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DE60300758T2 - Sprühvorrichtung für pulverförmiges Material wie Mikrokugeln - Google Patents

Sprühvorrichtung für pulverförmiges Material wie Mikrokugeln Download PDF

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Publication number
DE60300758T2
DE60300758T2 DE2003600758 DE60300758T DE60300758T2 DE 60300758 T2 DE60300758 T2 DE 60300758T2 DE 2003600758 DE2003600758 DE 2003600758 DE 60300758 T DE60300758 T DE 60300758T DE 60300758 T2 DE60300758 T2 DE 60300758T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
main
chamber
inner plunger
opening
tappet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE2003600758
Other languages
English (en)
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DE60300758D1 (de
Inventor
Bernard Camus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jetline SAS
Original Assignee
Jetline SAS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Jetline SAS filed Critical Jetline SAS
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Application granted granted Critical
Publication of DE60300758T2 publication Critical patent/DE60300758T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C23/00Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces
    • E01C23/16Devices for marking-out, applying, or forming traffic or like markings on finished paving; Protecting fresh markings
    • E01C23/166Means for dispensing particulate material on to freshly applied markings or into the marking material after discharge thereof, e.g. reflective beads, grip-improving particles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Nozzles (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die es ermöglicht, feinpulvrige Produkte, wie beispielsweise Mikroglaskügelchen, automatisch zum Zeitpunkt des Markierens von Signalstreifen auf den Straßen und analogen Oberflächen zu zerstäuben.
  • Beispielhaft sind verschiedene Vorrichtungen bekannt und werden benutzt, um Mikroglaskügelchen zum Zeitpunkt des Aufbringens eines Materials aufzubringen, das dazu bestimmt ist, Fahrbahnmarkierungen auf den Straßen herzustellen. Die Mikrokügelchen haben eine rutschfeste und Licht reflektierende Funktion. Wenn nur eine rutschfeste Funktion erreicht werden soll, wird ein anderes feinpulvriges Produkt als die Mikroglaskügelchen verwendet, wie grob zerkleinerte Mineralien, beispielsweise Kieselerde. Eine Maschine, die sich auf der Straße bewegt, ermöglicht Farbe auf den Boden und unmittelbar nach der Farbe die Mikrokügelchen aufzubringen, damit sie an der Farbe anhaften.
  • Deshalb gibt es Vorrichtungen, die gemeinhin als „Kugelpistolen" bezeichnet werden, und die überwiegend im Bereich der Straßenmarkierung eingesetzt werden.
  • Die Mikroglaskügelchen werden durch einen konstanten Luftdruck aus einem Behälter gedrückt und dann mittels einer Rohrleitung in die Pistole geleitet. Diese Pistolen umfassen immer einen Durchgangsbereich zu einer Ausgangsleitung, der gemäß den Modellen definiert oder einstellbar ist, sowie ein Verschlussventil, das erlaubt diesen Durchgang zu verschließen.
  • Die Schriften US 3 967 784 und US 5 169 262 beschreiben solche Vorrichtungen, bei welchen das Ventil dazu bestimmt ist, in einem Körper zwischen einer Verschlussposition und einer Öffnungsposition zu gleiten. Das feinpulvrige Produkt wird in eine Verteilerkammer, die das Ventil umgibt, geleitet. Wenn sich das Ventil in der Öffnungsposition befindet, entweicht das Produkt durch ein Auslassrohr, das auf der Achse des Ventils angeordnet ist, Das Ventil wird durch einen Kolben in die Verschlussposition bewegt, in welcher es zur Auflage auf einem Sitz kommt, so dass ein Ende des Auslassrohrs und die Kammer des Körpers getrennt werden, um eine Barriere zu bilden.
  • Es ist festzustellen, dass es mit solchen Vorrichtungen schwierig ist, eine vollständige Dichtheit bei einer Verwendung von Mikroglaskügelchen mit unterschiedlichen Korngrößen sicherzustellen. Während des Einsatzes von Mikroglaskügelchen laufen die Mikrokügelchen Gefahr, sich zwischen dem Sitz und dem Ventil festzuklemmen. Wenn eine große Glaskugel zwischen dem Sitz und dem Ventil eingeklemmt bleibt, können die feineren Kügelchen weiterhin durchlaufen. Hieraus folgen dann das Entweichen von Mikroglaskügelchen während des Anhaltens der Vorrichtung und vor allem ein übermäßiger Luftverbrauch für den Transport der Mikroglaskügelchen. Folglich muss man den Luftkompressor unter Berücksichtigung dieser Entweichungen dimensionieren oder die Kapazität der Steuervorrichtungen des Ventils erhöhen, um eventuell eingeklemmte Kügelchen zerdrücken zu können. Diese Lösungen verteuern den Preis der Ausstattungen.
  • Außerdem weisen bestimmte Maschinen Füllsysteme für die Mikroglaskügelchen auf, welche einen in dem Behälter erzeugten Luftunterdruck einsetzen. Hieraus ergibt sich das Ansaugen von Luft auf der Höhe der Barriere, was manchmal dazu führt, dass es unmöglich ist, ein annehmbares Vakuum in dem Behälter zu erzeugen, um ein schnelles Füllen sicherzustellen.
  • Ein weiterer Nachteil dieser auf dem Markt bekannten Pistolen besteht darin, dass sie kein schnelles und kraftvolles Schließen des Ventils zulassen. Die Reaktionszeit ist lang, was zu einer Verzögerung beim Stoppen des Durchsatzes der Mikroglaskügelchen führt, womit eine entsprechende Verschwendung stattfindet.
  • In bestimmten Pistolenmodellen wird eine Aufwirbelung zum Zeitpunkt des Durchlaufens der Mikroglaskügelchen durch den kalibrierten Durchgangsbereich erzeugt, was eine Verbesserung des Abfließens der Mikroglaskügelchen an dieser Stelle zulässt. Diese Aufwirbelung wird durch Einspritzen von Aufwirbelungsluft erreicht, was die Montage dieser Pistolen ausschließlich in Maschinen erfordert, die mit einer externen Quelle für Aufwirbelungsluft ausgestattet sind.
  • Die Erfindung zielt darauf ab, eine Zerstäubungsvorrichtung bereitzustellen, welche eine gute Verschlussdichtheit aufweist.
  • Im Hinblick auf dieses Ziel hat die Erfindung eine Zerstäubungsvorrichtung für ein feinpulvriges Produkt zum Gegenstand, mit:
    • – einem Gehäuse, das sich entlang einer Hauptachse erstreckt,
    • – einer in dem Gehäuse befindlichen Verteilerkammer, die dafür bestimmt ist, das feinpulvrige Produkt am Eingang aufzunehmen,
    • – einem koaxial zur Hauptachse und mit der Verteilerkammer in Verbindung stehendes Auslassrohr, um das feinpulvrige Produkt zum Auslass zu befördern,
    • – einer Verbindung zwischen der Verteilerkammer und dem Auslassrohr mit einem ersten Sitz, der koaxial zur Hauptachse liegt,
    • – einem entlang der Hauptachse im Gehäuse gleitend montierten Hauptstößel,
    • – ersten Betätigungsmitteln, um den Hauptstößel zwischen einer geöffneten Position, in welcher der Durchlass zwischen der Verteilerkammer und dem Auslassrohr offen ist, und einer geschlossenen Position, in welcher ein Ende des Hauptstößels sich in Auflage auf dem ersten Sitz befindet, um den Durchlass zwischen der Verteilerkammer und dem Auslassrohr zu verschließen, hin- und herzubewegen,
  • Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung außerdem:
    • – einen koaxial in dem Hauptstößel gleitend montierten inneren Stößel,
    • – einen zweiten, konzentrisch und im Inneren bezüglich des ersten Sitzes angeordneten Sitz,
    • – zweite Betätigungsmittel für den inneren Stößel, um den inneren Stößel zwischen einer vorderen Position, die dem Auslassrohr am nächsten ist, und einer hinteren Position, die von dem Auslassrohr am weitesten entfernt ist, hin- und herzubewegen, wobei das dichtende Ende des inneren Stößels mit dem zweiten Sitz in Berührung kommt, wenn zugleich der Hauptstößel in geschlossener Position und der innere Stößel in der vorderen Position sind.
  • Dank der Erfindung wird der Verschluss des Durchsatzes von feinpulvrigem Produkt dadurch erreicht, dass zwei aufeinander folgende Barrieren geschaffen werden, was erlaubt, eine sicherere Dichtheit zu erhalten. Die erste Barriere wird durch die Auflage des Hauptstößels auf dem ersten Sitz geschaffen und die zweite Barriere wird durch die Berührung des inneren Stößels mit dem zweiten Sitz erzielt.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine bessere Luftdichtheit zwischen dem Auslassrohr und der Verteilerkammer sicherzustellen. Deshalb weist der innere Stößel vorteilhafter Weise weiche Dichtungsmittel auf, die dafür bestimmt sind, gegen den zweiten Sitz gedrückt zu werden. Diese Art von Berührung eines weichen Materials, wie eines Elastomers, mit dem Sitz ermöglicht in hervorragender Weise, eine Luftdichtheit sicherzustellen.
  • Vorzugsweise sind die ersten und zweiten Betätigungsmittel dafür vorgesehen, dass zugleich die geöffnete Position und die hintere Position gesteuert werden, und dass der Hauptstößel in die geschlossene Position kommt, bevor der innere Stößel in die vordere Position gelangt. Dank dieser zeitlichen Verschiebung beim Verschließen befindet sich die erste Barriere vor der zweiten an Ort und Stelle, und so kann das unterstromig von dieser Barriere angeordnete feinpulvrige Produkt weiter abfließen. Wenn somit der innere Stößel mit dem zweiten Sitz in Berührung kommt, ist dieser Sitz sicherer frei von feinpulvrigem Produkt, und die Dichtheit wird besser sichergestellt.
  • Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, eine Zerstäubungsvorrichtung vorzuschlagen, welche eine große Verschlussgeschwindigkeit aufweist. Deshalb umfassen die ersten Betätigungsmittel:
    • – einen Hauptzylinder, der in dem Gehäuse koaxial zur Hauptachse angeordnet ist,
    • – einen an dem Hauptstößel befestigten Hauptkolben, um zusammen mit dem Hauptzylinder ein Hauptstellglied auszubilden, indem der Hauptzylinder in eine Öffnungskammer und eine Schließungskammer aufgeteilt wird,
    • – eine Eintrittsöffnung zum Öffnen, um die Öffnungskammer mit einem Fluid zu versorgen und somit den Durchlass des Hauptstößels in die geöffnete Position zu bringen, und
    • – eine Eintrittsöffnung zum Verschließen, um die Schließungskammer mit einem Fluid zu versorgen und somit den Durchlass des Hauptstößels in die geschlossene Position zu bringen.
  • Es wird eine Steuerung mit zwei doppelt wirkenden Stellgliedern geschaffen, was eine hohe Umschaltgeschwindigkeit sicherstellt, die sowohl für das Schließen als auch für das Öffnen nützlich ist, um mit einer hohen Umschaltgeschwindigkeit eine Synchronisierung des Aufbringens des feinpulvrigen Produktes mit dem Aufbringen einer Farbschicht bestens sicherzustellen.
  • Ergänzend weisen die zweiten Betätigungsmittel auf:
    • – einen inneren Zylinder, der in dem Hauptstößel koaxial zu der Hauptachse angeordnet ist,
    • – einen inneren Kolben des inneren Stößels, um ein inneres Stellglied mit dem inneren Zylinder zu bilden, indem der innere Zylinder in eine hintere Kammer und eine vordere Kammer aufgeteilt wird, wobei die vordere Kammer mit der Schließungskammer in Verbindung steht, und
    • – eine in dem Hauptstößel angeordnete Verbindungsöffnung, um die hintere Kammer mit der Eintrittsöffnung zum Öffnen mit Hilfe der Öffnungskammer in Verbindung zu bringen.
  • So wird die zeitliche Verschiebung zwischen dem Hauptstößel und dem inneren Stößel während des Schließens der Vorrichtung erreicht. In der Tat, wenn ein unter Druck stehendes Fluid durch die Eintrittsöffnung zum Schließen geleitet wird, werden die Schließungskammer und die vordere Kammer unter Druck gesetzt. In klassischer Weise wird der Druck des Fluids, mit welchem die Eintrittsöffnung zum Öffnen versorgt wird, gleichzeitig nachgelassen. Da allerdings das Fluid in der hinteren Kammer die Öffnungskammer durchqueren muss, bleibt der Druck in der hinteren Kammer höher als in der Öffnungskammer, was die Bewegung des inneren Stößels verlangsamt. So erreicht der Hauptstößel die Schließposition, bevor der innere Stößel die vordere Position erreicht.
  • Gemäß einer Weiterbildung ist eine Feder in der Schließungskammer angeordnet, wobei die Feder dazu neigt, den Hauptstößel in die Schließungsposition zu bewegen. Die Versetzung des inneren Stößels und des Hauptstößels wird noch dadurch verstärkt, dass die Feder bei der Bewegung des Hauptstößels in die geschlossene Position mithilft. Wenn außerdem das Öffnen gesteuert wird, indem ein unter Druck stehendes Fluid durch die Eintrittsöffnung zum Öffnen geleitet wird und indem der Druck an der Eintrittsöffnung zum Schließen nachgelassen wird, wird der Hauptstößel von der Feder festgehalten, während die hintere Kammer unter Druck gesetzt wird. Der innere Stößel bewegt sich dann in die hintere Position. Das dichtende Ende ist somit den Mikrokügelchen weniger ausgesetzt, wenn der Hauptstößel die Barriere auf der Höhe des ersten Sitzes freigibt. Außerdem stellt die Feder sicher, dass sich der Hauptstößel in der Schließungsposition befindet, wenn die Öffnungskammer und die Schließungskammer mit keinem Luftdruck versorgt werden.
  • Gemäß einer vorteilhaften Eigenschaft weist die Vorrichtung ein verstellbares Anschlagssystem auf, um einen Anschlag zu positionieren, wodurch entweder die geöffnete Position des Hauptstößels oder die hintere Position des inneren Stößels definiert wird. So ist eine Vorrichtung zur Regulierung des Mikrokügelchendurchsatzes vorhanden, indem der Durchlassquerschnitt zwischen der Verteilerkammer und dem Auslassrohr eingestellt wird durch eine Einstellung des Raumes zwischen den Sitzen und dem Ende des Stößels, dessen Position betroffen ist.
  • In besonderer Weise umfasst die Vorrichtung einen radial in dem Hauptstößel angebrachten Stift, der in einer Ausnehmung des inneren Stößels hervorsteht, wobei die Kanten der Ausnehmung die Anschläge bilden, um den Lauf des inneren Stößels gegenüber dem Hauptstößel zu begrenzen.
  • Gemäß weiteren Weiterbildungen weist das Gehäuse einen ersten Abstreifer um den Hauptstößel herum an der Einmündung in die Verteilerkammer auf und/oder der Hauptstößel trägt einen Abstreifer um den inneren Stößel herum an der Einmündung in die Verteilerkammer. So werden die Führungsflächen der Stößel vor dem Eindringen von feinpulvrigem Produkt geschützt.
  • Vorzugsweise umfasst der innere Stößel einen längsförmigen Kanal, der an dem dichtenden Ende einmündet, um Zerstäubungsluft in die Achse des Auslassrohres zu leiten. So wird Luft in das Auslassrohr entlang der Hauptachse geleitet und das feinpulvrige Produkt wird durch diesen Strom zum Ausgang befördert. Wenn außerdem der Hauptstößel in die geschlossene Position gelangt, wird der Rest des feinpulvrigen Produktes unterhalb der Barriere auf der Höhe des ersten Sitzes auch in Bewegung gesetzt, und der zweite Sitz wird sicherer freigemacht, um sicherzustellen, dass die Berührung mit dem dichtenden Ende des inneren Stößels ohne dazwischen eingeklemmtes Produkt stattfindet.
  • Gemäß einer ersten Option weist das Gehäuse einen Einlass für die Zerstäubungsluft auf, wobei der Längskanal an dem anderen Ende des inneren Stößels einmündet, wobei die Vorrichtung Verschlussmittel aufweist, deren Öffnung von dem inneren Stößel gesteuert wird, wenn sich der innere Stößel in der hinteren Position befindet, um den längsförmigen Kanal und die Zufuhr der Zerstäubungsluft miteinander zu verbinden, wobei die Zerstäubungsluft somit durch den längsförmigen Kanal geführt werden kann. Solch eine Vorrichtung ist an eine Zerstäubungsluftquelle angeschlossen, an der es möglich ist, eine Durchsatz- und Druckregelung vorzusehen. Die Zerstäubungsluft wird nur dann eingespritzt, wenn sich der innere Stößel in der hinteren Position befindet, wobei ihre Verteilung direkt von dem inneren Stößel gesteuert wird. Es gibt daher ein sehr einfaches Steuermittel.
  • Gemäß einer zweiten Variante weist der innere Stößel eine radial Einlassöffnung auf, wodurch der längsförmige Kanal und die hintere Kammer miteinander verbunden werden, um Zerstäubungsluft in den längsförmigen Kanal zu führen, wenn unter Druck stehende Luft in der hinteren Kammer die hintere Position steuert. So stammt die Zerstäubungsluft aus der Steuerluft in der hinteren Kammer. Es ist somit nicht erforderlich, eine gesonderte Zerstäubungsluftquelle vorzusehen.
  • Gemäß einer dritten Variante, welche die beiden vorherigen miteinander kombiniert, weist die Vorrichtung außerdem erste abnehmbare Mittel auf, um die radiale Einlassöffnung zu verschließen, und zweite abnehmbare Mittel, um die Zerstäubungsluftzufuhr zu verschließen, wobei entweder die ersten abnehmbaren Mittel oder die zweiten Mittel angeordnet werden, um die Stelle auszuwählen, woher die Zerstäubungsluft stammt.
  • Die abnehmbaren Mittel sind typischer Weise Stopfen. So kann die gleiche Vorrichtung an Maschinen eingesetzt werden unabhängig davon, ob sie über einen Zerstäubungsluftgenerator verfügen oder nicht. In der Tat, reicht es je nach Maschine aus, einen der Stopfen anzuordnen und den anderen abzunehmen, um die Vorrichtung umzubauen. In einer Konfiguration stammt die Zerstäubungsluft aus einer speziellen Quelle, während in dem anderen Fall die Zerstäubungsluft aus einer Übertragung der aus der hinteren Kammer stammenden Steuerluft stammt.
  • Die Erfindung wird besser verstanden und weitere Besonderheiten und Vorteile werden ersichtlich bei der Lektüre der nachfolgenden Beschreibung, wobei die Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erstellt ist, in welchen:
  • 1 im Längsschnitt eine Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung in der offenen Position darstellt, welche mit einer äußeren Aufwirbelungsluftversorgung konfiguriert ist;
  • 2 eine ähnliche Ansicht wie 1 ist, mit einer Konfiguration für eine interne Versorgung mit Aufwirbelungsluft;
  • 3 eine ähnliche Ansicht wie 1 ist, wobei sich die Vorrichtung in der geschlossenen Position befindet;
  • 4 eine Ansicht der Einzelheit IV aus 3 ist;
  • 5 eine Perspektivansicht und eine Ansicht im Längsschnitt der Vorrichtung der 1 darstellt;
  • 6 eine ähnliche Ansicht wie 1 einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist;
  • 7 eine ähnliche Ansicht wie 6 ist, wobei sich die Vorrichtung in einer Zwischenposition befindet;
  • 8 eine ähnliche Ansicht wie 6 ist, wobei sich die Vorrichtung in einer geschlossenen Position befindet;
  • 9 eine Ansicht der Einzelheit IX aus 8 ist.
  • Unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 weist eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein Gehäuse 21 auf, das sich entlang einer Hauptachse A erstreckt, die von einem Kopf 22 verlängert ist. Der Kopf 22, der mit Hilfe von Schrauben 20 abnehmbar an dem Gehäuse 21 befestigt ist, umfasst eine Verteilerkammer 18, die mit einem praktisch senkrecht zu der Hauptachse A liegenden Einlassrohr 30 in Verbindung steht. Die Verteilerkammer 18 steht ebenfalls mit einem Auslassrohr 31 in Verbindung, das praktisch koaxial zu der Hauptachse A liegt. Das Einlassrohr 30 ist dafür bestimmt, die Kammer 18 mit einem feinpulvrigen Produkt, wie Mikroglaskügelchen, zu versorgen. Das Auslassrohr 31 ist vorgesehen, um das feinpulvrige Produkt abzuleiten. Ein Ablenker 32 ist an dem Auslassrohr 31 befestigt, um das feinpulvrige Produkt in eine gewünschte Richtung zu lenken. Ein an dem Gehäuse entlang der Hauptachse A angebrachter Angussstutzen 33 bildet die Verbindung zwischen der Verteilerkammer 18 und dem Auslassrohr 31. Das Auslassrohr 31 ist an dem Kopf 22 abnehmbar angebracht und es umschließt ebenfalls eine gegen den Angussstutzen 33 austauschbare Spritzdüse 19. Die auswechselbare Spritzdüse 19 ermöglicht, den Durchsatz an Mikrokügelchen einzustellen, indem ihr Durchlassquerschnitt verändert wird.
  • Ein Hauptstößel 1 ist in dem. Gehäuse 21 entlang der Hauptachse A gleitend angebracht. Der Hauptstößel 1 umfasst einen eingebauten Hauptkolben 36, der gleitend in einem Hauptzylinder 37 angebracht ist. Der Hauptkolben 36 bildet zusammen mit dem Hauptzylinder 37 ein Stellglied. Der Hauptkolben 36 unterteilt den Hauptzylinder 37 in eine Öffnungskammer 38, die auf der Seite des Kopfes 22 angeordnet ist, und eine Schließungskammer 39, die auf der anderen Seite des Hauptkolbens 36 angeordnet ist. Ein Abstreifer 35 ist von dem Gehäuse 21 an der Einmündung des Hauptstößels 1 in die Verteilerkammer 18 getragen und umgibt den Hauptstößel 1. Eine Feder 27 ist in der Schließungskammer 39 gelagert und liegt einerseits auf einem an dem Gehäuse 21 befestigten Lager 46 und andererseits auf dem Hauptkolben 36 derart auf, dass sie dazu neigt, den Hauptstößel 1 in die Richtung des Auslassrohres 31 zu drücken.
  • Ein innerer Stößel 4 ist entlang der Hauptachse A gleitend in dem Hauptstößel 1 angebracht. Ein innerer Kolben 40 ist ebenfalls in dem inneren Stößel eingebaut und bildet ein Stellglied mit einem koaxial im Inneren des Hauptstößels 1 angeordneten Zylinder 41. Der Kolben 40 begrenzt eine hintere Kammer 42 in dem Zylinder 41, wobei die hintere Kammer 42 auf der Seite des Kopfes 22 angeordnet ist. Auf der anderen Seite des Kolbens 40 bezüglich der hinteren Kammer 42 befindet sich eine vordere Kammer 43, die an dem Ende des Hauptstößels 1 in die Schließungskammer 39 einmündet. Die Öffnungskammer 38 und die hintere Kammer 42 stehen über eine Verbindungsöffnung 14, die radial in dem Hauptstößel 1 durchgebohrt ist, in Verbindung.
  • Ein elastischer Ring 52 ist in einer inneren Rille, die in dem Hauptstößel 1 ausgebildet ist, gelagert, um den Lauf des inneren Stößels 4 zu begrenzen, indem er einen Anschlag für den inneren Kolben 4 bildet. Dieser elastische Ring 52 ist an der Grenze zu der vorderen Kammer angeordnet.
  • Die Schließungskammer 39 steht mit einer Einlassöffnung zum Schließen 8 in Verbindung, um an ihr eine nicht dargestellte Versorgungsleitung für Steuerfluid anzuschließen. Die Öffnungskammer 38 steht in Verbindung mit einer Eintrittsöffnung zum Öffnen 9, um an ihr eine weitere, nicht dargestellte Versorgungsleitung anzuschließen. Das Steuerfluid besteht vorzugsweise aus Luft, könnte aber ebenso ein hydraulisches Fluid sein.
  • Der Hauptstößel 1 weist ein kegelstumpfartiges Ende 2 auf, das in der Verteilerkammer 18 angeordnet ist. Dieses kegelstumpfartige Ende 2 ist dafür bestimmt, mit einem ersten Sitz 3 des Angussstutzens 33 mit ebenfalls kegelstumpfartiger Form in Berührung zu kommen. Ein dichtendes Ende 44 des inneren Stößels 4 trägt ein Dichtungsgummi 5, beispielsweise eine Lippendichtung. Das Dichtungsgummi 5 ist dafür bestimmt, durch Berührung mit einem zweiten Sitz 6 eine Dichtung auszubilden. Der zweite Sitz 6 mit zylindrischer Form ist in dem Angussstutzen 33 ausgebildet und liegt koaxial zu der Hauptachse A.
  • Der innere Stößel 4 weist einen längsförmigen Kanal 11 auf, der sich beidseits in Längsrichtung entlang der Hauptachse A durch den Stößel erstreckt. Dieser längsförmige Kanal 11 ist mit einer Spritzdüse 12 an dem dichtenden Ende 44 des inneren Stößels versehen. Diese Spritzdüse 12 weist eine Eintrittsöffnung in Richtung des Auslassrohres auf. Eine radiale Eintrittsöffnung 23 ist in dem inneren Stößel 4 angeordnet, um den längsförmigen Kanal 11 und die hintere Kammer 42 miteinander zu verbinden.
  • Das Gehäuse 21 umfasst an seinem dem Kopf gegenüber liegenden Ende das koaxial zu dem Gehäuse 21 liegende Lager 46, das an dem Gehäuse beispielsweise durch Verschraubung befestigt ist.
  • Das Lager 46 trägt eine Stellschraube 45. Die Achse der Stellschraube 45 fällt mit der Hauptachse zusammen. Die Stellschraube 45 weist an ihrem Ende in Richtung des Kopfes eine einen Anschlag 51 bildende Fläche auf, die dafür bestimmt ist, mit dem Ende des Hauptstößels 1 in Berührung zu kommen. Die Stellschraube 45 ist ebenfalls entlang ihrer Achse von einer Kugellagerung 10 durchbohrt. Die Kugellagerung 10 weist an ihrem Ende einen Kugelsitz 47 auf. Eine Kugel 15 ist in der Kugellagerung angeordnet und die Kugel 15 wird im Inneren der Lagerung von einem Stift 17 gehalten, der die Lagerung radial durchquert. Eine Kugelfeder 48 ist zwischen der Kugel und dem Stift 17 angeordnet und neigt dazu, die Kugel in Auflage gegen den Kugelsitz 47 in Richtung des Kopfes 22 zu halten. Wenn die Kugel 15 gegen den Kugelsitz 47 gedrückt wird, wird eine Dichtung zwischen der Kugellagerung 10 und einer Bohrung 49 ausgebildet, welche an dem Ende der Stellschraube, das die Anschlag bildende Fläche 51 trägt, einmündet.
  • Der innere Stößel 4 wird ebenfalls in der Bohrung 49 geführt. Er weist an seinem dem dichtenden Ende 44 gegenüber liegenden Ende eine Stange 24 auf, die dafür bestimmt ist, die Kugel entgegen der Feder 48 zu drücken. Die Stange 24 weist eine radiale Eintrittsöffnung 50 auf, die dafür bestimmt ist, die Bohrung 49 und den längsförmigen Kanal 11 miteinander zu verbinden.
  • Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nunmehr beschrieben werden.
  • Zum Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung muss das Einlassrohr 30 an eine Quelle angeschlossen werden, die ermöglicht, die Vorrichtung mit feinpulvrigem Produkt zu versorgen. Es kann sich hierbei beispielsweise um einen Behälter handeln, der Mikroglaskügelchen enthält und unter Druck steht. Die Vorrichtung muss ebenfalls an Steuerleitungen angeschlossen werden, um die Eintrittsöffnungen zum Öffnen 9 und zum Schließen 8 mit Steuerluft zu versorgen. Die Vorrichtung kann ebenfalls mit Zerstäubungsluft versorgt werden. In diesem Fall wird eine Versorgungsleitung an der Stellschraube 45 angeschlossen, um die Lagerung 10 mit unter Druck stehender Zerstäubungsluft zu versorgen. Andererseits ist die radiale Öffnung 23, wie 1 zeigt, mit ersten abnehmbaren Mitteln, wie einem Stopfen 16, versehen.
  • Die Zerstäubungsluft kann auch mit Hilfe der radialen Öffnung 23 in den Kanal 11 geleitet werden. In diesem Fall wird die Kugellagerung 10 von zweiten abnehmbaren Mitteln, wie einem in der 2 dargestellten Stopfen 25 verschlossen.
  • Um das Öffnen oder das Schließen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu steuern, wird von einer nicht dargestellten Steuervorrichtung unter Druck stehende Luft zu der einen der Eintrittsöffnungen zum Öffnen 9 oder zum Schließen 8 geleitet, während die andere Eintrittsöffnung dem Freien zugänglich gemacht wird.
  • Man nimmt an, dass sich die Vorrichtung in einer Eingangsposition in der Position befindet, wie sie in 1 dargestellt ist, und welche eine Öffnungsposition darstellt. Diese offene Position wird erhalten, wenn Druck von der Eintrittsöffnung zum Öffnen 9 übertragen wird. Dieser Druck wird mit Hilfe der Verbindungsöffnung 14 in die Öffnungskammer 38 und die hintere Kammer 42 geleitet.
  • Der Druck in der Öffnungskammer 38 wirkt auf den Hauptkolben 36 ein, um den Hauptstößel 1 in der offenen Position, d.h. in Anschlag gegen die Anschlag bildende Fläche 51 der Stellschraube 45 zu halten. Dieser Druck wirkt ebenfalls der Wirkung der Feder 27 entgegen. Der Druck in der hinteren Kammer 42 wirkt auf den inneren Kolben 40 des inneren Stößels 4 ein, um den inneren Stößel 4 gegen den elastischen Ring 52 in eine hintere Position zurück zu drücken. In dieser hinteren Position drückt die Stange 24 auf die Kugel 15 entgegen der Kugelfeder 48, so dass die Verbindung zwischen der Kugellagerung und der Bohrung 49 hergestellt wird. Die Zerstäubungsluft dringt somit über die Kugellagerung 10 ein und strömt durch die radiale Eintrittsöffnung 50, die Bohrung 49 und den längsförmigen Kanal 11 und wird von der Spritzdüse 12 in Richtung des Auslassrohres 31 verteilt. Die Zerstäubungsluft treibt in ihrer Bewegung die in der Verteilerkammer enthaltenen Mikrokügelchen an und treibt sie zu dem Auslassrohr 31 und dann gegen den Ablenker 32. Die Kalibrierdüse 19 bestimmt durch ihren Innendurchmesser den Kügelchendurchsatz, der durch das Auslassrohr fließen kann.
  • Der Durchsatz an Mikrokügelchen kann auch durch die Position des Hauptstößels eingestellt werden, die durch die Position der Stellschraube definiert ist. In der Tat ist gemäß der Position dieser Stellschraube der Durchlassquerschnitt zwischen dem Ende des Hauptstößels und dem ersten Sitz 3 größer oder kleiner.
  • Wenn das Schließen der Vorrichtung erreicht werden soll, wird Druck durch die Eintrittsöffnung zum Schließen 8 geführt, während die Eintrittsöffnung zum Öffnen 9 auf Umgebungsdruck gebracht wird. Der Luftdruck in der Schließungskammer 39, der durch die Wirkung der auf den Hauptkolben 36 einwirkenden Feder 27 herbeigeführt wird, drückt den Hauptstößel 1 in Richtung des Auslassrohres 31 soweit zurück, dass das kegelstumpfartige Ende 2 in Auflage gegen den ersten Sitz 3 kommt. Während der Bewegung des Hauptstößels 1 wird der Druck in der Öffnungskammer 38 noch durch die Begrenzung des die Öffnungskammer 38 verlassenden Luftdurchsatzes gehalten. Dadurch wird der Druck in der hinteren Kammer 42 noch aufrecht gehalten und die Bewegung des inneren Stößels 4 wird verzögert. Wenn der Hauptstößel 1 in einer Schließungsposition gegen den ersten Sitz 3 anliegt, fällt der Druck in der Öffnungskammer 38 und die in der hinteren Kammer 42 enthaltene Luft kann leichter entweichen. So wird aufgrund des Drucks in der vorderen Kammer 43 die Bewegung des inneren Stößels 4 durch Einwirken des Drucks auf den inneren Kolben 40 erreicht.
  • Aufgrund dessen, dass weiterhin Zerstäubungsluft aus der Spritzdüse 12 austritt, werden die in dem Auslassrohr enthaltenen Mikrokügelchen während dieses Zeitraums weiterhin ausgetrieben. Da der Hauptstößel 1 bereits eine Barriere für das Abfließen der Mikrokügelchen bildet, wird der Raum, der stromabwärts von dieser Barriere liegt, vollständig von dem Produkt frei gemacht. Wenn somit das dichtende Ende 44 des inneren Stößels 4 auf dem zweiten Sitz 6 in der vorderen Position ankommt, sind die Mikrokügelchen bereits abgeleitet und es kann durch das Dichtungsgummi 5 in Auflage auf dem zweiten Sitz 6 eine Luftdichtheit erzielt werden. Diese Dichtheit wird zugleich dann erhalten, wenn das Einlassrohr unter Überdruck oder unter Unterdruck steht.
  • Zugleich hört die Stange 24 auf, gegen die Kugel 15 zu drücken und diese wird durch die Kugelfeder 48 gegen den Kugelsitz zurück gedrückt. Der Durchlass für die Zerstäubungsluft wird somit verschlossen.
  • Wenn das Öffnen der Vorrichtung erreicht werden soll, wird ein Druck durch die Eintrittsöffnung zum Öffnen 9 eingebracht und die Eintrittsöffnung 8 wird auf Umgebungsdruck gebracht. So steigt der Luftdruck in der Öffnungskammer 38 und der hinteren Kammer 42.
  • Allerdings widersetzt sich die Feder 27 zu Anfang der Bewegung des Hauptstößels 1, indem sie dem Druck der Öffnungskammer 38, der auf den Hauptkolben 36 einwirkt, entgegenwirkt. Da der Druck in der Schließungskammer 39 und der vorderen Kammer 43 jedoch weggelassen wird, steht nichts dagegen, dass der Druck der hinteren Kammer 42 auf den inneren Kolben 40 einwirkt, um die Bewegung des inneren Stößels 4 von der vorderen Position in die hintere Position zu erreichen. Bei seiner Bewegung in die hintere Position treibt der innere Stößel 4 die Stange 24 derart an, dass diese Stange auf die Kugel 15 einwirkt und sie ihre Position auf dem Kugelsitz 47 verlassen lässt. So wird das Öffnen der Zerstäubungsluftzufuhr erreicht.
  • Zugleich wird der Druck in der Öffnungskammer 38 ausreichend groß, um der Wirkung der Feder 27 entgegen zu wirken und somit die Bewegung des Hauptstößels in die offene Position zu erreichen, und so findet sich dieser in der in 1 dargestellten Position wieder, in welcher der Hauptstößel im Anschlag gegen die Stellschraube 45 ist.
  • In der in 2 gezeigten Konfiguration ist der Stopfen 16, der in der radialen Öffnung 23 gelagert ist, abmontiert, während zweite abnehmbare Mittel, die einen Stopfen 26 bilden, in dem längsförmigen Kanal 11 auf der Höhe der radialen Öffnung 50 angebracht sind, um den Kanal zu verschließen. Vorteilhafter Weise wird der Stopfen 16 so verwendet wie der Stopfen 26. In dieser letzten Position ist die Kugellagerung 10 von einem Stopfen 25 verschlossen (2), der mit einem kleinem Luftloch versehen ist, welches durch einen Filter 28 geschützt werden kann, um nur die in der Kugellagerung 10 enthaltene Luft ein und aus zu lassen.
  • In dieser Konfiguration stammt die Zerstäubungsluft aus der hinteren Kammer 42, indem sie durch das radiale Loch 23 strömt. Selbst wenn sich der innere Stößel 4 in der hinteren Position befindet und die Kugel 15 kein Hindernis für den Durchlass von Luft bildet, kann die Luft durch diese Öffnung aufgrund des Vorhandenseins des Stopfens 26 nicht entweichen. So kann die aus der hinteren Kammer 42 entnommene Luft in den längsförmigen Kanal 11 strömen, um durch die Spritzdüse 12 zu entweichen. Zerstäubungsluft wird somit nur dann eingespritzt, wenn Luft in die hintere Kammer 42 eingelassen wird, d.h. wenn das Öffnen gesteuert wird. Es gibt somit ein einfaches Mittel, um die Zerstäubungsvorrichtung an eine Maschine anzupassen, die nicht über eine Zerstäubungsluftquelle verfügt.
  • Während einer Wartungsoperation der Vorrichtung ist es möglich, das Auslassrohr 31 und die Düse 19 auszubauen, ohne jedoch die Dichtheit zwischen der Verteilerkammer und dem Auslassrohr 31 zu beeinträchtigen. Der Wartungsvorgang wird damit vereinfacht.
  • In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die in den 6 bis 9 dargestellt ist, unterscheidet sich die Vorrichtung von der ersten Ausführungsform im Wesentlichen dadurch, dass sich einerseits die Spritzdüse durch eine konische Form verlängert, und andererseits dadurch, dass die Stellschraube einen Anschlag aufweist, der dafür bestimmt ist, einzig mit dem inneren Kolben in Berührung zu kommen. Wenn sich daher die Vorrichtung in der offenen Position befindet, befindet sich der Hauptstößel in einer Öffnungsposition am hinteren Anschlag in einer wiederholbaren Position. Dahingegen kann nur die hintere Position des inneren Stößels mit Hilfe der Stellschraube eingestellt werden. Dank dieser Einstellung wird die Position der Spritzdüse im Inneren der Verteilerkammer definiert; insbesondere wird die Position des Kegels dieser Spritzdüse bezüglich des ersten Sitzes definiert. So kann der Durchlassquerschnitt zwischen der Verteilerkammer und dem Auslassrohr eingestellt werden.
  • Die Vorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung umfasst ein Gehäuse 121, das sich entlang einer Hauptachse A erstreckt. Sie weist eine Verteilerkammer 118 auf, die mit einem praktisch senkrecht zu der Hauptachse A liegenden Einlassrohr 130 in Verbindung steht. Die Verteilerkammer 118 steht ebenfalls mit einem Auslassrohr 131 in Verbindung, das praktisch koaxial zu der Hauptachse A liegt. Ein Ablenker 132 ist an dem Auslassrohr 131 befestigt, um das feinpulvrige Produkt in eine gewünschte Richtung zu lenken. Ein an dem Gehäuse entlang der Hauptachse A angebrachter Angussstutzen 133 bildet die Verbindung zwischen der Verteilerkammer 118 und dem Auslassrohr 131. Das Auslassrohr 131 ist abnehmbar angebracht.
  • Ein Hauptstößel 101 ist in dem Gehäuse 121 entlang der Hauptachse A gleitend angebracht. Der Hauptstößel 101 umfasst einen eingebauten Kolben 136, der gleitend in einem Hauptzylinder 137 angebracht ist. Der Hauptkolben 136 bildet zusammen mit dem Hauptzylinder 137 ein Stellglied. Der Hauptkolben 136 unterteilt den Hauptzylinder 137 in eine Öffnungskammer 138, die auf der Seite des Auslassrohres 131 angeordnet ist, und eine Schließungskammer 139, die auf der anderen Seite des Hauptkolbens 136 angeordnet ist. Ein Abstreifer 135 ist von dem Gehäuse 121 an der Einmündung des Hauptstößels 101 in die Verteilerkammer 118 getragen und umgibt den Hauptstößel 101. Eine Feder 127 ist in der Schließungskammer 139 gelagert und liegt einerseits auf einem an dem Gehäuse 121 befestigten Lager 146 und andererseits auf dem Kolben 136 derart auf, dass sie dazu neigt, den Hauptstößel 101 in die Richtung des Auslassrohres 131 zu drücken.
  • Ein innerer Stößel 104 ist entlang der Hauptachse A gleitend in dem Hauptstößel 101 angebracht. Ein dichtendes Ende des inneren Stößels 104 mündet ebenfalls in die Verteilerkammer 118. Auf dieser Höhe weist der Hauptstößel 101 eine Aushöhlung auf, in welcher ein zweiter Abstreifer 171 gelagert ist, um eine Dichtheit zwischen den beiden Stößeln herzustellen.
  • Ein innerer Kolben 140 ist ebenfalls in dem inneren Stößel eingebaut und bildet ein Stellglied mit einem koaxial im Inneren des Hauptstößels 101 angeordneten Zylinder 141. Der Kolben 140 begrenzt eine hintere Kammer 142 in dem Zylinder 141, wobei die hintere Kammer 142 auf der Seite des Auslassrohres 131 angeordnet ist. Auf der anderen Seite des inneren Kolbens 140 bezüglich der hinteren Kammer 142 befindet sich eine vordere Kammer 143, die an dem Ende des Hauptstößels 101 in die Schließungskammer 139 einmündet. Die Schließungskammer 139 steht mit einer Eintrittsöffnung zum Schließen 108 in Verbindung, während die Öffnungskammer 138 mit einer Eintrittsöffnung zum Öffnen 109 in Verbindung steht. Die Öffnungskammer 138 und die hintere Kammer 142 stehen über einen Öffnungskanal 114, der radial in dem Hauptstößel 101 durchgebohrt ist, in Verbindung.
  • Gegenüber dem Öffnungskanal 114 ist ein Stift 161 gleitend in einer Bohrung 160 angebracht, welche radial in dem Hauptstößel 101 ausgebildet ist. Der Stift 161 steht in einer an dem inneren Stößel 104 vorgesehenen Ausnehmung 162 hervor und wird von einem den Hauptstößel umgebenden Sprengring 164 elastisch in dieser Position gehalten. Die Ausnehmung ist in Richtung des Auslassrohres 131 von einem Kragen 163 begrenzt.
  • Der Hauptstößel 101 weist ein kegelstumpfartiges Ende 102 auf, das in der Verteilerkammer 118 angeordnet ist. Dieses kegelstumpfartige Ende 102 ist dafür bestimmt, mit einem ersten Sitz 103 des Angussstutzens 133 mit ebenfalls kegelstumpfartiger Form in Berührung zu kommen. Das dichtende Ende 144 des inneren Stößels 104 trägt ein Dichtungsgummi 105, das dafür bestimmt ist, durch Berührung mit einem zweiten Sitz 106 eine Dichtung auszubilden. Der zweite Sitz 106 mit zylindrischer Form ist in dem Angussstutzen 133 ausgebildet und liegt koaxial zu der Hauptachse A.
  • Der innere Stößel 104 weist, wie in der ersten Ausführungsform, einen längsförmigen Kanal 111 auf, der mit einer Spritzdüse 112 an dem dichtenden Ende 144 versehen ist. Diese Spritzdüse 112 weist eine Eintrittsöffnung in Richtung des Auslassrohres auf. Sie weist die Form einer Spitze auf, die sich über das dichtende Ende 144 hinaus erstreckt. Eine radiale Eintrittsöffnung 123 ist in dem inneren Stößel 104 angeordnet, um den längsförmigen Kanal 111 und die hintere Kammer 142 miteinander zu verbinden. In 6 ist die radiale Eintrittsöffnung 123 von einem Stopfen 116 verschlossen, um die Vorrichtung mit einer unabhängigen Zerstäubungsluftquelle zu benutzen. Ebenso wie in der ersten Ausführungsform kann die Steuerluft als Zerstäubungsluft durch Weglassen des Stopfens 116 und durch Anbringen eines Stopfens zum Verschließen des längsförmigen Kanals 111 verwendet werden.
  • Das Gehäuse 121 umfasst an seinem dem Auslassrohr 131 gegenüber liegenden Ende das koaxial zu dem Gehäuse 121 liegende Lager 146, das an dem Gehäuse beispielsweise durch Verschraubung befestigt ist. Das Lager 146 trägt eine Stellschraube 145, deren Achse mit der Hauptachse A zusammenfällt. Die Stellschraube 145 weist an ihrem Ende in Richtung des Auslassrohres 131 eine einen Anschlag 151 bildende Fläche auf, die dafür bestimmt ist, mit dem inneren Kolben 136 in Berührung zu kommen. Die Stellschraube 145 weist die gleiche Kugelvorrichtung wie zuvor beschrieben auf.
  • Die Funktionsweise der Vorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform ist ähnlich derjenigen gemäß der ersten Ausführungsform. Allerdings gelangt der Hauptstößel 101 in der offenen Position direkt in Anschlag gegen das Lager 146, während der innere Kolben 140 des inneren Stößels 104 in Anschlag gegen die den Anschlag 151 bildende Fläche gelangt. Der Stift 161 ermöglicht, indem er einen Anschlag gegen den Kragen 163 bildet, den Lauf des inneren Stößels 104 bezüglich des Hauptstößels 101 zu begrenzen, insbesondere wenn sich der innere Stößel in die hintere Position bewegt, und eventuell den inneren Stößel 104 anzutreiben, wenn sich der Hauptstößel 101 in die geschlossene Position bewegt.

Claims (11)

  1. Zerstäubungsvorrichtung für ein feinpulvriges Produkt, die sich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzt: – ein Gehäuse (21, 22), das sich entlang der Hauptachse A erstreckt, – eine als Einlass für das feinfeinpulvrige Produkt dienende, im Gehäuse (21) befindliche Verteilerkammer (18), – ein koaxial zur Hauptachse verlaufendes und mit der Verteilerkammer (18) verbundenes Auslassrohr (31), um das feinpulvrige Produkt zum Auslass zu befördern, – eine Verbindung zwischen Verteilerkammer (18) und Auslassrohr (31) mit einem ersten Sitz (3) koaxial zur Hauptachse A, – ein entlang der Hauptachse A im Gehäuse (21) gleitend montierter Hauptstößel (1) – erstes Betätigungsmittel (36, 37), um den Hauptstößel (1) zwischen einer geöffneten Position, bei der der Durchlass zwischen Verteilerkammer (18) und Auslassrohr (31) offen ist, und einer geschlossenen Position, bei der ein Ende des Hauptstößels (1) gegen den ersten Sitz (3) gedrückt wird, um den Durchlass zwischen Verteilerkammer (18) und Auslassrohr (31) zu schließen, hin- und herzubewegen, dadurch gekennzeichnet daß die Vorrichtung folgende Merkmale umfaßt: – ein koaxial im Hauptstößel (1) gleitend montierter innerer Stößel (4), – ein zweiter Sitz (6) konzentrisch und innerhalb des ersten Sitzes (3), – zweites Betätigungsmittel (40, 41) des inneren Stößels (4), um den inneren Stößel (4) zwischen einer vorderen Position, die dem Auslassrohr (31) am nächsten ist, und einer hinteren Position, die vom Auslassrohr (31) am weitesten entfernt ist, hin- und her zu bewegen, wobei das dichtende Ende des inneren Stößels (4) mit dem zweiten Sitz (6) in Berührung kommt, wenn zugleich der Hauptstößel (1) in geschlossener Position und der innere Stößel (4) in der vorderen Position sind.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, die sich dadurch auszeichnet, dass der innere Stößel (4) weiche Dichtungsmittel (6) aufweist, die dazu vorgesehen sind, gegen den zweiten Sitz (6) gedrückt zu werden.
  3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, die sich dadurch auszeichnet, dass sie ein verstellbares Anschlagssystem (45) aufweist, um einen Anschlag (51, 151) zu positionieren, wodurch entweder die geöffnete Position des Hauptstößels (1) oder die hintere Position des inneren Stößels (104) definiert wird.
  4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, die sich dadurch auszeichnet, dass die ersten und zweiten Betätigungsmittel dazu vorgesehen sind, dass zugleich die geöffnete Position und die hintere Position gesteuert werden, und dass der Hauptstößel (1) in die geschlossene Position kommt, bevor der innere Stößel (4) in die vordere Position gelangt.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, die sich dadurch auszeichnet, dass die ersten Betätigungsmittel folgende Bestandteile aufweisen: – ein Hauptzylinder (37), der im Gehäuse (21) koaxial zur Hauptachse A angeordnet ist, – ein Hauptkolben (36) des Hauptstößels (1), der zusammen mit dem Hauptzylinder (37) ein Stellglied bildet, indem der Hauptzylinder in eine Öffnungskammer (38) und eine Schließungskammer (39) aufgeteilt wird, – eine Eintrittsöffnung zum Öffnen (9), um die Öffnungskammer (38) mit einem Fluid zu versorgen und somit den Durchlass des Hauptstößels (1) in die geöffnete Position zu bringen, und – eine Eintrittsöffnung zum Schließen (8), um die Schließungskammer (39) mit einem Fluid zu versorgen und somit den Durchlass des Hauptstößels (1) in die geschlossene Position zu bringen.
  6. Vorrichtung gemäß Anspruch 5, die sich dadurch auszeichnet, dass die zweiten Betätigungsmittel folgende Bestandteile aufweisen: – ein innerer Zylinder (41) der im Hauptstößel (1) koaxial zur Hauptachse A angeordnet ist, – ein innerer Kolben (40) des inneren Stößels (4), um ein Stellglied mit dem inneren Zylinder (41) zu bilden, indem der innere Zylinder in eine hintere Kammer (42) und eine vordere Kammer (43) aufgeteilt wird, wobei die vordere Kammer (43) mit der Schließungskammer (39) in Berührung steht, und – eine im Hauptstößel (1) angeordnete Verbindungsöffnung (14), damit die hintere Kammer (42) mit der Eintrittsöffnung zum Öffnen (9) über die Öffnungskammer (38) in Verbindung ist.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, die sich durch eine in der Schließungskammer (39) angeordnete Feder (27) auszeichnet, wobei die Feder (27) den Hauptstößel (1) tendenziell in die geschlossene Position bringt.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, die sich durch einen radial im Hauptstößel (101) montierten Stift (161) auszeichnet und in einer Ausnehmung (162) des inneren Stößels (104) hervorsteht, wobei die Enden der Ausnehmung die Anschläge bilden, um den Lauf des inneren Stößels (104) gegenüber dem Hauptstößel (101) zu begrenzen.
  9. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, die sich dadurch auszeichnet, dass der innere Stößel (4) einen längsförmigen Kanal (11) aufweist, der beim dichtenden Ende (44) einmündet, um Zerstäubungsluft in die Achse des Auslassrohres (31) zu führen.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, die sich dadurch auszeichnet, dass der Gehäuse (21) einen Lufteinlass (10) zur Zerstäubung aufweist, der längsförmige Kanal (11) mündet in das andere Ende des inneren Stößels (4) ein, wobei die Vorrichtung Verschlussmittel (15, 48, 47) aufweist, deren Öffnung vom inneren Stößel (4) gesteuert wird, wenn der besagte innere Stößel (4) in der hinteren Position ist, um den längsförmigen Kanal (11) und die Zufuhr der Zerstäubungsluft (10) miteinander zu verbinden, wobei die Zerstäubungsluft somit durch den längsförmigen Kanal (11) geführt werden kann.
  11. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, die sich dadurch auszeichnet, dass der innere Stößel (4) eine radiale Einlassöffnung (23) aufweist, wodurch der längsförmige Kanal (11) und die hintere Kammer (42) miteinander verbunden werden, um die Zerstäubungsluft in den längsförmigen Kanal (11) zu führen, wenn die unter Druck stehende Luft in der hinteren Kammer (42) die hintere Position steuert.
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