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Die
vorliegende Erfindung betrifft Oberflächenverbesserungszusammensetzungen,
welche in wärmehärtenden
Zusammensetzungen, zum Beispiel, Formverbindungen auf Basis von
ungesättigten
Polyestern und Vinylestern, nützlich
sind. Sie betrifft auch wärmehärtende Zusammensetzungen,
welche die Oberflächenverbesserungszusammensetzungen
enthalten.
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Bei
mehreren Gruppen von Verbindungen wurde festgestellt, dass sie die
Glattheit der Oberfläche
von geformten verstärkten
Verbundstoffen auf Basis von Polyestern und Vinylestern verbessern.
Diese Verbindungen haben verschiedene Zusammensetzungen und sie
schließen
Epoxyverbindungen, mehrfach verkappte Oligomeraddukte von langkettigen
Fettsäuren
mit mehreren Hydroxyfunktionalitäten
oder mehreren Epoxyfunktionalitäten,
und andere Verbindungen ein. Vgl. Atkins, U.S. Patent Nr. 4,525,498.
Diese Verbindungen verbessern, wenn sie mit thermoplastischen Additiven,
wie thermoplastischen Zusammensetzungen auf Basis von Polyvinylacetat,
verwendet werden, die Beschränkung
des Schrumpfens und die Glattheit der Oberfläche von geformten verstärkten Verbundstoffen
auf Basis von Polyestern und Vinylestern.
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Trotz
der Verbesserung der Glattheit der Oberfläche, die diese Zusammensetzungen
den geformten wärmehärtenden
Zusammensetzungen, wie verstärkten
Verbundstoffen auf Basis von Polyestern und Vinylestern, verleihen,
geben derartige geformte Verbundstoffe keine solche glatte Oberfläche wie
Metalle. Deshalb besteht ein Bedarf zur weiteren Verbesserung der
Glattheit der Oberfläche
derartiger geformter Verbundstoffe.
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Die
vorliegende Erfindung ist eine Zusammensetzung, umfassend ein Gemisch
aus zwei oder mehreren Epoxid enthaltenden, die Zusammensetzungen,
die aus epoxidierten Pflanzenölen,
epoxidierten Alkylestern oder cycloaliphatischen Epoxiden ausgewählt sind.
In einer anderen Ausführungsform
ist die Erfindung ein Gemisch aus einem oder mehreren epoxidierten
Pflanzenölen,
epoxidierten Alkylestern oder cycloaliphatischen Epoxiden mit einem
oder mehreren aromatischen Epoxiden oder mit der Epoxygruppe funktionalisierten
Polyoxyalkylenpolyolen. Die Bezugnahme auf zwei oder mehrere Epoxidzusammensetzung
enthaltenden Zusammensetzungen, die aus epoxidierten Pflanzenölen, epoxidierten
Alkylestern und cycloaliphatischen Epoxiden ausgewählt sind,
bedeutet, dass zwei Zusammensetzungen aus einer oder mehr als einer
der aufgeführten
Gruppen ausgewählt
sind. Die Verwendung des Wortes "Zusammensetzung" bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass das ausgewählte
Material ein Gemisch von Verbindungen sein kann. In einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Epoxidzusammensetzung mehr als 50 Gew.-% von einer oder
mehreren Epoxidzusammensetzungen, umfassend epoxidierte Pflanzenöle, epoxidierte
Alkylester oder cycloaliphatische Epoxide und 50 Gew.-% oder weniger
aromatische Epoxide oder mit der Epoxygruppe funktionalisierte Polyoxyalkylenpolyole.
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In
einer anderen Ausführungsform
ist die Erfindung eine Epoxyharzzusammensetzung, umfassend zwei
oder mehrere Epoxyharzzusammensetzungen, ausgewählt aus epoxidierten Pflanzenölzusammensetzungen,
epoxidierten Alkylesterzusammensetzungen, cycloaliphatischen Epoxidzusammensetzungen,
aromatischen Epoxidzusammensetzungen und Polyoxyalkylenoxidzusammensetzungen,
wobei die Zusammensetzung eine durchschnittliche Oxiranzahl von
8,8 oder weniger und eine Viskosität von 1000 (1,0 Pa·s) cps oder
weniger aufweist.
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In
einer anderen Ausführungsform
ist die Erfindung eine Zusammensetzung, umfassend ein Gemisch aus
zwei oder mehreren Epoxidzusammensetzungen, wobei mindestens eine
aus epoxidierten Pflanzenölen, epoxidierten
Alkylestern oder cycloaliphatischen Epoxiden ausgewählt ist
und mindestens eine aus einem aromatischen Epoxid oder einem epoxidierten
Polyoxyalkylenpolyol ausgewählt
sein kann, wobei die durchschnittliche Oxiranzahl 8,8 oder weniger
und die Viskosität
1000 Centipoise (1 Pa·s)
oder weniger beträgt.
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Eine
stärker
bevorzugte Epoxyharzzusammensetzung umfasst zu einem Teil epoxidiertes
Leinsamenöl
und/oder Octylepoxytallat und ein flüssiges Epoxyharz. Vorzugsweise
ist der erste Teil in einer Menge von 50 Gew.-% oder mehr der Zusammensetzung
vorhanden. In einer anderen Ausführungsform
umfasst die Epoxidzusammensetzung ein Gemisch aus epoxidiertem Leinsamenöl und Octylepoxytallat.
Vorzugsweise sind die zwei Epoxidkomponenten in einem Gewichtsverhältnis von
3:1 bis 1:3, am stärksten
bevorzugt von 1:1, enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen Epoxidzusammensetzungen
sind als Additive für
Mittel zur Verbesserung der Oberfläche nützlich, welche in ungesättigten
wärmehärtenden
Harzzusammensetzungen, wie Zusammensetzungen auf Basis von Polyester-
und Vinylesterharzen, verwendet werden.
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In
einer anderen Ausführungsform
ist die Erfindung eine neue Zusammensetzung, die zur Verbesserung
der Oberfläche
von ungesättigten
wärmehärtenden
Harzzusammensetzungen verwendbar ist, wobei die Zusammensetzung
eine erfindungsgemäße Epoxyharzzusammensetzung,
ein thermoplastisches Additiv, umfassend ein thermoplastisches Polymer,
vorzugsweise mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 10000
bis 400000 g/g Mol; und eine Verbindung, die zum Lösen des
thermoplastischen Additivs und der Epoxyzusammensetzung fähig ist,
umfasst. Vorzugsweise ist eine derartige Verbindung ein vernetzendes
Monomer, das mit ungesättigten
wärmehärtenden
Harzen copolymerisiert werden kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist die Erfindung eine wärmehärtende Harzzusammensetzung,
umfassend:
- a) ein oder mehrere ungesättigte wärmehärtende Harze;
- b) ein oder mehrere vernetzende Monomere; und
- c) eine Oberflächenverbesserungszusammensetzung
wie hier beschrieben.
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Vorzugsweise
umfasst die Oberflächenverbesserungszusammensetzung
25 Gew.-Teile bis 45 Gew.-Teile, vorzugsweise 30 bis 40 Teile, von
100 Teilen der Komponenten a), b) und c).
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In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Erfindung Formteile, umfassend die Komponenten a), b)
und c), wobei die Oberfläche
des geformten Gegenstands, verglichen mit Formteilen, die den Teil
c) nicht enthalten, eine verbesserte Glattheit der Oberfläche aufweist.
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Erfindungsgemäße Gemische
von Epoxidverbindungen, wie ein Gemisch aus epoxidiertem Leinsamenöl und Octylepoxytallat,
stellen, wenn sie in einem wärmehärtenden
Verbundstoff, wie einem verstärkten Verbundstoff
auf Basis von Polyester oder Vinylester, verwendet werden, eine
verbesserte Glattheit der Oberfläche
einer geformten Platte aus dieser Zusammensetzung bereit. Außerdem stellt
ein 50/50-Gemisch aus zwei Epoxidverbindungen eine bessere Glattheit
der Oberfläche
bereit, als jede Epoxidverbindung allein oder als andere Mischungsverhältnisse
davon.
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Die
Oberflächenverbesserungszusammensetzung
umfasst ein thermoplastisches Additiv, welches in einer Menge von
12 bis 35 Gew.-Teilen, vorzugsweise von 16 bis 30 Gew.-Teilen, stärker bevorzugt
von 20 bis 27 Gew.-Teilen, vorliegt; eine Epoxidzusammensetzung,
welche in einer Menge von 12 bis 25 Gew.-Teilen, vorzugsweise von
32 bis 23 Gew.-Teilen, stärker
bevorzugt von 10 bis 16 Gew.-Teilen, vorliegt; ein vernetzendes Monomer,
welches in einer Menge von 40 bis 87 Gew.-Teilen, vorzugsweise von
47 bis 81 Gew.-Teilen, stärker bevorzugt
von 57 bis 70 Gew.-Teilen, vorliegt, wobei insgesamt 100 Gew.-Teile
vorliegen. Die Gewichte beziehen sich auf das Gewicht des thermoplastischen
Additivs, der Epoxidzusammensetzung und des vernetzenden Monomers.
Vorzugsweise wird die Menge für
jede Komponente so ausgewählt,
dass ein Einphasensystem gebildet wird.
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Die
ungesättigten
wärmehärtenden
Harze, welche zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, schließen
solche ungesättigten
polymeren Materialien ein, welche vernetzt werden können, wobei
wärmegehärtete Gegenstände erzeugt
werden. Typischerweise haben die ungesättigten wärmehärtenden Harze ein durchschnittliches
Molekulargewicht von mindestens 500, vorzugsweise von 500 bis 10000
g pro Gramm-Mol ("g/g-Mol"). Wie er hier verwendet
wird, bedeutet der Ausdruck das durchschnittliche Molekulargewicht
das Gewichtsmittel des Molekulargewichts. Verfahren zum Bestimmen
des Gewichtsmittels des Molekulargewichts sind den Fachleuten im
Fachgebiet bekannt. Ein bevorzugtes Verfahren zum Bestimmen des
Gewichtsmittels des Molekulargewichts ist die Gelpermeationschromatographie.
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Typische
ungesättigte
wärmehärtende Harze
schließen,
zum Beispiel, Polyester, Vinylester, Epoxydiacrylate, Polyesterdiacrylate,
Polyurethandiacrylate, mit Acrylat verkappte Polyurethanpolyacrylate,
acrylierte Polyacrylate, acrylierte Polyether und dergleichen ein.
Besonders bevorzugte wärmehärtende Harze
schließen Polyester
und Vinylester ein. Wie er hier verwendet wird, schließt der Ausdruck "Polyester" Vinylester ein.
Derartige ungesättigte
wärmehärtende Harze
sind im Handel erhältlich
oder können
alternativ leicht durch Fachleute im Fachgebiet hergestellt werden.
Beispiele für
geeignete ungesättigte
wärmehärtende Harze
zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung sind, zum Beispiel, in den U.S. Patenten Nrs. 4,172,059
und 4,942,001 beschrieben.
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In
den erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
können
ein oder mehrere ungesättigte
wärmehärtende Harze
verwendet werden. Die gesamte Menge der ungesättigten wärmehärtenden Harze in den erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
beträgt
typischerweise von 15 bis 80 Gew.-Teile, vorzugsweise von 20 bis
60 Gew.-Teile, stärker
bevorzugt von 25 bis 50 Gew.-Teile,
bezogen auf das Gewicht des ungesättigten wärmehärtenden Harzes, des thermoplastischen
Additivs, der Epoxidzusammensetzung und des vernetzenden Monomers.
Weitere Einzelheiten betreffend die Auswahl und die Mengen der ungesättigten
wärmehärtenden
Harze sind Fachleuten im Fachgebiet bekannt.
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Die
vernetzenden Monomere, welche gemäß der vorliegenden Erfindung
zur Verwendung geeignet sind, schließen Materialien ein, welche
mit den ungesättigten
wärmehärtenden
Harzen copolymerisierbar sind. Das vernetzende Monomer dient auch
zum Lösen
des wärmehärtenden
Harzes, wobei seine Wechselwirkung mit den anderen Komponenten der
Formzusammensetzung erleichtert wird. Vorzugsweise enthält das Monomer
eine olefinisch ungesättigte
Bindung, stärker
bevorzugt eine ethylenisch ungesättigte
Bindung. Typische olefinisch ungesättigte Monomere schließen, zum
Beispiel, Styrol, Vinyltoluolisomere, Methylmethacrylat, Acrylnitril
und substituierte Styrole, wie, zum Beispiel, Chlorstyrol und α-Methylstyrol,
ein. Multifunktionelle Monomere, wie, zum Beispiel, Divinylbenzol
oder multifunktionelle Acrylate oder Methacrylate, können auch
verwendet werden. Styrol ist ein bevorzugtes Monomer zur Verwendung
in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.
In den erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
können
ein oder mehrere vernetzende Monomere verwendet werden. Typischerweise
beträgt
die gesamte Menge des vernetzenden Monomers 20 bis 80 Gew.-Teile,
vorzugsweise 30 bis 65 Gew.-Teile, stärker bevorzugt 40 bis 55 Gew.-Teile,
bezogen auf das Gewicht des ungesättigten wärmehärtenden Harzes, des thermoplastischen
Additivs, der Epoxyharzzusammensetzung und des vernetzenden Monomers.
Derartige Monomere sind ohne weiteres im Handel erhältlich. Weitere
Einzelheiten betreffend die Auswahl und die Mengen der vernetzenden
Monomere sind den Fachleuten im Fachgebiet bekannt.
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In
den erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
kann ein oder können
mehrere thermoplastische Additive verwendet werden. Typischerweise
beträgt
die gesamte Menge des thermoplastischen Additivs 3 bis 30 Teile,
vorzugsweise 5 bis 25 Teile, stärker
bevorzugt 8 bis 20 Teile, bezogen auf das Gewicht des ungesättigten
wärmehärtenden
Harzes, des thermoplastischen Additivs, der Epoxidzusammensetzung
und des vernetzenden Monomers. Beispiele für die thermoplastischen Additive,
welche zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, sind, zum Beispiel, in dem U.S. Patent
Nr. 4,172,059 beschrieben. Derartige thermoplastische Additive sind
im Handel erhältlich
oder sie können
alternativ von Fachleuten im Fachgebiet hergestellt werden. Weitere
Einzelheiten betreffend die Auswahl und die Mengen der thermoplastischen Additive
sind Fachleuten im Fachgebiet bekannt.
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Die
durchschnittlichen Molekulargewichte der thermoplastischen Additive
in der vorliegenden Erfindung betragen 10000 g/g-Mol oder größer, vorzugsweise
25000 oder größer, stärker bevorzugt
von 50000 oder größer, am
stärksten
bevorzugt 80000 oder größer. Die
durchschnittlichen Molekulargewichte betragen vorzugsweise 400000
g/g-Mol oder weniger, stärker
bevorzugt 300000 oder weniger, noch stärker bevorzugt 250000 oder
weniger, am stärksten
bevorzugt 200000 oder weniger. Diese thermoplastischen Additive
können in
Verbindung mit Materialien mit niedrigerem Molekulargewicht, welche
ihre Fähigkeit
zur Beschränkung
des Schrumpfens steigern, wie Epoxidverbindungen, sekundäre Monomere
mit niedrigerer Reaktivität
und andere, verwendet werden. Beispiele für derartige Ansätze sind
in den U.S. Patenten Nrs. 4,525,498, 4,755,557 und 4,374,215 offenbart.
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Die
erfindungsgemäßen Epoxidverbindungen
können
auf aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Gerüsten basieren.
Bevorzugte Epoxyharze sind bei Raumtemperatur flüssig. Eine Klasse von bevorzugten
Epoxyharzen sind epoxidierte Pflanzenöle. Pflanzenöle sind
natürlich
vorkommende Triglyceride (Triester von Glycerin und gemischten ungesättigten
Fettsäuren).
Zu den bevorzugten Pflanzenölen
zählen Leinsamenöl, Sojabohnenöl, Safloröl, Maisöl, Baumwollsamenöl, Rapssamenöl und Erdnussöl. Diese Öle können unter
Verwendung von Verfahren, die Fachleuten im Fachgebiet gut bekannt
sind, an ungesättigten
Stellen epoxidiert werden, wobei epoxidierte Pflanzenöle hergestellt
werden. Stärker
bevorzugte Pflanzenöle
sind Sojabohnen- und Leinsamenöl,
wobei Leinsamenöl
am stärksten
bevorzugt wird. Es können
synthetische Formen oder raffinierte Formen dieser epoxidierten
Pflanzenöle
in der Erfindung verwendet werden.
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Epoxidierte
Alkylester sind epoxidierte Formen von natürlichen Estern von Fettsäuren. Bevorzugte
epoxidierte Alkylester sind von Alkylestern von Öl- oder Tallölfettsäuren oder
von Alkylepoxystearaten abgeleitet. Eine stärker bevorzugte Klasse sind
die epoxidierten Tallölfettsäuren, allgemein
als Epoxytallate bezeichnet. Synthetische oder raffinierte Formen
von epoxidierten Alkylestern können
in der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Cycloaliphatische
Epoxide, wie sie hier verwendet werden, beziehen sich auf Epoxidzusammensetzungen,
welche Verbindungen mit cycloaliphatischen Harzen mit einem Oxiranring
enthalten, welcher an den cycloaliphatischen Ring gebunden oder
kondensiert ist. Vorzugsweise ist der Oxiranring an den cycloaliphatischen
Ring kondensiert. Ein stärker
bevorzugter cycloaliphatischer Ring ist ein Epoxycyclohexan (Epoxycyclohexyl),
das durch die Formel
wiedergegeben ist.
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Bevorzugte
cycloaliphatische Epoxid enthaltende Zusammensetzungen enthalten
Verbindungen mit einem Durchschnitt von einem oder mehreren, vorzugsweise
im Durchschnitt zwei oder mehreren cycloaliphatischen Einheiten
mit kondensierten oder gebundenen Epoxygruppen. Unter den bevorzugten
cycloaliphatischen Epoxiden sind 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexancarboxylat,
erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Handelsbezeichnung ERL-4221E;
Bis(3,4-epoxycyclohexylmethyl)adipat, erhältlich von The Dow Chemical
Company unter der Handelsbezeichnung ERL-4299 und 1,2-Epoxy-4-vinylcyclohexan,
erhältlich
von The Dow Chemical Company.
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Aromatische
Epoxide, wie sie hier verwendet werden, beziehen sich auf Zusammensetzungen,
welche Verbindungen mit aromatischen Einheiten mit daran gebundenen
Epoxyeinheiten enthalten. Unter den bevorzugten aromatischen Epoxiden
sind aromatische Epoxide auf Basis von Novolak und Bisphenol. Typische
bevorzugte Bisphenolharze, welche in der vorliegenden Erfindung
nützlich
sind, sind die in dem U.S. Patent Nr. 5,308,895, Spalte 8, Zeile
6 offenbarten und durch die Formel 6 wiedergegebenen Verbindungen.
Relevante Teile des Patents sind durch die Bezugnahme hier eingeschlossen.
Vorzugsweise ist das aromatische Epoxid ein flüssiges Epoxyharz. Die am stärksten bevorzugten
aromatischen Epoxyharze sind Epoxyharze auf Basis von Bisphenol-A
und Bisphenol-F.
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Die
Polyoxyalkylenpolyole mit endständigem
Epoxid umfassen Zusammensetzungen, welche Verbindungen enthalten,
wobei eine Polyoxyalkylenkette mit einer oder mehreren Epoxideinheiten
funktionalisiert ist. Die Polyoxyalkylenketten werden vorzugsweise
aus einem oder mehreren Alkylenoxiden hergestellt. Typische Beispiele
für Epoxyharze
auf Basis von Polyalkylen sind die in dem U.S. Patent Nr. 5,308,895,
Spalte 8, Zeile 9 und der Formel 9 und der nachstehenden Beschreibung
beschriebenen Harze. Vorzugsweise ist das Polyoxyalkylenepoxid von
einem Ethylenoxid, Propylenoxid oder einem Gemisch davon abgeleitet.
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In
einer Ausführungsform
umfassen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
vorzugsweise ein Gemisch aus zwei oder mehreren Epoxidzusammensetzungen,
wobei wenigstens zwei aus verschiedenen Gruppen, umfassend epoxidierte
Pflanzenöle,
epoxidierte Alkylester und cycloaliphatische Epoxide, ausgewählt sind.
Ein am stärksten
bevorzugtes Gemisch ist ein Gemisch aus einem epoxidierten Pflanzenöl und einem
epoxidierten Alkylester. Vorzugsweise ist wenigstens ein Epoxid
in der Zusammensetzung ein epoxidiertes Pflanzenöl. Vorzugsweise sind alle Epoxide,
welche in den Zusammensetzungen enthalten sind, aus epoxidiertem
Pflanzenöl,
epoxidierten Alkylestern und cycloaliphatischen Epoxiden ausgewählt. Stärker bevorzugt enthält das verwendete
Gemisch von Epoxiden ein epoxidiertes Pflanzenöl und am stärksten bevorzugt epoxidiertes
Leinsamenöl.
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Es
wurde festgestellt, dass ein Gemisch von Epoxiden, welches eine
Oxiranzahl von 8,8 oder weniger und eine Viskosität von 1000
Centipoise oder weniger hat, eine Oberflächenwelligkeit aufweist, die
mindestens 10 % kleiner ist, als wenn eine oder beide Epoxidzusammensetzungen
eine Oxiranzahl von größer als
8,8 und eine Viskosität
von größer als
1000 Centipoise aufweisen.
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Vorzugsweise
umfasst das Gemisch von Epoxidzusammensetzungen mindestens 25 Gew.-%
von mindestens 2 Epoxidzusammensetzungen, bezogen auf das Gewicht
der Epoxidzusammensetzungen, stärker bevorzugt
33 Gew.-% von mindestens zwei Epoxidzusammensetzungen, am stärksten bevorzugt
45 Gew.-% oder mehr von mindestens zwei Epoxidzusammensetzungen.
Vorzugsweise enthält
das Gemisch von Epoxidzusammensetzungen nicht mehr als 75 % von
einer der Epoxidzusammensetzungen, bezogen auf das Gewicht der Epoxidzusammensetzungen,
stärker
bevorzugt nicht mehr als 67 Gew.-% einer Epoxidzusammensetzung,
noch stärker
bevorzugt nicht mehr als 55 Gew.-% oder weniger. In einer am stärksten bevorzugten Ausführungsform
ist das Epoxidgemisch ein Gemisch aus 50 % einer Epoxidzusammensetzung
und 50 % einer zweiten Epoxidzusammensetzung.
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Die
bevorzugte Konzentration der gesamten Epoxidverbindungen beträgt 1 bis
25 Teile pro 100 Teile der Epoxidzusammensetzung des wärmehärtenden
Harzes, des vernetzenden Monomers und des thermoplastischen Additivs,
stärker
bevorzugt 2 bis 10 Teile pro 100 Teile, noch stärker bevorzugt 3 Teile bis
8 Teile pro 100 Teile.
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In
den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
auch Verdickungsmittel verwendet werden. Derartige Materialien sind
im Fachgebiet bekannt und sie schließen die Oxide und Hydroxide
der Metalle der Gruppe I, II und III des Periodensystems ein. Beispiele
für bevorzugte
Verdickungsmittel schließen
Magnesiumoxid, Calciumoxid, Calciumhydroxid, Zinkoxid, Bariumoxid,
Magnesiumhydroxid und dergleichen, einschließlich der Gemische davon, ein.
Die Verdickungsmittel werden gewöhnlich
in Anteilen von etwa 0,1 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des
wärmehärtenden
Harzes, des vernetzenden Monomers, des thermoplastischen Additivs
und der Epoxidzusammensetzung, verwendet.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann ein duales Verdickungssystem verwendet werden, wobei, zum Beispiel,
ein metallisches Oxid oder Hydroxid und Polyisocyanat verwendet
werden, wobei Polyisocyanat in solchen Mengen verwendet wird, die
genügen,
um sich mit mindestens 30 % der Hydroxylgruppen, aber mit nicht
mehr als 105 % der vorhandenen Hydroxylgruppen umzusetzen, und eine
Menge von Metalloxid oder Hydroxid verwendet wird, die genügt, um sich
mit mindestens 30 % der Carboxylgruppen, aber mit nicht mehr als
75 % der vorhandenen Carboxylgruppen, umzusetzen.
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Die
Faserverstärkungen,
die oft in den erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
verwendet werden, können,
zum Beispiel, jede im Fachgebiet bekannte Verstärkung zur Verwendung in Formzusammensetzungen
sein. Beispiele für
derartige Materialien sind Glasfasern oder Gewebe, Kohlenstofffasern
und -gewebe, Asbestfasern oder -gewebe, verschiedene organische
Fasern und Gewebe, wie die aus Polypropylen, Acrylnitril/Vinylchlorid-Copolymer
hergestellten, und andere im Fachgebiet bekannte Materialien. Diese
verstärkenden
Materialien werden typischerweise in den Formzusammensetzungen mit
einem Anteil von 5 bis 80 Gew.-Teilen, bezogen auf das gesamte Gewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise von 15 bis 50 Gew.-Teilen, angewendet.
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Außer den
vorstehend beschriebenen Bestandteilen enthalten die erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
häufig
auch ein Pigment. Die Menge des Pigments kann, in Abhängigkeit
von der speziellen Formzusammensetzung und dem verwendeten Pigment,
stark variieren. Das Pigment wird typischerweise in dem Bereich
von 0,5 bis 15 Gew.-Teilen, bezogen auf das gesamte Gewicht der
Zusammensetzung, verwendet.
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Die
erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
können
auch ein oder mehrere andere übliche Additive
enthalten, welche für
ihre bekannten Zwecke in den Mengen, die den Fachleuten im Fachgebiet
bekannt sind, verwendet werden. Nachstehend werden derartige Additive
erläutert:
- 1. Polymerisationsinitiatoren, wie t-Butylhydroperoxid,
t-Butylperbenzoat, Benzoylperoxid, t-Butylperoctoat, Cumenhydroperoxid, Methylethylketonperoxid,
Peroxyketale und andere Verbindungen, von denen im Fachgebiet bekannt
ist, dass sie die Umsetzung zwischen dem olefinisch ungesättigten
Monomer und dem wärmehärtenden
Harz katalysieren. Der Polymerisationsinitiator wird in einer katalytisch
wirksamen Menge, wie von 0,3 bis 3 Teilen, bezogen auf das Gewicht
des ungesättigten
wärmehärtenden
Harzes, des thermoplastischen Additivs und des vernetzenden Monomers,
verwendet.
- 2. Füller,
wie Ton, Aluminiumoxidtrihydrat, Kieselsäure, Calciumcarbonat und andere
im Fachgebiet bekannte Substanzen;
- 3. Formfreisetzungsmittel oder Gleitmittel, wie Zinkstearat,
Calciumstearat und andere im Fachgebiet bekannte Stoffe, und
- 4. Wasser.
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Eine
besonders bevorzugte erfindungsgemäße Formzusammensetzung umfasst:
- (i) von 20 bis 60 Gew.-Teile, vorzugsweise
27 bis 35 Gew.-Teile, bezogen auf das Gewicht des ungesättigten
wärmehärtenden
Harzes, des thermoplastischen Additivs und des vernetzenden Monomers,
eines ungesättigten
Polyesters und einer Epoxidzusammensetzung;
- (ii) von 30 bis 65 Gew.-Teile, vorzugsweise 47 bis 55 Gew.-Teile,
bezogen auf das Gewicht des ungesättigten wärmehärtenden Harzes, des thermoplastischen
Additivs, der Epoxidzusammensetzung und des vernetzenden Monomers,
eines olefinisch ungesättigten
Monomers, welches mit dem ungesättigten
Polyester copolymerisierbar ist;
- (iii) von 5 bis 25 Gew.-Teile, vorzugsweise 10 bis 14 Gew.-Teile,
bezogen auf das Gewicht des ungesättigten wärmehärtenden Harzes, des thermoplastischen
Additivs, der Epoxidzusammensetzung und des vernetzenden Monomers,
eines Polyvinylacetathomopolymers oder -copolymers mit einem Gewichtsmittel
des Molekulargewichts von 70000 oder größer, stärker bevorzugt von 80000 g/g
Mol oder größer und
vorzugsweise von 250000 oder weniger, stärker bevorzugt von 200000 g
pro Gramm-Mol oder weniger; und
- (iv) von 2 bis 10 Gew.-Teile, vorzugsweise 3 bis 8 Gew.-Teile,
bezogen auf das Gewicht des ungesättigten wärmehärtenden Harzes, des thermoplastischen
Additivs, der Epoxidzusammensetzung und des vernetzenden Monomers.
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Die
erfindungsgemäßen Formzusammensetzungen
können
nach Fachleuten im Fachgebiet bekannten Verfahren, wie, zum Beispiel,
Mischen der Komponenten in einer geeigneten Vorrichtung, wie in
einem Hobart-Mischer, bei Temperaturen im Bereich von 20°C bis 50°C hergestellt
werden. Die Komponenten können in
jeder geeigneten Reihenfolge kombiniert werden. Im allgemeinen wird
bevorzugt, dass das wärmehärtende Harz
und das thermoplastische Additiv in flüssiger Form durch Herstellen
einer Lösung
davon in dem vernetzenden Monomer zugegeben werden. Alle flüssigen Komponenten
werden dann typischerweise vor der Zugabe der Füller, der Verdickungsmittel
und der wahlweisen Bestandteile zusammengemischt.
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Nach
dem Formulieren können
die Formzusammensetzungen zu wärmegehärteten Gegenständen der
gewünschten
Form, zum Beispiel, zu Kotflügeln
für Automobile,
Motorhauben, Badewannen, Türen
und dergleichen geformt werden. Die bei dem Formverfahren verwendeten
bestimmten Bedingungen hängen
von der Zusammensetzung, die geformt wird, als auch von der Beschaffenheit
der gewünschten
einzelnen Gegenstände
ab, wobei die Einzelheiten hierzu Fachleuten im Fachgebiet bekannt
sind.
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Die
Formzusammensetzungen sind, zum Beispiel, zur Verwendung als Plattenformverbundstoffe
und Massenformverbundstoffe geeignet, wobei Plattenformverbundstoffe
typischer sind. Plattenformverbundstoffe können, zum Beispiel, durch Auflegen
einer ersten Schicht der Formzusammensetzung, das bedeutet, einer Paste,
auf eine erste Schicht einer Polyethylenfolie oder des Äquivalents
davon, Auflegen von Füllerverstärkungen,
wie zerhackten Glasfasern, auf diese erste Schicht der Paste und
Darüberlegen
einer zweiten Schicht der Paste hergestellt werden. Auf die zwei
Schichten der Paste mit den dazwischen eingelegten Füllerverstärkungen
wird dann eine zweite Bahn einer Polyethylenfolie gelegt und der
erhaltene Verbund (Plattenformverbund) wird gelagert. Weitere Einzelheiten
betreffend die Herstellung, Handhabung und die Verwendung von Plattenformverbundstoffen
und Massenformverbundstoffen sind Fachleuten im Fachgebiet bekannt.
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Die
nachstehenden Beispiele sind zur Erläuterung bereitgestellt und
sie sollen den nachstehenden Schutzbereich der Ansprüche nicht
einschränken.
Alle Teile und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht, wenn
es nicht anders angegeben ist.
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Die
nachstehenden Materialien und Bezeichnungen wurden in den nachstehend
beschriebenen Beispielen verwendet:
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Glossar
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- S342 ist ein sehr reaktives ungesättigtes Polyesterharz, das
von Alpha Owens Corning vertrieben wird, und es wird für SMC-Anwendungen
für Automobile
verwendet.
- BMC bedeutet eine Massenformzusammensetzung.
- CM-2015 ist eine 35%-ige Rußpigmentdispersion,
erhältlich
von Plasticolors, Inc., Ashtabula, Ohio.
- Modifier E ist eine 5-%-ige Lösung von Parabenzochinon in
Diallylphthalat.
- Luperox P ist eine 98%-ige Lösung
von t-Butylperoxybenzoat, die von Elf Atochem North America, Philadelphia,
Pennsylvania vertrieben wird.
- VR-3 ist ein Mittel zur Verringerung der Viskosität für SMC/BMC,
der von The Dow Chemical Company, Midland, Michigan vertrieben wird.
- Maglite D ist ein Magnesiumoxid technischer Qualität, das von
Marine Magnesium Company vertrieben wird.
- LPA betrifft ein Additiv von geringem Profil.
- Neulon G ist ein carboxyliertes Polyvinylacetat, ein Markenartikel,
hergestellt und vertrieben von The Dow Chemical Company, Midland,
Michigan.
- LP-90 ist eine 40%-ige Lösung
von Polyvinylacetathomopolymer, gelöst in Styrol, vertrieben von
The Dow Chemical Company, Midland, Michigan.
- Hubercarb W4 ist ein Calciumcarbonat mit 5 µ Teilchengröße, vertrieben
von J.M. Huber Company.
- SMC steht für
Plattenformverbundstoff.
- SWI steht für
den Index der Oberflächenwelligkeit,
gemessen durch eine Diffracto D-Sichtprüfungsstation,
hergestellt und vertrieben durch Diffracto Ltd.
- UPE steht für
einen ungesättigten
Polyester.
- ON steht für
eine Oxiranzahl.
-
A-Paste
ist der Teil der Formulierung, welcher entweder eine gewisse Menge
oder das gesamte wärmehärtende Harz,
das vernetzende Monomer, das thermoplastische Additiv, die Polymerisationsinhibitoren, die
Formfreisetzungsmittel, die Pigmente, die Füller, usw. enthält. B-Paste
ist der Teil der Formulierung, welcher eine bestimmte Menge oder
die gesamte Menge des Lösungsmittels,
des Pigments, des vernetzenden Monomers, des Verdickungsmittels,
des Füllers
usw. enthält.
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PPG5509
ist eine Glasfaserverstärkung,
vertrieben durch PPG Industries.
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Verfahren zur Herstellung
von Formulierungen von Plattenformverbundstoffen (SMC)
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Alle
flüssigen
Komponenten wurden einzeln in einen oben offenen 5 Gallonen-Behälter, welcher
auf eine Mettler-Waage gestellt war, eingewogen. Die Inhalte des
Behälters
wurden dann mit einem Hochgeschwindigkeitsauflöser des Cowles-Typs gemischt.
Der Rührer
wurde mit einer langsamen Geschwindigkeit angestellt, dann wurde
auf eine mittlere Geschwindigkeit erhöht, wobei die Flüssigkeiten
in einem Zeitraum von 2-3 Minuten vollständig gemischt wurden. Dann
wurde das Formfreisetzungsmittel zu den Flüssigkeiten zugegeben und solange
gemischt bis es vollständig
dispergiert war. Anschließend
wurde der Füller
langsam zugegeben, bis eine feste Paste erhalten wurde und die Inhalte
wurden dann weiter bei einer Mindesttemperatur von 90°F (32°C) gemischt.
Das Verdickungsmittel wurde anschließend in die Paste in einem
Zeitraum von 2-3 Minuten gemischt. Die Paste wurde dann auf einer
Plattenformverbund(SMC)-Maschine in passende Behälter zugegeben, wobei die Paste
auf der Trägerplatte
zu einer Folie eingemessen wurde, wobei sie außerdem mit Glasfasern (1 inch
(2,5 cm) Fasern) kombiniert wurde. Der Plattenformverbund wurde
dann zur formenden Viskosität
reifen gelassen.
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Herstellung
von Formtestplatten
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Es
wurden flache Platten auf einer 200 Tonnen (8181 metrische Tonnen)
Lawton-Presse, welche ein passendes Pressformgerät von 18'' auf
18'' (47 × 47 cm)
mit verchromten Formen enthielt, zur Oberflächenauswertung geformt. Die
Aushöhlung
wurde am Boden und der dazu geeignete Teil oben installiert. Beide
Formen wurden in heißem Öl erwärmt und
so gesteuert, dass sie bei verschiedenen Temperaturen betrieben
werden können.
Für das
vorliegende Formen waren die oberen und die unteren Temperaturen
295°F bis
305°F (146
bis 151°C).
Es wurden 1200 g Proben des Formverbundes verwendet und die Dicke
des geformten Teils betrug 0,120'' (0,30 cm). Der Formdruck,
welcher von 0 bis 1000 psi (0 bis 6895 kPa) variiert werden konnte, wurde
bei maximalem Druck verwendet. Die Platten wurden auf eine flache
Oberfläche
gelegt, beschwert, um sie flach zu halten, und über Nacht abkühlen gelassen.
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Verfahren
zur Bestimmung der Oberflächenglätte von
geformten Platten Die Messungen der Oberflächenqualität wurden auf einer Diffracto
D-Sichtprüfungsstation-2,
hergestellt und vertrieben von Diffracto Co., Ltd., durchgeführt. Der
Index der Oberflächenwelligkeit
(SWI), der durch dieses Gerät
bereitgestellt wurde, ist die Standardabweichung der Oberfläche der
Platte bezüglich
der Welligkeit in einem langen Zeitraum, verglichen mit der Oberfläche einer
völlig
flachen Platte, deren Welligkeit in einem langen Zeitraum 0 ist.
Je kleiner die SWI-Zahl ist, desto glatter ist die Platte.
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Beispiel 1
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Die
Tabelle 1 zeigt die SMC-Formulierungen, welche epoxidiertes Leinsamenöl, Octylepoxytallat
und Gemische davon verwenden. In der Tabelle 1 beziehen sich alle
Zahlen auf Gew.-Teile. Bei der Herstellung des SMC wurden 72 % der
beschriebenen Zusammensetzung mit 28 Gew.-% PPG 5509 Glasfasern
gemischt. Die B-Seite umfasste 29,90 % LP-90; 12,80 % Styrol; 9,90
% Maglite D; 0,50 % CM-2015 und 46,90 % Hubercarb W4. Die Tabelle
2 zeigt den Index der Oberflächenwelligkeit
der geformten Platten, der an der Diffracto D-Sichtprüfungsstation bestimmt wurde.
Das 50/50-Gemisch der Epoxidverbindungen lieferte eine glattere Oberfläche (niedrigerer
Index der Oberflächenwelligkeit)
als jede Epoxidverbindung allein oder andere Verhältnisse
der Gemische.
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Es
wurden mehrere Proben hergestellt und, wie vorstehend beschrieben,
auf die Oberflächenwelligkeit
geprüft.
Die Oxiranzahl wurde für
jede Probe, gemäß dem in
ASTM D1652 Standard Test Methods for Epoxy Content of Epoxy Resins,
Test Methode B beschriebenen Verfahren, bestimmt. Die Viskosität wurde
unter Verwendung eines Brookfield Viskosimeters bei Umgebungstemperatur
bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengestellt.
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Tabelle 3 (Fortsetzung)
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- 1. Erhältlich
von Witco unter der Marke DRAPEX 4.4.
- 2. Erhältlich
von Atofina unter der Marke VIK2. Erhältlich von AtofOFLEX 4050.
- 3. Erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke und der Bezeichnung
DER 331, es war ein Standard, nicht verdünntes, flüssiges Epoxyharz mit niedrigem
Molekulargewicht mit einem EEW von 182-192.
- 4. Erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke und der Bezeichnung
DER 332, es war ein Diglycidylether von Bisphenol-A mit hoher Reinheit
mit einem niedrigen Äquivalentgewicht
von Epoxid. Die niedrige Viskosität und die Farbe haben ein EEW
von 171-175.
- 5. Erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke FLEXOL LOE.
- 6. 3,4-Epoxycyclohexylmethyl 3,4-epoxycyclohexancarboxylat,
erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke und der Bezeichnung
ERL-4221.
- 7. Erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke und der Bezeichnung
DER 383, es ist ein flüssiges
Epoxyharz mit niedriger Viskosität
und mit einem EEW von 176-183.
- 8. Erhältlich
von The Dow Chemical Company unter der Marke und der Bezeichnung
DER 330, es ist ein flüssiges
unverdünntes
Epoxyharz mit niedriger Viskosität,
mit niedrigem Äquivalentgewicht
von Epoxid mit einem EEW von 176-185. EEW bedeutet das Äquivalentgewicht
von Epoxid.
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Die
Tabelle 3 veranschaulicht, dass Zusammensetzungen, welche Gemische
von epoxidierten Pflanzenölen,
epoxidierten Alkylestern und cycloaliphatischen Epoxiden miteinander
und mit aromatischen Epoxiden enthalten, niedrigere Indices der
Oberflächenwelligkeit
aufweisen, als Zusammensetzungen, die eine einzelne Klasse von Epoxiden
enthalten. Die Werte in der Tabelle 3 sind nachstehend zur besseren
Erläuterung davon
angegeben.
| | SWI |
| Octylepoxyester | 214 |
| Gemisch | 160 |
| Epoxidiertes
LO | 273 |
| Bisphenol-A
Epoxy 13 | 275 |
| Gemisch | 209 |
| Epoxidiertes
LO | 273 |
| Bisphenol-A
Epoxy 24 | 241 |
| Gemisch | 232 |
| Epoxidiertes
LO | 273 |
| Octylepoxytallat | 272 |
| Gemisch | 184 |
| Epoxidiertes
LO | 273 |
| Bisphenol-A
Epoxy 13 | 275 |
| Gemisch | 222 |
| Octylepoxytallat | 272 |
| Bisphenol-A
Epoxy 24 | 241 |
| Gemisch | 227 |
| Octylepoxytallat | 272 |
| Bisphenol-A
Epoxy 13 | 241 |
| Gemisch | 347 |
| Bisphenol-A
Epoxy 24 | 275 |
| Epoxidiertes
Leinsamenöl | 273 |
| Gemisch | 196 |
| Cycloaliphatisches
Epoxid | 263 |
| Octylepoxytallat | 272 |
| Gemisch | 208 |
| Cycloaliphatisches
Epoxid | 263 |
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Die
Werte in Tabelle 3 wurden statistisch ausgewertet, um zwei Parameter
zu untersuchen, erstens die Epoxid-Oxiranzahl von größer als
8,8 und weniger als 8,8, und zweitens die Viskosität von weniger
als 1000 cps (1,0 Pa·s)
und größer als
1000 cps (1,0 Pa·s).
Der durchschnittliche Index der Oberflächenwelligkeit von Formulierungen,
welche Epoxide und Epoxidgemische enthalten, die diese Merkmale
aufwiesen, wurde in vier Gruppen, auf Basis dieser Merkmale, getrennt
und der Durchschnitt berechnet. Die Ergebnisse sind nachstehend
gezeigt.
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Diese
Werte zeigen, dass ein Gemisch von Epoxiden mit einer Oxiranzahl
von 8,8 oder weniger und einer Viskosität von 1000 cps (1,0 Pa·s) oder
weniger die besten Indexzahlen der Oberflächenwelligkeit aufwiesen.