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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Formerfassungsvorrichtung zum
Erfassen der Verteilung von Spannungen in der seitlichen Richtung
einer Warmwalzstraße
(siehe zum Beispiel DE-A 197 32 862).
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Als
Einrichtung zum Erfassen der Verteilung von seitlichen Spannungen
in einer Walzstraße
hatten bisher die Patentveröffentlichungen
1 bis 5 Anwendung gefunden.
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Die "Formsteuervorrichtung" der Japanischen
Patentveröffentlichung
Nr. 86290, 1993 ist in 1A und 1B gezeigt.
Eine Walze 51 ist unter Verwendung eines Zapfens 53 am
Endabschnitt des Torsionsstabs 52 drehbar montiert, und
ein Zapfen 54 ist am Grundabschnitt dieses Torsionsstabs 52 angebracht
und an einem Halter 55 befestigt. An einem Befestigungsabschnitt 56 des
Halters 55 ist ein Dehnung messendes Gerät, zum Beispiel
ein Dehnmessstreifen 57, befestigt und bildet ein Spannungserfassungselement 58.
In 1B leitet ein Leitungsdraht ein elektrisches Signal
(Erfassungssignal) aus dem Dehnmessstreifen 57.
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Die „Formerfassungsvorrichtung" der Japanischen
Patentveröffentlichung
Nr. 40038, 1994 ist in 2 gezeigt. Jedes Mal wenn sich
eine Walze 61 um eine Umdrehung dreht, kommt die Mitte
des Lastdetektors 62 in die Nähe eines Orts, wo die Walze
beginnt, einen Metallstreifen zu berühren. Dann gibt ein Positonsdetektor 67 ein
Befehlsignal aus, das zuerst auf erste und zweite Halter 65, 66 und
einen Verzögerungskreis 68 gegeben
wird. Dann gibt der Verzögerungskreis 68 ein
Befehlssignal zum ersten Halter 65 aus nach einer vorgegebenen
Zeit vom Befehlssignal.
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Wenn
andererseits dem ersten Halter 65 ein Befehlssignal vom
Positionsdetektor 67 gegeben wird, wird der Halter zurückgestellt,
bevor der Metallstreifen an dem Lastdetektor 62 angelegt
wird. Wenn ein Befehlssignal vom Verzögerungskreis 68 zum Halter
gegeben wird, hält
der Halter jedes Lastsignal unmittelbar bevor die Mitte des Lastdetektors
genau unter die Last kommt.
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Der
zweite Halter 66 erhält
aufgrund des Metallstreifens einen Spitzenwert der Erfassungssignale,
wenn die Mitte des Lastdetektors den Punkt unmittelbar unter der
Last passiert. Ein Rechner 69 erhält die Spannung des Metallstreifens
auf der Basis von Lastsignalen, die an beiden Haltern gehalten und dann
an den Rechner abgegeben werden. Daher können Spannungsänderungen
des Metallstreifens genau bestimmt werden. In 2 stellen 63 und 64 einen
Verstärker
bzw. einen Gleitring dar.
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Die „Formmesswalze" der Ungeprüften Japanischen
Patentveröffentlichung
Nr. 137831, 1998 ist in 3 gezeigt. Eine Formmesswalze
besteht aus einer waagrechten Tragwelle 72, einem rotierenden
Rotor 74, einem nicht gezeigten Druckdetektor, einer Verschiebevorrichtung 76 und
einer rechnenden Steuervorrichtung 78.
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Der
rotierende Rotor 74 ist unter Verwendung von Luftlagern
drehbar auf der tragenden Welle 72 gelagert und daran angrenzend
angeordnet. Der Druckdetektor erfasst den Luftdruck an der Innenseite
des Rotors 74. Die Verschiebungsvorrichtung 76 bewegt
die tragende Welle 72 in axialer Richtung. Die rechnende
Steuervorrichtung 78 berechnet eine Breite x, um die beide
Enden des Walzstreifens 71 jeweils den rotierenden Rotor
berühren,
und steuert die Verschiebevorrichtung. Wenn die Berührungsbreite
x kleiner als ½ der
Breite B des rotierenden Rotors ist, kommen diese Enden des Walzstreifens
in Berührung,
und die tragende Welle 72 wird durch die Verschiebevorrichtung 76 um
eine gegebene Strecke in axialer Richtung bewegt.
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Die „Ebenheitsmesswalze" der Ungeprüften Japanischen
Patentveröffentlichung
Nr. 314821, 1998 ist in 4A und 4B gezeigt.
Die Walze ist als Umführeinrichtung
ausgebildet, die in Richtung eines Streifens einstellbar ist. Diese
Umführeinrichtung
ist mit vielen Messbereichen versehen, die parallel und seitlich
auf dem gesamten Streifen vorhanden sind. Bei dieser Ebenheitsmesswalze
besteht der Messbereich aus Messwalzen 89, die mit im Uhrzeigersinn
drehbaren Messvorrichtungen für
die dynamische Kraft zusammenarbeiten können und drehbar gelagert sind.
Jede Messwalze 89 ist durch Lager innerhalb einer schwenkenden
gehäuseartigen
Hebelkonstruktion 83 gelagert. 4A und 4B zeigen
eine Welle 82, eine Schwenkachse 85, eine rotierende
Wertbildevorrichtung 86, eine Führungsplatte 80, einen
Krafteinleitungspunkt 84 und eine Kraftmessvorrichtung 81.
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Die „Walzstahlband-Ebenheitserfassungsvorrichtung" der Japanischen
Patentveröffentlichung Nr.
504211, 2003 ist in 5 gezeigt. Die Vorrichtung ist
eine mit Kontakt arbeitende Ebenheitserfassungsvorrichtung zum Erfassen
der Ebenheit eines gewalzten Bands bei einem Stahlband-Herstellungswalzprozess
unter Verwendung einer Kontakt last des gewalzten Stahlbands S, die
auf eine unterteilte Walze 92 einer Umführvorrichtung 90 ausgeübt wird.
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Die
Vorrichtung umfasst eine tangentiale Einstelleinrichtung 94,
eine Lastsensor-Stoßaufnahmeeinrichtung 96 und
eine einen Vordruck ausübende
Einrichtung 98. Die tangentiale Einstelleinrichtung 94 stellt
die unterteilte Walze 92 ein durch aufwärts und abwärts Drehen eines Oberflächenpunkts.
Die Lastsensor-Stoßaufnahmeeinrichtung 96 verhindert, dass
ein auf die Walze ausgeübter
Stoß auf
einen Lastsensor übertragen
wird. Die Vordruck ausübende
Einrichtung 98 fixiert den Lastsensor, nimmt ein Unterteil
und eine Sensorkappe auf, die in der Umführvorrichtung fixiert sind,
verbindet sich gegenseitig tragende Unterteile, die sich um eine
Mitte einer Fixierwelle drehen können,
und drückt
die oben genannten tragenden Unterteile mit einem vorgegebenen Druck
auf eine Basiseinheit.
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DE 197 32 862 A1 offenbart
auch eine Vorrichtung zum Erfassen der Verteilung von Spannungen
in seitlicher Richtung der gewalzten Bleche in einer Warmwalzstraße mit einer
Mehrzahl von Formerfassungseinheiten, die an einem kippendem Tragrahmen
lösbar
befestigt sind. Die Formerfassungseinheiten umfassen: eine drehbare
zylindrische Walze, die mit dem gewalzten Blech in Berührung steht,
eine Montageplatte, die am Tragrahmen befestigt ist, ein verstärktes Element,
dessen eines Ende die zylindrische Walze drehbar trägt, und
dessen anderes Ende an der Montageplatte befestigt ist, und ein
Sensorelement zum Erfassen einer Kraftwirkung, die auf das Element
wirkt.
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US-A-4
680 978 offenbart eine Walzwerk-Bandspannung-Überwachungsanordnung mit einer
Walzentragkonstruktion, die eine Mehrzahl von drehbar montierten
zylindrischen Walzen trägt.
Ein Sensorträger
ist an der Walzentrageinrichtung so beweglich befestigt, dass eine
Bewegung senkrecht zur Drehachse der zylindrischen Walzen eine Änderung der
gegenseitigen Position zwischen der berührungsfreien Sensoranordnung
und dem Walzenträger
bewirkt und erfasst werden kann.
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Die
oben genannten herkömmliche
Formerfassungsvorrichtung beinhaltet jedoch die folgenden Probleme:
- (1) Zum Steuern von Spannungen wird normalerweise
bei einer Warmwalzstraße
eine Umführvorrichtung
eingebaut. Wenn bei einer vorhandenen Umführvorrichtung eine Formerfassungsfunktion hinzugefügt werden
soll, muss die oben erwähnte herkömmliche
Formerfassungsvorrichtung die gesamte Anlage ersetzen.
- (2) Da im Umführarm
eine Kraftmessdose angeordnet ist, ist dieselbe Anzahl von Umführarmen wie
die Anzahl der unterteilten Walzen erforderlich, was daher ein hohes
Gewicht GD2 der gesamten Umführvorrichtung
ergibt, so dass die Umführvorrichtung
nicht schnell auf einen Steuerbefehl ansprechen kann.
- (3) Wegen eines langen Umführarms
(Hebelkonstruktionslänge)
und wenn die Breite einer Walze klein gemacht ist, geht deren seitliche
Widerstandsfähigkeit
verloren (kleine Auflagelänge), verschlechtert
sich die Lebensdauer der Walze, oder sie wird aufgrund einer seitlichen
Verschiebekraft eines gewalzten Blechs beschädigt.
- (4) Weil der Drehpunkt oder der Messpunkt für die dynamische Kraft (Lastmesspunkt)
der Hebelkonstruktion freiliegen, kann das Gerät in einer schädlichen
Umgebung einer Alterung und Verschlechterung der Messgenauigkeit
unterworfen sein.
- (5) Wenn die Breite einer gewalzten Blechs kleiner als die Hälfte der
Walzenbreite ist, kann die Formmesswalze durch ein wirkendes Moment kippen,
und die Erfassungsgenauigkeit wird geringer.
- (6) Der Innenumfang und das Lager der Messwalze berühren einander
unmittelbar, so dass Wärme leicht
von der Außenseite
der Walze her übertragen
werden kann, was eine Verschlechterung der Lebensdauer des Lagers
und dessen Beschädigung
aufgrund eines Temperaturanstiegs ergibt.
- (7) Da eine Messwalze einer Kraftmessdose entspricht, hören Messungen
auf, wenn eine Kraftmessdose ausfällt.
- (8) Eine Messwalze berührt
ein gewalztes Blech und wird durch das Material angetrieben. Wenn die
Walze ausgehend von einem Stillstand schnell beschleunigt wird,
kann sie rutschen, beschädigt das
gewalzte Blech und verursacht einen ungleichmäßigen Verschleiß der Walze.
Ist ein ungleichmäßiger Verschleiß erzeugt,
wird die Walze schnell beschädigt
und bald undrehbar. Sofern sich die Walze nicht dreht, wird sie
mit Kühlwasser ungleichmäßig abgekühlt, was
eine ungleichmäßige Temperaturverteilung auf
jedem Teil der Walze ergibt, so dass sich die Walze verformen kann und
die oben genannten Probleme auftreten.
- (9) Das Messsystem kann leicht durch die Temperaturen eines
gewalzten Blechs beeinflusst werden, weshalb wegen der Temperaturänderungen ein
Messfehler verursacht werden kann.
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Gemäß dem achten
der oben genannten Probleme ist ein Hauptziel einer Formerfassungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung die Offenbarung einer Formerfassungsvorrichtung zum Erfassen
der Verteilung von Spannungen in der seitlichen Richtung einer Warmwalzstraße und die
Schaffung von Messwalzen, die nicht dazu neigen, auf dem gewalzten
Blech zu rutschen und dieses zu beschädigen, die somit nicht anfällig sind
für einen
ungleichmäßigen Verschleiß der Walzen,
und die somit undrehbar werden mit der Folge, dass die Walzen mit Kühlwasser
ungleichmäßig gekühlt werden
können. Dies
gibt eine ungleichmäßige Verteilung
der Temperaturen auf den verschiedenen Teilen der Walzen, so dass
die Walzen sich verformen können.
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Die
obigen und weiteren Ziele der vorliegenden Erfindung werden erreicht
durch eine Formerfassungsvorrichtung zum Erfassen der Verteilung
von Spannungen in der seitlichen Richtung einer Warmwalzstraße gemäß Patentanspruch
1. Eine bevorzugte Ausführungsform
ist im abhängigen
Patentanspruch 2 angegeben.
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Gemäß der Ausbildung
der vorliegenden Erfindung ist eine Mehrzahl von Formerfassungseinheiten
an einem Tragrahmen seitlich daran angrenzend so befestigt, dass
jede Einheit unabhängig
ersetzt werden kann, um die Wartung zu erleichtern.
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Bei
einer bevorzugten Form gibt es ein Lager, dessen Innenring eine
rotierende Welle einer unterteilten Walze trägt. Die äußere Rolle des oben erwähnten Lagers
wird durch einen Endabschnitt eines Armelements getragen. Bei dieser
Anordnung kann das Lager gegenüber
Wärme abgeschirmt
werden, die vom Außenumfang
der Walze übertragen
wird, so dass das Lager unempfindlich ist gegenüber einer Verkürzung der
Lebensdauer aufgrund eines Temperaturanstiegs des Lagers oder einer
Beschädigung. Zusätzlich kann
ein Lastdetektor widerstandsfähig gemacht
werden gegenüber
einer Temperatur von einem gewalzten Blech, so dass Messfehler aufgrund von
Temperaturänderungen
klein gemacht werden können.
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden im Einzelnen anhand einer
Ausführungsform
in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
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1A und 1B eine
Ausbildung einer herkömmlichen
Formerfassungsvorrichtung.
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2 eine
Ausbildung einer weiteren herkömmlichen
Formerfassungsvorrichtung.
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3 eine
Ausbildung einer weiteren herkömmlichen
Formerfassungsvorrichtung.
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4A und 4B Ausbildungen
einer weiteren herkömmlichen
Formerfassungsvorrichtung.
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5 eine
Ausbildung einer weiteren herkömmlichen
Formerfassungsvorrichtung.
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6 eine
Schrägansicht
einer Formerfassungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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7 eine
teilweise geschnittene Ansicht von 6.
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8 eine
weitere Schrägansicht
der Formerfassungseinheit.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Alle gemeinsamen Elemente in jeder Figur sind mit denselben
Bezugszahlen bezeichnet.
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6 ist
eine allgemeine Schrägansicht
einer Formerfassungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In 6 ist die
Formerfassungsvorrichtung 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
so ausgebildet, dass sie montiert werden kann durch Ersetzen einer
nicht gezeigten Umführwalze
einer Umführvorrichtung 2,
die die Spannung eines gewalzten Blechs steuert. Die Umführvorrichtung 2 in
diesem Beispiel ist versehen mit einem Paar von linken und rechten
Umführarmen 3, die
beide Enden der Umführwalze
tragen. Kraftmessdosen 4 sind zwischen einem Drehpunkt 3a für den tragenden
Umführarm 3 und
einem Ende montiert, das die Umführwalze
trägt,
wo bei die auf die Umführwalze
wirkende Kraft erfasst wird. Daher kann diese Umführvorrichtung 2 die
Kraft erfassen, die auf die gesamte Formerfassungsvorrichtung 10 wirkt,
und zwar unter Verwendung der Kraftmessdosen 4, selbst
wenn die Umfürwalze
gegen die Formerfassungsvorrichtung 10 der vorliegenden
Erfindung ersetzt wird, und kann die Spannungen des gewalzten Blechs 1 steuern.
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Zusätzlich kann
die Formerfassungsvorrichtung 10 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung auch sogar an der Umführvorrichtung 2 montiert
werden, die nicht mit Kraftmessdosen 4 versehen ist, so
dass die Vorrichtung die Spannungssteuerfunktion der Umführvorrichtung 2 ausführen kann,
wenn sie stillsteht.
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In 6 besteht
die Formerfassungsvorrichtung 10 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aus einem Paar von Befestigungselementen 12,
einem tragenden Rahmen 14 und einer Mehrzahl von Formerfassungseinheiten 20.
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Die
beiden Befestigungselemente 12 sind an beiden Enden der
Umführvorrichtung 2 um
ihre Achslinie X-X nicht drehbar befestigt, wo beide Enden der Umführwalze
eingebaut sind.
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Der
Tragrahmen 14 erstreckt sich in der seitlichen Richtung.
Beide Enden des Tragrahmens 14 werden durch die beiden
Befestigungselemente 12 getragen.
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Eine
Mehrzahl von Formerfassungseinheiten 20 ist neben dem Tragrahmen 14 in
der seitlichen Richtung drehbar befestigt. Dieser Tragrahmen 14 ist auch
mit einem nicht gezeigten Kabelkanal versehen, der sich seitlich
erstreckt und abgedichtet sein kann. Mit Hilfe dieses Kanals sind
die Drähte
gegen eine schädliche
Umgebung geschützt.
Während
eine Alterung und eine Verschlechterung der Messgenauigkeit vermieden
werden, werden die Erfassungssignale von jeder Formerfassungseinheit 20 von
außen her
entnommen.
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Gemäß 6 ist
der Tragrahmen 14 auf der vom tragenden Drehpunkt 3a der
Umführvorrichtung 2 entfernten
Seite mit den Formerfassungseinheiten 20 versehen. Hierdurch
sind alle Formerfassungseinheiten 20 entfernt vom tragenden
Drehpunkt 3a angeordnet. Wenn daher die Einheiten anstelle
von Umführwalzen
einer vorhandenen Umführvorrichtung
angeordnet sind, ragen im Wesentlichen keine Elemente hin zur tragenden Drehpunktseite
der Umführvorrichtung.
Somit wird eine Wechselwirkung mit vorhandenen Einrichtungen minimiert.
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7 zeigt
einen Teilschnitt von 6. 8 ist eine
Schrägansicht
der Formerfassungseinheit.
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Gemäß 7 und 8 besteht
die Formerfassungseinheit 20 aus zylindrischen unterteilten Rollen 22,
Befestigungselementen 24, Armelementen 26 und
Lastdetektoren 28.
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Die äußere Form
der zylindrischen unterteilten Walze 22 ist so, dass eine
Umführwalze
längs ihrer
Achslinie X-X geschnitten wird. Die unterteilten Walzen 22 sind
anstelle der Umführwalze
angeordnet und kommen mit dem gewalzten Blech 1 in Berührung.
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Die
Befestigungselemente 24 sind durch eine Spannvorrichtung 24a (Schrauben,
Muttern, usw.) nahe an dem Tragrahmen 14 befestigt.
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Das
Armelement 26 trägt
die unterteilte Walze 22 drehbar an seinem einen Ende,
während
das andere Ende des Elements am Befestigungselement 24 befestigt
ist.
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Der
Lastdetektor 28 ist zum Beispiel ein Dehnmessstreifen,
am Armelement montiert und erfasst ein Drehmoment von einer am Element
wirkenden Spannung.
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Das
andere Ende des Armelements 26 ist am Befestigungselement 24 so
montiert, dass der Arm um eine zur Achslinie X-X parallele Achslinie
Y-Y schwenken kann. Das andere Ende des Armelements 26 ist
mit einem überstehenden
Abschnitt 26a versehen, der um die Achslinie Y-Y im Befestigungselement 24 schwenken
kann. Dieser überstehende Abschnitt 26a ist
so gebildet, dass seine Schwenkachse um die Achslinie Y-Y eingestellt
werden kann unter Verwendung einer Walzenhöhe-Einstellvorrichtung 27 (zum
Beispiel einer Schraube), die an das Befestigungselement 24 geschraubt
ist. Bei dieser Anordnung können
die Höhen
jeder unterteilten Walze 22 auf dieselbe Höhe eingestellt
werden durch Steuern eines Schwenkwinkels des anderen Endes des
Armelements 26 unter Verwendung der Rollenhöhe-Einstellvorrichtung 27.
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Gemäß 7 ist
jede unterteilte Walze 22 an einem Endabschnitt 22a ihrer
Drehachse mit einer zur Achslinie X-X parallelen Ebene versehen,
wodurch die Walze benachbarte unterteilte Walzen lösbar berührt und
ein Drehmoment hierauf überträgt. Auch
berührt diese
Drehachse die Antriebswelle einer am Befestigungselement 12 montierten
Walzenantriebsvorrichtung 16 (zum Beispiel ein Wasserrad), wird
hierdurch gedreht, dreht auf diese Weise jede unterteilte Walze 22 im
Voraus, vermindert ein Gleiten zwischen der Walze und dem gewalzten
Blech, hindert das gewalzte Blech und die Walze an einer Beschädigung und
an ungleichmäßigem Verschleiß und verhindert
eine Verformung der Walze aufgrund einer Temperaturdifferenz in
der Walze.
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In 2 wird
die Drehachse der unterteilten Walze 22 durch zwei Lager 23 an
ihren beiden Enden getragen. Jedes Lager 23 ist so aufgebaut,
dass ein Innenring hiervon die Drehachse trägt und sein Außenring
durch einen Endabschnitt des Armelements 26 getragen wird.
Selbst wenn das gewalzte Blech einem Warmwalzprozess bei hoher Temperatur
ausgesetzt ist, wird daher das Lager 23 zufriedenstellend gegenüber Wärme abgeschirmt,
die vom Außenumfang
der Walze übertragen
wird, so dass das Lager 23 vor einer Verkürzung der
Lebensdauer geschützt ist,
die durch einen Temperaturanstieg des Lagers und einen Wärmeschaden
verursacht wird. Unter Ausnutzung dieser Anordnung ist der Lastdetektor 28 auch
gegenüber
dem Einfluss eines bei hohen Temperaturen gewalzten Blechs geschützt, so
dass Messfehler vermieden werden, die sonst durch Temperaturänderungen
verursacht werden.
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Gemäß 7 besteht
das Armelement 26 aus einem Paar von Armplatten, die beide
Enden einer unterteilten Walze 22 tragen. Der andere Endabschnitt
jeder Armplatte ist mit einem überstehenden
Abschnitt 26a versehen, der um die Achslinie Y-Y in jedem
Befestigungselement 24 schwenken kann. Dieser überstehende
Abschnitt 26a ist so gebildet, dass unter Verwendung der
obigen Walzenhöhe-Einstellvorrichtung 27 (zum
Beispiel eine Schraube) seine Schwenkachse um eine Mitte der Achslinie
Y-Y eingestellt werden kann. Zusätzlich
ist der Lastdetektor 28 vorzugsweise an beiden Armplatten
im einem Paar angebracht. Bei Bedarf können jedoch ein oder beide
Lastdetektoren 28 weggelassen werden.
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Bei
diesem Aufbau verstärken
die beiden Armplatten die seitliche Widerstandsfähigkeit und verhindern eine
Verkürzung
der Lebensdauer oder eine Beschädigung
durch das seitlich rutschende Blech. Selbst wenn die Breite des
Endabschnitts des walzten Blechs kleiner als die Breite der Walze
ist, kann die Erfassungsgenauigkeit am Verschlechtern gehindert
werden, weil nur ein kleines Moment auf die Formmesswalze wirkt.
Zusätzlich
können
mehrere (zwei) Kraftmessdosen (Lastdetektoren 28) in jeder
Messwalze (unterteilte Walze 22) montiert sein, und können die
Messungen gesichert werden.
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Bei
der obigen Formerfassungsvorrichtung 10 können unterteilte
Walzen 22, die die Kanten eines gewalzten Blechs berühren, durch
Berechnung erhalten werden. Aus den Positionen dieser Kanten an
den unterteilten Walzen kann die auf die unterteilten Walzen wirkende
Spannung berechnet werden. Somit können Spannungen, die auf die
unterteilten Walzen wirken, die mit den Kanten der gewalzten Platte
in Berührung
stehen, ebenfalls genau erfasst werden.
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Zusätzlich sind
alle gleitenden Abschnitte der Formerfassungseinheiten 20 mit
Dichtungselementen 29 versehen, um das Eindringen von Zunder, Fluid
usw. von außen
her zu verhindern, wodurch der Drehpunkt und die Dynamikkraftmesspunkte
(Lastmesspunkte) gegenüber
einer schädlichen
Außenumgebung
geschützt
werden, um die schädlichen Wirkungen,
wie Alterungsveränderungen
und geringe Messgenauigkeit, zu verringern.
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Gemäß der oben
erwähnten
Ausbildung der vorliegenden Erfindung, und da die Formerfassungsvorrichtung 10 so
ausgebildet ist, dass anstelle einer Umführwalze der Umführvorrichtung 2 die
Vorrichtung montiert werden kann, die Formerfassungsfunktion einer
vorhandenen Umführvorrichtung 2 hinzugefügt werden
kann, ohne ein Ersetzen der gesamten Vorrichtung zu erfordern. Gemäß der Ausbildung der
vorliegenden Erfindung kann somit die Spannung eines Bandes entsprechend
der Breite jeder Walze erfasst werden, wobei insbesondere diese
Ausbildung eine bevorzugte Wirkung hervorbringen kann, dass ein
Schneiden usw. verhindert wird, wenn ein dünnes und breites Blech gewalzt
wird.
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Weil
eine Mehrzahl von Formerfassungseinheiten 20 in der seitlichen
Richtung des tragenden Rahmens 14 nahe beieinander lösbar befestigt
ist, kann zusätzlich
jede Einheit unabhängig
ersetzt werden, so dass die Einheiten leicht gewartet werden können.
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Ferner
kann die obige Ausbildung die Formerfassungseinheiten 20 klein
und leicht machen, weshalb das Gewicht der gesamten Umführvorrichtung
mit einer minimalen Zunahme von GD2 verringert werden kann, so dass
ein empfindliches und schnelles Ansprechverhalten in einem Umführsteuersystem
beibehalten werden kann.
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Wenn
man die obigen Beschreibungen zusammenfasst, hat die Formerfassungsvorrichtung nach
der vorliegenden Erfindung folgende Vorteile:
- (1)
Die Vorrichtung hat eine minimale Wirkung auf das Ansprechverhalten
in einem herkömmlichen Umführsteuersystem.
- (2) Die Vorrichtung empfängt
eine minimale Wirkung von einer schädlichen Umgebung.
- (3) Die Erfassungsempfindlichkeit der Vorrichtung ist hoch und
wird durch Temperaturen nicht beeinflusst.
- (4) Die Lebensdauer der Walzenlager ist verlängert.
- (5) Die Wartungsfähigkeit
ist verbessert.
- (6) Die Walzen können
vor ungleichmäßigem Verschleiß geschützt werden.
- (7) Die Vorrichtung kann leicht dadurch montiert werden, dass
nur die Walze einer vorhandenen Umführeinrichtung ersetzt wird.
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Im
Einzelnen hat die obige Formerfassungsvorrichtung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zahlreiche Vorteile: (1) Das
Gewicht der gesamten Umführvorrichtung
kann verringert werden, während
eine Zunahme ihres GD2 minimiert wird, wobei ein schnelles Ansprechverhalten
in einem Umführsteuersystem
beibehalten werden kann, (2) die Vorrichtung ist widerstandfähig gegen eine
seitliche Belastung, und ist unempfindlich gegenüber einem seitlichen Verschieben
eines gewalzten Blechs hinsichtlich einer Verkürzung der Lebensdauer oder
einer Beschädigung,
(3) der Drehpunkt und die Dynamikkraftmesspunkte (Lastmesspunkte) liegen
nicht frei, so dass die Vorrichtung einer schädlichen Umgebung widerstehen
kann ohne eine wesentliche Alterungsverschlechterung und eine verschlechterte
Messgenauigkeit, (4) selbst wenn der breitenseitige Endabschnitt
des gewalzten Blechs kleiner als die halbe Rollenbreite ist, wirkt
nur ein kleines Moment auf die Formmesswalze, so dass die Erfassungsgenauigkeit
am Absinken gehindert werden kann, (5) das Lager ist gegen
Wärme abgeschirmt, die
von der Außenseite
der Walze her übertragen wird,
so dass die Lebensdauer des Lagers durch seinen Temperaturanstieg
nicht wesentlich beeinflusst und seine Beschädigung minimiert wird, (6)
eine Mehrzahl von Kraftmessdosen kann je Messwalze moniert werden,
um die Messungen zu sichern, (7) es besteht ein minimales
Gleiten zwischen der Walze und dem gewalzten Blech, so dass das
gewalzte Blech an einer Beschädigung
gehindert werden kann, während
die Walze vor ungleichmäßigem Verschleiß geschützt wird,
wobei eine Walzenverformung aufgrund einer Temperaturdifferenz verhindert werden
kann, (8) die Messungen werden im Wesentlichen nicht durch
Wärme beeinflusst,
die von der gewalzten Platte her übertragen wird, so dass Messfehler
aufgrund von Temperaturänderungen
sehr klein sind, (9) eine Formerfassungsfunktion kann einer vorhandenen
Umführvorrichtung
hinzugefügt
werden, ohne dass die gesamte Vorrichtung ersetzt wird, usw.