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DE60307298T2 - Ventildeaktivierungssystem und verriegelbares hydraulisches Spielausgleichselement dafür - Google Patents

Ventildeaktivierungssystem und verriegelbares hydraulisches Spielausgleichselement dafür Download PDF

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Publication number
DE60307298T2
DE60307298T2 DE60307298T DE60307298T DE60307298T2 DE 60307298 T2 DE60307298 T2 DE 60307298T2 DE 60307298 T DE60307298 T DE 60307298T DE 60307298 T DE60307298 T DE 60307298T DE 60307298 T2 DE60307298 T2 DE 60307298T2
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DE
Germany
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valve
control system
valve control
engine
limb
Prior art date
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Application number
DE60307298T
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English (en)
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Inventor
Majo Cecur
Fabiano Contarin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eaton SRL
Original Assignee
Eaton SRL
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Publication date
Application filed by Eaton SRL filed Critical Eaton SRL
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Publication of DE60307298T2 publication Critical patent/DE60307298T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • F01L13/0005Deactivating valves
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L1/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
    • F01L1/12Transmitting gear between valve drive and valve
    • F01L1/18Rocking arms or levers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L1/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
    • F01L1/20Adjusting or compensating clearance
    • F01L1/22Adjusting or compensating clearance automatically, e.g. mechanically
    • F01L1/24Adjusting or compensating clearance automatically, e.g. mechanically by fluid means, e.g. hydraulically
    • F01L1/2405Adjusting or compensating clearance automatically, e.g. mechanically by fluid means, e.g. hydraulically by means of a hydraulic adjusting device located between the cylinder head and rocker arm
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D13/00Controlling the engine output power by varying inlet or exhaust valve operating characteristics, e.g. timing
    • F02D13/02Controlling the engine output power by varying inlet or exhaust valve operating characteristics, e.g. timing during engine operation
    • F02D13/06Cutting-out cylinders
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
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    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Valve-Gear Or Valve Arrangements (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Hintergrund der Offenbarung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ventilsteuersystem für einen Verbrennungsmotor und insbesondere auf ein solches System der Bauart, die verwendet werden kann, um die Motorsitzventile von einer Anzahl von unterschiedlichen Zylindern zu deaktivieren. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte hydraulische Spieleinstellvorrichtung (HLA = hydraulic lash adjuster) der Deaktivierungsbauart zur Anwendung in einem solchen Ventilsteuersystem.
  • Variable Ventilsteuersysteme der Ventildeaktivierungsbauart für Motorsitzventile sind schon im Allgemeinen in der Technik bekannt. Obwohl solche Ventilsteuersysteme der Ventildeaktivierungsbauart entweder auf das Einlasssitzventil oder auf das Auslasssitzventil oder auf beide angewandt werden können, ist es üblich, ein solches Ventildeaktivierungssystem zu verwenden, um zwischen den aktivierten und deaktivierten Zuständen von nur den Einlasssitzventilen auszuwählen, und die Erfindung wird in Verbindung mit einem solchen System beschrieben.
  • Ventilsteuersysteme der Bauart, die eine "Ventildeaktivierungsfähigkeit" aufweisen, sind dem Fachmann nun wohl bekannt. Ein Ausführungsbeispiel eines Ventildeaktivierungssteuersystems wird im US-Patent 6 321 704 veranschaulicht und beschrieben, welches der Anmelderin der vorliegenden Erfindung zueigen ist und hier durch Bezugnahme mit aufgenommen sei. In dem Ventildeaktivierungssystem des erwähnten Patentes gibt es eine hydraulische Spieleinstellvorrichtung, die entweder in (a) einem verriegelten Zustand betrieben werden kann, wobei in diesem Fall die Drehung der Nockenwelle eine normale Ventilhubbewegung zur Folge haben wird, oder in (b) einem nicht verriegelten Zustand, was eine Leerbewegung in den Ventilantriebsstrang einführt, wodurch die Drehung der Nockenwelle eine sehr kleine Hubbewegung oder, was eher üblich ist, überhaupt keine Hubbewegung des speziellen Einlasssitzventils zur Folge haben wird. Ein weiter Aspekt eines solchen Ventilsteuersystems wird in US-B1-6 314 927 definiert.
  • Um ein besseres Verständnis der Wichtigkeit der vorliegenden Erfindung zu gewinnen, ist es wichtig zu verstehen, dass die meisten Systeme, die mit dem Ausdruck "Ventildeaktivierung" bezeichnet worden sind, tatsächlich "Zylinderdeaktivierungssysteme" gewesen sind. In einem Zylinderdeaktivierungssystem wird nur ein Teil der Zylinder deaktiviert. Beispielsweise wäre es bei einem V-8-Motor typisch, eine Ventildeaktivierungsfähigkeit für sowohl die Einlasssitzventile als auch die Auslasssitzventile für zwei (die "Deaktivierungszylinder") der vier Zylinder auf jeder Bank von Zylindern vorzusehen. Wenn die Motordrehzahl und die Motorbelastung zunehmen und vorbestimmte Werte erreichen, würden daher alle Ventile für diese zwei Deaktivierungszylinder von jeder Bank deaktiviert werden, so dass der Motor dann effektiv mit vier Zylindern arbeiten würde (d.h. als ein "V-4-Motor"), und zwar bei Landstraßengeschwindigkeiten und niedrigen Drosselbelastungen. Wie es dem Fachmann bekannt ist, sind die vier Zylinder, die immer noch arbeiten, wenn der Motor mit Landstraßendrehzahlen und niedrigen Drosselbelastungen dahin läuft, nicht mit irgendwelchen Deaktivierungsmitteln versehen (d.h. entweder bei den Einlass- oder den Auslasssitzventilen).
  • Die Zylinderdeaktivierung, bei der der effektive Hubraum des Motors bei Schubdrehzahlen (auf der Landstraße) verringert wird, wird in erster Linie verwendet, um die Brennstoffausnutzung des Motors zumindest über einen Teil des Motorbetriebszyklus zu verbessern (d.h. bei Landstraßendrehzahlen und niedrigen Motorbelastungen). Im Gegensatz dazu würde ein tatsächliches "Ventildeaktivierungssystem" bei einem Motor der Bauart mit zwei Einlasssitzventilen für jeden Zylinder verwendet werden. Obwohl dies nicht ein wichtiges Merkmal der Erfindung ist, ist es bei solchen Motoren (d.h. insbesondere bei direkt Brennstoff einspritzenden Diesel-Motoren) typisch, dass ein Einlasssitzventil die "Verwirbelung" (Swirl) steuert, während das andere Einlasssitzventil die "Rollverwirbelung" (Tumble) steuert. Der Fachmann für Verbrennungsmotoren wird die Bedeutung der Ausdrücke "Swirl" und "Tumble" verstehen, und daher wird hier keine weitere Erklärung dieser Ausdrücke vorgesehen. Obwohl die vorliegende Erfindung nicht darauf eingeschränkt ist, wurde das Ven tildeaktivierungssystem der vorliegenden Erfindung zur Anwendung in einem Motor der oben beschriebenen Bauart entwickelt, so dass das Ventildeaktivierungssystem verwendet wird, um das Tumble-Einlassventil für alle und jeden Zylinder zu deaktivieren, und die Erfindung wird in Verbindung damit beschrieben.
  • In einem typischen Tumble-Einlassventildeaktiverungssystem der Bauart, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, wird das Tumble-Einlassventil deaktiviert, während der Motor in einem Bereich irgendwo von Leerlaufdrehzahl bis zu einer gewissen vorbestimmten Motordrehzahl (beispielsweise 2000-2500 U/min) und einer Last (irgendwo von 0–75%) arbeitet, wie es dem Fachmann wohl bekannt ist. Die Deaktivierung der Tumble-Einlasssitzventile wird ausgeführt, um die Turbolenz in der Brennkammer zu vergrößern, um eine schnellere und vollständigere Verbrennung zu erreichen, was verringerte Emissionen zur Folge hat.
  • Typischerweise sind die verschiedenen Rollenfolger bzw. Rollenschleppeinrichtungen und hydraulischen Spieleinstellvorrichtungen (HLA), die in Zylinderdeaktivierungssystemen verwendet worden sind, von der Bauart, die in einen Verriegelungseingriff federvorgespannt sind, und das Verriegelungsglied wird zum nicht verriegelten Zustand (Ventil deaktiviert) durch Hydraulikdruck bewegt. Obwohl diese bekannte Anordnung zum Erreichen einer Deaktivierung eines Motorsitzventils sich als im Allgemeinen zufriedenstellend bezüglich ihrer begrenzten kommerziellen Anwendung erwiesen hat, gibt es gewisse inhärente Nachteile in einem solchen System. Wenn der nicht verriegelte Zustand durch unter Druck gesetztes Motoröl erreicht wird, wird es somit nötig, in dem Zylinderkopf zwei getrennte Hydraulikschaltungen vorzusehen, eine, um eine normale Zylinderkopfschmierung zu erreichen (und eine Schmierung der Ventilantriebsstrangkomponenten) und die andere Hydraulikschaltung, um die Entriegelung der Verriegelungsglieder der hydraulischen Spieleinstellvorrichtungen des Ventildeaktivierungssystems zu erreichen. Wie dem Fachmann klar sein wird, kann der Kreislauf, der die Zylinderkopfschmierung ausführt, einfach eine Quelle mit konstantem Druck sein und auf einem relativ niedrigen Druck sein. Andererseits muss die Hydraulikschaltung, die verwendet wird, um die Entriegelung der Verriegelungsglieder zu erreichen, auf einen Befehl hin steuerbar sein, was somit typischerweise mindestens ein elektrisch gesteuertes Elektromagnetventil pro Zylinderkopf erfordert.
  • Zusätzlich muss durch Verwendung einer Hydraulikschaltung in dem Zylinderkopf, um den Entriegelungsvorgang zu steuern, die Steuerlogik für das Deaktivierungssystem nun die Veränderungen berücksichtigen können, die bei gewissen Systemvariablen auftreten, wie beispielsweise Öldruck, Öltemperatur und Ölviskosität. Zusätzlich wird irgendeine Verschlechterung des Zustandes des Öls (d.h. Reinheit, chemische Zusammensetzung usw.) einen negativen Einfluss auf den Betrieb des Entriegelungssystems haben, genauso wie dies die Menge der Luft im Öl haben wird.
  • Kurze Zusammenfassung der Erfindung
  • Entsprechend wäre es wünschenswert, ein verbessertes Ventilsteuersystem vorzusehen, welches die Nachteile der oben besprochenen Deaktivierungssysteme des Standes der Technik überwindet.
  • Es wäre auch wünschenswert, ein verbessertes Ventilsteuersystem vorzusehen, bei dem eine Vielzahl von Motorsitzventilen unter Verwendung von nur einer einzigen Betätigungsvorrichtung deaktiviert werden kann.
  • Es wäre weiter wünschenswert, ein verbessertes Ventilsteuersystem vorzusehen, bei dem die Betätigungsvorrichtung, die verwendet wird, um den Übergang zwischen den aktivierten und deaktivierten Betriebszuständen zu erreichen, nicht eine Betätigungsvorrichtung mit besonders hoher Leistung sein muss.
  • Es wäre noch weiterhin wünschenswert, eine verbesserte hydraulische Spieleinstellvorrichtung (HLA) der Deaktivierungsbauart zur Anwendung in dem verbesserten Ventilsteuersystem der vorliegenden Erfindung vorzusehen.
  • Aspekte der vorliegenden Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen dargelegt. Das bevorzugte Ausführungsbeispiel, welches unten beschrieben wird, weist ein verbessertes Ventilsteuersystem für einen Verbrennungsmotor auf, welches einen Zylinderkopf mit einer Vielzahl von Einlass- und Auslassmotorsitzventilen aufweist, um den Fluss zu einer Vielzahl von Brennkammern hin und weg davon zu steuern. Eine Nockenwelle ist drehbar relativ zum Zylinderkopf aufgehängt, um eine zyklische Eingangsbewegung ansprechend auf die Drehung der Nockenwelle vorzusehen. Eines der Motorsitzventile für jede der Vielzahl von Brennkammern weist ein Deaktivierungsmotorsitzventil auf und ist betriebsmäßig mit einem Ventilende eines Kipphebels assoziiert, wobei jeder der Kipphebel auch ein Drehpunktende aufweist, welches in Eingriff mit einer Spielkompensationsvorrichtung angeordnet ist. Jeder der Kipphebel weist eine Nockenfolgeeinrichtung bzw. einen Schlepparm auf, der zwischen dem Ventilende und dem Drehpunktende angeordnet ist und betreibbar ist, um um eine Drehpunktfläche zu schwenken, die von der Spielkompensationsvorrichtung definiert wird, und zwar ansprechend auf die zyklische Eingangsbewegung, was somit die zyklische Öffnungs- und Verschlussbewegung zu dem jeweiligen einen der Deaktivierungsmotorsitzventile überträgt. Jede der Spielkompensationsvorrichtungen weist ein Körperglied auf, welches relativ zum Zylinderkopf festgelegt ist, eine Stößelanordnung, die die Drehpunktfläche definiert, und relativ zum Körperglied bewegbar ist, und weist weiter ein Verriegelungsglied auf. Das Verriegelungsglied ist bewegbar zwischen einem verriegelten Zustand und einem nicht verriegelten Zustand, in dem die Stößelanordnung frei relativ zum Körperglied hin und her zu bewegen ist.
  • Das verbesserte Ventilsteuersystem wird dadurch gekennzeichnet, dass jede der Vielzahl von Spielkompensationsvorrichtungen ein Federglied aufweist, welches das Verriegelungsglied zu einem der verriegelten und nicht verriegelten Zustände vorspannt. Ein langgestrecktes Betätigungsglied ist benachbart zu jeder der Vielzahl von Spielkompensationsvorrichtungen angeordnet und weist einen Teil auf, der betreibbar ist, um jedes der Vielzahl von Verriegelungsgliedern in den anderen, d.h. den verriegelten oder den nicht verriegel ten Zustand zu bewegen, und zwar ansprechend auf die Betätigungsbewegung des Betätigungsgliedes.
  • Gemäß noch einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine verbesserte hydraulische Spielkompensationsvorrichtung der Deaktivierungsbauart zur Anwendung in einem Ventilsteuersystem eines Verbrennungsmotors vorgesehen, die ein Motorsitzventil aufweist, um den Fluss zu einer Brennkammer hin und von dieser weg zu steuern. Die Spielkompensationsvorrichtung weist ein Körperglied auf, welches geeignet ist, um in einer Bohrung aufgenommen zu werden, die von einem Gehäuse definiert wird, wobei das Körperglied relativ zum Gehäuse festgelegt ist. Eine Stößelanordnung ist relativ zum Körperglied in einer Richtung parallel zur Achse der Vorrichtung bewegbar, und ein Verriegelungsglied ist radial relativ zur Achse zwischen einem verriegelten Zustand und einem nicht verriegelten Zustand bewegbar, in dem die Stößelanordnung frei relativ zum Körperglied hin und her zu bewegen ist. Ein Federglied spannt das Verriegelungsglied zu einem der verriegelten und nicht verriegelten Zustände vor.
  • Die verbesserte Spielkompensationsvorrichtung der Deaktivierungsbauart wird dadurch gekennzeichnet, dass das Federglied zumindest teilweise außerhalb des Körpergliedes angeordnet ist und einen Teil davon aufweist, der relativ zum Körperglied festgelegt ist, und einen anderen Teil davon, der festgelegt ist, um sich radial mit dem Verriegelungsglied zu bewegen. Das Federglied spannt das Verriegelungsglied radial nach außen relativ zur Achse der Vorrichtung zum nicht verriegelten Zustand vor. Ein Betätigungsglied ist benachbart zum anderen Teil des Federgliedes angeordnet und ist bewegbar zwischen einer ersten Position in Eingriff mit dem anderen Teil des Federgliedes und mit einer Bewegung des Verriegelungsgliedes zum verriegelten Zustand, und einer zweiten Position außer betrieblichem Eingriff mit dem anderen Teil des Federgliedes, was gestattet, dass das Verriegelungsglied durch das Federglied in den nicht verriegelten Zustand vorgespannt wird.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine in gewisser Weise schematische Perspektivansicht des Ventilsteuersystems der vorliegenden Erfindung.
  • 2 ist ein bruchstückhafter quer verlaufender Querschnitt, der eine Verbrennungsmotorzylinderkopfanordnung veranschaulicht, die das Ventilsteuersystem der vorliegenden Erfindung verwendet, und zwar gezeigt in dem Ventildeaktivierungsbetriebszustand, wobei die deaktivierende hydraulische Spieleinstellvorrichtung in ihrem nicht verriegelten Zustand gezeigt ist.
  • 3 ist ein vergrößerter quer verlaufender Querschnitt der in 2 gezeigten verriegelnden hydraulischen Spieleinstellvorrichtung, jedoch in dem vollständig ausgefahrenen Zustand gezeigt, der einen wichtigen Aspekt der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
  • 4 und 5 sind quer verlaufende Querschnitte ähnlich der 3, jedoch in einem etwas kleineren Maßstab, die die entriegelten bzw. verriegelten Zustände veranschaulichen.
  • 6 ist ein bruchstückhafter stark vergrößerter quer verlaufender Querschnitt des Verriegelungsvorgangs, wie er in der Ansicht der 5 auftritt.
  • 7 ist eine in gewisser Weise schematische bruchstückhafte Perspektivansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels des Ventilsteuersystems der vorliegenden Erfindung in einem wesentlich größeren Maßstab als in 1, jedoch ungefähr aus der gleichen Perspektive gesehen.
  • Detaillierte Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
  • Nun mit Bezug auf die Zeichnungen, die nicht die Erfindung einschränken sollen, veranschaulichen die 1 und 2 zusammen genommen ein Ventilbetätigungssystem, welches gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführt ist. Es sei bemerkt, dass während 2 einen Zylinderkopf veranschaulicht, der im Allgemeinen mit 11 bezeichnet wird, der Zylinderkopf 11 in 1 nicht gezeigt ist, um die Ansicht von allen Schlüsselkomponenten des Ventilantriebs und des Steuersystems der vorliegenden Erfindung zu erleichtern.
  • Nun in erster Linie mit Bezug auf 2 definiert, wie es dem Fachmann wohl bekannt ist, der Zylinderkopf 11 typischerweise das obere Ende einer Brennkammer, die in 2 mit 13 bezeichnet wird. Der Zylinderkopf 11 definiert eine Vielzahl von geringfügig im Winkel angeordneten Bohrungen 15, und in jeder Bohrung 15 ist eine Ventilführung 17 angeordnet, die zur Hin- und Herbewegung darin ein Motorsitzventil 19 trägt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel und nur beispielhaft wird das Ventilsteuersystem verwendet, um nur die Einlasssitzventile zu steuern, und daher sind, wie im Folgenden genauer beschrieben wird, alle Motorsitzventile 19, die sowohl in 1 als auch in 2 gezeigt sind, Einlasssitzventile.
  • Der Zylinderkopf 11 definiert einen Einlassdurchlass 21, von dem nur ein Teil in 2 gezeigt ist, durch welchen Luft (nur Luft in Diesel-Motoren) zur Brennkammer 13 fließt, und zwar immer dann, wenn das Einlasssitzventil 19 sich von der in 2 gezeigten geschlossenen Position zu einer offenen Position hin bewegt (aus der in 2 gezeigten Position nach unten verschoben).
  • In einer Ausnehmung, die von der Unterseite des Zylinderkopfes 11 definiert wird, ist ein Ventilsitzeinsatz 23 aufgenommen, der, obwohl dies nicht für die vorliegende Erfindung wichtig ist, typischerweise verwendet wird, um eine geeignete Sitzfläche zum Eingriff mit der Sitzstirnseite des Sitzventils 19 vorzusehen, wie es dem Fachmann wohl bekannt ist. Somit werden die folgenden Erwähnungen des "Ventilhubs" so verstanden, dass sie die Abwärtsbewegung des Sitzventils 19 aus der in 1 gezeigten geschlossenen Position zu einer offenen Position bedeuten, d.h., wobei das Ventil vom Ventilsitzeinsatz 23 "abgehoben" wird.
  • Das obere Ende von jedem Sitzventil 19 weist einen Federhalter 25 auf, gegen den eine Ventilrückstellfeder 27 aufsitzt, die das Einlassventil 19 nach oben vorspannt, und zwar zur geschlossenen Position der 2. Es sei be merkt, dass keines der Details von den bis jetzt erwähnten Elementen wichtig für die vorliegende Erfindung ist, sondern dass diese nur beispielhaft gezeigt und beschrieben wurden.
  • In Eingriff mit einem oberen Ende ("Spitzenteil") des Sitzventils 19 ist ein schwenkbarer Kissenteil 31, der an einem mit dem Ventil in Eingriff stehenden Ende (oder "Ventilende") eines Kipphebels 33 angeordnet ist. Auf dem gegenüberliegenden axialen Ende ("Drehpunktende") des Kipphebels 13 ist ein Stiftglied 35, welches in Öffnungen in den gegenüberliegenden Seitenwänden des Kipphebels 33 in einer Weise aufgenommen ist, die dem Fachmann im Allgemeinen gut bekannt ist und die im Folgenden nicht weiter beschrieben wird.
  • Das Stiftglied 35 sieht eine Drehverbindung zwischen dem Kipphebel 33 und einer Spielkompensationsvorrichtung vor, die im Allgemeinen mit 37 bezeichnet wird. Wie nur in 2 gezeigt ist, ist die Spielkompensationsvorrichtung 37 in einer Bohrung 39 angeordnet, die vom Zylinderkopf 11 definiert wird, und wie im Folgenden weiter beschrieben wird, weicht die Bohrung 39 von der typischen Zylinderkopfbohrung ab, die eine hydraulische Spieleinstellvorrichtung aufnimmt. Die Bohrung 39 bei der vorliegenden Erfindung umfasst nicht die Spielkompensationsvorrichtung 37 um ihren vollständigen Umfang über die volle axiale Länge der Bohrung 39, sondern definiert stattdessen einen offenen Bereich oder eine Kammer, die im Allgemeinen mit 40 in den 2 und 3 bezeichnet wird, deren Funktion im Folgenden beschrieben wird.
  • Zwischen dem Ventilende (Kissenteil 31) und dem Drehpunktende (Stiftglied 35), weist der Kipphebel 33 ein Rollenglied 41 auf, welches an seinem Außenumfang eine im Allgemeinen zylindrische Nockenfolgefläche 41S definiert, wobei die Konstruktionsdetails des Rollengliedes 41 keine wichtigen Aspekte der Erfindung sind. Vorzugsweise ist das Rollenglied 41 drehbar relativ zum Kipphebel 33 durch eine Achsenwelle 43 montiert, wie es in der Kipphebeltechnik üblich ist.
  • Nun mit Bezug auf 1 in Verbindung mit 2 weist das Ventilsteuersystem der vorliegenden Erfindung eine Nockenwelle auf, die im Allgemeinen mit 45 bezeichnet wird, die gemäß der vorliegenden Erfindung irgendeine von einer Anzahl von herkömmlichen Nockenwellenkonfigurationen und -geometrien sein kann, deren Details keinen Teil der vorliegenden Erfindung bilden.
  • Das Ventilsteuersystem der vorliegenden Erfindung wird in Verbindung mit einem Motor veranschaulicht und beschrieben, bei dem für jede Brennkammer 13 ein Paar von Einlasssitzventilen 19 vorgesehen ist, wobei eines davon als ein Deaktivierungseinlassventil dienen wird, und somit die Bezeichnung 19D trägt, und wobei das andere ein Nicht-Deaktivierungseinlassventil ist, und somit die Bezeichnung 19N trägt. Daher ist das, was in 1 gezeigt ist, ein Ventilsteuersystem zur Steuerung eines Paares von Einlasssitzventilen 19D und 19N für jeden von einer Vielzahl (P) von Zylindern (Brennkammern 13), wobei P gleich Vier (im vorliegenden Ausführungsbeispiel und nur beispielhaft) ist. Daher könnte das in 1 veranschaulichte Ventilsteuersystem als das Ventilsteuersystem für die vier Deaktivierungseinlasssitzventile in einem Reihen-4-Zylinder angesehen werden, oder könnte als das Ventilsteuersystem für die vier Zylinder in einer Bank eines 8-Zylindermotors der V-Bauart angesehen werden. Es sollte jedoch dem Fachmann klar sein, dass das Ventilsteuersystem der Erfindung nicht auf "P gleich Vier" oder auf irgendeine andere spezielle Anzahl eingeschränkt ist, noch darauf eingeschränkt ist, dass die Ventile 19D Einlassventile sind, obwohl dies die herkömmliche Anordnung wäre. Alles was wichtig für die vorliegende Erfindung ist, ist, dass es eine Vielzahl von Zylindern (Brennkammern 13) und mindestens ein Deaktivierungssitzventil 19D für jeden dieser Zylinder gibt, und dass das Ventilsteuersystem der vorliegenden Erfindung alle der Vielzahl von Sitzventilen 19D in der im Folgenden beschriebenen Weise steuert.
  • Nun mit Bezug auf sowohl 1 als auch 2 weist die Nockenwelle 45 vier Paare von Nockenansätzen 47 auf, und im vorliegenden Ausführungsbeispiel und nur beispielhafte können die Nockenansätze 47 von jedem Paar im Wesentlichen identisch miteinander sein. Viel mehr wären die Nockenansätze nicht identisch, sondern die zwei Ventilhübe wären identisch, insbesondere wenn die zwei Ventilantriebsstränge (der herkömmliche und der zur Deaktivierung) unterschiedlich wären. Die zwei Nockenansätze hätten normalerweise die gleiche Drehorientierung ("Phasenwinkel"). Wie es dem Fachmann wohl bekannt ist, hat jedes der vier Paare von Nockenansätzen 47 einen anderen Phasenwinkel als jedes andere der drei Paare von Nockenansätzen 47, die auf der Nockenwelle 45 angeordnet sind. Gemäß einem wichtigen Aspekt der vorliegenden Erfindung, und wie am besten in 1 zu sehen ist, gibt es eine langgestreckte Betätigungsstange 49, die sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel im Wesentlichen über die gesamte axiale Länge des Zylinderkopfes 11 erstreckt und zumindest genauso lang ist wie die Nockenwelle 45 und im Wesentlichen parallel dazu orientiert ist. In 1 ist am äußersten linken Ende der Betätigungsstange 49 eine Drehbetätigungsvorrichtung angeordnet, die im Allgemeinen mit 51 bezeichnet wird, deren Funktion es ist, die Betätigungsstange 49 zwischen ihren zwei unterschiedlichen Positionen zu drehen, wie im Folgenden beschrieben wird.
  • Immer noch mit Bezug auf die 1 und 2 zusammen und gemäß einem weiteren wichtigen Aspekt der Erfindung ist eine langgestreckte Betätigungsstange 49 benachbart zu jeder der deaktivierenden Spielkompensationsvorrichtungen 37 angeordnet (siehe 2). Wie am besten in 2 zu sehen ist, und wie zuvor erwähnt wurde, ist der Zylinderkopf 11 so konfiguriert, dass die Spieleinstellvorrichtung 37 nicht vollständig von der Bohrung 39 über ihre gesamte axiale Länge umgeben ist, sondern stattdessen würde die Bohrung 39 nur ungefähr zwei Drittel des Umfangs der Spieleinstellvorrichtung 37 umfassen. Der Rest des Umfangs der Vorrichtung 37 (d.h. der Teil benachbart zur Betätigungsstange 49) hat keinen Teil des Zylinderkopfes 11 direkt benachbart dazu. Anders gesagt, ist es so, wie wenn alles von dem Teil des Zylinderkopfes 11 (wodurch die Betätigungsstange 49 hindurch läuft) "entfernt" worden wäre, was somit den benachbarten Teil von jeder der deaktivierenden Spielkompensationsvorrichtungen 37 freilegt. Es ist ein wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung, dass die Betätigungsstange 49 "Zugriff" auf jede der Vorrichtungen 37 hat, jedoch ist die spezielle in 2 gezeigte Konfiguration kein essentielles Merkmal der Erfindung.
  • Nun in erster Linie mit Bezug auf 3 wird die deaktivierende Spieleinstellvorrichtung 37 zusätzlich genauer beschrieben. Die deaktivierende Spieleinstellvorrichtung 37 weist ein äußeres Körperglied 53, ein inneres Körperglied 55 und eine Stößelanordnung auf, die im Allgemeinen mit 57 bezeichnet wird. In dem speziellen gezeigten Ausführungsbeispiel und nur beispielhaft definiert die Stößelanordnung 57 eine zylindrische Öffnung 59, durch welche sich das Stiftglied 35 erstreckt, was somit die Stößelanordnung 57 mit dem "Drehpunktende" (Stiftglied 35) des Kipphebels 33 verbindet. Somit weist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel die Öffnung 59, die mit dem Stiftglied 35 in Eingriff ist, eine "Drehpunktfläche" auf, um die der Kipphebel 33 schwenkt. Immer noch in erster Linie mit Bezug auf 3 weist die Stößelanordnung 57 zu ihrem unteren Ende hin eine Rückschlagventilanordnung auf, die im Allgemeinen mit 61 bezeichnet wird, die nun dem Fachmann für die Technik der hydraulischen Spielkompensation wohl bekannt ist. Die Konstruktionsdetails der Rückschlagventilanordnung 61 bilden keinen wichtigen Teil der vorliegenden Erfindung, und daher wird die Rückschlagventilanordnung 61 hier nicht weiter beschrieben. Am unteren Ende in 3 des inneren Körpergliedes 55 ist ein Federsitzglied 63, an dem das obere Ende einer Leerbewegungsfeder 65 sitzt. Das untere Ende der Leerbewegungsfeder 65 sitzt an einem ringförmigen Teil 67 eines Federgliedes 69, wobei der ringförmige Teil 67 durch die Leerbewegungsfeder 65 gegen einen Halteclip 71 vorgespannt wird, der in einer Nut aufgenommen ist, die von dem äußeren Körperglied 53 definiert wird. Obwohl die Anordnung der Leerbewegungsfeder 65 vorteilhaft ist, und zwar aus Gründen, die im Folgenden offensichtlich werden, ist die Erfindung nicht auf irgendeine spezielle Konfiguration oder Anordnung der Leerbewegungsfeder eingeschränkt.
  • Das Federglied 69 weist zusätzlich zum ringförmigen Teil 67 einen sich vertikal erstreckenden Federteil 73 auf, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel und aus Gründen, die im Folgenden offensichtlich werden, in dem offenen Be reich 40 angeordnet ist, der vom Zylinderkopf 11 definiert wird. Typischerweise würde das Federglied 69 aus einem Federstahl geformt sein und es wird angenommen, dass es leicht in den Fähigkeiten des Fachmanns liegt, das Federglied 69 zu konfigurieren, um seine beabsichtigte Funktion und seinen Zweck zu erreichen, wie im Folgenden beschrieben wird.
  • Das innere Körperglied 55 definiert eine ringförmige Nut 75, und das äußere Körperglied 53 definiert eine radial orientierte Öffnung 77. Wie am besten in den 3 und 7 zu sehen ist (was ein alternatives Ausführungsbeispiel ist, was die Betätigungsmittel betrifft, jedoch die gleiche Spielkompensationsvorrichtung 37 zeigt) haben die oberen und unteren Teile des äußeren Körpergliedes 53 eine größere radiale Abmessung als der Rest des äußeren Körpergliedes 53. Das innere Körperglied 55 weist eine gewisse Art eines Halteclips 79 auf (im Folgenden als Segerring gezeigt), der mit einer Schulter 81 in Eingriff steht, die in den dem äußeren Körperglied 53 ausgebildet ist, was somit die nach außen gerichtete (nach oben gerichtete) Bewegung des inneren Körpergliedes 55 relativ zum äußeren Körperglied 53 unter dem Einfluss der Leerbewegungsfeder 65 begrenzt.
  • Immer noch in erster Linie mit Bezug auf 3, wobei das innere Körperglied 55 vollständig ausgefahren ist, wie gezeigt (entsprechend dem "Grundkreiszustand" der hydraulischen Spieleinstellvorrichtung 37), ist die ringförmige Nut 75 mit der Öffnung 77 ausgerichtet, so dass ein Verriegelungsglied 83 sich frei zwischen dem nicht verriegelten Zustand der 3 und einem verriegelten Zustand bewegen kann, wie in 5 und 6 gezeigt. Nun auch mit Bezug auf 6 weist der sich vertikal erstreckende Federteil 73 des Federgliedes 69 einen oberen Endteil 85 auf, der zwischen dem Hauptteil des Verriegelungsgliedes 83 und einem Rollenstift 87 eingeschlossen ist. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Federglied 69 so aufgebaut, dass in Abwesenheit einer Betätigungseingabe der Federteil 73 das Verriegelungsglied 83 nach links in den 3 und 6 zu einem nicht verriegelten (deaktivierten) Zustand vorspannt.
  • In einer typischen Motoranwendung für das Ventilsteuersystem der vorliegenden Erfindung wäre die Betätigungsstange 49 bei einem Motorleerlauf und bei relativ niedrigen Motordrehzahlen in dem nicht betätigten Zustand, der schematisch in 2 gezeigt ist, so dass das Federglied 69 das Verriegelungsglied 83 in den nicht verriegelten Zustand vorspannen würde, wie zuvor beschrieben, und wie in den 2 und 3 gezeigt. Wenn die Nockenwelle 45 sich in eine solche Position dreht, dass der Hubteil von jedem der Nockenansätze 47 in Eingriff mit der Nockenfolgefläche 41S ist, ist daher das Ergebnis nur, dass sich das Drehpunktende des Kipphebels 33 nach unten bewegt, was bewirkt, dass die Stößelanordnung 55 sich zurückzieht (nach "Innen" bewegt), und zwar entgegengesetzt zur Kraft der Leerbewegungsfeder 65, wie in 2 gezeigt. Wenn die Nockenwelle 45 sich aus der in 2 gezeigten Position dreht, so dass die Nockenfolgefläche 41S wieder in Eingriff mit dem "Grundkreisteil" des Nockenansatzes 47 ist, spannt die Leerbewegungsfeder 65 die Stößelanordnung 57 nach außen (relativ zum äußeren Körperglied 53) in die vollständig ausgefahrene Position vor, wie in 3 gezeigt, wobei der Halteclip 79 mit der Schulterfläche 81 in Eingriff ist. Wenn der Motor mit relativ niedriger Drehzahl arbeitet, bleibt somit jedes der Deaktivierungseinlasssitzventile 19D in der in 2 gezeigten geschlossenen Position, und nur die Nicht-Deaktivierungseinlassventile 19N öffnen sich, wenn sich die Nockenwelle 45 dreht. Wie zuvor erwähnt wurde, würden die Nicht-Deaktivierungseinlassventile 19N typischerweise die "Verwirbelungseinlassventile" (Swirl-Einlassventile) aufweisen, während die Deaktivierungseinlassventile 19D typischerweise die "Tumble-Einlassventile" aufweisen würden.
  • Wenn die Motordrehzahl allmählich zunimmt und schließlich eine vorbestimmte Motordrehzahl erreicht (wahrscheinlich eine ausgewählte Drehzahl irgendwo zwischen 2000 U/min und 2500 U/min) wird eine geeignete Eingabe an die Drehbetätigungsvorrichtung 51 übertragen, was somit die Betätigungsstange 49 in der Richtung gegen den Uhrzeigersinn dreht, wie vom Pfeil in 4 gezeigt. Vorzugsweise ist die Betätigungsstange 49 mit einer Betätigungslasche 89 versehen, die direkt benachbart zu jedem der sich vertikal erstreckenden Federteile 73 angeordnet ist. Daher wären in dem vorliegenden Ausführungs beispiel vier der Betätigungslaschen 89 entlang der axialen Länge der Betätigungsstange 49 angeordnet.
  • Es wird dem Fachmann klar sein, dass wenn die Betätigungsstange 49 beginnt, sich zu drehen, die vier deaktivierenden Spielkompensationsvorrichtungen 37 jeweils in einer unterschiedlichen Phase oder Stufe ihres Betriebszyklus sein werden. Beispielsweise wird bei mindestens zwei der Vorrichtungen 37 die Stößelanordnung 57 vollständig ausgefahren sein, wie in 3 gezeigt, während bei einer der Vorrichtungen 37 die Stößelanordnung 57 vollständig zurückgezogen sein wird, wie in 2 gezeigt, und es wird typischerweise eine der Vorrichtungen 37 geben, bei der die Stößelanordnung 57 irgendwo zwischen der vollständig ausgefahrenen Position der 3 und der vollständig zurückgezogenen Position der 2 ist.
  • Gemäß einem wichtigen Aspekt der Erfindung ist es nicht erforderlich, wie es bei den meisten Deaktivierungssystemen der Fall ist, dass die zur "Betätigung" des Deaktivierungssystems vorgesehene Vorrichtung (d.h. zu dessen Umschaltung der Betriebszustände) die Umschaltung während einer sehr kurzen Zeit ausführen könnte, d.h., wenn die jeweilige Nockenfolgerfläche 41S "auf dem Grundkreis" ist. Stattdessen dreht unter Verwendung der vorliegenden Erfindung die Drehbetätigungsvorrichtung 51 die Betätigungsstange 49 in die in 4 gezeigte Position, und jede der Betätigungslaschen 89 kommt simultan mit den sich vertikal erstreckenden Federteilen 73 in Eingriff, wobei die normale Vorspannung (nach links in 4) überwunden wird und der obere Endteil 85 der Feder und des Verriegelungsgliedes 83 nach rechts vorgespannt wird, wie in 4 gezeigt.
  • Für jene Spielkompensationsvorrichtungen 37, bei denen die Stößelanordnung 57 sofort entweder in einer vollständig zurückgezogenen oder in einer etwas zurückgezogenen Position ist, wie in 4 gezeigt, hat die radial nach innen gerichtete Vorspannung, die auf das Verriegelungsglied 83 aufgebracht ist, indirekt durch die Betätigungslasche 89 nur zur Folge, dass das Verriegelungsglied 83 mit der äußeren zylindrischen Fläche des inneren Körperteils 55 in Eingriff kommt. Sobald der Kipphebel 33 für diese spezielle Vorrichtung 37 wieder auf dem Grundkreis ist, wird die Leerbewegungsfeder 65 die Stößelanordnung 57 nach außen (nach oben in den 4 und 5) in die vollständig ausgefahrene Position vorspannen, die in 5 gezeigt ist. Wenn das innere Körperglied 55 die vollständig ausgefahrene in 5 gezeigte Position erreicht, wird die "Vorspannung", die auf das Verriegelungsglied 83 ausgeübt wird, wie zuvor beschrieben, zur Folge haben, dass der obere Endteil 85 des Federteils 73 das Verriegelungsglied 83 in die ringförmige Nut 75 in den verriegelten Zustand vorspannt. Daher sollen in den beigefügten Ansprüchen Erwähnungen der Stößelanordnung 57 mit Bezug auf den Verriegelungsvorgang so verstanden werden, dass sie das innere Körperglied 55 (d.h. als Tei der "Stößelanordnung") mit einschließen, und zwar in Hinsicht auf die Tatsache, dass es tatsächlich das innere Körperglied 55 ist, welches entweder mit dem Verriegelungsglied 83 in Eingriff steht oder nicht.
  • Wie es dem Fachmann wohl bekannt ist, wird, sobald das Verriegelungsglied 83 in dem verriegelten Zustand ist, wie er in den 5 und 6 gezeigt ist, eine darauf folgende Drehung der Nockenwelle 45, so dass der Hubteil des Nockenansatzes 47 mit der Nockenfolgerfläche 41S in Eingriff kommt, zur Folge haben, dass der Kipphebel 33 um die Drehpunktfläche schwenkt, die von der Spielkompensationsvorrichtung 37 definiert wird (in dieser Konfiguration von der zylindrischen Öffnung 59 und dem Stiftglied 53). Im beschriebenen verriegelten Zustand ist das Ergebnis eine Abwärtsbewegung (Hub) des Deaktivierungseinlasssitzventils 19D entgegengesetzt zur Vorspannkraft der Ventilrückstellfeder 27. Daher sind auf und über der vorbestimmten Motordrehzahl sowohl die Nicht-Deaktivierungseinlassventile 19N als auch die Deaktivierungseinlassventile 19D vollständig offen.
  • Wie am Besten in 6 zu sehen, gibt es einen gewissen mechanischen Leergang bzw. ein Spiel, welches als "L" bezeichnet wird, wenn die Stößelanordnung 57 in ihre äußere Position (vollständig ausgefahrene Position) vorgespannt ist, und zwar zwischen der ringförmigen Nut 75 und der benachbarten Oberfläche des Verriegelungsgliedes 83. Wie es dem Fachmann in der Tech nik für verriegelbare Vorrichtungen bekannt ist, muss ein solches mechanisches Spiel L vorgesehen sein, um eine freie Bewegung des Verriegelungsgliedes 83 aus seinem nicht verriegelten Zustand in den verriegelten Zustand zu gestatten, wie in den 5 und 6 gezeigt.
  • Nun in erster Linie mit Bezug auf 7 wird dort ein alternatives Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben, d.h. ein Ausführungsbeispiel, welches eine Alternative zu dem in 1 gezeigten Deaktivierungssystem ist. Es sei jedoch bemerkt, dass in 7 jede der deaktivierenden Spielkompensationsvorrichtungen 37 aufgebaut sein kann, so dass sie im Wesentlichen identisch mit dem ist, was in den 2 bis 6 veranschaulicht wurde, wie zuvor beschrieben.
  • Das alternative Deaktivierungssystem der 7 ist zur Anwendung in Zylinderkopfanwendungen vorgesehen, bei denen es nicht ausreichenden Raum für die Betätigungsstange 49 des Ausführungsbeispiels der 1 gibt, oder wo es "Hindernisse" in der Konfiguration des Zylinderkopfes gibt, die verhindern, dass die Betätigungsstange 49 direkt benachbart zu den Spielkompensationsvorrichtungen 37 angeordnet wird, wie es im Allgemeinen in Verbindung mit dem Deaktivierungssystem der 1 erforderlich ist.
  • In dem alternativen Ausführungsbeispiel der 7 werden die Elemente, die die gleichen sind oder sein können, wie im ersten Ausführungsbeispiel, die gleichen Bezugszeichen tragen und neue oder wesentlich modifizierte Elemente werden Bezugszeichen über "90" tragen. Seitlich benachbart zu jeder der Spielkompensationsvorrichtungen 37 ist ein Tragzapfen 91, dessen unteres Ende in 7 vorzugsweise am Zylinderkopf 11 festgelegt ist. Jeder Tragzapfen 91 endet an seinem oberen Ende in einem Gewindeteil 93 mit einer Mutter 95 in Verschraubungseingriff damit. In einem entwickelten Ausführungsbeispiel der Erfindung von 7 sind die Tragzapfen 91 die Bolzen bzw. Schrauben, durch die der Zylinderkopf 11 am (hier nicht gezeigten) Motorblock verschraubt ist, wobei in diesem Fall die "Mutter" 95 nur ein sechseckiger Kopf sein kann, der verwendet wird, um den Bolzen 91 relativ zum Block festzuziehen. Es sei deutlich bemerkt, dass die in 7 gezeigte Erfindung nicht auf irgendeine spezielle Anordnung zum Tragen oder zum Befestigen der Betätigungsstruktur eingeschränkt ist, wie im Folgenden beschrieben wird.
  • Auf jedem der Tragzapfen 91 ist unter der Mutter 95 ein Flanschteil 97, und zwischen der Mutter 95 und dem Flanschteil 97 ist ein gestanztes bzw. gepresstes Hebelglied 99. Das Hebelglied 99 weist einen ersten Hebelarm 101 auf, der an seinem "unteren" Endteil in 7 endet, und zwar in der Betätigungslasche 89, die im Allgemeinen die gleiche Konfiguration hat, die an der gleichen relativen Stelle angeordnet ist, und die die gleiche Funktion ausführen soll, wie die in 4 gezeigte Betätigungslasche 89.
  • Jedes Hebelglied 99 weist auch einen zweiten Hebelarm 103 auf, durch den das Hebelglied 99 an einen Betätigungsdraht 105 geklemmt werden kann oder daran durch irgendwelche anderen geeigneten Mittel angebracht werden kann, die alle ein Teil der Erfindung sein sollen. Wie in 7 zu sehen, insbesondere in Verbindung mit der rechten Spielkompensationsvorrichtung 37, ist der Betätigungsdraht 105 angeordnet, um sich linear hin und her zu bewegen (d.h. sich parallel zu dem Zugriff des Drahtes 105 zu bewegen). Eine solche Hin- und Herbewegung des Betätigungsdrahtes 105 wird den Effekt haben, jedes der Hebelglieder 99 (um die Achse des Tragzapfens 91) zu drehen, wodurch alle Betätigungslaschen 89 in Eingriff mit den sich vertikal erstreckenden Federteilen 73 in der gleichen Weise bewegt werden wie in 4 gezeigt.
  • Vorzugsweise ist am äußersten linken Ende in 7 (um in Übereinstimmung mit 1 zu sein) eine Betätigungsvorrichtung, wie beispielsweise eine Vakuumbetätigungsvorrichtung, die ansprechend auf ein Eingangssignal (d.h. ein Vakuumsignal) den Betätigungsdraht 105 nach links in 7 bewegen kann. Typischerweise wäre am rechten Ende des Betätigungsdrahtes 105 eine (nicht gezeigte) Rückstellfeder vorgesehen, die dazu tendiert, den Betätigungsdraht 105 nach rechts in 7 vorzuspannen. Der Fachmann wird verstehen, dass die spezielle Anordnung der Betätigungsvorrichtung und der Rückstellfeder kein wesentliches Merkmal des Ausführungsbeispiels der 7 ist, sondern stattdessen alles was wichtig ist, ist, dass eine gewisse Art eines Hebelarmmechanismus vorgesehen ist, der eine lineare Hin- und Herbewegung eines Betätigungsdrahtes in eine "radiale" Bewegung (relativ zu den Spielkompensationsvorrichtungen 37) der Betätigungslaschen 89 übertragen kann.
  • Im Hinblick auf das in 1 gezeigte System ist es offensichtlich, dass die Betätigungsstange 49 vorzugsweise mit einem geraden uneingeschränkten offenen Bereich im Zylinderkopf 11 vorgesehen wäre, um die Betätigungsstange 49 aufzunehmen. Es ist jedoch ein spezieller Vorteil des alternativen Ausführungsbeispiels der 7, dass in einer Zylinderkopfkonfiguration, wo es nicht durchführbar ist, einen solchen geraden uneingeschränkten Pfad zu sehen, die Deaktivierung der Vorrichtungen 37 immer noch unter Verwendung des Betätigungsdrahtes 105 erreicht werden kann. Wenn es beispielsweise eine Einschränkung zwischen den zweiten und dritten Zylindern eines 4-Zylinder-Kopfes oder einer 4-Zylinder-Bank gibt, kann der Kopf mit einer Führungsöffnung oder einem Rohr (zwischen den zweiten und dritten Zylindern) versehen sein, der vom nominellen linearen Pfad des Drahtes 105 abweicht, um um das Hindernis herum zu kommen. Die Führungsöffnung oder das Rohr (hier nicht gezeigt) würden den Betätigungsdraht 105 zur Hin- und Herbewegung darin tragen, auch wenn es einen Reibkontakt zwischen dem Draht 105 und dem Rohr gäbe. Somit ist zu sehen, dass das alternative Ausführungsbeispiel dem Konstrukteur des Motors und des Zylinderkopfes eine größere Flexibilität bei der Packungsanordnung bietet.
  • Die Erfindung ist genau in der vorangegangenen Beschreibung beschrieben worden und es wird angenommen, dass verschiedenen Veränderungen und Modifikationen der Erfindung dem Fachmann beim Lesen und beim Verständnis der Beschreibung offensichtlich werden. Es ist beabsichtigt, dass alle diese Veränderungen und Modifikationen in der Erfindung mit eingeschlossen sein sollen, insofern sie in den Umfang der beigefügten Ansprüche fallen.

Claims (14)

  1. Ventilsteuersystem für einen Verbrennungsmotor, der Folgendes aufweist: einen Zylinderkopf (11) mit einer Vielzahl (P) von Einlass- (19) und Auslass-Motorsitz- bzw. -tellerventilen zum Steuern der Strömung zu und von einer Vielzahl (P) von Verbrennungskammern (13); eine Nockenwelle (45), die drehbar relativ zum Zylinderkopf (11) getragen ist zum Vorsehen einer zyklischen Eingangsbewegung, ansprechend auf die Drehung der Nockenwelle (45); wobei eines der Motorsitzventile (19D) für jedes der Vielzahl (P) von Verbrennungskammern (13) ein Deaktivierungsmotorsitzventil aufweist, und betriebsmäßig mit einem Ventilende (31) eines Kipphebels (33) assoziiert ist, wobei jeder Kipphebel (33) auch ein Drehpunktende (35) aufweist, das in Eingriff mit einer Spielkompensationsvorrichtung (37) steht; wobei jeder der Kipphebel (33) ein Nockenfolgeelement (41) umfasst, das zwischen dem Ventilende (31) und dem Drehpunktende (35) angeordnet ist, und sich betriebsmäßig um eine Drehpunktoberfläche (59, 35) schwenkt, die durch die Spielkompensationsvorrichtung (37) definiert ist, und zwar ansprechend auf die zyklische Eingangsbewegung, um dadurch eine zyklische Öffnungs- und Schließbewegung an das jeweilige der Deaktivierungsmotorsitzventile (19D) zu übertragen; wobei jede der Spielkompensationsvorrichtungen (37) ein Körperglied (53) aufweist, das relativ zum Zylinderkopf (11) festgelegt ist, eine Stößelanordnung (57), welche die Drehpunktoberfläche (59, 35) definiert und relativ zum Körperglied (53) bewegbar ist, und ein Verriegelungsglied (83), das zwischen einem verriegelten Zustand (5) und einem entriegelten Zustand (3) bewegbar ist, bei dem die Stößelanordnung (57) frei relativ zu dem Körperglied (53) hin und her bewegbar ist; dadurch gekennzeichnet dass: (a) jede der Vielzahl (P) von Spielkompensationsvorrichtungen (37) ein Federglied (69) umfasst, das das Verriegelungsglied (83) zu dem verriegelten oder dem entriegelten Zustand vorspannt; (b) ein langgestrecktes Betätigungsglied (49; 105), das benachbart zu jeder der Vielzahl (P) von Spielkompensationsvorrichtungen (37) an geordnet ist, und einen Teil (89) umfasst, zum betriebsmäßigen Bewegen von jedem der Vielzahl (P) von Verriegelungsgliedern (83) zu dem anderen Zustand, d.h. dem verriegelten oder entriegelten Zustand, und zwar ansprechend auf eine Betätigungsbewegung des Betätigungsgliedes (49; 105).
  2. Ventilsteuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsbewegung eine Drehbewegung des Betätigungsgliedes (49) aufweist, und zwar zwischen einer ersten Drehausrichtung (5), die dem verriegelten Zustand entspricht, und einer zweiten Drehausrichtung (2), die dem entriegelten Zustand entspricht.
  3. Ventilsteuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das System ferner einen einzelnen Drehbetätiger (51) aufweist, zum betriebsmäßigen Drehen des langgestreckten Betätigungsgliedes (49) zwischen der ersten (5) und der zweite (2) Drehausrichtung.
  4. Ventilsteuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Deaktivierungsmotorsitzventile für jede der Vielzahl (P) von Brennkammern (13) das Einlasssitzventil (19D) aufweist.
  5. Ventilsteuersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Vielzahl (P) von Brennkammern (13) ein erstes (19D) und ein zweites (19N) Einlasssitzventil vorgesehen ist, und wobei die ersten Einlasssitzventile (19D) die Vielzahl (P) von Deaktivierungsmotorsitzventilen aufweisen.
  6. Ventilsteuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl (P) von Spielkompensationsvorrichtungen eine hydraulische Spieleinstellvorrichtung aufweist, wobei die Stößelanordnung (57) ein hydraulisches Spielkompensationselement (61) umfasst.
  7. Ventilsteuersystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößelanordnung (57) einen Kugelstößelteil umfasst, der die Drehpunktoberfläche aufweist.
  8. Ventilsteuersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder der Vielzahl (P) von Spielkompensationsvorrichtungen (37) das Federglied (69), das Verriegelungsglied (83) zu dem entriegelten Zustand (2) vorspannt, und die Betätigungsbewegung des langgestreckten Betätigungsgliedes (49; 105) alle der Vielzahl (P) von Verriegelungsgliedern (83) zu dem verriegelten Zustand (5) bewegt.
  9. Ventilsteuersystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Betätigungsglied (49; 105) eine unbetätigte Position (2, 7) aufweist, in der jedem der Vielzahl (P) von Federgliedern (69) erlaubt wird, die Verriegelungsglieder (83) zu dem entriegelten Zustand (2) vorzuspannen, wenn der Verbrennungsmotor unterhalb einer vorbestimmten Motordrehzahl arbeitet.
  10. Ventilsteuersystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Betätigungsglied (49; 105) eine betätigte Position (5) aufweist, in der die Kraft von jedem der Vielzahl (P) von Federgliedern (69) überwunden wird, um die Verriegelungsglieder (83) zu dem verriegelten Zustand (5) zu bewegen, wenn der Verbrennungsmotor oberhalb einer vorbestimmten Motordrehzahl arbeitet.
  11. Ventilsteuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsbewegung eine lineare Hin- und Herbewegung des Betätigungsgliedes (105) aufweist, und zwar zwischen einer ersten Ausrichtung, die dem verriegelten Zustand entspricht und einer zweiten Ausrichtung, die dem entriegelten Zustand entspricht (7).
  12. Hydraulische Spielkompensationsvorrichtung (37) eines Deaktivierungstyps zur Verwendung in einem Ventilsteuersystem eines Verbrennungs motors, der ein Motorsitzventil (19) aufweist zum Steuern der Strömung zu und von einer Brennkammer (13); wobei die Spielkompensationsvorrichtung (37) Folgendes aufweist: ein Körperglied (53), das in der Lage ist, innerhalb einer Bohrung (39) aufgenommen zu werden, die durch ein Gehäuse (11) definiert wird, wobei das Körperglied (53) relativ zum Gehäuse (11) fixiert ist; eine Stößelanordnung (55, 57), die relativ zu dem Körperglied bewegbar ist, und zwar in einer Richtung parallel zu der Achse der Vorrichtung (37) und wobei ein Verriegelungsglied (83) radial bewegbar ist, relativ zur Achse und zwar zwischen einem verriegelten Zustand (5) und einem entriegelten Zustand (3), in der die Stößelanordnung (55, 57) frei hin und her bewegbar ist, relativ zu dem Körperglied (53), wobei ein Federglied das Verriegelungsglied (83) zu dem verriegelten oder entriegelten Zustand vorspannt; dadurch gekennzeichnet, dass: (a) das Federglied (69) wenigstens teilweise außerhalb des Körpergliedes (53) angeordnet ist, und einen Teil (67) davon aufweist, der relativ zu dem Körperglied (53) fixiert ist, und einen anderen Teil (73), der festgelegt ist zur radialen Bewegung mit dem Verriegelungsglied (83); (b) das Federglied (69), das das Verriegelungsglied (83) radial nach außen vorspannt, und zwar relativ zu der Achse der Vorrichtung (37) und zwar zu dem entriegelten Zustand (3); und (c) ein Betätigungsglied (89), das benachbart zu dem anderen Teil (73) des Federglieds (69) angeordnet ist, und bewegbar ist zwischen einer ersten Position (5), die mit dem anderen Teil (73) des Federglieds (69) in Eingriff steht, und das Verriegelungsglied (83) zu dem verriegelten Zustand bewegt, und einer zweiten Position (2) aus dem Betriebseingriff mit dem weiteren Teil des Federglieds heraus, was ermöglicht, dass das Verriegelungsglied (83) durch das Federglied zu dem entriegelten Zustand vorgespannt wird.
  13. Hydraulische Spielkompensationsvorrichtung (37) des Deaktivierungstyps nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (39) das Körperglied (53) umgibt und zwar um weniger als dessen gesamten Um fang (2), um dadurch einen offenen Bereich (40) vorzusehen, benachbart zu dem Körperglied (53), wobei der andere Teil (73) des Federglieds (69) innerhalb des offenen Bereichs (40) angeordnet ist.
  14. Hydraulische Spielkompensationsvorrichtung (37) des Deaktivierungstyps nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Teil des Federglieds (69) einen langgestreckten Federteil (73) aufweist, der sich im Allgemeinen parallel zu der Achse der Spielkompensationsvorrichtung (37) erstreckt, wobei ein unteres Ende einer Leergangfeder (65) gegen den einen Teil (67) des Federglieds (69) sitzt, und wobei ein vertikaler oberer Endteil (85) des Federglieds (69) relativ zum Verriegelungsglied (83) fixiert ist.
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