-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Mechanismus für eine schnelle
Kanalumschaltung in einem Wireless Local Area-Netzwerk (WLAN) des
Standards 802.11(h), wobei die Kanalumschaltung unabhängig von
dem Bakenintervallzeitraum ausgeführt wird.
-
Die
Eigenschaften der Medienzugriffskontrollschicht (Medium Access Control – MAC) und
der Bitübertragungsschicht
(Physical – PHY)
für Wireless
Local Area-Netzwerke
sind im Standard IEEE 802.11(h) spezifiziert, der in dem Internationalen
Standard ISO/IEC 8802-111, "Information
Technology-Telecommunications and Information exchange between systems – Local
and metropolitan area networks – Specific
Requirements, Part 11: Wireless LAN Medium Access Control (MAC)
and Physical (PHY) specifications", Ausgabe 1999, definiert ist. Der Standard
stellt einen Mechanismus bereit, mit dem eine von der MAC-Schicht
vorgenommene Kanalumschaltung angekündigt wird. Genauer gesagt,
stellt die MAC-Schicht ein Kanalumschaltankündigungselement bereit, das
von einem AP in einem BSS-Netzwerk oder einer STA in einem IBSS-Netzwerk
verwendet wird, um den Zeitpunkt des Wechsels zu einem neuen Kanal
sowie die Kanalnummer des neuen Kanals anzukündigen. Das Kanalumschaltankündigungselement
enthält
ein "Kanalumschaltzähl"-Feld, das auf den
gleichen Wert wie die Anzahl der Zielbakenübertragungs-Male (Target Beacon Transmission Times – TBTTs)
gesetzt wird, die sich vollziehen müssen, bevor das Netzwerk zu
einem neuen Kanal umgeschaltet wird.
-
Ein
Nachteil der Durchführung
einer Kanalumschaltung gemäß dem Standard
IEEE 802.11 ist, dass es in bestimmten Fällen zu einer erheblichen Latenz,
d.h. Verzögerung,
kommen könnte,
weil man auf den Vollzug wenigstens eines oder mehrerer TBTTs warten
muss, bevor eine Kanalumschaltung möglich ist. Des Weiteren kann
es sein, dass diese Latenz die DFS-Vorgabe für WLANs, die im 5 GHz-Band
arbeiten, in einigen Regulierungsdomänen in Europa nicht erfüllt. Genauer
gesagt, schreibt die DFS-Vorgabe vor, dass das WLAN keine anderen
am selben Ort befindlichen Systeme stören darf, wie zum Beispiel
Radarsysteme, die missionskritische Funktionen erfüllen. Um
solche Störungen
zu vermeiden, muss jegliche Kommunikation in den Bändern, in
denen andere primäre
Nutzer detektiert werden, innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe
gestoppt werden. Das Stoppen der Kommunikation innerhalb der Zeitvorgabe
ist angesichts dieser angesprochenen Latenz möglicherweise nicht durchführbar.
-
Cevello,
G. und Mitarbeiter, "Dynamic
Channel Selection (DCS) Scheme for 802.11", IEEE 802.11-00/195, 12. Juli 2000,
Seiten 1–7,
beschreibt einen Mechanismus für
eine dynamische Kanalauswahl für
ein WLAN vom Standard 802.11. Ein Zugangspunkt (Access Point) kann
den Kanal bestimmen, mit dem es sich am besten arbeiten lässt, und
die Umschaltung aller zugeordneten Stationen veranlassen, wobei
sein Basisdienst auf den neu gewählten
Kanal eingestellt wird. Er kann einen Rundsende-Frame mehrere Male übertragen,
der anzeigt, wann und zu welchen Kanälen die Stationen umspringen
sollen.
-
Dementsprechend
besteht Bedarf an einem Kanalumschaltregime, das auf der MAC-Schicht
in den Standard IEEE 802.11 integriert werden kann, das die angesprochene
Kanalumschaltlatenz überwindet
und das außerdem
die DFS-Regulierungsvorgabe erfüllt,
die für
WLANs, die in Europa im 5 GHz-Band arbeiten, gilt.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft demnach ein Verfahren und ein System
für eine
schnelle Kanalumschaltung in einem Wireless Local Area-Netzwerk
(WLAN) zur Durchführung
einer "schnellen
Kanalumschaltung",
um die Kanalumschaltlatenz zu minimieren und dadurch eine Störung des
Betriebes anderer am selben Ort befindlicher Systeme zu verhindern,
wie zum Beispiel von Radarsystemen, die missionskritische Funktionen
erfüllen,
insbesondere im 5 GHz-Band. Es ist zu beachten, dass die Erfindung
zwar für
die Verwendung in WLANs, die im 5 GHz-Band arbeiten, geeignet ist,
aber ebenso auch in anderen Bändern,
wie zum Beispiel dem 2,4 GHz-Band, Anwendung finden kann.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt eine Reihe von Ausführungsformen zur Durchführung einer
schnellen Kanalumschaltung in einem WLAN bereit. In allen Ausführungsformen
könnte
der Quellknoten ein AP in einer BSS oder eine STA in einer IBSS
sein.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung wird ein "schneller" Kanalmodus offenbart,
der ein Verfahren zum Durchführen
einer schnellen Kanalumschaltung für mehrere Stationen (STAs)
ist, die sich innerhalb des Versorgungsgebietes einer Basisdienstgruppe
(Basic Service Set – BSS)
oder einer unabhängigen Basisdienstgruppe (Independent
Basic Service Set – IBSS)
befinden. Gemäß dem "schnellen" Kanalmodus werden
alle STAs von einem momentanen Betriebskanal in der BSS oder IBSS
zu einem angekündigten
Betriebskanal in einem Zeitraum umgeschaltet, der in hoch-auflösenden Zeiteinheiten
(Mikrosekunden) angegeben wird. Dadurch kann sich die Kanalumschaltung
in weniger als einem einzelnen Bakenzeitraum vollziehen. Das Verfahren
enthält
folgende Schritte: Bestimmen, ob ein neuer Kanal, der durch mehrere
STAs verwendet werden soll, benötigt
wird; Rundsenden – durch
einen Quellknoten – eines
Kanalumschaltankündigungselements
(Channel Switch Announcement Element – CSAE), wobei das CSAE einen
angekündigten
Kanal und eine Kanalumschaltzeit enthält; und Umschalten der STAs
auf den angekündigten
Kanal vor dem Ablauf der Kanalumschaltzeit, was unabhängig von
dem Bakenintervall erfolgt.
-
Gemäß einem
Merkmal dieser Ausführungsform
kann durch Spezifizieren einer Kanalumschaltzeit mit einer höheren Auflösung als
ein Bakenintervall eine Kanalumschaltlatenz von jedem beliebigen
Wert erreicht werden. Ferner wird es gemäß einem weiteren Merkmal dieser
Ausführungsform
ermöglicht,
dass der Austausch von Übertragungen
von allen STAs auf dem momentanen Kanal so lange weiter stattfinden
kann, bis die Kanalumschaltzeit abgelaufen ist.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung ein weiteres Verfahren zur Durchführung einer
schnellen Kanalumschaltung für
mehrere Stationen (STAs) bereit, die sich innerhalb des Versorgungsgebietes
einer Basisdienstgruppe (Basic Service Set – BSS) oder einer unabhängigen Basisdienstgruppe
(Independent Basic Service Set – IBSS)
befinden, was im vorliegenden Text als der "stille" Kanalmodus bezeichnet wird. Beim "stillen" Kanalmodus wird
ein Verfahren bereitgestellt, um schnell alle weiteren Übertragungen
in einem momentanen Betriebskanal zu stoppen, wenn ein CSAE von
einem Quellknoten (d.h. von einem AP in einer BSS oder einer STA
in einer IBSS) kommend empfangen wird, das einen "stillen" Bitsatz enthält. Das
Verfahren enthält
folgende Schritte: Bestimmen, ob ein neuer Kanal, der durch mehrere STAs
verwendet werden soll, benötigt
wird; Rundsenden eines CSAE durch den Quellknoten, wobei das CSAE einen
angekündigten
Kanal und eine Kanalumschaltzeit enthält; bei Empfang des CSAE in
den STAs Stoppen des gesamten weiteren Frame-Austauschverkehrs in
dem momentanen Kanal; und Umschalten aller STAs auf den neuen Kanal
in einem Zeitraum, der durch die Kanalumschaltzeit definiert wird.
-
Gemäß einem
Merkmal dieser Ausführungsform
kann die Zeit, in der eine Umschaltung auf den angekündigten
Kanal erfolgt, in Bakenintervallen spezifiziert werden. Im Gegensatz
zur vorherigen Ausführungsform,
in der das Umschalten unabhängig
von dem Bakenintervall erfolgte, kann die Kanalumschaltzeit in Bakenintervallen
spezifiziert werden. Eine solche Spezifizierung ermöglicht eine
längere
Umschaltzeit, damit das Netzwerk zuerst die anderen Kanäle im Netzwerk
auf ihre Kanalqualität
und das mögliche
Vorhandensein bereits vorhandener primärer Nutzer in den anderen Kanälen abtasten
kann. Dennoch werden die regulatorischen Vorgaben aufgrund der Tatsache
erfüllt,
dass kein weiterer normaler Frame-Austauschverkehr auf dem momentanen
Kanal zugelassen wird.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird eine Verbesserung der vorherigen Ausführungsform offenbart, die im
vorliegenden Text als der "Wiederholungs"-Modus bezeichnet
wird. Der "Wiederholungs"-Modus ist eine Weiterentwicklung
im Vergleich zum "stillen" Modus der vorherigen
Ausführungsform. Beim "Wiederholungs"-Modus wird die Möglichkeit
berücksichtigt,
dass eine oder mehrere STAs das CSAE, das durch den Quellknoten
im "stillen" Modus rundgesendet
oder übermittelt
wurde, um das Übertragen
auf dem Kanal einzustellen, nicht gehört haben. Dadurch fahren jene
STAs, die das durch den Knoten rundgesendete CSAE nicht hören, fort,
irrtümlich
MAC-Frames über
das Netzwerk zu übertragen.
Um das Fortsetzen dieser irrtümlichen Übertragungen
in dem momentanen Kanal zu verhindern, wird erwogen, dass jede STA,
die einen irrtümlichen
MAC-Frame empfängt,
das CSAE ein einziges Mal erneut übertragen darf, bevor die Zeit für das Umschalten
auf den angekündigten
Kanal abläuft.
Es wird davon ausgegangen, dass auf diese Weise das CSAE, das von
einer STA erneut rundgesendet wird, von jenen STAs gehört wird,
die das anfänglich
vom Quellknoten rundgesendete CSAE nicht gehört haben. Wenn während eines
nach dem Zufallsprinzip erfolgenden Zurückziehens ein CSAE, das zur
selben BSS oder IBSS gehört,
empfangen wird, so darf die Übertragung nicht
stattfinden. Dadurch wird eine Konkurrenz mehrerer STAs bei der
erneuten Übertragung
von CSAEs aufgelöst.
-
Ein
weiterer Aspekt der Erfindung stellt ein System zum Durchführen einer "schnellen Kanalumschaltung" in einem WLAN bereit.
Das System enthält
ein Mittel zum Bestimmen, ob ein neuer Kanal, der durch mehrere
STAs verwendet werden soll, benötigt
wird; ein Mittel zum Rundsenden – durch einen Quellknoten – eines
Kanalumschaltankündigungselements,
das eine Kanalumschaltzeit enthält,
die einen Wert aufweist, der von dem Bakenintervall unabhängig ist;
und ein Mittel zum Umschalten der STAs auf einen neuen Betriebskanal
bei Ablauf der Zeit, die durch die Zeit zum Umschalten auf den angekündigten
Kanal vorgegeben ist.
-
Das
System kann des Weiteren in alternativen Ausführungsformen ein Mittel enthalten,
um den gesamten weiteren Frame-Austauschverkehr in dem momentanen
Kanal zu stoppen, nachdem in den STAs ein Kanalumschaltankündigungselement
empfangen wurde; sowie ein Mittel zum erneuten Versenden des Kanalumschaltankündigungselements
durch eine STA in dem Fall, dass eine oder mehrere STAs das von
dem Quellknoten rundgesendete erstgesendete CSAE nicht hören.
-
Ein
vollständigeres
Verständnis
des Verfahrens und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ergibt sich
aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung
mit den begleitenden Zeichnungen, in denen Folgendes dargestellt
ist:
-
1 veranschaulicht
die Architektur eines Drahtloskommunikationssystems, auf das Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung Anwendung finden.
-
2 veranschaulicht
ein vereinfachtes Blockschaubild eines Zugangspunktes (Access Point – AP) und
jeder Station (STA) innerhalb einer konkreten Basisdienstgruppe
(Basic Service Set – BSS)
gemäß der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
3(a) veranschaulicht das Format eines
Kanalumschaltankündigungselements
zum Senden von Informationen von einem AP zu jeder Station (STA)
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
3(b) veranschaulicht das Format des Umschaltmodus-Teilfeldes
des Kanalumschaltankündigungselements
von 3(a) gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
In
der folgenden Beschreibung werden zum Zweck der Erläuterung
(und nicht der Einschränkung) konkrete
Details dargelegt, wie zum Beispiel die konkrete Architektur, konkrete
Schnittstellen, konkrete Techniken usw., um ein gründliches
Verständnis
der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen. Aus Gründen der
Einfachheit und Klarheit wird auf detaillierte Beschreibungen einschlägig bekannter
Vorrichtungen, Schaltkreise und Verfahren verzichtet, um nicht die
Beschreibung der vorliegenden Erfindung durch unnötige Details
in den Hintergrund treten zu lassen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Regime zur schnellen Kanalumschaltung
zum Verringern der Kanalumschaltlatenz zum Verhindern des Störens des
Betriebes anderer am selben Ort befindlicher Systeme, wie zum Beispiel
Radarsysteme, die missionskritische Funktionen im 5 GHz-Band erfüllen. Dem
Fachmann ist klar, dass diese Erfindung ohne Weiteres auf andere
Frequenzbänder
ausgedehnt werden kann, wie zum Beispiel das 2,4 GHz-Band, wobei
andere Spezifikationen für
die Bitübertragungsschicht
verwendet werden, wie zum Beispiel die Spezifikation IEEE 802.11b
PHY.
-
1 veranschaulicht
ein repräsentatives
Netzwerk, auf das Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung anzuwenden sind. Gemäß dem Prinzip der Erfindung
wird ein Regime zur schnellen Kanalumschaltung bereitgestellt, das
es einem Zugangspunkt (Access Point – AP) in einem BSS-Netzwerk,
wie gezeigt, (oder einer STA in einem IBSS-Netzwerk) ermöglicht,
die Kanalumschaltlatenz zu minimieren und dadurch ein Stören des
Betriebes anderer am selben Ort befindlicher Systeme, wie zum Beispiel
Radarsysteme, die missionskritische Funktionen erfüllen, insbesondere
im 5 GHz-Band, zu vermeiden. Es ist zu beachten, dass das in 1 gezeigte
Netzwerk zur besseren Veranschaulichung klein ist. In der Realität enthalten
die meisten Netzwerke eine weit größere Anzahl mobiler STAs. Es
ist des Weiteren anzumerken, dass 1 und die
folgende Beschreibung zwar im Zusammenhang mit einem BSS-Netzwerk
dargestellt sind, die Prinzipien der Erfindung aber gleichermaßen für ein IBSS-Netzwerk
gelten.
-
Die
vorliegende Erfindung findet Anwendung auf ein Wireless Local Area-Netzwerk (WLAN),
indem sie es dem AP ermöglicht,
rasch eine Kanalumschaltung oder eine Beendigung der Übertragung
auf dem betreffenden Kanal für
alle oder einige Stationen (STAs), die zu seiner BSS gehören, in
Reaktion auf eine Störung von
anderen nicht-zugehörigen
Nutzern zu veranlassen. Zum Beispiel kann sich die STA3 der
BSS1 in einem überlappenden Bereich mit einer
benachbarten BSS2 befinden, wodurch es zu
Konkurrenz durch die STA2 in der benachbarten
BSS2 kommt. Alternativ kann die STA3 durch ein in der Nähe befindliches nicht-802.11-kompatibles
Gerät gestört werden,
das zu einem anderen primären
Nutzer, wie zum Beispiel Satelliten- oder Radarsystemen, gehört. Zu diesem
Zweck nimmt die vorliegende Erfindung Änderungen an der 802.11-MAC-Spezifikation vor,
die entweder einen schnellen Übergang
zu einem neuen Frequenzkanal oder ein rasches Beenden des Sendens
auf einem momentanen Frequenzkanal ermöglicht. Diese Änderungen
unterstützen
das Erfüllen
der durch das European Radio Communications Committee (ERC) auferlegten
Vorgaben und steigern die Leistung des Betriebes eines WLANs des
Standards 802.11 im 5 GHz-Band oder in anderen Bändern, zum Beispiel dem 2,4
GHz-Band. Dem Fachmann leuchtet ein, dass diese Erfindung ohne Weiteres
auf andere Frequenzbänder
ausgedehnt werden kann, zum Beispiel das 2,4 GHz-Band, wobei andere Spezifikationen für die Bitübertragungsschicht
verwendet werden, wie zum Beispiel die Spezifikation IEEE 802.11b
PHY.
-
Wenden
wir uns 2 zu. Der AP und jede STA innerhalb
des in 1 gezeigten WLAN kann ein System mit einer Architektur
enthalten, die in dem Blockschaubild von 2 veranschaulicht
ist. Sowohl der AP als auch die STA können eine Anzeige 20,
eine CPU 22, einen Sender-Empfänger (Tx/Rx) 24, eine
Eingabevorrichtung 26, ein Speichermodul 28, einen
Direktzugriffsspeicher (Random Access Memory – RAM) 30, einen Nurlesespeicher
(32) und einen gemeinsamen Bus 40 enthalten. Obgleich
in der Beschreibung Begriffe genannt werden können, die üblicherweise zur Beschreibung
bestimmter Computersysteme verwendet werden, gelten die Beschreibung
und die Konzepte gleichermaßen
auch für
andere Verarbeitungssysteme, einschließlich Systeme mit Architekturen,
die von denen, die in 2 gezeigt sind, verschieden
sind. Der Sender-Empfänger 24 ist
an eine (nicht gezeigte) Antenne angeschlossen, um gewünschte Daten
zu senden, und sein Empfänger
wandelt empfangene Signale in entsprechende digitale Signale um.
Die CPU 22 arbeitet unter der Steuerung eines Betriebssystems,
das in dem ROM 32 enthalten ist, und verwendet den RAM 30 zur Durchführung der
Frequenzauswahl innerhalb eines Wireless Local Area-Netzwerks (WLAN),
indem der AP in die Lage versetzt wird, für einige oder alle Stationen
(STAs), die seiner BSS zugeordnet sind, einen neuen Kanal oder eine
neue Drahtlosverbindung bereitzustellen.
-
Vor
dem Beschreiben der verschiedenen Ausführungsformen zum Ausführen einer
schnellen Kanalumschaltung gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Implementierung zum Auswählen der verschiedenen Ausführungsformen
im Kontext einer Modifizierung des Kanalumschaltankündigungselements
in der MAC-Schicht beschrieben. Eine Art der Implementierung der
verschiedenen Ausführungsformen
zur "schnellen Kanalumschaltung" der Erfindung besteht
in der Modifizierung des Kanalumschaltankündigungselements (Channel Switch
Announcement Element – CSAE),
bei dem es sich um einen Typ von Informationselement handelt, das
als die Komponente eines Verwaltungs-Frames enthalten sein kann,
um Dienste in einem Drahtlosnetzwerk zu erbringen. Wie einschlägig bekannt
ist, definiert ein CSAE einen neuen Frequenzkanal und den Zeitpunkt,
an dem zu ihm umzuschalten ist, was im IEEE-Standard P802.11/D0.1,
Er gänzungsentwurf
zum Standard für
Telekommunikation und Informationsaustausch zwischen Systemen, definiert
ist.
-
Wenden
wir uns 3a zu, wo ein Format für ein Kanalumschaltankündigungselement
(CSAE) 31 gezeigt ist, das gemäß der Erfindung modifiziert
ist. Gemäß dieser
Darstellung enthält
das modifizierte CSAE 31 zwei herkömmliche Felder und ein zusätzliches
Feld, d.h. das "Umschaltmodus"-Feld zusätzlich zu
dem "Element-ID"-Feld und dem "Längen"-Feld. Zu den herkömmlichen Feldern gehört ein "Umschalten zu Kanal"-Feld, das die Nummer
eines Frequenzkanals angibt, zu dem umzuschalten ist. Es ist auch
eine "Kanalumschaltzählung" gezeigt, die herkömmlicherweise
angibt, wie viele Baken (einschließlich des momentanen Baken-Frames)
erscheinen müssen,
bevor es zur Kanalumschaltung der BSS kommt. Jedoch hat gemäß den im vorliegenden
Text beschriebenen Ausführungsformen
die "Kanalumschaltzählung" eine alternative
Darstellung. Und zwar stellt die "Kanalumschaltzählung", wie im vorliegenden Text beschrieben,
eine Rückwärtszählzeit in
Mikrosekunden dar, wobei, wenn diese abgelaufen ist, die STAs von
einem momentanen Betriebskanal zu dem angekündigten Kanal umschalten müssen. Das
zusätzliche
Feld ist das "Umschaltmodus"-Feld, das als ein
einzelnes Oktett gezeigt ist und dem Auswählen einer der Ausführungsformen
dient, die weiter unten noch zu beschreiben sind.
-
3b veranschaulicht
eine mögliche
Implementierung für
das "Umschaltmodus"-Byte von 3a, wobei
Bit-Felder des einzelnen Oktetts zum Auswählen der verschiedenen Ausführungsformen
verwendet werden. Wie gezeigt, dient das Bit-Feld Null zum Auswählen des "schnellen" Betriebsmodus'; Bit-Feld Eins dient
zum Auswählen
des "stillen" Betriebsmodus', und Bit-Feld Zwei
dient zum Auswählen
des "Wiederholungs"-Betriebsmodus'. Es versteht sich jedoch, dass die
Erfindung nicht auf diese konkrete Hardware- oder Software-Implementierung
beschränkt
ist und jede zweckmäßige Technik
zum Implementieren der Funktionen der im vorliegenden Text offenbarten
Ausführungsformen
verwenden kann.
-
Es
werden nun die einzelnen Ausführungsformen
beschrieben.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird ein "schneller" Betriebsmodus beschrieben,
wobei die STAs bei Ablauf der "Kanalumschaltzähl"-Zeit unabhängig von
dem Bakenintervallzeitraum alle schnell von einem momentanen (ersten)
Kanal zu einem neuen (zweiten) Kanal umgeschaltet werden.
-
Wenden
wir uns wieder 1 zu. Es kann zur Notwendigkeit
eines schnellen Umschaltens in einer Situation kommen, wo eine STA,
wie zum Beispiel STA4, durch ein in der
Nähe befindliches
nicht-802.11-kompatibles Gerät
gestört
wird, das zu anderen primären
Nutzern, wie zum Beispiel Satelliten- oder Radarsystemen, gehört. Zu diesem
Zweck nimmt die vorliegende Erfindung eine Änderung an der 802.11-MAC-Spezifikation vor,
die eine schnelle Reaktion auf die detektierte Störung in
Form eines Übergangs
von einem momentanen Kanal zu einem neuen Kanal innerhalb eines
in Mikrosekunden spezifizierten Zeitraums unabhängig von dem Bakenintervall
ermöglichen
würde.
Es ist anzumerken, dass eine Kanalumschaltung gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Einschränkung
des Standes der Technik überwindet,
insofern, als beim Stand der Technik das Umschalten über eine
bestimmte Anzahl von Bakenintervallen hinweg und ausschließlich an
den Grenzen der Bakenintervalle erfolgen muss.
-
Es
wird nun eine Modifizierung der 802.11.MAC-Spezifikation beschrieben,
die einen schnellen Übergang
von einem momentanen Kanal zu einem neuen Kanal für den Betrieb
des Netzwerkes ermöglichen
würde.
-
Während des
Betriebes im "schnellen" Modus nimmt der
AP bei Detektion einer Störung
auf einem momentanen Betriebskanal eine Rundsendung des CSAE 31 an
die STAs in dem Netzwerk vor, wobei das "Umschaltmodus"-Bitfeld dem "schnellen" Modus entspricht, d.h. auf 1 gesetzt
ist. Nach dem Empfang des CSAE 31 in den STAs wird der "schnelle" Betriebsmodus detektiert,
und das "Kanalumschaltzähl"-Feld wird als eine
Rückwärtszählzeit (in
Mikrosekunden) interpretiert, bei der es sich um eine Zeit handelt,
die in jeder STA rückwärts gezählt wird,
um von einem momentanen Kanal zu dem angekündigten Kanal umzuschalten. Die
Kanalumschaltzählzeit
wird ab dem Punkt rückwärts gezählt, an
dem das Ende der MPDU, die das CSAE 31 trägt, in der
STA detektiert wird (siehe Punkt "A").
Es ist zu beachten, dass die Rückwärtszählzeit zum
Umschalten von Kanälen
gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
unabhängig
von dem Bakenintervallzeitraum ist. Es ist des Weiteren anzumerken,
dass der Rahmen-Austauschverkehr auf dem momentanen Kanal solange
weitergeführt
werden darf, bis die "Kanalumschaltzähl"-Feld abgelaufen
ist. Das heißt,
das Senden auf dem momentanen Kanal wird bei Empfang des CSAE 31 nicht
eingestellt. Vielmehr erfolgt die Einstellung des Sendens auf dem
momentanen Kanal nach dem Verstreichen der Rückwärtszählzeit.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
wird ein "stiller" Betriebsmodus beschrieben,
der sich in zweierlei Hinsicht von der vorherigen "schnellen" Ausführungs form
unterscheidet. Erstens wird im vorliegenden Modus das Senden auf
dem momentanen Kanal bei Empfang des CSAE 31 eingestellt.
Ein erster Unterscheidungspunkt zwischen den beiden Ausführungsformen
ist, dass bei der vorliegenden Ausführungsform für das Einstellen
des Sendens keine Rückwärtszählzeit abzuwarten
ist. Es erfolgt im Wesentlichen sofort, wie weiter unten beschrieben
wird. Als weiterer Unterschied zur vorherigen Ausführungsform
kann die Kanalumschaltung über
einen Zeitraum von sieben Bakenintervallen erfolgen. Das heißt, sie
erfolgt nicht im Wesentlichen unmittelbar, wie es in der vorherigen
Ausführungsform
der Fall ist. Diese längere
Kanalumschaltzeit kann unter anderem aus folgenden Gründen wünschenswert
sein: (1) Abtasten aller in Betrieb befindlichen Steuerkanäle in dem
WLAN, um den "besten" Steuerkanal zu finden.
Wenn ein Steuerkanal mit guter Empfangsqualität gefunden ist, so kann das
WLAN entscheiden, zu diesem Kanal umzuschalten. Und (2): Bestimmte
STAs in dem Netzwerk können
sich in einem Stromsparmodus befinden und darum nicht bereit sein,
sofort zu einem neuen Kanal umgeschaltet zu werden.
-
Während des
Betriebes im "stillen" Modus nimmt der
AP bei Detektion einer Störung
auf einem momentanen Betriebskanal (d.h. durch einen primären Nutzer)
eine Rundsendung des CSAE 31 an die STAs in dem Netzwerk
vor, wobei das "Umschaltmodus"-Bitfeld dem "stillen" Modus entspricht,
d.h. auf Bit 1 von 3b gesetzt ist. Nach dem Empfang
des CSAE 31 in den STAs wird der "stille" Betriebsmodus detektiert, und das "Kanalumschaltzähl"-Feld wird als eine
Rückwärtszählzeit (in
Mikrosekunden oder Bakenintervallen, je nach der Einstellung des
Bis 0) interpretiert, bei der es sich um eine Zeit handelt, die
in jeder STA rückwärts gezählt wird,
um zu einem neuen Kanal umzuschalten. Im Gegensatz zu der vorherigen
Ausführungsform
kann die Kanalumschaltzählzeit
in der Größenordnung
mehrerer Bakenintervalle liegen. Diese Unterscheidung ist auf die
Tatsache zurückzuführen, dass
die vorliegende Ausführungsform
vor allem auf das rasche Einstellen des Sendens auf dem Kanal und
auf das Ermöglichen
einer Kanalumschaltung zu einem späteren Zeitpunkt abzielt.
-
Um
das Senden auf dem momentanen Kanal schnell einzustellen, wird ein
Ende des CSAE 31 in den STAs detektiert. Ab einem Zeitpunkt,
der mit der Detektion des Endes des CSAE 31 übereinstimmt,
werden keine neuen Rahmenaustauschsequenzen in dem momentanen Kanalmehr
zugelassen. Die STAs dürfen
erst dann mit dem Senden weiterer Rahmenaustauschsequenzen auf dem
angekündigten
Kanal beginnen, nachdem eine Kanalumschaltzählzeit abgelaufen ist. Oder
anders ausgedrückt:
Weitere Über tragungen
werden auf dem angekündigten
Kanal erst dann zugelassen, nachdem die Kanalumschaltzählzeit abgelaufen
ist. Des Weiteren muss in einem BSS-Netzwerk die STA abwarten, bis
sie eine Bake oder eine Sondierungsreaktion von dem AP hört, bevor
sie Frames der Klasse 2 oder Klasse 3 sendet.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
wird ein "Wiederholungs"-Betriebsmodus beschrieben.
Dieser Modus wird nun anhand des Netzwerks von 1 beschrieben.
Der "Wiederholungs"-Modus ist eine Weiterentwicklung
des oben beschriebenen "stillen" Modus', weil er die Möglichkeit
berücksichtigt,
dass eine oder mehrere STAs, d.h. STA1,
möglicherweise
das CSAE 31, das durch den Quellknoten, d.h. AP1, rundgesendet wurde, um das Senden auf
dem Kanal zu beenden, nicht hört.
Wenn das geschieht, so fährt
die STA1, die das vom AP1 rundgesendete
CSAE 31 nicht hört,
fort, MAC-Frames auf dem momentanen Kanal zu senden, wodurch das
Ziel, das Senden auf dem Kanal einzustellen, nicht erreicht wird.
Um das Senden dieser MAC-Rahmen-Übertragungen
zu verhindern, wird gestattet, dass irgend eine andere STA (d.h.
STA2, STA3), die
das anfänglich
gesendete CSAE 31 vom Quellknoten AP1 hört und die
ebenfalls anschließend
einen MAC-Frame
von einer STA, empfängt,
das CSAE 31 ein einziges Mal erneut sendet, bevor die Zeit
zum Umschalten auf den angekündigten
Kanal abläuft.
Wenn wir zum Beispiel annehmen, dass STA2 oder
STA3 das ursprünglich rundgesendete CSAE 31 vom
Quellknoten AP1 hört, so würde sowohl die STA2 als
auch die STA3 versuchen, das CSAE 31 erneut
zu senden. Jedoch müssen
sowohl die STA2 als auch die STA3 vor dem erneuten Senden des CSAE 31 ein
Zufalls-Rückzugsintervall
abwarten, das gemäß dem IEEE-Standard 802.11 ausgeführt wird. Während der
Rückzugszeit
sendet die STA mit dem kürzeren
Zufalls-Rückzugsintervall,
zum Beispiel STA2, das CSAE 31 erneut,
und die übrigen
STAs, zum Beispiel STA3, stoppen ihre Übertragungen,
wenn sie die erneute Übertragung
hören.
Man hofft, dass auf diese Weise das von der STA2 neu
gesendete CSAE 31 nun von der STA1 gehört wird.
-
Wie
aus dem oben Dargelegten hervorgeht, hat die vorliegende Erfindung
insofern einen Vorteil, als ein Konflikt mit primären Nutzern
in dem Band durch die Nutzung eines der oben beschriebenen Betriebsmodi minimiert
oder vollständig
beseitigt wird, d.h. indem entweder das Senden auf dem Kanal rasch
eingestellt wird oder rasch zu einem neuen Kanal umgeschaltet wird.
Es ist zu beachten, dass die obige Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
dazu dient, einen Fachmann in die Lage zu versetzen, die vorliegende
Erfindung herzustellen oder zu nutzen. Die verschiedenen Modifizierungen dieser
Ausführungsformen
sind – wie auch
weitere Ausführungsformen – für den Fachmann
sofort auch ohne erfinderischen Geist offensichtlich. Darum besteht
nicht die Absicht, die vorliegende Erfindung auf die im vorliegenden
Text gezeigten Ausführungsformen
zu beschränken.
Vielmehr ist ihr der weiteste Geltungsbereich zuzumessen, der durch
die im vorliegenden Text offenbarten Prinzipien und neuartigen Merkmale
erfasst wird.
-
Legende der Zeichnungen
-
Fig. 1
-
- Non-802.11 Device: Nicht dem Standard 802.11 entsprechendes
Gerät
-
Fig. 2
-
- 20: Anzeige
- 22: Prozessor (CPU)
- 26: Eingabevorrichtung
- 28: Speicher
-
-
Fig. 3B
-