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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Speichenrad für ein Fahrrad des Typs, der
eine Nabe, eine Felge und eine Vielzahl von Speichen umfasst, die
die Nabe mit der Felge verbinden.
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In
den letzten Jahren hat es eine zunehmende Entwicklung von Untersuchungen
und Forschungen gegeben, die darauf abzielten, neue Formen von Speichenrädern für Fahrräder zu finden,
mit denen bessere Leistungen des Rades erzielt werden können und
gleichzeitig eine originelle und neuartige ästhetische Wirkung erzielt
werden kann.
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Auf
rein technischem Gebiet hat insbesondere auf dem Feld von Speichenrädern für Straßenrennräder die
Forschung darauf abgezielt, neue Lösungen zu finden, die sowohl
unter dem Aspekt der Gewichtsverringerung, auf die in diesem Sektor
zunehmend geachtet wird, als auch unter dem Aspekt der statischen
und dynamischen Stabilität
des Rades sowie unter dem Aspekt der strukturellen Festigkeit und
insbesondere der Verringerung der Gefahr des Ausfalls der Speichen
des Rades optimal sind.
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Bei
Rädern
des oben erwähnten
Typs müssen
die Speichen einen erheblichen Beitrag zur Erreichung aller genannten
Ziele leisten. Es sind genau genommen die Speichen, die in großem Maße dazu beitragen,
eine statische und dynamische Stabilität des Rades bei allen Einsatzbedingungen
des Fahrrades aufrechtzuerhalten. Des Weiteren sind bei Hinterrädern die
Speichen die Elemente, die für
die wichtige Funktion der Übertragung
des Antriebsmomentes von der Nabe auf das Rad, an dem ein oder mehrere
Ritzel angebracht ist/sind, das/die selektiv mit der Antriebskette
des Fahrrades in Eingriff gebracht wird/werden, auf die Felge des
Rades verantwortlich sind. Diese Drehmomentübertragung muss mit der maximal
möglichen
Effizienz und daher bei minimaler Verformung stattfinden, um die
durch den Radfahrer auf die Pedale ausgeübte Energie nicht zu verschwenden.
Schließlich
müssen
diese Ergebnisse mit dem geringstmöglichen Gewicht erzielt werden, ohne
jedoch Risiken des Ausfalls der Radspeichen mit sich zu bringen.
Unter diesem Gesichtspunkt ist ein besonders kritischer Faktor die
Spannung, der die Speichen bereits im Moment der Radmontage ausgesetzt
sind. Einer der Zwecke der Spannung besteht darin, zu gewährleisten,
dass die Felge stets "zentriert" bleibt, d.h. nicht
aus einer Mittelebene des Rades senkrecht zu der Achse der Nabe
und in gleichem Abstand zu den Enden der Nabe selbst verschoben
wird. Zu diesem Zweck enthalten die Speichen eines typischen Speichenrades
einen ersten Satz Speichen an einer Seite des Rades, der mit einem
ersten Abschnitt der Nabe verbunden ist, sowie einen zweiten Satz
Speichen an der anderen Seite des Rades, der mit einem zweiten Abschnitt
der Nabe verbunden ist, der in einem axialen Abstand zu dem ersten
Abschnitt angeordnet ist. Daher haben die Speichen auf den zwei
Seiten des Rades einen Neigungs- bzw. Sturzwinkel in Bezug auf die
Mittelebene des Rades, der bewirkt, dass die Spannung der Speichen
Kraftkomponenten in der Richtung parallel zu der Radachse erzeugen,
die dazu dienen, die Felge in jedem Einsatzzustand in der zentrierten
Position in der Ebene zu halten. Natürlich erhält dieses Problem bei Rädern besondere
Bedeutung, bei denen die Speichen an den zwei Seiten des Rades unterschiedliche
Sturzwinkel aufweisen. Dies ist typischerweise beim Hinterrad der
Fall, bei dem die Radnabe an einem Ende die Ritzelkassette trägt, so dass die
Speichen, die sich an der Seite des Rades befinden, die die Ritzelkassette
trägt,
Neigungen aufweisen, die erheblich geringer sind als die Neigung
der Speichen auf der anderen Seite. Es liegt auf der Hand, dass
die Speichen mit geringerer Neigung stärker gespannt werden müssen als
die Speichen auf der anderen Seite, um die zentrierte Position der Felge
zu garantieren, und dass die höhere
Spannung zu größerer Gefahr
des Ausfalls der einzelnen Speiche selbst führt. Weitere Aspekte dieses
Problems werden im Folgenden unter Bezugnahme auf 4 der
beigefügten
Zeichnungen aufgeführt.
Das Problem eines unterschiedlichen Sturzwinkels der Speichen auf
den zwei Seiten des Rades besteht nicht nur für Hinterräder. Es besteht im Allgemeinen
bei jedem Rad, sei es nun Hinterrad oder Vorderrad, dessen Nabe
teilweise zum Beispiel von der Scheibe einer Scheibenbremse eingenommen
wird.
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Um
die oben aufgeführten
Probleme zu lösen,
hat die Anwenderin bereits ein Speichenrad für ein Fahrrad vorgeschlagen
und entwickelt (siehe europäische
Patentanmeldung Nr. EP-A-1 201 458), das einerseits gewährleistet,
dass gute technische Eigenschaften und Leistungen erzielt werden
können und
andererseits ein Rad ergibt, das einen neuartigen und originellen ästhetischen
Aspekt aufweist. Bei dem bekannten Rad sind die Speichen, die die
Nabe mit der Felge verbinden, in Dreiergruppen angeordnet. Jede
Dreiergruppe besteht aus einer Speiche, die mit einem ersten Abschnitt
der Radnabe verbunden ist, sowie zwei Speichen, die mit einem zweiten Abschnitt
der Nabe verbunden sind, der in einem axialen Abstand zu dem ersten
Abschnitt angeordnet ist. Bei der bevorzugten Lösung ist die Speiche, die mit dem
erwähnten
ersten Abschnitt der Nabe verbunden ist, in der Richtung der Radachse
gesehen, in der Mitte zwischen den zwei verbleibenden Speichen der
Gruppe angeordnet und erstreckt sich in einer radialen Richtung
in Bezug auf die Mitte des Rades. Die zwei Speichen, die mit dem
zweiten Abschnitt der Nabe verbunden sind, sind hingegen, wiederum
in der Richtung der Radachse gesehen, im Wesentlichen parallet zueinander
oder leicht auseinanderlaufend oder aufeinander zulaufend angeordnet.
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US-Patentanmeldung
Nr. 2002/0074853 offenbart eine Vielzahl von Fahrrad-Speichenrädern mit
einer ungleichen Anzahl von Speichen an ihren Seiten, jedoch praktisch
gleicher oder genau gleicher durchschnittlicher Spannung der Speichen.
Einige dort dargestellte Ausführungen
zeigen ein Rad mit einander kreuzenden Speichen, andere Ausführungen
zeigen ein Rad mit in Gruppen angeordneten Speichen.
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Die
europäische
Patentanmeldung Nr. 0 039 021 widmet sich dem Problem der Schaffung
eines Speichenrades für
zweirädrige
Fahrzeuge, insbesondere für
Motorräder,
mit einer erheblich erhöhten
Anzahl von Speichen und offenbart ein Rad mit Speichen, die in Gruppen
angeordnet sind, wobei die Speichen aneinander kreuzen.
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Die
japanische Patentanmeldung Nr. 11 321 201 offenbart ein Fahrrad-Speichenrad,
bei dem die Speichen in Gruppen angeordnet sind und in jeder Gruppe
Paare von Speichen, die mit einem gegenüberliegenden axialen Abschnitt
der Nabe verbunden sind, einander kreuzen.
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Untersuchungen
und Experimente, die von der Anmelderin durchgeführt worden sind, haben jedoch
ergeben, dass es notwendig ist, eine neue Lösung zur weiteren Verbesserung
der Räder
des Standes der Technik zu entwickeln.
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Ein
Zweck der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein Rad des
Typs zu schaffen, das zum Beginn der vorliegenden Beschreibung dargestellt
wurde und das in der Lage ist, auf optimale Weise alle oben beschriebenen
technischen Probleme zu lösen.
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Ein
weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Rad
des oben aufgeführten Typs
zu schaffen, das verschiedene mögliche
Formen annehmen kann.
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Schließlich besteht
ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung darin, ein Rad des
oben aufgeführten
Typs zu schaffen, das zu einem neuartigen und originellen ästhetischen
Ergebnis führt
und dem Rad selbst Unverwechselbarkeit verleiht.
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Um
diese und weitere Zwecke zu erfüllen,
ist der Gegenstand der Erfindung ein Speichenrad mit den in dem
beigefügten
Anspruch 1 angegebenen Eigenschaften. Weitere vorteilhafte Eigenschaften
des Speichenrades gemäß der Erfindung
sind in den beigefügten
abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Von
der Anmelderin durchgeführte
Versuche mit Rädern,
die dementsprechend mit den oben aufgeführten Eigenschaften hergestellt
wurden, haben ergeben, dass die Räder in jeder Hinsicht optimale technische
Leistung bieten. Gleichzeitig verleiht, wie aus den beigefügten Zeichnungen
deutlich ersichtlich wird, die Erfindung dem Rad ein neuartiges
und originelles ästhetisches Äußeres, das
verglichen mit dem Spektrum an Speichenrädern, das bisher geschaffen wurde,
unverwechselbar ist.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich,
die lediglich als nicht einschränkendes
Beispiel dienen und bei denen:
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1 eine
erste Ausführung
des Rades gemäß der Erfindung,
in der Richtung der Radachse gesehen, darstellt;
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2 eine
Variante des Rades in 1 darstellt;
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3 eine
Perspektivansicht eines Details des Rades gemäß der Erfindung in vergrößertem Maßstab beim
Einsatz an einem Hinterrad eines Fahrrades ist;
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4 eine
Ansicht des Rades in 3 in einer Ebene darstellt,
die die Radachse einschließt, wobei
die Gabel des Fahrradrahmens, an dem das Rad angebracht ist, ebenfalls
dargestellt ist;
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5 eine
Teilperspektivansicht eines Rades gemäß der Erfindung beim Einsatz
an einem Vorderrad ist; und
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6 eine
Variante des Rades in 3 ist, die sich auf den Fall
bezieht, in dem die Speichen des Rades in Gruppen angeordnet sind,
die sich in einem Abstand zueinander befinden, wobei jede Gruppe aus
fünf Speichen
anstelle von drei Speichen wie bei den in den vorangehenden Figuren
dargestellten Lösungen
besteht.
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Das
Bezugszeichen 1 kennzeichnet, wie unter Bezugnahme auf 1, 3 und 4 zu
sehen ist, als Ganzes ein Rad für
ein Fahrrad, das eine Nabe 2, eine Felge 3, auf
der ein Reifen 4 montiert wird, sowie eine Vielzahl von
Speichen umfasst, die die Nabe 2 mit der Felge 3 verbinden.
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Die
vorliegende Erfindung beschäftigt
sich nicht im Detail mit dem Aufbau und der Form der Nabe 2 und
der Felge 3, da diese Elemente auf bekannte Weise erzeugt
werden können
und da die Struktur dieser Komponenten selbst nicht in den Schutzumfang
der vorliegenden Erfindung fällt.
Desgleichen ist die Art und Weise, wie jede Speiche an einem Ende
mit der Nabe 2 und am anderen Ende mit der Felge 3 verbunden
ist, nicht im Detail dargestellt. Jedes bereits vorhandene Verfahren,
das für diesen
Zweck geeignet ist, kann verwendet werden. Andererseits werden die
Zeichnungen durch den Wegfall der konstruktiven Details leichter
und schneller verständlich.
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3 und 4 beziehen
sich auf einen Einsatz der Erfindung bei einem Hinterrad eines Fahrrades,
bei dem eine Ritzelkassette 5 mit der Nabe 2 verbunden
ist, wobei die Kassette aus einer Vielzahl von Ritzeln besteht,
die auf an sich bekannte Weise selektiv mit der Antriebskette des
Fahrrades in Eingriff kommen.
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Ein
Speichenrad, das die in 1 dargestellte Form aufweist,
kann jedoch, wie aus dem Folgenden ersichtlich wird, sowohl als
ein Hinterrad (siehe 3 und 4) als auch
als ein Vorderrad (siehe 5) eingesetzt werden.
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Die
Speichen, die die Nabe mit der Felge des Rades der vorliegenden
Erfindung verbinden, sind in einer Vielzahl von Gruppen R angeordnet.
In der vorliegenden Beschreibung bezieht sich "Gruppen von Speichen R" auf eine Vielzahl
von Speichen A und/oder B, die so zusammengefasst sind, dass der maximale
Abstand (bzw. Sehne) auf der Felge 3 zwischen zwei benachbarten
Speichen der Gruppe kleiner ist als der Abstand (bzw. Sehne) auf
der Nabe 3 zwischen zwei verschiedenen Gruppen. Wenn alle Speichen
der Gruppe um einen Abstand q in gleichen Abständen zueinander angeordnet
sind, ist der Abstand (bzw. die Sehne) auf der Felge 3 zwischen
zwei Gruppen größer als
der Abstand q. Bei der in 1 bis 5 dargestellten
Lösung
besteht jede Speichengruppe R aus einem Satz von drei Speichen.
In jedem Satz von drei Speichen R ist, wie aus 3 deutlich
ersichtlich ist, eine Speiche A vorgesehen, die mit einem Ende 2a der
Nabe 2 verbunden ist, sowie ein paar Speichen B, die mit
einem Abschnitt 2b der Nabe 2 an die Ritzelkassette 5 angrenzend
verbunden sind und in einem axialen Abstand zu dem Ende 2a angeordnet
sind.
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Wiederum
ist bei der dargestellten bevorzugten Ausführung die Speiche A in der
Richtung der Radachse gesehen, d.h., wie sie in 1 zu
sehen ist, in einer radialen Richtung angeordnet, die in einer Ebene
liegt, die die Achse X des Rades einschließt.
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Die
zwei Speichen B hingegen sind so angeordnet, dass sie einander kreuzen.
Wiederum unter Bezugnahme auf die bevorzugte Ausführung kreuzen
die Speichen einander an einem Punkt P (wiederum wie in 1 gesehen),
der auf der mittleren Nabe A liegt, da die Speichen, wie in 1 zu
sehen ist, spiegelbildlich angeordnet sind, d.h. mit Neigungswinkeln,
die gleich und in Bezug auf die Speiche A einander entgegengesetzt
sind.
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Natürlich ist
es möglich,
dass die Speiche A nicht in einer radialen Ebene eingeschlossen
ist und dass die zwei Speichen B andere Neigungen aufweisen und
daher die Speiche A, wie in 1 gesehen, an
anderen Punkten kreuzen. Es ist auch möglich, dass die zwei Speichen
B Abstände
(oder Sehnen) auf der Felge 3 haben, die sich von der Speiche
A unterscheiden. Schließlich
ist es auch möglich,
dass nur zwei Speichen jedes Satzes von drei Speichen R einander
kreuzen.
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Beim
Einsatz an einem Hinterrad sind die Sätze von drei Speichen R sämtlich so
ausgerichtet, dass die zwei Speichen B auf der Seite des Rades liegen,
an der sich die Ritzekassette 5 befindet, und die mittlete
Speiche A an der gegenüberliegenden Seite
des Rades. Daher hat das Rad gemäß der Erfindung,
wenn es als ein Hinterrad verwendet wird, eine Anzahl von Speichen
auf der Ritzelseite, die das Zweifache der Speichen an der gegenüberliegenden Seite
ausmacht.
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Die
Anordnung führt
zu wichtigen Vorteilen unter dem Aspekt der strukturellen Festigkeit
des Rades und insbesondere hinsichtlich der Beständigkeit gegenüber Ausfall
der Speichen, und zwar aus im Folgenden dargestellten Gründen.
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Bei
einem Hinterrad (siehe 4) bedeutet das Vorhandensein
der Ritzelkassette 5 an einem Ende der Nabe 2,
dass die Speichen B, die sich an dieser Seite des Rades befinden,
einen Neigungswinkel β in
Bezug auf die Mittelebene M des Rades haben, der erheblich kleiner
ist als die Neigung α der Speichen
A, die sich an der anderen Seite befinden. Die Mittelebene M ist
als die Ebene senkrecht zu der Achse X der Nabe definiert, die gleichen
Abstand zu den Enden der Nabe hat.
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Jede
Speiche des Speichenrades wird, wie bekannt ist, mit einer bestimmten
Zugkraft montiert und eingesetzt. In 4 kennzeichnen
TA und TB die Komponenten
der Zugkräfte,
die auf die Speichen jedes Satzes von drei Speichen in der Ebene
der Fig. ausgeübt
werden. TA ist die Kraft, die in jedem Satz von
drei Speichen die Speiche A auf die Felge 3 in die Ebene
der Figur ausübt.
TB ist die Kraft, die aus der Summe der
Kräfte
TB1 + TB2 resultiert,
die die Speichen B jedes Satzes zusammen auf die Felge 3 aus üben. TB1 und TB2 sind einander
im Allgemeinen gleich, könnten
jedoch auch verschieden sein. Die Komponenten der zwei Kräfte TA, TB in einer Richtung parallel
zu der Achse X des Rades sind in 4 mit TAO und TBO gekennzeichnet.
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Bei
dem Rad gemäß der Erfindung
gleichen die Komponenten TAO und RBO einander aus, um die Felge 3 in
der Ebene M zu halten. Daraus folgt, dass die Resultierende TB aufgrund ihrer geringeren Neigung größer sein
muss als TA. Genauer gesagt ist das Verhältnis zwischen
der Zugkraft TA der einzelnen Speiche A
und der Zugkraft TB, die die Summe der zwei
Zugkräfte
der Speichen B, TB1 und TB2 ist (natürlich immer
bezüglich
der Zugkräfte
in der Ebene von 4), dem Verhältnis der Sinusse der Neigungswinkel α und β gleich und
ihm entgegengesetzt. Diese Bedingung gilt im Allgemeinen für jeden Satz
von drei Speichen des Rades gemäß der Erfindung
und gilt daher als Ganzes unter Bezugnahme auf die Gesamt-Zugkräfte der
Speichen, die sich an einer Seite und der anderen Seite des Rades
befinden. Es kann auch vorkommen, dass die Zugkräfte jedes Satzes von drei Speichen
nicht genau im Gleichgewicht miteinander sind und dass der einzelne
Satz einen bestimmten Grad an Ungleichgewicht aufweist, oder dass
mit anderen Worten in dem Rad ein lokales Ungleichgewicht vorhanden
ist. In diesem Fall weisen die anderen Sätze von drei Speichen des Rades
komplementäre
Grade des Ungleichgewichtes auf, um zu gewährleisten, dass die Gesamt-Zugkräfte des
Rades in Bezug zueinander im Gleichgewicht sind. Es liegt des Weiteren
auf der Hand, dass alle genannten Betrachtungen unter der Annahme gelten,
dass die Speichen alle im Wesentlichen den gleichen Querschnitt
haben, wobei die Erfindung jedoch nicht auf diesen Fall beschränkt ist.
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Angesichts
des Obenstehenden liegt auf der Hand, dass die Speichenanordnung
gemäß der Erfindung
zu wichtigen Vorteilen führt.
Zunächst
beträgt,
da die Zugkraft TB die Resultierende der
Zugkräfte
von zwei Speichen (TB1 und TB2)
ist, die Zugkraft jeder Speiche B im Wesentlichen die Hälfte von TB. Dies bedeutet, dass daher jede Speiche
B eine Spannung aufweisen kann, die im Wesentlichen die Hälfte dessen
ausmacht, was bei einem herkömmlichen
Rad erforderlich wäre,
das eine einzelne Speiche B vorsieht.
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Des
Weiteren ist es wichtig, zu bemerken, dass bei einem typischen Hinterrad
das Verhältnis zwischen
dem Sinus von β und
dem Sinus von α ungefähr 1:2 beträgt, was
bedeutet, dass im Gleichgewichtszustand der Felge TB ungefähr das Doppelte von
TA beträgt
und dass daher jede Speiche mit einer Zugkraft gespannt werden kann,
die erheblich geringer ist als die, die es hätte, wenn es sich um eine einzelne
Speiche handelte, und die sich daher im Wesentlichen der Zugkraft
der Speiche A nähert.
Das heißt,
Dank der Erfindung haben, wenn die Komponenten der Zugkräfte der
Speichen in radialen Ebenen, die die Radachse einschließen, betrachtet
werden, alle Speichen Zugkräfte,
die nahe beieinander und sogar gleich sind.
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Natürlich ist
der Gleichgewichtszustand der Zugkräfte der Speichen jedes Satzes
von drei Speichen auch in einer Ebene senkrecht zu der Achse X des
Rades, d.h. in einer Ebene wie der in 1 dargestellten,
vorhanden. In dieser Ebene sind die Komponenten der Zugkräfte der
Speichen B jedes Satzes von drei Speichen R in einer tangentialen
Richtung senkrecht zu der Felge im Wesentlichen im Gleichgewicht
miteinander.
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Des
Weiteren kann die Erfindung, obwohl die Erfindung die oben erläuterten
besonderen Vorteile im Fall eines Rades mit Speichen aufweist, die
verschiedene Sturzwinkel auf den beiden Seiten haben (genau wie
bei einem Hinterrad des beschriebenen Typs aufgrund des Vorhandenseins
der Ritzelkassette oder jedem beliebigen Rad, sei es ein Vorderrad oder
ein Hinterrad, aufgrund des Vorhandenseins beispielsweise der Scheibe
einer Scheibenbremse), in jedem Fall auch bei einem Rad mit Speichen
eingesetzt werden, die gleiche Sturzwinkel auf den beiden Seiten
haben (üblicherweise
ein Vorderrad).
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Gleichzeitig
verleiht der oben beschriebene Aufbau dem Rad, sei es ein Vorderrad
oder ein Hinterrad, in der Richtung seiner Achse gesehen (siehe 1),
ein neuartiges ästhetisches Äußeres, das
originell und vollkommen unverwechselbar ist.
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2 stellt
ein Variante dar, bei der die Gruppen von drei Speichen, die in
dem Rad vorgesehen sind, zehn anstelle von fünf sind, wie dies in 1 der
Fall ist. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die Anzahl der Sätze von
drei Speichen beliebig variiert werden kann.
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5 stellt
eine weitere Variante dar, bei der das Rad gemäß der Erfindung als ein Vorderrad
eingesetzt wird. In diesem Fall haben die Sätze von drei Speichen, in der
Richtung der Radachse gesehen, im Wesentlichen den gleichen Aufbau
wie den in 1 dargestellten. Die Sätze von
drei Speichen sind jedoch abwechselnd so ausgerichtet, dass ihre
Mittelspeiche einmal (A) mit einer Seite (2a) der Nabe 2 und
einmal (B) mit der anderen Seite (2b) verbunden ist. Desgleichen
sind die Doppelspeichen einmal (B) mit der einen Seite (2b)
der Nabe 2 und einmal (A) mit der anderen Seite (2a)
der Nabe verbunden. Die Sätze
von drei Speichen sind darüber
hinaus vorzugsweise geradzahlig, so dass das Vorderrad eine identische
Anzahl von Speichen auf beiden Seiten hat. In die ser Hinsicht stellt
das in 2 gezeigte Rad ein Vorderrad mit Sätzen von
drei Speichen dar, die abwechselnd auf die oben beschriebene Weise ausgerichtet
sind, so dass 15 Speichen auf jeder Seite vorhanden sind, es könnte jedoch
auch ein Hinterrad sein, bei dem 10 Speichen A sämtlich an einer Seite des Rades
angeordnet sind und 20 Speichen B an der anderen Seite angeordnet
sind.
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6 stellt
ein weiteres Anwendungsbeispiel der Prinzipien der vorliegenden
Erfindung dar. Diese Figur ist eine Variante von 3 und
stellt den Fall dar, in dem jede Gruppe R von Speichen aus fünf Speichen
besteht. Innerhalb jedes Satzes von fünf Speichen sind zwei Speichen
A mit dem Ende 2a der Nabe verbunden und im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet, während drei Speichen B mit dem Abschnitt 2b der
Nabe verbunden sind und einander an einem Punkt P kreuzen. Es liegt
auf der Hand, dass auch bezüglich
der Anzahl der Speichen, die jede Gruppe von Speichen bilden, ein
erheblicher Spielraum für
den Konstrukteur besteht. Weiterhin wäre es auch möglich, eine
Lösung
wie die in 6 dargestellte vorzusehen, bei
der auch die zwei Speichen A einander kreuzend angeordnet sind,
oder auch eine Lösung,
bei der die Speichen A einander kreuzen und die Speichen B im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet sind.
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Alle
oben dargelegten Betrachtungen bezüglich des Ausgleichens der
Zugkräfte
der Speichen gelten auch im letzteren Fall. Bei einem Rad mit unterschiedlichen
Sturzwinkeln auf den zwei Seiten kann die Anzahl von Speichen, die
jede Gruppe von Speichen bilden, so ausgewählt werden, dass eine Spannung
aller Speichen des Rades erreicht wird, die im Wesentlichen einheitlich
ist. So könnte
ein ähnliches
Ergebnis beispielswei se mit einer Lösung des in 6 dargestellten
Typs erreicht werden, sollte das Verhältnis der Sinusse der zwei
Sturzwinkel nahe bei 3:2 liegen. Um dieses Kriterium zu erfüllen, kann
jede Gruppe von Speichen aus einer Anzahl m von Speichen auf einer
Seite des Rades und einer Anzahl n von Speichen auf der anderen
Seite des Rades bestehen, die in einem Verhältnis m/n stehen, das so nahe
wie möglich
an dem umgekehrten Verhältnis
der Sinusse der Sturzwinkel der entsprechenden zwei Seiten des Rades
liegt. Des Weiteren kann, da die Zahlen m und n der Speichen ganze
Zahlen sein müssen,
vollständiges
Gleichgewicht der Zugkräfte
in jeder Gruppe von Speichen erreicht werden, indem die Spannung
jeder einzelnen Speiche variiert wird. Es liegt jedoch auf der Hand,
dass auch in diesem Fall die Zugkräfte der einzelnen Speichen
in Bezug zueinander weitaus ausgeglichener sind als bei bekannten
Rädern,
die eine gleiche Anzahl von Speichen für beide Sturzwinkel haben.
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Allgemein
wird kein anderes Auswahlkriterium für die Anzahl von Speichen in
jeder Gruppe ausgeschlossen, da auch der Fall nicht ausgeschlossen wird,
dass sich die Gruppen von Speichen (auch bezüglich der Anzahl von Speichen
in jeder Gruppe) in dem gleichen Rad unterscheiden.
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Natürlich können die
konstruktiven Details und Ausführungen
ohne Beeinträchtigung
des Prinzips der Erfindung weit von den hier beschriebenen und dargestellten
abweichen, ohne dass damit vom Schutzumfang der Erfindung abgewichen
wird, wie er in den beigefügten
Ansprüchen
definiert ist.
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So
kann in einer bevorzugten Lösung
der Abstand (oder Sehne oder Leerraum) auf der Felge zwischen den
Gruppen von Speichen größer sein
als der Abstand (oder Sehne oder ausgefüllten Raum) an der Felge, der
durch jede einzelne Gruppe von Speichen eingenommen wird. In einer
anderen Lösung, die
besonders bevorzugt wird, wenn das Rad eine kleine Anzahl von Gruppen
von Speichen hat, kann der Abstand auf der Felge zwischen den Gruppen von
Speichen erheblich größer sein
als der Abstand auf der Felge, der durch jede einzelne Gruppe von Speichen
eingenommen wird.