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DE60303631T2 - Vorrichtung zum Ausbau und Auswechseln von sperrigen und schweren Bauteilen - Google Patents

Vorrichtung zum Ausbau und Auswechseln von sperrigen und schweren Bauteilen Download PDF

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DE60303631T2
DE60303631T2 DE60303631T DE60303631T DE60303631T2 DE 60303631 T2 DE60303631 T2 DE 60303631T2 DE 60303631 T DE60303631 T DE 60303631T DE 60303631 T DE60303631 T DE 60303631T DE 60303631 T2 DE60303631 T2 DE 60303631T2
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DE
Germany
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heavy component
mobile
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replacement
support
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Expired - Lifetime
Application number
DE60303631T
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English (en)
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DE60303631D1 (de
Inventor
Carloc/o Ibn-Zahr Leoni
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saudi Basic Industries Corp
Original Assignee
Saudi Basic Industries Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Saudi Basic Industries Corp filed Critical Saudi Basic Industries Corp
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Publication of DE60303631D1 publication Critical patent/DE60303631D1/de
Publication of DE60303631T2 publication Critical patent/DE60303631T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Handcart (AREA)
  • Carriers, Traveling Bodies, And Overhead Traveling Cranes (AREA)
  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Automatic Assembly (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausbau und/oder Auswechseln von großen und/oder schweren Bauteilen, insbesondere von Ventilen, in Baueinheiten oder Fabrikationsanlagen und auch ein Verfahren zum Ausbau und/oder Auswechseln besagter Bauteile.
  • Es gibt eine Vielzahl von Fabrikationsanlagen in einer Reihe von unterschiedlichen industriellen Sektoren, die für die Massenfabrikation bestimmt sind, zum Beispiel in der chemischen oder petrochemischen Industrie. Die meisten der in solchen Fabrikationsanlagen benötigten Rohstoffe, Produkte oder Heiz- und Kühlmittel werden in Rohren und Röhren befördert und regulär mit Hilfe von Pumpen und Verteilern verteilt. Auch sind Ventile für gewöhnlich in solche Fabrikationseinheiten integriert. Von Zeit zu Zeit müssen Fabrikationsanlagen wegen Wartungs- oder Reparaturarbeiten abgeschaltet werden. Je größer und schwerer die auszuwechselnden oder zu wartenden Ausrüstungen sind, desto mehr Zeit wird benötigt und desto mehr Mühe ist aufzuwenden, bis die regulären Arbeitsbedingungen wiederhergestellt sind. So werden zum Beispiel Schieber, die in der petrochemischen Industrie verwendet werden und ein Gewicht von ca. 14 t haben können, für gewöhnlich unter Verwendung einer Vielzahl von schweren Kettenflaschenzügen und auch von Anschlagmitteln und Gerüsten ausgewechselt. Außerdem müssen solche Auswechselarbeiten unter Mithilfe einer großen Arbeitsgruppe ausgeführt werden. Dazu kommt noch, daß beim herkömmlichen Auswechseln von solchen schweren Ausrüstungen, zum Beispiel bei Fabrikationsanlagen, sehr oft äußerst wenig Platz verfügbar ist und daher die Tendenz zu Unfällen besteht. Es muß auch darauf geachtet werden, daß Ausrüstungen, die sich im Umkreis befinden, nicht zerstört werden. Es hat sich außerdem als problematisch herausgestellt, daß für schwere und/oder große Ausrüstungen viele Gerüste und auch viele Anschlagmittel benötigt werden, die aber nicht nur die Menge der erforderlichen Auswechselausrüstungen erhöhen, sondern auch ein sehr gefährliches Arbeitsumfeld schaffen.
  • Die RU 2132926 C1 offenbart eine Vorrichtung zum Auswechseln von Springquellenausrüstungsventilen, die in der Erdöl- und Gasförderung verwendet werden. Gemäß der RU 2132926 C1 ist ein schadhaftes Ventil in einer Springquellenausrüstung bei einem unter Druck stehenden Bohrloch mit einer Kupplungsschraube, Gewindestangen und einem Dichtungselement auswechselbar. Aus der US 5.161.294 ist eine Werkzeugvorrichtung zur Verwendung beim Auswechseln einer Vorrichtung, die von einem Gerätegehäuse umgeben ist, das in eine Fluidleitung einkoppelbar ist, bekannt. Keines der zitierten Dokumente betrifft jedoch das Auswechseln von schweren Ausrüstungen, zum Beispiel von großen und schweren Ventilen.
  • Die FR 2 557 628 A1 betrifft ein Transportsystem für Hochdruckverschlußklappen für Bohrlöcher, das ein Schaftsystem zur Aufnahme von solchen Verschlußklappen verwendet.
  • Die US 4.732.224 offenbart eine Bohrervorrichtung einschließlich Bohrerabschnittswindenmitteln mit einer wesentlich geringeren senkrechten Höhe als Windenmittel mit ähnlichen Fähigkeiten nach dem Stand der Technik. Besagtes Windenmittel zum Anheben und Absenken eines Bohrerabschnitts schließt ein seitlich bewegliches Element und Mittel zur Unterstützung der seitlichen Bewegung zwischen einer Position oberhalb eines Bohrers in Betriebsstellung in der Vorrichtung und einer dazu seitlich beabstandeten Position ein. Ein Hebemittel wird durch das seitlich bewegliche Element getragen und ein Bohrerabschnittshaltemittel ist mit dem Hebemittel verbunden. Zwischen dem seitlich beweglichen Element und dem Bohrerabschnittshaltemittel ist ein Mittel zur Führung und Stabilisierung des Bohrerabschnittshaltemittels bereitgestellt. Die Bohrervorrichtung gemäß US 4.732.224 ist kompakter, leichter zu transportieren und von weit geringerer Höhe als Bohrervorrichtungen nach dem Stand der Technik.
  • Es besteht also ein dringender Bedarf an einer verbesserten Auswechselausrüstung für große und schwere Bauteile, die die Probleme des Standes der Technik überwindet.
  • Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung gewesen, eine Auswechselausrüstung für große und schwere Bauteile zu finden, die ein einfaches, sicheres und auch schnelles Ausbauen oder Auswechseln besagter Bauteile erlaubt, ohne daß man sich auf eine große Arbeitsgruppe, umfangreiche Ausrüstungen und strenge Sicherheitsmaßnahmen stützen muß. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die obenerwähnten Ziele zu erreichen, wenn die Auswechsel- oder Ausbauarbeiten auf ziemlich engem Raum auszuführen sind.
  • Diese und andere Aufgaben werden durch eine Auswechselvorrichtung zum Ausbau und/oder Auswechseln von großen und/oder schweren Bauteilen als Teil einer Baueinheit oder Fabrikationsanlage gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
  • Die großen und/oder schweren Bauteile umfassen eine Reihe von Ausrüstungen, die zum Beispiel in Baueinheiten oder Fabrikationsanlagen verwendet werden, zum Beispiel Ventile, Verteiler, Rohre oder Rohrelemente und auch Generatoren, Motoren, Kühl- oder Heizsysteme.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind mindestens zwei mobile Stützmittel mit Zwischenraum angeordnet und so ausgelegt, daß sie lösbar an gegenüberliegenden, seitlichen Abschnitten besagten Bauteils angebracht sind. Die mobilen Stützmittel sind dazu geeignet, mindestens das Gewicht des hinteren Teils des Bauteils zu tragen. Besagte Stützmittel sind vorzugsweise arretierbar am Bauteil angebracht, so daß das Gewicht im wesentlichen gleichmäßig auf beide oder alle mobilen Stützmittel verteilt ist. In einer anderen Ausführungsform sind die einander gegenüberliegenden mobilen Stützmittel zum Beispiel über eine Stange zeitweilig miteinander verbindbar. Auch können diese einander gegenüberliegend angebrachten und angeordneten mobilen Stützmittel einen maximalen Abstand haben, der durch die Abmessung des Bauteils vorgegeben ist, aber auch eng beieinander angeordnet sein, was von den Auswechselbedingungen und/oder dem auszuwechselnden Bauteil abhängt.
  • Die Verbindungsvorrichtung ist ausziehbar, insbesondere unter Verwendung eines Handrads. Die Verwendung einer Verbindungsvorrichtung, die ähnlich einem Teleskop ihre Länge verändern kann, bringt den Vorteil mit sich, daß jede mobile Stützvorrichtung an individuelle Auswechselanforderungen anpaßbar ist. Falls zum Beispiel die Befestigungsmittel unterschiedlicher mobiler Stützmittel nicht in der gleichen Höhe am Bauteil anbringbar sind, ist jede Verbindungsvorrichtung an solche unterschiedlichen Bedingungen anpaßbar. In einer Ausführungsform ist die Verbindungsvorrichtung mit einem Handrad versehen, mit dessen Hilfe ein im Inneren der Verbindungsvorrichtung angeordnetes Schraubensystem dazu verwendbar ist, besagtes Verbindungsmittel zu verlängern oder zu verkürzen. Durch die Konstruktion und Größe des Rads und des Schraubensystems ist das ausziehbare Verbindungsmittel an unterschiedliche Bauteilgewichte anpaßbar. Mit Hilfe der obenerwähnten Verbindungsvorrichtungen ist es möglich, das geeignetste Auswechselwerkzeug für jedes individuelle Ausrüstungsteil, das auszuwechseln ist, mühelos auszuwählen.
  • Es ist möglich vorzusehen, daß die mobile Einheit lösbar an der Verbindungsvorrichtung, insbesondere am unteren Abschnitt der Verbindungsvorrichtung, arretierbar ist und/oder daß der obere Abschnitt der Verbindungsvorrichtung lösbar am Befestigungsmittel arretierbar ist. Falls das mobile Stützmittel aus getrennten individuellen Teilen wie der mobilen Einheit, der Verbindungsvorrichtung und dem Befestigungsmittel besteht, sind jene Teile zusammenbaubar, die für eine spezifische Auswechselaufgabe am geeignetsten sind. Insbesondere sind unterschiedliche Verbindungsvorrichtungen verwendbar, falls die Gewichte der auszuwechselnden Bauteile stark variieren, während die mobile Einheit und das Befestigungsmittel für eine Reihe von unterschiedlichen Bauteilen, die auszuwechseln sind, verwendbar sind. In einer anderen Ausführungsform ist es möglich, die mobile Einheit und die Verbindungsvorrichtung bei unterschiedlichen Auswechselaufgaben unverändert zu lassen, während es vorteilhaft ist, das Befestigungsmittel in Abhängigkeit von den Befestigungsanforderungen des Bauteils auszutauschen.
  • Daher stellt das Befestigungsmittel gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung Ventildeckelverbindungsklemmen dar.
  • Es wird außerdem bevorzugt, daß die mobilen Stützmittel, insbesondere dann, wenn sie die Form von Rädern haben, so ausgelegt sind, daß sie auf Schienen oder Laufbahnen beweglich sind. Insbesondere dann, wenn sehr schwere Ausrüstungen auszuwechseln sind, eignen sich Schienen und Laufbahnen zur Führung der Bewegung der mobilen Stützmittel.
  • Es ist außerdem vorgesehen, daß die Tragschiene zum Beispiel geradlinig oder gekrümmt sein kann. Für gewöhnlich hat die Tragschiene die Form eines Trägers und weist eine geradlinige Geometrie auf. Der Träger oder die Tragschiene beginnt für gewöhnlich oberhalb einer Seite, vorzugsweise des vorderen Teils, des schweren Bauteils und erstreckt sich in Richtung der Auswechselbewegung des Bauteils. Falls zum Beispiel vor dem schweren Bauteil nur wenig Platz zur Verfügung steht, zum Beispiel aufgrund einer sehr eingeschränkten Fläche der Baueinheit, kann die Tragschiene oder der Träger auch gekrümmt sein. In diesem Fall sollten auch die Schienen oder Laufbahnen für die mobilen Einheiten in gleichem Maße gekrümmt sein. Im allgemeinen wird bevorzugt, daß, falls zwei einander gegenüberliegend angeordnete mobile Stützmittel zum Tragen des Gewichts des Bauteils an dessen hinterem Teil verwendet werden, die Tragschiene oberhalb besagten Bauteils und zwischen beiden obenerwähnten Stützmitteln angeordnet ist.
  • In einer anderen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung umfaßt die Auswechselvorrichtung auch eine belastbare Oberfläche zur Bewegung der mobilen Einheiten der mobilen Stützmittel.
  • Es wird somit eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bereitgestellt, in der die Oberfläche, auf der die mobilen Stützmittel plaziert sind, durch ein Gerüst abstützbar ist. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Oberfläche, auf der die Schienen oder Laufbahnen plazierbar sind, mit einem Gerüst zu verstärken, falls das Gewicht des Bauteils einen Sicherheitsgrenzwert überschreitet. Falls benachbart zum auszuwechselnden oder auszubauenden Bauteil gar keine Oberfläche vorhanden ist, auf der die mobilen Stützmittel plazierbar sind, ist eine solche Oberfläche auch unter Verwendung eines Gerüsts installierbar.
  • Weiterhin ist es möglich vorzusehen, daß die Oberfläche Stützbohlen, insbesondere hölzerne, insbesondere über einem Rost, und/oder Schienen, Laufbahnen und/oder Fußführungen umfaßt.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann weiterhin einen Transportwagen umfassen, der so ausgelegt ist, daß er mindestens ein Bauteil nach dem Ausbau oder Auswechseln trägt. Nach dem Ausbau eines schweren Bauteils wird dieses für gewöhnlich an einen von einer Fabrikationsanlage entfernten Ort transportiert, an dem zum Beispiel Wartungsarbeiten erfolgen können. Falls sich das auszuwechselnde Bauteil nahe am Erdboden befindet, ist ein solcher Transportwagen direkt für den Transport verwendbar. Wenn die Auswechselarbeiten oberhalb des Erdbodens stattfinden, ist das ausgebaute Bauteil unter Verwendung eines Transportwagens zu einem Ort transportierbar, der sich am besten für das Anbringen eines Krans an besagtem Bauteil eignet.
  • In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfaßt die erfindungsgemäße Auswechselvorrichtung weiterhin mindestens ein, insbesondere zylindrisches, Stützsegment, insbesondere ein Stützrohr, das so ausgelegt ist, daß es am Bauteil, insbesondere an dessen vorderem Teil, anbringbar ist, und das außerdem so ausgelegt ist, daß es an eine Hebevorrichtung, zum Beispiel eine Winde, und/oder an einen zusätzlichen Kettenflaschenzug anschließbar ist. Insbesondere dann, wenn sich das schwere oder große Bauteil nicht dazu eignet, direkt an eine Winde angeschlossen zu werden – insbesondere an jenem Teil, der der Stelle gegenüberliegt, an der die mobilen Stützmittel angebracht werden – hat es sich als vorteilhaft erwiesen, ein Stützrohr an besagtem Bauteil anzubringen. Das Stützrohr ist auch zur genaueren Steuerung der Bewegung des Bauteils während der Auswechselarbeiten verwendbar.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Stützsegment, insbesondere ein Stützrohr, am Flansch, insbesondere am Flansch eines Handlochs, eines Ventils angebracht. Da Bauteile von Baueinheiten, zum Beispiel Ventile, für gewöhnlich eine Vielzahl von unterschiedlichen Funktionalitäten aufweisen, hat sich herausgestellt, daß diese Funktionalitäten auch dazu verwendbar sind, das Anbringen eines Stützsegments zuzulassen. Stattdessen oder zusätzlich dazu ist es auch möglich, separate Verbindungsstellen, zum Beispiel Ansätze, an dem Bauteil als solchem bereitzustellen.
  • Die erfindungsgemäßen Aufgaben werden auch durch ein Verfahren zum Ausbau und/oder Auswechseln eines großen und/oder schweren Bauteils als Teil einer Baueinheit oder Fabrikationsanlage gemäß den Merkmalen von Anspruch 12 gelöst.
  • Falls kein Platz für den Ausbau des Bauteils an jenem Teil besagten Bauteils bleibt, an dem die mobilen Stützmittel installiert werden (im folgenden auch als hinterer Teil bezeichnet), wird die Tragschiene vorzugsweise vor dem vorderen Teil des Bauteils angebracht, wodurch sie sich vom Bauteil weg erstreckt. Falls kein Platz für den Ausbau am vorderen Teil des Bauteils bleibt, ist die Tragschiene auch über besagtem Bauteil plazierbar, was eine Auswechselbewegung in Richtung des hinteren Teils des Bauteils zuläßt. Für gewöhnlich reicht es bereits aus, bei der erfindungsgemäßen Auswechselvorrichtung nur eine Tragschiene zu verwenden, doch sind auch zwei und mehr (insbesondere parallele) Tragschienen verwendbar, um schwere und große Bauteile anzuheben und zu tragen.
  • Es wird insbesondere bevorzugt, die Schritte a), b) und/oder c) des erfindungsgemäßen Verfahrens teilweise oder vollständig während der Abkühlphase der Anlage oder sogar während des Betriebs der Anlage auszuführen, falls zum Beispiel die Abkühlphase zu vernachlässigen oder sehr kurz ist. Es ist von großem Vorteil, die mobilen Stützeinheiten oder Teile davon und/oder die Winde oder den zusätzlichen Kettenflaschenzug bereits dann installieren zu können, wenn das auszuwechselnde Bauteil noch in Betrieb ist oder sich in der Abkühlphase befindet. Somit ist auch durch diese vorbereitenden Arbeiten die tatsächliche Abschaltzeit drastisch reduzierbar.
  • Im allgemeinen können Ventile oder Verteiler auszuwechselnde große und/oder schwere Bauteile darstellen.
  • Diese großen und/oder schweren Bauteile können ein Gewicht von über 1 t, insbesondere von über 12 t und sogar von ca. 14 t oder sogar von über 14 t haben.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt das mobile Stützmittel, insbesondere als individuelle, lösbar arretierbare Teile, eine mobile Einheit, insbesondere mindestens zwei Räder, die so ausgelegt sind, daß sie bezüglich der Bewegungsrichtung in einer Reihe ausgerichtet sind, mindestens ein Befestigungsmittel, das so ausgelegt ist, daß es, insbesondere durch Festklemmen, reversibel an besagtem großen und/oder schweren Bauteil, insbesondere an dessen hinterem Teil, anbringbar ist, und mindestens eine Verbindungsvorrichtung, die so ausgelegt ist, daß sie die mobile Einheit und das Befestigungsmittel miteinander verbindet.
  • Es ist möglich vorzusehen, daß mindestens zwei Befestigungsmittel separater mobiler Stützmittel am Bauteil, insbesondere benachbart zu dessen hinterem Teil, an gegenüberliegenden Seiten angebracht sind, mindestens zwei mobile Einheiten jeweils im wesentlichen unterhalb oder benachbart zu besagten Befestigungsmitteln, die am Bauteil angebracht sind, angeordnet sind, mindestens zwei ausziehbare Verbindungsvorrichtungen jeweils lösbar an besagten mobilen Einheiten angebracht sind und, insbesondere mittels eines Handrads, insbesondere bis zu einem Lager des Befestigungsmittels ausgezogen und mit besagtem Befestigungsmittel verbunden werden.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind mindestens zwei Befestigungsmittel separater mobiler Stützmittel am Bauteil, insbesondere benachbart zu dessen hinterem Teil, an gegenüberliegenden Seiten angebracht, mindestens zwei mobile Einheiten, die jeweils irreversibel oder reversibel mit ausziehbaren Verbindungsvorrichtungen verbunden sind, jeweils im wesentlichen unterhalb oder benachbart zu besagten Befestigungsmitteln, die am Bauteil angebracht sind, angeordnet, wobei die Verbindungsmittel, insbesondere mittels eines Handrads, insbesondere bis zu einem Lager des Befestigungsmittels ausgezogen und mit besagtem Befestigungsmittel verbunden werden.
  • Es hat sich herausgestellt, daß es vorzuziehen ist, daß eine Hebevorrichtung, insbesondere eine Winde, und/oder ein zusätzlicher Kettenflaschenzug automatisch, steuerbar und/oder verstellbar entlang der Tragschiene beweglich sind/ist, und zwar insbesondere mit Hilfe eines Elektromotors.
  • In einer anderen Ausführungsform ist mindestens ein Stützsegment, insbesondere ein Stützrohr, insbesondere reversibel am Bauteil, insbesondere an dessen vorderem Teil, angebracht, wobei die Winde und/oder der zusätzliche Kettenflaschenzug an besagtem Stützrohr und/oder am Bauteil, insbesondere an dessen vorderem Teil, zumindest während der Auswechsel- und/oder Ausbauarbeiten angebracht ist/sind.
  • Die vorliegende Erfindung basiert auf der überraschenden Erkenntnis, daß unter Verwendung einer sehr begrenzten Anzahl von Auswechselwerkzeugen sehr große und schwere Bauteile, zum Beispiel von Fabrikationsanlagen, auch mit einer begrenzten Anzahl von Arbeitskräften einfach, schnell und sicher auswechselbar sind. Auch ist die Abschaltzeit von Fabrikationsanlagen beträchtlich reduzierbar, wodurch der Fertigungsausfall minimiert wird. Außerdem ist der gesamte Ausbau- oder Auswechselprozeß weniger gefährlich und daher weitaus sicherer als herkömmliche Wartungs- oder Reparaturverfahren für große und schwere Ausrüstungen. Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die individuellen Bauteile der erfindungsgemäßen Auswechselvorrichtung ziemlich schnell und auf unkomplizierte Art und Weise zusammenbaubar sind, was auch die Reparatur oder Wartung von schweren und großen Bauteilen auf engem Raum erlaubt. Im allgemeinen sind mit der vorliegenden Auswechselvorrichtung die Probleme des Standes der Technik auf eine sehr sichere und wirtschaftliche Art und Weise überwindbar.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Ein umfassenderes Verständnis der Erfindung und vieler damit verbundener Vorteile ergibt sich ohne weiteres aus der folgenden ausführlichen Beschreibung, wenn diese in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen betrachtet wird, in denen gleiche Bezugszeichen in unterschiedlichen Figuren die gleichen Strukturen oder Elemente bezeichnen, wobei:
  • 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen, an einem Ventil angebrachten Auswechselvorrichtung ist;
  • 2 eine Seitenansicht eines Befestigungsmittels der Auswechselvorrichtung in 1 ist;
  • 3 eine Zeichnung einer mobilen Einheit der Auswechselvorrichtung in 1 ist;
  • 4 eine Querschnittsansicht eines Teils eines mobilen Stützmittels der Auswechselvorrichtung in 1 ist;
  • 5 eine Draufsicht der in 1 dargestellten, an einem Ventil angebrachten Auswechselvorrichtung ist;
  • 6 eine Draufsicht des auszuwechselnden Ventils ist; und
  • 7 eine Querschnittsansicht des untersten Teils des mobilen Stützmittels ist.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Das Auswechseln oder der Ausbau von schweren und/oder großen Bauteilen erfordert große Sorgfalt, damit das auszuwechselnde, zu reparierende oder zu wartende Bauteil oder die Ausrüstungen, die besagtes Bauteil in einer Baueinheit oder Verarbeitungsanlage umgeben, nicht beschädigt werden. Mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung werden schwere Bauteile, zum Beispiel ein Ventil, vorzugsweise an einem vorderen und einem hinteren Teil an der Auswechselvorrichtung angebracht. Im Sinne der erfindungsgemäßen Bedeutung wird ein vorderer Teil eines Bauteils durch die Richtung bestimmt, in der das Ventil im allgemeinen zum Zwecke seiner Auswechslung bewegt wird. Falls jedoch die Bedingungen für eine Bewegung in Richtung des vorderen Teils ungünstig sind, kann das Auswechseln auch in Richtung des hinteren Teils erfolgen.
  • Nach der allgemeinen Beschreibung der Erfindung sollen die folgenden Beispiele spezifische Ausführungsformen der Erfindung darstellen und deren Ausführung und Vorteile demonstrieren. Es versteht sich, daß die Beispiele der Veranschaulichung dienen und keineswegs die folgende Beschreibung oder die folgenden Ansprüche einschränken sollen.
  • Die in 1 gezeigte Vorrichtung 1 zum Auswechseln oder Ausbau eines Ventils umfaßt zwei (nicht gezeigte) mobile Stützmittel 2 und 4, die jeweils an gegenüberliegenden Seiten am hinteren Teil 6 des Ventils 8 angeordnet sind, und eine Oberfläche 10, auf der die Stützmittel 2 und 4 beweglich sind. Die mobilen Stützmittel 2 bzw. 4 umfassen eine mobile Einheit 12 mit zwei Rädern, die in der Auswechselrichtung in einer Reihe ausgerichtet sind, ein Befestigungsmittel 14 und eine Verbindungsvorrichtung 16. Das Befestigungsmittel ist an einem Flansch 18 des Ventils 8 angebracht. Die mobile Einheit 12 und das Befestigungsmittel 14 sind über die Verbindungsvorrichtung 16 miteinander verbunden. Ein geeignetes Befestigungsmittel 14 stellt eine Verbindungsklemme dar, die an einer Seite am hinteren Teil des Ventils 8, zum Beispiel an einem Flansch besagten Ventils (siehe 1) anbringbar ist. Die den mittleren Teil der mobilen Stützmittel bildende Verbindungsvorrichtung 16 ist ausziehbar. Eine Tragschiene 22, mit der der vordere Teil 20 des Ventils 8 mittels einer Winde 36 verbunden ist, ist vor und über dem Ventil 8 angeordnet und erstreckt sich in der Auswechselrichtung. Die Tragschiene 22 trägt hauptsächlich das Gewicht des vorderen Teils des Ventils 8. Die Tragschiene 22 gemäß 1 ist gerade und erstreckt sich vom vorderen Ventilteil weg. In Abhängigkeit von der Konstruktion des vorderen Teils des Ventils 8 ist eine Stützvorrichtung 32, zum Beispiel ein Stützrohr, an besagtem vorderen Teil anbringbar, wodurch das Befestigen einer Kette erleichtert wird. Der vordere Teil des Ventils 8 und das Stützrohr 32 sind mit Ansätzen 34 versehen, an die eine Kette oder eine Winde anschließbar ist. Außerdem ist eine Metallkette auch mit einer beweglichen Transporteinheit auf der Tragschiene verbunden, um das Ventil 8 leichter bewegen zu können. Wie in 1 zu sehen ist, stellt das Ventil 8 einen integralen Bestandteil eines in Durchsicht dargestellten Rohrsystems dar, das im wesentlichen senkrecht ausgerichtet ist. Das Ventil 8 ist an den in Durchsicht dargestellten oberen und unteren Rohren 24 und 26 über Flansche 28 und 30 angebracht. Die Bolzen dieser Flansche sind vor dem Auswechseln des Ventils 8 ausgebaut worden. Ein (nicht gezeigtes) mobiles Stützmittel 4, das dem in 1 gezeigten ähnelt, ist entgegengesetzt an der benachbarten Ventilseite installiert. Auf der Oberfläche 10 ist ein Paar Schienen angebracht, die die Räder der mobilen Einheit während der Auswechselbewegung führen. Die Oberfläche 10 kann große Lasten tragen. Eine solche Oberfläche ist zum Beispiel durch ein Gerüst bereitstellbar, falls in der Nähe des auszuwechselnden Ventils noch keine geeignete Oberfläche installiert worden ist, oder durch eine permanent am Ventil installierte Plattform. Im Interesse der Klarheit ist die Oberfläche vor dem unteren Rohr 26 nur durch punktierte Linien dargestellt. Die in 1 gezeigte Oberfläche 10 erstreckt sich von einem Bereich am hinteren Teil des Ventils 8, wo die mobilen Stützmittel 2 und 4 befestigt sind, bis zu einem Bereich am vorderen Teil des Ventils, so daß ausreichend Platz für einen sicheren Ausbau des Ventils zur Verfügung steht. Sobald das Gewicht des Ventils 8 auf den mobilen Stützmitteln 2 und 4 am hinteren Teil und auf der Tragschiene 22 am vorderen Teil des Ventils 8 und nicht länger auf dem Flansch des unteren Rohrs 26 ruht, kann der Ausbau des Ventils 8 erfolgen. 1 zeigt ebenfalls in Durchsicht ein vollständig ausgebautes Ventil 8, das um 90° gedreht und auf einem Transportwagen 64 plaziert worden ist.
  • 2 zeigt ein Befestigungsmittel 14 in Form einer Verbindungsklemme aus seitlicher Perspektive. Die Verbindungsklemme 14 ist an einem Flansch 18 des Ventils 8 durch zwei Bolzen befestigt, die vorzugsweise so entlang einer im wesentlichen senkrechten Linie ausgerichtet sind, daß sich einer von ihnen unter dem anderen befindet. Außerdem umfaßt die Verbindungsklemme 14 an ihrem untersten Teil 40 ein Mittel zur Verbindung mit dem oberen Teil 42 der Verbindungsvorrichtung 16 (siehe auch 4). Der unterste Teil 40 der Verbindungsklemme 14 hat eine Rundhöhlung, die sich zur untersten Seite hin öffnet und in die der stangenartige obere Teil 42 der Verbindungsvorrichtung 16 lösbar einführbar ist.
  • 3 zeigt die mobile Einheit 12 eines mobilen Stützmittels 2, 4 in ihrer Bewegungsrichtung. Als mobile Einheit 12 wird ein Rad 44 verwendet, das so ausgelegt ist, daß es auf Schienen 46 läuft. Der Querschnitt des Rads ist so gestaltet, daß eine seitliche Bewegung verhindert wird. In dieser Ausführungsform ist auch eine sehr schwere Last sicher aus ihrer ursprünglichen Position entfernbar.
  • 4 zeigt einen Teilquerschnitt eines mobilen Stützmittels 2, das die mobile Einheit 12 mit einem Rad 44 und einer ausziehbaren Verbindungsvorrichtung 16 umfaßt. Die ein Rad umfassende mobile Einheit 12 ist fest an der Verbindungsvorrichtung 16 angebracht. Die Verbindungsvorrichtung 16 ist so angeordnet, daß sie zum Beispiel mittels eines Handdrehrads 48 ausziehbar ist, das an einen Schraubenmechanismus angeschlossen ist, der so ausgelegt ist, daß er die Verbindungsvorrichtung verlängert oder verkürzt. Es ist auch ein pneumatischer oder hydraulischer Teleskopmechanis mus verwendbar. Durch Verlängern der Verbindungsvorrichtung 16 ist der obere Teil 42 dieser Vorrichtung sicher mit der (nur teilweise dargestellten) Verbindungsklemme 14 verbindbar, die am Ventil 8 angebracht ist. Die Position der Verbindungsvorrichtung 16 und der mobilen Einheit 12 ist sehr präzise manuell einstellbar. Außerdem sind die Schienen 46 als Fußführung für die mobilen Stützmittel auf einer oder mehreren hölzernen Bohlen plazierbar, um eine Beschädigung der darunterliegenden Oberfläche 10, zum Beispiel eines Gerüsts, zu verhindern.
  • In 5 ist die Vorrichtung gemäß 1 von oben zu sehen. Zwei Schienen 46 sind parallel zueinander ausgerichtet, wobei sich jede Schiene neben dem Ventil 8 befindet. Zwei mobile Stützmittel 2 und 4 sind am hinteren Teil 6 des Ventils 8 angeordnet und an gegenüberliegenden Seiten angebracht. Die Tragschiene 22 ist mittig zwischen beiden Schienen der mobilen Stützmittel, aber über dem Ventil 8 angebracht. Die Länge der Tragschiene 22 entspricht im wesentlichen der Länge beider Schienen 46. Sobald das Ventil 8 aus dem Rohrsystem ausgebaut ist, ist es auf einem Transportwagen 50 plazierbar und bei Bedarf so drehbar, daß es die beste Position für den Weitertransport (in Durchsicht dargestellt) einnimmt.
  • In 6 ist das mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 auszuwechselnde Ventil 8 von oben zu sehen. Am vorderen Teil besagten Ventils ist ein Stützrohr oder -bügel 32 angebracht, vorzugsweise über einen Flansch 52, an dem es bzw. er anbringbar ist. Das Ventil ist sogar noch einfacher ausbaubar, wenn der Bügel 32 auch hydraulische Antriebselemente 54, 56 umfaßt, die nach Art eines Teleskops aus dem Bügel herausziehbar sind. Ein solcher Bügel 32 ist in zusammengeschobenem Zustand sehr einfach zu bedienen und verleiht der Auswechselvorrichtung in ausgezogenem Zustand Stabilität. Unter Verwendung eines solchen zusammenschiebbaren Bügels ist die Vorrichtung 1 abhängig vom Platz, der im Umkreis des auszuwechselnden Ventils für die Arbeiten zur Verfügung steht, auch an verschiedene Arbeitsumgebungen anpaßbar. Der zusammenschiebbare Bügel 32 ist zum Beispiel nicht nur über eine, sondern auch über mehrere Winden 36 oder andere Verbindungsmittel an der Tragschiene 22 anbringbar.
  • In 7 ist ein Querschnitt des untersten Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 teilweise dargestellt. Im Unterschied zu 4 sind die Schienen 46 hier jedoch nicht direkt auf einer Oberfläche 10 oder einer hölzernen Bohle 58 plaziert, sondern zusätzlich T-förmige Metallkerne 60 auf der hölzernen Planke 58 plaziert. Benachbarte T-förmige Metallkerne 60 sind über ein oder mehrere Rohre 62 miteinander verbunden, die zum Beispiel über Bolzen an den Metallkernen anbringbar sind, so daß die Schienen 46 nicht durch das Gewicht des zu transportierenden schweren Bauteils auseinandergeschoben werden. Wie in 7 ebenfalls zu sehen ist, sind nicht nur die mobilen Stützmittel 2 und 4 auf dem dargestellten Schienensystem bewegbar, sondern auch ein Transportwagen 64, mit dem das abmontierte Ventil von der Anlage wegtransportierbar ist.
  • Es folgt eine ausführliche Beschreibung eines Verfahrens zum Auswechseln eines schadhaften Ventils, das Bestandteil eines senkrecht ausgerichteten Rohrsystems ist, mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • In einem ersten Schritt werden mindestens zwei, insbesondere benachbarte, Bolzen von jeder Seite eines Flansches am hinteren Teil des Ventils vorzugsweise in ungefähr der gleichen Höhe abmontiert. Dann wird eine Verbindungsklemme, zum Beispiel unter Verwendung der obenerwähnten Bolzen, am Flansch an jeder Seite des hinteren Teils des Ventils angebracht. Die Verbindungsklemmen werden so am hinteren Teil des Ventils angebracht, daß eine zwischen besagten Verbindungsklemmen gezogene gerade Linie im wesentlichen senkrecht zur Richtung der ersten Bewegung des Ventils während seines Auswechselns verläuft. Dann werden die mobilen Stützmittel montiert, indem eine höhenverstellbare Verbindungsvorrichtung, die bereits mit einer mobilen Einheit verbunden ist, an der Verbindungsklemme angebracht wird, indem die ausziehbare Verbindungsvorrichtung mit Hilfe eines Handrads verlängert wird. Danach wird der obere Ventilflansch dort, wo er mit dem oberen Rohr verbunden ist, vollständig abgeschraubt und besagtes Rohr ganz leicht angehoben. In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein zylindrisches Stützrohr, das sich in der Auswechselrichtung erstreckt, am vorderen Teil des Ventils, zum Beispiel am Flansch eines Handlochs, angebracht. Der vordere Teil des Ventils und/oder das Stützrohr wird/werden mit einer manuellen Winde und mit einem zusätzlichen Kettenflaschenzug verbunden. Die manuelle Winde kann eine Tragkraft von 15 t haben, während der zusätzliche Kettenflaschenzug eine Tragkraft von 5 t haben kann. Entsprechend der Installation der erfindungsgemäßen Auswechselvorrichtung ist darauf zu achten, daß die oberen und unteren Flansche, mit denen das Ventil verbunden ist, abgeschraubt werden. Daher wird der untere Flansch, der das Ventil mit dem unteren Rohr verbindet, vollständig abgeschraubt, nachdem die Winde und der zusätzliche Kettenflaschenzug zum Zwecke des Anhebens des Ventils eingestellt worden sind. Dann ist das Ventil mit Hilfe der Winde und/oder eines Kettenflaschenzugs, die/der mit dem vorderen Teil oder einem Stützrohr verbunden ist/sind, aus seinem Sitz herausziehbar. Sobald das Ventil vollständig aus seinem Sitz ausgebaut worden ist, ist es zum Beispiel auf einen Transportwagen absenkbar, indem die Verbindungsvorrichtung mit Hilfe der Handräder eingezogen und die manuelle Winde gelöst wird. Aus Sicherheitsgründen wird der Transportwagen auch auf Schienen bewegt. Anschließend werden die mobilen Stützfüße, also die Verbindungsvorrichtung und die mobile Einheit, von den Befestigungsklemmen, die mit Bolzen am Flansch befestigt sind, abmontiert und das Stützrohr vom vorderen Ventilteil abmontiert. Dann sind auch die Befestigungsklemmen abmontierbar, um für weitere Auswechselarbeiten verwendet zu werden. Bevor das Ventil auf dem Transportwagen plaziert wird, ist es auch möglich, dieses in eine neue Position zu bringen, zum Beispiel durch Drehen um ca. 90°. Das Ventil ist nun entweder unter Verwendung eines Krans direkt vom Transportwagen abnehmbar, oder der Transportwagen ist dazu verwendbar, das Ventil in eine für den Weitertransport geeignetere Position zu bringen.
  • Ein Ersatzventil ist nun in umgekehrter Reihenfolge der obenerwähnten Prozeßschritte installierbar. Auch hier ist ein Stützrohr verwendbar, um die Sicherheit beim Transport des mit der manuellen Winde verbundenen Ventils zu erhöhen. Auf ähnliche Art und Weise sind die Befestigungsmittel, zum Beispiel Befestigungsklemmen, am Ventildeckel anzubringen und an den verstellbaren mobilen Stützfüßen zu montieren. Nach dem Anheben des Ventils durch Verlängern der mobilen Stützfüße mittels der ausziehbaren Verbindungsvorrichtung sowie unter Verwendung der manuellen Winde wird das Ventil mittels eines mit dem Ventildeckelflansch verbundenen Kettenflaschenzugs in seinen Sitz gezogen und/oder geschoben. Nach dem ordnungsgemäßen Positionieren im Sitz ist die erfindungsgemäße Auswechselvorrichtung abmontierbar und das Ventil an den oberen und den unteren Flansch des senkrecht ausgerichteten Rohrsystems anschließbar.
  • Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß das Auswechseln oder der Ausbau von schweren Ausrüstungen unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nur ungefähr ein Drittel der Arbeitskräfte erfordert, die üblicherweise bei herkömmlichen Auswechselvorrichtungen und -verfahren benötigt werden. Ausrüstungsteile mit einem Gewicht von beispielweise 14 Tonnen sind mit einer begrenzten Anzahl von Arbeitskräften, in viel kürzerer Zeit und unter sichereren Bedingungen problemlos handhabbar. Unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Wartungszeit ungeachtet der Größe und des Gewichts der auszuwechselnden Ausrüstungen sogar um 75% reduzierbar, wodurch die Abschaltzeit einer Fabrikationsanlage drastisch minimiert wird, was wiederum zu einem wesentlich geringeren Fertigungsausfall führt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sogar während der Abkühlphase einer Anlage montierbar. Somit wird mit der vorliegenden Erfindung ein Wartungswerkzeug bereitgestellt, das eine Vielzahl von Nachteilen des Standes der Technik überwindet.
  • Es liegt auf der Hand, daß zahlreiche Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Erfindung angesichts der oben beschriebenen Lehre möglich sind. Es versteht sich daher, daß die Erfindung innerhalb des Schutzbereichs der beigefügten Ansprüche auch auf andere Art und Weise als auf die hierin spezifisch beschriebene ausführbar ist.

Claims (18)

  1. Eine Auswechselvorrichtung (1) zum Ausbau und/oder Auswechseln eines großen und/oder schweren Bauteils als Teil einer Baueinheit oder Fabrikationsanlage, umfassend a) mindestens zwei mobile Stützmittel (2, 4), die so ausgelegt sind, daß sie reversibel an gegenüberliegenden Seiten eines großen und/oder schweren Bauteils anbringbar sind, wobei jedes von diesen eine mobile Einheit (12), mindestens ein Befestigungsmittel (14), das so ausgelegt ist, daß es reversibel am hinteren Teil des großen und/oder schweren Bauteils anbringbar ist, und mindestens eine ausziehbare Verbindungsvorrichtung (16), die so ausgelegt ist, daß sie die mobile Einheit (12) mit dem Befestigungsmittel (14) verbindet, umfaßt, b) mindestens ein Stützsegment (32), das so ausgelegt ist, daß es am vorderen Teil des großen und/oder schweren Bauteils anbringbar ist, und das außerdem so ausgelegt ist, daß es an eine Hebevorrichtung (36), insbesondere eine Winde, und/oder an einen zusätzlichen Kettenflaschenzug anschließbar ist, und c) mindestens eine Tragschiene (22), die die Hebevorrichtung umfaßt, die auf der Tragschiene beweglich abgestützt ist und die Verbindungsmittel hat, welches lösbar am Stützsegment (32) arretierbar ist, und die so ausgelegt ist, daß sie das große und/oder schwere Bauteil von oben hält.
  2. Die Auswechselvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mobile Einheit (12) lösbar am unteren Abschnitt der Verbindungsvorrichtung (16) arretierbar ist und/oder daß der obere Teil der Verbindungsvorrichtung lösbar am Befestigungsmittel (14) arretierbar ist.
  3. Die Auswechselvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel Kappenverbindungsklemmen darstellt.
  4. Die Auswechselvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mobilen Stützmittel (2, 4), wenn sie mindestens zwei Räder (44) haben, die so ausgelegt sind, daß sie bezüglich der Bewegungsrichtung in einer Reihe ausgerichtet sind, so ausgelegt sind, daß sie auf Schienen beweglich sind.
  5. Die Auswechselvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschiene (22) geradlinig oder gekrümmt ist.
  6. Die Auswechselvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiterhin umfassend eine belastbare Oberfläche (10) zur Bewegung der mobilen Einheiten (12) der mobilen Stützmittel (2, 4).
  7. Die Auswechselvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von einem Gerüst gestützt wird.
  8. Die Auswechselvorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (10) Stützbohlen über einem Rost und/oder Schienen (46), Laufbahnen und/oder Fußführungen umfaßt.
  9. Die Auswechselvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiterhin umfassend einen Transportwagen (50), der so ausgelegt ist, daß er mindestens ein Bauteil nach dem Ausbau oder Auswechseln trägt.
  10. Die Auswechselvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das große und/oder schwere Bauteil ein Ventil, ein Verteiler, ein Rohr, ein Rohrelement, ein Generator, ein Motor oder ein Koch- oder Heizsystem ist, das bzw. der in Baueinheiten oder Fabrikationsanlagen verwendet wird.
  11. Die Auswechselvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützsegment ein reversibel ausziehbares oder zusammenschiebbares Stützrohr darstellt.
  12. Ein Verfahren zum Ausbau und/oder Auswechseln eines großen und/oder schweren Bauteils als Teil einer Baueinheit oder Fabrikationsanlage, umfassend die folgenden Schritte: a) Installieren von mindestens zwei mobilen Stützmitteln, wobei jedes von ihnen eine mobile Einheit, mindestens ein Befestigungsmittel und mindestens eine ausziehbare Verbindungsvorrichtung, die so ausgelegt ist, daß sie die mobile Einheit mit dem Befestigungsmittel verbindet, umfaßt, wobei die Befestigungsmittel reversibel an gegenüberliegenden Seiten benachbart zum hinteren Teil des großen und/oder schweren Bauteils angebracht sind, b) Anbringen eines Stützsegments, insbesondere eines zusammenschiebbaren Stützrohrs oder -bügels, am vorderen Teil des großen und/oder schweren Bauteils, c) Verbinden des Stützsegments mit einer Tragschiene über ein Hebe- und Verbindungsmittel, das so ausgelegt ist, daß es das große und/oder schwere Bauteil anhebt und hält, und im Anschluß daran d) Anheben des großen und/oder schweren Bauteils durch Ausziehen der ausziehbaren Verbindungsvorrichtungen der mobilen Stützmittel und durch Anheben des vorderen Teils des Bauteils unter Verwendung der Hebevorrichtung, die auf der Tragschiene beweglich abgestützt ist und ein Verbindungsmittel hat, das mit der Tragschiene verbunden ist, e) Ziehen und/oder Schieben des großen und/oder schweren Bauteils aus seinem Sitz heraus in Richtung der Tragschiene, die sich vom großen und/oder schweren Bauteil weg erstreckt und sich über dem großen und/oder schweren Bauteil und zwischen den mobilen Stützmitteln befindet, die mindestens eine Länge hat, die im wesentlichen der Länge des großen und/oder schweren Bauteils entspricht, hin zum vorderen oder hinteren Teil des großen und/oder schweren Bauteils.
  13. Das Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das mobile Stützmittel eine mobile Einheit, mindestens ein Befestigungsmittel, das reversibel am hinteren Teil des großen und/oder schweren Bauteils angebracht ist, und mindestens eine Verbindungsvorrichtung, die die mobile Einheit und das Befestigungsmittel miteinander verbindet, als individuell lösbare arretierbare Teile umfaßt.
  14. Das Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Befestigungsmittel separater mobiler Stützmittel benachbart zum hinteren Teil des großen und/oder schweren Bauteils an gegenüberliegenden Seiten angebracht sind, mindestens zwei mobile Einheiten jeweils im wesentlichen unterhalb oder benachbart zu den Befestigungsmitteln, die am großen und/oder schweren Bauteil angebracht sind, angeordnet sind, mindestens zwei ausziehbare Verbindungsvorrichtungen jeweils lösbar an den mobilen Einheiten angebracht sind und bis zu einem Lager des Befestigungsmittels ausgezogen und mit dem Befestigungsmittel verbunden werden.
  15. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Winde und/oder der zusätzliche Kettenflaschenzug automatisch, steuerbar und verstellbar entlang der Tragschiene beweglich sind/ist.
  16. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte a), b) und/oder c) teilweise oder vollständig während der Abkühlphase der Anlage ausgeführt werden.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das große und/oder schwere Bauteil ein Gewicht von über 1 t, insbesondere von über 12 t hat.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das große und/oder schwere Bauteil ein Ventil, ein Verteiler, ein Rohr, ein Rohrelement, ein Generator, ein Motor oder ein Koch- oder Heizsystem ist, das bzw. der in Baueinheiten oder Fabrikationsanlagen verwendet wird.
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