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DE60300732T2 - Hitzebeständiger Kraftstoffschlauch - Google Patents

Hitzebeständiger Kraftstoffschlauch Download PDF

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DE60300732T2
DE60300732T2 DE60300732T DE60300732T DE60300732T2 DE 60300732 T2 DE60300732 T2 DE 60300732T2 DE 60300732 T DE60300732 T DE 60300732T DE 60300732 T DE60300732 T DE 60300732T DE 60300732 T2 DE60300732 T2 DE 60300732T2
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DE
Germany
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fuel hose
nbr
rubber
heat resistant
resistant fuel
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DE60300732T
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DE60300732D1 (de
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Shinobu Komaki-shi Kanbe
Takahiro Komaki-shi Nishiyama
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Sumitomo Riko Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Riko Co Ltd
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Publication of DE60300732T2 publication Critical patent/DE60300732T2/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L11/00Hoses, i.e. flexible pipes
    • F16L11/04Hoses, i.e. flexible pipes made of rubber or flexible plastics
    • F16L11/12Hoses, i.e. flexible pipes made of rubber or flexible plastics with arrangements for particular purposes, e.g. specially profiled, with protecting layer, heated, electrically conducting
    • F16L11/125Hoses, i.e. flexible pipes made of rubber or flexible plastics with arrangements for particular purposes, e.g. specially profiled, with protecting layer, heated, electrically conducting non-inflammable or heat-resistant hoses
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B1/00Layered products having a non-planar shape
    • B32B1/08Tubular products
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B25/00Layered products comprising a layer of natural or synthetic rubber
    • B32B25/04Layered products comprising a layer of natural or synthetic rubber comprising rubber as the main or only constituent of a layer, which is next to another layer of the same or of a different material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T428/00Stock material or miscellaneous articles
    • Y10T428/13Hollow or container type article [e.g., tube, vase, etc.]
    • Y10T428/1352Polymer or resin containing [i.e., natural or synthetic]
    • Y10T428/139Open-ended, self-supporting conduit, cylinder, or tube-type article
    • Y10T428/1393Multilayer [continuous layer]

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Rigid Pipes And Flexible Pipes (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • HINTERGRUND VON DER ERFINDUNG
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen wärmebeständigen Kraftstoffschlauch. Insbesondere sieht die vorliegende Erfindung einen wärmebeständigen Kraftstoffschlauch mit einer Kautschuk-Innenleitung vor, bei der ein vulkanisiertes Verbinden von hydriertem Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (H-NBR) und einem Acrylkautschuk (ACM) ausgeführt worden ist.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • In den letzten Jahren bestand Nachfrage nach Kraftstoffschläuchen mit einer Wärme- und Kraftstoffbeständigkeit. Zum Beispiel ist die Temperatur im Inneren des Motorgehäuses von Autos aufgrund von Gegenmaßnahmen bezüglich der Abgasentwicklung, aufgrund des Vorderradantriebs und der gleichen deutlich angestiegen. Aufgrund der Vorteile eines geringen Kraftstoffverbrauchs hat sich der Anspruch an die Wärmebeständigkeit, der an Peripheriebauteile von Dieselmotoren gestellt wird, drastisch erhöht. Folglich erfordern Diesel-Kraftstoffschläuche bei beispielsweise etwa 150°C und für eine Dauer von 500 Stunden eine hohe Wärmebeständigkeit.
  • Verfahren zur Verwendung von Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR) und Acrylkautschuk (ACM) in der Innenleitung des Kraftstoffschlauchs erfüllen nicht immer in angemessener Weise die Anforderungen an Wärme- und Kraftstoffbeständigkeit. Diese Verfahren sind insbesondere für Diesel-Kraftstoffschläuche nicht angemessen. Eine adäquate Wärme- und Kraftstoffbeständigkeit wird durch Verwenden von Fluorkautschuk (FKM) erreicht. FKM ist jedoch sehr kostspielig, und angesichts der unzureichenden Kältebeständigkeit und der unzureichenden Bearbeitbarkeit des nichtvulkanisierten Formkörpers sind Probleme gegeben.
  • Von den Nitrilkautschukarten weist hingegen H-NBR, in dem die Butadien-Einheit von NBR vollständig oder teilweise hydriert sind, eine hervorragende Wärmebeständigkeit, Kraftstoffbeständigkeit und Kältebeständigkeit auf. Obwohl H-NBR relativ kostspielig ist, sind die Kosten im Vergleich zu FKM zumutbarer. Durch Verwenden des relativ teuren H-NBR in der Innenlage der Innenleitung des Schlauchs und durch Verwenden eines kostengünstigen Kautschuks, der eine gewisse Wärmebeständigkeit und Kraftstoffbeständigkeit (wie z. B. bevorzugt ACM) aufweist, für die Außenlage der Innenleitung des Schlauchs kann die Lage aus H-NBR dünner ausgeführt werden. Die H-NBR-Menge wird verringert, und diese Konstruktion erweist sich als praktikabler.
  • Druckschriften, wie z. B. die japanische Patentoffenlegungsschrift 9-124845, die japanische Patentoffenlegungsschrift 9-112756 und die japanische Patentoffenlegungsschrift 2001-279021, offenbaren Schläuche, die H-NBR-Mischungen verwenden, und H-NBR-Mischungen zur Verwendung in Schläuchen und dergleichen. Daneben offenbart die japanische Patentoffenlegungsschrift 9-325332 einen Schlauch mit einer ganz inneren Lage aus H-NBR und einer äußeren Lage aus ACM, die vulkanisiert und geformt werden, um einen einheitlichen Körper auszubilden.
  • Beim Konstruieren eines wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs mit einer Kautschuk-Innenleitung mit einer Innenlage aus H-NBR und einer Außenlage aus ACM in der Innenleitung muß die Innenlage in der Innenleitung mit der Außenlage in der Innenleitung, bevorzugt durch vulkanisiertes Verbinden sicher verbunden werden. Dabei wird bevorzugt, die Wärmebeständigkeit der Kautschuk-Innenleitung möglichst gut zu verbessern.
  • Die japanische Patentoffenlegungsschrift 9-124845, die japanische Patentoffenlegungsschrift 9-112756 und die japanische Patentoffenlegungsschrift 2001-279021, die vorstehend beschrieben sind, offenbaren Möglichkeiten zur Verbesserung der H-NBR-Mischungen entsprechend deren technischer Aufgabenstellung. In diesen Druckschriften sind zudem im allgemeinen Möglichkeiten zur Verbesserung der Wärmebeständigkeit offenbart. Die Druckschriften offenbaren jedoch keine Möglichkeiten zur Verbesserung der Verbindung zwischen H-NBR und ACM bei gleichzeitiger Verbesserung der Wärmebeständigkeit des H-NBR.
  • Die japanische Patentoffenlegungsschrift 9-325332, die vorstehend beschrieben ist, offenbart einen Schlauch mit einer vulkanisierten Verbindung zwischen der H-NBR-Lage und der ACM-Lage durch Peroxidvulkanisation von H-NBR. Die Peroxidvulkanisation gilt als vorteilhaft bei der Verbesserung der Wärmebeständigkeit von H-NBR. Die Forschungsarbeit der Erfinder der vorliegenden Erfindung ergibt jedoch, daß der in der offenbarten Erfindung verwendete carboxylgruppenvernetzende Typ von ACM nicht immer eine starke vulkanisierte Verbindung mit H-NBR erreicht. Zudem trägt das Verfahren der Peroxidvulkanisation von H-NBR nicht besonders zur Verbesserung der Verbindung der beiden Lagen bei.
  • Ferner bleibt die unzureichende Bearbeitbarkeit des nichtvulkanisierten Formkörpers bestehen, obwohl die Untermischung von Kieselsäure als Füllstoff in den H-NBR die vulkanisierte Verbindung mit ACM verbessern kann.
  • Die EP 1 108 528 offenbart eine Schlauchkonstruktion, die insbesondere zur Verwendung mit einem Dieselkraftstoff geeignet ist. Der Schlauch weist einen inneren Kern aus hydriertem Acrylnitril-Butadien-Kautschuk; eine Lage aus gespannten Verstärkungsdrahtfasern, die direkt an dem inneren Kern angeordnet sind, und eine Elastomerabdeckung auf.
  • KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung sieht einen wärmebeständigen Kraftstoffschlauch mit einer Kautschuk-Innenleitung vor, die mit einer Innenlage aus H-NBR und einer Außenlage aus ACM versehen ist. Die Innenlage und die Außenlage der Innenleitung sind fest verbunden, und die Kautschuk-Innenleitung weist eine hervorragende Wärmebeständigkeit auf.
  • Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht einen wärmebeständigen Kraftstoffschlauch vor, der eine Kautschuk-Innenleitung mit einer Innenlage und einer Außenlage aufweist. Die Innenlage der Innenleitung weist einen hydrierten Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (H-NBR) auf, der mit einem Zinkoxid (ZnO) und einem Magnesiumoxid (MgO) als Säureakzeptoren vermischt und peroxidvulkanisiert ist. Die Außenlage der Innenleitung weist einen epoxidvernetzenden Acrylkautschuk auf, der mit der Innenlage der Innenleitung durch Vulkanisation verbunden ist.
  • Der wärmebeständige Kraftstoffschlauch der vorstehend beschriebenen Ausführungsform weist H-NBR in der Innenlage und ein relativ kostengünstiges ACM in der Außenlage der Innenleitung des Schlauchs auf. H-NBR weist eine hervorragende Wärmebeständigkeit, Kraftstoffbeständigkeit, Kältebeständigkeit und dergleichen auf. ACM weist eine konstante Wärme- und Kraftstoffbeständigkeit auf. Somit sieht die vorliegende Erfindung einen wärmebeständigen Kraftstoffschlauch mit hervorragender Wärmebeständigkeit, Kraftstoffbeständigkeit und dergleichen ohne zusätzlichen Kostenmehraufwand vor. Ferner wird die Wärmebeständigkeit aufgrund der Tatsache, daß das H-NBR in der Innenlage der Innenleitung peroxidvulkanisiert ist, noch mehr verbessert.
  • Zusätzlich wird das H-NBR, das peroxidvulkanisiert werden soll, mit ZnO und MgO, bei denen es sich um Säureakzeptoren handelt, vermischt, und ein epoxidvernetzendes ACM, das mit dem H-NBR durch Vulkanisation verbunden werden soll, wird in der Außenlage der Innenleitung verwendet. Den Untersuchungen der Erfinder der vorliegenden Erfindung zufolge werden die Innenlage und die Außenlage der Innenleitung, die wie vorstehend beschrieben konstruiert sind, fest durch Vulkanisation verbunden. Obgleich der Grund dafür immer noch nicht klar ist, wird es von unserer Seite für möglich gehalten, daß das MgO, bei dem es sich um einen Säureakzeptor handelt, eine Pseudo-Vernetzung mit dem epoxidvernetzenden ACM bildet, wodurch die Bindungsfestigkeit erhöht wird. Indem zudem ZnO verwendet wird, bei dem es sich ebenfalls um einen Säureakzeptor handelt, wird eine gute Beständigkeit gegenüber einer bleibenden Druckverformung erreicht.
  • Die vorstehend erwähnte, japanische Patentoffenlegungsschrift 9-124845 offenbart einen Schritt zum Beimischen von ZnO oder MgO zu H-NBR. Zudem offenbart die japanische Patentoffenlegungsschrift 2001-279021 eine Ausführungsform, bei der ZnO und MgO dem H-NBR beigemischt werden. Diese Druckschriften offenbaren jedoch Mischungen, die sich nicht auf die durch Vulkanisation erfolgende Verbindung von H-NBR und ACM beziehen und offenbaren nicht den Beitrag, den diese Säureakzeptoren zu der durch Vulkanisation erfolgenden Verbindung von H-NBR und ACM leisten.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beträgt die Beimischungsmenge von ZnO zu dem H-NBR in der Innenlage der Innenleitung, wie vorstehend beschrieben, 2 phr (Gewichtsteile pro hundert Gewichtsteile Kautschuk) oder mehr, und die Beimischungsmenge von MgO beträgt 4 phr oder mehr.
  • Obwohl die Beimischungsmenge von ZnO und MgO in H-NBR in der Innenlage der Innenleitung nicht beschränkt ist, beträgt die Beimischungsmenge von ZnO bevorzugt 2 phr oder mehr, und die Beimischungsmenge von MgO beträgt bevorzugt 4 phr oder mehr. Wenn die Beimischungsmenge von MgO weniger als 4 phr beträgt, kann die Festigkeit der vulkanisierten Verbindung zwischen der Innenlage und der Außenlage der Innenleitung aus praktischer Sicht gesehen unzureichend sein. Daneben kann die Verbesserung der Beständigkeit gegenüber einer bleibenden Druckverformung aus praktischer Sicht unzureichend sein, wenn die Beimischungsmenge von ZnO weniger als 2 phr beträgt.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beträgt die Beimischungsmenge von ZnO in dem H-NBR in der Innenlage der Innenleitung, wie vorstehend beschrieben, 2–10 phr, und die Beimischungsmenge von MgO beträgt 4–15 phr.
  • Noch bevorzugter betragen die Beimischungsmengen von ZnO und MgO in H-NBR 2–10 phr für ZnO und 4–15 phr für MgO. Ist eine Menge von ZnO und MgO au ßerhalb dieses Bereichs, kann die Bearbeitbarkeit oder dergleichen des nichtvulkanisierten Formkörpers nicht zufriedenstellend sein.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Vulkanisationsmittel oder Vulkanisationsbeschleuniger, wie z. B. Ammoniumsalz, dem ACM in der Außenlage der vorstehend beschriebenen Innenleitung beigemischt.
  • Wenn das Ammoniumsalz dem ACM der Außenlage der Innenleitung als das Vulkanisationsmittel oder der Vulkanisationsbeschleuniger beigemischt wird, wird die Festigkeit der vulkanisierten Verbindung zwischen der Innenlage und der Außenlage der Innenleitung weiter verbessert. Diese Verbesserung resultiert höchstwahrscheinlich aus einer erhöhten Vulkanisationsgeschwindigkeit.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei dem Vulkanisationsmittel oder dem Vulkanisationsbeschleuniger, die vorstehend beschrieben sind, um eine Verbindung oder Verbindungsgruppe von einem der nachstehenden Elemente (1)–(3) oder einer Kombination von zwei oder mehreren beliebigen Elementen von (1)–(3).
    • (1) Ammoniumbenzoat.
    • (2) Isocyanursäure, quartäres Ammoniumsalz und Diphenyl-Harnstoff;
    • (3) Imidazol, Thioharnstoff und quartäres Ammoniumsalz.
  • Obwohl der Typ von Vulkanisationsmittel oder Vulkanisationsbeschleuniger, der wie vorstehend beschrieben verwendet wird, keiner Beschränkung unterliegt, handelt es sich dabei bevorzugt um eine Verbindung oder Verbindungsgruppe von einem von (1)–(3) Elementen oder einer Kombination aus zwei oder mehr von beliebigen Elementen von (1)–(3).
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist der vorstehend beschriebene wärmebeständige Kraftstoffschlauch eine Verstärkungsfaden lage und eine Kautschuk-Außenleitung auf dem äußeren Umfang der Kautschuk-Innenleitung auf.
  • Die Konstruktion des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs unterliegt keiner Einschränkung, solange der Kraftstoffschlauch wie vorstehend beschrieben eine Kautschuk-Innenleitung aufweist. Der Kraftstoffschlauch weist jedoch bevorzugt eine Verstärkungsfadenlage und eine Kautschuk-Außenleitung auf dem äußeren Umfang der Kautschuk-Innenleitung auf.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei dem vorstehend beschriebenen, wärmebeständigen Kraftstoffschlauch um einen Diesel-Kraftstoffschlauch.
  • Da im Inneren des Motorgehäuses eines Autos aufgrund von Gegenmaßnahmen in bezug auf die Abgasentwicklung, Vorderradantrieb und dergleichen wie vorstehend beschrieben extrem hohe Temperaturen herrschen, kann der wärmebeständige Kraftstoffschlauch als typischer Kraftstoffschlauch verwendet werden. Der vorstehend beschriebene Kraftstoffschlauch ist besonders als Diesel-Kraftstoffschlauch zur Verwendung in Dieselmotoren nützlich. Aufgrund von Entwürfen für einen geringen Kraftstoffverbrauch und dergleichen sind die Ansprüche, die an die Wärmebeständigkeit von Peripheriebauteilen von Dieselmotoren gestellt werden, drastisch angestiegen.
  • Die vorstehenden und weiteren Vorteile der Erfindung werden anhand der nachstehenden Beschreibung besser verständlich.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch
  • Der wärmebeständige Kraftstoffschlauch der vorliegenden Erfindung weist eine Kautschuk-Innenleitung mit einer Innenlage aus einem hydrierten Acrylnitril-Butadien- Kautschuk (H-NBR) und einer Außenlage aus einem Acrylkautschuk (ACM) auf. Bei dieser Kautschuk-Innenleitung handelt es sich um die ganz innere Lage des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs. Das H-NBR der Innenlage der Innenleitung ist mit Zinkoxid (ZnO) und Magnesiumoxid (MgO) als Säureakzeptoren vermischt und wird dann peroxidvulkanisiert. Das ACM der Außenlage der Innenleitung weist ein epoxidvernetzendes ACM auf, der mit der Innenlage der Innenleitung durch Vulkanisation verbunden ist.
  • Die Konstruktion des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs der vorliegenden Erfindung unterliegt keiner Einschränkung, es sei denn die Innenleitung ist wie vorstehend beschrieben konstruiert. Eine Verstärkungsfadenlage (oder Verstärkungsdrahtlage) aus einer beliebigen Substanz, eine Kautschuklage, eine Harzlage und dergleichen kann beispielsweise in einer beliebigen Folge auf dem äußeren Umfang der Kautschuk-Innenleitung umfaßt sein. Noch bevorzugter sind eine Verstärkungsfadenlage und eine Kautschuk-Außenleitung der Reihe nach auf dem äußeren Umfang der Kautschuk-Innenleitung vorgesehen. Die Kautschuk-Außenleitung kann durch einen beliebigen Kautschuktyp konstruiert sein. Beispiele des Kautschuktyps, der bei der Kautschuk-Außenleitung verwendet wird, umfassen beispielsweise ACM, Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), ein Materialgemisch aus NBR und Polyvinylchlorid (NBR-PVC), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPM), chlorinierten Polyethylen-Kautschuk (CM), chlorsulfonierten Polyethylen-Kautschuk (CSM), Chloropren-Kautschuk (CR) oder ein Kautschukgemisch aus zwei oder mehreren der von diesen Kautschuktypen ausgewählten Typen.
  • Die Verwendung des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs unterliegt keiner Einschränkung, solange er für die Beförderung von Kraftstoff verwendet wird. Der Kraftstoffschlauch wird jedoch bevorzugt in einer Umgebung verwendet, in der Wärmebeständigkeit erforderlich ist, und daher werden insbesondere Diesel-Kraftstoffschläuche bevorzugt.
  • Innenlage der Innenleitung
  • Der in der Innenlage der Innenleitung der vorliegenden Erfindung verwendete H-NBR ist ein hydrierter oder teilweise hydrierter, ungesättigter, nitrilkonjugierter Dien-Copolymer-Kautschuk. Der H-NBR in der vorliegenden Erfindung weist (a) einen Einheitsanteil eines ungesättigten Nitrils, (b) einen Einheitsanteil eines konjugierten Diens und (c) einen Einheitsanteil, in dem ein Einheitsanteil eines anderen ethylenisch ungesättigten Monomers als dem ungesättigten Nitril und/oder der Einheitsanteil eines konjugierten Diens hydriert ist, auf. Das Zusammensetzungsverhältnis von H-NBR für (a) den Einheitsanteil von ungesättigtem Nitril, (b) den Einheitsanteil eines konjugierten Diens und (c) den Einheitsanteil, der den hydrierten Einheitsanteil eines anderen ethylenisch ungesättigten Monomers als dem ungesättigten Nitril und/oder den Einheitsanteil eines konjugierten Diens aufweist, unterliegt keiner Einschränkung. In bezug auf die Wärmebeständigkeit, die Kraftstoffbeständigkeit, Ölbeständigkeit und die Kältebeständigkeit wird jedoch ein Copolymerkautschuk mit 25–45 Gewichts-% des Einheitsanteils von ungesättigtem Nitril, 5 Gewichts-% oder weniger des Einheitsanteils von konjugiertem Dien und 50–75 Gewichts-% des Einheitsanteils des hydrierten Einheitsanteils eines anderen ethylenisch ungesättigten Monomers außer ungesättigtem Nitril und/oder des Einheitsanteils von konjugiertem Dien bevorzugt.
  • ZnO und MgO werden dem H-NBR beide als Säureakzeptoren beigemischt. Aus den vorstehend genannten Gründen beträgt die Beimischungsmenge von ZnO bevorzugt 2 phr oder mehr, und die Beimischungsmenge von MgO beträgt 4 phr oder mehr, Noch bevorzugter beträgt die Obergrenze für die Beimischungsmenge von ZnO 10 phr, und die Obergrenze für die Beimischungsmenge von MgO beträgt 15 phr. Daneben liegt die Gesamtbeimischungsmenge für ZnO und MgO bevorzugt im Bereich von 6–15 phr.
  • In bezug auf die Wärmebeständigkeit ist der H-NBR peroxidvulkanisiert, und mit Ausnahme der vorstehend beschriebenen Säureakzeptoren unterliegen die Typen der Vulkanisations-Verbindungsbestandteile keinerlei Einschränkungen. Bevorzugt wird eine organische Peroxidvulkanisation ausgeführt. Dabei kann ein beliebiges organisches Peroxid ausgewählt und verwendet werden. Es können z. B. verschiedene Monoper oxyverbindungen oder Diperoxyverbindungen einzeln verwendet werden oder es können zwei oder mehr Typen zusammen verwendet werden.
  • Monoperoxyverbindungen beinhalten Dicumylperoxid, Diacylperoxid (beispielsweise Benzoylperoxid), di-t-Butylperoxid, t-Butyl-Peroxidacetat, t-Butyl-Peroxy-Isopropyl-Carbonat, Peroxyester (beispielsweise t-butyl-Peroxybenzoat) und dergleichen. Diperoxy-Verbindungen beinhalten 2,5-Dimethyl-2,5-di-(t-Butylperoxy)-Hexyn-3, 2,5-Dimethyl-2,5-di-(t-Butylperoxy)-Hexan, α,α'-bis(t-Butylperoxy)-p-Diisopropylbenzen, 2,5-Dimethyl-2,5-di-(Benzoylperoxy)-Hexan und dergleichen.
  • Die Beimischungsmenge des organischen Peroxid hängt von dem Typ des organischen Peroxids ab. Wenn beispielsweise ein Dicumylperoxid an sich verwendet wird, werden näherungsweise 0,5–8 phr bevorzugt. Die mechanische Festigkeit von H-NBR kann unzureichend sein, wenn die Beimischungsmenge des Dicuymlperoxids weniger als 0,5 phr beträgt. Wenn die Beimischungsmenge des Dicumylperoxids 8 phr beträgt, kann der nichtvulkanisierte Formkörper leicht anbrennen.
  • Ferner können dem H-NBR nach Bedarf Kieselsäure als Füllstoff, Alterungshemmungsmittel, Rußschwarz, Weichmacher, Co-Vernetzungsmittel (beispielsweise TAIC und TMPTMA) und dergleichen beigemischt werden.
  • Außenlage der Innenleitung
  • Ein Acrylkautschuk (ACM), aus dem die Außenlage der Innenleitung konstruiert ist, ist ein epoxidvernetzendes ACM. Der allgemeine Begriff "Acrylkautschuk" umspannt Acrylkautschuk und Mischkautschuke dieser und anderer Arten von Kautschuken.
  • Beispiele eines epoxidvernetzenden ACM beinhalten verschiedene Monomerzusammensetzungen, die durch Copolymerisation eines beliebigen oder mehrerer beliebiger Monomere ausgebildet sind, die von der nachstehenden Monomergruppe 1 bis Mo nomergruppe 11 und einem beliebigen Monomer ausgewählt sind, das aus der nachstehenden epoxidvernetzenden Monomergruppe ausgewählt ist.
    Monomergruppe 1: Methylacrylat, Ethylacrylat, n-Propylacrylat, Isobutylacrylat, n-Butylacrylat, n-Pentylacrylate, n-Hexylacrylate, n-Octylacrylat, oder 2-Ethylhexylacrylat.
    Monomergruppe 2: Alkoxyalkylacrylatgruppe. Zum Beispiel 2-Methoxyethylacrylat, 2-Ethoxyethylacrylat, 2-(n-Propoxy)ethylacrylat, 2-(n-Butoxy)ethylacrylat, 3-Methoxypropylacrylat, 3-Ethoxypropylacrylat, 2-(n-Propoxy)propylacrylat, oder 2-(n-Butoxy)propylacrylat.
    Monomergruppe 3: Fluorhaltige Acrylatgruppe. Zum Beispiel 1,1-Dihydroperfluoroethyl(meta)acrylat, 1,1-Dihydroperfluorpropyl(meta)acrylat, 1,1,5-Trihydroperfluorhexyl(meta)acrylat, 1,1,2,2-tetrahydroperfluorpropyl(meta)acrylat, 1,1,7-Trihydroperfluorheptyl(meta)acrylat, 1,1-Dihydroperfluoroctyl(meta)acrylat oder 1,1-Dihydroperfluordecyl(meta)acrylat.
    Monomergruppe 4: Hydroxylgruppenhaltige Acrylatgruppe. Zum Beispiel 1-hydroxypropyl(meta)acrylate, 2-hydroxypropyl(meta)acrylate oder Hydroxyethyl(meta)acrylate.
    Monomergruppe 5: Tertiäre Aminogruppe enthaltende Acrylatgruppe. Zum Beispiel Diethylaminoethyl(meta)acrylat oder Dibutylaminoethyl(meta)acrylat.
    Monomergruppe 6: Methacrylatgruppe. Zum Beispiel Methylmethacrylat oder Otylmethacrylat.
    Monomergruppe 7: Alkylvinylketongruppe. Zum Beispiel Methylvinylketon.
    Monomergruppe 8: Vinyl- und Allylethergruppe. Zum Beispiel Vinylethylether oder Allylmethylether.
    Monomergruppe 9: Gruppe der aromatischen Vinylverbindungen. Zum Beispiel Styrol, α-Methlystyrol, Chlorostyrol oder Vinyltoluen.
    Monomergruppe 10: Vinylnitrylgruppe. Zum Beispiel Acrylnitril oder Methacrylnitril.
    Monomergruppe 11: ungesättigte Ethylenverbindungsgruppe. Zum Beispiel Ethylen, Propylen, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylfluorid, Vinylidenfluorid, Vinylpropionat oder Alkylfumarat.
    Epoxidvernetzende Monomergruppe: Zum Beispiel Glycidylacrylat, Allylglycidylether oder Methaallylglycidylether.
  • Ein Vulkanisationsmittel oder Vulkanisationsbeschleuniger, wie z. B. Ammoniumsalz, wird dem ACM bevorzugt beigemischt. Wenn als ein Vulkanisationsmittel oder Vulkanisationsbeschleuniger ein Ammoniumsalz verwendet wird, wird eine Verbindung oder Verbindungsgruppe, die sich auf eines der nachstehenden Elemente (1)–(3) oder eine Kombination aus zwei oder mehreren eines beliebigen der Elemente von (1)–(3) bezieht, bevorzugt:
    • (1) Ammoniumbenzoat.
    • (2) Isocyanursäure, quartäres Ammoniumsalz und Diphenyl-Harnstoff; und
    • (3) Imidazol, Thioharnstoff und quartäres Ammoniumsalz.
  • Die Beimischungsmenge von Ammoniumsalz in bezug auf ACM unterliegt keiner Einschränkung. Die Beimischungsmenge von Ammoniumsalz beträgt bevorzugt 0,1–3 phr. Wenn die Menge von Ammoniumsalz diesen Bereich unterschreitet, kann das Verbinden mit dem ACM geringfügig abnehmen. Wenn die Menge des Ammoniumsalzes diesen Bereich überschreitet kann die Bearbeitbarkeit des nichtvulkanisierten Formkörpers verringert werden, und der nichtvulkanisierte Formkörper kann ohne weiteres angesengt werden.
  • Daneben können dem ACM, aus dem die Außenlage der Innenleitung konstruiert ist, geringe Mengen Kieselsäure-Füllstoff beigemischt werden. Nach Bedarf werden Alterungshemmungsmittel, Rußschwarz, Weichmacher, Verarbeitungshilfsstoffe (z. B. Paraffin) und dergleichen hinzugefügt.
  • AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Zubereitung von nichtvulkanisierten H-NBR-Zusammensetzungen, nichtvulkanisierten NBR-Zusammensetzung und nichtvulkanisierten ACM-Zusammensetzungen.
  • Tabelle 1 zeigt nichtvulkanisierte H-NBR-Zusammensetzungen und nichtvulkanisierte NBR-Zusammensetzunge, die unter Verwendung einer offenen Walze gemäß den in Spalten A–F gezeigten Anteilen zubereitet wurden. Diese nichtvulkanisierten Zusammensetzungen werden verwendet, um die Innenlage der Kautschuk-Innenleitung des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs (die an späterer Stelle in Tabelle 3 als "Innenlagen-Kautschuk" beschrieben wird) zu konstruieren. Tabelle 2 zeigt nichtvulkanisierte ACM-Zusammensetzungen, die unter Verwendung einer offenen Walze gemäß den in Spalten 1–6 gezeigten Anteilen zubereitet wurden. Diese nichtvulkanisierten Zusammensetzungen werden verwendet, um die Außenlage der Kautschuk-Innenleitung des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs zu konstruieren (die an späterer Stelle in Tabelle 3 als der "Mittellagenkautschuk" beschrieben wird). Die numerischen Werte in Tabellen 1 und 2 zeigen die Anzahl der Gewichtsteile an.
  • Tabelle 1
    Figure 00130001
  • Tabelle 2
    Figure 00140001
  • In Tabelle 1 handelt es sich bei Zetpol 2000 um einen H-NBR, der durch die Firma Nippon Zeon Company hergestellt wird, und bei Nipol DN202 um einen von der Firma Nippon Zeon Company hergestellten NBR. In Tabelle 2 handelt es sich bei Nipol AR53 um einen epoxidvernetzenden ACM, der von der Firma Nippon Zeon Company hergestellt wird, und bei Vamac G um ein carboxylgruppenvernetzenden ACM, der von der Firma DuPont Company hergestellt wird.
  • Ferner wurde eine allgemeine Mischung einer nichtvulkanisierten Zusammensetzung aus Polyethylenchlorid-Kautschuk (CM) unter Verwendung einer offenen Walze zubereitet, um den Außenlagenkautschuk des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs zu konstruieren.
  • Figure 00150001
  • Erzeugung der Kautschuk-Innenleitung und Erzeugung des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs
  • Die nichtvulkanisierten H-NBR-Zusammensetzungen oder nichtvulkanisierten NBR-Zusammensetzungen, die gemäß den Spalten A–F von Tabelle 1 gemischt wurden, und die nichtvulkanisierten ACM-Zusammensetzungen, die gemäß den Spalten 1–6 von Tabelle 2 gemischt wurden, werden einer zur gleichen Zeit erfolgenden Zweilagen-Extrusion unterzogen. Folglich besteht die Innenlage aus der nichtvulkanisierten H-NBR-Zusammensetzung oder der nichtvulkanisierten NBR-Zusammensetzung, und die Außenlage besteht aus der nichtvulkanisierten ACM-Zusammensetzung. Die Dicke der Innenlage und der Außenlage ist bei beiden 1 mm. Die Kombinationen dieser beiden Lagen und die Konstruktion einer jeden Lage sind in Tabelle 3 unter der Bezeichnung "Innenlagen-Kautschuk" und "Mittellagen-Kautschuk" für jeweils die Ausführungsformen 1–4 und die Vergleichsbeispiele 1–7 gezeigt.
  • Nach der Durchführung einer Direktdampfvulkanisation bei 160°C für eine Dauer von 45 Minuten wird eine Heißluftvulkanisation bei 160°C für eine Dauer von 8 Stunden durchgeführt. Demzufolge wurden die vulkanisierten Kautschuk-Innenleitungen der Ausführungsformen 1–4 und der Vergleichsbeispiele 1–7 konstruiert.
  • Die nichtvulkanisierten H-NBR-Zusammensetzungen oder nichtvulkanisierten NBR-Zusammensetzungen, die gemäß den Spalten A–F von Tabelle 1 gemischt wurden, und die nichtvulkanisierten ACM-Zusammensetzungen, die gemäß den Spalten 1–6 von Tabelle 2 gemischt wurden, werden einer zur gleichen Zeit erfolgenden, separaten Zweilagen-Extrusion unterzogen. Folglich besteht die Innenlage aus der nichtvulkanisierten H-NBR-Zusammensetzung oder der nichtvulkanisierten NBR-Zusammensetzung, und die Außenlage besteht aus der nichtvulkanisierten ACM-Zusammensetzung. Die Dicke der Innenlage und der Außenlage beträgt bei beiden 1 mm. Eine Verstärkungsfadenlage auf dem äußeren Umfang der Außenlage wurde durch Verflechten eines Polyesterverstärkungsfadens hergestellt. Ferner wurde die vorstehend beschriebene, nichtvulkanisierte CM-Zusammensetzung extrudiert, um den äußeren Umfang der Verstärkungsfaden-Lage zu bedecken. Nach einer Direktdampfvulkanisation der nichtvulkanisierten Kraftstoffschläuche bei 160°C für eine Dauer von 45 Minuten wurde eine Heißluftvulkanisation bei 160°C für eine Dauer von 8 Stunden durchgeführt, um die wärmebeständigen Kraftstoffschläuche der Ausführungsformen 1–4 und der Vergleichsbeispiele 1–7 zu erzeugen.
  • Bei den vorstehend beschriebenen Kautschuk-Innenleitungen und wärmebeständigen Kraftstoffschläuchen wird die Unterteilung in "Ausführungsform" und "Vergleichsbeispiel" in Tabelle 3 nur verwendet, um eine relative Überschaubarkeit zu gewährleisten. In Tabelle 3 sind Vergleichsbeispiele gezeigt, bei denen es sich um Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung handeln kann.
  • Auswertung der vulkanisierten Kautschuk-Innenleitung
  • Schälprüfung
  • Die vulkanisierten Kautschuk-Innenleitungen der jeweiligen Ausführungsformen und Vergleichsbeispiele, die vorstehend beschrieben sind, wurden einem Schälversuch nach JIS K6330 unterzogen. Die Bindungsfestigkeit (N/25 mm) zwischen der H-NBR-Schicht und der ACM-Schicht sowie die Grenzflächenzustände von beiden Schichten wurden ausgewertet. Diese Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. In der Spalte "Bindungsfestigkeit" in Tabelle 3 verweist "90 < (Riß)" darauf, daß die Schicht beim Schälen gerissen ist, und die Messungen bei 90 N/25 mm oder größer konnten nicht vorgenommen werden. In der Spalte "Grenzflächenzustände" in Tabelle 3 verweist "Grenzflächenabschälung" darauf, daß sich entlang der Grenzfläche der Schichten eine Abschälung einstellte, ohne daß eine der Schichten Schaden nahm. Zusätzlich verweist der Begriff "Kautschukschaden" darauf, daß die Schicht Schaden genommen hat, d. h. daß beim Schälen ein Abschnitt des Materials auf der Oberseite der angrenzenden Schicht verblieben ist.
  • Auswertung mit versiegeltem Leichtöl
  • In die vulkanisierte Kautschuk-Innenleitung der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen und Vergleichsbeispiele wurde ein Leichtöl eingeschlossen. Nach einer Alterung von 100°C für 240 Stunden wurde ein Schälversuch gemäß JIS K6330 durchgeführt, der dem vorstehend beschriebenen Schälversuch ähnlich ist. Die Bindungsfestigkeit (N/25 mm), und der Zustand der abschälenden Grenzfläche wurden ausgewertet. Die Schläuche, die als Grenzflächenzustand beim Schälversuch unter normalen Bedingungen jedoch ein "Abschälen der Grenzfläche" aufwiesen, wurden der Auswertung nicht unterzogen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Wie in Tabelle 3 gezeigt ist, stimmen die Ergebnisse mit den Ergebnissen des Schälversuchs unter normalen Bedingungen überein.
  • Auswertung des vulkanisierten, wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs
  • Dichtigkeitsprüfung
  • Die vulkanisierten, wärmebeständigen Kraftstoffschläuche der jeweiligen Ausführungsformen und Vergleichsbeispiele wurden bei 150°C 500 Stunden lang einer Alterung bei trockener Hitze ausgesetzt, und es wurde eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt. Bei der Dichtigkeitsprüfung wurde ein Stahlrohr mit einer Fluorharzbeschichtung auf dessen Oberfläche in ein Ende eines jeweiligen wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs eingeführt und unter Verwendung einer Aufspannvorrichtung befestigt. In einem Ofen wurde eine bei trockener Hitze erfolgende Alterung bei 150°C für eine Dauer von 500 Stunden durchgeführt. Anschließend wurde an dem anderen Ende des wärmebeständigen Kraftstoffschlauchs ein Druck durch eine hydraulische Pumpe bei einer Rate von 0,6 MPa/min erhöht und nach der Alterung bei trockener Hitze der Dichtigkeitsdruck gemessen.
  • In der Praxis beträgt der Dichtigkeitsdruck nach der Alterung bei trockener Hitze wie vorstehend beschrieben 0,5 MPa oder mehr. Daher sind die Ausführungsformen und Vergleichsbeispiele mit Messungen von 0,5 MPa oder mehr durch ein "O" in der Spalte "Dichtigkeitsprüfung Schlauch" von Tabelle 3 angezeigt. Die Ausführungsformen und Vergleichsbeispiele mit Messungen von weniger als 0,5 MPa sind durch ein "X" angezeigt. Jene mit "Grenzflächenabschälung" als Grenzflächenzustand aus dem Schälversuch unter Normalbedingungen wurden bei der Auswertung nicht berücksichtigt.
  • Obgleich eine Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform erfolgt ist, ist sich der Fachmann der Variationen derselben innerhalb des Schutzbereichs der Konzepte der vorliegenden Erfindung, die durch nachstehende Ansprüche beschrieben sind, bewußt.

Claims (10)

  1. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch, der folgende Merkmale aufweist: eine Innenleitungs-Innenlage, die eine peroxidvulkanisierte Mischung aufweist, die einen hydrierten Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (H-NBR) aufweist; und eine Innenleitungs-Außenlage, die einen epoxidvernetzenden Acrylkautschuk (ACM) aufweist, der mit der Innenleitungs-Innenlage durch Vulkanisation verbunden ist; dadurch gekennzeichnet, daß die vulkanisierte Mischung, die einen hydrierten Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (H-NBR) aufweist, ferner ein Zinkoxid (ZnO) und ein Magnesiumoxid (MgO) aufweist.
  2. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach Anspruch 1, wobei: der H-NBR folgende Merkmale aufweist: 25–45 Gewichts-% von ungesättigtem Nitril; 5 Gewichts-% oder weniger von konjugierten Dien; und 50–75 Gewichts-% von einem Hydrierungsmittel, das ein Element aufweist, das aus der Gruppe bestehend aus einem anderen ethylenisch ungesättigten Monomer als dem ungesättigten Nitril, einem konjugierten Dien oder einer Kombination daraus ausgewählt ist.
  3. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach Anspruch 1 oder 2, wobei: die Menge von ZnO in der Mischung 2 phr oder mehr ist; und die Menge von MgO in der Mischung 4 phr oder mehr ist.
  4. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach Anspruch 1 oder 2, wobei: die Menge von ZnO 2–10 phr ist; und die Menge von MgO 4–15 phr ist.
  5. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der peroxidvulkanisierte H-NBR organisch peroxidvulkanisiert ist.
  6. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der ACM mit einem Ammoniumsalz vermischt ist.
  7. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach Anspruch 6, wobei: das Ammoniumsalz aus der Gruppe bestehend aus: (1) Ammoniumbenzoat; (2) Isocyanursäure, quartäres Ammoniumsalz und Diphenyl-Harnstoff; (3) Imidazol, Thioharnstoff und quartäres Ammoniumsalz; und (4) einer Kombination aus einem beliebigen der vorstehenden ausgewählt ist.
  8. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, der ferner folgende Merkmale aufweist: eine Verstärkungsfadenlage und eine Kautschuk-Außenleitung, wobei: sich die Verstärkungsfadenlage und die Kautschuk-Außenleitung auf einem äußeren Umfang der Kautschuk-Innenleitung befinden.
  9. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach Anspruch 8, wobei die Kautschuk-Außenleitung ein Element aufweist, das aus der Gruppe bestehend aus ACM, NBR, NBR-PVC, EPDM, EPM, CM, CSM, CR und einem Kautschukgemisch aus zwei oder mehreren der vorstehenden ausgewählt ist.
  10. Wärmebeständiger Kraftstoffschlauch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der wärmebeständige Kraftstoffschlauch ein Diesel-Kraftstoffschlauch ist.
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