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Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft eine Stützvorrichtung
für Gussbrammen-Gießwalzen
zum kontinuierlichen Gießen
von Metallbändern
und insbesondere eine die Reibung reduzierende Vorrichtung für die Walzen
während
der Einstellungs-Bewegung. Sie betrifft ebenso ein Verfahren zum
Steuern der Distanz zwischen den die Gussbrammen-Form ausbildenden
Walzen.
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Stand der
Technik
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Metallische
Bänder
werden üblicherweise
aus kontinuierlich vergossenen Gussblöcken oder -brammen als Startmaterial,
welche aus einer Serie von nachfolgenden Operationen, die das Vorschmieden,
die Heiß-
und Kalt-Lamination zusammen mit anderen Zwischenbehandlungen, beispielsweise
Wärmebehandlungen
umfassen, in ihrer Dicke reduziert werden, produziert.
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Diese
Operationsverfahren benötigen
sehr teure Anlagen und beträchtliche
Energieverbräuche.
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Somit
besteht seit einiger Zeit die Tendenz, die Anlagen- und Geschäftskosten
durch Gussprodukte mit einer Dicke zu reduzieren, die so nah wie
möglich
am abschließenden
Produkt liegt; infolgedessen wird der Einführung des kontinuierlichen
Brammengusses folgend die Dicke der Bramme vom konventionellen 200 × 300 mm-Querschnitt
auf die im sogenannten "Dünnbrammenguss" erhaltene Querschnittsgröße von 60-100 mm
reduziert. Auch der Übergang
von 60 mm auf 2-3 mm, was eine typische Dicke von Warmband ist,
erfordert jedoch eine Reihe von Energie verbrauchenden Schritten.
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Im
Hinblick auf die inhärenten
Nachteile beim Gießen
von Körpern
mit signifikanter Dicke für
die Reduktion zu Dünnband
wurde der inhärente
Vorteil beim Direktvergießen
von metallischen Bändern
seit der 2. Hälfte
des 19. Jahrhunderts erkannt, als Thomas Bessemer eine Maschine
für das
kontinuierliche Vergießen von
Stahlband patentierte, welche eine Form mit gekühlten metallischen, in Gegenrichtung
rotierenden Walzen, die mit einem kleinen Abstand zueinander eingestellt
waren, zur Verfügung
stellte; das Metall wurde in dem Raum zwischen den Walzen vergossen,
erstarrte bei Kontakt mit den kalten Oberflächen der letzteren und wurde
schließlich
mit einer Dicke extrahiert, die gleich der Distanz zwischen den
sich gegenüberliegenden Oberflächen der
Walzen selbst war.
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Solch
eine extrem attraktive Technologie hat praktische Anwendungen beim
Generator von Metallen so wie Kupfer und Aluminium aber nur in den
letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gefunden, während für Metalle
und Legierungen mit hohem Schmelzpunkt, so wie Stahl, derzeit die
tatsächliche
industrielle Verbreitung einer derartigen Technologie nicht bekannt
ist.
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Verschiedene
Anstrengungen wurden auf diesem Gebiet im Wesentlichen dahingehend
gemacht, die Produktionskosten, den Energieverbrauch sowie die Umwelteinflüsse zu reduzieren
und dünne
Bänder
zu erzeugen, die direkt im Ist-Zustand verwendbar sind, insbesondere
bei Anwendungen, in denen beispielsweise die Oberflächenqualität nicht
ein besonderes Erfordernis ist, oder die wie heiß laminierte Bänder für diese
Verwendungen angesehen wurden, in denen Dicken von weniger als 1
mm notwendig sind.
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Dabei
hat sich herausgestellt, dass die von Bessemer in seiner Zeit entwickelte
Maschine in ihrer generellen Form immer noch die am meisten ideale
Form für
das kontinuierliche Metallbandgießen ist, aber es besteht immer
noch eine Vielzahl von bei deren effektiver Verwendung zu lösender Probleme,
wobei diese vom Sicherstellen der Dichtigkeit der Walzen an deren
flachen Enden über
die am meisten geeigneten Materialien zum Überstehen der erforderlichen
Arbeitsbedingungen über
die automatische Steuerung sämtlicher
Operationen und der Gießgeschwindigkeit
und der Abzugsgeschwindigkeit des Bands bis zu dessen Aufhaspeln
in ein Coil reichen.
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Einer
der besonders beanspruchten Punkte in der Anlage sind die Gießwalzen,
die üblicherweise
beim Vorliegen hoher thermischer Belastungen eine konstante Qualität des gegossenen
Bands sowie eine geeignete Laufzeit sicherstellen müssen.
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Ein
kennzeichnendes Merkmal der Technologie des kontinuierlichen Bandgusses
ist, dass die Banddicke von der Walzenrotationsgeschwindigkeit unter
den gleichen Gießbedingungen
sowie der Stahl-Erstarrungstemperatur usw. abhängt.
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Die
Gießwalzen
sind dabei eines der komplexesten Teile der Gussanlage, da sie unter
anderem ein Kühlsystem
für die
Walzen selbst sowie ein empfindliches Stützsystem umfassen müssen, welches
unter anderem auch die Einstellung der Dicke des gegossenen Bands
ermöglichen
muss. Diese Erfordernisse beinhalten das Vorliegen einer Anzahl
von Elementen, die die durch die Anlage erforderten verschiedenen
Funktionen implementieren. Eine in bekannten Anlagen angewendete
Lösung
ist das Anordnen der Walzen zusammen mit den eine Vielzahl von Funktionen
durchführenden
Vorrichtungen, die direkt zu deren Betrieb dazugehören, sowie
das Abkühlsystem
sowie die Steuerung der Walzendistanz in einer komplexen Zusammenbauplattform, die
deren schnelles Ersetzen entweder im Falle einer Routine-Instandhaltung
oder einer außerordentlichen Überholung
erlaubt.
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Eine
kontinuierliche Bandguss-Anlage mit einer Gießwalzen-Stützplattform,
die ein komplexes System für
die Walzen-Stützung umfasst,
ist aus den EP-A-903190 und EP-A-903191 bekannt. Um die Verschiebung der
Walzen während
deren seitlicher Bewegungen der Entfernung und Annäherung während des
Gießens
zu begünstigen,
ist in einer solchen Anlage ebenfalls ein lineares Lagersystem bereitgestellt.
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Ein
in den Anlagen dieser Art zu lösendes
Problem ist, die Bewegungen der Annäherung und Entfernung, die
auch im Hinblick auf Notfallbedingungen, beispielsweise dann, wenn
eine schnelle und nahezu direkte Beabstandung der Walzen erforderlich
ist, um das geschmolzene Metall, das immer noch auf den Walzen aufliegt,
abtropfen zu lassen, so schnell wie möglich ist, zu gewährleisten.
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Ein
anderes zu lösendes
Problem ist, die Verlässlichkeit
der Stützungen
zu verbessern, um die Gefahr einer Verschweißung während des Betriebs, was die
Walzen-Anordnung selbst mit schwerwiegenden Konsequenzen beeinflussen
kann, zu minimieren.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die oben erwähnten Probleme
durch Bereitstellung einer Stützvorrichtung
zu lösen,
welche während
des kontinuierlichen Gießens
von Metallband, eine maximale Zuverlässigkeit, ein gleichmäßig dickes
Band gewährleistet
und die bei Vorliegen einer hohen Temperatur verwendet werden kann
und die erforderliche Verschiebung der Walzen mit koordinierten
und ausreichend präzisen
Bewegungen er Abstützungen
der zwei gegenüberliegenden
Enden jeder Walze ermöglicht,
um ein Fehlen von Symmetrie oder Ebenheitsdefekte der Banddicke
zu verhindern.
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Derartige
Probleme werden durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 sowie durch das
Verfahren gemäß Anspruch
6 gelöst.
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Liste der
Zeichnungen
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Weitere
mit der vorliegenden Erfindung erreichbare Vorteile werden dem Fachmann
durch die nachfolgende detaillierte Beschreibung einer besonderen
und nicht beschränkenden
Ausführungsform
einer Stützvorrichtung
für die
Walzen beim kontinuierlichen Vergießen von metallischen Bändern und
unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren mehr ersichtlich, in
denen:
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1 schematisch
einen Schnitt in der vertikalen Ebene einer Gießanlage für metallisches Band zeigt;
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2 schematisch
eine axonometrische Ansicht eines Walzen-Stützgehäuses zeigt;
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3 schematisch
einen Querschnitt der Walzen-Stützvorrichtung
gemäß der Erfindung
zeigt;
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4 einen
Querschnitt einer Verbindung für
die Zufuhr von Kühlflüssigkeit
zu den Walzen zeigt, die ein Teil einer Vorrichtung gemäß einem
bevorzugten Aspekt der Erfindung ist.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Infolge
der innovativen Eigenschaften der vorliegenden Erfindung reduzieren
die Walzabstützungen, die
durch Bereitstellen von hydrostatischen Lagern, die einen Fluidfilm
zwischen den Walzen selbst und der Stützplattform gewährleisten,
erzeugt sind, einen Großteil
des Reibkoeffizienten in der Abstützung. Diese Lösung ermöglicht es,
bessere Ergebnisse auch für
Anwendungen nahe der Wärmequelle
und bei hoher Temperatur zu erhalten.
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Dank
der Eigenschaften der Abstützungen,
die während
der Bewegung in Richtung der hin- und herlaufenden Distanzierung
und Annäherung
der Walzen eine minimale Reibung sowohl zwischen den Walzenabstützungen
als auch dem stationären
Rahmen des Gehäuses
sowie zwischen der Verbindung für
die Zufuhr und den Abzug des Walz-Kühlwassers bereithält, Gießprozesse
auf einem optimalen Niveau gehalten. Die mit der Stützvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung erzielte Reib-Minimierung ist ebenso dafür wichtig,
einen symmetrischen Prozess zu gewährleisten, da andernfalls unterschiedliche
Bedingungen an der gleichen Rolle mit zwei unterschiedlichen Abstützungen
eintreten können
und das gegossene Band infolgedessen über seine Breite eine variable
Dicke aufweisen wird.
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Unter
Bezugnahme auf die oben erwähnten
Figuren stellt die kontinuierliche Gießvorrichtung eine Pfanne 1 zur
Verfügung,
die die flüssige
Stahllast durch ein Entlade-Gleitventil 2 sowie eine Leitung 3 in
einen Tundish 4 ablädt.
Aus dem letzteren verläuft
der Stahl durch eine weitere Leitung 5 in einen optionalen
Unter-Tundish (nicht gezeigt), oder durch eine Abladevorrichtung
in eine Gussblock-Form 10, die aus einem Paar sich gegenläufig drehender
abgekühlter
Gießwalzen 11, 11' besteht, die
sich um deren jeweilige und gegenseitig parallele Achsen X, X' drehen. Zwei durch
das Bezugszeichen 30 in 2 gekennzeichnete
Abschottungen sind dafür
vorgesehen, die Gussblock-Form 10 zu komplettieren und
das flüssige
Metall in Richtung der Walzenachsen zwischen den Walzen selbst durch
geeignete Mittel zurückzuhalten,
die diese gegen die Walzen-Endoberflächen aufschlagen.
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In
einer solchen Gussblock-Form 10 erstarrt das flüssige Metall
in Kontakt mit den Walzen 11, 11' und wird aus der Gussblock-Form
in der Form eines Bands bei hoher Temperatur herausgezogen, wobei
dieses Band unterhalb der Gussblock-Form durch Schwerkraft einem
im Wesentlichen vertikalen Pfad 12 folgt. Die Walzen sowie
eine Anzahl anderer mit diesen verbundener Vorrichtungen sind in
einem Gehäuse 7 angeordnet,
das in 2 teilweise detailreicher gezeigt ist. Hierbei
ist ein Abschnitt des Rahmens 14 des Gehäuses und
insbesondere der Boden sowie die in dem Gehäuse enthaltenen Zusammenbauten
gezeigt.
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Die
Walzen-Stützvorrichtung 11, 11' gemäß der vorliegenden
Erfindung ist im Wege eines den Schutzbereich nicht beschränkenden
Beispiels gezeigt und ein Ziel der Erfindung ist in den 2 und 3 in
einer möglichen
Ausführungsform
gezeigt.
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Die
Gießwalzen 11, 11' sind an vier
Abstützelementen 17, 17', 19, 19', vorzugsweise
zwei für
jede Walze, befestigt, welche wiederum auf dem Rahmen 14 des
Gehäuses 7 ruhen.
Zwischen den Stützelementen 17 und
dem Rahmen 14 des Gehäuses 7 sind
einige hydraulische Lager 13, 13' vorgesehen, wobei eines dieser Lager 13, 13' vorzugsweise
nahe jedem Stützelement 17, 17' vorgesehen
ist. Während
des Gießbetriebs
wird die Walze 11 durch Drücken jedes Lagers 17, 19 der
Walze 11 gegen einen Stopper 16 mittels eines
oder mehrerer hydraulischer Zylinder 18, 18', vorzugsweise
zwei, die diese auf die zweite Walze 11' hin drücken, stationär gehalten.
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Diese
Walze 11 ist konventioneller Weise als "stationäre" Walze bekannt, da sie während des
Gießbetriebs
gegen das anstoßende
Ende 16 ruht, während
die andere Walze 11' als "bewegliche" Walze bekannt ist, da
sie während
des Gießbetriebs
diejenige Walze ist, die die für
eine korrekte Gießoperation
erforderlichen Operationen ausführt.
Die Walze 11' wird
mittels zumindest eines magnetostriktiven Aktuators 15,
dessen Anzahl in einer bevorzugten Ausführungsform zwei Aktuatoren 15, 15', die jeweils
an jedem Walzenende angeordnet sind, umfasst, gedrückt. Die
Zylinder 18, 18' sind
mit der stationären
Walze 11 verbunden und die magnetostriktiven Aktuatoren 15, 15' sind mit der
beweglichen Walze 11' mit
deren jeweiligen ersten Ende verbunden und an deren zweiten jeweiligen
Ende mit dem Rahmen 14 des Gehäuses 7, beispielsweise
an dessen Seiten, die für
eine bessere Sicht auf das System nicht in 3 gezeigt
sind, verbunden.
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Die
magnetostriktiven Aktuatoren sind Vorrichtungen, die auf dem intensiven
magnetostriktiven Effekt einiger metallischer Legierungen basieren.
Derartige Materialien sind in der Lage, sich in Richtung eines darauf aufgebrachten
magnetischen Felds zu verlängern,
die sogenannte negative Magnetostriktion. Sie sind ebenso in der
Lage, die Ausrichtung der magnetischen Domänen als Folge der Kompression
oder Traktion, der sie unterworfen sind, zu variieren.
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Eine
Erhöhung
der magnetostriktiven Effekte tritt in Eisen und seltene Erde-Legierungen
so wie Samarium, Terbium, Dysprosium usw. auf. Ein derartiger Effekt
ist dann maximal, wenn das magnetische Feld die Sättigungsschwelle
des Materials erreicht. Darüber
hinaus wird sie beendet, wenn die Curie-Temperatur erreicht wurde. In der Tabelle
1 unten sind die Hauptmerkmale einiger magnetostriktiver Materialien
aufgelistet, die besonders für
die Verwendung im Aufbau magnetostriktiver Aktuatoren geeignet sind.
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Da
derartige magnetostriktive Materialien vergleichsweise fragil sind,
ist ein Vorlasssystem einer Stange, die aus einem derartigen Material
erzeugt ist, geeigneter Weise in den Aktuatoren vorgesehen, um die Stange
von einer Belastung durch die Traktion während des Betriebs mit zerstörerischen
Folgen zu verhindern.
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Derartige
Aktuatoren bieten optimale Eigenschaften in der Anwendung, unter
anderem ein gutes Ansprechverhalten bei hoher Frequenz zusätzlich zur
kurzen Reaktionszeit und der hohen aufbringbaren Kraft. Beispielsweise
stellt eine der magnetostriktiven Legierungen ein optimales Frequenzintervall
von 0-5 kHz zur Verfügung
und darüber
hinaus kann eine Stange aus einem derartigen Material mit 10 cm
Länge sich
um mehr als 0,1 mm in 50 μs
verlängern
und eine Stange mit einem Durchmesser von 30 mm kann eine Kraft
von 2 Tonnen aushalten.
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In
der Stützvorrichtung
sind Lager 13, 13' dazu
vorgesehen, den Reibkoeffizienten während der Bewegung der Gießwalzen 11, 11' in der Richtung
der gegenseitigen Annäherung
und Distanzierung von deren Achsen X, X' zu reduzieren. Derartige Bewegungen
der Walzen 11, 11',
die ausgeführt
werden müssen,
während
die Parallelität
zwischen deren Achsen X, X' mit
der größtmöglichen
Genauigkeit beibehalten wird, haben zum Zweck, die Dicke des gegossenen
Bands zu steuern. Die verwendeten Lager sind vorteilhafter Weise
des hydrostatischen Typs, wie dies detailliert in 3 gezeigt
ist. Auf diese Weise liegt zwischen den Abstützungen 17, 17', 19, 19' sowohl der
beweglichen als auch der stationären
Walzen und dem Rahmen 14 des Gehäuses 7 ein Fluidfilm
vor, der die Reibung dramatisch reduziert.
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Der
Betrieb der Stützvorrichtung
des Paars von Walzen gemäß der Erfindung
wird hierin im Folgenden nur für
einen magnetostriktiven Aktuator beschrieben, es ist jedoch selbstverständlich,
dass die zweite Abstützung
der Walze am zweiten Ende des Paars von Walzen ebenso die gleichen
technischen Eigenschaften aufweist und auf die gleiche Weise betrieben
wird. In dem Fall, dass während
des Gießprozesses
die Bandproduktionsgeschwindigkeit oder ein anderer Gießparameter
sowie die Überhitzung
des flüssigen
Stahls verändert
wird, kann die Walze 11' sich
der Walze 11 annähern
oder die Distanz zu dieser vergrößern, um
die Trennkraft der Walzen selbst dazu konstant zu halten und somit
konstante Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, und insbesondere
zu gewährleisten,
dass der Erstarrungs-Verbindungspunkt der gleiche, vorzugsweise
nahe dem sogenannten "Kusspunkt" (KP) bleibt.
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Wenn
sich die Trennkraft der Gießwalzen 11, 11' beginnt zu
verändern,
bedeutet dies, dass sich der Erstarrungspunkt weg vom KP-Punkt bewegt.
In diesem Fall muss die Position der beweglichen Walze 11' verändert werden,
um die Separationskraft durch Bewegung der beweglichen Walze enger
an oder weiter entfernt von der stationären Walze auf den vorab eingestellten
Wert zurückzubewegen
und dies führt
zu einer Beibehaltung des Erstarrungs-Verbindungspunkt nahe dem
KP-Punkt.
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Um
die Position der beweglichen Walze 11' einzustellen, ist der magnetostriktive
Aktuator 15 mit der Abstützung 17 der beweglichen
Walze 11' verbunden,
und eine Kraftmesszelle ist ebenso zwischen diesen vorgesehen. Das
Gleiche gilt für
das zweite Ende der der beweglichen Walze 11', die durch den zweiten magnetostriktiven
Aktuator 15' angetrieben
ist. Die magnetostriktive Stange 15a ist mit einem geeigneten
Vorlastsystem 15c vorbelastet und die ursprüngliche
Position der beweglichen Walze 11' wird durch einen Positions-Überträger gewährleistet. In der ursprünglichen
Position wird die magnetostriktive Stange durch einen vorab eingestellten
Wert unter der Aktion des magnetischen Felds, das von den elektrischen
Spulen 15b erzeugt wird, verlängert, und dies gewährleistet,
dass die Abstützung 17' gegen das gegossene
Band gedrückt
wird.
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Sobald
wie die Intensität
der Walzen-Trennkraft variiert, variiert das Steuerungssystem die
Intensität des
magnetischen Felds entweder, um die magnetostriktive Stange als
Funktion der Variation der Trennkraft zu verlängern oder zu verkürzen, und
als Ergebnis hiervon wird ebenso die Positionierung der Walzen auf
eine solche Weise variiert, dass durch Beibehalten einer konstanten
Kraft die Bindung der Erstarrung am KP-Punkt ebenso gewährleistet
wird.
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Das
Ansprechverhalten des Systems ist sehr schnell, da die Distanz zwischen
den Walzen in einigen 10 μs
variiert werden kann.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Stützvorrichtung
vorzugsweise des Weiteren eine oder mehrere Verbindungs-Zusammenfügungen für Leitungen
der Kühlflüssigkeit
für die
Walzen, die insgesamt durch das Bezugszeichen 20 gekennzeichnet
sind. Eine dieser Verbindungen ist schematisch in 4 dargestellt.
Die Kühlung
ist erforderlich, um die Oberflächentemperatur
der Walzen 11, 11' durch Abführen der
Metall-Erstarrungshitze so konstant wie möglich zu halten. Angenommen,
dass die erforderliche Menge an Wärme abgeführt werden muss, müssen die
Leitungen für
die Kühlflüssigkeit
in ihrer Größe geeignet
eingestellt sein. Das Kühlsystem
muss ebenso die gegenseitigen Annäherungs- und Entfernungsbewegungen
der Walzen 11, 11',
auch wenn sie klein sind, beispielsweise dann, wenn die Banddicke
variiert wird oder wenn sie groß sind,
wenn die Walzen 11, 11' beispielsweise dazu voneinander
entfernt werden, um den flüssigen
Stahl aus der Gussblock-Form 10, in der er enthalten ist,
zu leeren, ermöglichen.
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Der
Anschluss 20 umfasst ein Teleskoprohr 21, das
im Wesentlichen horizontal angeordnet ist, und in den Flüssigkeits-Leitungen
sowohl in Zufuhrrichtung zu den Walzen als auch in Auslassrichtung
von den Walzen nach der Abkühlung
eingeführt
sind. Vorzugsweise sind zwei Anschlüsse für jede Walze 11, 11' vorgesehen,
die an jedem Ende jeder Walze platziert sind, eine zur Zufuhr der
Flüssigkeit
zur Walze und die andere zur Entfernung der Flüssigkeit weg von der Walze.
Das Teleskoprohr 21 ist koaxial in ein Gehäuse 22,
das mit geeigneten Dichtungen 23, 24, die die
axiale Gleit-Verschiebung
des Rohrs 21 in dem Gehäuse 22 in
dem Fall zur Verschiebungen der Walzen 11, 11' ermöglicht,
eingeführt.
Solche Verschiebungen können
im Notfall in Situationen mittels hydraulischer Zylinder durchgeführt werden,
die nahe jeder Abstützung 17, 17', 19, 19' angeordnet
sind, welche im Falle der beweglichen Walze 11' in Reihe mit
dem magnetostriktiven Aktuator angeordnet sind.
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Wie
aus 4 ersehen werden kann, welche eine der vier Walzenabstützungen 11 und 11' zeigt, nimmt,
da die anderen drei Abstützungen
auf die gleiche Weise gefertigt sind und infolgedessen Balge oder ein
Kompensator 27 es der Walze 11 ermöglichen,
kleinere Verschiebungen der Walzen während dies Gießens in
Richtung der Pfeile 28, 28' auch dann auszuführen, wenn
das axiale Gleiten des Rohrs 21 im Gehäuse 22 nicht eintritt
und mit kleinen Verschiebungen der oszillatorischen Art des Anschlusses 20 in
der Richtung des Pfeils 29 während des Betriebs der Gießmaschine
erfolgen. Derartige Bewegungen müssen
mit einer so niedrigen Reibung wie möglich eintreten und das Vorliegen
von vertikalen Balgen 27 ermöglicht dies, und sie werden
mit keinem Widerstand wiedergewonnen, während das axiale Gleiten des
Rohrs 21 eine größere Verteilung
involvieren würde.
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Wenn
große
Verschiebungen der gleichen Art, wie diejenigen erforderlich sind,
die dann ins Auge gefasst werden, wenn das Öffnen der Walzen für die Notfall-Evakuierung
des zwischen den Walzen in der Gussblock-Form enthaltenen Metalls
erfolgt, ermöglichen
Balge oder der Kompensator 27 der "stationären" Walze 11 es dem Gehäuse 22,
eine erste Verschiebung auszuführen,
bis sie in engen Kontakt mit einem der Stopps oder der Elemente 25 am
abschließenden
Ende kommen und diese beiden nicht unter Verformungen, die diese
zerstören
könnten,
leiden, und infolgedessen tritt das axiale Gleiten des Rohrs 21 ein,
was das axiale Verschieben der Walzen voneinander weg ermöglicht.
Sowohl die stationäre
Walze 11 als auch die bewegliche Walze 11' werden auf
die gleiche Weise geöffnet.
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Andere
Balge können
vorzugsweise um das Rohr 21 herum vorgesehen sein, beispielsweise
um dieses vor Staub oder anderen Fremdelementen zu schützen. Es
liegen ebenso Stütz- und Dicht-Elemente 23 und 24,
die einen "O-Ring" umfassen, vor, um
hierdurch eine Abdichtung gegenüber
dem zwischen dem Rohr 21 und dem Gehäuse 22 strömenden Wasser
zu gewährleisten.
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Das
Kühlwasser
strömt
in vertikaler Richtung, beispielsweise in der Richtung des Pfeils 31 im
Rohr, das die vertikalen Balge 27 umfasst, verläuft dann
durch Löcher,
die in den Figuren nicht gezeigt sind, in das horizontale Teleskoprohr 21 und
im Anschluss in die jeweilige Gießwalze 11, 11'. Das Wasser
folgt nach der Ausführung
seiner Abkühlfunktion
dem gegenläufigen
Weg und verläuft
von der Walze 11, 11' zum Teleskoprohr 21,
dann durch Löcher
in dem die Balge 27 umfassenden vertikalen Rohr.
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Mittels
dieses Anschlusses für
die Wasserleitungen oder jede andere Art von Kühlflüssigkeit, die dazu vorgesehen
ist, eine solche Funktion auszuführen,
wird der gesamte Widerstand der Stützvorrichtung in Bezug auf
die zu den Walzen 11, 11' vorgegebenen Verschiebungen reduziert
und dies stellt einen Vorteil dahingehend zur Verfügung, dass
die Distanz zwischen den Walzen in einer sehr präzisen Weise beispielsweise
gemäß der Gießgeschwindigkeit
selbstreguliert wird, und dass die Banddicke über dessen gesamte Breite gleich ist.
Eine exzessive Reibung in den Abstützungen könnte tatsächlich die Integrität der Gleichmäßigkeit
der Banddicke nachteilig beeinflussen.