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Die
Erfindung betrifft eine Kraftstoffpumpe zur Abgabe von unter hohem
Druck stehendem Kraftstoff an ein Kraftstoffeinspritzsystem eines
Verbrennungsmotors. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Kraftstoffpumpe
zur Regulierung des Drucks von Kraftstoff in einem Speicher oder
in der gemeinsamen Druckleitung eines "common rail"-Kraftstoffsystem,
wie es beispielweise in
US
5,911,208 A beschrieben ist.
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Eine übliche Kraftstoffpumpe
zur Verwendung bei der Zufuhr von Kraftstoff an ein "common rail"-Kraftstoffeinspritzsystem
umfasst eine Mehrzahl von Pumpenkolben, von denen jeder innerhalb
einer entsprechenden Zylinder- oder Kolbenbohrung verschiebbar angebracht
ist, um das Unter-Druck-Setzen oder Verdichten von Kraftstoff innerhalb
einer entsprechenden Pumpenkammer zu bewirken. Eine Antriebsanordnung,
typischerweise eine Stößel- und Rollen-Anordnung,
die von einer Nocke (einem Nockenrad) angetrieben wird, kann betätigt werden,
um die Hin- und Herbewegung des Kolbens innerhalb seiner Bohrung
zu bewirken.
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Ein
Einlass-Rückschlagventil
ist der Pumpenkammer zugeordnet und kann in Reaktion auf den Förderdruck
von einer Niederdruckpumpe betätigt
werden, um die Befüllung
der Pumpenkammer zu steuern. Ein Auslass-Rückschlagventil kann in Reaktion
auf den Kraftstoffdruck in der Pumpenkammer betätigt werden, um die Zufuhr
von Kraftstoff aus der Pumpenkammer zu der gemeinsamen Druckleitung zu
steuern.
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1 stellt
die Kolbenbewegung als Funktion der Zeit dar, während sich der Stößel über die
Nockenoberfläche
der Antriebsanordnung bewegt, 2 stellt
den Zustand des Auslass-Rückschlagventils über einen
Pumpenzyklus hinweg dar, und 3 zeigt
den Status des Einlass-Rückschlagventils.
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Wenn
der Kolben einen Förderhub
ausführt, mit
dem das Volumen der Pumpenkammer verringert wird, wird das Einlassventil
veranlasst, sich zu schließen
(Zeit T1), und der Kraftstoffdruck innerhalb der Pumpenkammer steigt
an. Wenn der Kraftstoffdruck innerhalb der Pumpenkammer einen vorgegebenen Wert übersteigt,
wird das Auslassventil veranlasst, sich zu öffnen (Zeit T2), um es zu ermöglichen,
dass unter hohem Druck stehender Kraftstoff aus der Pumpenkammer
zum "common rail" fließen kann. Während eines
Rückhubs
des Kolbens wird das Auslassventil veranlasst, sich zu schließen (Zeit
T3), wenn der Kraftstoffdruck innerhalb der Pumpenkammer auf weniger als
den vorgegebenen Wert absinkt, um ein Fließen in umgekehrter Richtung
aus der gemeinsamen Druckleitung zu verhindern. Anschließend wird
das Einlassventil veranlasst, sich zu öffnen (Zeit T4), um es zu ermöglichen,
dass Kraftstoff mit Förderdruck
durch das Einlassventil angesaugt wird und dadurch die Pumpenkammer
füllt,
so dass sie für den
Beginn des nächsten
Pumpenhubs bereit ist.
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Es
ist bekannt, den Kraftstoffdruck innerhalb der gemeinsamen Druckleitung über eine
genaue Steuerung des gepumpten Kraftstoffvolumens zu regulieren,
und zwar auf ansteigende Druckübergänge mit
Hilfe des Einlassventils und, zusätzlich, durch Abströmenlassen
von unter Druck gesetztem Kraftstoff zu einem Ablauf durch eine Überströmventil-Anordnung
während
abnehmender Druckübergänge. Ein Nachteil
dieses Druckregulierungs-Schemas liegt darin, dass es Energie verschwendend
ist, und dies hat eine nachteilige Wirkung auf den Kraftstoffverbrauch des
Fahrzeugs.
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Im
Hinblick auf den Hintergrund der vorliegenden Erfindung beschreibt
EP 0 711 914 ein "common rail"-Kraftstoffsystem,
in dem Kraftstoff innerhalb einer Pumpenkammer unter Druck gesetzt
wird und entweder in Richtung eines primären Speichervolumens oder,
falls der Kraftstoff innerhalb des ersten Speichervolumens unter übermäßigem Druck steht,
zu einem sekundären
Speichervolumen geführt
wird. Ein elektromagnetisch betätigbares
Einlassventil ist vorhanden, um den Kraftstofffluss in die Pumpenkammer
zu steuern.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Ablaufschema
für die
Regulation des Kraftstoffdrucks innerhalb eines "common rail" bereitzustellen. Gemäß einer
ersten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird eine Kraftstoffpumpe zur
Verwendung bei der Zufuhr von unter hohem Druck stehendem Kraftstoff
an eine gemeinsame Druckleitung ("common rail") eines Kraftstoff-Einspritzsystems
bereitgestellt, wobei die Kraftstoffpumpe umfasst:
einen Pumpenkolben,
der innerhalb einer Kolbenbohrung hin- und her bewegbar ist, um
zu bewirken, dass Kraftstoff innerhalb einer Pumpenkammer während eines
Pumpenzyklus unter Druck gesetzt wird, wobei der Kolben im Betrieb
einen Förderhub,
bei welchem der Kolben innerhalb der Pumpenbohrung nach innen getrieben
wird, um das Volumen der Pumpenkammer zu verringern, und einen Rückhub aufweist,
in welchem sich der Kolben aus der Bohrung heraus bewegt, um das
Volumen der Pumpenkammer zu vergrößern,
eine Einlassventil-Anordnung
mit einem Einlassventil, das zwischen einer Einlass-Offenstellung, in
welcher die Pumpenkammer mit einer Niederdruck-Kraftstoffquelle in Verbindung steht,
und einer Einlass-Geschlossenstellung, in welcher die Verbindung
zwischen der Niederdruck-Kraftstoffquelle und der Pumpenkammer unterbrochen
ist, bewegbar ist, wobei das Einlassventil in Reaktion auf den Kraftstoffdruck,
der auf das Einlassventil einwirkt, von der Einlass-Geschlossenstellung
zur Einlass-Offenstellung bewegt werden kann, und worin die Einlassventil-Anordnung
ein erstes Betätigungsorgan
umfasst, das betrieben werden kann, um das Einlassventil für mindestens
einen Teil des Förderhubs
in der Einlass-Offenstellung zu belassen,
und eine Auslassventil-Anordnung
mit einem Auslassventil, das zwischen einer Auslass-Offenstellung, in
der die Pumpenkammer mit der gemeinsamen Druckleitung (dem "common rail") in Verbindung steht,
und einer Auslass-Geschlossenstellung,
in welcher die Verbindung zwischen dem "common rail" und der Pumpenkammer unterbrochen ist,
bewegbar ist, wobei das Auslassventil in Reaktion auf den auf das
Auslassventil einwirkenden Kraftstoffdruck von der Auslass-Geschlossenstellung
zur Auslass-Offenstellung bewegt werden kann, und worin die Auslassventil-Anordnung
ein zweites Betätigungsorgan
umfasst, das betrieben werden kann, um das Auslassventil für zumindest
einen Zeitraum des Rückhubs
in der Auslass-Offenstellung zu belassen,
wodurch es ermöglicht wird,
dass die Pumpenkammer während
des Rückhubs
durch das Auslassventil hindurch gefüllt wird und der Kraftstoffdruck
innerhalb des "common
rail" reguliert
wird.
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Die
Erfindung ermöglicht
es, dass der Leitungsdruck durch Verändern des Punktes im Verlauf des
Rückhubs
oder Rückwärtshubs,
an dem das Auslassventil durch das zweite Betätigungsorgan geschlossen wird,
verändert
wird. Wenn das Auslassventil gegen Ende des Kolben-Rückwärtshubs
geschlossen wird, kann ein relativ großes Kraftstoffvolumen von der
gemeinsame Druckleitung in die Pumpenkammer fließen, was die Pumpenkammer füllt und
für eine
Entlastung des Kraftstoffdrucks in der Leitung sorgt. Wenn das Auslassventil
geschlossen wird, während
der Kolben noch seinen Rückwärtshub ausführt, wird
der Kraftstoffdruck innerhalb der Leitung um einen geringeren Betrag
entlastet.
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Die
Pumpe ist so ausgestaltet, dass sie eine Pumpenfunktion zu dem Zweck,
gepumpten Kraftstoff an das verbundene "common rail" abgeben zu können, und eine Antriebsfunktion
zur Verfügung stellt,
durch die der Kraftstoffdruck innerhalb des "common rail" abgebaut wird und eine Antriebskraft auf
den Kolben rückübertragen
wird, um den Rückwärtshub zu
unterstützen.
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Die
Kraftstoffpumpe kann, muss aber nicht, so hergestellt bzw. ausgebildet
sein, dass sie eine Antriebsanordnung zum Antreiben des Kolbens
für die
Ausführung
des Pumpenhubs aufweist. Die Antriebsanordnung kann eine Stößel- und
Rollen-Anordnung umfassen, die im Betrieb mit einer angetriebenen
Nocken zusammenwirken kann.
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Alternativ
kann die Antriebsanordnung eine Schuh-(Gleitsegment-) und Roller-Anordnung umfassen.
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Wenn
am Ende des Rückwärtshubs
unter hohem Druck stehender Kraftstoff von der Leitung zur Pumpenkammer
fließen
kann, wird eine Kraft auf den Kolben und die damit verbundene Antriebsanordnung
aufgebracht, die mechanische Energie auf die angetriebene Nockenwelle
rücküberträgt, was dazu
dient, die Drehung des Antriebsschaftes zu unterstützen (d.
h. ein Antriebseffekt).
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Da
die Betätigungsorgane
nur dazu erforderlich sind, die Einlass- und Auslass-Ventile in ihrer
Offenstellung zu halten, während
das Öffnen
der Ventile mit Hilfe hydraulischer Kräfte erfolgt, müssen, die
Betätigungsorgane
keine große
Betätigungskraft
aufbringen, um die Ventile zu öffnen,
und müssen
daher nur relativ kompakt sein.
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Die
Kraftstoffpumpe kann auch in einem normalen Pumpenmodus betrieben
werden, in welchem die Einlass- und Auslass-Betätigungsorgane überflüssig sind
und keinerlei Energie benötigen.
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Vorzugsweise
ist das Einlass- und/oder das Auslass-Betätigungsorgan ein elektromagnetisches Betätigungsorgan.
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Vorzugweise
wird das Auslassventil mit Hilfe einer Auslassventil-Feder gegen
einen Ventilsitz gespannt.
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Vorzugsweise
wird auch das Einlassventil mit Hilfe einer Einlassventil-Feder
gegen einen weiteren Ventilsitz gespannt.
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Die
Kraftstoffpumpe kann eine Mehrzahl von Pumpenkolben umfassen, von
denen jeder innerhalb einer entsprechenden Kolbenbohrung hin- und
her bewegbar ist, um die Beaufschlagung von Kraftstoff innerhalb
einer entsprechenden Pumpenkammer mit Druck zu bewirken.
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Die
Kolben können
radial um einen mittigen Antriebsschaft angeordnet sein, der eine
Nocke (ein Nockenrad) trägt,
die allen Kolben gemeinsam ist, wobei die Nocke eine Oberfläche aufweist,
mit der im Betrieb die Rolle jeder Antriebsanordnung zusammenwirkt.
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Die
Nocke kann derart angeordnet sein, dass die Kolben radial einwärts oder
radial auswärts,
bezogen auf die Nockenoberfläche,
angetrieben werden, während
sich die Rollen über
die Nockenoberfläche
bewegen.
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Gemäß einer
zweiten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zum Regulieren des Kraftstoffdrucks innerhalb eines "common rail" eines Kraftstoffeinspritzsystems
unter Verwendung der hier beschriebenen Kraftstoffpumpe bereitgestellt,
umfassend die Schritte:
Belassen des Einlassventils in der
Einlass-Offenstellung mit Hilfe einer durch das erste Betätigungsorgan aufgebrachten
Kraft für
mindestens einen Teil des Förderhubs,
und
Belassen des Auslassventils in der Auslass-Offenstellung
mit Hilfe einer durch das zweite Betätigungsorgan aufgebrachten
Kraft für
mindestens einen Teil des Rückwärtshubs,
wodurch unter hohem Druck stehender Kraftstoff innerhalb der Leitung
während des
Rückwärtshubs
in die Pumpenkammer fließen kann,
um den Kraftstoffdruck innerhalb der gemeinsamen Druckleitung (des "common rail") zu regulieren.
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Gemäß einer
dritten Ausgestaltung der Erfindung wird ein "common rail"-Kraftstoffsystem
bereitgestellt, das die hier beschriebene Kraftstoffpumpe umfasst,
worin die Pumpe so angeordnet ist, dass sie eine Pumpenfunktion
zum Aufbringen von Druck auf für
die Abgabe an ein "common
rail" vorgesehenen Kraftstoff
innerhalb einer Pumpenkammer und eine Antriebsfunktion zur Entlastung
des Kraftstoffdrucks in der gemeinsamen Druckleitung und zur Rückführung einer
Antriebskraft auf den Kolben zum Unterstützen des Rückwärtshubs ausüben kann.
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Es
sollte klar sein, dass bevorzugte und/oder fakultative Merkmale
der ersten und der zweiten Ausgestaltung der Erfindung auch Bestandteil
der dritten Ausgestaltung der Erfindung sein können.
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Nachstehend
soll die Erfindung ausschließlich
beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben werden,
worin:
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1 ein
Diagramm ist, das die Kolbenbewegung in einer Kraftstoffpumpe über einen
Pumpenzyklus hinweg zeigt,
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die 2 und 3 Diagramme
sind, die den Zustand des Auslass- bzw. des Einlass-Rückschlagventils
während
des Pumpenzyklus der 1 für eine bekannte Kraftstoffpumpe
darstellen,
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4 eine
Schnittansicht eines Teils einer Kraftstoffpumpe gemäß der vorliegenden
Erfindung ist,
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5 ein
Diagramm zur Erläuterung
der Kolbenbewegung über
einen Pumpenzyklus (wie in 1) für die Kraftstoffpumpe
der vorliegenden Erfindung ist,
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6 ein
Diagramm ist, das den Zustand des Einlassventils in der Kraftstoffpumpe
in 4 über
einen Pumpenzyklus hinweg während
eines normalen Betriebsmodus zeigt,
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7 ein
Diagramm ist, das den Zustand des Auslassventils in der Kraftstoffpumpe
in 4 über
einen Pumpenzyklus hinweg während
eines normalen Betriebsmodus zeigt,
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die 8(a) und 8(b) Diagramme
sind, die den Zustand des Auslassventils bzw. den Zustand eines
Auslassventil-Betätigungsorgans
für die in 4 gezeigte
Kraftstoffpumpe über
einen Pumpenzyklus hinweg während
eines modifizierten Betriebsmodus darstellen sollen,
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9(a) und 9(b) Diagramme
sind, die den Zustand des Einlassventils bzw. den Zustand eines
Einlassventil-Betätigungsorgans
für die
in 4 gezeigte Kraftstoffpumpe über einen Pumpenzyklus hinweg
während
eines modifizierten Betriebsmodus darstellen sollen,
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10 ein
Diagramm ist, das den Leitungsdruck über einen Pumpenzyklus hinweg
während
eines normalen Betriebsmodus der Pumpe gemäß 4 darstellen
soll, und
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11 ein
Diagramm ist, das den Leitungsdruck über einen Pumpenzyklus hinweg
während
eines modifizierten Betriebsmodus der Pumpe in 4 darstellen
soll.
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Um
nochmals auf den Hintergrund der vorliegenden Erfindung zurückzukommen,
beschreibt
EP 0 821 156 eine
Kraftstoffpumpe zum Abgeben von unter hohem Druck stehendem Kraftstoff
an ein "common rail"-Kraftstoffsystem,
wobei die Pumpe eine Mehrzahl von Pumpen-Bauteilen umfasst, von denen
jedes einen Kolben zum Unter-Druck-Setzen von
Kraftstoff innerhalb einer entsprechenden Pumpenkammer umfasst.
Jede Pumpenkammer wird durch eine entsprechende Einlassöffnung befüllt, jedoch
ohne Einlassventil, so dass der Kolben immer einen vollständigen Förderhub
ausführt,
und es gibt keine Beschränkung
bezüglich
der Befüllung
der Kammer. Dies führt
dazu, dass der Abgabehub jedes Pumpenkolbens immer zu der Abgabe
einer vollständigen
Kraftstoffgabe durch ein verbundenes Auslassventil an die gemeinsame
Druckleitung führt.
Um das von der Pumpe abgegebene Kraftstoff-Nettovolumen zu steuern,
ist jedes Pumpenbauteil mit einem elektromagnetischen Ventil ausgestattet,
das betätigt werden
kann, um das damit verbundene Auslassventil in einer Offenstellung
zu halten. Damit kann am Ende eines jeden Förderhubs das Auslassventil
für einen
Teil des Rückwärtshubs
offengehalten werden, um einen Kraftstofffluss in Gegenrichtung
in die Pumpenkammer zu ermöglichen.
Durch Verändern
des Punktes im Rückwärtshub,
an dem das Auslassventil geschlossen wird, kann das Nettovolumen
des aus der Kammer an das "common
rail" abgegebenen,
unter Druck stehenden Kraftstoffs gesteuert werden (in einem Bereich
zwischen einer Abgabe von Null und dem Maximum, aber nicht unter
Null).
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Unter
Bezugnahme auf 4 umfasst eine Ausgestaltung
der Kraftstoffpumpe der vorliegenden Erfindung einen Kolben 10,
der innerhalb einer in einem Pumpengehäuse 14 ausgebildeten
Kolbenbohrung 12 bewegt werden kann, um Kraftstoff innerhalb einer
Pumpenkammer 16, die durch ein geschlossenes Ende der Bohrung 12 und
eine Endfläche
des Kolbens 10 begrenzt wird, unter Druck zu setzen.
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Der
Kolben 10 ist an eine Antriebsanordnung mit einem Stößel 18,
mit dem der Kolben verbunden ist, und einer Rolle 20, die
mit der Oberfläche
einer Nocke (eines Nockenrades) 22 zusammenwirkt, gekoppelt.
Die Nocke 22 ist auf einem Antriebsschaft (nicht gezeigt)
befestigt, und wenn der Schaft während
des Betriebs gedreht wird, bewirkt dies, dass sich die Rolle 20 über die
Nockenoberfläche
bewegt, was eine Hin- und Herbewegung des Stößels 18 und damit
des Kolbens 10 verursacht. Typischerweise ist der Kolben 10 mit
einer Rückstellfeder
(nicht gezeigt) ausgestattet, die angeordnet ist, um derart auf
den Stößel 18 einzuwirken,
dass der Kolben 10 gezwungen wird, einen Rückwärtshub eines
Pumpenzyklus auszuführen,
in welchem der Kolben sich auswärts aus
der Bohrung 12 bewegt.
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Das
Pumpengehäuse 14 ist
mit einem Einlasskanal 24 ausgestattet, der Kraftstoff über ein
Einlassdosierventil (nicht gezeigt) in Verbindung mit einer Niederdruck-Kraftstoffpumpe (ebenfalls
nicht gezeigt) empfängt.
Das Einlass-Dosierenteil steuert die Flussmenge des unter niederem
Druck stehenden Kraftstoffs in den Einlasskanal 24 und
damit in die Pumpenkammer 16. Der Einlasskanal 24 steht über eine
elektromagnetisch betätigbare
Einlass-Ventilanordnung 26 mit der Pumpenkammer 16 in
Verbindung. Die Einlassventil-Anordnung 26 umfasst ein erstes
Ventilgehäuse 27,
das innerhalb einer ersten Querbohrung im Pumpengehäuse 14 angeordnet
ist, und umfasst ein Einlass-Kugelventil 28,
das mit Hilfe einer Einlassventil-Feder 32 in eine Geschlossenstellung
gespannt ist, in welcher es gegen einen ersten Ventilsitz 30 sitzt,
um die Verbindung zwischen dem Einlasskanal 24 und der
Pumpenkammer 16 zu unterbrechen. Im Betrieb wird das Einlassventil 28 dazu veranlasst,
sich weg von seinem Sitz in die Offenstellung zu bewegen, wenn die
auf dem Kraftstoffdruck innerhalb des Einlasskanals 24 beruhende
hydraulische Kraft ausreicht, um die Federkraft, die ihre Kraft in
Kombination mit dem Kraftstoffdruck innerhalb der Pumpenkammer 16 entfaltet,
zu überwinden,
wodurch es möglich
wird, dass Kraftstoff zwischen dem Einlasskanal 24 und
der Pumpenkammer 16 fließt. Das Einlassventil 28 ist
mit einem Anker 34 eines Einlassventil-Betätigungsorgans 29 gekoppelt,
das eine erste Wicklung 36 aufweist, die mit Energie beaufschlagt
werden kann, um das Einlassventil 28 weg von dem ersten
Ventilsitz 30 (d. h. nach rechts verschoben zur in 4 gezeigten
Stellung) zu halten, wie nachstehend in weiteren Einzelheiten beschrieben.
Die Einlassventil-Anordnung 26 ist so gestaltet, dass dann,
wenn die erste Wicklung 26 ab- oder heruntergeschaltet
wird, das Einlassventil 28 mittels der auf dem Kraftstoffdruck
innerhalb der ersten Pumpenkammer 16 beruhenden hydraulischen
Kraft, die in Kombination mit der Einlassventil-Feder 32 wirkt, gegen
den ersten Ventilsitz 30 gedrückt wird.
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Das
Pumpengehäuse 14 ist
außerdem
mit einem Auslass-Abgabekanal 40 ausgestattet, durch den
unter hohem Druck stehender Kraftstoff unter der Steuerung einer
Auslassventil-Anordnung 42 von der Pumpenkammer 16 an
die gemeinsame Druckleitung (nicht gezeigt) abgegeben wird. Die
Auslassventil-Anordnung 42 umfasst ein Auslassventilgehäuse 43,
das in einer zweiten Querbohrung im Pumpengehäuse 14 angeordnet
ist, und umfasst ein Auslassventil 44, das mit einem zweiten
Ventilsitz 46 zur Anlage gelangen kann, um den Kraftstofffluss
zwischen der Pumpenkammer 16 und dem Auslasskanal 40 zu steuern.
Das Auslassventil 44 wird mit Hilfe einer Auslassventil-Feder 48 und
dem Kraftstoffdruck innerhalb des Auslasskanals 40 in Richtung
einer Geschlossenstellung vorgespannt, in welcher es gegen den zweiten
Ventilsitz 46 sitzt. Das Auslassventil 44 kann
weg von dem zweiten Ventilsitz 46 in eine Offenstellung
bewegt werden, in der die Pumpenkammer 16 mit dem Auslasskanal 40 in
Verbindung steht, wenn die auf dem Kraftstoffdruck innerhalb der
Pumpenkammer 16 beruhende hydraulische Kraft ausreicht,
um die kombinierte Kraft der Auslassventil-Feder 48, die in Kombination
mit dem Kraftstoffdruck innerhalb des Auslasskanals 40 wirkt,
zu überwinden, wie
nachstehend in weiteren Einzelheiten beschrieben wird. Das Auslassventil 44 kann
mit Hilfe eines Auslassventil-Betätigungsorgans 45,
welches eine zweite Wicklung 50 umfasst, in der Offenstellung
gehalten werden, wobei die zweite Wicklung 50 so gestaltet
ist, dass dann, wenn sie mit Energie beaufschlagt ist, eine magnetische
Kraft erzeugt wird, um das Auslassventil 44 weg von dem
zweiten Ventilsitz 46 (d. h. nach rechts verschoben zur
in 4 gezeigten Stellung) zu halten. Wenn (die) Energie
von der zweiten Wicklung 50 heruntergenommen wird, wird das
Auslassventil 44 mit Hilfe der auf dem Kraftstoffdruck
innerhalb des Auslasskanals 40 beruhenden hydraulischen
Kraft und der Kraft der Auslassventil-Feder 48 in Anlage
mit dem zweiten Ventilsitz 46 gedrückt.
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Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf die 5 bis 7 sei auf
einen ersten Betriebsmodus ("Normalmodus") verwiesen, in welchem
sowohl die erste als auch die zweite Wicklung 36, 50 über den gesamten
Pumpenzyklus hinweg nicht mit Energie beaufschlagt wird. Der Pumpenkolben 10 nimmt
zu Beginn des Pumpenzyklus seine innerste Stellung innerhalb der
Kolbenbohrung 12 ein (d. h. die oberste Stellung in der
in 4 gezeigten Orientierung), und der Kraftstoffdruck
innerhalb der Pumpenkammer 16 ist aufgrund der Druckbeaufschlagung,
die durch den zuvor erfolgten Förderhub
verursacht wurde, hoch. Das Auslassventil 44 ist infolge
der Angleichung der Kraftstoffdrücke
innerhalb der Pumpenkammer 16 und des Auslasskanals 40 geschlossen
(Zeit T3).
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Auf
den Beginn seines Rückwärtshubs
hin kann sich das Kolbenelement 10 anfänglich aus der Kolbenbohrung 12 zurückziehen,
und zwar als Folge der Entspannung innerhalb der Pumpenkammer 16 und
der Zurückziehung
des Stößels 18 unter
der Kraft der Rückstellfeder,
während
sich die Rolle 20 über
die Oberfläche
der Nocke 22 bewegt. Weil sich der Druck in der Pumpenkammer 16 entspannt,
wird ein Punkt erreicht, an dem der Druck in der Pumpenkammer 16 infolge
des Einfließens
von Kraftstoff in den Einlasskanal 24 unter den Druck abfällt, der
erforderlich ist, um das Einlassventil 28 von dem ersten Ventilsitz 30 abzuheben,
und der nächste
Befüllungsabschnitt
beginnt (Zeit T4).
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Die
weitere Bewegung des Pumpenkolbens 10 auswärts aus
der Kolbenbohrung 12 wird durch eine Kraft bewirkt, die
von der Rückstellfeder
auf den Pumpenkolben 10 ausgeübt wird. Die Zurückziehung des
Stößels 18 erfolgt
unter der Kraft der Rückstellfeder,
was bewirkt, dass sich die Rolle 20 über die Oberfläche der
Nocke 22 hinweg bewegt. Während der Befüllungsphase
verbleibt das Auslassventil 44 aufgrund eines hohen Kraftstoffdrucks
innerhalb des Auslasskanals 40 und aufgrund der Kraft der
Auslassventil-Feder 48 in seiner Sitzstellung gegen den zweiten
Ventilsitz 46.
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Am
Ende des Rückwärtshubs,
nachdem der Stößel 18 seine
unterste Stellung in der in 4 gezeigten
Darstellung erreicht hat, wird die Rolle 20 in Aufwärtsrichtung
gedrückt,
da sie der Oberfläche
der Nocke 22 folgt, was bewirkt, dass der Stößel 18 den Pumpenkolben 10 ins
Innere der Kolbenbohrung 12 treibt oder drückt (ein
Förderhub).
Anfänglich,
wenn der Pumpenkolben 10 seine äußerste Stellung innerhalb der
Kolbenbohrung 12 einnimmt und während der Pumpenkolben 10 damit
beginnt, sich ins Innere der Bohrung 12 zu bewegen, befindet
sich die Pumpenkammer 16 immer noch in Verbindung mit dem Einlasskanal 24,
da das Einlassventil 28 offen ist. Die weitere Bewegung
des Pumpenkolbens 10 unter dem Antrieb des Stößels 18 bewirkt,
dass sich das Volumen der Pumpenkammer 16 verringert, wodurch der
Kraftstoffdruck in der Pumpenkammer 16 ansteigt. Nach einem
Teil des Weges entlang des Förderhubs
wird ein Punkt erreicht, an dem das Einlassventil 28 aufgrund
des ansteigenden Kraftstoffdrucks innerhalb der Pumpenkammer 16 gegen
seinen Sitz gedrückt
wird (Zeit T5), wodurch verhindert wird, dass weiterhin Kraftstoff
durch den Einlasskanal 24 in oder aus der Pumpenkammer 16 fließt.
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Während sich
der Förderhub
des Kolbens fortsetzt, wird Kraftstoff innerhalb der Pumpenkammer 16 in
ausreichend hohem Maße
unter Druck gesetzt, um zu bewirken, dass sich das Auslassventil 44 von
seinem Sitz abhebt (Zeit T6), was es möglich macht, dass unter Druck
gesetzter Kraftstoff von der Pumpenkammer 16 in den Auslasskanal 40 und
damit zur gemeinsamen Druckleitung fließt.
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Am
Ende des Förderhubs,
wenn der Pumpenkolben 30 das Ende seines Bewegungsbereichs erreicht,
wird das Auslassventil 40 infolge von unter hohem Druck
stehendem Kraftstoff innerhalb des Auslasskanals 40 und
der Kraft der Auslassventil-Feder 48 gegen
seinen Sitz gedrückt
(Zeiten T3, T7), wodurch ein hoher Kraftstoffdruck innerhalb des
Auslasskanals 40 und damit innerhalb des "common rail" gehalten wird.
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10 illustriert
den Leitungsdruck während des
normalen Betriebs für
den voranstehend beschriebenen Pumpenzyklus. Es lässt sich
sehen, dass am Ende des Förderhubs
(Zeiten T3, T7), wenn das Auslassventil 44 geschlossen
ist, der Leitungsdruck unter einem Druck P1 gehalten wird.
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Unter
manchen Betriebsbedingungen ist es wünschenswert, das Ausmaß des Druckanstiegs
für den
Kraftstoff innerhalb der Leitung zu verringern, beispielsweise wenn
eine Kraftstoffeinspritzung in den Motor nicht erforderlich ist.
Das Volumen an gepumptem Kraftstoff wird durch das Einlass-Dosierventil
und die Zeitlänge
festgelegt, während
der das Einlassventil 28 offen ist und damit den Fluss
von Kraftstoff in die Pumpenkammer 16 ermöglicht.
Das Volumen an gepumptem Kraftstoff kann daher durch eine beschränkte Befüllung der
Kammer 16 gesteuert werden, so dass der Kolben 10 nur
einen Teil des Förderhubs
pumpt ("Teilhub-Pumpen"). Bei dieser Betriebsart
wird das Auslassventil 44 veranlasst, sich in einem späteren Stadium
des Förderhubs
zu öffnen,
wie es durch die gepunkteten Linien in 6 dargestellt
ist. 10 stellt den Druck, P1, in der Leitung während des
Pumpenzyklus für
das Vollhub-Pumpen im Vergleich mit dem Druck in der Leitung, P2,
für das
Teilhub-Pumpen dar (wie mit den gestrichelten Linien gezeigt). Für das Teilhub-Pumpen
ist der finale, an die Leitung abgegebene Druck um den Betrag ΔP geringer
als für
das Vollhub-Pumpen.
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Unter
anderen Betriebsbedingungen ist es wünschenswert, den Druck in der
Leitung momentan zu reduzieren, in welchem Fall eine elektromagnetische
Steuerung der Einlass- und Auslassventilanordnungen 26, 42 verwendet
werden kann, um die Funktion des Einlass- und des Auslassventils 28, 44 zu verändern (bezeichnet
als "modifizierter
Pumpenbetrieb").
Die 8(a) und 8(b) stellen
den Zustand des Auslassventils 44 während des modifizierten Pumpenbetriebs
bzw. den entsprechenden Stromimpuls, der auf die elektromagnetische
Wicklung 50 des Auslassventil-Betätigungsorgans 45 aufgebracht
wird, dar. Die 9(a) und 9(b) stellen den
Zustand des Einlassventils 28 während des modifizierten Pumpenbetriebs
bzw. den entsprechenden Stromimpuls, der auf die elektromagnetische
Wicklung 36 des Einlassventil-Betätigungsorgans 29 aufgebracht
wird, dar.
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Bezugnehmend
auf 8(b) wird die elektromagnetische
Wicklung 50 des Auslassventil-Betätigungsorgans 45 nach
einer Teilstrecke des Förderhubs
(Zeit T8) mit Energie beaufschlagt. Auf die anfängliche Energiebeaufschlagung
hin ist die magnetische Kraft der Anziehungswirkung auf das Auslassventil 44 erst
einmal ungenügend,
um das Ventil 44 zu veranlassen, sich innerhalb des Auslasskanals 40 gegen
den unter hohem Druck stehenden Kraftstoff zu bewegen, aber nach
einer kurzen Zeit (zum Zeitpunkt T9), wird, weil sich der Kraftstoffdruck
innerhalb der Pumpenkammer 16 erhöht, das Auslassventil 44 veranlasst,
sich von seinem Sitz abzuheben, wodurch der Fluss von Kraftstoff
in den Auslasskanal 40 und damit zur Leitung ermöglicht wird.
Die Energiebeaufschlagung der Wicklung 50 wird für den verbleibenden
Teil des Förderhubs
und für
einen anfänglichen
Zeitraum des Rückwärtshubs
aufrecht erhalten, was bewirkt, dass Kraftstoff innerhalb der Leitung
während
des Rückwärtshubs
in die Pumpenkammer 16 fließt, was zu einer Entlasung
oder Freigabe des Hubvolumens von Kraftstoff innerhalb der Leitung
führt und
damit bewirkt, dass der Kraftstoffdruck innerhalb der Leitung verringert
wird. Der aus der Leitung freigesetzte Kraftstoff dient dazu, eine Kraft
auf die Anordnung aus dem Stößel 18 und
der Rolle 20 auszuüben,
was mechanische Energie zu der angetriebenen Nocke 22 zurückführt und
die Bewegung des Antriebsschaftes unterstützt. Indem das Auslassventil 44 für einen
Teil des Rückwärtshubs
in seinem offenen Zustand gehalten wird, stellt die Pumpe daher
eine bewegende oder antreibende Funktion bereit, um den Antrieb
der Nocke 22 zu unterstützen.
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Kurz
vor dem Ende des Rückwärtshubs
(Zeit T10) wird Energie von der Wicklung 50 genommen, und
das Auslassventil 44 wird aufgrund von Druck in dem Auslasskanal 40,
der in Kombination mit der Auslassventil-Feder 48 wirkt,
gegen seinen Sitz gedrückt,
und eine weitere Entlastung des Leitungsdrucks wird verhindert.
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Zur
im wesentlichen derselben Zeit, zu der die Energie von der Wicklung 50 des
Auslassventil-Betätigungsorgans 45 genommen
wird (Zeit T10), wird die Wicklung 36 des Einlassventil-Betätigungsorgans 29 mit
Energie beaufschlagt (wie in 9(b) gezeigt).
Anfänglich
ist die Beaufschlagung der Wicklung 36 mit Energie ungenügend, um
zu bewirken, dass sich das Einlassventil 28 infolge von
unter hohem Druck stehendem Kraftstoff innerhalb der Pumpenkammer 16,
der in Kombination mit der Einlassventil-Feder 32 wirkt, von seinem
Sitz anhebt, aber wenn sich der Kolben 10 weiter durch
seinen Rückwärtshub bewegt
hat (d. h. zum Zeitpunkt T11), wird ein leichter Saugdruck in der
Pumpenkammer 16 erzeugt, der bewirkt, dass sich das Einlassventil 28 aufgrund
des Drucks von durch den Einlasskanal 24 fließenden Kraftstoffs,
der auf den Anker 34 einwirkt, von seinem Sitz abhebt.
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Die
Energiebeaufschlagung der Wicklung 36 wird zum Zeitpunkt
T10 begonnen und über
den restlichen Rückwärtshub und
den sich anschließenden Förderhub
aufrechterhalten (bis zum Zeitpunkt T12), so dass das Einlassventil 28 abgehoben
von seinem Sitz verbleibt, während
der Kolben 10 ins Innere seiner Bohrung 12 getrieben
wird, was bewirkt, dass Kraftstoff innerhalb der Pumpenkammer 16 durch den
Einlasskanal 24 zu niederem Druck verdrängt wird.
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Kurz
vor dem obersten Punkt des Förderhubs
(Zeit T12) wird (die) Energie von der Wicklung 36 genommen,
was bewirkt, dass das Einlassventil 28 unter der Kraft
der Einlassventil-Feder 32 gegen seinen Sitz gedrückt wird.
Zur im wesentlichen selben Zeit wird die Wicklung 50 des
Auslassventil-Betätigungsorgans 45 mit
Energie beaufschlagt, wie zuvor bei dem Zeitpunkt T8 beschrieben.
Die verbleibende Kolbenbewegung am Ende des Förderhubs steigert den Druck
in der Pumpenkammer 16, so dass das Auslassventil 44 veranlasst
wird, sich am Beginn des nächsten
Rückwärts-(Füll-)Hubs
zu öffnen,
womit ein Betätigungszyklus
vollständig
ist.
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11 stellt
den Leitungsdruck während
des Pumpenzyklus für
den modifizierten Betrieb dar. Man kann erkennen, dass zwischen
dem Zeitpunkt T9, an dem das Auslassventil 44 veranlasst
wird, sich während
des Rückwärtshubs
zu öffnen,
und dem Zeitpunkt T10, an dem das Auslassventil 44 veranlasst wird,
sich auf das Ab- oder Herunterschalten der Wicklung 50 hin
zu schließen,
der Leitungsdruck auf einen Endwert, P3, fällt, der aufgrund einer Rückströmung durch
das offene Auslassventil 44 um einen Wert des ΔPA geringer als der anfängliche Leitungsdruck P1 (zum
Zeitpunkt T9) ist.
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Wenn
gewünscht
wird, den Leitungsdruck nur um einen Betrag ΔPB zu
entlasten, wird die Wicklung 50 des Auslassventil-Betätigungsorgans 45 zu einem
früheren
Zeitpunkt des Rückwärtshubs
ab- oder heruntergeschaltet, so dass ein geringeres Volumen an Kraftstoff
innerhalb der Leitung in die Pumpenkammer 16 fließen kann.
Dies wird durch die gestrichelten Linien in den 8(a) und 8(b) und
in 11 gezeigt. Damit kann der Leitungsdruck durch Verändern des
Zeitpunkts, zu dem sich das Auslassventil 44 während des
Rückwärtshubs
des Kolbens schließt,
gesteuert werden.
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In
der modifizierten Betriebsart wird die Beaufschlagung der Wicklung 50 des
Auslassventil-Betätigungsorgans 45 mit
Energie nicht dafür
benötigt, um
das Auslassventil 44 von seinem Sitz anzuheben, und Energie
wird ausschließlich
zu dem Zweck aufgebracht, das Auslassventil 44 während zumindest einem
Teil des Kolben-Rückwärtshubs
in einer Offenstellung zu halten. Dies unterscheidet sich von der normalen
Betriebsart, bei der sich das Auslassventil 44 während des
Kolben-Rückwärtshubs
in geschlossenem Zustand befindet und die Pumpenkammer 16 ausschließlich durch
das offene Einlassventil 28 befüllt wird. Wie in den 9(a) und 9(b) gezeigt, wird
das Einlassventil 28 in der modifizierten Betriebsart während des Rückwärtshubs
geschlossen gehalten, und das Befüllen erfolgt durch das offene Auslassventil 44.
Die Funktion der Ventile 28, 44 ist daher vertauscht.
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Es
ist auch nicht notwendig, die Wicklung 36 des Einlassventil-Betätigungsorgans 29 mit
Energie zu beaufschlagen, um das Einlassventil 28 zu öffnen, da
dies unter einer hydraulischen Kraft erfolgt. Es ist nur notwendig,
die Wicklung 36 mit Energie zu beaufschlagen, um das Einlassventil 28 während mindestens
eines Teils des Förderhubs
in der Offenstellung zu halten.
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Ein
Vorteil der Erfindung liegt deshalb darin, dass die Betätigungsorgane 29, 45 für das Einlassventil 28 bzw.
das Auslassventil 44 relativ klein und kompakt sein können, da
sie nicht dafür
benötigt
werden, um das Öffnungen
der Ventile 28, 44 zu veranlassen. Da das Öffnen der
Ventile 28, 44 hydraulisch erfolgt, wird auch
die Notwendigkeit für
ein empfindliches In-Phase-Setzen der Ventilsteuerung in der Steuerelektronik
vermieden. Dies macht auch einen reibungsloseren Betrieb möglich, in
dem sich die Ventile 28, 44 "natürlich" öffnen können. Zusätzlich dient der Rückstrom
von unter hohem Druck stehendem Kraftstoff während des Rückwärtshubs durch das Offenhalten
des Auslassventils 44 dazu, die Zurückführung von mechanischer Energie
auf die Antriebsanordnung zu ermöglichen,
was die Rotation der angetriebenen Nocke unterstützt. Die Pumpe wird daher angeordnet,
um sowohl eine Pumpenfunktion zum Unter-Druck-Setzen von Kraftstoff
innerhalb der Pumpenkammer zur Abgabe an das "common rail" als auch eine Bewegungs- oder Antriebsfunktion
bereitzustellen, durch die Leitung von Kraftstoffdruck entlastet
wird, der seinerseits dazu verwendet wird, um den Antrieb der Nocke
zu unterstützen,
wobei die Pumpen- und die Antriebsfunktion durch eine einzige Vorrichtung
zur Verfügung
gestellt werden.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Betätigungsorgane 29, 45 während des
normalen Pumpens (der normalen Betriebsart) überflüssig sind und daher keine Energie
verbrauchen.
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In
einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung kann das Einlass-Dosierventil stromaufwärts der
Pumpenkammer 16 weggelassen sein, so dass der Pumpenausstoß allein
mit Hilfe der Einlassventil-Anordnung 26 und der Auslassventil-Anordnung 42 gesteuert
wird. Für
diese Ausführungsform wird
die Pumpenkammer 16 beim Rückwärtshub vollständig gefüllt und
während
des Förderhubs
vollständig
in die Leitung entlastet. Wie zuvor beschrieben, wird kurz vor dem
Ende des Förderhubs
das Auslassventil-Betätigungsorgan 50 mit
Energie beaufschlagt, und wird das Auslassventil 44 für einen
Teil des Rückwärtshubs
offengehalten, was es möglich macht,
dass ein Teil des Kraftstoffs innerhalb der Leitung zur Pumpenkammer 16 zurückfließt und mechanische
Energie auf die angetriebene Nocke 22 und den Schaft rücküberträgt. Um den
gewünschten Druck
in der Leitung festzuhalten, wird (die) Energie von der Wicklung 50 des
Auslassventil-Betätigungsorgans 45 genommen,
und das Auslassventil 44 wird veranlasst, sich unter der
Wirkung von Kraftstoffdruck innerhalb der Leitung, der in Kombination
mit der Feder 48 einwirkt, zu schließen.
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In
einer alternativen Betriebsart, in der das Einlass-Dosierventil
weggelassen ist, kann die Pumpenkammer 16 beim Rückwärtshub vollständig gefüllt werden,
aber kurz vor dem Ende des Rückwärtshubs
wird das Einlassventil-Betätigungsorgan 29 mit Energie
beaufschlagt, um das Einlassventil 28 während des anfänglichen
Teils des Förderhubs
offen zu halten. Dies wirkt als vorzeitiges Überströmen ("pre-spill") während
des anfänglichen
Teils des Förderhubs,
um das Volumen des gepumpten Kraftstoffs zu steuern. Nach einem
vorgegebenen Teil des Förderhubs
wird (die) Energie von dem Einlassventil-Betätigungsorgan 29 genommen,
wodurch bewirkt wird, dass sich das Einlassventil 28 infolge
des Kraftstoffdrucks innerhalb der Pumpenkammer 36, der
in Kombination mit der Feder 32 wirkt, schließt. Der Kraftstoffdruck
innerhalb der Pumpenkammer 16 steigt während des verbleibenden Teils
des Förderhubs
weiterhin an, um das Auslassventil 44 in einer normalen
Betriebsart zu öffnen.