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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren zum Herstellen von Enantiomeren
von Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten gerichtet.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivate
sind nützliche
pharmazeutische Produkte. WO 98/14447 (NeuroSearch) beschreibt Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivate,
die zum Antagonisieren der Wirkung von exzitatorischen Aminosäuren brauchbar
sind. Diese Verbindungen werden durch herkömmliche chemische Syntheseverfahren
hergestellt, welche den Schritt des Umsetzens eines 1H-Indol-2,3-dions
mit einem Amino-Derivat einschließen. Genauer gesagt beschreibt
WO 98/14447 Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivate, von denen einige als
racemische Gemische vorkommen.
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Es
ist häufig
wünschenswert
und manchmal von gesetzlichen Bestimmungen vorgeschrieben, die Arzneimittelentwicklung
an spezifischen Enantiomeren statt an racemischen Arzneimitteln
vorzunehmen. Dieses Grundprinzip beruht auf den Befunden, dass häufig die
erwünschten
Eigenschaften von chiralen Verbindungen in einem ihrer Enantiomere
liegen, während
das andere Enantiomer in der Tat zu einer möglichen toxikologischen Wirkung
des Arzneimittels beitragen kann.
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Um
eine gründliche
Untersuchung jedes Enantiomers zu ermöglichen, sind Verfahren zum
Erhalten von enantiomerenreinen Zubereitungen von chiralen Verbindungen
von erheblicher Bedeutung für
die Arzneimittelentwicklung.
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EP 439779 (Chisso Corp.)
beschreibt ein Verfahren zum Herstellen von optisch aktiven Hydroxylactonen
unter Verwendung einer enzymatischen Umesterung. Ein Verfahren zum
Herstellen von Enantiomeren von Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
wird jedoch nicht beschrieben.
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EP 467132 (Chisso Corp.)
beschreibt 4-substituierte 2-Hydroxybutanoate und ein Verfahren
zu ihrer Herstellung. Ein Verfahren zum Herstellen von Enantiomeren
von Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
wird jedoch nicht beschrieben.
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WO
01/18231 (Lonza AG) beschreibt ein Verfahren zum Herstellen von
(R)- oder (S)-Hydroxy-γ-butyrolacton.
Ein Verfahren zum Herstellen von Enantiomeren von Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
wird jedoch nicht beschrieben.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist auf ein neues Verfahren zum Erhalten von
enantiomerenreinen Zubereitungen von chiralen Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
gerichtet.
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Somit
stellt die Erfindung in ihrem ersten Aspekt ein Verfahren zum Erhalten
von enantiomerenreinen Zubereitungen von chiralen Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
(Verbindungen IIA oder IIB) bereit, wobei dieses Verfahren die aufeinander
folgenden Schritte umfasst:
- (i) Umsetzen eines
8-Amino-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin-Derivats der Formel 9-1 wobei R5 und
R8 wie nachstehend definiert sind,
mit
Chloralhydrat und Hydroxylamin-hydrochlorid, um ein N-(1,2,3,4-Tetrahydroisochinolin-8-yl)-2-hydroxyimino-acetamid-Derivat
zu erhalten (Schritt 9);
- (ii) Zugeben von Schwefelsäure
zu dem in Schritt (i) erhaltenen N-(1,2,3,4-Tetrahydro-isochinolin-8-yl)-2-hydroxyimino-acetamid-Derivat
(Schritt 10); und
- (iii) Umsetzen des in Schritt (ii) erhaltenen 2,3-Dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-Derivats
mit chiralem (enantiomerenreinem (R) oder (S)) α-N,N-diBoc-aminoxy-γ-butyrolacton,
um das gewünschte
chirale Endprodukt, d.h. enantiomerenreine (R)- oder (S)-2-[2-Oxo-1,2,6,7,8,9-hexahydro-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-3-ylidenaminooxy]-4-hydroxy-buttersäure) der
Formel IIA oder IIB wie vorstehend definiert zu erhalten (Schritt
11);
gefolgt von der Gewinnung des gewünschten Endprodukts.
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Weitere
Aufgaben der Erfindung sind für
den Fachmann aus der folgenden ausführlichen Beschreibung und den
Beispielen ersichtlich.
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AUSFÜHRLICHE
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Die Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivate
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Herstellen von Enantiomeren
von Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten bereit. Die gemäß dem Verfahren
der Erfindung erhaltenen Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivate können insbesondere
durch Formel IIA oder IIB gekennzeichnet sein
wobei
R
Wasserstoff oder Alkyl bedeutet;
R
5 Phenyl
bedeutet, wobei dieses Phenyl gegebenenfalls mit Halogen, CF
3, NO
2, CN oder SO
2NR
51R
52 substituiert
ist; wobei
R
51 und R
52 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl bedeuten; oder
R
51 und
R
52 zusammen mit dem N-Atom, an das sie
gebunden sind, einen Piperidinyl- oder
Morpholinyl-Ring bilden; und
R
8 Wasserstoff
oder Alkyl bedeutet.
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In
einer mehr bevorzugten Ausführungsform
ist das gemäß dem Verfahren
der Erfindung erhaltene Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivat durch Formel
IIIA oder IIIB gekennzeichnet
wobei
R
Wasserstoff oder Alkyl bedeutet;
R
53 SO
2NR
51R
52 bedeutet;
wobei
R
51 und R
52 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl bedeuten; oder
R
51 und
R
52 zusammen mit dem N-Atom, an das sie
gebunden sind, einen Piperidinyl- oder
Morpholinyl-Ring bilden; und
R
8 Wasserstoff
oder Alkyl bedeutet.
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In
einer noch mehr bevorzugten Ausführungsform
ist das gemäß dem Verfahren
der Erfindung erhaltene Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivat durch die
allgemeine Formel IIIA oder IIIB gekennzeichnet, wobei
R Wasserstoff
oder C1-3-Alkyl bedeutet;
R53 SO2NR51R52 bedeutet; wobei
R51 und
R52 unabhängig voneinander Wasserstoff
oder C1-3-Alkyl bedeuten; oder
R51 und R52 zusammen
mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Piperidinyl- oder Morpholinyl-Ring bilden;
und
R8 Wasserstoff oder C1-6-Alkyl
bedeutet.
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In
einer am meisten bevorzugten Ausführungsform ist das gemäß dem Verfahren
der Erfindung erhaltene Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivat Verbindung
IVA oder IVB
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Das Verfahren zum Erhalten
von enantiomerenreinen Zubereitungen von chiralen Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Herstellen von Enantiomeren
von Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten, insbesondere den vorstehend
beschriebenen Indol-2,3-dion-3-oxim-Derivaten
bereit.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Verfahren der Erfindung die aufeinander folgenden Schritte:
- (i) Umsetzen eines 8-Amino-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin-Derivats
der Formel 9-1 wobei R5 und
R8 wie vorstehend definiert sind,
mit
Chloralhydrat und Hydroxylamin-hydrochlorid, um ein N-(1,2,3,4-Tetrahydroisochinolin-8-yl)-2-hydroxyimino-acetamid-Derivat
zu erhalten (Schritt 9);
- (ii) Zugeben von Schwefelsäure
zu dem in Schritt (i) erhaltenen N-(1,2,3,4-Tetrahydro-isochinolin-8-yl)-2-hydroxyimino-acetamid-Derivat
(Schritt 10); und
- (iii) Umsetzen des in Schritt (ii) erhaltenen 2,3-Dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-Derivats
mit chiralem (enantiomerenreinem (R) oder (S)) α-N,N-diBoc-aminoxy-γ-butyrolacton,
um das gewünschte
chirale Endprodukt, d.h. enantiomerenreine (R)- oder (S)-2-[2-Oxo-1,2,6,7,8,9-hexahydro-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-3-ylidenaminooxy]-4-hydroxy-buttersäure) der
Formel IIA oder IIB wie vorstehend definiert zu erhalten (Schritt
11);
gefolgt von der Gewinnung des gewünschten Endprodukts.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Verfahren außerdem
den Schritt:
- (a) Umsetzen von enantiomerenreinem
(S) oder (R) α-Hydroxy-γ-butyrolacton
mit N,N-diBoc-hydroxylamin, um enantiomerenreines (S) oder (R) α-N,N-diBoc-aminoxy-γ-butyrolacton
zu erhalten (Schritt 8a);
gefolgt von den Schritten (i)
bis (iii) wie vorstehend beschrieben.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Verfahren außerdem
den Schritt:
- (b) Unterwerfen von N,N-diBoc-O-benzylhydroxylamin
einer Hydrierung, um N,N-diBoc-hydroxylamin zu erhalten (Schritt
7);
gefolgt von Schritt (a) und den Schritten (i) bis
(iii) wie vorstehend beschrieben.
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In
einer dritten bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Verfahren außerdem
den Schritt:
- (c) Umwandeln von O-Benzylhydroxylamin
in N,N-diBoc-O-benzylhydroxylamin unter Verwendung von Boc2O (Schritt 6);
gefolgt von Schritt
(b), Schritt (a) und den Schritten (i) bis (iii) wie vorstehend
beschrieben.
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In
einer vierten bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Verfahren außerdem
den Schritt:
- (d) Umsetzen von enantiomerenreinem
(S) oder (R) α-Hydroxy-γ-butyrolacton
mit Tosylchlorid, um enantiomerenreines (S) oder (R) α-Tosyloxy-γ-butyrolacton
zu erhalten (Schritt 5);
gefolgt von Schritt (c), Schritt
(b), Schritt (a) und den Schritten (i) bis (iii) wie vorstehend
beschrieben.
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In
einer am meisten bevorzugten Ausführungsform ist das 8-Amino-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin-Derivat
von Schritt (i) 4-(8-Amino-2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin-5-yl)-N,N-dimethyl-benzolsulfonamid, d.h.
eine Verbindung der Formel 9-1, wobei R5 Methyl
bedeutet und R8 4-N,N-Dimethylsulfamoyl-phenyl
bedeutet (um N-[5-(4-N,N-Dimethylsulfamoyl-phenyl)-2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin-8-yl]-2-hydroxyiminoacetamid
zu erhalten); und
ist das 2,3-Dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-Derivat
von Schritt (iii) N,N-Dimethyl-4-(8-methyl-2,3-dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-5-yl)-benzolsulfonamid,
d.h. eine Verbindung der Formel IIA oder IIB, wobei R Wasserstoff
bedeutet; R5 mit SO2NR51R52 substituiertes
Phenyl bedeutet, wobei R51 und R52 beide Methyl bedeuten, und R8 Methyl
bedeutet;
wobei enantiomerenreine (R)- oder (S)-2-[5-(4-Dimethylsulfamoyl-phenyl)-8-methyl-2-oxo-1,2,6,7,8,9-hexahydro-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-3-ylidenaminooxy]-4-hydroxybuttersäure als
das Endprodukt (d.h. Verbindung IIA oder IIB) erhalten wird.
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Herstellung
der Ausgangsmaterialien
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In
einer mehr bevorzugten Ausführungsform
ist das Verfahren der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass es
außerdem
die aufeinander folgenden Schritte umfasst:
- (i)
Acetylieren eines racemischen Gemisches von α-Hydroxy-γ-butyrolacton, um racemisches α-Acetoxy-γ-butyrolacton
zu erhalten (Schritt 1);
- (ii) Unterwerfen des in Schritt (i) erhaltenen racemischen α-Acetoxy-γ-butyrolactons
einer enzymatischen Deacetylierung, um enantiomerenreines (S) oder
(R) α-Acetoxy-γ-butyrolacton
zu erhalten (Schritt 2); und
- (iii) Unterwerfen des in Schritt (ii) erhaltenen enantiomerenreinen
(S) oder (R) α-Acetoxy-γ-butyrolactons einer
Hydrolyse unter Verwendung eines sauren Ionenaustausches (Schritt
3);
gefolgt von der Gewinnung des gewünschten Endprodukts, d.h. des
enantiomerenreinen (S) oder (R) α-Hydroxy-γ-butyrolactons.
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In
einer noch mehr bevorzugen Ausführungsform
umfasst das Verfahren außerdem
den Schritt:
- (iv) Unterwerfen der nicht enantiomerenreinen
Rückstände von
(iii), d.h. des nicht enantiomerenreinen α-Hydroxy-γ-butyrolactons und α-Acetoxy-γ-butyrolactons
einer Racemisierung unter Verwendung einer Säure oder Base;
gefolgt
von der Wiedereinführung
des racemischen Gemisches in Schritt (i).
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In
einer noch mehr bevorzugten Ausführungsform
wird die enzymatische Deacetylierung von Schritt (ii) unter Verwendung
eines lipolytischen Enzyms durchgeführt. In einer am meisten bevorzugten
Ausführungsform
ist das lipolytische Enzym Lipase PS (erhältlich von Amano Pharmaceutical
Co.).
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BEISPIEL
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf das folgende Beispiel weiter
veranschaulicht, welches in keiner Weise den beanspruchten Umfang
der Erfindung beschränken
soll.
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Zuerst
wird der Syntheseweg zu den optischen Isomeren von 2-[5-(4-Dimethylsulfamoylphenyl)-8-methyl-2-oxo-1,2,6,7,8,9-hexahydro-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-3-ylidenaminooxy]-4-hydroxy-buttersäure, nachstehend
als Verbindungen IVA und IVB bezeichnet, dargelegt.
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Synthese
der chiralen Bausteine
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Synthese
des N,N-DiBoc-Qeschützten
Hydroxylamin-Teils
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Synthese
des Isatin-Derivats
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Synthese
von enantiomerenreinen (R)-E-1 und (S)-E-1
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Anschließend wird
eine ausführlichere
Beschreibung von jedem Schritt der Synthese gegeben.
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Ein
Gemisch aus racemischem α-Hydroxy-γ-butyrolacton
(25 g; 0,25 mol), DMAP (1,5 g), Acetylchlorid (25,5 ml; 0,37 mol)
in CH2Cl2 (325 ml)
wurde mit festem K2CO3 (50
g) in Portionen versetzt (leicht exotherm). Das Reaktionsgemisch
wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Eine Säulenchromatografie (Petrolether
80–100
: EtOAc = 2 : 1) ergab 26,4 g (75%) racemisches α-Acetoxy-γ-butyrolacton.
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Ein
Gemisch aus racemischem α-Acetoxy-γ-butyrolacton
(29,8 g; 0,207 mol) und Amano's
Lipase PS (800 mg) in THF/Wasser (200 ml; 10/1) wurde über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und zur Trockne eingedampft.
Das Rohprodukt wurde in CH2Cl2 (250
ml) gelöst
und mit kaltem Wasser (5 × 50
ml) extrahiert. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO4), filtriert und zur Trockne eingedampft,
wobei 12,6 g (43%) enantiomerenreines (S)-α-Acetoxy-γ-butyrolacton erhalten wurden.
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Die
vereinigten wässrigen
Phasen wurden mit CH2Cl2 (5 × 50 ml)
gewaschen. Die wässrige
Phase wurde zur Trockne eingedampft, mit CH2Cl2 versetzt, getrocknet (MgSO4),
filtriert und zur Trockne eingedampft, wobei 8,5 g (40%) (R)-α-Hydroxy-γ-butyrolacton
erhalten wurden. Gesamtausbeute, bezogen auf mol: 83%. [α]D 25 = +65,7°.
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Eine
Suspension von enantiomerenreinem (S)-α-Acetoxy-γ-butyrolacton (5 g, 34,7 mmol)
und Amberlite IRA 120 (Säureform)
in H2O (50 ml) wurde zum Rückfluss
erhitzt und das Fortschreiten der Reaktion wurde durch GCMS verfolgt.
Nach 2 Stunden zeigte die GCMS eine vollständige Umwandlung an. Das Reaktionsgemisch
wurde filtriert und zur Trockne eingedampft. Eine Vakuumdestillation
bei 0,3–0,4
mbar (Siedepunkt 85–92°C) ergab
das enantiomerenreine (S)-α-Hydroxy-γ-butyrolacton
(2,6 g, 76% Ausbeute). [α]D 25 = –66,1°.
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Das
Rohprodukt kann auch aus der wässrigen
Lösung
durch Extraktion mit CH2Cl2 isoliert
werden und das Reinprodukt kann alternativ durch Säulenchromatografie
isoliert werden. Amberlite IRA-120 kann durch H2SO4 ersetzt werden, jedoch mit einer niedrigeren
Gesamtausbeute.
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Schritt 4
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Nicht
enantiomerenreine Rückstände von α-Hydroxy-γ-butyrolacton
und α-Acetoxy-γ-butyrolacton aus Schritt
3 können
durch Racemisierung unter Verwendung einer Säure oder Base, gefolgt von
der Wiedereinführung
in die Schritte 1 bis 3 recycliert werden.
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Eine
Suspension von (R)-α-Hydroxy-γ-butyrolacton
(3,5 g, 34,3 mmol), Tosylchlorid (10,0 g, 52,6 mmol) und K2CO3 (2,23 g, 16,2
mmol) in trockenem CH2Cl2 (50
ml) wurde bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und das Filtrat mit 1 M Phosphatpuffer
pH = 7 (2 × 50
ml), 3 M NaCl (aq.) (1 × 50
ml) gewaschen, mit Na2SO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft, wobei das Rohprodukt erhalten
wurde. Das Rohprodukt wurde mit PE40/60 (50 ml) verrieben und 30
Minuten gerührt.
Der gebildete Niederschlag wurde mit Filtration isoliert und mit
PE40/60 gewaschen, um Spurenmengen von Tosylchlorid zu entfernen,
wobei 7,7 g (87%) enantiomerenreines (R)-a-Tosyloxy-γ-butyrolacton
erhalten wurde. [α]365 25 = –9,9°.
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Das
(S)-Isomer wurde entsprechend hergestellt. [α]365 25 = +9,8°.
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Eine
Suspension von O-Benzylhydroxylamin-hydrochlorid (30 g, 188 mmol)
in Acetonitril (150 ml) wurde mit Triethylamin (29 ml) versetzt.
Die dicke Suspension wurde 60 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und filtriert.
Der Niederschlag wurde mit Acetonitril (100 ml) an dem Filter gewaschen.
Die vereinigten Filtrate wurden zu einer gekühlten (0°C) Lösung von Boc2O
(45 g, 207 mmol) in Acetonitril (150 ml) im Laufe von 20 Minuten
zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 0°C gerührt und langsam auf Raumtemperatur
aufwärmen
gelassen. Das Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur über Nacht
rühren
gelassen, woraufhin das 1H-NMR eine vollständige Umwandlung
von O-Benzylhydroxylamin in N-Boc-O-benzylhydroxylamin anzeigte.
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Das
Reaktionsgemisch wurde mit einer Lösung von Boc2O
(6,7 g, 310 mmol) in Acetonitril (150 ml) versetzt, gefolgt von
einer Lösung
von DMAP (2 g, 16,4 mmol) in Acetonitril (30 ml). Das Reaktionsgemisch wurde
dann bei 40°C
gerührt,
bis eine DSC (EtOAc : PE60/80 = 1 : 5) eine vollständige Umwandlung
des Zwischenprodukts N-Boc-O-benzylhydroxylamin
anzeigte (ungefähr
2 Stunden). Das Reaktionsgemisch wurde zur Trockne eingedampft und
in EtOAc (200 ml) wieder aufgelöst.
Die organische Phase wurde mit einem Gemisch aus 1 M Phosphatpufter
pH) 7 (100 ml) und NaCl (aq., gesättigt) (50 ml) gewaschen. Die
organische Phase wurde mit Na2SO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft,
wobei ein Öl
erhalten wurde, welches beim Verreiben mit PE40/60 (20 ml) ausfiel.
Der Niederschlag wurde durch Filtration isoliert, wobei 56 g (92%)
N,N-diBoc-O-benzylhydroxylamin als ein weißer Feststoff erhalten wurden.
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Eine
Suspension von N,N-diBoc-O-benzylhydroxylamin (15 g, 46,4 mmol)
und 5% Pd/C (0,9 g) in 96%igem EtOH wurde einer Hydrierung bei atmosphärischem
Druck unterworfen. Als 390 ml H2 verbraucht waren,
wurde die Hydrierung angehalten. Das Reaktionsgemisch wurde durch
Celite filtriert und zur Trockne eingedampft, wobei 12,5 g eines
orangefarbenen Öls
erhalten wurden, das aus N,N-diBoc-hydroxylamin und N,N-diBoc-imid (86 : 14) zusammengesetzt
war.
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Das Öl wurde
in EtOAc (25 ml) gelöst
und mit 1 M NaOH (3 × 25
ml) extrahiert. Die vereinigten wässrigen Phasen wurden sofort
in einen 1 M Phosphatpuffer pH = 7 gegossen und mit EtOAc (3 × 75 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Fraktionen wurden mit Na2SO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Der isolierte weiße Feststoff wurde
an der Luft getrocknet, wobei 8,8 g (81%) reines N,N-diBoc-hydroxylamin erhalten
wurden.
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Eine
Lösung
von N,N-diBoc-hydroxylamin (8,5 g, 36 mmol) in trockenem THF (50
ml) unter N2 wurde mit Ph3P
(11 g, 42 mmol) versetzt und auf 0°C gekühlt. Eine Lösung von (S)-α-Hydroxy-γ-butyrolacton
(3,6 g, 35 mmol) in trockenem THF (10 ml) wurde zugegeben, gefolgt
von der Zugabe von DEAD (6,8 ml, 42 mmol) während 30 Minuten. Das dunkle
Reaktionsgemisch wurde bei 0°C
gerührt,
bis eine DSC (EtOAc : PE60/80 = 1 : 2, KMnO4-Sprühflüssigkeit)
die vollständige
Umwandlung von (S)-α-Hydroxy-γ-butyrolacton anzeigte
(ungefähr
2 Stunden).
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Das
Reaktionsgemisch wurde zur Trockne eingedampft, in Et2O
(50 ml) gelöst
und durch Zugabe von PE40/60 (100 ml) verrieben. Das Reaktionsgemisch
wurde filtriert und der Niederschlag mit Et2O
: PE40/60 = 1 : 1 (100 ml) gründlich
gewaschen. Die vereinigten organischen Filtrate wurden zur Trockne
eingedampft, wobei 16 g eines braunen Öls erhalten wurden. Das Öl wurde
einer Säulenchromatografie
(1000 ml SiO2, 7 cm Durchmesser, Elutionsmittel:
EtOAc : PE60/80 = 1 : 2) unterworfen. Die reinen Fraktionen wurden
kombiniert, zur Trockne eingedampft und mit PE40/60 (15 ml) gewaschen,
wobei 8,5 g (77%) enantiomerenreines (R)-α-N,N-diBoc-aminoxy-γ-butyrolacton
erhalten wurden.
(R)-Isomer: [α]D 25 = +62,5; [α]365 25 = +210°.
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Das
(R)-Isomer wurde entsprechend hergestellt: [α]D 25 = –62,8°; [α]365 25 = –211°.
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Eine
Suspension von 60% NaH (350 mg, 8,8 mmol) in trockenem CH2Cl2 unter N2 bei 0°C
wurde mit einer Lösung
von BocNHOH in CH2Cl2 (5
ml) versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 30 Minuten bei 0°C gerührt, wonach
eine Lösung
von (R)-α-Tosyloxy-γ-butyrolacton (2 g,
7,8 mmol) in CH2Cl2 (5
ml) zugegeben wurde. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur
aufwärmen
gelassen und über
Nacht rühren
gelassen. Das Reaktionsgemisch wurde mit 1 M Phosphatpuffer pH =
6,3 (20 ml) versetzt, um die Reaktion anzuhalten, und die organische
Phase wurde abgetrennt. Die wässrige
Phase wurde mit CH2Cl2 (2 × 20 ml)
extrahiert und die vereinigten organischen Fraktionen wurden mit
NaCl (aq., gesättigt)
(15 ml) extrahiert. Die organische Fraktion wurde mit Na2SO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingedampft. Eine Säulenchromatografie (150 g SiO2, Elutionsmittel: EtOAc : PE60/80 = 1 :
2) ergab 1,5 g (89%) (S)-α-N-Boc-aminoxy-γ-butyrolacton.
[α]D 25 = –42°; [α]365 25 = –127°.
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Auf ähnliche
Weise wurde das (R)-Isomer, das ungefähr 10% (S)-Isomer enthielt,
hergestellt: [α]365 25 = +70°.
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Chloralhydrat
(71,6 g, 0,434 mol), Hydroxylamin-hydrochlorid (60,3 g, 0,868 mol)
und Na2SO4 (243,3 g,
1,65 mol) wurden nacheinander in ein Reaktionsgefäß gegeben,
das auf 80°C
vorgewärmtes
H2O (1,8 l) enthielt. Als eine klare Lösung erreicht
war, wurde das Anilin (4-(8-Amino-2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin-5-yl)-N,N-dimethylbenzolsulfonamid;
99,0 g, 0,217 mol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 45 Minuten
gerührt,
woraufhin eine DSC den vollständigen
Verbrauch des Anilins anzeigte. Celite (39 g) wurde zugegeben und
das Reaktionsgemisch wurde auf 40°C
gekühlt
und 1 Stunde gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Niederschlag wurde
mit kaltem H2O (500 ml) gewaschen. Das isolierte
feste Material (Isonitrosoacetanilid auf Celite) wurde unter einer
Heizlampe getrocknet, wobei 132 g Material erhalten wurden, welches
ohne weitere Reinigung verwendet wurde.
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Das
vorstehend erhaltene rohe Isonitrosoacetanilid-Derivat (N-[5-(4-Dimethylsulfamoylphenyl)-2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-isochinolin-8-yl]-2-hydroxyimino-acetamid)
wurde im Laufe von 45 Minuten zu einer auf 75°C vorgewärmten Lösung von H2SO4 (350 ml) zugegeben. Während der Zugabe stieg die
Reaktionstemperatur auf 80–85°C. Nach der
vollständigen
Zugabe wurde das Reaktionsgemisch weitere 30 Minuten bei einer Reaktionstemperatur
von 75–85°C gerührt, woraufhin
das gesamte Isonitrosoacetanilid verbraucht war (DSC, CH2Cl2 : Aceton : MeOH
= 4 : 1 : 1).
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Das
Reaktionsgemisch (d.h. N,N-Dimethyl-4-(8-methyl-2,3-dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-5-yl)-benzolsulfonamid
und 4-(3-Hydroxyimino-8-methyl-2-oxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-5-yl)-N,N-dimethyl-benzolsulfonamid)
wurde auf H2O (3,5 l) gegossen, zum Rückfluss
erhitzt und dann warm filtriert, um Celite zu entfernen. Das Celite
wurde mit kochendem Wasser (750 ml) gewaschen und die vereinigten
wässrigen
Fraktionen wurden langsam über
Nacht zur Ausfällung
abkühlen gelassen.
Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit H2O
(2 × 250
ml) und 96%igem EtOH (2 × 250
ml) gewaschen und dann an der Luft getrocknet, wobei 69,8 g (67%)
rohes Isatin-Derivat als das Hydrosulfat erhalten wurden. Das Rohprodukt
enthielt 11,4% (typischerweise 9–13%) des Oxims.
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Rohprodukt
(38,1 g, 76,7 mmol) wurde in H2O (800 ml)
suspendiert und der pH unter Verwendung von 4 M NaOH (ungefähr 80 ml)
auf 13 eingestellt, wobei eine purpurfarbene Lösung erhalten wurde, welche
20 Minuten gerührt
wurde. Die dann gelborange Lösung
wurde mit THF (300 ml) versetzt und der pH wurde unter Verwendung
von AcOH auf 8,5 eingestellt. Diese Lösung wurde mit EtOAc (4 × 400 ml)
gewaschen, dann mit konzentriertem H2SO4 (90 ml) versetzt und auf 75°C erwärmt. Die
wässrige
Lösung
wurde langsam auf Raumtemperatur und dann auf 0°C abkühlen gelassen. Der gebildete
Niederschlag wurde abfiltriert, dann mit H2O (2 × 100 ml)
und 96%igem EtOH (2 × 100
ml) gewaschen, wobei 31,3 g (entsprechend ungefähr 53% Ausbeute ausgehend von
dem Anilin) des reinen Isatin-Derivats als das Hydrosulfat erhalten
wurden.
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Eine
Suspension des Isatin-Derivats (d.h. N,N-Dimethyl-4-(8-methyl-2,3-dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-5-yl)-benzolsulfonamid)
als das Hydrosulfat (32,5 g, 65,4 mmol) wurde in H2O (650
ml) suspendiert. Das Reaktionsgemisch wurde auf 60°C erwärmt und
der pH wurde unter Verwendung von 2 M H2SO4 (aq.) auf 1,5 eingestellt. Eine Lösung von
(R)- oder (S)-α-N,N-diBoc-aminoxy-γ-butyrolacton (23
g, 72,5 mmol) in THF (130 ml) wurde zugebeben. Das dicke Reaktionsgemisch
wurde 9 Stunden bei 60°C gerührt, woraufhin
eine HPLC den vollständigen
Verbrauch des Isatin-Derivats anzeigte.
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Das
Reaktionsgemisch wurde über
Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen, auf 40°C erwärmt und der pH unter Verwendung
von 1 M NaOH (aq.) (ungefähr
150 ml) auf 10 eingestellt. Außerdem
wurde 1 M NaOH (aq.) (ungefähr
180 ml insgesamt) während
der Reaktion zugegeben, um den pH bei 10 zu halten. Nach 4 Stunden
Rühren
bei 40°C
wurde das Reaktionsgemisch eine nahezu klare Lösung. Eine HPLC zeigte an, dass
das gesamte Produkt in Form des Lacton-Zwischenprodukts verbraucht
war, und der pH wurde unter Verwendung von 2 M H2SO4 (aq.) auf 8,5 eingestellt.
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Das
Reaktionsgemisch wurde zur Trockne eingedampft, wobei 40,3 g Feststoff
erhalten wurde. Der isolierte Feststoff wurde in einem Gemisch aus
i-PrOH/H2O (85/15) (1600 ml) refluxiert
und warm filtriert (anorganische Salze werden entfernt). Das Filtrat
wurde langsam auf 0°C
abkühlen
gelassen und über
Nacht stehen gelassen. Der gebildete Niederschlag wurde durch Filtration
isoliert, wobei 23,9 g gelb bis orangefarbene Kristalle erhalten
wurden. Die Kristalle (20 g) wurden in H2O
(80 ml) gelöst
und mit EtO-Ac (250
ml) 1 1/2 Stunden kräftig
gerührt
(um das Z-Isomer und Rückstände des
Isatin-Oxims zu
entfernen). Die organische Phase wurde verworfen und die wässrige Phase
wurde zur Trockne eingedampft. Das isolierte feste Material wurde in
THF (400 ml) suspendiert und filtriert.
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Der
Niederschlag wurde in H2O (160 ml) gelöst und der
pH wurde unter Verwendung von 2 M H2SO4 (aq.) langsam auf 5,2 eingestellt. Das
Gemisch wurde 1 1/2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und
filtriert. Der isolierte Feststoff wurde mit kaltem H2O
(2 × 25
ml) gewaschen und an der Luft getrocknet, wobei A oder B (d.h. (R)-
oder (S)-2-[5-(4-Dimethylsulfamoyl-phenyl)-8-methyl-2-oxo-1,2,6,7,8,9-hexahydro-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-3-ylidenaminooxy]-4-hydroxy-buttersäure) als
ein gelber amorpher Feststoff, 15,8 g (56%) erhalten wurde. Die
Reaktion erfolgt unter Beibehaltung der Stereochemie, d.h. es wird
keine Inversion beobachtet.
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Eine
Suspension des Isatin-Derivats 12-1 (d.h. N,N-Dimethyl-4-(8-methyl-2,3-dioxo-2,3,6,7,8,9-hexahydro-1H-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-5-yl)benzolsulfonamid)
als das Hydrosulfat (3,5 g, 7 mmol) in 96%igem EtOH (100 ml) wurde
mit Hydroxylammoniumchlorid (1 g, 14 mmol) versetzt und dann 2 1/2
Stunden refluxiert. Da das Ausgangsmaterial nicht vollständig verbraucht
war (DSC), wurde weiteres Hydroxylammoniumchlorid (0,3 g, 2,1 mmol)
zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht am Rückfluss
gelassen.
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Das
Reaktionsgemisch wurde gekühlt
und filtriert und der Niederschlag wurde mit 96%igem EtOH gewaschen.
Der Niederschlag wurde in H2O (100 ml) suspendiert,
auf 75–80°C erwärmt und
der pH wurde unter Verwendung von 4 M NaOH (aq.) auf 8,5 eingestellt.
Die wässrige
Lösung
wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
filtriert. Der Niederschlag wurde mit H2O
gewaschen, dann in abs. EtOH (100 ml) suspendiert und zum Rückfluss
erhitzt. Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur gekühlt
und filtriert.
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Der
Niederschlag wurde mit abs. EtOH gewaschen und an der Luft getrocknet,
wobei 2,63 g (91%) 12-2 (d.h. 8-Methyl-5-(4-N,N-dimethylsulfamoyl)-phenyl)-6,7,8,9-tetrahydro-1H-pyrrolo(3,2h]isochinolin-2,3-dion-3-oxim)
als die freie Base erhalten wurden. Die freie Base wird beim Stehen
dunkler, kann aber als das Hydrosulfat aufbewahrt werden.
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Eine
Suspension von 60% NaH (50 mg, 1,25 mmol) in trockenem DMF (2 ml)
unter N2 wurde bei 0°C langsam mit einer Lösung des
Isatin-Oxims 8-Methyl-5-(4-(N,N-dimethylsulfamoyl)-phenyl)-6,7,8,9-tetrahydro-1H-pyrrolo-[3,2-h]isochinolin-2,3-dion-3-oxim
(500 mg, 1,25 mmol) in trockenem DMF (8 ml) versetzt. Das Reaktionsgemisch
wurde 30 Minuten bei 0°C
gerührt,
wonach eine Lösung
von (R)-α-Tosyloxy-γ-butyrolacton (340
mg, 1,33 mmol) in trockenem DMF (2 ml) zugegeben wurde. Das Reaktionsgemisch
wurde über
Nacht bei Raumtemperatur rühren
gelassen, woraufhin eine HPLC den vollständigen Verbrauch des Isatin-Oxims
anzeigte.
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Das
Reaktionsgemisch wurde zur Trockne eingedampft und dann mit H2O (20 ml) und Dioxan (5 ml) versetzt. Das
Reaktionsgemisch wurde durch die Verwendung von 1 M NaOH auf pH
= 10 eingestellt. Weiteres NaOH wurde zugegeben, um den pH bei 10
zu halten. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht bei Raumtemperatur
rühren
gelassen und 1 Stunde auf 40–45°C erhitzt,
woraufhin eine HPLC die vollständige
Umwandlung des Lacton-Zwischenprodukts anzeigte. Das Reaktionsgemisch
wurde auf pH = 8,5 eingestellt und zur Trockne eingedampft (starkes
Schäumen).
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Der
isolierte Feststoff wurde in i-PrOH (15 ml) 5 Minuten refluxiert,
auf Raumtemperatur gekühlt
und filtriert, wobei 610 mg festes Material erhalten wurden. Ein
Teil des festen Materials (550 mg) wurde in einem Gemisch aus i-PrOH
(15 ml) und H2O (0,75 ml) refluxiert und
auf 0°C
gekühlt.
Der gebildete Niederschlag wurde durch Filtration isoliert, wobei
310 mg Rohmaterial erhalten wurden.
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Die
Mutterlauge war hauptsächlich
aus Natriumtosylat zusammengesetzt. Das Rohmaterial (300 mg) wurde
in H2O (10 ml) gelöst und der pH wurde unter Verwendung
von 1 M HCl auf 5,7, alternativ unter Verwendung von 2 M H2SO4 (aq.) auf 5,2
eingestellt. Es scheidet sich ein Öl ab und H2O
wurde durch Dekantieren entfernt. Das Produkt fällt beim Verreiben mit EtOH
aus. Das Produkt wurde durch Filtration isoliert, wobei 160 mg (28%)
IVA oder IVB (d.h. (R)- oder (S)-2-[5-4-Dimethylsulfamoyl-phenyl)-8-methyl-2-oxo-1,2,6,7,8,9-hexahydro-pyrrolo[3,2-h]isochinolin-3-ylidenaminooxyl]-4-hydroxybuttersäure) erhalten
wurden.
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Die
Reaktion erfolgt mit einer Inversion der Stereochemie, d.h. das
Stereozentrum in α-Tosyloxy-γ-butyrolacton
wird invertiert.