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Gebiet der vorliegenden
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine synergistische Formulierung,
umfassend Trans-Tetracos-l5-ensäure
(t-TCA) und Andrographolid (AP) im Verhältnis zwischen 1:7 und 7:1
(w/w), die beim Leberschutz nützlich
ist; und auf ein Verfahren zur Herstellung einer synergistischen
Formulierung, umfassend Trans-Tetracos-l5-ensäure (t-TCA) und Andrographolid (AP), die beim
Leberschutz nützlich
ist, wobei dieses Verfahren die Schritte des Zermahlens der t-TCA-
und AP-Teilchen in feine Partikel, des Vermischens der feinen Partikel
in einem Verhältnis
zwischen 1:7 und 7:1 (w/w) und des Mahlens der Mischung, um die
Formulierung zu erhalten, umfasst.
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Hintergrund und Bezugnahmen
auf den Stand der Technik bei der vorliegenden Erfindung
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Das
Studium der Literatur offenbarte, dass frühere Berichte ein Vorhandensein
von Trans-Tetracos-l5-ensäure
in Jojobaöl
aus Simmondsia chinesis-Samen (0,62–1,11%) zeigten; wie berichtet
wurde, befindet sich das cis-Isomer der Säure in den Fettsäuren des
Samenöls
von Microula sikkimensis (1,2%) [Wang, Huiying; Yu, Xuejian; Yi,
Yuanfen und Ding, Jingkai, Yunnan Zhiwu Yanjiu 1989, 11 (I), 60–4 (Ch).,
Li, Jingmin; Wang Jingpin, Yu, Fenglan, Zhiwu Xuebao, 1989, 31 (1),
50–3 (Ch.)].
Diese Berichte erwähnen
nicht die Isolierung der Bestandteile, und die Abschätzung des
Inhalts beruht auf GLC-Daten. Indigofera tinctoria wurde im indigenen
System der Medizin bei Epilepsie, nervösen Störungen und Bronchitis angewandt
[Wealth of India, Band 5, (Council of Scientific and Industrial
Research, New Delhi) 182, (1959)]. Die Pflanze wird auch als Salbe für wunde
Stellen, alte Geschwüre
und Hämorrhoiden
verwendet [R.N. Chopra, S.L. Nayar und LC. Chopra, Glossary of Indian
Medicinal Plants, 141 (1956)].
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Die
Blätter
der Pflanzen wurden bei Leberleiden verwendet [Nadkarni, K.M., Indian
Materia Medica, Band 1 (Popular Book Depot, Bombay), 680 (1954)].
Der Extrakt der Blätter
der Pflanze zeigte eine ausgeprägte
leberschützende
Wirkung gegenüber
einem CCl4-induzierten Leberschaden bei Kaninchen,
Ratten und Mäusen
am RRL-Jammu [K.K. Anand, Dewan Chand, B.J. Ray, Ghatak, Indian
J. Expl. Biol., 17, 685, (1979); K.K. Anand, Dewan Chand, B.J. Ray,
Ghatak und R.K. Arya, Indian J. Expl. Biol., 19, 298 (1981)]. Über eine neueste
Studie am RRL-Jammu hinsichtlich der leberschützenden Wirkung des Pflanzenextrakts
und einer weiteren, von der biologischen Aktivität gesteuerten Fraktionierung
wurde berichtet, was weiters zu einer Identifizierung von Trans-Tetracos-l5-ensäure als
Wirkprinzip führte.
[379/DEL/2000, B. Singh, A.K. Saxena, B.K. Chandan, V. Bhardwaj,
V.N. Gupta und O.P. Suri, Phytother. Res., 15, 294–297, (2001)].
Trans-Tetracos-l5-ensäure
wurde synthetisiert, und es wurde beobachtet, dass sie eine dosisbezogene
leberschützende Wirkung gegenüber Galactosamin,
Paracetamol und CCl4 als Lebergifte besitzt,
wobei handelsübliches
Silymarin als Referenzmaterial verwendet wurde [36/DEL/2000].
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Es
zeigte sich, dass Andrographolid, ein wichtiges bicyclisches Diterpenoidlacton,
mehrfache pharmakologische Wirkungen besitzt, wie z.B. eine Verringerung
der Hexobarbital- oder Phenobarbital-Schlafdauer [B.R. Chaudhary,
S.J. Hague und M.K. Poddar; Planta Medica, 53, 135–140 (1987);
B. Roy, M.K. Poddar, B. Shukla, P.K.S. Visen, G.K. Patnaik und B.N.
Dhawan., Planta Medica, 58, 146–149
(1992)]. Andrographolid, der aus der Pflanze Andrographis paniculata
isolierte aktive Bestandteil, zeigte eine erhebliche dosisabhängige Schutzwirkung
gegenüber
einer Paracetamol-induzierten Toxizität bei einem ex vivo-Präparat von
isolierten Ratten-Leberzellen.
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Andrographolid
erwies sich als wirksamer als Silymarin, ein Standard-Leberschutzmittel
[P.K. Visen, B. Shukla, G.K. Patnaik, B.N. Dhawan, J. Ethanopharmacol.,
40 (2); 131–136
(1993)]. Die Häufigkeit
von Erkältungen
betrug bei einer mit Andrographis behandelten Testperson 30%, verglichen
mit 62% in der Kontrollgruppe. [D.D. Cacers, J.L. Hancke, R.A. Burgos
und G.K. Wikman, Phytomedicine 4 (2), 101–104 (1997)]. Kontrollierte
Studien, an denen über
500 Testpersonen beteiligt waren, zeigen, dass Andrographis paniculata
beim Verringern der Verbreitung und Intensität von Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen
und beim Verkürzen
der Dauer von Symptomen wirksam ist [J. Melchior, S. Palm und G.
Wikman; Phytomedicine, 3 (4), 315–318, (1996); D.D. Caceres,
J.L. Hancke, R.A. Burgos, et al., Phytomedicine, 6 (4), 217–223, (1999)].
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Andrographis
ist ein Immunverstärker,
eine Möglichkeit,
die durch die Tatsache bekräftigt
wird, dass es bei Mäusen
mehrere Immunparameter anregt. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass
Extrakte wirksamer als gereinigtes Andrographolid sind [A. Puri,
R. Saxena, R.P. Saxena, et al., J. Nat. Prod. 56, 995–999 (1993)].
Die Forschung legte nahe, dass Andrographolide eine direkte antivirale
Wirkung und eine direkte antiparasitäre Wirkung, jedoch keine antibakterielle
Wirkung haben. [R.S. Chang, L. Ding, G. Chem et al., Proc. Soc.
Expl. Biol. Med. 197, 59–66
(1991), R.K. Raj, Indian J. Physiol. Pharmacol., 19, (1), (1975),
A Leelarasamee, S. Trakulsomboon, N. Sittisomwong, J. Med. Assoc.
Thal., 73, 299–304
(1990)]. In einem Tiermodell zeigte sich, dass Andrographolid bei
der Verhinderung des Auftretens und der Schwere einer Restenose
nach einer Angioplastie zweimal wirksamer als Fischöl war. [D.W.
Wang, H.Y. Jhao, J. Tongji Med. Univ. 13 (4), 193–198 (1993)].
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Bei
den Mechanismen kann es sich um die antithrombotische Wirkung von
Andrographis handeln, welche infolge von Verminderungen des Thromboxans
und der Blutplättchenaggregation
auftreten kann [Hy Zhao und Wy. Feng, Chin. Med. J. (Engl.) 104
(9), 770–771,
(1991)]. Andrographis paniculata erwies sich ebenfalls als leberschützende Substanz.
Andrographis ist bei Mäusen,
die mit CCl4 oder tert-Butylhydroperoxid,
zwei hochtoxischen Verbindungen, behandelt wurden, leberschützend. Außerdem stellte
sich heraus, dass Andrographis beim Schützen der Leber vor einer Paracetamol-Toxizität und vor
Paracetamol und Galactosamin Simylarin überlegen war. [A. Kapil, I.B.
Koul, S.K. Banerjee B.D. Gupta, Biochem. Pharmacol., 46 (I) 182–185, 1993;
P.K. Visen, B. Shukla, G.K. Patnaik, B.N. Dhawan J. Ethanopharmacol.,
40 (2) 131–136,
(1993)]. S.S. Handa und A. Sharma, Indian J. Med. Res. 92, 284–292 (1990)].
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Andrographolide
sind beim Menschen im höchsten
Maße biologisch
verfügbar
[A. Pannossian, et al., Phytomedicine, 7 (5), 351–364, (2000)].
Markiertes Andrographolid wird im gesamten Körper leicht verteilt. Nach
72 Stunden sind beinahe 90% der Andrographolide hauptsächlich durch
die Urinausscheidung abgesondert [Wuxi Medicine Institute, Sushow
Medical Academy, Acta Biochemica, Biophysica sinica, 11, 1979 (keine Seiten
aufgelistet). In der chinesischen medizinischen Literatur gab es
Berichte über
die Verabreichung hoher Dosen von Andrographis paniculata bei Tieren
und Menschen.
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[F.
Sandberg Andrographis herba Chuanxinlian A Review, American Botanical
Council, Austin, Texas, USA (1994)]. Dennoch wurden keine systematischen
Langzeitstudien an Menschen durchgeführt. Testpersonen, denen Andrographis
in den empfohlenen Dosierungen verabreicht wurde, wiesen keine Veränderung
in der Leber- oder Nierenfunktion, der Zahl der Blutzellen oder
der Blutchemie auf [J. Hancke, R. Burgos, D. Caceres, G. Wilkman,
Phytotherapy Research, 9, 559–562
(1995)]. Gemäß Barilla
wurden die Menschen auch mit hohen Pegeln behandelt [J. Barilla,
Andrographis paniculata, Keats Publishing, Los Angeles, CA USA (1999)].
Andrographis besitzt bei Versuchstieren, und zwar sowohl bei Männchen als
auch bei Weibchen, klare Antifertilitätswirkungen. Männliche
Ratten werden bei einer Aufnahme von 20 mg/Tag unfruchtbar und weibliche
Ratten werden bei höheren
Dosierungen unfruchtbar. [M. Akbarsha, B. Manivannan, H.K. Shahul,
et al., Indian J. Exp. Biol. 28, 421–426 (1990); M.S. Zoha, A.H.B.
Hussain, S.A.R. Choudhary, Bangladesh, Med. Res. Council Bull, 15,
34–37
(1989); F. Sandberg, Andrographis herba Chu anxinlian, A Review,
American Botanical Council, Austin, Texas, USA (1994)].
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Aufgaben der vorliegenden
Erfindung
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Die
Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Entwicklung
einer synergistischen Formulierung zum Leberschutz.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Entwicklung
eines Verfahrens zur Herstellung einer synergistischen Formulierung
zum Leberschutz.
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Wiederum
eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Entwicklung
einer sicheren und effizienten Leberschutzformulierung.
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Kurzfassung
der vorliegenden Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine synergistische Formulierung,
umfassend Trans-Tetracos-15-ensäure
(t-TCA) und Andrographolid (AP) im Verhältnis zwischen 1:7 und 7:1
(w/w), die beim Leberschutz nützlich
ist; und auf ein Verfahren zur Herstellung einer synergistischen
Formulierung, umfassend Trans-Tetracos-l5-ensäure (t-TCA) und Andrographolid (AP), die beim
Leberschutz nützlich
ist, wobei dieses Verfahren die Schritte des Zermahlens der t-TCA-
und AP-Teilchen in feine Partikel, des Vermischens der feinen Partikel
in einem Verhältnis
zwischen 1:7 und 7:1 (w/w) und des Mahlens der Mischung, um die
Formulierung zu erhalten, umfasst.
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Detaillierte
Beschreibung der vorliegenden Erfindung
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Demgemäß bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf eine synergistische Formulierung,
umfassend Trans-Tetracos-15-ensäure
(t-TCA) und Andrographolid (AP) im Verhältnis zwischen 1:7 und 7:1
(w/w), die beim Leberschutz nützlich
ist; und auf ein Verfahren zur Herstellung einer synergistischen
Formulierung, umfassend Trans-Tetracos-15-ensäure (t-TCA) und Andrographolid
(AP), die beim Leberschutz nützlich
ist, wobei dieses Verfahren die Schritte des Zermahlens der t-TCA-
und AP-Teilchen in feine Partikel, des Vermischens der feinen Partikel
in einem Verhältnis
zwischen 1:7 und 7:1 (w/w) und des Mahlens der Mischung, um die
Formulierung zu erhalten, umfasst.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine synergistische
Formulierung, umfassend Trans-Tetracos-15-ensäure (t-TCA) und Andrographolid
(AP) im Verhältnis
zwischen 1:7 und 7:1 (w/w), die beim Leberschutz nützlich ist.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beträgt
das Verhältnis
von t-TCA zu AP 1:1 (w/w).
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
die Bestandteile der Formulierung entweder pflanzlich oder synthetisch
sein.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist die Formulierung eine therapeutische
Breite von mehr als 40 auf.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein Verfahren zur
Herstellung einer synergistischen Formulierung, umfassend Trans-Tetracos-15-ensäure (t-TCA) und
Andrographolid (AP), die beim Leberschutz nützlich ist, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte umfasst:
- • das Zermahlen
der t-TCA- und AP-Teilchen in feine Partikel,
- • das
Vermischen der feinen Partikel in einem Verhältnis zwischen 1:7 und 7:1
(w/w), und
- • das
Mahlen der Mischung, um die Formulierung zu erhalten.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erfolgt das Zermahlen der Teilchen für etwa 20
Minuten mit etwa 100–120
Umdrehungen/Minute.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erfolgt das Mahlen der Mischung für etwa 15
Minuten mit etwa 70–80
Umdrehungen/Minute.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist die Formulierung etwa eine Maschenweite
von weniger als 100 Mesh auf.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
die Bestandteile der Formulierung entweder pflanzlich oder synthetisch
sein.
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Es
geht um die Entwicklung einer leberschützenden Formulierung auf Basis
chemischer Bestandteile pflanzlichen Ursprungs, wovon einer, nämlich Trans-Tetracos-15-ensäure, eine
erhebliche Aktivität
bei der Wiederherstellung der aufgrund von Lebergiften veränderten
Spiegel an Transaminasen, Bilirubin, Triglyceriden, ALP und GSH
zeigte und der andere mehrfache pharmakologische Wirkungen besitzt,
wie z.B. eine Verringerung der Hexobarbital- oder Phenobarbital-Schlafdauer,
des antiperoxidativen Potentials in der Leber. Diese Untersuchungen
bewiesen das therapeutische Potential von Andrographolid.
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In
der Mischung werden beide Aspekte der leberschützenden Wirkung verstärkt, was
durch einen Blick auf die Tabellen (1–4) offenbar nachgeprüft werden
kann, welche eine Wirkungsumkehr eines bei der Bewertung eingesetzten
Lebergiftes, d.h. von Paracetamol, zeigen. Es geht um die Bereitstellung
eines chemisch definierten Arzneimittels zur Verwendung bei verschiedenen
Arten von Lebererkrankungen.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entwicklung
der synergistischen leberschützenden
Zusammensetzung, enthaltend Trans-Tetracos-l5-ensäure (TCA)
und Andrographolid (AP). Die Erfindung bezieht sich insbesondere
auf die Mischung von Trans-Tetracos-l5-ensäure und Andrographolid, welche
einen synthetischen oder pflanzlichen Ursprung haben und deren Verhältnis von
7:1 Trans-Tetracos-l5-ensäure
bis 1:7 Andrographolid reicht.
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Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung ein Verfahren für eine synergistische leberschützende pharmazeutische
Zusammensetzung bereit, welches das Vermischen von t-TCA und Andrographolid
im Verhältnis
von 7:1 bis 1:7 umfasst. Die Formulierung wurde so entwickelt, dass
sie bei Leberleiden eine potentielle therapeutische Anwendung haben
wird.
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Bei
der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschreiben wir ein Verfahren für eine synergistische
leberschützende
Formulierung, bei dem t-TCA und Andrographolid im Bereich von 7:1
bzw. 1:7 vermischt werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wurde eine Formulierung hergestellt, die eine gegenüber den
einzelnen Bestandteilen, nämlich
t-TCA und Andrographolid, verbesserte leberschützende Wirkung aufwies.
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Bei
wiederum einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigt die hier beschriebene Formulierung eine stärkere und
breitere leberschützende
Wirksamkeit als die bewährten
Leberschutzmittel, wie z.B. Silymarin.
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Eine
pharmakologische Beurteilung zeigt, dass die Formulierung in einem
breiten Spektrum leberschützender
Aktivitätsparameter
eine synergistische Wirkung besitzt, wie in einer Reihe von biochemischen Bewertungen
mit Paracetamol als Lebergift beobachtet wurde, wobei Silymarin
als Referenzmaterial eingesetzt wurde.
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Ein
Vergleich mit dem bekannten Leberschutzmittel Silymarin, mit nativer
t-Tetracos-15-ensäure und Andrographolid
zeigte, dass die Formulierung HV-392 ein höheres leberschützendes
Potential als die einzelnen Bestandteile aufwies, was durch einen
Blick auf die Tabellen (3 bis 4) bezüglich der Wirkung der Abbauprodukte
einer Lipidperoxidation auf die Formulierung, der Freisetzung von
Glutamintransaminasen (GPT und GOT), alkalischer Phosphatase (ALP),
Bilirubin, Triglyceriden (TG) und des reduzierten Glutathion (GSH)-Status leicht nachgeprüft werden
kann.
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Die
Behandlung von Versuchstieren mit der Formulierung, wobei Paracetamol
als Lebergift eingesetzt wurde, reduzierte die erhöhten Spiegel
an Serum-GPT, GOT, ALP, Bilirubin, T.G. und erhöhte die GSH-Spiegel.
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Es
darf erwähnt
werden, dass die Formulierung bei 50 mg/kg–1 – wobei
die Dosis 25 mg von jedem Bestandteil aufwies – eine bessere Wirkungsumkehr
von Lebergiften zeigte als bei 50 mg/kg–1 – 1 Dosis
von jedem der Bestandteile – beobachtet
wurde.
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Alle
aufgelisteten Materialien wurden mit einem gleichbleibenden Dosispegel
von 50 mg/kg–1 über P.O.-Wege
verabreicht. Die Formulierung ist extrem sicher, da sie eine therapeutische
Breite von > 40 aufweist. Bis
zu einer Dosis von 2 g-kg–1 p.o. wurde bei Mäusen keine
Mortalität
verzeichnet.
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die untenstehend angeführten Beispiele,
die jedoch nicht als den Umfang der vorliegenden Erfindung einschränkend gedeutet
werden sollten, beschrieben.
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Beispiel 1
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Herstellung der Formulierung
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Die
Verbindungen, nämlich
Trans-Tetracos-l5-ensäure
(TCA) und Andrographolid, wurden in einem Stampfmörser bei
100–120
U/min–1 20
Minuten lang fein gemahlen, im gewünschten Verhältnis, d.h.
von 7:1 bis 1:7 (w/w), codiert als HV-407 bis HV-412, bzw. von 1:1
(w/w) als HV-392 vermischt und einem 15-minütigen Zermahlen bei 70–80 Umdrehungen
pro Minute unterzogen. Die Formulierung wurde zum Zweck der Gleichförmigkeit
wiederholt durch ein 100-Mesh-Sieb geleitet.
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Beispiel 2
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Pharmakologische Bewertungsdaten
der Formulierung HV-407 (Tabelle 1).
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Bei
Tieren wurden bei einer Behandlung mit der Formulierung, wobei Paracetamol
(APAP) als Lebergift eingesetzt wurde, die erhöhten Spiegel an Serum-GPT,
GOT, ALP, Albumin, T.G. und der Lipidperoxidation auf 51,86, 54,04,
56,75, 44,77, 55,24 bzw. 45,99% reduziert und der GSH-Spiegel auf
60,60 erhöht,
wobei die entsprechenden Parameter bei Silymarin 58,09, 54,06, 54,20,
50,26, 50,60, 55,78 bzw. 51,98, bei Andrographolid 54,15, 60,14,
54,97, 63,88, 66,41, 58,70, 58,35 bzw. 57,35 und bei Trans-Tetracos-l5-ensäure 75,00, 62,00,
82,35, 56,35, 66,45, 64,15 bzw. 53,15% waren. Diese Formulierung
reduzierte im obenstehend erwähnten
Verhältnis
den untersuchten Serumspiegel im Vergleich zu den einzelnen Verbindungen
sehr viel weniger.
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Beispiel 3
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Formulierung HV-408 (Tabelle
1)
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Die
Veränderungen
der Serumspiegel mit Paracetamol als Gift, die bei der Verabreichung
der Formulierung verzeichnet wurden, sind wie folgt:
GPT (49,46%),
GOT (44,14%), ALP (48,57%), Albumin (51,73%), T.G. (40,14%), LP
(51,23%) bzw. GSH (50-02%). Die entsprechenden Parameter bei Silymarin(1), Andrographolid(2) und
t-TCA(3) sind wie folgt (Tabelle 1, 2):
- (1) 58,9, 54,06, 54,20, 50,26, 50,26, 50,60,
57,58 und 51,98
- (2) 54,15, 60,14, 66,41, 58,70, 55,35 und 57,35
- (3) 75,00, 62,00, 82,35, 56,35, 66,45, 64,15 und 53,15
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Beispiel 4
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Formulierung HV-409
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Die
Behandlung von Versuchstieren mit der Formulierung, wobei Paracetamol
als Lebergift eingesetzt wurde, reduzierte die erhöhten Spiegel
an Serum-GPT (34,61%), GOT (39,76%), ALP (38,64%), Albumin (28,02%),
TG (27,85%), LP (31,31%), während
der reduzierte GSH-Spiegel um 52,82% angehoben wurde, wohingegen
beobachtet wurde, dass die entsprechenden Parameter bei Silymarin,
Trans-Tetracos-l5-ensäure und
Andrographolid so waren wie in der Tabelle (1 & 2) angegeben.
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Beispiel 5
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Formulierung HV-392 (Tabellen
2, 3 und 4)
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Die
Veränderungen
der Serumspiegel mit Paracetamol als Lebergift, die bei der Verabreichung
der Formulierung verzeichnet wurden, sind wie folgt: GPT (80,92%),
GOT (70,99%), IDH (81,01%), ALP (84,77%), TG (59,74%), Albumin (88,45%),
LP (76,98%), GSH (73,99%) bzw. Protein (56,03%). Die entsprechenden
Parameter bei Silymarin(1), Andrographolid(2) und t-TCA(3) sind
wie folgt:
- 1). 59,64, 56,64, 57,69, 51,49,
54,46, 48,46, 56,42, 54,82 und 46,79
- 2). 54,15, 60,14, 54,97, 63,88, 58,70, 66,41, 58,35, 57,35,
52,27
- 3). 57,99, 54,92, 52,96, 56,35, 66,05, 55,48 bzw. 42,35.
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Es
kann jedoch betont werden, dass eine 1:1-Formulierung (w/w) bei
einem Dosispegel von 50 mg/kg–1 die beste Wirkungsumkehr
eines Lebergiftes (Paracetamol) zeigte, und zwar verglichen mit
einer 50 mg/kg–1 – Dosis einzelner Bestandteile.
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Vorteile der vorliegenden
Erfindung
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Die
meisten am Markt erhältlichen
leberschützenden
pflanzlichen Präparate/Formulierungen
sind weder chemisch noch biologisch normiert. Die Wirksamkeit der
pflanzlichen Formulierung hängt
bekanntermaßen von
sekundären
Stoffwechselprodukten ab, und die Verlässlichkeit der Formulierung
kann nur bei Durchführung
einer (chemischen und pharmakologischen) chargenweisen Standardisierung
gewährleistet
werden.
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Bei
der vorliegenden Erfindung
- (a) ist die chemische
Zusammensetzung der Formulierung gut beschrieben und wird folglich
eine reproduzierbare biologische Aktivität sichergestellt,
- (b) weisen die pharmakologischen Bewertungsdaten der Formulierung
eindeutig auf eine synergistische Wirkung der Bestandteile der Formulierung
hin.
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Physiologische Wirkungen
der synergistischen leberschützenden
Formulierung
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In
der kurativen Gruppe war in allen Fällen ein mäßiger bis ausgeprägter Leberschaden
zu sehen (da APAP zuerst verabreicht wurde), bei einer geringeren
Dosis der leberschützenden
1:1-Mischung von 6,25 mg/kg war jedoch kein Hinweis auf eine Regeneration
zu beobachten. Eine marginale Regeneration wurde bei einer Dosis
von 25 mg/kg beobachtet. Eine Regeneration war auch bei einer 50
mg/kg-Dosis der leberschützenden
1:1-Mischung von
TCA + Andrographolid zu sehen. Dies wurde als leicht erhöhte Basophilie
sich regenerierender Leberzellen, Binukleation, Multinukleation
und Mitose eingeschätzt.
Dieser Regenerationsbereich blieb an der Stelle der zentrolobulären Nekrose
lokalisiert.
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Histopathologische Parameter
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- 1. Piecemeal-Nekrose von Leberzellen in der
azinösen
Zone 3, d.h., um die Zentralvenen herum (auch bekannt als zentrolobuläre Nekrose).
Dies ist ein charakteristischer Leberschaden, der durch die Verabreichung
von Paracetamol verursacht wird.
- 2. Brückennekrose,
d.h., breite Bänder
von nekrotisierten Leberzellen, die zwischen den beiden benachbarten
Zentralvenen oder der angrenzenden Zentralvene und dem Pfortenbereich
Brücken
bilden.
- 3. Fleckige Nekrose.
- 4. Stark zunehmende Degenerierung von Leberzellen.
- 5. Lobuläxe
Unordnung.
- 6. Chronisch entzündliches
Zellinfiltrat.
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Ein
durch Paracetamol verursachter Leberschaden wurde nach abnehmender
Schwere als ausgeprägt,
mäßig, mild,
nicht vorhanden eingestuft.
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In
einer prophylaktischen Studiengruppe wurde die Umkehr der obenstehenden
Parameter nach einer Behandlung mit kurativen Dosen einer leberschützenden
Mischung von TCA und Andrographolid (1:1 w/w) untersucht.
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In
einer kurativen Studiengruppe wurde die regenerierende Wirkung der
leberschützenden
Mischung unter ähnlichen
Bedingungen bewertet (Tabelle 5 und 1 bis 6).
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Kurze Beschreibung der
beigefügten
Zeichnungen:
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1 niedrigauflösende 10X-Ansicht
von Brückennekrosen
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2 hochauflösende 40X-Ansicht
von Brückennekrosen
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3 hochauflösende 40X-Ansicht
einer zentrolobulären
Nekrose
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4 niedrigauflösende 10X-Ansicht
einer zentrolobulären
Nekrose
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5 Wirkung
von Paracetamol auf die Leber bei gleichzeitiger Verabreichung hoher
Dosierungen von leberschützenden
Formulierungen
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6 Stark
zunehmende Degenerierung von Zellen zusammen mit einem zytoplasmatischen
Rarefaction-Clearing
Tabelle
5: Prophylaktische Wirkung der leberschützenden Formulierung HV-392
gegenüber
einer Paracetamol-induzierten Toxizität
- +++ ausgeprägt
- ++ mäßig
- + mild
- – nicht
vorhanden