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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der biologischen Diagnostik
und der Kanzerologie. Genauer gesagt, ist die Aufgabe der vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur Detektion und/oder Quantifizierung von
zirkulierenden Tumorzellen, die in der Lage sind, in vitro einen
oder mehrere Tumormarker abzustoßen oder zu sezernieren, sowie
die Verwendung dieses Verfahrens zur Frühdiagnose und Prognose der
Pathologie, zur Auswahl therapeutischer Behandlungen und Evaluierung
ihrer Wirksamkeit sowie zur Diagnose von Rückfällen im Rahmen solider Krebserkrankungen.
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Die
derzeitige Diagnose von Krebserkrankungen besteht aus klinischer
Diagnostik, wie Mammapalpation im Fall von Brustkrebs, und/oder
einer paraklinischen Untersuchung, wie Mammographie, Scanner, wobei die
Bestätigung
durch eine histologische Analyse, wie Biopsie oder einen chirurgischen
Eingriff, erfolgt.
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Die
klinische oder paraklinische Frühdiagnostik
von Krebs ist insbesondere aufgrund fehlender anatomischer Zugänglichkeit
der kanzerösen
Zonen schwierig. Folglich werden zahlreiche Tumoren gewöhnlich nur verspätet nachgewiesen.
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Auf
das gleiche Problem stößt man,
wenn die Zonen anatomisch zugänglich
sind. Beispielsweise hat im Fall von Brustkrebs ein Tumor, wenn
er bei einer Mammographie entdeckt wird, oft eine infraklinische
Entwicklung von durchschnittlich 8 Jahren.
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Zurzeit
gibt es kein oder wenige biologische(s) Diagnoseverfahren, die für sich allein
eine Krebsdiagnose gestatten.
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Mit
den zurzeit entwickelten Verfahren zur biologischen Diagnostik lässt sich,
beispielsweise durch Messung bestimmter Tumormarker, die Entwicklung
einer bereits diagnostizierten Krebserkrankung verfolgen oder ein
Rezidiv aufspüren.
So werden Serum- oder
Urinmarker mit Techniken gemessen, die dem Fachmann bekannt sind.
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Dagegen
ist die direkte Detektion zirkulierender Tumorzellen wenig untersucht,
und es existiert kein Routinetest.
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Die
Möglichkeit,
zirkulierende Tumorzellen nachzuweisen, wurde hauptsächlich mit
zwei Diagnoseverfahren untersucht, nämlich der Durchflusscytometrie
und der Polymerasekettenreaktion (PCR), gekoppelt mit der Reverse-Transkriptase-PCR
(RT-PCR) (Racila E., Euhus D., Weiss A., Rao C., McConnell J., Terstappen L.,
Uhr J. Detection and characterization of carcinoma cells in the
blood. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 95:4589-4594 (1998), Ghossein
R., Bhattacharya S., Rosai J. Molecular detection of micrometastase
and circulating tumor cells in solid tumors. Clin. Cancer 5, 1950-1960
(1999) und Moss, T.J., 1991, N. Engl. J. Med., 324, 219-226). Diese
zwei Verfahren gestatteten die Detektion zirkulierender Tumorzellen
in Blut- oder Knochenmarkszellen bei Patienten, die von Brust- oder
Prostatakrebs betroffen waren.
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Diese
beiden Verfahren haben jedoch Nachteile. Insbesondere können mit
keinem dieser Verfahren die seltenen zirkulierenden Zellen detektiert
werden, die von einem soliden Tumor stammen. Außerdem ist es möglich, dass
mit der PCR Falschpositive erhalten werden, weil es dieser Technik
an Sensitivität
und Spezifität mangelt.
Folglich benötigt
man gewöhnlich
Tumorgewebe, um das Vorliegen von Tumorzellen zu bestätigen.
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Racila,
E. et al. (1998, s.o.) haben ein Verfahren zur Detektion und Charakterisierung
von Brust- oder Prostatakrebszellen im Blut beschrieben, das eine
immunmagnetische Anreicherung von Epithelzellen mit einer Durchflusscytometrieanalyse
und dann, im Fall einer positiven Reaktion, mit einer immuncytochemischen Analyse
kombiniert. Die immuncytochemische Analyse basiert auf der kolorimetrischen
Detektion eines an einen Tumormarker (Anti-Cytokeratin-Antikörper 5,
6, 8 und 18) gekoppelten Enzyms. Dieser Test benötigt einen für den Krebsmarker
spezifischen primären
Antikörper, ein
sekundäres
Immunglobulin aus Kaninchen, ein Antialkalische-Phosphatase-Immunglobulin
aus Maus, alkalische Phosphatase und das entsprechende Substrat.
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Das
vorstehende Verfahren hat die folgenden Nachteile:
- – es
benötigt,
insbesondere für
die Durchflusscytometrieanalyse, eine spezielle teure Instrumentenausstattung,
- – es
sind zwei Analysen notwendig, nämlich
eine Durchflusscytometrieanalyse und eine anschließende immuncytochemische
Analyse und
- – es
mangelt ihm an Sensitivität.
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Ferner
können
mit keinem der vorstehend genannten Verfahren die Lebensfähigkeit
der zirkulierenden Zellen und ihr Überblebenspotenzial gewährleistet
werden.
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Cordoba
F. et al. (2000, British Journal of Haematology, 108, 549-558) haben
ein Verfahren zur Detektion von Myelomzellen von Patienten, die
von einem multiplen Myelom betroffen waren, unter Verwendung der bekannten
Fähigkeit
dieser Zellen, Immunglobulin zu sezernieren, beschrieben. Die Myelomzellen
gehen aus B-Lymphocyten
hervor, die üblicherweise
im Blut vorliegen und gewöhnlich
Immunglobuline sezernieren.
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Zhou
Zegi et al. haben im US-Patent 6 107 049 ein Diagnosekit beschrieben,
das eine zuvor mit einem oder mehreren Bindungspartnern von für Prostatakrebs
spezifischen Tumormarkern beschichtete Kultivierungsoberfläche umfasst.
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Diese
Marker, Anti-PSA-Antikörper,
gestatten eine selektive Messung des prostataspezifischen Antigens
(cPSA) sowie eine hohe Sensitivität dieses diagnostischen Tests,
wodurch weniger auf Biopsien zurückgegriffen
werden muss.
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Die
Anmelderin hat jetzt überraschenderweise
gefunden, dass die aus soliden Krebsen hervorgegangenen zirkulierenden
Tumorzellen in der Lage sind, bestimmte Tumormarker abzustoßen oder
zu sezernieren, und dass es möglich
war, diese Sekretion nachzuweisen.
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So
hat die Anmelderin ein neues Verfahren zur Detektion und/oder Quantifizierung
von soliden Krebsen stammender zirkulierender Tumorzellen bereitgestellt,
wobei diese besondere Eigenschaft der Abstoßung oder Sekretion von Tumormarkern
genutzt und die vorstehenden Nachteile beseitigt wurden, d.h. es
ist einfach durchzuführen
in dem Sinne, dass es nur einen einzigen Analyseschritt beinhaltet
und kein spezifisches Material benötigt. Außerdem gestattet dieses Verfahren
aufgrund seiner sehr hohen Sensitivität die Detektion seltener zirkulierender
Zellen und ebenso die Sicherstellung der Lebensfähigkeit dieser Tumorzellen.
Somit ist es sowohl zur Diagnostik als auch zur Untersuchung der
Resterkrankung sowie der Evaluierung des Überlebenspotenzials und somit
der Aggressivität
dieser zirkulierenden Zellen sehr nützlich.
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So
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Detektion
und/oder Quantifizierung zirkulierender Tumorzellen in einer biologischen
Probe, die in der Lage sind, in vitro einen oder mehrere Tumormarker
abzustoßen
oder zu sezernieren, das die folgenden Schritte aufweist:
- (i) Bereitstellen einer bekannten Menge dieser
Zellen auf dem Boden einer Kultivierungsoberfläche, auf der zumindest ein
spezifischer Bindungspartner für
den oder die Tumormarker fixiert ist,
- (ii) Kultivieren der Zellen unter solchen Bedingungen, unter
denen sie die Tumormarker abstoßen
oder sezernieren, die auf dem Boden der Kultivierungsoberfläche immunkomplexiert
werden,
- (iii) Entfernen der Zellen durch Waschen,
- (iv) Hinzugeben von zumindest einem für die Tumormarker spezifischen
markierten Konjugat und
- (v) Visualisieren der so erhaltenen Markierung.
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Somit
gestattet es das erfindungsgemäße Verfahren,
nicht-hämatopoetische,
neoplastische, zirkulierende Zellen zu zählen, die aus biologischen
Proben von Patienten, die von einem soliden Krebs betroffen sind,
stammen.
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Solide
Krebse sind dem Fachmann bekannt. Als Beispiel kann man Brust-,
Prostata-, Schilddrüsen-, Leber-,
Hoden-, Ovarialkrebs, Krebs des Verdauungssytems, der Lunge usw.
nennen.
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Die
biologischen Proben, die zirkulierende Tumorzellen enthalten können, umfassen
jede biologische Flüssigkeit,
wie Blut, Knochenmark, Sekrete, Milch, Hirn-Rückenmarksflüssigkeit und Urin.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
bestehen die biologischen Proben aus Blut oder Knochenmark.
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Die
Tumormarker sind für
solide Krebse spezifische Tumormarker, die in der Lage sind, in
vivo oder in vitro unter bestimmten Kultivierungsbedingungen von
Tumorzellen abgestoßen
oder sezerniert zu werden.
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Unter
einem von einer Tumorzelle abgestoßenen Marker versteht man einen
Membranmarker, der abgespalten wurde, und unter einem von einer
Tumorzelle sezernierten Marker sowohl einen direkt von dieser Zelle
sezernierten Marker als auch einen Marker, der im Cytoplasma gespalten
und anschließend
von der Tumorzelle exkretiert wird.
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Als
Marker kann man verschiedene (Protein- oder Nicht-Protein-) Antigene
nennen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
sind diese Tumormarker entweder Membranantigene, die in der Lage
sind, durch Spaltung am Boden der Kultivierungsoberfläche abgestoßen zu werden,
oder intrazelluläre
Antigene, die von den Zellen an dem Boden der Kultivierungsoberfläche sezerniert
werden.
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Als
Beispiel für
ein Membranantigen kann man das Protein Muc-1 nennen, ein Oberflächenprotein
von Brustkrebszellen, das in Form des Proteins CA15-3 (Kohlenhydrat
15-3) gespalten wird.
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Als
Beispiel für
ein sezerniertes Antigen kann man PSA, das von Prostatakrebszellen
produziert wird, das Protein Kathepsin-D (Cath-D), eine lysosomale
Aspartylprotease, die in allen Geweben exprimiert, aber in den kanzerösen Zellen
im Rahmen von Brustkrebs überexprimiert
wird, Thyreoglobulin (TG), das von den kanzerösen Zellen im Rahmen von Schilddrüsenkrebs
produziert wird, das Protein CA 125, das von den kanzerösen Zellen
im Rahmen von Ovarialkrebs produziert wird, die Proteine ACE und
CA 19-9, die von den kanzerösen
Zellen im Rahmen von Colorektalkrebs produziert werden, und Alpha-Fetoprotein
(AFP) nennen, das von den Leberzellen im Rahmen von Leberkarzinomen
produziert wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Tumorzellen in der Lage, als Tumormarker
das Protein CA15-3 abzustoßen,
und der gesuchte Krebs ist Brustkrebs.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Tumorzellen in der Lage, als Tumormarker
das Protein TG zu sezernieren, und der gesuchte Krebs ist Schilddrüsenkrebs.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Tumorzellen in der Lage, als Tumormarker
das Protein CA 125 zu resezernieren, und der gesuchte Krebs ist
Ovarialkrebs.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Tumorzellen in der Lage, als Tumormarker
die Proteine ACE und CA 19-9 zu sezernieren, und der gesuchte Krebs
ist Colorektalkrebs.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Tumorzellen in der Lage, als Tumormarker
Alpha-Fetoprotein zu sezernieren, und der gesuchte Krebs ist primärer Leberkrebs.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Tumorzellen in der Lage, als Tumormarker
PSA zu sezernieren, und der gesuchte Krebs ist Prostatakrebs.
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Die
spezifischen Bindungspartner der Tumormarker beinhalten jeden Partner,
der sich an die Tumormarker binden kann. Als Beispiel kann man Antikörper, Antikörperfraktionen
und Proteine nennen.
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Die
Antikörper
als Bindungspartner sind entweder polyklonale oder monoklonale Antikörper.
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Polyklonale
Antikörper
können
durch Immunisierung eines Tieres mit zumindest einem Tumorantigen von
Interesse, gefolgt von Gewinnung der gesuchten Antikörper in
gereinigter Form durch Entnahme von Serum des Tieres und Abtrennung
der Antikörper
von anderen Serumbestandteilen, insbesondere durch Affinitätschromatographie
an einer Säule,
auf der ein von dem Antikörper
spezifisch erkanntes Antigen, insbesondere ein Tumorantigen von
Interesse, fixiert ist, erhalten werden.
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Monoklonale
Antikörper
können
durch die Hybridomtechnik erhalten werden, deren allgemeines Prinzip
nachstehend erläutert
wird.
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Zu
einem ersten Zeitpunkt wird ein Tier, im Allgemeinen eine Maus (oder
Zellen in Kultur im Rahmen von In-vitro-Immunisierungen), mit einem
Tumorantigen von Interesse immunisiert, dessen B-Lymphozyten somit
in der Lage sind, Antikörper
gegen das Antigen zu produzieren. Diese antikörperproduzierenden Lymphozyten
werden anschließend
mit (bei diesem Beispiel murinen) "unsterblichen" Myelomzellen fusioniert, um Hybridome
zu erhalten. Ausgehend von dem so erhaltenen heterogenen Gemisch
von Zellen wird dann eine Selektion der Zellen durchgeführt, die
in der Lage sind, einen bestimmten Antikörper zu produzieren und sich
unendlich zu vermehren. Jedes Hybridom wird in Klonform vermehrt,
wobei jedes zur Produktion eines monoklonalen Antikörpers führt, dessen
Erkennungseigenschaften für
das Tumorantigen von Interesse beispielsweise mittels ELISA, Immunblot
in einer oder zwei Dimensionen, Immunfluoreszenz oder mithilfe eines
biologischen Fängers
getestet werden können.
Die so ausgewählten
monoklonalen Antikörper
werden anschließend insbesondere
mithilfe der vorstehend beschriebenen Affinitätschromatographietechnik gereinigt.
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Beispiele
für Antikörperfraktionen
als Bindungspartner von Tumormarkern sind u.a. Anti-CA15-3-, Anti-PSA-, Anti-Alpha-Fetoprotein-,
Anti-Thyreoglobulin-, Anti-CA-19-9- und Anti-CA-125-Antikörper.
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Im
Fall von Brustkrebs, bei dem die Zellen in der Lage sind, das Protein
CR15-3 abzustoßen,
kann man als Bindungspartner Anti-CA15-3-Antikörper verwenden.
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Im
Fall von Prostatakrebs, bei dem die Zellen in der Lage sind, PSA
zu sezernieren, kann man als Bindungspartner Anti-PSA-Antikörper verwenden.
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Im
Fall von Schilddrüsenkrebs,
bei dem die Zellen in der Lage sind, TG zu sezernieren, kann man
als Bindungspartner Anti-TG-Antikörper verwenden.
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Im
Fall von Ovarialkrebs, bei dem die Zellen in der Lage sind, CA 125
zu sezernieren, kann man als Bindungspartner Anti-CA-125-Antikörper verwenden.
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Im
Fall von Colorektalkrebs, bei dem die Zellen in der Lage sind, CA
19-9 oder ACE zu sezernieren, kann man als Bindungspartner Anti-CA-19-9-
und Anti-ACE-Antikörper verwenden.
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Im
Fall von Leberkarzinom, bei dem die Zellen in der Lage sind, Alpha-Fetoprotein
zu sezernieren, kann man als Bindungspartner Anti-AFP-Antikörper verwenden.
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Die
Kultivierungsoberfläche
kann mehrere Bindungspartner enthalten. Vorzugsweise enthält die Kultivierungsoberfläche bis
zu vier verschiedene Bindungspartner.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
enthält
die Kultivierungsoberfläche
zwei verschiedene Antikörpertypen,
die gegen brustkrebsspezifische Antigene gerichtet sind, vorzugsweise
Anti-CA15-3- und Anti-Cath-D-Antikörper.
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Die
Kultivierungsoberfläche
ist derart beschaffen, dass sie die Kultivierung der Tumorzellen
gestattet. Als Beispiel kann man Mikrotiterplattenvertiefungen,
Mikrotiterplatten, Kunststoffoberflächen und Membranen nennen.
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Die
Mikrotiterplattenvertiefungen oder die Mikrotiterplatte selbst können aus
Kunststoff bestehen, so dass die Bindungspartner direkt an die Mikrotiterplattenvertiefungen
oder die Mikrotiterplatte fixiert werden. Sie können auch eine Membran enthalten,
die dem Fachmann üblicherweise
bekannt ist und die die erfindungsgemäßen Bindungspartner fixieren
kann. Als Beispiel kann man Nitrocellulose- und Immobilon-P-Membranen (Millipore
Corporation) nennen.
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Die
biologische Probe von Interesse von Patienten wird direkt auf dem
Boden der Kultivierungsoberfläche
bereitgestellt oder die nicht-hämatopoetischen
Zellen werden vor der Bereitstellung auf dem Boden angereichert.
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Im
Fall von Blutentnahmen werden die Zellen zum Beispiel mithilfe einer
Technik zur Abtrennung von Zellen über Ficoll in Verbindung mit
einer Verarmung an Blutzellen unter Verwendung von Anti-CD45-Antikörpern, die
an Magnetkugeln (Dynal Biotech ASA, Norwegen) gekoppelt sind, angereichert.
Unter diesen Bedingungen können
einige zirkulierende Tumorzellen pro Milliliter Gesamtblut gezählt werden.
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Jedes
andere, dem Fachmann bekannte Anreicherungsverfahren genügt den Zwecken
der Erfindung.
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Das
Zählen
der auf der Membran einer Mikrotiterplattenvertiefung bereitgestellten
Zellen erfolgt mittels Hämocytometrie
(Thomas-Zelle, Kovas-Objektträger).
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Die
Kultivierungsbedingungen, die das Abstoßen oder die Sekretion der
Tumormarker ermöglichen, sind
herkömmliche
Bedingungen, wie 37°C
unter feuchter Atmosphäre
bei 5% CO2.
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Die
Entfernung der Zellen nach der Immunkomplexierung der Tumormarker
durch die auf dem Boden der Kultivierungsoberfläche fixierten Bindungspartner
erfolgt durch Waschschritte, die aus der Verwendung herkömmlicher
Waschpuffer, wie PBS(Phosphate-Buffered-Saline-)Puffer, mit oder
ohne Rinderalbumin (1%) bestehen.
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Die
nach Entfernung der Zellen verwendeten Konjugate sind dem Fachmann
herkömmlicherweise
bekannte Konjugate.
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Als
Beispiel für
ein Konjugat lassen sich monoklonale Antikörper und polyklonale Antikörper nennen. Vorzugsweise
haben die konjugierten Antikörper
eine andere Epitopspezifität
als die am Boden der Kultivierungsoberfläche fixierten Antikörper.
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Unter
Markierung der Konjugate wird die Fixierung eines Markers verstanden,
der in der Lage ist, direkt oder indirekt ein detektierbares Signal
zu erzeugen. Eine nicht-beschränkende
Liste dieser Marker beinhaltet die Folgenden:
- • Enzyme,
die ein beispielsweise mittels Colometrie, Fluoreszenz, Lumineszenz
nachweisbares Signal produzieren, wie Meerrettichperoxidase, alkalische
Phosphatase, α-Galactosidase,
Glucose-6-phosphatdehydrogenase,
- • Chromophore,
wie fluoreszierende, lumineszierende, färbende Verbindungen,
- • radioaktive
Moleküle,
wie 32P, 35S oder 125I und
- • fluoreszierende
Moleküle,
wie Alexa oder Phycocyanine.
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Indirekte
Systeme können
ebenfalls verwendet werden, wie beispielsweise Liganden, die mit
einem Antiliganden reagieren können.
Die Ligand/Antiligand-Paare
sind dem Fachmann bekannt, wie es beispielsweise bei den folgenden
Paaren der Fall ist:
Biotin/Streptavidin, Hapten/Antikörper, Antigen/Antikörper, Peptid/Antikörper, Zucker/Lektin,
Polynukleotid/komplementäres
Polynukleotid. In diesem Fall trägt
der Ligand die Bindesubstanz. Der Antiligand kann direkt durch die
im vorstehenden Absatz beschriebenen Marker oder selbst durch einen
Ligand/Antiligand detektierbar sein.
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Diese
indirekten Detektionssysteme können
unter bestimmten Bedingungen zu einer Signalamplifikation führen. Diese
Signalamplifikationstechnik ist dem Fachmann bekannt, und es wird
auf die Patenanmeldungen FR98/10084 oder WO-A-95/08000 des Standes
der Technik der Anmelderin oder den Artikel J. Histochem. Cytochem.
45:481-491, 1997 verwiesen.
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Je
nach dem verwendeten Typ der Markierung des Konjugats fügt der Fachmann
die Reagenzien hinzu, die die Visualisierung der Markierung gestatten.
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So
ist es zum Beispiel im Fall von Enzymen notwendig, ein chromogenes
Substrat, wie NBT-BCPI für alkalische
Phosphatase oder AEC für
Peroxidase, hinzuzufügen.
Die Zugabe des chromogenen Substrats lässt dann an der Stelle, an
der sich eine Zielzelle befindet, einen gefärbten Niederschlag oder einen
Immunspot (blau bei NBT-BCIP und rot bei AEC) erscheinen, der einen
von der Zelle hinterlassenen realen Proteinabdruck darstellt.
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Die
Gesamtheit der auf dem Boden der Kultivierungsoberfläche vorliegenden
Immunspots kann mit einem Binokular oder besser mithilfe einer KS-ELISPOT-Apparatur
(Firma Carl Zeiss Vision GmbH), die mit einem Hochleistungsmikroskop
und einer numerischen Kamera, die mit einem Informationsverarbeitungssystem
gekoppelt ist, visualisiert und gezählt werden.
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Für die Fluoreszenzmarkierung
wird die Gesamtheit der Immunspots mit einer an eine Fluoreszenzuntersuchung
angepassten KS-ELISPOT-Apparatur
visualisiert und gezählt.
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Die
für die
Analyse dieser Spots verwendeten Kriterien sind u.a. der Durchmesser,
die Farbe, die Form, die Sättigung,
der Kontrast und der Diffusionsgradient. Tatsächlich nehmen die Dichte und
die Granulosität
der Spots gemäß einem
für eine
Proteinsynthese sehr charakteristischen Diffusionsgradienten von
der Mitte zum Rand hin zu.
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Wenn
mehr als zwei Bindungspartner auf der Kultivierungsoberfläche vorhanden
sind, erfolgt die Sichtbarmachung der Bindungspartner-Tumormarker-Kopplung vorzugsweise
mit sekundären
Antikörpern, die
mit Fluorochromen markiert sind.
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So
sind gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
die erfindungsgemäßen Schritte
(iv) bis (v) durch die folgenden Schritte ersetzt:
- (iv') Zugabe
von mit Fluorochromen markierten sekundären Antikörpern,
- (v') Visualisieren
der Fluoreszenz, wenn eine Bindung zwischen dem Bindepartner und
dem Tumormarker stattgefunden hat.
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Das
Zählen
von Tumorzellen durch das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine
Messung ihrer Wanderungskapazität
in den soliden Krebsen. Die infraklinische und biologische Prognose,
Verfolgung der Wirksamkeit verabreichter therapeutischer Behandlungen,
Quantifizierung der Resterkrankung und Diagnose von Rückfällen bei
soliden Krebsen werden somit dank des erfindungsgemäßen Verfahrens
aufgrund seiner sehr hohen Sensitivität und Spezifität möglich gemacht.
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Außerdem können die
Tumoren zirkulierende Tumorzellen vom Beginn ihrer Bildung abstoßen, so dass
das erfindungsgemäße Verfahren
eine Krebsfrühdiagnose
ermöglicht.
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Also
besteht eine andere Aufgabe der Erfindung aus der Verwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Frühdiagnose
und Prognose der Pathologie, zur Auswahl und Evaluierung der Wirksamkeit
therapeutischer Behandlungen und zur Diagnose von Rückfällen im
Rahmen solider Krebserkrankungen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird das erfindungsgemäße Verfahren
bei der Diagnose von Brust-, Prostata-, Schilddrüsen-, Ovarial-, Colon-, Enddarm- und Leberkrebs verwendet.
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Außerdem koppelt
das erfindungsgemäße Verfahren
ein Verfahren zur spezifischen Detektion mit einem Kultivierungsverfahren
und gestattet es somit, einen lebensfähigen und funktionellen Charakter
der detektierten Tumorzellen zu gewährleisten, eine Eigenschaft,
die im Rahmen der Prognose wichtig ist.
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Eine
andere Aufgabe der Erfindung besteht somit in der Verwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Evaluierung des Überlebenspotenzials
der zirkulierenden Tumorzellen von Patienten, die von solidem Krebs
betroffen sind.
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Tatsächlich weist
ein positives Ergebnis des erfindungsgemäßen Verfahrens ein solches Überlebenspotenzial
nach.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann dank eines Diagnosekits durchgeführt werden, das eine Kultivierungsoberfläche umfasst,
die zuvor mit einem oder mehreren Bindungspartnern für die Tumormarker,
die für
den gesuchten Krebs spezifisch sind, dem oder den entsprechenden
zuvor markierten Konjugat(en), beschichtet worden sind. Das Kit
kann ferner Lösungen
zum gründlichen
Waschen der Zellen nach der Immunkomplexierung enthalten.
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Selbstverständlich kann
das erfindungsgemäße Verfahren
zum Zählen
jeder beliebigen zirkulierenden Tumorzelle, die in der Lage ist,
zumindest einen Marker abzustoßen
oder zu sezernieren, der als Tumormarker identifiziert wurde, für den ein
spezifischer Bindungspartner existiert, verwendet werden.
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So
kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Beispiel Folgendes gezählt
werden:
- – Thyreoglobulin
(TG) oder Calcitonin (CT) produzierende Schilddrüsentumorzellen,
- – Alpha-Fetoproteine
(AFP) produzierende Lebertumorzellen,
- – das
Hormon Choriogonadotropin (beta-HCG) produzierende Hodentumorzellen,
- – CA15-3,
Kathepsin D, PS2, Her2/neu, Mammaglobin B produzierende Brusttumorzellen,
- – CA-125
produzierende Ovarialtumorzellen,
- – PSA
produzierende Prostatatumorzellen,
- – CA19-9,
CA-125, CA 19-9 und ACE produzierende Tumorzellen des Verdauungssystems
(Colon, Enddarm, Magen und Pankreas) und
- – S-100-Protein
produzierende Tumorzellen aus einem Melanom.
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Die
vorliegende Erfindung wird mithilfe der folgenden, nur zur Veranschaulichung
und nicht zur Beschränkung
gegebenen Beispiele sowie mithilfe der beigefügten 1 bis 3 besser
verstanden, in denen:
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1 (1A bis 1F)
die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
ausgehend von MCF-7-Tumorzellen erhaltenen Immunspots zeigt,
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2 die
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
ausgehend von CD45(–)-Zellen
von Referenzpersonen und von Personen, die von metastasierendem
Brustkrebs befallen waren, erhaltenen Immunspots zeigt,
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3 die
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
bei einer der von metastasierendem Brustkrebs befallenen Personen
erhaltenen Immunspots zeigt.
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Beispiel 1: Zählen der
aus MCF-7- und MDA-MB-231-Tumorzelllinien
(Brustkrebs) stammenden Tumorzellen
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Die
Linie MCF-7 wurde verwendet, weil sie erhöhte Spiegel der Proteine Cath-D
und MUC1 sezerniert, und die Linie MDA-MB-231, weil sie nur das
Cath-D-Protein exprimiert.
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Die
Zelllinien MCF-7 und MDA-MB-231 wurden in Dulbecco-modifiziertem
Eagle-Medium (DMEM, Biochrom KG, Berlin, Deutschland), das mit 1%
Glutamax (Life Technologies, Paisley, Schottland), 10% fötalem Kälberserum
(Life Technologies), 500 UI/ml Penicillin und 500 μg/ml Streptomycin
(Life Technologies) ergänzt war,
in einem befeuchteten Brutschrank mit 5% CO2 bei
37°C gehalten.
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Mikrotiterplatten
mit 96 Vertiefungen (Nunc, Roskilde, Dänemark), die eine Immobilon-P-Membran (Millipore
Corporation, Bedford, MA, U.S.A) als Festphase verwendeten, wurden
mit monoklonalen Anti-Kathepsin-D-Antikörpern D7E3
(Garcia, M., Capony, F., Derocq, D., Simon, D., Pau, B. & Rochefort, H.
Characterization of monoclonal antibodies to the estrogen-regulated
Mr 52,000 glycoprotein and their use in MCF7 cells. Cancer Research
45, 709-716 (1985)) und monoklonalen Anti-CA15-3-Antikörpern (Dakocytomation, Frankreich)
beschichtet und über
Nacht bei +4°C
belassen. Die nicht an die Membran gebundenen Antikörper wurden
durch dreimaliges Waschen mit PBS entfernt. Die ungebundenen Stellen
wurden anschließend
mit 5% Rinderserumalbumin (Sigma-Aldrich, St. Quentin Fallavier,
Frankreich) für
eine Stunde bei Umgebungstemperatur blockiert.
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Wenn
nötig,
wurden die Zelllinien mit 50 μg/ml
Cycloheximid auf einer Vorrichtung, die gleichzeitig Kippen und
Rotation gestattete, bei 37°C
für eine
Stunde behandelt, bevor die Quantifizierungen durchgeführt wurden.
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Die
aus den Zelllinien hervorgehenden lebensfähigen Zellen wurden nach Anfärbung mittels
Ausschluss von Trypan-Blau-Farbstoff in einem Hämocytometer gezählt, dann
wurde in den Vertiefungen in Doppelansätzen in einem Wachstumsmedium
eine Verdünnungsreihe
mit unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt. Die Platten wurden
anschließend
bei 37°C
in 5% CO2 für 24 Stunden inkubiert.
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Nach
Waschen mit PBS wurden entweder mit Meerrettichperoxidase konjugierte
monoklonale Anti-Cath-D-Antikörper M1G8
(Garcia, M., Capony, F., Derocq, D., Simon, D., Pau, B. & Rochefort, H,
s.o.) oder mit alkalischer Phosphatase konjugierte monoklonale Anti-CA15-3-Antikörper DF3
(Dakocytomation) (1-Farben-Verfahren)
oder ein Gemisch von diesen (2-Farben-Verfahren) hinzugefügt, und die Platten wurden
bei Umgebungstemperatur inkubiert.
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Das
geeignete Substrat, d.h. das AEC-Färbungskit (Sigma-Aldrich) für Meerrettichperoxidase,
ein Gemisch von X-Phosphat/5-Brom-4-chlor-3-indolylphosphat, Toluidinsalz
und 4-Nitro-Blau-Tetrazoliumchlorid (BCIP/NTB, Sigma), wurde zu
jeder Vertiefung hinzugefügt.
Es wurden rot (Peroxidase, Vorliegen von Cath-D) oder blau (alkalische
Phosphatase/Vorliegen von CR15-3) gefärbte unlösliche Niederschläge in 5
bis 10 Minuten erhalten.
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Die
Platten wurden anschließend
mit destilliertem Wasser gewaschen, um die Reaktion abzustoppen.
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Die
Immunspots wurden unter Verwendung einer KS-ELISPOT-Apparatur gezählt. Die
Vertiefungen ohne Zellen oder ohne Beschichtung mit spezifischen
Antikörpern
wurden als Referenz eingeschlossen.
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1 zeigt die erhaltenen Ergebnisse. Wie
in 1A-B (1A für Cath-D; 1B für CA15-3)
gezeigt ist, wobei das 1-Farben-Verfahren verwendet wurde, kann
durch Verwendung einer Kombination von monoklonalen Anti-Cath-D-
und Anti-CA15-3-Antikörper
beobachtet werden, dass etwa 25% der MCF-7-Zellen die Proteine Cath-D
und/oder CA15-3 nach 24-stündiger
Kultivierung in vitro sezernieren. Die Zugabe von Cycloheximid während der
Kultivierung verringert gleichzeitig die Größe und die Anzahl der erhaltenen
Spots, was eine Denovo-Proteinsynthese bestätigt (1C-D für Cath-D
bzw. CA15-3).
-
Es
sollte beachtet werden, dass die Zellen der MDA-MB-231-Linie mit
den Anti-Cath-D-Antikörpern keine
Spots ergeben haben (Daten nicht gezeigt).
-
Mithilfe
der 2-Farben-Technik (1E-F) lässt sich schließlich feststellen,
dass mit den MCF-7-Zelllinien
etwa 17% nur "Cath-D"-Spots (roter Niederschlag),
82% nur "CA15-3-(MUC-1-)"Spots (blauer Niederschlag)
und 1% "Cath-D"- und "CA15-3-(MUC-1-)"Doppelspots (brauner
Niederschlag) sind.
-
Beispiel 2: Detektionssensitivität des erfindungsgemäßen Verfahrens
-
Um
die minimale Detektionshöhe
des erfindungsgemäßen Verfahren
zu bestimmen, wurden Verdünnungsreihen
der Zellen der MCF-7-Zelllinie von 100000, 10000, 1000, 100, 10
bis zu 1 Zelle pro Vertiefung verwendet und die Sekretion von Cath-D
durch das erfindungsgemäße Verfahren
gemäß der im
Beispiel 1 beschriebenen Vorgehensweise und mit der ELISA-Technik
(CisBioInternational, Saclay, Frankreich) im entsprechenden Kulturüberstand
gemessen.
-
Die
Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 1 angegeben: Tabelle
1 Vergleich
der Sensitivität
des erfindungsgemäßen Verfahrens
und des ELISA-Verfahrens
- *: Mittelwert von 4 Vertiefungen.
-
Wie
in der vorstehenden Tabelle gezeigt, waren bei einer Verdünnung von
100000 bis 10000 Zellen pro Vertiefung die Spots so zahlreich, dass
sie nicht gezählt
werden konnten, während
die Detektion von Cath-D
mit der ELISA-Technik möglich
war. Bei einer Verdünnung
von 1000 Zellen pro Vertiefung wurden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
etwa 250 Spots gezählt,
die Cath-D sezernierenden Zellen entsprachen (25%), während mit
der ELISA-Technik keine Cath-D-Sekretion nachgewiesen wurde. Mit
den höheren
Verdünnungen
werden identische Ergebnisse erhalten.
-
Es
soll darauf hingewiesen werden, dass sogar bei einer einzigen Zelle
pro Vertiefung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Spot detektiert
wird und dass ähnliche
Ergebnisse mit dem MUC1-Protein erhalten wurden.
-
Somit
zeigen diese Daten, dass bei Anwendung auf die Detektion von Tumormarker
in Kulturüberstand
das erfindungsgemäße Verfahren
eine 10000-mal höhere
Sensitivität
als das ELISA-Verfahren hat.
-
Beispiel 3: Detektion
zirkulierender Zellen
-
Zirkulierende
Epithelzellen und periphere mononukleäre Zellen wurden mittels Ficoll-Hypaque- Dichtegradientenzentrifugation
(Pharma-cia, Uppsala, Schweden) von 8-10 ml Blutproben isoliert,
die von 16 Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs stammten,
die am Centre de Recherche et de Lutte contre le Cancer, Val d'Aurelle, Montpellier,
Frankreich, behandelt wurden.
-
Die
Effizienz der Isolation der Epithelzellen wurde folgendermaßen getestet:
In Blut normaler Personen wurden Zellen der MCF-7-Zelllinie in verschiedenen
Konzentrationen (1000, 100 und 10 Zellen pro ml Blut) verdünnt. Anschließend wurden
diese aliquotierten Blutmengen mit einem Ficoll-Hypaque-Gradienten behandelt
und die Zellen hämatologischen
Ursprungs durch magnetische Sortierung unter Verwendung von mit
monoklonalen Anti-CD45-Antikörpern
beschichteten Kugeln entfernt. In den verbliebenen Zellen wurden
die CA15-3-Proteine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren untersucht. Die
Effizienz der Zählung
durch das erfindungsgemäßen Verfahren
betrug 67%, was zeigt, dass das erfindungsgemäße Verfahren die Gewinnung seltener
zirkulierender, aus einem Tumor stammender Zellen gestattet.
-
Die
nicht-hämatopoetischen
Zellen wurden durch Verarmung aller CD45(+)-Blutzellen der hämatopoetischen
Linie, die von peripheren mononukleären Zellen stammten, unter
Verwendung von Anti-CD45-Antikörpern
mit einer magnetischen Markierung und eines magnetischen Trennverfahrens
nach den Empfehlungen von Dynal Biotech ASA angereichert.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
wurde an den so angereicherten Zellen von Patientinnen, die von metastasierendem
Brustkrebs betroffen waren, und von Referenzpatienten gemäß der in
Beispiel 1 beschriebenen Vorgehensweise durchgeführt.
-
Die
Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 2 dargestellt: Tabelle
2 Zählen der
aus CD45(–)-Zellen
stammenden Cath-D- und/oder
MUC1-Spots
-
Wie
in der vorstehenden Tabelle angegeben, wurde für 5/5 der getesteten Kontrollpersonen
keinerlei Expression des Cath-D-Proteins detektiert, wenn die Referenzpersonen
getestet wurden.
-
Beim
Betrachten der CA15-3- (MUC-1-)Spots bei 9 Patientinnen der gleichen
Gruppe wurden bei vielen Personen zahlreiche Spots bemerkt, deren
Größe kleiner
als 1000 μm2 ist (siehe 2, oberer
Abschnitt). Handelte es sich ums CA15-3- (MUC-1-)Spots bei Patienten,
die von Krebs betroffen waren, waren 2 Populationen von Spots nachweisbar,
kleine Spots mit einer Größe unter
1000 μm2 und größere Spots
mit einer Größe zwischen
1200 μm2 und mehr als 7000 μm2 (2,
unterer Abschnitt), was darauf hindeutet, dass eine kritische Schwelle
von 1000 μm2 für
die Definition einer anomalen Expression von MUC1 gegenüber CA15-3
geeignet sein kann (2, unterer Abschnitt).
-
Bei
den 16 von einem fortgeschrittenen Krebs betroffenen Patientinnen
exprimierte ein Großteil
der Zellen nur ein einziges Tumorantigen mit 0,2 bis 25,5 Zellen
pro ml Blut für
das Cath-D-Protein und 0,5 bis 170 Zellen pro ml Blut für das CA15-3-Protein,
während
nur 2 Patientinnen unter den 16 beide Proteine exprimierten (3).
-
Bei
einer Patientin, die während
dieser Primärdiagnostik
(d.h. ohne Behandlung) eines Tumors (Größe < 2 cm) untersucht wurde und bei der
ein Sentinal-Lymphknoten befallen war, zählten wir 5,1 Spots/ml vor
dem chirurgischen Eingriff und 0 Spot/ml vier Tage danach.
-
Beispiel 4: Zählung der
aus den Tumorzelllinien LNCAP und MCF-7 (Prostatakrebs) stammenden
Tumorzellen
-
Die
LNCAP-Linie wurde verwendet, weil sie erhöhte Spiegel des PSA-Proteins
sezerniert, und die MCF-7-Linie,
weil sie kein PSA-Protein exprimiert.
-
Die
LNCAP-Zelllinie wurde in RPMI-Medium (Eurobio, Les Ullis, Frankreich)
gehalten, das bis auf QSP 450 ml mit 5 ml Glutamin (2 mM), 50 ml
fötalem
Kälberserum (10%),
100 UI/ml Penicillin, 100 μg/ml
Streptomycin, 2,5 ml Glucose 100 (4,5 g/l) und 5 ml 100 mM Natriumpyruvat
(1 mM) angereichert war.
-
Die
MCF-7-Zelllinie, wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde als Referenz
verwendet.
-
Mikrotiterplatten
mit 96 Vertiefungen (Nunc, Roskilde, Dänemark), die eine Immobilon-P-Membran (Millipore
Corporation, Bedford, MA, U.S.A) als Festphase verwendeten, wurden
mit monoklonalen Anti-PSA-Antikörpern (bioMérieux,
Marcy l'Etoile,
Frankreich) beschichtet und über
Nacht bei +4°C
belassen. Die nicht an die Membran gebundenen Antikörper wurden
durch dreimaliges Waschen mit PBS entfernt. Die ungebundenen Stellen
wurden anschließend
mit 5% Rinderserumalbumin (Sigma-Aldrich, St. Quentin Fallavier, Frankreich)
für eine
Stunde bei Umgebungstemperatur blockiert.
-
Wenn
nötig,
wurden die Zelllinien mit 50 μg/ml
Cycloheximid auf einer Vorrichtung, die gleichzeitig Kippen und
Rotation gestattete, bei 37°C
für eine
Stunde behandelt, bevor die Quantifizierungen durchgeführt wurden.
-
Die
aus den Zelllinien hervorgegangenen lebensfähigen Zellen wurden nach Anfärbung durch
Ausschluss von Trypan-Blau-Farbstoff in einem Hämocytometer gezählt, dann
wurde in den Vertiefungen in Doppelansätzen eine Verdünnungsreihe
in einem Wachstumsmedium mit unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt.
Die Platten wurden anschließend
bei 37°C
in 5% CO2 für 24 Stunden inkubiert.
-
Nach
Waschen mit PBS wurden mit alkalischer Phosphatase konjugierte monoklonale
Anti-PSA-Antikörper
(bioMérieux)
hinzugefügt
(1-Farben-Verfahren), und die Platten wurden bei Umgebungstemperatur
inkubiert.
-
Das
geeignete chromatische Substrat, im Gemisch von X-Phosphat/5-Brom-4-chlor-3-indolylphosphat,
Toluidinsalz und 4-Nitro-Blau-Tetrazoliumchlorid (BCIP/NTB, Sigma),
wurde zu jeder Vertiefung hinzugefügt. Es wurden blau gefärbte unlösliche Niederschläge in 5
bis 10 Minuten erhalten.
-
Die
Platten wurden anschließend
mit destilliertem Wasser gewaschen, um die Reaktion abzustoppen.
-
Die
Immunspots wurden unter Verwendung einer KS-ELISPOT-Apparatur gezählt. Die
Vertiefungen ohne Zellen oder ohne Beschichtung mit spezifischen
Antikörpern
wurden als Referenz eingeschlossen.
-
Es
soll darauf hingewiesen werden, dass die Effizienz der Isolation
von Epithelzellen wie im Beispiel 3 angegeben getestet wurde und
70% betrug.
-
Beispiel 5: Detektion
PSA sezernierender zirkulierender Zellen:
-
Zirkulierende
Epithelzellen und periphere mononukleäre Zellen wurden durch Ficoll-Hypaque-Dichtegradientenzentrifugation
(Pharmacia, Uppsala, Schweden) von 8-10 ml Blutproben isoliert,
die von 10 Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs stammten,
die in der Clinique Beau Soleil und am CHU, Montpellier, Frankreich,
behandelt wurden.
-
Die
nicht-hämatopoetischen
Zellen wurden durch Verarmung aller CD45(+)-Blutzellen der hämatopoetischen
Linie, die von peripheren mononukleären Zellen stammten, unter
Verwendung von Anti-CD45-Antikörpern
mit einer magnetischen Markierung und eines magnetischen Trennverfahrens
nach den Empfehlungen von Dynal Biotech ASA angereichert.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
wurde an den so angereicherten Zellen von Patienten, die von metastasierendem
Prostatakrebs betroffen waren, und von Referenzpatienten gemäß der in
Beispiel 1 beschriebenen Vorgehensweise durchgeführt.
-
Wenn
die Referenzpersonen getestet wurden, wurde für 6/6 der getesteten Personen
keinerlei Expression des PSA-Proteins detektiert. Dagegen haben
wir bei 10 Patienten mit Knochenmetastasen PSA sezernierende zirkulierende
Zellen gezählt.
-
Beispiel 6: Zählung der
aus ML-1-Tumorzelllinien (Schilddrüsenkrebs) stammenden Tumorzellen
-
Die
ML-1-Linie wurde verwendet, weil sie erhöhte Spiegel des TG-Proteins
sezerniert.
-
Die
ML-1-Zelllinie wurde uns freundlicherweise von der deutschen Gruppe
von D. Grimm zur Verfügung
gestellt (Schonberger J, Bauer J, Spruss T, Weber G, Chahoud I,
Eilles C, Grimm D. Establishment and characterization of the follicular
thyroid carcinoma cell live ML-1, and characterization of the follicular
thyroid carcinoma cell live ML-1. J Mol Med 2000; 78(2):102-10).
-
Sie
wurde in DMEM-Medium (4,5 g/l Glucose) gehalten, das mit 20% fötalem Kälberserum,
Glutamin (2 mM) und Natriumpyruvat (1 mM) ergänzt wurde.
-
Mikrotiterplatten
mit 96 Vertiefungen (Nunc, Roskilde, Dänemark), die eine Immobilon-P-Membran (Millipore
Corporation, Bedford, MA, U.S.A) als Festphase verwendeten, wurden
mit monoklonalen Anti-TG-Antikörpern (BioRad,
Marnes la Coquette, Frankreich) beschichtet und über Nacht bei +4°C belassen. Die
nicht an die Membran gebundenen Antikörper wurden durch dreimaliges
Waschen mit PBS entfernt. Die ungebundenen Stellen wurden anschließend mit
5% Rinderserumalbumin (Sigma-Aldrich, St. Quentin Fallavier, Frankreich)
für eine
Stunde bei Umgebungstemperatur blockiert.
-
Die
ML-1-Zellen wurden nach Anfärbung
durch Ausschluss von Trypan-Blau-Farbstoff in einem Hämocytometer
gezählt,
dann wurde in den Vertiefungen in Doppelansätzen in einem Wachstumsmedium
eine Verdünnungsreihe
mit unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt. Die Platten wurden
anschließend
bei 37°C in
5% CO2 für
24 Stunden inkubiert.
-
Nach
Waschen mit PBS wurden mit alkalischer Phosphatase konjugierte monoklonale
Anti-TG-Antikörper
(BioRad, Marnes la Coquette, Frankreich) hinzugefügt (1-Farben-Verfahren),
und die Platten wurden bei Umgebungstemperatur inkubiert.
-
Das
geeignete chromatische Substrat (Gemisch von X-Phosphat/5-Brom-4-chlor-3-indolylphosphat, Toluidinsalz
und 4-Nitro-Blau-Tetrazoliumchlorid (BCIP/NTB, Sigma)) wurde zu
jeder Vertiefung hinzugefügt. Es
wurden blau gefärbte
unlösliche
Niederschläge
in 5 bis 10 Minuten erhalten.
-
Die
Platten wurden anschließend
mit destilliertem Wasser gewaschen, um die Reaktion abzustoppen.
-
Die
Immunspots wurden unter Verwendung einer KS-ELISPOT-Apparatur gezählt. Die
Vertiefungen ohne Zellen oder ohne Beschichtung mit spezifischen
Antikörpern
wurden als Referenz eingeschlossen.
-
Es
soll darauf hingewiesen werden, dass die Effizienz der Isolation
von Epithelzellen wie im Beispiel 3 angegeben getestet wurde und
70% betrug.
-
Beispiel 7: Detektion
TG sezernierender, zirkulierender Zellen:
-
Zirkulierende
Epithelzellen und periphere mononukleäre Zellen wurden durch Ficoll-Hypaque-Dichtegradientenzentrifugation
(Pharmacia, Uppsala, Schweden) von 8-10 ml Blutproben isoliert,
die von 15 Patienten mit metastasierendem Schilddrüsenkrebs
stammten, die am Hospital Lapeyronie und am CHU, Montpellier, Frankreich,
behandelt wurden.
-
Die
nicht-hämatopoetischen
Zellen wurden durch Verarmung aller CD45(+)-Blutzellen der hämatopoetischen
Linie, die von peripheren mononukleären Zellen stammten, unter
Verwendung von Anti-CD45-Antikörpern
mit einer magnetischen Markierung und eines magnetischen Trennverfahrens
nach den Empfehlungen von Dynal Biotech ASA angereichert.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
wurde an den so angereicherten Zellen von Patienten, die von metastasierendem
Schilddrüsenkrebs
betroffen waren, und von Referenzpatienten gemäß der in Beispiel 1 beschriebenen
Vorgehensweise durchgeführt.
-
Wir
haben in unsere Studie allein Patient(inn)en mit positiven TG-Serumanteilen
eingeschlossen. Es wurden 15 Patient(inn)en im Abstand von der Behandlung
des Primärtumors
untersucht. Bei 5/6 Patient(inn)en mit metastasierender Entwicklung
haben wir die TG sezernierenden, zirkulierenden Zellen gezählt; bei
3 Patient(inn)en war diese Zellzahl nach In-vivo-Stimulation mit Thyrogen erhöht. Bei
zwei Patientinnen ohne klinische Komplikationen und mit normalen
TG-Anteilen wurden
Spots gezählt.
-
Beispiel 8: Zählung der
aus den Tumorzelllinien BG-1 und SKOV3 (Ovarialkrebs) stammenden
Tumorzellen
-
Die
BG-1-Linie wurde verwendet, weil sie erhöhte Spiegel des CA-125-Proteins
sezerniert, und die SKOV3-Linie,
weil sie das CA-125-Protein nicht exprimiert.
-
Die
BG-1-Zelllinie wurde in McCoy's-5a-Medium
gehalten, das Glutamin (1,5 mM) und fötales Kälberserum (10%) enthielt.
-
Die
SKOV3-Zelllinie wurde als Referenz verwendet. Sie wurde im gleichen
Medium wie die BG-1-Linie gehalten.
-
Mikrotiterplatten
mit 96 Vertiefungen (Nunc, Roskilde, Dänemark), die eine Immobilon-P-Membran (Millipore
Corporation, Bedford, MA, U.S.A) als Festphase verwendeten, wurden
mit monoklonalen Anti-CA-125-Antikörpern (Dakocytomation)
beschichtet und über
Nacht bei +4°C
belassen. Die nicht an die Membran gebundenen Antikörper wurden
durch dreimaliges Waschen mit PBS entfernt. Die ungebundenen Stellen wurden
anschließend
mit 5% Rinderserumalbumin (Sigma-Aldrich, St. Quentin Fallavier,
Frankreich) für
eine Stunde bei Umgebungstemperatur blockiert.
-
Die
BG-1-Zellen wurden nach Anfärbung
mittels Ausschluss von Trypan-Blau-Farbstoff in einem Hämocytometer
gezählt,
dann wurde in den Vertiefungen in Doppelansätzen eine Verdünnungsreihe
in einem Wachstumsmedium mit unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt.
Die Platten wurden anschließend
bei 37°C
in 5% CO2 für 24 Stunden inkubiert.
-
Nach
Waschen mit PBS wurden mit alkalischer Phosphatase gekoppelte monoklonale
Anti-CA-125-Antikörper (Dakocytomation)
hinzugefügt
(1-Farben-Verfahren),
und die Platten wurden bei Umgebungstemperatur inkubiert.
-
Das
geeignete chromatische Substrat (Gemisch von X-Phosphat/5-Brom-4-chlor-3-indolylphosphat, Toluidinsalz
und 4-Nitro-Blau-Tetrazoliumchlorid (BCIP/NTB, Sigma)), wurde zu
jeder Vertiefung hinzugefügt. Es
wurden blau gefärbte
unlösliche
Niederschläge
in 5 bis 10 Minuten erhalten.
-
Die
Platten wurden anschließend
mit destilliertem Wasser gewaschen, um die Reaktion abzustoppen.
-
Die
Immunspots wurden unter Verwendung einer KS-ELISPOT-Apparatur gezählt. Die
Vertiefungen ohne Zellen oder ohne Beschichtung mit spezifischen
Antikörpern
wurden als Referenz eingeschlossen.
-
Es
soll darauf hingewiesen werden, dass die Effizienz der Isolation
von Epithelzellen wie im Beispiel 3 angegeben getestet wurde und
70% betrug.
-
Beispiel 9: Zählung der
aus den Tumorzelllinien Caco2 und HT-29 (Colorektalkrebs) stammenden
Tumorzellen
-
Die
Linien Caco2 und HT-29 wurden verwendet, weil sie erhöhte Spiegel
der Proteine CA 19-9 und ACE sezernieren. Die beiden Zelllinien
wurden hinsichtlich beider Tumormarker untersucht.
-
Die
Caco2-Zelllinie wurde in einem MEM-Medium mit Earles-Salzen und
nicht-essenziellen Aminosäuren
gehalten, das mit fötalem
Kälberserum
(20%), Glutamin (2 mM), Natriumpyruvat (1 mM) und Natriumbicarbonat
(1,5 g/l) angereichert war.
-
Die
HT-29-Zelllinie wurde in einem Medium aus McCoy's-5a-Medium gehalten, das Glutamin (1,5
mM) und fötales
Kälberserum
(10%) enthielt.
-
Mikrotiterplatten
mit 96 Vertiefungen (Nunc, Roskilde, Dänemark), die eine Immobilon-P-Membran (Millipore
Corporation, Bedford, MA, U.S.A) als Festphase verwendeten, wurden
mit monoklonalen Anti-CA- 19-9-
(Dakocytomation) oder Anti-ACE-Antikörpern bioMérieux, Marcy l'Etoile, Frankreich)
beschichtet und über
Nacht bei +4°C
belassen. Die nicht an die Membran gebundenen Antikörper wurden
durch dreimaliges Waschen mit PBS entfernt. Die ungebundenen Stellen
wurden anschließend
mit 5% Rinderserumalbumin (Sigma-Aldrich, St. Quentin Fallavier,
Frankreich) für
eine Stunde bei Umgebungstemperatur blockiert.
-
Die
Caco2- und HT-29-Zellen wurden nach Anfärbung mittels Ausschluss von
Trypan-Blau-Farbstoff in einem Hämocytometer
gezählt,
dann wurde in den Vertiefungen in Doppelansätzen eine Verdünnungsreihe in
einem Wachstumsmedium mit unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt.
Die Platten wurden anschließend
bei 37°C
in 5% CO2 für 24 Stunden inkubiert.
-
Nach
Waschen mit PBS wurden mit alkalischer Phosphatase gekoppelte monoklonale
Anti-CA-19-9- oder mit Peroxidase gekoppelte Anti-ACE-Antikörper (bioMérieux,
Marcy l'Etoile,
Frankreich) hinzugefügt (1-Farben-Verfahren),
und die Platten wurden bei Umgebungstemperatur inkubiert.
-
Das
geeignete chromatische Substrat für die alkalische Phosphatase
(Gemisch von X-Phosphat/5-Brom-4-chlor-3-indolylphosphat,
Toluidinsalz und 4-Nitro-Blau-Tetrazoliumchlorid
(BCIP/NTB, Sigma)) wurde zu jeder Vertiefung hinzugefügt. Es wurden
blau gefärbte
unlösliche
Niederschläge
in 5 bis 10 Minuten erhalten. Das geeignete chromatische Substrat
für Peroxidase,
d.h. das ACE-Färbungskit
(Sigma-Aldrich), wurde zu jeder Vertiefung hinzugefügt. Es wurden
rot gefärbte
unlösliche
Niederschläge
in 10 Minuten erhalten.
-
Die
Platten wurden anschließend
mit destilliertem Wasser gewaschen, um die Reaktion abzustoppen.
-
Die
Immunspots wurden unter Verwendung einer KS-ELISPOT-Apparatur gezählt. Die
Vertiefungen ohne Zellen oder ohne Beschichtung mit spezifischen
Antikörpern
wurden als Referenz eingeschlossen.
-
Es
soll darauf hingewiesen werden, dass die Effizienz der Isolation
von Epithelzellen wie im Beispiel 3 angegeben getestet wurde und
70% betrug.
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Beispiel 10: Zählung der
aus Lebertumorzelllinien (primärer
Leberkrebs) stammenden Tumorzellen
-
Es
wurde die hepatische Linie verwendet, weil sie erhöhte Spiegel
von Alpha-Protein sezerniert.
-
Die
Zelllinie wurde in RPMI-Medium gehalten, das Glutamin (1,5 mM) und
fötales
Kälberserum
(20%) enthielt.
-
Mikrotiterplatten
mit 96 Vertiefungen (Nunc, Roskilde, Dänemark), die eine Immobilon-P-Membran (Millipore
Corporation, Bedford, MA, U.S.A) als Festphase verwendeten, wurden
mit monoklonalen Anti-CA-125-Antikörpern (Dakocytomation)
beschichtet und über
Nacht bei +4°C
belassen. Die nicht an die Membran gebundenen Antikörper wurden
durch dreimaliges Waschen mit PBS entfernt. Die ungebundenen Stellen wurden
anschließend
mit 5% Rinderserumalbumin (Sigma-Aldrich, St. Quentin Fallavier,
Frankreich) für
eine Stunde bei Umgebungstemperatur blockiert.
-
Die
Zellen wurden nach Anfärbung
mittels Ausschluss von Trypan-Blau-Farbstoff in einem Hämocytometer
gezählt,
dann wurde in den Vertiefungen in Doppelansätzen eine Verdünnungsreihe
in einem Wachstumsmedium mit unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt.
Die Platten wurden anschließend
bei 37°C
in 5% CO2 für 24 Stunden inkubiert.
-
Nach
Waschen mit PBS wurden mit Peroxidase gekoppelte Anti-AFP-Antikörper (bioMérieux,
Marcy l'Etoile,
Frankreich) hinzugefügt
(1-Farben-Verfahren), und die Platten wurden bei Umgebungstemperatur
inkubiert.
-
Das
geeignete chromatische Substrat für Peroxidase, d.h. das ACE-Färbungskit
(Sigma-Aldrich), wurde zu jeder Vertiefung hinzugefügt. Es wurden
rot gefärbte
unlösliche
Niederschläge
in 10 Minuten erhalten.
-
Die
Platten wurden anschließend
mit destilliertem Wasser gewaschen, um die Reaktion abzustoppen.
-
Die
Immunspots wurden unter Verwendung einer KS-ELISPOT-Apparatur gezählt. Die
Vertiefungen ohne Zellen oder ohne Beschichtung mit spezifischen
Antikörpern
wurden als Referenz eingeschlossen.
-
Es
soll darauf hingewiesen werden, dass die Effizienz der Isolation
von Epithelzellen wie im Beispiel 3 angegeben getestet wurde und
70% betrug.