-
[Technisches Gebiet der
Erfindung]
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung, welche geeignet
ist, in einen Gaserzeuger für
ein Airbagsystem oder einen Sitzgurtstraffer oder dergleichen eingebaut
zu werden, und den Gaserzeuger, welcher die Zündvorrichtung aufweist.
-
[Beschreibung des betroffenen
Stands der Technik]
-
Ein
Airbagsystem, welches an einem beweglichen Hochgeschwindigkeitskörper wie
z.B. einem Fahrzeug vorgesehen ist, ist konstruiert, einen sackförmigen Airbag
von einem Gaserzeuger, welcher eine Aufblasvorrichtung genannt wird,
aufzublasen. Der Gaserzeuger weist ein gaserzeugendes Mittel und
eine Zündvorrichtung
zum Einleiten einer gaserzeugenden Reaktion des gaserzeugenden Mittels auf.
Herkömmlicherweise
weist die Zündvorrichtung ein
Reaktionsmittel und eine Faser (Brückendraht) als ein widerstandswärmeerzeugendes
Element zum Einleiten einer Reaktion des Reaktionsmittels auf (z.B.
US-Patent Nr. 5,404,263).
-
Ein
Beispiel der Zündvorrichtung
des betroffenen Stands der Technik wird in Verbindung mit 8 beschrieben.
-
Eine
Zündvorrichtung 10 weist
ein im Wesentlichen becherförmiges
Gehäuse 12 auf,
welches an der Rückseite
offen ist (der Boden in 8). Ein Reaktionsmittel 14 ist
in dem Gehäuse 12 untergebracht.
Der hintere Anteil des Gehäuses 12 ist
mit einem isolierenden Material 16 verschlossen, welches aus
gesintertem Glas oder dergleichen ausgebildet ist. Enden eines Paars
von Elektroden 18, 20, welche durch das isolierende
Material 16 verlaufen, sind in dem Gehäuse 12 freigelegt.
-
Ein
Faden 22 erstreckt sich zwischen den Enden der Elektroden 18, 20.
Die beiden Enden des Fadens 22 sind an die Oberflächen der
Enden der jeweiligen Elektroden 18, 20 geschweißt. Der
Faden 22 ist in Berührung
mit dem Reaktionsmittel 14 in dem Gehäuse 12.
-
Die
Elektroden 18, 20 und das Gehäuse 12 sind voneinander
entfernt angeordnet, um nicht in elektrischen Kontakt gebracht zu
werden.
-
In
der so konstruierten Zündvorrichtung 10 ist
eine der Elektroden 18 mit einem positiven Pol einer Batterie 26 eines
Motorfahrzeugs über
einen Steuerschaltkreis 24 mit einem spannungsverstärkenden
Schaltkreis oder dergleichen verbunden und die andere Elektrode 20 ist
mit einer Fahrzeugkarosserie des Motorfahrzeugs verbunden (Erdeverbindung).
Der negative Pol der Batterie 26 ist mit der Fahrzeugkarosserie
des Motorfahrzeugs verbunden.
-
In
einem Notfall, wie zum Beispiel einer Fahrzeugkollision oder dergleichen,
wird ein Schaltelement in dem Steuerschaltkreis 24 eingeschaltet
und eine Spannung wird dem Faden 22 von der Batterie 26 zugeführt. Dementsprechend
erzeugt der Faden 22 Wärme
und das Reaktionsmittel 14 wird gezündet und leitet eine Reaktion
ein. Die Reaktion des Reaktionsmittels 14 erzeugt Hochdruckgas
oder Wärme, wodurch
das gaserzeugende Mittel in dem Gasgenerator eine Gaserzeugungsreaktion
bewirkt.
-
Das
hier verwendete Reaktionsmittel weist ein erstes Reaktionsmittel,
welches eine Mischung aus Bleistyphnat und Aluminiumpulver ist,
welches angeordnet ist, um den Faden
22 zu umgeben, und ein
zweites Reaktionsmittel, welches aus BKNO
3 oder
einem Sprengpulver ausgebildet ist, welches angeordnet ist, um das
erste Reaktionsmittel zu umgeben, auf. Eine derartige Zündvorrichtung
ist in der Druckschrift
DE 102
113 48 , welche eine Basis für den Oberbegriff nach Anspruch
1 ausbildet, beschrieben. Das erste Reaktionsmittel reagiert schnell
exotherm und das zweite Reaktionsmittel beginnt eine Reaktion aufgrund
einer Aufnahme von Wärme
von dem ersten Reaktionsmittel, wodurch ein Hochdruck und Hochtemperaturgas
und winzige Partikel erzeugt werden.
-
Nun
wird Bezug nehmend auf 9 ein Beispiel des Gasgenerators,
welcher mit der Zündvorrichtung 10 versehen
ist, beschrieben werden. Ein Gasgenerator 30 weist einen
Behälter,
welcher ein äußeres Gehäuse mit
einem oberen Gehäuse 32 und einem
unteren Gehäuse 34 aufweist,
und ein zylindrisches Trennteil 36, welches in dem äußeren Gehäuse angeordnet
ist, auf. Ein Ende des Trennteils 36 verläuft durch
eine Öffnung
an dem Boden des unteren Gehäuses 34 und
ragt nach unten hervor. Die innere Umfangsoberfläche der Öffnung und die äußere Umfangsoberfläche des
Trennteils 36 sind durch Laserstrahlschweißen oder
dergleichen verschweißt. Ein
Zündmittel
(Verstärkertreibmittel) 40 ist
innerhalb des Trennteils 36 untergebracht und ein gaserzeugendes
Mittel (Haupttreibmittel) 42 ist außenumfänglich von dem Trennteil 36 untergebracht.
-
Das
Trennteil 36 ist mit der Zündvorrichtung 10 an
dem zuvor beschriebenen Ende davon versehen. Wenn das Zündmittel 40 von
der Zündvorrichtung 10 gezündet wird,
wird Gas von einer Öffnung 44 des
Trennteils 36 eingepresst, um das gaserzeugende Mittel 42 zu
zünden,
wodurch eine große
Menge Gas schnell erzeugt wird und durch einen Filter 46,
welcher aus einem Sieb oder dergleichen ausgebildet ist, gepresst
wird und durch ei ne Öffnung 48 aus
dem Gasgenerator 30 herausgepresst wird, so dass der Airbag
aufgeblasen wird. 9 zeigt nur ein Beispiel von
dem Gasgenerator und verschiedene Gasgeneratoren von einer anderen
als der in der Zeichnung gezeigten Form können ebenso verwendet werden.
-
[Von der Erfindung zu
lösende
Probleme]
-
Bei
der herkömmlichen
in 8 gezeigten Zündvorrichtung
müssen
die Länge
oder Schweißbedingungen
des Fadens 22 genau gesteuert werden, um einen elektrischen
Widerstand des Fadens 22 festzusetzen, was viele Probleme
bei der Herstellung mit sich bringt und eine Erhöhung der Kosten bewirkt.
-
Zusätzlich ist
es notwendig, dass das Reaktionsmittel 14 empfindlich ist,
um sogar mit einer geringen Menge der von dem Faden 22 erzeugten
Energie gezündet
zu werden, und wobei ein Handhaben eines derartigen empfindlichen
Reaktionsmittels 14 besondere Vorsicht erfordert.
-
Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Zündvorrichtung bereitzustellen,
welche kein widerstandswärmeerzeugendes
Element wie z. B. einen Faden oder dergleichen verwendet, und welche geeignet
ist, ein Reaktionsmittel zu verwenden, welches einfach herzustellen
ist und sicher in der Handhabung davon ist. Eine weitere Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist, einen Gaserzeuger bereitzustellen,
welcher mit der Zündvorrichtung
versehen ist.
-
[Mittel zum Lösen der
Probleme]
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden diese Aufgaben durch eine Zündvorrichtung nach Anspruch
1 oder Anspruch 2 und einen Gaserzeuger nach Anspruch 3 gelöst.
-
Eine
Zündvorrichtung
der vorliegenden Erfindung weist ein Gehäuse, ein in dem Gehäuse angeordnetes
Reaktionsmittel, eine Elektrode und ein plasmaerzeugendes Mittel
zum Erzeugen eines Plasmas indem es mit Energie versorgt wird und
eine Reaktion des Reaktionsmittels einleitet, auf.
-
Die
Zündvorrichtung
der vorliegenden Erfindung weist ein Gehäuse, eine Elektrode und eine
Mischung aus einem Reaktionsmittel und einem plasmaerzeugenden Mittel,
welche in dem Gehäuse
angeordnet ist, auf, und kann dadurch gekennzeichnet sein, dass
das plasmaerzeugende Mittel als Antwort auf eine Zündung der
Elektrode ein Plasma erzeugt und somit eine Reaktion des Reaktionsmittels
ausgelöst
wird.
-
In
der Zündvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird, wenn eine Spannung an die Elektrode angelegt wird,
das plasmaerzeugende Mittel in einen Hochtemperaturplasmazustand
umgesetzt. Die von dem plasmaerzeugenden Mittel erzeugte Wärme bewirkt,
eine Reaktion des Reaktionsmittels auszulösen, und von der Reaktion erzeugtes Hochdruckgas
oder von der Reaktion erzeugte Wärme
zündet
das gaserzeugende Mittel in dem Gaserzeuger. Da diese Zündvorrichtung
mit dem plasmaerzeugenden Mittel versehen ist, anstatt einen Faden bereitzustellen,
kann sie einfach hergestellt werden und kann mit einem hohen Ausbeuteverhältnis bei geringen
Kosten ohne Schwankungen in der Qualität hergestellt werden.
-
Da
die wärmeerzeugende
Energie des plasmaerzeugenden Mittels größer als die wärmeerzeugende
Energie des Fadens ist, kann ein Reaktionsmittel verwendet werden,
welches sicherer in der Handhabung als das empfindliche Reaktionsmittel ist,
welches bei der Verwendung des Fadens verwendet wurde.
-
[Kurzbeschreibung der
Zeichnungen]
-
1 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
2 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
3 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß noch einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
4 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
5 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
6 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
7 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
8 ist
eine Querschnittsansicht einer Zündvorrichtung
gemäß dem in
Beziehung stehenden Stand der Technik.
-
9 ist
eine Querschnittsansicht, welche ein Beispiel einer Konstruktion
eines Gaserzeugers zeigt.
-
[Beschreibung der Ausführungsformen]
-
Nun
werden Bezug nehmend auf die Zeichnungen Ausführungsformen beschrieben werden. 1 bis 7 sind
Querschnittsansichten einer Zündvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
Gemäß einer
Zündvorrichtung 50,
welche in 1 gezeigt ist, ist ein Gehäuse 56 aus
einem Becher 52 und einem Kopfteil 54, welches
durch einen Eingang des Bechers 52 eingesetzt ist, und
einem Reaktionsmittel 58, welches in das Gehäuse 56 eingefüllt ist,
konstruiert. In dieser Ausführungsform
ist der Becher 52 ein kreisförmiger Behälter, welcher aus einem SUS304
oder dergleichen ausgebildet ist. Das Kopfteil 54 ist ein
im Wesentlichen scheibenförmiges
Bauteil, welches aus SUS304 oder dergleichen gefertigt ist, und
eine äußere Umfangsoberfläche davon
ist an einer inneren Umfangsoberfläche des Bechers 52 durch
Schweißen
oder dergleichen befestigt.
-
Das
Kopfstück 54 ist
mit einem Durchgangsloch 60 versehen, welches sich in der
Richtung der Dicke des Kopfstücks
an der Mitte davon befindet. Elektrodenanschlussstifte 62, 64 sind
in das Loch 60 mit einem Abstand voneinander eingesetzt
und diese Anschlussstifte 62, 64 sind durch ein
isolierendes Befestigungsmaterial 66, wie z. B. Glas oder
dergleichen, an dem Kopfteil 54 befestigt, um sie von dem Kopfteil 54 fernzuhalten.
Endoberflächen
der Anschlussstifte 62, 64 sind bündig zu
einer Endoberfläche
des Kopfteils 54. Eine dünne plattenförmige Ausformung
des plasmaerzeugenden Mittels 72 ist an der Endoberfläche (der
oberen Endoberfläche
in der Zeichnung) des Kopfteils 54 an der Innenseite des Bechers
angeordnet.
-
Das
plasmaerzeugende Mittel 72 ist zum Beispiel aus Wasserglas
(Na2O/SiO2, K2O/SiO2), KClO3, KClO4, KCl und
dergleichen, und Pulver, wie zum Beispiel KClO3,
KClO4, KCl und dergleichen ausgebildet,
welches in eine dünne
Plattenform ausgebildet wird, indem es gedrückt wird. Die Enden der Anschlussstifte 62, 64 sind
in Berührung
mit dem plasmaerzeugenden Mittel 72.
-
Es
besteht ein Zwischenraum zwischen einer Endoberfläche des
plasmaerzeugenden Mittels 72 und einer Deckenoberfläche des
Bechers 52 und darin ist ein Reaktionsmittel 52 eingelagert.
-
Die äußere Oberfläche des
Bechers 52 ist mit einer Harzabdeckung 68 bedeckt,
welche aus Nylon, Polypropylen oder dergleichen ausgebildet ist. Die
Rückseite
des Bechers 52 und die rückseitige Endoberfläche des
Kopfteils 54 sind mit einer Kunstharzabdeckung 70 bedeckt,
welche aus Nylon, Polybutylenterephtalat oder dergleichen ausgebildet
ist. Die Anschlussstifte 62, 64 ragen nach außen durch die
Kunstharzabdeckung 70 hervor.
-
Das
Reaktionsmittel 58 kann aus nur einem ersten Reaktionsmittel
(Zündmittel)
ausgebildet sein und kann aus einer Mischung des ersten Reaktionsmittels
und einem zweiten Reaktionsmittel (Partikel eines Oxidationsmittels)
ausgebildet sein. Obwohl die Art des ersten Reaktionsmittels nicht
besonders begrenzt ist, wird ein einzelnes Metall, wie zum Beispiel
Mg, Zr, Ti, W, B, Si, C, Be, Li, Al, V, CaC2,
Ca, Ce, La oder dergleichen oder eine Legierung davon oder eine
Verbindung davon verwendet. Obwohl die Art des zweiten Reakti onsmittels
nicht speziell beschränkt
ist, werden KClO4, KClO3,
KlO4, NH4ClO4, NH4NO3,
KNO3, Fe2O3, Fe3O4,
Sr(NO3)2, CuO, NiO und
dergleichen verwendet.
-
In
der so konstruierten Zündvorrichtung 50 wird,
wenn eine Spannung zwischen die Anschlussstifte 62, 64 angelegt
wird, ein Hochtemperaturplasma von dem plasmaerzeugenden Mittel 72,
welches zwischen diesen zwei Anschlussstiften 62, 64 bereitgestellt
ist, erzeugt. Dann löst
das Reaktionsmittel 58 durch Wärme von dem Plasma eine Reaktion
aus und dann wird Gas erzeugt, welches winzige Hochdruck- und Hochtemperaturpartikel
enthält.
Wenn das Reaktionsmittel 58 Partikel eines Oxidationsmittels
enthält,
werden die Metallpartikel schnell oxidiert und somit Wärme aufgrund
des Oxidationsvorgangs der Partikel des Oxidationsmittels erzeugt,
wodurch die Reaktion gefördert
wird.
-
Bei
dieser Ausführungsform
wird kein Faden (Drahtbrücke)
verwendet und somit können
viele Probleme während
einer Herstellung erheblich reduziert werden.
-
In
dieser Ausführungsform
wird ein Hochtemperaturplasma stabil von dem plasmaerzeugenden Mittel 72 erzeugt.
Deshalb kann ein Reaktionsmittel verwendet werden, welches weniger
empfindlich als das Reaktionsmittel (Zündmittel), welches verwendet
wird, wenn der Faden verwendet wird, wodurch die Handhabung des
Reaktionsmittels erleichtert wird.
-
Bei
einer in 2 gezeigten Zündvorrichtung 50A wurde
das Material des Kopfteils 54A in Kunststoff (synthetischen
Kunstharz) geändert.
-
Bei
der Zündvorrichtung 50A in 2 ist
ein Gehäuse 56A aus
einem metallischen Becher 52A und dem Kunststoffkopfteil 54A,
welches durch den Eingang des Bechers 52A eingesetzt ist,
konstruiert. Die Elektrodenanschlussstifte 62, 64 sind
in das Kopfteil 54A eingesetzt. Eine Endoberfläche des Kopfteils 54A ist
bündig
zu den Endoberflächen
der Anschlussstifte 62, 64. Das plasmaerzeugende
Mittel 72 ist angeordnet, um der Endoberfläche des
Kopfteils 54 überlagert
zu sein. Der Becher 52A ist mit einer nicht gezeigten Kunstharzabdeckung
bedeckt. Weitere Konstruktionen sind die gleichen wie die der in 1 gezeigten
Zündvorrichtung 50 und
gleiche Bauteile werden durch die gleichen Bezugszeichen dargestellt.
-
Bei
dieser Zündvorrichtung 50A wird,
wenn der Abschnitt zwischen den Anschlussstiften 62, 64 gezündet wird,
ein Hochtemperaturplasma von dem plasmaerzeugenden Mittel 72 erzeugt
und das Reaktionsmittel 58 löst durch Wärme davon eine Reaktion aus.
-
Eine
in 3 gezeigte Zündvorrichtung 50B, eine
exemplarische Ausführungsform,
die kein Bestandteil der Erfindung ist, weist ein plasmaerzeugendes
Mittel auf, welches durch Mischen eines plasmaerzeugenden Mittels
und eines Reaktionsmittels ausgebildet ist. Eine Mischung 72B ist
an den Enden der Anschlussstifte 62, 64 in einer
Kugelform oder in einer kleinen Blockform unter Verwendung eines
Bindemittels wie z. B. Wasserglas oder dergleichen befestigt.
-
In
dieser exemplarischen Ausführungsform ragen
die Enden der Elektrodenanschlussstifte 62, 64 von
der Endoberfläche
des Kopfteils 54A hervor und eine Mischung 72B ist
an den Anschlussstiften 62, 64 angebracht, um
die Enden davon abzudecken. Die Mischung 72B ist an den
Enden der Anschlussstifte 62, 64 angebracht, um
dazwischenzuliegen. Übrige
Konstruktionen sind die gleichen wie die der Zündvorrichtung 50A in 2 und
die gleichen Bauteile sind durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
-
In
der so konstruierten Zündvorrichtung 50B wird,
wenn eine Spannung zwischen den Anschlussstiften 62, 64 angelegt
wird, ein Hochtemperaturplasma von dem plasmaerzeugenden Mittel
erzeugt, welches in der Mischung 72B enthalten ist, die
zwischen den zwei Anschlussstiften 62, 64 bereitgestellt
ist. Dann löst
das Reaktionsmittel, welches in der Mischung 72B enthalten
ist, durch Hitze von dem Hochtemperaturplasma eine Reaktion aus
und dann löst das
Reaktionsmittel 58, welches außerhalb der Mischung 72B bereitgestellt
ist, durch Wärme
davon eine Reaktion aus.
-
4 zeigt
eine Zündvorrichtung 50C einer Einzelanschlussstiftstruktur.
Ein Kopfteil 54C ist aus einem säulenförmigen Abschnitt 54a und
einem Flanschabschnitt 54b, welcher von der unteren Umfangsoberfläche des
säulenförmigen Abschnitts 54a hervorragt,
konstruiert. Ein Gehäuse 56C ist
aus dem Kopfteil 54C und einem Becher 52C, welcher
auf den säulenförmigen Abschnitt 54a des
Kopfteils 54C angebracht ist, konstruiert. Das Kopfteil 54C und
der Becher 52C sind beide aus Metall ausgebildet.
-
Das
Kopfteil 54C ist mit einem Loch 60C, welches sich
in der Richtung der Dicke des Kopfteils an der Mitte davon erstreckt,
versehen. Ein einzelner Elektrodenanschlussstift 62C ist
in das Loch 60C eingesetzt und an dem Kopfteil 54C durch
ein isolierendes Befestigungsmaterial 66, wie zum Beispiel
Glas oder dergleichen, befestigt. Ein Ende des Anschlussstifts 62C ist
bündig
zu einem Ende des Kopfteils 54C und das plasmaerzeugende
Mittel 72 ist an der Endoberfläche des Kopfteils 54C angeordnet.
-
Der
Flanschabschnitt 54b des Kopfteils 54C ist mit
mehreren Bolzenlöchern 54c versehen.
-
In
der so konstruierten Zündvorrichtung 50C einer
Einzelanschlussstiftstruktur dient das Kopfteil 54C als
eine positive Elektrode. Anders gesagt, wenn eine Spannung zwischen
dem Kopfteil 54C und dem Anschlussstift 62C angelegt
wird, wird ein Hochtemperaturplasma von dem plasmaerzeugenden Mittel 72 erzeugt
und das Reaktionsmittel 58 löst durch die Wärme davon
eine Reaktion aus.
-
In
einer Zündvorrichtung 50D in 5,
einer weiteren exemplarischen Ausführungsform, welche kein Bestandteil
der Erfindung ist, ist ein Gehäuse 56D aus
einem metallischen Becher 52D und einem metallischen Kopfteil 54D,
welches durch den Eingang des Bechers 52D eingesetzt ist,
konstruiert. Eine äußere Umfangsoberfläche einer
isolierenden Hülse 80,
welche aus einem isolierenden Material ausgebildet ist, stößt gegen
die innere Umfangsoberfläche
des Bechers 52D. Ein Ende (das obere Ende in der Zeichnung)
der isolierenden Hülse 80 ist
in Berührung
mit einer Deckenoberfläche
des Bechers 52D und das andere Ende (das untere Ende) davon ist
in eine Aussparung 54a eingepasst, welche um die äußere Umfangsoberfläche des
Kopfteils 54D gekrümmt
ist. Eine plattenförmige
Ausformung einer Mischung 58D von MgPP (Magnesiumperchlorat
(Reaktionsmittel)) und einem plasmaerzeugenden Mittel ist an dem
Deckenabschnitt der inneren Oberfläche des Bechers 52D angeordnet.
Die Mischung ist unter Verwendung eines Bindemittels oder indem
sie gepresst wird in eine Plattenform ausgebildet. Die Mischung 58D wird
unter Verwendung des Bindemittels oder indem sie gepresst wird von
der Deckenoberfläche
des Bechers 52D gehalten. Ein Abstand 82, welcher
zwischen der Mischung 58D und dem Kopfteil 54D ausgebildet
ist, ist mit Luft oder Sauerstoff in einer dichtschließenden abgedichteten
Art und Weise gefüllt.
-
Das
Kopfteil 54D ist mit einem Durchgangsloch 60D in
der Richtung der Dicke des Kopfteils an der Mitte davon ausgebildet.
Ein Elektrodenanschlussstift 62D ist in das Loch 60D eingesetzt
und an dem Kopfteil 54D durch ein isolierendes Befestigungsmaterial 66D,
wie zum Beispiel Glas oder dergleichen, befestigt. Ein Ende des
Anschlussstifts 62D ist spitz und das spitze Ende ist von
der Mischung 58D entfernt angeordnet, um damit in Berührung gebracht
zu werden. Ein Elektrodenanschlussstift 64D ist an der
hinteren Oberfläche
des Kopfteils 54D durch Schweißen oder dergleichen befestigt.
-
Obwohl
es nicht gezeigt ist, ist die äußere Oberfläche des
Bechers 52D mit einer Kunstharzabdeckung bedeckt und die
Rückseite
des Bechers 52D und die hintere Endoberfläche des
Kopfteils 54D sind mit einer Kunstharzabdeckung (ähnlich zu
der Kunstharzabdeckung 70, welche in 1 und 2 gezeigt
ist) bedeckt. Die Anschlussstifte 62D, 64D ragen
durch die Kunstharzabdeckung nach außen heraus.
-
In
der so konstruierten Zündvorrichtung 50D tritt,
wenn eine Spannung zwischen den Anschlussstiften 62D, 64D angelegt
wird, eine Lichtbogenentladung von der Spitze des Anschlussstifts 62D zu
der Decke des Bechers 52D auf. Da die isolierende Hülse 80 an
der Innenumfangsoberfläche
des Bechers 52D vorhanden ist, tritt in diesem Fall eine
Lichtbogenentladung nur zwischen dem Anschlussstift 62D und
der Deckenoberfläche
des Bechers 52D auf. Wenn der Lichtbogen durch die Mischung 58D verläuft, reagiert
ein in der Mischung 58D enthaltenes plasmaerzeugendes Mittel
und erzeugt ein Hochtemperaturplasma und das MgPP in der Schicht
der Mischung 58D löst
eine Reaktion aus.
-
Bei
einer Zündvorrichtung 50E in 6,
einer weiteren exemplarischen Ausführungsform, welche kein Bestandteil
der Erfindung ist, ist ein Ende eines Anschlussstifts 62E mit
einer Mischung 88 bedeckt. Die Mischung 88 ist
durch Tränken
des Endes des Anschlussstifts 62E in einer wässrigen
Mischung von MgPP und einem plasmaerzeugenden Mittel, anschließendem Herausnehmen
des Anschlussstifts 62E daraus und Tauchtrocknen des gleichen
an dem Ende des Anschlussstifts 62E befestigt.
-
Ein
Reaktionsmittel 86 von MgPP, welches durch Druckformgebung
ausgebildet ist, ist an der Endoberfläche des Kopfteils 54D angebracht.
Ein Zwischenraum 82, welcher zwischen dem Reaktionsmittel 86 und
der Deckenoberfläche
des Bechers 52D ausgebildet ist, ist mit einer metallischen
Hülse (metallische
Wolle) gefüllt,
welche aus Metall, wie zum Beispiel Zr, Mg, Ti, W, Al und dergleichen
ausgebildet ist. Übrige
Konstruktionen der in 6 gezeigten Zündvorrichtung 50E sind
genau die gleichen wie die der in 5 gezeigten
Zündvorrichtung 50D und
die gleichen Bauteile werden durch die gleichen Bezugszeichen dargestellt.
-
In
der so konstruierten Zündvorrichtung 50E tritt,
wenn eine Spannung zwischen den Anschlussstiften 62E und 64D angelegt
wird, zwischen dem Anschlussstift 62E und der Deckenoberfläche des
Bechers 52D eine Lichtbogenentladung auf und ein Hochtemperaturplasma
wird von einem plasmaerzeugenden Mittel in der Mischung 88 erzeugt. Durch
Wärme davon
löst MgPP
in der Mischung eine Reaktion aus. In der Mischung 88 erzeugte Wärme wird
zu dem Reaktionsmittel 86 über die metallische Hülse 84 übertragen
und in der Mischung 88 erzeugte Wärme bewirkt ein Verbrennen
der metallischen Hülse 84,
deren Verbrennungswärme
auch zu dem Reaktionsmittel 86 übertragen wird. Übertragene Wärme als
solche löst
eine Reaktion des Reaktionsmittels 86 aus.
-
Eine
Zündvorrichtung 50F in 7,
eine weitere exemplarischen Ausführungsform,
die kein Bestandteil der Erfindung ist, weist einen metallischen Becher 52D und
eine Kunstharzabdeckung 70F auf, welche an dem rückseitigen
Ende (Öffnung)
des Bechers 52D vorgesehen ist. Das Reaktionsmittel 86, welches
durch Pressformgebung von MgPP ausgebildet ist, ist an der Deckenoberfläche des
Bechers 52D bereitgestellt. Ein Zwischenraum 82F ist
zwischen dem Reaktionsmittel 86 und der Kunstharzabdeckung 70F ausgebildet.
-
Zwei
Elektrodenanschlussstifte 62F, 64F verlaufen durch
die Kunstharzabdeckung 70F in der Vor- und Rückrichtung
(vertikale Richtung in 7). Die Abschnitte der Anschlussstifte 62F, 64F,
welche in dem Zwischenraum 82F angeordnet sind, sind mit Mischungen 90a bzw. 90b bedeckt.
-
Die
Mischungen 90a, 90b sind durch Tränken der
Enden der Anschlussstifte 62F, 64F in wässrige Mischungen
von MgPP und einem plasmaerzeugenden Mittel, einem Herausnehmen
von ihnen und einem Trocknen an den Anschlussstiften 62F, 64F befestigt.
-
Die
metallische Hülse 84 ist
in den Raum 82F gefüllt
und die äußere Oberfläche des
Bechers 52D ist mit einer nicht gezeigten Kunstharzabdeckung
bedeckt.
-
In
der somit konstruierten Zündvorrichtung 50F fließt, wenn
eine Spannung zwischen dem Anschlussstift 62F und dem Anschlussstift 64F angelegt wird,
ein Strom zwischen dem Anschlussstift 62F, 64F über die
metallische Hülse 84 und
ein plasmaerzeugendes Mittel in der Mischung 90a, 90b erzeugt ein
Hochtemperaturplasma und MgPP in dem Mischungen 90a, 90b löst eine
Reaktion aus. Von den Mischungen 90a, 90b erzeugte
Wärme wird
zu dem Reaktionsmittel 86 über die metallische Hülse 84 übertragen
und bewirkt eine Verbrennung der metallischen Hülse 84, um Wärme zu erzeugen.
Somit erzeugte Wärme
bewirkt ein Auslösen
einer Reaktion des Reaktionsmittels 86.
-
Die
Zündvorrichtung
der vorliegenden Erfindung kann in verschiedenen Gaserzeugern verwendet
werden. Die Gaserzeuger können
in verschiedenen Airbagsystemen für einen Fahrersitz, für einen Vordersitz,
für einen
Rücksitz,
für eine
Seite, zum Schützen
eines Kopfes und zum Schützen
eines Fußgängers oder
in einem Sitzgurtstraffer eingebaut werden.
-
[Vorteile]
-
Wie
zuvor beschrieben wird gemäß der vorliegenden
Erfindung, da kein Brückendraht
verwendet wird, eine Zündvorrichtung,
in welcher ein Problem des Schweißens vermieden werden kann
und ein Reaktionsmittel verwendet werden kann, welches einfach hergestellt
werden kann und sicher in der Handhabung ist, und ein Gaserzeuger,
welcher eine derartige Zündvorrichtung
verwendet, bereitgestellt.