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DE60300823T2 - Verfahren zur Analyse von eines Sende- und/oder Empfangskette - Google Patents

Verfahren zur Analyse von eines Sende- und/oder Empfangskette Download PDF

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DE60300823T2
DE60300823T2 DE2003600823 DE60300823T DE60300823T2 DE 60300823 T2 DE60300823 T2 DE 60300823T2 DE 2003600823 DE2003600823 DE 2003600823 DE 60300823 T DE60300823 T DE 60300823T DE 60300823 T2 DE60300823 T2 DE 60300823T2
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DE
Germany
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chain
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further characterized
receiver
Prior art date
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Application number
DE2003600823
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English (en)
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Inventor
Dr. George Fischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lucent Technologies Network Systems GmbH
Original Assignee
Lucent Technologies Network Systems GmbH
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B1/00Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/38Transceivers, i.e. devices in which transmitter and receiver form a structural unit and in which at least one part is used for functions of transmitting and receiving
    • H04B1/40Circuits
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B17/00Monitoring; Testing
    • H04B17/10Monitoring; Testing of transmitters
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B17/00Monitoring; Testing
    • H04B17/20Monitoring; Testing of receivers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)
  • Noise Elimination (AREA)

Description

  • Erfindungsgebiet
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Analysieren einer Empfänger- und/oder Senderkonstruktion für Kommunikationssysteme und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Stand der Technik
  • Heutzutage werden Vergleiche unterschiedlicher Ansätze für Sender- und/oder Empfängerarchitekturen meistens auf Grundlage von Schaltbildern durchgeführt. Dahingehend ist typischerweise eine Liste aller wesentlicher Bauteile erforderlich, auf Grundlage derer eine Aufwands- und/oder Kostenschätzung durchgeführt wird. Typischerweise müssen jedoch selbst weniger relevante Bauteile wie beispielsweise Widerstände in einer solchen Liste über empirische Zahlen enthalten sein, wenn ein Schaltbild nicht so ausführlich ausgeführt ist.
  • Infolgedessen besteht ein Hauptproblem der heutigen Lösung für Aufwand und Kostenbewertung insbesondere hinsichtlich der Bereitstellung von Empfänger- und/oder Senderketten darin, daß ein Schaltbild benötigt wird und die wesentlichen Bauteile bekannt sein müssen. Es muß daher eine grobe Schaltungsauslegung durchgeführt werden, ehe man in der Lage ist, Schätzungen für Aufwand und/oder Kostenanteil abzugeben.
  • Kurze Beschreibung der Erfindung
  • Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, angesichts des oben besprochenen Standes der Technik einen neuen und verbesserten Ansatz zu bieten, um die obigen Nachteile zu vermeiden oder zumindest zu mindern und insbesondere eine schnelle Bewertung des Aufwands und Vorhersage damit verbundener Kosten sicherzustellen, vorzugsweise durch Ermöglichen auf einer frühen Stufe der Planung oder Herstellung von Empfängern und/oder Sendern zur Verwendung in einem Mobilfunk-Kommunikationssystem zum Vergleichen des Aufwands und vorhersagbarer Kosten nur auf Grundlage von Blockschaltbildern, ohne ausführliche Schaltbilder und Stück- oder Bauteilelisten zu erfordern.
  • Die erfindungsgemäße Lösung wird überraschenderweise durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche erzielt.
  • Vorteilhafte und/oder bevorzugte Ausführungsformen oder Verfeinerungen sind Gegenstand entsprechender abhängiger Ansprüche.
  • Dementsprechend wird in der Erfindung das Analysieren einer zur Verwendung für ein Kommunikationssystem, insbesondere für ein besonders auf einem GSM-, UMTS- oder CDMA2000-Standard basierendes Mobilfunksystem bestimmte oder geeignete Empfänger- und/oder Senderkette durch Bestimmen eines Informations-Overheadfaktors in mindestens einer Stufe, vorzugsweise in jeder Stufe einer Signalverarbeitungskette in der Empfänger und/oder Senderarchitektur vorgeschlagen.
  • So wird durch sofortiges Quantifizieren des Signalverarbeitungsaufwands in jeder bestimmten oder notwendigen Verarbeitungsstufe durch die Erfindung eine Methodik zur Bewertung des Aufwands und der Kosten von Signalketten für Sender und Empfänger abgedeckt. Sie erlaubt den Vergleich verschiedener Sender- und Empfängerarchitekturen auf einem sehr hohen Abstraktionsniveau, ohne die wirkliche Schaltungsauslegung durchführen zu müssen. Kostenschätzungen können auf Grundlage von Analyse auf hoher Ebene abgeleitet werden, ohne eine Stückliste erzeugen zu müssen. Auch können Symmetrien zwischen Empfänger-(RX-) und Sender-(TX-)auslegung ausgenutzt werden.
  • Um die Erfindung in die Praxis umzusetzen wird vorgeschlagen, an einer Luftschnittstelle den jeweiligen Informations-Overheadfaktor als unendlich zu definieren und am Eingang einer Senderkette den entsprechenden Informations-Overheadfaktor als Eins zu definieren und/oder am Ausgang einer Empfängerkette den entsprechenden Informations-Overheadfaktor als Eins zu definieren.
  • So beruht die Erfindung vorzugsweise auf der Annahme, daß eine Empfängerkette auf einer hohen Ebene eine schrittweise Reduktion von Informationen auf die enthaltenen Grundinformationen durchführt und eine Senderkette auf einer hohen Ebene einer schrittweise Erhöhung von Informationen auf die enthaltenen Grundinformationen durchführt. Im Ergebnis wird eine nichtoptimale Signalkettenauslegung sofort offenbar, wenn der Overheadfaktor keine monotone Abnahme bei Empfängern oder Zunahme bei Sendern zeigt.
  • Weiterhin wird durch Anwenden der Erfindung auf einen Digitalbereich wie auch auf einen Analogbereich der Empfänger- und/oder Senderkette sofort sichtbar, ob ein Sender oder Empfänger den Großteil seiner Signalverarbeitung im Analog- oder Digitalbereich durchführt, und Wechselwirkungen zwischen dem Digitalteil und Analogteil, z.B. durch Verstärkungsbereichseinstellungsstufen, sind durch den Overheadfaktor gut abgedeckt. Ersparnisse bei solchen Wechselwirkungen werden sofort sichtbar.
  • Gemäß bevorzugten Ausführungsformen wird der Informations-Overheadfaktor als das Verhältnis zwischen dem entsprechenden möglichen Betrag an Informationen in einer bestimmten Stufe und der Bitrate am Ausgang der Empfängerkette oder am Eingang der Senderkette bestimmt wird, wobei insbesondere die Bitrate als die Datenrate eines gegebenen Dienstes definiert wird. Auf Grundlage dessen kann eine schnelle Übersicht einer HF-Architektur leicht in ein einziges Diagramm umgesetzt werden, wobei dieses Diagramm ein sehr komprimiertes Bild der Architektur bietet.
  • Die jeweiligen bestimmten Overheadfaktoren können in Kostenzahlen umgerechnet und für Kostenvoranschläge benutzt werden, beispielsweise durch Berechnen des entsprechenden möglichen Betrags an Informationen in einer bestimmten Stufe auf Grundlage vorgegebener Eigenschaften der entsprechenden Kettenkomponente in dieser Stufe.
  • Es hat sich erwiesen, daß durch Anwendung des Shannon-Grenzkriteriums nicht nur auf Kanäle sondern mindestens auf die Analogstufen in Empfängern und Sendern eine leichte Berechnung des möglichen Betrags an Informationen ermöglicht wird.
  • Davon abgeleitet kann ein Signalverarbeitungs-Overheadfaktor abgeleitet werden, der sowohl auf den Analogbereich als auch auf den Digitalbereich anwendbar ist, vorzugsweise durch Verwendung innerhalb eines Analogbereichs des Schritts des Berechnens einer entsprechenden Kapazität C auf Grundlage der Shannon-Grenz formel C = B · 1d (1 + S/N), wobei B eine entsprechende Bandbreite, 1d den Logarithmus zur Basis Zwei und S/N ein entsprechendes Signal-Rauschverhältnis in dieser Stufe darstellen und/oder in einem Digitalbereich des Schritts des Berechnens eines entsprechenden Informationsstroms R auf Grundlage der Formel R = S · nB · nsB, wobei S eine entsprechende Abtastrate, nB die Auflösung bzw. Bitzahl und nsB die Anzahl von Signalzweigen darstellen.
  • Dementsprechend umfaßt eine bevorzugte Vorrichtung zum Analysieren einer zur Verwendung für ein Kommunikationssystem, insbesondere für ein Mobilfunksystem besonders auf Grundlage eines GSM-, UMTS- oder CDMA2000-Standards bestimmten oder geeigneten Empfänger- und/oder Senderkette, insbesondere zur Durchführung des oben besprochenen Ansatzes, einen Rechner zum Bestimmen eines Informations-Overheadfaktors in jeder Stufe einer Signalverarbeitungsstufe auf Grundlage von vorgegebenen Eigenschaften der entsprechenden Kettenkomponente in einer bestimmten Stufe. Ein bevorzugter Rechner kann das Verhältnis zwischen dem entsprechenden möglichen Betrag an Informationen in einer bestimmten Stufe und der Bitrate am Ausgang der Empfängerkette oder am Eingang der Senderkette bestimmen.
  • Besonders für eine einfache Implementierung des erfindungsgemäßen Ansatzes schlägt die Erfindung weiterhin ein Datenmittel mit darauf gespeicherten computerlesbaren Daten vor, wobei die Daten, wenn sie durch einen Computer gelesen werden, mit dem Computer in Wechselwirkung treten, um ein Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.
  • Die Erfindung wird hiernach beispielhafterweise ausführlicher mit Hinsicht auf bevorzugte Ausführungsformen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt ein Diagramm, das den Overheadfaktor gegenüber Signalverarbeitungsstufennummer einer Empfängerkette identifiziert,
  • 2 zeigt ein Blockschaltbild einer entsprechenden Empfängerkette auf Grundlage einer Direktmischempfängerarchitektur,
  • 3 zeigt ein Blockschaltbild einer Senderkette auf Grundlage einer Senderarchitektur mit Einfachumsetzung, und
  • 4 zeigt ein Diagramm, in dem der Informationsfluß bei einer Senderkette umrissen ist.
  • Ausführliche Beschreibung der Erfindung
  • Es wird erwähnt, daß die nachfolgende Beschreibung hauptsächlich die Analyse einer beispielhaften Empfangskette wie beispielsweise einer Basisstation eines Mobilfunkkommunikationssystems betrifft. In dieser Hinsicht beruht der erfindungsgemäße Ansatz wie schon erwähnt auf der Tatsache, daß eine Empfängerkette auf einer hohen Abstraktionsebene Informationen schrittweise auf die enthaltenen Grundinformationen reduziert. Für die Analyse einer Senderkette kann jedoch der beschriebene Ansatz im Grunde auf ähnliche Weise umgekehrt angewandt werden.
  • 4 zeigt den Informationsfluß bei einer Sendekette, sowie er aus der Literatur bekannt ist. An die von der Quelle abgegebenen Informationen wird Redundanz angehängt, um die Übertragung robust gegen auf dem Kanal auftretende Verzerrungen zu machen. Allgemein gesagt gehen auf dem Kanal einige Informationen verloren und können nicht am Empfänger wiederhergestellt werden. Dies wird Informationsverlust genannt. Das, was von den ursprünglichen Informationen übrig bleibt, nachdem einige Informationen verloren gegangen sind, wird Transinformation genannt. Das beste, das ein Empfänger am Ende der Übertragungskette tun kann, ist, die Transinformation wiederzugewinnen.
  • Es ist dem Empfänger unmöglich, die Ursprungsinformationen wiederzugewinnen, da einige Informationen auf dem Kanal verloren gehen. Darüber hinaus werden aufgrund von Rauschen und Störungen auf einem Kanal einige Informationen hinzugefügt, die nicht mit den durch die Quelle abgegebenen ursprünglichen Informationen in Beziehung stehen. Sie werden daher irrelevante Informationen genannt.
  • Es ist nunmehr die Aufgabe eine Empfängers, irrelevante und redundante Informationen herauszunehmen und die Transinformation wiederherzustellen. Der Grundschritt bei der Analyse zur Anwendung der erfundenen Methodik besteht in der Bestimmung eines "Informationsoverhead-Faktors" in jeder Stufe der Signalverarbeitungskette. An der Luftschnittstelle eines Empfängers ist der Overhead-Faktor unendlich, da die Bandbreite und der Dynamikbereich unbegrenzt ist.
  • Dies ist aus 1 an der Verarbeitungsstufe-7 auf Grundlage der 2 ersichtlich. Auf der entgegengesetzten Seite des Empfängers an seinem Ausgang ist nach Wiederherstellung der Informationen der Overhead-Faktor definitionsgemäß 1. Gemäß der 1 ist diese Empfängerausgangsstufe an der Verarbeitungsstufe 6 auf Grundlage der 2 dargestellt.
  • Gemäß sehr nützlichen Ausführungsformen ist es nunmehr von wesentlicher Bedeutung, daß der Rechner für die Bestimmung des Overhead-Faktors nicht einzig auf den Digitalbereich beschränkt ist sondern zusätzlich auf den Analogbereich anwendbar ist. Die Grundformel zum Berechnen des möglichen Betrags an Informationen, d.h. der Kapazität C bezüglich zuerst des Analogbereichs ist an jedem Knoten der Signalverarbeitungskette gegeben durch das Shannon-Grenzkriterium:
  • Figure 00080001
  • In dieser Formel ist B gleich der Bandbreite und S/N das Signal-Rausch-Verhältnis. 1d reflektiert den Logarithmus Dualis, der ein Logarithmus zur Basis Zwei ist. Dementsprechend kann die Shannon-Grenzformel (1) auf Grundlage des Signal-Rausch-Verhältnisses SNR in dB gegeben werden als:
  • Figure 00080002
  • Nun kann der Overhead-Faktor Ii in jeder Stufe der Signalkette abgeleitet werden als das Verhältnis zwischen Ci in jeder Stufe und der Bitrate am Ausgang des Empfängers, auf die typischerweise im wesentlichen die Datenrate des Dienstes rservice abgebildet ist. Bei Verwendung dieser Annahme ist eine Formel zur Bestimmung des Overhead-Faktors Oi
  • Figure 00080003
  • Im folgenden wird ein Beispiel im Zusammenhang mit einem GSM-Empfänger (Global System for Mobile Communication) der Einfachheit halber gegeben. Die erfindungsgemäße Methodik kann jedoch auf jeden anderen Kommunikationsstandard wie beispielsweise UMTS oder CDMA2000 angewandt werden.
  • Bei Betrachtung der 2 ist es klar, daß es keine Bandbreitenbegrenzung an der Luftschnittstelle gibt und daher C–7, damit auch der Overhead-Faktor O–7, gleich unendlich sind.
  • In der Stufe –6, d.h. am Ausgang der Antenne, gibt es eine Bandbreitenbegrenzung auf 880 bis 960 MHz, das gesamte GSM900-Band. So beträgt die Bandbreite 80 MHz. Weiterhin gibt es auch eine Begrenzung des Dynamikbereichs. Die Antenne kann nicht einer unendlichen Leistung widerstehen.
  • Typischerweise sind Antennen auf 1000 W oder gleich 60 dBm begrenzt. Wenn man nunmehr in Betracht zieht, daß das Boltzmannsche Grundrauschen in einem GSM-Kanal mit Bandbreite zu 200 kHz gleich –121 dBm ist, wird ein Dynamikbereich von 181 dB hinter der Antenne unterstützt. Bei weiterer Annahme, daß die Dienstrate gleich 12,2 kbit/s ist, kann O_6 folgendermaßen berechnet werden: C_6 = B·1d(1 + 10SNR dB / 10) = 80 MHz·1d(1 + 10181/10) = 4,8 Gbit/s
  • Als Ergebnis ist der Overhead-Faktor nunmehr gleich:
  • Figure 00090001
  • In Stufe –5 der 1 und 2 steht eine weitere Bandbreitenbegrenzung durch den Duplexer auf das gesamte Empfangsband von 880 bis 915 MHz, was gleich einer Bandbreite von 35 MHz ist. Weiterhin ist der Empfangssignalanschluß des Duplexers für maximal +10 dBm ausgelegt. Bei diesen Tatsachen geht der maximal unterstützte Dynamikbereich von 181 dB auf 10- (–121) = 131 dB herab. Weiterhin geht die Bandbreite von 80 auf 35 MHz herab. O_5 läßt sich nunmehr ableiten aus:
  • Figure 00090002
  • Durch den rauscharmen Verstärker LNA zwischen Stufe –5 und –4 der 2 wird das Grundrauschen angehoben und das SNR um typischerweise 3 dB verschlechtert. O_4 ist nunmehr gleich:
  • Figure 00100001
  • Nach dem Punkt –4 gibt es eine Vorselektionsstufe in der Signalempfangskette, durch die die Bandbreite auf 1 MHz begrenzt wird.
  • Dementsprechend ist in der Stufe 3 O_3 gleich:
  • Figure 00100002
  • Durch den IQ-Demodulator sind die Linearitäts- und Dynamikbereich-Erfordernisse gelockert worden, da die Vorselektionsstufe Blockierer herausnimmt, wodurch der Dynamikbereich auf 92 dB verringert wird.
  • Dies beruht auf der Annahme, daß in bezug auf den Antennenverbinder das auf den Antennenverbinder bezogene Grundrauschen aufgrund der Rauschzahl von 3 dB durch den Empfänger bei –121 dBm+3 dB=118 dBm liegt. Da das stärkste gewünschte Signal, das auf den Antennenverbinder bezogen ist, bei der nominellen angegebenen Fehlerratenprüfung gleich –26 dBm beträgt verringert sich der in dieser Stufe benötigte Dynamikbereich auf –26 dBm – [–118 dBm] = 92 dB.
  • Am Ausgang des IQ-Modulators kann der folgende Overhead-Faktor O_2 für das komplexe kombinierte Signal folgendermaßen abgeleitet werden:
  • Figure 00110001
  • Durch die Analog-Basisbandfilter an den IQ-Zweigen wird die Bandbreite weiter begrenzt. Das interessierende Signal befindet sich zwischen –100 und +100 kHz, während die Basisbandfilter eine Tiefpaßcharakteristik mit einer Eckfrequenz von 200 kHz aufweisen. Ihre effektive Bandbreite beträgt 400 kHz. Dementsprechend ist in der Stufe 3 O_1 gleich:
  • Figure 00110002
  • Bei den Analog-Digitalwandlern (ADC) gibt es nunmehr einen Übergang in den Digitalbereich und der Overhead-Faktor muß auf andere Weise abgeleitet werden. Der Informationsstrom R1 aus den ADC ist gleich der Abtastrate mal der Bitzahl, d.h. der Auflösung und mal 2 für den I- und Q-Zweig.
  • Die ADC würde typischerweise mit 2,2 MSa/s laufen und 10 Bit aufweisen, weshalb O1 folgendem gleich ist:
  • Figure 00110003
  • Es könnte daher etwas Seltsames geschehen sein. Der Overhead-Faktor ist von einer Stufe zur nächsten angestiegen. Es ist sofort klar, daß irrelevante Informationen dem Signal hinzugefügt werden. So stellt dies nicht eine optimale Auswahl von ADC-Parametern dar. Die nächste Stufe versucht jedoch, die Informationen wieder zu reduzieren. Ein leichter Anstieg bei dem ADC muß jedoch gewöhnlich toleriert werden, da das Quantisierungsgrundrauschen typischerweise 15 dB unter dem thermischen Grundrauschen liegt. Vom Dezimationsfilter wird zuerst eine Begrenzung auf die Kanalbandbreite von 200 KHz und zweitens eine Abtastratenverringerung um den Faktor 8 von 2,2 Msa/s auf 270 kSa/s (selektive Verfügbarkeit pro Sekunde) durchgeführt und dabei die Auflösung auf 10 Bit gehalten. Dementsprechend entspricht O3 in Stufe 3 folgendem:
  • Figure 00120001
  • Die nächste Stufe ist typischerweise eine adaptive Skalierung. Damit wird der Dynamikbereich auf 8 Bit verringert und O4 ist daher gegeben durch:
  • Figure 00120002
  • Am Ausgang des Entzerrers beträgt typischerweise die Datenrate rund 21 kbit/s und dementsprechend ist:
  • Figure 00120003
  • Am Ausgang des Decoders beträgt der Overhead-Faktor 1 nach der oben erwähnten Definition und daher ist:
  • Figure 00120004
  • Die verschiedenen Schritte der Signalverarbeitung können dann in einem Diagramm wie dem durch 1 dargestellten beschrieben werden, das einen Überblick auf hoher Ebene darüber erlaubt, wie schnell die in der Luftschnittstelle angebotenen Informationen auf die mit dem Dienst geführten reellen Informationen herabkommen.
  • Es muß betont werden, daß die Vorteile einer automatischen Verstärkungsregelung AGC (Automatic Gain Control) bei der erfundenen Methodik sofort sichtbar sein würden, da der Dynamikbereich sehr früh in der Empfangskette verringert wird. Die Kurve in der 1 würde dem Wert 1 in einer früheren Stufe nahekommen.
  • Die beschriebene Methodik ist nicht nur auf Empfänger beschränkt, sondern kann auch auf Sender wie beispielsweise in der 3 gezeigt angewandt werden.
  • Wenn man sich das obige ins Gedächnis ruft ist eine der Haupteigenschaften des Diagramms nach 1 folgende:
    • a) der Übergang zwischen Analog und Digital wird als Stufe 0 bezeichnet und ist in der Mitte des Diagramms wiedergegeben. Für den Übergang selbst kann jedoch kein Overhead-Faktor abgeleitet werden. Es gibt nur einen ersten Overhead-Faktor auf der Analogseite, der als –1 bezeichnet wird, und einen ersten als +1 bezeichneten Overhead-Faktor für die Digitalseite. Für die Stufe 0 kann man daher keinen Wert in das Diagramm setzen.
    • b) Auf der linken Seite des Diagramms gibt es die durch negative Indizes für die Stufen bezeichneten Analogstufen. Hier wird die Formel
      Figure 00130001
      benutzt.
    • c) Auf der rechten Seite des Diagramms gibt es die durch positive Indizes für die Stufen bezeichneten Digitalstufen. Hier wird die Formel
      Figure 00140001
      benutzt.
    • d) Ein Hauptanzeige für die Komplexität ist der Wert des Diagramms um die Stufe 0 herum, wo die Kurve aus dem Analogbereich in den Digitalbereich übergeht.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Analysieren einer zur Verwendung für ein Kommunikationssystem bestimmten oder geeigneten Empfänger- und/oder Senderkette mit folgenden Schritten: Bestimmen eines Informations-Overheadfaktors, der als das Verhältnis zwischen dem entsprechenden möglichen Betrag an Informationen in einer bestimmten Stufe einer Signalverarbeitungsstufe und der Bitrate am Ausgang der Empfängerkette oder am Eingang der Senderkette definiert wird, in mindestens einer Stufe.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch das Bestimmen des Informations-Overheadfaktors in jeder Stufe der Signalverarbeitungsstufe und/oder durch Analysieren einer zur Verwendung für ein Mobilfunksystem bestimmten oder geeigneten Empfänger- und/oder Senderkette.
  3. Verfahren eines beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte des Bestimmens die Schritte des Definierens an einer Luftschnittstelle, daß der entsprechende Informations-Overheadfaktor unendlich ist, des Definierens am Eingang einer Senderkette des entsprechenden Informations-Overheadfaktors als Eins und/oder des Definierens am Ausgang einer Empfängerkette des entsprechenden Informations-Overheadfaktors als Eins umfassen.
  4. Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte des Bestimmens an einen Digitalbereich und an einen Analogbereich der Empfänger- und/oder Senderkette angewandt werden.
  5. Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte des Bestimmens auf dem Shannon-Grenzkriterium mindestens innerhalb eines Analogbereichs der Empfänger- und/oder Senderkette beruhen.
  6. Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Bitrate als die Bitrate eines gegebenen Dienstes definiert wird.
  7. Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der entsprechende mögliche Betrag an Informationen in einer bestimmten Stufe auf Grundlage vorgegebener Eigenschaften der entsprechenden Kettenkomponente in dieser Stufe berechnet wird.
  8. Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte des Bestimmens des Informations-Overheadfaktors in einer bestimmten Stufe folgendes umfassen: innerhalb eines Analogbereichs den Schritt des Berechnens einer entsprechenden Kapazität C auf Grundlage der Formel C = B · 1d (1 + S/N), wobei B eine entsprechende Bandbreite, 1d den Logarithmus zur Basis zwei und S/N ein entsprechendes Signal-Rauschverhältnis in dieser Stufe darstellen, und/oder in einem Digitalbereich den Schritt des Berechnens eines entsprechenden Informationsstroms R auf Grundlage der Formel R = S · nB · nSB, wobei S eine entsprechende Abtastrate, nB die Auflösung bzw. Bitzahl und nSB die Anzahl von Signalzweigen darstellen.
  9. Vorrichtung zum Analysieren einer zur Verwendung für ein Kommunikationssystem bestimmten oder geeigneten Empfänger- und/oder Senderkette, wobei die Vorrichtung einen Rechner zum Bestimmen eines Informations-Overheadfaktors umfaßt, der als das Verhältnis zwischen dem entsprechenden möglichen Betrag an Informationen in einer bestimmten Stufe einer Signalverarbeitungsstufe und der Bitrate am Ausgang der Empfängerkette oder am Eingang der Senderkette in jeder Stufe auf Grundlage vorgegebener Eigenschaften der entsprechenden Kettenkomponente in einer bestimmten Stufe definiert wird.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Empfänger- und/oder Senderkette zur Verwendung für ein Mobilfunksystem bestimmt oder geeignet ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß das Mobilfunksystem auf einem GSM-, UMTS- oder CDMA2000-Standard beruht.
  12. Datenmittel mit darauf gespeicherten computerlesbaren Daten, wobei die Daten, wenn sie durch einen Computer gelesen werden, mit dem Computer in Wechselwirkung treten, um ein Verfahren nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.
DE2003600823 2003-10-04 2003-10-04 Verfahren zur Analyse von eines Sende- und/oder Empfangskette Expired - Lifetime DE60300823T2 (de)

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