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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Arrays, z.B. Polynucleotid-Arrays
(z.B. DNA-Arrays), die in der Diagnostik, beim Screening, bei der
Genexpressionsanalyse und bei anderen Anwendungen nützlich sind.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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In
der folgenden Erörterung
und in der gesamten vorliegenden Anmeldung werden zwar verschiedene
Referenzdokumente angeführt,
jedoch wird kein angeführtes
Referenzdokument als Stand der Technik für die vorliegende Anmeldung
anerkannt.
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Chemische
Arrays, z.B. Polynucleotid- oder Protein-Arrays (z.B. DNA- oder
RNA-Arrays) sind bekannt und werden beispielsweise als diagnostische oder
Screening-Hilfsmittel verwendet. Polynucleotid-Arrays umfassen Regionen
von Polynucleotiden mit üblicherweise
unterschiedlichen Sequenzen, die in einer vorbestimmten Konfiguration
auf einem Substrat angeordnet sind. Diese Regionen (die manchmal
als „Merkmale" bezeichnet werden)
sind an jeweiligen Stellen („Adressen") auf dem Substrat
angeordnet. Wenn die Arrays mit einer Probe in Berührung gebracht
werden, weisen sie ein beobachtetes Bindungsmuster auf. Dieses Bindungsmuster
kann nach Ablesen des Arrays erfasst werden. Beispielsweise können alle
Polynucleotid-Targets (z.B. DNA) in der Probe mit einer geeigneten
Markierung (z.B. einer fluoreszierenden Verbindung) markiert werden, und
das Fluoreszenzmuster auf dem Array kann im Anschluss an die Exposition
gegenüber
der Probe genau beobachtet werden. Angenommen, dass die Polynucleotide
unterschiedlicher Sequenzen gemäß der vorbestimmten
Konfiguration korrekt angeordnet wurden, so gibt das beobachtete
Bindungsmuster das Vorliegen und/oder die Konzentration einer oder mehrerer
Polynucleotid-Komponenten der Probe an.
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Biopolymer-Arrays
können
hergestellt werden, indem zuvor (z.B. aus einer Synthese oder aus natürlichen
Quellen) gewonnene Biopolymere auf ein Substrat aufgebracht werden,
oder sie können
anhand von in-situ-Syntheseverfahren hergestellt werden. Verfahren
zum Aufbringen gewonnener Biopolymere umfassen ein Laden und ein
anschließendes Berühren eines
Stifts oder einer Kapillare zu einer Oberfläche, wie z.B. in der
US 5,807,522 beschrieben
ist, oder eine Aufbringung anhand eines Abfeuerns aus einem Pulsstrahl
wie z.B. einem Tintenstrahlkopf, wie in den PCT-Veröffentlichungen
WO 95/25116 und WO 98/41531 oder an anderer Stelle beschrieben ist.
Ein derartiges Aufbringungsverfahren kann als Bilden jedes Merkmals
durch einen Anlagerungszyklus betrachtet werden (das heißt, dass bei/an
jedem Merkmal lediglich ein Zyklus vorliegt, während dessen das zuvor gewonnene
Biopolymer an dem Substrat angelagert wird. Bei in-situ-Herstellungsverfahren
werden Tröpfchen
mehrerer unterschiedlicher Reagenzien durch Pulsstrahl oder anhand
eines anderen Mittels an einer gegebenen Zielposition aufgebracht,
um das abschließende
Merkmal zu bilden (somit wird eine Sonde des Merkmals auf dem Arraysubstrat
synthetisiert). Die in-situ-Herstellungsverfahren umfassen diejenigen,
die in der
US 5,449,754 zum
Synthetisieren von Peptid-Arrays und in der
US 6,180,351 und der WO 98/41531 und den
dort erwähnten
Referenzdokumenten für
Polynucleotide beschrieben sind, und sie können auch Pulsstrahlen zum
Aufbringen von Reagenzien verwenden. Das in-situ-Verfahren zum Herstellen
eines Polynucleotid-Arrays folgt an jeder der mehreren unterschiedlichen
Adressen, an denen Merkmale gebildet werden sollen, üblicherweise
derselben herkömmlichen
iterativen Sequenz, die beim Bilden von Polynucleotiden aus Nucleosidreagenzien
auf einem Träger anhand
bekannter Chemie verwendet wird. Diese iterative Sequenz kann als
Mehrere des folgenden Anlagerungszyklus an jedem zu bilden den Merkmal
betrachtet werden: (a) Koppeln eines aktivierten ausgewählten Nucleosids
(einer monomeren Einheit) durch eine Phosphitverbindung an einen
funktionalisierten Träger
in der ersten Iteration oder eines an das Substrat (d.h. das Nucleosid-modifizierte
Substrat) gebundenen Nucleosids in nachfolgenden Iterationen; (b)
optional Blockieren von nicht zur Reaktion gebrachten Hydroxylgruppen
auf dem substratgebundenen Nucleosid (was manchmal als „Abdecken" bezeichnet wird);
(c) Oxidieren der Phosphitverbindung des Schrittes (a), um eine
Phosphatverbindung zu bilden; und (d) Entfernen der Schutzgruppe
(„Schutzrückgängigmachung" bzw. „Schutzbefreiung") aus dem bei Schritt
(a) gekoppelten, jetzt substratgebundenen Nucleosid, um eine reaktive
Stelle für
den nächsten
Zyklus dieser Schritte zu erzeugen. Die Kopplung kann durchgeführt werden,
indem Tropfen eines Aktivators und Phosphoramidits an den spezifischen
gewünschten
Merkmalspositionen für
das Array aufgebracht werden. Ein abschließender Schutzrückgängigmachungsschritt
ist vorgesehen, bei dem stickstoffhaltige Basen und eine Phosphatgruppe gleichzeitig
durch eine Behandlung mit Ammoniumhydroxid und/oder Methylamin unter
bekannten Bedingungen vom Schutz befreit werden. Die Abdeckung,
Oxidation und Schutzrückgängigmachung können dadurch
bewerkstelligt werden, dass das gesamte Substrat mit einer Schicht
des entsprechenden Reagens behandelt wird („Fluten"). Der funktionalisierte Träger (bei
dem ersten Zyklus) oder das vom Schutz befreite gekoppelte Nucleosid
(bei nachfolgenden Zyklen) liefert einen substratgebundenen Anteil
mit einer Verbindungsgruppe zum Bilden der Phosphitverbindung mit
einem nächsten
Nucleosid, das bei Schritt (a) gekoppelt werden soll. Die endgültige Schutzbefreiung
von Nucleosidbasen kann unter Verwendung von alkalischen Bedingungen
wie z.B. Ammoniumhydroxid auf bekannte Weise in einer weiteren Flutungsprozedur
bewerkstelligt werden. Herkömmlicherweise
ist ein einzelner Pulsstrahl oder eine andere Abgabevorrichtung
dafür gedacht,
eine einzelne monomere Einheit aufzubringen.
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Die
vorstehende Chemie der Synthese von Polynucleotiden ist beispielsweise
bei Caruthers, Science 230: 281–285,
1985; Itakura et al., Ann. Rev. Biochem. 53: 323–356; Hunkapillar et al., Nature
310: 105–110,
1984; und bei „Synthesis
of Oligonucleotide Derivatives in Design and Targeted Reaction of
Oligonucleotide Derivatives",
CRC Press, Boca Raton, Fla., S. 100 ff.,
US 4,458,066 ,
US 4,500,707 ,
US 5,153,319 ,
US 5,869,643 ,
EP 0294196 und an anderer Stelle ausführlich beschrieben.
Die Phosphoramidit- und Phosphittriester-Lösungsansätze sind
am meisten verbreitet, andere Lösungsansätze umfassen
jedoch den Phosphodiester-Lösungsansatz,
den Phosphotriester-Lösungsansatz
und den H-Phosphonat-Lösungsansatz.
Die Substrate werden üblicherweise
dahin gehend funktionalisiert, sich an das erste aufgebrachte Monomer
zu bonden. Geeignete Techniken zum Funktionalisieren von Substraten
mit derartigen Verbindungsanteilen sind beispielsweise in der
US 6,258,454 und Southern,
E.M., Maskos, U. und Elder, J.K., Genomics, 13, 1007–1017, 1992,
beschrieben. Im Fall einer Arrayherstellung können verschiedene Monomere
und Aktivatoren während
eines beliebigen Zyklus an unterschiedlichen Adressen auf dem Substrat
aufgebracht werden, so dass die verschiedenen Merkmale des abgeschlossenen
Arrays unterschiedliche gewünschte
Biopolymersequenzen aufweisen. Ein oder mehr weitere Zwischenschritte
können
bei jedem Zyklus erforderlich sein, wie z.B. die herkömmlichen
Oxidations-, Abdeckungs- und Waschschritte im Fall einer in-situ-Herstellung
von Polynucleotid-Arrays (diese Schritte können wiederum bei einer Flutungsprozedur
durchgeführt
werden).
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Weitere
Einzelheiten einer Herstellung von Biopolymer-Arrays durch Aufbringen von entweder zuvor
gewonnenen Biopolymeren oder anhand des in-situ-Verfahrens sind
in der
US 6,242,266 ,
der
US 6,232,072 , der
US 6,180,351 und der
US 6,171,797 offenbart.
Beim Herstellen von Arrays durch Aufbringen zuvor gewonnener Biopolymere
oder anhand des in-situ-Verfahrens
wird üblicherweise
die gesamte Region auf der Substratoberfläche, auf der ein Array gebildet
wird (eine „Arrayregion"), vollständig mit einem
Reagens oder mehreren Reagenzien in Kontakt gebracht. Beispielsweise
werden bei beiden Verfahren Arrayregionen oft mit einer oder mehreren Linkerzusammensetzungen
in Kontakt gebracht, um eine geeignete Linkerschicht auf der Oberfläche zu bilden,
die sich sowohl an das Substrat als auch an das Biopolymer oder
Biomonomer bindet. Besonders geeignete Linkerzusammensetzungen und
Verfahren sind in den US-Patentschriften
6,319,674 und 6,444,268 offenbart, die verschiedene silanbasierte Verbindungen
als Linker oder andere die Oberfläche modifizierende Mittel verwenden
können
(beispielsweise um die Oberflächenenergie
dahin gehend zu modifizieren, die Ausbreitung aufgebrachter Tropfen zu
steuern). Die Lösung,
die die Silanverbindungen enthält,
wird in einem Reaktor mit einer Substratoberfläche in Kontakt gebracht.
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Bei
der Arrayherstellung sind die Mengen an verfügbarem Polynucleotid üblicherweise
sehr gering und teuer. Außerdem
sind Probenmengen, die zum Testen verfügbar sind, üblicherweise ebenfalls sehr gering,
und somit ist es wünschenswert,
dieselbe Probe gleichzeitig bezüglich
einer großen
Anzahl unterschiedlicher Sonden auf einem Array zu testen. Diese
Bedingungen erfordern eine Verwendung von Arrays mit einer großen Anzahl
sehr kleiner, eng beabstandeter Merkmale. Wenn das Array abgelesen wird,
z.B. durch Erfassen von Licht, das ansprechend auf ein Abfragelicht
aus Merkmalen emittiert wird, kann das gesamte erfasste Lichtsignal
von einem Merkmal somit sehr gering sein. Um genaue Ablesewerte
zu erhalten, ist es wichtig, dass die Merkmale tatsächlich vorhanden
sind und die erwartete oder einheitliche Zusammensetzung in einem
Merkmal aufweisen. Ein Nicht-Erfüllen
dieser Bedingungen kann zu Schwankungen des erfassten Signals von Merkmalen
des Arrays während
des Ablesens sowie zu Schwankungen des erfassten Signals über das Array
hinweg und von Array zu Array führen,
die keine Beziehung zu der Zusammensetzung einer getesteten Probe
aufweisen. Dies kann wiederum zu schwerwiegenden Fehlern beim Interpretieren
der Ergebnisse aus der Verwendung eines Arrays führen.
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Somit
wäre es
wünschenswert,
Arrays zu liefern, die lediglich eine geringe Schwankung der erwarteten
Merkmalsqualitäten
sowohl innerhalb eines Merkmals, eines Arrays als auch zwischen
Arrays aufweisen.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung erkennt an, dass das Nicht-Bereitstellen einer einheitlichen Linkerzusammensetzung
auf einem Substrat zu Schwankungen der Sondendichte bei Merkmalen,
innerhalb eines Arrays und über
Arrays hinweg führen
kann.
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Die
vorliegende Erfindung liefert also ein Verfahren zum Herstellen
eines oberflächenmodifizierten
Substrats, das ein Aufbringen von Tropfen (beispielsweise aus einem
Pulsstrahl), die ein Verbindungsreagens umfassen, auf die Oberfläche umfasst,
so dass sich das Verbindungsmittel an die Substratoberfläche bindet.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ferner ein Verfahren zum Herstellen
eines Arrays mehrerer chemischer Sonden, die an unterschiedlichen
Merkmalen des Arrays unter Verwendung eines oberflächenmodifizierten
Substrats der vorliegenden Erfindung an eine Oberfläche eines
Substrats gebondet sind. Bei diesem Verfahren werden Tropfen, die
die chemischen Sonden oder Sondenvorläufer umfassen, an den mehreren
Merkmalspositionen auf die modifizierte Oberfläche des Substrats aufgebracht, so
dass sich die Sonden oder Sondenvorläufer an den Merkmalspositionen
an das Verbindungsmittel binden. Dieser Schritt des Aufbringens
von eine chemische Sonde umfassenden Tropfen kann nach Bedarf wiederholt
werden (beispielsweise an unterschiedlichen Merkmalspositionen oder
an denselben Merkmalspositionen), um das Array zu bilden.
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Beim
Herstellen des oberflächenmodifizierten
Substrats können
die Tropfen, die das Verbindungsreagens umfassen, so aufgebracht
werden, um zusammen eine untereinander verbundene Fläche bzw.
einen untereinander verbundenen Bereich auf dem Substrat zu bedecken,
die sogar zusammenhängend
sein kann und an die sich das Verbindungsmittel dann bindet. Beispielsweise
können
sie, wenn ein Array hergestellt wird, einen zusammenhängenden
Bereich über
die Merkmalspositionen des Arrays bedecken.
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Andere
Komponenten können
ebenfalls mit der Substratoberfläche
in Kontakt gebracht werden. Beispielsweise können Tropfen, die ein Lösungsmittel
umfassen, (vor oder nach den ein Verbindungsmittel enthaltenden
Tropfen oder als Teil derselben Tropfen wie der ein Verbindungsmittel
enthaltenden Tropfen) auf das Substrat aufgebracht werden, wobei
diese Tropfen zusammen einen zusammenhängenden Bereich über die
Merkmalspositionen des Arrays bedecken können. Ein weiteres Beispiel
sind Tropfen eines zusätzlichen
Mittels (beispielsweise um die Oberflächenenergie zu steuern), die
auf die Oberfläche
aufgebracht werden und die zusammen einen zusammenhängenden
Bereich über
die Merkmalspositionen des Arrays bedecken können. Diese Tropfen können dieselben
sein wie die Tropfen, die das Verbindungsmittel enthalten, oder
sich von diesen unterscheiden, so dass sich das zusätzliche
Mittel über den
bedeckten zusammenhängenden
Bereich an die Substratoberfläche
bindet, sich jedoch während
der Arrayherstellung nicht an die Sonde oder die Sondenvorläufer bindet.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ferner eine Vorrichtung und ein Computerprogrammprodukt,
die ein Verfahren der vorliegenden Erfindung ausführen können, Arrays,
die anhand eines Verfahrens der vorliegenden Erfindung hergestellt
werden, sowie ein Verfahren zum Verwenden eines Arrays, das anhand eines
Verfahrens der vorliegenden Erfindung hergestellt wird (das ein
Inkontaktbringen eines anhand des Verfahrens hergestellten Arrays
mit einer Probe umfassen kann, wobei das Array anschließend abgelesen
werden kann).
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Die
verschiedenen Aspekte der vorliegenden Erfindung können einen
oder mehrere der folgenden und/oder andere nützliche Vorteile liefern. Beispielsweise
kann auf der Substratoberfläche
eine ziemlich gleichmäßige Linkerschicht
erzeugt werden, was wiederum dazu beiträgt, erwartete Merkmalsqualitäten sowohl
innerhalb eines Merkmals, eines Arrays als auch zwischen Arrays
zu erhalten.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 veranschaulicht
einen Arrayaufbau, der mehrere Arrays trägt, wie sie beispielsweise
anhand Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt werden können;
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2 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts der 1, die mehrere ideale Punkte
oder Merkmale zeigt;
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3 ist
eine vergrößerte Veranschaulichung
eines Abschnitts der 2;
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4 veranschaulicht
ein Verfahren zum Aufbringen von Tropfen eines Oberflächenverbindungsmittels,
eines zusätzlichen
Mittels wie z.B. eines Oberflächenenergiemodifizierers,
oder eines Lösungsmittels,
gemäß einem
Verfahren der vorliegenden Erfindung; und
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5 veranschaulicht
eine Vorrichtung der vorliegenden Erfindung, die ein Verfahren der
vorliegenden Erfindung ausführen
kann.
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Zur
Förderung
des Verständnisses
wurden dort, wo es sich anbot, dieselben Bezugszeichen verwendet,
um dieselben Elemente, die die Figuren miteinander gemein haben,
zu bezeichnen. Zeichnungen sind nicht unbedingt maßstabsgetreu.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
DER ERFINDUNG
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Bei
der vorliegenden Anmeldung beziehen sich die folgenden Begriffe
auf die angegebenen Charakteristika, wenn keine gegenteilige Absicht
angegeben ist. Ein „Biopolymer" ist ein Polymer
einer oder mehrerer Arten von Wiederholungseinheiten. Biopolymere
findet man üblicherweise
in biologischen Systemen, und sie umfassen vor allem Polysaccharide
(z.B. Kohlehydrate) und Pepide (wobei dieser Begriff dahin gehend
verwendet wird, Polypeptide und Proteine zu umfassen, ob diese an
ein Polysaccharid angelagert sind oder nicht) und Polynucleotide
sowie deren Analoga, z.B. diejenigen Verbindungen, die aus Aminosäureanaloga
oder Nicht-Aminosäuregruppen
oder Nucleotidanaloga oder Nicht-Nucleotidgruppen
gebildet sind oder dieselben enthalten. Dies umfasst Polynucleotide,
bei denen die herkömmliche
Hauptkette durch eine nicht in der Natur vorkommende oder synthetische
Hauptkette ersetzt wurde, und Nucleinsäuren (oder synthetische oder
in der Natur vorkommende Analoga), bei denen eine oder mehrere der
herkömmlichen
Basen durch eine Gruppe (natürlich
oder synthetisch) ersetzt wurde, die in der Lage ist, an Wasserstoffbrückenbindungsinteraktionen
vom Watson-Crick-Typ teilzunehmen. Polynucleotide umfassen ein-
oder mehrsträngige
Konfigurationen, wobei einer oder mehrere der Stränge vollständig miteinander
ausgerichtet sein können,
aber nicht müssen.
Ein „Nucleotid" bezieht sich auf
eine Untereinheit einer Nucleinsäure
und weist eine Phosphatgruppe, einen Zucker mit fünf Kohlenstoffen
und eine stickstoffhaltige Base sowie funktionelle Analoga (ob synthetisch
oder in der Natur vorkommend) derartiger Teil einheiten auf, die
sich in der Polymerform (als Polynucleotid) mit in der Natur vorkommenden
Polynucleotiden auf eine sequenzspezifische Weise bilden können, die
zu der zweier in der Natur vorkommender Polynucleotide analog ist.
Beispielsweise umfasst ein „Biopolymer" DNA (einschließlich cDNA),
RNA, Oligonucleotide und PNA und andere Polynucleotide, wie sie
in der
US 5,948,902 und
in derselben erwähnten
Referenzdokumenten beschrieben sind, unabhängig von der Quelle. Ein „Oligonucleotid" bezieht sich allgemein auf
ein Nucleotid-Multimer einer Länge
von etwa 10 bis 100 Nucleotiden, während ein „Polynucleotid" ein Nucleotid-Multimer
umfasst, das eine beliebige Anzahl von Nucleotiden aufweist. Ein „Biomonomer" bezieht sich auf
eine einzelne Einheit, die mit denselben oder anderen Biomonomeren
verbunden sein kann, um ein Biopolymer zu bilden (beispielsweise
eine einzelne Aminosäure
oder ein einzelnes Nucleotid mit zwei Verbindungsgruppen, von denen
eine oder beide entfernbare Schutzgruppen aufweisen kann bzw. können). Ein
Biomonomer-Fluid
bzw. ein Biopolymer-Fluid bezeichnet eine Flüssigkeit, die ein Biomonomer
bzw. ein Biopolymer (üblicherweise
in Lösung) enthält.
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Wenn
keine gegenteilige Absicht angegeben ist, umfasst ein „Array" eine beliebige ein-,
zwei- oder dreidimensionale Anordnung adressierbarer Regionen, die
einen bestimmten chemischen Anteil oder bestimmte chemische Anteile
(beispielsweise Biopolymere wie z.B. Polynucleotid-Sequenzen) tragen, der
bzw. die dieser Region zugeordnet ist bzw. sind. Jede Region kann
sich in dem Fall, in dem das Substrat porös ist, in eine dritte Dimension
erstrecken, wohingegen sie in dem Fall, in dem das Substrat nicht-porös ist, keine
wesentliche Abmessung in der dritten Dimension (Dicke) aufweist.
Ein Array ist insofern „adressierbar", als es mehrere
Regionen unterschiedlicher Anteile (beispielsweise unterschiedlicher
Polynucleotid-Sequenzen) aufweist, so dass eine Region (ein „Merkmal" oder „Punkt" des Arrays) an einer
jeweiligen vorbestimmten Position (einer „Adresse") auf dem Array ein bestimmtes Target
oder eine bestimmte Klasse von Targets erfasst (obwohl ein Merkmal
gelegentlich auch Nicht-Targets dieses Merkmals erfassen kann).
Ein Arraymerkmal ist allgemein homogen, und die Merkmale sind üblicherweise,
aber nicht zwangsläufig,
durch Zwischenräume
getrennt. Im Fall eines Arrays wird das „Target" als Anteil in einer mobilen Phase (üblicherweise
einem Fluid) bezeichnet, der anhand von Sonden („Target-Sonden"), die an den verschiedenen
Regionen an das Substrat gebondet sind, erfasst werden soll. Jedoch
kann bzw. können
entweder das „Target" oder die „Target-Sonden" dasjenige bzw. diejenigen sein,
das bzw. die durch das Andere bzw. die Anderen bewertet werden soll(en)
(somit könnten
beide ein unbekanntes Gemisch aus Polynucleotiden sein, das durch
ein Binden mit dem jeweils Anderen ausgewertet werden soll). „Arraylayout" oder „Arraycharakteristika" bezieht sich auf
eine oder mehrere physikalische, chemische oder biologische Charakteristika
des Arrays, z.B. Merkmalspositionierung, eine oder mehrere Merkmalsabmessungen
oder eine Angabe einer Identität
oder Funktion (beispielsweise chemisch oder biologisch) eines Anteils
an einer gegebenen Position, oder bezüglich dessen, wie das Array
gehandhabt werden sollte (beispielsweise Bedingungen, unter denen
das Array einer Probe ausgesetzt wird, oder Arrayablesevorgaben
oder -steuerungen, die auf eine Probenexposition folgen). In Bezug
auf Polynucleotide werden die Begriffe „hybridisieren" und „binden" austauschbar verwendet.
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Ein „Kunststoff" ist ein beliebiges
synthetisches organisches Polymer einer hohen relativen Molekülmasse (beispielsweise
mindestens 1.000 Gramm/Mol oder sogar mindestens 10.000 oder 100.000
Gramm/Mol).
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Unter
Bezugnahme auf ein Substrat oder eine Substratbahn bezeichnet „flexibel", dass das Substrat
um 180 Grad um eine Rolle eines Radius von weniger als 1,25 cm gebogen
werden kann. Das Substrat kann mindestens 100 mal ohne Defektbildung
(z.B. Rissbildung) oder plastische Verformung wiederholt in jede
Richtung gebogen und wieder begradigt wer den. Dieses Biegen muss
innerhalb der elastischen Grenzen des Materials liegen. Der vorstehende
Test bezüglich
der Flexibilität
wird bei einer Temperatur von 20°C
durchgeführt.
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Eine „Bahn" bezeichnet ein langes
durchgehendes Stück
eines Substratmaterials, dessen Länge größer ist als seine Breite. Beispielsweise
kann das Verhältnis
der Bahnlänge
zur Bahnbreite zumindest 5/1, 10/1, 50/1, 100/1, 200/1 oder 500/1
oder sogar zumindest 1000/1 betragen.
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Wenn
ein Posten als „fern" bzw. „entfernt" von einem anderen
angegeben ist, bezieht sich dies darauf, dass sich die zwei Posten
zumindest in unterschiedlichen Gebäuden befinden und zumindest
eine Meile, zehn Meilen oder zumindest hundert Meilen auseinander
liegen können.
Ein „Kommunizieren" von Informationen
bezieht sich auf ein Senden der Daten, die diese Informationen darstellen,
als elektrische Signale über
einen geeigneten Kommunikationskanal (beispielsweise ein privates
oder öffentliches
Netzwerk). Ein „Weiterleiten" eines Postens bezieht
sich auf ein beliebiges Mittel, diesen Posten von einer Position
zur nächsten
zu befördern,
ob dies durch ein physisches Transportieren dieses Postens oder
auf andere Weise (wo dies möglich
ist) geschieht, und umfasst zumindest in dem Fall von Daten ein
physisches Transportieren eines Mediums, das die Daten trägt oder
die Daten kommuniziert. Ein Array-„Aufbau" kann das Array plus lediglich ein Substrat,
auf das das Array aufgebracht ist, sein, obwohl der Aufbau in Form
eines Gehäuses
vorliegen kann, das andere Merkmale umfasst (beispielsweise eine Häusung mit
einer Kammer). Eine „Kammer" bezieht sich auf
ein umschlossenes Volumen (obwohl eine Kammer durch ein oder mehrere
Tore zugänglich sein
kann). Man wird ferner erkennen, dass Wörter wie z.B. „vordere
(s, r)", „hintere(s,
r)", „obere(s,
r)" und „untere(s,
r)" bei der gesamten
vorliegenden Anmeldung lediglich in einem relativen Sinn verwendet werden. „Fluid" wird hierin verwendet,
um auf eine Flüssigkeit
Bezug zu nehmen. Eine Bezug nahme auf einen singulären Posten
umfasst die Möglichkeit, dass
mehrere derselben Posten vorliegen. „Kann" bzw. „können" bzw. „eventuell" bezieht sich auf optional. Jegliches
angeführte
Verfahren kann in einer Sequenz von Ereignissen durchgeführt werden,
die in der erwähnten
Reihenfolge erfolgt.
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Ein „Pulsstrahl" ist eine beliebige
Vorrichtung, die bei der Bildung eines Arrays Tropfen abgeben kann.
Pulsstrahlen arbeiten, indem sie einen Druckpuls (z.B. anhand eines
piezoelektrischen oder thermoelektrischen Elements) auf eine Flüssigkeit ausüben, die
zu einem Auslass oder einer Öffnung benachbart
ist, so dass ein Tropfen aus demselben bzw. derselben abgegeben
wird.
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Eine
an die Oberfläche
gebundene „Verbindungsschicht" kann eine Dicke
von beispielsweise weniger als 200 Ångström oder sogar weniger als 10 Ångström (oder
weniger 8, 6 oder 4 Ångström) aufweisen.
Eine derartige Schicht kann eine minimale Polynucleotid-, Protein-,
Nucleosid- oder Aminosäure-Bindungsaffinität von 104 bis 106 Einheiten/μ2 aufweisen.
Die Schichtdicke kann unter Verwendung einer UV- oder Röntgenstrahlenelipsometrie
ausgewertet werden.
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„Zusammenhängend" in Bezug auf eine
Fläche
bzw. einen Bereich auf der Substratoberfläche bezeichnet eine Fläche bzw.
einen Bereich, die bzw. der durch keinerlei Zwischenräume in diesem
Bereich unterbrochen ist. Die gesonderten Merkmale eines Arrays
können
dann in einem derartigen zusammenhängenden Bereich gebildet sein.
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Eine „Gruppe" in Bezug auf eine
chemische Formel umfasst sowohl substituierte als auch nicht substituierte
Formen der Gruppe.
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„Niederes-Alkyl-Gruppe" ist eine Alkylgruppe mit
zwischen 1 bis 6 C-Atomen, und sie kann eventuell lediglich entweder
1, 2, 3 oder 4 C-Atome aufweisen.
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„Oberflächenenergie" hat die in der
US 6,444,268 definierte
Bedeutung.
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Die
Schritte eines beliebigen hierin erwähnten Verfahrens können in
der angeführten
Reihenfolge oder in einer beliebigen anderen Reihenfolge, die logisch
möglich
ist, durchgeführt
werden.
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Unter
Bezugnahme zunächst
auf 1-3 können Verfahren der vorliegenden
Erfindung einen Arrayaufbau erzeugen, der ein Substrat umfasst,
das beispielsweise in Form eines starren Substrats (beispielsweise
eines transparenten nicht-porösen
Materials wie z.B. Glas oder Silika) einer begrenzten Länge oder
in Form einer länglichen flexiblen
Bahn (oder eines länglichen
flexiblen Bandes) 10, die ein oder mehrere Arrays 12 trägt, die
entlang einer vorderen Oberfläche 11a des
Substrats 10 angeordnet und durch Zwischenarraybereiche 17 getrennt
sind, vorliegen kann. Eine Rückseite 11b des Substrats 10 trägt keine
Arrays 12. Die Arrays auf dem Substrat 10 können für ein Testen
in Bezug auf eine beliebige Probenart ausgelegt sein, ob dies eine Versuchsprobe;
eine Referenzprobe; eine Kombination der Vorstehenden; oder ein
bekanntes Gemisch aus Polynucleotiden, Proteinen, Polysacchariden und
dergleichen ist (wobei die Arrays in diesem Fall aus Merkmalen gebildet
sein können,
die unbekannte auszuwertende Sequenzen tragen). Obwohl in 1 vier
Arrays 12 gezeigt sind, wird man verstehen, dass das Substrat 10 und
die bei demselben zu verwendenden Ausführungsbeispiele eine beliebige Anzahl
gewünschter
Arrays 12 verwenden können, z.B.
zumindest eines, zwei, fünf,
zehn, zwanzig, fünfzig
oder einhundert (oder sogar zumindest fünfhundert, eintausend oder
zumindest dreitausend). Wenn mehr als ein Array 12 vorliegt,
können
dieselben entlang der Längsrichtung
des Substrats 10 Ende an Ende angeordnet sein. Je nach
der beabsichtigten Verwendung können
jegliche oder alle der 12 Arrays identisch sein oder sich
voneinander un terscheiden, und jedes enthält mehrere Punkte oder Merkmale 16 von
Biopolymeren in Form von Polynucleotiden.
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Ein
typisches Array 12 kann mehr als zehn, mehr als einhundert,
mehr als eintausend oder zehntausend Merkmale oder sogar mehr als
von einhunderttausend Merkmale enthalten. Beispielsweise können Merkmale
Breiten (d.h. Durchmesser bei einem runden Punkt) im Bereich zwischen
10 μm und 1,0
cm aufweisen. Bei anderen Ausführungsbeispielen
kann jedes Merkmal eine Breite im Bereich zwischen 1,0 μm und 1,0
mm, üblicherweise
5,0 μm und 500 μm und noch üblicher
10 μm und
200 μm,
aufweisen. Nicht-runde Merkmale können Flächengrößenordnungen aufweisen, die äquivalent
zu denen von kreisförmigen
Merkmalen mit den vorstehenden Breitengrößenordnungen (Durchmessergrößenordnungen)
sind. Zumindest manche oder auch alle Merkmale weisen unterschiedliche
Zusammensetzungen auf (wenn beispielsweise jegliche Wiederholungen jedes
Merkmals derselben Zusammensetzung ausgeschlossen sind, können die übrigen Merkmale
zumindest 5 %, 10 % oder 20 % der Gesamtanzahl an Merkmalen ausmachen).
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Jedes
Array 12 kann eine Fläche
von weniger als 100 cm2 oder sogar weniger
als 50 cm2, 10 cm2 oder
1 cm2 bedecken. Bei vielen Ausführungsbeispielen,
insbesondere wenn das Substrat 10 starr ist, kann es allgemein
als rechteckiger Feststoff geformt sein (obwohl auch andere Formen
möglich sind),
der eine Länge
von mehr als 4 mm und weniger als 1 m, üblicherweise mehr als 4 mm
und weniger als 600 mm, noch üblicher
weniger als 400 mm; eine Breite von mehr als 4 mm und weniger als
1 m, üblicherweise
weniger als 500 mm und noch üblicher
weniger als 400 mm; und eine Dicke von mehr als 0,01 mm und weniger
als 5,0 mm, üblicherweise
mehr als 0,1 mm und weniger als 2 mm, und noch üblicher mehr als 0,2 und weniger
als 1 mm aufweist. Wenn das Substrat 10 flexibel ist, kann
es verschiedene Längen
aufweisen, einschließlich
zumindest 1 m, zumindest 2 m oder zumindest 5 m (oder sogar zumindest
10 m). Bei Arrays, die durch ein Erfassen der Fluoreszenz abgelesen
werden, kann das Substrat 10 aus einem Material bestehen,
das auf eine Beleuchtung mit dem Anregungslicht hin eine geringe Fluoreszenz
emittiert. In dieser Situation kann das Substrat zusätzlich relativ
transparent sein, um die Absorption des einfallenden beleuchtenden
Laserlichts und eine anschließende
Erwärmung zu verringern, wenn sich der fokussierte
Laserstrahl zu langsam über
eine Region bewegt. Beispielsweise kann das Substrat 10 zumindest
20 % oder 50 % (oder sogar zumindest 70 %, 90 % oder 95 %) des auf
die Vorderseite einfallenden Beleuchtungslichts, gemäß der Messung über das
gesamte integrierte Spektrum eines derartigen Beleuchtungslichts,
oder alternativ bei 532 nm oder 633 nm, transmittieren.
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In
dem Fall, in dem Arrays 12 durch die herkömmliche
in-situ- oder Aufbringung
zuvor gewonnener Anteile, wie oben beschrieben, gebildet werden, liegen
durch ein Aufbringen, für
jedes Merkmal, eines Tröpfchens
eines Reagens in jedem Zyklus, z.B. durch Verwenden eines Pulsstrahls
wie beispielsweise eines Kopfes vom Tintenstrahltyp, üblicherweise (aber
nicht unbedingt) Zwischenmerkmalsbereiche 17 vor, die kein
Polynucleotid tragen. Jedoch wird man erkennen, dass die Zwischenmerkmalsbereiche 17 verschiedene
Größen und
Konfigurationen aufweisen könnten.
Ferner wird man erkennen, dass kein Raum vorhanden sein muss, der
die Arrays 12 voneinander trennt (beispielsweise wenn die
Arrays unter Verwendung von Licht-gelenkten Techniken hergestellt
werden). Jedes Merkmal trägt
ein vorbestimmtes Polynucleotid (das die Möglichkeit von Gemischen von
Polynucleotiden umfasst). Üblicherweise
stellen A, C, G, T die üblichen
Nucleotide dar. „Verbindung" (siehe insbesondere 3)
stellt ein Verbindungsmittel (-molekül) dar, das kovalent an die vordere
Oberfläche
gebondet ist, und ein erstes Nucleotid dar, wie es durch ein Verfahren
der vorliegenden Erfindung bereitgestellt und nachfolgend näher beschrieben
ist.
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Das
Substrat 10 weist ferner einen oder mehrere Identifizierer
in Form von Strichcodes 356 auf. Identifizierer wie z.B.
andere optische oder magnetische Identifizierer könnten statt
der Strichcodes 356 verwendet werden, die die nachfolgend
erörterten
Informationen tragen. Jeder Identifizierer kann neben einem zugeordneten
Array 12 positioniert sein. Jedoch muss dies nicht der
Fall sein, und Identifizierer wie z.B. der Strichcode 356 können andernorts
auf dem Substrat 10 positioniert sein. Ferner kann ein
einziger Identifizierer vorgesehen sein, der mehr als einem Array 12 zugeordnet
ist, und ein derartiger oder mehrere derartige Identifizierer können an
einem vorderen oder hinteren Ende (von denen keines gezeigt ist)
des Substrats 10 positioniert sein. Das Substrat kann zu
Ausrichtungszwecken während
der Arrayherstellung ferner eine oder mehrere Justiermarken 18 aufweisen.
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2 und 3 veranschaulichen
ideale Merkmale 16 eines Arrays 12, wobei die
tatsächlichen
gebildeten Merkmale dieselben sind wie die Target-(bzw. „Ziel"-)Merkmale, wobei
jedes Merkmal 16 bezüglich
der Form, der Größe und der
Zusammensetzung einheitlich ist, und wobei die Merkmale regelmäßige Abstände aufweisen.
Wenn ein derartiges Array anhand von Tropfenaufbringungsverfahren hergestellt
wird, würde
es erfordern, dass alle Reagenströpfchen für jedes Merkmal eine einheitliche Form
aufweisen und präzise
an der Zielmerkmalsposition aufgebracht werden. In der Praxis kann
ein derartiges ideales Ergebnis auf Grund von feststehenden und
zufälligen
Fehlern während
der Herstellung schwierig zu erzielen sein.
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In
Bezug auf ein Bereitstellen der Verbindungsgruppen auf der Oberfläche 11a kann
dies bewerkstelligt werden, indem die vordere Oberfläche 11a des
Substrats 10 zuerst modifiziert wird, indem Tropfen, die
ein Verbindungsmittel (z.B. ein Verbindungsmittel und ein geeignetes
Lösungsmittel)
enthalten, auf die Oberfläche
aufgebracht werden, so dass sich das Verbindungsmittel an die Substratoberfläche bindet.
Zusätzlich
können
Tropfen, die ein zusätzliches
Mittel umfassen, auf die Oberfläche
aufgebracht werden, wobei die se Tropfen dieselben Tropfen sein können wie
diejenigen, die das Verbindungsmittel enthalten, oder sich von diesen
unterscheiden können.
In beiden Fällen
sind die aufgebrachten Tropfen, die das Verbindungsmittel und das
zusätzliche
Mittel enthalten, von einer derartigen Größe, und liegen ausreichend
nahe beieinander, so dass diese Tropfen zusammen einen zusammenhängenden
Bereich über
die Oberfläche
bedecken. Beispielsweise bedecken zumindest 10, zumindest 100, zumindest 200
oder zumindest 1000 Tropfen, die an unterschiedlichen Regionen auf
der Oberfläche
aufgebracht werden, zusammen eine zusammenhängende Fläche bzw. einen zusammenhängenden
Bereich auf der Oberfläche 11a.
Bedecken eines „zusammenhängenden
Bereichs" auf der
Oberfläche
bedeutet nicht, dass die Tropfen gleichzeitig in flüssiger Form
vorliegen müssen,
sondern in der Tat können manche
bereits getrocknet sein. Stattdessen müssen sie lediglich eine ausreichende
Größe aufweisen
und nahe genug beieinander liegen, so dass die abschließende Gesamtfläche, die
sie einnehmen (trocken oder nicht), zusammenhängend ist. Die Tropfengröße und die
Tropfenbeabstandung können
anhand bekannter Verfahren eingestellt werden, insbesondere wenn
zum Aufbringen der Tropfen Pulsstrahlen verwendet werden.
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Eine
Vorgehensweise in 4 veranschaulicht. Bei 4 führt bzw.
führen
einer oder mehrere Köpfe
wie z.B. Kopf 210 (siehe unten) einen Durchlauf durch,
um Tropfen einer Flüssigkeit
(beispielsweise Lösungsmittel,
Verbindungsmittel oder zusätzliches
Mittel) aufzubringen. Bei 4 wurden
acht Tropfen 42 aufgebracht, um eine durchgehende Schicht 40 zu
bilden. Um zu gewährleisten,
dass keine Zwischenräume
vorliegen, führt
der Kopf einen weiteren Durchlauf durch, um dieselbe Flüssigkeit
in acht Tropfen 46 aufzubringen, um eine weitere durchgehende
Schicht 44 zu bilden. Somit bedecken die Tropfen 42 und 46 zusammen
einen zusammenhängenden
Bereich (wobei die Vereinigung der Flächen durch Schichten 40 und 44 dargestellt
ist) ohne Zwischenräume.
In der Praxis kann der zusammenhängende
Bereich die gesamte Fläche
einer Substratoberfläche
oder zumindest 50 %, 25 %, 10 % oder 5 % einer derartigen Fläche ausmachen.
Ungeachtet des Vorstehenden bedeckt die zusammenhängende Fläche normalerweise
zumindest die zusammenhängende
Fläche,
die durch mehrere benachbarte Merkmale eines Arrays 12 eingenommen
wird, das auf dem Substrat herzustellen ist, oder die gesamte zusammenhängende Fläche, die
durch ein Array 12 eingenommen wird, mit unterschiedlichen
zusammenhängenden
Flächen
für unterschiedliche
Arrays 12. Alternativ dazu kann die zusammenhängende Fläche zumindest
0,1 cm2, zumindest 0,2 cm2 oder zumindest
0,5 cm2 oder 1 cm2 betragen.
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Um
anhand eines Verfahrens der vorliegenden Erfindung ein oberflächenmodifiziertes
Substrat zu erzeugen, können
Tropfen, die ein Lösungsmittel umfassen,
zuerst unter Verwendung des in Verbindung mit 4 beschriebenen
Verfahrens auf die Substratoberfläche aufgebracht werden, um
eine zusammenhängende
Fläche
zu bedecken. Tropfen, die das Verbindungsmittel umfassen, können anschließend auf
die in Verbindung mit 4 beschriebene Weise aufgebracht
werden, um ebenfalls eine selbe zusammenhängende Fläche wie die aufgebrachten Lösungsmitteltropfen
zu bedecken. Diese Tropfen können
ein zusätzliches
Mittel umfassen, oder ein derartiges zusätzliches Mittel kann in Tropfen
vorliegen, die später
aufgebracht werden, um eine selbe zusammenhängende Fläche zu bedecken, wie sie durch
die das Verbindungsmittel enthaltenden Tropfen bedeckt wurde. In
beiden Fällen
bindet sich das Verbindungsmittel an die Oberfläche, so dass sich eine Sonde
oder Sondenvorläufer,
die anschließend in
weiteren Tropfen an Zielmerkmalspositionen für ein Array 12 aufgebracht
wird bzw. werden, an das Verbindungsmittel, jedoch nicht an das
zusätzliche Mittel
bindet bzw. binden. Jedoch kann eine weitere Verarbeitung einer
funktionellen Gruppe an einem Verbindungsmittel notwendig sein,
damit eine derartige Bindung stattfindet.
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Verbindungsmittel
können
ein beliebiges geeignetes Verbindungsmittel sein, das sich von jeglicher
Sonde oder jegli chem Sondenvorläufer,
die bzw. der beim Herstellen des Arrays verwendet wird bzw. werden,
unterscheidet. Was geeignete zusätzliche Mittel
betrifft, können
diese vor allem beliebige der ersten Silane sein, wie sie ausführlich in
der
US 6,444,268 dargelegt
sind, wohingegen das Verbindungsmittel ein beliebiges der dort erwähnten zweiten
Silane sein kann, und das Lösungsmittel
kann ein Lösungsmittel
sein, wie es ebenfalls in jener Patentschrift beschrieben ist (beispielsweise
Toluen). Bei einem Ausführungsbeispiel,
wie es in der vorstehenden Patentschrift beschrieben ist, weist
das erste Silan die Formel R
1-Si (R
LR
xR
y)
auf, und das zweite Silan weist die Formel R
2-(L)
n-Si (R
LR
xR
y) auf, so dass ein
Anbinden an die Oberfläche
-Si-R
1-Gruppen und -Si-(L)
n-R
2-Gruppen auf derselben liefert, wobei die R
L-Anteile, die identisch oder unterschiedlich
sein können,
Austrittsgruppen sind, das R
x und R
y unabhängig
voneinander Niederes-Alkyl- oder Austrittsgruppen sind, R
1 ein chemisch inerter Anteil ist, der auf
ein Binden an die Substratoberfläche
hin die Oberflächenenergie
derselben verringert, n 0 oder 1 ist, L eine Verbindungsgruppe ist
und R
2 eine funktionelle Gruppe ist, die
eine kovalente Bindung eines molekularen Anteils oder einer modifizierbaren
Gruppe, die in eine derartige funktionelle Gruppe umgewandelt werden
kann, ermöglicht.
Austrittsgruppen in dem Vorstehenden können Halogen und Alkoxy umfassen.
Sowohl das erste als auch das zweite Silan binden sich durch reaktive
hydrophile Anteile auf der Oberfläche an dieselbe, wobei die
reaktiven hydrophilen Anteile aus der Gruppe ausgewählt sind,
die aus Hydroxyl, Carboxyl, Thiol, Amino und Kombinationen derselben
besteht. Die vorstehenden Begriffe und andere Ausführungsbeispiele
des ersten und des zweiten Silans sind in der vorstehenden Patentschrift
näher definiert.
Anders als bei der vorstehenden Patentschrift können bei der vorliegenden Erfindung
jedoch Tropfen des Lösungsmittels
(beispielsweise Toluen) auf die Oberfläche
11a abgegeben werden,
so dass sie zusammen eine zusammenhängende Fläche ohne Zwischenräume bedecken,
wie in Verbindung mit
4 beschrieben ist. Darauf kann ein
Aufbringen von Tropfen des zweiten Silans folgen, um dieselbe zusammenhängende Fläche zu bedecken.
Die das zweite Silan enthaltenden Tropfen können auch das erste Silan enthalten.
Das Substrat
10 kann anschließend gemäß der ausführlichen Beschreibung in der
US 6,444,268 physikalisch
und chemisch verarbeitet werden. Wenn das zweite Silan nicht in
den Tropfen vorlag, die das erste Silan enthalten, dann können Tropfen,
die das zweite Silan enthalten, auf die Substratoberfläche aufgebracht werden,
um dieselbe zusammenhängende
Fläche
an diesem Punkt zu bedecken, und eventuell lässt man sie 30 Minuten damit
reagieren. In beiden Situationen können die relativen Mengen des
ersten und des zweiten Silans angepasst werden, um die Oberflächenenergie
zu steuern, wie ebenfalls ausführlich
in der
US 6,444,268 beschrieben
ist.
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Bei
einem Beispiel können
zwei Druckköpfe 210 verwendet
werden, der erste, um ein Gemisch aus Toluen/Wasser-Lösungsmittel-Gemisch aufzubringen,
und ein zweiter, um das reine oder verdünnte Gemisch des ersten und
des zweiten Silans aufzubringen. Auf Grund der niedrigen Oberflächenspannung
von Toluen werden lediglich einige wenige Durchläufe der Druckköpfe benötigt, um
eine vollständige
Bedeckung einer vorderen Oberfläche 11a des
Substrats 10 zu erhalten. Insbesondere werden Tropfen des
Lösungsmittel-
und Silan-Gemischs
jeweils in einem Muster aufgebracht, das dem in 4 gezeigten ähnelt. Ein
Gesamtvolumen von 5 ml bildet eine 200 μm dicke durchgehende Schicht
einer Toluen/Wasser-Lösung oder
einer Silanlösung
auf einem 6 Zoll mal 6 Zoll aufweisenden Substrat, und bei den in
der vorstehenden Patentschrift beschriebenen Konzentrationen enthält die Silan
enthaltende Schicht ausreichend Silan, um mit allen Stellen auf der
benetzten Substratoberfläche
vollständig
zu reagieren. Das Substrat wird anschließend etwa 20 Minuten lang in
eine Haltekammer platziert, um zu ermöglichen, dass die Reaktion
(kovalente Bindung des ersten und des zweiten Silans mit reaktiven
Hydroxylen auf der Substratoberfläche) vollständig erfolgt.
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Bei
einem zweiten Beispiel können
drei Druckköpfe
210 verwendet
werden. Einer wird dazu verwendet, Tropfen des Toluen/Wasser-Gemischs aufzubringen,
und ein weiterer jeweils für
ein reines oder verdünntes
erstes und zweites Silan. Dieses Beispiel ist dasselbe wie das erste
Beispiel, mit der Ausnahme, dass Tropfen, die das erste und das zweite
Silan enthalten, hier separat aufgebracht werden. Insbesondere werden
nach der Aufbringung der das Toluen/Wasser-Lösungsmittel
enthaltenden Tropfen anschließend
Tropfen, die das zweite Silan enthalten, aufgebracht, um eine durchgehende Schicht über der
vorderen Oberfläche
des Substrats zu liefern (wiederum können etwa 5 ml verwendet werden).
Die Konzentration des zweiten Silans wird dahin gehend angepasst,
mit lediglich mit einem Teil der zur Reaktion auf der vorderen Oberfläche insgesamt
zur Verfügung
stehenden Stellen zu reagieren. Nach einer Wartezeit von 20 Minuten
bei Raumtemperatur wird das Substrat in Toluen gewaschen und getrocknet.
An diesem Punkt wird das Verbindungsmittel mit einem Teil der Stellen
auf der vorderen Oberfläche
verbunden. Eine Oberflächenfunktionalisierung
wird anschließend
abgeschlossen, indem Tropfen aus Toluen/Wasser, dann Tropfen, die
das erste Silan enthalten, aufgebracht werden, wobei die erste Silankonzentration
im Übermaß eingestellt wird,
um mit dem 1000fachen der auf der vorderen Oberfläche des
Substrats insgesamt verfügbaren Stellen
zu reagieren. Nach der Aufbringung wird das Substrat etwa 20 Minuten
lang in einer Haltekammer platziert, um zu ermöglichen, dass die Reaktion
(kovalente Bindung des ersten Silans an die reaktiven Hydroxyle
auf der Oberfläche)
zum Abschluss kommt. Dieses Verfahren hilft dabei, jegliche Artefakte,
die sich aus einer „Wulstbildung" der Lösung ergeben,
während
die Bildung der sich selbst organisierenden Silan-Monoschicht in
der Gegenwart des ersten Silans vorankommt, zu hemmen, und hilft
ferner dabei, eine Bildung von Inseln auf der Molekularebene zu
hemmen, die andernfalls die effektive lokale Konzentration eines
zweiten Silans mit endständiger Hydroxylgruppe
(im Anschluss an eine Borierung und Oxidation, wie sie in der
US 6,444,268 beschrieben ist)
verringern könnte.
Man beachte, dass bei beiden Beispielen die Atmosphäre in der
Haltekammer gesteuert wird, um eine übermäßige Verdampfung oder Oberflächenverunreinigung
zu verhindern. Außerdem
kann der Prozess beider Beispiele bei Bedarf wiederholt werden,
um eine angemessene Funktionalisierung der Substratoberfläche mit
dem zweiten Silan (sowie eine entsprechende Konzentration des ersten
Silans, um die gewünschte
Qualität
der Oberflächenenergie
zu erhalten) zu gewährleisten.
Das Substrat, das sich aus einem der beiden Beispiele ergibt, kann
anschließend
dazu verwendet werden, unter Verwendung einer Tropfenaufbringung
anhand eines insitu- oder eines anderen Prozesses (beispielsweise
Aufbringung von zuvor erhaltenen Sondenanteilen, z.B. Polynucleotiden
oder Proteinen) ein Array herzustellen. Dies kann erfolgen, indem
Tropfen, die die chemischen Sonden oder Sondenvorläufer an den
mehreren Merkmalspositionen des herzustellenden Arrays enthalten,
auf die zusammenhängende funktionalisierte
Fläche
auf der Substratoberfläche aufgebracht
werden, so dass sich die Sonden oder Sondenvorläufer an den Merkmalspositionen
an das Verbindungsmittel binden. Dieser Schritt kann an einem oder
mehreren Merkmalen wiederholt werden, insbesondere wenn das in-situ-Verfahren
zum Herstellen von Biopolymeren verwendet wird. Derartige Verfahren
und ihre Chemie sind ausführlich
in den Referenzdokumenten beschrieben, die in dem obigen Abschnitt „Hintergrund" erwähnt sind,
einschließlich
z.B.
US 6,242,266 ,
US 6,232,072 ,
US 6,180,351 ,
US 6,171,797 ,
US 6,323,043 , US und japanische Patentveröffentlichung
Nr. 2001-02155 (britische Patentschrift Veröffentlichungsnummer 2355716)
sowie in den in denselben aufgeführten
Referenzdokumenten.
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Die
Verwendung eines Verfahrens der vorliegenden Erfindung liefert eine
relativ gleichmäßige Beschichtung
leichter als dies dadurch erhalten werden könnte, dass das Substrat in
einer Reaktionskammer mit den Silanen in Kontakt gebracht wird. Wenn
außerdem
eine Reaktionskammer verwendet wird, bei der die Silane als Lösungsvolumen
in die Kammer eingebracht werden, um die Substratoberfläche zu bedecken,
kön nen
Flusscharakteristika innerhalb der Kammer zu einer Schwankung der Linkerdichte über die
Oberfläche
führen.
Derartige Schwankungen können
zu Schwankungen der Sondendichte (gegenüber der erwarteten Sondendichte) innerhalb
eines Merkmals, über
das Array hinweg und zwischen Arrays führen. Dies gilt besonders dort, wo
es wünschenswert
sein kann, die Silane in das Lösungsmittel
in der Kammer zu injizieren und nicht als Teil einer Lösungsmittellösung, mit
der die Kammer gefüllt
ist, um eine mögliche
Polymerisation der Silane zu verringern. Mit zunehmender Substratgröße können diese
Probleme, die mit der Verwendung einer Reaktionskammer verbunden
sind, noch schwerwiegender werden. Dagegen weisen Zunahmen der Substratgröße bei einem
Verfahren der vorliegenden Erfindung nicht denselben Effekt auf.
Außerdem
ist es bei einem Verfahren der vorliegenden Erfindung im Gegensatz
zu einer Reaktionskammer nicht notwendig, eine gesamte Oberfläche des
Substrats zu funktionalisieren. Stattdessen müssen lediglich diejenigen Teile
einer Substratoberfläche funktionalisiert
werden, auf denen Arrays hergestellt werden. Andere Bereiche derselben
Substratoberfläche
stehen dann zur weiteren Reaktion oder Verwendung zur Verfügung, beispielsweise
für eine
Aufbringung eines Siliziumklebstoffs, um eine Dichtung zu bilden,
um bei einer passenden Kopplung mit einer Bedeckung eine Hybridisierungslösung zurückzuhalten,
oder zum Drucken von Strichcodes 356 oder von Justiermarken 18.
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Unter
Bezugnahme auf 5 ist nun eine Vorrichtung der
vorliegenden Erfindung veranschaulicht, die ein Verfahren der vorliegenden
Erfindung ausführen
kann. Die gezeigte Vorrichtung weist im Wesentlichen zwei Abschnitte
auf, einen ersten Abschnitt, auf dem eine Oberfläche des Substrats 10 funktionalisiert
werden kann, und einen zweiten Abschnitt, in dem das Array, auf
der funktionalisierten Oberfläche
des Substrats hergestellt wird. Obwohl diese beiden Abschnitte in 5 als
Teil einer Vorrichtung gezeigt sind, wird man erkennen, dass sie gänzlich getrennt
sein können,
wobei der erste Abschnitt viele funktionalisierte Substrate erstellt,
die zur Arrayherstellung an den Herstellungsabschnitt weitergeleitet
werden, wobei möglicherweise
ein oder mehrere erste Abschnitte und ein oder mehrere zweite Abschnitte
vorliegen, die fern voneinander sind.
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Der
erste Abschnitt der Vorrichtung der 5 umfasst
eine erste Substratstation 70, die ein angebrachtes Substrat 10 halten
kann, einen dritten Transporter 70, eine Kopfhaltevorrichtung 76,
und ein erstes Tropfenaufbringungssystem in Form eines stationären Pulsstrahlkopf(78)-Systems.
Das Pulsstrahlkopfsystem 78 kann zwei oder drei Pullstrahlköpfe umfassen,
die Tropfen des Lösungsmittel,
Verbindungsmittels und zusätzlichen
Mittels wie bereits beschrieben auf die Oberfläche 11a des Substrats 10 abgeben,
um diese Oberfläche
zu funktionalisieren. Tropfen werden aus dem stationären Pulsstrahlkopf 78 abgegeben,
während
das Substrat 10 unter demselben durch den Transporter 70 vorgeschoben
wird, wobei all dies unter der Steuerung eines Prozessors 140 geschieht.
Eine (nicht gezeigte) geeignete Haltekammer kann während einer
derartigen Funktionalisierung zu den bereits beschriebenen Zwecken ebenfalls
vorgesehen sein. Eine mechanische Einrichtung (z.B. ein Roboterarm)
kann vorgesehen sein, um ein Substrat 10 von einer Substratstation 10 an
die Haltekammer und an eine zweite Substratstation 20 zu
transferieren, wenn die Funktionalisierung der Oberfläche 11a abgeschlossen
ist. Die Funktionalisierung kann in einer Kammer erfolgen, und die Kammern,
in denen ein Halten und eine Funktionalisierung erfolgen kann, können beide
eine gesteuerte Atmosphäre
aufweisen, die vorliegt, um eine übermäßige Verdampfung oder Oberflächenverunreinigung
zu unterbinden; beispielsweise kann die gesteuerte Atmosphäre eine
Stickstoffatmosphäre
sein.
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Der
zweite Abschnitt der Vorrichtung der 5 umfasst
die Substratstation 20 (die manchmal als „Substrathaltevorrichtung" bezeichnet wird),
an der ein Substrat 10 angebracht sein oder festgehalten
werden kann. Stifte oder ähnliche
Einrichtungen (nicht gezeigt) können
auf der Substratstati on 20 vorgesehen sein, mittels derer
das Substrat 10 ungefähr auf
eine nominale Position darauf ausgerichtet werden kann (wobei zum
Zweck einer verfeinerten Ausrichtung Ausrichtungsmarkierungen 18 auf
dem Substrat 10 verwendet werden). Die Substratstation 20 kann
einen Vakuumteller umfassen, der mit einer geeigneten (nicht gezeigten)
Vakuumquelle verbunden ist, um ein Substrat 10 zu halten,
ohne zu viel Druck darauf auszuüben,
da das Substrat 10 oft aus Glas hergestellt ist. Eine Flutstation 68 ist
vorgesehen, die die gesamte Oberfläche des Substrats 10,
wenn es an einer Station 68 positioniert ist, wie in 9 in gestrichelten Linien veranschaulicht
ist, mit einem üblicherweise
bei dem in-situ-Prozess verwendeten Fluid in Kontakt bringen kann,
mit dem während
jedes Zyklus alle Merkmale in Kontakt gebracht werden müssen (beispielsweise
Oxidationsmittel, Schutzrückgängigmachungsmittel
und Waschpuffer). Im Fall einer Aufbringung eines zuvor gewonnenen
Polynucleotids muss die Flutstation 68 nicht vorliegen.
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Ein
zweites Tropfenaufbringungssystem liegt in Form eines Abgabekopfes 210 vor,
der durch eine Kopfhaltevorrichtung 208 gehalten wird.
Wie jedoch oben erwähnt
wurde, kann das Kopfsystem mehr als einen durch dieselbe Kopfhaltevorrichtung 208 gehaltenen
Kopf 210 umfassen, so dass sich derartige gehaltene Köpfe im Einklang
miteinander bewegen. Das Transportersystem umfasst einen Wagen 62,
der mit einem ersten Transporter 60 verbunden ist, der durch
eine Leitung 66 hindurch seitens des Prozessors 140 gesteuert
wird, und der mit einem zweiten Transporter 100 verbunden
ist, der durch eine Leitung 106 hindurch seitens des Prozessors 140 gesteuert
wird. Der Transporter 60 und der Wagen 62 werden
dazu verwendet, eine Achsenpositionierung der Station 20 (und
somit des angebrachten Substrats 10), die dem Abgabekopf 210 zugewandt
ist, auszuführen,
indem sie sie in die Richtung der Achse 63 bewegen, während der
Transporter 100 dazu verwendet wird, eine Anpassung der
Position der Kopfhaltevorrichtung 208 (und somit des Kopfes 210)
in einer Richtung der Achse 204 zu liefern (und somit den
Kopf 210 in die Bewegungsrichtung 204a, die eine
Richtung auf der Achse 204 ist, zu bewegen). Auf diese
Weise kann der Kopf 210 entlang paralleler Zeilen auf Rasterart
Zeile um Zeile bewegt werden, indem er unter Verwendung des Transporters 100 in der
Richtung der Achse 204 entlang einer Zeile über das
Substrat 10 bewegt wird, während eine Zeile-Zu-Zeile-Übergangsbewegung des Substrats 10 in einer
Richtung der Achse 63 durch den Transporter 60 bereitgestellt
wird. Der Transporter 60 kann auch den Substrathalter 20 bewegen,
um das Substrat 10 in der Flutstation 68 zu positionieren
(wie durch das in 9 in gestrichelten
Linien gezeigte Substrat 10 veranschaulicht ist). Der Kopf 210 kann
durch einen anderen (nicht gezeigten) geeigneten Transporter optional
auch in einer vertikalen Richtung 202 bewegt werden, und
sein Drehwinkel bezüglich
des Kopfes 210 kann ebenfalls angepasst werden. Man wird
erkennen, dass während
der Arrayherstellung andere Scanning- bzw. Abtast- bzw. Bewegungskonfigurationen
verwendet werden könnten.
Ferner wird man erkennen, dass beide Transporter 60 und 100,
oder einer der beiden, bei einer geeigneten Konstruktion dazu verwendet
werden könnte(n),
das vorstehende Scannen bzw. Abtasten bzw. Bewegen des Kopfes 210 bezüglich des
Substrats 10 auszuführen.
Wenn in der vorliegenden Erfindung also von „Positionieren", „Bewegen", oder dergleichen,
eines Elements (z.B. des Kopfes 210) bezüglich eines
anderen Elements (z.B. der Station 20 oder des Substrats 10)
die Rede ist, wird man erkennen, dass jegliches erforderliche Bewegen
dadurch bewerkstelligt werden kann, dass entweder eines der beiden
Elemente oder eine Kombination beider Elemente bewegt wird. Der
Kopf 210, das Transportersystem und der Prozessor 140 fungieren
zusammen als das Aufbringungssystem der Vorrichtung. Ein Codierer 30 kommuniziert
mit dem Prozessor 140, um Daten über die genaue Position der
Substratstation 20 (und somit des Substrats 10,
wenn es korrekt an der Substratstation 20 positioniert
ist) zu liefern, während
der Codierer 34 Daten über
die genaue Position der Haltevorrichtung 208 (und somit
des Kopfes 210, wenn er korrekt an der Haltevorrichtung 208 positioniert
ist) lie fert. Jeglicher geeignete Codierer, z.B. ein optischer Codierer,
der Daten über
eine lineare Position liefert, kann verwendet werden.
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Der
Prozessor 140 hat durch ein Kommunikationsmodul 144 auch
Zugang zu einem Kommunikationskanal 180, um mit einer fernen
Station zu kommunizieren. Der Kommunikationskanal 180 kann beispielsweise
ein Weitverkehrsnetzwerk („WAN"), ein Telefonnetzwerk,
ein Satellitennetzwerk oder ein beliebiger anderer geeigneter Kommunikationskanal sein.
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Jeder
des einen oder der mehreren Köpfe 210 kann
ein Typ sein, der ähnlich
demjenigen ist, der bei einem Drucker vom Tintenstrahltyp verwendet
wird, und kann beispielsweise fünf
oder mehr Kammern (zumindest eine für jeden von vier Nucleosid-Phosphoramidit-Monomeren
plus zumindest eine für
eine Aktivatorlösung)
umfassen, von denen jede mit einem entsprechenden Satz von mehreren
Tropfenabgabeöffnungen
und mehreren Ausstoßvorrichtungen,
die gegenüber
jeweiligen Öffnungen
in den Kammern positioniert sind, kommuniziert. Jede Ausstoßvorrichtung
liegt in Form eines elektrischen Widerstands vor, der als Heizelement
unter der Steuerung des Prozessors 140 fungiert (obwohl
stattdessen auch piezoelektrische Elemente verwendet werden könnten).
Jede Öffnung
definiert mit ihrer zugeordneten Ausstoßvorrichtung und ihrem zugeordneten
Teil der Kammer einen entsprechenden Pulsstrahl. Man wird erkennen,
dass der Kopf 210 je nach Wunsch beispielsweise mehr oder
weniger Pulsstrahlen aufweisen könnte
(beispielsweise zumindest zehn oder zumindest einhundert Pulsstrahlen,
wobei ihre Düsen
in Reihen und Spalten organisiert sind). Ein Anlegen eines einzigen
elektrischen Pulses an eine Ausstoßvorrichtung bewirkt, dass
ein Tröpfchen aus
einer entsprechenden Öffnung
abgegeben wird. Bestimmte Elemente des Kopfes 210 können aus Teilen
einer im Handel erhältlichen
Thermotintenstrahldruckkopfvorrichtung, die als Teil Nummer HP51645A
von Hewlett-Packard
Co. erhältlich
ist, angepasst sein. Eine geeignete Kopfkonstruktion ist in der
US-Patentschrift 6,461,812 be schrieben. Alternativ dazu könnten statt
eines einzigen Kopfes 210 mehrere Köpfe verwendet werden, wobei
sie alle bezüglich
ihrer Konstruktion dem Kopf 210 ähneln und anhand desselben
Transporters im Einklang miteinander bewegbar sind oder mit entsprechenden Transportern
unter der Steuerung des Prozessors 140 zum Zweck einer
unabhängigen
Bewegung versehen sind. Bei dieser alternativen Konfiguration kann
jeder Kopf ein entsprechendes Biomonomer (beispielsweise eines von
vier Nucleosid-Phosphoramiditen) oder eine Aktivatorlösung abgeben.
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Jeder
Kopf des Kopfsystems 78 kann auch ein Typ sein, der dem
jedes Kopfes 210 ähnelt,
wie bereits beschrieben. Da jedoch jeder Kopf lediglich flüssige Tropfen
eines Typs (Lösungsmittel
oder eines der beiden Silane) liefert, muss jeder Kopf nur eine
Kammer aufweisen, um ein Fluid an alle Pulsstrahlen dieses Kopfes
zu liefern.
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Wie
in der Technik des Tintenstrahldruckens hinreichend bekannt ist,
kann die Fluidmenge, die bei einem einzigen Aktivierungsereignis
eines Pulsstrahls ausgeworfen wird, dadurch gesteuert werden, dass
einer oder mehrere einer Anzahl von Parametern geändert werden,
einschließlich,
unter anderem, des Öffnungsdurchmessers,
der Öffnungslänge (Dicke
des Öffnungsbauglieds
an der Öffnung),
der Größe der Aufbringungskammer
und der Größe des Heizelements.
Die Fluidmenge, die während
eines einzigen Aktivierungsereignisses ausgeworfen wird, liegt allgemein
im Bereich von etwa 0,1 bis 1000 pL, üblicherweise etwa 0,5 bis 500
pL und noch üblicher etwa
1,0 bis 250 pL. Eine typische Geschwindigkeit, mit der das Fluid
aus der Kammer ausgeworfen wird, beträgt mehr als etwa 1 m/s, üblicherweise
mehr als etwa 10 m/s, und kann sogar etwa 20 m/s oder mehr betragen.
Wie oben erörtert
wurde, ist die eigentliche Aufbringungsstelle des Materials dann,
wenn sich die Öffnung
zu dem Zeitpunkt, zu dem eine Ausstoßvorrichtung aktiviert wird,
bezüglich
der Substratoberfläche
in Bewegung ist, nicht die Stelle, die zu dem Zeitpunkt der Aktivierung
senkrecht mit einer Öff nung ausgerichtet
ist. Jedoch ist die Stelle der eigentlichen Aufbringung für die gegebenen
Entfernungen und Geschwindigkeiten vorhersehbar.
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Die
Vorrichtung umfasst ferner eine Anzeige 310, einen Lautsprecher 314 und
eine Bedienperson-Eingabevorrichtung 312. Die Bedienperson-Eingabevorrichtung 312 kann
beispielsweise eine Tastatur, Maus oder dergleichen sein. Der Prozessor 140 hat
Zugang zu einem Speicher 141 und steuert das Druckkopfsystem 78 und
den Druckkopf 210 (im Einzelnen die Aktivierung der Ausstoßvorrichtungen
in demselben), den Betrieb des Transportersystems und des dritten
Transporters 72 sowie den Betrieb der Anzeige 310 und
des Lautsprechers 314. Der Speicher 141 kann eine
beliebige geeignete Vorrichtung sein, in der der Prozessor 140 Daten
speichern und wiedergewinnen kann, beispielsweise magnetische, optische
oder Halbleiterspeicherungsvorrichtungen (einschließlich Magnetplatten
oder optischer Platten oder Magnetbänder oder optischer Bänder oder
RAM oder einer beliebigen anderen geeigneten Vorrichtung, entweder
ortsfest oder tragbar). Der Prozessor 140 kann einen digitalen
Mehrzweck-Mikroprozessor umfassen, der ausgehend von einem computerlesbaren
Medium, das einen notwendigen Programmcode trägt, auf geeignete Weise programmiert
ist, um alle für
die vorliegende Erfindung erforderlichen Schritte auszuführen, oder
kann jegliche Hardware- oder Softwarekombination, die diese oder äquivalente
Schritte ausführt,
umfassen. Die Programmierung kann durch den Kommunikationskanal 180 dem
Prozessor 141 aus der Ferne bereitgestellt werden oder
vorab in einem Computerprogrammprodukt wie z.B, dem Speicher 141 oder
einem anderen tragbaren oder ortsfesten computerlesbaren Speicherungsmedium,
das beliebige der unten in Verbindung mit dem Speicher 141 erwähnten Vorrichtungen verwendet,
gespeichert werden. Beispielsweise kann eine Magnet- oder optische
Platte 324a die Programmierung tragen, und sie kann durch
eine Plattenschreib-/-lesevorrichtung 326 gelesen werden.
Eine Schneidevorrichtung 152 ist vorgesehen, um das Substrat 10 in
einzelne Arrayeinheiten 15 zu schneiden, die jeweils ein
entsprechendes Array 12 tragen.
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Im
Folgenden wird nun die Funktionsweise der Herstellungsstation beschrieben.
Es wird angenommen, dass ein Substrat 10 bereits an der
Substratstation 70 angebracht ist. In diesem Fall wird
das Substrat unter Verwendung des Toluen/Wasser-Lösungsmittels
und des ersten und des zweiten Silans gemäß dem bereits
beschriebenen Verfahren funktionalisiert. Um dies zu bewerkstelligen,
schiebt das Transportersystem 72 das angebrachte Substrat 10 unter
dem Kopfsystem 78 vor, während Lösungsmitteltropfen aufgebracht
werden, um die durchgehende Lösungsmittelschicht
ohne Zwischenräume
zu liefern, wie bereits beschrieben wurde. Dieser Vorgang kann wiederholt
werden, wobei dann jedoch Tropfen aufgebracht werden, die das zweite
Silan enthalten. Das erste Silan kann in den Tropfen mit dem zweiten Silan
enthalten sein, oder das Vorstehende kann in dem Fall, in dem das
erste Silan als Tropfen einer separaten Lösung geliefert wird, wiederholt
werden. Das Substrat kann an die Haltekammer zwischen dem zweiten
und dem ersten Silan (falls sie separat sind) und anschließend an
eine Aufbringung von beiden unter Verwendung eines Roboterarms oder
manuell seitens einer Bedienperson, gemäß dem bereits beschriebenen
Verfahren, transferiert werden.
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Anschließend kann
das Substrat mit der funktionalisierten Oberfläche 11a entweder manuell oder
anhand des Roboterarms an die Substratstation 20 transferiert
werden. Es wird angenommen, dass der Prozessor 140 mit
den notwendigen Layoutinformationen zum Herstellen von Targetarrays 12 programmiert
ist. Unter Verwendung von Informationen wie z.B. des vorstehenden
Targetlayouts sowie der Anzahl und der Position von Tropfenabgabevorrichtungen
in dem Kopf 210 kann der Prozessor 140 anschließend ein
Reagenzientropfenaufbringungsmuster bestimmen. Alternativ dazu könnte ein
derartiges Muster durch einen anderen Prozessor (z.B. einen fernen
Prozessor) ermittelt und durch den Kommunikationska nal 180 oder
durch Weiterleiten eines tragbaren Speicherungsmediums, das derartige
Daten trägt,
zum Zweck eines Lesens durch die Lese-/Schreibvorrichtung 326 an
den Speicher 141 kommuniziert werden. Der Prozessor 140 steuert
die Herstellung, gemäß dem Aufbringungsmuster,
um das eine oder die mehreren Arrays 12 auf dem Substrat 10 zu
erzeugen, indem er für
jedes Targetmerkmal während
jedes Zyklus einen Reagenzientropfensatz, wie er zuvor beschrieben
wurde, aufbringt. Tropfen werden während einer Bewegung entlang
jeder Zeile des Rasters während
des Abtastens aus dem Kopf aufgebracht. Für Merkmale oder ansonsten während eines
Zeilenübergangs
werden keine Tropfen abgegeben. Der Prozessor 140 sendet
auch das Substrat 10 zum Zweck einer Zykluszwischenschaltung
oder abschließender
Schritte nach Bedarf an die Flutstation 68, alles gemäß dem oben
beschriebenen herkömmlichen
in-situ-Polynucleotidarray-Herstellungsprozess.
Das Substrat 10 kann anschließend an eine Schneidevorrichtung 152 gesendet
werden, bei der Abschnitte des Substrats 10, die ein oder
mehr Arrays 12 tragen, von dem restlichen Substrat 10 getrennt
werden, um mehrere Arrayeinheiten 15 zu liefern, von denen
jedes ein oder mehr Arrays 12 aufweist. Eine oder mehr
Arrayeinheiten 15 können
anschließend
an einen oder mehrere ferne Nutzer weitergeleitet werden. Der Prozessor 140 bewirkt
ferner eine Aufbringung von Tropfen aus allen Multiabgabetropfengruppen
an separaten Teststellen, beispielsweise an einem Testmuster 250,
das von den Arrays 12 getrennt sein kann, die oben bereits
beschrieben wurden. Die vorstehende Arrayherstellungssequenz kann
an der Herstellungsstation nach Wunsch wiederum für mehrere
Substrate 10 wiederholt werden.
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Während der
Arrayherstellung können
Fehler überwacht
und auf jegliche der in der japanischen Patentschrift Veröffentlichungsnummer
2001-02155 (britische Patentschrift Veröffentlichungsnummer 2355716)
und in der
US 6,232,072 beschriebenen Arten
verwendet werden. Optional können
Charakteristika der hergestellten Arrays in einem Code enthalten
sein, der an das Arraysubstrat oder ein Gehäuse angelegt wird, oder sie
können
in einer mit einem solchen Code verbindbaren Datei enthalten sein,
auf eine Weise, wie sie in der vorstehenden Patentanmeldung und
in der
US 6,180,351 beschrieben
ist.
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Im
Anschluss an einen Empfang eines Arrays gemäß der vorliegenden Erfindung
durch einen Benutzer wird es üblicherweise
mit einer durchgehenden Schicht einer selben Probe (beispielsweise einer
Probe, die ein fluoreszierend markiertes Polynucleotid oder Protein
enthält)
in Kontakt gebracht, und anschließend wird das Array abgelesen.
Das Ablesen des Arrays kann dadurch bewerkstelligt werden, dass
das Array beleuchtet wird und die Position und Intensität der resultierenden
Fluoreszenz an jedem Merkmal des Arrays abgelesen wird. Beispielsweise
kann zu diesem Zweck ein Scanner verwendet werden, der dem von Agilent
Technologies, Palo Alto, CA, USA, hergestellten AGILENT MICROARRAY SCANNER ähnelt. Andere
geeignete Vorrichtungen und Verfahren sind in den US-Patentanmeldungen- Seriennummer
09/846125 „Reading
Multi-Featured Arrays" von
Dorsel et al.; und
US 6,406,849 beschrieben.
Jedoch können
Arrays auch anhand eines anderen Verfahrens oder einer anderen Vorrichtung
als des bzw. der vorstehenden abgelesen werden, wobei andere Ableseverfahren
andere optische Techniken (beispielsweise ein Erfassen von chemilumineszenten
oder elektrolumineszenten Markierungen) oder elektrische Techniken
(wobei jedes Merkmal mit einer Elektrode versehen ist, um eine Hybridisierung
an diesem Merkmal auf eine in den
US
6,251,685 ,
US 6,221,583 und
anderswo offenbarte Weise zu erfassen) umfassen. Eine Merkmalsextraktion
(bei der Merkmale und ihre entsprechenden Signale in einem Bild
eines Ablesearrays identifiziert werden) kann unter Verwendung von
Prozeduren, wie sie in der
US 6,591,196 ,
der europäischen
Patentschrift Veröffentlichungsnummer
1162572 und in der US-Patentschrift Veröffentlichungsnummer 20020193962
A1, alle unter dem Titel „Method
And System For Extracting Data From Surface Array Deposited Features", beschrieben sind,
durchgeführt
werden. Ergebnisse des Ablesens können Rohergebnisse (z.B. Fluoreszenzintensitätsablesewerte
für jedes
Merkmal in einem oder mehreren Farbkanälen) sein, oder sie können verarbeitete
Ergebnisse sein, wie sie beispielsweise dadurch erhalten werden,
dass ein Ablesewert für
ein Merkmal, der unter einer vorbestimmten Schwelle liegt, zurückgewiesen
wird, und/oder dass auf der Basis des von dem Array abgelesenen
Musters Schlussfolgerungen gezogen werden (beispielsweise ob eine
bestimmte Targetsequenz in der Probe vorgelegen haben mag oder nicht,
oder ob ein Muster auf einen bestimmten Zustand eines Organismus, von
dem die Probe stammte, hinweist oder nicht). Die Ergebnisse des
Ablesevorgangs (verarbeitet oder nicht) können, falls gewünscht, (z.B.
mittels Kommunikation) an eine ferne Position weitergeleitet werden und
dort zum Zweck einer weiteren Verwendung (z.B. zur Weiterverarbeitung)
empfangen werden.
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Modifikationen
der oben beschriebenen jeweiligen Ausführungsbeispiele sind selbstverständlich möglich. Beispielsweise
kann jede Einheit 15 in einem geeigneten Gehäuse enthalten
sein. Ein derartiges Gehäuse
kann eine geschlossene Kammer umfassen, die durch ein oder mehr
Tore, die normalerweise durch das Substrat 10 tragende
Scheidewände
geschlossen sind, zugänglich
ist. Dort, wo ein Muster von Arrays gewünscht ist, kann eine beliebige andere
einer Vielzahl von Geometrien konstruiert werden, die nicht die
organisierten Reihen und Spalten der Arrays 12 der 1 umfasst.
Beispielsweise können
die Arrays 12 in einer Serie von krummlinigen Reihen über die
Substratoberfläche
hinweg (beispielsweise in einer Serie von konzentrischen Kreisen
oder Halbkreisen von Punkten) und dergleichen angeordnet sein. Die
Länge der
länglichen
Merkmale könnte
entlang dieser oder der oben beschriebenen linearen Reihen oder
in einem beliebigen Winkel dazu orientiert sein, wie oben in Verbindung
mit linearen Reihen von Merkmalen beschrieben wurde. Desgleichen
kann das Muster von Merkmalen 16, wie erwähnt wurde,
bezüglich
der organisierten Reihen und Spalten von Punkten in 2 variieren,
um beispielsweise eine Serie von krummlinigen Reihen über die
Substratoberfläche
hinweg und dergleichen zu umfassen (beispielsweise eine Serie von
konzentrischen Kreisen oder Halbkreisen von Punkten).
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Die
Substratoberfläche,
auf die die Polynucleotid-Zusammensetzungen
oder andere Anteile aufgebracht werden, kann porös oder nicht-porös, glatt oder
im Wesentlichen planar sein oder Unregelmäßigkeiten wie z.B. Vertiefungen
oder Erhöhungen aufweisen.
Das Substrat kann aus ein und demselben Material oder aus einem
mehrschichtigen Aufbau hergestellt sein. Dort, wo ein Muster von
Arrays gewünscht
ist, kann eine beliebige andere einer Vielzahl von Geometrien konstruiert
werden, die nicht die organisierten Reihen und Spalten der Arrays 12 der 1 umfasst.
Beispielsweise können
die Arrays 12 in einer Serie von krummlinigen Reihen über die
Substratoberfläche
hinweg (beispielsweise in einer Serie von konzentrischen Kreisen
oder Halbkreisen von Punkten) und dergleichen angeordnet sein. Desgleichen
kann das Muster von Merkmalen 16 bezüglich der organisierten Reihen
und Spalten von Merkmalen in 2 variieren,
um beispielsweise eine Serie von krummlinigen Reihen über die
Substratoberfläche
hinweg und dergleichen zu umfassen (beispielsweise eine Serie von
konzentrischen Kreisen oder Halbkreisen von Punkten). Obwohl verschiedene Konfigurationen
der Merkmale verwendet werden können,
sollte der Benutzer mit Mitteln (beispielsweise durch den Arrayidentifizierer)
ausgestattet sein, um in der Lage zu sein, zumindest manche Charakteristika
der Merkmale festzustellen (beispielsweise eine(s) oder mehrere
der folgenden: Merkmalszusammensetzung, -position, -größe, -verhaltenscharakteristika
bezüglich
der Bedeutung in Variationen von Bindungsmustern bei unterschiedlichen
Proben oder dergleichen). Die Konfiguration des Arrays kann je nach
Herstellungs-, Handhabungs- und Verwendungsüberlegungen gewählt werden.
Die vorliegenden Verfahren und Vorrichtungen können dazu verwendet werden,
Arrays von anderen Biopolymeren, Polymeren oder anderen Anteilen
auf Oberflächen auf eine
Weise herzustellen und zu verwenden, die zu den oben beschriebenen
analog ist. Demgemäß kann eine
Bezugnahme auf Polymere, Biopolymere oder Polynucleotide oder dergleichen
oft durch eine Bezugnahme auf „chemische
Anteile" ersetzt
werden.
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Verschiedene
weitere Modifikationen der oben beschriebenen jeweiligen Ausführungsbeispiele
sind selbstverständlich
möglich.
Dementsprechend ist die vorliegende Erfindung nicht auf die oben ausführlich beschriebenen
jeweiligen Ausführungsbeispiele
beschränkt.