-
Technisches
Gebiet
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten, der als Hauptkomponenten
R (worin R ein oder mehrere Seltenerdelemente darstellt, mit der
Maßgabe,
daß die
Seltenerdelemente Y einschließen),
T (worin T wenigstens ein Übergangsmetallelement
darstellt, essentiell Fe oder Fe und Co enthaltend) und B (Bor)
enthält.
-
Stand der
Technik
-
Unter
Seltenerd-Permanentmagneten wird Jahr für Jahr ein R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet
in zunehmenden Maße
verlangt, und zwar aus den Gründen,
daß seine
magnetischen Eigenschaften hervorragend sind und daß seine Hauptkomponente
Nd als Quelle reichlich vorhanden ist und relativ kostengünstig ist.
-
Forschung
und Entwicklung, die auf die Verbesserung der magnetischen Eigenschaften
des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
gerichtet sind, wurden intensiv betrieben. Beispielsweise offenbart
die japanische Offenlegungsschrift Nr. 1-219143, daß der Zusatz
von 0,05 bis 0,5 At-% Cu die magnetischen Eigenschaften des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
sowie die Wärmebehandlungsbedingungen
verbessert. Allerdings ist das Verfahren, das in der japanischen
Offenlegungsschrift Nr. 1-219143 beschrieben ist, unzureichend,
um hochmagnetische Eigenschaften zu erhalten, die für einen
Hochleistungsmagneten erforderlich sind, zum Beispiel eine hohe
Koerzitivkraft (HcJ) und eine hohe restliche magnetische Flußdichte
(Br).
-
Die
magnetischen Eigenschaften eines R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten,
der durch Sintern erhalten wird, hängen von der Sintertemperatur
ab. Andererseits ist es schwierig, die Erhitzungstemperatur durch
alle Teile eines Sinterofens im Maßstab der industriellen Herstellung
gleichzuhalten. Somit wird von dem R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
verlangt, gewünschte magnetische
Eigenschaften zu erhalten, selbst wenn die Sintertemperatur verändert wird.
Ein Temperaturbereich, in dem gewünschte magnetische Eigenschaften
erzielt werden können,
wird als ein geeigneter Sintertemperaturbereich bezeichnet.
-
Um
einen R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten mit hoher Leistungsfähigkeit
zu erhalten, ist es notwendig, die in Legierungen enthaltene Menge
an Sauerstoff zu senken. Wenn jedoch die in den Legierungen enthaltene
Sauerstoffmenge verringert wird, kann in einem Sinterverfahren ein
abnormales Kornwachstum auftreten, was in einer Verringerung der
Rechteckigkeit resultiert. Denn die durch in den Legierungen enthaltenen
Sauerstoff gebildeten Oxide inhibieren des Kornwachstum.
-
So
wurde ein Verfahren der Zugabe eines neuen Elementes zu dem R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten,
der Cu enthält,
als Mittel zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften untersucht.
Die japanische Offenlegungsschrift Nr. 2000-234151 offenbart die Zugabe von Zr und/oder
Cr, um eine hohe Koerzitivkraft und eine hohe restliche magnetische
Flußdichte
zu erreichen.
-
Entsprechend
offenbart die japanische Offenlegungsschrift Nr. 2002-75717 ein
Verfahren eines gleichförmigen
Dispergierens einer feinen ZrB-Verbindung, NbB-Verbindung oder HfB-Verbindung (im folgenden
als eine M-B-Verbindung bezeichnet) in einen R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten,
der Zr, Nb oder Hf sowie Co, Al und Cu enthält, gefolgt von einer Präzipitation,
um so das Kornwachstum in einem Sinterverfahren zu inhibieren und
die magnetischen Eigenschaften und den geeigneten Sintertemperaturbereich
zu verbessern.
-
Gemäß der japanischen
Offenlegungsschrift Nr. 2002-75717 wird der geeignete Sintertemperaturbereich
durch die Dispersion und Präzipitation
der M-B-Verbindung ausgedehnt. Allerdings ist der geeignete Sintertemperaturbereich
in Beispiel 3-1, das in der obigen Veröffentlichung beschrieben wird,
eng, zum Beispiel annähernd
20°C. Dementsprechend wird
gewünscht,
den geeigneten Sintertemperaturbereich weiter auszudehnen, um hochmagnetische
Eigenschaften unter Verwendung eines Massenproduktionsofens zu erhalten.
Um einen ausreichend weiten geeigneten Sintertemperaturbereich zu
erhalten, ist es darüber
hinaus wirksam, die additive Menge an Zr zu erhöhen. Wenn jedoch die additive
Menge an Zr ansteigt, nimmt die restliche magnetische Flußdichte
ab und somit können
keine hochmagnetischen Eigenschaften von Interesse erzielt werden.
-
EP 1 164 599 A2 offenbart
einen gesinterten Permanentmagneten auf R-T-B-Basis mit einer Dispersion
einer Zr-Verbindung.
-
Demnach
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung eines R-T-B-Systems-Seltenerd-Permanentmagneten,
das ermöglicht,
das Kornwachstum zu inhibieren, während eine Verringerung der magnetischen
Eigenschaften bei einem Minimum gehalten wird, und das auch eine
weitere Verbesserung des geeigneten Sintertemperaturbereichs ermöglicht.
-
Offenbarung
der Erfindung
-
Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben festgestellt, daß, wenn
ein R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet Zr in einer spezifischen Form
enthält,
spezifischer, wenn ein Produkt, das reich an Zr ist, das eine Länge von
mehreren hundert nm und eine Breite zwischen mehreren nm und 15 nm
hat, in der R2T14B-Phase
vorliegt, die die Hauptphase eines R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
bildet, der Permanentmagnet das Kornwachstum inhibieren kann, während eine
Verringerung bei den magnetischen Eigenschaften auf einem Minimum
gehalten wird, und den geeigneten Sintertemperaturbereich verbessern
kann. Für
diesen R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
ist es wichtig, daß das
Zr-reiche Produkt in der R3T14B-Phase
(im folgenden teilweise als Intraphasenprodukt bezeichnet) während eines
Sinterschritts in einem Verfahren zur Herstellung des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
erzeugt wird. Das Verfahren zur Herstellung des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
umfaßt
die Schritte: Herstellung einer R-T-B-Legierung, die als Hauptkomponente
die R2T14B-Phase,
worin R ein oder mehrere Seltenerd-Elemente darstellt, enthält, wobei die
Seltenerdelemente Y erhalten, und T ein oder mehrere Übergangsmetallelemente
darstellt, die essentiell Fe oder Fe und Co enthalten, und einer R-T-Legierung, die R
und T als Hauptkomponenten enthält,
worin die Menge an R größer als
in der R-T-B-Legierung ist; Erhalten eines Gemisches aus R-T-B-Legierungspulver
und R-T-Legierungspulver; Herstellen
eines verdichteten Körpers
mit einer bestimmten Form aus der Mischung und Sintern des verdichteten
Körpers.
Die genannte R-T-B-Legierung wird durch Bandgießen hergestellt, wobei eine
Umfangsgeschwindigkeit einer Kühlwalze
im Bereich zwischen 1,0 und 1,8 m/s verwendet wird. Das Interphasenprodukt
ist plättchenförmig oder
nadelförmig.
-
Der
Sinterkörper
bzw. der gesinterte Körper der
vorliegenden Erfindung hat eine Zusammensetzung, bestehend aus 25
Gew.% bis 35 Gew.% R, 0,5 Gew.% bis 4,5 Gew.% B, 0,02 Gew.% bis
0,6 Gew.% Al und/oder Cu, 0,03 Gew.% bis 0,25 Gew.% Zr, 0,1 Gew.%
bis 4,0 Gew.% Co und als Rest Fe. Bevorzugter hat er eine Zusammensetzung,
bestehend aus 28 Gew.% bis 33 Gew.% R, 0,5 Gew.% bis 1,5 Gew.% B, 0,03
Gew.% bis 0,3 Gew.% Al, 0,03 Gew.% bis 0,15 Gew.% Cu, 0,05 Gew.%
bis 0,2 Gew.% Zr, 0,1 Gew.% bis 2,0 Gew.% oder weniger Co und als
Rest Fe. Es ist speziell wünschenswert,
daß die
Menge an Zr 0,1 bis 0,15 Gew.% ist.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
1 ist
eine Tabelle, die die Kombinationen von Legierungen mit niedrigem
R-Gehalt und Legierungen mit hohem R-Gehalt, die in Ausführungsbeispiel
1 verwendet werden, und die Zusammensetzungen der erhaltenen Permanentmagneten
zeigt;
-
2 ist
eine Tabelle, die die magnetischen Eigenschaften der Permanentmagneten
zeigt, die in Ausführungsbeispiel
1 erhalten wurden;
-
3 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Menge an additivem Element
M (Zr oder Ti) und der resultierenden magnetischen Flußdichte (Br)
für jeden
der in Ausführungsbeispiel
1 erhaltenen Permanentmagneten zeigt,
-
4 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Menge an additivem Element
M (Zr oder Ti) und der Koerzitivkraft (HcJ) für jeden der in Ausführungsbeispiel
1 erhaltenen Permanentmagneten zeigt;
-
5 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Menge an additivem Element
M (Zr oder Ti) und der Rechteckigkeit (Hk/HcJ) jeder der Permanentmagneten,
die in Ausführungsbeispiel
1 erhalten wurden, zeigt;
-
6 ist
eine TEM (Transmissionselektronenmikroskop)-Photographie einer Probe (die 0,10 Gew.%
Zr enthält)
von Beispiel 1;
-
7A ist
ein Diagramm, das ein EDS (Energy Dispersive X-Ray-Fluorescence Spectrometer)-Profil
eines Produktes zeigt, das in der Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr)
von Beispiel 1 vorliegt;
-
7 ist ein Diagramm, das ein EDS-Profil der
R2T14B-Phase der
Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr) von Beispiel 1 zeigt;
-
8 ist
eine Hochauflösungs-TEM-Photographie
der Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr,) von Beispiel 1;
-
9 ist
eine TEM-Photographie der Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr) von Beispiel
1;
-
10 ist
eine andere TEM-Photographie der Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr)
von Beispiel 1;
-
11A ist eine Photographie (die untere), die die
Zr-Kartierungsresultate
der Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr) von Beispiel 1 durch EPMA (Electron Probe
Micro Analyzer) zeigt, und eine Photographie (die obere), die ein
Zusammensetzungsbild im selben Rahmen wie die Zr-Kartierungsresultate (unteres Bild)
zeigt;
-
11B ist eine Photographie (die untere), die die
Zr-Kartierungsresultate
einer Probe (enthaltend 0,10 Gew.% Zr) von Vergleichsbeispiel 2
durch EPMA zeigt, und eine Photographie (die obere), die ein Zusammensetzungsbild
im selben Rahmen wie die Zr-Kartierungsresultate (unteres Bild)
zeigt;
-
12 ist
eine Tabelle, die die magnetischen Eigenschaften der in Ausführungsbeispiel
2 erhaltenen Permanentmagneten zeigt;
-
13 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Sintertemperatur und der
restlichen magnetischen Flußdichte
(Br) in Ausführungsbeispiel
2 zeigt;
-
14 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Sintertemperatur und der
Koerzitivkraft (HcJ) in Ausführungsbeispiel
2 zeigt;
-
15 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Sintertemperatur und der
Rechteckigkeit (Hk/HcJ) in Ausführungsbeispiel
2 zeigt;
-
16 ist
ein Graph, der die Korrespondenz zwischen der restlichen magnetischen
Flußdichte (Br)
und der Rechteckigkeit (Hk/HcJ) bei jeder Sintertemperatur in Ausführungsbeispiel
2 zeigt;
-
17 ist
eine Tabelle, die die Kombinationen von Legierungen mit niedrigen
R-Gehalt und Legierungen mit hohem R-Gehalt, die in Ausführungsbeispiel
3 verwendet werden, und die Zusammensetzungen der erhaltenen Permanentmagneten
zeigt;
-
18 ist
eine Tabelle, die die magnetischen Eigenschaften der in Ausführungsbeispiel
3 erhaltenen Permanentmagneten zeigt;
-
19 ist
eine Tablette, die die Kombinationen von Legierungen mit niedrigem
R-Gehalt und Legierungen mit hohem R-Gehalt, die in Ausführungsbeispiel
4 verwendet werden, und die Zusammensetzungen der erhaltenen Permanentmagneten
zeigt;
-
20 ist
eine Tabelle, die die magnetischen Eigenschaften der in Ausführungsbeispiel
4 erhaltenen Permanentmagneten zeigt.
-
Bester Modus
zur Durchführung
der Erfindung
-
Nachfolgend
werden die Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung beschrieben werden.
-
<Mikrostruktur>
-
Wie
gut bekannt ist, umfaßt
der R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet
der vorliegenden Erfindung zumindest eine Hauptphase, die aus einer R2T14B-Phase besteht
(worin R ein oder mehrere Seltenerd-Elemente darstellt (mit der
Maßgabe,
daß die Seltenerd-Elemente
Y einschließen)
und T ein oder mehrere Übergangselemente
darstellt, die essentiell Fe oder Fe und Co enthalten) und eine
Korngrenzphase, die eine größere Menge
von R als die Hauptphase enthält.
Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Produkt,
das reich an Zr ist in der R2T14B-Phase
vorliegt. Der R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet, der dieses
Produkt enthält,
ermöglicht
es, das Kornwachstum zu inhibieren, während eine Verringerung bei
den magnetischen Eigenschaften bei einem Minimum gehalten wird,
um den geeigneten Sintertemperaturbereich auszudehnen. Dieses Produkt
muß in
der R2T14B-Phase
vorliegen, es muß aber
nicht in allen R2T14B-Phasen
vorliegen. Dieses Produkt kann auch in der Korngrenzenphase vorliegen.
Wenn allerdings das Zr-reiche Produkt nur in der Korngrenzenphase
vorliegt, können die
Effekte der vorliegenden Erfindung nicht erzielt werden.
-
In
dem R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten ist Ti herkömmlicherweise
als additives Element bekannt, das das Produkt in der R2T14B-Phase bildet (z.B. J. Appl. Phys. 69
(1991) 6055). Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gefunden,
daß die
Bildung des Produktes in der R2T14B-Phase durch Zusatz von Zr oder Ti zur
Ausdehnung eines geeigneten Sintertemperaturbereichs wirksam ist.
Obgleich Zr in einer Menge zugesetzt wird, die notwendig ist, um
einen solchen Effekt wie die Ausdehnung eines geeigneten Sintertemperaturbereichs
zu erzielen, verursacht Zr im Fall der Zugabe fast keine Abnahme
bei den magnetischen Eigenschaften, und spezifischer fast keine
Abnahme bei der restlichen magnetischen Flußdichte (Br). Andererseits
gilt im Fall der Zugabe von Ti, wenn dieses Element in einer Menge
zugesetzt wird, die notwendig ist, um einen solchen Effekt wie die
Ausdehnung eines geeigneten Sintertemperaturbereichs zu erzielen,
daß die
restliche magnetische Flußdichte
(Br) signifikant verringert wird; und somit ist klar, daß der Zusatz
von Ti in der Praxis nicht bevorzugt ist. Wie oben festgestellt
wurde, wird es, wenn die Zusammensetzung des Produktes an Zr reich
ist, möglich gemacht,
konsistente Permanentmagneten mit hochmagnetischen Eigenschaften
in einem weiten geeigneten Sintertemperaturbereich zu produzieren.
-
Die
Erfinder haben bestätigt,
daß es
mehrere Anforderungen an das Herstellungsverfahren gibt, damit es
möglich
wird, daß das
Produkt, das an Zr reich ist, in der R2T14B-Phase existiert. Die Vorgehensweise des
Herstellungsverfahrens für
den Permanentmagneten der vorliegenden Erfindung wird später beschrieben
werden. Die Anforderungen, damit das Zr-reiche Produkt in der R2T14B-Phase existiert,
werden unten erläutert
werden.
-
Es
gibt zwei Verfahren für
die Herstellung eines R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten: ein
Verfahren, bei dem als Ausgangslegierung eine einzige Legierung
mit einer gewünschten
Zusammensetzung verwendet wird (hierin als Einzelverfahren bezeichnet),
und ein Verfahren, bei dem als Ausgangslegierungen eine Vielzahl
von Legierungen mit verschiedenen Zusammensetzungen verwendet werden
(hierin als Mischverfahren bezeichnet). Im Mischverfahren werden
typischerweise Legierungen, die eine R2T14B-Phase als Hauptbestandteil enthalten
(Legierungen mit niedrigem R-Gehalt)
und Legierungen, die eine höhere
Menge an R als die Legierungen mit niedrigem R-Gehalt enthalten
(Legierungen mit hohem R-Gehalt) als Ausgangslegierungen verwendet.
-
Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung setzen Zr entweder der Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt oder den Legierungen mit hohem R-Gehalt zu,
um so einen R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten zu erhalten. Das Ergebnis
war, daß die
Erfinder der vorliegenden Erfindung bestätigten, daß, wenn Zr den Legierungen
mit niedrigen R-Gehalt zugesetzt wird, um einen Permanentmagneten zu
produzieren, das Produkt, da reich an Zr ist, in der R2T14B-Phase vorliegt. Die Erfinder der vorliegenden Erfindung
bestätigten
auch, daß,
wenn Zr den Legierungen mit hohem Zr-Gehalt zugesetzt wird, das Zr-reiche
Produkt nicht in der R2T14B-Phase
vorliegt.
-
Darüber hinaus
wurde selbst in dem Fall, in dem Zr zu den Legierungen mit niedrigem
R-Gehalt gegeben wird, wenn das Zr-reiche Produkt in der R2T14B-Phase in der Stufe der Legierung mit
niedrigem R-Gehalt vorlag, nicht bestätigt, das Zr-reiche Produkt
nach einem Sinterverfahren in der R2T14B-Phase vorliegt, obgleich es in einer
R-reichen Phase (Korngrenzenphase) vorliegt, die an einem Tripelpunkt
in der Mikrostruktur der Sinterkörper
lokalisiert ist. Um demnach des Zr-reiche Produkt in der R2T14B-Phase des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
vorliegen zu lassen, ist es von Bedeutung, daß die Zr-reiche Phase nicht
in der Mutterlegierungsstufe in der R2T14B-Phase vorliegen gelassen wird.
-
Unter
Berücksichtigung
dieses sollte ein Verfahren zur Herstellung von Mutterlegierungen
betrachtet werden. Wenn Legierungen mit niedrigem R-Gehalt durch
das Bandgießverfahren
hergestellt werden, muß die
Umfangsgeschwindigkeit einer Kühlwalze
kontrolliert werden. Wenn die Umfangsgeschwindigkeit einer Kühlwalze
niedrig ist, resultiert dies in der Abscheidung von α-Fe, und
das Zr-reiche Produkt
wird in der R2T14B-Phase
der Legierungen mit niedrigem R-Gehalt erzeugt. Als Resultat von Studien
der Erfinder der vorliegenden Erfindung wurde festgestellt, daß, wenn
die Umfangsgeschwindigkeit einer Kühlwalze innerhalb des Bereichs
zwischen 1,0 und 1,8 m/s liegt, Legierungen mit niedrigem R-Gehalt,
in denen das Zr-reiche Produkt nicht in der R2T14B-Phase existiert, erhalten werden können. Unter
Verwendung der erhaltenen Legierungen mit niedrigem R-Gehalt kann
ein Permanentmagnet mit hochmagnetischen Eigenschaften erhalten
werden.
-
Selbst
im Fall des Erhalts von Legierungen mit niedrigem R-Gehalt, in denen
das Zr-reiche Produkt nicht in der R2T14B-Phase
vorliegt, ist es darüber hinaus
in der vorliegenden nicht erwünscht,
daß die erhaltenen
Legierungen mit niedrigem R-Gehalt einer Wärmebehandlung unterzogen und
dann als Mutterlegierungen verwendet werden. Der Grund ist, daß, da das
Zr-reiche Produkt in der R2T14B-Phase der
Legierungen mit niedrigem R-Gehalt als Resultat der Wärmebehandlung
in einem Temperaturbereich (etwa 700°C oder höher) erzeugt wird, in dem die
Mikrostruktur der Legierungen mit niedrigem R-Gehalt modifiziert
werden kann.
-
<Chemische Zusammensetzung>
-
Als
nächstes
wird eine gewünschte
Zusammensetzung des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
der vorliegenden Erfindung erläutert. Der
Ausdruck "chemische
Zusammensetzung" wird hierin
verwendet, um eine chemische Zusammensetzung zu bezeichnen, die
nach Sintern erhalten wird.
-
Der
Seltenerd-Permanentmagnet der vorliegenden Erfindung enthält 25 Gew.%
bis 35 Gew.% R.
-
Der
Ausdruck R wird hierin verwendet, um ein oder mehrere Seltenerdmetallelemente
zu bezeichnen, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus La, Ce, Pr, Nd, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy,
Ho, Er, Yb, Lu und Y. Wenn die Menge an R weniger als 25 Gew.% ist,
wird eine R2T14B-Phase
als Hauptphase der Seltenerd-Permanentmagneten
nicht ausreichend erzeugt. Dementsprechend wird α-Fe oder dgl. mit weichem Magnetismus
abgeschieden und die Koerzitivkraft nimmt deutlich ab. Wenn andererseits
die Menge an R 35 Gew.% übersteigt,
nimmt das Volumenverhältnis
der R2T14B-Phase
als Hauptphase ab und die restliche magnetische Flußdichte nimmt
ab. Wenn allerdings die Menge an R 35 Gew.% übersteigt, reagiert R mit Sauerstoff
und dadurch nimmt der Sauerstoffgehalt zu. In Übereinstimmung mit dem Anstieg
des Sauerstoffgehalts nimmt eine R-reiche Phase, die für die Erzeugung
der Koerzitivkraft wirksam ist, ab, was in einer Verringerung der
Koerzitivkraft resultiert. Daher wird die Menge an R zwischen 25
Gew.% und 35 Gew.% eingestellt. Die Menge an R liegt vorzugsweise
zwischen 28 Gew.% und 33 Gew.% und bevorzugter zwischen 29 Gew.% und
32 Gew.%.
-
Da
Nd als Quelle reichlich vorhanden ist und relativ kostengünstig ist,
ist es bevorzugt, Nd als Hauptkomponente von R zu verwenden. Da
darüber hinaus
der Gehalt an Dy ein anisotropes Magnetfeld verstärkt, ist
es effektiv, daß Dy
für die
Verbesserung der Koerzitivkraft enthalten ist. Dementsprechend ist es
erwünscht,
Nd und Dy für
R auszuwählen
und die Gesamtmenge an Nd und Dy zwischen 25 Gew.% und 35 Gew.%
einzustellen. In dem obigen Bereich ist außerdem die Menge an Dy vorzugsweise
zwischen 0,1 Gew.% und 8 Gew.%. Es ist erwünscht, daß die Menge an Dy willkürlich innerhalb
des obigen Bereichs bestimmt wird, und zwar in Abhängigkeit davon,
was wichtiger ist, die restliche magnetische Flußdichte oder die Koerzitivkraft.
D.h., wenn eine hohe restliche magnetische Flußdichte erhalten werden muß, wird
die Menge an Dy vorzugsweise auf zwischen 0,1 Gew.% und 3,5 Gew.%
eingestellt. Wenn eine hohe Koerzitivkraft erhalten werden muß, wird
sie vorzugsweise auf zwischen 3,5 Gew.% und 8 Gew.% eingestellt.
-
Darüber hinaus
enthält
der Seltenerd-Permanentmagnet der vorliegenden Erfindung 0,5 Gew.%
bis 4,5 Gew.% Bor (B). Wenn die Menge an B kleiner als 0,5 Gew.%
ist, kann keine hohe Koerzitivkraft erhalten werden. Wenn allerdings
die Menge an B 4,5 Gew.% übersteigt,
nimmt die restliche magnetische Flußdichte leicht ab. Dementsprechend
wird die Obergrenze bei 4,5 Gew.% festgesetzt. Die Menge an B ist
vorzugsweise zwischen 0,5 Gew.% und 1,5 Gew.% und bevorzugter zwischen
0,8 Gew.% und 1,2 Gew.%.
-
Der
R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet der vorliegenden Erfindung
kann Al und/oder Cu innerhalb des Bereichs zwischen 0,02 Gew.% und 0,6
Gew.% enthalten. Der Gehalt an Al und/oder Cu innerhalb des obigen
Bereichs kann eine hohe Koerzitivkraft, eine starke Korrosionsbeständigkeit
und eine verbesserte Temperaturstabilität der magnetischen Eigenschaften
an den erhaltenen Permanentmagneten verleihen. Wenn Al zugesetzt
wird, liegt die additive Menge an Al vorzugsweise zwischen 0,03
Gew.% und 0,3 Gew.% und bevorzugter zwischen 0,05 Gew.% und 0,25
Gew.%. Wenn Cu zugesetzt wird, ist die additive Menge an Cu 0,3
Gew.% oder weniger (ausschließlich
0), vorzugsweise 0,15 Gew.% oder weniger (ausschließlich 0)
und bevorzugter zwischen 0,03 Gew.% und 0,08 Gew.%.
-
Um
das an Zr-reiche Produkt in der R2T14B-Phase vorliegen zu lassen, enthält der R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet der
vorliegenden Erfindung beispielsweise Zr innerhalb des Bereichs
zwischen 0,03 Gew.% und 0,25 Gew.%. Wenn der Sauerstoffgehalt reduziert
wird, um die magnetischen Eigenschaften des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
zu verbessern, übt
Zr den Effekt einer Inhibierung des normalen Kornwachstums in einem
Sinterprozeß aus
und macht dadurch die Mikrostruktur des Sinterkörpers bzw. gesinterten Körpers einheitlich
und fein. Wenn dementsprechend die Sauerstoffmenge niedrig ist, übt Zr seinen
Effekt vollständig
aus. Die Menge an Zr liegt vorzugsweise zwischen 0,05 Gew.% und
0,2 Gew.% und bevorzugter zwischen 0,1 Gew.% und 0,15 Gew.%.
-
Der
R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet der vorliegenden Erfindung
enthält
2000 ppm oder weniger Sauerstoff. Wenn er eine große Sauerstoffmenge
enthält,
nimmt eine Oxidphase, die eine nicht-magnetische Komponente ist,
zu, wodurch die magnetischen Eigenschaften vermindert werden. Somit
wird in der vorliegenden Erfindung die in einem Sinterkörper enthaltene
Sauerstoffmenge auf 2000 ppm oder weniger, vorzugsweise 1500 ppm
oder weniger und bevorzugter 1000 ppm oder weniger eingestellt.
Wenn allerdings die Sauerstoffmenge einfach verringert wird, nimmt
die Oxidphase, die einen Kornwachstums-inhibierenden Effekt hat,
ab, so daß das Kornwachstum
in einem Verfahren des Erhalts einer vollen Dichtezunahme während des
Sinterns leicht auftreten wird. Somit muß der R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet
in der vorliegenden Erfindung eine bestimmte Menge an Zr enthalten,
die den Effekt einer Inhibierung des normalen Kornwachstum in einem
Sinterverfahren ausübt.
-
Der
R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet der vorliegenden Erfindung
enthält
Co in einer Menge zwischen 0,1 Gew.% und 4 Gew.%, vorzugsweise zwischen
0,1 Gew.% und 2,0 Gew.%, und bevorzugter zwischen 0,3 Gew.% und
1,0 Gew.%. Co bildet eine Phase ähnlich
der von Fe. Co hat den Effekt, die Curie- Temperatur und die Korrosionsbeständigkeit
einer Korngrenzenphase zu verbessern.
-
<Herstellungsverfahren>
-
Als
nächstes
werden gewünschte
Ausführungsformen
des Verfahrens der Herstellung eines R-T-B-System-Permanentmagneten
der vorliegenden Erfindung erläutert.
-
In
der vorliegenden Erfindung wird ein R-T-B-System-Permanentmagnet unter Verwendung von
Legierungen (Legierungen mit niedrigem R-Gehalt), die eine R2T14B-Phase als Hauptbestandteil enthalten,
und von anderen Legierungen (Legierungen mit hohem R-Gehalt), die
eine große
Menge an R als die Legierungen mit niedrigem R-Gehalt enthalten,
hergestellt.
-
Ausgangsmaterial
wird zunächst
einem Bandgießen
im Vakuum oder in einer Inertgasatmosphäre oder vorzugsweise einer
Ar-Atmosphäre unterworfen,
so daß Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt und
Legierungen mit hohem R-Gehalt erhalten werden. Wie oben festgestellt
wurde, ist es notwendig, den erhaltenen Bändern besondere Beachtung zu schenken,
insbesondere den Bändern
aus Legierungen mit niedrigem R-Gehalt, so daß in der R2T14B-Phase kein an Zr reiches Produkt erzeugt wird.
Spezifischer ausgedrückt,
die Umfangsgeschwindigkeit einer Kühlwalze wird innerhalb des
Bereichs zwischen 1,0 und 1,8 m/s eingestellt. Die bevorzugte Umfangsgeschwindigkeit
einer Kühlwalze liegt
zwischen 1,2 und 1,5 m/s.
-
Für die vorliegende
Erfindung ist es wichtig, daß das
an Zr-reiche Produkt
nicht in einer R2T14B-Phase
während
des Zeitraums ab Erreichung der Legierungen mit niedrigem R-Gehalt, die die R2T14B-Phase haben,
in der das vorliegende an Zr-reiche Produkt nicht existiert, bis
zu einem Sinterverfahren, das später
beschrieben wird, gebildet wird.
-
Mit
anderen Worten, für
die vorliegende Erfindung ist es von Bedeutung, die Form der obigen R2T14B-Phase aufrechtzuerhalten.
Es ist beispielsweise nicht vorteilhaft, eine Wärmebehandlung durchzuführen, in
der die Legierungen mit niedrigem R-Gehalt auf 700°C oder höher erhitzt
und gehalten werden, bevor Zerkleinerungsverfahren, die mit Wasserstoffzerkleiner
beginnen, durchgeführt
werden. Dieser Punkt wird in Ausführungsbeispiel 1, das später beschrieben
wird, näher
beschrieben werden.
-
Das
Merkmal der vorliegenden Ausführungsform
ist, daß Zr
zu Legierungen mit niedrigem R-Gehalt gegeben wird. Wie oben im
Abschnitt <Mikrostruktur> erläutert wurde,
ist der Grund dafür,
daß das
an Zr-reiche Produkt in der R2T14B-Phase
des R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten vorliegen gelassen
werden kann, indem Zr zu Legierungen mit niedrigem R-Gehalt gegeben
wird, die keine eine Zr-reichen Produkte in einer R2T14B-Phase derselben enthalten. Die Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt können
Cu und Al zusätzlich
zu Seltenerd-Elementen,
Fe, Co und B enthalten. Darüber hinaus
können
die Legierungen mit hohem R-Gehalt auch Cu und Al zusätzlich zu
Seltenerd-Elementen, Fe und Co enthalten. Darüber hinaus können die
Legierungen mit hohem R B enthalten.
-
Nach
Herstellung der Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und der Legierungen
mit hohem R-Gehalt werden diese Masterlegierungen getrennt oder zusammen
zerkleinert bzw. gebrochen. Der Zerkleinerungsschritt umfaßt ein Zerkleinerungsverfahren und
ein Pulverisierverfahren. Zuerst wird jede der Masterlegierungen
zu einer Partikelgröße von etwa mehreren
100 μm zerkleinert.
Das Zerkleinern wird vorzugsweise in einer Inertgasatmosphäre unter
Verwendung eines Stampfwerks, eines Backenbrechers, einer Braunmühle usw.
durchgeführt
werden. Um die Rohzerkleinerbarkeit zu verbessern, ist es wirksam, ein
Zerkleinern nach der Absorption von Wasserstoff durchzuführen. Ansonsten
ist es auch möglich,
Wasserstoff nach Absorbieren desselben freizusetzen und dann ein
Zerkleinern durchzuführen.
-
Nach
Durchführung
des Zerkleinerns folgt routinemäßig ein
Pulverisierverfahren. Beim Pulverisierverfahren wird in erster Linie
eine Strahlmühle verwendet,
und zerkleinerte Pulver mit einer Partikelgröße von etwa mehreren 100 μm werden
zu einer mittleren Partikelgröße zwischen
3 und 5 μm
pulverisiert. Die Strahlmühle
ist ein Verfahren, das Freisetzen eines Inertgases unter hohem Druck
(z.B. Stickstoffgass) aus einer engen Düse, um so einen Hochgeschwindigkeitsgasstrom
zu erzeugen, Beschleunigen der zerkleinerten Pulver mit dem Hochgeschwindigkeitsgasstrom
und Stoßen
der zerkleinerten Pulver gegeneinander, das Target oder die Wand
Behälters,
um so die Pulver zu pulverisieren, umfaßt.
-
Wenn
die Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und die Legierungen mit hohem
R-Gehalt getrennt in dem Pulverisierverfahren pulverisiert werden,
werden die pulverisierten Legierungspulver mit niedrigem R-Gehalt
mit den pulverisierten Legierungspulvern mit hohem R-Gehalt in einer
Stickstoffatmosphäre
gemischt. Das Mischverhältnis
der Legierungspulver mit niedrigem R-Gehalt- und der Legierungspulver
mit hohem R-Gehalt kann bei einem hohen Gewichtsverhältnis zwischen
80:20 und 97:3 liegen. Entsprechend kann in einem Fall, in dem die Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt zusammen mit den Legierungen mit hohem R-Gehalt pulverisiert werden,
das Mischverhältnis
zwischen 80:20 und 97:3 als Gewichtsverhältnis liegen. Wenn etwa 0,01 Gew.%
bis 0,3 Gew.% an additiven Agentien, zum Beispiel Zinkstearat, während des
Pulverisierverfahrens zugesetzt werden, können während des Kompaktierens feine
Pulver erhalten werden, die gut orientiert sind.
-
Anschließend werden
gemischte Pulver, die die Legierungspulver mit niedrigem R-Gehalt
und die Legierungspulver mit hohem R-Gehalt umfassen, in ein Werkzeug
gefüllt,
das mit Elektromagneten ausgestattet ist, und sie werden in einem
Magnetfeld in einem Zustand, in dem ihre kristallographische Achse
durch Anlegen eines Magnetfelds orientiert wird, kompaktiert. Dieses
Kompaktieren kann durchgeführt
werden, indem ein Druck von etwa 0,7 bis 1,5 t/cm2 in
einem Magnetfeld von 12,0 bis 17,0 kOe angelegt wird.
-
Nachdem
die gemischten Pulver in dem Magnetfeld kompaktiert worden sind,
wird der kompaktierte Körper
im Vakuum oder in einer Inertgasatmosphäre gesintert. Die Sintertemperatur
muß in
Abhängigkeit
von verschiedenen Bedingungen, zum Beispiel Zusammensetzung, Zerkleinerungsverfahren, die
Differenz zwischen Partikelgröße und Partikelgrößenverteilung,
eingestellt werden, allerdings kann das Sintern bei etwa 1000 bis
1100°C für etwa 1
bis 5 Stunden durchgeführt
werden. In der vorliegenden Erfindung wird das an Zr reiche Produkt
in diesem Sinterverfahren in der R2T14B-Phase erzeugt. Der Mechanismus zur Erzeugung
nach Sintern des Zr-reichen Produkts, das nicht in der Legierungsstufe mit
geringem R-Gehalt
existiert, ist unbekannt, allerdings gibt es die Möglichkeit,
daß Zr,
das in der R2T14B-Phase
gelöst
ist, in der Legierungsstufe mit niedrigem R-Gehalt während des
Sinterverfahrens darin abgeschieden werden könnte.
-
Nach
Beendigung des Sinterns kann der erhaltene Sinterkörper einer
Alterungsbehandlung unterzogen werden. Die Alterungsbehandlung ist
zur Kontrolle der Koerzitivkraft von Bedeutung. Wenn die Alterungsbehandlung
in zwei Schritten durchgeführt wird,
ist sie wirksam, um den Sinterkörper
für eine
bestimmte Zeit bei etwa 800°C
bis etwa 600°C
zu halten. Wenn eine Wärmebehandlung
bei etwa 800°C nach
Beendigung des Sinterns durchgeführt
wird, steigt die Koerzitivkraft an.
-
Dementsprechend
ist dies im Mischverfahren besonders wirksam. Wenn darüber hinaus
eine Wärmebehandlung
bei etwa 600°C
durchgeführt wird,
nimmt die Koerzitivkraft deutlich zu. Wenn die Alterungsbehandlung
dementsprechend in einem einzelnen Schritt durchgeführt wird,
ist es passend, sei bei etwa 600°C
durchzuführen.
-
(Ausführungsbeispiele)
-
<Ausführungsbeispiel 1>
-
Ein
R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet wurde durch das folgende
Herstellungsverfahren hergestellt.
-
(1) Mutterlegierungen
-
Mutterlegierungen
(Bänder)
mit den in 1 gezeigten Zusammensetzungen
und Dicken wurden durch das Bandgießverfahren hergestellt. Die
Walzenumfangsgeschwindigkeit von Legierungen mit niedrigem R wurde
auf 1,5 m/s eingestellt, die von Legierungen mit hohem R-Gehalt
wurde auf 0,65 m/s eingestellt. Die Legierungsdicke war ein Mittelwert, der
durch Messen der Dicke von 50 Bändern
bzw. Streifen erhalten wurde. Allerdings wurde die Walzenumfangsgeschwindigkeit
der Legierungen mit niedrigem R-Gehalt
in Vergleichsbeispiel 3, das in 1 gezeigt
ist, auf 0,6 m/s eingestellt. Es wurde bestätigt, daß kein an Zr-reiches Produkt (im
folgenden als ein Intraphasenprodukt bezeichnet) in der R2T14B-Phase der Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt von Beispiel 1, wie es in 1 gezeigt
ist, beobachtet wurde, daß aber
das Intraphasenprodukt in der R2T14B-Phase der Legierungen mit niedrigen R-Gehalt
von Vergleichsbeispiel 3 existierte, wie in derselben Figur gezeigt
ist.
-
(2) Wasserstoff-Zerkleinerungsverfahren
-
Es
wurde eine Wasserstoffzerkleinerungsbehandlung durchgeführt, in
der Wasserstoff bei Raumtemperatur absorbiert wurde, es wurde eine
Dehydrierung darin bei 600°C
für 1 Stunde
in einer Ar-Atmosphäre
durchgeführt.
-
Um
die Sauerstoffmenge, die in dem Sinterkörper enthalten ist, auf 2000
ppm oder weniger zu kontrollieren, um so hochmagnetische Eigenschaften zu
erhalten, wurde die Atmosphäre
in den vorliegenden Experimenten durch die Verfahren hindurch ab einer
Wasserstoffbehandlung (Gewinnung nach einem Zerkleinerungsverfahren)
bis zum Sintern (Input in einen Sinterofen) auf eine Sauerstoffkonzentration von
kleiner als 100 ppm kontrolliert.
-
(3) Misch- und Zerkleinerungsverfahren
-
Im
allgemeinen wird ein Zweistufen-Zerkleinern durchgeführt, welches
ein Zerkleinerungsverfahren und ein Pulverisierverfahren beinhaltet.
In den vorliegenden Beispielen wurde jedoch das Zerkleinerungsverfahren
weggelassen.
-
Additive
Agentien werden den Mutterlegierungen zugemischt, bevor das Pulverisierverfahren durchgeführt wird.
Die Typen an additiven Agentien sind nicht besonders beschränkt, und
solche, die zu einer Verbesserung der Zerkleinerungsfähigkeit
und zur Verbesserung der Orientierung während des Kompaktierens bzw.
des Verdichtens beitragen, können
geeigneterweise zugesetzt werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wurden 0,05 Gew.% Zinkstearat zugesetzt. Danach wurden die Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt unter Verwendung eines Nauta-Mischers mit
den Legierungen mit hohem R-Gehalt für 30 Minuten in der Kombination
aus jeweils Beispiel 1 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 3, wie
es in 1 gezeigt ist, gemischt. Sowohl in Beispiel 1
als auch in den Vergleichsbeispielen 1 bis 3 war das Mischungsverhältnis zwischen
den Legierungen mit niedrigem R-Gehalt
und den Legierungen mit hohem R-Gehalt 90:10.
-
Danach
wurde das Gemisch einem Pulverisieren mit einer Strahlmühle zu einer
mittleren Partikelgröße von 4,8
bis 5,1 μm
unterzogen.
-
(4) Kompaktierverfahren
bzw. Verdichtungsverfahren
-
Die
erhaltenen feinen Pulver wurden in einem Magnetfeld von 15,0 kOe
durch Anlegen eines Drucks von 1,2 f/cm2 kompaktiert,
so daß ein
kompaktierter Körper
erhalten wurde.
-
(5) Sinter- und Alterungsverfahren
-
Der
erhaltene verdichtete Körper
wurde bei 1070°C
für 4 Stunden
in Vakuumatmosphäre
gesintert, gefolgt von einem Abschrecken. Danach wurde der erhaltene
Sinterkörper
bzw. gesinterte Körper
einer zweistufigen Alterungsbehandlung unterworfen, die aus Behandlungen
bei 800°C × 1 Stunde
und 550°C × 2,5 Stunden
(beide in einer Ar-Atmosphäre) besteht.
-
Die
magnetischen Eigenschaften der erhaltenen Permanentmagneten wurden
in einem B-H-Tracer gemessen. Die Resultate sind in den 2 bis 5 gezeigt.
In den 2 bis 5 stellt Br die restliche magnetische
Flußdichte
dar, HcJ stellt die Koerzitivkraft dar und "Hk/HcJ" bedeutet Rechteckigkeit. Die Rechteckigkeit
(Hk/HcJ) ist ein Index für
die Magnetleistung und stellt den Winkelgrad im zweiten Quadranten
einer magnetischen Hystereseschleife dar. Darüber hinaus bedeutet Hk die äußere magnetische
Feldstärke,
die erhalten wird, wenn die magnetische Flußdichte 90% der restlichen
magnetischen Flußdichte
im zweiten Quadranten einer magnetischen Hystereseschleife wird.
In den 2 bis 5 ist ein Permanentmagnet, in dem ein Intraphasenprodukt
beobachtet wurde, mit einem Kreis (O) gekennzeichnet, und ein Permanentmagnet,
in dem das Produkt nicht beobachtet wurde, ist mit einem Kreuz (X)
markiert. Das Vorliegen oder das Fehlen eines Intraphasenproduktes
wurde auf der Basis einer Betrachtung mit TEM (Transmissionselektronenmikroskop,
JEM-3010, hergestellt
von Japan Electron Optics Laboratory Co., Ltd.) bestätigt. Die
Probe für
die Betrachtung wurde durch das Ionenmahlverfahren erhalten, und
die C-Ebene der R2T14B-Phase wurde betrachtet.
Es wird betont, daß die
chemischen Zusammensetzungen des erhaltenen Sinterkörpers in
der Spalte "Zusammensetzung des
Sinterkörpers" in 1 gezeigt
sind. Darüber
hinaus wurden in Vergleichsbeispiel 3 keine Intraphasenprodukte
beobachtet, aber das an Zr reiche Produkt wurde in einer Korngrenzenphase
davon beobachtet.
-
Aus
den 2 und 5 wurde festgestellt, daß in R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten,
in denen ein Intraphasenprodukt beobachtet wurde (Beispiel 1 und
Vergleichsbeispiel 1), das abnormale Kornwachstum inhibiert war
und die Rechteckigkeit (Hk/HcJ) durch Zugabe nur einer kleinen Menge
an additivem Element M (Zr oder Ti) verbessert war. In dem Fall,
in dem Ti als additives Element M ausgewählt war, wie es in 3 gezeigt
ist, war jedoch die restliche magnetische Flußdichte (Br) signifikant verringert.
Darüber
hinaus war selbst im Fall von R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten, in
denen keine Intraphasenprodukte beobachtet wurden (Vergleichsbeispiele
2 und 3), die Rechteckigkeit (Hk/HcJ) verbessert, indem eine so
große
Menge an Zr wie 0,2 Gew.% zugegeben wurde (siehe 5). Allerdings
war die Abnahme bei der restlichen magnetischen Flußdichte
(Br) noch deutlich (siehe 3). Wie
oben beschrieben wurde, ermöglicht
ein R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet,
in dem das Vorliegen eines Intraphasenproduktes beobachtet wird,
den Erhalt einer hohen Rechteckigkeit (Hk/HcJ), während eine
Verringerung bei der restlichen magnetischen Flußdichte (Br) inhibiert wird.
-
Was
Vergleichsbeispiel 3 angeht, in dem ein Intraphasenprodukt in der
R2T14B-Phase in
der Stufe der Legierungen mit niedrigem R-Gehalt beobachtet wurde,
wird der Grund, warum keine Intraphasenprodukte in dem R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
vorliegen, wie folgt angenommen. Ein Zr-reiches Produkt, das in
der R2T14B-Phase
(Intraphasenprodukt) in der Stufe von Legierungen mit niedrigem
R-Gehalt erzeugt wurde, wurde wachsen gelassen, so daß es extrem
groß war.
Es wird angenommen, daß,
obgleich dieses Produkt einem Wasserstoffzerkleinerungsverfahren
unterworfen wird, nicht zur Volumenausdehnung führt. Es ist daher zu verstehen,
daß an
der Grenzfläche
zwischen der R2T14B-Phase
und dem Produkt während
eines Wasserstoff-Zerkleinerungsverfahrens
ein Riß gebildet wird.
Wenn die Legierungen einem Zerkleinerungsverfahren in dieser Stufe
unterworfen werden, wird das Produkt von der R2T14B-Phase abgetrennt. Das Resultat, ist,
daß das
Produkt nicht in der R2T14B-Phase
vorliegt, sondern daß es
unabhängig von
der R2T14B-Phase
vorliegt. Dementsprechend wird davon ausgegangen, daß das an
Zr reiche Produkt in dem R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
von Vergleichsbeispiel 3 selbst nach dem Sinterverfahren nur in
der Korngrenzenphase vorliegt.
-
Ein
R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet, der 0,10 Gew.% Zr gemäß Beispiel
1 enthält, wurde
durch ein TEM in der gleichen Art und Weise wie oben beschrieben
betrachtet. Die Betrachtungsresultate sind in den 6 bis 8 gezeigt. 6 ist
eine TEM-Photographie eines Beispiels, das 0,10 Gew.% Zr enthält. 7 ist ein Satz von EDS (Energy Dispersive
X-ray Fluorescence Spectrometer)-Profilen eines Produkts, das in
der Probe und in der R2T14B-Phase
der Probe vorliegt. 8 ist eine Hochauflösungs-TEM-Photographie
der Probe.
-
Wie
in 6 gezeigt ist, kann ein Intraphasenprodukt mit
einem großen
Achsenverhältnis
in der R2T14B-Phase
beobachtet werden. Dieses Produkt hat eine plättchen- oder nadelförmige Form. 6 ist
eine Photographie, die durch Betrachten des Querschnitts der Probe
erhalten wird, und es ist daher schwierig aus einer solchen Betrachtung
zu bestimmen, ob die Form plättchenförmig oder
nadelförmig
ist. Unter Berücksichtigung
der Resultate aus der Betrachtung von anderen Proben und 8 hat das
Intraphasenprodukt eine Länge
von mehreren hundert nm und eine Breite zwischen mehreren nm und
15 nm. Die detaillierte chemische Zusammensetzung dieses Intraphasenprodukts
ist ungewiß,
aber aus 7A kann bestätigt werden, daß das Intraphasenprodukt
wenigstens reich an Zr ist. Als Resultat einer Betrachtung anderer
Beispiele können
darüber hinaus
Intraphasenprodukte als das Intraphasenprodukt mit einem großen Achsenverhältnis beobachtet werden,
nämlich
mit undefinierter oder runder Gestalt, wie es in den 9 und 10 gezeigt
ist. Als Resultat einer Betrachtung von 20 Kristallkörnern (R2T14B-Phase) von
Beispiel 1 wurden Intraphasenprodukte in 6 Kristallkörner davon
beobachtet. Im Gegensatz dazu wurden bei Vergleichsbeispiel 2 in
keinem von 20 Kristallkörner
(R2T14B-Phase) Intraphasenprodukte
beobachtet.
-
Das
untere Bild von 11A zeigt die Zr-Kartierungsresultate
einer Probe, die 0,10 Gew.% Zr gemäß Beispiel 1 enthält, mittels
EPMA (Electron Probe Micro Analyzer). Das obere Bild von 11A zeigt ein Zusammensetzungsbild im selben Rahmen wie
die Zr-Kartierungsresultate,
die in dem unteren Bild von 11A gezeigt
sind. Darüber
hinaus zeigt das untere Bild von 11B die
Zr-Kartierungsresultate einer Probe, die 0,10 Gew.% Zr gemäß Vergleichsbeispiel
2 enthält,
mittels EPMA. Das obere Bild von 11B zeigt
ein Zusammensetzungsbild in demselben Rahmen wie die Zr-Kartierungsresultate, die
in dem unteren Bild von 11B gezeigt
sind.
-
Was
die durch die Betrachtung durch TEM erhaltenen Resultate angeht,
so wird aus 11a gezeigt, daß eine R2T14B-Phase, die
reich an Zr ist, in dem Permanentmagneten von Beispiel 1 vorliegt, und
daß Zr
auch in einer Korngrenzenphase davon vorliegt. Im Gegensatz dazu
wird aus 11B festgestellt, daß eine derartige
an Zr-reiche R2T14B-Phase
in dem Permanentmagneten von Vergleichsbeispiel 2 nicht beobachtet
wird und daß Zr
nur in einer Korngrenzenphase davon vorliegt.
-
<Ausführungsbeispiel 2>
-
R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
wurden in derselben Weise wie in Ausführungsbeispiel 1 erhalten,
mit der Ausnahme, daß die
Proben, die jeweils 0,10 Gew.% an additivem Element (Zr oder Ti)
der Zusammensetzung des Sinterkörpers enthielten,
für 4 Stunden
innerhalb des Temperaturbereichs zwischen 1010°C und 1090°C gesintert wurden. Die magnetischen
Eigenschaften der erhaltenen Permanentmagneten wurden in der gleichen Weise
wie in Ausführungsbeispiel
1 gemessen. Die Resultate sind in 12 gezeigt.
Außerdem
sind Änderungen
in den magnetischen Eigenschaften durch Änderungen in der Sintertemperatur
in den 13 bis 15 gezeigt.
Darüber
hinaus sind die magnetischen Eigenschaften bei jeder Sintertemperatur,
die als Rechteckigkeit (Hk/HcJ) zu der restlichen magnetischen Flußdichte
(Br) aufgetragen sind, in 16 gezeigt.
-
Wie
in den 12 bis 16 gezeigt
ist, wurde festgestellt, daß,
wenn ein Intraphasenprodukt durch Zusatz von Zr als additives Element
M erhalten wird, hochmagnetische Eigenschaften in stabiler Weise
in einem weiten Sintertemperaturbereich erhalten werden. Spezifischer
ausgedrückt,
in Beispiel 2 der vorliegenden Erfindung können eine restliche magnetische
Flußdichte
(Br) von 13,9 kG oder größer, eine
Koerzitivkraft (HcJ) von 13,0 kOe oder größer und eine Rechteckigkeit
(Hk/HcJ) von 95% oder mehr in dem Sintertemperaturbereich zwischen 1030°C und 1090°C erhalten
werden. Wenn Ti als additives Element M zugesetzt wird, nimmt die
restliche magnetische Flußdichte
(Br) ab (Vergleichsbeispiel 4). Wenn darüber hinaus keine Intraphasenprodukte
existieren, ist die Rechteckigkeit (Hk/HcJ) schlecht und der geeignete
Sintertemperaturbereich ist eng (Vergleichsbeispiel 5).
-
<Ausführungsbeispiel 3>
-
Unter
Einstellung einer Walzenumfangsgeschwindigkeit von 0,6 bis 1,8 m/s
wurden 4 Typen an Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und 2 Typen von Legierungen mit
hohem R-Gehalt, die die Zusammensetzungen und Dicken, wie sie in 17 gezeigt
sind, haben, durch das Bandgießverfahren
hergestellt. Danach wurden 4 Typen an R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten
mit den Kombinationen, wie sie in 17 gezeigt
sind, erhalten. In allen Proben A bis D war das Mischungsverhältnis zwischen
den Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und den Legierungen mit hohem
R-Gehalt 90:10. Die Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und die Legierungen
mit hohem R-Gehalt, wie sie in 17 gezeigt
sind, wurden einer Wasserstoffzerkleinerung in derselben Weise wie
in Ausführungsbeispiel
1 unterworfen. Nach Beendigung des Wasserstoffzerkleinerungsverfahrens
wurden 0,05 Gew.% Butyloleat zugesetzt. Danach wurden die Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt und der Verwendung eines Nauta-Mischers mit
den Legierungen mit hohem R-Gehalt für 30 Minuten in den in 17 gezeigten
Kombinationen gemischt. Danach wurde das Gemisch einem Pulverisieren
mit einer Strahlmühle
zu einer mittleren Partikelgröße von 4,1 μm unterworfen.
Die erhaltenen feinen Pulver wurden in einem Magnetfeld unter denselben
Bedingungen wie in Ausführungsbeispiel
1 kompaktiert, gefolgt von einem Sintern bei 1010°C bis 1090°C für 4 Stunden.
Danach wurde der erhaltene Sinterkörper einer zweistufigen Alterungsbehandlung
unterzogen, die aus Behandlungen bei 800°C × 1 Stunde und 550°C × 2,5 Stunden
bestand. Die Zusammensetzung, die Sauerstoffmenge und die Stickstoffmenge
jedes der erhaltenen Sinterkörper
sind in 17 gezeigt. Zusätzlich sind die
magnetischen Eigenschaften derselben in 18 gezeigt.
-
Wie
in 18 gezeigt ist, hat die Probe A eine restliche
magnetische Flußdichte
(Br) von 14,0 kG oder größer, eine
Koerzitivkraft (HcJ) von 13,0 kOe oder größer und eine Rechteckigkeit
(Hk/HcJ) von 95% oder mehr in dem Sintertemperaturbereich zwischen
1030°C und
1070°C.
-
Die
Proben B und C, die beide eine geringere Menge an Nd als Probe A
enthalten, haben eine restliche magnetische Flußdichte (Br) von 14,0 kG oder größer, eine
Koerzitivkraft (HcJ) von 13,5 kOe oder größer und eine Rechteckigkeit
(Hk/HcJ) von 95% oder mehr in dem Sintertemperaturbereich zwischen 1030°C und 1090°C.
-
Probe
D, die eine höhere
Menge an Dy als Probe A enthält,
hat eine restliche magnetische Flußdichte (Br) von 13,5 kG oder
größer, einer
Koerzitivkraft (HcJ) von 15,5 kOe oder größer und eine Rechteckigkeit
(Hk/HcJ) von 95% oder mehr im Sintertemperaturbereich zwischen 1030°C und 1070°C.
-
Als
Resultat der Betrachtung der Proben, die bei 1050°C gesintert
worden waren, durch TEM wurden in allen Proben Intraphasenprodukte
beobachtet.
-
Aus
den obigen Resultaten kann gesagt werden, daß, wenn ein Intraphasenprodukt
vorliegt, hochmagnetische Eigenschaften konsistent in einem weiten
geeigneten Sintertemperaturbereich von 40°C oder mehr beobachtet werden
können.
-
<Ausführungsbeispiel 4>
-
Zwei
Typen von Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und zwei Typen Legierungen
mit hohem R-Gehalt wurden durch das Bandgießverfahren hergestellt. Danach
wurden 2 Typen an R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagneten mit den
Kombinationen, wie sie in 19 gezeigt
sind, erhalten. In Probe E war das Mischungsverhältnis zwischen den Legierungen
mit niedrigem R-Gehalt und den Legierungen mit hohem R-Gehalt 90:10.
Andererseits war das Mischungsverhältnis zwischen den Legierungen mit
niedrigem R-Gehalt und den Legierungen mit hohem R-Gehalt im Probe
F 80:20. Die Legierungen mit niedrigem R-Gehalt und die Legierungen
mit hohem R-Gehalt, wie sie in 19 gezeigt
sind, wurden einer Wasserstoff-Zerkleinerung
in der gleichen Weise wie in Ausführungsbeispiel 1 unterworfen.
Nach Beendigung des Wasserstoff-Zerkleinerungsverfahrens wurden
0,05 Gew.% Butyloleat zugesetzt. Danach wurden die Legierungen mit
niedrigem R-Gehalt unter Verwendung eines Nauta-Mischers mit den
Legierungen mit hohem R-Gehalt für
30 Minuten in den Kombinationen, wie sie in 19 gezeigt
sind, gemischt. Danach wurde das Gemisch einem Pulverisieren mit
einer Strahlmühle
zu einer mittleren Teilchengröße von 4,0 μm unterworfen.
Die erhaltenen feinen Pulver wurden in einem Magnetfeld unter denselben
Bedingungen wie in Ausführungsbeispiel
1 kompaktiert. Danach wurde der kompaktierte Pulver in Fall der
Probe E 4 Stunden bei 1070°C
und im Fall der Probe F bei 1020°C
für 4 Stunden
gesintert. Danach wurden die erhaltenen Sinterkörper der beiden Proben E und
F einer zweistufigen Alterungsbehandlung, bestehend aus Behandlungen
bei 800°C × 1 Stunde
und bei 550°C × 2,5 Stunden,
unterworfen. Die Zusammensetzung, die Sauerstoffmenge und die Stickstoffmenge
jedes der erhaltenen Sinterkörper sind
in 19 gezeigt. Zusätzlich sind die magnetischen
Eigenschaften derselben in 20 gezeigt. Zu
Vergleichszwecken sind auch die magnetischen Eigenschaften der Proben
A bis D, die in Ausführungsbeispiel
3 hergestellt wurden, in 20 gezeigt.
-
Obgleich
die Komponenten wie in den Proben A und F gezeigt schwankten, wurde
eine restliche magnetisch Flußdichte
(Br) von 13,8 kG oder größer, eine
Koerzitivkraft (HcJ) von 13,0 kOe oder größer und eine Rechteckigkeit
(Hk/HcJ) von 95% oder mehr erhalten.
-
Industrielle
Anwendbarkeit
-
Wie
oben detailliert beschrieben wurde, wird in einem Sinterverfahren
ein an Zr reiches Produkt in einer R2T14B-Phase
existieren gelassen, so daß das Kornwachstum
inhibiert werden kann, während
eine Verringerung bei den magnetischen Eigenschaften bei einem Minimum
gehalten wird. Darüber
hinaus kann gemäß der vorliegenden
Erfindung, da ein geeigneter Sintertemperaturbereich von 40°C oder mehr
gehalten werden kann, selbst wenn ein großer Sinterofen verwendet wird,
der üblicherweise
leicht Ungleichmäßigkeiten
bei der Heiztemperatur verursacht, ein R-T-B-System-Seltenerd-Permanentmagnet konsistent
mit hochmagnetischen Eigenschaften erhalten werden.