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Einleitung und Stand der Technik
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen und Verfahren zur
Analyse oder dem Bestimmen von Apolipoprotein B48 und Apolipoprotein
B100 in Proben. Sie betrifft insbesondere ein Verfahren, das das
Nachweisen und differentielle quantitative Bestimmen von Apolipoprotein
B48 („Apo
B48") und Apolipoprotein
B100 („Apo
B100") gestattet.
Diese Erfindung betrifft gleichermaßen synthetische Produkte von
Apo B100, die entsprechenden Antikörper, sie umfassende Kits und
ihre Verwendung zum Nachweisen, quantitativen Bestimmen und/oder
Verfolgen der Mengen von Apo B48 und/oder Apo B100 im zeitlichen
Verlauf in einer biologischen Probe. Die nachstehend beschriebenen
Produkte, Materialien und Kits können
gleichermaßen
zum differentiellen Modulieren des Apo-B48- und/oder Apo-B100-Spiegels
oder ihrer Aktivität
in vitro oder in vivo und zum Regulieren des Lipidstoffwechsels
bei einem Patienten verwendet werden.
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Erhöhte Triglyceridmengen
im Plasma und das Fortbestehen von Chylomikronen in Lebensmitteldiäten sind
Faktoren, die die Risiken eines Auftretens von Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
die derzeit für
die meisten Todesfälle
in der Welt verantwortlich sind (Hokanson and Austin 1996), erhöhen. Eine
erhöhte
Plasmalipidmenge korreliert mit dem Spiegel der Lipoproteine Apo
B, die als atherogen gelten.
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Die
Apolipoproteine B sind heterogen. Die Lipoproteine sehr niedriger
Dichte (VLDL: Very Low Density Lipoprotein) und die Lipoproteine
niedriger Dichte (LDL: Low Density Lipoprotein) enthalten eine Isoform,
die ein scheinbares Molekulargewicht von ungefähr 549 000 Da besitzt und die
nach einem Zentilen-Nomenklatursystem mit der Abkürzung B100
bezeichnet wird, wohingegen die in Chylomikronen (den mehrheitlichen postprandialen
Lipoproteinen) mehrheitlich vorliegende Isoform ein scheinbares
Molekulargewicht von 246 000 Da besitzt und durch die Abkürzung B48
nach derselben Nomenklatur bezeichnet wird. Apo B48 ist eine verkürzte Form
von Apo B100 und wird durch eine posttranskriptionelle Modifikation
der für
Apo B100 kodierenden Messenger-RNA produziert. Diese Modifikation
transformiert das Kodon 2153 (CCA, das für ein Glutamin kodiert) in
ein Stopkodon (Davidson, Anant et al. 1995).
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Apo
B48 und Apo B100 sind Schlüsselproteine
im Lipoproteinmetabolismus bei Säugern.
Apo B100 ist zum Aufbau von VLDL (Havel 1995) in der menschlichen
Leber erforderlich (Kane 1983) und spielt auch eine Rolle bei der
Zellaufnahme und dem Katabolismus von LDL. Von ihm ist gezeigt worden,
dass es am LDL-Rezeptor-Pfad (Goldstein and Brown 1977) beteiligt
ist. Apo B48 ist zum Aufbau von Chylomikronen im Dann (Young 1990)
(Kane 1983) erforderlich und ist durch restliche" (d. h. übrig gebliebene) Chylomikronteilchen
gekennzeichnet, die als zusätzliche
Risikofaktoren für
das Auftreten von Koronarerkrankungen angesehen werden (Simons,
Dwyer et al. 1987).
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Derzeit
verfügt
man über
sehr wenige Informationen über
die atherogene Natur von Chylomikronteilchen, die aus dem Darm stammendes
Apo B48 enthalten, und Teilchen, die aus der Leber stammendes Apo B100
enthalten. Es erweist sich daher als besonders wichtig, ein Verfahren
zu entwickeln, das das Nachweisen und/oder differentielle quantitative
Bestimmen von Apo B48 und Apo B100 gestattet, um insbesondere ihre
jeweiligen Auswirkungen untersuchen und Deregulierungen oder Dysfunktionen
bei Patienten aufzeigen zu können.
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Aus
verschiedenen Gründen
ist es ziemlich schwierig, eine Messung der differenziellen Plasmakonzentration
von Apo B48 und Apo B100 durchzuführen. Erstens ist die Aminosäuresequenz
von Apo 848 mit der N-terminalen Region von Apo B100 (das 48 % von
Apo B100 darstellt) identisch. Zweitens liegt Apo B48 im Gegensatz
zu Apo B100 im Plasma in sehr geringer Konzentration vor. Drittens
schwankt die Expression von Apo-B-Epitopen dem Lipidgehalt der Teilchen
entsprechend.
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Verfahren
auf der Grundlage immunologischer Verfahren, die die quantitative
Bestimmung von Apo B48 gestatten, sind im Stand der Technik beschrieben
worden. Insbesondere das Verfahren von Uchida et al. (Uchida, Kurano
et al. 1998) macht zum quantitativen Bestimmen von Apo B48 von einem
ELISA-Test (Enzyme-Linked Immuno-Sorbent Assay) Gebrauch. Die mit
diesem Verfahren erhaltene Genauigkeit und der Durchsatz sind jedoch
ziemlich gering, daher auch die Notwendigkeit, eine Reinigung der
Antikörper
und ihre Markierung vorzunehmen. Weiterhin ist der verwendete monoklonale
Antikörper
gegen die C-terminale Region des humanen Apo B48 gerichtet. Dieser
Antikörper
wird dank der differenziellen Konformation von Apo B48 in Apo B100
enthaltenden Teilchen erhalten, was entsprechend der Lipidzusammensetzung
der Lipidteilchen zu Antikörpern
mit unterschiedlicher Spezifität
und Affinität
führen
kann.
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Andere
Dokumente beschreiben eine quantitative Bestimmung von Apo B48 mittels
nicht-immunchemischer
Techniken wie etwa Kapillarelektrophorese (Proctor and Mamo 1997),
an einem HPLC-System durchgeführte
Flüssigkeitschromatographie
(Hidaka, Kojima et al.) (Wagner, Nustede et al.) oder SDS-PAGE (Karpe and
Hamsten 1994) (Smith, Proctor et al. 1997). Diese Verfahren zeigen
verschiedene Nachteile: sie weisen einen niedrigen Durchsatz auf
und erfordern zum Verbessern der Genauigkeit der Ergebnisse Schritte
der Vorbereitung der Lipoproteine und der Delipidierung. Diese Techniken
sind außerdem
ferner viel weniger empfindlich als immunchemische Verfahren.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine neue Strategie zum Herstellen
für Apo
B100 spezifischer synthetischer Peptide und neue Verfahren bereit,
die das Nachweisen und differentielle quantitative Bestimmen von Apo
B100 und Apo B48 gestatten. Die differentielle quantitative Bestimmung
wird typischerweise durch die Bestimmung des gesamten Apo B (Apo
B100 und Apo B48) in einer Probe, vorzugsweise mittels eines polyklonalen
Anti-Apo-B-Antikörpers
durchgeführt.
Apo B100 wird anschließend
mittels eines spezifischen Anti-Apo-B100-Antikörpers aus der Probe abgereichert,
um so Apo B48 direkt und spezifisch quantitativ zu bestimmen.
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Die
vorliegende Erfindung beschreibt genauer neue Verfahren zur Herstellung
für Apo
B100 spezifischer Antikörper
mittels für
Apo B100 spezifischer synthetischer Peptide. Die Erfindung beschreibt
ferner derartige Antikörper,
sie enthaltende Kits und ihre Verwendung zum Nachweisen, quantitativen
Bestimmen, Reinigen und/oder Verfolgen der Mengen an Apo B100 und
Apo B48 im Serum oder Plasma. Diese Antikörper bieten ferner einen neuen
Weg zum Modulieren der Aktivität
von Apo B in vitro oder in vivo und zum Regulieren des Lipidstoffwechsels
in einem Patienten.
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Ein
erster besonderer Gegenstand der Erfindung betrifft ein im wesentlichen
reines, synthetisches, für Apo
B100 spezifisches Peptid, das die Sequenz SEQ ID NO: 1 oder die
Sequenz SEQ ID NO: 2 umfasst, oder ein immunogenes Fragment oder
ein Derivat dieses Peptids.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Anti-Apo-B100-Antikörpern, das
einen Schritt der Immunisierung mit Hilfe eines hierin vorstehend
beschriebenen, für
Apo B100 spezifischen, synthetischen Peptids umfaßt. Die
Erfindung umfaßt
ferner sowohl gemäß diesem
Verfahren hergestellte Antikörper
als auch allgemeiner Antikörper,
die sowohl ein wie etwa ein hierin vorstehend beschriebenes Peptid
als auch Fragmente oder Derivate derartiger Antikörper binden
kann.
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Ein
weiterer Aspekt dieser Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nachweis
oder der Bestimmung von Apo B100 und Apo B48 in biologischen Proben
(insbesondere in hergestellten Lipidteilchen oder in Plasma- oder
Serumproben) mit Hilfe eines wie etwa hierin vorstehend definierten
Antikörpers
(einschließlich
eines Fragments oder Derivats davon).
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Ein
weiterer dieser Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nachweis des
Vorliegens, einer Prädisposition oder
eines Risikos der Entwicklung einer Störung, die mit dem Lipidstoffwechsel
bei einem Patienten in Verbindung steht, das den Nachweis von Apo
B100 und Apo B48 in vitro in einer Probe des Patienten mit Hilfe eines
wie etwa hierin vorstehend definierten Antikörpers (einschließlich eines
Fragments oder eines Derivats davon) umfaßt. Das Verfahren ist insbesondere
zum Nachweis des Vorliegens, einer Prädisposition oder eines Risikos
der Entwicklung von Arteriosklerose oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
wie etwa zum Beispiel einer Koronarerkrankung geeignet.
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In
dieser Hinsicht betrifft ein spezieller Gegenstand der Erfindung
eine Verfahren zum Nachweis und/oder Verfolgen der Bildung, der
Entwicklung oder des Fortschritts von Arteriosklerose bei einem
Patienten, das den Nachweis der Menge oder des Spiegels von Apo
B100 und/oder Apo B48 in vitro in einer Probe des Patienten mit
Hilfe eines wie etwa hierin vorstehend beschriebenen Antikörpers (einschließlich eines
Fragments oder eines Derivats davon) umfaßt.
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Ein
weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Nachweis oder Verfolgen der zellulären Aufnahme an Triglyceriden
und LDL reicher Lipoproteine, das den Nachweis Apo B enthaltender
Teilchen in vitro mit Hilfe eines wie etwa hierin vorstehend definierten
Antikörpers
(einschließlich
eines Fragments oder eines Derivats davon) umfaßt.
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Der
Patient ist im allgemeinen ein Säuger,
bevorzugt ein Mensch, noch bevorzugter ein Patient, der ein Risiko
des Entwickelns von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit einer Lipidstoffwechselstörung im
Zusammenhang stehen, wie etwa einer Koronarerkrankung aufweist oder
außerdem
ein Patient, der eine derartige Erkrankung aufweist.
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Ein
weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft eine pharmazeutische
Zusammensetzung, die einen wie etwa hierin vorstehend definierten
Antikörper
(einschließlich
eines Fragments oder eines Derivats davon) und einen Exzipienten
oder ein Vehiculum, die pharmazeutisch annehmbar sind, umfaßt.
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Genaue Beschreibung der Erfindung
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Wie
hierin vorstehend angegeben betrifft ein Aspekt der vorliegenden
Erfindung ein im Wesentlichen reines, synthetisches, für Apo B100
spezifisches Peptid, das die Sequenz SEQ ID NO: 1 oder die Sequenz SEQ
ID NO: 2 umfaßt,
oder ein immunogenes Fragment oder ein Derivat dieses Peptids. Unter „für Apo B100 spezifisches,
synthetisches Peptid" werden
alle künstlich
synthetisierten Peptide verstanden, die einen Teil des nativen Apo-B100-Proteins
nachahmen und Regionen oder Epitope umfassen, die für dieses
Protein spezifisch sind und bei anderen Proteinen im wesentlichen
abwesend sind. Es handelt sich insbesondere um Peptide, die die
Sequenz einer Region von Apo B100 umfassen, die bei anderen Formen
von Apo B, insbesondere bei Apo B48 abwesend sind. Der Ausdruck „im wesentlichen
rein" zeigt an,
daß das
Peptid im wesentlichen frei von in Apo B48 vorhandenen Aminosäuresequenzen
und/oder verunreinigenden Proteinen ist, die wie etwa insbesondere
Apo AI normalerweise in Lipidteilchen vorliegen oder mit Apo B verbunden
sind. Der Ausdruck „synthetisch" zeigt an, daß das Peptid
kein auf natürliche
Weise erhaltenes Molekül
ist, sondern daß es dank
eines künstlichen
Verfahrens (z. B. chemische Synthese, Aufbau und dergleichen), insbesondere
wie in den Beispielen beschrieben hergestellt worden ist. In diesem
Zusammenhang ist das für
Apo B100 spezifische, synthetische Peptid der Erfindung vorzugsweise
im wesentlich unglykosyliert.
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Die
Erfindung zeigt nun, daß für Apo B100
spezifische, synthetische Peptide hergestellt und zum Erzeugen Anti-Apo-B100-spezifischer
Antikörper
verwendet werden können.
Die Erfindung zeigt weiter, daß derartige
Antikörper
spezifisch an Apo B100 binden können,
das entweder auf natürliche
Weise oder in Form eines löslichen
Antigens oder in Lipidteilchen eingeschlossen erhalten wurde. Die
Erfindung zeigt ferner, daß derartige
Antikörper
an unterschiedliche, Apo B100 enthaltende Lipidteilchen (IDL (Intermediary
Density Lipoprotein), VLDL und LDL) binden können und Immunfällungseigenschaften
zeigen. Diese synthetischen, für Apo
B100 spezifischen Peptide und ihre entsprechenden Antikörper stellen
somit neue, besonders vorteilhafte Produkte zum Nachweisen von Apo
B100 und differentiellen quantitativen Bestimmen von Apo B100 und
Apo B48 dar.
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Genauer
umfaßt
ein bevorzugtes synthetisches, für
Apo B100 spezifisches Peptid der Erfindung die etwa hierin nachstehend
beschriebene Sequenz SEQ ID NO: 1 oder ein immunogenes Fragment
oder ein Derivat des Peptids.
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Dieses
Peptid entspricht den Resten 4105 bis 4215 der Sequenz des humanen
reifen Apo B.
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Gemäß einer
Abwandlung der Erfindung umfaßt
ein bevorzugtes synthetisches, für
Apo B100 spezifisches Peptid der Erfindung die etwa hierin nachstehend
beschriebene Sequenz SEQ ID NO: 2 wie oder ein immunogenes Fragment
oder ein Derivat des Peptids.
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Dieses
Peptid entspricht den Resten 3955 bis 4062 der Sequenz des humanen
reifen Apo B.
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Die
Peptide der Erfindung umfassen weniger als 200 Aminosäuren, bevorzugter
weniger als 180 Aminosäuren.
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Wie
in den Beispielen veranschaulicht können die Peptide der Erfindung
(die die Sequenz SEQ ID NO: 1 oder die Sequenz SEQ ID NO: 2 umfassen)
auf besonders vorteilhafte Weise durch Festphasensynthese, genauer
unter Benützen
der Boc/Bzl-Strategie (Merrifield 1963) hergestellt werden.
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Ein
bevorzugter Gegenstand der Erfindung betrifft ein für Apo B
spezifisches, synthetisches Peptid, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß es
für Apo
B100 spezifische Epitope umfaßt
und dadurch, daß es
frei von für
Apo B48 spezifischen Epitopen ist und dadurch, daß es die
Sequenz SEQ ID NO: 1 oder die Sequenz SEQ ID NO: 2 umfaßt.
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Die
Peptide können
löslich,
gereinigt oder mit einem Trägermolekül wie etwa
KLH (Keyhole Limpet Hemocyanin) oder Serumalbumin zum Beispiel oder
außerdem
jedem anderen inerten (z. B. synthetischen) Molekül wie etwa
einer Kugel usw. komplexiert sein. Gemäß einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung sind die Peptide an ein Trägermolekül gekuppelt. Dies ist insbesondere
der Fall, wenn sie zum Herstellen von Antikörpern verwendet werden. Das
Kuppeln kann gemäß herkömmlichen,
dem Fachmann bekannten Verfahren durchgeführt werden (Vaitukaitis, Robbins
et al. 1971) (Bassiri 1979).
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Die
Peptide können
ferner mit einem heterologen Polypeptidmolekül wie etwa zum Beispiel einem
biologisch aktiven Molekül
konjugiert oder gekuppelt sein. Die heterologe Natur bezeichnet
jedes Peptid, das nicht aus einem humanen Apo-B-Molekül stammt.
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Ein
besonderer Gegenstand der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie ein synthetisches Peptid
umfaßt,
das die Sequenz SEQ ID NO: 1 oder die SEQUENZ SEQ ID NO: 2 umfaßt und dadurch,
daß es
frei von einem anderen Apolipoprotein ist.
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Die
Peptide können
bei Verfahren zum Durchmustern von Verbindungen, die die Apo-B-Aktivität modulieren,
Titrationsverfahren, als Kontrollen, Standards oder zum Eichen analytischer
Verfahren verwendet werden. Sie können ferner zum Modulieren
der Apo-B100-Aktivität, vorteilhafterweise
auf eine spezifische Weise verwendet werden. Sie sind ferner zum
Herstellen von Anti-Apo-B100-Antikörpern besonders nützlich.
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In
dieser Hinsicht betrifft ein weiterer Gegenstand der Erfindung jeden
Antikörper,
der an ein wie etwa hierin vorstehend definiertes Peptid, insbesondere
auf spezifische Weise binden kann. Vorzugsweise weisen die erfindungsgemäßen Antikörper die
Fähigkeit
zum Fällen
von Apo B100 (Immunfällungen)
auf. Der Antikörper
kann polyklonal oder monoklonal sein. Wenn die Antikörper monoklonal
sind, liegen sie vorzugsweise in Form eines Gemisches monoklonaler
Antikörper
vor. Außerdem
schließt
der Ausdruck Antikörper
auch alle Antikörperfragmente
und -derivate, insbesondere die Fragmente und Derivate dieser monoklonalen
oder polyklonalen Antikörper
ein, die im wesentlichen dieselbe antigene Spezifität aufweisen.
Die letzten umfassen Antikörperfragmente
(z. B. Fab, F(ab')2,
CDRs usw.), humanisierte Antikörper,
polyfunktionelle Antikörper,
einkettige Antikörper
(ScFv) usw. Die Antikörper
der Erfindung können
mit Hilfe herkömmlicher
Verfahren, die die Immunisierung eines Tieres und die Isolierung
seines Serums (polyklonal) oder von Milzzellen (um durch Fusion mit
geeigneten Zelllinien Hybridome herzustellen) umfassen, hergestellt
werden.
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Verfahren
zum Herstellen polyklonaler Antikörper aus verschiedenen Tierarten
einschließlich
Nagern (Maus, Ratte usw.), Primaten, Pferden, Schweinen, Schafen,
Kaninchen, Geflügel
usw. werden zum Beispiel durch Vaitukaitis et al. (Vaitukaitis,
Robbins et al. 1971) beschrieben. Das Antigen wird mit einem Adjuvans
(z. B. Freundsches Adjuvans) vereinigt und einem Tier typischerweise
durch subkutane Injektion verabfolgt. Wiederholte Injektionen können durchgeführt werden.
Blutproben (Immunserum) werden gesammelt und die Immunglobuline
werden abgetrennt.
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Verfahren
zur Herstellung monoklonaler Antikörper aus unterschiedlichen
Tierarten finden sich zum Beispiel bei Harlow et al. (Harlow 1988)
oder bei Kohler et al. (Kohler and Milstein 1975). Diese Verfahren
umfassen die Immunisierung eines Tieres mit einem Antigen, gefolgt
von der Isolierung von Milzzellen, die anschließend mit immortalisierten Zellen
wie etwa Myelomzellen fusioniert werden. Die sich ergebenden Hybridome
produzieren monoklonale Antikörper
und können
durch Grenzverdünnungen
selektioniert werden, um einzelne Klone zu isolieren. Die Antikörper können auch
durch Selektion kombinatorischer Immunglobulinbibliotheken wie etwa
den zum Beispiel bei Ward et al. (Ward, Gussow et al. 1989) offenbarten
hergestellt werden.
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Bevorzugte
Antikörper
der Erfindung werden durch Immunisierung eines nicht-humanen Tieres
mit Hilfe eines wie etwa hierin vorstehend beschriebenen, im wesentlichen
reinen, synthetischen, für
Apo B100 spezifischen Peptids, das vorzugsweise die Sequenz SEQ
ID NO: 1 oder die Sequenz SEQ ID NO: 2 umfaßt, oder eines immunogenen
Fragments oder eines Derivats dieses Peptids, z. B. eines wenigstens
ein Epitop umfassenden Unterfragments oder eines Gemisches immunogener
Fragmente oder Derivate der SEQ ID NO: 1 und SEQ ID NO: 2 (Oligopeptide)
und Isolieren der Antikörper
oder der Antikörper
produzierenden Zellen hergestellt.
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Die
Fragmente Fab oder F(ab')2
können
durch Verdau mit Hilfe einer Protease gemäß herkömmlichen Techniken hergestellt
werden. Die humanisierten Antikörper
können
gemäß einem
zum Beispiel bei Riechmann et al. (Riechmann 1988) (Jones 1986)
beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung spezifischer
Anti-Apo-B100-Antikörper,
das die Verabfolgung (z. B. Injektion) eines Peptids mit der Sequenz
SEQ ID NO: 1 oder der Sequenz SEQ ID NO: 2 oder eines immunogenen
Fragments oder eines Derivats dieses Peptids wie etwa hierin vorstehend
beschrieben an ein nicht-humanes Tier und das Isolieren der Antikörper oder
der Antikörper
produzierenden Zellen umfaßt.
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Das
Verfahren gestattet vorteilhafterweise die Herstellung spezifischer
und immunfällender
Antikörper. Die
Spezifität
kann durch das Demonstrieren der Abwesenheit einer Kreuzreaktion
mit anderen, Apo B48 umfassenden, im Blutkreislauf befindlichen
Proteinen gezeigt werden. Allgemeiner zeigt die Spezifität an, daß die Antikörper an
Apo B100 mit einer jedem anderen Antigen überlegenen Affinität binden
können.
Wie in den Beispielen veranschaulicht sind die polyklonalen Antikörper der
vorliegenden Erfindung immunfällend
und können so
zum Nachweisen von Apo B100 oder zum differentiellen Bestimmen von
Apo B100 und Apo B48 mit hoher Wirksamkeit verwendet werden.
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Die
Antikörper
können
an heterologe Fragmente wie etwa Toxine, Marker, Arzneimittel oder
jedes andere therapeutische Mittel kovalent oder nicht kovalent,
entweder direkt oder über
Kupplungsmittel gekuppelt sein. Die Marker können aus Radiomarkern, Enzymen,
fluoreszierenden Mitteln, magnetischen Teilchen usw. ausgewählt werden.
Bevorzugte Toxine sind zum Beispiel das Diphtherietoxin, Botulinustoxin
usw. Arzneimittel oder therapeutische Mittel werden insbesondere
aus Lymphokinen, Antibiotika, Anti-sense-Sequenzen, Wachstumsfaktoren
usw. ausgewählt.
Das Durchführen
der Kupplung von Antikörpern
und derartiger heterologer Fragmente erlaubende Verfahren werden
zum Beispiel im US-Patent 4 277 149 und im US-Patent 3 996 345 veranschaulicht.
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Die
Antikörper
der Erfindung besitzen zahlreiche Anwendungen einschließlich der
Therapie, Prophylaxe, Diagnose, Reinigung, des Nachweises usw.
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Sie
können
in vitro als Durchmusterungsmittel oder zum Reinigen von Antigenen
aus verschiedenen Proben einschließlich verschiedener biologischer
Proben (z. B. Blutproben) verwendet werden. Sie können ferner
zum Nachweisen oder quantitativen Bestimmen des Vorhandenseins oder
der Menge von Apo B100 oder indirekt von Apo B48 in Apo B enthaltenden
Lipidteilchen, die im Blut einer aus einem Patienten gesammelten Probe,
typischerweise einer aus einem Säuger
stammenden Blutprobe oder bevorzugt einem Menschen enthalten ist.
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Diesbezüglich betrifft
ein weiterer Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Nachweis
oder der quantitativen Bestimmung von Apo B100 im Blut einer biologischen
Probe, das das In-Kontakt-Bringen
der Probe mit einem wie etwa hierin vorstehend definierten Antikörper (ein schließlich Fragmenten
oder Derivaten davon) und den Nachweis der Anwesenheit von Antigen-Antikörper-Immunkomplexen.
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Die
quantitative Bestimmung wird typischerweise auf differentielle Weise,
das heißt
durch Bestimmen des gesamten Apo B (Apo B100 und Apo B48) in einer
Probe, die anschließend
mit Hilfe eines spezifischen Anti-Apo-B100-Antikörpers an Apo 8100 abgereichert
wird, was das direkte und spezifische Bestimmen von Apo B48 erlaubt.
Die Apo-B100-Konzentration wird durch die Differenz zwischen der
Gesamt-Apo-B-Messung und der von Apo B48 erhalten. Dieses Verfahren
gestattet somit die Bestimmung des Apo-B100- und Apo-B48-Spiegels
in einer Probe durch Bestimmung der (relativen) Mengen der Immunkomplexe
in der Probe (vor oder nach dem Isolieren des Apo B100) und deren
Vergleichen mit Standardbedingungen oder zum Beispiel einer Eichkurve.
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Ein
bevorzugtes Verfahren zum Nachweis oder der differentiellen Bestimmung
umfaßt
somit vorteilhafterweise die folgenden Stufen:
- a.
Bestimmung der Gesamtmenge von Apo B in einer Probe mit einem Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper,
- b. Eliminierung von Apo B100 oder von Lipidteilchen, die Apo
B100 enthalten, aus der Probe mit Hilfe eines wie etwa hierin vorstehend
beschriebenen spezifischen Anti-Apo-B100-Antikörpers und
- c. Bestimmung der Menge von Apo B48 in der Probe, die in der
Stufe (b) erhalten worden ist, oder in Lipidteilchen, die kein Apo
B100 in dieser Probe enthalten, mit einem Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper.
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Die
in (a) und (c) erhaltenen Mengen erlauben durch Abziehen das Bestimmen
der Mengen an Apo B100 (oder der Apo B100 enthaltenden Lipidteilchen)
in der Probe.
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Die
verwendeten Antikörper
können
polyklonal, monoklonal oder Fragmente oder Derivate davon, allein,
modifiziert und/oder im Gemisch sein. Sie können insbesondere in löslicher
Form oder an Trägern,
insbesondere Kugeln, Plättchen,
Säulen
usw. immobilisiert verwendet werden.
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Der
Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper
setzt sich vorteilhafterweise aus einem Gemisch monoklonaler oder
einem polyklonalen zusammen, um so einen Nachweis oder eine vollständige quantitative
Bestimmung des Antigens in seinen verschiedenen Formen sicherzustellen.
Weiterhin kann der in den Schritten a) und c) verwendete Antikörper identisch
oder verschieden sein. Im allgemeinen ist es derselbe Antikörper.
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Typischerweise
wird ein polyklonaler Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper verwendet. Der Polyklonale
Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper
kann durch jede dem Fachmann bekannte Technik, insbesondere durch
Immunisierung mittels Gesamt-Apo-B100 erhalten werden. Derartige
Antikörper
werden insbesondere in den Veröffentlichungen
von Li (Li, Wu et al. 1997) und Levinson (Levinson and Wagner 1993)
beschrieben.
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Vorteilhafterweise
werden während
der Stufe b) zum selektiven Eliminieren des in der Probe vorhandenen
Apo B100 ein oder mehr erfindungsgemäße spezifische Anti-Apo-B100-Antikörper verwendet,
deren Fixierung auf Apo B100 die Fällung des Komplexes auslöst. Als
nicht begrenzende Beispiele ist es daher möglich, entweder polyklonale
Antikörper,
ein Gemisch monoklonaler Antikörper
oder so modifizierte (polykonale oder monoklonale) Antikörper zu
verwenden, daß die
Fällung
der Apo-B100-Antikörper-Immunkomplexe
ausgelöst
wird.
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Bei
einer ersten Ausführung
sind die in der Stufe b) verwendeten spezifischen Anti-Apo-B100-Antikörper polyklonale
Antikörper,
die die immunfällende
Eigenschaft besitzen.
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Bei
einer weiteren Ausführung
ist es ferner möglich,
ein Gemisch spezifischer monoklonaler Anti-Apo-B-Antikörper oder
modifizierter monoklonaler Antikörper
(die zum Beispiel an Latex oder andere Teilchen gebunden sind) zu
verwenden, um so die Fällung
der Apo-B-Antikörper-Immunkomplexe auszulösen.
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Eine
weitere Art und Weise zum Eliminieren der Apo B100 enthaltenden
Lipoproteine besteht im Fixieren spezifischer Anti-Apo-B100-Antikörper an
A- oder G-Proteine oder an andere chemische Moleküle (chemische
Polymere oder Harze wie etwa Polyurethan, aktivierte Sepharose usw.).
Diese Komplexe können
an magnetische Kugeln gebunden sein, was die Eliminierung von Apo
B100 durch Anwendung eines Magnetfelds (z. B. magnetische Fällung oder
Trennung) gestattet.
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Das
erfindungsgemäße Analysenverfahren
(und genauer der Nachweis oder die quantitative Bestimmung von Antigen-Antikörper-Immunkomplexen)
kann mit Hilfe herkömmlicher
Techniken wie etwa ELISA-Verfahren (direkte oder kompetitive Immunbestimmung),
RIA (Radio Im muno Assay), EIA (Electro immuno assay, auch Electro
immuno diffusion genannt), Turbidimetrie oder jedes andere immunologische
Verfahren durchgeführt
werden. Ein besonders bevorzugtes Verfahren der Erfindung betrifft
jedoch ein nephelometrisches Analysenverfahren. Tatsächlich sind
die Antikörper
wie hierin vorstehend angegeben spezifisch und können Apo B100 in einer Probe
immunfällen,
was es auf diese Weise gestattet, Apo B48 mit einem polyklonalen
Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper
(oder einer Mischung monoklonaler Antikörper oder einem zum Auslösen der
Fällung
von Apo-B-Antikörper-Immunkomplexen
modifizierten monoklonalen Antikörper)
differentiell zu bestimmen.
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Bei
dem nephelometrischen Analysenverfahren wird die Intensität des durch
die Teilchen in Suspension emittierten Lichts mit Hilfe eines Analysators
gemessen. Die Teilchen werden während
der Immunfällungsreaktion
gebildet, die in einem die Polymerbildung stimulierenden Puffermedium
erfolgt, wenn ein spezifischer Antikörper mit einem spezifischen
Antigen in Kontakt gebracht wird. Der ein Antigen und einen für das Antigen
spezifischen Antikörper
umfassende Komplex bildet sich in einer Höhe, die zuerst allmählich zunimmt, dann
rasch zunimmt und schließlich
einen Spitzenwert erreicht, der der Konzentration der Antigene proportional
ist. Das Analysenverfahren beruht auf der Messung der maximalen Änderung
der Intensität
der Lichtintensität,
die mit der Antigenkonzentration in Beziehung gesetzt wird (und
darin umgerechnet werden kann). Typischerweise wird das nephelometrische
Analysenverfahren mit Hilfe immunchemischer Beckman-Systeme (IMMAGE,
Beckman Coulter, Foster City, CA, USA) durchgeführt, die die Ergebnisse in
einer alphametrischen Tabelle darstellen. Das nephelometrische Verfahren
der Erfindung ist besonders vorteilhaft bei der Messung, wo es rasch
und reproduzierbar ist und den Erhalt eines hohen Durchsatzes gestattet.
Tatsächlich
benötigt
dieses Verfahren nur einige Sekunden zum Analysieren jeder Probe,
während
die Verfahren des Standes der Technik zum Vergleich einen ganzen
Tag erfordern. Weiterhin kann die Technik gemäß der Erfindung leicht automatisiert
werden. Außerdem
ist der Variationskoeffizient für
den Apo-B-Nachweis (ungeachtet einer Isoform) nur 4 % bei dem Verfahren
der Erfindung im Gegensatz zu 10 % beim Stand der Technik.
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Ein
besonderer Gegenstand der Erfindung betrifft somit ein Verfahren
zur differentiellen quantitativen Bestimmung von Apo B48 und von
Apo B100 in den in einer biologischen Probe vorhandenen Lipidteilchen, das
das In-Kontakt-Bringen der Probe (oder einer Verdünnung davon)
mit einem wie etwa hierin vorstehend beschriebenen Antikörper (einschließlich der
Fragmente oder der Derivate davon) umfaßt. Kurz gesagt wird in einem
ersten Schritt eine biologische Probe mit einem Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper in
einem immunnephelometrischen System untersucht, was so das quantitative
Bestimmen des gesamten umlaufenden Apo B gestattet. In einem zweiten
Schritt wird die biologische Probe durch In-Kontakt-Bringen dieser
Probe mit einem spezifischen Anti-Apo-B100-Antikörper (der vorzugsweise durch
die Verwendung von Peptiden mit der SEQ ID NO: 1 oder SEQ ID NO:
2 hergestellt wurde) an dem Apo B100 darin abgereichert. Schließlich wird
die Apo-B48-Menge der an dem Apo B100 darin abgereicherten Probe
durch den Anti-Apo-B-Gesamt-Antikörper auf dieselbe Weise wie
die rohe Probe bestimmt. Die Apo-B100-Menge kann so einfach als
Differenz zwischen der Gesamtmenge an Apo B und der Menge an Apo
B48 erhalten werden. Typischerweise werden die verschiedenen Verdünnungen
der biologischen Probe und/oder der Anti-Apo-B-Gesamt- und/oder
Anti-Apo-B100-Antikörper im
Hinblick auf das Entfernen von Proteinen, die kein Immunglobulin
sind, und/oder Konzentrieren des Antikörpers vor dem In-Kontakt-Bringen
mit der Probe einer Behandlung unterzogen. Die Behandlung umfaßt typischerweise
das In-Kontakt-Bringen der Antikörper
mit Polyethylenglykol (PEG) wie etwa zum Beispiel bei Ritchie et
al. (Ritchie 1972) beschrieben. Typischerweise werden bei diesem
Analysenverfahren 0,5 bis 1 μg
spezifische Antikörper
verwendet, obschon der Fachmann unterschiedliche Mengen verwenden
kann, ohne von der vorliegenden Erfindung bedeutend abzuweichen.
-
Bei
einem nephelometrischen Analysenverfahren werden im allgemeinen
polyklonale Antikörper
verwendet.
-
Das
Analysenverfahren kann an unterschiedlichen biologischen Proben
einschließlich
insbesondere Blut, Plasma, Serum, interstitieller Flüssigkeit,
Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit,
Zellkulturüberstand
usw. durchgeführt
werden. Die Probe kann von einem Patienten (z. B. einem menschlichen
Patienten) genommen werden und direkt zum Ausführen des Analysenverfahrens
verwendet werden. Wahlweise kann die Probe verdünnt und/oder gelagert (zum
Beispiel in gefrorener Form) werden, um später untersucht zu werden. Die
Erfindung gestattet auch mittels der Anti-Apo-B-Gesamt- und spezifischen
Anti-Apo-B100-Antikörper
die Messung der Konzentration des in den Lipidteilchen enthaltenen
Apo B48 und Apo B100 mit hoher Wirksamkeit, Sicherheit und hohem
Durchsatz.
-
Der
Nachweis kann unter verschiedenen Versuchsbedingungen, klinischen
und/oder diagnostischen Bedingungen durchgeführt werden. Insbesondere kann
das Verfahren zum Nachweisen einer Prädisposition bestimmter Individuen
zum Entwickeln mit dem Lipidstoffwechsel im Zusammenhang stehender
Störungen verwendet
werden.
-
Ein
besonderer Gegenstand der Erfindung betrifft somit ein Verfahren
zum Nachweis des Vorliegens, einer Prädisposition oder eines Risikos
der Entwicklung einer Störung,
die mit dem Lipidstoffwechsel bei einem Patienten im Zusammenhang
steht, wobei das Verfahren den Nachweis in vitro oder die quantitative
Bestimmung in vitro (oder ex vivo) in einer dem Patienten entnommenen
Probe Apo B48 und Apo B100 umfassender Lipidteilchen mit Hilfe eines
wie etwa hierin vorstehend definierten Antikörpers (einschließlich der
Fragmente oder der Derivate davon) umfaßt. Erhöhte Apo-B48- und/oder Apo-B100-Spiegel
(verglichen mit einem Mittelwert bei normalen Individuen) sind für dieses
erhöhte
Risiko des Entwickelns von Störungen
des Lipidstoffwechsels kennzeichnend. Das Verfahren ist zum Nachweis
des Vorliegens, einer Prädisposition
oder eines Risikos des Entwickelns von Arteriosklerose oder einer
Herz-Kreislauf-Erkrankung wie etwa zum Beispiel einer Koronarerkrankung
besonders geeignet.
-
Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nachweis
oder Verfolgen des zellulären
Einfangens von LDL und Lipoproteinen, die reich an Triglyceriden
sind, bei einem Patienten, das den In-vitro-Nachweis der Gehalte
an Apo B48 und/oder Apo B100, die in den Lipidteilchen enthalten
sind, mit Hilfe eines wie etwa hierin vorstehend definierten Antikörpers (einschließlich der
Fragmente oder der Derivate davon) umfaßt.
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Die
erfindungsgemäßen Antikörper können ferner
zum Durchmustern (Selektionieren) von Verbindungen oder Diäten verwendet
werden, die die Konzentration von Apo B48 und/oder Apo B100 im Serum
oder Plasma modulieren können.
Typischerweise umfaßt
das Verfahren die Verabfolgung einer Verbindung oder Diät an ein
Tier oder an einen Patienten und das Isolieren einer aus dem Tier
oder dem Patienten stammenden biologischen Probe, gefolgt vom Nachweis
des Vorliegens und/oder der Bestimmung der Mengen an Apo B48 und
Apo B100 in dieser Probe mit Hilfe eines wie etwa des hierin vorstehend
definierten Antikörpers
(einschließlich
Fragmenten oder Derivaten davon).
-
Wie
hierin nachstehend angegeben können
diese Verfahren an verschiedenen Proben (typischerweise Plasma oder
Serum) und durch ELISA, RIA, EIA, Turbidimetrie usw. oder bevorzugt
mittels einer nephelometrischen Analyse durchgeführt werden.
-
Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung umfaßt die Verwendung
eines erfindungsgemäßen Antikörpers zur
Herstellung einer Zusammensetzung, die für die selektive Invivo-Regulierung
der Aktivität von
Apo B100 bei einem Individuum bestimmt ist. Zum Beispiel zum Hemmen
der Aufnahme Apo B100 enthaltender Lipoproteine (über den
LDL-Rezeptor) durch Leberzellen oder periphere Zellen, um so die
Zufuhr von Lipiden dorthin zu modifizieren oder den intrazellulären Aufbau
und die Sekretion von Lipoproteinen (da Apo B100 für einen
derartigen Aufbau benötigt
wird) zu hemmen und dadurch die Produktion sogenannter atherogener
Lipoproteine zu verringern.
-
Insbesondere
versteht man unter der Apo-B100-Aktivität seine Rolle beim Aufbau und
der Sekretion von Lipoproteinen im Plasma (VLDL) und seine Rolle
beim Einfangen von Lipoproteinen durch periphere Zellen.
-
Die
Erfindung umfaßt
außerdem
eine pharmazeutische Zusammensetzung, die einen wie etwa hierin vorstehend
beschriebenen Antikörper
und gegebenenfalls einen pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten oder
ein Vehiculum umfaßt.
Der Exzipient kann jede Lösung,
Suspension, Gel, Pulver usw. sein, das mit einer pharmazeutischen
Verwendung verträglich
ist. Isotone Lösungen,
Puffer, Kochsalzlösungen
usw., die gegebenenfalls mit Stabilisatoren wie etwa Proteinen oder
anderen Molekülen
hohen Molekulargewichts kombiniert sind, können zum Beispiel angeführt werden.
-
Diese
Erfindung betrifft ferner einen Kit, der ein Peptid oder einen wie
etwa hierin vorstehend beschriebenen Antikörper umfaßt. Das Kit kann zum Nachweisen
oder quantitativen Bestimmen von Apo B48 und/oder Apo B100 in irgendeiner
Probe verwendet werden.
-
Andere
Aspekte und Vorteile der Erfindung werden in den folgenden Beispielen
beschrieben, die zu Anschauungszwecken bestimmt sind und den Erfindungsumfang
nicht einschränken.
-
Erklärung
der Zeichnungen
-
1 Spezifität des Anti-Apo-B100-Antikörpers. A:
SDS-PAGE; B Immuno Blot, Bahn 1 und 2: Chylomikronen aus HTG-Patienten.
Bahn 3: VLDL aus normolipiden Individuen.
-
2 Nephelometrisches
Analysenverfahren von Apo B: Eichkurve
-
Beispiele
-
1. Synthese von Apo B100
-
Die
synthetischen, für
Apo B100 spezifischen Peptide wurden mit Hilfe eines in der Festphase
(Merrifield 1963) an einem automatischen Synthesegerät Modell
ABI 431 (Applied Biosystems Inc. Foster City, CA, USA) unter Anwenden
einer Boc/Bzl-Strategie auf 0,5 mMol PAM-Ala-Harz durchgeführt. Jede Aminosäure wurde
mit Hilfe von Dicyclohexylcarbodiimid/Hydroxybenzotriazol zweimal
gekuppelt, ohne „abgesättigt" zu sein. Die Rohprodukte
wurden anschließend
durch HPLC in Umkehrphase an einer Säule Vydac 18 (Interchim, Montluçon, Frankreich)
gereinigt, die einen von 0 bis 100 % Puffer B (Puffer A: 0,05 %
TFA in H2O und Puffer B: 0,05 % TFA mit
60 % CH3CN in H2O)
verlaufenden linearen Gradienten gereinigt und analysiert. Die Molmassen
wurden anschließend
mit Hilfe eines Massenspektrometers API (Perkin-Elmer, Foster City,
CA, USA), das mit einem einfachen Quadrupol und einer Elektrospray-Ionenquelle
(nebulizer-assisted electrospray) (Sciex, Toronto, Kanada) ausgestattet
war, analysiert.
-
Die
Aminosäureanalyse
wurde mit Hilfe eines Aminosäureanalysators
Beckman 6300 (Beckman Instruments, Fullerton, CA, USA) nach 24 Stunden
Hydrolyse bei 110 °C
mit Hilfe einer 0,25 % Phenol enthaltenden 6N HCI-Lösung durchgeführt.
-
2. Immunisierungen
-
Ein
gegen Gesamt-Apo-B gerichtetes Antiserum wurde gemäß der durch
Fievet et al. (Fievet 1984) beschriebenen Technik hergestellt. Kurz
gesagt wurden LDL, deren Dichte zwischen 1,030 und 1,053 lag (und daher
nur Apo B100 enthielten), durch Ultrazentrifugation hergestellt
und anschließend
in Ziegen injiziert, um so ein Anti-Apo-B-Gesamt-Immunserum herzustallen,
das alle Formen von Apo B erkennt. Das für Apo B100 spezifische Antiserum
wurde ebenfalls in Ziegen im wesentlichen gemäß der durch Vaitukaitis et
al. (Vaitukaitis, Robbins et al. 1971) beschriebenen Vorschrift
hergestellt. Das Peptid (SEQ ID NO: 1 oder SEQ ID NO: 2), das als
Antigen diente, wurde in komplettem Freundschen Adjuvans emulgiert
und zu 0,5 mg Peptid je Injektion bei den ersten beiden Injektionen,
gefolgt im Abstand von zwei Wochen von Booster-Injektionen unter Verwenden desselben
Adjuvans, aber nur 0,25 mg Peptid subkutan in Ziegen injiziert.
-
3. Isolierung für Gesamt-Apo-B und Apo B100
spezifischer Immunglobuline (IgG)
-
Die
IgG wurden mit Hilfe einer von Ritchie et al. (Ritchie 1972) abgeänderten
Vorschrift hergestellt. Die Proteine, die keine Immunglobuline waren,
wurden aus dem Immunserum entfernt, und die IgG wurden dialysiert
und eingeengt.
-
Die
Antikörper
können
zwischen 2 und 8 °C,
wenn sie zum Beispiel innerhalb einer Wache verwendet werden, oder
gefroren bei -20 °C
zur längerfristigen
Verwendung bis zu einem Mo nat gelagert werden. Die Immunglobuline
enthalten Natriumazid.
-
4. Antikörperspezifität
-
Ein
analytischer Immunoblot von Chylomikronen und VLDL wurde zum Demonstrieren
der Spezifität der
Anti-Apo-B100-Antikörper
ausgeführt.
Wie 1 zeigt wurde mit Apo B48 oder den anderen Proteinen
der Chylomikronen keine Kreuzreaktion beobachtet. Was VLDL betrifft
erkannte der Anti-Apo-B100-Antikörper
nur das bei 550 kDa gelegene Protein, das der Molmasse von Apo B100
entspricht. Diese Ergebnisse zeigen, daß der gegen das Peptid mit
der SEQ ID NO: 1 gerichtete Antikörper Apo B100 spezifisch erkennt.
-
5.
Immunnephelometrisches Analysenverfahren 5.1
Zu dem nephelometrischen Analysenverfahren verwendete Reagenzien
und Materialien TABELLE
1
-
Standard:
Der Apo-B-Standard stammte aus einem Humanserum, das mit Hilfe eines
Elektroimmundiffusionsverfahrens (EIA) geeicht und auf HIV- und
Hepatitisviren getestet wurde. Dieser Standard muß mit der üblichen
Vorsicht gehandhabt werden, um jegliche Kontamination zu vermeiden.
Der Apo-B-Standard wies eine Konzentration von 100 mg/dl auf.
-
Herstellung:
Zum Erstellen einer Eichkurve muß der Standard wie folgt in
Puffer 1 verdünnt
werden.
-
-
Lagerung
und Stabilität:
Der Apo-B-Standard kann bei -20 °C
aufbewahrt und gelagert werden. Die Stabilität wird mit Hilfe von EDTA und
Natriumazid erreicht. Die Zubereitung kann gefroren und getrocknet
werden.
-
Probenherstellung:
Zur Analyse werden frische Proben empfohlen. Seren müssen durch
eingeführte und
in klinischen Laboratorien angewendete Verfahren gesammelt werden.
Nötigenfalls
kann das Serum bis zu einer Woche zwischen 2 und 8 °C gelagert
werden. Gefroren gelagerte Proben können über einen längeren Zeitraum verwendet werden;
gefrorene Proben sind bis zu einem Jahr stabil.
-
Herstellung
von Proben ohne Apo-B100-Teilchen: Einem Reagenzglas fügt man in
folgender Reihenfolge 40 μl
Anti-Apo-B100-Antikörper,
40 μl Serum
und 40 μl
Puffer 1 zu. Es wird gerührt
und anschließend inkubiert
man zehn Minuten bei Raumtemperatur, dann führt man zehn Minuten eine Zentrifugation
bei 3500 Upm aus und anschließend
entfernt man den Überstand,
der analysiert wird. Die Endkonzentration an Apo B48 in den an Apo
B100 enthaltenden Lipidteilchen abgereicherten Proben wurde entsprechend
der Verdünnung des Überstands
korrigiert.
-
5.2 Vorschrift:
-
- – Programmieren
eines definierten Reagenzes mit den in dem die Handhabung des immunchemischen Systems
IMMAGE beschreibenden Handbuch aufgeführten Parametern,
- – Überführen des
die Antikörper
enthaltenden Reagenzes in das Abteil A der Patrone,
- – Eingabe
des Standardwerts (der aktuelle Apo-B-Standardwert ist 1 mg/dl)
in eine Parametertabelle entsprechend dem in Tabelle 2 dargestellten
Verdünnungsschema,
- – Verwenden
von Puffer 1 als Probenverdünnungsmittel.
-
-
- * nach der Eichung festzulegen
- ** nach der Messung des Apo B48 festzulegen
-
5.4 Ergebnisse
-
Eichkurve
(2): die Eichkurve wurde automatisch durch das
Analysengerät
erstellt. Qualitätskontrolle:
es wird empfohlen, ein Kontrollserum (wie etwa das Serum von Dade-Behring GmbH, Marburg,
Deutschland; zur Kontrolle von Apolipoproteinen bestimmt) für jede getestete
Probe zu verwenden.
-
Werte:
das Analysengerät
zeigt direkt die Endkonzentration an. Bei den Anti-Apo-B100-Antikörper enthaltenden
behandelten Proben muß die
dreifache Verdünnung
korrigiert werden.
-
Arbeitsbereich:
-
- für
Gesamt-Apo-B: 25 bis 300 mg/dl
- für
die Messung von Apo B48: 1,5 bis 25 mg/dl
- für
die Messung von Apo B100: Differenz zwischen den Messungen des Gesamt-Apo-B
und Apo B48
-
Variationskoeffizient: 4 %
-
Übliche
Werte (Smith 1997):
-
- Apo B48: 4-6 mg/dl bei einem normalen, fastenden Patienten
20 mg/dl bei einem Patienten im Zeitraum nach der Mahlzeit
-
6. Andere Vorteile der Erfindung
-
Andere
Vorteile und Verwendungen der synthetischen, für Apo B100 spezifischen Peptide
der Erfindung schließen
Folgendes ein:
- – die Herstellung monoklonaler
Antikörper,
- – die
Verwendung als Standard zur Eichung jeglicher Analysenverfahren
für Apo
B100 (ELISA; RIA, Elektroimmundiffusion usw.)
- – die
Verwendung bei der Untersuchung verschiedener Stoffwechselpfade
von Lipoproteinen wie Aufzeichnung oder Hemmung des Einfangens Apo
B enthaltender Lipoproteine durch LDL-Rezeptoren.
-
Andere
Vorteile und Verwendungen der Antikörper dieser Erfindung sind
die folgenden:
- – die Verwendung bei jeglichen
immunologischen Analysenverfahren zum differentiellen quantitativen
Bestimmen von Apo B100 und Apo B48,
- – die
Verwendung im Rahmen des differentiellen Nachweises von Apo B100
und Apo B48 (Immunblot, Dotblot, Immunhistochemie und Immunzytochemie),
- – die
Verwendung bei Immunaffinitäts-
und Immunfällungsverfahren
zum Reinigen der Proteine.
-
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