DE19952917C1 - Vorrichtung zum Kühlen einer durchlaufenden flexiblen Bahn - Google Patents
Vorrichtung zum Kühlen einer durchlaufenden flexiblen BahnInfo
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Abstract
Bei Drucklinien muß nach dem Druck die Papierbahn getrocknet und anschließend gekühlt werden. Bei Horizontaltrocknern wird die Bahn schwebend geführt. Hierbei ist es erforderlich, die Bahnspannung zu erfassen und so zu regeln, daß die Bahn weder flattert noch reißt. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kühlvorrichtung für durchlaufende flexible Bahnen zu schaffen, die eine exakte Bestimmung der Bahnspannung ermöglicht. DOLLAR A Die erste Walze (6.1) einer Kühlvorrichtung (3) ist so gelagert, daß die Walze (6.1) um die Achse eines Bolzens (27) schwenkbar ist und so Bahnlauffehler korrigierbar sind. Die Lagergehäuse (11, 21) der Walze (6.1) sind auf Meßwertaufnehmern abgestützt. Die Walze (6.1) und ihr Antrieb (23, 24) sind getrennt gelagert, und so mit einer Ausgleichskupplung (22) verbunden, daß nur Torsionskräfte übertragen werden. Weiterhin sind die Meßvorrichtung (14) und die Vorrichtungen zur Bahnlaufkorrektur (19, 27) so angeordnet, daß Kräfte aus ablaufender Bahn (5) und Bahnlaufregelung für die Messung unwirksam sind. Meßfehler sind so vermieden. DOLLAR A Papierbehandlung, Textilveredelung.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen einer durchlaufenden flexiblen
Bahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei Trocknern, die in Drucklinien stehen, sind hinter dem Ausgang des Trockners in
einer Kühlvorrichtung, die auch als Kühlwalzenständer bekannt ist, Kühlwalzen ange
ordnet. Hierbei sind die Kühlwalzen geregelt angetrieben, um die Längsspannung in
der Bahn so zu begrenzen, daß einerseits ein glatter Lauf gewährleistet ist und ande
rerseits eine Überlastung vermieden wird. Hierfür ist es erforderlich, die Bahnspan
nung zwischen dem Trockner und der ersten Kühlwalze exakt zu erfassen.
Hinter dem Trockner können Bahnlauffehler auftreten, wobei die Bahn außermittig auf
der ersten Kühlwalze läuft und sich dieser außermittige Lauf bei der weiteren Bear
beitung fortsetzt, wenn er nicht korrigiert wird. Dies kann zu Störungen beim
Betriebsablauf führen. Deshalb ist es erforderlich, einen mittigen Lauf der Bahn durch
eine geeignete Vorrichtung zu gewährleisten:
Bei Vertikaltrocknern ist die Bahn unter Spannung zwischen Düsen geführt, durch die
gasförmiges Trocknungsmedium auf die Bahn geblasen wird. In der EP 0 183 081 B
ist für einen solchen Vertikaltrockner die Erfassung der Bahnspannung beschrieben.
In dem Bahnteil, der von oben nach unten zum Ausgang des Trockners geführt ist,
wird die Bahnspannung über eine auf Druckmeßdosen gelagerte, hinter dem Trockner
und vor dem Transportmittel angeordnete Umlenkrolle bestimmt, die nicht antreibbar
ist. Die Bahnspannung läßt sich aus der Differenz des Eigengewichtes der Umlenk
walze und der Zugkraft der Bahn errechnen.
Für die Bestimmung der Spannung in dem Teil der Bahn, der vom Trocknereingang
unten bis zu einer antreibbaren Umlenkwalze oben im Trockner geführt ist, wird die
Bewegung einer oben im Trockner angeordneten Wippe erfaßt, auf der Umlenkrollen
und deren Antrieb gelagert sind.
Aus der DE 38 22 486 A1 ist eine Einrichtung zum Messen der Bahnspannung einer
Warenbahn beschrieben. Eine Kühlwalze, die in einer Rollenrotationsdruckmaschine
hinter den Druckeinheiten angeordnet und die antreibbar und mit Kühlmittel
beaufschlagbar ist, ist mittels Lagerzapfen drehbar in Seitengestellen gelagert. Die
Einrichtung zum Messen der Bahnspannung ist als Meßkäfig ausgebildet, in dem der
Lagerzapfen auf der Loslagerseite gelagert ist. Die Kühlwalze ist nicht geeignet, um
Bahnlauffehler regelnd zu korrigieren.
In Horizontaltrocknern ist die Bahn meistens schwebend geführt. Hierbei wird die
Bahn wechselweise von oben und von unten über Düsenkästen mit gasförmigem
Trocknungsmedium beaufschlagt. Hierbei sind die Kraft und die Richtung des Gas
austrittes bei den Düsenkästen so eingestellt, daß die Bahn gerade in der Schwebe
gehalten ist. Für diese Horizontaltrockner wird in der DE 297 07 316 U vorgeschla
gen, zur Bahnlaufregelung die Düsenkästen um eine zur Bewegungsrichtung der
Bahn parallele Achse verschwenkbar zu lagern. In dieser Schrift ist ebenfalls erwähnt,
daß eine Bahnlaufregelung auch durch Schrägstellen der ersten Kühlwalze einer dem
Trockner nachgeschalteten Kühlvorrichtung möglich ist. Eine Vorrichtung dieser Art ist
jedoch nicht bekannt.
Weiterhin ist nicht bekannt, in einer Kühlvorrichtung eine Bahnlaufregelung und eine
Vorrichtung zur Bestimmung der Bahnspannung zu kombinieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Kühlen einer durchlaufenden fle
xiblen Bahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, die eine Bestim
mung und somit Regelung der Bahnspannung zwischen Trockner und Kühlvorrich
tung ermöglicht.
Die Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die
Anordnung einer Meßvorrichtung an der ersten Walze der Kühlvorrichtung erlaubt die
Bestimmung der Zugkräfte der Bahn. Damit ist eine genaue Regelung der Bahnspan
nung über eine Drehzahländerung des Antriebs der Kühlvorrichtung möglich.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 2 bis 8 dienen der Entkopplung der Meßvor
richtung von störenden Kräften aus Antrieb und Bahnlaufregelung. Hierdurch ist es
möglich, nur die auf die erste Walze einwirkenden Kräfte zu bestimmen, die für die
Bestimmung der Spannung der auflaufenden Bahn maßgebend sind; andere Kräfte
wie z. B. aus der Ablaufenden Bahn oder Biegemomente aus dem Antrieb oder aus
dem Schrägstellen sind von der Erfassung ausgeschlossen. Die Maßnahmen ermög
lichen somit eine sehr genaue Messung.
Die Zeichnungen dienen der Erläuterung der Erfindung anhand von vereinfacht dar
gestellten Beispielen.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer Drucklinie.
Fig. 2 zeigt eine Kühlvorrichtung senkrecht von oben gesehen, wobei die Lagerung
der ersten Walze abweichend in einer Ansicht parallel zur Transportrichtung schräg
von oben, das heißt senkrecht zu ihrer Längsachse, dargestellt ist.
Fig. 3 zeigt eine Kühlvorrichtung von der Bedienseite gesehen.
Fig. 4.1 zeigt eine erste Walze als Detail von der Antriebsseite gesehen.
Fig. 4.2 zeigt die Antriebsseite einer ersten Walze als Detail schräg von oben.
Fig. 5.1 zeigt eine erste Walze als Detail von der Bedienseite gesehen, teilweise
geschnitten.
Fig. 5.2 zeigt die Bedienseite einer ersten Walze als Detail schräg von oben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist z. B. in eine Anlage zur Bearbeitung von Papier
integriert. In Fig. 1 ist eine bevorzugte Anlage schematisch dargestellt. Einer ersten
Bearbeitungsstation 1 der Papierbahn 5, die z. B. eine Abrollvorrichtung und ein
Druckwerk umfassen kann, ist ein Trockner 2 nachgeschaltet. Im Trockner ist die
Papierbahn 5 mit heißer Luft als Trocknungsmedium beaufschlagt und z. B. schwe
bend geführt durch Tragluftdüsen, die unter bzw. über der Bahn angeordnet sind.
Hinter dem Trockner 2 ist eine Kühlvorrichtung 3 angeordnet, in der die Papierbahn 5
über mit Kühlmittel beaufschlagte Walzen 6 geführt ist. Die Endbehandlungsvor
richtung 4 umfaßt z. B. Schneiden und Abstapeln.
Die Kühlvorrichtung 3 ist in den Fig. 2 bis 5 deutlicher dargestellt. Die beiden Sei
ten, die parallel zur Transportrichtung sind, sind im Folgenden als Antriebsseite und
als Bedienseite bezeichnet. Als Antriebsseite ist die Seite definiert, auf der das
Antriebssystem mit Motor, Riemenscheiben, Riemen usw. angeordnet ist. Die
Bedienseite, auf der z. B. Bedienelemente wie Schalter und Regler angeordnet sind,
liegt der Antriebsseite gegenüber.
In einem rechteckigen Maschinengestell 7 ist eine Vielzahl - z. B. sechs - Walzen 6
drehbar gelagert. Hierbei sind jeweils drei Walzen 6 in einer horizontalen Ebene und
jeweils zwei Walzen senkrecht voneinander beabstandet. Die Papierbahn 6 tritt in
etwa horizontal oben in die Kühlvorrichtung 3 ein und ist hier zickzackartig derart
geführt, daß nacheinander jede der Walzen 6.1 bis 6.6 in einem Winkelbereich von
180° oder mehr umschlungen ist.
Die Wellen der Walzen 6.2 bis 6.6 sind direkt im Maschinengestell 7 gelagert. Auf der
antriebsseitigen Welle jeder Walze 6.2 bis 6.6 ist mindestens eine Riemenscheibe 8
und am Ende jeweils ein Zu- oder Ablauf 9 für Kühlmittel befestigt. Am bedienseitigen
Ende der Welle jeder Walze 6.2 bis 6.6 ist ein Zu- oder Ablauf 9 für Kühlmittel ange
ordnet. Der Zu- und Ablauf 9 ist jeweils so auf der Welle einer Walze 6 befestigt, daß
er gegenüber dieser drehbar ist. Die Riemenscheiben 8 sind über ein nicht darge
stelltes System aus mehreren Riemen, Antriebsscheiben, Umlenk- und Spannrollen
mit einem Antrieb 10 verbunden. Der Antrieb 10 ist mit einer Vorrichtung zur Einstel
lung der Drehgeschwindigkeit, z. B. einem Frequenzumrichter, gekoppelt.
Die Lagerung der ersten Walze 6.1 ist außen am Maschinengestell 7 angeordnet.
Hierdurch ist es möglich, die für die Schrägstellung der Walze 6.1 und die Messung
der Bahnspannung erforderliche Beweglichkeit zu gewährleisten und gleichzeitig
Kräfte, die nicht erfaßt werden sollen, von der Messung auszuschließen.
Fig. 5.1 und 5.2 zeigen die Bedienseite der ersten Walze 6.1. Ein Lagergehäuse
11 ist mit einem Lager auf der Welle 30 der Walze 6.1 derart außerhalb des Maschi
nengestells 7 angeordnet, daß es senkrecht zu einer Achse 12 beweglich ist. Die
gestrichelt dargestellten Begrenzungen des Lagergehäuses 11 stellen zwei aus der
Mittellage verschobene Positionen dar. Die Achse 12 ist parallel zu der Richtung der
von der Walze 6.1 ablaufenden Bahn 5 und verläuft durch die Längsachse der Walze
6.1. Das in Richtung der Achse 12 gesehen untere Ende des Lagergehäuses 11 ist
fest mit einer Seite einer Kraftmeßvorrichtung 14 verbunden. Die gegenüberliegende
Seite der Kraftmeßvorrichtung 14 ist fest über eine Platte 15 mit einem nach außen
und senkrecht zur Achse 12 offenen, U-förmigen Bauteil 16 verbunden, in dem gelen
kig eine quaderförmige Mutter 17 mit Innengewinde gelagert ist. Die Mutter 17 ist um
die Achse 12 drehbar. In der Mutter 17 ist drehbar eine passende Gewindestange 19
angeordnet, die durch einen am Maschinengestell 7 befestigten Motor 20 antreibbar
ist.
Anstatt der eben beschriebenen Anordnung mit Gewindestange 19, Mutter 17 und
Motor 20 kann ein Hydraulikantrieb angeordnet sein, der aus einem Hydraulikzylinder,
dessen Kolben senkrecht zur Achse 12 bewegbar ist, den Hydraulikanschlüssen und einer
Druckversorgung besteht.
Die Platte 15 ist auf einem unteren Widerlager 18, das am Maschinengestell 7 befe
stigt ist, so mit zwei Schrauben 13 und zugehörigen Unterlegschrauben gehalten, daß
sie senkrecht zur Achse 12 beweglich ist. Hierfür sind die Schrauben 13 in der Platte
15 durch Langlöcher, deren Längsachse parallel zum Maschinengestell 7 verläuft,
geführt.
Die gesamte Anordnung mit Lagergehäuse 11, Kraftmeßvorrichtung 14, Platte 15 und
Widerlager 18 ist längs der Achse 12 ausgerichtet.
Am bedienseitigen Ende der Walze 6.1 ist ein kombinierter Zu- und Ablauf 29 für
Kühlmittel angeordnet.
Die Fig. 4.1 und 4.2 zeigen die Antriebsseite der ersten Walze 6.1. Auf der Welle
30 der Walze 6.1 ist ein Lagergehäuse 21 mit einem Lager außerhalb des Maschinengestells
7 angeordnet. Am Ende der Welle 30 ist eine Ausgleichskupplung 22
befestigt. Die Ausgleichskupplung 22 ist mit einem Ende einer Antriebswelle 23 ver
bunden, die in einem oberen Widerlager 28 mit Lagerbock drehbar gelagert ist. Das
Widerlager 28 ist am Maschinengestell 7 befestigt. Die Ausgleichskupplung 22 ist
torsionsfest und biegeweich. Auf diese Weise sind Biegemomente, die aus dem An
triebssystem resultieren können, von der Walze 6.1 und ihrer Welle entkoppelt.
Die Ausgleichskupplung 22 kann z. B. eine Membrankupplung oder eine Gleichlauf
gelenkwelle sein. Eine Membrankupplung ist eine Verbindung für Wellen, bei der zwi
schen den Wellen, deren benachbarte Enden flanschartig ausgebildet sind, eine
Scheibe angeordnet ist. Die Scheibe ist mit radial angeordneten Schrauben abwech
selnd mit dem einen und dem anderen flanschartigen Ende der Wellen verbunden,
wobei die Schrauben in der Scheibe elastisch - z. B. in Gummi - gelagert sind. Eine
Membrankupplung kann einfach oder doppelt kardanisch sein. Eine Gleichlaufgelenkwelle
weist Kugelgelenke auf, ist z. B. im Automobilbau für den Antrieb eines Vorderrades
eingesetzt und in Roloff/Matek, Maschinenelemente (Vieweg Verlag, Braunschweig,
11. Aufl., S. 414 f.) beschrieben.
An dem Ende der Antriebswelle 23, das der Ausgleichskupplung 22 gegenüber liegt,
ist eine Riemenscheibe 24 befestigt, die über das nicht dargestellte System aus Rie
men, Antiebsscheiben, Umlenk- und Spannrollen antreibbar ist. Das Lagergehäuse 21
ist an seiner unteren Seite fest mit einer Kraftmeßvorrichtung 14 verbunden, an der
gegenüberliegend eine stabile Platte 25 befestigt ist. Die Platte 25 liegt an dem Ende,
das dem Maschinengestell 7 nah ist, verschiebbar auf einem unteren Widerlager 26,
während das vom Maschinengestell 7 beabstandete Ende der Platte 25 durch einen
Bolzen 27, der massiv oder hohl ist, gelenkig mit dem Widerlager 26 verbunden ist.
Der Bolzen 27 ist so angeordnet, daß seine Achse - und somit auch die Schwenk
achse der Walze 6.1 - parallel zur von der Walze 6.1 ablaufenden Bahn 5 ist und
durch die Längsachse sowie den biegeweichen Teil der Ausgleichskupplung 22 ver
läuft.
Im Betrieb läuft die Bahn 5 aus dem Trockner 2 annähernd waagerecht auf die erste
Walze 6.1 der Kühlvorrichtung 3 und ist dann zickzack-artig über die weiteren Walzen
6.2 bis 6.6 geführt. Die Walzen 6 sind mit Kühlmittel im Durchfluß beaufschlagt, das
über Rohre, Schläuche, ein Kühlaggregat und den Zu- oder Ablauf 9 im Kreislauf
geführt ist. Die Walzen 6 sind mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die in etwa der
Geschwindigkeit der Bahn 5 in der gesamten Anlage entspricht. Die Kraftmeßvorrichtung
14 erfaßt einen Teil der Kräfte, die auf die Lager der ersten Walze 6.1 wirken.
Durch die besondere Ausrichtung der Kraftmeßvorrichtung 14 werden nur die Kräfte
erfaßt, die aus dem Gewicht der Walze 6.1 und der Längsspannung der auflaufenden
Bahn 5.1 resultieren, während die Spannung der ablaufenden Bahn 5.2 nicht erfaßt
wird. Das Gewicht der Walze 6.1 kann in einer Nullmessung bestimmt und für die
weitere Messung ausgeschlossen werden, so daß als Signal der Kraftmeßvorrichtung
14 nur die aus der Längsspannung der auflaufenden Bahn 5.1 resultierende Kraft
ausgewertet wird. Das Signal wird in einer elektronischen Regeleinrichtung ausge
wertet: ist die Längsspannung der auflaufenden Bahn 5.1 zu gering, wird die Drehzahl
des Antriebs 10 erhöht und umgekehrt.
Der Bahnlauf wird über Sensoren, die in der Kühlvorrichtung 3 oder in einer nachge
schalteten Vorrichtung angeordnet sein können, und eine zugeordnete elektronische
Regeleinrichtung erfaßt. Hierbei wird festgestellt, ob die Bahn 5 in Laufrichtung gese
hen nach links oder rechts von der Sollage abweicht. Bei einer Abweichung von der
Sollage wird die Gewindestange 19 durch den Motor 20 in oder entgegen dem Uhr
zeigersinn gedreht. Hierdurch wird das Lagergehäuse 11 senkrecht zur Achse 12
nach oben oder unten verschoben und so die Walze 6.1 schräg gestellt. Infolge dieser
Schrägstellung korrigiert sich die Lage der Bahn 5. Diese Bahnlaufregelung kann als
einzige Vorrichtung oder als Vorregelung zu einer weiteren Vorrichtung zur Korrektur
des Bahnlaufs angeordnet sein.
1
Erste Bearbeitungsstation
2
Trockner
3
Kühlvorrichtung
4
Endbehandlungsvorrichtung
5
Papierbahn
6
Walze
7
Maschinengestell
8
Riemenscheibe
9
Zu- oder Ablauf
10
Antrieb
11
Lagergehäuse
12
Achse
13
Schraube
14
Kraftmeßvorrichtung
15
Platte
16
Bauteil
17
Mutter
18
Unteres Widerlager
19
Gewindestange
20
Motor
21
Lagergehäuse
22
Ausgleichskupplung
23
Antriebswelle
24
Riemenscheibe
25
Platte
26
Widerlager
27
Bolzen
28
Widerlager
29
Zu- und Ablauf
30
Welle
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Kühlen einer durchlaufenden flexiblen Bahn, insbesondere einer
Papierbahn, die einem Trockner nachgeschaltet ist,
mit mehreren antreibbaren und innen mit Kühlmittel beaufschlagbaren Walzen, die von der Bahn weitgehend umschlungen sind,
mit einer Vorrichtung zum Regeln des Bahnlaufs,
wobei die in Bahnlaufrichtung erste der antreibbaren, mit Kühlmittel beaufschlag baren Walzen schrägstellbar ist,
gekennzeichnet durch eine Meßvorrichtung an der ersten Walze (6.1) zur Bestimmung der Bahnspannung zwischen dem Trockner (1) und der Kühlvor richtung (3).
mit mehreren antreibbaren und innen mit Kühlmittel beaufschlagbaren Walzen, die von der Bahn weitgehend umschlungen sind,
mit einer Vorrichtung zum Regeln des Bahnlaufs,
wobei die in Bahnlaufrichtung erste der antreibbaren, mit Kühlmittel beaufschlag baren Walzen schrägstellbar ist,
gekennzeichnet durch eine Meßvorrichtung an der ersten Walze (6.1) zur Bestimmung der Bahnspannung zwischen dem Trockner (1) und der Kühlvor richtung (3).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Walze
(6.1) und ihre Antriebswelle (23) getrennt gelagert sowie durch eine biegeweiche,
torsionsfeste Ausgleichskupplung (22) miteinander verbunden sind
und daß die Meßvorrichtung derart ausgerichtet ist, daß nur die Kräfte gemessen
bzw. ausgewertet werden, die senkrecht zur von der ersten Walze (6.1) ablaufen
den Bahn (5) wirken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die biege
weiche, torsionsfeste Ausgleichskupplung (22) eine Membrankupplung ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die biegeweiche,
torsionsfeste Ausgleichskupplung (22) eine Gleichlaufgelenkwelle ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Bolzen (27), um den die erste Walze (6.1) beim Schrägstellen schwenkbar ist,
auf der Antriebsseite außerhalb eines Maschinengestells (7) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Bol
zens (27) parallel zur von der ersten Walze (6.1) ablaufenden Bahn (5) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Bol
zens (27) parallel zur Winkelhalbierenden zwischen - jeweils bezogen auf die
erste Walze (6.1) - der auflaufenden und der ablaufenden Bahn (5) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Achse des Bolzens (27) durch die biegeweiche, torsionsfeste Ausgleichs
kupplung (22) zwischen der Walze (6.1) und der Antriebswelle (23) führt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung zum Regeln des Bahnlaufs an der Lagerung (11) der ersten Walze
(6.1), die der Achse des Bolzens (27) gegenüber liegt, angeordnet ist, wobei eine
antreibbare Gewindestange (19), die drehbar in einer Mutter (17) gelagert ist, die
Lagerung (11) auf einem Kreissegment um die Achse des Bolzens (27) ver
schiebt, wobei die Mutter (17) über ein Bauteil (16), eine Platte (15) und einen
Meßwertaufnehmer (14) mit der Lagerung (11) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung zum Regeln des Bahnlaufs an der Lagerung (11) der ersten Walze
(6.1), die der Achse des Bolzens (27) gegenüber liegt, angeordnet ist, wobei ein
Hydraulikantrieb die Lagerung (11) auf einem Kreissegment um die Achse des
Bolzens (27) verschiebt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvor
richtung aus zwei Meßwertaufnehmern (14) nach dem Biegebalkenprinzip
besteht, welche jeweils an einer Lagerung (11, 21) der Walze (6.1) angeordnet
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvor
richtung aus zwei Meßwertaufnehmern (14) nach dem Wiegezellenprinzip besteht,
welche jeweils an einer Lagerung (11, 21) der Walze (6.1) angeordnet sind.
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