DE3011109C2 - Sicherheitseinrichtung für Flugzeuge - Google Patents
Sicherheitseinrichtung für FlugzeugeInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung für Flugzeuge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs I.
Derartige Sicherheitseinrichtungen werden insbesondere in Flugzeuge mit Passagierräumen und darunter
befindlichen Frachträumen eingebaut Sie dienen dem Zweck, bei einem plötzlichen Druckabfall, im Frachtraum
einen Druckausgleich zwischen Passagier- und Frachtraum herbeizuführen. Eine Obersicht der für
diesen Einsatzzweck bereits bekannien Sicherheitseinrichtungen ist der Zeitschrift »FLIGHT International«
vom 4. Deiember 1976, Seiten 1646—1649 entnehmbar.
Darüber hinaus ist aus der DE-PS 26 14 8.4 eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff bekannt Bei dieser
bekannten Anordnung sind die Abdeckungen der Durchtrittsöffnungen, die zugleich zur Führung der
Klimaluft dienen, jeweils als doppelwandige Klappen ausgebildet, die an der Flugzeuginnenwand angelenkt
tind und entweder durch eine Bruchsicherung oder aber durch Federn in einer Position fixiert sind, in der sie von
der Flugzeuginnenwand schräg nach unten in den Fußraum ragen. Um zu verhindern, daß sie durch einen
Fluggast versehentlich aufgestoßen werden, sind bei dieser bekannten Anordnung die Klappen auf der dem
Passagierraum zugewandten Seite zusätzlich durch ein starr befestigtes Schutzgitter abgedeckt
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine derartige Sicherheitseinrichtung so
auszubilden, daß eine solche zusätzliche Sicherung in Form eines Schutzgitters, das insbesondere die Reinigung
des Passagier! »ims erschwert nicht erforderlich ist Dabei soll diese Sicherheitseinrichtung zugleich
möglichst einfach und platzsparend aufgebaut sein.
Die Erfindung löst die Aufgabe, indem sie vorsieht daß jeder der Abdeckungen aus zwei mit Abstand
zueinander, gegeneinander beweglich angeordneten schwenkbaren Klappen besteht von denen die äußere,
der Durchtrittsöffnung zugewandte Klappe als selbsttätig lösbare starre Verriegelungseinrichtung für die
innere, dem oberen der beiden Räume zugewandte Klappe ausgebildet ist
Durch die erfindungsgemäße Anordnung, bei der eine zweite Klappe die gegenüber der .-"ern Passagierraum
zugewandten Klappe beweglich ist, die Funktion eines starren Riegels übernimmt ist sichergestellt daß die
Abdeckung der Durchtrittsöffnung nicht vom Passagierraum aus aufgestoßen werden kann. Eine Freigabe
der Durchtrittsöffnung kann vielmehr nur dann erfolgen, wenn zunächst durch einen plötzlichen
Druckabfall im Frachtraum die Abdeckung entriegelt wird. Bei normalen Druckverhältnissen, d. h. bei
verriegelter Abdeckung, kann zwischen den beiden Klappen hindurch der zur Klimatisierung erforderliche
Luftaustausch zwischen Fracht- und Passagierraum erfolgen.
Eine fertigungstechnisch besonders einfache, dabei aber zugleich besonders funktionssichere Ausführung
der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung ist in den Unteransprüchen 2 bis 5 wiedergegeben, wobei
diese Lösung ferner den Vorteil großer Gewichtsersparnis aufweist.
Schließlich ist in den Unteransorüchen 6 bis 9 eine vor
allem im Hinblick auf den Raumbedarf vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung
angegeben.
Im folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Dabei zeigt
F i g. I einen Teilschnitt durch ein Flugzeug mit einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung,
Fig. 2 die gleiche Anordnung nach dem Auftreten
eines plötzlichen Druckabfalls.
In den Figuren sind gleiche Bauteile mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Anordnung handelt es sjch um einen Schnitt durch ein Großraumflugzeug im *·
Übergangsbereich zwischen dem Fußboden 1 und der Wand 2 des Flugzeuges. Der Fußboden 1 trennt dabei
einen Passagierraum 3 von einom darunter befindlichen
Frachtraum 4. Beide Räume werden beim Flug in größeren Höhen unter Überdruck gehalten und sind
>° Ober Durchtrittsöifnungen 5 miteinander verbunden.
Di? Durchtrittsöffnungen 5 sind zu beiden Seiten über die gesamte Länge des Fußbodens 1 verteilt angeordnet
und dienen zugleich in bekannter Weise der Klimatisierung des bzw. der Passagierräume 3. '5
Gegenüber dem Passagierraum 3 ist die Durchtrittsöffnung durch eine Abdeckung 6 verschlossen, die aus
zwei angenähert parallel liegenden Klappen besteht. Die innere, dem Passagierraum 3 zugewandte Klappe 7
ist dabei über Scharniere 8 schwenkbar an einer Verkleidungsplatte 9 angelenkt, die ihrerseits fest an der
Innenseite der Flugzeugwand 2 angeordnet ist. Die durch die Scharniere 8 gebildete Schwenkachse A der
Klappe 7 verläuft dabei angenähert horizontal, d.h. parallel zum Fußboden 1.
Die äußere, der Durchtrittsöffnung 5 zugewandte Klappe 10 ist um eine zur Schwenkachse A parallel
verlaufende Schwenkachse B, gebildet durch Scharniere 11, mit einem Abstand ebenfalls schwenkbar an der
Platte 9 gehaltert. Der Abstand beider Schwenkachsen A. Bund damit die Gesamttiefe der Abdeckung 6 ist die
Breite des abgewinkelten Bereichs der Platte 9 gegeben, der durch Stege 12 verstärkt ist.
Die äußere Klappe 10 besteht aus zwei etwa gleich großen Abschnitten 13, 14, die über Scharniere 15
miteinander verbunden sind, so daß sie um eine Achse C, die parallel zu den Schwenkachsen A und B liegt,
gegeneinander verschwenkt werden können.
Der der Halterung der Klappe 10, d. h. der Schwenkachse ß abgewandte Abschnitt 14 ist an seinem
unteren Ende mit fest angeordneten Abstandshaltern 16 versehen. Zugleich ist der Fußboden 1 in seinem
Randbereich in Richtung auf die Flugzeugwand 2 abgewinkelt, wobei am äußeren Ende dieses abgewinkelten
Teiles ein Abdeckblech 17 fest angebracht ist. Letzteres ist mit Belüftungsöffnungen 18 versehen und
trägt auf seiner, den Klappen 7 bzw. 10 zugewandten Seite einerseits Ansätze 19 und andererseits eine
Anschlagleiste 20.
leder der Abstandshalter 16 ist dabei in seiner äußeren Formgebung so ausgebildet, daß er sich in der
in F i g. I dargestellten Ve» riegelungsstellung einerseits mit einem Vorsprung an einem Anschlag 19 abstützt und
dabei andererseits die Klappe 7 mit ihrem unteren Endbereich gegen die Anschlagsleiste 20 drückt.
In dieser Stellung, in der die beiden Abschnitte 13 und
14 angenähert parallel zur Klappe 7 liegen, wird die Klappe 10 durch eine Zugfeder 21 gehalten. Diese
Zugfeder 21, die an der Klappe 10 in Höhe der Scharniere 15 angreift, ist mit ihrem anderen Ende an
der Klappe 7 fixiert.
Bei normalen Druckverhältnissen, d. h. angenähert gleichem Druck im Passagier- und Frachtraum, ist die
Klappe 7 somit starr in ihrer in F i g. 1 dargestellten Position fixiert Sie kann nicht durch ein unbeabsichtigtes
Anstoßen aufgedrückt werden, da der Abstandshalter 16, der sich in der Verriegelungsstellung in einer
Übertotpunktlage befindet, fest am Ansatz 19 anliegt
Infolge der Kraft der Zugfeder 21 wird er auch bei Erschütterungen des Flugzeuges zuverlässig in dieser
Position gehalten. Die Klimatisierung des Passagierraums 3 erfolgt auf die bekannte Weise durch Absaugen
der Abluft im Frachtraum 4, wobei diese ungehindert durch die Belüftungsöffnungen 18 hindurch in den Raum
zwischen den beiden Klappen 7 und 10 und von dort durch entsprechende Belüftungsöffnungen der Platte 9
in den Bereich oberhalb der Durchtrittsöffnung 5 treten kann.
Bei einem plötzlich auftretenden Druckverlust im Frachtraum entsteht auch im Raum oberhalb der
Durchtrittsöffnungen ein entsprechender Unterdruck. Infolge des vergleichsweise geringen Querschnitts der
Belüftungsöffnungen pflanzt sich dieser nicht sogleich bis in den Raum zwischen den beiden Klappen 7 und 10
fort, so daß aufgrund der nunmehr herrschenden Druckdifferenz eine Kraft auf die Klappe 10 bewirkt die
der Zugkraft der Feder 21 entgegengerichtet ist und die beiden Klappenabschnitte 13 und 14 von der Klappe 7
wegzieht. Da der untere Abschnitt zunächst durch den Ansatz ϊ9 gehalten wird, gehen dabei die beiden
Abschnitte 13 und 14 aus der zunächst parallelen Lage in die in F i g. 1 gestrichelt dargestellte Position über, in der
sie gegeneinander geneigt sind. Diese Schwenkbewegung hat zur Folge, daß der Abstandshalter 16 aus der
Übertotpunktlage in eine neue Position gedreht wird, in der er die Klappe 7 freigibt, so daß nunmehr die beiden
Klappen gemeinsam in die in Fig.2 dargestellte Position schwenken können, in der die gesamte
Querschnittsfläche der Durchtrittsöffnung 5 für einen raschen Druckausgleich zwischen Passagier- und
Frachtraum zur Verfugung steht.
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55
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| Bezugsziffernliste | Fußboden |
| 1 | Flugzeugwand |
| 2 | Passagierraum |
| 3 | Frachtraum |
| 4 | Durchtrittsöffnung |
| 5 | Abdeckung |
| 6 | innere Klappe |
| 7 | Scharnier |
| 8 | Verkleidungsplatte |
| 9 | äußere Klappe |
| 10 | Scharnier |
| 11 | Steg |
| 12 | Abschnitte |
| 13,14 | Scharnier |
| 15 | Abstandshalter |
| 16 | Abdeckblerh |
| 17 | Belüftungsöffnungen |
| 18 | Ansatz |
| 19 | Anschlagleiste |
| 20 | Zugfeder |
| 21 |
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Sicherheitseinrichtung für Flugzeuge mit übereinanderliegenden, beim Flug in größeren
Höhen unter Oberdruck gehaltenen und durch einen Zwischenboden voneinander getrennten Räumen,
bei der im Randbereich des Zwischenbodens Durchtrittsöffnungen angeordnet und im oberen
Raum durch mit Belüftungsöffnungen versehene Abdeckungen verschlossen sind, die jeweils durch
eine bei einem plötzlich auftretenden Druckabfall selbsttätig lösbare Verriegelungseinrichtung in ihrer
Lage Fixiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Abdeckungen (6) aus zwei mit Abstand
zueinander, gegeneinander beweglich angeordneten schwenkbaren Klappen (7, 10) besteht, von denen
die äußere, der Durchtrittsöffnung (5) zugewandte Klappe (10) als selbsttätig lösbare starre Verriegelungseinrichtung
für die innere, dem oberen der beiden Räume (3, 4) zugewandte Klappe (7) •usgebildev «t
2. Sicherheitseinrichtung nach Ansprach !, dadurch
gekennzeichnet, daß die äußere Klappe (10) parallel zu ihrer Schwenkachse (B) in zwei
gegeneinander neigbare Abschnitte (13, 14) unterleih ist und daß an dem der Schwenkachse (B)
»bgewandten Abschnitt (14) wenigstens ein Ab-Itandshalter (16) fest angeordnet ist, der sich in der
Verriegelungsstellung an einem entsprechenden Ansatz (19) des Zwischenbodens (1) abstützt und die
innere Klappe (7) gegen einen Anschlag (20) drückt.
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch^ dadurch
gekennzeichnet daß in Her Verriegelungsstellung die beiden Abschnitte (13, 14) der äußeren
Klappe (10) angenähert parallel zur inneren Klappe (7) liegen.
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Klappe (10)
durch eine in etwa im Bereich ihrer Trennstelle angreifende Feder (21) in der Verriegelungsstellung
gehalten wird.
5. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (21) mit ihrem
anderen Ende an der inneren Klappe (7) befestigt ist.
6. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprü- « ehe I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere
Klappe (7) mit ihrer Oberseite schwenkbar an an einer Verkleidungsplatte (9) gehaltert ist, die
Ihrerseits an der Flugzeugwand (2) befestigt ist.
7. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (B)
der äußeren Klappe (10) parallel zur Schwenkachse (A)der inneren klappe (7) verläuft.
8. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche I bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß die
Klappen (7, 10) unter einem Winkel sowohl gegenüber der Flugzeugwand (2) als auch gegenüber
dem Zwischenboden (1) angeordnet sind.
9. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (7, 10) mit
ihrer Unterseite an einem mit Belüftungsöffnungen (18) versehenen Abdeckblech (17) anliegen.
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Owner name: MESSERSCHMITT-BOELKOW-BLOHM GMBH, 8012 OTTOBRUNN, |
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