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"Zugvorrichtung" Es sind Vorrichtungen bekannt, mit denen verzogene
oder verformte Rahmen und Karosserien von Fahrzeugen, die in einen Unfall verwickelt
worden sind, so rückgestellt werden können, daß sie ihre ursprüngliche Lage, d.h.
die vor der Beschädigung vorhanden gewesene Lage und Ausrichtung, wiedererlangen.
Diese Vorrichtungen lassen sich, da die o bigeil Arbeiten von Personen in Karosse
riewerks tätten und anderen Wartungsstationen und Reparaturwerkstätten durchgeführt
werden, niciit so bequem einstellen und bedienen, daß sie den Wünschen und Forderungen
des Personals in den verschieden großen Reparaturwerkstätten cntsprechen.
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Die bisher zur Verfügung stchenden Vorrichtungen der genannten Art
erfordern von den sie beienenden Personal, daß es schwere und/oder unangenehme Teile
unter ungünstigen Standbedingungen und berkopflagen wähjrend zeitraubender
Einsteliperioden
vielfach anhebt. diese Notwendigkeit ergab sich, wenn versucht wurde, die Einzelteile
in verschiedenen gewünschten Lagen zu positionieren, von detie viele nicht unmittelbar
zugänglich waren und in denen die sich ergebenden Zugkräfte am vorteilhaftesten
zur Einwirkung gelangten, um die Fahrzeugrahmen und Fahrzeugkarosserien in ihre
ursprüngliche Baulage zurükzuführen. In den Fällen, in denen bereits Versuche angestellt
wurden, einen größeren bereich für die Zugkraftstellen uiid Veraiikerungsstell ell
zu erhalten, waren die entstandenen Apparate und Vorrietitungell zu kompliziert,
groß und kostspielig und aucjj zu itnistc;i'ndlich zu handhaben und erforderten
darüberhinaus oftmals spezielle Gebäudeformen, um einen höheren Überkopfraum und/oder
höhere Bodengruben zu ermöglichen.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Zugvorrichtung
zu schaffen, die in ihren vielfachen Ausführungs formen den unterschiedelichen Anforderungen
hinsichtlich Kosten, Bequemlichkeit der Bedienung und Wartungsaufwand viren Werkstätten
gerecht wird, in denen das Personal eine bessere Einrichtung wünscht, um die Ausricht-
und Karosseriereparaturarbeiten wirtschaftlicher aus führen zu können.
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Die verschiedenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zugvorrichtung
werden in Abhängigkeit von dem voraussichtlichen Umfang der auszuführenden Reparaturen
und der zur Verfügung stehenden Geldmenge ausgeführt, so a das Personal die Vorrichtung
bequem und rasch anordnen kann, um auf einem Fahrzeug rahmen und/oder eine Fahrzeugkarosserie
ill der vorteilhaftesten Richtung an einer oder an mehreren Stellen Zugkräfte auszuüben,
Mit wachsendem Geschäft lassen sich die angebotenen Ausführungsformen bezüglich
ihrer Kapazität durch Meranziehen von Einzelteilen anderer Ausführungsformen bequem
und wirtschaftlich vergrößern. Darüberhinaus werden jederzeit alle
das
Personal besonders beanspruchenden, gefährlichen und das Personal übermüdenden Situationen
vermieden.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung, mit der die Einzelteile der Fahrzeugkarosserie
und des Fahrzeugrahmens während der Reparatur und der Instandsetzung der iahrzeug1n
ihren ursprünglichen Platz zurückgeführt werden können, verwendet einen oder mehrere
Türme oder Ständer, die eine liängenver änderliche Unteranordnung aufweisen als
Grundkörper zur Erzeugung einer Itückstellkraft, die in einer gewählten Richtung
ausgeübt wird, um ein oder mehrere Fahrzeugeinzelteile in ihre ursprüngliche relative
Baulage zurückzuführen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung in allen ihren Ausführungsformen
vereinfacht die Karosserie- und Rahmenausrichtarbeitsgänge, ermoglicht einfache
Schaltungen zur schnelleren Korrektur von Beschädigungen an irgendeiner Stelle des
Fahrzeugs, kehrt die Folge der Zerstörungsvorgänge an einem Fahrzeugwrack um, um
dadurch eine schnellere und genauere Karosserie- und/ oder Hahmenkorrektur zu ermöglichen,
gibt den Arbeitskräfte mehr Freiheit, die sich nicht über oder unter irgendwelchen
tragenden Bauteilen oder anderen Konstruktionen bewegen müssen, beseitigt schwere
durch das Personal auszuführende Hubarbeiten, übt Zugkräfte in irgendeiner gewünschten
Winkelrichtung aus, nimmt nur sehr wenig Platz in Anspruch, läßt sich in Gebäuden
mit niedrigen Decken aufstellen, paßt zu den Ausrüstungeanforderungen, die sowohl
von kleinen Werkstätten als auch von mittleren und großen Weikstattbetrieben gestellt
werden, erfordert keine Grube, läßt sich jedoch in Verbindung mit einer solchen
verwenden und benötigt schließlich kein spezielles Gebäude, in dem die Vorrichtlmg
untergebracht wird.
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Zusammenfassend gesagt, betrifft die Erfindung also eine Vorrichtung,
mit der Zugkräfte in irgendeiner Richtung und von einer beliebigen Ilöhenlage rund
um ein Fahrzeug, das repariert und/oder gewartet werden soll, auf ein solches Fahrzeug
ausgeübt
werden können. Diese Vorrichtung ist dabei so angeordnet, daß das Personal, das
sie benutzt, nur minimale körperliche llebebewegungen und minimale Einstellarbeiten
an der Vorrichtung vornehmen muß. Jede Ausführungsform dieser Vorrichtung benutzt
wenigstens eine Turmanordnung, die mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden
Unteranordnung versehen ist, um durch Itichtungsänderungseinrichtungen einen Spannkörper
zubewegen, wenn dieser an einem bestimmten Teil eines Fahrzeugs befestigt bleibt,
so daß wenigstens eine rückstellende Zugkraft in einer Richtung ausgeübt wird, die
entgegengesetzt zu wenigstens einer früheren Kraft liegt, welche vorher einen Teil
der Beschädigung und/oder Schiefstellung am Fahrzeug aus geübt hat. In Abhängigkeit
von der liöhe der erforderlichen Rückstellkraft lassen sich der Turm oder andere
Türme und/ oder andere Konstruktionen aneinander und/oder an dem Fahrzeug befestigen,
um einen festen, stabilen Grundkörper zur Verankerung der Vorrichtung und/oder des
Fahrzeugs zu schaffen, wenn eine oder mehrere Reaktionskräfte gesteuert erzeugt
werden. In fxbhängigkeit von der voraussichtlichen Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und den vorzunehmenden Kapitalausgaben läßt sich diese Vorrichtung in
verschiedenen Ausführungsformen herstellen, angefangen von einem Turm an einer einzigen
Stelle bis zu mehreren Türmen an vielen Stellen, die auf die rückwirkenden Gesamtkonstruktionen
bezogen sind und/oder die Fahrzeugrampenç die als wechselseitige Ilalterungs- oder
Verankerungsplätze für die Kräfte dienen, die auf das Fahrzeug einwirken, wenn die
länglichen Unteranordnungen der Türme so bewegt werden, daß sie die rückstellenden
Zugkräfte erzeugen.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnrnlgen dargestellten
sus führungsbeispiel e näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig.
1 eine teilweise weggebrochene Seitenansicht der Vorrichtung zur Erzeugung von Rückstellkräften,
die auf das gezeigte Fahrzeug einwirken wobei verschiedene Unterabschnitte mit A,
B, C und D bezeichnet sind, Fig0 2 eine Teilseitenansicht der Ausführungsform von
Fig. ts wobei die Vorrichtung so angeordnet ist, daß sie ein Fahrzeug aufnehmen
kann, das in Abhängigkeit davon, wo es beschädigt ist, entweder auf die Vorrichtung
vorwärts oder rückwärts gefahren wird 9 eine 5 eine Draufsicht auf die Ausführungsform
von Fig. 1 wobei jedoch nur die Stelle des Rahmens und einiger räder eines Fahrzeugs
angezeigt ist, Fig. 3A, 3B und 3G eine teilweise geschnittene Seitenansicht7 eine
Stirnansicht und eine Draufsicht einer Karosseriegreifklammer, die insbesondere
dort verwendet wird, wo nur Karosserieteile und keine stabileren Rahmenteile zur
Auinahne einer Rückstellkraft zur Verfügung stehen, Fig. 4 eine Teilquerschnittsansicht
der Ausführungsform von Fig. 1 aus der die Konstruktion, Anordnung und Betriebsweise
der Vorrichtung in bezug auf den einen Ständer, seine Krafterzeugungszubehörteile
und seine Mehrfachpositionierungsbefestigung an den anderen Ständern zu entnehmen
sind sowie deren gemeinsame angebrachte Stütz- und Bedienungseinrichtung en, Fig0
4A, 413 und 4C Teilschnittansichten, die sich insbesondere auf Fig. 4 beziehen und
im einzelnen Zubehörteile einstellbarer Höhe zeigen, die an einem Ständer befestigt
sind und zur Bestimmung der Höhenlage einer gerichteten Zugkraft dienen, wobei einige
der hydraulischen Zubehörteile in bezug auf die Ansicht von Fig, 4 unter einem rechten
Winkel
dargestellt sind und etwas von der Querschnittsstruktur der in radialer Richtung
angeordneten Träger oder :Irnilronstruktion sichtbar ist, die den Ständer bzw. Turm
trägt.
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Fig. 5 eine im wesentlichen längs der Linie 5-5 in Fig. 3 geschnittene
Ansicht, aus der die angehobene Lage der Schienell- oder Rampenunteranordnungen
sichtbar ist sowie sowohl ihre Antriebs zubehörteile als auch ihre Sicherheitsversteifungsteile,
wie sie in Erscheinung treten, sobald ein Fahrzeug fiir Unterflurreparaturen sich
in einer horizontal angehobenen Lage befindet, Fig. 5A eine auf Fig. 5 bezogene
Teilschniütansicht, in der gezeigt wird, wie eine Steuerung zur Betätigung der hydraulischen
Zubehörteile, die zum Anheben der Schienen oder Rampen in der Nähe oder an ihren
Enden verwendet wird, angeordnet ist, so daß die Schienen oder Rampen zur Aufnahme
eines Fahrzeugs besluem abgesenkt werden können und danach sich anheben lassen,
um das Fahrzeug waagerecht anzuordnen, während die Reparaturen vorgenommen werden.
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Bei allen Ausführungsformen ist es Zweck der Vorrichtung, eine möglichst
rasche, sichere und bequeme Benutzung zu ermöglichen, um eine oder mehrere Rückstellkräfte
zu erzeugen, die umgekehrt den Kräften entsprechen, welche ursprünglich die Beschädigung
oder Verformung und/oder die Fehlausrichtung bewirkt haben, Die Ausführungsformen
der hier zu beschreibenden Vorrichtung sind so beschaffen, daß sie den betrieblichen
und wirtschaftlichen Ansprüchen aller Personen, die in den verschieden großen Werkstätten
als Teil der gesamten Automobilservice-Industrie tätig sind, entsprechen.
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In den Werkstätten, die ein großes arbeitsvolumen an Hahmen- und
Karosserierichtarbeiten und manchmal auch Vorderseitenrichtarbeiten. haben, läßt
sich der Typ der neurarügen Vorrichtung am besten verwenden, der in den Fig. 1,
2 und 3 dargestellt ist.
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In bezug auf alle Ausführungsformen werden die meisten der folgenden
Ziele erreicht: Die Installation kann in einem normalen einstöckigen Bauwerk erfolgen,
ohne daß ein Gebäude geändert werden muß oder irgendwelciie spezielle V<erdrahtungs
arbeiten oder Klempnerarbeiten notwendig sind, die über einen üblichen elektrischen
Anschluß und einen Druckluftausgang hinausgehen, Ein Fahrzeug wird verankert, unter
irgendeinem Winkel oder in irgendeiner Höhe mit einer Kraft gestoßen oder gezogen,
die ausreicht, um irgendein Teiles Fahrzeugs zu biegen9 ohne daß hierfür Wärme notwendig
ist oder eine schwere körperliche Arbeit. Alle ilakenanschlüsse, einschließlich
vieler Festzurraiischlüsse werden durch eine Betriebsperson von einem Standpunkt
aus durchgeführt, ohne daß irgendwelche schweren und unangenehmen Bedienungsbefestigungen
angehoben werden müssen oder die Betriebsperson über oder unter irgendwelche stützenden
Träger klettern muß. Jeder ftrbeiter in guter körperlicher Verfassung kann die Vorrichtung
bedienen, ohne umfangreiche Unterweisungen erhalten zu müssen, wobei die Vorrichtung,
wen sie einmal installiert ist, nicht zu einem dauerhaft fest verbundenen Teil des
Gebäudes wird. Die Vorrichtung erfordert schließlich auch nicht, daß mit schweren
Hydraulikzylindern oder ilydraulikelemeuten gearbeitet werden muß. Die Vorrichtung
ist in der Lage, gleichzeitig Stoßkräfte oder Zugkräfte in einer oder mehreren itichtungen
auszuitben.
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Sie ist so gebaut, daß sie praktisch alle körperlich anstrengende
ItulJarbeits ferner das Arbeiten in gebeugter Haltung und in Sauerstellung beseitigt.
Die betrieblichen Möglichkeiten der neuartigen Vorrichtung sind nur durch das Vorstellungsvermögen
der Bedienungsperson beschränkt. Die Vorrichtung ist
in der Lage,
Kräfte unter genau demselben Winkel des geringsten Widerstandes auszuüben, Sie ist
außerdem einfach genug aufgebaut, um ihre Verwendung in dem ganzen Bereich zu ermöglichen,
der bei einem geringfügigen Richten der Stoßstange beginnt und bis zu einer großen
ilahmen- und Karosserierichtarbeit reicht.
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Sie wird schließlich auch dazu benutzt, Fahrzeugvorderseiten zu richten.
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Wird die neuartige Vorrichtung in den meisten der hier beschriebenen
Ausführungsformen verwendet, so geschieht dies nach folgender Verfahrensweise: Ein
Fahrzeug wird auf oder in der Nähe der Vorrichtung abgestellt, wobei es so ausgerichtet
ist, daß sich die die größte Beschädigung aufweisenden Teile des Fahrzeugs sich
neben der Zone der Vielfachpositionierungslagen der Ständer befinden, woraufhin
das Fahrzeug an den Schienen oder Rampen festgezurrt oder befestigt wird, Dann werden
die Ständer in die gewünschte Winkelstellung gebracht und an den Schienen oder Rampen
befestigt, Danach werden die Haken und/oder die Klammern der entsprechenden Ketten
oder anderer Spannkörper an den beschädigten Teilen des Fahrzeugs angebracht, und
es werden die die Ilöhenlage bestimmenden Zubehörteile eingestellt, so daß sie diese
Spannkörper führen, wenn sie zu den entsprechenden Köpfen der Ständer weiterbewegt
werden9 um dort befestigt zu werden oder sich über die Köpfe hinweg und zurück abwärtszubewegen,
um eine geeignetere Befestigungslage einzunehmen. Dann werden schließlich die Steuerungen
betätigt, um die Ständer auszufahren und dadurch die Rückstellkräfte zu erzeugen,
die beim IIerausziehen der beschädigten Fahrzeugeinzelteile in ihre flrsprüngliche
oder nahezu urspflingliche Konstruktionslage benutzt werden.
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In Fig, 1 ist das gezeigte Fahrzeug oder Auto auf der Vorrichtung
angeordnet 9 wobei aus den vielen zur Verfügung stehenden Hakenanschlüssen einige
wenige ausgewählte verwendet wurden Unabhängig davon, wo sich die Beschädgung am
Fahrzeug
befindet, oder in welcher Richtung die Beschädigung erfolgt
ist, besteht die Möglichkeit, die beschädigte Stelle unter demselben l:inkels unter
dem der Schaden dem Fahrzeug zugefügt worden ist, wieder zurückzuziehen. Durch Ziehen
des beschädigten Teils unter dem Winkel, der dem Stoßwinkel entspricht, entwickeln
die Metalle einen geringeren Widerstand, wodurch eine sehr viel schnellere und genauere
Ausrichtarbeit möglich ist, wobei die Benutzung von Wärme oder Hitze zur Ausrichtung
oder Glättung der kritischen Teile fast vollständig unterbleibt, so daß auch Veränderungen
der Härte der Hetalle, die zu schwachen Stellen oder Rissen führen können, vermieden
werden.
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Die drei Zugtürme oder Zugständer 5 sind so einstellbar, daß sie
aus jeder beliebigen Richtung Zugkräfte ausüben können.
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Um irgendeinen Ständer zu bewegen, wird einfach der Schraubenbolzen
13 gelöst (siehe Fig. 4), woraufhin der Ständer um den gewünschten Winkel gedreht
und der Bolzen 13 sowie die Platte i4 wieder befestigt werden, Die liakenzugkette
wird zu dem beschädigten Teil bzw. zu dem beschädigten Bereich gelegt und das Einhaken
wird beendet. Mit drei Zugständern, die so einstellbar sind, daß sie unter jeder
beliebigen Höhe oder jedem beliebigen Winkel Zugkräfte ausüben, werden der Rahmen
und die Karosserie des beschädigten Fahrzeugs in demselben Arbeitsgang in die ursprüngliche
Lage zurückgezogen und dabei gerichtet, indem sowohl der Rahmen als auch die Karosserie
unter genau dem richtigen Winkel und in der richtigen Höhe gezogen werden. Es wird
also nicht erst der eine Teile, also entweder der Rahmen oder die Karosserie, gerichtet,
und dann der andere, sondern das Richten dieser Teile findet gleichzeitig statt.
Ein derartiges Ziehen verringert den Widerstand des Materials, wodurch sich die
Arbeit schneller und besser durchführen läßt. Die Konstruktion dieser Zugständer
ermöglicht die Verwendung viel größerer und längerer Antriebszylinder, die nicht
von Hand bedient werden müssen.
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Der Unterabschuitt A zeigt die Verankerung vorne am Auto, der Unterabschuitt
B zeigt die Verankerung weiter hinten am Auto und der Unterabschnitt C zeigt die
Verankerung zur Ausübung von Zugkräften durch die Zugständer. Während die Zugständerbewegung
den Rahmen reckt oder streckt übt der Hilfszylinder 44 einen nach oben gerichteten
Druck auf den Rahmen aus.
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Eine Reihe Querkörper in jeder Schiene 9 bildet eine geeignete Stelle
für die Verankerungen unter einem Winkel oder an einem Punkt auf den Schienen 9,
und zwar unabhängig von dem gewünschten Winkel, wie dies die Unterabschnitte AS
B und C zeigen. Es bereitet auch keine Schwierigkeit, eine Stelle zu finden, um
die Zylinder 45 auf die Schiene 9 zu setzen, so daß sie auf die Karosserie oaer
den Rahmen oder auch beide gleichzeitig eine nach oben gerichtete Stoßkraft ausüben,
wie dies in dem Unterabschuitt D gezeigt ist.
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Die ganze Vorrichtung ist auf einem Unterbau 3 montiert, der am Fußboden
angelenkt und durch Ankerbolzen befestigt ist.
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Der Unterbau 3 ist auch eine Achse für die Zugständer 5, die es den
Ständern 5 ermöglicht, so positioniert zu werden, daß sie aus jedem beliebigen gewünschten
Winkel Zugkräfte ausüben.
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Die Hydraulikpumpt 55 ist im Inneren des Unterbaus 3 untergebracht,
und zwar sowohl aus Gründen des Schutzes als auch der Einfachheit des Aufbaues.
Die Pumpe 55 wird durch eine Fernsteuerung 49 in Betrieb gesetzt. Sie läßt sich
leicht aus dem Unterbau 3 entfernen, um gewartet zu werden, In Fig. 2 ist die Vorrichtung
an dem einen Ende abgesenkt, um sie zur Aufnahme eines nicht gezeigten Fahrzeugs
ohne Verwendung beweglicher Rampen vollständig zu kippen. Um sie abzusenken, muß
zunächst eine Sicherheitsstütze 69 gezogen und aus ihrer aufrechten Lage verschwenkt
werden, die sie automatisch einnimmt, wenn die Vorrichtung in ihre waagerechte Lage
zurückgeführt wird. In einer solchen angehobenen waagerechten
Lage
befindet sich jedes Fahrzeug, das von der Vorrichtung hochgelioben worden ist, ausreichend
weit vom Boden entfernt, so daß kein Grubenraum im Gebäude unterhalb des zu reparierenden
Fahrzeugs benötigt wird.
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In Fig. 3 wird die Vorrichtung von oben gezeigt, um dadurch die fast
unbeschränkte Anzahl von Niederhalterungs- oder Ankerungsstellen sichtbar zu machen,
die entlang der Schienenanordnung 9 zur Verfügung steht. Außerdem sind die vielen
radialen Positionen der-Zugständer 5 sichtbar. Wie gezeigt, üben die Ständer 5 gleichzeitig
Kräfte in drei verschiedenen Richtungen aus. Außerdem arbeitet der llilfszylinder
45 auf ein kurzes Glied im Rahmen des Fahrzeugs, in dem er auf den Rahmen eine Kraft
ausübt, die ihn an den gewünschten Ort oder an die gewünschte Stelle biegt.
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Bei der Herstellung der Ilakenanschlüsse entsteht kein Zeitverlust,
noch muß schwere Hubarbeit geleistet werden, da die Zugständer 5 jederzeit arbeitsbereit
stabil verankert sind.
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Der llilfszylinder 45 ist ein genormter 10--Tonnen-Karosserie-Zylinder,
der an das liydrauliksystem der Vorrichtung angeschlossen und in der im Unterabschuitt
D und Fig. 3 gezeigten Weise benutzt wird.
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Die Schienenanordnungen 9 bestehen aus einer Reihe einzelner hochkant
liegender Träger 10, die mit einer Reihe Querkörper ii versciiweißt sind. Die beiden
Schienenanordnungen sind auf zwei siauptquerkörpern 15 gelagert, die mit dem Unterbau
3 verschweißt sind und außerdem auf einem Querkörper 16 in im hinteren Teil der
Vorrichtung gelagert sind, Die Ilubvorrichtung ist ebenfalls an dem hinteren lucrkörper
16 befestigt. Der Vorteil, der sich aus diesem Aufbau der Schienenanordnungen 9
ergift, besteht darin, daß zwischen den Trägern vor den rechteckigen Bereichen der
Querkörper 11 räume entstehen, die das Verankern irgendeines Fahrzeugs an einer
Schienenanordnung 9 sehr vereinfachen, und zwar unabhängig von Winkel oder Ort,
der für jeden Reparaturvorgang benötigt wird.
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Bei der Benutzung aller husführungsformen der hier beschriebenen
Vorrichtung werden spezielle Karosserieklammern vorgesehen und oftmals benutzt.
Gewisse Autos besitzen keinen Rahmen, so daß es manchmal sehr schwer ist einen Platz
zu finden der sich zum Niederhalten des Fahrzeugs eignet, damit möglicherweise so
stark wie nötig gezogen werden kann, ohne daß ein unbeschädigtes Teil des Autos
dadurch beschädigt wird.
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Gewöhnlich befindet sich an einer einteiligen Karosserie jedoch ein
kleiner Flansch am unteren Teil des Karosseriebodenfalzes, der sich als Niederhalte-oder
Verankerungsort eignet, vorausgesetzt, daß Klammern vorhanden sind, die an diesem
kleinen Flansch festgeklemmt werden können. Die Klammern der Fig. 3A 3B und 3C sind
für diesen Zweck gebaut und sie sind sehr einfach zu benutzen, Die Klammer wird
an die vorgesehene Stelle gesetzt, und der Schraubenbolzen 152 sowie die Mutter
153 werden dicht angezogen, so daß sie die Klammer halten, bis Druck zur Einwirkung
gelangt. Die Kette wird in dem in dem Teil 150 vorhandenen Raum eingehakt, das,
sobald Druck einwirkt, auf den Teilen 151 zurückgleitet, wobei sich die Zähne in
den Karosserieflansch eindrücken. Je stärker die Zugkraft, desto fester das Zusammenquetschen,
Diese Kammer wird nicht rutschen.
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In den Fig. 4 und 4C sind Teile weggebrochen, um den Aufbau der Zugständeranordnungen
5, der Unterbauanordnungen 3, des Hydrauliksystems, das zu der Hydraulikpumpe hin-
und von ihr wegführt, und die Verriegelungsvorrichtungen 13/111 zu zeigen, die die
Zugständer 5 in ihrer diesbezüglichen, ausgewählten Radialposition halten. Es werden
zwei Zugständer-Verriegelungssysteme gezeigt. Das Bolzensystem 111 ist das vorteilhafteste
von beiden. Der Hydraulikzylinder 57 steckt innerhalb der Zugständerbäume 113. Dadurch
können große lange Zylinder verwendet werden und der Anschlußhaken jederzeit verwendbar
gehalten werden, ohne daß irgendeine Bedienung der Zylinder, schwerer Befestigungsvorrichtungen
etc. erforderlich ist. Die einzige
notwendige Einstellung besteht
darts die Höhe der angreifenden Zugkraft und den Zugwinkel zu justieren, und zwar
durch bloßes Einstellen der Führungsanordnung 101 an die gewünschte Stelle des Zugständerbaums
113. Dieser Zügständerbaum läßt sich an vielen anderen Typen nicht dargestellter
Rahmenvorrichtungen anbringen, um sie dadurch erheblich zu verbessern, und er kann
auch im Fußboden einer Werkstatt befestigt werden, um eine schnelle Zugmöglichkeit
zu schaffen, wenn dies bei kleineren Karosseriereparaturarbeiten erforderlich ist.
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In den Fig. 4 und 4A und bei allen Ausführungsformen der hier beschriebenen
Vorrichtung ist eine Führungs- oder Umlenkanordnung 101 für jeden Zugständerbaum
113 vorgesehen, die auf eine beliebige gewünschte Höhe und einen beliebigen Winkel
einstellbar ist. Eine Einstellschraube 124 hält die Umlenkanordnung 101 solange
an einem gewünschten Platz, bis von dem Zylinder 57 aus Druck einwirkt. Wenn die
Kette 102 gezogen wird, erzeugt eine resultierende Kraft nach oben auf die eine
Seite der Umlenkanordnung 101 zwischen ihr und dem Ständerbaum 113 Reibung. Je stärker
die Zugkraft, desto intensiver und fester wird diese Iteibungswirkung, auch als
Festfressen zu bezeichnen, wodurch die Umlenkanordnung 101 während des ganzen Zugvorgangs,
der dazu benutzt wird, die beschädigten Teile eines Fahrzeugs nach außen zu ziehen,
in der richtigen Höhe und in dem richtigen Winkel gehalten wird.
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Die Fig. 4 und 4B zeigen das hydraulische System. Nachdem ein Fahrzeug
positioniert worden ist wird die Ilubanordnung von Fig. 5 bis in die Fahrzeugposition
angehoben, sobald ein benachbartes Ventil 41 geöffnet wird. Nachdem die Vorrichtung
die vorgesehene iföhenlage erreicht hat, wird das Ventil geschlossen. Danach werden
andere Ventile 41 die die Strömungsmittelzufulir zu anderen Zylindern steuern, wahlweise
geöffnet und geschlossen, um dadurch ihre entsprechenden Antriebe zu bewegen. Jeder
Zylinder kann während der Einstellung der anderen Zylinder unter druck lassen werden.
Einer oder
mehrere Hydraulikzylinder können gesteuert werden, während
alle diejenigen Zylinder unter Druck gehalten werden, die vorher hydraulisches Druckmittel
empfangen haben. Eine zentrale Pumpe 55, die durch einen Elektromotor oder einen
Druckluftmotor angetrieben wird, führt wahlweise hydraulisches Druckmittel durch
diese verschiedenen Ventile 41 den Antrieben 44, 45 sowie den Antrieben zu, die
als Zugständerzylinder 57 bezeichnet werden.
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Obgleich hier ein Hydrauliksystem gezeigt und beschrieben ist, können
genausogut Druckluftzylinder oder mechanische Antriebe veiwendet werden.
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Bei der in den Fig. i bis 5 dargestellten Ausführungsform kennzeichnen
die folgenden Bezugs zeichen die folgenden in bestimmte Gruppen aufgeteilten Teile:
Hydraulische Einzel teile und diesbezügliche Zubehörteile: 40 Ifydraulikleitung
zu den Zugständern; 41 Steuerventile; 42 Stützarm, der das Steuerventil an der Vorrichtung
befestigt; 43 Klemme zur Befestigung der Hydraulikleitung; 44 ilydraulikzylinder,
der die Hubvorrichtung betätigt; 45 lIilfszylinder, angeschlossen an das ltydrauliksystem;
46 Nippel (Karosseriezylinder); 47 Zylinderbefestigungen (Karosseriezylinder); 48
Fernsteuerleitung; 49 Fernsteuerschalter; 50 Karosseriezylinderbefestigungen; 51
Hydraulikleitung zum Hubzylinder; 52 hydraulikleitung zum Hilfskarosseriezylinder;
53 Leitungsverbindungskasten; 54 Hydraulikleitung zur Pumpenanordnung; 55 IIydraulikpumpe
(preßluitgetrieben oder elektrisch); 56 die Pumpenanordnung und den Verbindungskasten
tragende Platte; und 57 Zugständerzylinder.
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Hub und Gestellanordnung: 60 Stützarm zur Halterung des Hydraulikzylinders
44; 61 Bolzen; 62 Stützarme; 63 obere Arme; 64 untere Arme; 65 Welle (Zylinder stößt
diese Welle, um die Vorrichtung anzuheben); 66 Befestigung des Stützarm (befestigt
am Boden; 67 Befestigung der Stützariiiankerschrauben (befestigt
Hubanordnung
am Boden); 68 Stützarm; 69 Beinstütze; 70 Hemmmutter; 71 Beinbolzen; 72 Welle; 73
Anschlag; 74 Versteifung.
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Niederhalte(Verankerungs-)befestigungen: 80 Niederhalte-.
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oder Zughaken mit Kettenhakenschlitz zur schnellen Ketteneinstellung;
81 Niederhaltekette; 82 Niederhalte- oder Zughaken; 83 Niederhalte oder Zughaken;
84 Zugplatten; 85 Laschen mit Kettenhakenschlitzen (zur schnellen Einstellung);
86 Bolzen (gewöhnliche Stoßstangenbolzen); 87 Kettenhaken.
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Zugständeranordnung 5: 101 Umlenkanordnung; 102 Zugketten; 103 obere
Stoßstangenkappe mit Kettenhakenschlitz zur Ketteneinstellung; 104 Führungsflansche
zum Festhalten der Zugkette in der Mitte der Stoßstange; 105 Stoßstange (auf- und
abbeweglich und um 3600 drehbar); 106 Schweißnaht auf Zugplatte; 107 Zugkettenhaken;
108 Löcher für Bolzen oder Stifte (zum Festhaken der Zugständer an ihrem Platz);
109 Hülse (verwendet in Verbindung mit den Stiften 111); 110 Mutter (falls Bolzen
13 benutzt werden); 111 Stift zur Befestigung des Zugständers; 112 Abstandsflansch,
befestigt mit Stift 111; 113 Zugständerbaum; 114 oberer Teil der Zugständerbaumverstrebung;
115 Knotenfläche (Zugständerbaumversteifung); 116 Stange (verschweißt innerhalb
des Zugständerbaums 113); 117 Flansch (befestigt an dem Zylinder 57, um diesen Zylinder
zentriert zu halten); 118 untere Stoßstangenkappe; 119 oberer Teil des Zugständerbaums;
120 unterer Teil des Zugständerbaums; 121 innere Versteifung (Zugständerbaum verschweißt
mit 119-120-122 und 113); 122 Endplatte (Zugständerträger).
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Umlenkanordnung 101: 123 Bund; 124 Daumenstellschraube; 125 Stift;
126 Stützarm; 127 Spannrad; 128 Versteifung.
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Schienenanordnung 9: 10 Träger in den Hauptschienen; 11 Querkörper
in den Schienen; i2 Endquerkörper; 13 Ankerungsbolzen oder -stifte zur Befestigung
des Zugständers an den
Schienen; 14 Platte oder Scheiben unter
den Bolzen 13; 15 Hauptquerkörper, die die Schienen tragen und an dem Unterbau angeschweißt
sind; 16 hinterer Querkörper, der die Schienenanordnungshuüvorrichtung trägt; 17
oberer Teil des Querkörpers 16; 18 beweglicher Querkörper (zwischen den Schienen
beweglich).
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Unterbauanordnung 3: 20 Unterbau, 21 Stützarm; 22 Bund; 23 Flanschbund,
angeschweißt an dem Unterbau 20; 24 Befestigungsstützarm; 25 Lagerwelle, verschweißt
mit dem Unterbau 2u und dem Flansch 23; 26 Tür (Pumpenanordnung läßt sich durch
diese Tür zu Waitngszwecken herausheben).
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Karosserie: 150 Klammergehäuse läßt sich zusammenbauen oder schmieden;
151 Keile mit befestigten Zähnen; 152 Bolzen; 153 Mutter; B Autokarosserle; F AutorahmenO
Obgleich in den Fig. 1 und 2 ein zentraler Unterbau 20 dargestellt ist, lassen sich
auch zwei Unterbaue verwenden, und zwar je liner auf jeder Seite eines Fahrzeugstandplatzes.
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Außerdem kann ein Unterbau an jedem Fahrzeug vorne und ein weiterer
für den hinteren Teil des Fahrzeugs verwendet werden.
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Derartige Anordnungen hängen davon ab, ob noch größere Bequemlichkeit
bei der Durchführung der Reparaturen verlangt wird, In den Fällen, in denen mehrere
Unterbaue verwendet werden sollen, sind in dem Gesamtgebäude im allgemeinen zusätzliche
Einrichtungen, wie Gruben oder Rampen, vorhanden.
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Die hier beschriebene Vorrichtung führt vielseitige Zugaufgaben bei
der Reparatur beschädigter Teile aus, wobei die Zugkräfte in umgekehrter Richtung
zu derjenigen einwirken, die zur Beschädigung oder Zerstörung geführt haben. Die
Metalle werden, ohne erwärmt zu werden, in ihre ursprüngliche spezielle Relativlage
zurückgezogen oder zumindest so weit zurückgezogen, daß sie innerhalb der ursprünglich
fabrikmäßig vorgesehenen Toleranzen liegen. In Abhängigkeit von
dem
Umfang und der Art der in einer Werkstatt durchzuführenden Arbeiten lassen sich
Größe, Funktion und Kapazität der Vorr richtung mit zusätzlichen Teilen vergrößern9
die ohne änderung oder nur geringfügige Änderung an vorher erworbene Vorrichtungen
anpaßbar sind.
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Bei allen Einzelteilen führt die Verwendung der Zug ständer und ihrer
in geeigneter Weise angeordneten, wahlweise einstellbaren und niederhaltbaren Zubehörteile
zu schnellen und genauen Einstellvorgängen, die kein Anheben, beschwerliches Umsetzen
oder Manipulieren durch irgendjemanden erfordern, der in einer Werkstatt ein Fahrzeug
repariert.