnierbauteils 220 sind
jeweils so geformt und konfiguriert, dass sie eine der lateral beabstandeten
Platten, die die Zungennut 260 definieren, anstoßend in
Eingriff nehmen, wenn die Scharnieranordnung in die geschlossene
Position (das heißt
die in 7E gezeigte) gedreht wird. Wenn sich
die Scharnieranordnung in der geschlossenen Position befindet, wie
zum Beispiel für
die Konfiguration einer geraden oder Ausziehleiter, werden somit an
die Leiter angelegte Lasten zwischen dem Anlagekontakt der beiden
Scharnierbauteile 220 und 242, einschließlich dem
komplementären
und zusammenwirkenden Anlagekontakt der Anlageschultern 229 des
ersten Scharnierbauteils 220 mit den lateral beabstandeten
Platten der Zungennut 260, direkt übertragen. Des Weiteren ermöglicht solch
eine Konfiguration die direkte Kraftübertragung zwischen den Verstärkungsgliedern 204 und 208 des
ersten Scharnierbauteils 220 und den Verstärkungsgliedern 250 und 254 des
zweiten Scharnierbauteils 242. Somit wirken das erste Scharnierbauteil 220 und
das zweite Scharnierbauteil 242 praktisch als ein einziger
durchgehender Träger
oder eine einzige durchgehende Säule,
wenn sie in der geschlossenen Position angeordnet sind. Dies steht
im Gegensatz zu Mechanismen nach dem Stand der Technik, bei denen
Belastungen allein durch Verriegelungsstifte 364 (siehe 7E) übertragen
wurden.
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Obgleich
die vorhergehende Beschreibung viele Einzelheiten enthält, sollte
diese nicht als den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung einschränkend ausgelegt
werden, sondern lediglich als Veranschaulichung einiger beispielhafter
Ausführungsformen.
Obgleich beispielhafte Materialien bezüglich der Konstruktion der
verschiedenen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung besprochen worden sind, sei darauf hingewiesen,
dass verschiedene Leiterkomponenten (zum Beispiel Holme, Sprossen,
Scharnierglieder usw.) aus zahlreichen Materialien, darunter zum
Beispiel Holz, Metalle, Metalllegierungen, faserverstärkte Verbundmaterialien oder
einer Kombination daraus, hergestellt werden können.
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Ebenso
können
auch andere Ausführungsformen
der Erfindung konzipiert werden, die nicht von dem in den angehängten Ansprüchen definierten Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung abweichen. Alle Zusätze, Auslassungen und Modifikationen
der Erfindung, wie sie hier offenbart wird, die unter die Bedeutung
und in den Schutzbereich der Ansprüche fallen, sollen hiermit
umfasst werden.