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GEBIET DER TECHNIK
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Tür, die dazu bestimmt ist, zwischen
ein Cockpit und eine Kabine eines Luftfahrzeugs eingefügt zu werden,
sowie auf ein Türsystem,
das aus einer solchen Tür
und einem zugeordneten Türrahmen
besteht.
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STAND DER TECHNIK
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Auf
diesem technischen Gebiet ist eine herkömmliche Tür bekannt, die das Cockpit
und die Kabine eines Luftfahrzeugs trennt, wobei diese Tür für gewöhnlich über eine
relativ einfache Konzeption verfügt
und eine Cockpitseite und eine Kabinenseite aufweist, die jeweils
zum Cockpit bzw. zur Kabine des Luftfahrzeugs hin ausgerichtet sind,
wenn die Tür eine
Schließposition
einnimmt.
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Typischerweise
ist die Tür
an einem Türrahmen
so angebracht, dass sie sich zur Cockpitseite hin ebenso wie zur
Kabinenseite hin öffnen
lassen kann. Auf diese Weise kann, wenn ein Druckabfall im Cockpit
oder in der Kabine des Luftfahrzeugs vorkommt, die Tür jeweils
zur Cockpit- bzw. zur Kabinenseite hin geöffnet werden, um einen Luftaustausch zwischen
diesen beiden Abteilen zu erzeugen. Außerdem ist anzumerken, dass
diese doppelte Öffnungsmöglichkeit
der Tür
allgemein einen Zwischenraumn zwischen der Tür und seinem zugeordneten Türrahmen
entstehen lässt.
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Um
den Unsicherheits- und Terrorismusproblemen an Bord von Luftfahrzeugen
zu entgegnen, und insbesondere im Hinblick auf den Schutz des im Cockpit
fliegenden Personals, sind mehrere Maßnahmen in Betracht gezogen
worden, um das zwischen das Cockpit und die Kabine eingefügte Türsystem
zu verstärken.
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Unter
diesen Maßnahmen
ist insbesondere diejenige bezüglich
der Eliminierung des zwischen der Tür und seinem zugeordneten Türrahmen
bestehenden Zwischenraums anzuführen, und
zwar im Hinblick darauf, zu vermeiden, dass Kugeln von der Kabine
zum Cockpit des Luftfahrzeugs über
den Zwischenraum abgeschossen werden. Es ist auch darauf hinzuweisen,
dass andere Maßnahmen
vorgeschlagen wurden, wie z.B. die, die darauf abzielt, die Struktur
der Tür
und seines zugeordneten Türrahmens
zu verstärken,
um diese Elemente insgesamt kugelsicher sowie gegenüber einem
Eindringen widerstandsfähig
zu machen, oder hinsichtlich der Verriegelung der Tür in ihrem
zugeordneten Türrahmen während der
gesamten Dauer des Flugs des Luftfahrzeugs.
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In
diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass eine einfache Art und Weise
der Beseitigung des ursprünglich
zwischen der Tür
und ihrem zugeordneten Türrahmen
vorgesehenen Zwischenraums darin besteht, letzteren so zu konzipieren,
dass er teilweise eine der beiden Seiten der Tür bedeckt. In diesem Fall wird
vorzugsweise die Kabinenseite gewählt, so dass die zwischen dieser
Tür und
dem Türrahmen
befindlichen Scharniere von der Kabine des Luftfahrzeugs aus nicht
zugänglich
sind, und zwar wiederum aus Sicherheitsgründen.
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Bei
einer solchen Konfiguration kann die Tür, wenn es zu einem Druckabfall
in der Kabine des Luftfahrzeugs kommt, nicht zur Seite der Kabine
hin geöffnet
werden, und es kann kein Luftstrom zwischen dem Cockpit und der
Kabine über
den Türrahmen durchströmen.
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Außerdem ist
anzumerken, dass auch dann, wenn die Belüftungs- bzw. Ventilationsflächen (aus dem
Englischen "venting
areas") zwischen
dem Cockpit und der Kabine vorgesehen sein können, um eine permanente Belüftung zwischen
diesen beiden Abteilen des Luftfahrzeugs zu gewährleisten, die beschränkte Anzahl
von verfügbaren
Stellen im Cockpit nicht genügt,
um diese Belüftungsflächen bzw.
Ventilationsflächen
aufzunehmen, um eine zufriedenstellende Ventilation sicherzustellen,
die den reglementierten Ansprüchen
genügen,
die mit einem Druckabfall der Kabine des Luftfahrzeugs verbunden
sind.
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Außer der
Einhaltung der Regelanforderungen ist anzumerken, dass eine zu schwache
Ventilation zwischen dem Cockpit und der Kabine leicht dazu führen könnte, dass
das Öffnen
dieser Tür
unmöglich
ist und damit das im Inneren des Cockpits fliegende Personal aufgrund
des Druckunterschieds, der auf beiden Seiten der Tür anliegt,
blockiert ist. Schließlich
wird darauf hingewiesen, dass ein erhöhter Druckunterschied auch
erhebliche materielle Schäden
hervorrufen könnte,
die bis zu einem Verlust des Luftfahrzeugs und/oder zu Verletzungen
der Passagiere dieses Luftfahrzeugs führen könnten.
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Aus
dem Stand der Technik ist auch der Artikel von Guy Norris "Decompression is
main hordle in bid to design secure cockpit door", erschienen in der Nr. 4802 von Flight
International, auf dem der Oberbegriff des Anspruchs 1 beruht, bekannt.
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ABRISS DER ERFINDUNG
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Aufgabe
der Erfindung ist es also, eine Tür vorzuschlagen, die zum Einfügen zwischen
ein Cockpit und eine Kabine eines Luftfahrzeugs bestimmt ist, wobei
die Tür
zumindest teilweise die oben genannten Nachteile bezüglich den
Ausführungen
nach dem Stand der Technik beseitigt.
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Genauer
gesagt ist die Aufgabe der Erfindung, eine Tür bereitzustellen, deren Konzipierung mit
den vorher genannten Maßnahmen
kompatibel ist, die auf eine verbesserte Sicherheit des Flugpersonals,
das sich im Cockpit befindet, abzielt, und gleichzeitig in der Lage
ist, einen Druckabfall, der im Inneren des Luftfahrzeugs auftritt,
und insbesondere einen Druckabfall, der in der Kabine dieses Luftfahrzeugs
vorkommt, entgegenzuwirken.
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Übrigens
ist es auch Aufgabe der Erfindung, ein Türsystem vorzuschlagen, das
zwischen ein Cockpit und eine Kabine eines Luftfahrzeugs einzufügen ist,
wobei das System einen Türrahmen
sowie eine Tür
umfasst, welche die oben angegebenen Aufgaben erfüllen.
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Hierzu
ist Gegenstand der Erfindung derjenige des beigefügten Anspruchs
1.
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Vorteilhafterweise
ist die Konzeption der Tür gemäß der Erfindung
geeignet, einem im Inneren des Luftfahrzeugs auftretenden Druckabfall
entgegenzuwirken, und insbesondere einem Druckabfall, der in der
Kabine dieses Luftfahrzeugs auftritt, auch wenn die Tür an einem
zugeordneten Türrahmen
derart angebracht ist, dass sie sich nur zur Cockpitseite hin öffnen kann.
Der an der Tür
vorgesehene Türflügel kann
nämlich
automatisch entriegelt werden, wenn der Luftdruckunterschied, der
auf jede Seite der Tür einwirkt, über einem
vorbestimmten Wert liegt, wobei dieser vorbestimmte Wert vorteilhafterweise
einem Wert entsprechen kann, der einen erheblichen Druckabfall in
der Kabine des Luftfahrzeugs wiedergibt.
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Wenn
der Türflügel entriegelt
ist, öffnet
er sich zur Kabinenseite der Tür
hin, um den Durchgang durch diese Tür freizugeben und infolgedessen
einen Luftstrom zwischen dem Cockpit und der Kabine des Luftfahrzeugs
zu erzeugen.
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Auf
diese Weise kann die Tür
gemäß der Erfindung
eine Ventilation sicherstellen, die voll und ganz den Anforderungen
der mit dem Druckabfall in der Kabine des Luftfahrzeugs verbundenen
Regelungen entspricht und gleichzeitig mit den vorgenannten Maßnahmen
kompatibel ist, welche darauf abziehen, die Sicherheit des im Cockpit
fliegenden Personals zu verbessern, insbesondere bezüglich der
Beseitigung des Zwischenraums zwischen der Tür und deren zugeordneten Türrahmen,
was dazu führen könnte, ein Öffnen dieser
Tür zur
Kabinenseite hin unmöglich
zu machen.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass in dem nicht einschränkenden
Fall, in dem die Tür
gemäß der Erfindung
tatsächlich
dazu bestimmt ist, auf einem Türrahmen
angebracht zu werden, der derart angeordnet ist, dass er sich lediglich
zur Cockpitseite hin öffnen
kann, können
die Anforderungen der Regelungen hinsichtlich dem Fall des Druckabfalls,
der im Cockpit des Luftfahrzeugs vorkommt, einfach erfüllt werden, indem
das Öffnen
dieser Tür
zur Cockpitseite hin ermöglicht
wird.
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So
sind bei einer solchen Tür
gemäß der Erfindung
die Risiken des Verlusts des Luftfahrzeugs und/oder der Verletzung
der Insassen dieses Luftfahrzeugs vorteilhafterweise stark reduziert.
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Übrigens
wird, wie dies vorstehend angegeben ist, wenn der Luftdruckunterschied,
der auf beide Seiten der Tür
einwirkt, über
einem vorbestimmten Wert liegt, d.h. wenn der Unterschied zwischen
dem im Inneren des Cockpits herrschenden Druck und dem im Inneren
der Kabine des Luftfahrzeugs herrschenden Innendruck über diesem
Wert liegt, der Türflügel, der
den durch die Tür
vorgesehenen Durchgang verschließt, automatisch entriegelt.
In diesem Zusammenhang kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass diese
vorbestimmte Größe derart ist,
dass sie an dem Türflügel eine
ausreichende Kraft erzeugt, um ein automatisches Öffnen des
entriegelten Türflügels zu
der Kabinenseite hin hervorzurufen. Anders ausgedrückt kann
der entriegelte Türflügel automatisch
unter der Einwirkung einer Kraft geöffnet werden, die sich direkt
aus dem auf beiden Seiten des Türflügels herrschenden
Druckunterschied ergibt.
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Selbstverständlich können alternative
Lösungen
in Betracht gezogen werden, um das Öffnen des entriegelten Türflügels zu
bewerkstelligen. Zu diesem Zweck kann ein herkömmlicher Federmechanismus des
Typs genannt werden, der unter Spannung gehalten wird, wenn der
Türflügel in einer
Verschlussposition des Durchgangs verriegelt ist, und der seine
Energie freigeben kann, sobald der Türflügel entriegelt wird, um ein
schnelles Öffnen
dieses Türflügels zur
Kabinenseite hin zu bewirken. Andererseits ist es natürlich auch
möglich,
das Öffnen
des entriegelten Türflügels manuell
von der Innenseite des Cockpits des Luftfahrzeugs aus vorzunehmen.
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Außerdem ist
der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus des Türflügels am
Flügel
der Tür angebracht.
Auf diese Weise können
der Türflügel und
sein Verriegelungs-/Entriegelungs mechanismus gemeinsam hergestellt
werden, unabhängig
vom Rest der Tür,
der von einem Türhauptkörper gebildet wird,
der mit dem Durchgang versehen ist.
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Andererseits
ist anzumerken, dass mehrere Typen von Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismen
vorgesehen sein können,
um den Flügel
der Tür damit
auszustatten, sofern sie in der Lage sind, einerseits die Funktion
des Verriegelns des Türflügels zu erfüllen, d.h.
das Halten dieses Flügels
an der Tür mittels
eines Schlosses sicherstellen zu können, und andererseits die
automatische Entriegelungsfunktion dieses Flügels zu bewerkstelligen, wenn
der Unterschied zwischen dem an der Cockpitseite anliegenden Luftdruck
und dem an der Kabinenseite anliegenden Luftdruck über einem
vorbestimmten Wert liegt.
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Genauer
gesagt ist der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus, der dazu
vorgesehen ist, mit dem Türflügel gekoppelt
zu werden, vom Typ eines pneumatischen Mechanismus, der keine Komponente
aufweist, die eine elektrische Versorgung erfordern würde. Ein
solcher pneumatischer Mechanismus ist nämlich so konzipiert, dass er
ein automatisches Entriegeln des Türflügels unter der Einwirkung einer
einfachen Kraft erzeugt, die von dem Luftdruckunterschied bewirkt
wird, der auf jede Seite der Tür einwirkt.
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Hierzu
umfasst der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus des Türflügels:
- – einen
Sekundärflügel mit
einer ersten und einer zweiten Oberfläche, wobei die erste Oberfläche dem
Cockpitdruck ausgesetzt ist,
- – eine
Membran, die eine Kammer festlegt und mit einem ersten und einem
zweiten Ende versehen ist, wobei das erste Ende mit der zweiten
Oberfläche
des Sekundärflügels einstückig bzw.
fest verbunden ist, und das zweite Ende mit einem Abschnitt des
mit mindestens einem Durchgangsloch versehenen Türflügels einstückig bzw. fest verbunden ist,
so dass mindestens ein Teil der zweiten Oberfläche des Sekundärflügels dem
Kabinendruck ausgesetzt ist, und
- – Bewegungsübertragungsmittel,
die einerseits mit dem Sekundärflügel verbunden
sind, der in Bewegung gesetzt werden kann, wenn der Cockpitdruck
und der Kabinendruck sich unterscheiden, und andererseits mit mindestens
einem Verriegelungselement, das zum Zusammenwirken mit einem an
der Tür
vorgesehenen und den Durchgang festlegenden Türflügelrahmen bestimmt ist.
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Bei
einer solchen Anordnung kann aufgrund der verschiedenen Drücke, die
auf die entgegengesetzten Oberflächen
des Sekundärflügels einwirken, letzterer
tatsächlich
in Bewegung gesetzt werden und diese Bewegung auf ein oder mehrere Schloss/Schlösser übertragen,
welche(s) den Türflügel in einer
verriegelten Verschlussposition des Durchgangs halten, damit diese(s)
Schloss/Schlösser
den Rahmen des Türflügels freigeben
und dabei ein Öffnen
des Türflügels gestatten.
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Vorzugsweise
umfasst der Sekundärflügel ein
oberes Ende und ein unteres Ende, wobei das untere Ende auf gelenkige
Weise mit dem Türflügel verbunden
ist, und das obere Ende auf gelenkige Weise mit den Bewegungsübertragungsmitteln
verbunden ist. Bei dieser Konfiguration ist, wenn der Cockpitdruck
größer wird
als der Kabinendruck, der Sekundärflügel in der
Lage, um sein unteres Ende herum zu schwenken. Hierbei kann vorgesehen
sein, dass für jedes
Verriegelungselement des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
die Bewegungsübertragungsmittel
umfassen:
- – eine
Kurbel mit einem ersten und einem zweiten Ende, wobei das erste
Ende auf gelenkige Weise mit dem oberen Ende des Sekundärflügels verbunden
ist, und
- – eine Übertragungs-Gleitstange
mit einem ersten und einem zweiten Ende, wobei das erste Ende auf
gelenkige Weise mit dem zweiten Ende der Kurbel verbunden ist, und
das zweite Ende mit dem Verriegelungselement fest verbunden ist.
So wird bei einer Schwenkbewegung des Sekundärflügels, der einen Unterschied
zwischen dem Cockpitdruck und dem Kabinendruck wiedergibt, diese
Bewegung mit Hilfe einfacher und kostengünstiger Mittel in ein Gleiten
des Verriegelungs elements des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
umgewandelt.
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In
dieser Hinsicht ist anzumerken, dass für jedes Verriegelungselement
des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus die Bewegungsübertragungsmittel
auch eine Führungshülse umfassen
können,
die mit dem Türflügel der
Tür fest
verbunden ist und in deren Innerem die Übertragungsstange gleiten kann.
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Vorzugsweise
ist jedes Verriegelungselement des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
einstückig
bzw. fest verbunden mit einem Hebel, der betätigt werden kann, um auf den
Türflügel manuell
zu entriegeln, wobei eine Rückholfeder
des Verriegelungselements zwischen dem Hebel und der Führungshülse der
Bewegungsübertragungsmittel angeordnet
ist.
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Die
Möglichkeit,
den Türflügel zu entriegeln und
dann einfach und manuell vom Inneren des Cockpits des Luftfahrzeugs
aus zu öffnen,
gestattet eine Evakuierung des sich im Cockpit befindlichen Flugpersonals
beispielsweise infolge eines Unfalls, der zur Blockierung der Tür in einer
Schließposition geführt hat,
durchzuführen.
Natürlich
ist anzumerken, dass der Durchgang eine ausreichende Dimension aufweist,
um ein Evakuieren des Personals durch den Durchgang zu ermöglichen.
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Auch
wenn der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus des Türflügels auf
der Cockpitseite der Tür
angeordnet ist und damit den Passagieren in der Kabine des Luftfahrzeugs
unzugänglich
ist, kann es vorkommen, dass Personen wie Terroristen, die illegal
in das Cockpit des Luftfahrzeugs eindringen wollen, Kugeln auf die
zwischen das Cockpit und die Kabine eingefügte Tür abfeuern oder eine Masse auf
diese schleudern, insbesondere auf den Türflügel selbst. Diese Aktionen,
die von der Kabine des Luftfahrzeugs aus erfolgen können, könnten zu
einem Entriegeln des Türflügels führen, beispielsweise
aufgrund einer Bewegung des Sekundärflügels, der nicht aufgrund eines
Druckunterschieds erfolgt, der auf beiden Seiten der Tür herrscht,
sondern infolge einer von dem Auftreffen von Kugeln oder der Masse auf
diese Tür
erzeugten Beschleunigung.
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Um
dieser Eventualität
zu entgegnen, die als Konsequenz haben könnte, dass den Terroristen
das Eindringen ins Cockpit des Luftfahrzeugs ermöglicht wird, verfügt das im
Cockpit befindliche Flugpersonal über die Möglichkeit, den/die Hebel zu
halten, um manuell das/die zugeordnete(n) Verriegelungselement(e)
in einer Verriegelungsposition zu halten und so das Entriegeln und
das Öffnen
des Türflügels zu verhindern. Übrigens
könnte
in einem solchen Fall eine geeignete Konzeption des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
dem Flugpersonal auch die Möglichkeit
bieten, den/die Hebel so schwenken zu lassen, dass diese in ihrer
Fortbewegung in bezug auf den Türflügel blockiert
werden und infolgedessen jegliches Gleiten der Verriegelungslemente
verhindern, an denen sie jeweils angebracht sind.
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Es
ist aber trotzdem auch möglich,
Mittel hinzuzufügen,
die dazu vorgesehen sind, die Entriegelungsrisiken des Türflügels infolge
des Auftreffens von Kugeln oder einer Masse auf die Tür zu verringern,
was keine Intervention seitens des im Inneren des Cockpits befindlichen
Personals erfordert.
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Im
Hinblick darauf können
für jedes
Verriegelungselement des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
die Bewegungsübertragungsmittel
Anti-Beschleunigungsmittel umfassen, die dazu bestimmt sind, die
Bewegung der Übertragungsstange anzuhalten,
wenn diese eine Bewegung mit einer Geschwindigkeit über einer
vorbestimmten Geschwindigkeit ausführt, und damit die Bewegung
der gesamten Elemente des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
anzuhalten. Diese Anti-Beschleunigungsmittel, welche die Blockierung
der Übertragungsstange
auslösen,
sind selbstverständlich
einfach bei der manuellen Betätigung
des/der Hebel vom Inneren des Cockpits aus außer Kraft setzbar. Außerdem bleiben
die Anti-Beschleunigungsmittel funktionslos, wenn die Übertragungsstange
eine langsame Relativbewegung mit einer geringeren Geschwindigkeit als
der vorbestimmten Geschwindigkeit vollführt, wie es z.B. bei einem
Druckabfall der Kabine des Luftfahrzeugs vorkommt, oder bei starken
Turbulenzen im Flug.
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Übrigens
besteht eine alternative Lösung
zu der oben beschriebenen, die es ebenfalls gestattet, die Risiken
der Entriegelung des Türflügels infolge des
Auftreffens von Kugeln oder einer Masse auf die Tür zu reduzieren,
darin, für
jedes Verriegelungselement des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
Bewegungsübertragungsmittel
vorzusehen, die auch Anschlagmittel aufweisen, die mit einer inerten Masse
versehen sind, welche sich automatisch von einer Rückzugsposition
zu einer Anschlagposition infolge eines auf die Tür einwirkenden
Stoßes
bewegen kann, dessen Intensität
größer oder
gleich einer vorbestimmten Intensität ist, um einen Anschlag für ein mit
dem Verriegelungselement fest verbundenes Arretierelement zu bilden.
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So
löst bei
einer solchen Anordnung die Blockierung des Arretierelements gleichzeitig
die Blockierung des Verriegelungselements aus, so dass der Türflügel nicht
entriegelt werden kann.
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Im
Hinblick darauf ist anzumerken, dass die Anschlagmittel funktionslos
bleiben, wenn die inerte Masse einer Beschleunigung ausgesetzt ist,
die unter der Beschleunigung liegt, die durch einen Stoß mit gleicher
Intensität
wie der vorbestimten Intensität hervorgerufen
wird, wobei eine solche Beschleunigung insbesondere bei starken
Turbulenzen im Flug auftreten kann.
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Wiederum
mit der gleichen Zielsetzung kann auch vorgesehen sein, dass der
Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus ein Ausgleichssystem des Sekundärflügels aufweist,
wobei das Ausgleichssystem so konzipiert ist, dass es infolge eines
an der Tür und
insbesondere am Türflügel dieser
Tür auftretenden
Stoßes
jegliche Bewegung des Sekundärflügels unterbindet,
der das Entriegeln dieses Türflügels hervorrufen
könnte.
Natürlich
ist die Ausgleichsvorrichtung so konzipiert, dass sie das von dem
Sekundärflügel übertragene
Triebwerkmoment unter der durch den auf die Tür einwirkenden Stoß empfangenen
Beschleunigung ausgleicht.
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Vorzugsweise
ist der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus von einer Schutzkappe
geschützt,
die auf der Cockpitseite an dem Flügel der Tür angebracht ist und sich nicht
dem Druckausgleich widersetzt, wobei diese Haube beispielsweise die
Form eines Grills annehmen kann. Bei einer solchen Anordnung ist
die Gesamtheit der Elemente des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
vor eventuellen Stößen geschützt, die
bei Wartungsvorgängen
auftreten können,
oder beim Eintritt des Flugpersonals in das Cockpit. Natürlich ist/sind
der/die Hebel so angeordnet, dass sie von dieser Schutzhaube vorstehen,
damit das Personal leicht Zugang hierzu hat.
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Außerdem ist
der Abschnitt des Türflügels, der
mit mindestens einem Durchgangsloch versehen ist, mit einem Filter
bedeckt, das auf der Kabinenseite der Tür angeordnet ist und die Stelle
jeder Öffnung abdeckt,
wobei das Filter durch ein am Türflügel angebrachtes
kugelsicheres Schutzgitter gegen den Türflügel gehalten wird. Auf diese
Weise können
die sich in der Kabine des Luftfahrzeugs befindlichen Personen die
eingebrachte(n) Öffnung(en)
nicht wahrnehmen. Außerdem
ist anzumerken, dass das vorgesehene Filter auf vorteilhafte Weise
verhindert, dass sich diese Öffnungen
durch Staubteile zusetzen, wobei das Zusetzen einer oder mehrerer
dieser Öffnungen
eine Fehlfunktion des Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus des
Türflügels zur
Folge haben kann.
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Übrigens
ist im Hinblick auf eine bessere Sicherheit des im Cockpit des Luftfahrzeugs
befindlichen Flugpersonals das kugelsichere Schutzgitter an dem
Türflügel mit
Hilfe mehrerer Splinte angebracht, welche den Türflügel durchsetzen und nur von
der Cockpitseite der Tür
her demontierbar sind.
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Vorzugsweise
umfasst der Türflügel einen unteren
Abschnitt, der mit Schwenkhaken versehen ist, die einerseits dazu
vorgesehen sind, den Türflügel in einer
Verschlussposition des Durchgangs zu halten, wenn er verriegelt
ist, und andererseits ein Schwenken des Türflügels zur Kabinenseite hin gestatten,
wenn dieser entriegelt ist.
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Andererseits
kann der Türflügel einen
oberen Abschnitt aufweisen, der mit Rückhaltemitteln des Türflügels im
Durchgang versehen ist, wobei diese Rückhaltemittel vorzugsweise
von mindestens einem Kugelstößel gebildet
sind, der mit dem an der Tür
vorgesehenen Flügelrahmen
zusammenwirken kann. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass
die Rückhaltemittel
es ermöglichen,
ein Schwenken des Türflügels zu
unterbinden, wenn der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus versehentlich
betätigt
worden ist, und nicht infolge eines Luftdruckunterschieds, der ein
automatisches Entriegeln des Türflügels bewirkt
hat. So ist es mit der Hinzufügung
solcher Mittel nunmehr notwendig, einen bestimmten Kräftepegel
einwirken zu lassen, um das Öffnen
des entriegelten Türflügels zu
bewirken. Es ist anzumerken, dass dieser Kräftepegel natürlich derart festgelegt
ist, dass er strikt unter jeglicher Krafteinwirkung liegt, die auf
den Türflügel und
dessen zugeordneten Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus einwirkt,
welcher aus einem Druckunterschied resultiert, der zum automatischen
Entriegeln des Türflügels geführt hat.
Auf diese Weise wird auch in dem Fall, in dem diese Rückhaltemittel
zwischen dem Türflügelrahmen
und dem Türflügel installiert
sind, sobald der Türflügel entriegelt
ist, letzterer automatisch zur Kabinenseite des Luftfahrzeugs hin
geöffnet.
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Wie
oben erwähnt
wurde, umfasst die Tür vorzugsweise
einen Tür-Hauptkörper sowie
einen Türflügel, der
an dem Tür-Hauptkörper angebracht werden
kann, um den Durchgang zu verschließen, wobei der mit dem Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
versehene Türflügel integral
von dem Türhauptkörper abnehmbar
ist. Vorteilhafterweise können
die Montage- und Demontagevorgänge
des mit seinem zugeordneten Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus
versehenen Türflügels rasch
und ohne Werkzeug durchgeführt
werden.
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Um über eine
noch besser gesicherte Tür
für das
Flugpersonal zu verfügen,
kann der Hauptkörper der
Tür und
der Türflügel aus
einem kugelsicheren Material hergestellt sein.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist auch ein Türsystem, das zum Einfügen zwischen
einem Cockpit und einer Kabine eines Luftfahrzeugs bestimmt ist,
wobei das System einen Türrahmen
sowie eine Tür
umfasst, die über
eine Cockpitseite und eine Kabinenseite verfügt, wobei der Türrahmen
teilweise die Kabinenseite der Tür
bedecken kann und ein Öffnen
dieser Tür
nur zur Cockpitseite hin zulässt.
Gemäß der Erfindung
ist die Tür
eine Tür
der Art, wie sie auch Gegenstand der Erfindung ist und vorstehend beschrieben
ist.
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Weitere
Vorteile und Eigenschaften der Erfindung gehen aus der detaillierten,
nicht einschränkenden
folgenden Beschreibung hervor.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Diese
Beschreibung wird mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen vorgenommen,
in denen zeigen:
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1 eine
schematische perspektivische Ansicht eines vorderen Abschnitts eines
Luftfahrzeugs, das mit einem zwischen ein Cockpit und eine Kabine
eingefügten
Türsystem
versehen ist, wobei das System eine Tür gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst,
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2 eine
detaillierte Ansicht des Türsystems
des vorderen Abschnitts des in 1 dargestellten
Luftfahrzeugs, vom Cockpit des Luftfahrzeugs aus betrachtet,
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3 eine
Schnittansicht längs
der Linie III-III der 2, wenn der Türflügel in einer
Verschlussposition des die Tür
durchsetzenden Durchgangs verriegelt ist,
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4 eine
Schnittansicht längs
der Linie III-III der 2, wenn der Türflügel entriegelt
ist und teilweise zur Kabinenseite der Tür hin geöffnet ist,
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5 eine
Schnitt-Teilansicht einer Tür
gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung, wenn der Türflügel in einer Verschlussposition
des die Tür
durchsetzenden Durchgangs verriegelt ist, und
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6 eine
der 5 ähnliche
Ansicht, wenn der Türflügel in einer
Verschlussposition des die Tür durchsetzenden
Durchgangs verriegelt ist und ein Stoß auf diese Tür erfolgt.
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DETAILLIERTE DARSTELLUNG EINER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORM
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Aus
der Bezugnahme auf 1 ist ein vorderer Abschnitt 1 eines
Luftfahrzeugs zu erkennen, der mit einem zwischen ein Cockpit 4 und
eine Kabine 6 eingefügten
Türsystem 2 versehen
ist, wobei das Türsystem 2 eine
Tür 8 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist. Es ist anzumerken, dass das
Türsystem 2 auf Höhe einer
das Cockpit 4 und die Kabine 6 trennenden Trennwand 10 angeordnet
ist, wobei diese beiden Abteile jeweils zur Aufnahme des Flugpersonals bzw.
der Passagiere des Luftfahrzeugs bestimmt sind.
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Die
Tür 8 von
im wesentlichen parallelepipeder Form, die senkrecht zu einer Oberfläche des Decks 9 des
Luftfahrzeugs gelegen ist, verfügt über eine
Cockpitseite 8a und eine Kabinenseite 8b, die jeweils
zum Cockpit 4 bzw. zur Kabine 6 des Luftfahrzeugs
hin ausgerichtet sind, wenn die Tür 8 eine Verschlussposition
wie die in 1 dargestellte einnimmt.
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Wie
deutlicher aus 2 zu erkennen ist, umfasst das
Türsystem 2 die
Tür 8 sowie
einen Türrahmen 12,
wobei letzterer einen Durchgang 14 festlegt, welcher das
Cockpit 4 und die Kabine 6 des Luftfahrzeugs miteinander
verbindet. Die Tür 8 ist
an dem Türrahmen 12 über Scharniere 16 angebracht, die
entlang einer (nicht dargestellten) Achse senkrecht zur Oberfläche des
Decks 9 ausgerichtet sind. Andererseits sind die Scharniere 16 auf
der Cockpitseite 8a der Tür 8 gelegen, so dass
sie nicht von der Kabine 6 aus zugänglich sind.
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Übrigens
wird darauf hingewiesen, dass der Türrahmen 12 über eine
Anschlagfläche 12a verfügt, die
teilweise die Kabinenseite 8b der Tür 8 bedeckt, wenn
diese sich in der Verschlussposition befindet, d.h. wenn sie den
Durchgang 14 verschließt
und in einem Sitz 15 ruht, der im Türrahmen 12 vorgesehen ist,
wobei der Sitz 15 von im wesentlichen komplementärer Form
zu der der Tür 8 ist.
Wie aus 2 zu erkennen ist, weist die
Anschlagfläche 12a eine
Rahmenform auf, die einen Umfangsabschnitt der Kabinenseite 8b der
Tür 8 bedeckt.
Auf diese Weise wird bei der hergestellten Anordnung kein Zwischenraum zwischen
der Tür 8 und
ihrem zugeordneten Türrahmen 12 erzeugt,
so dass Terroristen, die sich in der Kabine 6 des Luftfahrzeugs
befinden, keine Kugel zwischen diesen beiden Elementen durchschießen können.
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So
gestattet bei dieser spezifischen Konfiguration der Anordnung der
Tür 8 und
des Türrahmens 12 letzterer
lediglich ein Öffnen
der Tür 8 zur
Cockpitseite 8a hin. Selbstverständlich könnte die Tür 8 gemäß der Erfindung
auch an ihrem zugeordneten Türrahmen 12 auf
irgendeine andere Weise angebracht sein, ohne den Rahmen der Erfindung
zu überschreiten.
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Es
wird gleichzeitig auf die 2 und 3 eingegangen,
wobei die Tür 8 einen
Türhauptkörper 18 umfaßt, der
mit mindestens einem Durchgang 20 versehen ist, welcher
das Cockpit 4 mit der Kabine 6 in Verbindung setzt.
Außerdem
umfasst die Tür 8 einen
Türflügel 22,
der den Durchgang 20 verschließen kann, so dass kein Zwischenraum
zwischen dem Türflügel 22 und
einem Türflügelrahmen 24 besteht, wobei
letzterer im Türhauptkörper 18 vorgesehen
ist und den Durchgang 20 festlegt.
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Für ein besseres
Verständnis
wird darauf hingewiesen, dass die Cockpitseite 8a der oben
beschriebenen Tür 8 sich
aus einer Cockpitseite 18a des Türhauptkörpers 18 sowie aus
einer Cockpitseite 22a des Türflügels 22 zusammensetzt,
wobei die Cockpitseiten 18a und 22a selbstverständlich zum Cockpit 4 des
Luftfahrzeugs hin ausgerichtet sind. Desgleichen setzt sich die
Kabinenseite 8b der oben beschriebenen Tür 8 aus
einer Kabinenseite 18b des Türhauptkörpers 18 sowie aus
einer Kabinenseite 22b des Türflügels 22 zusammen,
wobei die Kabinenseiten 18b und 22b zur Kabine 6 des
Luftfahrzeugs hin ausgerichtet sind.
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Der
Türflügelrahmen 24 verfügt über eine Anschlagfläche 24a,
die teilweise die Cockpitseite 22a des Türflügels 22 bedeckt,
wenn sich dieser in einer Verschlussposition des Durchgangs 20 befindet, wie
dem in 2 und 3 dargestelltem. Wie in 3 zu
erkennen ist, verfügt
die Anschlagfläche 24a über eine
Rahmenform, welche einen Umfangsabschnitt der Cockpitseite 22a des
Türflügels 22 bedeckt.
Auf diese Weise wird bei der hergestellten Anordnung kein Zwischenraum
zwischen dem Türflügel 22 und
seinem zugeordneten Türflügelrahmen 24 geschaffen,
so dass in der Kabine 6 des Luftfahrzeugs befindliche Terroristen
keine Kugeln zwischen diesen beiden Elementen durchschießen können.
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Es
ist anzumerken, dass als Gegenmaßnahme gegen das Eindringen
von Terroristen ins Innere des Cockpits 4 der Türhauptkörper 18 und
der Türflügel 22 aus
einem kugelsicheren Material wie z.B. Glasfaser und Kevlar® hergestellt
sind. Übrigens
ist darauf hinzuweisen, dass wiederum im Hinblick darauf, die Sicherheit
des im Cockpit 4 befindlichen Flugpersonals zu verbessern
und das Eindringen von Terroristen in dieses Cockpit zu verhindern,
der Türrahmen 12 des
Türsystems 2 ebenfalls
aus dieser gleichen Materialart hergestellt sein kann.
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Der
Türflügel 22,
vorzugsweise von im wesentlichen parallepipeder Form, kann in dem
Durchgang 20 verriegelt gehalten werden, insbesondere mit
Hilfe von Schwenkhaken 26, die mit einem unteren Abschnitt 28 des
Türflügels 22 einstückig bzw. fest
verbunden sind. Die Schwenkhaken 26 sind vorzugsweise auf
einer (nicht dargestellten) Achse parallel zur Oberfläche des
Decks 9 ausgerichtet und sind vorzugsweise einfach in Anlage
an der Cockpitseite 18a des Türhauptkörpers 18 angeordnet.
Wenn der Türflügel 22 entriegelt
ist, gestatten so die Haken 26 das Öffnen und Schwenken dieses
Türflügels 22 zur
Kabinenseite 8b der Tür 8 hin,
d.h. zur Kabine 6 des Luftfahrzeugs. Übrigens kann nach obiger Beschreibung
bei vorzugsweise in Anlage an der Cockpitseite 18a des
Türhauptkörpers 18 angebrachtem Schwenkhaken 26 der
Türflügel 22 schnell
ohne Werkzeug montiert und demontiert werden.
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Die
Tür 8 umfaßt außerdem einen
Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 des
Türflügels 22,
wobei dieser Mechanismus 30 auf der Cockpitseite 8a der
Tür 8 angeordnet
ist, damit er von der Kabine 6 des Luftfahrzeugs aus nicht
zugänglich
ist. Der Mechanismus 30, der den Türflügel 22 automatisch entriegeln
kann, ist vorzugsweise integral an der Cockpitseite 22a des
Türflügels 22 angebracht
und von einer Schutzhaube 32 geschützt (lediglich in den 3 und 4 dargestellt),
die ebenfalls auf der Cockpitseite 22a des Türflügels 22 montiert
ist. Die Haube 32 widersetzt sich nicht dem Druckausgleich und
weist beispielsweise die Form eines Grills bzw. Gitters auf.
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In
der beschriebenen bevorzugten Ausführungsform ist der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 vom
pneumatisch funktionierenden Typ und ist in der Lage, den Türflügel 22 automatisch zu
entriegeln, wenn der Unterschied zwischen einem Cockpitdruck, der
dem an der Cockpitseite 8a der Tür 8 anliegenden Luftdruck
entspricht, und einem Kabinendruck, der dem an der Kabinenseite 8b in
dieser Tür 8 anliegenden
Luftdruck entspricht, über
einem vorbestimmten Wert liegt. Mit anderen Worten, wenn der im
Inneren des Cockpits 4 herrschende Druck den im Inneren
der Kabine 6 herrschenden Druck um den vorbestimmten Wert
unterschreitet, beispielsweise unter 40 mbar, wird der Türflügel automatisch
entriegelt und kann zur Kabinenseite 8b der Tür 8 hin geöffnet werden.
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Hierzu
umfasst wiederum gemäß den 2 und 3 der
Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 einen Sekundärflügel 34,
vorzugsweise von im wesentlichen parallelepipeder Form, der eine erste
und zweite Oberfläche 34a und 34b aufweist, die
einander entgegengesetzt sind. Der Sekundärflügel 34 wird auf gelenkige
Weise am Türflügel 22 über Scharniere 36 angebracht,
die mit einem unteren Ende 38 des Sekundärflügels 34 einstückig bzw.
fest verbunden sind und entlang einer Achse 40 angeordnet
sind, die im wesentlichen parallel zur Oberfläche des Decks 9 ist,
sowie zur Achse der Schwenkhaken 26 des Türflügels 22.
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Es
wird nun im einzelnen auf 3 eingegangen,
wobei der Mechanismus 30 eine Membran 42 aufweist,
die eine Kammer festlegt, und diese Membran 42 vorzugsweise
vom Blasebalgtyp kleiner Abmessung ist. Außerdem verfügt die Membran 42 über ein
erstes Ende 42a, das mit der zweiten Oberfläche 34b des
Sekundärflügels 34 einstückig bzw. fest
verbunden ist, sowie über
ein zweites Ende 42b, das mit einem Abschnitt 44 des
Türflügels 22 einstückig bzw.
fest verbunden und mit mehreren Durchgangslöchern 46 versehen
ist.
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Auf
diese Weise wird ein Abschnitt 48 der zweiten Oberfläche 34b,
die in Kontakt mit der von der Membran 42 festgelegten
Kammer steht, aufgrund des Vorhandenseins der Löcher 46 am Abschnitt 44 des
Türflügels 22 dem
Kabinendruck ausgesetzt. Desgleichen ist ein Abschnitt 50 der
ersten Oberfläche 34a,
der gegenüber
dem Abschnitt 48 der zweiten Oberfläche 34b gelegen ist,
seinerseits dem Cockpitdruck ausgesetzt. Wenn die unterschiedlichen
Drücke
an den Oberflächenabschnitten 48 und 50 anliegen,
die im wesentlichen die gleiche Oberfläche aufweisen, führt die
sich aus diesem Druckunterschied ergebende Kraft zu einem Schwenken
des Sekundärflügels 34 um
die Achse 40.
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Damit
die von dem Sekundärflügel 34 beschriebene
Bewegung ein Entriegeln des Türflügels 22 bewirkt,
verfügt
der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 außerdem über Bewegungsübertragungsmittel,
die einerseits auf gelenkige Weise mit einem oberen Ende 52 des
Sekundärflügels 34 verbunden
sind, und andererseits auf feststehende Weise mit mindestens einem
Verriegelungselement 54. Vorzugsweise umfasst der Mechanismus 30 zwei Verriegelungselemente 54,
von denen jedes dazu vorgesehen ist, mit der Cockpitseite 18a des Türhauptkörpers 18 zusammenzuwirken,
und genauer gesagt mit einem oberen Abschnitt des Türflügelrahmens 26,
der zum Cockpit 4 des Luftfahrzeugs hin ausgerichtet ist.
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Es
wird weiter genauer auf 3 eingegangen, in der der Türflügel 22 in
einer Verriegelungsposition zum Verschließen des Durchgangs 20 dargestellt
ist, und in der zu erkennen ist, dass für jedes Verriegelungselement 54 des
Mechanismus 30 die Bewegungsübertragungsmittel ein Kurbelteil 56 aufweisen,
von dem ein erstes Ende 56a gelenkig mit dem oberen Ende 52 des
Sekundärflügels 34 verbunden
ist. Außerdem
umfassen die Bewegungsübertragungsmittel
eine Gleitübertragungsstange 58,
die mit einem ersten Ende 58a versehen ist, das gelenkig
mit einem zweiten Ende 56b des Kurbelteils 56 verbunden
ist. Die Übertragungsstange 58 ist
in der Lage, eine Gleitbewegung über
eine Führungshülse 60 zu vollführen, die
einstückig
bzw. fest verbunden an der Cockpitseite 22a des Türflügels 22 angebracht
ist. Da das Verriegelungselement 54 auf feste Art und Weise mit
einem zweiten Ende 58b der Übertragungsstange 58 verbunden
ist, ist es so in der Lage, die gleiche Gleitbewegung wie die von
der Stange 58 beschriebene auszuführen, wobei diese Bewegung
vorzugsweise entlang einer Achse erfolgt, die im wesentlichen senkrecht
zur Oberfläche
des Decks 9 und zur Schwenkachse 40 des Sekundärflügels 34 ist.
Es ist anzumerken, dass die Führungshülse 60 vorzugsweise
eine Kugel-Führungshülse ist,
die für
eine gute Führung
der Übertragungsstange 58 und
des Verriegelungselements 54 sorgen kann und somit kein
zusätzliches
Führungsgleitstück des Verriegelungselements
erfordert, bei dem die Risiken eines Festfressens desselben oft
sehr groß sind.
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Der
Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 ist hierbei
derart konzipiert, dass bei einem Überschreiten des Cockpitdrucks über den
Kabinendruck um den vorbestimmten Wert, der vorzugsweise einem Wert
entspricht, der einen erheblichen Druckabfall in der Kabine 6 des
Luftfahrzeugs wiedergibt, der Schwenkvorgang des Sekundärflügels 34 um
die Achse 40 ausreichend groß ist, um ein Zurückziehen der Verriegelungselemente 54 vom
Türflügelrahmen 24 infolge
des Gleitens der Übertragungsstange 58 in Richtung
auf die Oberfläche
des Decks 9 des Luftfahrzeugs zu bewirken. Der Türflügel 22 der
Tür 8 wird
hierbei entriegelt.
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Vorzugsweise
ist der vorbestimmte Wert des Luftdruckunterschieds ausreichend,
um an der vom Türflügel 22 und
vom Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 gebildeten
Einheit eine Kraft zu erzeugen, die zum automatischen Öffnen des
entriegelten Türflügels 22 zur
Kabinenseite 8b der Tür 8 hin
führt.
Andererseits ist anzumerken, dass diese Kraft auch ausreichen muß, um ein Öffnen des
Türflügels 22 hervorzurufen,
auch wenn letzterer mit den Rückhaltemitteln 62 gekoppelt
ist. Ein Teil des Türflügels 22 nämlich, beispielsweise
ein oberes Ende 63, kann mit Rückhaltemitteln 62 versehen
sein (lediglich in 2 dargestellt), damit eine Betätigung des
Mechanismus 30, die versehentlich erfolgt, kein Öffnen des
Türflügels 22 hervorruft.
Die Rückhaltemittel 62 können von
der Art eines Kugelstößels sein,
der mit dem Türflügelrahmen 24 des
Türhauptkörpers 18 zusammenwirkt.
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Übrigens
kann vorgesehen sein, dass der Druckunterschied, der zum Entriegeln
des Türflügels 22 führt, eine
gänzliche
Freigabe des Durchgangs 20 in weniger als 200 ms bewirkt,
wonach ein Luftstrom leicht durch diesen Durchgang 20 strömen kann,
um die Ventilation zwischen dem Cockpit 4 und der Kabine 6 des
Luftfahrzeugs sicherzustellen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken,
dass die 4 die Tür 8 zeigt, wenn sich
diese in einer Schließposition
befindet, sowie zu Beginn des Öffnens
des Türflügels 22 zur
Kabinenseite 8b der Tür 8 hin.
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Da
die Tür 8 in
einer Schließposition
während
der gesamten Flugdauer des Luftfahrzeugs verriegelt werden kann,
könnte
ein Unfall des letzteren rasch zu einer Blockierung des im Inneren
des Cockpits 4 fliegenden Personals führen. Um eine solche Blockierung
zu vermeiden, wird somit vorzugsweise vorgesehen, dass der Türflügel 22 manuell
vom Cockpit 4 aus entriegelt wird. Hierzu ist, wie aus
den 2 und 3 zu erkennen ist, für jedes
Verriegelungselement 54 des Mechanismus 30 ein
Flügel 64 fest
zwischen die Übertragungsstange 58 und
das Verriegelungselement 54 eingefügt. Auf diese Weise kann durch
Drücken
jedes Hebels 64 nach unten, d.h. zur Oberfläche des
Decks 9 hin, jedes der Verriegelungselemente 54 den
Türflügelrahmen 24 freigeben,
und der Türflügel 22 kann
nunmehr gedrückt werden,
um manuell zur Kabinenseite 8b der Tür 8 hin geöffnet zu
werden. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Dimensionen
des Durchgangs 20 ausreichend groß sind, damit eine Person diesen
zum Durchgang vom Cockpit 4 zur Kabine 6 des Luftfahrzeugs
im Fall einer Blockierung der Tür 8 in
einer Schließposition
benutzen kann.
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Selbstverständlich umfassen
die manuellen Betätigungshebel 64 einen
Abschnitt, der sich außerhalb
der Schutzhaube 32 erstreckt, so dass er für die im
Inneren des Cockpits 4 des Luftfahrzeugs befindlichen Personen
leicht zugänglich
ist. Außerdem
ist eine Rückholfeder 66 jedes
Verriegelungselements 54 zwischen dem Hebel 64 und
der Führungshülse 60 angeordnet.
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Um über eine
Tür 8 und
ein Türsystem 2 zu verfügen, die
den Eindringversuchen von Terroristen in das Cockpit 4 widerstehen
können,
wird der Abschnitt 44 des Türflügels 22, der mit Öffnungen 46 versehen
ist, von einem Filter 68 bedeckt. Das Filter 68 ist
auf der Kabinenseite 22b des Türflügels 22 angeordnet
und hat als Hauptfunktion, die Stelle bzw. Position dieser Öffnungen 46 so
zu verdecken, dass sie von Terroristen, die sich in der Kabine 6 des
Luftfahrzeugs befinden, nicht einsehbar sind. Außerdem wird das Filter 68 an
der Kabinenseite 22b mit Hilfe eines kugelsicheren Schutzgitters 70 gehalten,
das die Luft durchlässt,
und das am Türflügel 22 mittels mehrerer
Splinte 42 arretiert ist, die diesen Türflügel 22 durchsetzen
und nur von der Cockpitseite 22a des Türflügels 22 her demontierbar
sind.
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Um
zu verhindern, dass Terroristen das Entriegeln des Türflügels 22 auslösen, indem
sie Kugeln auf diesen Türflügel 22 abfeuern
oder eine Masse dagegenschleudern, ist zunächst vorgesehen, dass für jedes
Verriegelungselement 54 die Bewegungsübertragungsmittel Anti-Beschleunigungsmittel
bzw. Verzögerungsmittel 74 aufweisen.
Die Verzögerungsmittel 74 sind
im wesentlichen parallel zur Übertragungsstange 58 angeordnet
und sind einerseits mit dem Hebel 64 und andererseits mit
einer Halterung 76 einstückig bzw. fest verbunden, die
fest an der Cockpitseite 22a des Türflügels 22 angebracht
ist. Es ist anzumerken, dass anstelle der festen bzw. einstückigen Verbindung
des Hebels 64 mit den Verzögerungsmitteln 74 diese
auch direkt mit der Übertragungsstange 58 fest
verbunden bzw. einstückig
sein könnten,
ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten.
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Außerdem ist,
wie aus 3 zu erkennen ist, die Halterung 76 mit
einer Durchgangsöffnung 78 versehen,
die von der Übertragungsstange 58 durchsetzt
ist, damit diese ihre Gleitbewegung in bezug auf den Türflügel 22 ausführen kann.
Die Verzögerungsmittel 74,
die beispielsweise eine Achse 80 umfassen, welche in einem
Blockierkörper 82 gleiten
kann und dort blockiert werden kann, sind so konzipiert, dass die
Achse 80 in ihrem zugeordneten Blockierkörper 82 gestoppt
wird, wenn die Geschwindigkeit der Achse 80 in bezug auf
den Körper 82 einen
vorbestimmten Geschwindigkeitswert überschreitet. Da die Geschwindigkeit
der Achse 80 in bezug auf den ihr zugeordneten Blockierkörper 82 identisch
mit der Geschwindigkeit der Übertragungsstange 58 in
bezug auf den Türflügel 22 ist,
ist daraus abzuleiten, dass die Verzögerungsmittel 74 in
der Lage sind, die Bewegung der Übertragungsstange 58 zu
stoppen, wenn diese eine Gleitbewegung mit höherer Geschwindigkeit als dem
vorbestimmten Geschwindigkeitswert ausführt.
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So
wird, wenn der Verriegelungs-/Entriegelungsmechanismus 30 infolge
einer schnellen Bewegung des Sekundärflügels 34, die sich
aus dem Auftreffen von Kugeln oder einer Masse auf die Tür 8 ergibt,
betätigt
wird, die Bewegung der diesen Mechanismus 30 bildenden
Elemente automatisch angehalten, so dass die Verriegelungselemente 54 den
Türrahmen 24 nicht
freigeben.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, und unter gemeinsame Bezugnahme auf die 5 und 6 ist
zunächst
nach wie vor im Hinblick darauf, dass vermieden werden soll, dass
Terroristen das Entriegeln des Türflügels 22 auslösen, indem
Kugeln oder auf die Tür 8 geschossen
oder eine Masse dagegen geschleudert wird, vorgesehen, dass für jedes
Verriegelungselement 54 die Bewegungsübertragungsmittel Anschlagmittel 90 aufweisen.
Diese Anschlagmittel 90 umfassen in erster Linie eine inerte
Masse 92, die entlang einer Achse gleiten kann, welche
im wesentlichen senkrecht zur Ebene der Tür 8 ist, und zwar
im Inneren einer Halterung 94, die vorzugsweise einstückig bzw.
fest verbunden mit der dargestellten Führungshülse 60 ist, oder direkt
mit dem Türflügel 22 fest
verbunden bzw. einstückig
ist.
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Wenn
der Türflügel 22 in
einer Verschlussposition des Durchgangs 20 verriegelt ist,
wie er in 5 dargestellt ist, hält eine
mit der Halterung 94 einstückige Feder 96 die
inerte Masse 92 in einer Rückzugsposition, in der diese
Masse 92 an einer Innenfläche der Halterung 94 auf
der Cockpitseite dieser Halterung anliegt. Es ist anzumerken, dass
die Halterung 94 derart konzipiert ist, dass in dieser Rückzugsposition
die inerte Masse 92 genügend
weit von dem Türflügel 22 entfernt
ist, damit ein Arretierelement 98, das mit dem Hebel 64 und
damit mit dem Verriegelungselement 54 einstückig ist,
bei einer Bewegung dieses Verriegelungselements 54 nicht
in Kontakt mit der inerten Masse 92 tritt. Mit anderen Worten
macht die inerte Masse 92, die ihre Rückzugsposition einnimmt, die
Anschlagmittel 90 funktionslos, so dass die Bewegungsübertragungsmittel auf
die gleiche Weise funktionieren können als ob die Anschlagmittel 90 nicht
existierten.
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Wenn
hingegen ein Stoß mit
einer vorbestimmten Intensität
an der Tür 8 auftritt,
wie dies schematisch durch den Fall C der 6 dargestellt ist,
gleitet die inerte Masse 92 hierbei automatisch in Richtung
auf den Türflügel 22 zur
Kabinenseite der Halterung 94 unter der Einwirkung einer
von dem Stoß hervorgerufenen
Beschleunigung, um eine Anschlagposition einzunehmen, in der die
Masse 92 einen Anschlag für das Arretierelement 98 bildet.
Es ist anzumerken, dass dieses Arretierelement 98 beispielsweise
die Form eines Fingers aufweist, der sich vom Hebel 64 in
Richtung auf die Oberfläche
des Decks 9 des Luftfahrzeugs erstreckt.
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Auf
diese Weise bewirkt dies, wenn der untere Abschnitt des Arretierelements 98 in
Kontakt mit der inerten Masse 92 steht, die Blockierung
der gesamten Bewegungsübertragungsmittel
und damit die des Verriegelungselements 54, so dass der
Türflügel 22 nicht
entriegelt werden kann.
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Selbstverständlich sind
die Anschlagmittel 90 derart konzipiert, dass die inerte
Masse 92 ihre Anschlagposition nur dann einnimmt, wenn
der an der Tür 8 auftretende
Stoß eine
Intensität
aufweist, die größer oder
gleich einer vorbestimmten Intensität ist, die so gewählt werden
kann, dass sie das Auftreffen von Kugeln oder einer Masse wiedergibt.
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Übrigens
kann, um die Risiken eines Entriegelns des Türflügels 22 infolge des
Auftreffens von Kugeln oder einer Masse auf die Tür 8 noch
mehr zu verringern, in diese ein Ausgleichssystem 84 des
Sekundärflügels 34 integriert
sein, der in den 2 und 3 zu erkennen
ist. Das Ausgleichssystem 84 ist so ausgestaltet, dass
es die Bewegung des Sekundärflügels 34 infolge
eines an der Tür 8 und
insbesondere an dem Türflügel 22 auftretenden
Stoßes unterbindet
oder stark einschränkt.
Das Ausgleichssystem 84 umfaßt hierbei eine Ausgleichsmasse 86, die
vorzugsweise die Form einer Stange aufweist, die sich parallel zur
Schwenkachse 40 des Türflügels 22 erstreckt,
sowie von Armen 88, welche die Verbindung zwischen der
Ausgleichsmasse 86 und dem unteren Ende 38 des
Sekundärflügels 34 herstellen.
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Die
Ausgleichsvorrichtung 84 ist somit derart konzipiert, dass
sie das von dem Sekundärflügel 34 aufgebrachte
Antriebsmoment unter der von dem auf die Tür 8 aufgebrachten
Stoß empfangenen
Beschleunigung ausgleicht.
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Selbstverständlich können vom
Fachmann verschiedene Modifikationen an der Tür 8 und am Türsystem 2,
die soeben lediglich als nicht einschränkende Beispiele beschrieben
wurden, vorgenommen werden.