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DE60306584T2 - Verwendung eines 7-oxidierten DHEA-Derivats zur Behandlung von trockener Haut - Google Patents

Verwendung eines 7-oxidierten DHEA-Derivats zur Behandlung von trockener Haut Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Zusammensetzung, die mindestens ein 7-oxidiertes DHEA-Derivat enthält, zur kosmetischen oder dermatologischen Behandlung von oligoseborrhoeischer trockener Haut oder trockener Kopfhaut.
  • Viele Frauen beklagen sich ab einem Alter von 35 Jahren und insbesondere nach der Menopause häufig über das Trockenwerden der Haut und das daraus resultierende mangelnde Hautgefühl und dadurch auftretende unästhetische Erscheinungen (Abschuppung, glanzlose Haut, Erschlaffung der Haut). Dieses Austrocknen rührt unter anderem, wie man nunmehr weiß, von einer Verminderung der Talgproduktion mit dem Altern.
  • Kinder, bei denen die Talgfunktion noch nicht aktiv ist, haben im Übrigen auch oft Anzeichen von trockener Haut.
  • Das Sebum ist das natürliche Produkt der Talgdrüse, das gemeinsam mit dem Schweiß, der von den ekkrinen oder aprokrinen Drüsen gebildet wird, ein natürliches Hydratisierungsmittel für die Epidermis darstellt. Es besteht im Wesentlichen aus einem mehr oder weniger komplexen Gemisch von Flüssigkeiten. In der Regel bildet die Talgdrüse Squalen, Triglyceride, aliphatische Wachse, Cholesterinwachse und gegebenenfalls freies Cholesterin (M. E. Stewart, Semin. Dermatol. 11, 100-105 (1992)). Durch die Einwirkung von bakteriellen Lipasen werden ein veränderlicher Teil der Triglyceride und manchmal alle Triglyceride in freie Fettsäuren umgewandelt.
  • Die Sebocyten stellen die kompetenten Zellen der Talgdrüse dar. Die Bildung des Sebums geht mit dem terminalen Differenzierungsprozess dieser Zellen einher. Während der Differenzierung ist die Stoffwechselaktivität der Sebocyten im Wesentlichen auf die Biosynthese von Lipiden (Lipogenese) und genauer auf die Neosynthese von Fettsäuren und Squalen ausgerichtet.
  • Eine Verbindung, die die Produktion der Lipide, die das Sebum bilden, über die Zellen der Talgdrüse (Sebocyten) stimulieren kann, ist daher für die Behandlung von oligoseborrhoeischen trockenen Hauttypen interessant, d. h. Hauttypen, die an der Stirn einen Sebumgehalt unter 100 μg/cm2 aufweisen.
  • Hierzu wird in dem Patent US-4,496,556 vorgeschlagen, DHEA zu verwenden, ein Steorid, das von den Nebennierenrinden abgegeben wird, oder seine Ester (in 3-Stellung), die auf topischen Weg verabreicht werden, um die Sebumbildung zu fördern.
  • Wegen der hormonalen Effekte, die sie hervorrufen können, ist es aufgrund von bestimmten Vorschriften jedoch nicht immer möglich, diesen Typ von Verbindungen in der Kosmetik zu verwenden. Es besteht daher ein Bedürfnis nach kosmetisch akzeptablen Verbindungen, mit denen zur Behandlung von oligoseborrhoeischer trockener Haut die Talgdrüsenfunktion wirksam stimuliert werden kann.
  • Die Anmelderin hat nun überraschend festgestellt, dass verschiedene, in 7-Stellung des Steroidkerns oxidierte DHEA-Derivate und insbesondere 7-Hydroxy-DHEA dieses Bedürfnis befriedigen können, mit der Maßgabe, dass sie eine positive Wirkung auf die Sebumpro duktion haben und gleichzeitig die hormonale Aktivität von DHEA nicht aufweisen.
  • Das 7α-OH-DHEA ist der Hauptmetabolit von DHEA, der dafür bekannt ist, dass er die Proliferation von Fibroblasten erhöht und die Lebensfähigkeit von menschlichen Keratinocyten fördert, sowie als Radikalfänger für freie Radikale (WO 98/40074) bekannt ist. Es konnte auch gezeigt werden (WO 00/28996), dass 7α-Hydroxy-DHEA die Dicke der Dermis und den Gehalt an Elastin und Collagen der Haut erhöht. Es wurde daher vorgeschlagen, diesen DHEA-Metaboliten zur Vorbeugung und/oder Behandlung der schädlichen Wirkungen der UV-Strahlung auf die Haut zu verwenden, zur Bekämpfung von Falten und zur Erhöhung der Festigkeit und Tonizität der Haut einzusetzen. Es wurde jedoch noch niemals vorgeschlagen, das 7-Hydroxy-DHEA zur Behandlung von trockener Haut zu verwenden.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft daher die kosmetische Verwendung einer Zusammensetzung, die mindestens ein 7-oxidiertes DHEA-Derivat der folgenden Formel (I) enthält, zur Behandlung von oligoseborrhoeischer trockener Haut oder Kopfhaut:
    Figure 00030001
    worin bedeuten:
    R1 ist unter einem Wasserstoffatom, einer Alkylcarbonylgruppe und einer Arylcarbonylgruppe ausgewählt, R2 ist ein Wasserstoffatom und R3 ist eine Gruppe -OR4, wobei R4 unter einem Wasserstoffatom, einer Alkylcarbonylgruppe oder einer Arylcarbonylgruppe ausgewählt ist.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ferner die kosmetische Verwendung eines DHEA-Derivats, das oben definiert wurde, als Wirkstoff zur Behandlung von oligoseborrhoeischer trockener Haut oder oligoseborrhoeischer trockener Kopfhaut.
  • Oligoseborrhoeische trockene Haut oder Kopfhaut, auf die sich die Erfindung bezieht, sind solche, bei denen die Person auf der Stirn einen Sebumgehalt unter 100 μg/ cm2 aufweist: Dieser Hauttyp ist häufig bei Frauen anzutreffen, die in etwa in der Menopause sind, so dass die erfindungsgemäß verwendete Zusammensetzung vorzugsweise bei Frauen von mehr als 40 Jahren angewandt wird.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung mindestens eines DHEA-Derivats, wie es oben definiert wurde, zur Herstellung einer Zusammensetzung und insbesondere einer dermatologischen Zusammensetzung, die dazu vorgesehen ist, Störungen zu behandeln, die mit oligoseborrhoeischer trockener Haut zusammenhängen, und insbesondere zur Behandlung von Dermatitis.
  • Die erfindungsgemäß bevorzugte Arylcarbonylgruppe ist eine Benzoylgruppe.
  • Von den Alkylcarbonylgruppen können die Gruppen angegeben werden, bei denen der Alkylteil 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, vorzugsweise Acetyl.
  • Die 7-oxidierten DHEA-Derivate, die für eine erfindungsgemäße Verwendung besonders gut geeignet sind, sind 7-Hydroxy-DHEA und 3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA.
  • Unter "7-Hydroxy-DHEA" werden sowohl 7α-OH-DHEA als auch 7β-OH-DHEA verstanden. Ein Verfahren zur Herstellung von 7α-OH-DHEA ist insbesondere in den Patentanmeldungen FR-2 771 105 und WO 94/08588 beschrieben worden.
  • Das 3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA ist insbesondere von der Firma GATTEFOSSE unter der Handelsbezeichnung 3-Acetoxy-7-benzoate DHEA erhältlich.
  • Der Mengenanteil des DHEA-Derivats, der erfindungsgemäß verwendet werden kann, ist natürlich von der gewünschten Wirkung abhängig und kann daher in weiten Bereichen schwanken. Das DHEA-Derivat liegt ganz allgemein in einer Menge vor, die ausreichend ist, um die Sebumproduktion signifikant zu steigern und vorteilhaft die Sebumproduktion bei einer Sebocytenkultur, die in dem folgenden Beispiel 1 beschrieben werden wird, um mindestens 10 % zu erhöhen.
  • Das DHEA-Derivat kann in einer Menge von 0,001 bis 5 % des Gesamtgewichts der Zusammensetzung und vorzugsweise in einer Menge von 0,05 bis 1 % des Gesamtgewichts der Zusammensetzung verwendet werden, wobei hier lediglich die Größenordnung angegeben werden soll.
  • Die erfindungsgemäße Zusammensetzung ist im Allgemeinen für eine topische Anwendung auf die Haut, einschließlich der Kopfhaut, und vorzugsweise der Haut des Gesichts geeignet und enthält daher ein physiologisch akzeptables Medium, d. h. ein Medium, das mit der Haut und/oder den Hautanhangsgebilden (Wimpern, Nägeln, Haaren) verträglich ist.
  • Die Zusammensetzung kann in allen galenischen Formen vorliegen, die insbesondere in der Kosmetik und Dermatologie verwendet werden, und sie kann insbesondere als gegebenenfalls gelierte ölige Lösung, Emulsion, die durch Dispersion einer Fettphase in einer wässerigen Phase (O/W) oder umgekehrt (W/O) erhalten wird, als dreifache Emulsion (W/O/W oder O/W/O) oder als Vesikeldispersion vom ionischen und/oder nichtionischen Typ vorliegen. Diese Zusammensetzungen werden nach üblichen Verfahren hergestellt. Erfindungsgemäß werden bevorzugt Zusammensetzungen in Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen verwendet.
  • Die Zusammensetzung kann mehr oder weniger fluide sein und wie eine weiße oder farbige Creme, eine Pomade, eine Milch, eine Lotion, ein Serum, eine Paste oder ein Schaum aussehen. Sie kann auch als Aerosol aufgebracht werden. Sie kann ferner in fester Form und besonders als Stift vorliegen. Sie kann als Produkt zur Pflege und/oder als Produkt zum Schminken der Haut verwendet werden. Sie kann auch als Haarwaschmittel oder Produkt, das nach der Haarwäsche angewandt wird, verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäß verwendete Zusammensetzung kann in bekannter Weise auch in der Kosmetik übliche Zusatzstoffe enthalten, wie hydrophile oder lipophile Gelbildner, hydrophile oder lipophile Wirkstoffe, Konservierungsmittel, Antioxidantien, Lösungsmittel, Parfums, Füllstoffe, Filter, Pigmente, Geruchsabsorber und Farbmittel. Die Mengenanteile dieser verschiedenen Bestandteile sind so, wie sie herkömmlich auf dem jeweiligen Gebiet eingesetzt werden und liegen beispielsweise im Bereich von 0,01 bis 20 % des Gesamtgewichts der Zusammensetzung. Diese Zusatzstoffe können in Abhängigkeit von ihrer Art in die Fettphase, in die wässerige Phase oder in die Lipidvesikel gegeben werden. Die Zusatzstoffe und ihre Mengenanteile müssen auf jeden Fall so ausgewählt werden, dass sie den für die DHEA-Derivate gemäß der Erfindung gewünschten Eigenschaften nicht abträglich sind.
  • Wenn die erfindungsgemäß verwendete Zusammensetzung eine Emulsion ist, kann der Mengenanteil der Fettphase im Bereich von 5 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen. Die Öle, Emulgatoren und Coemulgatoren; die in der als Emulsion vorliegenden Zusammensetzung verwendet werden, sind unter den herkömmlich auf dem jeweiligen Gebiet verwendeten Verbindungen ausgewählt. Der Emulgator und der Coemulgator liegen in der Zusammensetzung in einem Mengenanteil von 0,3 bis 30 Gew.-% und vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.
  • Von den erfindungsgemäß verwendbaren Ölen sind die Mineralöle (Vaselineöl), die Öle pflanzlicher Herkunft (Avocadoöl, Sojaöl), die Öle tierischer Herkunft (Lanolin), die synthetischen Öle (Perhydrosqua lin), die Siliconöle (Cyclomethicon) und die fluorierten Öle (Perfluorpolyether) zu nennen. Es können auch Fettalkohole (Cetylalkohol), Fettsäuren und Wachse (Carnaubawachs, Ozokerit) als Fettsubstanzen verwendet werden.
  • Von den erfindungsgemäß verwendbaren Emulgatoren und Coemulgatoren können beispielsweise Polyethylenglycolfettsäureester, wie PEG-100-Stearat, und die Glycerinfettsäureester, wie Glycerylstearat, angegeben werden.
  • Von den hydrophilen Gelbildnern kommen insbesondere die Carboxyvinylpolymere (Carbomer), Acrylcopolymere, wie die Copolymere von Acrylaten und Alkylacrylaten, Polyacrylamide, Polysaccharide, natürliche Gummen und Tone in Betracht, als lipophilen Gelbildner können die modifizierten Tone, wie die Bentone, Metallsalze von Fettsäuren, hydrophobe Kieselsäure und Polyethylene angegeben werden.
  • Von den Wirkstoffen wird in die erfindungsgemäß verwendete Zusammensetzung vorteilhaft mindestens eine Verbindung eingearbeitet, die ausgewählt ist unter: abschuppenden Wirkstoffen; Hydratisierungsmitteln; beruhigenden Wirkstoffen; und Wirkstoffen, die die Proliferation und/oder Differenzierung von Keratinocyten stimulieren.
  • Die Stimulierung der Talgabsonderung durch die erfindungsgemäßen DHEA-Derivate kann bei einigen Personen nämlich ein Terrain für die Proliferation der residenten Mikroflora des Ostium folliculare werden (insbesondere Propionibacterium acnes), durch die im großen Umfang die Hydrolyse von Triglyceriden des Sebums in freien Fett säuren und die Reduktion von ungesättigten Bindungen mehrfach ungesättigter Fettsäuren (insbesondere Linolensäure) hervorgerufen werden. Diese beiden Phänomene können zu einer Keratinisierung des Infundibulum und der Bildung von Mikrocomedonen beitragen. Dies kann zu Comedonen führen, die die Poren in unästhetischer Weise verstopfen und erweitern. In einem fortgeschrittenen Stadium kann dieser Mitesser zu einer entzündlichen Akneläsion werden.
  • Durch den Zusatz von abschuppenden Wirkstoffen oder Wirkstoffen, die die Proliferation oder Differenzierung der Keratinocyten stimulieren, in die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann die Bildung von Comedonen verhindert werden. In gleicher Weise können antibakterielle Wirkstoffe oder bakteriostatische Wirkstoffe den gleichen Effekt erzielen, indem sie die Proliferation der residenten Mikroflora abschwächen.
  • Ferner können hydratisierende Wirkstoffe den mit Hilfe der erfindungsgemäßen DHEA-Derivate erzielten Effekt ergänzen, und die beruhigenden Wirkstoffe sind nützlich, um den Komfort bei oligoseborrhoeischer trockener Haut zu verbessern.
  • Die Erfindung wird nun durch die folgenden nichteinschränkenden Beispiele erläutert. In den Beispielen sind die Mengenangaben als Gewichtsprozent angegeben.
  • BEISPIELE
  • Beispiel 1: Nachweis der Aktivität von 7-oxidierten DHEA-Derivaten auf die Lipogenese
  • 7α-OH-DHEA und 3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA werden an einem Modell für unsterbliche menschliche Sebocyten in Kultur getestet, die aus der Linie SZ95 stammen, die von C. C. Zouboulis, H. Seltmann, H. Neitzel und C. E. Orfanos, Establishment and Characterization of an Immortalized Human Sebaceous Gland Cell Line, J. Invest. Dermatol., 113, 1011-1020 (1999) beschrieben wurden.
  • Der Test besteht darin, die Menge der von den Sebocyten der Linie (bei Konfluenz) in Gegenwart oder Abwesenheit des in DMSO bei 10-5 M und 10-6 M gelösten Wirkstoffs produzierten Lipide zu messen, wobei die Verdünnung so ist, dass die Menge des DMSO in dem Kulturmedium am Ende 0,1 % beträgt. Nach 2-tägiger Behandlung werden die anhaftenden Zellen mit Nilrot (1 μg/ml) behandelt. Der Gehalt an Lipiden wird dann durch quantitative Messung der Fluoreszenz des Farbstoffs (zwei Anregungs-/Emissionspaare:
    485-540 nm für die neutralen Lipide und 540-620 nm für die nichtneutralen Lipide) bestimmt. Die Ergebnisse sind für die Lipide insgesamt angegeben (Kombination der beiden Messungen).
  • Das Experiment wird sechsfach (getestete Produkte) oder zwölffach (Vergleich) in Platten mit 96 Vertiefungen durchgeführt.
  • In der Tabelle sind die erhaltenen Ergebnisse als prozentuale Änderung im Vergleich mit der Vergleichsprobe sowie die Koeffizienten p aus dem Student-Test angegeben, die die Signifikanz der Messungen widerspiegeln.
  • Figure 00110001
  • Wie aus der Tabelle hervorgeht, führen die beiden 7-oxidierten DHEA-Derivate zu einer signifikanten Erhöhung der Lipogenese bei 10-5 M, das 3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA ist auch bei 10-6 M wirksam.
  • Es konnte ferner gezeigt werden, dass keine der beiden getesteten Verbindungen auf die Produktion von polaren Lipiden (im Sebum nichtspezifisch) Wirkung zeigt und weder den Zelltod (LDH-Test) noch eine Veränderung der Zellproliferation (MUH-Test) induziert.
  • Beispiel 2: Kosmetische und dermatologische Zusammensetzungen
  • Die Zusammensetzungen werden in dem Fachmann herkömmlicher Weise hergestellt. Die Mengenanteile in den Beispielen sind in Gewichtsprozent angegeben. A. Lotion
    7α-OH-DHEA 1 %
    Salicylsäure 1 %
    Propylenglycol 5 %
    Alkohol 87 %
    Wasser ad 100 %
  • Die Lotion kann täglich zur Redynamisierung der Talgfunktion verwendet werden. B. Creme
    3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA 1 %
    n-Octanoyl-5-salicylsäure 1 %
    Methylparaben 0,1 %
    Propylparaben 0,1 %
    Lanolin 5 %
    Vaselineöl 4 %
    Sesamöl 4 %
    Cetylalkohol 5 %
    Glycerylmonostearat 2 %
    Triethanolamin 1 %
    Propylenglycol 5 %
    Carbomer 940 0,1 %
    Wasser ad 100 %
  • Diese Creme, die zweimal täglich angewandt wird, kann bei trockener Haut den strahlenden Teint bei trockener Haut wiederbeleben. C. Salbe
    7α-OH-DHEA 1 %
    Salicylsäure 1 %
    Glycerylmonostearat 3 %
    Propylenglycol 12 %
    Petrolatum 82,9 %
    Wasser ad 100 %
    D. Gel
    3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA 1 %
    Salicylsäure 1 %
    Hydroxypropylcellulose 1 %
    PPG-12-Buteth-16 2 %
    Triethanolamin 0,2 %
    Propylenglycol 5 %
    Alkohol 45 %
    Carbomer 940 0,2 %
    Wasser ad 100 %
    E. Öl-in-Wasser-Emulsion
    3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA 0,3 %
    lyophylisierter Rosmarinextrakt 0,2 %
    Glycerylstearat 2 %
    Polysorbat 60 1 %
    Stearinsäure 1,4 %
    Triethanolamin 0,7 %
    Carbomer 0,4 %
    Olivenöl 12 %
    flüssige Fraktion von Sheabutter 12 %
    Octyldodecanol 6 %
    Isononylisononanoat 10 %
    Antioxidationsmittel 0,05 %
    Parfum 0,5 %
    Konservierungsmittel 0,3 %
    Wasser ad 100 %
    F. Creme
    7β-OH-DHEA 0,5 %
    Retinol 0,1 %
    Glycerin 3 %
    Xanthangummi 0,1 %
    ethoxyliertes Sorbitanstearat 0,9 %
    PEG-100-Stearat und Glycerylstearat 2,1 %
    Cetylalkohol 2,60 %
    Isononylisononanoat 11 %
    Octyldodecanol 15 %
    Butylhydroxytoluol 0,1 %
    Octocrylen 2 %
    Triethanolamin 0,3 %
    Tocopherolacetat 1 %
    Konservierungsmittel 0,6 %
    Wasser ad 100 %
    G. Creme
    3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA 0,3 %
    O-Octanoyl-6'-D-maltose* 2 %
    Triethanolamin 0,3 %
    PEG-100-Stearat und Glycerylstearat 2,5 %
    PEG-50-Stearat 2,5 %
    Cetylalkohol 1 %
    Stearylalkohol 3 %
    Isononylisononanoat 20 %
    Propylparaben 0,1 %
    Carbopol 0,3 %
    Wasser ad 100 %
    • *gemäß der Patentanmeldung EP-0 566 438 hergestellt

Claims (14)

  1. Kosmetische Verwendung einer Zusammensetzung, die mindestens ein 7-oxidiertes Derivat von DHEA der folgenden Formel (I) enthält, zur Behandlung von oligoseborrhoeischer trockener Haut oder Kopfhaut:
    Figure 00160001
    worin bedeuten: R1 ist unter einem Wasserstoffatom, einer Alkylcarbonylgruppe und einer Arylcarbonylgruppe ausgewählt, R2 ist ein Wasserstoffatom und R3 ist eine Gruppe -OR4, wobei R4 unter einem Wasserstoffatom, einer Alkylcarbonylgruppe oder einer Arylcarbonylgruppe ausgewählt ist.
  2. Kosmetische Verwendung mindestens eines DHEA-Derivats nach Anspruch 1 als Wirkstoff zur Behandlung von oligoseborrhoeischer trockener Haut oder oligoseborrhoeischer trockener Kopfhaut.
  3. Verwendung mindestens eines DHEA-Derivats nach Anspruch 1 zur Herstellung einer Zusammensetzung, die zur Behandlung von Störungen vorgesehen ist, die mit oligoseborrhoeischer trockener Haut zusammenhängen.
  4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Störungen um Dermatitis handelt.
  5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung bei Frauen mit einem Alter über 40 Jahren aufgetragen wird.
  6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Arylcarbonylgruppe eine Benzoylgruppe ist.
  7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkylcarbonylgruppe so vorliegt, dass der Alkylteil ein bis sechs Kohlenstoffatome enthält.
  8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkylcarbonylgruppe eine Acetylgruppe ist.
  9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das DHEA-Derivat das 7-Hydroxy-DHEA ist.
  10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das DHEA-Derivat 3-O-Acetyl-7-benzoyloxy-DHEA ist.
  11. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das DHEA-Derivat 0,05 bis 1 % des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmacht.
  12. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung für eine topische Anwendung auf die Haut geeignet ist.
  13. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung ferner mindestens eine Verbindung enthält, die ausgewählt ist unter: abschuppenden Wirkstoffen; Hydratisierungsmitteln; beruhigenden Wirkstoffen; und Wirkstoffen, die die Proliferation und/oder die Differenzierung der Keratinocyten stimulieren.
  14. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung als Öl-in-Wasser-Emulsion vorliegt.
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