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Die
Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung zum Verwenden
bei der Förderung
von Kraftstoff zu einem Brennraum einer Brennkraftmaschine. Im Speziellen,
aber nicht ausschließlich,
betrifft die Erfindung einen Unit-Injektor für eine Brennkraftmaschine oder
eine Einspritzeinrichtung zum Verwenden mit einer Unit-Pump für eine Brennkraftmaschine.
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Bei
bekannten Unit-Injektoren dient ein Pumpelement dazu, Kraftstoff
innerhalb einer Pumpkammer unter hohen Druck zu setzen und fördert Kraftstoff
zu einem zugeordneten Einspritzeinrichtungs-Förderraum. Die Einspritzeinrichtung
ist innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses mit den Pumpenkomponenten
angeordnet und eine Hochdruck-Kraftstoffleitung, die innerhalb des
gemeinsamen Gehäuses
definiert ist, sorgt für
einen Kommunikationsweg zwischen der Pumpkammer und dem Einspritzeinrichtungs-Förderraum.
Die Einspritzeinrichtung umfasst eine Ventilnadel, die in innerhalb
eines in einem Düsenkörpergehäuses vorgesehenen Lochs
verschiebbar ist und mit einem Ventilnadelsitz in Eingriff bringbar
ist, um eine Kraftstoffversorgung durch einen oder mehrere Einspritzeinrichtungsauslass/auslässe hindurch
an einen zugeordneten Motorzylinder zu steuern. Die Ventilnadel
ist typischerweise mittels einer Feder, die innerhalb einer Kammer
an einem Ende der Ventilnadel entfernt von dem Auslass angeordnet
ist, in Richtung des Sitzes vorgespannt. In Unit-Pump-Anordnungen sind
die Pumpenelemente üblicherweise
von den Einspritzeinrichtungskomponenten entfernt beabstandet und
eine separate Hochdruck-Kraftstoffleitung verbindet einen Pumpenauslass
mit einem Einspritzeinrichtungseinlass. Solche Anordnungen können auch
als „Unit Pump/Injektor"-Anordnungen bezeichnet
werden.
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Sowohl
in Unit-Injektor- als auch in Unit-Pump-Anordnungen besitzt das
Pumpelement die Form eines Pumpkolbens, der innerhalb eines Kolbenloches
unter dem Einfluss einer Antriebsanordnung hin- und herbewegbar
ist, um Kraftstoff innerhalb der Pumpkammer unter Druck zu setzen.
Ein Überströmventil
dient dazu, eine Kommunikation zwischen der Pumpkammer und einem
Niederdruckabfluss zu öffnen
und zu schließen.
Wenn das Überströmventil
offen ist, bewirkt eine Hin- und Herbewegung des Pumpkolbens innerhalb
des Loches, dass Kraftstoff in die Pumpkammer hinein gesaugt und aus
dieser zu dem Niederdruckabfluss verdrängt wird. Wenn das Überströmventil
geschlossen ist, ist die Kommunikation zwischen der Pumpkammer und dem
Niederdruckabfluss unterbrochen, sodass eine Hin- und Herbewegung
des Kolbens bewirkt, dass ein Kraftstoffdruck innerhalb der Pumpkammer
ansteigt.
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Während des
Pumpens wird ein Punkt erreicht, an dem die hydraulischen Kräfte, die
auf Druckflächen
der Ventilnadel wirken, durch die Zufuhr von hohem Kraftstoffdruck
an den Förderraum ausreichen,
um die Kraft der Feder zu überwinden, und
die Ventilnadel wird dazu gebracht, dass sie sich von ihrem Sitz
hebt, um eine Einspritzung einzuleiten. Der Druck, bei dem bewirkt
wird, dass sich die Einspritzeinrichtung von ihrem Sitz hebt, wird üblicherweise
als „Düsenöffnungsdruck" bezeichnet. Wenn
das Überströmventil
geöffnet
ist, wird Kraftstoff innerhalb der Pumpkammer zu dem Abfluss verdrängt, wenn
eine Kolbenbewegung andauert, und die Ventilnadel wird mithilfe
der Federkraft zurück
in ihre Sitzposition gebracht, um die Einspritzung zu beenden. Die
Federvorbelastung bestimmt den Druck, bei dem die Ventilnadelöffnung erfolgt,
und diese wird typischerweise mithilfe einer Beilegscheibe eingestellt,
die zwischen einem Ende der Ventilnadel entfernt von dem Einspritzeinrichtungsauslass
und der Feder angeordnet ist.
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Für einige
Anwendungen ist es wünschenswert,
dass die Einspritzeinrichtung einen variablen Düsenöffnungsdruck aufweist. Es ist
insbesondere wünschenswert,
dass der Düsenöffnungsdruck
für mittlere
Maschinendrehzahlen relativ hoch und bei einer Nenn- (maximalen)
Maschinendrehzahl geringer ist. Es ist bekannt, dass ein variabler
Düsenöffnungsdruck
erreicht wird, indem die Einspritzeinrichtung mit einem elektronisch
gesteuerten Einspritzsteuerventil zum Ingangsetzen einer Ventilnadelbewegung
versehen wird, wobei solche Systeme jedoch relativ komplex und kostspielig
sind.
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Als
Hintergrund der Erfindung offenbart die
US 6 269 795 eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung,
die zur Verwendung mit einer Unit-Pump geeignet ist. Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung
umfasst eine Ventilnadel, die durch eine Schraubenfeder, die innerhalb einer
mit Kraftsoff gefüllten
Federkammer angeordnet ist, in eine geschlossene Position vorgespannt
ist. Die Ventilnadel weist eine zu dieser gehörenden Fläche auf, die in die Federkammer
hinein vorsteht, sodass der Kraftstoff innerhalb der Federkammer
wirksam ist, um eine Öffnungsbewegung
der Ventilnadel zu dämpfen.
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Es
ist ein Ziel der Erfindung, eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
bereitzustellen, die es ermöglicht, einen
variablen Düsenöffnungsdruck
bei reduzierten Kosten zu erzielen.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Kraftstoff-Einspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
gemäß Anspruch
1 vorgesehen.
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Die
Einspritzeinrichtung kann einen Teil eines Kraftstoffsystems bilden,
das eine Pumpe umfasst, die einen Pumpkolben aufweist, der dazu
dient, Kraftstoff innerhalb einer Pumpkammer unter Druck zu setzen,
von wo der Kraftsoff an den Förderraum der
Einspritzeinrichtung geliefert wird. Die Pumpe weist ein zu ihr
gehörendes Überströmventil
auf, um eine Kommunikation zwischen der Pumpenkammer und einem Niederdruckabfluss
zu steuern. Wenn das Überströmventil
offen ist, bewirkt eine Bewegung des Pumpkolbens, dass Kraftstoff
in die Pumpkammer hinein gesaugt und aus dieser verdrängt wird,
und wenn das Überströmventil
geschlossen ist, kann der Kraftstoff nicht zu dem Niederdruckabfluss
entweichen, sodass Kraftstoff innerhalb der Pumpkammer unter Druck
gesetzt wird und eine Druckwelle zu dem Hochdruck-Versorgungsdurchgang
gefördert
wird.
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Es
ist eine Notwendigkeit, den Kraftstoffdruck zu erhöhen, bei
dem eine Einspritzung bei mittleren Maschinendrehzahlen beginnt
(Düsenöffnungsdruck),
aber einen relativ geringeren Düsenöffnungsdruck
bei einer maximalen Nenndrehzahl zu erhalten. Bei niedrigeren Maschinendrehzahlen
ist eine Anstiegsrate eines Kraftstoffdruckes innerhalb des Hochdruck-Versorgungsdurchganges
relativ gering, wenn das Überströmventil
geschlossen ist, sodass die Druckdifferenz zwischen dem Förderraum und
der Druckkammer relativ gering ist. Dies führt zu einem relativ hohen
Düsenöffnungsdruck.
Für höhere Maschinendrehzahlen
ist eine Anstiegsrate eines Kraftstoffdruckes höher, sodass die Druckdifferenz zwischen
dem Förderraum
und der Druckkammer erhöht
ist, was zu einem verringerten Düsenöffnungsdruck
führt.
Die Einspritzeinrichtung bietet diese vorteilhafte Charakteristik
bei reduzierten/r Kosten und Komplexität im Vergleich bekannten mit
elektronisch gesteuerten Einspritzeinrichtungen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Einspritzeinrichtung einen Kolben, der der Ventilnadel
zugeordnet ist, wobei eine Fläche
des Kolbens die Druckkammer definiert.
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Vorzugsweise
umfasst die Einspritzeinrichtung eine Feder, um die Ventilnadel
in Richtung des Ventilnadelsitzes zu drängen. In einer Ausführungsform
ist die Feder innerhalb einer Federkammer untergebracht und steht
vorzugsweise zwischen einer ersten Fläche, die zu der Ventilnadel
gehört,
und einer Beilegscheibe, die innerhalb der Federkammer angeordnet
ist, in Eingriff. Eine entsprechende Auswahl der Beilegscheibe ermöglicht es,
die Federvorbelastung auf einen gewünschten Betrag einzustellen.
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Alternativ
kann die Feder zwischen einer ersten Fläche, die zu der Ventilnadel
gehört,
und einer Fläche
der Federkammer in Eingriff stehen.
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Vorzugsweise
wirkt der Kolben über
eine Schubstange, die sich durch die Feder hindurch erstreckt, auf
die Ventilnadel.
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In
einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung definiert eine Fläche
der Ventilnadel die Druckkammer.
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Der
Hochdruck-Versorgungsdurchgang ist vorzugsweise durch eine erste
Bohrung definiert, die in einem weiteren Einspritzeinrichtungsgehäuse vorgesehen
ist. Sowohl der erste Strömungsweg
als auch der zweite Strömungsweg
sind teilweise durch einen gemeinsamen Bereich des Hochdruck-Versorgungsdurchgangs
definiert und der zweite Strömungsweg
ist ferner durch eine zweite Bohrung definiert, die zumindest teilweise
innerhalb des weiteren Einspritzeinrichtungsgehäuses definiert ist.
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Die
zweite Bohrung ist mit der ersten Bohrung vorzugsweise über einen
Abzweigdurchgang verbunden, der durch eine Vertiefung, die in einer oberen
Fläche
eines Einspritzeinrichtungsgehäuses vorgesehen
ist, definiert ist.
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Der
Hochdruck-Versorgungsdurchgang ist vorzugsweise mit einer Verengung
versehen, um den Kraftstoffdruck, der während eines Einspritzens auf eine
Druckfläche
der Ventilnadel wirkt, auf einen Wert unter den vor einer Einspritzung
zu reduzieren.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Kraftstoffeinspritzsystem
vorgesehen, das eine Kraftsoff-Unit-Pump, die einen Pumpkolben aufweist,
der dazu dient, Kraftstoff innerhalb einer Pumpkammer unter Druck
zu setzen, ein Überströmventil
zum Steuern einer Kommunikation zwischen der Pumpkammer und einem
Niederdruckabfluss zu, und eine Einspritzeinrichtung wie oben beschrieben
umfasst.
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Die
Kraftstoffpumpe besitzt typischerweise die Form eines so genannten „Unit-Injektors", in dem der Pumpkolben
und die Einspritzeinrichtung innerhalb einer gemeinsamen Einheit
angeordnet sind.
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Es
wird einzusehen sein, dass die bevorzugten und/oder optionalen Merkmale
des ersten Aspekts der Erfindung, wie z. B. in den beiliegenden
abhängigen
Ansprüchen
dargelegt, ebenfalls in dem Kraftstoffeinspritzsystem des zweiten
Aspekts der Erfindung umfasst sein können.
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Die
Erfindung wird nun lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
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1 eine
Schnittdarstellung einer Einspritzeinrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform der
Erfindung ist,
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2 eine
vergrößerte, alternative
Schnittdarstellung der Einspritzeinrichtung in 1 ist,
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3–5 Schnittdarstellungen
einer alternativen Ausführungsform
zu der in den 1 und 2 gezeigten
Einspritzeinrichtung sind.
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Die 1 und 2 zeigen
eine Einspritzeinrichtung, die keinen Teil der Erfindung bildet,
die jedoch hier als Hilfe zum Verständnis der Erfindung beschrieben
ist. Die Einspritzeinrichtung umfasst einen Düsenkörper 10, der mit einem
Grundloch 12 versehen ist, in dem eine Ventilnadel 14 verschiebbar ist.
Die Ventilnadel 14 ist mit einem Ventilnadelsitz (nicht
gekennzeichnet) in Eingriff bringbar um eine Kraftsoffversorgung
durch einen oder mehrere Einspritzeinrichtungsauslass/auslässe (nicht
gezeigt) hindurch in einen zugeordneten Maschinenzylinder oder einen
anderen Brennraum hinein zu steuern. Die Ventilnadel 14 ist
mit einer Vielzahl von Abflachungen, Schlitzen oder Nuten 16 an
ihrer Außenfläche versehen,
die zulassen, dass Kraftstoff von einer durch einen vergrößerten Bereich
des Loches 12 definierten ringförmigen Kammer 18 zu
einem durch einen unterstromigen Bereich des Loches 12 definierten
Förderraum 20 strömt. Die
Ventilnadel 14 umfasst auch eine oder mehrere Druckfläche/n (nicht
gezeigt), die einem Kraftstoffdruck innerhalb des Förderraumes 20 ausgesetzt
ist/sind, sodass eine Kraft infolge eines auf die Druckflächen wirkenden
Kraftstoffdruckes dazu dient, die Ventilnadel 14 von dem Ventilnadelsitz
wegzudrängen.
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Die
ringförmige
Kammer 18 empfängt
Kraftstoff unter hohem Druck über
einen Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22, der durch eine
Vielzahl von Bohrungen, die in verschiedenen Einspritzeinrichtungsgehäuseteilen
vorgesehen sind, definiert ist. Der Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 kommuniziert
mit einem Einspritzeinrichtungseinlass 24, der unter Druck
gesetzten Kraftstoff von einer Kraftstoffpumpe (nicht gezeigt) empfängt. Typischerweise
ist die Pumpe von der Art, die einen Pumpkolben umfasst, der angetrieben
wird, um Kraftstoff innerhalb einer Pumpkammer unter Druck zu setzen.
Ein Überströmventil
der Pumpe dient dazu, eine Kommunikation zwischen der Pumpkammer
und einem Niederdruckabfluss zu steuern, sodass, wenn das Überströmventil
offen ist, eine Bewegung des Pumpkolbens bewirkt, dass Kraftstoff
in die Pumpkammer hinein gesaugt und aus dieser verdrängt wird,
und, wenn das Überströmventil
geschlossen ist, der Kraftstoff nicht zu dem Niederdruckabfluss
entweichen kann, sodass der Kraftstoff innerhalb der Pumpkammer
stark unter Druck gesetzt wird, wenn der Pumpkolben einen Pumphub
ausführt.
Kraftstoff unter hohem Druck wird typischerweise unter der Steuerung eines
Förderventils
von der Pumpkammer zu dem Einlass 24 der Einspritzeinrichtung
gefördert.
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Eine
obere Fläche
des Düsenkörpers 10 liegt an
einem ersten Einspritzeinrichtungsgehäuseteil 23 an, der
mit einem abgestuften Grundloch versehen ist, von dem ein unterer
Abschnitt eine Federkammer 26 definiert, die eine Druckfeder 28 beherbergt.
Ein Ende der Feder 28 wirkt auf eine obere Fläche der Ventilnadel 14 und
das andere Ende der Feder 28 steht mit der Stufe in dem
Loch innerhalb der Kammer 26 in Eingriff, sodass die Feder 28 die
Ventilnadel 14 in Richtung des Ventilnadelsitzes drängt. Der Kolben 30 ist
innerhalb des Loches in dem Einspritzeinrichtungsgehäuse 23 verschiebbar
und ist über eine
Schubstange (in der gezeigten Darstellung nicht zu sehen), die sich
durch die Feder 28 hindurch erstreckt, mit der Ventilnadel 14 verbunden.
Wie am deutlichsten in 2 ersichtlich, definiert eine
obere Fläche
des Kolbens 30 zusammen mit dem blinden Ende des Loches
in dem Einspritzeinrichtungsgehäuse 23 eine
Druckkammer 32, die über
eine erste Verengung 34, die durch eine Bohrung in dem
Einspritzeinrichtungsgehäuse 23 definiert
ist, kontinuierlich mit einem Abschnitt des Hochdruck-Versorgungsdurchganges 22 kommuniziert.
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Ein
Niederdruck-Abflussdurchgang 36 stellt einen Rücklaufweg
für Leckkraftstoff
in der Federkammer 26 zu einem Niederdruck bereit, wobei
der Niederdruck-Abflussdurchgang 36 teilweise innerhalb
des ersten Einspritzeinrichtungsgehäuses 23 und teilweise
innerhalb eines zweiten Einspritzeinrichtungsgehäuses 38, das an dem
ersten Einspritzeinrichtungsgehäuse 23 anliegt,
definiert ist. Die Druckkammer 32 kommuniziert mit dem
Niederdruck-Abflussdurchgang 36 über eine zweite Verengung 40,
die durch eine zusätzliche
Bohrung in dem ersten Einspritzeinrichtungsgehäuseteil 23 in einer Position
allgemein benachbart der ersten Verengung 34 definiert
ist. Die zweite Verengung 40 lässt einen kontinuierlichen
Fluss von Kraftstoff von der Druckkammer 32 zu einem Niederdruck
mit einer gedrosselten Rate zu. Die erste Verengung 34 lässt zu,
dass Kraftstoff von dem Hochdruck-Strömungsdurchgang 22 bei
einer gedrosselten Rate in die Druckkammer 32 strömt, wobei
Kraftstoff, der zu der Druckkammer 32 gefördert wird,
ebenfalls kontinuierlich von der Druckkammer 32 zu dem
Niederdruck-Durchgang 36 bei einer gedrosselten Rate durch
die zweite Verengung 40 strömen kann, wie in 2 gezeigt.
Die erste und zweite Verengung 34 bzw. 40 können auch derart
gebildet sein, dass sie ähnliche
oder die gleichen Raten eines Kraftstoffflusses oder unterschiedliche
Durchflussraten durch sie hindurch erlauben.
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Der
erste und zweite Gehäuseteil 23, 38 und das
obere Ende des Düsenkörpers 10 sind
auf eine herkömmliche
Weise innerhalb einer Hutmutter 42 aufgenommen. Wenn die
Einspritzeinrichtung die Form eines so genannten „Unit Injektors" besitzt, sind der
Pumpkolben und zu diesem gehörende
Pumpenkomponenten der Pumpen zum Liefern von Kraftstoff unter hohem
Druck an den Förderraum 20 innerhalb eines
gemeinsamen Gehäuses
angeordnet.
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Im
Gebrauch strömt,
wenn das Überströmventil
der Pumpe geschlossen ist, um eine Druckerhöhung von Kraftstoff innerhalb
der Pumpkammer zu bewirken, Kraftstoff unter hohem Druck, der zu
dem Einlass 24 der Einspritzeinrichtung gefördert wird, durch
den Versorgungsdurchgang 22 und wird daher sowohl zu der
ringförmigen
Kammer 18 als auch durch die erste Verengung 34 hindurch
zu der Druckkammer 32 gefördert. Kraftstoff, der zu der
Druckkammer 32 gefördert
wird, kann bei einer gedrosselten Rate durch die zweite Verengung 40 und
zu dem Niederdruck-Durchgang 36 strömen. Kraftstoff,
der zu der ringförmigen
Kammer 18 gefördert
wird, kann an den Abflachungen 16 an der Fläche der
Ventilnadel 14 vorbei in den Förderraum 20 hinein
strömen.
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Es
wird ein Punkt erreicht, an dem die Kraft, die auf die Ventilnadel-Druckfläche wirkt,
infolge des Kraftstoffdruckes innerhalb des Förderraumes 20 ausreicht,
um die kombinierte Kraft der Feder 28 und der Kraft infolge
des Kraftstoffdruckes innerhalb der Druckkammer 32, die
auf den Kolben 30 wirkt, zu überwinden, und die Ventilnadel 14 wird
dazu gebracht, dass sie sich von dem Ventilnadelsitz weg hebt, um
eine Einspritzung einzuleiten.
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Es
wird aus der Geometrie der in 1 gezeigten
Einspritzeinrichtungsanordnung einzusehen sein, dass die Druckwelle
durch den Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 die
Druckkammer 32 kurz vor der ringförmigen Kammer 18 erreicht.
Da jedoch die erste und zweite Verengung 34, 40 vorgesehen
sind, die den Durchfluss in die und aus der Druckkammer 32 drosseln,
ist die Größe der Druckwelle
an der Druckkammer 32 etwas geringer als an der ringförmigen Kammer 18.
Die Anstiegsrate des Kraftstoffdruckes innerhalb der Druckkammer 32 ist
daher kleiner als die Anstiegsrate des Kraftstoffdruckes innerhalb des
Förderraumes 20,
wodurch eine Druckdifferenz zwischen der Druckkammer 32 und
dem Förderraum 20 erzeugt
wird. Der Düsenöffnungsdruck,
bei dem die Ventilnadel 14 dazu gebracht wird, sich von
dem Ventilnadelsitz zu heben, um eine Einspritzung einzuleiten,
wird durch die Kraft infolge des Kraftstoffdruckes innerhalb des
Förderraumes 20,
die auf die Oberfläche
der Druckfläche
der Ventilnadel wirkt, die Vorbelastung der Feder 28 und
die Kraft infolge des Kraftstoffdruckes innerhalb der Druckkammer 32,
die auf die Oberfläche
des Kolbens 30 wirkt, bestimmt. Die Druckdifferenz zwischen
der Druckkammer 32 und dem Förderraum 20 beeinflusst
daher den Düsenöffnungsdruck
und, da die Kennlinien der Druckwelle durch den Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 hindurch
von der Pumpgeschwindigkeit (wie von der Maschinendrehzahl bestimmt)
abhängig
sind, ändert
sich diese Druckdifferenz und daher der Düsenöffnungsdruck mit der Maschinendrehzahl.
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Falls
es erwünscht
ist, eine Einspritzung zu beenden, ist das Überströmventil der Pumpe offen, sodass
eine weitere Kolbenbewegung einfach Kraftstoff in die Pumpkammer
hinein saugt und Kraftstoff aus dieser verdrängt, und der Druck des zu dem Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 geförderten Kraftstoffes
ist reduziert. Wenn der Kraftstoffdruck innerhalb des Förderraumes 20 unter
den vorbestimmten Betrag reduziert wird, bei dem die Kraft nach oben,
die auf die Ventilnadel-Druckfläche
wirkt, durch die Kraft der Feder 28, die in Kombination
mit dem Kraftstoffdruck innerhalb der Druckkammer 32 wirkt, überwunden
wird, wird die Ventilnadel 14 gegen den Ventilnadelsitz
gedrängt,
um die Einspritzung zu beenden.
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In
einer alternativen Anordnung zu der zuvor beschriebenen, kann der
Kolben 30 mit der Ventilnadel 14 direkt verbunden
sein, wobei in diesem Fall die Schubstange einteilig mit dem Kolben 30 gebildet
ist. In dieser Ausführungsform
ist es effektiv eine Fläche der
Ventilnadel, die einem Kraftstoffdruck innerhalb der Druckkammer 32 ausgesetzt
ist.
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Die 3 bis 5 veranschaulichen
drei Schnittdarstellungen einer Ausführungsform der Erfindung. Wie
in der in 4 gezeigten Darstellung zu sehen,
liegt eine untere Fläche
des Kolbens 30 an einem Ende der Schubstange 41 an,
deren anderes Ende mit der Ventilnadel 14 über ein
Lastübertragungselement 43 verbunden
ist. Das Lastübertragungselement 43 definiert
einen Sitz für
ein Ende der Feder 28, wobei das andere Ende der Feder 28 mit einer
Beilegscheibe 44, die an einem oberen Ende der Federkammer 26 angeordnet
ist, in Eingriff steht. Die Beilegscheibe 44 ist derart
ausgewählt,
dass sie die gewünschte
Federvorbelastung bereitstellt, die wiederum den Düsenöffnungsdruck
beeinflusst, wie unten stehend in größerem Detail beschrieben.
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Die
Einspritzeinrichtung in den 3 bis 5 unterscheidet
sich von der in 1 dadurch, dass die Kraft, die
auf die Ventilnadel 14 wirkt, um die Nadel von dem Sitz
wegzudrängen,
auf eine Druckfläche
wirkt, die einem Kraftstoffdruck innerhalb der ringförmigen Kammer 18 ausgesetzt
ist, und die Abflachungen 16 und der Förderraum 20 in der
Düse von 1 weggelassen
sind. Eine Bewegung der Ventilnadel 14 in der in den 3 bis 5 gezeigten
Ausführungsform
wird jedoch auf dieselbe Weise bewirkt und erfolgt, wenn ein Kraftstoffdruck
innerhalb der ringförmigen
Kammer 18 ausreicht, um die kombinierte Kraft einer Feder
und eines Kraftstoffdruckes, die auf das hintere Ende der Nadel
wirkt, zu überwinden,
wie in größerem Detail
unten stehend beschrieben.
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Die
Einspritzeinrichtung in den 3 bis 5 unterscheidet
sich von der in den 1 und 2 auch dadurch,
dass das obere Ende des Düsenkörpers 10 an
einer ersten Fläche
einer Adapterplatte 46 anliegt, durch die hindurch sich
ein Abschnitt des Hochdruck-Versorgungsdurchgangs 22 erstreckt,
wobei die entgegengesetzte Fläche
der Adapterplatte 46 an dem zweiten Einspritzeinrichtungsgehäuse 38 anliegt.
Das zweite Einspritzein richtungsgehäuse 38, die Adapterplatte 46 und
der obere Endbereich des Düsenkörpers 10 sind
auf eine herkömmliche
Weise innerhalb der Hutmutter 42 aufgenommen. Das zweite
Einspritzeinrichtungsgehäuse 38 und
die Adapterplatte 46 sind mit entsprechend geformten Bohrungen
oder Vertiefungen versehen, in denen ein Fixierstift 47 aufgenommen
ist, um eine korrekte Ausrichtung der Teile sicherzustellen.
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Wie
in den in den 3 bis 5 gezeigten Darstellungen
ersichtlich, ist das zweite Einspritzeinrichtungsgehäuse 38 zusätzlich zu
dem Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 auch
mit einer zusätzlichen
Bohrung 48 versehen, von der ein Ende mit der Druckkammer 32 über eine
Kreuzbohrung 54 in dem zweiten Einspritzeinrichtungsgehäuse 38 kommuniziert.
Die zusätzliche
Bohrung 48 kommuniziert mit einem Bereich des Hochdruck-Versorgungsdurchgangs 22 über einen
Abzweigdurchgang 56, der durch eine Vertiefung, die in
der oberen Endfläche
der Adapterplatte 46 vorgesehen ist, definiert ist. Es
wird daher einzusehen sein, dass ein erster Strömungsweg zwischen dem Einspritzeinrichtungseinlass 24 und
der ringförmigen
Kammer 18 durch den Hochdruck-Versorgungsdurch-gang 22 definiert
ist und ein zweiter Strömungsweg
zwischen dem Einspritzeinrichtungseinlass 24 und der Druckkammer 32 durch
einen Abschnitt des Hochdruck-Versorgungsdurchgangs 22,
den Abzweigdurchgang 56, die zusätzliche Bohrung 48 und
die Kreuzbohrung 54 definiert ist. Wie am besten durch
einen Vergleich der 3 und 4 ersichtlich,
besitzen der erste und zweite Strömungsweg unterschiedliche Strömungslängen.
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Der
Betrieb der Einspritzeinrichtung in den 3 bis 5,
um eine Einspritzung einzuleiten, ist ähnlich dem zuvor für die Anordnung
in den 1 und 2 beschriebenen. Kraftstoff
wird von der Pumpe über
den Einspritzeinrichtungseinlass 24 zu dem Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 gefördert und
kann in die ringförmige
Kammer 18 strömen. Kraftstoff
unter hohem Druck innerhalb des Versorgungsdurchgangs 22 kann
auch durch den zweiten Strömungsweg
hindurch in die Druckkammer 32 hinein strömen und
bringt eine Kraft nach unten auf den Kolben 30 und somit
auf die Ventilnadel 14 über
die Schubstange 41 und das Lastübertragungselement 43 auf.
Wenn der Kraftstoffdruck innerhalb der ringförmigen Kammer 18 auf
einen Betrag angestiegen ist, der ausreicht, um die Kraft infolge
der Feder 28, die in Kombination mit der Kraft infolge
des hohen Kraftstoffdruckes innerhalb der Druckkammer 32 wirkt,
zu überwinden,
wird die Ventilnadel 14 von dem Ventilnadelsitz weggedrängt und
eine Einspritzung beginnt.
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Der
Düsenöffnungsdruck
wird durch die Differenz des Kraftstoffdruckes zwischen der Druckkammer 32 und
der ringförmigen
Kammer 18 und auch durch die Vorbelastung der Feder 28 bestimmt. Auf
Grund der Länge
der zusätzlichen
Bohrung 48, durch die hindurch Kraftstoff zu der Druckkammer 32 strömt, und
somit der unterschiedlichen Strömungsweglängen zwischen
dem Einspritzeinrichtungseinlass 24 und der ringförmigen Kammer 18 und
zwischen dem Einspritzeinrichtungseinlass 24 und der Druckkammer 32 erreicht
die durch den Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 hindurch übertragene
Druckwelle die ringförmige
Kammer 18 vor der Druckwelle an der Druckkammer 32.
Für niedrige Maschinendrehzahlen,
wenn die Rate eines Druckanstieges gering ist, hat diese Differenz
der Strömungsweglänge einen
relativ weniger bedeutenden Einfluss auf die Druckdifferenz über die
Kammern 32, 18 als für höhere Maschinendrehzahlen, wenn
die Rate eines Druckanstieges höher
ist. Für niedrigere
Maschinendrehzahlen ist der Düsenöffnungsdruck
daher höher
als für
höhere
Maschinendrehzahlen. Die Ausführungsform
der 3 bis 5 bietet daher auch den Vorteil,
dass der Düsenöffnungsdruck
mit der Maschinendrehzahl von einem relativ höheren Düsenöffnungs druck bei relativ niedrigen
Maschinendrehzahlen zu einem relativ geringeren Düsenöffnungsdruck
bei höheren
Maschinendrehzahlen variabel ist.
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Die
Länge der
zusätzlichen
Bohrung 48 zu der Druckkammer 32 kann derart gewählt sein,
dass sie die gewünschten
variablen Düsenöffnungsdruck-Kennlinien
mit der Maschinendrehzahl ergibt. In einer alternativen Anordnung
kann der Abzweigdurchgang 56 zu der Druckkammer 32 mit
dem Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 weiter unterstromig
von dem in den 3 bis 5 gezeigten Punkt
kommunizieren, um eine größere Differenz
der Strömungsweglänge zu erzeugen.
Zum Beispiel kann der Abzweigdurchgang 56 durch eine Vertiefung
oder Nut definiert sein, die in einer oberen Fläche des Düsenkörpers 10 vorgesehen
ist.
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In
der Ausführungsform
der 3 bis 5 definiert der Hochdruck-Versorgungsdurchgang 22 einen
gemeinsamen Bereich sowohl der ersten Strömungsweglänge zwischen dem Einspritzeinrichtungseinlass 24 und
der ringförmigen
Kammer 18 als auch der zweiten Strömungsweglänge zwischen dem Einspritzeinrichtungseinlass 24 und
der Druckkammer 32.
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Als
ein bevorzugtes optionales Merkmal kann der Versorgungsdurchgang
22 mit
einer Verengung (in den beiliegenden Fig. nicht gezeigt) versehen
sein, was eine Reduktion der Kraft, die auf die Ventilnadel-Druckfläche wirkt,
wenn die Ventilnadel von ihrem Sitz gehoben wird, zur Folge hat.
Es wird daher eine kleinere Kraft benötigt, um die Ventilnadel einzusetzen,
was einen schnelleren Nadelverschluss zulässt. Solch ein Merkmal ist
in dem europäischen Patent
EP 0 767 304 der Anmelderin
beschrieben und hat zum Ergebnis, dass der Druck, der während einer
Einspritzung auf die Druckfläche
wirkt, kleiner ist als der vor der Einspritzung.
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Die
in den 3 bis 5 gezeigte Ausführungsform
der Erfindung ist von der Art, bei der eine Unit-Pump von der Einspritzeinrichtung
entfernt angeordnet ist und Kraftstoff von der Pumpkammer der Pumpe
zu der Einspritzeinrichtung über
eine separate Hochdruck-Kraftstoffleitung fördert. Es wird jedoch einzusehen
sein, dass die Erfindung gleichermaßen auf vereinte Pumpen-Einspritzeinrichtungsanordnungen
anwendbar ist, bei denen der Einspritzeinrichtungsdüsenkörper und
ein Pumpenkörper
innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses
in einer sogenannten „eng
gekoppelten" Unit
Pump/Injektor-Anordnung angeordnet sind.