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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Formgebung von zu laminierenden
Glasscheiben und betrifft speziell die gleichzeitige Formgebung
von einem Paar Glasscheiben durch eine Kombination aus Schwerkraftabsackbiegung,
Pressbiegung und statischem Luftdruck.
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Der
Wunsch von Kraftfahrzeugkonstrukteuren nach Windschutzscheiben mit
komplizierteren Biegungen und tieferen Senkungen und die Anforderung,
dass die Windschutzscheibe an ein vorgegebenes Oberflächenprofil über ihr
gesamtes Ausmaß angepasst
ist, stellt Anforderungen an den Glashersteller, schwieriger geformte
Glasteile mit strengeren Toleranzen zu erzeugen. Solche komplizierten
Formen werden für
Zwecke der Fahrzeuggestaltung gewünscht und sind erforderlich,
um zu ermöglichen, dass
die geformten Glasscheiben in ein gekrümmtes Formgebungsteil eines
Befestigungsrahmens an einer Fahrzeugkarosserie befestigt werden,
so dass das gekrümmte
Glas eine laminierte Sichtscheibe bildet, die sich mit der Form
des gekrümmten
Befestigungsrahmens der Fahrzeugkarosserie vereint, an dem es befestigt
wird.
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DE-A-3
715 151 offenbart die Formgebung von mindestens einer Glasscheibe
durch eine obere, vertikal bewegliche vollflächige Pressenfläche und ein
horizontal bewegliches unteres Ring-Formgebungswerkzeug mit einem
Formgebungsbalken über einer
Druckkammer oder einem Flansch, der mit einer Druckkammer verbunden
werden kann. Im ersten Fall ist die Kammer am unteren Formgebungswerkzeug
fixiert und über
ein flexibles Rohr mit der Quelle für unter Druck stehendes Gas
verbunden, wobei die Kammer im zweiten Fall gegen diesen Flansch
von unterhalb des Formgebungswerkzeugs gepresst wird, wenn sich
das Formgebungswerkzeug in der Formgebungsposition befindet. Die
Glasscheibe wird durch Absenken des oberen Formgebungswerkzeugs
auf das Ring-Formgebungswerkzeug und durch unter Druck setzen der
Kammer geformt.
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Es
würde vorteilhaft
sein, eine Anordnung zur Formgebung von Glasscheiben auf solche
komplizierten Formen bereitzustellen, wobei eine Markierung der
Glasscheiben während
des Biege- und Formgebungsvorgangs minimiert wird.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Dieses
Problem wird durch die Vorrichtung von Anspruch 1 und das Verfahren,
wie es in Anspruch 20 definiert ist, gelöst.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Es
zeigen:
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1 enthaltend 1A und 1B eine längsgerichtete
Seitenansicht einer Glasscheibenbiege-Kühlofenanordnung entsprechend
der vorliegenden Erfindung. 1A zeigt
den stromaufwärts liegenden
Teil und 1B den stromaufwärts liegenden
Abschnitt;
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2 eine
Ansicht entlang der Linie 2-2 von 1,
die eine quer gerichtete Erhöhung
der Pressenbiegestation der Kühlofenanordnung
gemäß 1 zeigt, die Merkmale der vorliegenden
Erfindung beinhaltet und ein Konturformgebungswerkzeug, das in seiner
abgesenkten Positionen dargestellt ist, und ein vollflächiges oberes
Formgebungswerkzeug aufweist;
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3 eine
Perspektivansicht eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels
eines unteren Konturformgebungswerkzeugs, das Merkmale der vorliegenden
Erfindung beinhaltet;
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4 und 5 schematische
Draufsichten von wechselnden, nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen
von Glasscheiben-Formgebungsanordnungen, die Merkmale der vorliegenden
Erfindung beinhalten;
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6 eine
Perspektivansicht einer weiteren nicht einschränkenden Glasscheiben-Halterungs- und
Transporteinrichtung, die Merkmale der vorliegenden Erfindung beinhaltet.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Formgebung von unter Hitze erweichten
Glasscheiben und insbesondere die gleichzeitige Formgebung eines übereinander
angeordneten Paares von Glasscheiben oder Dubletten für eine Windschutzscheibe,
wobei es aber verständlich
ist, dass die Erfindung verwendet werden kann, um eine beliebige
Anzahl von Scheiben aus einem beliebigen durch Hitze erweichbaren
Scheibenmaterial zu formen, wo es gewünscht wird, dass die Scheiben
präzise
und genau geformt sein sollten, und Markierungen der Scheiben auf
Grund der Formgebung minimiert sein sollten.
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Wie
sie hier verwendet werden, betreffen Raum- oder Richtungsbegriffe
wie "innen", "außen", "links", "rechts", "oben", "unten", "horizontal", "vertikal" und dergleichen
die Erfindung, wie sie in den gezeichneten Abbildungen gezeigt wird.
Es soll jedoch verständlich
sein, dass die Erfindung verschiedene alternative Orientierungen
annehmen kann und demzufolge solche Begriffe nicht als einschränkend angesehen
werden sollen. Ferner sollen alle Zahlen, die Abmessungen, physikalische
Eigenschaften usw. ausdrücken,
die in der Patentbeschreibung und den Ansprüchen verwendet werden, so verstanden
werden, dass sie in allen Fällen
durch den Begriff "etwa" modifiziert werden.
Dementsprechend können,
wenn es nicht gegensätzlich
angezeigt wird, die in der folgenden Patentbeschreibung und den
Ansprüchen dargelegten
numerischen Werte abhängig
von den gewünschten
Eigenschaften variieren, die die vorliegende Erfindung zu erreichen
sucht. Als allerletztes und nicht als ein Versuch, die Anwendung
der Ähnlichkeitslehre
an den Umfang der Ansprüche
einzuschränken,
sollte jeder numerische Parameter mindestens im Licht der Anzahl
von berichteten signifikanten Ziffern und durch Anwendung gewöhnlicher Rundungsverfahren
aufgefasst werden. Darüber
hinaus sollen alle hier offenbarten Bereiche so verstanden werden,
dass sie jede und alle Teilbereiche einschließen, die darin zusammengefasst
sind. Zum Beispiel sollte ein angegebener Bereich von "1 bis 10" so angese hen werden,
dass er jede und alle Teilbereiche zwischen (und einschließlich) dem
Minimalwert von 1 und dem Maximalwert von 10 aufweist, das heißt alle
Teilbereiche, die mit einem Minimalwert von 1 oder mehr beginnen
und mit einem Maximalwert von 10 oder weniger enden, und alle Teilbereiche
dazwischen, z. B. 1 bis 6,3 oder 5,5 bis 10 oder 2,7 bis 6,1. Außerdem bedeuten
Begriffe, wie sie hier verwendet werden, wie "positioniert auf" oder "gestützt
auf" positioniert
oder gestützt
auf, aber nicht notwendigerweise in direkter Oberflächenberührung damit.
Zum Beispiel schließt
eine "auf" einem Formgebungsbalken "positionierte" Glasscheibe das
Vorhandensein von einem oder mehreren anderen Materialien nicht
aus, die zwischen der Scheibe und der Oberfläche des Balkans angeordnet
sind.
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1A und 1B stellen
einen Heiz-, Formgebungs- und Glüh-Kühlofen zur
Formgebung von Glasscheiben entsprechend der vorliegenden Erfindung
dar. Der Kühlofen
beginnt stromaufwärts an
einer Ladezone 20 und weist eine Heizzone 22 mit einer
tunnelartigen Formgebung, eine Schwerkraftbiegezone 24 stromabwärts von
der Heizzone 22, und eine Pressenbiege- oder Formgebungsstation 26 unmittelbar
jenseits der Schwerkraftbiegezone 24, eine Glühzone 28,
die eine Tür 30 jenseits
der Formgebungsstation 26 aufweisen kann, und eine Kühlzone 32 in
einer Gesamtbeziehung im stromabwärts gelegenen Bereich des Kühlofens
auf. Ein Entladebereich 34 befindet sich jenseits der Kühlzone 32.
Es sollte erkannt werden, dass die vorliegende Erfindung nicht auf
den besonderen Typ des oben erörterten
Kühlofens
beschränkt
ist und in Verbindung mit anderen Typen des Kühlofens, z. B. kastenartigen Kühlöfen, in
denen eine Vielzahl von getrennten Behältern und Kästen enthalten sind, die jeweils
gehaltene Glasscheiben umschließen,
die durch den Kühlofen
in einer Stop-and-Go-Anordnung vorgerückt werden, wie in der Technik
bekannt ist, verwendet werden können.
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Mit
Bezug auf 1 und 2 erstreckt
sich eine Transporteinrichtung mit einer Vielzahl von Paaren von
Stumpfrollen 36, die in Querrichtung gegenüberliegender,
in Längsrichtung
beabstandeter Beziehung angeordnet sind, in der gesamten Länge des Kühlofens
und bildet einen Bewegungspfad entlang der längsgerichteten Bezugslinie.
Jede Stumpfrolle 36 ist an einer Welle (nicht dargestellt)
befestigt, die sich durch die Seitenwandung des Kühlofens
erstreckt und mit einem Transportantrieb (nicht dargestellt) verbunden
ist. Eine Formgebungswerkzeug-Umkehrtransporteinrichtung (nicht
dargestellt) erstreckt sich entlang des gesamten Kühlofens.
Die Transporteinrichtung kann in eine Anzahl von Sektionen eingeteilt
werden, die durch ihre eigene Antriebseinrichtung durch eine herkömmliche
Zahnstangen Antriebseinrichtung oder Kettenantriebe angetrieben werden,
oder die Transportsektionen können
von einem gemeinsamen Antrieb durch Kupplungen in einer Weise angetrieben
werden, die in der Technik bekannt ist. Eine Vielzahl von Formgebungswerkzeug-Tragwagen
(nur in 2 dargestellt) werden entlang
der Transporteinrichtung durch Rotationseingriff der Stumpfrollen 36 mit
sich in Längsrichtung
erstreckenden Tragbalken 40 transportiert, die entlang jeder
Seite des Wagens 38 angeordnet sind. Sich quer erstreckende
Halterungen 42 (nur eine wird in 2 dargestellt)
verbinden die Tragbalken 40 miteinander und bilden eine
Halterung für
Stützelemente
des unteren Formgebungswerkzeugs, wie später erörtert wird. Zusätzliche
sich in Längsrichtung
erstreckende Halterungen 43, die sich zwischen den Halterungen 42 erstrecken,
bilden eine zusätzliche Stütze des
Wagens 38.
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Mit
anhaltendem Bezug auf 2 ist ein Konturformgebungswerkzeug 44 am
Wagen 38 befestigt. Das Formgebungswerkzeug 44 weist
einen Formgebungsbalken 48 mit einer Stützfläche 50 auf, die an
eine Höhe
und einen Umriss der längs
und quer gerichteten Höhenform
angepasst ist, die für
die zu biegenden Glasscheiben G gewünscht wird, etwas innen liegend
vom Rand der Glasscheibe. Das in 2 veranschaulichte
Formgebungswerkzeug 44 hat einen durchgehenden festen Formgebungsbalken,
d. h., einen durchgehenden zentralen Abschnitt 52 und Endabschnitte 54.
Auf Wunsch kann das Formgebungswerkzeug 44 jedoch ein gelenkig
angeordnetes Konturformgebungswerkzeug (nicht dargestellt) sein
und einen feststehenden zentralen Abschnitt und ein Paar gegenüberliegender
drehgelenkig angeordneter Endform-Flügelsektionen aufweisen, wie
in der Technik bekannt ist. Das Konturformgebungswerkzeug 44 ist
relativ zum Wagen 38 angeordnet, so dass die geometrische
Mitte des Formgebungswerkzeugs im Allgemeinen mit der geometrische
Mitte eines oberen Formgebungswerkzeugs ausgerichtet ist, wenn der
Wagen 38 in der Pressenbiegestation 26 ausgerichtet
ist und das Konturformgebungswerkzeug 44 eine Pressenposition
einnimmt, wie später
ausführlicher
erörtert
wird. Bei dem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß 2 wird
das Formge bungswerkzeug 44 auf dem Wagen 38 über eine
Vielzahl von Querelementen 56 gehalten und daran gesichert,
die sich zwischen Querstützen 42 des
Wagens 38 erstrecken. Das Konturformgebungswerkzeug 44 ist
an den Elementen 56 in einer beliebigen zweckdienlichen
Weise gesichert.
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Mit
Bezug auf 2 und 3 weist
das Konturformgebungswerkzeug 44 eine Kammer oder Luftkammer
auf, die innerhalb des Umfangs der Formgebungsbalken 48 angeordnet
ist. Bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung weist das Konturformgebungswerkzeug 44 Seitenwandungen 58 und
eine untere Wandung 60 (nur in 2 dargestellt)
auf, die eine Kammer 62 bilden, die während des Pressenbiegevorgangs
der Glasscheibe unter Druck gesetzt wird, wie später ausführlicher erörtert wird. Insbesondere erstrecken sich
die Seitenwandungen 58 vom Formgebungsbalken 48 nach
unten zur unteren Wandung 60. Auf Wunsch können die
Seitenwandungen 58 mit dem Formgebungsbalken 48 integriert
sein. Die Seitenwandungen 58 und die untere Wandung 60 können aus
einem Material ausgebildet sein, das ein ausreichendes unter Druck
setzen der Kammer 62 berücksichtigen wird. Ohne Einschränkung der
vorliegenden Erfindung ist bei einem Ausführungsbeispiel der Formgebungsbalken 48 aus
einer 1/8 Zoll (etwa 3 mm) starken Edelstahlstange ausgebildet,
wobei die Seitenwandungen 58 aus einem 1/8 Zoll (etwa 3
mm) starken Edelstahlblech ausgebildet sind, die an dem Balken angeschweißt sind.
Bei einem weiteren nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
sind die Balken und die Seitenwandungen einstückig und aus einem 1/8 Zoll
(etwa 3 mm) starken Edelstahlblech ausgebildet, wobei der obere
Rand von jeder Seitenwandung 58 geschnitten, gefalzt oder
anderweitig geformt wird, um die gewünschten Höhenkonturen des Formgebungsbalkens 48 zu
bilden. Bei einem noch weiteren nicht einschränkenden Ausführungsbeispiel
sind die Seitenwandungen und die untere Wandung aus einer oder mehreren
Schichten aus flexiblem, wärmeresistentem
Tuch ausgebildet. Eine oder mehrere der Tuchschichten kann/können ein undurchlässiges Material
sein. Als eine Alternative können
die Materialien luftdurchlässig
sein, vorausgesetzt, dass die Kombination von Schichten eine ausreichend
dichte Sperre für
die Luft bildet, so dass ein gewünschter
Druck innerhalb der mit Tuch ausgekleideten Kammer aufrechterhalten
werden kann, wie später
ausführlicher
erörtert
wird.
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Bei
dem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß 2 und 3 werden
die Seitenwandungen 58 der Kammer 62 des Formgebungswerkzeugs 44 von
einem oberen Ringrahmen 64 und einem unteren Ringrahmen 66 gehalten
und verstärkt.
Der obere Rahmen 64 erstreckt sich um den Umfang der Formgebungskammer 62, ist
zwischen dem Formgebungsbalken 48 und dem unteren Rahmen 66 angeordnet
und an den Seitenwandungen 58 gesichert. Der untere Rahmen 66 erstreckt
sich um das Unterteil der Kammer 62 des Formgebungswerkzeugs 44.
Bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist das Formgebungswerkzeug 44 am Rahmen 66 durch die
untere Wandung 60 der Kammer 62 gesichert, wobei
der Rahmen 66 an den Stützelementen 56 gesichert
ist.
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Mit
anhaltendem Bezug auf 2 und 3 weist
die untere Wandung 60 eine Öffnung 68 auf, durch
die erhitztes Gas in die Kammer 62 eindringt und während des
Pressvorgangs der Glasscheibe unter Druck gesetzt wird. Obwohl nicht
einschränkend
bei der vorliegenden Erfindung, ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 2 und 3 eine
Ablenkplatte 70 über
der Öffnung 68 angeordnet
und von ihr beabstandet, so dass das während des Pressvorgangs in
die Kammer 62 eindringende Gas nicht direkt auf die nach
unten weisende untere Oberfläche
der unter Hitze erweichten Glasscheiben G aufprallt, die auf dem
Formgebungswerkzeug 44 gehalten werden. Eine Dichtungsanordnung 72 (nur
in 2 dargestellt) ist entlang der unteren Oberfläche 74 der
unteren Wandung 60 an der Öffnung 68 angeordnet,
so dass eine Quelle des erhitzten Gases an die Kammer 62 angeschlossen
und abgedichtet wird, wie später
ausführlicher
erörtert
wird. Bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist die Dichtungsanordnung 72 aus einem 1/8
Zoll (etwa 3 mm) dicken Stück
eines Fiberfrax-Papieres #970, gewerblich erhältlich bei McNeil Inc., Robbinsville,
NJ, ausgebildet, das zwischen zwei Schichten aus Edelstahlfolie
angeordnet ist.
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Die
Stützfläche 50 der
Formgebungsbalken 48 ist mit einer oder mehreren Schichten
eines weichen, wärmeresistenten
flexiblen Gewebes bedeckt, das keine Markierungen auf den heißen Glasscheiben
G hinterlässt,
während
sie auf dem Formgebungswerkzeug 44 gehalten werden oder
während des
Pressenbiegevorgangs, wie später
ausführlicher erörtert wird.
Das Gewebe 75 bildet ferner eine nachgiebige Hal terung
zwischen den Glasscheiben G und der Stützfläche 50 der Balken 48,
um eine Dichtung oder Versiegelung zu formen, die ein Austreten
des unter Druck stehenden Gases aus der Kammer 62 während des
Formgebungsvorgangs eingeschränkt und
bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
verhindert, wie erörtert
werden wird. Das Gewebe 75 bildet außerdem eine isolierende Oberfläche zwischen
den Glasscheiben G und der Stützfläche 50 der
Balken 48, um die Geschwindigkeit der leitenden Wärmeübertragung
zwischen ihnen zu verlangsamen. Das Gewebe wird um die Seitenwandungen 58 gewickelt
und daran gesichert, um zu gewährleisten,
dass die Stützfläche 50 vollständig bedeckt ist.
Bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
erstreckt sich das Gewebe über
den gesamten offenen oberen Bereich der Kammer 62, anstatt einfach
nur die Stützfläche 50 zu
bedecken. Spezieller und mit Bezug auf 3 erstreckt
sich das Gewebe 75 über
die Kammer 62 zwischen den Balken 48 und den Stützbereichen
der Glasscheiben innerhalb der Formgebungsbalken 48. Das
Gewebe 75 kann straff gezogen werden oder es wird zugelassen,
dass es in die Kammer 62 sackt. Obwohl nicht einschränkend bei
der vorliegenden Erfindung weist bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
das Gewebe 75 zwei Schichten aus Glasfaser-Presstuch #S-1NS7L90062301
auf, gewerblich erhältlich
bei Glassiech, Perrysburg, OH, das zwischen zwei Schichten aus gewirktem
Edelstahl-Presstuch #3KN/C3, gewerblich erhältlich bei Bekaert Fibre Technologies,
Marietta, GA angeordnet wird, wobei es über das obere offene Ende der
Kammer 62 gedehnt wird.
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Mit
Bezug auf 2 weist die Pressenbiegestation 26 außerdem einen
Heberahmen 76 auf. Der Rahmen 76 ist zwischen
und unter den Stumpfrollen 36 angeordnet und hat speziell
im Ausführungsbeispiel
gemäß 2 eine
gitterähnliche
Formgebung mit einer Vielzahl von miteinander verbundenen, sich quer
erstreckenden Trägern 78 (einer
ist in 2 dargestellt) und sich längs erstreckenden Trägem 80. Obwohl
nicht erforderlich, können
die Öffnungen
im Rahmen zwischen den Trägern
mit einer Isolierung (nicht dargestellt) ausgefüllt sein. Der Rahmen 76 ist an
einer Reihe von Ständern 84 gesichert,
die an einem Hebebalken 86 befestigt sind, der unter dem Rahmen 76 angeordnet
ist. Obwohl nicht einschränkend
bei der vorliegenden Erfindung, erstrecken sich bei dem speziellen
Ausführungsbeispiel
gemäß 2 entgegengesetzte
Enden 88 des Trägers 86 außerhalb
der Pressenbiegestation 26 und sind an Hebeeinrichtungen 90 befestigt,
die den Träger 86 anheben
und absenken, der wiederum mit dem Wagen 38 und dem unteren
Konturformgebungswerkzeug 44 während des Pressenbiegevorgangs
in Eingriff kommt und sie anhebt und absenkt und sie zwischen einer
ersten Position, in der das untere Formgebungswerkzeug 44 von
einem oberen Formgebungswerkzeug beabstandet ist (wie später erörtert wird),
und einer zweiten Position bewegt, in der das untere Formgebungswerkzeug 44 zum
oberen Formgebungswerkzeug benachbart ist, so dass eine gehaltene
Glasscheibe gegen das obere Formgebungswerkzeug gepresst wird, wie
später
ausführlicher
erörtert
wird. Die vertikale Bewegung des Hebebalkens 86 wird durch
Führungen 92 gelenkt.
Ohne Einschränkung
der vorliegenden Erfindung können die
Hebeeinrichtungen 90 ein Kugelgewinde, ein hydraulischer
Zylinder oder eine andere Art von linearem Stellelement sein.
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Bei
dem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
von 2 ist in dem Heberahmen 76 außerdem ein
flexibles Verbindungsstück 94 eingebaut,
das mit der Dichtungsanordnung 72 des Konturformgebungswerkzeugs 44 während des
Pressenbiegevorgangs in Berührung
kommen wird. Das Verbindungsstück 94 weist
einen Kragen 96 auf, der in einer solchen Weise gestaltet
ist, dass, wenn der Heberahmen 76 durch den Träger 86 angehoben
wird und mit dem Wagen 38 in Eingriff kommt, um ihn von den
Stumpfrollen 36 anzuheben, der Kragen 96 und die
Dichtungsanordnung 72 in Kontakt kommen und eine Versiegelung
bilden.
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Das
Verbindungsstück 94 ist
mit einer Quelle für
erhitztes Gas verbunden, die unter Druck stehendes, erhitztes Gas
in die Kammer 62 während
des Pressenbiegevorgangs der Glasscheibe befördert. Obwohl nicht einschränkend bei
der vorliegenden Erfindung, kann das Verbindungsstück 94 mit
einer Reihe von Luftzuführungsleitungen 95 verbunden
sein, die innerhalb des Heiz-Kühlofens
angeordnet sind. Während
des Pressenbiegevorgangs der Glasscheiben können Ventilatoren (nicht dargestellt)
verwendet werden, um die erhitzte Luft in den Leitungen in die Kammer 62 zu
drücken
und den gewünschten statischen
Druck in der Kammer 62 aufzubauen. Es sollte erkannt werden,
dass infolge der Formgebung des unteren Formgebungswerkzeugs 44 der
Druck in der Kammer 62 eine im Allgemeinen gleichmäßige Kraft über die
gesamte, nach unten weisende Glasscheibenoberfäche bereitstellt, die den oberen
Bereich der Kammer bildet.
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Mit
Bezug auf 2 weist die Pressenbiegestation 26 außerdem ein
oberes Pressenformgebungswerkzeug 98 mit einer unteren
Pressenfläche 100 auf.
Obwohl nicht einschränkend
bei der vorliegenden Erfindung kann die Pressenfläche 100 zum Beispiel
Metall oder keramisches Material sein. Die Pressenfläche 100 bedeckt
eine durchgehende Fläche,
deren Umriss etwas größer ist
als der Umriss der zu formenden Glasscheiben G, die auf dem unteren
Formgebungswerkzeug 44 gehalten werden. Die nach unten
weisende Pressenfläche 100 des
oberen Formgebungswerkzeugs 98 ist im Allgemeinen in der Höhe nach
unten gerichtet über
die Breite des Kühlofens
konkav, so dass sie an die Längskomponente der
Biegung angepasst ist, und definiert eine gewünschte Glas-Oberflächenkontur
um den Umfang der Glasscheiben G sowie die gewünschten Konturen des zentralen
Bereiches der Glasscheiben G. Abhängig von der Komplexität der Form,
die den zu formenden Glasscheiben G verliehen werden soll, kann die
Pressenfläche 100 weiterhin
eine S-förmige Biegekomponente
in der Höhe
in der Richtung der Länge
des Kühlofens
aufweisen, um an eine gewünschte Querkomponente
der Biegung angepasst zu sein.
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Die
Pressenfläche 100 kann
mit einer oder mehreren Schichten eines wärmeresistenten Gewebes 102 bedeckt
sein, das keine Markierungen auf den heißen Glasscheiben G während des
Pressenbiegevorgangs hinterlässt.
Obwohl nicht einschränkend
bei der vorliegenden Erfindung, wird bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
die Pressenfläche 100 mit
einer Schicht aus Glasfaser-Presstuch #S-1NS7L90062301 bedeckt,
gewerblich erhältlich
bei Glassiech, Perrysburg, OH, das durch eine Schicht aus gewirktem
Edelstahl-Presstuch #3KN/C3, gewerblich erhältlich bei Bekaert Gibre Technologies,
Marietta, GA, bedeckt wird.
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Bei
dem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß 2 hängt das obere
Formgebungswerkzeug 98 an der Pressenbiegestation 26 von
einer Stützplatte 104 durch
Ketten 106, wobei das Eigengewicht des Formgebungswerkzeugs
genutzt wird, um die Glasscheiben G zu pressen, wie später erörtert wird.
Das Formgebungswerkzeug 98 ist so positioniert, dass seine
geometrische Mitte im Allgemeinen vertikal mit der geometrischen
Mitte des Konturformgebungswerkzeugs 44 ausgerichtet ist,
wenn der Wagen 38 in der Formgebungsstation 26 angeordnet
ist. Ausrichtstifte oder eine andere bekannte Art einer Ausrichtanordnung, die
in der Technik bekannt ist, werden verwendet, um das obere Formgebungswerkzeug 98 relativ
zum Konturformgebungswerkzeug 44 während des Pressvorgangs zu
positionieren. Die Platte 104 ist an einem Kolben 108 befestigt,
der verwendet wird, um das obere Formgebungswerkzeug 98 zwischen
einer angehobenen Position, in der das obere Formgebungswerkzeug 98 und
das untere Formgebungswerkzeug 44 voneinander beabstandet
sind, und einer unteren Position zu bewegen, in der das obere Formgebungswerkzeug 98 und
das untere Formgebungswerkzeug 44 zueinander benachbart
sind, und die Glasscheiben G dazwischen zu pressen. Obwohl nicht
einschränkend
bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel,
kann der Kolben 108 auch verwendet werden, um eine positive,
nach unten gerichtete Kraft auf die obere Presse 98 zu
bilden, so dass das Pressen der Glasscheiben durch eine Kombination
aus dem Eigengewicht des Formgebungswerkzeugs und der zusätzlichen,
durch den Kolben 108 ausgeübten Kraft durchgeführt wird.
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Betriebszyklus
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Bei
einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird ein Paar Glasscheiben G mit einem gekrümmten Umriss
und mit einem geeigneten teilenden Material dazwischen in einer
im Wesentlichen horizontalen Ausrichtung auf dem Formgebungsbalken 48 des
unteren Konturformgebungswerkzeugs 44 positioniert, das
durch den Wagen 38 an der Ladezone 20 gehalten
wird. Der Bereich innerhalb der Formgebungsbalken 48 kann
offen sein oder es kann ein Gewebe 75 zwischen den Balken 48 gespannt
sein, wie früher
erörtert
wurde. Der Wagen 38 ist relativ zu einer längsgerichteten Bezugslinie
durch den Kühlofen
quer ausgerichtet, indem Balken 40 des Wagens 38 auf
den Stumpfrollen 36 des Kühlofens positioniert werden.
Der Wagen 38 wird durch die Heizzone 22 des Kühlofens
geführt, wo
die Heizelemente angeordnet sind, um ein Heizmuster sowohl längs als
auch quer zum Bewegungspfad für
das untere Formgebungswerkzeug 44 durch den Kühlofen zu
bilden. Bis zu dem Zeitpunkt erreicht das Formgebungswerkzeug 44 die
Pressenbiegestati an 26 (wird bei einer Umgebungstemperatur
im Bereich von 582°C
bis 621°C
[1080°F
bis 1150°F]
aufrechterhalten), wobei die Glasscheiben G auf ihre Deformierungstemperatur
(typischerweise 577°C
bis 607°C
[1070°F
bis 1125°F])
erhitzt wurden und durch die Schwerkraft auf eine vorläufige Formgebung
sacken, wobei der Umfang der Glasscheiben G im Allgemeinen an die
Höhenkonturen
der Balkenoberfläche 50 angepasst
ist. Bei dem Ausführungsbeispiel der
Erfindung, in dem das Formgebungswerkzeug 44 ein gelenkig
angeordnetes Formgebungswerkzeug ist, werden die Endform-Flügelsektionen
bis zu dem Zeitpunkt nach oben geschwenkt haben, wenn das Formgebungswerkzeug 44 in
die Pressenbiegestation 26 eintritt.
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Während des
Durchtritts des Konturformgebungswerkzeugs 44 von der Ladezone 20 zur
Pressenstation 26 kann es seine richtige Ausrichtung der Orientierung
mit Bezug auf die längsgerichtete
Bezugslinie verlieren. Da die Glasscheiben jedoch im Allgemeinen
nicht rechteckige Umrisse einer nicht gleichmäßigen Krümmung in der Ebene haben und
in komplizierte Formen gebogen sind, ist es wesentlich, dass das
Konturformgebungswerkzeug 44 mit den vorläufig geformten
Schreiben G unter der unteren Pressenfläche 100 des oberen
Formgebungswerkzeugs 98 ausgerichtet und ausgefluchtet
sein sollte, wenn sie an der Pressenbiegestation 26 ankommen. Beim
Eintreffen an der Pressenbiegestation 26 wird der Stützwagen 38 mit
dem darauf angeordneten Formgebungswerkzeug 44 neu positioniert,
wenn es erforderlich ist, um im Allgemeinen die geometrische Mitte
des Konturformgebungswerkzeugs 44 und die vorläufig geformten
Glasscheiben G unter der oberen Pressenfläche 100, die sich
in ihrer angehobenen Position befindet, auszurichten. Es können verschiedene
Arten von Ausrichtsystemen (nicht dargestellt), die in der Technik
bekannt sind, verwendet werden, um den Wagen 38 in der
Pressenbiegestation 26 auszurichten und das Konturformgebungswerkzeug 44 relativ
zum oberen Formgebungswerkzeug 98 richtig zu positionieren.
Es können
Begrenzungsschalter (nicht dargestellt) verwendet werden, um zu gewährleisten,
dass der Pressvorgang nicht fortgesetzt wird, wenn nicht der Wagen 38 richtig
positioniert und an der Pressenbiegestation 26 ausgerichtet ist.
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Nachdem
das Formgebungswerkzeug 44 mit den darauf gelagerten Glasscheiben
G richtig ausgerichtet ist, bewegen die Hebeeinrichtungen 90 den Heberahmen 76 nach
oben und in Eingriff mit dem Wagen 38. Zu dieser Zeit kommt
der Kragen 96 mit der Dichtungsanordnung 72 in
Eingriff und versiegelt das flexible Verbindungsstück 94 mit
der Kammer 62 des unteren Konturformgebungswerkzeugs 44.
Die Hebeeinrichtungen 90 heben den Wagen 38 weiter an,
wobei sie den Wagen 38 von den Stumpfrollen 36 zur
unteren Pressenfläche 100 des
oberen Formgebungswerkzeugs 98 heben. Wenn das untere Formgebungswerkzeug 44 angehoben
ist, senkt der Kolben 108 das obere Formgebungswerkzeug 98.
Wenn sich das untere Formgebungswerkzeug 44 dem oberen
Formgebungswerkzeug 98 nähert, orientieren Ausrichtungsstifte
oder äquivalente
Vorrichtungen, wie sie in der Technik bekannt sind, das hängende obere
Formgebungswerkzeug 98 zum unteren Formgebungswerkzeug 44,
so dass deren geometrischen Mitten ausgerichtet sind. Das untere
Formgebungswerkzeug 44 und das obere Formgebungswerkzeug 98 setzen
die Bewegung relativ zueinander fort, bis wenigstens der Umfangsbereich
der Glasscheiben G zwischen den Formgebungsbalken 48 und
einem entsprechenden Bereich der Pressenfläche 100 des oberen
Formgebungswerkzeugs 98 gepresst wird, so dass der Umfang
der Glasscheiben G auf die gewünschte
Höhenformgebung
geformt wird, wobei eine Versiegelung mit der Kammer 62 um
den Umfangsrand der Glasscheibe gebildet wird. Es sollte erkannt
werden, dass das Gewebe 75 auf dem unteren Formgebungswerkzeug 44 und
das Gewebe 102 auf dem oberen Formgebungswerkzeug 98 eine
gewisse Gleitbewegung der Glasscheibe G während der Formgebung und speziell
um den Umfang der Glasscheiben G herum ermöglichen, die zwischen dem Formgebungsbalken 48 und
dem entsprechenden Bereich des oberen Formgebungswerkzeugs 98 gepresst
wird.
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Nachdem
um den Umfang der Glasscheiben G die Versiegelung ausgebildet ist,
werden die Ventilatoren aktiviert, um die erhitzte Luft mit den
Luftzuführungsleitungen
in die Kammer 62 zu richten und einen statischen Druck
darin aufzubauen. Dieser Druck dient dazu, jene zentralen Abschnitte
der Glasscheiben G, die noch nicht von dem unteren Formgebungswerkzeug 44 berührt wurden,
gegen die Pressenfläche 100 des
oberen Formgebungswerkzeugs 98 zu drängen. Infolgedessen sind die
Glasscheiben G an die Kontur der Pressenfläche 100 angepasst, während sie
mit den Hauptabschnitten der nach unten weisenden Hauptfläche der
Glasscheiben nicht physikalisch in Berührung kommen, so dass eine Markierung
der unteren Glas oberfläche
im zentralen Abschnitt der Glasscheiben beseitigt ist. Die Größe des Drucks
in der Kammer 62 kann gesteuert werden, um den gewünschten
statischen Druck zu bilden. Der maximale Druck, der in der Kammer 62 aufgebaut
wird, wird durch die Anzahl und Größe der Ventilatoren, das Gewicht
des oberen Formgebungswerkzeugs 98 und die Größe der zusätzlichen
Last, die auf das obere Formgebungswerkzeug 98 ausgeübt wird,
bestimmt. Spezieller wird bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, in dem eine zusätzliche Last auf das obere
Formgebungswerkzeug 98 ausgeübt wird, der statische Druck
unter einem Pegel gehalten, der die Glasscheiben G und das obere
Formgebungswerkzeug 98 von den Formgebungsbalken 48 anheben und
die Umfangsversiegelung freigeben würde. Es sollte jedoch erkannt
werden, dass ein größerer Druck
in der Kammer 62 ausgeübt
werden kann, wenn ein Stellelement, z. B. ein Kolben 112,
der sich von der Platte 104 erstreckt, oder eine andere
Verriegelungsanordnung betätigt
wird, um zu verhindern, dass das obere Formgebungswerkzeug 98 vom
unteren Formgebungswerkzeug 44 angehoben wird, wenn die
Kammer 62 unter Druck gesetzt wird. Des Weiteren kann durch
Ausüben
eines noch größeren Drucks
auf das obere Formgebungswerkzeug 98 durch Kolben 108 und/oder 112 der
Druckpegel in der Kammer weiter erhöht werden. Bei einem nicht
einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist der statische Druck, der in der Kammer 62 aufgebaut ist,
nicht größer als
1,5 Pfund pro Quadratzoll (pressure per inch – psi) (10,343 kPa), zum Beispiel
nicht größer als
1 psi (6,895 kPa) oder nicht größer als 0,75
psi (5,171 kPa). Ein Zeitschalter (nicht dargestellt) wird betätigt, um
das untere Formgebungswerkzeug 44 in Position zu halten
und den Druck in der Kammer 62 aufrechtzuerhalten, um das
Erzwingen der gewünschten
Krümmungsgestaltung
zu gewährleisten.
Der Zeitschalter steuert außerdem
den Beginn der Rückführung des
unteren Formgebungswerkzeugs 44, des Heberahmens 76 und
des Hebebalkens 86 in deren abgesenkte Positionen.
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Während des
Pressvorgangs, wenn die Glasscheiben G nach oben zur oberen Pressenfläche 100 gedrückt werden,
muss die Luft zwischen den Glasscheiben G und dem oberen Formgebungswerkzeug 98 einen
Pfad haben, um zwischen der Form und den Scheiben auszutreten. Bei
einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung bewegt sich die Luft seitlich durch das Gewebe 102. Bei
einem weiteren nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
wird eine Reihe von Löchern 110 durch die
Pressenfläche 100 des
oberen Formgebungswerkzeugs 98 gebildet, um der Luft zum
Entweichen während
des Pressens und Formens einen Weg zu bahnen. Diese Löcher 110 können auch
genutzt werden, um das Trennen der Glasscheiben G von der Pressenfläche 100 zu
unterstützen,
wenn sich das obere und das untere Formgebungswerkzeug nach dem
Pressenbiegevorgang auseinander bewegen, indem ein Pfad gebildet
wird, durch den Luft in den Raum eindringen kann. Spezieller werden
während des
Pressvorgangs die Glasscheiben G gegen die Pressenfläche 100 des
oberen Formgebungswerkzeugs 98 gepresst. Nach dem Pressen
wird zwischen den Glasscheiben G und der Pressenfläche 100 des Formgebungswerkzeugs 98 ein
Unterdruck erzeugt. Die Löcher 110 werden
es ermöglichen,
dass Luft zwischen die Glasscheiben G und die obere Formgebungs-Pressenfläche 100 dringt
und jeden Unterdruck freigibt, der sich gebildet haben kann. Wenn
es gewünscht
wird, kann unter Druck gesetzte Luft durch die Löcher geführt werden, um den Unterdruck freizugeben
und die Glasscheiben vom Gewebe 102 zu "blasen", das die Pressenfläche 100 nach dem Formen
bedeckt. Dies würde
vorteilhaft sein, wenn die obere Hauptfläche der Glasscheiben G, die
das Gewebe 102 berührt,
einen keramischen Farbrand oder ein anderes dekoratives Muster aufweist
und die Farbe dazu neigt, am Gewebe 102 zu haften. Die durch
die Löcher 110 geblasene
Luft würde
helfen, die Glasscheiben G vom Gewebe 102 zu trennen.
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Obwohl
es nicht erforderlich ist, können
die Löcher 110 steuerbar
geöffnet
und geschlossen werden, um die Formgebung der Glasscheiben G zu
unterstützen.
Zum Beispiel und ohne Einschränkung der
vorliegenden Erfindung können
bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
die Löcher 110 geöffnet werden,
während
die Kammer 62 unter Druck gesetzt wird, um zu ermöglichen,
das Luft problemloser zwischen den Scheiben G und der oberen Pressenfläche 100 entweichen
kann. Die Löcher 110 können dann
für eine
vorgegebene Zeit versiegelt werden, so dass jeder zwischen den Glasscheiben
G und der Pressenfläche 100 ausgebildete
Unterdruck aufrechterhalten wird, um eine korrekte Formgebung der
Glasscheiben G zu gewährleisten.
Die Löcher 110 können dann
geöffnet
werden, um den Unterdruck freizugeben und zu ermöglichen, dass die Glasscheiben
G auf dem unteren Formgebungswerkzeug 44 verbleiben.
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Nach
der Formgebung werden die Scheiben G zwischen dem oberen Formgebungswerkzeug 98 und
dem unteren Formgebungswerkzeug 44, das untere Formgebungswerkzeug 44,
der Heberahmen 76 und der Hebebalken 86 abgesenkt
und der Wagen 38 wieder auf den Stumpfrollen 36 abgesetzt. Ähnlich dazu
wird das obere Formgebungswerkzeug auf seine Ausgangsposition durch
den Kolben 108 angehoben. Wie oben erörtert wurde, können die
Löcher 110 genutzt
werden, um zu helfen, die Glasscheiben G vom Gewebe 102 zu
trennen. Zusätzlich
kann bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ein Entlastungsventil (nicht dargestellt) angeordnet
werden, um die unter Druck stehende Luft aus der Kammer 62 abzulassen,
nachdem die Formgebung beendet ist. Abwechselnd dazu saute das Anhalten
der Ventilatoren den Luftdruck in der Kammer 62 ausgleichen.
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Wenn
das untere Formgebungswerkzeug 44 wieder auf den Stumpfrollen 36 abgesetzt
ist, öffnet die
Tür 30 des
Kühlofens
und die Stumpfrollen 36 werden aktiviert, um die geformten
Glasscheiben G und das Formgebungswerkzeug 44 aus der Formgebungsstation 26 und
in die Glühzone 28 zu
transportieren. Die Tür 30 wird
dann für
den nächsten
Biege- und Formgebungszyklus geschlossen.
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Es
sollte erkannt werden, dass das oben erörterte, nicht einschränkende Ausführungsbeispiel der
Erfindung das Ausüben
einer Pressenlast auf die Stumpfrollen 36 vermeidet. Spezieller
wird durch die Verwendung eines Heberahmens 76, um den
Wagen 38 von den Stumpfrollen 36 anzuheben, die
Last, die auf das untere Formgebungswerkzeug 44 durch das obere
Formgebungswerkzeug 98 (und optional den Kolben 108)
während
des Pressens ausgeübt
wird, auf den Hebebalken 86 und die Hebeeinrichtungen 90 statt
auf die Stumpfrollen 36 übertragen.
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Sobald
die Glasscheiben in der Pressenstation 26 geformt wurden,
ist es notwendig, dass sie ihre angepassten Formen in der Glühzone 28 behalten,
bis sie von innerhalb des Deformierungstemperaturbereiches bis unter
den Verformungspunkt des Glases gekühlt werden, der für Floatglas
annähernd 510°C (950°F) beträgt. Die
maximale Kühlgeschwindigkeit,
die ein übermäßiges dauerhaftes
Verziehen zwischen den Glasscheiben G verhindert, hängt unter
anderen Faktoren von der Dicke der Glasscheiben ab. Nach dem Glühen gelangen
die Glasscheiben in eine Kühlzone 32 zum
zusätzlichen
Kühlen.
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Obwohl
es nicht erforderlich ist, wird das Gas, das während des hier erörterten
Ausführungsbeispiels
des Pressvorgangs in die Kammer 62 gerichtet wird, erhitzt,
so dass jeglicher thermische Schock für die Glasscheiben vermieden
wird, der sich aus deren Berühren
mit Gas bei einer Temperatur unter der ergibt, der sie vor dem Erhitzen
ausgesetzt waren. Des Weiteren kann bei einem nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiel
die Temperatur des unter Druck stehenden Gases verwendet werden,
um die Glasscheiben G auf deren Zustand zu kühlen, in dem sie nicht durch
Hitze deformiert werden. Bei einem nicht einschränkenden Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird das Gas auf eine Temperatur von
371°C bis
621°C (700°F bis 1150°F) erhitzt.
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Obwohl
es nicht erforderlich ist, wird erwogen, dass das obere Formgebungswerkzeug
der vorliegenden Erfindung einen Unterdruck aufnehmen kann, um die
Formgebung der Glasscheiben zu unterstützen. Spezieller kann Luft
durch die Pressenflache 100 in einer Weise, die dem Fachmann
bekannt ist, gezogen werden, während
die Glasscheiben G das obere Formgebungswerkzeug 98 berühren, um die
Glasscheiben G gegen die Pressenfläche 100 zu drücken, so
dass die Scheiben G an ihre Höherkonturen
angepasst sind. Nach der Formgebung wird der Unterdruck beendet
und die Glasscheiben G vom oberen Formgebungswerkzeug 98 getrennt
und abgesenkt, wie früher
erörtert
wurde.
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Es
sollte erkannt werden, dass die Bewegung des oberen und des unteren
Formgebungswerkzeugs modifiziert werden kann, um weitere Biegefolgen
zu bilden. Zum Beispiel und ohne Einschränkung der vorliegenden Erfindung
kann das obere Formgebungswerkzeug 98 feststehend bleiben,
wobei die Hebeeinrichtungen 90 verwendet werden können, um
die Glasscheiben G um einen ausreichenden Abstand nach oben zu bewegen,
so dass die Glasscheiben G zwischen dem unteren Formgebungswerkzeug 44 und
dem oberen Formgebungswerkzeug 98 gepresst werden. Bei
einem weiteren nicht einschränkenden,
alternativen Ausführungsbeispiel
kann der Kolben 108 verwendet werden, um das obere Formgebungswerkzeug 98 um einen
ausreichenden Abstand nach unten zu bewegen, so dass die Glasscheiben
G zwischen dem oberen Formgebungswerkzeug 98 und dem unteren
Formgebungswerkzeug 44 gepresst werden, während das untere
Formgebungswerkzeug 44 auf den Stumpfrollen 36 bleibt.
Das Verbindungsstück 94 würde angehoben
werden, so dass der Kragen 94 mit der Dichtungsanordnung 72 in
Eingriff kommt und es möglich macht,
dass die Kammer 62 unter Druck gesetzt wird. Obwohl es
nicht erforderlich ist, können
bei diesem letzteren Ausführungsbeispiel
Ständer
oder andere zusätzliche
Stützevorrichtungen
(nicht dargestellt) verwendet werden, um das untere Formgebungswerkzeug 44 zu
stützen,
so dass das obere Formgebungswerkzeug 98 auf das untere
Formgebungswerkzeug 44 abgesenkt und in dasselbe gepresst wird,
wobei die sich ergebende Last nicht durch die Stumpfrollen 36,
sondern stattdessen durch die zusätzlichen Halterungen getragen
wird.
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Bei
dem oben erörterten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird die Kammer 62 durch Seitenwandungen 58 und
die untere Wandung 60 gebildet, die alle im Konturformgebungswerkzeug 44 aufgenommen
werden. Bei einem weiteren nicht einschränkenden Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist die untere Wandung ein unabhängiges Element, das mit den
Seitenwandungen während
des Pressvorgangs in Eingriff bewegt wird, um die Kammer zu bilden.
Spezieller weist das Konturformgebungswerkzeug 44 Seitenwandungen 58 auf,
wobei aber die untere Wandung 60 im Heberahmen 76 aufgenommen wird.
Die Verstrebungsstützen 43 des
Wagens 38 und Querelemente des Formgebungswerkzeugs 44 werden
neu positioniert, so dass sie es ermöglichen, dass die untere Wandung 60 den
unteren Rand der Seitenwandungen 58 berührt. Es kann eine beliebige Art
einer zweckdienlichen Versiegelungsanordnung verwendet werden, um
die untere Wandung 60 gegen den unteren Rand der Seitenwandungen
zu versiegeln. Zum Beispiel kann der untere Rand der Seitenwandungen
mit einem Stück
Fiberfrax-Papier #970 bedeckt werden, das zwischen zwei Schichten aus
Edelstahlfolie angeordnet ist. Bei Betrieb werden die Glasscheiben
G erhitzt und sacken durch die Schwerkraft in eine vorläufige Formgebung
auf einem unteren Formgebungswerkzeug 44 mit Formgebungsbalken 48 und
Seitenwandungen 58. Nachdem das Formgebungswerkzeug 44 unter
dem oberen Formgebungswerkzeug 98 richtig ausgerichtet
ist, bewegen die Hebeeinrichtungen 90 den Heberahmen 76 nach
oben in Eingriff mit dem Wagen 38 und bewegen die untere
Wandung 60 in Eingriff mit dem unteren Rand der Seitenwandungen 58,
um die Kammer 62 zu bilden. Die Hebeeinrichtungen 90 setzen das
Anheben des Wagens 38 fort, wobei der Wagen 38 von
den Stumpfrollen 36 zur unteren Pressenfläche 100 des
oberen Formgebungswerkzeugs 98 angehoben wird. Der Pressvorgang
wird dann wie oben erörtert
weitergeführt.
Nachdem das Pressen beendet ist, werden der Wagen 38 und
der Heberahmen 76 auf ihre Ausgangsposition zurück abgesenkt,
wobei die untere Wandung 60 vom unteren Rand der Seitenwandungen 58 getrennt
wird. Die untere Wandung 60 würde eine Öffnung 68 aufweisen,
um einen Einlass für
das erhitzte Gas zu bilden, wie früher erörtert wurde. Als eine Alternative
dazu, dass man ein flexibles Verbindungsstück hat, das mit der Dichtungsanordnung 72 an
der Öffnung 68 in
Eingriff kommt, um erhitztes Gas in die Kammer bereitzustellen,
kann das flexible Verbindungsstück 94 an
der unteren Wandung 60 gesichert sein und sich mit der
unteren Wandung 60 während
des Pressvorgangs bewegen.
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Bei
der oben erörterten
vorliegenden Erfindung werden die Glasscheiben G gehalten, durch Absacken
vorläufig
gebogen, in Form gepresst und gekühlt, während sie auf dem unteren Formgebungswerkzeug 44 gehalten
werden. Es sollte erkannt werden, dass andere Transport- und Überführungsanordnungen
verwendet werden können,
um die Glasscheiben G in die und aus der Formgebungsstation 26 zu
bewegen. Zum Beispiel und ohne Einschränkung der vorliegenden Erfindung
können
die Glasscheiben G gemäß 4 anfänglich auf
dem Konturformgebungswerkzeug 200 von einem Typ, der in
der Technik bekannt ist, vorläufig
geformt werden. Nach dem Passieren durch den Heiz-Kühlofen 220 dringen das
Konturformgebungswerkzeug 200 und die vorläufig geformten
Glasscheiben G dann in eine Formgebungsstation 226 und
werden unter einem oberen Formgebungswerkzeug 298, ähnlich dem
hier erörterten
oberen Formgebungswerkzeug 98, ausgerichtet. Als Nächstes wird
ein unteres Formgebungswerkzeug 244, ähnlich dem hier erörterten
unteren Formgebungswerkzeug 44, durch das Konturformgebungswerkzeug 200 nach
oben bewegt, um die Glasscheiben G von dem Konturformgebungswerkzeug 200 zu
heben und die Glasscheiben G gegen die Pressenfläche 299 des oberen
Formgebungswerkzeugs 298 zu pressen, wie z. B. in USPN
4 265 650 für
Reese et al offenbart ist. Die Kammer 262 des unteren Formgebungswerkzeugs 244,
die gegen die untere Oberfläche
der Glasscheiben G versiegelt ist, wird dann unter Druck gesetzt,
um die Formgebung der Glasscheiben zu beenden. Nach der Formgebung
bewegt sich das untere Formgebungswerkzeug 244 durch das
Konturformgebungswerkzeug 200 nach unten, wobei die geformten
Glasscheiben G auf dem Konturformgebungswerkzeug abgelegt werden. Das
Konturformgebungswerkzeug 200 tritt dann aus der Formgebungsstation 226 aus,
wie oben erörtertet wurde,
wobei die geformten Glasscheiben G gekühlt werden.
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Bei
einem weiteren nicht einschränkenden Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß 5 werden
einzelne oder übereinander
angeordnete Glasscheiben G durch einen Ofen 300 auf einer
Reihe von Transportrollen 302 transportiert. Wenn die unter
Hitze erweichten Glasscheiben die Formgebungsstation 326 erreichen,
werden die Scheiben auf eine wärmeresistente,
flexible Transportoberfläche 304 überführt, die
die Scheiben zwischen einem oberen Formgebungswerkzeug 398, ähnlich dem
hier erörterten
oberen Formgebungswerkzeug 98, und einem unteren Formgebungswerkzeug 344, ähnlich dem
hier erörterten
unteren Konturformgebungswerkzeug 44, positioniert. Wenn
sie richtig positioniert sind, bewegen sich die Formgebungswerkzeuge 398 und 344 relativ
zueinander, um die unter Hitze erweichten Glasscheiben dazwischen
zu pressen. Die Kammer 362 im unteren Formgebungswerkzeug 344 wird
unter Druck gesetzt, um die Formgebung der Glasscheiben zu beenden.
Dann wird ein Unterdruck entlang der Pressenfläche 399 des oberen Formgebungswerkzeugs 398 gezogen,
um die geformten Glasscheiben G dort gegenzuhalten, wenn ein Glühring 350 unter
den Glasscheiben positioniert wird. Der Unterdruck im oberen Formgebungswerkzeug 398 wird
beendet und die Glasscheiben G auf dem Glühring 350 abgelegt,
der wiederum aus der Formgebungsstation 326 austritt und
die Glasscheiben G hält,
wenn sie in einer Weise gekühlt
werden, wie sie früher
erörtert
wurde.
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6 veranschaulicht
eine Glasscheibenhalterung und eine Transportvorrichtung, die in
Kombination mit dem hier erörterten
Glasscheiben-Heiz- und Formgebungssystem verwendet werden können. Spezieller
weist ein Rahmen 400 ein Paar Balken 402 auf,
die entlang der Stumpfrollen 38 in einer Weise ähnlich den
Balken 40 des Rahmens 38 transportiert werden.
Ein oder mehrere Ständer 404 sind an
dem Balken 402 befestigt und tragen ein Gewebe-Stützeelement 406.
Ein flexibles wärmere sistentes
Gewebe 408, ähnlich
den früher
erörterten
Geweben, erstreckt sich zwischen den Elementen 406, um eine
Hängemattenanordnung
zu bilden, die die Glasscheiben G trägt. Querelemente 410 verbinden
die Balken 402 miteinander und verstärken den Rahmen 400.
Die Glasscheiben werden in einer Weise ähnlich zu der, die früher für 4 erörtert wurde,
geformt. Spezieller werden die Glasscheiben G auf einem Gewebe 408 positioniert,
wobei der Rahmen 400 durch einen Heiz-Kühlofen
transportiert wird. Wenn die Glasscheiben G erweichen, beginnen
sie, auf das Gewebe 408 zu sacken. Wenn der Rahmen und
die Glasscheiben G die Biegestation erreichen, ist der Rahmen zwischen
einem oberen Formgebungswerkzeug und einem unteren Formgebungswerkzeug
der Arten, die früher
erörtert
wurden, ausgerichtet. Die Formgebungswerkzeuge bewegen sich dann
relativ zueinander, um die gehaltenen, vorläufig geformten Glasscheiben
zwischen ihnen mittels der unter Druck stehenden Kammer des unteren
Formgebungswerkzeugs zu pressen, um zu gewährleisten, dass die zentralen
Abschnitte der Glasscheiben G gegen die Pressenfläche des
oberen Formgebungswerkzeugs gedrückt
werden. Nach der Formgebung können
die Glasscheiben G auf dem Rahmen bleiben oder auf einen Glühring zum
Kühlen überführt werden.
Es sollte erkannt werden, dass es bei dieser Art der Anordnung nicht
notwendig ist, das untere Formgebungswerkzeug mit einem Pressgewebe
zu bedecken, da die Glasscheiben G bereits auf einem flexiblen wärmeresistenten
Gewebe gehalten werden, durch das das untere Formgebungswerkzeug
während
des Pressvorgangs hindurch pressen muss.