-
Die
Erfindung betrifft eine automatische Auswuchtvorrichtung zum Auswuchten
einer in einem sich drehenden Körper
vorhandenen unwuchtigen Masse. Insbesondere, aber nicht ausschließlich, betrifft
die Erfindung eine automatische Auswuchtvorrichtung zur Verwendung
in Waschmaschinen und zum Auswuchten von in der Waschmaschine vorhandenen
unwuchtigen Massen während
der Wasch- und der Schleuderzyklen.
-
Automatische
Auswuchtvorrichtungen zum Auswuchten von unwuchtigen Massen sind
in vielen unterschiedlichen Anwendungen bekannt. Jedoch treten die
komplexesten Unwuchtsituationen auf, wenn sowohl die Position als
auch die Größe der unwuchtigen
Masse unvorhersagbar sind, wie im Fall einer Waschmaschine. Es sind
viele verschiedene automatische Auswuchtvorrichtungen in Waschmaschinen
vorgeschlagen und verwendet worden, und viele davon sind wirksam
beim Auswuchten unwuchtiger Massen bei Drehzahlen oberhalb der kritischen Drehzahl
(d.h., der Resonanzdrehzahl des Systems). Beispiele dieser Art einer
automatischen Auswuchtvorrichtung werden in
GB 1035033 ,
GB 1092188 , WO 93/23687, WO 95/32372,
US 5813253 ,
US 5862553 ,
DE 1912481 gezeigt. Alle in diesen
Dokumenten gezeigten Vorrichtungen machen Gebrauch von der Erscheinung,
mit deren Hilfe bei Drehgeschwindigkeiten oberhalb der kritischen
Drehzahl frei drehbare Auswuchtmassen selbsttätig Positionen einnehmen, in
denen die unwuchtige Masse ausgewuchtet wird. Es wird jedoch in
einigen der zuvor erwähnten
Dokumente anerkannt, dass sich frei drehende Auswuchtmassen bei
Drehzahlen unterhalb der kritischen Drehzahl so wirken, dass sie
das Auslenken des sich drehenden Körpers auf Grund des Vorhandenseins
der unwuchtigen Masse verschlimmern. In diesen Fällen wird vorgeschlagen, dass
die Auswuchtmassen in einer unbeweglichen Position in Bezug auf
die Kammer, in der sie angeordnet sind, blockiert werden, wenn der
Körper
bei einer Drehzahl unterhalb der kritischen Drehzahl gedreht wird.
Im Fall von
US 5813253 positioniert
sich eine Rolle in einer Aussparung, um zu verhindern, dass sich
die Auswuchtmassen längs
der ringförmigen
Bahn bewegen, in der sie laufen. Die Rolle wird aus der Aussparung
freigegeben, wenn der Körper
die kritische Geschwindigkeit überschreitet.
In
GB 1092188 sind die
Auswuchtmassen schwenkbar um eine Achse angebracht, wobei Blockierelemente
bereitgestellt werden, um die Massen in einer unbeweglichen Position
in Bezug auf die Kammer, in der sie untergebracht sind, zu blockieren,
wenn die Drehgeschwindigkeit unterhalb der kritischen liegt. Die
Blockiermittel lösen
sich, wenn die Drehzahl oberhalb der kritischen liegt. Es ist in
diesem Dokument des Standes der Technik ebenfalls vorgesehen, dass
die Auswuchtelemente aneinander blockiert werden könnten, so
dass sie eine Auswuchtgesamtwirkung von Null haben, bis die kritische
Drehzahl überschritten worden
ist.
-
Die
bekannten Mechanismen, mit deren Hilfe Auswuchtmassen in einer Position
blockiert werden können,
in der sie eine Auswuchtgesamtwirkung von Null haben, sind im Allgemeinen
schwierig und teuer in der Fertigung. Sie sind angesichts der Bewegung der
Auswuchtmassen, die manchmal ziemlich gewaltsam sein kann, anfällig für Beschädigung.
Jedoch kann bei Anordnungen, welche die Auswuchtmassen nicht blockieren,
das Beschleunigen der Trommel der Waschmaschine von einer unterkritischen
Drehzahl zu einer überkritischen
Drehzahl zu einem extremen Auslenken, insbesondere bei der kritischen
Drehzahl, führen.
US 2984094 offenbart eine
Waschmaschine, die eine Selbstauswuchtung einschließt. Bei
einer Ausführungsform
nimmt die Selbstauswuchtung die Form einer ringförmigen Kammer an, die eine
große
Zahl von Trägheitskörpern umfasst.
Um ein Antreiben der Trägheitskörper während des
Waschzyklus zu vermeiden, ist die Zahl der Körper ausreichend, um die halbe
Länge der
ringförmigen
Kammer zu füllen.
-
Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, eine automatische Auswuchtvorrichtung
zum Auswuchten einer in einem sich drehenden Körper vorhandenen unwuchtigen
Masse bereitzustellen, bei der, während des Beschleunigers durch
die kritische Drehzahl, das Ausmaß des Auslenkens des sich drehenden
Körpers
auf ein Minimum verringert wird. Es ist eine weitere Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine automatische Auswuchtvorrichtung bereitzustellen,
die wirtschaftlich zu fertigen und weniger anfällig für eine Beschädigung als
bekannte Anordnungen ist. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Waschmaschine bereitzustellen,
bei dem die Drehung der Trommel mit einem Minimum an Auslenken durch
die kritische Drehzahl beschleunigt werden kann.
-
Die
Erfindung stellt eine automatische Auswuchtvorrichtung zum Auswuchten
einer in einem sich drehenden Körper
vorhandenen unwuchtigen Masse bereit, wobei die automatische Auswuchtvorrichtung
eine Kammer, die eine Außenwand
und eine Achse hat, eine erste und eine zweite Auswuchtmasse, die
mit Zwischenraum längs
der Achse angeordnet und eingespannt sind, um sich frei in einer
kreisförmigen
Bahn um die Achse und innerhalb der Kammer zu bewegen, und ein in
der Kammer bereitgestelltes viskoses Fluid umfasst, um so eine viskose Kupplung
zwischen der Außenwand
der Kammer und jeder der Auswuchtmassen bereitzustellen, wenn die
Vorrichtung in Benutzung ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswuchtmassen
derart eingerichtet und/oder angeordnet sind, dass bei Anwendung
die erste Auswuchtmasse der zweiten Auswuchtmasse voreilt, und Einspannmittel
so bereitgestellt werden, dass sie verhindern, dass die erste Auswuchtmasse
der zweiten Auswuchtmasse um mehr als wesentlich 180° voreilt,
wenn die Vorrichtung in Benutzung ist.
-
Vorzugsweise
hat die erste Auswuchtmasse ein Trägheitsmoment, das niedriger
ist als das der zweiten Auswuchtmasse. Insbesondere ist die viskose
Kupplung zwischen der ersten Auswuchtmasse und der Außenwand
der Kammer höher
als die viskose Kupplung zwischen der zweiten Auswuchtmasse und
der Außenwand
der Kammer.
-
Es
hat sich gezeigt, dass die beanspruchte Anordnung wirksam zum Verringern
des Ausmaßes des
Auslenkens des sich drehenden Körpers
ist, im Vergleich mit einer Anordnung, die keine Auswuchtmittel
benutzt, wenigstens, wenn sie in einer Waschmaschine verwendet wird.
In der Tat ist die beanspruchte Anordnung in der Lage, das maximale
Auslenken der sich drehenden Trommel einer Waschmaschine auf ein
Niveau zu verringern, das bedeutsam niedriger ist als das gegenwärtig durch
handelsübliche
Waschmaschinen, die eine bekannte Auswuchtvorrichtung benutzten,
erreichte. Die Verringerung des Auslenkens ist besonders wichtig,
wenn der sich drehende Körper
durch die kritische Drehzahl hindurchgeht, weil das Auslenken bei
dieser Drehzahl am größten ist.
Das Verringern des Auslenkens, insbesondere bei der kritischen Drehzahl,
ermöglicht, dass
Waschmaschinen und andere ähnliche
Vorrichtungen mit größeren Trommeln
gefertigt werden, weil weniger Vorkehrungen für das Auslenken getroffen werden
müssen.
Es muss auch weniger Ballast bereitgestellt werden.
-
Die
beanspruchte Anordnung ist ebenfalls sehr einfach zu fertigen und
zuverlässig
im Betrieb. An Stelle der bekannten Blockieranordnungen, die im oben
erörterten
Stand der Technik beschrieben werden, kann das Einspannmittel eine
sehr einfache Form annehmen, was zu einer höheren Zuverlässigkeit
und niedrigeren Ausfallraten als bei komplexeren Anordnungen führt. Die
Fertigungskosten der beanspruchten Anordnung sind ebenfalls niedriger
als die Kosten der bekannten Anordnungen des Standes der Technik.
-
Es
wird angenommen, dass die beanspruchte Anordnung auf die folgende
Weise funktioniert. Wenn der sich drehende Körper bei einer Drehzahl unterhalb
der kritischen, aber ausreichend, um zu bewirken, dass sich die
Auswuchtmassen innerhalb der Kammer drehen, gedreht wird, spreizen
sich die Auswuchtmassen auseinander, weil die erste Auswuchtmasse
der zweiten Auswuchtmasse voreilt. Wenn die Drehzahl der Vorrichtung
zunimmt, wird die Spreizung der Massen zunehmen, bis sie, wenn die
Spreizung bei oder nahe 180° liegt,
durch die Einspannmittel daran gehindert werden, sich weiter auseinanderzuspreizen.
In dieser Position, d.h., wenn die Massen um ungefähr 180° auseinandergespreizt
sind, tragen sie wenig oder nichts zu der in dem sich drehenden Körper vorhandenen
unwuchtigen Masse bei, und das Auslenken des sich drehenden Körpers wird nicht
verschlimmert. Jedoch bewirkt zur gleichen Zeit das Auslenken des
sich drehenden Körpers,
dass die Massen zueinander hin gezogen werden. Da sich die Massen
(innerhalb der durch die Einspannmittel ausgeübten Zwänge) frei in Bezug auf die
Kammer bewegen können,
bewegen sie sich aufeinander zu, wodurch sie ein teilweises Auswuchten
der unwuchtigen Masse in dem sich drehenden Körper bewirken. Diese Bewegung
der Massen beeinflusst die Phase und die Größe des Auslenkens des sich
drehenden Körpers,
was dann als Reaktion eine weitere Bewegung der Massen verursacht.
Also sind die Massen in einer beständigen Bewegung in Bezug auf
die Kammer, wobei sie sich ununterbrochen in eine Position bewegen,
in der die unwuchtige Masse teilweise ausgewuchtet wird. Dies führt zu einer
Verringerung des Auslenkens des sich drehenden Körpers.
-
Es
wird ebenfalls angenommen, dass die Auswuchtmassen, wenn sich die
Drehzahl des sich drehenden Körpers
der Resonanz (der kritischen Drehzahl) annähert, zu einer Position neigen,
in der die unwuchtige Masse vollständig ausgewuchtet wird. Folglich
nimmt das Ausmaß,
in dem das Auslenken des sich drehenden Körpers verringert wird, zu,
wenn sich der sich drehende Körper
der Resonanz annähert.
-
Die
Erfindung stellt ebenfalls ein Verfahren zum Betreiben einer Waschmaschine
bereit, die eine Trommel hat und die oben beschriebene automatische
Auswuchtvorrichtung einschließt,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- (a) Drehen der Trommel und der automatischen Auswuchtvorrichtung
bei einer Drehzahl unterhalb der kritischen Drehzahl der Waschmaschine, während ermöglicht wird,
dass sich jede der Auswuchtmassen frei um die Achse dreht,
- (b) Bewirken, dass die erste Auswuchtmasse der zweiten und einer
beliebigen weiteren Auswuchtmasse voreilt,
- (c) Verhindern, dass die erste Auswuchtmasse der zweiten und
einer beliebigen weiteren Auswuchtmasse um mehr als wesentlich 180° voreilt, und
- (d) Steigern der Drehgeschwindigkeit der Trommel auf eine Drehzahl
oberhalb der kritischen Drehzahl der Waschmaschine.
-
Vorzugsweise
umfasst das Verfahren die folgenden weiteren Schritte:
- (e) Erfassen von Veränderungen
in der Auslenkungsamplitude der Trommel auf Grund des Vorhandenseins
einer unwuchtigen Ladung in derselben und der Auswuchtmassen,
- (f) Erfassen einer minimalen Auslenkungsamplitude und
- (g) Beginnen des Steigerns der Drehgeschwindigkeit der Trommel
auf eine Drehzahl oberhalb der kritischen Drehzahl der Waschmaschine
zu einem Zeitpunkt, wenn die Auslenkungsamplitude an oder nahe einem
Minimum ist.
-
Vorzugsweise
wird die Drehgeschwindigkeit der Trommel mit einer Rate zwischen
5 U/min/s und 50 U/min/s, insbesondere zwischen 5 U/min/s und 15 U/min/s,
von einer Drehzahl unterhalb der kritischen Drehzahl der Waschmaschine
auf eine Drehzahl oberhalb der kritischen Drehzahl der Waschmaschine
gesteigert.
-
Es
wird angenommen, dass die Beschleunigungsrate der Trommel eine Wirkung
auf das Ausmaß haben
kann, in dem das Auslenken des sich drehenden Körpers verringert wird. Es ist
gezeigt worden, dass langsamere Beschleunigungsraten die Wirkung
verbessern. Es wird angenommen, dass dies an der Tatsache liegt,
dass langsamere Beschleunigungsraten den Auswuchtmassen Zeit geben,
um neue, vorteilhafte Positionen einzunehmen, was das erfahrene
Auslenken, wenn der sich drehende Körper durch die Resonanz hindurchgeht,
auf ein Minimum verringern wird.
-
Weitere
bevorzugte und vorteilhafte Merkmale der Erfindung werden in den
Nebenansprüchen dargelegt.
-
Es
werden nun Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben, nur als Beispiel und unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen, in denen:
-
1 eine
schematische seitliche Schnittansicht einer Waschmaschine, die eine
automatische Auswuchtvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform
der Erfindung einschließt,
ist,
-
2 eine
seitliche Schnittansicht durch die in 1 gezeigte
automatische Auswuchtvorrichtung ist,
-
3a eine
Draufsicht einer der Auswuchtmassen, die einen Teil der in 2 gezeigten
automatischen Auswuchtvorrichtung bildet, ist,
-
3b eine
perspektivische Ansicht der Auswuchtmasse von 3a von
der entgegengesetzten Seite ist,
-
4a die
Wechselwirkung von zwei Auswuchtmassen der in 3a und 3b gezeigten Art
bei Anwendung in der automatischen Auswuchtvorrichtung von 2 in
einer ersten Position illustriert,
-
4b die
Wechselwirkung der gleichen zwei Auswuchtmassen in einer zweiten
Position illustriert,
-
5 eine
schematische Vorderansicht einer automatischen Auswuchtvorrichtung
nach einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung ist,
-
6 eine
perspektivische Ansicht eines Bundes, der einen Teil der Vorrichtung
von 5 bildet, ist,
-
7 die
Position und die Funktionsweise des Bundes von 6 in
Bezug auf zwei Auswuchtmassen, die einen Teil der in 5 gezeigten
Vorrichtung bilden, illustriert,
-
8a das
Positionieren der Massen von 5 innerhalb
einer Kammer illustriert,
-
8b die
Oberfläche
einer der Massen von 5 zeigt,
-
9 eine
dritte Ausführungsform
der Erfindung illustriert und
-
10a, 10b und 10c alternative Auswuchtmassen, die zur Verwendung
in den in 1 bis 9 illustrierten
Ausführungsformen
geeignet sind, illustrieren.
-
1 illustriert
eine typische Umgebung, in der eine automatische Auswuchtvorrichtung
nützlich und
wünschenswert
ist. 1 zeigt eine Waschmaschine 10, die ein
Außengehäuse 12 und
eine Wanne 14, die mit Hilfe eines Systems von Federn und Dämpfern 15 innerhalb
des Außengehäuses 12 angebracht
ist, hat. Eine perforierte Trommel 16 ist innerhalb der
Wanne 14 so angeordnet, dass sie um eine Achse 18 gedreht
werden kann. Bei dieser Ausführungsform
erstreckt sich die Achse 18 waagerecht, obwohl dies nicht
wesentlich ist. Eine mit Scharnier versehene Tür 20 ist in der Vorderseite
des Außengehäuses 12 auf
eine solche Weise angeordnet, dass die Wanne 14, wenn sich
die Tür 20 (wie
illustriert) in einer geschlossenen Position befindet, auf eine
wasserdichte Weise abgedichtet wird. Die Tür 20 kann geöffnet werden,
um zu ermöglichen, dass
vor dem Beginn eines durch die Waschmaschine 10 auszuführenden
Waschzyklus' Wäschestücke in die
Trommel 16 gelegt werden. Flexible Dichtungen 22 werden
ebenfalls zwischen der Trommel 16 und der Tür 20 bereitgestellt,
so dass mäßige Bewegungen
der Trommel 16 in Bezug auf das Außengehäuse 12 toleriert werden
können.
-
Die
Trommel 16 ist mit Hilfe einer Welle 24, die auf
freitragende Weise in der Waschmaschine 10 getragen und
durch einen Motor 26 angetrieben wird, auf eine drehbare
Weise angebracht. Die Welle 24 geht durch die Wanne 14 hindurch
und in das Innere derselben hinein, um die Trommel 16 zu
tragen. Die Trommel 16 ist unbeweglich mit der Welle 24 verbunden,
um sich so mit derselben um die Achse 18 zu drehen. Es
wird sich verstehen, dass die Welle 24 auf eine solche
Weise durch die Wand der Wanne 14 hindurchgeht, dass keine
Drehung der Wanne 14 bewirkt wird. Solche Anbringungsanordnungen
sind auf dem Gebiet gut bekannt. Die Waschmaschine 10 schließt ebenfalls
ein Seifenfach 28 zum Einleiten eines Waschmittels, ein
oder mehrere Wassereinlassrohre 30, die über das
Seifenfach 28 zur Wanne 14 führen, und eine Wasserabfluss 32,
der mit dem unteren Abschnitt der Wanne 14 verbunden ist,
ein.
-
Alle
bisher in Bezug auf die Waschmaschine 10 beschriebenen
Merkmale sind an sich bekannt und bilden keine wesentlichen Teile
der vorliegenden Erfindung. Daher können, falls gewünscht, übliche Varianten
eines beliebigen oder aller dieser Merkmale in einer Waschmaschine
eingeschlossen sein, die in der Lage ist, eine automatische Auswuchtvorrichtung
nach der Erfindung einzuschließen
oder zu benutzen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine automatische Auswuchtvorrichtung,
die zur Verwendung in einer Waschmaschine der weiter oben beschriebenen
allgemeinen Art geeignet ist. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist die automatische Auswuchtvorrichtung 50 am distalen
Ende der Welle 24, innerhalb der Trommel 16 und
angrenzend an die Rückwand 16a derselben,
angeordnet. Jedoch kann eine automatische Auswuchtvorrichtung 50 der
weiter unten beschriebenen Art ebenfalls an der Außenseite
der Trommel 16, doch angrenzend an die Rückwand 16a derselben,
aber auf der Seite, die zur Wanne 14 zeigt, angeordnet
sein. Es ist ebenfalls möglich,
die automatische Auswuchtvorrichtung an anderen Positionen längs der
Welle 24, zum Beispiel zwischen der Wanne 14 und
dem Außengehäuse 12,
bereitzustellen, obwohl eine solche Anordnung nicht die bevorzugte
Position ist.
-
Die
automatische Auswuchtvorrichtung 50 wird in 2 in
einer Ruheposition illustriert. Die automatische Auswuchtvorrichtung 50 hat
eine schalenförmige
Abdeckung 52, die zusammen mit einer kreisförmigen Platte 53,
die nahe der Rückwand 16a der
Trommel 16 liegt, eine Außenwand 54 bildet,
die eine Kammer 56 definiert. Die Abdeckung 52 ist
unbeweglich an der kreisförmigen
Platte 53 befestigt, so dass die Kammer 56 aus
Gründen,
die weiter unten erläutert
werden, wasserdicht ist. Die Mittel der Verbindung zwischen der
Abdeckung 52 und der kreisförmigen Platte 53 sind
nicht wesentlich für
die Erfindung. Die kreisförmige
Platte 53 kann, falls gewünscht, an der Rückwand 16a der
Trommel 16 befestigt sein. Die Abdeckung 52 ist
unbeweglich am distalen Ende 24a der Welle 24 befestigt
und kann mit derselben gedreht werden, so dass die Abdeckung 52,
wenn die Welle 24 durch dem Motor 26 um die Achse 18 gedreht
wird, ebenfalls gedreht wird. Die Welle 24 geht von der
kreisförmigen
Platte 53 zur Abdeckung 52 durch die Kammer 56 hindurch.
-
Zwei
Auswuchtmassen 80a, 80b sind drehbar an der Welle 24 angebracht.
Die Massen 80a, 80b sind über Lager 58 an der
Welle 24 angebracht, so dass die Massen 80a, 80b in
der Lage sind, sich frei um die Welle zu drehen. An der Welle 24 werden Mittel
(nicht gezeigt) bereitgestellt, um zu verhindern, dass sich die
Massen 80a, 80b in Axialrichtung längs der
Welle 24 bewegen, wobei ihre Positionen in Bezug zueinander
und in Bezug auf die Abdeckung 52 beibehalten werden. Die
Kammer 56 enthält
ein Becken mit Öl 60 (oder
einer anderen viskosen Flüssigkeit),
das ausreichend tief ist, um zu sichern, dass die Auswuchtmassen 80a, 80b teilweise
eingetaucht sind, wie in 2 gezeigt. In der Tat ist es
vorzuziehen, dass es in der Kammer 56 ausreichend Öl 60 gibt,
um zu sichern, dass die Auswuchtmassen 80a, 80b,
wenn die automatische Auswuchtvorrichtung 50 mit einer
Drehzahl gedreht wird, die ausreicht, um das Öl 60 um den Umfang
der Kammer 56 zu verteilen, noch teilweise im Öl 60 eingetaucht
oder wenigstens in Berührung
mit demselben sind.
-
Die
Auswuchtmassen 80a, 80b sind zueinander identisch.
Die Konfiguration einer der Massen 80a wird in 3a und 3b detailliert
gezeigt. Im Wesentlichen umfasst die Masse 80a einen Scheibenabschnitt 82a,
der in der Tiefe verhältnismäßig schlank
und in der Draufsicht kreisförmig
ist. Ein Massenabschnitt 84a wird am Scheibenabschnitt 82a bereitgestellt
und ist starr an demselben befestigt. In der Tat kann der Massenabschnitt 84a,
falls gewünscht,
integral mit dem Scheibenabschnitt 82a geformt sein. Bei
der gezeigten Ausführungsform überlagert
der Massenabschnitt 84a eine Fläche des Scheibenabschnitts 82a,
die ungefähr
ein Viertel ausmacht, aber das Ausmaß der Überlagerung ist nicht wichtig.
Wichtig ist, dass die Form des Massenabschnitts ermöglicht,
dass der Schwerpunkt der Masse 80a mit einem bedeutsamen
Abstand von der Mitte des Scheibenabschnitts 82a angeordnet
ist. Eine Mittelöffnung 86a ist
in der geometrischen Mitte des Scheibenabschnitts 82a angeordnet
und geht sowohl durch den Scheibenabschnitt 82a als auch
durch den Massenabschnitt 84a hindurch. Die Öffnung 86a ist so
bemessen, dass sie die Lager 58 aufnimmt, mit deren Hilfe
die Masse 80a an der Welle 24 angebracht ist.
Die Funktion des Massenabschnitts 84a ist es, die Auswuchtmasse 80a mit
einem exzentrischen Schwerpunkt und einer ausreichenden Masse zu
versehen, um zu ermöglichen,
dass die Masse 80a als Gegengewicht zu einer in der Trommel 16 der Waschmaschine 10 während ihres
Betriebs vorhandenen unwuchtigen Ladung fungiert.
-
Der
Massenabschnitt 84a wird durch eine Kante oder Lippe 88a begrenzt.
Die Kante oder Lippe 88a umfasst eine Fläche, die
sich allgemein senkrecht zu den kreisförmigen Seiten des Scheibenabschnitts 82a erstreckt.
Die Kante oder Lippe 88a schließt zwei Widerlagerflächen 90a, 92a ein,
deren Funktion weiter unten beschrieben wird.
-
Die
Masse 80a trägt
einen Stift 94a, der über die
Oberfläche
des Scheibenabschnitts 82a hinaus vorspringt, aber nicht über die
Oberfläche
des Massenabschnitts 84a hinaus vorspringt. Der Stift 94a erstreckt
sich in einem Ausmaß über die
Oberfläche des
Scheibenabschnitts 82a hinaus und senkrecht zu demselben,
das größer ist
als der kleinste Abstand a zwischen den Auswuchtmassen 80a, 80b,
wie in 2 gezeigt. Jedoch ist die Vorsprungsstrecke des Stifts 94a nicht
so groß wie
der größere Abstand
A zwischen den zwei Massen 80a, 80b, wie weiter
unten erläutert
wird.
-
Die
Auswuchtmasse 80b ist identisch zu der weiter oben beschriebenen
Auswuchtmasse 80a. Die Teile der Auswuchtmasse 80b werden
nun bezeichnet unter Verwendung der dem entsprechenden Teil der
Masse 80a zugewiesenen Bezugszahl, wobei aber der Buchstabe „a" durch den Buchstaben „b" ersetzt wird.
-
Die
Anordnung der Auswuchtmassen 80a, 80b in der automatischen
Auswuchtvorrichtung 50 wird in 2 gezeigt.
Die erste Auswuchtmasse 80a ist, wie gezeigt, links angeordnet,
und die zweite Auswuchtmasse 80b ist rechts angeordnet.
Wie erwähnt worden
ist, ist der Abstand a zwischen den Massen 80a, 80b in
dem Bereich, wo die Massenabschnitte 84a, 84b einander überlappen,
geringer als der Abstand, um den der Stift 94b über den
Scheibenabschnitt 82b der Masse 80b hinaus vorspringt.
Jedoch ist der Abstand A zwischen den Scheibenabschnitten 82a, 82b größer als
die Ausdehnung des Vorsprungs des Stifts 94b vom Scheibenabschnitt 82b.
Folglich ist das distale Ende des Stifts 94b so eingespannt, dass
er sich zwischen den Widerlagerflächen 90a, 92a bewegt,
wobei er über
den Scheibenabschnitt 82a und nicht über den Massenabschnitt 84a hinweggeht.
An jedem Ende der möglichen
Bewegungsbahn des Stifts 94b im Verhältnis zur Masse 80a wird
der Stift 94b eine der zwei Widerlagerflächen 90a, 92a der
anderen Masse 80a berühren.
-
Die
Ruheposition der zwei Massen 80a, 80b wird in 4a gezeigt.
Die Tatsache, dass die Massen 80a, 80b identisch
sind, bedeutet, dass die Massen 80a, 80b in Abwesenheit
des Stifts 94b in Ausrichtung nebeneinander liegen würden. Da
der Stift 94b jedoch nicht neben dem Massenabschnitt 84a der
Masse 80a liegen kann, stößt er an die Widerlagerfläche 90a der
Masse 80a an. Also liegen die Massen 80a, 80b in
der Ruheposition, wie in 4a gezeigt,
geringfügig
außer
Ausrichtung. Es wird zu erkennen sein, dass der Stift 94a der
Masse 80a in der in 2 gezeigten
Anordnung in der Tat redundant ist.
-
Im
Betrieb arbeitet die automatische Auswuchtvorrichtung 50 wie
folgt. Ein Drehen der Trommel 16 wird durch Drehen der
Welle 24 bewirkt. Die automatische Auswuchtvorrichtung 50 dreht
sich mit der Welle 24 und der Trommel 16, so dass
sich die Gesamtheit der Außenwand 54 der
Kammer 56 mit einer verhältnismäßig hohen Drehzahl dreht. Damit ist
gemeint, dass die Drehgeschwindigkeit der Trommel 16, und
folglich der Kammer 56, ausreichend ist, um Zentrifugalkräfte zu erzeugen,
welche die Gravitationskräfte überwinden
und so die innerhalb der Trommel enthaltene Ladung gegen die Wand
derselben gepresst halten werden, aber unterhalb der kritischen
Drehzahl der Waschmaschine liegt. Also sind die Auswuchtmassen 80a, 80b nicht
in einer Position, um eine automatische Auswuchtfunktion auszuüben. Jedoch
wird die viskose Kupplung, die durch das Öl 60 zwischen der
Außenwand 54 der
Kammer 56 und den Auswuchtmassen 80a, 80b gewährleistet
wird, bewirken, dass sich die Auswuchtmassen 80a, 80b um
die Welle 24 drehen. Auf Grund der Dynamik des Systems
werden sich die Massen 80a, 80b mit einer Drehgeschwindigkeit
um die Welle 24 drehen, die geringer ist als die der Welle 24 und
der Trommel 16. Wegen der Formgebung der Massen 80a, 80b und insbesondere
der Tatsache, dass ein bedeutsamer Anteil der Fläche der Masse 80b,
die zur kreisförmigen
Platte 53 zeigt, weiter von der kreisförmigen Platte 53 entfernt
angeordnet ist als die Gesamtheit der Fläche der Masse 80a,
die zur Abdeckung 52 zeigt, wird die viskose Kupplung zwischen
der Außenwand 54 und
der Masse 80a höher
sein als die viskose Kupplung zwischen der Außenwand 54 und der
Masse 80b. Also wird sich die Masse 80a mit einer
Drehzahl drehen, die derjenigen der Trommel 16 und der Kammer 56 näher ist
als die Masse 80b. Das Ergebnis dessen ist, dass die Masse 80a die
vordere Masse werden wird und dass die Masse 80b hinter
ihr nacheilen wird. Außerdem
wird sich die Masse 80a mit einer höheren Winkelgeschwindigkeit
drehen als die Masse 80b. Ferner wird das Anstoßen des
Stifts 94b an der Widerlagerfläche 90a jegliche Möglichkeit beseitigen,
dass die Masse 80a hinter der Masse 80b zurückbleibt.
Bei der gezeigten Ausführungsform werden
die Position des Stifts 94b und der Widerlagerfläche 90a in
der Tat sichern, dass die Masse 80a immer der Masse 80b voreilt.
-
Wenn
sich die Trommel 16 und die Kammer 56 in der durch
den Pfeil B in 4b gezeigten Richtung um die
Welle 24 drehen, wird die hintere Masse 80b weiter
hinter der vorderen Masse 80a zurückbleiben. Die Massen 80a, 80b spreizen
sich folglich auseinander, wobei die Masse 80a voreilt
und die Masse 80b in einem zunehmenden Ausmaß hinter
ihr zurückbleibt.
Wenn sich jedoch der Winkel, um den die Masse 80b der Masse 80a nacheilt,
180° annähert (siehe 4b),
stößt der Stift 94b an
die Widerlagerfläche 90a an,
wodurch verhindert wird, dass die Masse 80b um mehr als
180° hinter
der Masse 80a zurückbleibt.
Bei der gezeigten Ausführungsform wird
die Masse 80b so eingespannt, dass sie der Masse 80a um
weniger als 180° nacheilt.
Selbst so ist die kombinierte Wirkung der Auswuchtmassen 80a, 80b auf
den sich drehenden Körper
in dieser Position klein.
-
Es
hat sich gezeigt, dass durch das Ermöglichen, dass sich die Auswuchtmassen 80a, 80b frei innerhalb
der oben beschriebenen Zwänge
drehen, das maximale Ausmaß des
Auslenkens der Trommel 16 bei einem Minimum gehalten werden
kann, wenn die Trommel 16 von der oben beschriebenen Drehzahl
durch die kritische Drehzahl zu einer Schleuderdrehzahl beschleunigt
wird, die hoch genug ist, um Wasser aus der in der Trommel 16 mitgeführten Ladung
abzuziehen. Gegenwärtig
betragen die Schleuderdrehzahlen üblicherweise 1400 bis 1600
U/min. Es ist vorteilhaft, falls die Beschleunigungsrate der Trommel 16 bei
einer mäßigen Rate
gehalten wird: eine Rate der Drehzahlsteigerung von zwischen 5 und
50 U/min pro Sekunde wird allgemein als vorteilhaft betrachtet,
wobei eine Steigerungsrate von 5 bis 15 U/min/s noch vorteilhafter
ist. Also wird im Betrieb die Drehzahl der Trommel 16 mit
einer Rate von zwischen 5 und 50 U/min/s (vorzugsweise zwischen
5 bis 15 U/min/s) von der oben erwähnten verhältnismäßig hohen Drehzahl auf eine
geeignete Schleudergeschwindigkeit (typischerweise 1400 bis 1600 U/min)
gesteigert, ohne die Auswuchtmassen 80a, 80b aneinander
oder an der Außenwand 54 der
Kammer 56 einzuspannen oder anderweitig zu verriegeln. Auf
diese Weise wird das Auslenken der Trommel 16 bei der kritischen
Drehzahl, im Vergleich mit anderen Systemen, verringert. Dies ermöglicht,
dass die Abmessungen der Trommel 16 für eine beliebige gegebene Waschmaschinengröße auf ein
Maximum erhöht
werden und/oder die Gefahr einer Beschädigung, die auftritt, wenn
große
Ladungen bei hohen Drehzahlen geschleudert werden, auf ein Minimum verringert
wird. Oberhalb der kritischen Drehzahl nehmen die Massen 80a, 80b selbsttätig Positionen ein,
die, wie gut bekannt ist, jegliche in der Trommel 16 vorhandene
Unwucht auswuchten werden.
-
Wahlweise
kann eine Sensorvorrichtung 27 (in 1 in gestrichelten
Linien gezeigt) mit dem Motor 26 verbunden sein. Die Sensorvorrichtung 27 fühlt den
durch den Motor 26 aufgenommenen Strom und/oder die Laufgeschwindigkeit
des Motors 26 ab. Da die Massen 80a, 80b unterschiedliche
relative Positionen einnehmen und folglich mit der Zeit eine größere oder
kleinere Auswuchtwirkung ausüben,
wird entweder ein minimaler durch dem Motor 26 aufgenommener
Strom oder eine maximale Drehgeschwindigkeit des Motors 26 eine
Position einer größten Auswuchtwirkung
anzeigen. An diesen Positionen wird das Auslenken der Trommel 16 für eine gegebene
Drehzahl bei einem Minimum liegen. Es wird angenommen, dass es vorteilhaft
ist, abzufühlen, wann
diese Zeiträume
minimalen Auslenkens auftreten, und die Beschleunigung der Trommel 16 auf
die erforderliche Schleudergeschwindigkeit zu einem Zeitpunkt zu
beginnen, wenn das Auslenken an oder nahe einem Minimum liegt. Versuchsergebnisse
haben gezeigt, dass das Beginnen des Beschleunigens zu einem solchen
Zeitpunkt in vielen Fällen
vorteilhaft ist.
-
Bei
einem Verfahren zum Betreiben der Waschmaschine von 1 wird,
wenn gewünscht wird,
die Trommel mit Drehzahlen zu drehen, die hoch genug sind, um durch
Schleudern Waschlauge oder Spülwasser
abzuziehen, zuerst die Trommel mit einer Drehzahl gedreht, die ausreichend
ist, um die Waschladung an die Wände
der Trommel zu heften, aber unterhalb der kritischen Drehzahl. Es
wird ermöglicht,
dass sich die Massen 80a, 80b frei um die Welle 24 drehen,
obwohl der Eingriff des Stifts 94b an den Widerlagerflächen 90a, 92a verhindert,
dass die Masse 80b der Masse 80a überhaupt
voreilt oder der Masse 80a um mehr als 180° nacheilt.
Der Unterschied in der viskosen Kupplung zwischen der Außenwand 54 der
Kammer 56 und jeder der Massen 80a, 80b bewirkt,
dass sich die Massen anfangs auseinanderspreizen. Danach werden
sich die Massen 80a, 80b unter dem Einfluss verschiedener
Kräfte neu
verteilen und werden periodisch Positionen einnehmen, die Maxima
und Minima des Auslenkens der Trommel 16 und der Welle 24 verursachen.
Falls der Motor 26, wie oben beschrieben, eine an denselben
gekoppelte Sensorvorrichtung 27 hat, werden die Drehzahl
und/oder der durch den Motor 26 aufgenommene Strom überwacht,
und ein Minimalwert jeder Eigenschaft wird abgefühlt. Danach wird die Trommel 16 auf
die gewünschte
Schleuderdrehzahl beschleunigt. Dies wird unvermeidlich erfordern, dass
die Drehgeschwindigkeit durch die kritische Drehzahl hindurchgeht,
bei der das Auslenken der Trommel 16 am größten ist.
Die Beschleunigungsrate liegt zwischen 5 und 15 U/min/s, könnte aber
bis zu 50 U/min/s betragen. Dadurch, dass den Massen 80a, 80b während des
Beschleunigungsschritts die Freiheit zum Drehen um die Welle 24 gewährt wird, wird
das maximale Auslenken so niedrig wie möglich gehalten. Auch durch
das Beginnen der Beschleunigung der Trommel 16 von der
niedrigeren Drehzahl an einem Punkt, an dem das Auslenken an oder
nahe einem Minimum ist (wie durch den Sensor 27 abgefühlt), wird
das durch die Trommel 16 erfahrene Auslenken bei der kritischen
Drehzahl auf ein Minimum verringert. Oberhalb der kritischen Drehzahl
positionieren sich die Massen 80a, 80b, wie gut
bekannt ist, selbst so, dass sie die unwuchtige Ladung innerhalb der
Trommel 16 auswuchten, und so wird das Auslenken der Trommel 16 bei
Drehzahlen oberhalb der kritischen stark verringert und in einigen
Fällen
beseitigt.
-
Es
ist vorteilhaft, das maximale Auslenken der Trommel 16 bei
einem Minimum zu halten, weil eine geringere Vorkehrung für das Auslenken
in die Maschine eingebaut werden muss und folglich die Größe der Trommel 16 im
Vergleich zu anderen Maschinen gesteigert werden kann. Die Gefahr
einer Beschädigung,
die auf Grund eines übermäßigen Auslenkens
der Trommel 16 auftritt, wird ebenfalls verringert.
-
Eine
zweite Ausführungsform
der Erfindung wird in 5, 6 und 7 illustriert. 5 ist eine
aufgeschnittene Vorderansicht einer automatischen Auswuchtvorrichtung 150,
die eine Außenwand 154 hat,
die eine zylindrische Kammer 156 begrenzt. Eine Welle 124,
die um eine Achse 118 gedreht werden kann, geht durch die
Kammer 156 hindurch. Zwei Auswuchtmassen 180a, 180b sind über Lager 158 so
an der Welle 124 angebracht, dass sie frei um die Welle 124 gedreht
werden können.
Die Auswuchtmassen 180a, 180b sind so geformt,
dass sie mit der Entfernung von der Welle 124 in der Breite zunehmen.
Wie bei den in 2, 3 und 4 illustrierten Massen 80a, 80b ist
die Wirkung davon, den Schwerpunkt jeder Auswuchtmasse 180a, 180b mit
Abstand weg von der Achse 118 anzuordnen.
-
Zwischen
den Auswuchtmassen 180a, 180b ist ein Bund 190 angeordnet,
der so geformt und bemessen ist, dass er auf der Welle 124 getragen
wird und sich frei um dieselbe drehen kann. Von einer ersten ringförmigen Fläche 192a des
Bundes 190 stehen zwei diametral gegenüberliegende Stifte 194a nach
außen
vor. Ein einzelner Stift 194b steht von einer zweiten ringförmigen Fläche 192b des
Bundes 190 nach außen
vor, wobei der Stift 194b mit einem der Stifte 194a ausgerichtet
ist. Die Stifte 194a, 194b stehen ausreichend
weit von den jeweiligen ringförmigen
Flächen 192a, 192b vor,
um mit den Auswuchtmassen 180a, 180b ineinanderzugreifen,
wenn sie sich um die Welle 124 drehen.
-
Die
Abmessungen des Bundes 190 und die Anordnung der Stifte 194a, 194b auf
demselben sind derart, dass die Stifte 194a mit wenig oder
gar keinem Spiel, wie in 5 gezeigt, an die Kanten der Auswuchtmasse 180a anstoßen. Folglich
wird der Bund 190 in einer wesentlich unbeweglichen Position in
Bezug auf die Auswuchtmasse 180a festgehalten. Da jedoch
auf die Auswuchtmasse 180b nur durch den einzelnen Stift 194b eingewirkt
wird, ist sie in der Lage, sich im Verhältnis zur Auswuchtmasse 180a zwischen
einer ersten Position, in der die Massen 180a, 180b ausgerichtet
sind, und einer zweiten Position, in der die Massen 180a, 180b einander
diametral gegenüberliegen,
zu bewegen. Die Anordnung des Stifts 194b ist derart, dass
es der Masse 180a nicht ermöglicht wird, hinter der Masse 180b zurückzubleiben.
Wie bei der vorherigen Ausführungsform ist
die viskose Kupplung zwischen der Außenwand 154 und der
Masse 180a höher
als diejenige zwischen der Außenwand 154 und
der Masse 180b. Dies kann auf eine beliebige geeignete
Weise erreicht werden.
-
Ein
Weg, um die viskose Kupplung zwischen der Außenwand 154 und den
jeweiligen Massen 180a, 180b zu variieren, wird
in 8a illustriert. Hier ist die Masse 180a so
angeordnet, dass sie der Außenwand 154 näher ist
als die Masse 180b. Ein alternativer Weg, um zu sichern,
dass die viskose Kupplung zwischen der Außenwand 154 und der
Masse 180a höher
ist als diejenige zwischen der Außenwand 154 und der
Masse 180b, ist es, die Oberfläche der Masse 180a,
wie in 8b illustriert, mit einer ungleichmäßigen oder
texturierten Ausführung
zu versehen. Diese unebene Ausführung
muss, falls gewünscht,
nur auf den Teil der Oberfläche
der Masse 180a aufgebracht sein, der zur Außenwand
zeigt, obwohl mehr von der Oberfläche auf diese Weise ausgeführt sein
kann. Weitere alternative Mittel, um zu sichern, dass die viskose
Kupplung zwischen der Außenwand 154 und
der Masse 180a höher
ist als diejenige zwischen der Außenwand 154 und der
Masse 180b, werden einem fachkundigen Leser offensichtlich
sein.
-
Bei
den oben beschriebenen Ausführungsformen
sind nur zwei Auswuchtmassen bereitgestellt worden. Es ist möglich, mehr
als zwei Massen bereitzustellen, und eine Anordnung, welche die
Verwendung von drei Massen zeigt, wird in 9 gezeigt. Jede
Masse 280a, 280b, 280c ist in einer Kammer 256 an
einer Welle 254 so angebracht, dass sie frei um dieselbe
gedreht werden kann. Bünde 290a, 290b sind,
wie gezeigt, zwischen jedem Paar von Massen 280a, 280b und 280b, 280c angebracht.
Die Bünde 290a, 290b sind ähnlich dem
in 6 gezeigten und oben beschriebenen Bund 190 und
arbeiten auf die gleiche Weise. Es ist jedoch zu bemerken, dass
die Seite jedes Bundes 290a, 290b, von der zwei
diametral gegenüberliegende
Stifte vorstehen, so angeordnet ist, dass sie zur zentralen Masse 280b zeigt.
Dies sichert, dass die anderen Massen 280a, 280c daran
gehindert werden, der zentralen Masse 280b vorzueilen oder
hinter der Masse 280b um mehr als 180° zurückzubleiben. Um zu sichern,
dass die viskose Kupplung zwischen der Außenwand 254 der Kammer 256 und
der zentralen Masse 280c höher ist als die viskose Kupplung
zwischen der Außenwand 254 der
Kammer 256 und den äußeren Massen 280a, 280c,
werden an der Außenkante
der Masse 280b Rippen 281 bereitgestellt. Die
distalen Kanten der Rippen 281 liegen sehr nahe an der
Außenwand 254 der
Kammer 256 und gewährleisten
eine hohe viskose Kupplung für
die zentrale Masse 280b.
-
Jede
der oben beschriebenen Ausführungsformen
macht Gebrauch von mehreren Auswuchtmassen, die identisch zueinander
sind. Damit ist gemeint, dass die Massen in der Form identisch sind und
aus einem Material der gleichen Dichte hergestellt sind, so dass
die Schwerpunkte jeder Masse am gleichen Punkt liegen. Weiter oben
sind unterschiedliche Anordnungen beschrieben worden, um zu sichern,
dass die erste (führende)
Masse eine viskose Kupplung mit der Wand der Kammer hat, die sich
von derjenigen der oder jeder anderen Masse unterscheidet. Jedoch
ist es auf unterschiedliche Weisen möglich, dafür zu sorgen, dass die erste
Masse der oder jeder anderen Masse immer voreilt. Eine solche Weise
ist es, die erste Masse mit einem niedrigeren Trägheitsmoment zu versehen als
die oder jede andere Masse. Dies kann dadurch erreicht werden, dass
gesichert wird, dass der Schwerpunkt der ersten Auswuchtmasse näher an der
Achse der Kammer liegt als der Schwerpunkt der oder jeder anderen
Masse. Ein Weg, dies zu erreichen, ist es, dafür zu sorgen, dass die Masse
der ersten Auswuchtmasse niedriger ist als die der oder jeder anderen
Auswuchtmasse. Dies ist dadurch möglich, dass die erste Auswuchtmasse
(oder ein Teil derselben) aus einem Material gefertigt wird, das
eine niedrigere Dichte hat als die der anderen Auswuchtmasse oder
-massen, durch Versehen des Massenabschnitts 382a der ersten Auswuchtmasse 380a mit
einem oder mehreren Hohlräumen 383a (siehe 10a) oder durch Versehen der ersten Auswuchtmasse 480a mit
einer Zahl von die Masse mindernden Durchgangslöchern 481a (siehe 10b). Alternativ dazu kann der Massenabschnitt 582a der
ersten Auswuchtmasse 580a so geformt und konfiguriert sein,
dass der Schwerpunkt, in Bezug auf die oder jede andere Auswuchtmasse, näher an der
Achse 518 liegt als der jeder anderen im gleichen System
verwendete Auswuchtmasse (siehe 10c,
worin die Form des Massenabschnitts 582b einer anderen
Auswuchtmasse in gestricheltem Umriss gezeigt wird). Bei dieser
Anordnung ist vorgesehen, dass die Masse jeder Auswuchtmasse die
gleiche ist wie die der anderen Auswuchtmassen.
-
Es
ist folglich zu sehen, dass die erste Auswuchtmasse so angeordnet
sein kann, dass sie der oder jeder verbleibenden Auswuchtmasse voreilt,
dadurch, dass sie entweder mit einer höheren viskosen Kupplung mit
der Kammerwand oder mit einem niedrigeren Trägheitsmoment als die oder jede
verbleibende Auswuchtmasse versehen wird. Andere Mittel, um dafür zu sorgen,
dass die erste Auswuchtmasse der oder jeder verbleibenden Auswuchtmasse
voreilt, werden einem fachkundigen Leser offensichtlich sein.
-
Der
fachkundige Leser wird ebenfalls erkennen, dass es möglich ist,
sich nur auf die Mittel zu verlassen, die dafür sorgen, dass die erste Auswuchtmasse
der oder jeder verbleibenden Auswuchtmasse voreilt, und auf alle
weiteren Einspannmittel zu verzichten, die physisch verhindern werden,
dass die erste Auswuchtmasse der oder einer beliebigen anderen Auswuchtmasse
nacheilt. Unter Bezugnahme auf die in 1 bis 4 gezeigte Ausführungsform verhindert das Anstoßen des
Stifts 92a an die Widerlagerfläche 90a, dass die
erste Auswuchtmasse 80a der zweiten Auswuchtmasse 80b nacheilt.
Es ist jedoch möglich,
sich auf die höhere
viskose Kupplung zwischen der ersten Auswuchtmasse 80a und
der Kammerwand 54 zu verlassen, um zu sichern, dass die
erste Auswuchtmasse 80a der zweiten Auswuchtmasse 80b voreilt,
und so kann auf die Widerlagerfläche 90a verzichtet
werden. Eine ähnliche
Veränderung
könnte
an der in 5 bis 10 illustrierten Ausführungsform
vorgenommen werden.
-
Der
Rahmen der Erfindung ist nicht auf die weiter oben beschriebenen
Ausführungsformen
begrenzt. Es wird zu erkennen sein, dass die Form der Auswuchtmassen
fast unendlich variiert werden kann, so lange die wesentliche Auswuchtfunktion
erreicht wird. In der Tat können
sich die in einer einzelnen automatischen Auswuchtvorrichtung, wie
weiter oben beschrieben, bereitgestellten Auswuchtmassen voneinander
unterscheiden und müssen
nicht identisch sein. Unterschiedliche Zahlen von Massen können bereitgestellt
werden, und alternative Mittel zum Einspannen der relativen Position
der Massen können
bereitgestellt werden. Eine weitere, innerhalb des Rahmens der Erfindung
erwogene, alternative Anordnung ist die Verwendung der Rückwand der Trommel,
um einen Teil der Außenwand
der Kammer der automatischen Auswuchtvorrichtung zu bilden. Andere
Variationen werden einem fachkundigen Leser offensichtlich sein.