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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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FACHGEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Telekommunikationstechnik
und insbesondere ein Verfahren zur Freigabe einer Benutzereinrichtung
(UE), wie etwa Mobilstationen und persönliche digitale Assistenten
(PDAs) sowie eine Vielfalt von anderen Einrichtungen, unter Verwendung des
Funkruf-Steuerkanals (PCCH). Die Prozedur kann entweder eine Freigabemeldung
in die Funkrufnachricht einschließen, oder sie kann die Freigabeprozedur über den
PCCH ermöglichen.
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BESCHREIBUNG DES STANDS DER
TECHNIK
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Die
Veröffentlichung „Universal
Mobile Telecommunications System (UMTS); RRC Protocol Specification
(3GTS 25.331 v 3.1.0 Release 1999)", insbesondere „3GTS 25.331", Seite 36, Abschnitt 8.1.2.1.
und Seite 37, Abschnitt 8.1.4.5. – Abschnitt 8.1.4.6., zeigt
eine Freigabeprozedur. Jedoch definiert Abschnitt 8.1.4.2. eindeutig,
daß die
auf den Seiten 36 und 37 besprochene Prozedur erfordert, daß die Benutzereinrichtung
(UE) im Zustand CELL DCH oder CELL FACH ist. Sowohl im CELL DCH-Zustand als auch
im CELL FACH-Zustand gibt es einen festgeschalteten Steuerkanal
(DCCH) zur Übertragung
von Signalisierungsnachrichten zwischen der UE und dem RAN. Somit
lehrt 3GTS 25.331 die Verwendung eines festgeschalteten Steuerkanals
für die Freigabe-
und Bestätigungsnachrichten.
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WO 99/17579 betrifft eine
Funkrufprozedur eines Mobilfunkgeräts in einem Mobiltelefonnetzwerk.
Um eine leitungsvermittelte Verbindung aufzubauen, sendet das Mobiltelefonnetzwerk
eine Funkrufanforderung, als deren Ergebnis das Mobiltelefon in
eine Bereitschafts-Betriebsart
für eine
leitungsvermittelte Verbindung wechselt. Es wird nichts über eine
Freigabeprozedur wie in der vorliegenden Erfindung erwähnt.
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WO 94/05095 (Seite 7, Zeile
30 bis Seite 8, Zeile 13; Seite 10, Zeilen 2–5; und
2) zeigt
die Verwendung eines gemeinsamen Steuerkanals für die Aufwärtsstrecken-Signalisierung
zwischen der UE und dem RAN. Es gibt keine Lehren oder Vorschlage
zum Senden einer Freigabenachricht an die UE über den Funkruf-Steuerkanal.
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Das
US-Patent 5 745 695 betrifft
das Aussetzen des Datendienstes, während man im System angemeldet
bleibt, und die entsprechende Signalisierung von einer entfernten
Station an einen Unterstützungsknoten.
Funkrufanforderungen werden während
der Zeiträume übermittelt,
in denen keine Daten übermittelt
werden. Es gibt keine Lehren oder Vorschläge zum Senden einer Freigabenachricht
an die entfernt gelegene Station über den Funkruf-Steuerkanal.
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WO 98/48581 betrifft ein
Verfahren zur Aufhebung der Zuweisung eines oder mehrerer physischer
Kanäle,
die vorher für
die paketvermittelte Übertragung
zwischen einer Vielzahl von Mobilstationen zugewiesen waren. Das
technische Gebiet, das diese Veröffentlichung
betrifft, kann grundsätzlich
mit der Freigabe eines Funkkanals verglichen werden, da die Aufhebung
der Zuweisung eine Freigabe eines Kanals für eine Übertragung (paketvermittelt)
zugunsten einer anderen Übertragung,
nämlich
einer leitungsvermittelten Verbindung, bedeutet. Es wird erwähnt, daß, um die
Aufhebung der Zuweisung zu erreichen, eine RLC/MAC-Steuernachricht
rundgesendet wird, und zwar auf der gleichen Trägerfrequenz, die für den nicht
mehr zugewiesenen physischen Kanal verwendet wurde. Somit beschreibt
die Veröffentlichung
nicht die spezifische Kanalfreigabe gemäß der vorliegenden Erfindung.
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„Third
Generation Partnership Project RRC Protocol Specification", Ausgabe 1999, Seiten 32–33, 36–37, 71–73 und
99–105
(im Nachhinein als „Ausgabe
99" bezeichnet):
In Ausgabe 99 wird ein Breitband-Codemultiplex-Mehrfachzugriffs-(WCDMA-)Standard
für die
drahtlose Kommunikationsgemeinschaft bereitgestellt. Die grundlegende
WCDMA-Architektur ist in 2 gezeigt, und für ein grundlegendes
Verständnis
eines beispielhaften WCDMA-Netzwerks sollte auf sie Bezug genommen
werden. Die folgenden allgemeinen Beschreibungen und generellen
Definitionen Tiefem weitere Hintergrundinformation und ermöglichen
das Verständnis
der Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung bereit.
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Eine
Benutzereinrichtung (UE) ist grundsätzlich ein Typ von Mobilfunk-Endgerät, durch
den ein Teilnehmer auf Dienste zugreifen kann, die durch das Kernnetzwerk
(CN) 200 des Betreibers angeboten werden.
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Jede
Funknetzwerk-Steuereinrichtung (RNC) 202a, b, c steuert
Funkressourcen und Funkkonnektivität innerhalb einer Menge von
Zellen. Eine Zelle 204A–204E ist ein geographisches
Gebiet, wo durch eine Basisstation Funkversorgung bereitgestellt
wird.
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Ein
UTRAN-Registrierungsbereich (URA) 206 ist grundsätzlich ein
geographischer Bereich, das eine oder mehrere Zellen 204A–204E umfaßt. Jeder
URA ist durch eine im wesentlichen eindeutige Kennung gekennzeichnet.
Die eindeutige Kennung wird in allen Zellen rundgesendet, die zum
URA 206 gehören.
Ein URA kann Zellen umfassen, die durch mehr als eine RNC 202 gesteuert
werden. URAs können
einander überschneiden,
weshalb in bestimmten Gebieten eine Menge von URA-Kennungen rundgesendet
werden kann.
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In
einer beispielhaften WCDMA-Luftschnittstelle gibt es drei fundamental
unterschiedliche Arten von Kanälen.
Die drei Kanaltypen sind physische Kanäle, Transportkanäle und logische
Kanäle.
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Ein
physischer Kanal ist die physische Funkressource, auf der Daten übertragen
werden. Datenelemente, wie etwa Frequenz, Code und Zeitschlitzinformation,
können
die auf einem physischen Kanal vorkommende Information kennzeichnen.
Beispiele für
physische Kanäle
sind der festgeschaltete physische Datenkanal (DPDCH) und ein untergeordneter
gemeinsamer physischer Steuerkanal (SCCPCH).
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Ein
Transportkanal wird verwendet, um Dienste von der physischen Schicht
bereitzustellen. Ein Transportkanal ist dadurch gekennzeichnet,
wie Daten übertragen
werden können.
Transportkanäle können die
Form eines gemeinsamen Transportkanals und eines festgeschalteten
Transportkanals haben. Die physische Schicht des Systems ordnet Transportkanäle den physischen
Kanälen
zu. Beispiele für
gemeinsame Transportkanäle
sind:
Direktzugriffskanal (RACH) – ein RACH-Kanal ist ein auf
Konkurrenz beruhender Aufwärtsstreckenkanal, der
für die Übertragung
von relativ kleinen Datenmengen (zum Beispiel für den ersten Zugriff oder festgeschaltete
Nicht-Echtzeit-Steuerungs- oder -Verkehrsdaten) verwendet wird;
Vorwärtszugriffskanal
(FACH) – ein
FACH ist ein gemeinsamer Abwärtsstreckenkanal
ohne Leistungssteuerung mit geschlossener Schleife. Ein FACH-Kanal
wird zur Übertragung
von relativ kleinen Datenmengen verwendet;
Rundsendekanal (BCH) – ein Rundsendekanal
ist ein Abwärtsstreckenkanal,
der zum Rundsenden von Systeminformation in einer gesamten Zelle
verwendet wird, so daß alle
UEs innerhalb der vorgesehenen Zelle Information empfangen, die
im BCH enthalten ist; und
Funkrufkanal (PCH) – ein PCH
ist ein Abwärtsstreckenkanal,
der zum Rundsenden von Steuerungsinformation in einer gesamten Zelle
verwendet wird, was effiziente UE-Schlafbetriebsart-Prozeduren ermöglicht,
die diskontinuierlichen Empfang (DRX) ermöglichen. Information, die gegenwärtig durch
den PCH verwendet wird, ist Funkruf- und Benachrichtigungsinformation.
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Ein
Beispiel für
einen festgeschalteten Transportkanal (DCH) ist ein Kanal, der zu
einer UE festgeschaltet ist, die in einem Aufwärtsstrecken- oder Abwärtsstreckenszenarium
verwendet wird.
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Der
dritte Kanaltyp ist der logische Kanal. Die MAC-Schicht stellt Datentransportdienste
auf den logischen Kanälen
bereit. Für
unterschiedliche Arten von Datenübertragungsdiensten,
wie durch MAC angeboten, kann eine Menge von logischen Kanälen definiert
werden. Jeder logische Kanaltyp wird durch die Art der Information
definiert, die von diesem darauf übertragen wird. Grundsätzlich gibt
es Typen von logischen Kanälen,
Steuerkanäle
(für die Übertragung
von Information der Steuerungsebene) und Verkehrskanäle (für die Übertragung
von Information der Benutzerebene).
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Steuerkanäle (CCH)
weisen Rundsende-Steuerkanäle
(BCCH), Funkruf-Steuerkanäle (PCCH),
festgeschaltete Steuerkanäle
(DCCH) und gemeinsame Steuerkanäle
(CCCH) auf. Steuerkanäle
werden nur für
die Übermittlung
von Information der Steuerungsebene verwendet. Solche Information weist
Signalisierungsinformation auf. Ein BCCH ist ein Abwärtsstreckenkanal
zum Rundsenden von Systemsteuerurgsinformation. Ein PCCH ist ein
Abwärtsstreckenkanal,
der Funkrufinformation übermittelt.
Ein PCCH wird verwendet, wenn eine UE Prozeduren für DRX (diskontinuierlichen
Empfang) nutzt. Ein CCCH ist ein bidirektionaler Kanal zur Übertragung
von Steuerungsinformation zwischen dem Netzwerk und der UE. Der
CCCH wird gewöhnlich durch
eine UE verwendet, die keine RRC-Verbindung mit dem Netzwerk hat.
Der CCCH wird auch durch eine UE verwendet, die gemeinsame Transportkanäle verwendet,
wenn die UE nach der Zellen-Neuauswahl auf eine neue Zelle zugreift.
Ein DCCH ist ein bidirektionaler Kanal, der festgeschaltete Steuerungsinformation
zwischen einer UE und dem Netzwerk überträgt. Ein DCCH wird mittels einer
RRC-Verbindungsaufbauprozedur aufgebaut.
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Was
Verkehrskanäle
(TCH) betrifft, so gibt es grundsätzlich zwei Arten von Verkehrskanälen: festgeschaltete
Verkehrskanäle
(DICH) und gemeinsame Verkehrskanäle (CTCH). Verkehrskanäle werden nur
verwendet, um Information der Benutzerebene zu übertragen. Solche Benutzerinformation
kann Benutzerdateninformation aufweisen. Der DICH ist ein Punkt-zu-Punkt-Kanal,
der nur zu einer UE auf einmal für
die Übermittlung
von Benutzerinformation festgeschaltet wird. Ein DICH kann sowohl
Aufwärtsstrecken-
als auch Abwärtsstreckendienste
bereitstellen. Ein CTCH ist ein unidirektionaler Punkt-Mehrpunkt-Kanal für die Übermittlung
von festgeschalteter Benutzerinformation, die allen oder einem spezifischen
Teil von festgelegten UEs bereitzustellen ist.
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Nach
der WCDMA-Spezifikation können
die folgenden Verbindungen zwischen den logischen Kanälen und
den oben besprochenen Transportkanälen bestehen: BCCH kann mit
BCH verbunden sein und kann auch mit FACH verbunden sein.
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PCCH
kann mit PCH verbunden sein.
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CCCH
kann mit RACH und FACH verbunden sein.
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DICH
kann entweder mit RACH und FACH, mit RACH oder mit einem DCH verbunden
sein.
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DCCH
kann entweder mit RACH und FACH oder mit einem DCH verbunden sein.
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CTCH
kann mit FACH verbunden sein.
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Die
Kanalzuordnungen, wie sie von der UE- und der UTRAN-Seite im System
gesehen werden, sind in 7A bzw. 7B gezeigt.
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Mit
Bezug auf ein Zustandsmodell einer UE offenbart nun 8 das
im allgemeinen verwendete Zustandsmodell einer UE. Nach dem Einschalten wird
in die Frei-Betriebsart (IM) eingetreten. Und innerhalb dieses Zustands
gibt es keine Verbindungen zwischen der UE und dem UTRAN. Wenn eine
Verbindung aufgebaut worden ist, wird der UE eine temporäre Funknetzwerkkennung
(U-RNTI und wahlweise eine C-RNTI) zugewiesen und die UE tritt in
die Betriebsart „verbunden" ein. Wenn sie in
der Betriebsart „verbunden" ist, gibt es vier
unterschiedliche Zustande. Jeder Zustand widerspiegelt einen Grad der
Aktivität.
Die vier Zustände
sind der CELL DCH-Zustand, der CELL FACH-Zustand, der CELL PCH-Zustand und der URA
CH-Zustand.
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Der
CELL DCH-Zustand ist dadurch gekennzeichnet, daß in ihm der UE mindestens
ein festgeschalteter Kanal (DCH) zugewiesen ist. Makrodiversity
kann zwischen den festgeschalteten Kanälen mehrerer Zellen verwendet
werden. Wenn festgeschaltete physische Kanäle zugewiesen werden, werden
festgeschaltete Transportkanäle
(DCHs) verwendet und diesen festgeschalteten physischen Kanälen zugeordnet.
In diesem CELL DCH-Zustand gibt es einen festgeschalteten Steuerkanal
(DCCH), der für
die Übertragung
von Signalisierungsnachrichten zwischen der UE und dem UTRAN verwendet wird.
Im CELL FACH-Zustand ist kein festgeschalteter physischer Kanal
zugewiesen, aber die UE kann kontinuierlich einen gemeinsamen Kanal
(den FACH) in der Abwärtsstrecke
abhören,
die zur ausgewählten Zelle
gehört.
In der Aufwärtsstrecke
verwendet die UE normalerweise einen Direktzugriffskanal (RACH). Bei
jeder Zellen-Neuauswahl aktualisiert die UE das Netzwerk mit ihrem
gegenwärtigen
Zellenstandort. In diesem FACH-Zustand gibt es einen festgeschalteten
Steuerkanal (DCCH), der zur Übertragung
von Signalisierungsnachrichten zwischen der UE und dem UTRAN verwendet
wird. Der DCCH wird vorzugsweise durch Anhängen der temporären Funknetzwerkkennung
(U-RNTI oder C-RNTI) an alle Signalisierungsnachrichten implementiert,
wodurch die individuelle UE angesprochen wird. Die U-RNTI (UTRAN RNTI)
ist eine globale Kennung, die in jeder Zelle im UTRAN verwendet
werden kann. Die C-RNTI
(Zellen-RNTI) gilt nur in einer einzigen Zelle und muß in jeder
Zelle neu zugeteilt werden. Andererseits ist die C-RNTI viel kürzer als
die U-RNTI, was Platz (Bandbreite) auf der Luftschnittstelle spart,
die verwendet wird. Es gibt auch einen CCCH (gemeinsamen Steuerkanal)
in diesem CELL FACH-Zustand,
der verwendet wird, wenn die Verbindung zur SRNC nicht verfügbar ist.
Er wird verwendet, um die Zellen-Neuauswahl über RNC-Grenzen hinweg abzuwickeln, wenn
Zellenaktualisierungs- oder URA-Aktualisierungsnachrichten
an die DRNC gesendet werden.
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Im
CELL PCH-Zustand überwacht
die UE einen Funkrufkanal (PCH) einer ausgewählten Zelle. Auf dem PCH verwendet
die UE diskontinuierlichen Empfang (DRX), um Strom zu sparen. Wenn
diskontinuierlicher Empfang verwendet wird, muß die UE den PCH nur in regelmäßigen Abständen abhören. Das
Prinzip dafür,
wann die UE abhören
soll, wird zwischen dem Netzwerk und der UE auf die einzelnen UEs
bezogen vorgeschrieben. Außerdem
aktualisiert die UE das Netzwerk mit ihrem gegenwärtigen Zellenstandort
zum Zeitpunkt der Zellen-Neuauswahl. Im CELL PCH-Zustand ist kein
DCCH verfügbar.
Auf dem PCH gibt es eine Fähigkeit,
individuelle UEs anzusprechen, aber eine UE kann keinerlei Signalisierungsnachrichten
zum Netzwerk transportieren.
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Der
URA PCH-Zustand ist dem CELL PCH-Zustand sehr ähnlich. In diesem Zustand hört die UE
ebenfalls den PCH ab, da sie den DRX verwendet. Der Unterschied
zwischen dem URA PCH-Zustand und dem CELL PCH-Zustand besteht darin,
daß die
UE im URA PCH-Zustand das Netzwerk nur nach dem Überschreiten von URA-Grenzen mit
ihrem Standort aktualisiert. Ein URA (UTRAN-Registrierungsbereich) ist eine Gruppe
von Zellen. Das bedeutet, daß sich
in diesem Zustand die UE in einer Position befindet, die grundsätzlich nur
auf der URA-Ebene bekannt ist.
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Die
Freigabe einer Funkressourcensteuerungs-(RRC-)Verbindung muß unter
Verwendung der RRC-Verbindungsfreigabeprozedur durchgeführt werden.
Um die RRC-Verbindungsfreigabeprozedur zu nutzen, muß eine UE
in einem Zustand sein, der es dem UMTS-Funkzugangsnetzwerk (UTRAN)
ermöglicht,
mit ihr auf einem der logischen Kanäle zu kommunizieren, speziell
dem festgeschalteten Steuerkanal (DCCH). Jedoch ändert sich der Zustand, wenn
sich die UE in verkehrsschwachen Bereichen befindet, und die UE
wechselt zur Überwachung
eines anderen logischen Kanals, bei dem es sich um den Funkruf-Steuerkanal
(PCCH) handelt. Der DCCH wird freigegeben und die UE hört nur den Funkrufkanal
ab. Darum muß das
UTRAN die UE rufen, damit diese in einen anderen Zustand wechselt, so
daß ein
festgeschalteter Steuerkanal zwischen ihnen aufgebaut werden kann.
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Mit
Bezug auf 4 (Stand der Technik) ist dort
ein Ablaufplan eines herkömmlichen
Verfahrens für
die Freigabe einer RRC-Verbindung dargestellt. Wenn es wenig Verkehr
zur oder von der UE gibt, ist die UE in einem Zustand, der nur den
Funkruf-Steuerkanal überwacht,
nämlich
entweder im CELL PCH-Zustand oder im URA PCH-Zustand. Im CELL PCH-Zustand
ist der UE kein festgeschalteter Kanal zugewiesen, und daher ist
an diesem Punkt keine Aufwärtsstreckenaktivität möglich. Auch
im URA PCH-Zustand ist der UE kein festgeschalteter Kanal zugewiesen,
was jegliche Aufwärtsstreckenaktivität verhindert.
Eine UE ist, wenn sie entweder im CELL PCH-Zustand oder im URA PCH-Zustand
ist, nur imstande, den PCCH zu überwachen.
Jede Aktivität zwischen
der UE und dem UTRAN bewirkt, daß die UE in den CELL FACH-Zustand übergeht.
Darum wechselt die UE, wenn das UTRAN in Schritt s400 die UE auf
dem PCH ruft, in Schritt s402 in den CELL FACH-Zustand. Wenn sie
in den CELL FACH-Zustand gewechselt ist, besteht kein festgeschalteter Kanal,
jedoch erlangt die UE die Fähigkeit, über einen
DCCH mit dem Netzwerk zu kommunizieren. In Schritt s404 wechselt
die UE nach Empfang eines Funkrufs die Zustände und überträgt eine CELL TIPDATE-Nachricht
(Zellenaktualisierung) auf dem gemeinsamen Steuerkanal (CCCH). Als
Antwort auf die aktualisierte Zelleninformation sendet das UTRAN
in Schritt s406 eine CELL UPDATE CONFIRM-Nachricht (Zellenaktualisierungsbestätigung)
auf dem festgeschalteten Steuerkanal. In Schritt s408 wird eine RNTI
REALLOCATION COMPLETE-Nachricht
(RNTI-Neuzuweisung abgeschlossen) auf dem DCCH an das UTRAN übertragen.
Schließlich
kann in Schritt s410 eine RRC CONNECTION RELEASE-Nachricht (RRC-Verbindungsfreigabe)
vom UTRAN an die UE gesendet werden. Wenn in Schritt s412 diese
Nachricht vom UTRAN empfangen worden ist, sendet die UE eine RRC
CONNECTION RELEASE COMPLETE-Nachricht (RRC-Verbindungsfreigabe abgeschlossen) zurück an das
UTRAN. Nach Schritt s412 löscht
das UTRAN in Schritt s414 alte Konfigurationen. In Schritt s416
gibt die UE alle Funkressourcen frei und tritt in die Frei-Betriebsart ein.
Wenn sie in der Frei-Betriebsart ist, erfaßt die UE Systeminformation, führt Messungen
durch und ist bereit, Funkruf- und Benachrichtigungsnachrichten
zu empfangen. Sowohl die UE als auch das UTRAN beenden die Freigabeprozedur
in den folgenden Schritten s418 und s420.
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Die
Nachteile der oben beschriebenen Prozedur beginnen mit der Tatsache,
daß ein
festgeschalteter Kanal verwendet werden muß, nur um eine UE freizugeben.
Ebenso muß in
der Luftschnittstelle und im UTRAN ein großer Umfang von Signalisierung
erfolgen, um die Freigabeprozedur abzuschließen, was die Geschwindigkeit
zum Teilnehmer verringert. Außerdem
wird eine erhebliche Batterieleistung der UE verbraucht, wenn die
Freigabe unter Verwendung der oben erwähnten herkömmlichen Prozedur abgeschlossen
wird. Darum besteht Bedarf an einem Verfahren zur Freigabe einer
UE auf effizientere Art und Weise.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Freigabe einer UE ohne
Verwendung eines festgeschalteten Steuerkanals, wodurch eine übermäßige Signalisierung
beseitigt wird. Das Verfahren besteht einfach darin, entweder eine
Freigabemeldung in der Funkrufnachricht zu haben oder die Verbindungsfreigabeprozedur
auf dem Funkruf-Steuerkanal zu ermöglichen. Bei Empfang der Freigabemeldung
oder der RRC CONNECTION RELEASE-Nachricht löst das Verfahren der vorliegenden
Erfindung entweder eine RRC CONNECTION RELEASE COMPLETE-Nachricht
aus, die an das UTRAN gesendet wird, worauf die Freigabe aller Funkressourcen
folgt, oder eine Freigabe aller Funkressourcen der UE, ohne das
UTRAN darauf hinzuweisen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Ein
umfassenderes Verständnis
des Verfahrens und des Systems der vorliegenden Erfindung kann durch
Bezugnahme auf die folgende ausführliche
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen erlangt werden,
wobei diese folgendes zeigen:
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1 ist
ein Diagramm, das eine Vielfalt von Benutzereinrichtungen darstellt,
die dafür
verfügbar sind,
WCDMA gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
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2 ist
ein Blockschaltbild, das die Grundkomponenten eines Telekommunikationssystems darstellt,
das in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet wird.
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3 ist
ein Ablaufplan, der logische Kanäle darstellt,
die durch ein WCDMA-System genutzt werden.
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4 (Stand
der Technik) ist ein Ablaufplan, der die herkömmliche grundlegende Kanalsignalisierung
zwischen einer UE und einem UTRAN darstellt.
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5 ist
ein Ablaufplan einer ersten beispielhaften Ausführungsform des Verfahrens der
vorliegenden Erfindung, der die grundlegende Kanalsignalisierung
zwischen einer UE und einem UTRAN darstellt.
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6 ist
ein Ablaufplan einer zweiten beispielhaften Ausführungsform des Verfahrens der
vorliegenden Erfindung, der die grundlegende Kanalsignalisierung
zwischen einer UE und einem UTRAN darstellt.
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7A und 7B stellen
dar, wie logische Kanäle
Transportkanälen
zugeordnet werden, und zwar aus Sicht einer UE bzw. eines UTRAN.
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8 stellt
ein UE-Zustandsmodell und Zustandsübergänge dar.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
BEISPIELHAFTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Prozedur, um ein Mobiltelefon,
einen persönlichen
digitalen Assistenten oder eine andere drahtlose Einrichtung von
allen Funkressourcen, wie etwa logischen Kanalverbindungen, die
die Kommunikation von einem Mobiltelefon zu einem Netzwerk ermöglichen,
freizugeben. Die vorliegende Erfindung ist gleichermaßen auf zellulare
Kommunikationssysteme, wie etwa GSM, sowie mehrere andere Systeme
anwendbar. Jedoch wird zum Zweck der Beschreibung der Breitband-Codemultiplex-Mehrfachzugriff
(WCDMA) zur Bezugnahme verwendet.
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Das
Verfahren, das von der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ermöglicht,
daß ein
Mobiltelefon unter Verwendung von weniger Signalisierung als bei
der gegenwärtigen
Freigabeprozedur freigegeben wird. Zuerst wird eine Funkrufnachricht
mit einer Freigabemeldung an ein Mobiltelefon gesendet. Das Mobiltelefon
sendet dann entweder eine RRC CONNECTION RELEASE COMPLETE-Nachricht zurück an das
Netzwerk, die dem Netzwerk mitteilt, daß das Mobiltelefon die Freigabemeldung
empfangen hat und alle Funkressourcen freigeben wird, oder das Mobiltelefon
gibt alle Funkressourcen ohne zusätzliche Signalisierung an das
UTRAN frei. Indem nur wenige Signale erforderlich sind, um ein Mobiltelefon
freizugeben, kann die Überbelegung
verringert werden und die Prozedur wird viel schneller.
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Im
wesentlichen wird gemäß den beispielhaften
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Freigabe einer UE auf
effiziente Art und Weise bereitgestellt, das keinen festgeschalteten
Steuerkanal benötigt.
In der ersten und der zweiten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vermindert entweder eine Freigabemeldung
in einer Funkrufnachricht auf dem Funkruf-Steuerkanal oder die Zulassung der RRC CONNECTION
RELEASE-Nachricht über
den Funkruf-Steuerkanal
die gegenwärtige
Notwendigkeit, einen festgeschalteten Steuerkanal aufzubauen.
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Die
bevorzugten beispielhaften Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung und ihre Vorteile werden am besten durch
Bezugnahme auf 1–6 der Zeichnungen
verstanden.
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1 ist
eine grafische Darstellung von mehreren Arten von Einrichtungen,
die für
das WCDMA-Netzwerk 100 verfügbar sind. In diesem Beispiel kann
ein Benutzer mit einem zellularen Telefon 102, einem Video-Endgerät 106,
einem Server 108, einem Laptop-Computer 112 oder
einem persönlichen
digitalen Assistenten (PDA) 114 auf WCDMA zugreifen. Das
zellulare Telefon 102 kann WCDMA unter anderem für Sprach-
und Internetkommunikationen verwenden. Auf drahtlose Postkarten
und Visitenkarten 110 kann mit WCDMA zugegriffen werden.
Der Laptop-Computer 112 kann WCDMA für qualitativ hochwertige Videokonferenz-
und Internetanwendungen nutzen. Der PDA 114 kann WCDMA
zum Browsen im Internet, Videotelefonie, E-Mail, Nachrichten oder Spiele
verwenden. Die oben erwähnten
Einrichtungen sowie andere Varianten sind als Benutzereinrichtung
definiert.
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2 ist
ein Blockschaltbild eines beispielhaften Funkzugangsnetzwerks, das
gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird. Es gibt ein Kernnetzwerk 200,
das Zugriff auf Dienste für
Teilnehmer anbietet. Das Kernnetzwerk 200 ist mit einer Funknetzwerk-Steuereinrichtung 202A verbunden, die
Funkressourcen und Funkkonnektivität innerhalb einer Menge von
Zellen 204A ... 204E steuert. Ein UTRAN-Registrierungsbereich
(URA) 206 ist ein geographischer Bereich, der aus einer
oder mehreren Zellen besteht. Jeder URA 206 ist durch eine
eindeutige Kennung gekennzeichnet, die in allen Zellen, die zum
URA 206 gehören,
rundgesendet wird. Ein URA 206 kann aus Zellen 204A ... 204E bestehen,
die durch mehr als eine RNC 202A ... 202C gesteuert werden.
Eine Zelle 204A ... 204E ist ein geographischer
Bereich, wo Funkversorgung durch die Funkbasisstationseinrichtung
am Standort der Basisstation bereitgestellt wird. Jede Zelle 204A ... 204E ist durch
eine eindeutige Kennung gekennzeichnet, die in der Zelle rundgesendet
wird. Jede Zelle 204A ... 204E kann auf einer
Vielzahl von Kanälen
rundsenden, wie in 3 beschrieben.
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3 ist
ein Ablaufplan, der die logischen Kanäle darstellt, auf denen eine
beispielhafte UE Daten senden oder empfangen kann. Die logischen
Kanäle 300 können zu
einer von zwei Kategorien gehören,
nämlich
Steuerkanäle 302 oder
Verkehrskanäle 304.
Steuerkanäle 302 übermitteln
Information der Steuerungsebene, wie etwa Signalisierungsinformation.
Ein solcher Steuerkanal 302 ist ein Funkruf-Steuerkanal (PCCH) 306.
Der PCCH 306 ist ein Abwärtsstreckenkanal, der Funkrufinformation übermittelt.
Ein Rundsende-Steuerkanal 308 ist ein anderer Steuerkanal,
bei dem es sich um einen Abwärtsstreckenkanal
handelt, der zum Rundsenden von Systemsteuerungsinformation verwendet
wird. Der gemeinsame Steuerkanal 310 ist ein bidirektionaler Kanal,
der zur Übertragung
von Steuerungsinformation zwischen dem Netzwerk und den UEs verwendet wird.
Dieser Kanal wird gewöhnlich
durch UEs verwendet, die keine RRC-Verbindung mit dem Netzwerk haben,
und durch UEs, die gemeinsame Transportkanäle verwenden, wenn sie nach
der Neuauswahl auf eine neue Zelle zugreifen. Es gibt auch einen
festgeschalteten Steuerkanal 312 (DCCH), bei dem es sich
um einen bidirektionalen Punkt-zu-Punkt-Kanal handelt, der festgeschaltete Steuerungsinformation
zwischen einer UE und einem Netzwerk überträgt. Dieser Kanal wird mittels
einer RRC-Verbindungsaufbauprozedur aufgebaut. In den beispielhaften
Ausführungsformen
werden die Steuerkanäle 302 durch
ein WCDMA-System verwendet, um eine UE zu rufen und freizugeben.
In der gegenwärtigen
Freigabeprozedur signalisieren der Funkruf-Steuerkanal 306, der CCCH 310 und
der DCCH 312 eine UE und geben sie frei. Der PCCH 306 befördert eine
Funkrufnachricht mit der Kennungsnummer der UE oder einer temporären Nummer.
Die Funkrufnachricht weist die UE zum Beispiel auf einen ankommenden
Anruf oder eine ankommende Nachricht hin. Umgekehrt signalisieren
in der beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der CCCH 310 (der einem Direktzugriffskanal
zugeordnet ist) und der PCCH 306 eine UE und geben diese frei.
Daher werden im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren weniger
Kanäle
und weniger Signalisierung benötigt,
wenn die vorliegende Erfindung implementiert wird.
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4 (Stand
der Technik) ist ein Ablaufplan der herkömmlichen Freigabeprozedur einer
UE gemäß der Ausgabe
99 des WCDMA-Standards. In Schritt s400 empfangt eine UE in einem
verkehrsschwachen Bereich eine Funkrufnachricht. Unter Verwendung
herkömmlicher
Prozeduren wird eine Funkrufnachricht gesendet, zum Beispiel, um
eine Signalisierungsverbindung aufzubauen, um einen bestimmten UE-Zustand
auszulösen
oder um das Lesen von aktualisierter Systeminformation auszulösen. In
dieser bestimmten Prozedur wird in Schritt s402 die Funkrufnachricht
gesendet, um die UE in den Zellen-FACH-Zustand umzuschalten. Wenn sie im
neuen Zustand ist, sendet die UE eine CELL UPDATE-Nachricht an das
UTRAN. Dieser Schritt s404 wird immer als Antwort auf einen Funkruf
vorgenommen. In Schritt s406 sendet das UTRAN eine CELL UPDATE CONFIRM-Nachricht
auf einem festgeschalteten Steuerkanal. Als nächstes aktualisiert die UE
in Schritt s408 ihre Kennungen und sendet eine RNTI-(temporäre Funknetzwerkkennung)REALLOCATION
COMPLETE-Nachricht auf dem DCCH. Wenn der DCCH durch den obigen
Teil der Prozedur aufgebaut worden ist, kann der tatsächliche
Freigabeabschnitt der Prozedur ausgeführt werden. Das UTRAN kann
nun in Schritt s410 eine RRC CONNECTION RELEASE-Nachricht auf dem
DCCH an die UE senden, die jegliche laufenden Prozeduren in der
UE unterbrechen kann. In Schritt s412 wird eine RRC CONNECTION RELEASE
COMPLETE-Nachricht von der UE zurück an das UTRAN gesendet. An diesem
Punkt erfolgen sowohl Schritt s414 als auch s416. Wenn das UTRAN
die RRC CONNECTION RELEASE COMPLETE-Nachricht empfängt, löscht das
UTRAN alte Konfigurationen. Wenn die UE die RRC CONNECTION RELEASE
COMPLETE-Nachricht sendet, gibt die UE alle Funkressourcen frei
und tritt in eine Frei-Betriebsart ein. Nachdem die beiden Schritte
s414 und s416 erfolgt sind, endet die Prozedur sowohl in der UE
als auch im UTRAN mit den Schritten s418 und s420. 5 zeigt
ein erstes beispielhaftes Verfahren einer Freigabeprozedur gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Vorteile des beispielhaften Verfahrens sind unter
anderem ein verminderter Umfang der Signalisierung, eine verringerte Überlastung
und eine erhöhte
Schnelligkeit. Im beispielhaften Verfahren wird kein festgeschalteter
Steuerkanal benötigt,
vielmehr sendet der erste Schritt, Schritt s500, eine Freigabemeldung
in einer Funkrufnachricht oder sendet eine RRC CONNECTION RELEASE-Nachricht
auf dem Funkruf-Steuerkanal vom UTRAN, die jegliche laufenden Prozeduren
in der UE unterbrechen kann. In Schritt s502 wird eine RRC CONNECTION
RELEASE COMPLETE-Nachricht von der UE an das UTRAN auf dem CCCH
gesendet. Auf den Schritt s502 folgen die Schritte s504 und s506.
Wenn die UE die RRC CONNECTION RELEASE COMPLETE-Nachricht sendet,
gibt die UE in Schritt s506 alle Funkressourcen frei und tritt in
eine Frei-Betriebsart ein, und die Prozedur endet in Schritt s510
in der UE. Ebenso löscht
das UTRAN, wenn das UTRAN die RRC CONNECTION RELEASE COMPLETE-Nachricht empfangen
hat, in Schritt s504 alte Konfigurationen, und in Schritt s508 endet die
Prozedur im UTRAN.
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6 zeigt
ein zweites beispielhaftes Verfahren einer Freigabeprozedur gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die zweite Ausführungsform
verringert die Aufwärtsstreckenstörung, indem
keine Aufwärtsstreckennachricht
von der UE gesendet wird. Im ersten Schritt s600 wird eine Freigabemeldung
in einer Funkrufnachricht gesendet oder eine RRC CONNECTION RELEASE-Nachricht
wird über
den PCCH vom UTRAN an die UE gesendet. Nachdem die UE in Schritt
s602 diese Nachricht empfangen hat, gibt die UE alle Funkressourcen
frei und tritt in die Frei-Betriebsart ein. Schritt s604 beendet
die Prozedur auf Seiten der UE. Als nächstes gibt das UTRAN in Schritt
s606, der eine vorbestimmten Zeitraum später erfolgt, alle zur UE festgeschalteten Ressourcen
frei. Schritt s608 beendet die Prozedur auf Seiten des UTRAN.
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Aus
dem Vorhergehenden kann der Fachmann ohne weiteres erkennen, daß die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zur Freigabe einer UE mit minimaler Signalisierung
und ohne Aufbau eines festgeschalteten Steuerkanals bereitstellt.
Das offenbarte Verfahren kann eine UE im Vergleich zum Stand der
Technik auf effizientere Art und Weise freigeben. Insbesondere folgt
in einem ersten beispielhaften Verfahren, das eine Freigabemeldung
innerhalb der Funkrufnachricht nutzt, eine RRC CONNECTION COMPLETE-Nachricht
unmittelbar auf die Funkrufnachricht. In einem zweiten beispielhaften Verfahren
gibt die UE, wenn die Funkrufnachricht oder RRC CONNECTION RELEASE-Nachricht
empfangen wurde, alle Funkressourcen frei und tritt in eine Frei-Betriebsart
ein, ohne das UTRAN darauf hinzuweisen. Es werden keine überschüssigen Signale
oder Nachrichten übertragen,
um die UE freizugeben. Es wird für
den Fachmann auch offensichtlich, daß die Erfindung ohne weiteres
in herkömmlichen
UEs und im UTRAN implementiert werden kann, zum Beispiel durch geeignete
Veränderungen an
der Software, Hardware oder beidem.
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Es
sind zwar bevorzugte Ausführungsformen des
Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt und in der vorangegangenen ausführlichen
Beschreibung beschrieben worden, es versteht sich jedoch, daß die Erfindung
nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
begrenzt ist, sondern zu zahlreichen Neuanordnungen, Modifikationen
und Ersetzungen imstande ist, ohne vom Schutzbereich der Erfindung,
wie er in den beigefügten
Ansprüchen
ausgeführt
und definiert ist, abzuweichen.